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Baby Beikost & Babybrei Rezepte:

„Was Sie zum Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei wissen sollten

von Dr. Daniel Fischer, goodbabyfood.com

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Wer die Ernährung seines Babys selbst in die Hand nimmt, d.h. den Babybrei selber kochen will, wird auf der Suche nach Babybrei-Rezepten unvermeidbar auf den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei stoßen.

Auch bzw. gerade wenn Sie nicht vegetarisch leben, gibt es einige wichtige Dinge zu wissen über dieses weitverbreitete Babybrei-Rezept

Viele Eltern stellen sich schon vom Gefühl her zu recht die Frage: Fleisch für Babys?

Die Frage, ob und wann Ihr Kind Fleisch bekommen soll, lässt sich ganz leicht beantworten, auch wenn hierzu sehr viel Desinformation kursiert.

Wenn Fleisch - ab wann?

Fleisch wird für Babys oft schon ab dem 5. Monat im Brei empfohlen und soll angeblich „gut vertragen“ werden. Das beinah schon „klassische“ Babybrei-Rezept für einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei als Beikost findet sich daher auch in vielen Baby-Rezeptbüchern und auf zahlreichen Baby-Rezepte-Seiten im Internet.

Tatsächlich hat Fleisch zu diesem Zeitpunkt noch nichts auf dem Baby- Ernährungsplan verloren – es ist frühestens nach dem 2. Lebensjahr für Babys als

Nahrung geeignet. Zuvor ist die sich noch ausbildende Verdauungsfunktion zu schwach, um Fleisch verwerten zu können. Es würde nur unvollständig verdaut werden, im Darm Fäulnis bilden und die überforderten Verdauungsorgane - und in Folge den gesamten Körper - belasten und schwächen.

Dadurch kann das Kind anfällig werden für Nährmängel (Mineralien- u. Vitaminmangel), Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

In den ersten 2 Lebensjahren sollte Fleisch daher definitiv nicht auf dem Baby- Ernährungsplan stehen, auch nicht gekocht und püriert im selbstgemachten Babybrei oder in fertigen Gläschen.

Vor allem als erste Baby-Beikost mit 5-7 Monaten direkt einen Gemüse-Kartoffel- Fleisch-Brei zu füttern, wie es z.B. das (industrieabhängige!) Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund empfiehlt (und ihm folgend natürlich viele Ärzte, Ernährungsberater und Internetportale als Beikost empfehlen), ist aus den vorgenannten Gründen zweifellos nicht anzuraten.

Die Natur zum Beispiel nehmen

Fleischverzehr in diesem Alter geht zudem auch völlig an der Natur, d.h. unseren natürlichen menschlichen Wurzeln vorbei. Wie sah denn die Babyernährung ganz ursprünglich aus? Es ist ein sehr einleuchtender Gedanke, dass ein 5 Monate alter Säugling „in der freien Natur“ nie Fleisch essen bzw. von seinen Eltern bekommen würde! Er würde gestillt werden, mindestens bis 1 1/2 oder 2 (und in der Regel noch länger). Das sieht man heute noch an Naturvölkern. Fleisch in der Babyernährung ist insofern völlig deplaziert und für den Menschen artfremd.

Und - man kann sich auch nicht daran "gewöhnen", falls Sie das jetzt gerade einwenden wollten. Nur weil es seit Jahrzehnten so gemacht wird, ändert sich nichts an der schlechten Verträglichkeit und Schwerverdaulichkeit von Fleisch durch den unausgereiften Verdauungstrakt bei Babys. Die typischen gesundheitlichen Beschwerden von Babys, Kleinkindern und Erwachsenen sprechen Bände – und

Ernährungsfehler, auch unerkannte wie dieser hier, sind deren Hauptursache heutzutage.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Fleisch als hochwertiger Energielieferant, aber auch als entsprechend schwer verdaulich. Zu schwer für Babys und Kleinkinder als Beikost im Babybrei. Zudem wird in den klassischen sowie modernen Quellen der TCM generell von täglichen Verzehrmengen von nur etwa ein bis zwei Esslöffeln Fleisch – für Erwachsene! – gesprochen.

Nach der anthroposophischen Ernährungslehre enthält Fleisch zuviel Eiweiß für den kindlichen Organismus und ist daher nicht förderlich für eine gesunde Entwicklung, vor allem nicht als Beikost. Weiterhin behindere Fleisch die Ausbildung der „feineren Sinne“.

Es lässt sich beobachten, dass vegetarische Kinder oft geistig und emotional sensitiver sind (nicht zu verwechseln mit „sensibel“), während Fleischkinder oft physisch robuster und im Verhalten „grobschlächtiger“, weniger einfühlsam sind.

Ergo: Geben Sie Ihrem Kind zumindest diese 2 Jahre Zeit, sofern Sie es nicht ohenhin ganz vegetarisch ernähren wollen, bis es sich später selbst entscheiden kann, was es essen möchte. In den ersten 24 Monaten gehört Fleisch aus ernährungsphysiologischer Sicht aber definitiv nicht auf den Baby-Ernährungsplan.

Warum auch Eisenmangel oder Vitamin B12 - Mangel keine schlagkräftigen Argumente sind, lesen Sie in meinem Artikel Fleisch im Baby-Ernährungsplan

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Der Verfasser ist Personal Food Coach in Köln und selbst stolzer Vater. Er ist u.a. Autor des Buchs

„Die 5 Geheimnisse gesunder Babyernährung“ und des Baby-Ernährungsprogramms „Baby Food - Die richtige Ernährung für schlaue und gesunde Babys”.

Interessierte Eltern können unter goodbabyfogoodbabyfood.goodbabyfogoodbabyfood.od.comod.comcomcom mehr erfahren über eine zeitgemäße Babyernährung, übers richtige Zufüttern und gesundheitsförderliche Babybrei-Rezepte. Dort kann auch „Die 5 Geheimnisse gesunder Babyernährung“ als eBook kostenlos dewownloadet werden.

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