Sie sind auf Seite 1von 129

1

Szene
Zirkus im Supermarkt oder
wie der Regen die Leute zusammenbringt
Wenn es regnet, gehen die Leute in den Supermarkt. Nicht alle Leute natürlich, aber
doch einige. Wenn es regnet, sind Supermärkte besonders interessant. Dann kommen
auch die reichen Leute, und die Leute, die es eilig haben. Das sind ja meistens die Glei-
chen, nicht wahr. Und wenn sich dann alle im Supermarkt treffen, die Normalen, die
Reichen und die Eiligen, dann wird der Supermarkt zu einem Zoo. Nein - es ist eher
ein Zirkus.

6
1
Szene

Treten Sie näher, meine Damen und Herren, hereinspaziert, im Supermarkt finden Sie
alles, was Sie brauchen, und alles, was Sie nicht brauchen. Vergessen Sie den Regen
draußen, spazieren Sie bei uns herum, lassen Sie ihre Kleider trocknen. Aber verges-
sen Sie nicht - der Supermarkt ist ein Zirkus ohne Tiere. Ihre Freunde mit vier Beinen
müssen draußen bleiben.

Kind: Mutti1, nehmen wir Rex2 auch mit rein? Er ist ja ganz nass!
Mutter: Ja, komm, wir nehmen ihn rein und binden ihn gleich beim Eingang
an, dann wird er wieder trocken. Guter Hund, ja, du kommst auch mit rein.
Herr Schäfer: Verzeihen Sie, der Hund muss draußen bleiben!
Mutter: Wie bitte, bei dem Regen, sehen Sie nicht, wie er friert.
Der Arme ist ja ganz nass!
Herr Schäfer: Tut mir Leid, das ist Vorschrift,
wir können unmöglich ...
Kind: Ich will aber Rex mitnehmen,
ich will, ich will ...

Was unterscheidet den Regenschirm vom Feuerzeug und vom Polizisten, meine Da-
men und Herren? Gar nichts - alle drei sind nie da, wenn man sie braucht. Hier und
nur hier bei uns sehen Sie, wie sich eine reiche Dame ... und eine eilige Dame ... um
einen Regenschirm streiten! Es ist der letzte rote Schirm!

1 Mutti, Mama, Mami = liebevolle Anrede für die Mutter 2 Rex = typischer deutscher Hundename

7
Szene 1
Oh, Verzeihung, eine technische Panne!

Reiche Dame: Geben Sie mir diesen Schirm! Ich war vor Ihnen da.
Sie haben kein Recht, einfach den letzten zu nehmen.
Eilige Dame: Jetzt hören Sie aber auf. Sie stehen hier
herum, können sich nicht entscheiden für Rot oder
Schwarz, und dann tun Sie noch so, als gehöre Ihnen der
ganze Laden. Sie brauchen mir nicht zu sagen, was ich
kaufen soll.
Reiche Dame: Seien Sie nicht vulgär. Geben Sie mir den Schirm.
Ich war ja schließlich zuerst da!
Eilige Dame: Hören Sie, ich habe keine Zeit, mich mit Ih-
nen rumzustreiten1. Ich nehme jetzt diesen roten Schirm.
Der schwarze passt eh2 besser zu Ihrer Frisur.
Reiche Dame: Das ist doch die Höhe! Werden Sie nicht frech,
lassen Sie sofort diesen Schirm los!
Eilige Dame: Sind Sie verrückt, jetzt reicht's aber.

Seien Sie Ich nehme


nicht vulgär! Das ist doch
jetzt diesen
Geben Sie die Höhe! Lassen
roten Schirm!
mir diesen Sie sofort diesen
Schirm! Ich war Schirm los!
vor Ihnen da!
Jetzt hören Sie
aber auf!

1 rum(streiten) = herum(streiten)
2 eh = sowieso, ohnehin

8
1
Szene

Lassen wir sie streiten, meine Damen und Herren. Sie kaufen bestimmt beide einen
Schirm, rot oder schwarz - Happy End1 ist bei uns garantiert. Auch für die Leute, die
gar nicht zum Einkaufen hier sind. Darf ich Ihnen vorstellen: Frau Adler2 und Frau
Sperber3 - zwei Damen mit sehr scharfen Augen. Sie sehen einfach alles!

Frau Adler: Hast du das gesehen, wie die beiden


um den Schirm streiten. Ist ja göttlich!
Wie im Kino, sage ich.
Frau Sperber: Schau mal da, das Kind mit dem
Einkaufswagen. Das gibt noch ein Unglück, so wie
das durch die Gänge rennt.
Kind: Mutti, kaufst du mir die Kekse? Du hast doch gesagt, wir gehen Kekse
kaufen. Du kaufst ja gar nichts, du läufst bloß rum und schaust alles an.
Ich will meine Kekse.
Frau Adler: Das geschieht
der Mutter recht. Kinder
im Supermarkt
stören sowieso.
Mein Gott,
wenn ich daran
denke, wie wir
früher sparen
mussten.
Frau Sperber: Aber
meine Kinder haben
noch gewusst,
was sich gehört. Heute dürfen die machen, was sie wollen.

Das war's für heute, meine Damen und Herren, unser Zirkus im Supermarkt. Wir ma-
chen jetzt eine kleine Pause, bis zum nächsten Mal. Wenn es wieder regnet, bei uns
im Supermarkt.

1 das Happy End = ein Ende, das schön und harmonisch ist, weil alle Konflikte gelöst worden sind
2 der Adler = der größte Raubvogel in Europa
Adleraugen haben = sehr gut sehen können
3 der Sperber = ein mittelgroßer Raubvogel

9
1
Szene

Verzeihen Sie, der Hund muss draußen bleiben.


Der Hund darf nicht hinein. Haben Sie das Schild nicht
gesehen?
Tut mir Leid, Sie dürfen den Hund nicht mit hineinnehmen!
Entschuldigung, aber Hunde sind hier verboten!

Geben Sie mir diesen Schirm! Ich war vor Ihnen da.
Jetzt hören Sie aber auf!
Sie brauchen mir nicht zu sagen, was ich kaufen soll.
Das ist doch die Höhe, werden Sie nicht frech!

Ich war schließlich zuerst da.


Sind Sie verrückt?
Lassen Sie sofort diesen Schirm los!
Jetzt reicht's aber!

Hast du gesehen, wie die beiden streiten?


Schau mal da, ja da, das Kind mit dem Einkaufswagen.
Ich sage dir, das gibt noch ein Unglück.
Kinder im Supermarkt stören sowieso.

10
1
Szene

der Supermarkt = ein großes Geschäft

ein riesengroßes Angebot /alles unter einem Dach


• Lebensmittel: Brot, Nudeln, Reis, Fleisch,
Milchprodukte (Käse, Jogurt ... ),
Obst, Gemüse, Eier ...
• Getränke: Mineralwasser, Saft, Bier, Wein ...
• Haushaltsartikel: Waschmittel,
Toilettenpapier ...
• Kosmetik: Seife, Schampon, Creme ...

die Selbstbedienung /oft kein Fachpersonal


Der Kunde geht mit einem Einkaufswagen oder Korb durch die Regale,
nimmt sich, was er braucht, und bringt alles zur Kasse.
An der Kasse kann man bar oder mit Kreditkarte bezahlen. Achtung:
Die Preise im Supermarkt sind nicht immer am niedrigsten.
das Einkaufszentrum = oft am Stadtrand gelegen
Meist neu gebaute, große Einkaufssiedlung mit verschiedenen Spezial-
geschäften und eigener Infrastruktur, zum Beispiel Restaurants,
Riesenparkplätze ...

11
Szene 2 Der Zirkus geht weiter oder
wie man klaut, ohne zu klauen
Zirkus im Supermarkt, meine Damen und Herren. Es regnet immer noch, und die Leu-
te vertreiben sich die Zeit im Supermarkt. Treten Sie wieder näher, meine Damen und
Herren, erleben Sie heute live1 den exotischen Höhepunkt in unserem Zirkus: Ein jun-
ger Mann mit geschickten2 Fingern, ohne Geld, mit Baseball-Mütze, Ghettoblaster und
Nerven - ein echter Stadtindianer.

Herr Schäfer3: Machen Sie sofort dieses Ding leiser! Nein, stellen Sie es ab,
man versteht ja sein eigenes Wort nicht mehr! Hören Sie!
Chris: Is' ja gut, Daddy4. Ganz cool5, ja.

1 live = direkt, unmittelbar


2 geschickt = schnell, beweglich, flink
3 der Schäfer(hund) = ein großer Hund, der oft als Wachhund oder bei der Polizei eingesetzt wird
4 daddy (engl.) = Papa
5 cool (engl.) = hier: ruhig

12
2
Szene

Frau Adler: Was tut er jetzt, dieser -


ähm - Punk - he, der stiehlt eine Tafel
Schokolade, der klaut sie ...
Frau Sperber: Das ist kein Punk, meine
Liebe, das ist ein Hip-Hopper. Aber er
klaut wirklich, wie aufregend!
Frau Adler: Nee, du, der hat die Scho-
kolade dem Kind gegeben. Und was
tut er jetzt?
Frau Sperber: Eine Schachtel Filzstif-
te, er steckt sie der Mutter in die
Einkaufstasche. Und sie merkt's
nicht mal!

13
Szene 2
Frau Adler: Guck mal, wie schnell
der klaut!
Frau Sperber: Das ist doch nicht
Stehlen. Er behält nichts für sich,
er verteilt das überall - da, in die
Manteltasche, was war das?
Frau Adler: Ein Rasierpinsel, glaube
ich. Hast du gesehen, das ist doch
die Frau, die um den Schirm ge-
stritten hat. Die hat jetzt einen
Rasierpinsel in der Manteltasche!
Frau Sperber: Das gibt ja eine
Überraschung. Die wird sich
wundern!

Und nun, meine Damen und Herren, das große Finale. Die Spannung steigt, wir
kommen zur Kasse.

Kassiererin: Das macht


126 Mark 75. Danke.
Chris: Lässt du mich mal
durch, Muttchen1. Hab nix2
gekauft.
Kassiererin: He, Sie, warten Sie
mal! Herr Schäfer, Herr Schä-
fer, da geht jemand raus, ohne
zu bezahlen!
Chris: Was willst du denn?
Braucht man hier schon 'ne
Eintrittskarte? Mann, ich sag
doch, ich hab nichts gekauft.

1 Muttchen = Mutti
2 nix = nichts

14
Szene2
Herr Schäfer: Kommen Sie mit mir, bitte.
Chris: Was ist denn los? Ich hab nichts gekauft, alles cool, Mann, relax1, o.k.?
Herr Schäfer: Wenn Sie nicht mitkommen wollen, muss ich Sie eben hier
durchsuchen, vor allen Leuten ...
Chris: Na mach schon, Daddy. So'n Zirkus2 mögen die Leute. Such, Mann,
los, such!
Herr Schäfer: Da ist nix, da auch nix, und da auch nix. Alles in Ordnung. Ent-
schuldigen Sie bitte, ich habe gedacht ...

Chris: Gedacht? Du hast wirklich gedacht? Bezahlt man dich fürs Denken??
Great job3, yo! Schau mal, die Dame mit dem schwarzen Schirm. Versuch's
doch mal bei ihr - hö hö hö hö.

Das war's, meine Damen und Herren, unser heutiger Zirkus im Supermarkt. Sie sehen:
Nicht alle, die klauen, sind auch wirkliche Diebe. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerk-
samkeit und freue mich auf Ihren nächsten Besuch. Wenn es regnet, bei uns ... im Su-
permarkt.
1 relax (engl.) = beruhig dich
2 einen Zirkus machen = unnötig eine Aufregung verursachen
3 great job (engl.) = toller Job

15
2
Szene

Der junge Mann hat sehr geschickte Finger.


Du, schau mal, der klaut ja!
Der stiehlt tatsächlich eine Tafel Schokolade.
Nein, das ist doch nicht Stehlen, er verteilt das ja überall.

Schau, was er jetzt tut!


Er steckt der Frau einen Rasierpinsel in die Manteltasche.
Und sie merkt's nicht mal.
Du, das gibt ja eine Überraschung.
Na, die wird sich wundern.

Achtung, da geht jemand raus, ohne zu bezahlen!


Kommen Sie mit mir, bitte!
Was ist denn los? Ich habe nichts gekauft.

Wenn Sie nicht mitkommen wollen, dann muss ich Sie hier
durchsuchen.
Hm, da ist nichts, und da ist auch nichts.
Entschuldigen Sie bitte, ich habe gedacht, Sie haben etwas
geklaut.
Gedacht? Du hast wirklich gedacht? Bezahlt man dich fürs
Denken?

16
Szene2

der Hip-Hopper: die Schicki: die Punk: die Techno: der Skinhead:
weite, zu lange modisch bunt gefärbte leben für Partys kahlrasiert,
Kleider, perfekt Haare, mit rhythmi- mit Armee-
Tennisschuhe, gekleidet, alte, oft scher Musik, kleidern,
Hip-Hop und am Geld kaputte Klei- bunte, freche oft politisch
Trip-Hop-Musik, interessiert der, harte Kleider rechts-
Skater Rockmusik gerichtet

klauen stehlen geschickte Finger haben

der Dieb
in die Tasche stecken
rausgehen, ohne zu zahlen
das Geld
Deutschland: die Mark ( = 100 Pfennige)
Österreich: der Schilling ( = 100 Groschen)
Schweiz: der Franken ( = 100 Rappen)
Europa: der Euro

17
Szene 3 Frühstück oder
wie ich den Tag zur Nacht machte
Chris: Die Tage sind lang. Die Tage sind langweilig ... immer das Gleiche. Und
die Nächte? Die Nächte sind kurz ... viel zu kurz. Und am Morgen ... aufste-
hen, ächz. Ich steige immer mit dem linken Bein1 aus dem Bett. Aber zuerst
bleibe ich liegen, wenn der Wecker ... dröhnt.
Wenn der Wecker dröhnt ... Mein Gott! Schon wieder ...
Wenn der Wecker ... klingelt ...
Ich bleibe also liegen ... und denke nach ...
Na ja, denken ...

Chris: Aufstehen - frühstücken - fernsehen - schlafen -


aufstehen - frühstücken - fernsehen - schlafen - ... aufstehen!

1 mit dem linken Bein aufstehen = schlechte Laune haben, Unglück haben
Die linke Seite ist (für Rechtshänder/innen) die "schlechte" Seite, für viele auch die Unglücksseite.

18
3
Szene

Chris: Guten Morgen. Guuuten Mooorgen!


O.k., Frühstück machen.
Marmelade, Milch, Brot, Butter, Käse.
Ein Ei! Aufpassen, geht kaputt!
Ganz vorsichtig ins Wasser ...
Autsch, vorsichtig!
Was, du fauchst, Bestie?
Willst du mir Angst machen?
Bist doch eine guuute Kaffee-
maschine, nicht wahr?

das Frühstück = erste Mahlzeit


nach dem Aufstehen
(ungefähr 7-9 Uhr)

kleines, traditionelles Frühstück


• Kaffee oder Tee, eventuell mit
Milch oder Sahne und/oder Zucker
• Brot, Brötchen
• Butter und Marmelade oder Honig

großes Frühstück/Brunch
• Kaffee oder Tee
• Orangen- oder Grapefruitsaft
• Obst, Müsli, Jogurt
• Wurst, Schinken, Käse und Eier
• Verschiedene Brote
und Brötchen
• Butter,
verschiedene Marmeladen

19
Szene 3
Chris: Moment ... erst mal Zeitung1
holen!

Neil Young:
Finger kaputt
Neil Young hat
MŸnchen Ð US-Rocker
wegen einer
seine Europa-Tournee
sagt.
Fingerverletzung abge
enende fŸr die
Es war kein gutes Woch
den. Nach der
Fans von alten Rocklegen
von Bob Dylan
gefŠhrlichen Krankheit
il Young ein ne-
hatte am Freitag auch Ne
tarrist verletzte
gatives Erlebnis. Der Gi
eines Sandwi-
sich bei der Zubereitung
ner linken Hand
ches am Zeigefinger sei
Europatournee
und hat deswegen seine
annulliert. Chris: "Free world" –
Freie Welt, danke schön!
Immer das Gleiche: Sport ... Krieg ...
Mord und Tod!
Alles frisch auf dem Frühstückstisch.
... wird das Park-Rockfestival auf Schluss jetzt, Ei, deine Zeit ist ge-
einen prominenten Künstler verzich- kommen, die drei Minuten sind vorbei.
ten müssen. Der amerikanische Star
Neil Young hat seine
Europa-Tournee abgesagt. Wie sein
Management erklärte, hat sich Young
beim Brotschneiden den halben Fin-
ger abgeschnitten, sodass er im Mo-
ment nicht Gitarre spielen kann.
Schade.

1 Zeitung holen und Zeitung lesen beim Frühstück


ist ein häufiges Morgenritual.

20
3
Szene

Chris: Brot schneiden ... vorsichtig ... scharfes Messer ...


Brot schneiden am Morgen ist gefährlich. Vor Jahren habe ich mich beim
Brotschneiden in den Finger geschnitten - alles voll Blut, es war schrecklich
an diesem Morgen, alles rot, Finger, Messer, Brot voll Blut.
Ich habe das Frühstück stehen lassen: Brot, Butter, Marmelade, Milch, Kä-
se, einfach alles auf dem Tisch liegen lassen, und bin wieder ins Bett.

Chris: Diesen Tag habe ich zur Nacht gemacht. Als ich später aufgewacht
bin, war schon wieder Abend, fast Nacht, es war dunkel. Mein Finger war ka-
putt, die Milch war schlecht, das Brot war trocken. Die Zeit vergeht zu
schnell - vergeht zu schnell.

21
3
Szene

Mein Gott, schon wieder der Wecker!


Mein Gott, ist das langweilig!
Immer das Gleiche, jeden Tag das Gleiche.
Jeden Tag steht das Gleiche in der Zeitung.

He du, aufpassen, das Ei geht kaputt!


Achtung, vorsichtig, das Messer ist scharf!
Achtung, das ist gefährlich!
He, pass doch auf, das ist gefährlich!

Was möchten Sie trinken? Kaffee oder Tee?


Nehmen Sie Kaffee oder Tee?
Möchten Sie Milch zum Kaffee?
Brauchen Sie noch Zucker?
Wollen Sie vielleicht ein Ei?

Guten Morgen, Peter! - Guten Morgen, Barbara!


Guten Tag, Herr Bauer! - Guten Tag, Frau Huber!
Guten Abend miteinander! - Guten Abend, Sabine!
Gute Nacht, Norbert! - Gute Nacht! Und schlaf gut!

22
Szene 3
Guten Tag!

Guten Morgen! Guten Abend!


bis 10 Uhr ab 18 Uhr

Gute Nacht!
Abschiedsgruß vor dem Schlafengehen

die Sonne geht auf die Sonne geht unter


der Tag beginnt die Nacht beginnt
es ist Morgen es ist Abend
es ist hell es ist dunkel
b b
aufstehen das Abendessen
b Q
fernsehenQschlafen gehen
das Frühstück
Q
ausgehen

Frühstück machen frühstücken


• Kaffee kochen • Milch in den Kaffee geben
• Brot schneiden • den Kaffee umrühren
• ein Ei 3 Minuten kochen • eine Tasse Kaffee trinken
• Milch und Butter aus dem • Butter auf das Brot streichen
Kühlschrank nehmen • ein Stück Brot essen
• die Zeitung holen • das Ei salzen
• die Zeitung lesen

23
Szene 4 Alle hatten Grün oder
wie mich eine Ampel zum Tanzen brachte
Die Straße ist kein guter Ort zum Tanzen - zu viel Verkehr, kein guter Sound, klar? Aber
ich habe auf der Straße einen echten Tanz hingelegt - und wieso? Alles wegen dieser
doofen Ampel. Die war kaputt - und ich war echt sauer1!

Chris: He, Sie! Haben Sie einen Moment Zeit?


Beamter: Guten Morgen!
Chris: Nee, Mann, heute, nicht morgen.
Beamter: Ich hab nur "Guten Morgen" gesagt.
Chris: Ach so, cool. Ist hier das Amt für kaputte Ampeln?
Beamter: Also, hier ist der TÜV2, Abteilung Verkehrssicherheit. Können Sie
das Ding3 da etwas leiser machen.
Chris: Genau, Verkehrssicherheit, das ist es. Ich muss Ihnen sagen, ihre Am-
peln sind lebensgefährlich, verstehen Sie, Mann, le-bens-ge-fähr-lich.

TÜV – Abteilung Verkehrssicherheit

1 sauer = böse, verärgert; echt sauer = wirklich sauer


2 der TÜV = Technischer Überwachungsverein
3 das Ding = hier: Ghettoblaster mit einem Radio/Kassettengerät

24
4
Szene

Beamter: Na na, junger Mann,


so schlimm kann das ja nicht
sein. Schauen Sie, Ampeln sind
für die Sicherheit da, nicht
wahr?
Chris: Ach so, für die Sicher-
heit? Hö, hö! Wollen Sie mal
hören, was mir passiert ist?
Beamter: Also, ehrlich gesagt, ich
glaube, Sie sind falsch hier. Sie ...
Chris: O.k. Mann, hier kommt die Ge-
schichte mit der Ampel. Ich geh also
die Straße lang, auf dem Gehsteig,
und auf der Straße fahren die
Autos ...
Beamter: Aber das ist doch ihr
Recht!
Chris: Wie wild fahren die, sag ich
Ihnen, crazy, verrückt ...
Hören Sie mir zu, ja! Ich komme zur
Kreuzung und will über die Straße. Und was passiert? Was tut die Ampel?
Sie ist verrückt, sie macht, was sie will. Sie blinkt mal grün, mal rot, mal
gelb, einfach so, total wild.
Beamter: Also eine richtige, wie sagt man ... ehm ... eine Lightshow?
Chris: Und jetzt kommt auch noch ein Bulle ...
Beamter: Ehm, ein Polizist, meinen Sie ...

Elemente städtischer Jugendsprache Übertreibungen Freche Ausdrücke


Englische Ausdrücke lebensgefährlich der Bulle = der Polizist
Sound = Ton, Klang total wild der Blechsalat = der Autounfall
cool = ruhig, sehr gut Comic Sprache O.k., Mann! = Ja, gut! Einverstanden!
crazy = verückt Bumm!
crash = krachen, splittern Crash!
Es knallt.

25
Szene4
Chris: Ja genau, Mann, sag ich doch, der kommt also und schaut die Ampel
an, und ... bekommt einen roten Kopf, verstehen Sie, red bull ...
Beamter: Jetzt hören Sie aber auf, ich
hab noch anderes zu tun, und Ihre
Alle hatten GrŸn ... Sprache geht mir auf die ...
sammensto§ in
Bonn - Nach einem Zu Chris: Der Polizist winkt wie wild, links
teten alle: "Ich
der Innenstadt behaup und rechts, nach vorn und hinten, und
hatte GrŸn." tatsächlich, die Autos halten an.
fall kam es am
Zu einem komischen Un
ittag in der In- Beamter: Ist doch gut, bestens ...
Wochenende kurz vor M
Zusammensto§ Dafür haben wir Polizisten. Ist doch
nenstadt Bonns. Beim
agen und ei- normal!
zwischen drei Personenw
vier Verletzte.
nem Motorrad gab es Chris: Normal, Mann, Sie haben Ner-
ei behaupteten
Nach Angaben der Poliz ven. Hören Sie mir einfach zu, o.k.? Ich
ten, die Ampel
alle am Unfall Beteilig gehe also über die Straße, schön von
igt. Die Polizei
hŠtte fŸr sie GrŸn geze einem weißen Streifen zum anderen,
sucht Zeugen.
und dann passiert es. Ich steh mit-
ten auf der Straße, die Ampel blinkt
nicht mehr, nein, sie zeigt allen Grün.
Beamter: Hören Sie, das ist einfach unmöglich ...
Chris: Grün sag ich, alle hatten Grün, und alle fahren los, voll aufs Gas, wie
die Verrückten, auf mich los, verstehen Sie, Mann, grün ist grün, Polizist hin
oder her, die fahren einfach,
Lastwagen, Sportcoupé, ein
Krankenwagen mit Sirene,
und und und ... Und ich mit-
ten drin, tanze hin und her,
und dann renn ich wie ein
Wilder auf die andere Seite
und rette mich auf den
Gehsteig, und hinter mir
her die Autos hupen und
quietschen, und dann ...
crash!!

26
4
Szene

Beamter: Wie bitte?


Chris: Crash!! Ja, es knallt.
Beamter: Ein Unfall, meinen Sie?
Chris: Genau, es knallt, bumm! Blechsalat,
und ich beinahe mittendrin. Alles wegen dieser
doofen Ampel. Alle hatten Grün!
Beamter: Also gut. Dann nehmen wir
ein Protokoll auf: Noch einmal von vorn.
Sie sagen also, die Ampel hat nicht
funktioniert ...
Chris: Mann, ich glaub das nicht, ich werd verrückt.

27
4
Szene

Können Sie das Ding da leiser machen?


Stellen Sie bitte das Radio leiser!
Machen Sie doch bitte die Musik leiser!
Ich kann Sie nicht verstehen, die Musik ist zu laut!

Haben Sie einen Moment Zeit?


Dann hören Sie mir bitte zu, ja!
Hören Sie endlich zu, Mann!
Können Sie nicht zuhören?

Ich geh über die Straße, und dann passiert es.


Die Ampel zeigt allen Grün.
Und plötzlich fahren alle Autos los.
Und dann ist der Unfall passiert!

Jetzt hören Sie auf! Ich hab noch anderes zu tun!


Hören Sie bitte auf! Ihre Sprache geht mir auf die Nerven.
Sie gehen mir wirklich auf die Nerven.

28
4
Szene

der Wagen
der Bus das Auto das Taxi
der Lastwagen Fahrzeuge
in der Stadt das Sportcoupé
der Krankenwagen
das Fahrrad das Motorrad

Auto fahren
Gas geben bremsen
losfahren anhalten
hupen parken

die Straße
die Kurve
die Ampel
die Kreuzung
der Gehsteig
für Fußgänger der Zebrastreifen

29
5
Szene
Fußballsamstag oder
wie meine Freundin in Dortmund ankam
Ich wohne in Dortmund. Meine Freundin Sabine wohnt in Brüssel, in Belgien. Deshalb
sehe ich sie nicht gerade oft.

Dortmund Hbf
Duisburg Hbf
Mülheim (Ruhr)

Krefeld Hbf
Viersen

Mönchengladbach Hbf

Geilenkirchen

Bruxelles-Central Aachen Hbf

Liège-Guillemins Verviers-Central

Aber wenn ich sie sehe, trägt sie immer die gleichen Farben, Schwarz und Gelb. Sie
liebt Schwarz und Gelb. Mal ist es eine schwarze Hose und ein gelbes T-Shirt, mal ei-
ne gelbe Hose und ein schwarzes T-Shirt. Es kann aber auch vorkommen, dass sie ei-
nen Rock trägt, gelb-schwarz kariert, oder gestreift, dazu einen gelb-schwarzen Pull-
over, manchmal sogar gelb-schwarze Strümpfe. Auf jeden Fall sieht sie aus wie eine
Biene.
die Mütze die Hose
das T-Shirt die Klamotten (Pl.) der Rock
die Strümpfe (Pl.) der Pullover
30
5
Szene

Maria: Tolle Idee, Bienchen, ich wusste eh nicht1, was tun am Samstag.
Wann kommst du an?
Sabine: Moment, ich schau mal nach. Bahnhof
An Ab
Wo ist denn der Fahrplan? Bruxelles-Centra
l
Also, Dortmund Hauptbahnhof, Bruxelles-Nord 09:52
Leuven 09:55 09:57
Ankunft 14 Uhr 13. Früher geht's Liège-Guillemin 10:15 10:17
s 10:56
nicht, sonst muss ich ja mitten Verviers-Central 11:00
Aachen Hbf 11:18 11:20
in der Nacht aufstehen. Holst du 11:43
mich ab? Aachen Hbf
Geilenkirchen 12:20
Mönchengladba 12:39 12:40
Maria: Klar doch. ch Hbf 13:00
Viersen 13:02
Krefeld Hbf 13:08 13:09
Sabine: Super. Ich freu mich ... 13:21
Duisburg Hbf 13:22
Napoleon! Weg da! O nein! Mülheim (Ruhr) 13:36 13:38
Hbf 13:43
Essen Hbf 13:44
Bochum Hbf 13:51 13:53
Dortmund Hbf 14:01 14:03
14:13

Maria: He, was ist denn los bei dir?


Sabine: Dieser doofe Kater! Hat eine Vase kaputt-
gemacht, meine Lieblingsvase!
Maria: War die Vase gelb-schwarz?
1 Ich wusste eh nicht = ich wusste sowieso nicht

31
Szene 5
Sabine: Werd nicht frech, du! Das war ein Geschenk von Pascal - Memphis-
Design1, original. Mon Dieu, c'est dommage2!
Maria: Tut mir leid, Bienchen. Du kannst ja am Samstag hier eine neue kau-
fen, o.k.?
Sabine: Mal sehen, du, ich muss weg. Tschau, also bis Samstag.
Maria: Bis Samstag. Moment mal, ich warte auf dich am Bahnsteig, dann
können wir uns nicht verpassen. Du mit deinen gelb-schwarzen Klamotten
bist ja leicht zu sehen.

Leicht zu sehen, von wegen3! Da hab ich doch tatsächlich vergessen, dass Samstag in
Dortmund alle 2 Wochen Fußballtag ist. Da geht man auf den Fußballplatz, ins West-
falenstadion, und alles ist schwarz-gelb. Das sind nämlich die Farben von Borussia
Dortmund. Und natürlich kommen Tausende von Fans mit dem Zug nach Dortmund,
dann sieht man vor lauter Menschen den Bahnhof nicht mehr. Tausende von Men-
schen in schwarz-gelben Kleidern.
1 Memphis-Design = Form einer Vase aus dem
altägyptischen Memphis
2 Mon dieu, c'est dommage! = mein Gott, ist das schade!
3 Leicht zu sehen, von wegen! = sie war in Wirklichkeit
gar nicht leicht zu sehen

Belgien: Sprachen (Bevölkerung)


56% niederländisch (Flandern)
34% französisch (Wallonen) 56% 34% 9% 1%
9% verschiedene Sprachen (Einwanderer)
1% deutschsprachige Minderheit

32
Szene 5
Borussia Fans: „We are the champions ... Olé, olé, olé ...“
Maria: Bienchen, hallo, Sabine! Hier bin ich!
Sabine: Maria - da bist du! Wie geht's? - Toll siehst du aus - aber sag mal,
was ist denn hier los? Alle schwarz-gelb, wie ich!
Maria: Das sind die Fans1 von Borussia Dortmund - Fußball - verstehst du?
Heute spielt Dortmund gegen Bayern München, die ganze Stadt steht Kopf!
Sabine: Ach, und ich habe gedacht, das hast du so für mich organisiert ...

1 der Fan = jemand, der von einer Sache / einer Person


begeistert ist, zum Beispiel:
der Backstreetboys-Fan, der Borussia-Dortmund-Fan, der Fußballfan

33
5
Szene

He, was ist denn los bei dir?


O nein, dieser doofe Kater hat eine Vase kaputtgemacht!
Das gibt's ja nicht, diese blöde Katze!
Ausgerechnet meine Lieblingsvase!
Das tut mir leid, aber du kannst dir ja hier eine neue kaufen.

Hallo, hier bin ich!


Ah, da bist du ja, wie geht's?
Danke gut, und dir? He, toll siehst du aus!
Danke, du aber auch.
Ich freu mich, dass du wieder mal da bist. Komm, gehen wir!

He, sag mal, was ist denn hier los?


Fußball, verstehst du? Samstag ist in Dortmund Fußballtag.
Da geht man auf den Fußballplatz.
Die Fans gehen ins Westfalenstadion.
Und natürlich kommen Tausende von Fans mit dem Zug nach
Dortmund.

Und die da, die Gelb-Schwarzen!


Das sind die Fans von Dortmund, verstehst du?
Wie schön, das ist ja eine tolle Überraschung.
Wie hübsch, alle in Schwarz-Gelb!

34
Szene 5
Fußball
• ein Ballspiel zwischen zwei Mannschaften aus je elf Spielern
• jede Mannschaft versucht, den Ball mit dem Fuß oder dem Kopf
in das Tor des Gegners zu schießen
• ein Spiel dauert 2 x 45 Minuten mit einer Pause von 15 Minuten
(die Halbzeit)
• wichtigster Massensport in Europa
• (fast) reiner Männersport

das Fußballfeld
der Fußballplatz
den Ball das Tor
einen Eckball einwerfen
schießen
einen Elfmeter der Strafraum
schießen
das Mittelfeld
der Elfmeter(punkt) die Mittellinie

die Seitenlinie

die Ecke

35
Szene 6 Die gelb-schwarze Sabine oder
wie meine Freundin Borussia-Fan wurde
Meine Freundin Sabine versteht nichts von Fußball - Sie erinnern sich? Aber wenn sie
auf dem Bahnsteig in Dortmund steht, mit ihren gelb-schwarzen Kleidern, um sie her-
um nichts als Borussia-Fans, dann sieht sie eben aus wie ein Borussia-Fan. Auch wenn
die Fans eine Sprache sprechen, die Sabine nicht versteht...

Weißte, wat2 ich dann mach?


Mann, Rudi, ey, wenn der Ricken1 Dann trink ich noch ein Bier,
wieder so 'ne Nummer bringt, so'n oder vier ... das sag ich dir.
richtiges Traum-Tor, ey ... Olé, olé, olé ...

Sabine: He, Maria, was reden denn die, das versteh ich ja fast nicht.
Maria: Die reden über Fußball, verstehst du, der Ricken ist ein Spieler bei
Borussia Dortmund.
Sabine: Nein, nicht das, ich mein, der komische Akzent ...
Maria: Ach so, die reden hier so, das ist der Ruhrpott-Dialekt.
1 Ricken = Stürmer bei Borussia Dortmund 2 weißte, wat ... = weißt du, was ...

36
6
Szene

Sabine: Mais qu'est-ce que c'est1 - Maria, bin ich im Himmel, was ist denn
das?
Maria: Ach, das ist ein Verkaufsstand für Borussia-Fans. Fan-Artikel eben.
Sabine: Das gibt's ja nicht, schau mal! Alles in meinen Lieblingsfarben.

Maria: Ja, guck mal, hier kriegst du wirklich alles in Schwarz-Gelb: T-Shirts,
Mütze, Pullover, und sieh mal da, Teller, Tassen, Feuerzeuge ...
Sabine: Wie hübsch!
Maria: Willst du das alles kaufen? Wie willst du das mitnehmen?

1 Mais qu'est-ce que c'est? (franz.) = Aber was ist denn das?

37
Szene 6
Sabine: Ich kauf mir halt so 'ne schwarz-gelbe
Reisetasche!
Maria: Bienchen, hast du die Vase da
schon gesehen?
Sabine: Mann, ist die schön - die muss
ich haben!
Maria: Napoleon wird sich freuen -
Borussia-Design statt Memphis-Design,
alles für die Katz1, nee, für den Kater, natürlich!

Sabine: Oui, allo!


Maria: Bienchen, ich bin's! Maria! Borussia ist Champions League-Meister.
Sabine: Aber sicher, Maria, ich hab's auch gesehen, im Fernsehen. Wir haben
gewonnen! Borussia Dortmund! Olé, olé, olé ...

1 alles für die Katz = alles umsonst, alles vergebens

38
Szene 6

Maria: Erinnerst du dich an den Platz,


wo sich die Fans treffen?
Sabine: Ja, wie heißt er - Bor..., nicht Borussiaplatz ...
Maria: Nein, Borsigplatz heißt er. Sie haben den ganzen Platz schwarz-gelb
gestrichen!
Sabine: Nein! ! Der ganze Platz schwarz-gelb? Ist das wahr? Das muss ich
sehen. Ich komme!

Was machen richtige Fans?


• sie sind im Fan-Club
• sie besuchen regelmäßig die Spiele ihrer
Lieblingsmannschaft
• sie kennen jeden Spieler: Ricken, Chapuisat, ...
• sie schreiben Fan-Post
• sie tragen Fan-Klamotten (Pullover, Mützen usw.)

39
6
Szene

Was reden denn die? Das versteh ich ja fast nicht.


Die reden über Fußball, verstehst du?
Nein, ich meine, ich versteh ihre Sprache nicht.
Ach so, die reden hier eben Dialekt.

He, du, schau mal, hast du die Klamotten gesehen?


Das gibt's ja nicht, alles meine Lieblingsfarben! Alles
schwarz-gelb!
Mann, ist das schön, das muss ich haben.
Willst du das alles kaufen?
Wie willst du das mitnehmen?

Hallo, Sabine, ich bin's, Maria.


Weißt du was? Borussia hat gewonnen.
Aber sicher, ich hab's auch gesehen, im Fernsehen.

Erinnerst du dich an den Platz, wo sich die Fans treffen?


Sie haben den ganzen Platz schwarz-gelb gestrichen.
Was? Ist das wahr? Das muss ich sehen! Ich komme.

40
Szene6
Die besten Mannschaften eines Landes spielen um die Meisterschaft.
• die Deutsche Meisterschaft: die Bundesliga
• die Österreichische Meisterschaft: die 1. Division
• die Schweizer Meisterschaft: die Nationalliga
• die Europäische Meisterschaft: die Champions League
1
2
5
die gelbe/rote Karte zeigen
8 4
3

6
7

1 der Torhüter /der Torwart das Spiel anpfeifen


2 der rechte Verteidiger das Spiel unterbrechen
3 der linke Verteidiger ein Foul pfeifen
4 der Mittelfeldspieler ein Foul machen
5 der rechte Stürmer die gelbe /rote Karte zeigen
6 der linke Stürmer
7 der Mittelstürmer
8 der Schiedsrichter

41
Szene 7 Genau 320 Meter oder wie ich in Luzern
einem Urschweizer1 begegnete
In der Schweiz gehen die Uhren genau. Sehr genau.
Genauer als anderswo. Und Schweizer sind pünkt-
lich. Sehr pünktlich sogar, genau wie die Uhren. Die-
ses Klischee kannte ich natürlich, als mein Zug in Lu-
zern ankam. Ich kam aus Köln, war zum ersten Mal in
der Schweiz und hatte mich für diese Stelle im Hotel
"Zum wilden Mann" beworben ... und mein Zug hat-
te Verspätung; genau 30 Minuten zu spät kam er in
Luzern an. Und um fünf war mein Termin. Und ich
D war nervös ...

A
CH

Bahnhofsprecher: Gleis 7. Der Eurocity 9 aus Basel, fahrplanmäßige An-


kunft 16 Uhr 19, hat circa 30 Minuten Verspätung.

Maria: Wo ist denn jetzt


dieser Stadtplan ... ich
hab ihn doch eben noch
... hier, Mist! ... Habe ich
den blöden Stadtplan
etwa im Zug liegen las-
sen ... O Gott! Das darf
doch nicht wahr sein!
Passant: Kann ich Ihnen
helfen, Fräulein? Fehlt Ih-
nen etwas?

1 Ur- = das Älteste, der erste Zustand, z.B. die Urbevölkerung, der Urmensch;
Urschweizer = ein richtiger/typischer Schweizer

42
Szene7
Maria: Nein, nein, danke, ich hab bloß ...

Fremdenführer: Please
don't step out on the
street, there are many
... den Stadtplan im Zug vergessen. Im Zug, der eine
buses ... okay, now the
halbe Stunde zu spät in Luzern war. Auf dem Plan war alps of Central Switzer-
das alles so einfach: Aus dem Bahnhof raus, dann land. On this side you
zum See, vor der Brücke links, dann kommt der Park can see Mount Pilate
und dann die Kirche. Aber die Wirklichkeit war an- and over there the fa-
ders - farbig und kitschig wie eine Postkarte, und da mous Rigi, where Mark
waren viele, viele Touristen ... Twain wrote ...

43
7
Szene

Ach, und ich habe gedacht, das ist der Mount


Everest, hö hö ... Jetzt komm schon, ganz ru-
hig, hier sind doch alle so ruhig ... wie war das
schon wieder? Zuerst der See, der Vierwald-
stätter See - sieht wirklich aus wie eine Post-
karte, wunderschön. Also, der See, ach, und
da ist die Brücke, da muss ich nach links - aber
da darf ich ja gar nicht über die Straße. Da-
hinter muss der Park sein, und die Kirche. Ich seh aber
keinen Park.

Fremdenführer: Now please get into the bus. We will drive over the bridge,
where you can buy watches and Souvenirs.
Und dann sah ich ihn, den Urschweizer: Hut, langer Bart, Rucksack und ein Stock aus
Holz - ein richtiger Schweizer wie aus dem Ferienkatalog, nur die Kuh fehlte. Und
freundliche Augen hatte er auch.

der Hut die freundlichen Augen (Pl.)

der Stock
aus Holz
der Rucksack
der Bart

44
Szene7
Maria: Entschuldigen Sie bitte, ich suche das Hotel "Zum wilden Mann".
Können Sie mir sagen, wie weit das ist?
Urschweizer: Ehm ... äh ... ehm ... ja,
warum nicht ... geradeaus
Maria: Und ...? Ist es weit?
links
Urschweizer: Jaja, das kann ich Ihnen
schon sagen. rechts

Maria: Entschuldigung, aber ich hab da um 5 ...


Urschweizer: Ja, ja, einen kleinen Moment, die Dame. Also, das sind ziemlich
genau 320 Meter.
Maria: Wie bitte, dreihundert ...
Urschweizer: Ja genau, etwa 320 Meter. Immer geradeaus und dann links,
da steht das Hotel. Sie können es nicht verfehlen. Adieu, die Dame.
Nicht zu glauben. Aber die Schweizer nehmen es wirklich ganz genau, und der Ur-
schweizer hat sich ruhig die Zeit genommen, den Weg zum Hotel im Kopf abzuge-
hen. Und die Antwort war genau, sehr genau. Es waren wirklich 320 Meter bis zum
Hotel. Nur ich war leider nicht ganz pünktlich, 5 Minuten zu spät, aber die Stelle ha-
be ich trotzdem bekommen ...

45
7
Szene

Die Schweizer sind pünktlich.


Aber mein Zug kam zu spät in Luzern an.
Der Zug war nicht pünktlich. Er hatte dreißig Minuten Ver-
spätung.
Genau um fünf war mein Termin. Und ich kam fünf Minuten
zu spät.

Mist, wo ist jetzt mein Stadtplan!


O Gott, das darf doch nicht wahr sein.
Nein, das gibt's ja nicht. Ich hab ihn im Zug vergessen.
Nicht zu glauben!

Entschuldigung, wo ist das Hotel "Zum wilden Mann"?


Können Sie mir sagen, wie weit das ist?
Entschuldigen Sie bitte, ich suche das Hotel "Zum wilden
Mann"?
Wo ist bitte das Hotel "Zum wilden Mann"?

Gehen Sie aus dem Bahnhof raus und dann links.


Zuerst kommt ein Park und dann kommt eine Kirche.
Sie müssen immer geradeaus gehen und dann links.
Es sind etwa dreihundert Meter bis zum Hotel.

Nicht zu glauben. Aber die Schweizer nehmen es wirklich


ganz genau.
Und der alte Mann hat sich ruhig die Zeit genommen, den
Weg zum Hotel im Kopf abzugehen.
Und die Antwort war genau, sehr genau.
Es waren wirklich 320 Meter bis zum Hotel.

46
7
Szene

das Restaurant die Fußgängerzone


das Hotel
der Park
die Brücke im Zentrum
das Geschäft
das Museum
die Kirche das Theater

aussteigen das Abteil


umsteigen der Schaffner der Wagen
einsteigen der Zug
Reisen
mit der Bahn
der Schalter die Abfahrt
der Bahnhof
die Fahrkarte die Fahrt
der Bahnsteig
der Zuschlag die Ankunft
das Gleis

Distanz Subjektive Zeit


ungefähr / etwa 300 Meter jahrelang
monatelang
wochenlang
0 100 200 300
tagelang
genau 320 Meter stundenlang
eine Ewigkeit
ziemlich lang(e)
0 100 200 300 nicht so lang(e)
1000 Meter = 1 Kilometer nur einen Moment

47
Szene 8 Eine Runde Kölsch oder
wie Lisa zu früh ins "Früh" kam
Die Bahnfahrt von Dortmund nach Köln dauert eine Stunde und fünfzehn Minuten.
Wenn ich ohne Gepäck reise, fahre ich am liebsten im Speisewagen1. Ich trinke einen
Kaffee während der Fahrt und genieße die Landschaft. Aber in letzter Zeit wird der
Speisewagen immer mehr zum "Bürowagen". Da sitzen Männer mit dunklen Anzü-
gen vor ihrem Laptop2, und dauernd piepst irgendein Telefon - ein Handy3.

Maria: Kann ich noch einen Kaffee


Hallo! Ach, du bist Ja, Frau Sauer? bekommen, bitte, hallo, noch einen
es. Nein, Schatz, ... Um Gottes- Kaffee, bitte!
ich bin unterwegs willen, nein, die Kellnerin: Kaffee, bitte schön4. Das
nach Köln. Das Rechnung geht macht 3 Mark 50!
wird ganz spät direkt an die
heute Abend. Firma Schmitz. Maria: Ist das hier der Speisewa-
Sag den Kindern, Das hab ich gen? Oder ein Büro?
ich bin dann am Ihnen doch Kellnerin: Verzeihung, wie bitte5?
Wochenende ... erklärt.
Maria: Schon gut, vergessen Sie's!

1 der Speisewagen = das Restaurant im Zug


2 der Laptop = tragbarer Computer 4 bitte schön = höflich: hier ist er, da haben sie ihn
3 das Handy = mobiles Telefon 5 wie bitte? = Was haben sie gesagt? Ich habe nicht verstanden.

48
Szene 8
Herr Bär: Entschuldigen Sie, ist hier noch ein Platz frei?
Maria: Bitte - wenn meine Kaffeetasse Ihren Laptop nicht stört ...
Herr Bär: Gehen Ihnen diese Computer und Handys auch so auf die Nerven1?
Also ich habe keinen Laptop dabei, auch kein Handy.
Maria: Ich finde das gar nicht herrlich,
diesen Herren bei der Arbeit zuzuhören, Ach, kommste mich
ich wollte gerade den Walkman2 aufsetzen. abholen, dann jehen wir
gleich zusammen?
Herr Bär: Fahren Sie auch nach Köln? Was? ... Ja, herrlich!
Maria: Ja, ich ... wieso fragen Sie?
Herr Bär: Verzeihen Sie meine Neugier, es ist nur, wissen Sie, ich komme
aus Hamburg. Und in Köln kenne ich mich nicht aus. Da soll es doch so
eine Brauerei3 geben, "Früh" heißt sie, da gibt's auch eine Kneipe ...
Maria: Na so ein Zufall! Ich bin gerade unterwegs ins „Früh“. Ich treffe
da eine Freundin. Naja, eigentlich ist es kein Zufall. Das „Früh“ ist
immerhin die bekannteste Brauerei in Köln.

1 Das geht mir auf die Nerven = Das stört mich. 3 die Brauerei: ein Betrieb, in dem Bier gemacht wird
2 der Walkman = tragbarer Kassettenrecorder mit Kopfhörern brauen = Bier machen

49
Szene 8
Herr Bär: Das Bier dort soll besonders lecker1 sein.
Maria: Sagen Sie nur nicht Bier. Kölsch2 heißt das!
Meine Freundin Lisa kommt aus Italien. Wir haben uns im „Früh“ verabredet,
das ist nicht schwer zu finden. Ich habe ihr ein Telegramm geschrieben -
„Um acht Uhr im „Früh“, Brauerei, rechts vom Dom“.

Lisa: Maria! Maria! Hier bin ich! Ciao!


Maria: Lisa! ... Willkommen in Köln! Bist du schon lange da?
Lisa: In Köln bin ich schon seit heute früh3. Weißt du noch - dein Telegramm?
„Um acht im Früh“. Ich habe verstanden, acht Uhr morgens!
Maria: Aber nein! Die Kneipe heißt doch „Früh“!
1 lecker = gut schmeckend
2 Kölsch = das Kölner Bier
3 heute früh = heute Morgen; in der Früh = am Morgen; um 8 Uhr früh = um 8 Uhr morgens

50
8
Szene

Lisa: Ja, das weiß ich jetzt auch. Dafür


habe ich einen Tag lang Köln ange-
schaut - das Museum Ludwig, die
Domplatte - wunderschön. Und seit
sechs Uhr bin ich hier, im „Früh“.
Maria: Und Kölsch hast du getrunken
- Lisa! Schon vier Striche auf dem
Bierdeckel1!

Lisa: Ja, schmeckt gut!


Willst du auch eins?
Köbes2, zwei Kölsch!
Maria: Wie man hier be-
stellt, weißt du auch
schon! Kompliment3!

1 der Bierdeckel = ein Stück Pappe, auf das man (besonders in einem Lokal) sein Bier stellt
2 Köbes hier für „Jakob“; so redet man in Köln den Kellner an
3 Kompliment! = Meine Anerkennung! Sehr gut! Wird verwendet, um jemanden/etwas zu loben.

51
8
Szene

Entschuldigung, ich habe Sie nicht verstanden.


Verzeihung, was haben Sie gesagt?
Entschuldigung, können Sie das bitte wiederholen?
Verzeihung, sagen Sie das bitte noch mal.

Entschuldigung, kann ich noch einen Kaffee bekommen?


Herr Ober, ich hätte gern noch einen Kaffee.
Noch einen Kaffee, bitte!
Fräulein, bringen Sie mir bitte noch einen Kaffee.

Entschuldigen Sie, ist hier noch ein Platz frei?


Ja, bitte! Setzen Sie sich.
Verzeihung, fahren Sie auch nach Köln?
Ja, wieso fragen Sie?

Verzeihen Sie meine Neugier.


Wissen Sie, ich komme aus Hamburg.
Und in Köln kenne ich mich nicht aus.
Da soll es doch so eine Brauerei geben, "Früh" heißt sie.

Na so ein Zufall!
Ich bin gerade unterwegs ins Früh.
Ich treffe da eine Freundin.

52
Szene8
die Krawatte der Laptop
der Anzug
der reisende
Manager
das Handy der Aktenkoffer
Hamburg Hbf Zeichenerklärung
Hamburg-Harburg

D D-Zug
Bremen Hbf

IR Inter-Regio

IC Inter City
Osnabrück Hbf
ICE Inter City Express

Münster (Westf) Hbf Schlafwagen

Liegewagen
Dortmund Hbf

Hagen Hbf
Bistro

Solingen-Ohligs
Speisewagen
Köln Hbf

die Zeitung der Mantel


die Tasche
der Walkman der Reisende
der Regenschirm
der Koffer
das Gepäck

53
Szene9 Kasper oder
wie ich meine Post bekomme
Ich wohne am Waldrand. Von der Stadt hört man wenig, ein Rauschen, wenn das Fens-
ter offen ist. Nur nachts ist es still. Vielleicht, weil es dunkel ist. Das hat Kasper gesagt:
„Nachts ist es ganz ruhig. Vielleicht, weil es dunkel ist.“ Ach so, Sie kennen Kasper gar
nicht. Kasper ist mein privater Briefträger, wenn Sie so wollen.

Kasper: Hallo, Till! Die Post ist da. He, du, aufwachen! Kaffee machen. He,
Till! Die Post ist da.
Kasper bringt mir morgens die Briefe. Und die Zeitung. Er ist eigentlich nicht Brief-
träger, aber ... naja, es macht ihm halt Spaß, wenn er meine Post aus dem Briefkasten
holt und sie mir bringt. Dafür trinkt er dann Kaffee mit mir, auf der Bank vor dem
Haus. Und mein Nachbar steht
am Zaun und schaut zu.

Kasper
naiv, kindlich,
der Waldrand neugierig,
ungebildet,
fragt viel,
ein bisschen speziell
der Briefkasten

54
Szene 9
Kasper: Till, steh auf, mach Kaffee. Die Post ist da.
Till: Moment, ich komm ja schon. Oh, mein Kopf ... wie spät ist es denn?
Komm rein, Kasper.
Kasper: Was hast du? Tut der Kopf weh?
Till: Zu viel getrunken ...
Kasper: Hab ich schon gedacht - all die leeren Flaschen hinter dem Haus. Zu
viel gesoffen. Du bist ein Vielsoff1, oder wie sagst du?
Till: Ach hör schon auf. „Philosoph2“ meinst du, das hat nichts mit Saufen zu tun.
Kasper: Nichts mit Saufen zu tun? Womit hat es denn zu tun?
Till: Mit ... na, mit Philosophie eben.
1 "Vielsoff" = Wortspiel mit "Philosoph"
saufen, säuft, soff, hat gesoffen = viel (Alkohol) trinken
2 der Philosoph = ein Mensch, der über Gott, die Welt und
den Sinn des Lebens nachdenkt

Nachbar
Till unzufrieden,
philosophisch, weiß alles besser,
gebildet, schimpft viel,
denkt viel, bürgerlich
trinkt viel

die Bank vor dem Haus


der Zaun

55
Szene 9
Kasper will immer mit mir reden. Und Fragen stellen, und noch mehr Fragen stellen.
Immer stellt er Fragen. Es gibt nicht viele Leute, mit denen das geht. Vor allem mein
Nachbar - mit dem geht das überhaupt nicht. Mein Nachbar ... „Kasper ist nicht ganz
richtig im Kopf“, hat mein Nachbar gesagt.

Nicht ganz richtig im Kopf, von


Der ist nicht
wegen. Wenn einer hier spinnt,
ganz richtig im Kopf,
dann mein Nachbar. Aber nicht
der Kasper.
Kasper, der ist nur ein bisschen
speziell. Manchmal tanzen ihm die
Wörter durch den Kopf und dann fängt er an mit den Fra-
gen. Und mein Nachbar steht die ganze Zeit am Zaun und
hört zu.

Till: Weißt du, was hier steht1?


Kasper: Naja, Tassen, Kaffeekanne, Zucker, Milch ...
und da drüben am Zaun steht dein Nachbar.
Till: Nein, in der Zeitung, meine ich! Was hier in der
Zeitung steht!

1 Weißt du, was hier steht?


Was steht auf dem Tisch? Auf dem Tisch stehen Kaffeekanne, Tassen, Zucker und Milch.
Was steht in der Zeitung? In der Zeitung steht: "Eine Frau aus Vietnam hat 12321 Nächte nicht mehr geschlafen."

56
Szene9
Kasper: Was steht in der Zeitung?
Till: Eine Vietnamesin hat seit ...
Kasper: Eine was?
Till: Eine Vietnamesin. Eine Frau aus Vietnam!
Kasper: Und wo liegt Vietnam?
Till: Im Osten, in Asien. Also, eine Vietnamesin hat seit 12321 Nächten nicht
mehr geschlafen. Stell dir das mal vor!
Kasper: 12321 Nächte ... Wieso sagst du nicht 33 Jahre, ist doch einfacher!
Till: Was sagst du? Tatsächlich, 33 Jahre, das steht hier auch.

12321 NŠchte ohne Schlaf


Die €rzte stehen vor einem RŠtsel: Eine Frau, die seit 33 Jahren keinen
Schlaf mehr finden kann, ist trotzdem gesund und fŸhlt sich wohl.
Eine 55-jŠhrige Hausfrau aus Ho Chi Minh, Vietnam, hat seit der Geburt
ihres jŸngsten Sohnes vor 33 Jahren nicht mehr geschlafen. Damals muss-
te sie ihr Krankenhauszimmer mit einigen Leprakranken teilen. Wegen
der panischen Angst, sich anzustecken, konnte sie dort nicht mehr ein-
schlafen. Seitdem lebt die Frau ohne Schlaf. Das ist umso erstaunlicher,
als es ihr trotzdem gut geht. Die Frau ist gesund, arbeitet und macht auch
noch jeden Morgen Gymnastik.

57
9
Szene

Kasper: Seit 33 Jahren nicht mehr geschlafen - das glaube ich! Es ist doch
so: Die Sonne geht im Osten auf. Vietnam liegt im Osten. Wenn bei uns die
Sonne weg ist, scheint sie in Vietnam. Stimmt doch, oder?

Norden

die Sonne geht unter


die Sonne geht auf

Asien
Westen Europa Osten

Afrika

Süden

58
9
Szene

Till: Naja ... also ...


Kasper: Also scheint in Vietnam die Sonne die ganze Nacht. Darum ist es
dort immer hell und die arme Frau kann nicht schlafen! Wegen der Sonne!
Ist doch klar?
Nachbar: So ein Blödsinn! Die Sonne scheint Der ist nicht
nirgends in der Nacht. Auch in Vietnam geht die ganz richtig im
Kopf, der Kasper.
Sonne in der Nacht unter.
Dann ist es auch dort dunkel.
Der ist nicht ganz ...

Kasper ist halt ein wenig speziell,


und seine Ideen sind auch sehr spe-
ziell. Manchmal ist es mir lieber,
wenn er Fragen stellt. Auch wenn
ich gerade Zeitung lese. Kasper
liest keine Zeitung, er bringt sie
mir nur vorbei. Und mein Nachbar
liest sowieso keine Zeitung. Wenn
einer hier spinnt, dann er.

59
9
Szene

Der Nachbar spinnt.


Der ist nicht ganz richtig im Kopf.
Der ist so blöd! Echt doof!
Der Kasper spinnt nicht. Der ist nur ein wenig speziell.
Er stellt einfach viele Fragen.

Ich hab ein Jahr lang nicht geschlafen.- Was?


Ja, ich hab zwölf Monate nicht geschlafen. - Wie bitte?
Ich hab genau 52 Wochen nicht mehr geschlafen.
Und wie viele Tage sind das?
Ungefähr 364!

Aha, ich hab's. Die Frau kann wegen der Sonne nicht
schlafen.
Das ist so, weil im Osten die Sonne aufgeht.
Es ist doch so: Im Osten geht die Sonne auf.
Das stimmt doch?
Das ist doch klar?

So ein Blödsinn!
Das macht doch keinen Sinn.
Das ist doch Unsinn.
Das ist einfach Quatsch.
Schrott! Lauter Schrott!

60
9
Szene

das Paket der Brief


die Briefmarke
der Briefträger die Post das Postamt

der Briefkasten der Postbeamte

Du bist ein Idiot!


Du bist ja nicht ganz richtig im Kopf!
Du hast ja einen Vogel!
Mann, du bist blöd /doof /verrückt!
Sag mal, spinnst du?
Du spinnst wohl!

Sprichwort:
Kinder und Narren sagen die Wahrheit.
Wie lange? Objektive Zeit
ein Jahrhundert (lang)
ungefähr ein Jahr
sicher noch einen Monat
schon eine Woche
das ganze Wochenende
bis morgen früh
die ganze Nacht
etwa eine halbe Stunde
genau eine Viertelstunde
ein paar Minuten
eine Sekunde

61
10
Szene
Anglerspaß oder
wie der Nachbar sich selber fängt

ãBundesanstalt Deutsche Bundespost"


1995 Privatisierung der Post in Deutsch-
land nach 500 Jahren als staatliches Un-
ternehmen: 3 selbstŠndige Unternehmen
mit 600 000 Mitarbeitern
1. Die Deutsche Telekom AG baut und
betreibt fast alle Fernmeldeanlagen fŸr
den Austausch von Nachrichten und Da-
ten. Seit 1989 gibt es Telefonkarten und
Kartentelefone.
Mein Nachbar, der immer am Garten- 2. Die Deutsche Post AG ist ein moder-
zaun steht, war früher Postbeamter1. nes Service-Unternehmen in der Kom-
Das heißt: Heute ist er ein pensionierter munikations- und Transportwirtschaft.
Postbeamter. Die Deutsche Post AG transportiert
Nachbar: 45 Jahre am Postschal- Brief- und Frachtpost national und in-
ternational an jeden Ort der Welt.
ter, keine Absenzen2, keine Krank-
3. Die Deutsche Postbank AG ist
heitstage. 45 Jahre im Dienst der
ãDeutschlands Sparbank Nummer einsÒ.
Öffentlichkeit! Die PostŠmter sind zugleich auch Bank-
Was kann er also anderes tun, als immer filialen.
am Zaun stehen und sich über irgendet-
was beschweren. Am liebsten beschwert 1 der Beamte = jemand, der im Dienst des Staates arbeitet, auf
Lebenszeit angestellt ist und Anspruch auf eine Pension hat.
er sich über Kasper. Er denkt, Kasper Beamte arbeiten in staatlichen Organisationen/Betrieben wie
zum Beispiel: die Polizei, die Schule, das Militär, das Finanz-
spinnt ein wenig. amt, die Verwaltung
2 die Absenz = hier: Krankheitstag

62
10
Szene

Nachbar: Der ist nicht ganz richtig im


Kopf, der Kasper.
Sie wissen ja, Kasper holt immer meine Post aus
dem Briefkasten. Das mögen Postbeamte nicht.
Auch dann nicht, wenn sie pensioniert sind.

Nachbar: Briefe einfach aus dem Brief-


kasten ziehen, das geht nicht! Das ist
gegen das Postgeheimnis1. Jeden Morgen
tut er das!

Aber heute Morgen ist die Post noch nicht da. Das heißt: Sie ist schon da, im Briefkas-
ten. Aber Kasper hat sie noch nicht gebracht. Er steht am Zaun und spricht mit mei-
nem Nachbarn. Ein Gespräch unter Postbeamten, sozusagen ...

1 das Postgeheimnis / das Briefgeheimnis = das staatlich garantierte Recht, dass Briefe (und andere Post) nur vom Empfänger geöffnet
werden dürfen

63
10
Szene

Nachbar: Lachen Sie nicht so


doof. Das ist nicht lustig!
Kasper: Lustig ... doch ... sehr
lustig, Sie wollen Fische fan-
gen und fangen sich selber, ...
doch, das ist lustig!
Nachbar: Schadenfroh1 sind
Sie also auch! Pfui Teufel2! Sie
freuen sich, wenn ich leide.
Till: He, du, Kasper! Wo bleibt
die Post?
Kasper: Vergessen. Ich hab
mich mit dem Nachbarn unter-
halten. War so lustig, da hab ich die Post vergessen.
Till: Der Kaffee ist fertig, willst du eine Tasse?
Kasper: Hast du seinen Kopf gesehen? Mit dem Verband drum? Ganz dick
eingewickelt - er sieht aus
wie eine Mumie. Eine pen-
sionierte Mumie!
Till: Was ist denn passiert?
Ein Unfall?
Kasper: Das hat er mir
eben erzählt. Er war an-
geln, unten am Fluss,
da wo wir immer angeln,
klaut uns einfach die Idee.
Das hat er nun davon.
Till: Was denn, erzähl doch!

1 schadenfroh = froh darüber, hat Freude (Schadenfreude) daran, dass es einem anderen schlecht geht
2 Pfui Teufel! = Ausruf, wenn man etwas eklig, schmutzig oder unmoralisch findet
der Teufel = die Gestalt des Bösen in der christlichen Religion

64
10
Szene

Angelspa§
Pensionist fŠngt sich be
im
Angeln selbst.
Ein Pensionist und Hobb
yfischer
rammte sich selbst einen
Angelha-
ken ins Ohr, als er seine An
gel aus-
warf. Durch den Schwun
g seines
Wurfes fiel der Angler
auch noch
aus seinem Ruderboot in
Kasper: Hat keine Fische gefangen, der Nachbar. kalten See. Der Mann, der
den eis-
Aber sich selber! sich so
selbst zum Angelkšder
gemacht
hat, fing aber trotzdem
Till: Was? Er hat sich selbst gefangen? keinen
Fisch. Keiner wollte anb
ei§en. Der
Mann fuhr ins nŠchste
Kasper: Ja, hat die Angelschnur geworfen, mit haus und lie§ sich verarz
Kranken-
Schwung ... zzzzaffff! Und die Angel hat sich in ten.
seinem Ohr verfangen.
Hat ihm das halbe Ohr abgerissen. Der ist nicht ganz richtig im Kopf!
Till: Das habe ich auch schon gehört.
Kasper: Till, gehen wir angeln?
Till: Jetzt? Nein, das geht nicht. Ich muss noch weg, in die Stadt.
Kasper: Gut, dann frage ich eben unseren Nachbarn. Vielleicht kommt er mit?
Till: Also, Kasper, ähm ... meinst du wirklich?

65
10
Szene

Sie wissen ja, Kasper holt immer meine Post.


Sie erinnern sich sicher noch, dass Kasper mir täglich die
Post bringt?
Und Sie müssen auch wissen, dass er das gern tut.

Unser Nachbar ist pensionierter Postbeamter.


Was kann er also anderes tun, als immer am Zaun stehen
und sich beschweren?
Was soll er denn sonst tun? Es bleibt ihm ja nichts anderes
übrig.

Heute Morgen ist die Post noch nicht da.


Das heißt: Sie ist schon da, aber sie ist noch im Briefkasten.
Der Nachbar hat unten am Fluss nichts gefangen.
Das heißt: Er hat schon etwas gefangen, sich selber.

Hast du seinen Kopf gesehen?


Mit dem Verband drum? Ganz dick eingewickelt ...
Er sieht aus wie eine Mumie.

Lachen Sie nicht so doof, das ist nicht lustig!


Pfui Teufel! Sie freuen sich, wenn ich leide.
Ich finde das gar nicht zum Lachen.
Das ist gar nicht zum Lachen, das tut weh!

66
10
Szene

in die Schule gehen


eine Lehre machen
die Ausbildung einen Beruf erlernen
in einer Ausbildung sein
studieren /ein Studium machen
einen Kurs machen/besuchen

die Arbeit
b
eine Arbeit suchen
die Arbeit verlieren eine Arbeit finden
arbeitslos sein eine Arbeit haben
die Stelle wechseln eine Stelle haben
einen Arbeitsplatz haben
einen (Neben)Job haben
einen Beruf ausüben, berufstätig sein

b
Geld verdienen

die Pension /
die Rente das Pensionsalter erreichen
in Pension /Rente gehen
pensioniert sein, Pensionist /Rentner sein
eine hohe /schöne Pension bekommen
eine niedrige Rente bekommen
im Ruhestand leben

67
11
Szene
Schafe zählen oder
wie Kasper beim Angeln einschlief
Glück haben1
Heute Morgen haben wir Glück.
Mein Nachbar steht nicht am Zaun.
Vielleicht brummt ihm der Kopf, weil
er sich mit der Angel das halbe Ohr
abgerissen hat. Vielleicht steht er
hinter dem Vorhang, hat Angst, dass
man ihn sehen kann. Er ist wirklich
nicht besonders schön, mit seinem
Verband um den Kopf.

Pech haben2

Kasper: Er sieht aus wie eine Mumie, eine


pensionierte Mumie.
Kasper mag meinen Nachbarn nicht besonders.
Mein Nachbar mag Kasper auch nicht besonders.
Mein Nachbar denkt, Kasper ist nicht ganz rich-
tig im Kopf. Und Kasper denkt, mein Nachbar ist
ein ganz schlechter Angler.

1 Glück haben
Till und Kasper haben Glück. Der Nachbar stört sie heute nicht.
2 Pech haben
Der Nachbar hatte Pech. Er hat sich das halbe Ohr abgerissen.

68
11
Szene

Kasper: He, Till! Kommst du? Till! Schläfst du noch?


Till: Hallo, Kasper!
Wo bleibt die Zeitung?
Kasper: Keine Zeitung! Heute ist doch Sonntag!
Till: Ach so?
Kasper: Also, kommst du raus? Wunderbares
Wetter heute, genau richtig zum Angeln ... Nachbar: Ruhe,
Till: Ich komme, Kasper, Moment, gebt endlich
bin gleich da! Ruhe! Es ist
Sonntagmorgen.
Kann man denn
nie seine Ruhe
haben hier!!

69
11
Szene

Kasper: Till, ich habe letz-


te Nacht kein Auge zuge-
tan. Ich konnte einfach
nicht einschlafen.
Till: Was? Du schläfst
doch sonst wie ein Bär1.
Kasper: Ja, schon, aber
diese Frau, weißt du ...
Till: Die Frau aus Vietnam,
meinst du?
Kasper: Genau. Die geht
mir einfach nicht aus dem Kopf. Steht in der Zeitung, warum sie nicht mehr
einschlafen konnte?
Till: Warte mal, ich glaube, da stand, dass sie im Krankenhaus war, als sie
ihr Kind zur Welt brachte. Und neben ihr lagen Leute, die waren sehr schwer
krank.

12321 NŠchte ohne Schlaf


Die €rzte stehen vor einem RŠtsel: Eine Frau, die seit 33 Jahren keinen
Schlaf mehr finden kann, ist trotzdem gesund und fŸhlt sich wohl.

Ja, und die Frau hatte so Angst vor dieser schweren Krankheit, dass sie
nicht mehr schlafen konnte.
Kasper: Aber nachher war sie doch wieder zu Hause, da konnte sie doch wie-
der ohne Angst schlafen?
Till: Schon, aber sie hatte eben einen Schock2. Die Ärzte fragen sich, warum
sie nicht schon längst gestorben ist.

1 schlafen wie ein Bär = tief und lange schlafen


Bären halten in der kalten Jahreszeit einen
Winterschlaf mit einigen kurzen Unterbrechungen.
2 der Schock = psychischer Zustand, vor allem nach einem Unfall oder einem besonders schweren Erlebnis

70
11
Szene

Kasper: Wie lange muss man wach bleiben,


bis man stirbt?
Till: Ein paar Wochen, glaube ich. Aber dieser Frau
geht's immer noch gut. Sie macht jeden Morgen Gym-
nastik. Die Ärzte wissen nicht, weshalb sie immer noch lebt.
Kasper: Mensch, stell dir vor, wie viele Schafe1 die Frau gezählt hat, um
einschlafen zu können. Till, gibt es in Vietnam überhaupt Schafe?
Till: Weiß ich nicht. Vielleicht hat sie auch Fische gezählt.
Kasper: Fische zählen ... Hier gibt's nicht viele Fische zum Zählen.
Till: Weißt du noch, wie viele Nächte die Frau nicht geschlafen hat?
Kasper: 12321 Nächte. Das sind 33 Jahre.
Till: 12321 ... Wie viele Schafe kann man in einer Nacht zählen - etwa 20 pro
Minute, das sind dann ... Moment, 1200 pro Stunde. Rechnen wir sechs
Stunden pro Nacht, dann sind das ... 7200 Schafe in einer Nacht. 7200
multipliziert mit - wie viele Nächte waren es schon wieder? He, Kasper ...
ach so. Schlaf gut.

1 Schafe zählen = versuchen, einzuschlafen; "Schafe zählen" ist eine uralte Methode, um Schlaf zu finden.

71
11
Szene

Gehen wir angeln?


He, Till, komm, wir gehen angeln!
Komm doch endlich, wir gehen zum Fluss runter!
Die Fische beißen heute sicher an.

Die Frau aus Vietnam geht mir einfach nicht aus dem Kopf.
Weißt du, ich kann sie einfach nicht vergessen.
Ich muss immer an diese Frau denken. Was soll ich machen?

Normalerweise schlafe ich wie ein Bär.


Aber gestern hatte ich solche Angst, dass ich nicht ein-
schlafen konnte.
Ich hab lange Schafe gezählt, aber ich konnte einfach nicht
einschlafen.
Ich glaub, ich habe letzte Nacht kein Auge zugetan.

Mensch, stell dir das vor: Die Frau hat 33 Jahre nicht ge-
schlafen.
Stell dir mal vor, wie viele Schafe die gezählt hat, um einzu-
schlafen.
Gibt es in Vietnam überhaupt Schafe?
Ich weiß nicht, vielleicht hat sie auch Fische gezählt.

72
11
Szene

der Kopf

der Hals

die Schulter
die Brust
der Rücken
die Hand
der Arm der Finger
der Bauch
das Bein

der Fuß

eins elf einundzwanzig zehn (ein)hundert


zwei zwölf zweiundzwanzig zwanzig zweihundert
drei dreizehn dreiundzwanzig dreißig dreihundert
vier vierzehn vierundzwanzig vierzig vierhundert
fünf fünfzehn fünfundzwanzig fünfzig fünfhundert
sechs sechzehn sechsundzwanzig sechzig sechshundert
sieben siebzehn siebenundzwanzig siebzig siebenhundert
acht achtzehn achtundzwanzig achtzig achthundert
neun neunzehn neunundzwanzig neunzig neunhundert
zehn zwanzig dreißig hundert tausend
Tipp
Sie hören /sagen: fünf-zehn Sie hören /sagen: fünf-und-zwanzig
Sie schreiben: 1 5 Sie schreiben: 2 5

73
12
Szene
Dorffest oder
wie der Nachbar zu Kopfweh kam
Ich wohne am Waldrand - das habe ich schon einmal gesagt, glaube ich. Es ist ein hüb-
scher Wald mit Laubbäumen und Tannen, mit vielen kleinen Wegen, die sich alle ir-
gendwo kreuzen. Nachts ist der Wald ein bisschen unheimlich1. Aber Kasper wollte
unbedingt aufs Dorffest - und dafür mussten wir eben durch den Wald. In der Nacht.

1 unheimlich = so, dass man Angst bekommt

74
12
Szene

Kasper: Siehst du was, Till, oder ... oder gehst du einfach der Nase nach1?
Till: Wo sind wir eigentlich?
Kasper: Im Wald, da sind doch Bäume. Siehst du die Bäume?
Till: Ich weiß, dass wir im Wald sind, Kasper. Aber ich weiß nicht mehr, auf
welchem Weg wir gehen. War da nicht eine Kreuzung?
Kasper: Weiß nicht, eine Kreuzung, im Wald?
Till: Ja, ein Weg, der unseren Weg kreuzt. Mensch, ist das dunkel!
Kasper: Die Bäume sehen aus wie eine Wand. Links eine Wand und rechts ei-
ne Wand, und der Weg, der Weg ist irgendwo in der Mitte.

Till: Autsch, das war ein Ast! Ich sehe einfach nichts!
Kasper: Du musst eben mit den Händen sehen, Till. Streck die Arme aus,
dann spürst2 du die Bäume und die Äste, bevor du sie am Kopf hast!
Till: Schon gut, bleib hinter mir, ja? Halt dich an meiner Jacke fest!
1 der Nase nach gehen = einfach geradeaus gehen
2 spüren = fühlen

75
12
Szene

Kasper: Was war das? Da war doch etwas! He, Till!


Till: Ein Tier ... was weiß ich1.
Kasper: Die Tiere haben sicher auch Angst vor
uns, was meinst du?
Till: Schon möglich. Psssstt, sei mal still!
Hörst du das?
Um-pf, um-pf,
und hatten die Pest
an Bord ...

Kasper: Was ist das, ein Elefant?


Nachbar: „Um-pf, um-pf, tröterö!“
Till: Klingt eher wie eine Herde Elefanten. Nee, weißt du, was das ist? - Das
ist doch mein Nachbar, klar, der kommt schon zurück vom Fest.
Kasper: Dein Nachbar! „Der ist nicht ganz richtig im Kopf“. He, Till, wollen wir ...
Till: Meinst du?
Kasper: Ja, komm, wir spielen ihm einen Streich2! Wir machen ihm Angst!
Till: Der hat doch schon Angst - darum macht er so komische Musik,
meinst du nicht? Pssst! Gleich ist er da! Leise!
1 was weiß ich = ich weiß es doch auch nicht
2 jemandem einen Streich spielen = jemanden zum Spaß ärgern

76
12
Szene

Till: Haaalt! Stillgestanden! Rrrechtss umm!!1 Und: vorwääärts - marrrsch!!2

Nachbar: Aua!! Verdammt, verflucht, verflixt -


aaah, mein Kopf!

Kasper: Schon wieder der Kopf!

Kommandos beim Militär


1 Rechts um! = Eine Vierteldrehung nach rechts machen! Nach rechts drehen!
2 Vorwärts - marsch! = Losgehen!

77
12
Szene

Nachts ist der Wald ein bisschen unheimlich.


Aber Kasper wollte unbedingt aufs Dorffest -
und dafür mussten wir eben durch den Wald.
In der Nacht.

Siehst du was, Till?


Wo sind wir eigentlich?
Im Wald, da sind doch Bäume.
Ich weiß, dass wir im Wald sind, Kasper.
Aber ich weiß nicht mehr, auf welchem Weg wir gehen.
Mensch, ist das dunkel!

Was war das? Da war doch etwas!


Ein Tier vielleicht.
Die Tiere haben sicher auch Angst vor uns?
Schon möglich.
Pst, sei mal still! Hörst du das?

Ja, komm, wir spielen ihm einen Streich!


Wir machen ihm Angst.
Der hat doch schon Angst. Meinst du nicht?
Gleich ist er da! Leise!

78
12
Szene

Rund 30 Prozent der


Fläche Deutschlands ist
von Wäldern bedeckt;
die meisten Wälder be-
finden sich in der südli-
chen Hälfte des Landes
am Rande der Alpen
(Bayern, Baden-Würt-
temberg). Etwa zwei
Drittel davon bestehen
aus Fichten und ande-
ren Nadelbäumen, der
Rest aus Laubbäumen
wie Buche, Birke und
Eiche.
Der Lebensraum der
wild lebenden Tiere ist
stark eingegrenzt.
Häufige Tiere sind Reh,
Hirsch, Wildschwein,
Hase, Wiesel, Dachs
und Fuchs. An den Kü-
sten brüten jährlich et-
wa eine halbe Million
Wasservögel.

essen: Braten, Würste, Kuchen trinken: je nach Region Bier oder Wein
an langen Tischen
und Bänken sitzen auf dem Dorfplatz,
das Dorffest im Festzelt
tanzen die Blasmusik
singen feiern die Volksmusik
die Dorfkapelle

79
13
Szene
Der Morgen danach oder
wie Kasper wütend wurde
Nach unserem Nachtspaziergang im Wald wollte Kasper nicht nach Hause, auf gar kei-
nen Fall. Wer weiß, was für große Tiere da sonst noch herumlaufen im Wald. Kasper
hat also bei mir übernachtet1, auf dem Sofa.

Kasper: Gehen wir in den Wald, Till! Dann sehen wir die Tiere, die wir in der
Nacht nur gehört haben!
Till: Nein, das glaube ich nicht, nachtaktive Tiere schlafen am Tag.
Kasper: Nacht... akt... - was meinst du?
Till: Tiere, die nachts wach bleiben, nachtaktive Tiere2 heißt das.
Kasper: Wie dein Nachbar!

1 übernachten = über Nacht bleiben, schlafen


2 nachtaktive Tiere: der Uhu, die Fledermaus, die Katze

80
13
Szene

Till: Nein, mein Nachbar ist nur aktiv in der Nacht, wenn er aufs Dorffest
geht. Sonst gar nicht!
Kasper: Wieso hat er eigentlich auf dich gehört, ich meine,
wieso hat er dir gehorcht? "Rrrechts umm!!
Und vorrwäärtss, marrsch!"
Till: Wieso nicht? Er war halt einmal Soldat. Da war doch
die Musik vom Dorffest.
Kasper: „Um-pf um-pf tröterö!!“
Till: Genau, und wenn er ein Glas zu viel hat1, dann wird er
vielleicht wieder Soldat.
Kasper: Und Soldaten müssen gehorchen, meinst du das?
Till: So ist es.
Kasper: Till, er ist im Garten! Und er hat schon wieder
einen Verband um den Kopf! Gehen wir raus?
Till: Also, gehen wir raus ...

1 ein Glas zu viel haben = betrunken sein

81
13
Szene

Till: Guten Morgen, Herr Nachbar, wie geht's?


Nachbar: Was ist los? Was wollen Sie?
Kasper: Guten Morgen, Herr Nachbar, wie geht's?
Nachbar: Gut! Mir geht's gut!
Kasper: Aber, aber der Verband am Kopf - wieso haben Sie schon wieder ... ?
Nachbar: Ich habe gesagt, mir geht's gut!!

82
13
Szene

Till: Wieso mähen1 Sie schon wieder Ihren Rasen2? Sie haben ihn doch erst
vorgestern gemäht!
Nachbar: Ich mähe meinen Rasen, wann es mir passt. Ich
will meinen Rasen kurz, wenn Sie nichts dagegen haben!
Kasper: Die Blumen haben etwas dagegen. Wenn Sie
dauernd Ihren Rasen mähen, können die Blumen
gar nicht wachsen!
Nachbar: Blumen in meinem englischen Rasen!?
Der ist nicht ganz richtig ... im Kopf.
Kasper: Hören Sie auf!! Hören Sie endlich auf!
Sie sind nicht ganz richtig im Kopf! Sie haben
doch ständig einen Verband am Kopf, nicht ich!!
Till: Komm, Kasper, wir gehen!
Kasper: Gehen wir angeln? Oder gehen
wir im Wald spazieren?
Nachbar: Gehen Sie zum Teufel3!!

1 Rasen mähen = beliebte Wochenendbeschäftigung von Gartenbesitzern


2 der Rasen = eine Fläche mit dichtem, kurzem Gras
3 Gehen Sie zum Teufel! = Hauen Sie endlich ab! Lassen Sie mich in Ruhe!

83
13
Szene

Gehen wir in den Wald, Till!


Dann sehen wir die Tiere, die wir in der Nacht nur gehört
haben!
Nein, das glaube ich nicht. Nachtaktive Tiere schlafen am
Tag.
Nachtaktiv - was bedeutet das?
Das sind Tiere, die nachts wach bleiben.

Wieso hat er eigentlich auf dich gehört, der Nachbar?


Ich meine, wieso hat er dir gehorcht?
Wieso nicht? Er war halt einmal Soldat.
Und Soldaten müssen gehorchen.

Wieso mähen Sie schon wieder Ihren Rasen?


Ich mähe meinen Rasen, wann es mir passt.
Sie haben ihn doch erst vorgestern gemäht!
Ich will meinen Rasen kurz, wenn Sie nichts dagegen haben!
Wenn Sie dauernd Ihren Rasen mähen, können die Blumen
gar nicht wachsen!

Hören Sie auf!


Hören Sie endlich auf!
Sie sind nicht ganz richtig im Kopf!

Komm, Kasper, wir gehen!

84
13
Szene

Das Militär
Für alle männlichen Staatsbürger in Deutschland
besteht eine Wehrpflicht. Als Ersatz kann auch
Zivildienst geleistet werden. Die Bundeswehr be-
steht ungefähr je zur Hälfte aus Wehrpflichtigen
und Soldaten auf Zeit bzw. Berufssoldaten.
D die Bundeswehr (Wehrpflicht: 14 Monate)

A das Bundesheer (Wehrpflicht: 6 Monate


+ 60 Tage)

CH die Schweizer Armee (Wehrpflicht: 17 Wochen


und mehrere Wiederholungswochen)

Was machen die Leute auf dem Land am Wochenende:


in die Kirche gehen, Verwandte und Bekannte besuchen, aufs Dorffest gehen,
ins Gasthaus (essen) gehen, Karten spielen, an Glücksspielen teilnehmen
(Tombola/Lotto usw.), zum Fußballspiel gehen, wegfahren/ins Grüne fahren,
das Auto waschen, im Garten arbeiten, Rasen mähen, Sport treiben, usw.

85
14
Szene
„Reparatur lohnt sich nicht“ oder
wie ich mich von meinem Freund trennte
Ich hatte eine schlaflose Nacht hinter mir. Der Tag war verregnet und grau, und ge-
nauso fühlte ich mich: verregnet und grau, todmüde. Vielleicht brauchte ich vor al-
lem ein paar Stunden Schlaf. Aber ich stand vor dem Uhrengeschäft mit meinem ka-
putten Wecker in der Hand, Regen und Tränen liefen über mein Gesicht. "Reparatur
lohnt sich nicht", hat der Idiot im Geschäft gesagt, "Sie können das Ding gleich weg-
werfen".

Hanne: Maria! Komm, steig ein! Was tust du denn da draußen, wirst ja ganz
nass!
Maria: Oh, Hanne, gut, dich zu sehn.
Hanne: Na komm, steig schon ein!

86
14
Szene

Hanne: Menschenskind1, Maria, wie siehst du denn aus? Du weinst ja! Sag
doch, was ist passiert?
Maria: Ach, Hanne, mein Wecker ist letzte Nacht kaputtgegangen. Ich hab
mich mit Ralf gestritten. Es ist schrecklich.

Hanne: Machst du Witze2? Deshalb heulst du? Hast du den Wecker an die
Wand geworfen, im Streit, ist es das?
Maria: Nein, aber er ist genau um halb vier stehen geblieben heute Nacht.
Genau als Ralf und ich uns getrennt haben.
Hanne: Ach, nimm es nicht so tragisch3.
Das war doch nicht das erste Mal,
dass ihr gestritten habt, oder?
Maria: Nein, aber, aber dieses Mal ist
wirklich Schluss.
1 Menschenskind! = Ausruf, wenn man erstaunt ist; um Freude, Erstaunen oder Ärger auszudrücken.
2 Machst du Witze? = Meinst du das ernst? Das kann ich nicht glauben.
3 Nimm es nicht so tragisch. = Nimm es nicht so ernst.

87
14
Szene

Hanne: Und was ist mit dem Wecker da? Den wolltest du jetzt reparieren
lassen?
Maria: Ach, und da war dieser unsympathische Trottel1 von Verkäufer. Haben
Sie die Batterien kontrolliert? Haben Sie denn noch den Garantie-Schein?
Haben Sie den Wecker fallen lassen, Fräulein2?
Hanne: Ach, wie nett. Hast du ihn wenigstens Herrlein genannt?
Maria: Nee, ich war zu gar nichts mehr fähig. Weißt du, als der gesagt hat:
"Tut mir leid, die Elektronik ist kaputt, Reparatur lohnt sich nicht", war es,
als hätte er gesagt: "Werfen Sie Ihr Herz auch gleich weg mit dem Wecker".

Hanne: Mariechen, ich glaube, du brauchst etwas Schlaf, ja?


Maria: Ich brauche eine Woche Schlaf, Hanne. Aber ich mag nicht nach Hau-
se gehen - Ralf ist doch ...
1 der Trottel = der Idiot
2 das Fräulein = (veraltet) für junge, weibliche Person, die nicht verheiratet ist

88
14
Szene

Hanne: Ach, vergiss1 den jetzt. Du kommst zu mir. Wenn du willst, kannst du
das Eckzimmer haben.
Maria: Meinst du, das geht so einfach?
Hanne: Ich denk schon. Das steht seit zwei Wochen leer. Und meine Freun-
dinnen haben sicher nichts dagegen, wenn die Miete etwas billiger wird.

Maria: Deine Freundinnen, sind das immer noch die gleichen Frauen, die mit
dir zusammenwohnen?
Hanne: Ja, ja, du kennst sie alle. Britta, sie arbeitet immer noch am deut-
schen Seminar, an der Uni, Olga ist gerade dabei, den Job zu wechseln. Und
vielleicht zieht sie dann nach Frankfurt, dann haben wir sowieso ein Zimmer
frei.
Maria: Weißt du, ich glaub, ich komme gleich mit, und dann fragen wir die an-
deren.
1 Vergiss den jetzt! = Denk jetzt nicht an ihn, das ist nicht so wichtig.

89
14
Szene

So, so, der Wecker funktioniert nicht mehr.


Haben Sie die Batterien kontrolliert?
Haben Sie den Garantieschein noch ?
Haben Sie den Wecker vielleicht fallen lassen?

Hören Sie, die Reparatur lohnt sich nicht.


Die Elektronik ist kaputt.
Das kann man nicht mehr reparieren.
Kaufen Sie sich lieber einen neuen!

Ich habe die halbe Nacht mit meinem Freund gestritten.


Es war schrecklich.
Wir haben uns endgültig getrennt.
Dieses Mal ist wirklich Schluss.

Weißt du was, du kommst jetzt zu mir.


Wenn du willst, kannst du das Eckzimmer haben.
Meinst du, das geht so einfach?
Ich denke schon. Das Zimmer steht seit zwei Wochen leer.
Da hat sicher niemand etwas dagegen, wenn die Miete
billiger wird.

90
14
Szene

Eine Liebesgeschichte
Sie lernen sich kennen - sie verlieben sich -
sie haben sich gern/sie mögen sich/sie lieben sich-
sie ziehen zusammen in eine Wohnung.

Sie lieben sich nicht mehr - sie streiten sich -


sie trennen sich - sie weinen -
sie ziehen beide aus in neue Wohnungen.

am Mittag
um zwölf /um eins
am Morgen am Nachmittag /am Abend
um 5 vor fünf Wann ist das um 5 nach fünf
um Viertel vor sieben passiert? um Viertel nach sieben
in der Nacht
um halb zwölf
um halb eins

das Zimmer ist billig die Miete bezahlen das Zimmer ist teuer
einziehen das Zimmer ausziehen
das Zimmer steht leer das Zimmer ist bewohnt

91
15
Szene
Ein neues Zuhause oder
wie mein Wecker wieder funktionierte
Meine Geschichte mit Ralf war wirklich zu Ende. Vielleicht war es ja ein Zufall, dass
meine Freundin Hanne mich vor dem Uhrengeschäft gesehen hat, als ich gerade raus-
kam und meinen kaputten Wecker in der Hand hatte. Die gute Hanne. Mit ihrem An-
gebot, bei ihr einzuziehen, hat sie mich buchstäblich1 gerettet.

1 buchstäblich = wirklich

92
15
Szene

Maria: Willst du auch eine Tasse Tee, Hanne?


Hanne: Au ja, prima Idee.
Maria: Ein paar Stücke von diesem feinen Kuchen sind auch noch da. Willst
du?
Hanne: Ja, gern. - Hm, Klasse1, endlich hast du dein schönes Teeservice aus-
gepackt. Das hat mir schon immer gut gefallen.
Maria: Ist auch echt chinesisches Porzellan. Bin ich froh, dass beim Umzug
nichts zerbrochen ist.
Hanne: Ein bisschen bitter, der Tee.
Maria: Aber gesund! Möchtest du Honig? Oder Zucker?

Hanne: Einen Löffel Honig, bitte. Sag mal, bist du jetzt eigentlich fertig mit
deinem ganzen Zeug2? Alles ausgepackt und aufgeräumt und so?
Maria: Ja, es fehlt nur noch die eine Kiste3 dort in der Ecke.
1 Klasse! = super, toll, prima 3 fehlt nur noch diese Kiste = diese Kiste ist noch nicht ausgepackt
2 mein ganzes Zeug = alle meine Sachen

93
15
Szene

Hanne: Gut, wenn du mit allem fertig bist, dann müssen wir unbedingt zu-
sammen den Champagner öffnen. Der steht nämlich schon seit ein paar Ta-
gen im Kühlschrank. Wir müssen doch auf dein neues Zuhause anstoßen1 ...
Maria: Also dann! Zum Wohl, Hanne!
Hanne: Zum Wohl, Maria! Auf uns! Und viel Glück in deinem neuen Zuhause,
meine Liebe!

Maria: Ach, Hanne, das war wirklich Glück, dass du zufällig bei dem Uhren-
geschäft vorbeigekommen bist! Prost!
Hanne: Sag mal, was piepst denn da so komisch?
Maria: Keine Ahnung, ich hab gedacht, das kommt aus deinem Zimmer.
Hanne: Nee, das kommt doch aus dieser Kiste dort.
Maria: Du hast Recht - he, aber da ist doch nur noch Müll drin. Ich schau
mal nach ...
1 anstoßen = mit den Gläsern anstoßen, auf etwas trinken

94
15
Szene

Hanne: Und? Was ist?

Maria: Das gibt's ja nicht! Mein Wecker! He, Hanne, hör mal, der funktioniert
ja. Hörst du?
Hanne: Dem geht's wie dir - viel besser, ja?
Zum Glück hast du ihn nicht weggeworfen. Zusammen mit deinem Herz. Da
könnte man direkt abergläubisch1 werden.
Maria: Es gibt halt doch keine Zufälle, meine Liebe ...
Hanne: Weißt du noch, was der Verkäufer in dem Uhrengeschäft gesagt hat?
Hanne / Maria: "Haben Sie die Batterien kontrolliert, Fräulein?"
1 abergläubisch = wenn man an Zusammenhänge glaubt, die sich nicht mit der Vernunft erklären lassen

95
15
Szene

Ich wollte ausziehen.


Bei meiner Freundin war ein Zimmer frei.
Ich hab alle meine Sachen in Kisten gepackt.
Schon am nächsten Tag bin ich dort eingezogen.

Jetzt wohne ich seit ein paar Wochen hier.


Die Kisten sind ausgepackt.
Alle meine Sachen sind aufgeräumt.
Nur eine Kiste fehlt noch, die ist noch nicht ausgepackt.

Willst du auch eine Tasse Tee?


Au ja, sehr gern!
Oh, der ist ein bisschen bitter, der Tee.
Aber gesund, möchtest du vielleicht Honig oder Zucker?

Komm, wir stoßen an! Zum Wohl!


Zum Wohl, meine Liebe! Prost!
Trinken wir auf dein neues Zuhause.
Auf uns alle!

96
15
Szene

der Umzug

ausziehen umziehen einziehen


die Bilder abnehmen die Bilder aufhängen
die Bücher aus den Regalen nehmen die Bücher in die Regale stellen
die Kleider aus dem Schrank holen die Kleider in den Schrank räumen
alles einpacken /in Kisten packen alles auspacken

zu meiner Freundin zu Hanne


in eine andere Wohnung
nach Frankfurt
in eine andere Stadt Wohin gehst /ziehst du?
in die Schweiz
in ein anderes Land nach Österreich
nach Deutschland

Komm, lass uns anstoßen!


Prost!
Auf ein gutes neues Jahr!
Auf dich! /Auf uns!
Auf deinen Geburtstag!
Zum Wohl!

97
16
Szene
Das wilde Tier im Bauch oder
wie ich für die WG1 kochte
Kochen ist nicht gerade mein Hobby. Aber bei uns in der WG müssen alle kochen,
schön nach Plan. Sonst gibt's Streit. Ganz schlimm ist es, wenn ich mit einem großen
Hunger im Bauch kochen muss. Und noch schlimmer wird's dann, wenn alle immer
wieder in die Küche kommen und dreinreden2.

Peter: Ach, hallo, Katja, schon da?


Katja: Hallo, Peter! Bist du dran? Was gibt's denn?
Peter: Ich weiß noch nicht genau, ich setz schon mal Wasser auf3. Vielleicht
Nudeln, oder Reis. Kartoffeln sind auch noch da.
Katja: Das ist der falsche Topf!
Peter: Auf jeden Fall hab ich noch einen Kuchen im Backofen.
Katja: Mach doch Reis und Kartoffeln und Nudeln, dann musst du dich
nicht entscheiden.
1 die WG / die Wohngemeinschaft = eine Gruppe von (meist jungen) Personen, die in einer Wohnung zusammenleben
2 jemandem dreinreden = jemandem, der gar nicht gefragt hat, sagen, was er tun soll und wie er es tun soll
3 Wasser aufsetzen = Wasser heiß machen

98
16
Szene

Peter: Reis und Kartoffeln und Nudeln,


wieso nicht! Ach, eine Dose Tomaten
ist auch noch da. Grüß dich, Beate!
Beate: Was tust du da?
Peter: Ich öffne eine Dose Tomaten.
Beate: Dosentomaten riechen
nach Metall! Nimm bitte frische
Tomaten, ja? Was war das?

Peter: Ach, mein Magen knurrt, ich bin hungrig.


Also, frische Tomaten! Mist, die muss ich ja noch waschen und schneiden.
Hallo, Achmed, wie geht's?
Achmed: N'Abend - frische Tomaten?
Nicht für mich, o.k.? Ich mag die
Haut nicht! Hast du einen Tiger
in der Küche?
Peter: Nee, mein Magen,
ich hab Hunger.

99
16
Szene

Peter: Also, schön der Reihe nach: Zwiebeln schneiden ...


Mann, sind die scharf!
Beate: Ach Peterchen, nicht traurig sein!
Peter: Meine liebe Beate! Ich bin nicht traurig,
ich schneide nur Zwiebeln!
Katja: Zwiebeln - hör mal, Peter, Verena ist heute
da zum Essen. Und die mag keine Zwiebeln!
Mein Gott - was war denn das?
Beate: Ach, das ist Peters Magen, der Arme hat Hunger!
Peter: Also, keine Zwiebeln für Verena, keine Tomatenhaut für Achmed, keine
Dosentomaten für Beate ...

e
Einfache Tomatensoß chen
in einer Pfanne heiß ma
Olivenöl ße Öl geben, anbraten
schneiden, in das hei
3 Zwiebeln ugeben
sehr klein schneiden, daz
1 Karotte
schneiden
1 Kilo frische Tomaten kochen lassen
dazugeben, alles kurz
oder 2 Dosen Tomaten
schneiden
alle Gewürze sehr fein
2 Knoblauchzehen lus s in die Soß e geben
erst am Sch
Basilikum, Oregano
nach Geschmack
Salz, Pfeffer

en. 2 Tas-
Risotto n und Zwiebeln anbrat
Öl in einem Topf erhitze
2 Zwiebeln schneiden. raten. 2 Tassen Gemü
seb ou illo n daz ugeben
n un d auc h anb h
sen Reis dazug ebe rühren und nach d nac
un
er wie der gu t um rüh ren. Kochen lassen, um Ris ott o ge-
und imm m und Reibkäse in das
eben. Am Schluss Rah
2 Tassen Wasser dazug
.
ben und sofort servieren

Bratkartoffeln ßere Stücke


sen, schälen und in grö
rtoffeln waschen und kochen. Abkühlen las ffe ln go ldb raun an-
Ka d die Karto
nne Butter erhitzen un
schneiden. In einer Pfa
braten. Salzen.

100
16
Szene

Peter: Ja, hier Peter, hallo!


Gerd: Hallo, Peter, ich bin's, Gerd,
hör mal, wir gehen in den Park und nehmen
ein paar Brötchen mit. Kommst du mit?
Peter: Tut mir Leid, ich bin dran mit Kochen.
Ich kann nicht raus!
Gerd: Was gibt's denn?
Peter: Na, Nudeln, Kartoffeln, Reis - und Tomatensoße.
Gerd: Wow, Nudeln mit Tomatensoße, mein Lieblingsessen!
Peter: Dann kommt doch zu uns zum Essen. O.k.?
Gerd: O.k., bis dann!
Peter: Also, Tomaten fertig schneiden, Tomaten mit Haut, und dann die To-
maten aus der Dose mit Zwiebeln, die Zwiebeln, die muss ich zuerst im Öl
anbraten, dann die Nudeln, die Nudeln ins Wasser geben
und den Reis und die Kartoffeln auch, so, und jetzt
alles schön kochen. Und was war da noch, ach,
der Kuchen ist ja schon im Ofen.
Ganz ruhig - es gibt gleich zu essen!

101
16
Szene

In der WG müssen alle kochen.


Jeder ist mal dran, schön nach Plan.
Es ist schlimm, wenn ich mit einem großen Hunger
kochen muss.
Aber noch schlimmer ist es, wenn immer alle in die Küche
kommen und dreinreden.

Bei uns in der WG essen nicht alle alles.


Beate zum Beispiel mag keine Dosentomaten. Sie sagt:
Die riechen nach Metall.
Und Achmed isst keine frischen Tomaten. Wegen der
Haut.
Und Verena, die mag keine Zwiebeln.

Hallo, was gibt's denn zu essen heute ?


Hm, weiß noch nicht genau, vielleicht Nudeln, oder Reis,
oder Kartoffeln.
Mach doch Nudeln und Reis und Kartoffeln.
Hm, wieso eigentlich nicht?

Also, schön der Reihe nach:


Zuerst Zwiebeln schneiden und im Öl anbraten.
Dann frische Tomaten waschen und schneiden.
Und zuletzt die Nudeln, den Reis und die Kartoffeln ins
Wasser geben.
Ach ja, und der Kuchen ist ja schon im Ofen.

102
16
Szene

Kuchen backen Reis und Nudeln


Fleisch braten im Wasser kochen
Kartoffeln schälen kochen Zwiebeln in Öl anbraten
Gemüse waschen und schneiden Dosen öffnen

der Kochlöffel

der der Deckel


Wasserhahn der Topf

das
Spülbecken
der Kühl-
schrank

der Ofen
mit Backofen

der Dosenöffner

das Brett
das Messer

die Pfanne

103
17
Szene
Telefon in der Küche oder
wie das wilde Tier hungrig blieb
Wenn der Magen vor Hunger knurrt, wird das Kochen mühsam. Kochen braucht eben
Geduld1, vor allem Kochen für eine WG: Nudeln, Reis, Kartoffeln, Tomatensoße und
ein Kuchen im Ofen. Ich sag's ja: Kochen braucht Konzentration2. Aber mit dem Tele-
fon in der Küche - vergiss es3!

Peter: Ja, Peter, wer ist da?


Anna: Hallo, Peter, ich bin's, Anna. Sag mal, ist Lukas zufällig bei euch?
Peter: Hör zu Anna, ich hab keine Ahnung, ob Lukas da ist. Ich koche gerade,
ich weiß nicht, wer alles da ist.
Anna: Du kochst? Was gibt's denn?
1 die Geduld = die Fähigkeit, ruhig und langsam vorzugehen
2 die Konzentration = ein Zustand, in dem man aufmerksam ist, sich nicht ablenken lässt
3 vergiss es! = das geht nicht, das ist unmöglich

104
17
Szene

Peter: Kartoffeln, Reis, Nudeln ...


Anna: Was? Kartoffeln und Reis und Nudeln?
Peter: Naja, und dann gibt's eine Tomatensoße mit Zwiebeln.
Anna: Mit Zwiebeln? Hast du da ein gutes Rezept?
Peter: Ja klar! Also, ich schneide Zwiebeln, die kommen in die Pfanne, ins
heiße Öl, dann die Tomaten dazugeben und mitkochen ...

e
Einfache Tomatensoß chen
in einer Pfanne heiß ma
Olivenöl hei ße Öl geben, anbraten
schneiden, in das
3 Zwiebeln u geben
sehr klein schneiden, daz
1 Karotte
schneiden
1 Kilo frische Tomaten kochen lassen
dazugeben, alles kurz
oder 2 Dosen Tomaten
schneiden
alle Gewürze sehr fein
2 Knoblauchzehen Sch lus s in die Soß e geben
erst am
Basilikum, Oregano
nach Geschmack
Salz, Pfeffer

Risotto anbraten. 2 Tas-


. Öl in ein em Top f erhitzen und Zwiebeln
2 Zwiebeln schnei den ouillon dazu geben
ebe n un d auc h anb raten. 2 Tassen Gemüseb
sen Reis daz ug

Anna: ...Tomaten, frisch oder aus der Dose?


Was war denn das?

Peter: Ach, mein Magen knurrt. Ich habe einen Mordshunger1!


Anna: Ich lass dich wohl besser weiterkochen. Na dann, tschüss2!
Peter: Tschüss, ehm, Anna.
1 der Mordshunger = der Riesenhunger = sehr großer Hunger
Mords- / Riesen- bedeutet, dass etwas sehr groß, sehr stark oder sehr intensiv ist
2 tschüss = zum Abschied von Freunden und Bekannten

105
17
Szene

Peter: Jetzt hab ich doch vergessen, die Nudeln zu versuchen.


Autsch1!
Sind schon verkocht2! So ein Mist3!

Achmed: Mensch, hier riecht's aber verbrannt! Was machst du denn?


Peter: Was machst du denn, was machst du denn? Verdammt, wie soll ich
kochen, wenn ständig das Telefon klingelt, und ihr rennt auch dauernd hier
rein und raus ...
Achmed: Mein Gott! Ist das die Tomatensoße, die so verbrannt riecht?
He, und schau mal da, der Rauch aus dem Backofen - war das ein Kuchen?
Na dann, guten Appetit!
Peter: Jaja, und die Nudeln sind verkocht, Reis und Kartoffeln ebenfalls.
He, Achmed, kannst du schon mal den Tisch decken?
1 autsch! / Aua! / Au! = Ausrufe, wenn etwas weh tut
2 verkocht = zu weich
3 So ein Mist! = Bei großer Wut, starkem Hass sagt man spontan bestimmte Worte, um sich von den unangenehmen Gefühlen zu befreien.
Beliebte Flüche: So ein Mist! Verdammt! Verflucht! Scheiße!

106
17
Szene

Peter: Hallo? Was ist denn jetzt schon wieder?


Max: Peter, warum so nervös,
was ist denn mit dir los?

Peter: Mensch, Max, ich bin mitten im Koch-


stress1 und ständig klingelt das Telefon, wir
sollten schon längst2 essen.
Max: Sprich nur nicht vom Essen! 15 Kilo bin ich zu schwer! Ich überleg mir
schon die ganze Zeit, wie ich mein Übergewicht loswerde.
Peter: Kein Problem, ich hab was für dich. Es gibt verkochte Kartoffeln, viel
zu weiche Nudeln, Reisbrei, eine verbrannte Tomatensoße, Tomaten mit
Zwiebeln, frische Tomaten ohne Zwiebeln und zum Nachtisch - einen
schwarzen Kuchen. Komm doch einfach zu uns essen!
Max: Genial - ich komme!

1 der Stress = unangenehme, starke Belastung durch Probleme, zu viel Arbeit, Lärm ...
2 schon längst = schon seit langer Zeit

107
17
Szene

Du, sag mal, ist Lukas zufällig bei euch?


Hör zu, ich hab keine Ahnung, ob Lukas da ist.
Ich weiß nicht, wer alles da ist.
Ich weiß nur eines, ich bin mitten im Kochstress.

Warum bist du denn so nervös? Was ist mit dir los?


Ich koche, verstehst du? Und ständig klingelt das Telefon.
Und alle rennen dauernd rein und raus.
Und außerdem habe ich einen Mordshunger.

Hast du ein gutes Rezept für Tomatensoße?


Aber sicher, ist ja ganz einfach: Zuerst schneide ich Zwiebeln.
Die kommen in die Pfanne, ins heiße Öl.
Dann die Tomaten dazugeben und mitkochen.
Und ganz am Schluss einfach Salz und Gewürze dazugeben.

Mein Gott, jetzt hab ich die Nudeln vergessen!


Ach nein, die sind schon verkocht, so ein Mist!
Und die Tomatensoße: auch zu spät, schon verbrannt.
Verdammt, und da kommt ja Rauch aus dem Backofen.
Ach, vergiss es!

108
17
Szene

Alle reden drein. Die Küchentür geht auf und zu.

Man verbrennt Es kommen


Stress beim Kochen überraschend Gäste.
sich die Finger.
Das Telefon piepst dauernd. Jeder hat was anderes gern.

Es geht nicht so, wie man sich das vorstellt: z.B.


• die Kartoffeln sind verkocht • die Soße ist versalzen
• der Kuchen ist angebrannt /verbrannt • die Nudeln sind zu weich

Hunger haben /Durst haben


hungrig sein /durstig sein
Mahlzeit! /Guten Appetit!
kochen den Tisch abräumen
den Tisch decken das Essen das Geschirr abwaschen

keinen Hunger mehr haben


satt sein

der Knoblauch
die Zwiebel
der Pfeffer Gewürze das Salz
der Oregano das Basilikum

109
18
Szene
Schneckenpolitik oder wie wir die
Schnecken aus unserem Garten vertreiben
Unser Haus ist alt, aber groß. Wir wohnen zu viert1 darin, so können wir die Miete be-
zahlen. Es gefällt mir sehr, wenn ich nach Hause komme und schon jemand da ist.

Peter: Hallo, ist jemand da?


Katja: Hallo, Peter!
Beate: Schon zu Hause?
Achmed: Hallo!
Wir haben also zu viert ein Dach über dem Kopf2. Und wir haben einen großen Gar-
ten mit Bäumen. Auf den Bäumen singen die Vögel, und im Garten wachsen Blumen
und Gemüse. Wir sind eigentlich sehr glücklich in unserem Haus, in unserem Garten.
Aber wir haben ein Problem: Unser Garten ist voller Schnecken. Sie kriechen3 durchs
Gras und fressen4 die Blumen und das Gemüse, den Spinat, den Salat. Sie fressen al-
les, was sie finden.

1 zu zweit = 2 Personen, zu dritt = 3 Personen, zu viert = 4 Personen 3 kriechen = sich langsam über den Boden bewegen
2 ein Dach über dem Kopf haben = ein Haus, eine Wohnung haben 4 fressen = Menschen essen, Tiere fressen

110
Szene18
Salat? Gift!!

Achmed: Nanu, gibt's keinen Salat heute?


Katja: Ich hab keinen gekauft. Und der Salat im Garten ist kaputt, alles
weggefressen. Das waren natürlich die Schnecken.
Beate: Das waren natürlich die Schnecken. Sei doch froh, dass wir noch ein
bisschen Natur im Garten haben.
Achmed: Also, jetzt gerade möchte ich lieber ein wenig Natur im Teller, in
Form von einigen Salatblättern.
Peter: Ich kaufe frischen Salat - morgen bin ich dran mit Kochen.
Katja: Und ich kaufe morgen Schneckenkörner1, Gift2, jetzt ist Schluss mit
diesen blöden Viechern3. Ein paar Schneckenkörner streuen, und - bingo4!
Achmed hat seinen Salat wieder.
Peter: So schnell wächst der ja wohl nicht wieder, oder?
Beate: Ist ja wieder mal typisch - da kommen ein paar Schnecken, und
schon willst du sie mit Gift vertreiben.
Katja: Nicht vertreiben, meine Liebe, vergiften5 will ich sie!
3 das Viech, die Viecher = abwertend/negativ für „Tier“
1 Schneckenkörner = Schneckengift 4 bingo! = Ausruf für „alles in Ordnung“
2 das Gift = 5 vergiften = mit Gift töten

111
18
Szene

Peter: Geht das nicht anders? Wir können doch


mal probieren, ob es nicht auch mit anderen Vergiss es!
Methoden geht, es muss doch nicht ...
Beate: Vergiften, alle Schnecken töten? Das
kommt nicht in Frage1.
Peter: Also ich habe auch keine Lust, ein paar
Hundert tote Schnecken zu sehen, oder darauf ... und das Problem
zu treten! ist gelöst!

Achmed: Bauen wir doch eine hohe Mauer, rund Hört doch
um den Garten, dann kommen sie nicht mehr. auf!

Katja: Gift oder nicht Gift - Schneckenkörner


sind das Einfachste. Das kostet uns ein paar
Mark und das Problem ist gelöst.
Beate: Wir können sie auch einsammeln und
weit wegbringen, irgendwohin tragen, wo sie
nichts kaputt machen, wo sie ... wo sie keinen Geht das nicht anders?
stören. Wir können doch ...
Achmed: Ach! Und ein paar Tage später sind
sie wieder da. Zusammen mit allen Freunden, ... keine Lust
die sie unterwegs getroffen haben. Vergiss es, ... mal probieren ...
das bringt's doch nicht2.
Beate: Weißt du, Achmed, manchmal geht mir
dein Zynismus3 auf die Nerven!
Peter: Können wir bitte beim Thema bleiben?
Achmed: Ich kann dir ein Schnecken-Tama- Typisch!
gotchi4 kaufen, liebe Beate! Das frisst wenigs-
tens keinen Salat. Das kommt nicht
Katja: Jetzt hört doch auf, ihr beiden! in Frage!

1 das kommt nicht in Frage = das geht nicht, auf keinen Fall
2 das bringt's nicht = das hat keinen Sinn, das funktioniert nicht, so geht es nicht
3 der Zynismus = die Art, andere spöttisch zu kritisieren und ihre Gefühle zu verletzen
4 das Tamagotchi = ein elektronisches Minispielzeug aus Japan, das man wie ein Haustier versorgen muss

112
18
Szene

Achmed: Also gut. Ich habe eine Idee. Schnecken hassen Geschwindigkeit,
die kriechen ja immer ganz langsam. Machen wir doch ein paar Schnecken-
rennen mit ihnen.
Peter: Machst du Witze1? Schneckenrennen? Was soll denn das sein?
Achmed: Ganz einfach. Wir setzen die Schnecken auf eine Rennstrecke2, am
Ende lockt ein frisches Salatblatt. Dann müssen sie um die Wette rennen3,
nein, um die Wette kriechen, weil sie den Salat wollen. Und weil Schnecken
nicht gerne schnell kriechen, suchen sie sich bald einen anderen Garten.

Interview mit dem Rockstar Polo Hofer (gekürzt aus: Sonntagszeitung)


Herr Hofer, was machen Sie zur geld hundert Franken. Mit einer Wer hat gewonnen?
Zeit? Mischung aus Kopfsalat, Hanf Im ersten Rennen Speedy Gonza-
Ich hatte viel um die Ohren, unter und Basilikum wurden die les, im zweiten Lady Bi, im dritten
anderem habe ich vergangenen Schnecken gelockt. Zudem haben Slimy. Die Siegerzeit betrug um
Juni im Berner Monbijou das erste wir im Juni sowieso ideales Renn- die fŸnfzehn Minuten. In der Ka-
internationale Schneckenrennen wetter, immer Regen, perfektes tegorie Freestyle ging es etwas
mitorganisiert und die F.I.D.E. ge- Schneckenklima. Jeder konnte lŠnger, da hier nicht nur Wein-
grŸndet, die FŽdŽration Internatio- seine eigene Rennschnecke mit- bergschnecken zugelassen wur-
nale des Escargots4. nehmen oder bei uns eine leasen5. den. Das war ein Fehler. Einer
Es wurden auch Wetten abge- kam mit einer senegalesischen
Wie funktioniert so ein Rennen? schlossen, und das Ganze wurde Schnecke, die war so gro§, dass
Wir haben ein Stadion mit elf auf einer Leinwand im Restaurant sie nicht in die Bahn passte. Wir
Bahnen gebaut. Die Rennstrecke live Ÿbertragen. mussten sie disqualifizieren.
betrug 53 Zentimeter, das Start-

1 Machst du Witze? = Ist das dein Ernst? 4 Fédération Internationale des Escargots = Internationaler
2 die Rennstrecke = die Strecke, die die Sportler zurücklegen müssen Schneckenverband
3 um die Wette rennen = jeder rennt, so schnell er kann 5 leasen = gegen Geld ausleihen

113
18
Szene

Wir sind eigentlich sehr glücklich in unserem Haus.


Aber wir haben ein Problem: Unser Garten ist voller
Schnecken.
Sie kriechen durchs Gras und fressen das Gemüse.
Sie fressen alles, was sie finden.

Das waren natürlich wieder die Schnecken:


Der ganze Salat ist weggefressen.
Also mir reicht's jetzt!
Jetzt ist Schluss mit diesen Schnecken!
Morgen kauf ich Schneckenkörner, Gift.

Das ist ja wieder mal typisch: gleich vergiften.


Vergiss es, das bringt's doch nicht.
Gift! Das kommt nicht in Frage.
Da gibt es doch auch andere Methoden, oder?

Ja natürlich, das geht auch anders.


Wir können ja probieren, sie einzusammeln.
Wir könnten sie wegtragen.
Ja, genau! Wir tragen sie irgendwohin, wo sie keinen
stören.

114
18
Szene

Lösungen suchen
diskutieren, nachdenken
einen Plan machen
ein Problem haben den Plan durchführen
Verschiedenes probieren
der Plan
funktioniert nicht
der Plan funktioniert
die Lösung ist gefunden
das Problem ist gelöst
das Stadion
das Ziel

der Start
die Geschwindigkeit

das Rennen
um die Wette kriechen
die Rennstrecke / die Rennbahn

der Sieger /gewinnen 1


der Verlierer /verlieren
2 der erste Platz
der zweite Platz der erste Preis 3
der dritte Platz

115
19
Szene
Kein Salat mehr oder wie die Schnecken
in meinen Traum kriechen
Peter: Kein Salat mehr da ... das waren natürlich die Schnecken, natürlich die
Schnecken ... Tausende von Schnecken ... Unser Garten ... "Unser" Garten, nicht
Schneckengarten ...
Katja: Sie sind überall, die Schnecken. Sie fressen die Blumen, das Gemüse.
Sie fressen alles, was sie finden.
Beate: Natur, meine Damen und Herren. Die Natur gehört allen, Menschen,
Tieren und Pflanzen. Wollen Sie die Schnecken dafür bestrafen, dass sie le-
ben wollen?
Peter: Es muss doch eine Lösung geben. Es muss doch ...
Achmed: Die kommen doch zurück und bringen alle ihre Freunde mit.
Jetzt lacht ihr noch. Aber ihr lacht nicht mehr lange. Die kommen zurück.

116
19
Szene

Peter: Frischen Salat kaufen.


Ich bin dran. Ich muss kochen.
Katja: Nachts müssen wir Türen und Fenster schließen. Die Schnecken krie-
chen die Hauswände rauf und runter. Ganz leise, meine Damen und Herren,
ganz leise kriechen sie.
Peter: Hallo! Ist jemand da? Hallo, ... hallo ...
Katja: Sie kriechen aufs Dach. Sie schauen von oben auf uns herunter!
Beate: Ich bitte Sie, das ist lächerlich1! Es sind doch Tiere. Es sind doch nur
Schnecken!
Peter: Was ist das? Ein Gericht2? Ein Prozess3? Was ist los hier?

1 das ist lächerlich = das ist zum Lachen; man kann es nicht ernst nehmen
2 das Gericht = staatliche Einrichtung, bei der ein Richter entscheidet, ob jemand gegen das Gesetz verstoßen hat oder nicht
3 der Prozess = ein Verfahren bei Gericht

117
19
Szene

Achmed: Wir bauen eine hohe Mauer!

Katja: Ich bin für Gift. Tod durch Gift. Das


ist die einzige Lösung!
Peter: Menschen ... Körner ... Gift für
Schnecken ... Menschen ... Schneckenkör-
ner

Beate: Bringt sie doch an einen Ort, wo sie


niemand stören!
Achmed: Ich sage: "Salat und Schnecken-
rennen". Das ist die Idee. Lasst sie rennen!
Die rennen sich zu Tode1, die Schnecken.

Peter: Schnecken rennen nicht, sie kriechen.


Schnecken in Eile, das geht doch nicht ...
... Bald gehen sie weg ... Sie verlassen den
Garten ...
Katja: Meine Damen und Herren! Tod durch
Gift - die schnellste Lösung und auch noch
billig!

1 sie rennen sich zu Tode = sie rennen, bis sie tot sind

118
19
Szene

Beate: Peter, he, Peter, wach auf!


Peter: Was ist ...
Beate: He, Peter, wach auf, du musst aufstehen, es ist schon halb acht. Du
kommst zu spät zur Arbeit!
Peter: Ist ... ist der Salat schon weg?
Beate: Was? Salat? Zum Frühstück?
Peter: Ach, vergiss es.

119
19
Szene

Natürlich wieder die Schnecken.


Die Schnecken sind an allem schuld.
Nachts müssen wir Türen und Fenster schließen.
Die Schnecken kriechen die Hauswände rauf und runter.
Ganz leise, meine Damen und Herren, ganz leise kriechen sie.

Es muss doch eine Lösung geben.


Wegbringen zum Beispiel, irgendwohin wegtragen.
Bringt sie doch an einen Ort, wo sie niemand stören!

Die kommen zurück und bringen alle ihre Freunde mit.


Jetzt lacht ihr noch. Aber ihr lacht nicht mehr lange.
Ich sage: Schneckenrennen. Das ist die Idee.
Lasst sie rennen! Die rennen sich zu Tode.

He, Peter, wach auf!


Peter, du musst aufstehen!
Es ist schon halb acht.
Du kommst zu spät zur Arbeit!

120
19
Szene

Der Gerichtsprozess gegen die Schnecken

Die Schnecken haben alles Die Schnecken stehen vor Die Anwältin verteidigt die
Gemüse gefressen. Gericht. Sie sind angeklagt. Schnecken.
Es gibt keinen Salat mehr. Sie sind an allem schuld. Es sind doch nur Tiere, sagt sie.

Die Schnecken sind schuldig, Das Gericht soll entscheiden. Das Urteil lautet:
sagt die Anklägerin. Die Schnecken werden vom Tod durch Schneckenkörner.
Sie sind bald überall. Gericht verurteilt.

Natürliche Methoden gegen Schnecken


Was man über Schnecken wissen muss:
• Schnecken sind in der Nacht wach und schlafen bei Tag an feuchten Orten.
• Schnecken wollen nicht auf trockenem Boden kriechen.
• Schnecken wollen nicht über Metall kriechen.
daher: Kein Gift
• Den Garten am Morgen gießen, dann ist der Boden am Abend wieder trocken.
• Metallzäune aufstellen zwischen Schneckenschlafpatz und Gemüsebeet.
• Schnecken bei Tag einsammeln und wegtragen.

121
20
Szene
Die Angst vor dem Schmerz oder
wie ich Graf Alucard kennen lernte
Kennen Sie einen Menschen, der gern zum Zahnarzt geht? Ich nicht. Nur schon das
Wort - "ich muss zum Zahnarzt" - brrr, das kann einem den ganzen Tag kaputtma-
chen. Mein Zahnarzt ist eine Frau, also eine Zahnärztin. Aber das nützt nichts gegen
die Angst vor dem Schmerz. "Ich muss zur Zahnärztin" ist genau so schlimm wie "Ich
muss zum Zahnarzt".
Im Wartezimmer1 treffen sich also meistens Leute, die Angst vor dem Schmerz haben.
Und genau da, im Wartezimmer meiner Zahnärztin, habe ich einen ganz seltsamen2
Mann getroffen. Aber hören Sie selbst!

Mädchen: Das tut so weh, Mama!


Warum tut das weh, Mama? Es tut weh im Mund!
Mutter: Ist ja gut, nicht weinen. Wir sind bald dran. Dann macht die Frau
Doktor etwas gegen die Schmerzen. Dann ist es wieder gut.
Können Sie bitte das Fenster schließen, es regnet.
Max: Wie bitte? Fenster schließen? O.k., mach ich!

1 das Wartezimmer = Zimmer beim Arzt, in dem die Patienten warten


2 seltsam = eigenartig, komisch

122
20
Szene

Alucard: Ehm, darf ich ...


Max: Bitte?
Alucard: Guten Tag!
Max: Guten Tag!
Alucard: Schönes Wetter heute!
Max: Naja, ehm, tja, schönes Wetter heute!?
Alucard: Darf ich mich vorstellen?
Mein Name ist Graf Alucard.
Ich wurde am 31. Februar geboren,
auf Atlantis. Ich war sieben Mal
verheiratet, ich habe vierzig Kinder,
einundzwanzig Söhne und neun-
zehn Töchter.
Mutter: Sie lügen!
Alucard: Verzeihen Sie, ich fürch-
te mich vor dem Bohrer1, und ...
und ... ich langweile mich auch ein
wenig!
Mädchen: Mama, warum hat der
Mann so große Zähne?
Mutter: Schhhtt!
Mädchen: Wie ein Wolf2 sieht er aus!
Mutter: Sei still jetzt!
Mädchen: Der Mund tut mir weh!

1 der Bohrer = Instrument, um ein Loch zu machen

2 der Wolf =

123
20
Szene

Max: Wie geht es Ihnen?


Alucard: Danke, schlecht. Meine Frau ist vor drei Tagen
gestorben.
Max: Sie ist ... oh, das tut mir Leid!
Mutter: Sie lügen!
Max: Und wie geht es Ihren Kindern?
Alucard: Sie sind alle tot.
Max: Tut mir Leid!
Alucard: Sehen Sie, die Sonne kommt.
Es regnet nicht mehr. Wenn man
behauptet, das Wetter sei schön,
dann wird es auch schön!
Mutter: Sie lügen!
Max: Welche Zähne tun Ihnen weh?
Alucard: Alle!
Max: Tut mir Leid!
Zahnärztin: Herr Sommer,
bitte!
Alucard: Tut mir Leid!
Max: Auf Wiedersehen,
viel Glück!
Alucard: Danke, Ihnen
auch viel Glück!

124
20
Szene

Zahnärztin: Nehmen Sie bitte Platz, Herr Sommer! Dieser ältere Herr, mit
dem Sie gesprochen haben ...
Max: Graf Alucard, meinen Sie?
Zahnärztin: Graf wie? Alucard? Der Mann sitzt immer wieder in meinem War-
tezimmer. Hat er Ihnen auch erzählt, dass all seine Frauen und Kinder tot
sind?
Max: Jaja, genau, das hat er erzählt.
Zahnärztin: Und glauben Sie ihm das?
Max: Ich weiß nicht. Graf A - lu - card ... wo hab ich das schon mal gehört?
Zahnärztin: Ich weiß es auch nicht. Er ist schon etwas seltsam, der Herr.
Also, Herr Sommer, Mund schön öffnen, bitte!

125
20
Szene

Das tut so weh, Mama.


Ist ja gut, nicht weinen.
Mir tut der Zahn so weh, Mama!
Gleich sind wir dran, dann ist es wieder gut.
Ich hab aber Angst, Mama!
Sei jetzt still!

Es regnet!
Wie bitte?
Können Sie bitte das Fenster schließen, es regnet.
Oh, natürlich, mach ich.
Danke!

Ehm, darf ich ...


Wie bitte?
Ist dieser Platz noch frei?
Ja, ja, natürlich, setzen Sie sich.
Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Alucard.
Angenehm, ich heiße Max Sommer.

Guten Tag, Herr Sommer, nehmen Sie bitte Platz.


Danke.
Haben Sie Schmerzen?
Welcher Zahn tut Ihnen weh?
Da unten, der da.
Ah ja, na dann schauen wir mal genau.
Mund schön öffnen, bitte!

126
20
Szene

der Termin die Sprechstunden


die Anmeldung
die Kranken- die Krankenkasse
der Arzt /die Ärztin
versicherung die Schmerzen, z.B.
das Wartezimmer der Patient / die Kopfschmerzen /das Kopfweh
die Ohrenschmerzen /das Ohrenweh
die Patientin die Zahnschmerzen /das Zahnweh
die Halsschmerzen /das Halsweh
die Bauchschmerzen /das Bauchweh
Angaben zur Person:
Familienname: Dracula Vorname: Graf
Geschlecht: männlich / weiblich
Geburtsdatum: 31.02. Geburtsort: Atlantis
Familienstand: ledig / verheiratet / geschieden / verwitwet
Kinder: nein / ja Anzahl der Kinder: 40
Vampir
Beruf:
Wohnort: Transsilvanien Staatsbürgerschaft: Europa

sie fürchtet sich


die Angst es tut ihr weh
der Schmerz
sie ärgert sich
die Wut, der Ärger Gefühle sie freut sich
die Freude
sie ist überrascht sie mag das nicht
die Uberraschung der Ekel

127
A
Anhang Arbeitsblätter zu den Szenen

1. Personen
a) Wie viele Personen kommen in der Szene vor?

1 2 3 4 5 6 7
b) Sind es eher Erwachsene oder Kinder?

p Kinder: p Erwachsene: Wer ist die wichtigste Person?


p Jungen p Männer ________________________
p Mädchen p Frauen

c) Wie klingt die Stimme der wichtigsten Person?

p aggressiv p traurig p neutral p gefällt mir


p freundlich p lustig p komisch p gefällt mir nicht

Vergleichen und diskutieren Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin / mit der Gruppe.

128
Anhang A
2. Stimmung
a) Wie ist die Stimmung in der Szene?

b) Wie klingen die Geräusche?

p fremd p spannend p aggressiv


p vertraut p langweilig p friedlich

c) Wie finden Sie die Musik?

p passt gut p gefällt mir


p passt nicht gut p gefällt mir nicht

d) Die Leute sind eher ...

p unhöflich p traurig p nervös p aggressiv p pessimistisch


p freundlich p fröhlich p ruhig p friedlich p optimistisch
p müde p schlecht gelaunt p krank p gut gelaunt p cool

Vergleichen und diskutieren Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin / mit der Gruppe.

129
A
Anhang

3. Inhalt
a) Worum geht es in dieser Szene?

Es geht ...
p um das Kochen p um einen Umzug p um Probleme in einer WG
p ums Zeitunglesen p um einen Unfall p um den Nachbarn
p ums Einschlafen p um einen Traum p um ein Missverständnis
p ums Aufstehen p um einen Job p um einen Besuch
p um Fußball p um Diebstahl p um einen Streit
p ums Reisen p um Zahnweh p um einen lustigen Streich

b) Ein wichtiges Detail in der Szene ist/sind ...

p ein Schirm p ein Rasierpinsel p ein Ghettoblaster p ein Handy p ein Ei


p eine Vase p eine Reisetasche p ein Bierdeckel p ein Wecker p ein Zaun
p eine Tomatendose p ein Stadtplan p der Salat p ein Name
p ein Donnerschlag p eine Zeitung p eine Angel p ein Briefkasten
p eine Kaffeekanne p ein Rasenmäher p ein Telefon p eine Katze
p ein Kind p die Schnecken p ein Radio p ein Fernseher p ein Hund

c) Ich habe folgende Ausdrücke/Wörter verstanden:

Vergleichen und diskutieren Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin / mit der Gruppe.

130
AnhangA
4. Ort
a) Wo spielt die Szene?

Die Szene spielt ...


p draußen p drinnen

p im Garten p in einer Wohnung


p auf dem Land p in einem Haus
p auf der Straße p in der Küche
p im Wald p im Schlafzimmer
p in der Stadt p in einem Geschäft
p am Fluss p im Wohnzimmer
p am See p am Bahnhof
p im Zug p beim Arzt
p im Auto p in einem Büro
p im Speisewagen p in einem Restaurant

b) Ich habe folgende Ausdrücke/Wörter verstanden:

Vergleichen und diskutieren Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin / mit der Gruppe.

131
A
Anhang

5. Zeit
a) Wann spielt die Szene?

Die Szene spielt ...


am Mittag
m am Tag m in der Nacht
p am Morgen p am Abend
p am Vormittag p in der Nacht
p am Mittag p um 4 Uhr früh
p am Nachmittag

am Morgen am Abend

in der Nacht

b) Ich habe folgende Ausdrücke/Wörter verstanden:

Vergleichen und diskutieren Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin / mit der Gruppe.

132
Anhang A
6. Beziehungen
a) Wie sind die Beziehungen zwischen den Personen?

Die Beziehungen sind ...


p positiv p negativ

Die Personen sind ...


p hilfsbereit p schadenfroh
p freundlich p aggressiv
p mitfühlend p arrogant
p verständnisvoll p ironisch
p höflich p unhöflich
p ehrlich p ungeduldig
p liebevoll p unfreundlich
p geduldig p misstrauisch
p boshaft

b) Ich habe folgende Ausdrücke/Wörter verstanden:

Vergleichen und diskutieren Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin / mit der Gruppe.

133
A
Anhang

7. Evaluation
a) Wie hat Ihnen die Szene gefallen?

Ich finde diese Szene ...


p nicht gut p ganz nett p gut p wirklich sehr gut p Spitze

p realistisch p absurd p banal p phantasievoll p alltäglich

p lustig p spannend p langweilig

b) Warum hat Ihnen die Szene gefallen / nicht gefallen?

Die Szene hat mir gefallen, weil ... Die Szene hat mir nicht gefallen, weil ...
_____________________________ _______________________________
_____________________________ _______________________________
_____________________________ _______________________________

Sympathisch finde ich ... Unsympathisch finde ich ...


_____________________________ _______________________________
_____________________________ _______________________________
_____________________________ _______________________________

c) Ich habe viel gelernt ... Ich habe wenig gelernt ...

Interessante Informationen Keine interessanten Informationen


Aktuelle Alltags- und Jugendsprache Zu viel Alltags- und Jugendsprache
Neue Wörter Keine neuen Wörter
Neue Strukturen Keine neuen Strukturen
Lustvolle Wiederholung Langweilige Wiederholung
... ...

Vergleichen und diskutieren Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin / mit der Gruppe.

134