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Mit jelent eredetileg a szó?

nein Das verneinende Antwortadverb mhd., ahd. nein (entsprechend niederl. neen) ist aus der
Negationspartikel ahd. ni und dem Neutrum des unbestimmten Artikels ahd. ein entstanden
und bedeutet demnach eigentlich nicht eins.
nicht Das heute als Adverb verwendete Wort (mhd. niht, ahd. niwiht) ist aus ahd. ’ni [eo] wiht'
„nicht [irgend] etwas” entstanden.
danke Das gemeingerm. Substantiv mhd., ahd. danc, got. Þagks, engl. thanks (Plural), schwed.
tack ist eine Bildung zu dem unter denken behandelten Verb. Es bedeutete ursprünglich also
„Denken, Gedenken” und bezeichnete dann das mit dem [Ge]denken verbundene Gefühl
und die Äußerung dankbarer Gesinnung.
tschüs! Der Abschiedsgruß ist gekürzt aus der im Niederd. seit dem Anfang des 20. Jh.s bezeugten
Form atschüs!, die durch Erweichung des j aus niederd. adjüs (dafür auch kurz: tjüs)
entstanden ist. Diesem liegt wohl der früher bei Seeleuten beliebte span. Abschiedsgruß
adiós zugrunde (= a diós „zu Gott”).
hallo Die Interjektion kann auf den mit dem Ausruf ō verstärkten Imperativ von ahd. halōn, mhd.
halen „rufen, holen” (daneben ahd. holōn, mhd. holen, vgl. holen) zurückgehen, falls sie
nicht lautnachahmenden Ursprungs ist. Sie wäre dann wie ’holla' ursprünglich Ruf an den
Fährmann zum Überholen gewesen. Im 20. Jh. wird ’hallo' nach engl. hallo auch als
Grußformel gebraucht.
Schokolade Das in dt. Texten seit dem 17. Jh. bezeugte Fremdwort stammt aus dem Nahuatl, einer
mittelamerikanischen Indianersprache, die von den Azteken in Mexiko gesprochen wurde.
Die Spanier brachten das mexikanische Wort chocolatl, das eine Art Kakaotrank bezeichnet,
nach Europa (span. chocolate) und vermittelten es den anderen europäischen Sprachen, vgl.
z. B. entsprechend frz. chocolat, engl. chocolate und niederl. chocolade (älter: chocolate).
Uns erreichte das Wort vermutlich durch niederl. Vermittlung.
Makkaroni Die seit etwa 1800 bezeugte Bezeichnung der Röhrennudeln stammt aus dem It., und zwar
aus einer Mundartform maccarone (Plural: -oni) von it. maccherone (-oni) „Röhrennudel“,
älter auch „Kloß, Pfannkuchen“.
Kind Mhd. kint, ahd., asächs. kind und niederl. kind gehen auf das substantivierte 2. Partizip
germ. *kénþa-, *kenda- „gezeugt, geboren“ zurück. Eng verwandt sind die nord. Sippe von
aisl. kind „Geschlecht, Stamm“ und engl. kind „Geschlecht, Gattung, Art“ sowie die
ablautende Bildung aisl. kundr „Sohn; Verwandter“. Die germ. Wortgruppe gehört mit
verwandten Bildungen in anderen idg. Sprachen zu der Wurzel *ĝen[ə]- „gebären,
erzeugen“, vgl. z. B. aind. jātá- „geboren“, „Geschlecht, Art“, lat. natus (alat. gnatus)
„geboren“, „Sohn“, „Tochter“, natio „Geburt, [Er]zeugung; Geschlecht, Stamm“ (Nation),
natura „Geburt; angeborene Beschaffenheit, Wesen“ (Natur), praegnas „schwanger,
trächtig“ (prägnant). Die Wurzel *ĝen[ə]- „gebären, erzeugen“ war ursprünglich vielleicht
identisch mit *ĝenu- „Knie“ (vgl. Knie) und mit *ĝen- „erkennen, kennen“ (vgl. können),
weil es in alter Zeit üblich war, in Kniestellung zu gebären, und weil der Vater das
neugeborene Kind dadurch anerkannte, daß er es auf sein Knie setzte. - Zu der idg. Wurzel
*ĝen[ə]- „gebären, erzeugen“ gehören ferner die germ. Wortgruppe von König („Mann aus
vornehmem Geschlecht“) und aus anderen idg. Sprachen z. B. lat. gens „Geschlecht, Sippe“
und genus „Geschlecht, Art, Gattung“ (s. die weitverzweigte Fremdwörtergruppe von
Genus).
Eltern Mhd. altern, eltern, ahd. eldirōn (neben altirōn „die Älteren”), mniederl. ouderen (niederl.
ouders), aengl. eldran ist der substantivierte Komparativ zu alt. Die Schreibung mit E- blieb
erhalten, weil der Begriff „alt” gegenüber der Vorstellung „Vater und Mutter” verblaßte.
Mädchen Das Wort entstand im 17. Jh. durch Konsonantenerleichterung aus ’Mägdchen' (daneben
’Mä[g]dgen'), ist also eigentlich Verkleinerungsbildung zu Magd, das früher „unverheiratete
oder noch unberührte Frau” bedeutete. Vgl. dazu niederl. maagdeke[n] „Mädchen”
(Matjeshering). - Im heutigen Sprachgefühl wird ’Mädchen' nicht mehr als
Verkleinerungsbildung empfunden. Siehe auch den Artikel Mädel.
Herr Im ausgehenden Mittelalter kam bei den Römern mlat. senior (Senior) als Bezeichnung für
Herr auf und trat neben das bis dahin allein gebräuchliche dominus (Dom). Dem mlat.
senior Herr , das auf den substantivierten Komparativ senior älter (zu lat. senex alt )
zurückgeht, ist wahrscheinlich ahd. hěrro Herr nachgebildet, das seinerseits auf den
substantivierten Komparativ hēriro (*älter), ehrwürdiger, erhabener (zu ahd. hēr, vgl.
hehr) zurückgeht. Im Mhd. entwickelte sich in der Anrede und vor Titeln aus hěrre die
kürzere Form hěr.
Frau Mhd. vrouwe, ahd. frouwe sind (wie der aisl. Name der Göttin Freyja) weibliche Bildungen
zu einem im Dt. untergegangenen germ. Wort für Herr , das in got. frauja, asächs. frōio,
aengl. friega Herr und dem aisl. Namen des Gottes Freyr bewahrt ist, mit anderer
Bildung auch in gleichbed. ahd. frō, asächs. frāo, aengl. frēa (s. die Wörter um Fron). Die
eigentliche Bedeutung des Maskulinums ist der erste . Es gehört zu idg. *prō- vorwärts,
vorn (vgl. ver...); vgl. z. B. die verwandten Bildungen aind. pū́rva-ḥ der erste, vorderste
, alban. parë der erste, vorderste . Ebenso hat auch dt. Fürst (s. d.) seine Bedeutung
gewonnen. Dieser Herkunft gemäß ist Frau' im Dt. lange Zeit vor allem die Bezeichnung
der Herrin und der Dame von Stand gewesen, wovon heute noch die Gegenüberstellung mit
Herr in der Anrede (auch als gnädige Frau') ebenso zeugt wie die Bezeichnung Marias als
Unsere [Liebe] Frau'.
dass Die Konjunktion (mhd., ahd. daz, mnd. dat, engl. that) ist identisch mit dem Neutrum das'
des Demonstrativpronomens und des Artikels (vgl. der). Erst seit dem 16. Jh. wird sie
orthographisch unterschieden. Die Entwicklung begann mit Satzverbindungen wie: Ich
sehe das: er kommt'. Daraus entstand durch Übertritt des Pronomens in den zweiten Satz
das Satzgefüge Ich sehe, dass er kommt', und nach solchen Mustern konnte die
Konjunktion dass' bald die verschiedensten Arten von Nebensätzen einleiten.
Diplom [Ehren]urkunde, Zeugnis : Die Form Diplom' trat im 18. Jh. an die Stelle von älterem
Diploma', das auf lat. diploma < griech. dí-plōma zurückgeht. Das Wort bedeutet eigentlich
zweifach Gefaltetes , woraus dann die Bed. Handschreiben auf zwei zusammengelegten
Blättern; Urkunde entsteht. Das zugrundeliegende Adjektiv griech. di-plóos zweimal
gefaltet entspricht genau lat. duplus im Lehnwort doppelt.
deutsch Im Gegensatz zu anderen Bezeichnungen dieser Art ist das Wort deutsch' nicht von einem
Volks- oder Stammesnamen abgeleitet, sondern geht auf ein altes Substantiv der Bed.
Volk, Stamm zurück (s. u.). Das Adjektiv mhd. diut[i]sch, tiu[t]sch, ahd. diutisc, niederl.
duits[ch] deutsch (aus dem Niederl. stammt engl. Dutch holländisch ) ist seit dem 10.
Jh. bezeugt und steht neben dem schon im 8. Jh. belegten mlat. theodiscus zum Volk
gehörig, volksgemäß (mlat. theodisca lingua' war die amtliche Bezeichnung der
germanischen [altfränkischen] Sprache im Reich Karls d. Gr.). Zugrunde liegt ein
westfränk. Adjektiv *Þeodisk (als Gegenwort zu *walhisk romanisch ). Es ist mit Hilfe
des Suffixes -isc (nhd. -isch) zu dem später untergegangenen gemeingerm. Substantiv mhd.
diet, ahd. diot[a], got. Þiuda, aengl. deod, aisl. Þjod Volk gebildet, das auch im ersten
Glied germ. Personennamen wie Dietrich, Dietmar erscheint und außerdem der Sippe von
deuten zugrunde liegt. Das Substantiv ist z. B. urverwandt mit air. tūath Volk, Stamm,
Land und lit. tautà Volk, Nation , Tautà Deutschland . In der Geschichte des Wortes
deutsch' spiegelt sich die Herausbildung des deutschen Sprach- und Volksbewußtseins
gegenüber den romanischen und romanisierten Teilen der Bevölkerung im Frankenreich und
gegenüber dem Lateinischen. In der Auseinandersetzung zwischen West- und Ostfranken ist
das Wort deutsch' zur Gesamtbezeichnung der Stammessprachen im Osten des
Frankenreichs, dem späteren Deutschland, geworden.
hurra! Der in nhd. Zeit erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jh.s bezeugte Ausruf der Freude und
Kampfruf setzt wahrscheinlich mhd. hurrā! fort, das ein mit dem Ausruf a verstärkter
Imperativ zu mhd. hurren „sich schnell bewegen” ist.