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Ausgabe: Oktober 2011

Ausgabe: Oktober 2011 Für Sie im Bundestag Rüdiger Kruse aus Hamburg-Eimsbüttel Kleine und große Besucher aus

Für Sie im Bundestag Rüdiger Kruse aus Hamburg-Eimsbüttel

Für Sie im Bundestag Rüdiger Kruse aus Hamburg-Eimsbüttel Kleine und große Besucher aus Hamburg Am 12.

Kleine und große Besucher aus Hamburg

Am 12. September war wieder einmal „Kinder-Tsunami“ im Deutschen Bundestag. Diese Wortschöpfung lernte Rüdiger Kruse von den Schülern der Grundschule Röthmoorweg, die er zum „Kindertag im Deutschen Bundestag“ eingeladen hatte. Die Einladungen für die Fahrt nach Berlin hatten die Kinder schon zu ihren letzten Zeugnissen bekommen. Ende August besuchte Rüdiger Kruse die eingeladenen Klassen und brachte viele Informationsmaterialien über den Deutschen Bundestag mit. So war es dann für alle Kinder eine große Freude „ihren“ Abgeordneten im Reichstagsge- bäude wieder zu sehen und er wurde mit lautem „Hallo Herr Kruse“ begrüßt. Nach einer kindergerechten Hausführung durch den Reichstag trafen sich die kleinen Eimsbütteler zu einer Gesprächsrunde mit Rüdiger Kruse. Viele spannende Fragen wurden gestellt, z.B. wie denn sein „Stun- denplan“ sei, und ob die Kanzlerin ihn mit Namen kenne, aber auch, ob denn Herr Kruse Bodyguards hat oder eine Waffe trägt und welche Musik er gern hört. Anschließend ging es für alle gemeinsam auf die Reichstagskuppel. Am gleichen Tag war auch eine Gruppe mit 50 erwachsenen Eimsbüttelern zu einer 2-tägigen Fahrt ins politische Berlin eingetroffen. In der Diskussionsrunde mit Rüdiger Kruse standen hier die Probleme mit dem Euro- Rettungsschirm und die Realisierung der beschlossenen Energiewende im Mittel- punkt. Am zweiten Tag des Berlinbesuchs gab es für die Hamburger Gäste eine Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen (ehemalige Zentrale Untersuchungshaftan- stalt der Stasi) und ein Informationsge- spräch im vor wenigen Wochen neu bezogenen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

spräch im vor wenigen Wochen neu bezogenen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
spräch im vor wenigen Wochen neu bezogenen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Ein hoher Gast und eine große Rede

Der 22. September 2011 wird für Rüdiger Kruse ganz sicher immer ein bedeutender Tag blei- ben. Er war im Plenarsaal des Deutschen Bundestages, als das erste Mal ein Papst vor diesem Hohen Haus sprach und: Es war der Papst aus Deutschland! Papst Benedikt XVI. ging in seiner beeindruckenden Rede auf die große Verantwortung der Politiker ein, die sie in ihrer politischen Arbeit haben. Er erinnerte mit einer kleinen Geschich- te aus der Heiligen Schrift an den Wunsch des jungen Königs Salomon, der bei seiner Thronbe- steigung von Gott eine Bitte freigestellt bekam: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ war sein Wunsch. Der Papst erläuterte den Politkern, wie wichtig es ist, in allen Entscheidungen als Maßstab das Streben nach Gerechtigkeit und die Verteidigung des Rechtes als oberste Maxime zu betrach- ten. Er zeigte auf, dass wenn sich die Macht über das Recht stellt, der Staat nichts anderes mehr ist als „eine gut organisierte Räuberbande“, wie das deutsche Volk und die ganze Welt im vorigen Jahrhundert erleben mussten. Papst Benedikt mahnte die Politiker, trotz des Mehrheitsprinzips, das für viele Entscheidungen auch ausreichend ist, bei den Grundfragen zur Würde des Menschen, zu den Grundrechten der Menschheit, stets auf das eigene Gewissen, das „hörende Herz“ zu vertrauen. Für Rüdiger Kruse war es eine emotional sehr bewegende Rede, über die es sich lohnt, nachzudenken. Selbstverständlich nahm er, gemeinsam mit den anderen Abgeordneten, vielen weiteren Politkern und Gästen, am Gottes- dienst im Berliner Olympiastadion teil. Die Begeisterung der vielen Tausend Men- schen, die teilweise weite Wege auf sich genommen hatten, um hier den Gottesdienst mit Papst Benedikt zu feiern, war auch für den Protestanten Rüdiger Kruse faszinierend. Ein wenig stolz war Rüdiger Kruse auf seinen Mitarbeiter im Berliner Bundestagbüro, Michal Petrik, der bei diesem Gottesdienst als Sänger im Chor der St. Hedwigs-Kathedrale dabei war. Keiner der hier Anwesenden wird, nach menschlichem Ermessen, noch einmal die Gelegenheit haben, einen deutschen Papst im Deutschen Bundestag zu sehen. Darum ist es für Rüdiger Kruse unverständlich und ein Zeichen von Intoleranz, dieser Rede fernzubleiben. Es ist gut, dass es im Medienzeitalter die Möglichkeit gibt, die Rede des Paps- tes auf der Homepage des Deutschen Bundestages unter www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/benedict/index.jsp als Video anzusehen und als Text nachzulesen. Besonders die absichtlich Ferngebliebenen finden dann die richtigen Antworten zu ihren Einwänden.

als Text nachzulesen. Besonders die absichtlich Ferngebliebenen finden dann die richtigen Antworten zu ihren Einwänden.

Hammelsprung

Am 28. September war es mal wieder soweit, die Opposition probte den Aufstand. Es wurde ein Geschäftsordnungsantrag gestellt, die Mehrheiten für unklar erklärt und somit ein Hammelsprung herbeigeführt. Das bedeutet, der amtierende Bundestagspräsident bittet alle Abgeordneten den Plenarsaal zu verlassen, erst wenn, außer den Saaldienern, niemand mehr im Plenum ist, beginnt die Abstimmung. Die Abgeordneten müssen dann jeweils durch eine der drei Türen, die mit einem „Ja“, einem „Nein“ und mit „Enthaltung“ überschrieben sind, den Plenarsaal wieder betreten. Dabei werden sie von je einem Schriftführer der Koaliti- on und einem der Opposition gezählt. Die Aufgabe des Schriftführers übernehmen verschie- dene Abgeordnete aller Fraktionen, sie sitzen in den Plenarsitzungen links und rechts des Bundestagspräsidenten. Für Rüdiger Kruse, der zu diesem Zeitpunkt im Haushaltsausschuss saß und den Haushalt für 2012 disku- tierte, bedeutete das – Ausschussun- terbrechung, ins Plenum zur Ab- stimmung gehen und wieder zurück in den Ausschusssaal. Der Termin- plan war so nicht mehr zu halten, die Beratungen im Ausschuss zogen sich in die Abendstunden, ein 20.00 Uhr Gesprächstermin musste zum Leid- wesen der Organisatoren kurzfristig abgesagt werden. Für Rüdiger Kruse nichts Neues, er weiß, in den Sitzungswochen ist absolut nichts planbar.

er weiß, in den Sitzungswochen ist absolut nichts planbar. Der ertüchtigte Rettungsschirm im Bundestag Der Deutsche

Der ertüchtigte Rettungsschirm im Bundestag

Der Deutsche Bundestag hat am 29. September 2011 für die notwendige Erweiterung des Rettungsschirms gestimmt. Damit wurden die Vereinbarungen der Staats- und Regierungs- chefs der Euro-Länder vom 11. März und 21. Juli 2011 durch das nationale Parlament bestä- tigt. Im Frühjahr und im Sommer dieses Jahres haben sich die Staats- und Regierungschefs verständigt, dass einerseits der Rettungsschirm, auch EFSF (Europäische Finanzstabilisierungs- fazilität) genannt, tatsächlich über die am Anfang seines Bestehens festgelegte Hilfekapazität von 440 Mrd. verfügen sollte. Dafür wurde eine Erhöhung des Garantierahmens notwendig. Anderseits soll EFSF die notwendige Möglichkeit erhalten, zusätzliche Instrumente einsetzen zu können, die im Falle einer Zahlungsunfähigkeit eines Euro-Landes die Auswirkungen auf andere Eurolänger möglichst gering halten. Denn hier verbirgt sich die entscheidende Frage, inwieweit ein Domino-Effekt des Vertrauensverlustes durch Zahlungsunfähigkeit eines Euro- Raum-Mitglieds verhindert werden kann. Allerdings hat der Deutsche Bundestag am 29. Sep- tember nicht nur das umgesetzt, worauf sich die Staats- und Regierungschefs verständigt haben, sondern hat gleichzeitig Regeln für einen umfangreichen Parlamentsvorbehalt aufge- stellt. Der Parlamentsvorbehalt bedeutet in der Praxis, dass bei allen wichtigen Entscheidun- gen im EFSF, wie zum Beispiel beim Abschluss oder bei der Änderung einer Notmaßnahmen- vereinbarung, bei allen Änderungen, die finanzielle Folgen für den Bundeshaushalt haben können, der Deutsche Bundestag, bzw. der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages zustimmen muss. Gibt das Parlament keine Zustimmung, muss der deutsche Vertreter die Beschlussvorschläge im EFSF ablehnen. Im EFSF selbst gilt bei allen wichtigen Finanzentschei- dung das Prinzip der Einstimmigkeit. Für Rüdiger Kruse war diese umfangreiche Parlaments- beteiligung Voraussetzung für seine Zustimmung. Er hat am 29. September mit „Ja“ gestimmt.

Ständige Termine

In den nächsten Monaten werden Sie über die Termine, die in jeder Sitzungswoche für Rüdi- ger Kruse im Kalender stehen, etwas genauer informiert. Neben den Gesprächen, Treffen mit Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen, Parlamentarischen Abenden und vielen abendlichen Diskussionsrunden, über die Sie immer ausführlich informiert werden, gibt es ständige Termine, die in jeder Sitzungswoche in Berlin anstehen. Heute: Arbeitskreis Küste Donnerstag, 08.00 Uhr. Im Arbeitskreis Küste treffen sich alle Bundestagabgeordneten der CDU aus den Küsten-Anrainer-Ländern. Es muss keine Mitarbeit in diesem Arbeitskreis erklärt werden, die Abgeordneten der Küstenregion sind automatisch Mitglied. Prominentestes Mit- glied des Arbeitskreises Küste ist natürlich die Bundeskanzlerin, denn der Wahlkreis Stralsund- Nordvorpommern-Rügen von Angela Merkel liegt in Mecklenburg-Vorpommern. Rüdiger Kruse ist stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Küste. Die Treffen finden abwechselnd in den Berliner Landes- vertretungen der einzelnen Küstenlän- der statt. Entsprechend dem zu bera- tenden Thema werden Referenten eingeladen, die den Abgeordneten die Fragen praxisnah beantworten können. Dabei geht es natürlich ausschließlich um Schwerpunkte der Küstenregionen, z. B. um das Problem der Piraterie, die maritime Wirtschaft, Probleme der Werften und Fischerei-Wirtschaft. Einmal im Jahr findet der Arbeitskreis Küste im Kanzleramt mit der Bundeskanzlerin statt, da sie, wegen vielfältiger anderer Termi- ne, natürlich nicht regelmäßig am Arbeitskreis teilnehmen kann. Auf dem Foto sehen Sie die Vorstandsmitglieder Eckhardt Rehberg, Rüdiger Kruse, Ingbert Liebing und Wolfgang Börnsen. Astrid Grotelüschen ist nicht mehr im Vorstand, für sie arbeitet jetzt Hans-Werner Kammer mit.

im Vorstand, für sie arbeitet jetzt Hans-Werner Kammer mit. Noch ein kleiner Hinweis: Im Sommer-Bericht 2011

Noch ein kleiner Hinweis: Im Sommer-Bericht 2011 aus Hamburg und Berlin konnten Sie über die spannende Entdeckung der Inschriften vom Großvater des Stipendiaten im Bundestagsbü- ro von Rüdiger Kruse lesen. Inzwischen finden Sie auf der Homepage von Rüdiger Kruse einen kleinen Video-Beitrag dazu. Auch auf den Seiten für Kinder und Jugendliche des Deutschen Bundestages wurde diese Geschichte aufgegriffen:

Weitere aktuelle Informationen und einen wöchentlichen Kommentar von Rüdiger Kruse zu Ereignissen, Debatten und verschiedenen Themen finden Sie auf der Homepage:

www.ruedigerkruse.de

Herzliche Grüße aus Berlin nach Hamburg senden Torda Rietdorf und Michal Petrik aus dem Berliner Bundestagsbüro von Rüdiger Kruse.