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Grundwissen über Atome

Kern-Hülle-Modell

... besagt, dass ein Atom aus dem Kern und einer Atomhülle besteht, wobei
der Kern fast die ganze Atommasse trägt.
Der Kern besteht dabei aus Protonen (positiv geladen) und Neutronen
(neutral), die Hülle besteht aus Elektronen (negativ; sind im Normalfall
genau soviele wie Protonen); die Teilchen des Kern nennt man übrigens
Nukleonen; die genauen Massen und Ladungen entnehmen Sie bitte der unteren
Tabelle:
symbol massenzahl absolute masse
proton p+
1 1,6726*10-24 g
neutron n 1 1,6726*10-24 g
elektron e- 0 9,109*10-28 g

Wichtige Begriffe

Ordnungszahl Z: Kernladungszahl = Anzahl der Protonen = Anzahl Elektronen;


Massenzahl A: Anzahl der Kernteilchen (Protonen & Neutronen);
Nuklid: genau definiertes ( A & Z festgelegt) Atom;
Element: werden der Ordnungszahl Z festgelegt und im Periodensystem mit
Großbuchstaben und eventuell auch Kleinbuchstaben darrgestellt;
Isotope: Nuklide zu einem Element;

Elektronenhülle

in der Atomhülle können sich die einzelnen Elektronen auf die verschiedenen
Schalen aufteilen; je nach der Menge gib es eine oder sieben Schalen,
genannt werden sie K, L, ...P und Q Schalen; in jede dieser Schalen haben
verschieden viele Elektronen Platz:
maximale
schale
elektronenanzahl
k 2
l 8
m 18
n 32
o 50
p 72
q 98
K-Schale
L-Schale
M-Schale
N-Schale

...weiters gibs noch die O, P und Q Schalen

Strahlenarten

Je nach Art der Instabilität von Atomkernen


hat man es mit verschiedenen
Umwandlungsprozessen zu tun, die zur
Aussendung unterschiedlicher Strahlenarten
führen.
Sie können sich auch eine kleine Animation
zu diesem Thema ansehen

Alpha - Strahlung

Positiv geladenes Kernteilchen. Es besteht


aus zwei Protonen und zwei Neutronen.
Alphateilchen werden beim radioaktiven
Zerfall bestimmter Elemente spontan
emittiert. Man kann sie auch als
vollständig ionisierte Helium-4-Atome
ansehen.

Beta - Teilchen

Kerne mit einer zu großen Neutronenzahl im Verhältnis zur Protonenzahl


wandeln sich in eine stabilere Konfiguration durch Aussenden eines negativ
geladenen Elektrons und eines Antineutrinos. Dabei entsteht ein Proton. Das
mit einem Teil der Umwandlungsenergie versehene schnelle Elektron wird als
Beta-Teilchen bezeichnet. Beta-Teilchen haben als schnelle, energiereiche
Elektronen ähnliche Wechselwirkungsarten wie die Alpha-Strahlung, nur ist
ihre Reichweite in Materie wesentlich größer als die der Alpha-Teilchen: Je
nach Energie in Luft bis in den Meter-Bereich, im Gewebe in den Millimeter-
Bereich.

Gamma - Strahlung
Kerne mit einem zu hohen Energieinhalt geben das Zuviel an Energie als
Wellenstrahlung ab, die Gamma-Strahlung genannt wird. Sie tritt im
allgemeinen zusammen mit einem Alpha- oder Beta-Umwandlungsprozeß als
Begleitstrahlung auf. Ihre Energie hängt jeweils von der Art des Kerns, dem
abgelaufenen Umwandlungsprozeß und der Stabilität des Folgekerns ab. Die
Durchdringungsfähigkeit dieser Wellenstrahlung ist sehr viel größer als die
der Teilchenstrahlung. Eine Angabe der Reichweite ist bei ihr nicht
möglich.

Entstehung der Radioaktivität

Atome sind die Bausteine der Materie. Sie bestehen aus der elektrisch
negativ geladenen Atomhülle, in der die chemischen Reaktionen zwischen den
Atomen ablaufen, und dem praktisch die gesamte Masse beinhaltenden,
elektrisch positiv geladenen Atomkern. Die Atomkerne sind nur dann stabil,
wenn die Zahl ihrer Bausteine - Protonen und Neutronen - nicht zu groß wird
und wenn das Verhältnis von Protonen- zu Neutronenzahl bei den leichten
Atomkernen etwa 1:1 und bei den schweren etwa 1:1,5 beträgt.
Sind diese beiden Bedingungen nicht erfüllt, so ist der Atomkern instabil,
das heißt er ist bestrebt, sich in eine günstigere Konfiguration
umzuwandeln. Die Umwandlung führt normalerweise zur Emission von Teilchen
und Energie. Diesen Prozeß im Atomkern verursacht die Radioaktivität.
Radioaktive Stoffe können natürlichen Ursprungs sein, wie zum Beispiel das
Uran in der Erdkruste, oder auch künstlich hergestellt werden in
Teilchenbeschleunigern, bei der Kernspaltung oder durch
Neutronenbestrahlung.

Ionisierung

Allgemein die Bildung elektrisch geladener Atome oder Moleküle, die man
dann als Ionen bezeichnet. Ionen bilden sich u.a. aus der Spaltung
elektrisch neutraler Atome oder Moleküle oder durch die Anlagerung von
elektrisch geladenen Teilchen (meist Elektronen) an Atomen oder Molekülen.
Während bei der Anlagerung von Elektronen an neutrale Teilchen meist
Energie in Form von Wärme frei wird, erfordert die Abspaltung von
Elektronen die Zufuhr von Energie (Ionisationsenergie). Im angelsächsischen
Sprachgebrauch wird auch die Ionenbildung in wässrigen Lösungen von Säuren,
Basen und Salzen als Ionisation bezeichnet. Im deutschen Sprachraum fasst
man diese Form der Ionenbildung unter dem Begriff elektrolytische
Dissoziation zusammen.
Quelle der ionisierenden Strahlen

Natürliche Quellen

Bei den natürlichen Quellen ionisierender Strahlung unterscheidet man


zwischen kosmischen und terrestrischen Strahlungsanteilen.

Die kosmische Strahlung

Die kosmische Strahlung, die aus dem Weltall auf die Lufthülle der Erde
trifft, besteht zunächst überwiegend aus Protonen sowie aus Heliumkernen.
Beim Zusammenprall mit Luft-Molekülen entsteht eine Reihe weiterer
Komponenten, die als kosmische Sekundärstrahlung die Erdoberfläche
erreichen. Ihre Intensität hängt überwiegend von der Höhe über dem
Meeresspiegel ab. Die kosmische Strahlung ist vor allem durch die bemannte
Raumfahrt zu einem Begriff geworden, spielt aber auch im Flugverkehr eine
Rolle.

Die terrestrische Strahlung

Den bedeutenderen Beitrag zur natürlichen Strahlenexposition liefert die


terrestrische Komponente. Sie geht von natürlichen radioaktiven Substanzen
aus, die in der Erdrinde vorhanden sind. Diese Elemente der Uran-Radium-
Reihe sowie der Thorium-Reihe und Kalium 40 kommen in unterschiedlichen
Konzentrationen in der geologischen Formation der Erde vor. Ihr Gehalt
hängt stark von der Bodenart ab und verringert sich von Granit über Lehm
nach Kalksandstein und Basalt. Im Schnitt beträgt die effektive Dosis der
erwachsenen Bevölkerung aus natürlichen Quellen etwa 2 - 2,5 Millisievert.

Zivilisatorische Quellen

Zu den zivilisatorischen Quellen der Strahlenexposition zählen medizinische


Strahlenquellen aus Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin, Aber auch
Baustoffe, Gebrauchsgegenstände, Tabakerzeugnisse, diverse
Arzneimittelpflanzen oder Dünger, die Radionuklide enthalten, werden wie
auch kerntechnische Anlagen und die berufliche Strahlenexposition zu den
zivilisatorischen Quellen gerechnet. Im weiteren Sinne könnten auch die
bereits genannte Belastung aus Radon im Untergrund von Häusern sowie die
Exposition beim Fliegen als zivilisatorisch bedingt bezeichnet werden.

Medizinische Quellen

Bedeutendste Quelle der zivilisatorischen Strahlenexposition ist heute die


Medizin. Aus der Anwendung von Radiopharmaka, vor allem aber der
Röntgenstrahlung für diagnostische Zwecke errechnet sich eine
durchschnittliche jährliche Dosis von rund 0,5 bis 1,5 Millisievert pro
Jahr für die Bundesbürger, die individuelle Dosis schwankt natürlich von
Mensch zu Mensch je nach Häufigkeit und Art der notwendigen medizinischen
Behandlungen.

Baustoffe und Gebrauchsgegenstände

Vergleichsweise hohe Werte werden oft registriert, wenn als Baustoffe


Materialien aus Granit, Chemiegips, Schlacken- oder Bimsstein verwendet
wurden. Holz, Ziegel und Beton führen zu wesentlich niedrigeren
Strahlenbelastungen. Hohe Strahleneinwirkungen auf die Haut durch
Betastrahlen können gelegentlich auch durch Fliesen zustandekommen, die vor
längerer Zeit mit uranhaltigen Glasuren hergestellt wurden. Den
Steingutglasuren wurde dabei, um besonders intensive Farbtönungen in Rot-,
Braun- und Orangenuancen zu erzielen, Uran beigesetzt. Zahlreiche
Industrie- und Handwerkserzeugnisse enthalten künstlich zugesetzte
radioaktive Stoffe. Bekanntestes Beispiel dürften die Leuchtzifferblätter
von Weckern und Armbanduhren sein, die noch bis Mitte der 50er Jahre mit
radiumhaltigen Farben beschriftet wurden. Ein weiteres Beispiel für
Radioaktivität in Gebrauchsgegenständen sind die Gaslichtglühstrümpfe für
Campinggasleuchten, besondere Vorsicht ist hier vor allem beim Austausch
dieser Strümpfe geboten, damit kein zerkrümeltes Material eingeatmet wird.
In Leuchstoffröhren und manchen Energiesparlampen dient Krypton 85 in sehr
geringen Mengen als Starthilfe. Insgesamt wird die Belastung mit solchen
Quellen aber auf maximal 0,02 Millisievert pro Jahr geschätzt.

Kerntechnische Anlagen

Der Beitrag radioaktiver Emissionen aus Kernkraftwerken an der


zivilisatorischen Strahlenexposition liegt in einer durchschnittlichen
Größenordnung von weniger als 0,01 Millisievert pro Jahr, der Reaktorunfall
von Tschernobyl erhöhte diesen Wert um etwa 0,04 Millisievert.

Menge der jeweiligen Strahlung


Art der Strahlung Anteil in %
Medezin 38
Atmung 32
Terr. Strahlung 12
Kosmische Strahlung 7
Nahrung 7
Tschernobyl 3
Kerntechnik 1

Klicken Sie auf


die Grafik um eine
erklärende Tabelle
zu erhalten

Sonstige Begriffe

Halbwertszeit
Die Halbwertszeit gibt die Zeit an, in der die Hälfte der ursprünglich
vorhandenen Atome zerfallen ist.

Dosis - Beriffe

Radioaktivität: Becquerel
Becquerel ist die Maßeinheit für die Radioaktivität eines Körpers. Wennin
einer Sekunde ein Atomkern zerfällt, spricht man von einem Becquerel

Energiedosis Einheit: Gray (Gy)


Die Energiedosis charakterisiert die in Materie absorbierte Strahlenmenge.
(1 Gray entspricht der Energie in Joule (J), die von 1 Kilogramm Materie
aus der Strahlung absorbiert wird: 1 Gy = 1 J/kg.)

Ionendosis Einheit: Coulomb/Kilogramm (C/kg)


Die Ionendosis quantifiziert die Strahlenmenge anhand der durch sie
hervorgerufenen Ionisation. (1 Coulomb/Kilogramm entspricht der Menge
elektrischer Ladung, die in 1 kg Materie durch die Strahlung entsteht.)

Äquivalentdosis Einheit: Sievert (Sv)


Die Äquivalentdosis entspricht einer Abschätzung der Strahlenmenge unter
Berücksichtigung ihrer biologischen Wirkung. Mit der Angabe der Aktivität
in Bq kann noch keine Aussage über eine mögliche Gefährdung durch die beim
radioaktiven Zerfall ausgesandte Strahlung gemacht werden. Eine Gefährdung
kann über die durch Strahlung übertragene Energie erfolgen, wenn diese
Energie im menschlichen Körper absorbiert wird. Durch Multiplikation der
Aktivität mit einem für das jeweilige Atom und für die Art der Bestrahlung
(äußere oder innere Bestrahlung) spezifischen Dosisfaktor wird die
übertragene Energie berechnet. Die pro Masseneinheit absorbierte
Strahlungsenergie wird als Energiedosis bezeichnet. Wenn pro kg Masse die
Energie von 1 Joule (J) absorbiert wird, beträgt die Energiedosis 1J/kg;
diese Energiedosis wird als 1 Gray (Gy) bezeichnet. Die biologische Wirkung
radioaktiver Strahlung hängt aber nicht nur von der absorbierten Energie,
sondern auch von der Art der Strahlung ab. Röntgen-Strahlung, Gamma-
Strahlung und Beta-Strahlung haben eine geringere Wirkung als z. B. Alpha-
Strahlung. Dieser Tatsache wird mit einem dimensionslosen Qualitätsfaktor Q
Rechnung getragen (Q = 1 für Beta- und Gamma-Strahlung, Q = 20 für Alpha-
Strahlung). Die mit dem Qualitätsfaktor Q multiplizierte Energiedosis wird
als Äquivalentdosis bezeichnet und in Sievert (Sv) gemessen. 1 [Sv] = Q x 1
[Gy]. Die unterschiedliche Empfindlichkeit der einzelnen menschlichen
Gewebearten gegenüber der Strahlung wird durch einen sog. Wichtungsfaktor W
berücksichtigt, der z. B. für die relativ strahlungsempfindliche weibliche
Brust den Wert 0,15, für die relativ unempfindliche Schilddrüse hingegen
den Wert 0,03 aufweist. Die mit dem Wichtungsfaktor W multiplizierte
Äquivalentdosis heißt effektive Äquivalentdosis.

Zusammenfassung
Aktivität*Dosisfaktor*Qualitätsfaktor*Wichtungsfaktor=effektive
Äquivalentdosis
Die pro Zeiteinheit verabfolgte Dosis bezeichnet man als Dosisleistung (z.
B. Sv pro Stunde). Die Dosisleistung ist von besonderer Bedeutung, da -
ähnlich wie beim Sonnenbad - eine kurzzeitige intensive Bestrahlung zu
ausgeprägteren Wirkungen führen kann als langfristig geringe Bestrahlung.
Strahlendosis bzw. -dosisleistung - und nicht Radioaktivität - sind die
korrekten Maßeinheiten für die Wirkung von Strahlen und damit auch die
entscheidenden Größen für den quantitativen Dosisvergleich einzelner
Strahlungsquellen.
Wirkung

Allgemein

Es sind vier verschiedene Arten der Strahlenschäden bekannt:

• SOMATISCHE STRAHLENSCHÄDEN: hierunter versteht man Folgeerscheinungen


am Körper des Individuums, das der Strahlung ausgesetzt war.
• GENETISCHE STRAHLENSCHÄDEN: Diese bezeichnen solche, die als
Veränderungen des Genmaterials sich erst in der Nachkommen-Generation
bemerkbar machen.
Insbesondere ist aber auch die Differentierung nach dem
Entstehungsmechanismus wichtig: man unterscheidet "deterministische"
von "stochastischen" Strahlenschäden.
• DETERMINISTISCHE STRAHLENSCHÄDEN: Hierunter versteht man Schäden, die
als Summe vieler elementarer Strahlenwirkungsprozesse auftreten. Sie
können erst oberhalb von Dosisschwellenwerten auftreten, sind also
nicht zufallsabhängig: bis zu einer bestimmten Dosis tritt keine
Schädigung auf, ab dem Schwellenwert jedoch regelhaft. Zu den
deterministischen Strahlenschäden gehören z.B. das Hauterythem und
die Trübung der Augenlinse.
• STOCHASTISCHE STRAHLENSCHÄDEN Stochastische Schäden entstehen durch
die Wirkung eines einzigen Röntgenquants. Ein Röntgenquant alleine
setzt dabei die Schädigung in vollem Umfang, die Dosis der Strahlung
hat keinen Einfluß auf das Ausmaß des Schadens (Alles-oder-Nichts-
Gesetz), sondern nur auf die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten
eines solchen. Die stochastischen Schädigungen sind also den
Gesetzmäßigkeiten des Zufalls unterworfen.

Die Höhe des Schadens hängt von folgenden Faktoren ab:

• Art der Strahlung


• Dosis
• Dauer der Einwirkung
• Strahlungsempfindlichkeit
• Strahlensensibilität

Überblick
Strahlenempfindlichkeit
Gewebe mit hoher Gewebe mit mittlerer Gewebe mit niedriger
Strahlensensibilität Strahlensensibilität Strahlensensibilität
Embryo, Foetus, Haut, Schweißdrüsen, Niere, Leber, Lunge,
Lymphgewebe, Talgdrüsen, Augenlinse, Drüsen, Dickdarm,
Knochenmark, Gonaden, wachsender Knochen, Knochen, Knorpel,
Dünndarm kindliche Mamma, Gefäße Muskeln, Bindegewebe
Strahlenfrüh- und Strahlenspätschäden

Nach dem Zeitpunkt des Auftretens der Strahlenschäden unterscheidet man


zwischen Früh- und Spätschäden. Früh einsetzende Schäden sind z.B.
Schädigungen des Knochenmarks und des peripheren Blutbildes sowie
Schädigungen von Magen- und Darmzellen i.R. der akuten Strahlenkrankheit
nach Ganzkörperbestrahlung. Strahlenspätschäden entstehen ebenfalls durch
direkte Strahlenwirkung.

Zu den Strahlenspätschäden zählen:

> Teratogene Schäden => Entwicklungsanomalien


> Mutagene Schäden => Genetische Defekte
> Cancerogene Schäden => Krebsentstehung

Auswirkung

Äquivalentdosis Auswirkungen
über 1 Sv Strahlenkrankheit setzt ein
2 Sv Sterblichkeitsrate: 5%
4,5 Sv Sterblichkeitsrate: 50%
über 6 Sv Sterblichkeitsrate: fast 100%

Erholung

Vorgeschädigte Zellen können sich durch Reparaturvorgänge an DNS und RNS


erholen. Diese Möglichkeit wird z.B. in der Strahlentherapie im Rahmen der
fraktionierten Bestrahlung ausgenutzt: durch Gabe mehrerer nicht so hoher
Einzeldosen kann sich das gesunde Gewebe, nicht aber die Tumorzellen von
den schädigenden Strahlenwirkungen erholen, so daß bei gleicher Wirkung am
Tumor eine geringere Belastung des gesunden Gewebes resultiert.

Der Begriff Atom

In der antiken griechischen Philosophie benutzte man den Begriff "Atom" für
das kleinste Stück, in das man einen Körper zerlegen könnte. Nach der
Vorstellung von Leukipp und insbesondere seinem Schüler Demokrit sollten
diese Atome unteilbar sein. Erst gute 2 000 Jahre später griff John Dalton
diese Theorie wieder auf und entwickelte sie weiter. Nach seiner Hypothese
setzt sich Materie aus unteilbaren Atomen zusammen. Dabei sind alle Atome
des entsprechenden Elements hinsichtlich ihrer Masse und ihrem chemischen
Verhalten gleich. Atome können sich im Verhältnis einfacher, ganzer Zahlen
zu Verbindungen zusammensetzen. Zersetzt man diese Verbindungen, so gehen
die Atome unverändert aus dieser Reaktion hervor. Kurze Zeit darauf fand
Daltons Theorie durch die Entwicklung der kinetischen Gastheorie (im
Wesentlichen durch Rudolf Clausius, James Clerk Maxwell und Ludwig
Boltzmann) sowie durch die Arbeiten von Svante Arrhenius zur
elektrolytischen Dissoziation Unterstützung. Auch Michael Faraday befasste
sich mit Elektrolyseprozessen und schloss auf eine Beziehung zwischen
Elektrizität und Atomen. Die allgemeine Anerkennung fand die Atomtheorie
jedoch erst zu Beginn dieses Jahrhunderts, z. B. durch die Spektroskopie,
Röntgen beugung an Kristallen und die in der Zeit entwickelten Atommodelle.
Als die Begriffe Atom und Molekül sich durchgesetzt hatten, begann der
russische Chemiker Dimitrij Iwanowitsch 1869 mit der Arbeit seines
Periodensystems.

Die Entdeckung der Radioaktivität

Gegen Ende des 19.Jahrhunderts wurden Entdeckungen gemacht, die nahe


legten, dass das Atom kein festes Stück Materie ist, das nicht weiter
zerteilt werden kann. 1895 entdeckte der deutsche Wissenschaftler Wilhelm
Conrad Röntgen die von ihm so genannten X-Strahlen (die später ihm zu Ehren
Röntgenstrahlen genannt wurden), die verschiedene Stoffe durchdringen und
nur durch Blei abgeschirmt werden. 2 Jahre später entdeckte der Physiker
Joseph John Thomson das Elektron, ein Teilchen mit einer wesentlich
geringeren Masse als die Atome. 1896 fand der französische Physiker Antoine
Henri Becquerel schließlich heraus, dass bestimmte Substanzen, z.B.
Uransalze, eine durchdringende Strahlung emittieren, deren Ursprung man
sich nicht erklären konnte. Die französischen Wissenschaftler Marie Curie
und ihr Mann Pierre Curie trugen wesentlich zum Verständnis dieser
"radioaktiven" Substanzen bei. Nach den Forschungsergebnissen des
britischen Physikers Ernest Rutherford und seiner Zeitgenossen wusste man,
dass Uran und andere schwere Elemente wie Thorium und Radium drei
verschiedene Arten von Strahlung aussenden; sie wurden anfänglich Alpha-,
Beta- und Gamma- Strahlen genannt. Die beiden ersten bestehen aus
elektrisch geladenen Teilchen, die man Alpha- bzw. Betateilchen nennt
(siehe Strahlenarten). Später fand man heraus, dass Alphateilchen mit
Heliumkernen und Betateilchen mit Elektronen identisch sind. Das Atom war
also offensichtlich aus kleineren Teilchen zusammengesetzt. Die
Gammastrahlen wurden schließlich als elektromagnetische Wellen
identifiziert, allerdings mit geringerer Wellenlänge.

Künstliche Radioaktivität

Experimente der französischen Physiker Frédéric und Irène Joliot-Curie in


den frühen dreißiger Jahren ergaben, dass man die Atome eines stabilen
Elements künstlich radioaktiv machen konnte, indem man sie mit passenden
Teilchen oder Strahlen beschießt. Solche radioaktiven Isotope
(Radioisotope) entstehen infolge einer Reaktion oder Umwandlung im
Atomkern. Bei solchen Reaktionen nimmt man die 270 "ungeraden" Isotope, die
in der Natur vorkommen, als Ziel für den Beschuss mit den Kernteilchen, den
so genannten Projektilen. Seit der Entwicklung von Teilchenbeschleunigern,
in denen man den Projektilen sehr hohe Energien verleihen kann, lassen sich
Tausende von Kernreaktionen beobachten.
Wichtige Personen in der Forschung der Radioaktivität

• Leukipp & Demokrit


• John Dalton
• Wilhelm Konrad Röntgen
• Antoine Henri Becquerel
• Marie & Pierre Curie
• Ernest Rutherford
• Bilder von J. Dalton, M. Curie und E. Rutherford

Leukipp & Demokrit


griechische Philosophen; Leukipp stellte die ersten Theorien zum Thema
Atominismus auf die von seinem Schüler Demokrit weiterentwickelt wurden:
Materie besteht einzig und allein aus unteilbaren Teilchen, die Atome
(griech.: atoma=unteilbar) genannt werden. In verschieden Kombinatioen
ergeben sie unser Universum.

John Dalton
...er entwickelte die nun aktuelle moderne Atomthorie, die besagt, dass die
Materie aus Atomen verschiedener Gewichte besteht, die sich in einfachen
Gewichtsverhältnissen miteinander verbinden(seine Forschungsergebnisse
veröffentlichte er in seinem Buch A New System of Chemical Philosophy (Ein
neues System des chemischen Theiles der Naturwissenschaft).

Wilhelm Konrad Röntgen


deutscher Physiker, entdeckte 1895 die X-Strahlen (heute Röntgenstrahlen),
und bekam dafür den Physik Nobelpreis; seine Entdeckung bereicherte die
Medizin und die Physik;

Antoine Henri Becquerel


französischer Physiker; er entdeckte 1895 zufällig das Phänomen der
Radioaktivität: er bewies dass z.B. Uran Energie strahlte, und nannte diese
Starhlen Radioaktivität. Außerdem entdeckte er die Betastrahlung. Er
erhielt für seine Forschungen ( mit Marie & Pierre Curie) den Nobelpreis
für Physik. Außerdem wurde die Einheit Becquerel nach im benannt .

Marie & Pierre Curie


französische Physiker und Nobelpreisträger; nach den Entdeckungen von
Antoine Becquerel vonwegen des strahlenabgebenden Urans, untersuchte Marie
Curie in diesem Bereich weiter; ihr Mann Pierre Curie beendete seine
Forschungen, um seiner Frau zu helfen, zusammen entdeckten sie zwei neue
Elemente: Polium und Radium; zusammen mit Antonie Becquerel erhielten sie
den Nobelpreis für Physik.

Ernest Rutherford
britischer Physiker und Nobelpreisträger; er entdeckte die
Hauptbestandteile der Strahlung (Alpha-, Beta- und Gammastrahlen), außerdem
stellte er die Atomtheorie auf (mit einem dichten Kern, der von Elektronen
umkreist wird), zudem führte er die erste Kernreaktion durch;

Bilder von J. Dalton, M. Curie und E. Rutherford

John Dalton Marie Curie Ernest Rutherford


Atomunfälle

• 1979 ereignete sich im Druckwasserreaktor von Three mile Island in


Pennsylvania ein Unfall (der Grund war ein undichtes Ventil und ein
Wartungsfehler). Das Sicherheitssystem stoppte den Reaktor und das
Notkühlsystem nahm kurze Zeit darauf wieder den Betrieb auf. Es kam
dann aber durch menschlichen Versagen zu einem schweren Schaden im
Reaktorkern und zum Austritt von flüchtigen Spaltprodukten aus dem
Reaktorbehälter.
• Am 26. April 1986 ereignete sich ein zweiter schwerer Reaktorunfall
in Tschernobyl: einer der vier Kernreaktor explodierte und fing Feuer
(der Unfall wurde durch einen nicht genehmigten Test des Betreibers
verursacht). Der Reaktor geriet ausser Kontrolle, es folgten 2
Explosionen und radioaktive Strahlung - 50mal stärker als die beim
Three Mile Island Unfall - trat aus. Eine Wolke trug den radioaktiven
Regen weiter nach Westen und verstrahlte große Teile Europas. Der
Unfallreaktor wurde einbetoniert, die anderen drei nahmen ihren
Betrieb (trotz Bedenken der Experten) 1988 wieder auf. April 1996
wurde beschlossen den Reaktor spätestens 2000 zu schließen.

Die 3 A

Zum Schutz vor radioaktiver Strahlung, sollte man mit dieser nicht in
Berührung kommen. Auch wenn dies im wirklichem Leben kaum einzuhalten ist,
sollte man auf die drei großen "A" des Strahlenschutzes achten:
Abschirmung Abstand Aufenthaltsdauer
...die Dosis fällt ...eine kurzzeitige intensive Bestrahlung
...mit Beton,
mit dem Quadrat des kann zu ausgeprägteren Wirkungen führen
Blei,...
Abstandes kann als langfristig geringe Bestrahlung
Iod-Tabletten

Iod - Tabletten finden ihre Notwendigkeit meist bei Kernkraftwerkunfällen.


Da es bei diesen Unfällen möglich ist, dass radioaktives Iod sich
freisetzt, benötigt man die Iod - Tablette. Mit dieser Tablette wird der
Bedarf des Iods in der Schilddrüse gestoppt, sodass die radioaktiven Iods
wieder ausgeschieden werden. Zu beachten ist aber, dass die Tablette für
ältere Mensch über 45 Jahren nicht geeignet ist, da bei ihnen dass Risiko
einer Strahlenverseuchung geringer ist, als der, einer
Schilddrüsenerkrankung. Strahlenschutz - Grenzwerte Strahlenschutz-
Grenzwerte haben die Aufgabe, den Menschen vor den schädlichen Wirkungen
der Strahlung umfassend zu schützen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß es
wegen des Vorhandenseins von natürlichen radioaktiven Stoffen in unserer
Umwelt und der natürlichen Umgebungsstrahlung nicht möglich ist, den
Menschen grundsätzlich vor jeder Strahlendosis zu schützen. Bei den
Strahlenschutz-Grenzwerten geht es deshalb darum, zusätzliche Strahlendosen
"so gering wie möglich" zu halten. Deshalb orientieren sich Strahlenschutz-
Grenzwerte nicht an der Gefahrenschwelle, ab der eine Überschreitung eine
Gefährdung zur Folge hätte, sondern an der weit unter der Gefahrenschwelle
liegenden Nachweisschwelle, ab der radioaktive Strahlung zu messen ist.
Unabhängig davon gilt, daß Strahlenschutz-Grenzwerte im Sinn der Vorsorge
auch dann einzuhalten sind, wenn selbst aus einer starken Überschreitung
keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten ist.

Wirkung

Allgemein

Es sind vier verschiedene Arten der Strahlenschäden bekannt:

• SOMATISCHE STRAHLENSCHÄDEN: hierunter versteht man Folgeerscheinungen


am Körper des Individuums, das der Strahlung ausgesetzt war.
• GENETISCHE STRAHLENSCHÄDEN: Diese bezeichnen solche, die als
Veränderungen des Genmaterials sich erst in der Nachkommen-Generation
bemerkbar machen.
Insbesondere ist aber auch die Differentierung nach dem
Entstehungsmechanismus wichtig: man unterscheidet "deterministische"
von "stochastischen" Strahlenschäden.
• DETERMINISTISCHE STRAHLENSCHÄDEN: Hierunter versteht man Schäden, die
als Summe vieler elementarer Strahlenwirkungsprozesse auftreten. Sie
können erst oberhalb von Dosisschwellenwerten auftreten, sind also
nicht zufallsabhängig: bis zu einer bestimmten Dosis tritt keine
Schädigung auf, ab dem Schwellenwert jedoch regelhaft. Zu den
deterministischen Strahlenschäden gehören z.B. das Hauterythem und
die Trübung der Augenlinse.
• STOCHASTISCHE STRAHLENSCHÄDEN Stochastische Schäden entstehen durch
die Wirkung eines einzigen Röntgenquants. Ein Röntgenquant alleine
setzt dabei die Schädigung in vollem Umfang, die Dosis der Strahlung
hat keinen Einfluß auf das Ausmaß des Schadens (Alles-oder-Nichts-
Gesetz), sondern nur auf die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten
eines solchen. Die stochastischen Schädigungen sind also den
Gesetzmäßigkeiten des Zufalls unterworfen.

Die Höhe des Schadens hängt von folgenden Faktoren ab:

• Art der Strahlung


• Dosis
• Dauer der Einwirkung
• Strahlungsempfindlichkeit
• Strahlensensibilität

Überblick
Strahlenempfindlichkeit
Gewebe mit hoher Gewebe mit mittlerer Gewebe mit niedriger
Strahlensensibilität Strahlensensibilität Strahlensensibilität
Embryo, Foetus, Haut, Schweißdrüsen, Niere, Leber, Lunge,
Lymphgewebe, Talgdrüsen, Augenlinse, Drüsen, Dickdarm,
Knochenmark, Gonaden, wachsender Knochen, Knochen, Knorpel,
Dünndarm kindliche Mamma, Gefäße Muskeln, Bindegewebe

Strahlenfrüh- und Strahlenspätschäden

Nach dem Zeitpunkt des Auftretens der Strahlenschäden unterscheidet man


zwischen Früh- und Spätschäden. Früh einsetzende Schäden sind z.B.
Schädigungen des Knochenmarks und des peripheren Blutbildes sowie
Schädigungen von Magen- und Darmzellen i.R. der akuten Strahlenkrankheit
nach Ganzkörperbestrahlung. Strahlenspätschäden entstehen ebenfalls durch
direkte Strahlenwirkung.

Zu den Strahlenspätschäden zählen:

> Teratogene Schäden => Entwicklungsanomalien


> Mutagene Schäden => Genetische Defekte
> Cancerogene Schäden => Krebsentstehung

Auswirkung

Äquivalentdosis Auswirkungen
über 1 Sv Strahlenkrankheit setzt ein
2 Sv Sterblichkeitsrate: 5%
4,5 Sv Sterblichkeitsrate: 50%
über 6 Sv Sterblichkeitsrate: fast 100%

Erholung

Vorgeschädigte Zellen können sich durch Reparaturvorgänge an DNS und RNS


erholen. Diese Möglichkeit wird z.B. in der Strahlentherapie im Rahmen der
fraktionierten Bestrahlung ausgenutzt: durch Gabe mehrerer nicht so hoher
Einzeldosen kann sich das gesunde Gewebe, nicht aber die Tumorzellen von
den schädigenden Strahlenwirkungen erholen, so daß bei gleicher Wirkung am
Tumor eine geringere Belastung des gesunden Gewebes resultiert.

Checkliste für den Ernstfall

Was ist zu tun wenn man über einen Kernkraftwerkunfall erfährt:

1. Ruhe behalten
2. Türen und Fenster schließen (auch Lüftungen abstellen)
3. Radio oder/und Fernseher einschalten, um sich einen ersten Überblick
zur Lage verschaffen
4. leere Flaschen/Gefäße/Kübeln mit Wasser anfüllen (natürlich nur wenn
das Wassser noch nicht radioaktiv ist); Trinken, Lebensmittel,
(Camping-)Kocher, Batterien und Taschenlampen (oder sonstige
Leuchten), aus Keller oder Abstellkammern holen;
5. falls Fall Out schon eingetroffen ist:
o Oberkleider/Schuhe vor der Wohnungstür ausziehen
o Haare abschneiden oder waschen (auch vor der Wohnungstüre)
o sich waschen
6. Notbeleuchtung bereitstellen
7. wenn möglich: Öffnungen in die Außenwelt bohren (~20x20 cm) und diese
mit einem Filter abdichten

Während dieser 2 Wochen die Sie in der Wohnung verbringen:

• möglichst nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten; besser am Klo,


Gängen oder Räumen ohne Fenster
• die Nahrungsmittel gut einteilen (auf das Ablaufdatum achten!)

Flüssigkeit und Nahrungsmittel

• Ein Mensch benötigt mind. 2,5l Flüssigkeit am Tag, achten Sie also
darauf, dass Sie genug Vorrat an (gesunden!) Wasser im Haus haben um
14 Tage (=35l Wasser bzw. Mineralwasser) ohne Probleme zu überleben.
Erwachsene können auch auf die Bier- und Weinvorräte (Weinkeller
rechtzeitig in die Wohnung übersiedeln) zurückgreifen.
• Um Mangelerscheinungen vorzubeugen sollte die Nahrung zu 60%
Kohlehydrate, 12% Eiweiß und 20% Fette beinhalten:
o Kohlenhydrate: Zucker, Honig, Marmelade, Erdäpfel, Reis, Brot
Haferflocken...
o Eiweiß: Käse, Milch, Eier, Dosenfische, linsen, Erbsen, Speck,
Wurst...
o Öle und Fette: Butter, Speiseöl...
o Zusätzlich: wenn gebraucht: Babynahrung, Medikamente,
Diätkost,...
Die wichtigesten Auszüge der Strahlenschutzverordnung

Grundregeln für Umgang mit radioaktiven Stoffen

• Jede unnötige Strahlenexposition oder Kontamination von Personen,


Sachen oder der Umwelt ist zu vermeiden .
• Jede Strahlenexposition oder Kontamination von Personen, Sachen und
Umwelt ist unter Beachtung des Standes der Wissenschaft und Technik
und unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles .... so
gering wie möglich zu halten.
• Wenn Sie beruflich an der Universität Konstanz mit radioaktiven
Stoffen, ionisierenden Strahlen, bzw. Röntgenstrahlen zu tun haben,
arbeiten Sie - idealerweise ... - in Räumen, die nach den obigen
Grundsätzen eingerichtet sind und entsprechend überwacht werden.

Strahlenschutzbereiche

• Die gefährlichste Zone ist in diesem Zusammenhang der Sperrbereich.


Hier kann die sogen. Ortsdosisleistung höher als 3 mSv/h sein.
Sperrbereiche sind in der Regel gegen unbeabsichtigtes Betreten
abgesichert und deutlich sichtbar mit einem Schild "SPERRBEREICH -
KEIN ZUTRITT" , zusätzlich zu dem bekannten Strahlenschutzzeichen
gekennzeichnet. Ein Betreten der Sperrbezirke ist nur in
Ausnahmefällen erforderlich und gestattet und muß besonders überwacht
werden.
• Der "normale" berufliche Umgang mit Radioaktivität und ionisierender
Strahlung findet in der Regel in den Kontroll- und
Überwachungsbereichen statt.
• Jugendliche unter 16 Jahren und schwangere Frauen haben grundsätzlich
keinen Zutritt zu Kontrollbereichen, stillende Frauen auch nicht zu
Kontrollbereichen, in denen mit offenen radioaktiven Stoffen
gearbeitet wird ; schwangere oder stillende Frauen dürfen nicht mit
genehmigungspflichtigen offenen radioaktiven Präparaten umgehen.