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Thailand: Premierministerin Yingluck Shinawatra stellt ihr neues Kabinett vor Bangkok, 19.08.2011 Bericht aus
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Thailand: Premierministerin Yingluck Shinawatra stellt ihr neues Kabinett vor Bangkok, 19.08.2011 Bericht aus
Thailand:
Premierministerin Yingluck Shinawatra stellt ihr
neues Kabinett vor
Bangkok, 19.08.2011
Bericht aus aktuellem Anlass
N° 33/2011
Dr. Sebastian Braun
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Nachdem die Partei der Rothemden als klare Siegerin aus der Parlamentswahl hervorgegangen ist, hat die erste Premierministerin Thailands nun ihr Kabinett vorgestellt. Dass keiner der Rothemden- Anführer zum Minister ernannt wurde gilt als Zeichen der Bereitschaft Yinglucks zur Annäherung an das royalistische Lager. Allerdings befinden sich etliche enge Vertraute des exilierten Ex-Premiers Thaksin Shinawatra unter der neuen Ministerriege. Somit trägt das neue Kabinett deutlich die Hand- schrift des kontroversen Politikers, was zu weiteren innenpolitischen Spannungen und der Perpetuie- rung der ebenso populären wie populistischen Patronagepolitik Thaksins führen dürfte.

Es war ein Erdrutschsieg: nach dem amtlichen Endergebnis errang die Pheu Thai (PT) Partei 265 von insgesamt 500 Parlamentsmandaten in den Wahlen Anfang Juli. Die Demokraten, bis dahin Regierungspartei und zweitstärkste poli- tische Kraft, erhielten mit 159 Sitzen die zweit- meisten Stimmen. Trotz ihrer absoluten Mehr- heit bildete die PT eine Koalition mit fünf wei- teren Parteien, was den Anteil der Regierung an Mandaten auf 300 erhöhte. Damit zählen die Chart Thai Pattana (19 Sitze), Phalang Chong (7), Chart Pattana Puea Pandin (7), Mahachon (1) sowie die New Democratic (1) Parteien zum neuen Regierungslager. Drittstärkste parlamen- tarische Kraft mit 34 Mandaten wurde die Bhumjai Thai Partei des ehemaligen Thaksin- Vertrauten und nach wie vor einflussreichen Politikers Newin Chidchob. Ebenso vertreten im

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Parlament sind die Parteien Rak Thailand mit vier Sitzen, Matubhum mit zwei sowie Rak Santi mit einem Mandat.

Der Grund für die Bildung einer übergroßen Koalitionsregierung liegt in der Volatilität der thailändischen Politik. Insbesondere die PT ist gekennzeichnet von hoher Fraktionalisierung (einflussreichen regionalen und personalen Fraktionen), was durch den Mangel an pro- grammatischer Kohärenz noch verstärkt wird. So kam es in der Vergangenheit nicht selten zu Übertritten von Abgeordneten zu anderen Parteien, z.B. aufgrund finanzieller Anreize. Eine übergroße Koalition stärkt somit die Im- munität der Regierung gegenüber derartiger Untreue und reduziert die Bedeutung einzelner Abgeordneter.

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Die Verteilung der Ministerien Angesichts dieser Kräfteverhältnisse ist es nicht verwunderlich, dass die PT den
Die Verteilung der Ministerien Angesichts dieser Kräfteverhältnisse ist es nicht verwunderlich, dass die PT den
Die Verteilung der Ministerien Angesichts dieser Kräfteverhältnisse ist es nicht verwunderlich, dass die PT den

Die Verteilung der Ministerien

Angesichts dieser Kräfteverhältnisse ist es nicht verwunderlich, dass die PT den Löwenanteil an Kabinettsposten erhielt. 30 der insgesamt 38 Ämter mit Kabinettsrang (35 davon sind Minis- ter) gingen somit an die PT. Die Entscheidung über 21 dieser Posten soll Berichten zufolge der Thaksin-Familie zugestanden haben. Von diesen seien 14 von Thaksin und seiner Ex-Ehefrau, vier von Yaowapa Wongsawat, der jüngsten Schwester Thaksins und Ehefrau des Ex- Premiers Somchai, und zwei von Yingluck selbst bestimmt worden. So sicherte sich die PT zwei der fünf stellvertretenden Premierministerpos- ten sowie das Verteidigungs-, Außen-, Ent- wicklungs-, Informations-, Energie-, Innen-, Arbeits-, Forschungs-, Umwelt- (und Rohstoff-), Bildungs- und Gesundheitsministerium. Justiz- minister Pracha Promnok ist ehemaliger Polizei- präsident. Er wurde von der PT nominiert, gilt aber unter Beobachtern als neutral. Über eine Vielzahl der stellvertretenden Ministerposten hat die Partei indirekten Einfluss auf alle ande- ren strategisch wichtigen Ressorts. Zudem wer- den die Schlüsselpositionen Äußeres, Finanzen, Verkehr und Handel von Thaksin nahestehenden Personen geleitet.

Mithilfe des Außen- und Justizministeriums könnte Thaksin, der wegen Korruption zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt wurde, die Rückkehr nach Thailand gelingen. Die Ressorts Finanzen, Verkehr, Handel, Soziales, Gesundheit, Arbeit und Bildung dürften der neuen Regierung dazu dienen, ihre ambitionierten Wahlverspre- chen umzusetzen. Viele – wenn nicht alle – dieser Ministerien gelten auch als wichtige Quellen für die illegale Finanzierung der regie- renden Partei(en). Nicht selten erfolgt diese Selbstbereicherung über die Vergabe von Auf- trägen an dem Minister nahestehende oder seiner Familie gehörende Firmen.

Von den fünf Koalitionspartnern der PT erhiel- ten nur 3 Kabinettsposten, weil die Mahachon und New Democratic Parteien mit lediglich ei- nem Mandat im Parlament repräsentiert sind. So gingen das Tourismus- und Landwirt-

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schaftsministerium an die CTP, das Kulturres- sort an die PC und das Industrieministerium an die CPD.

Profile einiger Minister

Scheinbar überraschend fiel die Wahl des Au- ßenministers auf Surapong Towijakchaikul. Zwar wurden im Vorfeld andere Kandidaten gehandelt und ist der wenig bekannte Sura- pong ohne nennenswerte diplomatische Erfah- rung, doch prädestinierte ihn seine durch Hei- rat erworbene Mitgliedschaft in der Thaksin- Familie für die Stelle des Außenministers. Als Parlamentsabgeordneter war er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und gehörte, bevor er das Lager wechselte, der Demokrati- schen Partei an. Zudem soll Surapong vor sei- ner Ernennung sein Desinteresse am Außen- ressort geäußert haben, was in Verbindung mit seiner diplomatischen Unbescholtenheit Kritik unter den Beamten des Ministeriums hervor- gerufen hat. Er gilt als treuer Paladin Thaksins.

Die Besetzung wichtiger Wirtschaftsressorts stieß auf positives Echo unter Vertretern der Industrie. Gleichwohl zeichnet sich die thai- ländische organisierte Unternehmerschaft in der Regel durch übermäßige Nähe zum politi- schen Regime auf, was deren Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit erodiert.

Finanzminister Thirachai Phuvanatnaranubala war bis zu seiner Ernennung Vorsitzender der thailändischen Börsenaufsichtsbehörde und kandidierte erfolglos für den Posten des Bun- desbankchefs. Seine Karriere wird überschattet von zwei Aspekten: sein Wirken in der thailän- dischen Zentralbank während der Asienkrise von 1997, als die Bank erhebliche Summen dafür ausgab, die Abwertung des Baht zu ver- hindern und kläglich dabei scheiterte; sowie 2006 seine Rolle in der Börsenaufsichtsbehör- de, als die Thaksin-Familie ihr Unternehmen Shin Corp steuerfrei veräußerte. Die Behörde bestätigte anfangs die Rechtmäßigkeit des Verkaufs von Shin Corp, doch stieß eine inter-

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ne Untersuchung später auf eine Verschwörung zur Verschleierung etlicher Transaktionen im Vorfeld des Verkaufs. Darüber
ne Untersuchung später auf eine Verschwörung zur Verschleierung etlicher Transaktionen im Vorfeld des Verkaufs. Darüber
ne Untersuchung später auf eine Verschwörung zur Verschleierung etlicher Transaktionen im Vorfeld des Verkaufs. Darüber

ne Untersuchung später auf eine Verschwörung zur Verschleierung etlicher Transaktionen im Vorfeld des Verkaufs. Darüber hinaus wurde Thirachai von Finanzminister Korn Chatikavanij mit der Untersuchung des Vorwurfs des Mein- eids gegen Yingluck Shinawatra bezüglich ihrer Unternehmensbeteiligungen beauftragt. Die Untersuchung blieb folgenlos für Yingluck.

Auch Handelsminister und stellvertretender Premierminister Kittirat Na-Ranong soll sich Verdienste um die Shinawatra-Familie erworben haben. Er war Präsident der thailändischen Bör- se und hat Berichten gemäß für die Rechtmä- ßigkeit des Verkaufs von Thaksins Unterneh- mensanteilen an Thaksins Sohn und Tochter gebürgt. Als herauskam, dass der Aktienverkauf außerhalb der Börse stattgefunden haben soll, erklärte Kittirat, dass Thaksins Sohn und Tocher aus Versehen falsche Angaben beim Ausfüllen des entsprechenden Formulars gemacht hatten; der „Fehler“ wurde nachträglich korrigiert.

Eine bemerkenswerte Besetzung stellt auch der neue Bildungsminister dar. Worawat Uaapinya- kul machte sich Berichten zufolge einen Na- men, als er in der Funktion des Kulturministers in der Regierung von Somchai Wongsawat – Thaksins Schwager – den Verkauf von Glück versprechenden Talismanen wie Phallus- Amuletten an Touristen zur Stützung des Staatshaushalts anregte. Zwar hat Worawat mit dem Hinweis falsch zitiert worden zu sein bestritten, dies je so gesagt zu haben, doch sein Name bleibt mit den für einen Minister unge- wöhnlichen Ideen verbunden.

Der Kurs der neuen Regierung

Nicht nur die Besetzung der Kabinettsposten signalisiert den wieder wachsenden Einfluss Thaksins auf die nationale Politik Thailands. In der Anfangsphase des Wahlkampfs machte PT keinen Hehl aus der engen Verbindung zu ihrem de facto Anführer, was sich in Slogans wie „Thaksin denkt, Pheu Thai agiert“ und der leichtfertigen Bemerkung Thaksins, Yingluck sei

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sein „Klon“, niederschlug. Angesichts des oh- nehin weit verbreiteten Glaubens, dass der mächtige Ex-Premier nach wie vor das inner- parteiliche Heft in der Hand hält und der wachsenden Kritik bezüglich der mangelnden politischen Kompetenz Yinglucks, rückte die Partei zusehends von dieser Strategie ab und begann die Eigenständigkeit ihrer Spitzenkan- didatin zu betonen. Dass sie über keinerlei politische Erfahrung verfügte und lediglich im familieneigenen Firmenimperium Karriere ge- macht hatte, scheint ihrem Nimbus als durch- greifende Sachwalterin der Interessen der be- dürftigen Bevölkerungsmehrheit keinen Ab- bruch getan zu haben.

Die Notwendigkeit, sich von der Politik ihres Bruders zu distanzieren, bestand für Yingluck indes nie. Offen setzte sie auf die Strahlkraft der Marke Thaksin und versprach die Fortfüh- rung seiner populären „Sozialpolitik“. Als kon- krete Maßnahmen nannte Yingluck im Wahl- kampf Preiskontrollen für Grundnahrungsmit- tel (durch Subventionen) und Löhne (durch Anhebung des Mindestlohns und Mindestein- stiegsgehalts für Universitätsabsolventen), die Verdopplung von Beamtengehältern, die kos- tenlose Bereitstellung von Tablet-Computern für alle Erstklässler sowie die Senkung der Unternehmenssteuer.

Des Weiteren hat Yingluck eine Amnestie für alle in Aussicht gestellt, die in den vergange- nen Jahren im Zusammenhang mit den politi- schen Unruhen angeklagt oder verurteilt wor- den sind. Da dies aber ihren wegen Korruption verurteilten Bruder wohl mit einschließen würde, steht dieses Versprechen im Konflikt mit dem wichtigsten ihrer politischen Ziele:

der Aussöhnung zwischen den verfeindeten Lagern. Thaksins Rehabilitierung wäre der ers- te Schritt auf dem Weg zu seinem politischen Comeback – eine für die royalistischen Macht- eliten bis dato inakzeptable Wendung. Zu de- ren Beruhigung hat Yingluck bereits mehrfach eine schnelle Amnestie für ihren Bruder expli- zit abgelehnt.

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Vetospieler Militär Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Stabilität der Regierung Yinglucks hat das
Vetospieler Militär Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Stabilität der Regierung Yinglucks hat das
Vetospieler Militär Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Stabilität der Regierung Yinglucks hat das

Vetospieler Militär

Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Stabilität der Regierung Yinglucks hat das stark politisierte und mehrheitlich königstreue Militär Thailands. Bereits im Vorfeld der Wahlen kursierten Gerüchte, wonach ein Abkommen zwischen Opposition und Militär zustande ge- kommen sei. Im Gegenzug dafür, dass der Ver- teidigungshaushalt nicht gekürzt, kein General entlassen und ein den Militärs genehmer Ver- teidigungsminister ernannt werde, toleriere die Armee einen Machtwechsel. Des Weiteren solle Thaksin dafür Sorge tragen, dass die Rothemden ihre Protestaktionen und monarchie-kritische Propaganda einstellen. Gegen letzteren Vorwurf verwahrt sich Thaksin aber regelmäßig und in der Tat werden nicht selten vermeintliche Ma- jestätsbeleidigungen für politische Zwecke in- strumentalisiert.

Im Mai berichtete die Tageszeitung „Bangkok Post“ jedoch, Armeechef Prayuth Chan-ocha habe die Versetzung militärischer Hardliner in die Hochburgen der Rothemden im Norden und Nordosten des Landes angeordnet. Prayuth machte auch während der Wahlkampfphase keinen Hehl aus seiner politischen Präferenz, indem er öffentlich bekundete, das Volk solle sich für die richtigen Leute entscheiden, welche die Monarchie beschützen und das Land voran- bringen. Die Worte des Armeechefs richteten sich der allgemeinen Interpretation nach gegen das Thaksin-Lager, dem republikanische Ambiti- onen nachgesagt werden. Prayuth gilt als abso- lut königstreu und leitete die gewaltsame Räu- mung des von den Rothemden besetzten Ge- schäftsviertels Bangkoks im Mai 2010, bei der zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Bewertung und Ausblick

Die Besetzung des Kabinetts trägt deutlich die Handschrift des Schattenministers Thaksin. Sein politischer Einfluss ist mit dem Wahlsieg Yinglucks wieder massiv gewachsen. Die neue Regierung dürfte demnach in den kommenden

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Monaten die schleichende Rehabilitierung des Ex-Premiers betreiben, dessen erklärtes Ziel nach wie vor die Rückkehr nach Thailand bleibt. Die Hilfestellung des thailändischen Außenministeriums bei der Vorbereitung von Thaksins Einreise nach Japan in den vergange- nen Tagen ist ein Vorgeschmack auf den Kurswechsel der neuen Regierung.

Ebenso dürften Inflation, Arbeitslosigkeit so- wie das Haushaltsdefizit infolge der geplanten populistischen Ausgabepolitik und der Preis- kontrollen unter anderem für Löhne steigen. Nicht von ungefähr hat die thailändische Zentralbank bereits vor einer Anhebung des Leitzinses gewarnt. Auch könnte sich der in- formelle Sektor aufgrund der staatlichen Markteingriffe vergrößern. Große Infrastruk- turprojekte, wie der Thailand-China- Hochgeschwindigkeitszug, werden viel Geld in private Kassen spülen und das Wirtschafts- wachstum ankurbeln. Mit einer staatlichen Verschuldungsrate von 42 Prozent und über 200 Milliarden US-Dollar in Währungsreser- ven, kann sich Thailand Beobachtern zufolge weitere Konjunkturprogramme leisten. Dass derartige keynesianistische Experimente aller- dings zu weiteren Marktverzerrungen führen und keinen geringen Beitrag zur derzeitigen Finanzkrise in Europa und den USA geleistet haben, scheint die auf Populismus und Macht spezialisierte Regierung Yinglucks wenig zu kümmern.

Welche Geheimabkommen auch immer getrof- fen worden sind, so haben sich die Kräftever- hältnisse nach den Wahlen deutlich zugunsten des Thaksin-Lagers verschoben. Es ist kaum davon auszugehen, dass bei der im Oktober anstehenden Neubesetzung wichtiger Militär- posten die neue Regierung leer ausgehen wird. Auch fordern etliche Rothemden nach wie vor die Verurteilung der für die Massaker des ver- gangenen Jahres verantwortlichen Militärs. Premierministerin Yingluck hat der von ihrem Vorgänger Abhist Vejjajiva ins Leben gerufene „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ bereits ihre Unterstützung ausgesprochen.

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Doch ohne das Mandat, Personen verbindlich vorzuladen und angesichts der Tatsache, dass das thailändische Militär
Doch ohne das Mandat, Personen verbindlich vorzuladen und angesichts der Tatsache, dass das thailändische Militär
Doch ohne das Mandat, Personen verbindlich vorzuladen und angesichts der Tatsache, dass das thailändische Militär

Doch ohne das Mandat, Personen verbindlich vorzuladen und angesichts der Tatsache, dass das thailändische Militär nach wie vor über dem Gesetz steht, dürfte es der Kommission schwer fallen, substanzielle Ergebnisse zu erzielen.

In den zu erwartenden politischen Szenarien erscheint eine effektive demokratische Opposi- tion wichtiger denn je. Die Demokratische Par- tei Thailands hat die Wahlen zwar verloren, doch sie kann nun unter Beweis stellen, dass sie der Rolle der Oppositionspartei gewachsen ist und als unbeirrbares parlamentarisches Korrek- tiv gegen Machtexzesse der Exekutive fungieren kann.

Dr. Sebastian Braun ist als freier Mitarbeiter für das Regionalbüro Südost- und Ostasien in Bangkok tä- tig.

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