Sie sind auf Seite 1von 9

Kapitel 1

Moral: verbreitete sittliche Phänomene in einer Gemeinschaft


Ethik : philosophische Reflexion begründet das warum
Ursprung: 4Jh. vChr. von Aristoteles begründet als Teilgebiet der Philosophie
Bedeutung: Philosophische Reflexion über Moral
Gegenstand: warum ist etwas moralisch richtig/falsch
Ziel: zu klären was moralisch richtig/falsch, gut/schlecht, geboten/verboten, oder
gerecht/ungerecht ist. Mit Begründung des Urteils.

Bedingungen gegenwärtiger Ethik


→Der Pluralität der Werthaltungen und Lebensentwürfe der Neuzeit gerecht zu werden

Evaluative Aussagen: haben den Status von Empfehlungen und Ratschlägen


Normative Aussagen: allgemeine Geltung

Richtungen der philosophischen Enthik:


• Deskriptive Ethik: versucht, moralische Haltungen und Überzeugungen zu beschreiben
und in ihren historischen, soziologischen und psychologischen
Zusammenhängen zu klären
• Normative Ethik: versucht, moralische Urteile und Einstellungen philosophisch zu
begründen
• Metaethik: klärt, als eine Art Metatheorie, allg. Begriffe und Strukturen ethischer
Argumentation

Grundtypen ethischer Argumentation

1) Deontologische Ethik (deon= Pflicht):


fragt, ob die Handlung den moralischen Pflichten entspricht
- kategorischer Imperativ- als unabhängiges oberstes Moralprinzip allen Handelns,
völlig objektiv
- Selbstzweckformel- Mensch als Vernunftwesen kann gar nicht anders, als anderen
Vernunftwesen Würde zuzuerkennen

2) Konsequenzialistische Ethik:
Handlungsfolgen sind maßgeblich für die Bewertung→ Konsequenz

Wird nach vier Prinzipien bewertet:


1. Folgenprinzip
2. Utilitätsprinzip
3. hedonistisches Prinzip
4. Aggregationsprinzip

Drei Kriterien spielen dabei eine Rolle:


Subjektives Wohlbefinden
Präferenzutiliarismus
Objektive Kriterien

3) Tugendethik:
Vier Kardinaltugenden:
• Klugheit
• Gerechtigkeit
• Tapferkeit
• Besonnenheit
Später kamen die christlichen dazu
• Glaube
(sehr offene Darstellung)

Aufgabe und Gegenstand der medizinischen Ethik

Gründe: Fortschritte der medizinischen Technik werfen neue Fragen auf, die in der
vergangenen Zeit nicht bedacht werden mussten
• Lebensverlängerung
• Organtransplantation
• Künstliche Befruchtung
• Diagnostik des menschlichen Genoms
→Abwägen von Nutzen und Risiko
Pluralität von Wertüberzeugungen und Lebensformen
Selbstbestimmung von Patienten steigt
Entscheidungsautorität des Arztes wird bezweifelt
Allgemeiner gültige moralische Prinzipien müssen gelten, es ist keine einzige objektive
Lösung möglich

Prinzipienorientierte Medizinethik
Tom L. Beauchamp / James F. Childress (`01)

Oberstes moralisches Prinzip muss einem mittleren Prinzip weichen um der Pluralität
(Vielfältigkeit)der Gesellschaft gerecht werden zu können
1. Prinzip des Respekts vor der Autonomie
Wünsche, Ziele und Wertvorstellungen des Patienten
Freiheit von äußerem Zwang
Förderung der Entscheidungsfähigkeit
→auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten angepasst( Aufklärung und Einwilligung)
2. Prinzip des Nichschadens
Primum nil nocere
3. Prinzip des Wohltuns
Häufig in Konflikt mit 2.
Krankheiten behandeln
Beschwerden lindern
Salus aegroti suprema lex
Abwägung von Nutzen und Schaden ist nötig
4. Prinzip der Gerechtigkeit

→1.-4. sind prima facie (verbindlich)


Aber mit Beurteilungsspielraum im Einzelfall….Konsensfindung

Vorteil : keine Interpretation für den Einzelfall vorweggenommen


Nachteil: offen für verschiedene moralische Grundüberzeugungen (auch für schlechte)

Fazit:
→Intuition und Subjektivität sind nicht vermeidbar in schwierigen moralischen
Konfliktsituationen

Kapitel 2
Der Hippokratische Eid
- Über 2000 Jahre alt
- Namen zu unrecht weil er selbst vielleicht nicht mitgeschrieben hat
- Herkunft wahrscheinlich so um das 4.JH v.Chr. in einer pytagoräischen
Ärztegruppe
- Dann an erste Stelle des Corpus Hippocraticum eingefügt (Schriften aus dem
4.-1.JH v.Chr. von dem Autor einiger Schriften Hippokrates)
Gliederung:

1. Schwurformel zur Anrufung der Götter


2. Pflichten des Schülers gegenüber seiner Gilde, enges Lehrer-Schüler Verhältnis
(ähnlich der Eltern- Kind Beziehung)
3. Ärztliche Pflichte gegenüber den Patienten werden hier festgelegt, primum nil nocere
4. Verhaltensvorschriften, die den Missbrauch verhindern sollen
5. Verschwiegenheit
6. Verbote des Steinschneidens, der Hilfe zum Selbstmord, zur Abtreibung
7. moralische Einstellung zur Medizin als auch zum Beruf
8. Bekräftigung des Schwures

Funktion:
• Vertrauen des Patienten gewinnen
• Vereinigender Bezugspunkt des ärztlichen Selbstverständnisses
• Inhalt heute mit untergeordneter Rolle, traditioneller Bezug

Wurde in der Antike wohl nur von wenigen Ärzten befolgt


Gelangte erst in der Christlichen und islamischen Kultur an die Oberfläche
Kein zeitloses Gesetz
Interpretationsfähig
in Deutschland nie gelobt worden
Ergänzungsbedürftig (steinschneiden)
Als paternalistisch bezeichnet, weil er die Meinung des Patienten außen vor lässt

Fazit:
→Genfer Gelöbnis von 1948 wurde der Berufsordnung vorangestellt und steht nach Inhalt
und Form in direkter Tradition zum Hippokratischen Eid:
Damit für alle Ärzte in der BRD verbindlich

Kapitel 3

Sich der Wahrheit stellen, Johanna Bleker/ Heinz-Peter Schmiedebach


• Keine kleine Gruppe von Tätern ist abgrenzbar, eine Gesellschaft ist mitschuldig,
wenn Täter sich in ihrer Mitte gedeihen und gedeckt bzw. geduldet werden.
• Forschung als Vorraussetzung zur Vergangenheitsbewätigung
• Ärzte unterscheiden sich in ihrer politischen und ideologischen Meinung nicht von
allen anderen Menschen
• Affinität der Ärzte zum Nationalsozialismus durch z.B. wissenschaftlich-ärztliche
Theorien, sozialdarwinistisch und rassenhygienisch
• Politik bemühte sich schon früh um die Ärzteschaft als Bündnispartner
• Dennoch Kollektivschuld abzulehnen
• Geistiger Neubeginn ist reine Fiktion
→Verantwortungsbewusster Umgang setzt `sich der Wahrheit stellen` voraus

Ärzte im dritten Reich, Richard Toellner

• Tätigkeit des Arztes ist nie ohne Einfluss, was er weiß, woher er es weiß, wie er es
gelernt hat, welche Mittel er einsetzten kann, zu welchen Bedingungen er arbeiten
muss
• Primäre Frage im 3.Reich: ist es mit der ärztlichen Ethik und dem moralischen
Empfinden vereinbar, sich zum Instrument einer Politik machen zu lassen
• Sekundäre Frage ist dann die, ob systematische Ausgrenzung, Aussonderung und
Ausschaltung aller Minderwertigen, durch Vertreibung, Ausschluss von der
Fortpflanzung und schließlich Tötung ein erlaubtes, gebotenes oder notwendiges
Mittel der Sozialpolitik sein könne und dürfe
• Zahl muss größer als die immer genannten 350 sein
• Wenig Widerstand obwohl jeder Arzt zumindest über die Euthanasie Bescheid wusste

Ideengeschichte vor 1933


Bindin (Jurist), Hoche (Psychiater)

Fragen ob in der ökonomisch angespannten Situation (1WK) daran gedacht werden müsse
geistig schwerstkranke zu töten.
Grund:
• ohne intelligentes vermögen
• kein Anspruch auf Leben
• Einzelexistens wird dem Gesamtwohl untergeordnet
• Idee wurde vom NS-Regime benutzt zur Rechtfertigung der Krankentötungen und
später für die Rassenhygiene
• Übertragung von Darwin (Evolutionstheorie) unter Hervorhebung des
Selektionsprinzips. Folge: Verbesserung des Erbgutes (Sterilisation / Eheverbot)
• Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (Jul. 33)

Löffler:
• lindert das Leid dieser Generation und schützt zukünftige Generationen
o Bruch und Revolution gegen altes Denken
• Nächstenliebe (des Arztes) beschränkt sich nicht nur auf das Individuum sondern auf
diese und die zukünftigen Generationen
Braun:
• Ärzte sind im Kriegsfall Soldaten, -> Befehle müssen ausgeführt werden

Fazit:
→Ärzte haben ihren Auftrag verraten, machen sich moralisch schuldig. Sie haben Ihre
Verantwortung nicht gesichert gegen die Zumutung, das ärztliche Gewissen außer Kraft
zu setzen.

Kapitel 4

Die Berufsordnung

• Führt Normen des ärztlichen Handelns an, jeder Arzt ist ihr verpflichtet, trotzdem den
meisten unbekannt
• Wird zunächst von der Bundesärztekammer verfasst und dann von den
Landesärztekammern übernommen, kann von diesen auch leicht verändert werden
• Vertrauen zwischen Arzt und Patient soll durch sie geschaffen werden, denn wenn
nicht die erfolgreiche Therapie gesichert sein kann, muss doch wenigstens die
fachliche Kompetenz und die moralische Integrität erwartet werden dürfen.
• Der Arzt soll dem Patienten nutzen und nicht schaden, er muss sein Einverständnis
einholen, und verschwiegen sein, er muss den Willen des Patienten anerkennen
• Der Berufsordnung vorangestellt ist das Genfer Gelöbnis von 1948 in dt. Übersetzung
mit direkter Tradition zum Hippokratischen Eid
• 2 Schwerpunkte: im Genfer Gelöbnis- salus aegroti suprema lex (WOHL)
In der Ordnung - voluntas aegroti suprema lex (WILLE)
• -spiegelt die Veränderung der Arztrolle und der Patientenrolle wider-
• Auch hier wieder wichtig: sehr allgemein formuliert aufgrund der Pluralität der
Gesellschaft, trotzdem sind die wichtigsten moralischen Grundsätze verfasst

→Die Berufsordnung stellt eine gute Orientierung dar, ethische Fragen und
Schwierigkeiten des ärztlichen Alltags jedoch bleiben bestehen

Kapitel 5

Arzt- Patienten Verhältnis

Wandel vom Paternalismus bis hin zur Autonomie aufgrund des zunehmenden Pluralismus
der Wertvorstellungen und des veränderten Selbstverständnisses
Asymmetrie der Beziehung: Arzt als Machtinhaber,
Patient ist schwach, krank, abhängig, untergeordnet, hilfesuchend

Die vier Modelle der Arzt-Patienten Beziehung

Das paternalistische Modell: Der Arzt alleine entscheidet für das Wohl des Patienten, dieser
ordnet sich vertrauensvoll unter
→Der Arzt bestimmt
Das informative Modell : Der Arzt stellt die medizinische Lage dar und der autonome
Patient entscheidet nach eigenen Wertvorstellungen
→Der Arzt informiert nur
Das interpretative Modell : Der Arzt hält sich mit seinen eigenen Wertvorstellungen zurück,
hilft dem Patienten aber die entsprechende Behandlungsoption
nach den Vorstellungen des Pat. auszuwählen
Das deliberative Modell : Der Arzt versucht den Patienten argumentativ von den
Vorstellungen des Realisierbaren zu überzeugen. Natürlich zum
Wohl des Patienten
Beauchamp/Faden:
Informed consent: seit den 70 er Jahren aktuell, heute zu jeder medizinischen Maßnahme
durchzuführen→ Aufklärung und Einwilligung
ausreichende Aufklärung, Pat. hat Aufklärung verstanden, freiwillige
kompetente Entscheidung, Zustimmung
eigentlich war das ein Aufruf zur Selbstbestimmung für den Patienten, der
aber noch nicht die möglichen Ausmaße erreicht hat
Patient und Arzt sollen Selbstbestimmen, allerdings soll der Arzt auch
besser auf den Patienten eingehen(fragen nach Befinden, Ängsten,
Verständnis…)
7 Kategorien:
I: Voraussetzung
1. Fähigkeit zu verstehen
2.Freiwilligkeit des Entscheidens
II Aufklärung
3.Erläuterung der Informationen
4.Empfehlung der Vorgehensweise
5.Verständnis von 3. und 4.
III Einverständnis
6. Entscheidung
7. Erteilung des Auftrages

2 Formen :1. autonome Patientenentscheidung, dient der Kommunikation


zwischen den Beiden, daraus kann sich ein Informiertes
Einverständnis/ Informierte Ablehnung ergeben
2. formale rechtlich kodifizierte Grundlagen, die einerseits den
Mindeststandard bilden, allerdings die Gefahr bergen, den Patienten
in den Hintergrund zu drängen. Auch Minderjährige können in
Ausnahmefällen ihr Einverständnis abgeben.

Nach H.Tristam Engelhardt, Jr.:


frei informierte Einverständnis:
• Individuen müssen miteinander sprechen
• Wünsche der Gegenseite anerkennen -> A/P-Vertrag
• beruht nicht auf liberalem Ideal sondern in säkularen und pluralistischer Gesellschaft
keine konkreten Ziele für Gesundheitsversorgung aus zu machen
• Je mehr Gemeinsamkeiten (Vorstellungen) A/P haben, desto weniger muß aufgeklärt
werden.
• Je weniger…, desto fester Regeln

Katz: Geschichte des Schweigens


• Richter glaubten an Idealistisches Arztdenken, Gesetzentwurf ging nach hinten los…
Grenzen der Aufklärung
Dichgans: Ausmaß der Aufklärung soll sich am Heil des Kranken orientieren, d.h. im
Einzelfall ist es gerechtfertigt, Informationen vorzuenthalten (therapeutisches
Privileg)→salus aegroti suprema lex
Man könnte eine Art Verantwortungsethiker vermitteln lassen, der vorentschieden
mitteilt
Entscheidungen bei fehlender Einwilligungsfähigkeit nach drei Stufen

Erste Stufe
• Patientenverfügung
• Vorsorgevollmacht
• Betreuungsverfügung

Davon darf sich nur distanziert werden, wenn Grund zu Annahme besteht, das der Pat. seine
Meinung geändert hat

Zweite Stufe
Am mutmaßlichen Willen orientieren, indem seine Umgebung befragt wird

Dritte Stufe
Am objektiven Wohl des Patienten orientieren

Begründung der Schweigepflicht

Schutz der Privatsphäre


Vertrauensvolle Patient-Arzt Beziehung
Ausnahme: von der Schweigepflicht entbunden
Schaden für Dritte
Meldepflicht bei bestimmten Krankheiten
Geplante Verbrechen
Gegenüber dem Sozialleistungsträger
Probleme: viele Menschen haben Zugriff auf Daten zum Beispiel aus dem Krankenhaus
Umfassende Medizin
Empfehlungen der Bundesärztekammer zur Aufklärung

Arzt steht in Beweispflicht, Eingriffe mit Nebenwirkungen und Risiken bedürfen der
ausdrücklichen Einwilligung des Patienten, nicht aber der tägliche Praxisablauf der
Medikamentennahme etc.
Ziel soll sein den Patienten in seiner Entscheidung zu unterstützen und ihm die Tragweite
verständlich zu machen
Besprochen werden Risiken, Folgen, Methoden, Dringlichkeit, Heilungschancen, Diagnosen,
Verläufe,……
Aufklärung sollte individuell und in einem persönlichen Gespräch erfolgen

Patientenverfügungen

Schriftlich abgefasst
Mit Datum versehen
Ständig erneuert
Persönlich unterschrieben
Vor Zeugen verfasst
Mit wichtigen Papieren aufbewahrt

Kapitel 6
Nürnberger Kodex:
1. Die freiwillige Zustimmung der versuchsperson ist unbedingt erforderlich
2. Der Versuch muß derart sein, das fruchtbare Ergebnisse für das Wohl der der
Gesellschaft zu erwarten sind, welche nicht durch andere Forschungsmittel oder
Methoden zu erlangen sind, und welche ihrem Wesen nach nicht willkürlich oder
unnötig sind
3. vermutliche Ergebnis muß auf Tierversuch oder Wissen über Krankheit Gründen dient
der Rechtfertigung.
4. Risiken für Körper und Geist müssen minimiert sein
5. Der Tod od. bleibender Schaden müssen ausgeschlossen sein (Ausnahme
Versuchsleiter = Proband)
6. Sicherheit muß gewährleistet sein (sorgfältige Planung)
7. nur geschultes Personal
8. Proband darf jeder Zeit aussteigen
9. Versuchsleiter muß zu gegen sein, um im Falle X den Versuch zu stoppen

Kapitel 9

Sterbehilfe ist zunehmend ein Thema geworden, da wir immer mehr alte, chronisch kramke
Menschen in unserer Gesellschaft haben. Auch der medizinisch- technische Fortschritt wirft
immer mehr die Frage der Moral auf. Wertvorstellungen zu diesem Thema sind heutzutage
sehr unterschiedlich, so dass die Entscheidung über das Lebensende eigentlich dem Pat. selbst
überlassen sein muss.
Sterbehilfe: Hilfe zum Sterben
Sterbebegleitung: Hilfe im Sterben

Freiwillige Euthanasie: auf ausdrücklichen Wunsch eines entscheidungsfähigen Pat.


Nicht-Freiwillige E. : E. bei Pat. der nicht entscheidungsfähig ist.
Unfreiwillige E. : E. obwohl Pat. dagegen/ entscheidungsfähiger Pat. bleibt ungefragt
Aktive Sterbehilfe : direkter eingriff in den Prozess zur Beschleunigung
Passive Sterbehilfe : Inkaufnahme des Sterbens durch Unterlassung lebensverlängernder
Maßnahmen
Direkte Sterbehilfe : Lebensverkürzung als primäres Ziel
Indirekte S. : Schmerztherapie mit Risiko der Lebensverkürzung

In der dt. Rechtsprechung ist aktive Sterbehilfe verboten, Beihilfe zum Suizid ist im allg.
nicht strafbar

Argumente FÜR und WIDER:

• Moralische Würde des Menschen


• Die Arztrolle und das Vertrauen
• Die Schiefe Ebene
• Geschichte der Euthanasie in Deutschland
• Entwicklung in den Niederlanden
Kapitel 15
Kinderheilkunde

Vertrag:
1. Du kannst immer alles wissen, auch wenn es schlimm ist
2. Wir werden dich niemals belügen
3. Wir werden versuchen, dich und deine Eltern mit euern Problemen nie allein zu lassen
4. Du wirst nie auch nur einen Tag unnötig in der Klinik sein
• Eltern geben Einverständnis im Wohl des Kindes
• Ihr eigenes Wohl müssen sie zurückstecken
• Der Arzt kann ein Vormundschaftsgericht beantragen, wenn die Eltern zum
Nachteil des Kindes Entscheiden
• In der Neonatologie soll abgebrochen werden, wenn der Schaden für das Kind
zu groß ist, darf aber nicht unterbrochen werden, nur weil das Kind behindert
sein wird. Schaden und Nutzen müssen abgewogen sein
• Kinder sollen eingebunden sein in die ärztlichen Maßnahmen und, soweit es
ihnen der Verstand erlaubt, an Entscheidungen mitarbeiten
• Kinder, denen die Diagnose vorenthalten wird, bemerken das etwas nicht
stimmt und schonen ihre Eltern, indem sie nicht nachfragen: sie werden ohne
das die Eltern etwas ahnen mit ihren Fragen und Ängsten allein gelassen und
sterben schweigend
• Kinder können ihren Eltern nur glauben dass alles in Ordnung ist, wenn sie
merken dass ihre Eltern auch sonst immer ehrlich gewesen sind