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Impressum und Datenschutzerklärung: Was Architekten


im Internet beachten müssen
Gastbeitrag von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Erik
Becker und Rechtsreferendar Benjamin Wissmann (Juni 2007)

Das Internet hält immer mehr Einzug in den Tätigkeitsbereich eines Architekten.
So kann er einerseits auf einer Website seine Arbeit vorstellen und anbieten.
Andererseits dienen zunehmend E-Mails als Arbeitsmittel im World Wide Web. Zu
beachten ist insoweit, dass (auch) der Architekt gesetzlich verpflichtet ist,
bestimmte Pflichthinweise auf Websites und in E-Mails zu machen. Dies soll den
Schutz des Internetnutzers gewährleisten.

Pflichthinweise im Impressum einer Website


Wie bisher gilt, dass jede Webseite ein Impressum enthalten muss, das in der Startseite
enthalten ist oder von dort aus per Link gut zu finden und einzusehen ist. Das
Impressum muss dabei leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar
sein.

Das Impressum muss beinhalten:

den Namen und die Anschrift, unter der Sie niedergelassen sind, bei juristischen
Personen zusätzlich den Vertretungsberechtigten,
Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare
Kommunikation mit Ihnen ermöglichen, einschließlich der Adresse der
elektronischen Post,
soweit der “Teledienst” (also Ihre Website) im Rahmen einer Tätigkeit angeboten
oder erbracht wird, die der behördlichen Zulassung bedarf, Angaben zur
zuständigen Aufsichtsbehörde,
für Gesellschaften: das Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister
oder Genossenschaftsregister, in das sie eingetragen sind, und die
entsprechende Registernummer,
eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, soweit diese besteht,
die Architektenkammer, welcher Sie angehören,
die gesetzliche Berufsbezeichnung und den Staat, in dem die Berufsbezeichnung
verliehen worden ist sowie
die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen und dazu, wie diese
zugänglich sind.

Rechtstipp: Auch Newsletter müssen ein vollständiges Impressum enthalten, ein


Link auf das Impressum der Webseite ist dabei nicht ausreichend.

Pflichthinweise auf Datenschutzerklärung bei einer Website

1 von 3 05.10.2008 23:39 Uhr


Impressum und Datenschutzerklärung: Was Architekten im In... http://internet-fuer-architekten.de/index.php?article_id=33

Zum Impressum auf der Website und im Newsletter kommt die Verpflichtung hinzu, die
Benutzer einer Website über die Speicherung und Verwendung von persönlichen Daten
aufzuklären (Datenschutzerklärung). Dies gilt auch für den Architekten bei Betreiben
einer Website. Die Website unterliegt hier besonderen Transparenz- und
Aufklärungspflichten gegenüber dem Nutzer.

In aller Regel “erhebt” der Betreiber einer Webseite nämlich schon in dem Moment
personenbezogene Daten seiner Besucher, in dem er seine Seite online stellt. Denn
meist werden beim Betrieb einer Internetseite schon von Seiten des Servers eine Reihe
von Daten, wie die IP- Adresse (Kennzeichnungen der Rechner, die auf die Seite
zugreifen) der Nutzer erfasst.

Hinzu kommt, dass viele Seiten auf den Rechnern der Nutzer sog. Cookies setzen,
Adressdaten für Newsletter sammeln o.ä. Auch hierbei handelt es sich in aller Regel
jeweils um personenbezogene Daten.

Eine Datenschutzerklärung auf der Webseite des Anbieters ist also nötig. Wer eine
solche Datenschutzerklärung nicht bereitstellt, ist angehalten, dies möglichst schnell
nachzuholen.

Rechtstipp: Die Datenschutzerklärung sollte insbesondere beinhalten, dass


personenbezogene Daten nicht weitergegeben werden sowie dass der
Verbraucher auf schriftliche Anfrage hin, weitergehend über seine persönlichen
Daten informiert werden kann. Gegebenenfalls bedarf es im Einzelfall weiterer
Erklärungen.

Pflichtangaben für E-Mails


Insbesondere wegen der Zunahme von störenden Spam-Mails reagierte der
Gesetzgeber und hat ferner seit Anfang 2007 festgelegt, dass E-Mails von Kaufleuten
und Gesellschaften die gleichen Angaben enthalten müssen, die für sonstige
Geschäftsbriefe auch gelten. Der Architekt in einer GmbH, Aktiengesellschaft, GmbH &
Co.KG sowie insbesondere in einer Partnergesellschaft ist gehalten, den Briefkopf in
seiner E-Mails dahingehend zu überprüfen, ob hierin die Pflichtangaben enthalten sind.

Dies sind insbesondere:

der vollständige Name der Firma in Übereinstimmung mit dem


Gesellschaftsverzeichnis,
die Rechtsform der Gesellschaft
der Sitz der Gesellschaft
das Registergericht der Gesellschaft
die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft (soweit vorhanden) mit Namen

Im Einzelfall bedarf es gegebenenfalls weitergehender Angaben.

Rechtstipp: Zusammenschlüsse von Kammermitgliedern in Form von


Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) sowie Alleininhaber von
Architekturbüros und freie Mitarbeiter sind von diesen Regelungen nicht
betroffen.

2 von 3 05.10.2008 23:39 Uhr


Impressum und Datenschutzerklärung: Was Architekten im In... http://internet-fuer-architekten.de/index.php?article_id=33

Pflichtangaben für E-Mail-Werbung


Bei der Werbung per E-Mail gilt schließlich nach dem seit März 2007 geltenden
Telemediengesetz noch eine Besonderheit: Schon in der Betreffzeile und im Absender
dürfen weder der Absender noch der kommerzielle Charakter der Nachricht verschleiert
oder verheimlicht werden. Dadurch soll der Empfänger frei entscheiden können, wie er
mit der E-Mail umgeht, ohne sie erst öffnen zu müssen.

Rechtstipp: Zuwiderhandlungen können hier mit erheblichen Geldbußen geahndet


werden, da sie gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstößt.

Stand: 25.02.2008

Online-Magazin Internet-fuer-Architekten.de, Redaktion: Tel. 030-51694820; E-Mail: info@internet-


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3 von 3 05.10.2008 23:39 Uhr