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DEUTSCHE NORM Januar 2009

DIN EN 1005-4
D
ICS 13.110; 13.180 Ersatz für
DIN EN 1005-4:2005-08

Sicherheit von Maschinen –


Menschliche körperliche Leistung –
Teil 4: Bewertung von Körperhaltungen und Bewegungen bei der Arbeit
an Maschinen;
Deutsche Fassung EN 1005-4:2005+A1:2008
Safety of machinery –
Human physical performance –
Part 4: Evaluation of working postures and movements in relation to machinery;
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German version EN 1005-4:2005+A1:2008


Sécurité des machines –
Performance physique humaine –
Partie 4: Evaluation des postures et mouvements lors du travail en relation avec les
machines;
Version allemande EN 1005-4:2005+A1:2008

Gesamtumfang 22 Seiten

Normenausschuss Ergonomie (NAErg) im DIN

© DIN Deutsches Institut für Normung e.V. · Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise,
nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin, gestattet.
Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
www.din.de !$RS1"
www.beuth.de 1474814
DIN EN 1005-4:2009-01

Beginn der Gültigkeit


Diese Norm gilt ab 2009-01-01.

Daneben darf DIN EN 1005-4:2005-08 noch bis 28. Dezember 2009 angewendet werden.

Nationales Vorwort

Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen im Sinne des Gesetzes über technische Arbeitsmittel
und Verbraucherprodukte (Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG)) und steht im Zusammenhang mit
dem Europäischen Recht (EG-Maschinenrichtlinie), das in nationales Recht überführt wurde.

Sie beinhaltet die Deutsche Fassung der vom Technischen Komitees CEN/TC 122 „Ergonomie“ (Sekretariat:
DIN, Deutschland) im Europäischen Komitee für Normung (CEN) in Zusammenhang mit der Novellierung der
EG-Maschinenrichtlinie erarbeiteten EN 1005-4:2005+A1:2008.
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Die nationalen Interessen bei der Erarbeitung dieser Änderung wurden vom Gemeinschaftsarbeitsausschuss
„Anthropometrie und Biomechanik“ (NA 023-00-03 GA) der Normenausschüsse Ergonomie (NAErg) und
Maschinenbau (NAM) im DIN wahrgenommen.

Diese Europäische Norm konkretisiert einschlägige Anforderungen von Anhang I der EG-Maschinenrichtlinie
98/37/EG (gültig bis 28. Dezember 2009) sowie mit Wirkung vom 29. Dezember 2009 der neuen EG-
Maschinenrichtlinie 2006/42/EG an erstmals im EWR in Verkehr gebrachte Maschinen, um den Nachweis der
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen zu erleichtern.

Ab dem Zeitpunkt ihrer Bezeichnung als Harmonisierte Norm im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
kann der Hersteller bei ihrer Anwendung davon ausgehen, dass er die von der Norm behandelten
Anforderungen der Maschinenrichtlinie eingehalten hat (so genannte Vermutungswirkung).

Änderungen

Gegenüber DIN EN 1005-4:2005-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Aufnahme eines informativen Anhangs ZB über den Zusammenhang zwischen der Europäischen Norm
EN 1005-4:2005 und den grundlegenden Anforderungen der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.

Frühere Ausgaben

DIN EN 1005-4: 2005-08

2
EUROPÄISCHE NORM EN 1005-4:2005+A1
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Oktober 2008

ICS 13.110; 13.180 Ersatz für EN 1005-4:2005

Deutsche Fassung

Sicherheit von Maschinen —


Menschliche körperliche Leistung —
Teil 4: Bewertung von Körperhaltungen und Bewegungen bei
der Arbeit an Maschinen

Safety of machinery — Sécurité des machines —


Human physical performance — Performance physique humaine —
Part 4: Evaluation of working postures and movements in Partie 4: Evaluation des postures et mouvements lors du
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relation to machinery travail en relation avec les machines

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 17. Februar 2005 angenommen und schließt Änderung 1 ein, die am 18. August 2008 vom
CEN angenommen wurde.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich
und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2008 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 1005-4:2005+A1:2008 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Einleitung.............................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen......................................................................................................................5
3 Begriffe ...................................................................................................................................................6
4 Anforderungen .......................................................................................................................................6
4.1 Allgemeines............................................................................................................................................6
4.2 Leitsätze zur Risikobeurteilung............................................................................................................7
4.2.1 Allgemeines............................................................................................................................................7
4.2.2 Festlegung der Gruppe von Operatoren .............................................................................................7
4.2.3 Durchführung einer Tätigkeitsanalyse ................................................................................................7
4.2.4 Festlegung der erforderlichen ergonomischen Daten.......................................................................8
4.2.5 Bewertung am Zeichenbrett/CAD-Bildschirm.....................................................................................8
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4.2.6 Bewertung mit Operatoren ...................................................................................................................8


4.3 Risikobeurteilung...................................................................................................................................9
4.3.1 Allgemeines............................................................................................................................................9
4.3.2 Rumpf................................................................................................................................................... 10
4.3.3 Oberarm ............................................................................................................................................... 13
4.3.4 Kopf und Hals...................................................................................................................................... 14
4.3.5 Andere Körperteile.............................................................................................................................. 16
Anhang ZA (informativ) !Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den
grundlegenden Anforderungen der EG-Richtlinie 98/37/EG geändert durch 98/79/EG .............. 18
Anhang ZB (informativ) !Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den
grundlegenden Anforderungen der EG-Richtlinie 2006/42/EG ...................................................... 19
Literaturhinweise ............................................................................................................................................. 20

2
DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 1005-4:2005+A1:2008) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 122 „Ergonomics“
erarbeitet, dessen Sekretariat vom DIN gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis April 2009, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis Dezember 2009 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument beinhaltet die Änderung 1, die am 2008-08-18 vom CEN angenommen wurde.

Dieses Dokument ersetzt EN 1005-4:2005.

Anfang und Ende der durch die Änderung eingefügten und geänderten Teile sind jeweils durch Änderungs-
marken !" angegeben.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die Euro-
päische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der EG-
Richtlinien.
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!Zum Zusammenhang mit EG-Richtlinien siehe informativen Anhang ZA und ZB, der Bestandteil dieses
Dokuments ist."

EN 1005 besteht aus folgenden Teilen unter der allgemeinen Überschrift „Sicherheit von Maschinen —
Menschliche körperliche Leistung“:

⎯ Teil 1: Begriffe

⎯ Teil 2: Manuelle Handhabung von Gegenständen in Verbindung mit Maschinen und Maschinenteilen

⎯ Teil 3: Empfohlene Kraftgrenzen bei Maschinenbetätigung

⎯ Teil 4: Bewertung von Körperhaltungen und Bewegungen bei der Arbeit an Maschinen

⎯ Teil 51): Risikobewertung für kurzzyklische Tätigkeiten bei hohen Handhabungsfrequenzen

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Est-
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Nieder-
lande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spa-
nien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

1) Diese Europäische Norm wird z. Z. in der CEN/TC 122/WG 4 „Biomechanik“ erarbeitet.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Einleitung
Rund ein Drittel aller Arbeitnehmer in der Europäischen Union verbringen mehr als die Hälfte ihres Arbeitsta-
ges in schmerzhaften oder ermüdenden Körperhaltungen, und ungefähr 50 % aller Arbeitnehmer sind kurz-
zyklischen repetitiven Tätigkeiten ausgesetzt, die meistens mit schmerzhaften und ermüdenden Bewegungen
einhergehen [2]. Schmerz und Ermüdung können zu muskuloskelettalen Erkrankungen, verringerter Produkti-
vität und sich verschlechternder Haltungs und Bewegungskontrolle führen. Letzteres kann das Fehlerrisiko
erhöhen und zu verminderter Qualität und gefährlichen Situationen führen. Alle maschinenbezogenen Tätig-
keiten innerhalb des Lebenszyklus einer Maschine, von der Konstruktion bis zur Demontage, bedingen be-
stimmte Körperhaltungen und Bewegungen. Es sollte die Aufgabe eines Maschinenkonstrukteurs sein,
schmerzhafte und ermüdende Körperhaltungen und Bewegungen zu vermeiden.

Die Anforderungen in dieser Europäischen Norm zielen darauf ab, Gesundheitsrisiken bei der Arbeit an Ma-
schinen zu reduzieren. Dies könnte darüber hinaus positive Auswirkungen auf die Qualität, die Effektivität und
die Wirtschaftlichkeit von Maschinenarbeit haben.

Die Anforderungen in dieser Europäischen Norm beruhen auf dem gegenwärtigen ergonomischen Kenntnis-
stand und können sich entsprechend künftigen Forschungsergebnissen ändern [1].

Diese Europäische Norm ist eine Typ B-Norm, wie in EN ISO 12100-1 angegeben.
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Die Festlegungen in dieser Europäischen Norm können durch eine Typ C-Norm ergänzt oder modifiziert wer-
den.

Für Maschinen, die unter den Anwendungsbereich einer Typ C-Norm fallen und die nach den Festlegungen
dieser Typ C-Norm konzipiert und gebaut worden sind, gilt: Die Festlegungen der Typ C-Norm haben Vorrang
gegenüber den Festlegungen dieser Typ B-Norm.

4
DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm enthält für die Konstruktionsphase von Maschinen und Maschinenteilen Leitsätze für
die Beurteilung und Beeinflussung nur von maschinenbedingten Körperhaltungen und Bewegungen, d. h.
während der Montage und der Installation, des Betriebes und der Einrichtung, der Wartung, Reinigung und
Reparatur, des Transports und Abbaus einer Maschine. Diese Europäische Norm beschreibt die Anforderun-
gen für Körperhaltungen und Bewegungen ohne oder nur bei minimaler Kraftausübung. Die Anforderungen
zielen darauf ab, die Gesundheitsrisiken für nahezu alle gesunden Erwachsenen zu reduzieren.

Diese Europäische Norm gilt nicht für Maschinen, die hergestellt wurden, bevor CEN diese Europäische Norm
veröffentlichte.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Ver-
weisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe
des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 547-1, Sicherheit von Maschinen — Körpermaße des Menschen — Teil 1: Grundlagen zur Bestimmung
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von Abmessungen für Ganzkörper-Zugänge an Maschinenarbeitsplätzen

EN 547-2, Sicherheit von Maschinen — Körpermaße des Menschen — Teil 2: Grundlagen für die Bemessung
von Zugangsöffnungen

EN 547-3, Sicherheit von Maschinen — Körpermaße des Menschen — Teil 3: Körpermaßdaten

EN 614-1, Sicherheit von Maschinen — Ergonomische Gestaltungsgrundsätze — Teil 1: Begriffe und allge-
meine Leitsätze

EN 894-1, Sicherheit von Maschinen — Ergonomische Anforderungen an die Gestaltung von Anzeigen und
Stellteilen — Teil 1: Allgemeine Leitsätze für Benutzer-Interaktion mit Anzeigen und Stellteilen

EN 894-2, Sicherheit von Maschinen — Ergonomische Anforderungen an die Gestaltung von Anzeigen und
Stellteilen — Teil 2: Anzeigen

EN 894-3, Sicherheit von Maschinen — Ergonomische Anforderungen an die Gestaltung von Anzeigen und
Stellteilen — Teil 3: Stellteile

EN 1005-1:2001, Sicherheit von Maschinen — Menschliche körperliche Leistung — Teil 1: Begriffe

EN 1005-2, Sicherheit von Maschinen — Menschliche körperliche Leistung — Teil 2: Manuelle Handhabung
von Gegenständen in Verbindung mit Maschinen und Maschinenteilen

EN 1005-3, Sicherheit von Maschinen — Menschliche körperliche Leistung — Teil 3: Empfohlene Kraftgren-
zen für die Maschinenbetätigung

prEN 1005-52) Sicherheit von Maschinen — Menschliche körperliche Leistung — Teil 5: Risikobewertung für
kurzzyklische Tätigkeiten bei hohen Handhabungsfrequenzen

EN 1050, Sicherheit von Maschinen — Leitsätze zur Risikobewertung

EN ISO 12100-1:2003, Sicherheit von Maschinen — Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze — Teil 1:


Grundsätzliche Terminologie, Methodologie; (ISO 12100-1:2003)

EN ISO 12100-2, Sicherheit von Maschinen — Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze — Teil 2:


Technische Leitsätze; (ISO 12100-2:2003)

2) Diese Europäische Norm wird z. Z. in der CEN/TC 122/WG 4 „Biomechanik“ erarbeitet.


5
DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

EN ISO 14738, Sicherheit von Maschinen — Anthropometrische Anforderungen an die Gestaltung von Ma-
schinenarbeitsplätzen; (ISO 14738:2002)

ISO 11226:2000, Ergonomics — Evaluation of static working pastures

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach EN 1005-1:2001 und EN ISO 12100-1:2003.

4 Anforderungen

4.1 Allgemeines

Benutzern dieser Europäischen Norm wird empfohlen, zunächst in EN 1050, EN ISO 12100-1,
EN ISO 12100-2 und EN 614-1 nachzuschlagen.

Die Anforderungen, die in dieser Europäischen Norm festgelegt sind, gelten formal für alle maschinenbezoge-
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nen Tätigkeiten. Die Beurteilung einer jeden einzelnen Tätigkeit mag aber als nicht praktikabel erscheinen.
Deshalb müssen diejenigen Tätigkeiten, die häufig auftreten, oder aber jene, die unregelmäßig auftreten, aber
ein hohes Risiko hinsichtlich des Entstehens von Schmerz, Ermüdung oder Erkrankung in sich bergen, Be-
standteil der Risikoanalyse sein.

ANMERKUNG Es wird betont, dass die in dieser Europäischen Norm enthaltenen Anforderungen nicht zur Regulierung
der Arbeitsorganisation angewendet werden sollten.

Letztendlich muss die Maschinenkonstruktion einen Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen ermögli-
chen. Ungünstige Körperhaltungen und Bewegungen (z. B. Knien und Kriechen) müssen vermieden werden.
Eine gute Konstruktion muss niederfrequente Bewegungen fördern und schmerzhafte und ermüdende Hal-
tungen sowie hochfrequente Bewegungen vermeiden (siehe 4.3).

Diese Europäische Norm macht sich einen schrittweisen Ansatz zur Risikobeurteilung von Haltungen und
Bewegungen als Teil des Maschinenkonstruktionsprozesses zu Eigen (siehe Bild 1). Der Risikobeurteilungs-
ansatz in dieser Europäischen Norm unterscheidet zwischen:

⎯ Bewertung ohne Operator: solange noch kein 1 : 1-Modell/Prototyp der Maschine oder ihrer Teile verfüg-
bar ist (siehe 4.2.5);

⎯ Bewertung mit Operator: wenn ein 1 : 1-Modell/Prototyp der Maschine oder ihrer Teile verfügbar ist (sie-
he 4.2.6).

4.2 gibt Hilfestellung in den verschiedenen Konstruktionsphasen. 4.3 stellt die Vorgehensweise zur Risikobe-
urteilung von Körperhaltungen und Bewegungen zur Verfügung.

Es ist anzunehmen, dass vielerorts Informationen zu Nutzung und Folgen von bestimmten Konstruktionen
vorliegen oder verfügbar sind. Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Sammlung und Nutzung solcher
Daten sind wichtig. Derartige Daten müssen analysiert werden, um festzulegen, ob die derzeitige Maschinen-
gestaltung und -benutzung noch angemessen oder eine Neugestaltung der Maschine notwendig ist. Analysen
mit unerfahrenen Personen, welche die geforderten Aufgaben ausführen sollen, können manchmal helfen,
Probleme zu erkennen, welche erfahrene Anwender schon längst zu umgehen gelernt haben.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

4.2 Leitsätze zur Risikobeurteilung

4.2.1 Allgemeines

Die fünf Hauptschritte eines Konstruktionsprozesses, wie in EN 614-1 beschrieben, die aus ergonomischer
Sicht relevant sind, werden nachfolgend detaillierter ausgeführt (siehe 4.2.2 bis 4.2.6 und Bild 1 (Text fett)).
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ANMERKUNG Die Nummern in den Feldern und der Text rechts beziehen sich auf die Abschnitte in dieser Europäi-
schen Norm.

Bild 1 — Flussdiagramm der Ablaufschritte der Risikobeurteilung

4.2.2 Festlegung der Gruppe von Operatoren

Eine Konstruktion muss den Gesamtbereich der vorgesehenen Gruppe von Operatoren abdecken. Werden
die Körperhaltungen und Bewegungen der Operatoren betrachtet, muss der Körpermaßbereich der Gruppe
von Operatoren bestimmt werden, wie es in EN 614-1 beschrieben ist. Die aus ergonomischer Sicht rele-
vanten Aufgaben, wie sie in 4.2.4 bis 4.2.6 beschrieben sind, beruhen auf den gewählten Körpermaßen.

4.2.3 Durchführung einer Tätigkeitsanalyse

Jede Tätigkeit, die ein Operator ausführen muss, ist in seine einzelnen Komponenten zu zerlegen, um eine
Reihe aufeinander folgender Teiltätigkeiten zu erzeugen. Alle Anforderungen bezüglich Sicht, Stelltätigkeit
(Hand/Fuß), Körperstabilität und Kraftbedarf müssen für jede dieser Teiltätigkeiten bestimmt werden. Die aus
ergonomischer Sicht relevanten Aufgaben, wie sie in 4.2.4 bis 4.2.6 beschrieben sind, basieren auf diesen
Informationen. Darüber hinaus müssen mögliche Bewegungsfrequenzen und für die Maschine erforderliche
Arbeitszeiten in Erwägung gezogen werden. Die in 4.3.2 bis 4.3.5 beschriebene Risikobeurteilung hängt von
diesen Informationen ab.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

4.2.4 Festlegung der erforderlichen ergonomischen Daten

EN ISO 14738 stellt die für jeden Konstruktionsprozess erforderlichen Daten bezüglich zu wählender Körper-
haltungen und Bewegungen zur Verfügung. Dies betrifft die

⎯ Wahl der Körperstellung (Sitzen, Stehen, Stehen mit Stehhilfe);

⎯ Maschinenabmessungen (Raum-/Flächenbedarf, Höhe und Neigung der Arbeitsfläche).

Diese Daten legen nur die Grundvoraussetzungen für günstige Körperhaltungen und Bewegungen fest. Kör-
perhaltungen und Bewegungen werden auch durch die nachstehend aufgeführten Tätigkeitsanforderungen
beeinflusst, die in einer frühen Konstruktionsphase berücksichtigt werden müssen:

⎯ Anforderungen bezüglich der Sichtverhältnisse: Eine Körperhaltung wird durch Hindernisse im Sichtfeld,
schlechte Beleuchtung, geringe Größe der Sehobjekte und kleine Winkel zwischen Sehstrahl (Blickrich-
tung) und Oberfläche des zu betrachtenden Gegenstandes beeinträchtigt. Lang andauernde Betrachtung
von Sehzielen seitlich neben dem Operator führt zu anhaltender Kopfdrehung und möglichem Diskomfort.
Die günstigste Blickrichtung in der Vertikalen (Auf-/Abwärtsrichtung des Sehstrahles) hängt von der
Rumpfhaltung ab, d. h., beim Vorneigen wird die günstigste Blickrichtung niedriger, wohingegen beim
Rückneigen, d. h. gegen eine Rückenstütze, die Blickrichtung höher wird.
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⎯ Stellaufgaben (Stelltätigkeiten mit Händen oder Füßen): Eine Körperhaltung oder Bewegung kann durch
die Art und Anordnung eines Handgriffs oder kontaktes oder eines Pedals beeinträchtigt werden. Eine
ungeeignete Anordnung z. B. der Handgriffsachse kann zu einem ungünstigen Anheben des Oberarms
führen.

⎯ Stabilitätsanforderungen: Eine Körperhaltung kann durch die Notwendigkeit, den Körper oder einzelne
Körperteile an der Maschine abzustützen, beeinträchtigt werden. Niedrige Ellbogenstützen bei Präzisi-
onsarbeit können so z. B. zu einer erheblichen Rumpfvorneigung führen.

Besteht die Notwendigkeit, Kraft auszuüben, so müssen EN 1005-2, EN 1005-3 und prEN 1005-5 hinzugezo-
gen werden. EN 894-1, EN 894-2 und EN 894-3 stellen ergonomische Anforderungen an die Konstruktion von
Anzeigen und Stellteilen zur Verfügung.

4.2.5 Bewertung am Zeichenbrett/CAD-Bildschirm

Schon in einer frühen Konstruktionsphase müssen die Maschinenabmessungen an die Körpermaße der vor-
gesehenen Gruppe von Operatoren (siehe 4.2.2) angepasst werden. Dabei können eine Reihe von Verfahren
angewendet werden: Normen (z. B. EN 547-1, EN 547-2, EN 547-3 und EN ISO 14738), Körperumrissschab-
lonen und computergestützte Mensch Modelle.

Zur Tätigkeitssimulation sollten Schablonen oder Mensch Modelle in natürliche Körperhaltungen gebracht und
Risikobeurteilungen, wie in 4.3 dieser Europäischen Norm beschrieben, durchgeführt werden. Sollte sich die
Konstruktion als „nicht akzeptabel“ erweisen, sollte der Anwender dieser Europäischen Norm zu einem frühe-
ren Konstruktionsschritt zurückkehren und die Konstruktion ändern. Diese Vorgehensweise sollte so oft wie
nötig wiederholt werden, bevor zu 4.2.6 übergegangen wird.

4.2.6 Bewertung mit Operatoren

Die Tätigkeiten müssen zumindest einmal an einem 1 : 1-Modell/Prototyp der Maschine oder an der Maschine
selbst mit Operatoren (mit ausgewählten Personen, entsprechend der beabsichtigten Operatorenzusammen-
setzung) simuliert werden (siehe EN 614-1, Ergonomieaufgabe „Bewertung mit Operatoren“), und die Risiko-
beurteilung muss, wie in 4.3 dieser Europäischen Norm beschrieben, durchgeführt werden. Sollte sich die
Konstruktion als nicht akzeptabel herausstellen, muss der Anwender dieser Europäischen Norm zu einem
früheren Konstruktionsschritt zurückkehren und die Konstruktion ändern.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

4.3 Risikobeurteilung

4.3.1 Allgemeines

Diese Europäische Norm benutzt ein Zonenmodell zur Beurteilung von Körperhaltungen und Bewegungen
(siehe 4.3.2 bis 4.3.5); hierbei sind drei Ergebnisse möglich:

⎯ akzeptabel: Das Gesundheitsrisiko kann für nahezu alle gesunden Erwachsenen als gering oder vernach-
lässigbar angesehen werden. Weitere Maßnahmen sind nicht nötig;

⎯ bedingt akzeptabel: Für die gesamte Benutzergruppe oder einen Teil davon besteht ein erhöhtes Ge-
sundheitsrisiko. Das Risiko muss zusammen mit den beeinflussenden Risikofaktoren analysiert werden.
So schnell wie möglich müssen Maßnahmen zur Risikoreduzierung (d. h. Umgestaltung) erfolgen. Sollte
dies nicht möglich sein, so müssen andere geeignete Maßnahmen, z. B. die Bereitstellung von
Gebrauchsanweisungen, ergriffen werden, um eine akzeptable Maschinennutzung sicherzustellen;

⎯ nicht akzeptabel: Das Gesundheitsrisiko für die Gruppe von Operatoren oder einen Teil davon kann nicht
akzeptiert werden. Umgestaltung zur Verbesserung der Körperhaltung ist nötig.

In den Tabellen 1 bis 5 werden mehr als eine Körperhaltung oder Bewegung als akzeptabel erachtet. Wo je-
doch „akzeptabel“ in Großbuchstaben erscheint, handelt es sich um die empfohlene Haltung oder Bewegung.
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ISO 11226, Anhang A enthält eine genaue Beschreibung des Verfahrens zur Bestimmung der Körperhaltun-
gen und Bewegungen.

ANMERKUNG 1 Der gegenwärtige Kenntnisstand gestattet teilweise quantitative Anforderungen lediglich für einzelne
Körperteile, d. h., es können nicht akzeptable Kombinationen von sonst akzeptablen Körperhaltungen oder Bewegungen
entstehen. Z. B. 10° nach vorne beugen des Rumpfes ist nach den Anforderungen (siehe 4.3.2.2) akzeptabel. Nicht klar
erkennbares Drehen des Rumpfes (z. B. 5°) ist nach den Anforderungen (siehe 4.3.2.3) akzeptabel. Jedoch können für
eine Kombination beider Positionen quantitative Anforderungen (d. h. akzeptabel oder nicht) noch nicht gegeben werden.

In 4.3.2 bis 4.3.4 stellt das oben angegebene Bewertungsverfahren nur einen ersten Schritt dar, falls die beo-
bachteten Haltungen oder Bewegungen als „bedingt akzeptabel“ bezeichnet werden. Deshalb wird ein zweiter
Bewertungsschritt in das Verfahren eingeführt. Für besondere Körperhaltungen hängt die Akzeptanz von der
Art und Dauer der Haltung und der Erholungszeit ab. Als Hilfestellung kann ISO 11226 dienen. Darüber hin-
aus kann die Akzeptanz für andere Körperhaltungen und Bewegungen von der Frequenz der Bewegung und
dem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Körperstützen abhängen. Es wird betont, dass die Unter-
stützung des Armes oder des Körpers an der Maschine (direkt oder indirekt durch den Arm) zu unterschiedli-
chen Bewertungsergebnissen für Oberarm, Körper und Kopf führen kann. Diesbezüglich wird ebenfalls auf
ISO 11226 verwiesen. Zuletzt sollte bedacht werden, dass persönliche Schutzausrüstungen (z. B. schwerge-
wichtige, voluminöse und bewegungseinschränkende) oder (z. B. schwergewichtige) Werkzeuge die Bewer-
tungsergebnisse beeinflussen können.

Lange Arbeitszeiten und hohe Bewegungsfrequenzen sind als Ursache erhöhter Gesundheitsrisiken bei ma-
schinenbedingten Körperhaltungen und Bewegungen bekannt. Der gegenwärtige Kenntnisstand gestattet nur
teilweise quantitative Bewertungen bezüglich dieser Risikofaktoren (siehe Schritt 2 des Bewertungsverfahrens
in 4.3.2 bis 4.3.4). Deshalb wird, insbesondere wenn die Maschine unter den oben genannten Bedingungen
benutzt wird, dringend empfohlen, eine maximale Verbesserung der Körperhaltungen anzustreben, auch
dann, wenn das Bewertungsergebnis bereits „akzeptabel“ ist. In der Gebrauchsanweisung muss ein Text mit
dieser Aussage enthalten sein, z. B.: „Falls diese oder eine ähnliche Maschine von ein und demselben Opera-
tor während eines beträchtlichen Teils des Arbeitstages als Bestandteil des täglichen Arbeitsablaufes benutzt
wird und entweder eine statische Haltung ohne ausreichende Erholungszeit bzw. Körperunterstützung oder
aber hochfrequente Bewegungen erforderlich sind, kann dies Schmerz, Ermüdung, muskuloskelettale Störun-
gen sowie Gefahrensituationen zur Folge haben. Experten für Gesundheit und Sicherheit sollten in enger Zu-
sammenarbeit mit Produktionsingenieuren den Zustand der Mensch-Maschine-Schnittstelle bewerten.“

Das Verfahren zur Risikobeurteilung, das nachstehend ausführlich dargestellt wird, basiert auf einer U-Kurve,
die anzeigt, dass das Gesundheitsrisiko ansteigt, wenn eines der Kurvenenden erreicht wird, d. h. bei wenig
oder keiner Bewegung (bezeichnet als statische Haltung) oder aber bei hoher Bewegungsfrequenz (siehe
Bild 2). Es wird betont, dass der Begriff „Bewegungsfrequenz“ sich auf eine Anzahl einzelner Bewegungen
eines Körperteils je Minute bezieht und nicht auf die Anzahl der Arbeitszyklen je Minute. D. h., ein Arbeitszyk-
lus kann mehrere einzelne Bewegungen eines Körperteils beinhalten.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

ANMERKUNG 2 Da muskuloskelettale Ermüdung der wesentliche Faktor ist, der die Leistung der von dieser Europäi-
schen Norm abgedeckten Arbeit begrenzt, können unterschiedliche Bewertungen für bestimmte Bewegungshäufigkeiten
im Vergleich zu EN 1005-2 (betreffend die manuelle Handhabung) erhalten werden, was unter anderem an einem Ener-
gieraufwand Kriterium liegt.

Legende
1 Gesundheitsrisiko
2 statische Haltung
3 niederfrequente Bewegung
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4 hochfrequente Bewegung

Bild 2 — Modell für haltungs- und bewegungsbedingte gesundheitliche Risiken

4.3.2 Rumpf

4.3.2.1 Allgemeines

Die Rumpfhaltung muss bezüglich der Rumpfneigung vorwärts/rückwärts (siehe 4.3.2.2), der seitlichen
Rumpfneigung (siehe 4.3.2.3) und der Rumpfverdrehung (siehe ebenfalls 4.3.2.3) bewertet werden. Das Ver-
fahren gilt für sitzende und stehende Haltungen.

4.3.2.2 Rumpfneigung vorwärts und rückwärts

Im folgenden Schritt 1 ist die Rumpfneigung vorwärts/rückwärts zu bestimmen und einer Zone in Bild 3 zuzu-
ordnen. (ISO 11226:2000, A.2 enthält eine detaillierte Beschreibung des Verfahrens zur Bestimmung der
Rumpfhaltung und Bewegung.) Für statische Körperhaltungen, niedrige Bewegungsfrequenzen und hohe Be-
wegungsfrequenzen enthält Tabelle 1 jeweils die Beurteilungsergebnisse für jede Zone. Sollte das Bewer-
tungsergebnis „bedingt akzeptabel“ lauten, bietet der nachfolgende Schritt 2 (a, b oder c) die Bewertungsbe-
dinungen für „akzeptabel“ oder „nicht akzeptabel“.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Schritt 1
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Bild 3 — Zonen für Rumpfneigung vorwärts/rückwärts

Tabelle 1 — Bewertung der Rumpfneigung vorwärts/rückwärts

Bewegung
Zone Statische Haltung Niedrige Frequenz Hohe Frequenz
(< 2/min) (≥ 2/min)
1a Akzeptabel AKZEPTABEL Akzeptabel
2 Bedingt akzeptabel Akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2a))
3 Nicht akzeptabel Bedingt akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2c))
4 Bedingt akzeptabel Bedingt akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2b)) (Schritt 2c))
a Es sollten Arbeitshaltungen mit aufrechtem Rumpf angestrebt werden, insbesondere, wenn die Maschine über eine
längere Zeit von ein und derselben Person benutzt wird und eine statische Haltung ohne ausreichende Erholungs
zeit bzw. Körperunterstützung oder hochfrequente Bewegungen erforderlich ist.

Schritt 2

a) Akzeptabel, falls vollständige Rumpfunterstützung vorliegt; liegt keine vollständige Rumpfunterstützung


vor, hängt die Akzeptanz von der Dauer der Haltung und der Erholungszeit ab. Vollständige Unterstüt-
zung bei Rumpfneigung vorwärts ist nicht akzeptabel, es sei denn das Gesundheitsrisiko für nahezu alle
gesunden Erwachsenen angesichts der möglichen Nutzungsdauer der Maschine ist nachweislich niedrig
oder vernachlässigbar.

b) Akzeptabel, falls vollständige Rumpfunterstützung vorliegt.

c) Nicht akzeptabel, wenn die Maschine über lange Zeit von ein und derselben Person benutzt wird. Aus-
nahme: akzeptabel für niederfrequente Bewegungen in die Zone 4 hinein, falls vollständige Rumpfunter-
stützung vorliegt. Vollständige Unterstützung bei Rumpfneigung vorwärts ist nicht akzeptabel, es sei
denn, das Gesundheitsrisiko für nahezu alle gesunden Erwachsenen angesichts der möglichen Nut-
zungsdauer der Maschine ist nachweislich niedrig oder vernachlässigbar.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

ANMERKUNG Vollständige Unterstützung des Rumpfgewichts während der Rumpfneigung rückwärts kann z. B. durch
eine hohe Stuhllehne sichergestellt werden. Vollständige Unterstützung während der Rumpfneigung vorwärts kann z. B.
durch ein Rumpfstützkorsett oder durch Anlehnen auf ein stabiles Objekt, z. B. direkt mit dem Rumpf oder indirekt mit
dem(n) Arm(en), als Stütze erfolgen. Vollständige Rumpfunterstützung wie in den erwähnten Beispielen kann z. B. die
Atmung behindern, zu übermäßigem lokalem Druck führen oder Ermüdungen in Schulter oder Armmuskulatur verursa-
chen.

4.3.2.3 Seitliche Rumpfneigung und Rumpfverdrehung (d. h. oberer Teil des Rumpfes im Verhältnis
zum unteren Teil)

Im folgenden Schritt 1 sind sowohl die seitliche Rumpfneigung (nach links oder nach rechts) als auch die
Rumpfverdrehung (nach links oder nach rechts) zu bestimmen und jeweils einer der Zonen in Bild 4 bzw.
Bild 5 zuzuordnen. Für statische Körperhaltungen, niedrige Bewegungsfrequenzen und hohe Bewegungsfre-
quenzen enthält Tabelle 2 jeweils die Beurteilungsergebnisse für jede Zone. Sollte das Bewertungsergebnis
„bedingt akzeptabel“ lauten, bietet der nachfolgende Schritt 2a die Bewertungsbedingungen für „akzeptabel“
oder „nicht akzeptabel“.
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Legende (Bild 4 und 5)


1 nicht klar erkennbare (ungefähr 10° oder weniger) seitliche Rumpfneigung oder Rumpfverdrehung
2 klar erkennbare (ungefähr 10° oder mehr) seitliche Rumpfneigung oder Rumpfverdrehung

Die durchgehenden Mittellinien stellen den aufrechten, nicht gedrehten Rumpf dar.

Bild 4 — Zonen für seitliche Rumpfneigung Bild 5 — Zonen für Rumpfverdrehung

Tabelle 2 — Bewertung der seitlichen Rumpfneigung oder Rumpfverdrehung

Bewegung

Zone Statische Haltung Niedrige Frequenz Hohe Frequenz

(< 2/min) (≥ 2/min)

1 Akzeptabel AKZEPTABEL Akzeptabel


2 Nicht akzeptabel Bedingt akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2a))

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Schritt 2

a) Nicht akzeptabel, falls die Maschine über längere Zeit von ein und der selben Person benutzt wird.

4.3.3 Oberarm

Im folgenden Schritt 1 ist die Oberarmhaltung zu bestimmen und einer Zone von Bild 6 zuzuordnen.
(ISO 11226:2000, A.3 enthält eine detaillierte Beschreibung des Verfahrens zur Bestimmung der Oberarmhal-
tung und Bewegung.) Für statische Körperhaltungen, niedrige Bewegungsfrequenzen und hohe Bewegungs-
frequenzen enthält Tabelle 3 jeweils die Beurteilungsergebnisse für jede Zone. Sollte das Bewertungsergeb-
nis „bedingt akzeptabel“ lauten, bietet der nachfolgende Schritt 2 (a), b) oder c)) die Bewertungsbedinungen
für „akzeptabel“ oder „nicht akzeptabel“. Das Verfahren gilt für sitzende und stehende Haltung. Für die Hal-
tung und Bewegung anderer oberer Extremitäten siehe 4.3.5.

Schritt 1
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Bild 6 — Zonen für Oberarmhaltung

Zone 4 bezieht sich auf die Position des Oberarms im Verhältnis zum Rumpf, d. h., der Ellbogen befindet sich
von der Seite des Rumpfes betrachtet hinter dem Rumpf (linker Teil von Bild 6), und der Ellbogen ist nicht
sichtbar, wenn der Rumpf von hinten betrachtet wird (rechter Teil von Bild 6). Die Zonen 1, 2 und 3 beziehen
sich auf den Winkel zwischen Oberarm und Vertikale (rechter Winkel), d. h., sie sind nicht wie Zone 4 von
einer Ansicht abhängig.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Tabelle 3 — Bewertung der Oberarmhaltung

Bewegung

Zone Statische Haltung Niedrige Frequenz Hohe Frequenz

(< 2/min) (≥ 2/min)

1a Akzeptabel AKZEPTABEL Akzeptabel


2 Bedingt akzeptabel Bedingt akzeptabel Bedingt akzeptabel
(Schritt 2a)) (Schritt 2c))
3 Nicht akzeptabel Bedingt akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2b))
4 Nicht akzeptabel Bedingt akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2b))
a
Es sollten Arbeitshaltungen mit herabhängendem Oberarm angestrebt werden, insbesondere, wenn die Maschine
über eine längere Zeit von ein und derselben Person benutzt wird und eine statische Haltung ohne ausreichende
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Erholungszeit bzw. Körperunterstützung oder hochfrequente Bewegungen erforderlich ist.

Schritt 2

a) Akzeptabel, falls vollständige Armunterstützung vorliegt; liegt keine vollständige Armunterstützung vor,
hängt die Akzeptanz von der Dauer der Haltung und der Erholungszeit ab;

b) nicht akzeptabel, falls die Maschine über längere Zeit von ein und derselben Person benutzt wird;

c) nicht akzeptabel bei Frequenzen ≥ 10/min und/oder falls die Maschine über längere Zeit von ein und der-
selben Person benutzt wird.

ANMERKUNG Vollständige Unterstützung des Oberarmgewichts kann erreicht werden, indem z. B. der Ellbo-
gen/Unterarm auf die Maschine gelegt wird. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass jede Unterstützung die
Bewegungsfreiheit einschränken und lokale Druckstellen verursachen kann.

4.3.4 Kopf und Hals

4.3.4.1 Allgemeines

Bei der Bewertung der Kopf- und Halshaltung müssen der Sehstrahl (Blickrichtung) aufwärts/abwärts (siehe
4.3.4.2), die seitliche Halsneigung (siehe 4.3.4.3) und die Halsverdrehung (siehe ebenfalls 4.3.4.3) in Betracht
gezogen werden. Das Verfahren gilt für sitzende und stehende Haltung.

4.3.4.2 Sehstrahl (Blickrichtung) nach oben/unten

Es wird empfohlen, die Vor- und Rückneigung von Kopf und Hals über den aufwärts/abwärts geneigten Seh-
strahl (Blickrichtung) zu bewerten, d. h. das Zentrum des Sehfeldes (im Umfeld des Sehstrahles sind die Au-
gen in der Lage, einen Bereich zu überblicken, der ungefähr zwischen 10° aufwärts und 10° abwärts liegt).
Das unten gezeigte Bewertungsverfahren ist eine vereinfachte Version des in ISO 11226:2000 (im Haupttext)
und in ISO 11226:2000, A.2 beschriebenen Verfahrens. Es gilt für eine aufrechte Rumpfhaltung (für andere
Rumpfhaltungen gelten andere Anforderungen).

Im folgenden Schritt 1 muss der aufwärts/abwärts geneigte Sehstrahl (Blickrichtung) bestimmt und in eine der
Zonen in Bild 7 eingeteilt werden. Für statische Körperhaltungen, niedrige Bewegungsfrequenzen und hohe
Bewegungsfrequenzen enthält Tabelle 4 jeweils die Bewertungsergebnisse für jede Zone. Sollte das Bewer-
tungsergebnis „bedingt akzeptabel“ lauten, bietet der nachfolgende Schritt 2a) die Bewertungsbedingungen
für „akzeptabel“ oder „nicht akzeptabel“.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Schritt 1

Legende
a Waagerecht
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Bild 7 — Zonen des Sehstrahls (Blickrichtung) nach unten/oben

Tabelle 4 — Bewertung des Sehstrahls (Blickrichtung) nach oben/unten

Bewegung
Zone Statische Haltung Niedrige Frequenz Hohe Frequenz
(< 2/min) (≥ 2/min)
1a Akzeptabel AKZEPTABEL Akzeptabel
2 Nicht akzeptabel Bedingt akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2a))
a
Im Falle einer aufrechten Rumpfhaltung wird empfohlen, Sehstrahl (Blickrichtung) etwas unter der Horizontalen
anzustreben, insbesondere, wenn die Maschine über eine längere Zeit von ein und derselben Person benutzt wird
und eine statische Haltung ohne ausreichende Erholungszeit bzw. Körperunterstützung oder hochfrequente Bewe
gungen erforderlich ist.

Schritt 2

a) Nicht akzeptabel, falls die Maschine über längere Zeit von ein und derselben Person benutzt wird.

4.3.4.3 Seitliche Halsneigung oder -drehung (d. h. der Kopf im Verhältnis zum oberen Teil des
Rumpfes)

Im folgenden Schritt 1 sind die seitliche Halsneigung (nach links oder rechts) sowie die Halsverdrehung (nach
links oder nach rechts) zu bestimmen und einer der Zonen von Bild 8 bzw. Bild 9 zuzuordnen. Für statische
Körperhaltungen, niedrige Bewegungsfrequenzen und hohe Bewegungsfrequenzen enthält Tabelle 5 jeweils
die Beurteilungsergebnisse für jede Zone. Sollte das Bewertungsergebnis „bedingt akzeptabel“ lauten, bietet
der nachfolgende Schritt 2a) die Bewertungsbedingungen für „akzeptabel“ oder „nicht akzeptabel“.

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Schritt 1

Legende
1 nicht klar erkennbar (ungefähr 10° oder weniger)
2 klar erkennbar (ungefähr 10° oder mehr)
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Die durchgehende Mittellinie stellt den Hals nicht seitlich geneigt oder bewegt dar.

Die durchgehende Mittellinie stellt den nicht gedrehten Hals dar.

ANMERKUNG Die durchgehenden und unterbrochenen geraden Linien gehen durch die Nase. Die Drehung dieser
Linien 45° nach rechts kann als Leitlinie verwendet werden, um die Halsdrehung in der Zone 1 zu halten.

Bild 8 — Zonen seitlicher Halsneigung Bild 9 — Zonen der Halsdrehung

Tabelle 5 — Bewertung der seitlichen Halsneigung oder -drehung

Bewegung
Zone Statische Haltung Niedrige Frequenz Hohe Frequenz
(< 2/min) (≥ 2/min)
1 Akzeptabel AKZEPTABEL Akzeptabel
2 Nicht akzeptabel Bedingt akzeptabel Nicht akzeptabel
(Schritt 2a))

Schritt 2

a) Nicht akzeptabel, falls die Maschine über längere Zeit von ein und derselben Person benutzt wird.

4.3.5 Andere Körperteile

Für statische Körperhaltungen, niedrige Bewegungsfrequenzen und hohe Bewegungsfrequenzen aller ande-
ren Körperteile (d. h. nicht bewertet in 4.3.2 bis 4.3.4) enthält Tabelle 6 jeweils die Beurteilungsergebnisse.
Das Verfahren gilt, wenn nicht anders angegeben, für sitzende und stehende Haltung.

16
DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Tabelle 6 — Beurteilung aller anderen Körperteile

Statische Haltung, Bewegung,


d. h. ungünstige Haltungen, wie konvex wie gebeugtes Knie (beim Stehen), angehobene Schultern
gebeugter unterer Rücken (beim Sitzen), und Gelenkpositionen nahe den Bewegungsgrenzen (siehe
ausgestrecktes Knie und/oder angehobe- z. B. Bild 10 und Bild 11)
nes Knie ohne zurückgelehnten Rumpf
(beim Sitzen), gebeugtes Knie (beim Niedrige Frequenz Hohe Frequenz
Stehen), angehobene Schultern, ungleich- (< 2/min) (≥ 2/min)
mäßige Verteilung des Körpergewichtes
auf die Füße (beim Stehen) und Gelenk-
positionen nahe der Bewegungsgrenzea
(siehe z. B. Bild 10 und Bild 11)
Nicht akzeptabel Akzeptabel Nicht akzeptabel
a Es wird empfohlen, niederfrequente Gelenkbewegungen abseits der Bewegungsgrenzen anzustreben. Zur Be-
stimmung von Gelenkpositionen nahe der Bewegungsgrenzen siehe ISO 11226:2000, A.4.
Externe elektronische Auslegestelle-Beuth-Bayerisches Hochschul-Konsortium HS München - Bibliothek-KdNr.4033149-ID.N46RM12K7P64PMFHOZVVNJUI.2-2022-05-17 14:54:14

Legende Legende
1 Schulter 1 unterer Rücken
2 Oberarm 2 Hüfte
3 Ellbogen 3 Sprunggelenk
4 Unterarm 4 Knie
5 Handgelenk
a der Handrücken wird auf den Unterarm zu be
wegt
b die Handfläche wird auf den Unterarm zu bewegt
c der Daumen wird auf den Unterarm zu bewegt
d der kleine Finger wird auf den Unterarm zu be
wegt

Bild 10 — Obere Extremitäten Bild 11 — Unterer Rücken und untere


Extremitäten

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DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Anhang ZA
(informativ)

!Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den grund-


legenden Anforderungen der EG-Richtlinie 98/37/EG geändert durch
98/79/EG

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europäischen Kommis-
sion und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet, um ein Mittel zur Erfüllung der grundle-
genden Anforderungen der Richtlinie nach der neuen Konzeption (EG-Richtlinie 98/37/EG geändert durch
98/79/EG bereitzustellen.

Sobald diese Norm im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen der betreffenden Richtlinie in
Bezug genommen und in mindestens einem der Mitgliedstaaten als nationale Norm umgesetzt worden ist,
berechtigt die Übereinstimmung mit den in Tabelle ZA.1 aufgeführten Abschnitten dieser Norm innerhalb der
Grenzen des Anwendungsbereichs dieser Norm zu der Annahme, dass eine Übereinstimmung mit den ent-
sprechenden grundlegenden Anforderungen der Richtlinie und der zugehörigen EFTA-Vorschriften gegeben
Externe elektronische Auslegestelle-Beuth-Bayerisches Hochschul-Konsortium HS München - Bibliothek-KdNr.4033149-ID.N46RM12K7P64PMFHOZVVNJUI.2-2022-05-17 14:54:14

ist.

Tabelle ZA.1 — Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und der EG-Richtlinie 98/37/EG
geändert durch 98/79/EG

Grundlegende Anforderungen
Abschnitte/Unterabschnitte
der Richtlinie 98/37/EG geändert Erläuterungen/Anmerkungen
dieser Europäischen Norm
durch 98/79/EG
Abschnitt 4 1.1.2 d)

1.1.5

WARNHINWEIS — Für Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, können weitere Anfor-
derungen und weitere EG-Richtlinien anwendbar sein."

18
DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Anhang ZB
(informativ)

!Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den grund-


legenden Anforderungen der EG-Richtlinie 2006/42/EG

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europäischen Kommis-
sion und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet, um ein Mittel zur Erfüllung der grundle-
genden Anforderungen der Richtlinie nach der neuen Konzeption (EG-Richtlinie 2006/42/EG bereitzustellen.

Sobald diese Norm im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen der betreffenden Richtlinie in
Bezug genommen und in mindestens einem der Mitgliedstaaten als nationale Norm umgesetzt worden ist,
berechtigt die Übereinstimmung mit den in Tabelle ZB.1 aufgeführten Abschnitten dieser Norm innerhalb der
Grenzen des Anwendungsbereichs dieser Norm zu der Annahme, dass eine Übereinstimmung mit den ent-
sprechenden grundlegenden Anforderungen der Richtlinie und der zugehörigen EFTA-Vorschriften gegeben
ist.
Externe elektronische Auslegestelle-Beuth-Bayerisches Hochschul-Konsortium HS München - Bibliothek-KdNr.4033149-ID.N46RM12K7P64PMFHOZVVNJUI.2-2022-05-17 14:54:14

Tabelle ZB.1 — Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und der EG-Richtlinie
2006/42/EG

Abschnitte/Unterabschnitte Grundlegende Anforderungen


Erläuterungen/Anmerkungen
dieser Europäischen Norm der Richtlinie 2006/42/EG
Alle Abschnitte Anhang I: 1.1.5, 1.1.6 —

WARNHINWEIS — Für Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, können weitere Anfor-
derungen und weitere EG-Richtlinien anwendbar sein."

19
DIN EN 1005-4:2009-01
EN 1005-4:2005+A1:2008 (D)

Literaturhinweise

[1] Delleman, N.J., Haslegrave, C.M., Chaffin, D.B.: Working Postures and Movements – Tools for
Evaluation and Engineering. Taylor & Francis, London / CRC Press, Boca Raton, Fl., USA, 2004

[2] European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions 2001, Third European
Survey on Working Conditions 2000 (Luxembourg: Office for Official Publications of the European
Communities).
Externe elektronische Auslegestelle-Beuth-Bayerisches Hochschul-Konsortium HS München - Bibliothek-KdNr.4033149-ID.N46RM12K7P64PMFHOZVVNJUI.2-2022-05-17 14:54:14

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