Sie sind auf Seite 1von 2

PRAXIS

Photoshop-PraxisPRAXIS Teil 52: Separation mit ICC-Profilen Hennig Wargalla S oll die Anzeige bei Springer und bei

Teil 52: Separation mit ICC-Profilen

Hennig Wargalla

S oll die Anzeige bei Springer und bei Gruner und Jahr

erscheinen? Im Tiefdruck oder im Zeitungsdruck? Wel-

che Druckfarben werden verwendet und mit welchem

Tonwertzuwachs hat man zu rechnen? Was vor kurzem noch eine schwierige Aufgabe für die Produktion gewesen

wäre, läßt sich nun - zumindest in der Theorie - in Sekun- den bewerkstelligen. Man zieht sich das Profil aus dem In- ternet und separiert die Lab- oder RGB-Datei entsprechend der Vorgaben des Verlags / der Druckerei. Bei der Nutzung von Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten.

von Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von
von Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von
von Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von

44

von Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von

11/97

Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von dem
Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von dem
Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von dem
Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von dem
Profilen gibt es dabei einige Punkte zu beachten. 44 11/97 Zuerst sollte man sich von dem

Zuerst sollte man sich von dem Gedanken frei ma- chen, Profile wären nach dem ICC-Standard abge- speichert und entsprächen daher auch einem gewis- sen Qualitätsstandard. Ein Verlauf von Schwarz nach Weiß wurde nach CMYK separiert. Mit einem „Ge- neric CMYK“ entstehen bizarre Streifen-Farbauszü- ge, die man in zumindest in der Printproduktion nicht einsetzen sollte. Rechts eine qualtitativ or- dentliche Separation.

Noch während man in den CMYK-Einstellungen ist, kann man sich eine Voransicht -sogar der ein- zelnen Farbauszüge - an- zeigen lassen . Dies ist eine Kontrollmöglichkeite, die man sich nicht entge- hen lassen sollte, da man sonst kaum eine Möglich- keit hat zu erfahren, mit welchem Schwarzaufbau das Bild separiert wurde. Die wird in dem Profiler- stellungsprogramm festge- legt, wie hier in PrintOpen von Heidelberg.

Und so entstehen bei der Vermessung identischer Referenzdrucke, je nach Programmeinstellung und Hersteller gänzlich unter- schiedliche Ergebnisse. Am besten kann man die Differenzen im Schwarz- aufbau erkennen. Von links nach rechts: Print Open, Logo Profile Maker, ColorBlind. Wobei man auch innerhalb eines Programms je nach Einstellung zu völlig unter- schiedlichen Ergebnissen kommen kann.

Profile im Netz Die erste Adresse um Profile aus dem Netz zu ziehen, dürfte das
Profile im Netz Die erste Adresse um Profile aus dem Netz zu ziehen, dürfte das

Profile im Netz

Die erste Adresse um Profile aus dem Netz zu ziehen, dürfte das ECI (European Color Initiative) sein. Unter: ww.kommtech. uni-wuppertal.de/eci/ findet man die Profile von Sprin- ger, Bauer, Burda und Co. Um mehr über die Hintergründe zu erfahren bieten sich die Fo- gra (www.fogra.org), oder Apple (www.apple.com/colorsync/) an. Keine Profile, dafür aber die Photoshop-Tips seit 7/95, finden Sie unter:

www.daton.de/wargalla .

Adobe
Adobe
Apple
Apple

PRAXIS

Sie unter: www.daton.de/wargalla . Adobe Apple PRAXIS Kodak Lino Color Matching Methods (CMM): Die Umwandlung mit
Kodak
Kodak
Lino
Lino

Color Matching Methods (CMM):

Die Umwandlung mit ICC-Profilen sollte nicht den Anwendungsprogrammen überlassen wer- den. Quark und Adobe wären bei dieser Rechenarbeit sicherlich zu unterschiedlichen Resulta- ten gekommen - von Corel ganz zu schweigen. Also wurde analog zu einem Taschenrechner, ein Farbrechner auf Systemebene gewählt, auf das die Anwendungsprogramme zurückgreifen können. Bei Apple ist dies ColorSync, bei PC’s die Windows ICM. Die Hersteller wollten aber nicht gänzlich auf eigene Workflow-Lösungen verzichten und so wurde die Möglichkeit geschaffen sogenannte Private Tags in die Profile einzubauen. Um diese lesen zu können mußten eigene Programmierungen für den Farbrechner geschaffen werden - sogennante ColorMatchMethods. Sie ahnen was passiert: Umwandlungen identischer Daten mit unterschiedlichen CMM’s führen zu divergierenden Ergebnissen. Um beim Bild des Ta- schenrechners zu bleiben: Wenn Sie mit diesen Programmen zwei und zwei addieren erhalten Sie Werte zwischen 3,9 und 4,1. Man weiß nicht so recht ob man dies ärgerlich, oder lächerlich finden soll. Die Unterschiede zwichen den CMM’s sind nicht dramatisch. Um konstante Resulta- te zu erzielen, sollte man sich aber für eine Lösung entscheiden und dabei bleiben.

Rendering Intents:

Bei der Separation von RGB/ Lab-Bildern nach CMYK ist der Quellfarbraum größer als der Ziel- farbraum. Man steht vor der Frage, wie dies bewerkstelligt werden soll. Bei der Option Wahrnehmung wird der Farbraum komprimiert. Tonwertunterschiede, werden auch erhalten, wenn sich sich außerhalb des Zielfarbraums befinden. Dazu werden die Werte, die innerhalb dieses Raums liegen auch geändert. Bei einer farbmetrischen Einstellung werden die Farben exakt übernommen. Werte die außer- halb des CMYK-Farbraums liegen werden an den nächsten, druckbaren Punkt verschoben. Auf- grund der exakten Farbwiedergabe eignet sich diese Vorgehensweise für Proofzwecke, bei der Separation von Bildern kann diese Einstellung dagegen zu unerwünschten Resultaten führen. Liegen viele Farbwerte außerhalb des druckbaren Farbraums, so werden sie alle auf einen Punkt gesetzt. Ergebnis sind Zeichnungsverluste. Der Rendering Intent Sättigung wurde entwickelt um bei (Geschäfts-) Grafiken eine möglichst bunte Umsetzung zu garantieren. Für die Umwandlung von Bildern dürfte diese Option nicht in Betracht kommen.

Links ein Bild, daß mit der Opti- on „farbmetrisch“ umgewandelt wurde. Achten Sie auf die
Links ein Bild, daß mit der Opti-
on „farbmetrisch“ umgewandelt
wurde. Achten Sie auf die grü-
nen Wellen. Sie lagen überwie-
gend außerhalb des CMYK-Far-
braums und haben jetzt identi-
sche Tonwerte angenommen.
Unten das Ergebnis mit der Ein-
stellung Wahrnehmung. Die Far-
ben sind nicht ganz so leuch-
tend, dafür sind die Wellen sehr
viel bessser zu erkennen. Auf-
grund der Komprimierung des
Farbraums bleibt hier die Zeich-
nung erhalten.

11/97

viel bessser zu erkennen. Auf- grund der Komprimierung des Farbraums bleibt hier die Zeich- nung erhalten.

45