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Ebo Shakoor Biografie

Der U.S.-amerikanische Multiinstrumentalist (Flöte/Percussion) und Sänger


Ebo Shakoor arbeitet stets an mehreren Projekten gleichzeitig. Dazu
gehör(t)en seine eigenen Bands sowie Konzerte, Touren und Studio-
Sessions mit Kollegen wie Dizzy Gillespie, Don Cherry und Gil Scott-
Heron. Mit seinem aktuellen Projekt Jazzicals interpretiert Ebo Jazz-
Klassiker, indem er sie zu umwerfenden Soul-Balladen konvertiert.

Die Tatsache, daß er oft mit dem


legendären Jazz-Flötisten Eric
Dolphy verglichen wird, ist kein
Zufall. Ebo Shakoor’s
Flötenspiel ist zugleich sanft,
überaus präsent und
abwechslungsreich, seine Soli
und Improvisationen sind schlicht
faszinierend. Auch als
Percussionist hebt er sich
deutlich von der Masse ab. Dies
hat sowohl mit seiner Begabung,
als auch seinen in den U.S.A.,
Jamaika und Europa
gesammelten Erfahrungen und
Inspirationen zu tun. Von Jazz
über Funk bis hin zu
lateinamerikanischer Musik spielt
Ebo Shakoor alle Genres
meisterhaft.

Als ob all dies nicht schon genug


wäre, ist Ebo Shakoor auch
noch ein umwerfender Sänger.
Sein voller und warmer Bass
passt in alle Schattierungen „schwarzer Musik“. Regelmäßig tourt er mit
dem berühmten Gospel-Chor „The Jackson Singers“. Sowohl mit dieser
Gruppe, als auch mit seinen eigenen Projekten agiert Ebo als Front-Man,
Sänger, Flötist und Percussionist.

Auch Ebo’s starke Persönlichkeit fasziniert, sobald er die Bühne betritt.


Seine Begabung als Show-Man bleibt keinem Zuschauer verborgen. Der in
Heidelberg lebende Künstler hat stets eine Message für seine Zuschauer –
ob er nun singt, seine Instrumente bearbeitet oder Zwischenansagen
macht.

Ebo Shakoor wurde 1950 in Washington D.C. geboren. Schon als Kind
begann er, im Kindergarten sowie in Kirchen Flöte zu spielen. Kaum hatte
er die Grundschule erreicht, brachte er sich selbst das Percussionspiel bei,
indem er auf leeren Haferflocken-Kartons herum trommelte.
Als Student der Soziologie konzentrierte sich Ebo Shakoor von 1972 an
noch mehr auf die Flöte. In einer Pfandleihe an der 14. Straße in
Washington D.C. kaufte er sich sein erstes, eigenes Instrument für 98
Dollar. Zwischen den Vorlesungen übte er 4 Stunden täglich. Diverse Funk-
Bands engagierten ihn für Gigs in der amerikanischen Hauptstadt.

Im Washington Jazz-Club “Harold’s Roque & Jar” hielt er sich fortan auf.
Ebo trat dort regelmäßig auf und hörte berühmten Kolleg(inn)en zu,
darunter Shirley Horn, Marshall Hawkins (der spätere Bassist von Miles
Davis) und Buck Hill. Ebo freundete sich mit all diesen Jazz-Legenden an.
Jahre später sollte er sie in Europa wieder treffen.

1976 verließ Ebo Shakoor Washington D.C., um seinen musikalischen


Ambitionen nachzugehen. An der University Of Nevada in Las Vegas
studierte er bei Billy Byers, der auch für seine Arrangements für Frank
Sinatra und Miles Davis bekannt wurde.
Später zog es Ebo nach Kalifornien.
1977 spielte er regelmäßig im
berühmten Club “Keystone Corner” in
San Francisco. Mit seinem Freund und
Kollegen John Timothy gründete er das
”Shakoor Timothy Duo”. Die Beiden
spielten Scott Joplin-Kompositionen und
andere Ragtime-Stücke.

Rückblickend sagt Ebo heute: “Nach der


Ragtime-Phase war mir nach einer größeren Herausforderung und mehr
Individualität.” Er spielte daraufhin mit Musik-Studenten in Berkley und
entdeckte die Percussion wieder.

1979 musste er nach Washington D.C. zurückkehren, da seine Mutter


krank wurde. Ebo Shakoor fand sich plötzlich in der Free Jazz-Szene
wieder. Mit Teddy Smith (der Bassist für Horace Silver gewesen war) und
anderen Kollegen tourte er die U.S.-Ostküste ‘rauf und ‘runter. Auch war er
Teil des Don Cherry Orchestra.

Während eines längeren Aufenthaltes in Jamaika erforschte Ebo später


den afrikanischen Percussion-Einfluss. „Ich war von der entspannten Musik
und Percussion in Jamaika beeindruckt und wurde beeinflusst. Afrikanische
Einflüsse waren hier viel deutlicher zu spüren, als in den Vereinigten
Staaten“.

Zurück in Washington D.C. traf er Dizzy Gillespie im legendären Club


“Blues Alley”. Zu dieser Zeit dachte Ebo Shakoor zugleich darüber
nach, die europäische Jazz-Kultur zu erforschen. Er sprach mit vielen
Kollegen, die ihm mitteilten, daß Jazz und Individualität in Übersee einen
größeren Stellenwert hätten. 1981 landete Ebo daher in Frankfurt, wo er
sofort begann, im „Jazzkeller“ aufzutreten.
Von der Bundesrepublik aus fuhr er anschließend nach Den Haag weiter,
um am „North Sea Jazz Festival“ teilzunehmen. Hier traf Ebo viele alte
Freunde wieder, darunter Shirley Horn und Dizzy Gillespie. Dizzy sagte
ihm, sein Saxophonist James Moody habe sein Flugzeug nach Amsterdam
verpasst und fragte ihn, ob er als Flötist einspringen wolle. „Wir treffen uns
um 8 Uhr backstage“, so lautete die Anweisung. Wenige Stunden später
fand sich Ebo Shakoor auf der Festival-Bühne wieder – und zwar mit
einem der größten Jazzer und vor 5.000 Zuschauern. Am nächsten Morgen
fuhr Ebo nach einem Frühstück mit Dizzy und Sarah Vaughan nach
Frankurt zurück, wo er sofort von der Kombo „El Duo Flamenco“
angeheuert wurde. Zwei mal kam es zu europaweiten Touren.

Zurück in Amerika spielte Ebo Shakoor unter anderem während eines


Empfangs für den damaligen, chinesischen Premier Zhu Rhonguii und
Bürgermeisterin Dianne Feinstein im Rathaus von San Francisco. Wenig
später gewann er den Gold Award für seinen Soundtrack „People Of
Peace“.

Während des großen Erdbebens im Jahre 1989 wurde Ebo’s Haus in San
Francisco stark beschädigt. Zur selben Zeit beobachtete er den Fall der
Berliner Mauer im Fernsehen. „Dies war eine Art Weckruf für mich”, so
Ebo. “Es war an der Zeit für eine Neuorientierung”. Wieder flog Ebo
Shakoor nach Europa.

In Frankfurt spielte er
sowohl mit
Drum’N’Bass-
Projekten, als auch mit
Funk-Bands und Jazz-
Kombos. Im Rahmen
der “Expo” in Sevilla
trat er mehrfach im
deutschen Pavillion
auf. 1992 traf Ebo
Shakoor den Road
Manager der
Blues/Funk-Legende
Gil Scott-Heron.
Sofort wurde er
engagiert. Es kam zu
mehreren
europäischen Touren, die die Band nach Paris, London, Oxford, Glasgow,
Bern, Zürich, Barcelona, Frankfurt, Berlin, München und in andere
Metropolen führte.

Nach dieser Phase began Ebo, mehr zu komponieren. Er hatte viele Ideen
und nahm CDs mit seinen verschiedenen Projekten auf. Ebo: „Im Jahr 2002
dachte ich darüber nach, wie ich all meine Erfahrungen und die überall
gesammelten Inspirationen der vergangenen 20 Jahre in Stücken würde
verarbeiten können“. So entstand sein brilliantes Projekt Jazzicals.
„Culture Shock“ (Kulturschock) ist eine Klangkomposition, die den
globalen musikalischen Einfluß auf Shakoor’s Leben wiederspiegelt.
Angefangen von Jazz über Worldbeat bis hin zu Blues und Hip-Hop trägt
Shakoor ein solch breitgefächertes musikalisches Talent in sich, dass er die
Menschen in ihrer jeweiligen musikalischen Sprache gezielt ansprechen
kann.

Bei „Spirits of the rainbow“ (Die Faszination des Regenbogens) handelt


es sich hauptsächlich um eine esoterische Annäherung an Klang und
Farbe, mit der sich Ebo schon seit über 25 Jahren beschäftigt. Als Mitglied
der „Rosenkreuzer-Gesellschaft A.M.O.R.C.“ und der „Internationalen
Theosophischen Gesellschaft“ hat er sowohl meditative Elemente (Yoga) in
seine Musik integriert als auch mit weiteren Künstlern kooperiert, die seine
Ansicht teilen, dass Musik eine heilende Wirkung auf unseren Geist,
unseren Körper und unsere Seele hat. Man kann „Spirits of the
rainbow“ als Konzert oder Workshop buchen.

„Ebo and the Drums of Africa“ (Ebo und die Trommeln Afrikas): Hier
sind es gleichzeitig Kraft und Anmut, die das Publikum mit Liedern und
Sprechgesängen gefangen nehmen, - Lieder, die den in jedem von uns
existierenden, aber schlummernden Urzustand wieder wachrufen. Nach
einem Treffen und Auftritt mit Babatunji Olantunji, des nigerianischen
Meisters, der in den fünfziger Jahren nach Amerika kam, wurde Ebo stark
von modernen Jazzgrößen wie beispielsweise John Coltrane beeinflusst.

Ebo zeigt eine Leidenschaft für Schlaginstrumente und die Darstellung


afrikanischer Musiker, die seine Liebe zu den Trommeln Afrikas teilen.

Ebo Shakoor und seine vielseitigen Projekte sind nun buchbar.