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Zusammenfassung „International“

Welche Ziele hat die Energiepolitik der EU und wie will sie diese
erreichen?

Die EU-Energiepolitik hat drei wesentliche Ziele:

• Versorgungssicherheit
• Wettbewerbsfähigkeit
• Umweltschutz

Um diese Ziele zu erreichen, will die EU nachhaltige Energieträger gezielt


fördern, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen senken sowie den EU-
Binnenmarkt für Elektrizität und Gas vollenden.

Welche Vorsätze hat die EU in Bezug auf erneuerbare Energien?

Die EU will, dass bis 2020 ein Fünftel des EU-Energiemixes aus
erneuerbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Wind, Sonne oder
Biokraftstoff besteht. Auch der Anteil an Biosprit soll bis dahin um 10 %
erhöht werden.

Österreich war zuerst gegen eine solch verbindliche Abmachung. Erst kurz
vor diesem Abkommen entschied sich Österreich dafür. Viele Länder sind
aber weiterhin gegen fixe Vorgaben der EU.
Österreich hat es sich als weiteres Ziel gesetzt, bis 2010 80 % des Stroms
aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Dieses Ziel ist jedoch schwer bis
dahin zu erreichen, da momentan nur 61,5 % des Stroms aus
erneuerbaren Energien gewonnen werden.

Ziele und Maßnahmen der EU-Strukturpolitik

• Ziele:
Regionen mit Entwicklungsrückstand fördern, damit diese
wettbewerbsfähig sind
• Maßnahmen:
Strukturfonds (Sozialfonds und EFRE (Europäische Fonds für regionale
Entwicklung) und Kohäsionsfonds, va für Verkehrsprojekte,
Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik

Vor allem Irland und Portugal haben davon sehr profitiert, aber auch
Burgenland, heute va MOEL

Welches sind die Ziele und Schwerpunkte des EU-Verkehrs?

Ziele:

• die Mobilität von ihren negativen Nebeneffekten abzukoppeln,


(Verkehrsüberlastung, Unfälle und Umweltverschmutzung)

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• das spezifische Potenzial der einzelnen Verkehrsträger zu optimieren, da
deren Kapazitäten in einigen Fällen, etwa in der Binnenschifffahrt, nicht
in vollem Umfang genutzt werden;
• umweltfreundliche Antriebstechniken sowie den Einsatz von
Verkehrsmitteln zu fördern, die umweltfreundlicher, sicherer und
energieeffizienter sind;
• die effiziente Nutzung der einzelnen Verkehrsträger oder ihrer
Kombinationen, um die Ressourcen optimal einzusetzen.

Zur Verwirklichung dieser Ziele werden in dieser Mitteilung vier


verkehrspolitische Schwerpunkte gesetzt:

• Mobilität für Bürger und Unternehmen in der gesamten Union


• Umweltschutz, Gewährleistung der Energieversorgungssicherheit,
Förderung von Mindestnormen bei der Beschäftigung sowie Schutz von
Passagieren und Bürgern
• Innovationen im Hinblick auf Fortschritte bei den beiden erstgenannten
Zielen, die die Effizienz und Nachhaltigkeit der Aktivitäten im
Verkehrssektor steigern
• Maßnahmen auf internationaler Ebene, um auch Drittländer für diese
Ziele zu gewinnen.

Nenne ein konkretes Beispiel im Bezug auf Luftverkehr!

Die EU benötigt vergleichbare, aufeinander abgestimmte und regelmäßige


statistische Daten über Umfang und Entwicklung der Beförderung von
Fluggästen, Fracht und Post im Luftverkehr innerhalb der Gemeinschaft.

Ziel ist die Erhebung zuverlässiger, regelmäßiger, aktueller,


harmonisierter und vergleichbarer Daten über die Beförderung von
Fluggästen, Fracht und Post im Luftverkehr. Die gemeinsame
Datenerhebung auf einer vergleichbaren oder harmonisierten Grundlage
ermöglicht die Schaffung eines integrierten Informationssystems, das
zuverlässige, und aktuelle Angaben enthält.

Jeder Mitgliedstaat erhebt statistische Daten über die folgenden Variablen:

• Fluggäste
• Fracht und Post
• Teilstrecken
• verfügbare Fluggast-Sitzplätze
• Luftfahrzeugbewegungen

Jeder Mitgliedstaat erhebt die aufgeführten Daten für alle auf seinem
Gebiet befindlichen Gemeinschaftsflughäfen mit einem
Verkehrsaufkommen von jährlich mehr als 150 000 Fluggasteinheiten.

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Die Mitgliedstaaten übermitteln die Ergebnisse der Datenaufbereitung,
einschließlich der für vertraulich erklärten Angaben, an das Statistische
Amt der Europäischen Gemeinschaften (EUROSTAT).

Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission auf Anfrage sämtliche


Informationen über die bei der Erstellung des Datenmaterials
angewandten Verfahren und teilen ihr wesentliche Änderungen der
Erhebungsverfahren mit.

Nach drei Jahren der Datenerhebung unterbreitet die Kommission dem


Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht über die bei der
Durchführung dieser Verordnung gewonnenen Erfahrungen.

Wie unterstützt die EU die Agrarbauern und welche Vor- und


Nachteile ergeben sich daraus?

Es gibt 3 Instrumente Handel innerhalb der EU:

• Jährlich setzt die EU einen Mindestpreis für bestimmte Agrargüter fest.


Wenn der Marktpreis unter den Mindestpreis fällt, kauft die EU den
Erzeugern diese Produkte ab. Ein Nachteil ist jedoch, dass diese Preis-
und Abnahmegarantie die Überproduktion fördert.

• Import (Abschöpfung): Die Erzeugerkosten für fast alle


Agrarprodukte, die in der Europäischen Gemeinschaft erzeugt werden,
liegen weit über dem Niveau der Weltmarktpreise und sind deshalb
nicht konkurrenzfähig. Um eine Überflutung des europäischen Marktes
mit Billigimporten aus anderen Ländern zu verhindern, hat die EU den
Schwellenpreis eingeführt. Das bedeutet dass ein Erzeuger aus einem
nicht EU-Land die Differenz zwischen dem Weltmarktpreis und diesem
Schwellenpreis als Art Zoll an die EU bezahlen muss. Diese Regelung soll
erreichen dass die Erzeuger in den EU-Ländern ihre Produkte verkaufen
können und dass der Verbraucher nicht die billigen Waren aus den
Entwicklungsländern kauft.

• Export: Um auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig zu sein,


können die Erzeuger sich die Differenz zwischen dem Weltmarktpreis
und dem Schwellenpreis von der EU auszahlen lassen. Dies bedeutet,
dass ein Landwirt seine Produkte zum niedrigen Weltmarktpreis
verkaufen kann und trotzdem Gewinn macht.

Vorteile der EU-Agrarpolitik:

• Sicherung des Einkommens der Bauern


• Unabhängigkeit der EU von Nahrungsimporten
• Sicherung der Nahrungsmittelversorgung der EU-Bürger

Probleme/Nachteile:

• enorme Kosten für die EU durch Aufkauf, Lagerung und Transport

3
• Qualitätsverlust der Produkte
• Überproduktion
• kein Konkurrenzkampf

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EU-Arbeitsmarktpolitik in Österreich

Im Budgetzeitraum 2000-2006 standen Österreich 761 Mio € zur


Verfügung, die folgendermaßen eingesetzt wurden:

• 40 % Aus- und Weiterbildung


• 25 % Beschäftigungs- und Gründungsanreize
• 20 % Arbeitsbeschaffung
• 16 % Eingliederung von Behinderten

Achtung: es handelte sich großteils um vorübergehende ‚EQUAL’-Projekte!

Aufkommen und Verwendung in der EU – Umweltpolitik

Aufkommen:

• 15,7 % Staat
• 23,3 % Haushalte
• 61 % Unternehmen

Verwendung:

• 46 % Gewässerschutz
• 22 % Abfallwirtschaft
• 9 % Grundwasser- und Bodenschutz
• 7% Luft- und Klimaschutz
• 4 % Lärmschutz
• 6 % F&E, Strahlenschutz

Erfüllung der KYOTO Ziele

• Nur durch Schweden und GB


• DL/F/Griechenl. haben entsprechende Ziele gesetzt.

Charakterisiere die Einnahmen der EU!

• Agrarzölle und Zuckerabgaben (bei Agrarimporten aus Nicht-Eu-Staaten


erhoben): 0,9 Prozent  2006, für 2007 soll der Anteil auf 1,7 Prozent
wachsen
• Zölle (Handel mit Nicht-EU-Staaten): 2007 etwa 13,2 Prozent des
Budgets
• Mehrwertsteuer-Eigenmittel (Einnahmen aus den MwSt der
Mitgliedstaaten): derzeit 0,31 Prozent
• BSP-Eigenmittel der Mitgliedstaaten: wurden 1988 wieder eingeführt,
sind entsprechend dem jeweiligen Mitgliedstaats veränderlich. 2007
etwa 68,5 Prozent

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Welches sind die Ausgaben der EU und welche Trends gibt es?

Ausgaben:

• Wettbewerbsfähigkeit für Wachstum und Beschäftigung


• Bewahrung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen
• Unionsbürgschaft, Freiheit, Sicherheit und Recht
• Eu als globaler Partner
• Verwaltungskosten
• Ausgleichszahlungen

Trends:

• Staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation


• Gewährung von Beihilfen im Rahmen von Gruppenfreistellungs-
Verordnungen

Welche Vor und Nachteile brachte die Einführung des Euro für die
einzelnen Länder?

Vorteile:

• Verstärkter Handel & wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen


Mitgliedern der Eurozone, da bisher bestehende innergemeinschaftliche
Wechselkursrisiken wegfallen.

• Preisunterschiede für Produkte & Dienstleistungen in Ländern der


Eurozone nehmen ab.

• Durch Handel gleicher Produkte & Dienstleistungen zwischen Euro-


Ländern werden Unterschiede schnell ausgeglichen. (verstärkter
Wettbewerb zwischen Anbietern, niedrige Inflation, mehr Wohlstand)

Nachteile:

• Festlegung der Wechselkurse

Ein wesentliches volkswirtschaftliches Problem stellt die Festlegung der


Wechselkurse der an der Einheitswährung beteiligten Währungen dar.
Eine Volkswirtschaft, die mit überbewerteter Währung der
Einheitswährung beitritt, wird im Vergleich ein höheres Vermögen,
jedoch auch höhere Kosten und Preise aufweisen als Staaten, die
unterbewertet oder richtig bewertet der Einheitswährung beitreten. Ein
Ausgleich der Überbewertung ist nur schwer erreichbar.

• Höhere Kosten

Die höheren Kosten mindern die Exportvoraussetzungen im


gemeinsamen Währungsraum und begünstigen die Verlagerung der

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Produktion in kostengünstigere Staaten. Um die Wettbewerbsfähigkeit
der Wirtschaft zu erhalten, sind Kostensenkungen unausweichlich.

• Haushaltspolitik

Politisch war und ist fraglich, ob EZB und Europäische Kommission die
Mitgliedsländer zu hinlänglicher Haushaltsdisziplin werden anhalten
können: Entziehen sich einzelne Länder oder Ländergruppen ihrer
haushaltspolitischen Verantwortung, werden Inflationsrate und
Finanzierungskosten für diese Länder solange relativ niedrig bleiben, wie
sich der Großteil der restlichen Euro-Länder nicht zu stark verschuldet.
Dies könnte verspätete oder nicht ausreichende Korrekturen der
Haushaltspolitiken fördern und zu Wohlstandseinbußen führen.

• Verteuerungen

Mit der Einführung des Euro stellten viele Verbraucher eine gefühlte
Verteuerung von Waren und Dienstleistungen über der Inflationsrate
fest. Diese gefühlte Verteuerung wird im Allgemeinen darauf
zurückgeführt, dass einzelne Preise stark angehoben wurden, auch
wegen gestiegener Herstellungskosten in bestimmten Bereichen, und
sich diese Preiserhöhungen im Gedächtnis festsetzten. Teilweise wurde
auch vor der Euro-Einführung der Preis moderat angehoben, um nach
dem Beitritt in die Währungsunion Preise auf „runde“ Euro-Beträge
runden zu können.

Wie verhält sich der Kurs des Euro seit der Einführung und was ist
in der Zukunft zu erwarten?

Aufgrund der in den letzten Jahren festen Wechselkursentwicklung des


Euro zu fast allen anderen bedeutenden Währungen und der anhaltenden
fiskalpolitischen Schwierigkeiten der USA erwarten einzelne Ökonomen
eine allmähliche Erosion und schließliche Ablösung des US-Dollars als
Weltreserve- und Weltleitwährung.

Aufgabe und Organisation der EZB

Die EZB gewährleistet PN-Stabilität im Euroraum durch Geldmengenpolitik


(genehmigen von Druck, An- und Verkauf von Aktiva), Zinsregulierung
zwischen EZB und Geschäftsbanken. Wichtig ist die Kontrolle der
Kreditinstitute und Finanzmärkte (MiFID – „Richtlinie über Märkte für
Finanzinstrumente“ – Ziel: Transparenz, Anlegerschutz, Vertrauen)
Jean Claude Trichet ist der derzeitige Präsident. Der EZB-Rat beschließt,
das Direktorium führt die Geschäfte und gibt Anweisungen an die
(nationalen) Nationalbanken weiter.

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Vereinfachte Bilanz der EZB
Bilanz der EZB
Aktiva Passiva
Gold- und Goldforderungen 181.210 Banknotenumlauf 625.993

Forderungen an Ansässige 153.556 Verbindlichkeiten in Euro 185.863


außerhalb des Euroraums gegenüber Kreditinstituten
im Eurowährungsgebiet
Forderungen in 22.742 Verbindlichkeiten 72.640
Fremdwährung an gegenüber Ansässigen
Ansässige im Euroraum außerhalb des Euroraums
Forderungen in Euro an 443.529 Einlagen von öffentlichen 51.266
Kreditinstitute Haushalten
Wertpapiere in Euro von 90.329 Sonstige Passiva 167.385
Ansässigen im Euroraum

Forderungen in Euro an 39.283 Kapital und Rücklagen 68.263


öffentliche Haushalte

Sonstige Aktiva 240.761

Aktiva insgesamt 1.171.420 Passiva insgesamt 1.171.420

Stand: 6. April 2007

Welche Ziele verfolgt die WTO und wie werden diese erreicht?

Ziel: Abbau von Handelshemmnissen ( Liberalisierung des int. Handels)

Konkret:

• Abbau von Zöllen


• Deregulierung (Abbau staatlicher Regulierungen)
• Pivatisierung (Abbau staatlicher Bereitstellung)
• Abbau von Exportförderungen

Wie wird das erreicht:

die wichtigsten Staaten haben Verträge ausgehandelt:


• GATT – General Agreement on Tarifs and Trade
alle Länder sind gleich zu behandeln (Zölle, …)
• GATS – Liberalisierung von Dienstleistungen
• TRIPS – Urheberrechte, Patente und Marken können national nicht so
geschützt sein, dass sie internationalen Handel behindern.

Was wird der WTO vorgeworfen (Kritik)?

Die WTO wird oft von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie


Greenpeace, kirchlichen Gruppen und Gewerkschaften kritisiert.

• Die WTO habe in vielen Entwicklungsländern nicht dafür gesorgt, die


Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. So seien Ziele wie
Bekämpfung von Hunger, Bildungszugänge für alle Kinder, Absenken
der Kindersterblichkeit und Zugang zu sauberem Trinkwasser nicht
erreicht worden.
• Die WTO lasse Menschenrechtsfragen weitgehend außer Acht.

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• Keine Rücksichtnahme auf Umweltschutz: Reinhaltung der Luft,
Tierschutz, Beschränkung der Gentechnik.
• Von vielen wichtigen Vorbereitungsgesprächen für WTO-
Verhandlungen bleiben arme Länder ausgeschlossen.
• Fehlende Kontrolle der WTO.

Aufgaben und Ziele der Weltbank

Ihr Ziel ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und die
Bekämpfung der Armut.

Kernaufgaben:

• Wirtschaftsförderung
• Beratung
• Finanzierung
• Vermittlung zu Dritten

Kritikpunkte an der Weltbank

Umweltschutzorganisationen und globalisierungskritische Gruppen werfen


der Weltbank immer häufiger vor, dass sie zu oft Großprojekte, zum
Beispiel Staudämme und Pipelines, fördern. Diese Großprojekte haben
meist verheerende Umweltschäden und Nachteile für die Bevölkerung zur
Folge. Die Weltbank soll also nicht nur die wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Zusammenhänge anschauen, sie soll auch den
ökologischen Aspekt beachten.

Der Weltbank wird auch vorgeworfen eine neoliberale Haltung zu haben.


Schließlich kommt es immer häufiger vor, dass in Südamerika und Afrika
durch den Druck der Weltbank immer mehr privatisiert wird und
Handelshemmnisse abgebaut werden. Dies führt zur Ausbeutung von
Beschäftigen und Rohstoffen durch internationale Konzerne und zum Ruin
von vielen Bauern und kleineren Betrieben.

Charakterisiere ASEAN!

• Association of Southeast Asian Nations


• Gründung 1967
• Sitz in Jakarta
• Generalsekretär: Ong Keng Yong
• festgelegt im Bangkok-Vertrag
• 8% d. Weltbevölkerung leben in ASEAN-Staaten
• Ziele:
o wirtschaftlicher Aufschwung
o sozialer Fortschritt
o politische Stabilität
• Mitglieder:
o Thailand

9
o Malaysia
o Indonesien
o Sultanat Brunei
o Kambodscha
o Laos
o Vietnam
o Myanmar
o Philippinen
o Singapur

Warum wurde beim 13. Gipfeltreffen der Ausschluss von Myanmar


beantragt?

Da das Militär von Myanmar, früher Birma, gegen friedliche Proteste


vorgegangen ist hat sich die ASEAN, entgegen der Gewohnheit von
Nichteinmischung, eingemischt und die Militärführung des Landes zur
Mäßigung aufgerufen. Auch soll es in Myanmar Überdrückung einer
politischen Opposition und Verfolgung von Minderheiten geben.

Welche Probleme gibt es im Mercosur?

• Rivalitäten
Seit jeher gibt es traditionelle Rivalitäten zwischen einzelnen
Mitgliedsstaaten, zB zwischen Brasilien und Argentinien oder zwischen
Chile und Bolivien.

• Größe Brasiliens
Aufgrund seiner Größe hat Brasilien große Macht und könnte somit die
anderen Staaten dominieren. Dies erschwert auch die Beseitigung der
Rivalitäten mit Argentinien.

• USA
Derzeit fehlt eine Strategie im Umgang mit den USA. Diese haben sich
mit der Vollmitgliedschaft Venezuelas noch verstärkt.

• Freihandelsabkommen
Mitgliedsstaaten des Mercosur dürfen mit Drittstaaten keine
Freihandelsabkommen abschließen. Dies führt in manchen Ländern (zB
Uruguay und Paraguay) zu Überlegungen, aus dem Staatenbund wieder
auszutreten.

Inwiefern ist der Mercosur nicht nur ein wirtschaftliches sondern


auch ein politisches Bündnis?

Beim Mercosur stehen oft nicht nur wirtschaftliche, sondern auch


politische Interessen wie Sozialismus und Verbündung mit Ölförderländern
im Vordergrund.

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Nenne Vorteile und Nachteile des Föderalismus in der Schweiz!

Der Föderalismus in der Schweiz ist sehr dezentralisiert, dh der Bund


übernimmt nur sehr wenige Aufgaben (zB Finanz, Militär) und die Kantone
und/oder Gemeinden sehr viele.

Vorteile:

• Kantonale Entscheidungen  Menschen besser befriedigt = direkte


Demokratie
• Minderheiten fühlen sich vielleicht akzeptiert
• Die Kantone / Gemeinden stehen in Wettbewerb (bessere Lösungen)

Nachteile:

• 26 Regierungen/öffentliche Verwaltungen  hohe Kosten für Staat und


Wirtschaft
• zB keinen freien Binnenmarkt  dadurch möglicherweise langsames
Wirtschaftswachstum
• zB Maturazeugnis gilt in einem anderen Kanton nicht 
Kantonsabhängiges Schulssystem
• statistisch schwierig zu vergleichen (andere Aufgaben, Abgrenzungen) –
daher schwierige Kontrolle; Statistik muss europ. Standard genügen
(ESVG)

Charakterisiere die OPEC!

Organisation of the Petroleum Exporting Countries (Organisation


erdölexportierender Länder)

Organisation

2 Mal jährlich treffen sich die für Energie und Erdöl zuständigen Minister
der OPEC zur Ministerkonferenz, um den Stand des Erdölmarktes zu
beurteilen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Um das Angebot
on Erdöl zu sichern, können sie bei Überschreitung der festgelegten
Quoten Sanktionen einleiten. Das so genannte OPEC Sekretariat hat die
Aufgabe, Forschungen im Bereich Energie und Finanzen anzustellen.
Weiteres wird dort Statistiken erstellt und veröffentlicht. Das Sekretariat
wird durch die Beiträge der Mitgliedstaaten finanziert. Der Generaldirektor,
der OPEC wird für 3 Jahre gewählt oder alphabetisch durch Rotation für 2
Jahre ernannt. Weitere Abteilungen des Sekretariats sind:

• Organisation von Vorträgen und Seminaren


• Datenservice
• Personal und Verwaltung
• OPECNA (News Agency)
• Recht

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Ziele:

Das Ziel der OPEC ist eine gemeinsame Ölpolitik, vor allem um den
Preisverfall abzusichern. Durch die Festlegung von Förderquoten soll die
Erdölproduktion geregelt werden.

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Inwieweit ist die OPEC als Kartell für den derzeitig so hohen Preis
verantwortlich?

Durch künstliche Verknappung oder Steigerung der Ölförderungen in den


Mitgliedsländern kann der Preis gedrückt, stabilisiert oder angehoben
werden. Allerdings kommt es vor, dass Mitglieder sich nicht an die
Förderungen halten und ihre eigenen wirtschaftlichen und politischen Ziele
verfolgen.

Charakterisiere die Wirtschaft der USA!

• weltgrößte Volkswirtschaft, Marktanteil jedoch geschrumpft (von 40 %


auf 10 %)
• Freie Marktwirtschaft/Wirtschaftsliberalismus
• 2% im Primär-, 26% im Sekundär-, 72% im Tertiärsektor
• Arbeitslosenquote von 4,4%
• 12% leben unterhalb der Armutsgrenze
• Exportprodukte: Computer, elektrische Maschinen, Fahrzeuge,
chemische Produkte, Nahrung, lebende Tiere, militärische Ausrüstung,
Flugzeuge
• Außenhandelsdefizit von über 800 Mrd. Dollar  wirkt sich negativ auf
Leistungsbilanz aus
• Inflation 2,5%
• Kreditkrise wird viele Jobs kosten
• hohe Verluste großer Banken

Was ist das Problem beim US-Immobilienmarkt?

war Rückgrat der US-Wirtschaft, jetzt hohe Wertverluste, viele


Zwangsversteigerungen, Fed senkte aufgrund dessen den Leitzins

Die Argentinienkrise und ihre Bewältigung!

Gründe

1991 koppelte der damalige Präsident den Peso mit einer 1:1 Bindung an
den US-Dollar, um die Inflation zu stoppen. Dies verringerte die Inflation
zwar und führte zu einem Wirtschaftsaufschwung, verteuerte aber im
Gegenzug die argentinischen Produkte auf dem Weltmarkt. Folge war eine
negative Handelsbilanz, die durch erneute Verschuldung ausgeglichen
werden musste.
Aufgrund einer Wirtschaftskrise wertete Brasilien 1998 seine Währung ab,
wodurch brasilianische Produkte auf dem Markt deutlich billiger wurden als
argentinische. Zusätzlich lagerten viele argentinische Betriebe ihre
Produktion nach Brasilien aus, was die Arbeitslosigkeit weiter erhöhte.
Diese und weitere Gründe stürzten Argentinien in eine schwere Krise, die
erst im Jahre 2003 wieder abgefangen werden konnte.

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Auswirkungen

• Kaufkraftverlust
• Verkleinerung der Mittelschicht der Bevölkerung
• Anstieg der Armut
• Inflation

Auch an den folgenden Grafiken kann man die Auswirkungen der Krise
deutlich erkennen:

BIP in prozentueller Veränderung zum Vorjahr BIP


15%
Ab 2003
10%
verzeichnete die
5% Wirtschaft wieder
0%
starke
Wachstumsraten
-5%
zwischen 8 und 9
-10% %. So stieg das BIP
-15% im Jahr 2006 um
1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
8,5 % gegenüber
dem Vorjahr.

Inflation
Inflation 1992-2007

Die Inflationsrate, 30%

die 2002 einen 25%

Höhepunkt erreichte 20%

(25,2 %), hat sich 15%

bei etwa 8 % 10%


eingependelt. Im 5%
Jahr 2007 wurde der 0%
Regierung jedoch
-5%
vorgeworfen, die 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

Teuerungsrate zu
manipulieren. Einige Wirtschaftswissenschaftler gehen für 2007 von einer
Inflation in Höhe von 16 bis 20 % aus.

Außenhandel
Außenhandel
50.000
45.000
Während die Exporte von
Angaben in Mio. US-Dollar

40.000
35.000
der Krise nahezu
30.000 unberührt blieben, gingen
25.000 die Importe stark zurück
20.000
15.000
und erholten sich erst
10.000
wieder 2003. Seither
5.000 steigen sie zwar wieder
0
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
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Exporte Importe
stetig, doch die Handelsbilanz ist mit einem plus von 12.305 Millionen US-
Dollar noch immer positiv.

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Wirtschaft Kanada

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 756,25 Mrd Euro. Die
kanadische Wirtschaft ist eng mit der US-Wirtschaft verbunden. In die USA
gehen 86 % der kanadischen Exporte, und 61 % der Importe werden aus
den USA bezogen. Im Durchschnitt werden pro Tag Güter in Höhe von ca.
1,5 Mrd. CAD zwischen den USA und Kanada gehandelt.

Wichtige Wirtschaftszweige

• Landwirtschaft

Obwohl nur 8% der Staatsfläche landwirtschaftlich genutzt werden,


gehört das Land zu den größten Getreideexporteuren der Welt.
Dank seiner großen Waldflächen fällt der Forstwirtschaft eine wichtige
Stellung zu. Die Holzwirtschaft des Landes ist auf ein scheinbar
unerschöpfliches Rohstoffpotenzial begründet. Über 2,6 Millionen km²
also 46 % von Kanada, sind mit Wald bedeckt. Kanada ist der weltweit
größte Produzent von Holzschliff, Zellstoff, Papier und Pappe.
Die Bedeutung des Holzhandels ist rückläufig. Kanada zählt zu den
weltgrößten Exporteuren von Getreide, wenn auch die Landwirtschaft
nur noch 2 % zum BIP beiträgt.

• Industrie

Auf der Basis seines Rohstoffreichtums hat Kanada eine breit gefächerte
Industrielandschaft aufgebaut, deren Schwerpunkte neben dem
Automobil- und Flugzeugbau und der Metallindustrie in der
Nahrungsmittelherstellung und der Holz- und Papierverarbeitung liegen.

• Tourismus

Mit 20 Mio. Touristen kommt etwa die gleiche Besucherzahl nach Kanada
wie nach Deutschland. Die meisten Touristen sind US-Amerikaner und
besichtigen den kanadischen Teil der Niagarafälle. Zu den attraktiven
Zielen gehören auch die Nationalparks (s. Nationalparks in Kanada) und
die großen Städte.

Außenhandel

Kanada ist eine Exportnation. Die Exporte betragen 41 % und die Importe
39 % des BIP. Kanada belegt den fünften Platz in der
Weltaußenhandelsstatistik nach der EU, den USA, Japan und China.

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Quantifiziere die Wirtschaft Indiens

Seit 1991 hat sich das Wirtschaftswachstum in Indien deutlich


beschleunigt. 2004 stieg der Wert der gesamtwirtschaftlichen Produktion
nach Angaben der Weltbank auf 691 Mrd. US-Dollar (10. größte
Volkswirtschaft).
2005 stieg das Bruttoinlandsprodukt nach weiter auf rund 760 Mrd. US-
Dollar. Bei rund 1,1 Milliarden Einwohner betrug das Einkommen je
Einwohner jedoch nur 700 US-Dollar. Damit zählt Indien zu den
Entwicklungsländern mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen.
Trotz eines Anteils von rund 17 Prozent an der Weltbevölkerung trägt
Indien nur rund zwei Prozent zur weltweiten Produktion bei.
Von 1999 bis 2004 wuchs das Bruttoinlandsprodukt Indiens um rund 6 %
jährlich.
Trotz des in den letzten Jahren deutlich beschleunigten Wachstums liegt
die offizielle Arbeitslosenquote aber noch bei 9 %.
Das Land profitiert zunehmend von den Vorteilen der internationalen
Arbeitsteilung und der Globalisierung. Die indische Wirtschaft ist aber noch
sehr stark binnenwirtschaftlich orientiert. Ihr Anteil am Welthandel liegt bei
nur einem Prozent, obwohl Ein- und Ausfuhren in den letzten Jahren kräftig
gewachsen sind. Die niedrigen Anteile der Aus- und Einfuhren am
Bruttoinlandsprodukt signalisieren noch beträchtliches
Wachstumspotenzial. 2004 entsprachen die Ausfuhren von Waren und
Dienstleistungen nur 19 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Einfuhren
22,5 Prozent. Behindert wird das Wachstum der Produktion der indischen
Wirtschaft insbesondere durch Mängel der vielfach veralteten
Infrastruktur, vor allem durch Engpässe bei der Energieversorgung wie den
häufigen Stromausfällen.

Veränderung des BIP und der Inflation

1 1 2 2 2 2 2 2 2 2
998 999 000 001 002 003 004 005 006 007
BIP real in % 4,9 5,9 6,9 5,3 4,1 4,3 7,2 8,0 8,5 8,3
Inflation gg. 7,4 13,2 4,7 3,9 3,7 4,5 3,7 3,9 4,0 5,5
Vorjahr

Worin bestehen die Wachstumspotentiale?

Bevölkerung:

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Jahresza Jahresza
Einwohner Einwohner
hl hl
137.026.0 271.306.00
1700 1900
00 0
140.413.0 263.071.00
1725 1925
00 0
155.212.0 350.445.00
1750 1950
00 0
198.344.0 600.763.00
1775 1975
00 0
255.000.0 1.014.003.
1800 2000
00 800
256.469.0 1.094.985.
1825 2005
00 000
283.496.0 1.370.028.
1850 2025
00 000
300.963.0 1.706.951.
1875 2050
00 000
Alter:
Indien wird in Zukunft noch stärker wachsen als China. Grund dafür ist die
Altersstruktur der Bevölkerung. Wachstumsstützen werden auch das schon
heute große Angebot an qualifizierten Arbeitskräften und die enger
werdende Integration in die Weltwirtschaft sein.

Bildung:
Es konnte ein großer Fortschritt bei der Alphabetisierung erzielt werden.
2001 lag die Alphabetisierungsrate im Landesdurchschnitt bei 64,8 Prozent
(Männer: 75,3 Prozent, Frauen: 53,7 Prozent). 1991 hatte sie noch
52,2 Prozent betragen, 1951 sogar nur 18,3 Prozent.

Wie will Österreich Entwicklungsländern helfen?

Die Austrian Development Agency (ADA) macht es sich zum Ziel,


Entwicklungsländern durch folgende drei Punkte zu helfen:

• Verminderung der weltweiten Armut


• Sicherung von Frieden und menschlicher Sicherheit
• Erhaltung der Umwelt

Der ADA stehen jährlich etwa 95 Millionen Euro zur Verfügung, um diese
Ziele zu realisieren.

Wie möchte die EU Entwicklungsländern helfen?

Die Ziele, die die EU sich setzt, sind:


• Verbindung zwischen Handel und Entwicklung;
• regionale Integration und Kooperation;
• Unterstützung geeigneter gesamtwirtschaftlicher Maßnahmen;
• Verkehr;
• Ernährungssicherung und nachhaltige ländliche Entwicklung;

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• Institutionenaufbau (insbesondere Förderung verantwortungsvollen
Regierens und Achtung des Rechtsstaates).

Im Jahr 2006 zahlten die Mitgliedstaaten der EU ca. 47 Milliarden Euro an


Entwicklungsländer.

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