Sie sind auf Seite 1von 5

Das Hobby zum Beruf - Die Finanzierungsmöglichkeiten des Crowdfunding

Bestimmt hat sich schon jeder einmal gefragt, wie sich z.B. sein favorisiertes Koch-Blog oder Gärtner Podcast finanziert, da es so viele Inhalte produziert, die sehr zeitaufwändig sind, sodass für eine andere Arbeit kaum Zeit bleiben müsste. Dem sei gesagt: Diese Projekte, welche sich vor allem im Internet verbreitet haben, nutzen das System des Crowdfunding um ihre laufenden Kosten zu decken und das normale Leben der Betreiber zu finanzieren.

Crowdfunding, zu deutsch „Schwarmfinanzierung“, ist die Möglichkeit ein Projekt, Produkt, eine Geschäftsidee oder auch eine Person mit Fremdkapital zu versorgen. „Beim Crowdfunding unterstützt meist die Community einer bestehenden Infrastruktur, um diese in der Zukunft zu erhalten, weil sie sich schon an das Projekt gewöhnt hat!“ So der Podcaster Tim Pritlove auf der re:publica’11 in einer Talkrunde zum Thema Crowdfunding und Social Payment. Aber auch Zukunftsideen, sowie Geschäfts- oder Projektideen werden mit Crowdfunding bzw. Social Payment finanziert.

Podcaster Tim Pritlove
Podcaster Tim Pritlove
bzw. Social Payment finanziert. Podcaster Tim Pritlove Die Unterstützer geben zum einen direkt über Funktionen,

Die Unterstützer geben zum einen direkt über Funktionen, wie z.B. Flattr oder Affiliate-Links oder sichern ihren Beitrag für die Finanzierung eines Projektes zu, wenn eine festgelegte

Gesamtsumme erreicht wird. Es ist gleichzeitig sehr wichtig, dass der Unterstützer darüber aufgeklärt wird, wie viel Geld zusammenkommt, was mit seinem Geld passiert und er die Möglichkeit hat, gezielt etwas zu unterstützen was ihm wichtig erscheint. So finanziert z.B. der Podcast „Wir müssen Reden“, welcher sich nach eigenen Angaben um „Netz-kultur-politisch-feuilletonistisch-dingsige- Weltlage“ kümmert, seine Unabhängigkeit von einem Studio, in Form von eigener Aufnahmetechnik. Dabei wird in jeder Podcastfolge der Fortschritt der Finanzierung thematisiert.

Im folgenden werde ich das Prinzip an weiteren Projekten sowie Bezahlplattformen und Ideen erläutern:

Das Hobby zum Beruf:

Viele Menschen haben in den letzten Jahren angefangen im Internet ihre Inhalte, die sie als Hobby produzieren, an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Dadurch haben Blogger und auch Podcaster sowie YouTuber viel Aufmerksamkeit bekommen. Da sich einige Projekte hoher Beliebtheit erfreuen, haben sich sehr große Community‘s, welche hohe Erwartungshaltungen mitbringen, aufgebaut. Dadurch wird die Förderung und Durchführung des Hobby-Projektes immer zeitaufwändiger und schwieriger. Für eine normale andere Arbeit, um sein Leben zu finanzieren bleibt kaum Zeit. Dort helfen Systeme, die dafür gemacht sind, das Projekt finanziell zu unterstützen, die laufenden Kosten zu tragen, den Betreiber unabhängig von einem anderen Job zu machen, sein Leben durch diese Einnahmen zu finanzieren und sich voll und ganz auf sein Projekt konzentrieren zu können und die Community glücklich machen zu können. Dies sind Bezahlsysteme, wie:

Flattr ist ein sog. „Social Micropayment“ Dienst. Als Benutzer zahlt man jeden Monat einen Geldbetrag

Flattr ist ein sog. „Social Micropayment“ Dienst. Als Benutzer zahlt man jeden Monat einen Geldbetrag auf sein Flattr Konto ein und kann dann im kommenden Monat auf Flattr-Buttons (siehe Bild rechts), auf Webseiten von Projekten und privaten Content-anbietern, klicken, welche diese Buttons auf ihrer Website eingebunden haben und sie mit ihrem

auf ihrer Website eingebunden haben und sie mit ihrem Flattr.com Konto verknüpft haben. Am Ende des
auf ihrer Website eingebunden haben und sie mit ihrem Flattr.com Konto verknüpft haben. Am Ende des

Flattr.com Konto verknüpft haben. Am Ende des Monats wird der eingezahlte Geldbetrag auf alle geklickten FlattrButtons gleichmäßig verteilt. So bekommt z.B. wenn man 10 einbezahlt und 20 FlattrButtons klickt, jeder 0,50 . Dies summiert sich für den einzelnen mit der großen Anzahl von „Flatternden“ auf. Der Betreiber des Buttons kann auf Flattr.com die Statistiken einsehen, bekommt das Geld überwiesen und kann es ggf. wieder zum „flattern“ verwenden. So entsteht ein Kreislauf.

einsehen, bekommt das Geld überwiesen und kann es ggf. wieder zum „flattern“ verwenden. So entsteht ein
einsehen, bekommt das Geld überwiesen und kann es ggf. wieder zum „flattern“ verwenden. So entsteht ein
Eine weniger manchen Fällen produktivere Unterstützungsweise sind PayPal-Spenden, mit denen man bestimmten Leuten und

Eine weniger

manchen Fällen produktivere Unterstützungsweise sind PayPal-Spenden, mit denen man bestimmten Leuten und Projekten gezielter und mehr Geld zukommen lassen kann. Viele wollen ihr PayPal Konto leeren und spenden das restliche Geld an Projekte und Inhalte, die ihnen gefallen.

innovative, aber in

Ein weiterer sehr guter Weg um Geld für sein Projekt zu bekommen sind Affiliate-Links. Dies sind Links, die auf Produkte und Bezahlinhalte, mit denen der Link-Setzer einen kleinen Prozent-Satz Provision vom unveränderten Kaufpreis für den Käufer bekommt, führen. So wird z.B. auf dem iPhoneBlog.de das Camera Connection Kit getestet (siehe

dem iPhoneBlog.de das Camera Connection Kit getestet (siehe Bild oben) und es befindet sich ein als

Bild oben) und es befindet sich ein als Affiliate-Link gekennzeichneter Link unter dem Artikel, der auf die Apple Online Store Produktseite führt. Wird nun der Artikel in einem Zug gekauft, so bekommt Alexander Olma (Betreiber des iPhoneBlog.de) einen kleinen Prozentsatz ab. Dies summiert sich ebenfalls, da es auf viele Sachen Affiliate-Links gibt. Nicht nur Onlineversandhändler wie z.B. Amazon, sondern auch Apples App Store (siehe Bild rechts) bietet die Möglichkeit zur Verwendung von Affiliate-Links.

bietet die Möglichkeit zur Verwendung von Affiliate-Links. Natürlich kann man seine YouTube Videos, Shows oder

Natürlich kann man seine YouTube Videos, Shows oder Podcasts etc. auch sponsern lassen. Dadurch bekommt man Geld bzw. Testprodukte von Firmen und kann so sein Angebot finanzieren. Zusammen mit dem Sponsoring hängt meist Werbung auf der Website oder auch Werbung in z.B. Videos oder Podcasts zusammen. So lässt sich z.B. der YouTuber namens „SoldierknowsBest“ von Netflix.com (einem Film Streaming Angebot aus den USA) sponsern und blendet vor vielen Videos Werbung ein. (siehe Bild rechts)

(einem Film Streaming Angebot aus den USA) sponsern und blendet vor vielen Videos Werbung ein. (siehe

Manche Angebote vertreiben neben der kostenlosen Version des Inhaltes auch eine kostenpflichtige Version mit extra Vorteilen:

So z.B. der Tech-Podcast Bitsundso, welcher neben der kostenlosen Version auch eine Plus Version vertreibt. Diese bietet Vorteile, wie:

eine Plus Version vertreibt. Diese bietet Vorteile, wie: Mit dem Geld werden die Kosten des Podcasts

Mit dem Geld werden die Kosten des Podcasts bezahlt.

Durch diese Bezahlsysteme können private Contentanbieter im Internet ihr Leben finanzieren:

Die Podcaster Tim Pritlove (Metaebene), Timo Hetzel (Undsoversum), Dan Benjamin (5by5), Leo Laporte (Twit) sowie der Blogger Alex Olma (iPhoneBlog.de) sind Beispiele dafür, dass man als Privatperson mit seinen Inhalten im Internet Geld verdienen kann und sich auch eine Infrastruktur (siehe Timo Hetzel mit der Undsoversum GMBH) aufbauen kann und keinen anderen Job mehr haben muss. Das verdanken sie der Leser- bzw. Hörerschaft, welche bereit ist in die Zukunft und den Erhalt des Projektes zu investieren.

Finanzierung von Ideen im Software-, Hardware-, Design-, Musik-Bereich

Zur Finanzierung von Ideen, die man umsetzen will, gibt es Plattformen auf denen man sein Projekt vorstellen kann und den Betrag sowie den Zeitraum der Finanzierung festlegt. So ist z.B. Kickstarter.com die größte Plattform für neue Ideen und deren Finanzierungen. Dort kann man sich die Projekte anschauen und sie unterstützen.

Außerdem erhält man als Unterstützer auch Feedback z.B. zur Produktion und Entwicklung. So bekommt man z.B. am Ende zusätzlich zum Produkt eine DVD mit Hintergrundinformationen bzw. T-Shirts oder ähnlichem. Prominente Beispiele dafür sind zum einen der iPhone-Ständer „The Glif“ oder auch Fortsetzungen von TV-Serien, welche die Fangemeinde finanziert. Dabei spielt das Gefühl, ein Teil der Verwirklichung des Projektes zu sein, eine große Rolle. So erzählen Mitwirkende anderen voller Stolz davon und das Projekt findet dadurch ggf. neue Unterstützer.

Drei weitere Beispiele sind zum einen, dass US Präsident Barak Obama Crowdfunding für seinen Wahlkampf nutzte. Er erkannte, dass viele kleine Spenden viel bewirken können. Und zum anderen erfuhr auch der Journalist Richard Gutjahr vom Crowdfunding-Gebrauch um die Roaming-Gebühren für seine Ägypten- Berichterstattung zu finanzieren, erzählt er auf der re:publica’11. Und auch ein Student aus den USA fand einen Weg an Geld für sein Studium zu kommen. Er verkaufte Pixel auf einer Website und verdiente damit über 1 Million US$. (siehe Bild rechts)

sein Studium zu kommen. Er verkaufte Pixel auf einer Website und verdiente damit über 1 Million
sein Studium zu kommen. Er verkaufte Pixel auf einer Website und verdiente damit über 1 Million
sein Studium zu kommen. Er verkaufte Pixel auf einer Website und verdiente damit über 1 Million
sein Studium zu kommen. Er verkaufte Pixel auf einer Website und verdiente damit über 1 Million