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„ Unterirdische Bewässerung, Ausdehnung der Feuchtigkeit im Verhältnis zur Bodenbeschaffung und der Wasserzufuhr“.

Übersetzung aus dem Original einer Studie zum Thema „ Unterirdische


Tropfbewässerung, Ausdehnung der Feuchtigkeit im Verhältnis zur
Bodenbeschaffung und der Wasserzufuhr “.
Durchgeführt durch die Agronomiefakultät der Universität von Alep, Postfach
11697, Alep/ Syrien. Verfasser Herr Dr. Talaat SAFAR.
Und des Nationalen Instituts für agronomische Forschung (INRA)- Abteilung
Bodenwissenschaft, Route de Saint-Cyr, 78026, Versailles Cedex/ Frankreich.
Verfasser Herr Dr. René PROST

Thema:
„ Unterirdische Bewässerung, Ausdehnung der Feuchtigkeit im Verhältnis
zur Bodenbeschaffung und der Wasserzufuhr“.
Verfasser:
Herr Dr. Talaat SAFAR
Agronomiefakultät derUniversität von Alep, Postfach 11697, Alep/ Syrien

Herr Dr. René PROST


Nationales Institut für agronomische Forschung (INRA) – Abteilung Bodenwissenschaft,
Route de Saint-Cyr, 78026, Versailles Cedex/ Frankreich

I. EINLEITUNG UND BEGRÜNDUNGEN

A. Einleitung

Da der Wasserbedarf der Landwirtschaft ständig wächst und die Versorgungsmöglichkeiten in


den halbtrockenen Regionen, insbesondere in Syrien, begrenzt sind, ist es notwendig, die
Verwaltung der verfügbaren Wasservorräte zu verbessern um Wasser zu sparen und eine
Versalzung der Böden zu mindern. Die unterirdische Tropfbewässerung stellt, im Falle von
Obstplantagen, interessante Merkmale hinsichtlich der verwendeten Wassermengen und der
Versalzungsrisiken dar. Sie ermöglicht:

1. Eine bedeutende Reduzierung des Wasserverlustes durch Verdampfung, und


somit eine Senkung des Wasserverbrauchs sowie eine geringere Versalzung der
Bodenoberfläche,
2. Den Einsatz von Pflug- oder Erntemaschinen, ohne vorher störende
Bewässerungsgeräte entfernen zu müssen.

Wasserersparnisse können erreicht werden, indem die Wasserzufuhr dem Bedarf der Pflanzen
angepasst wird. Eine dem Pflanzenbedarf angepasste Wasserzufuhr, die nur die benötigte
Wassermenge spendet, kann auch weitere Vorteile mit sich bringen, wie zum Beispiel:

1. Der Erhalt der physischen und chemischen Eigenschaften der Böden,


2. Eine Kontrolle der Versalzung.

Diese Analyse veranlasste Syrien, wegen der knappen Wasservorräte, Forschungen


hinsichtlich der Installation eines solchen Bewässerungssystems anzustellen.

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B. Begründung

In Frankreich ist die Verwendung der unterirdischen Tropfbewässerung relativ neu (Combres
J.C. 1989; Vergniaud P. 1997).

Diese Art der Wasserzufuhr wurde erfolgreich in Martinique in Zuckerrohrplantagen an


Hanglagen getestet (Combres J.C. 1989) sowie in lehmhaltigen Böden (Vergniaud P. 1997).

In anderen Länder ist die Technik weitverbreitet, besonders in den Vereinigten Staaten seit
Ende der 80igerJahre unter dem Begriff Subsurface Drip Irrigation „SDI“ (Grattan, 1988 ;
Bar- Josef , 1989; Rubelz 1989; Bogle 1989; Phene 1991, 1992, 1993, 1995 ; Oron 1991,
1999 ; Hernandez 1991 ; Smith 1991; Fulton 1991 ; Schwanki 1991 ; Schoneman 1992 ;
Caldwell 1994 ; DeTar 1994, 1996 ; Dhuyvetter 1995 ; Lamm 1995, 1997, 1997 ; Thompson
1995 ; Therm and Van Bruggen 1995 ; Dhanapal 1995 ; Hanson 1995, 1997 ; Plaut 1996 ; El-
Gindy and El-Araby 1996 ; Gillerman 1996 ; Camp 1997, 1997, 1998, 1999 ; Howell 1997 ;
Amali 1997 ; Subbarao 1997 ; Bell 1998 ; Ayars 1999 ; Coehlo and Or 1999 ; Segarra and
Almas 1999 ; Smajstria 1999, 2000 ; Zoldoske 1999, Shock 2000 ; Suarez 2000 ; Trooien
2000)

Die Autoren haben gezeigt, dass diese neue Bewässerungstechnik zahlreiche Vorteile bringt.
Die unterirdische Tropfbewässerung ermöglicht Wasserersparnisse, indem die Bodenver -
dampfung reduziert wird. Außerdem wird damit ein größeres Volumen und eine größere
Erdfläche befeuchtet, eine tiefere Verwurzelung der Pflanzen erreicht, und somit eine
Versickerung des Wassers in Bodentiefe verlangsamt. Jedoch wurde dieses System nicht in
ausreichend verschiedenen Bodenarten geprüft, um verschiedene Fragen zu beantworten, wie
das Verlegen der Bewässerungsschläuche: Abstände zwischen den Schläuchen,
Verlegungstiefe etc..

II. ZIELE

Das Ziel ist, genaue Angaben bezüglich der Verlegung und der Handhabung des unter -
irdischen Tropfbewässerungssystems zu bringen.

Die Verlegung der Schläuche (Tiefe, Abstände) im Boden (Bild 1) muss in erster Stelle der
Bodenbeschaffung entsprechen. Die vorgeschlagene Vorgehensweise ist rein experimental.
Sie besteht darin, die räumliche Ausdehnung der Befeuchtungszone rund um den porösen
Schlauch (Bild 2) in verschiedenen Bodenarten zu beobachten.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, durch Experimente den Einfluss der Bodenart auf die seitliche
Ausdehnung der Befeuchtungszelle rund um den porösen Schlauch zu definieren. Diese Frage
ist essenziell, was eine entsprechende Verlegung der Bewässerungsschläuche betrifft:
Abstand zwischen den Schläuchen, Verlegungstiefe der Schläuche...

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III. PRINZIP UND FUNKTION DES UNTERIRDISCHEN


TROPFBEWÄSSERUNGSNETZES

Die unterirdische Tropfbewässerung besteht darin, die Pflanze mit Wasser aus eingegrabenen
porösen Schläuchen zu versorgen. Man muss also ein Netz von porösen Schläuchen verlegen.
Mit diesem System werden die Schläuche zwischen 20 und 70 cm tief verlegt, je nach
Pflanzenart. Die Pflanze ernährt sich im genauen Maße mit dem aus den porösen Schläuchen
austretenden Wasser. Bedingt durch die Anziehungskraft tendiert das Wasser, in die Tiefe zu
sinken, dagegen steigt das Wasser wegen der Kapillarität oberhalb der Schläuche. Das Wasser
kann sich auch seitlich verteilen. Die Geschwindigkeit und die Ausdehnung dieser Verteilung
hängen allerdings von der Bodenbeschaffenheit ab.

IV. MATERIAL UND METHODEN

Um die oben genannten Ziele zu erreichen, hat man die seitliche Ausdehnung der
Befeuchtungszone um den Schlauch auf experimenteller Weise gemessen. Unter
Berücksichtigung der Bodendichte und verschiedenen angegebenen Arbeitsbedingungen.
Man hat dafür ein Plexiglasbecken von 10 x 50 x 100 cm benutzt in dem ein poröser Schlauch
von 13/18 mm Ø verlegt wurde. Das Becken wurde mit einem Standartgemisch aus 2 mm
dick gesiebter Erde (Bild 2) gefüllt. Der poröse Schlauch wurde dann mit Wasser gefüllt. Die
seitliche Ausdehnung wird in verschiedenen Richtungen entsprechend der kleinen und großen
Achse der Befeuchtungssphäre gemessen. Berücksichtigt wurden hierbei die Zeit und der
Wasserdruck. Nach abgeschlossener Bildung der nassen Zellen, wurde der Erdblock in
Scheiben geschnitten um daraus Erdmuster zu gewinnen, die hinsichtlich der jeweiligen
Feuchte gemessen wurden.

Das Experiment wurde mit verschiedenen Bodenarten und mit verschiedenen Einstell-
bedingungen gemacht (Wasserdruck im porösen Schlauch von 25 mb bis1000 mb, usw.).

Die physisch/chemischen Eigenschaften der Böden sind in Tabelle 1 aufgeführt. Das Bild 3
und die Tabelle 2 stellen die festgestellten Wassermengen in den durchtränkten Materialien
(2mm dick gesiebte Erde) entsprechen dem angewendeten Wasserdrucks (P) dar.

Tabelle 1. physisch/chemische Eigenschaften der geprüften Böden

Bodenstruktur
Ton % Lehm % Sand %

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Tabelle 2 Wasserbestand (w) der durchtränkten Materialien (2mm- gesiebte Erde) je nach
Druck (P) und maximaler Große der mit Wasser gefüllten Poren.

Diese im Labor durchgeführten Experimente sind ganz besonders nützlich, um unentbehrliche


Werte für den Einsatz dieser Bewässerungsart vor Ort zu sammeln. Man kann damit auch die
Transfermechanismen von Wasser und Boden während der Bewässerung festlegen und auch
die im Winter durchzuführenden Entsalzungsarbeiten definieren.

V. ERGEBNISSE UND BESPRECHUNG

A. Eigenschaften der getesteten Schläuche

Die im Labor getesteten porösen Schläuche der Marken ECOPORE und TUPOREX werden
von der Firma ITEP International hergestellt. Sie bestehen aus Gummipulver (gewonnen aus
gebrauchten recycelierten Reifen) und aus Polyäthylen. Dank ihrer porosität schwitzen sie das
Wasser unter niedrigem Druck (25 mb) und mit auf der ganzen Länge gleichbleibende

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Intensität aus. Die Tabelle 3 und das Bild 4 zeigen den Vergleich zwischen diesen beiden
Marken.

Tabelle 3. Flussmenge (Q : Liter / Stunde / Meter) im Verhältnis zum angewendeten Druck


bei den porösen Schläuchen der Marken ECOPORE und TUPOREX

B. Entstehung der feuchten Zone im Verhältnis zur Bodenbeschaffenheit

Der im Labor durchgeführte Test mit einem Plexiglasbecken Maße 10 x 50 x 100 cm


(Bild 2) ermöglicht eine erste Erfahrung mit der unterirdischen Bewässerung mit porösen
Schläuchen „porous pipe“. Wir beobachteten somit die Entstehung der Feuchtzone bei zwei
Druckwerten (25 und 50 mb) und 2 verschieden, dieser Bewässerungstechnik begünstigten
Bodenarten (Tabelle 4 und Bilder 5 bis 8). Die jeweils genutzten Wassermengen wurden dank
einer unterhalb des Beckens angebrachten Waage gemessen.

Tabelle 4. Abgabemenge des porösen Schlauchs ECOPORE innerhalb und außerhalb des
Beckens im Verhältnis zum angewendeten Drucks und der Bodenbeschaffenheit

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In der Tabelle 4 stellt man fest, dass der Schlauch im lehmhaltigen Boden ca. 33% weniger
Wasser abgibt als außerhalb des Beckens. Das hängt mit dem um den Schlauch festhaftenden
lehmhaltigen Boden während der Bewässerungszeit (6 bis 12 Std.) zusammen.

Während der Bewässerung im Becken zwecks Beobachtung der Entstehung der Feuchtzelle
ab dem in 40 cm Tiefe verlegenen Schlauchs, sieht man, dass sich das Wasser in horizontale
und vertikale Richtung vom porösen Schlauch her ausbreitet. Das abgegebene Wasser bewegt
sich durch die Kapillarität im Boden und bildet in geringer oder mittlerer Tiefe, je nach
Bodenbeschaffenheit eine mehr oder weniger ausgedehnte Feuchtzone. (Bilder 5 bis 8), eine
Sphäre wo die Pflanze ihre Wurzeln ausbreiten kann.

Im ersten Falle (lehmhaltiger Boden) sichert die Bewässerung (bei Wasserabgabe von 2,03
und 2,80 l/h/m entsprechend einem Druck von 25 bzw. 50 mb) eine korrekte Oberverteilung
des Wassers durch die Kapillarität mit Bildung einer runden Feuchtzone (Bilder 6 und 8).
Das Wasser kann sich verteilen und die Wurzeln versorgen, steigt aber nicht bis zur
Erdoberfläche. Somit wird eine Verdampfung vermieden.

In zweiten Falle (sandhaltiger Boden) sichert die Bewässerung (bei Flussmengen von 3,03
und 6,00 l/h/m entsprechend einem Druck von 25 bzw. 50 mb) die Bildung einer verglichen
mit dem ersten Falle (Tabelle 5) noch weiter ausgedehnte Feuchtzone. Außerdem wird der
Boden in der Tiefe nass, da die Kapillarität in einem sandhaltigen Boden schwach ist (Bilder
5 und 7). Es ist wichtig, den Schlauch nicht so tief zu verlegen wie im ersten Fall mit einem
lehmhaltigen Boden und eine schwächere Wasserabgabe einzustellen.

Tabelle 5. Volumen der Feuchtzone (befeuchteter Boden), Angaben der Leerräume, Angaben
der Wassermengen für beide Bodenarten im Verhältnis zur Wasserabgabemenge.

Zwei Faktoren beeinflussen die Verlegungsmethode der porösen Schläuche: Die Bodenart,
insb. der Anteil an Feinpartikeln (Ton + Lehm) und die Wurzeltiefe der Pflanze.

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C. Feuchtigkeitsverteilung innerhalb der Feuchtzelle

Um die Ausdehnung der Feuchtigkeit oberhalb und unterhalb des Schlauchs (d.h. in Höhe der
Wurzelbildung) zu studieren wurden alle 5 cm Bodenproben entlang der befeuchteten Sphäre
in 2 Richtungen, seitlich und senkrecht, entnommen. Diese Proben wurden 24 Stunden nach
der Bewässerung entnommen.

Die Bewertung der in beiden Fällen (lehmhaltiger und sandhaltiger Boden) festgestellten
Angaben führen zu mehreren Ergebnissen:

1) Die unterirdische Tropfbewässerung mit porösen Schläuchen in einem Boden


mit mittelgroßer Körnung (lehmhaltiger Boden) verursacht die Bildung einer
Feuchtzelle die sich in fast konzentrischen Kreisen ausdehnt. Das Wasser
bewegt sich weiter und bildet Ringe. An den Rändern der Feuchtzone, da wo
die Wasserbewegung abnimmt, sind die Feuchtigkeitswerte leicht niedriger im
Vergleich zur potenziellen Speicherkapazität des Bodens von 19,2 % (Bilder 6
und 8).

2) Im Boden mit mittlerer Körnung (lehmhaltig) sieht man eine


Kapillarsteigerung oberhalb des Schlauchs. Dies scheint eine wichtige Rolle
bei der Wasserversorgung der Pflanze zu spielen. Die maximale Ausdehnung
der Feuchtzelle im lehmhaltigen Boden liegt zwischen 20 und 65 cm Tiefe
nach 12 Bewässerungsstunden (Bild 8). Die Feuchtigkeitswerte übersteigen im
allgemeinen leicht die Speicherkapazität.

3) Im Boden mit grober Körnung (sandhaltig) bildet die Wasserzufuhr (Bilder 5


und 7) keine Feuchtzelle mit Ausdehnungsringen, wie im lehmhaltigen Boden.
Das Wasser versickert schneller unterhalb des Schlauchs und bildet einen
größeren Nassraum (Tabelle 5): Außerdem ist der Boden unterhalb des
porösen Schlauchs nasser, wo die Feuchtigkeitswerte die Speicherkapazität
weit übersteigen.

4) Naturbedingt haben sandhaltige Böden eine verminderte Speicherkapazität


(5,5%). Die bei jeder Bewässerung gespendeten Wassergaben müssen je nach
Bodenbeschaffenheit angepasst werden. Will man also die unterirdische
Tropfbewässerung optimieren, sollte man eher schwache aber regelmäßige
Wasserabgabemengen empfehlen. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll,
Feuchtigkeitssonden anzuwenden um eine genaue Kontrolle des Wasserbedarfs
in Boden zu überwachen.

5) Es entsteht ein Wassertransfer in nicht gesättigten Böden, insbesondere bei


sandhaltigen Materialien. Dieser Transfer wird durch steigende Ausdehnungen
gegen Ende der Bewässerungszeit verdeutlicht. In diesen lehmarmen (d.h. 5%
oder weniger) aber sandhaltigen Materialien ist klar, dass einzig das Wasser,
dank der Kapillarität, den Zusammenhalt sichert. Wasser ist das Bindemittel
des Bodens.

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VI. SCHLUSSFOLGERUNG

Seit ewiger Zeit bildet die Landwirtschaft quasi die einzige Ernährungsquelle der
Menschheit. Sie ist ihre Überlebensgarantie. Deshalb muss sich der Mensch den
klimatischen Bedingungen anpassen um die Landwirtschaft zu entwickeln.

In Syrien beschäftigt man sich hauptsächlich damit, die Wasserprobleme für die
Zukunft zu lösen. Diese Probleme sind jetzt schon beträchtlich. Die Wasser-
reserven erschöpfen sich und die Wüstenausdehnung macht sich bemerkbar. Die
Tendenz wird zum ernsten Problem. Deshalb entwickeln sich allmählich
Forschungen hinsichtlich neuer Techniken für die Bewässerung von größeren
Erdflächen mit geringeren Wassermengen.

Wir wurden auf die neue unterirdische Tropfbewässerung aufmerksam, denn diese
Technik scheint uns am geeignetsten für trockene Gebiete.

Während der Studie haben wir versucht, die Eigenschaften und die Funktion der
porösen Schläuchen, sowie die Notwendigkeit einer exakten Verlegungsmethode
zu verstehen. Diese neue Technik nennen wir „unterirdische Tropfbewässerung
mit porösen Schläuchen“.

Es wurde in 2 verschieden Bodenarten getestet. Dank der gesammelten Werte


werden wir versuchen, die Abstände und Verlegungstiefe der Schläuche
festzulegen. Das Bild 9 zeigt folgende Empfehlungen:

- Empfohlene Verlegungstiefe des porösen Schläuche 30-50 cm in lehmhaltigen


Böden, 20-30 cm in sandhaltigen Böden.

- Empfohlener Abstand zwischen den Schlauchreihen 40-80 cm in lehmhaltigen


Böden, 50-90 cm in sandhaltigen Böden.

Diese Werte können die Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgen.

Notwendige Wasserersparnisse

Da wir in mehr oder weniger ferner Zukunft immer mehr mit Wiederverwertung
konfrontiert sein werden, muss man auch mit Wasser sparen. Deshalb ist die
unterirdische Tropfbewässerung empfehlenswert, insbesondere die schwache
aber regelmäßige Wasserzufuhr.
Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, Feuchtigkeitssonden anzuwenden um eine
genaue Kontrolle des Wasserbedarfs in Boden zu überwachen. Diese Kontrolle
kann automatisiert werden, wenn man elektronische Sonden einsetzt. Diese
Technik kann die Bewässerungsfrequenzen optimieren und somit Wasserverluste
verhindern.

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Diese Experimente im Labor dienen der Vorbereitung von Versuchen auf dem
Feld mit Schläuchen, die so verlegt werden, das zwischen 2 bis 3 Liter pro Meter
und Stunde abgegeben werden. Versuche müssen in den kommenden Jahren in
mindestens zwei Richtungen stattfinden:

- Forschungen in Zusammenarbeit mit der INRA in Versailles/FR. durchführen


mit dem Zweck einer These für den Titel „ Degree of Master “.

- Einige Versuche auf dem Feld (bei den Landwirten) durchführen, was dazu
beitragen könnte, diese neues Bewässerungstechnik bekannt zu machen, mit
den dazu verbundenen Wasserersparnisse, unter der Voraussetzung jedoch,
diese Technik zu beherrschen.

Diese Bewässerungstechnik kann interessant sein für entspreche Regionen mit


trockenem Klima, für bestimmte Kulturen, insbesondere Baumplantagen im
Vergleich zur oberirdischen Bewässerung mit Sprinkler. Jedoch muss darauf
hingewiesen werden, dass unter Verwendung von Brackwasser, die Wasserzufuhr
multipliziert werden soll, um den hohen Salzgehalt in Wurzelnähe durchzuspülen
(SAFAR 1986) um die Zunahme vom Salzgehalt im Boden zu vermeiden.

Syrien, als Wiege der Menschheit, ist nicht nur ein Forschungsgebiet für die
Wissenschaft. Es ist ein Land mit reicher Bevölkerungsvielfalt, mit Kultur und
Geschichte, mit natürlichen und industriellen Reichtümern, die nun gefördert
werden sollten.

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