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Bioimkerei

Die Bienen suchen Imker entnommenen Honigvorräte


werden durch Fütterung von Biozu-
ckerlösung ersetzt bzw. es werden
entsprechende Honigmengen im

sich ihr Futter selbst Bienenvolk belassen, wo dies klima-


tisch und von der Umwelt her mög-
lich ist. Die Vorgaben für die biologi-
sche Imkerei sind daher vorrangig
Woher kommt der Honig in der Bioimkerei? prozessorientiert. Sie geben vor, wie
mit dem Bienenvolk zu arbeiten ist.
Zum Beispiel das Material für den
Imkermeister DipL.-Päd. DipL-Ing. PETER FRÜHWIRTH
Bienenkasten; das Futter muss bio-
DIE HOCHLAND IMKER - www.diehochlandimker.at
zertifiziert sein; das Wachs muss
rückstandsfrei sein; die Bienen müs-
Einleitung sen ausreichend Platz haben zum ei-
genständigen Bau von Waben; ge-
it dem Begriff „biologi- gen Krankheiten oder Parasiten dür-

M sche Wirtschafts-
weise” verbinden vie-
le Menschen eine Art von heuer
fen nur in der biologischen Produk-
tion zugelassene Erzeugnisse und
Stoffe eingesetzt werden. Der Auf-
Welt bzw. das, was der Einzelne stellungsort von Bienenvölkern muss
darunter zu verstehen glaubt. Bio- so gewählt werden, dass „im Umkreis
imker sind immer wieder mit der von drei Kilometern um den Stand-
provokant gemeinten Frage kon- ort Nektar- und Pollentrachten im
frontiert, ob sie ihren Bienen vor- Wesentlichen aus biologischen Kul-
schreiben, wohin sie fliegen sollen. turen oder Wildpflanzen oder nicht-
nung festgeschrieben. Sie gelten in biologisch bewirtschafteten Wäl-
Der Autor war über drei Jahrzehn- allen Mitgliedsstaaten und haben dern oder Kulturen bestehen, die
te in der landwirtschaftlichen Be- Gesetzeskraft. Das stellt sicher, dass nach Methoden mit geringer Um-
ratung tätig. Er führt seit über 40 alle Bio-Lebensmittel in der EU weltauswirkung bewirtschaftet wer-
Jahren eine Imkerei in Oberöster- innerhalb des vorgegebenen Rah- den und die die biologische Qualität
reich, die er 2005 auf biologische mens nach den gleichen Grundre- der Imkereierzeugnisse nicht beein-
Betriebsweise umgestellt hat. geln produziert werden. Für den trächtigen können' Unter diesen
Konsumenten bedeutet das Sicher- Methoden ist eine Bewirtschaftung
Das Thema Pflanzenschutz und Bie- heit und Vergleichbarkeit, zumal nach einem Agrarumweltprogramm
nen ist mit sehr viel Emotionen ver- auch die Kontrolle der Produktion zu verstehen (z. B. Österr. Programm
bunden. Oft werden die Diskussio- und Vertriebswege durch die EU- für umweltgerechte Landwirtschaft,
nen leider mit nur sehr wenig fachli- Verordnung geregelt ist. Für die Bie- ÖPUL). Auch Natura 2000 Gebiete
chem Grundwissen geführt. Das, was nenhaltung ist es im Vergleich zur zählen dazu. Zudem muss sich der
über verschiedene Kommunika- anderen Tierhaltung schwieriger, Standort von Bienenstöcken „in aus-
tionskanäte zum Konsumenten ge- Richtlinien für die biologische Pro- reichender Entfernung von
langt, trägt meist eher zu seiner Ver- duktion zu definieren, Das Bienen- Verschmutzungsquellen befinden,
unsicherung bei. In der Imkerei, und volk ist genau genommen immer die die Imkereierzeugnisse kontami-
besonders in der Bioimkerei, ist eine noch ein Wildtier. nieren oder die Gesundheit der Bie-
offene und ehrliche Information Es wird zwar vom Menschen in einer nen beeinträchtigen können:' Darun-
wichtig. Auch wenn dies manchmal vorgegebenen Behausung (Bienen- ter sind z.B. Industrieanlagen mit
unbequem erscheinen mag. In die- stock) gehalten, sucht sich jedoch entsprechenden Abgasen, offene
sem Sinne möge dieser Beitrag ver- seine Nahrung völlig eigenständig Mülldeponien etc. zu verstehen.
standen werden. in der Landschaft, in der es steht. Der
Mensch kann nur das an eingetrage-
Die Bienen suchen sich
Bio-Richtlinien geben ner und eingelagerter Nahrung ab- ihr Futter selbst
einen Rahmen schöpfen bzw. ernten, was das Bie- Bei der Honigbiene geht man von ei-
Die Grundlagen für die biologische nenvolk zur eigenen unmittelbaren nem Aktionsradius von 3 km um den
Produktion von Lebensmitteln sind Ernährung nicht benötigt. Die für Bienenstock aus. Hier spielen sich
in der sogenannten EU-Bioverord- den Winter eingelagerten und vom während des Jahres weit über 90%

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ufer des Pfennigberges im Osten.


Dieser große Lebensraum hat sich
im Laufe der Evolution entwickelt,
um das Überleben eines Bienenvol-
kes optimal zu sichern. Ein Bienen-
volk sammelt in einem Jahr rund 300
1
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'<LIrLL
kg Nektar und rund 25 kg Pollen,
Ai7'
tci/cD,u'oif Sud
industriegelande
da werden die 4.000 Fußballfelder
Linz-Prin1juqn-Str -
- irpir, hnu0 Sud
plötzlich verständlicher.
reinberg --

Das sammelt ein Bienenvolk


Linz-In während eines Jahres
T =-'-=--- Produzierter Honig:
EST
Chemiepar'
‚Linz
al Linz 100 kg pro Jahr
- 70 kg für laufenden
Eigenbedarf
- 30 kg für Winterfutter bzw.
Ernte Imker, dafür sind
Keferfeld
4 Spallerflof
9 bis 60 Millionen Blüten
-. •;
8indeni(ihI notwendig.
Neue We
tsfr Gesammelter Pollen: 25 bis
30 kg pro Jahr, dafür sind 31 bis
Abb. 1: Flugkreis eines Bienenvolkes am Beispiel Linz. 78 Millionen Blüten notwendig.
Eingetragenes Wasser:
der Sammelaktivitäten ab. Gibt es lässt sich erahnen, welch riesiges 20 bis 30 Liter Wasser pro Jahr
ein reichliches und hochwertiges Sammelgebiet von einem einzigen
Angebot in der Nähe, befliegen sie Bienenvolk „betreut wird. Das sind Die Bienen suchen sich ihr Futter
vorrangig dieses (meist im Frühjahr mehr als 28 Millionen m2, oder na- selbst. Wir Imker können ihnen nicht
und Frühsommer), bei einem gerin- hezu 4.000 Fußballfelder. Ein Bie- sagen, wohin sie genau fliegen sol-
gen Angebot können die Bienen ihr nenvolk im St. Barbara-Friedhof in len. Nur mit dem Aufstellungsort
Sammelgebiet durchaus auch ein- Linz, der ungefähr in der Stadtmitte lassen sich sehr begrenzt die Nektar-
mal auf 3 km und vielleicht darüber liegt, sammelt auf den Blüten von und PolLenquellen beeinflussen. In
ausdehnen. Wenn man bedenkt, dass der Voest-Brücke im Norden bis zum Oberösterreich haben wir noch eine
3 km Flugradius letztlich eine Flä- BindermichL im Süden, vom Frein- vielfältige Landschaft und eine rela-
che von rund 28,3 km2 darstellen, berg im Westen bis an das Donau- tiv kleinstrukturierte Landwirtschaft
mit einer durchschnittlichen Be-
triebsgröße von 35 ha und einer
landwirtschaftlichen Nutzfläche von
18,9 ha/Betrieb. 61,5% der Betriebe
bewirtschaften weniger als 20 ha,
nur 4% mehr als 100 ha. Entspre-
chend kleinräumig und vielfältig ist
auch das Spektrum der angebauten
Kulturen, sowie deren Bewirtschaf-
tungsweise konventionell oder bio-
logisch.
Die Bienen werden bei uns in ihrem
Flug- und Sammelradius also immer
biologisch und konventionell be-
wirtschaftete Kulturen als Nektar-
und Pollenquelle vorfinden. Das ist
durchaus auch nicht als Nachteil zu
sehen, da zum Beispiel der Raps na-
Bienen sammelt Pollen auf der Getreideart Triticale, Anfang Juni. hezu ausschließlich konventionell

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Bioimkerei

angebaut wird und zudem für die die Vitalität der Bienen eine beson- werden oder ins Freie gelangen. Am
Bienen einen sehr hochwertigen dere Gewichtung hat. Der Raps zählt Land werden es andere sein als in
Nektar und Pollen liefern. Auch Ge- mit Gewissheit zu den wertvollsten der Stadt oder in industriell gepräg-
treide wie Roggen und Triticale kön- Trachtpflanzen. Eine gezielte An- ten Regionen.
nen den Bienen Pollen liefern, in ei- wanderung von Raps, auch wenn Geringe Reste von Pflanzenschutz-
ner Zeit, in der ansonsten nur wenig dieser nicht biologisch geführt wird, mitteln können vor allem über Nek-
Eiweißangebot in der Landschaft zu ist daher in einer Bioimkerei zu be- tar und Pollen in den Bienenstock
finden ist. fürworten. Der Landwirt soll keine gelangen. Nur in reinen Grünlandge-
Entsprechend ist die EU-Bioverord- Blütenspritzung vornehmen, und bieten, ohne Ackerbau und Sonder-
nung formuliert. .....im Umkreis von wenn, dann nur mit der Dropleg- kulturen (z. B. Obst,Wein, Baumschu-
drei Kilometern um den Standort Technik. len etc.) im Flugkreis, kann davon
Nektar- und Pollentrachten im We- ausgegangen werden, dass das nicht
sentlichen aus biologischen Kultu- Und wer sucht, der findet der Fall ist. Honigbienen haben ein
ren oder Wildpflanzen oder nicht- Rückstände sind bei einem so natur- dichtes Haarkleid, das sich während
biologisch bewirtschafteten Wäl- nah produzierten Lebensmittel wie des Fluges elektrostatisch auflädt.
dern oder Kulturen bestehen, die Honig (und auch bei anderen Bie- Das bewirkt, dass sich Stäube und
nach Methoden mit geringer Um- nenprodukten) immer wieder ein Aerosole während des Fluges im
welta uswi rkung bewirtschaftet wer- Thema, das oft auch emotional Haarkleid anlagern können. Die Bie-
den und ... In den EU-Mitgliedsstaa- hochgeschaukelt wird. Wenn dann ne selbst ist mit ihrer Honigblase ein
ten wird dieses „im Wesentlichen Begriffe wie „Pflanzenschutz und sehr effektiver Partikel-Filter, sodass
überwiegend mit „mehr als 50%" Gift" ins Spiel kommen, wird eine im Honig davon kaum etwas zu fin-
interpretiert. auch nur annähernd sachliche Dis- den sein wird.
Der Bioimker nimmt entsprechend kussion schwierig. Mit der heutigen hochentwickelten
darauf Rücksicht. Nachdem seine Ob ein Stoff (chemische Verbindung) Analysetechnik können solche Rück-
Bienen sich ihr Futter selbst suchen, zu Gift wird, also eine schädigende stände nachgewiesen werden. Liegt
kann er jedoch nicht ausschließen, Wirkung hat, ist immer eine Frage die Menge der gefundenen Stoffe
dass sie auch konventionelle blü- der Dosis, also der Menge. Das beste unter den in der EU geltenden Höchst-
hende Kulturen besuchen. Konven- Beispiel dafür ist die Homöopathie: mengen (MRL - Maximum Residue
tioneller Ackerbau ist im Hinblick hier wird teils mit hochgiftigen Limits), ist das Lebensmittel ver-
auf Rückstände von Pflanzenschutz- pflanzlichen Wirkstoffen gearbeitet, kehrsfähig. Die maximal erlaubte
mitteln nicht grundsätzlich schlecht die so stark verdünnt werden, dass Höchstmenge (MRL) liegt unter der
für die Bienen, da sehr viele Kultu- sie ihre positiven Wirkungen entfal- Konzentration, bei der eine Gesund-
ren für Bienen völlig uninteressant ten können. Letztlich ist das auch bei heitsgefährdung möglich ist. Durch
sind, weil sie entweder nicht blühen Medikamenten nicht anders. Dem diesen Sicherheitsabstand führt eine
oder von den Bienen nicht angeflo- Autor, der selbst eine Bioimkerei Überschreitung einer Höchstmenge
gen werden (Beispiele sind: Zucker- führt, liegt es fern, den Pflanzen- in der Regel nicht zu einem Risiko
rüben, Gerste, Weizen, Soja, Kartof- schutz zu verharmlosen. Aber wir für den Konsumenten. Dies gilt so-
feln). Der biologische Ackerbau hat müssen danach trachten, in der Dis- wohl für konventionell als auch bio-
aus Sicht der Bienen den Vorteil, kussion um Rückstände von Pflan- logisch produzierte Lebensmittel.
dass hier oft Unkräuter vorkommen, zenschutzmitteln auf einer sach- Für biologische Lebensmittel gelten
die für die Bienen relevant sein kön- lichen Ebene zu bleiben. Schon in keine anderen gesetzlichen Rück-
nen (vor allem Kornblume, Klatsch- der Bibel steht in der Bergpredigt „et standsgrenzwerte als für konventio-
mohn, Echte Kamille). Im Grünland qui quaerit invenit" (Matthäus, 7,8): nelle Lebensmittel.
gibt es für die Bienen nahezu keinen und wer sucht, der findet". Wir haben nach allen Seiten hin of-
Unterschied zwischen biologisch Wir sind heute in der glücklichen fene Systeme, sind global vernetzt
und konventionell; bei beiden Be- Lage, über eine hoch entwickelte La- und haben damit auch alle Impacts
wirtschaftungsweisen wird viermal bortechnik zu verfügen, mit der alles über die nicht so gerne gesprochen
gemäht, wenn es die Lage erlaubt. gefunden werden kann,wonach man wird. Wir alle leben, genauso wie die
Ein weiterer Aspekt ist jedenfalls sucht. Somit ist es auch nicht auszu- Bienen, mit den Einflüssen aus der
auch anzusprechen: In der Imkerei schließen, dass Wirkstoffe aus dem Umwelt, und das gar nicht so
sind wir bestrebt, den Bienen mög- Pflanzenschutz in biologisch und schlecht. Aufgrund des sehr großer
lichst hochwertige Pollen- und Nek- konventionell produzierten Bienen- Sammelgebietes eines Bienenvolkes
tarquellen anzubieten. Gerade in der produkten gefunden werden kön- ist es also nicht ausgeschlosser.
erwerbsorientierten Imkerei und nen. Das gilt ebenso für alle anderen dass hin und wieder Rückstände vor
noch viel mehr in der Bioimkerei, wo Stoffe, die im Freien angewendet Pflanzenschutzmitteln gefunden wer-

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Bioimkerei

den. Diese grundsätzliche Möglich-


keit darf in einer ehrlichen Kommu-
nikation mit den Konsumenten nicht
verschwiegen werden, sofern dies
zur Diskussion kommt. Gerade wenn
es um Bioimkerei geht. Auch diese
kann nicht völlig losgelöst von un-
serer Umwelt wirtschaften. Der Bio-
imker versucht jedenfalls, die Wahr-
scheinlichkeit von Rückständen mög-
lichst gering zu halten, indem er den
Aufstellungsort seiner Bienenvölker
entsprechend auswählt.

Alles bio?
Keine Frage, die Bioimker müssten
sich weniger um den Aufstellungsort Aufstellungsort einer Bio-Imkerei in einer Umgebung gern. EU-Bioverordnung.
kümmern, wenn die gesamte Land-
wirtschaft biologisch betrieben wür- ten Lebensqualität völlig verändern Österreich hat mit seinem Anteil von
de. Auch die Pollenversorgung im wird. 26,4 Biofläche an der landwirt-
Juni und Juli wäre in den Ackerbau- Eine andere Sichtweise von „alles schaftlichen Nutzfläche das Ziel der
gebieten durch blühende Unkräuter bio" ist die Preisentwicklung. Wenn Europäischen Kommission von 25%
wahrscheinlich besser. Der Raps als bio kein Alleinstellungsmerkmal bis 2030 bereits heute erreicht.
für den Imker und die Biene wichti- mehr ist und zum normalen Stan-
ge Honigpflanze würde allerdings dard - also zur Massenware - wird, Literatur
weitgehend verschwinden. Alles bio werden die Preise für die Produzen- AUSTRIA FORUM: Agrarstruktur, Tu Graz;
schließt auch Baumschulen, Wein- ten sinken. Damit verliert, bei den https://austriaforum.org/af/AustriaWiki/
Agrarstruktur#cite_note-Erfassung-7
bau, Obst und andere Sonderkultu- geringeren Erträgen, die biologische
(5.9.2021).
ren mit ein. Produktion massiv an Wirtschaft-
EUROPÄISCHE UNION (2018): VERORD-
Alles bio ist vor allem eine sozio- lichkeit, wie sich aus einer kürzlich NUNG (EU) 2018/848 DES EUROPÄISCHEN
ökonomische Herausforderung. Es veröffentlichten Langzeitstudie ab- PARLAMENTS UND DES RATES vom 30. Mai
trifft alle Menschen, weil mit be- leiten lässt.Was letztlich Auswirkun- 2018; Amtsblatt der Europäischen Union
trächtlich höheren Kosten für die vom 14. 6. 2018.
gen hat auf die Sicherheit der Le-
gesamte Ernährung (nicht nur für FRÜHWIRTH, P. (2017): Zwei Milliarden Blü-
bensmittelversorgung, nicht nur in
ten? - Das Bienenvolk und seine Leistung
Grundnahrungsmittel) zu rechnen Krisenzeiten. in der Nahrungsbeschaffung. Die Hochland
ist. Wie einkommensschwächere Be- Statt „alles bio" wäre ein weiterer Imker. Pfarrkirchen.
völkerungskreise und/oder Mehr- Ausbau und eine verstärkte Förde- MENZEL, R., ECKHOLDT, M. (2016):
kindfamilien, Alleinerziehende etc. rung der Ökologisierung der kon- Die Intelligenz der Bienen; Verlag Knaus,
damit zurechtkommen, ist nicht ventionellen Landwirtschaft wahr- München.

wirklich geklärt. Denn auch die Ver- scheinlich besser, um bewährte Kon- ÖSTERREICHISCHE AGENTUR FÜR
ERNÄHRUNGSSICHERHEIT,AGES (2021):
teuerung der allgemeinen Lebens- zepte des Klima- und Artenschutzes
Höchstwert (MRL); https://www.ages.at/
haltungskosten durch diverse Kli- weiterzuentwickeln und in die Brei- themen/rueckstaende-kontaminanten/
maschutzmaßnahmen darf nicht au- te zu tragen. Ein kluger konventio- pflanzenschutzmittelrueckstaende/
ßer Acht gelassen werden. Zudem neller Landbau wird viele gute Anre- hoechstwert-mrl/ (7. 9. 20219).
muss sich ein „Alles bio-Szenario' gungen aus dem Biolandbau in sein STICH,Josef (2021): Persönliche Informa-
zumindest auf den ganzen Wirt- tion zum Thema.
System integrieren. Ein guter Mix
schaftsraum der EU erstrecken, mit STRÖBEL, H. (2021): Biolandbau ist ökolo-
aus biologischer und konventionel-
gisch nicht sinnvoll; Interview in agrarheu-
entsprechenden begleitenden Maß- ler Landwirtschaft, gepaart mit sehr
te: https://www.agrarheute.com/manage-
nahmen für Drittländer an der EU- hohen Qualitäts- und Sicherheits- ment/agrarexperte-stroebel-biolandbau-
Außengrenze. Ansonsten wird durch standards und den entsprechenden oeko[ogisch-vorteil-583730; (8.9.2021).
Importe von nichtbiologischen Le- begleitenden Kontrollen, ist für Will WER, R, et al. (2021): Organic and con-
bensmitteln alles beim Alten blei- wohl alle Menschen, Konsumenten servation agriculture promote ecosystem
multifunctionality; Agriscope, Zürich;
ben, mit dem einzigen Resultat, dass und Produzenten, und unsere Um-
veröffentlicht in Science Advences:
sich unsere Landschaft in ihrem Er- welt der sinnvollste und sicherste https://www.science.org/doi/10.1126/
scheinungsbild und ihrer geschätz- Weg. sciadv.abg6995 (8. 9. 2021).

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