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DANIEL GEHORCHT GOTT

und wird überreich gesegnet

Seminararbeit am Bibelseminar Königsfeld im Fach „Kinderarbeit“ Fachlehrerin: Gabi Kunz

vorgelegt von

LURI BLANK

Mönchweiler, den 17.02.2009

Zielgruppe: Jungschaar (Alter 9 – 12) etwa 10-12 Personen Treffen finden wöchentlich separat statt

Stundenablauf:

-Beginn 18.00 Uhr -gemeinsames spielen z.b Ligretto -Lied singen ( Komm so wie du bist) -Thema ( Daniel soll anhand eines Lebensbildes über mehrere Stunden behandelt werden. Als Visualisierung wird ein großes Bild von Daniel an der Wand befestigt, das mit einzelnen Zetteln, die mit passenden Stichpunkten beschriftet sind, von den Kindern vervollständigt wird. 1. Folge ) -Gebet in kleinen 3er Gruppen -Lernvers -Lied singen (Gebote aus Liebe) -Wunschspiele

Thema:

(Einleitung) -->Großes Bild von einen Jungen aufhängen (etwas im gleichen Alter) Ich habe ein Rätsel für euch: ich erzähle euch von einer Person aus der Bibel der ich jetzt einen anderen Namen gegeben habt, und wenn ich euch frage dürft ihr raten.

„Max“ ist wahrscheinlich 12 Jahre alt vielleicht auch bisschen älter. Er kommt aus einer reichen Familie, ist ein Spitzenschüler, und sieht zudem auch noch richtig gut aus. Er ist der Liebling von vielen Lehrern, weil er sich immer gut benimmt. Er ist nicht frech, macht die anderen nicht immer fertig und gehorcht immer aufs Wort und ihm ist egal was die anderen von ihm denken. Max ist ein besonderer Junge. Warum schafft er es so gut zu sein? Manchmal wird er sogar beneidet, für sein Benehmen. Max macht das nicht um Anerkennung von den Lehrern zu bekommen oder um zu schleimen. Max macht das weil er Gott liebt. Er hat schon viel von ihm gehört und er hat Gott in sein Herz gelassen. Wisst ihr wer Max ist? DANIEL!!!

(Hauptteil) Daniel lebte in Jerusalem, es war schön dort. Er fühlte sich wohl, er kam nämlich aus einer königlichen Familie. Zettel „ Heimat: Jerusalem“ Aber dann wurde Jerusalem von einem sehr starken und mächtigen König erobert. Nebukadnezar aus Babel ist in die Stadt eingedrungen und hat alles eingenommen. Und viele Jungs im Alter von wahrscheinlich 12- 15 Jahre wurden als Gefangene mitgenommen. Sie mussten alle ihre Familie und Freunde für immer verlassen und mit Nebukadnezar, nach Babel mitgehen. Ganz schön übel, gell? Zettel „ Nach Babel verschleppt“ In Babel mussten die Jungs eine Ausbildung am Königshof machen, sie sollten später gute Berater des Königs werden. Sie durften sogar die gleichen Sachen essen wie der König, also jeden Tag die herrlichsten Gerichte. Wow, das ist doch mal was, das hätte ich auch gern. Aber Daniel hat sich vorgenommen nichts davon zu essen. Weiß jemand von euch warum? Daniel wusste dass das Fleisch was der König jeden Tag gegessen hat, Opferfleisch war. Opferfleisch ist Fleisch was einem Gott geopfert wird als Dank. Die Menschen in Babel hatten mehrere Götter und bevor sie etwas gegessen haben, haben sie es den Göttern geweiht. Aber Daniel hatte nur einen Gott dem er diente, und er wollte um keinen Preis das Fleisch essen und damit die anderen Götter unterstützen. Also hat er seinen ganzen Mut zusammen genommen und ist zum Chefkoch gegangen und hat mit ihm besprochen, dass er (und seine 3 Freunde) 10 Tage lang Gemüse essen und Wasser trinken darf und wenn er nicht schwächer und hässlicher ist als die anderen, dann darf er weiterhin Gemüse essen statt das Götzenopferfleisch zu essen. Ganz schön mutig von ihm, oder? Würdet ihr das auch machen? Gemüse essen, wenn der ganze Tisch voller Steaks, Würstchen, Koteletts, Schnitzel und anderen leckeren Sachen gedeckt wäre? Zettel „ mutig“ + „ gehorcht Gott“ Daniel war sich sicher, er wollte lieber auf das Fleisch verzichten und allein Gott in sein Leben lassen. Und ratet mal was dann nach 10 Tagen gewesen ist? War Daniel abgemagert? NEIN, Gott hat Daniel gesegnet und ihm geholfen. Daniel war nach diesen 10 Tagen stärker und schöner als die Jungs die immer von dem Fleisch gegessen hatten. Obwohl man von Gemüse eigentlich nicht zunimmt. Daniel wusste Gott hat ihm geholfen, weil er ihm gehorsam war.

Ist es dir auch wichtig gehorsam zu sein? Du hast vielleicht schon viel über Gott gehört und weißt was er will und was nicht.

Daniel wusste es genau und hat dann auch ganz genau darauf geachtet und Gott hat ihn ganz arg gesegnet. Das ist nur ein kleiner Teil von Daniels Leben gewesen, wenn ihr mal die ganze Geschichte lest, dann merkt ihr, Gott war immer bei Daniel und hat ihm viele Erfolge geschenkt und ihn zu einem großen Vorbild machen. Gott will dass du ihm auch gehorsam bist. Er hat die Gebote nicht gegeben damit wir sie ignorieren. Manchmal meinen wir Gott ist ein Spaßverderber weil er uns Eingrenzungen gegeben hat, aber so ist das nicht, er weiß was uns schadet, deshalb hat er uns schon im voraus gesagt was wir vermeiden sollen. Stell dir vor, du baust im Technikunterricht einen Roboter. Der kann richtig tolle Sachen, du hast sogar eine 1 dafür bekommen. Aber du weißt ganz genau wenn man diesen Roboter mit Motoröl ölt, dann geht er kaputt. Ich wette mit dir, dass du ihn nie mit Motoröl einölen würdest. Du würdest das auch jedem Freund sagen der sich den Roboter ausleihen würde. Weil er für dich wertvoll ist und du ihn wegen einer so simplen Sache nicht verlieren möchtest. Genauso ist es mit Gott. Er weiß was uns schadet

Welche Gebote kennt ihr aus der Bibel?

Die Eltern gut behandeln, ihnen gehorsam sein

Nicht töten

Nicht klauen

Nicht lügen

Nicht neidisch und eifersüchtig sein

Nicht gemein sein zu anderen, sondern uns gegenseitig lieben

 

(Schluß) Willst du diesen Sachen tun? Wir haben jeden Tag die Entscheidung ob wir Gott gehorchen möchten oder nicht. Wenn dir das wichtig ist, dann sag es Gott jetzt gleich und dann bitte ihn dir zu helfen. Gott wird dich dafür segnen, er hat es versprochen.

Lernvers:

Ps 25,10 Die Wege des HERRN sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten. ( Auf ein großes Plakat schreiben, oft wiederholen dann ein Wort nach dem anderen zu hängen und wiederholt aufsagen lassen)

Exegese anhand des POZEK- Schlüssel

Personen:

Jojakim:

Jojakim ist bzw. war, König von Juda, laut Text ist es sein drittes Regierungsjahr. Die Angabe ist in babylonischer Zählweise wiedergegeben und zeigt das es bereits das vierte Jahr Jojakims war. Das erste Jahr wird als das Besteigungsjahr nicht mitgezählt. Jojakim wurde 608 v. Chr. vom ägyptischen Pharao Necho zum König von Juda gekrönt. Er hieß ursprünglich Eljakim und wurde erst von Necho, der damit seine Macht demonstrierte, umbenannt. 1

Daniel:

Der Name bedeutet : Gott ist mein Richter. Aus dem Text sind viele Dinge über Daniel zu schließen. Ich möchte mich auf die Dinge begrenzen die für unseren Text eine Rolle spielen. Daniel ist wohl schon früh in der Schrift unterrichtet worden, weil er sich mit den Gesetzten auskennt und sich danach richtet, daraus ist zu schießen dass es sein persönliches Anliegen ist diesen Gehorsam zu leisten. Er scheint ein Vorbild in seinem “Freundeskreis“ zu sein, weil sich die anderen drei ihm anschließen. Er ist Gott treu, mutig seine Überzeugung zu leben und baut auf de lebendigen Gott allein. Trotz seines jungen Alters ist er sich seiner Meinung sicher und lässt sich nicht vom Gegenpol mitreissen.

Asarja, Mischael, Chananja:

Auch ihr Namen haben eine wichtige Bedeutung. Chananja bedeutet: Gott ist gnädig, Mischael heißt: Wer ist der, der Gott zugehört? Und Asarja heißt auf deutsch: Gott ist der Helfer. Diese drei Jungs werden mit Daniel als Verschleppte aus Juda als einzigsten mit Namen aufgezählt. Vielleicht sind sie befreundet gewesen, oder ihr Glaube hat sie zusammengeschweißt. Erst später werden sie wieder im Danielbuch erwähnt, man weiß nur dass sie ihrem Gott treu geblieben sind.

Nebukadnezar:

Nebukadnezar, der sich immer nur “König von Babel“ nannte belagerte Jerusalem. 2 Er war sich seiner Stellung als König bewusst und setzte dieses Niveau auch bei seinen Dienern voraus. Er verstand sein Handwerk, nahm wichtige Dinge selber in die Hand, über ließ es ungern dem Zufall. An dem Text können wir sein Ziel mit den auszubildenden Jungs erkennen, er möchte sie nicht nur zu Beratern und Dienern ausbilden, sondern sie zu kleinen Chaldaäer machen, sie sollten ihre Vergangenheit vergessen und bei ihm neu geprägt werden.

Ort:

Jerusalem:

Jerusalem wir dem König von Gott in die Hand gegeben. Daraus ist zu schließen dass Jerusalem keine Chance hatte sich zu wehren. Der allmächtige Herr hat hier die Entscheidung getroffen.

Babel:

Eine Weltstadt. Wir kennen diese Stadt vom „ Turmbau zu Babel“. Eine Stadt in der scheinbar alles möglich ist. Aber auch hier hat Gott die Fäden in der Hand, Daniel führt uns da etwas tiefer hinein.

1 Gerhard Maier, Der Prophet Daniel, S. 69.

Zeit:

605 v. Chr. Dieses Jahr bringt eine Wende in den gesamten Nahen Osten. Im Sommer (Mai u. Juni) findet die Schlacht bei Karkemisch statt. Anscjließend besetzt die baylonische Armee ganz Syrien und Palästina bis zum “Bach Ägyptens“, der alten Grenze zwischen Israel und Ägypten. In dieser Schlacht stirbt der König von Babel und sein Sohn Nebukadnezar übernimmt den Thron.

Ereignis:

Nebukadnezar übernimmt die Führung in Jerusalem, Jojakim hat keine hat keine Chance sie zu behalten. Der König von Babel versteht sein Handwerk, er raubt Jerusalem einige der Geräte aus dem Tempel und nimmt ihnen so die Grundlage um ihre Gottesdienste zu halten. Außerdem nimmt er viele Jugendliche mit um sie an seinem Hof auszubilden und damit auch Jerusalem an sich zu binden. Unter den verschleppten befindet sich auch Daniel und seine drei Freunde. Diese werden in die Schriften, Weisheiten und in die Kultur eingewiesen und müssen die Sprache der Chaldäaer lernen. Außerdem bekommen die Speisen des Königs vorgesetzt. Doch Daniel möchte sich nicht verunreinigen. Er und seine Freunde bekommen die Erlaubnis nur Gemüse zu essen und Wasser zu trinken. Gott bestätigt sie in ihrer Wahl und segnet sie, so dass sie weiser und klüger werden als alle anderen im Land.

Kern:

Daniel möchte Gott gehorsam sein und verzichtet freiwillig auf die herrliche Verwöhnung. Gott sieht sein Herz und bestätigt ihn in seiner Wahl indem er ihn segnet und zum klügsten Berater macht. Somit hat Daniel die Gunst des Königs und Gottes. Daniel ist uns ein Vorbild, weil Gott die erste Stelle in seinem Herzen hat.