Sie sind auf Seite 1von 5

Dieses Dokument enthält eine stichwortartige Zusammenfassung einer Auswahl von

Wissenswertem zum PPL-A.


Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Angaben. copyright 2006 Sven Tilman Fischer

4B FUNKNAVIGATION

ADF Automatic Direction Finder für NDB, LF/LW und MF/MW, f 190-1750 kHz
ungerichtetes magnetisches Feld NDB=100 NM, L (Anflugfeuer, Locator beacon) = 25 NM
NDB 200-526, 5 kHz
NDB Nenntragweite 25-100 NM, Sendelesitung 10-200 W, Streckenflugfeuer,
3-Buchstabenkennung
L Locator beacon, Reichweite 15-25 NM, LO, LM als Landeflugfeuer,
2-Buchstabenkennung
comulsory reporting point Pflichtmeldepunkt
position fixing Standortbestimmung
holding beacon Wartefunkfeuer
homing Zielflugverfahren
tracking Kursflug
atmospheric statics elektrische Entladungen (Störung)
precipitation statics Auf- und Entladung des Flugzeuges (Störung)
twilight and night effect with fading sind Schwunderscheinungen durch LW/MW-Überlagerungen,
Bodenwelle mit einfach/mehrfach reflektierter Raumwelle mit
reflektierter/gebrochener Bodenwelle (Troposphärenwelle)
KW Kurzwelle Reichweite 20.000 km, reflektiert an Ionosphäre
(E- und F-Schicht)
skip zone tote Zone
Reflexion (Einfall- = Ausfallwinkel, Refraktion als Brechung und Beugung, Absorption als
Energieverlust bei Durchgang durch ein Medium)
ground wave Bodenwelle
sky wave Raumwellen
VHF-NAV Receiver UKW-Navigationsempfänger
DME Distance Measuring Equipment, Enfernungsmeßgerät
TACAN Tactical Air Navigation Equipment
LW = Tags von Ionosphäre absorbiert, nachts teilweise unempfangbar reflektiert
MW = Reichweiten 800-900 km nachts, Tags von Ionosphäre absorbiert

WELLENMODULATION
NON (A0) unmodulierte Trägerwelle, fehlende Modulation
A1A (A1) unterbrochene carrier wave (cw) mit Unterbrechungen im Morsecode
A2A (A2) tonmodulietre cw, um Code zu erzeugen
A3E (A3) Funksprechen, cw mit zwei Seitenbändern (Amplitudenmodulation)
A9W (A9) gemischte Übertragung A2A/A3E, z.B. ATIS

VOR Very-high-frequency Omni-directional Range


Umlaufsignal (variable signal) über rotierende Dipolantenne (Richtantenne), Bezugssignal (reference
signal) über feste, ungerichtete Käfigantenne, mißweisend Nord (magn. north) phasengleich, A2A
tonmoduliert, A9W gemischte Übertragung, ca. alle 30 sek. Kennung durch three-letter-identification,
line-of-sight-propagation UKW/VHF(quasi-optische Ausbreitung), Gebrauch zwecks course alignment
+- Grad. Kursunregelmäßigkeiten (courseroughness) +- 3 Grad, Kursschwingungen (course
scalloping) +- 3 Grad durch geländebedingte, erdmagnetische Einflüsse. VOR/TACAN (Tactical Air
Navigation) VORTAC VOR/DME mit Sender/Empfänger (interogator) bor- DME-Empfänger/-Sender
bodenseitig, wo bei eingehenden Impulsen Antwortimpulse ausgelöst werden, die bordseitig durch
Laufzeitkreise für die digitale Entfernungsnzeige ausgewertet wird. Anzeige der Schrägentfernung
(slant range), bei Überflug der Flughöhe. Weiterhin DME-Antenne an Rumpfunterseite. DME-
Frequenzen 1025-1150 MHz (UHF), transponder (Antwort) 962-1213 MHz (UHF), Kanäle 126x, 126y
Kanäle
VOR-BORDANLAGE
ON/OFF-Switch An-/Ausschalter nach An-, vor Ausmachen des Triebwerkes
volume control Lautstärkeregler
2 frequency selectors 2 Frequenzwahlknöpfe für 1-MHz-, 50-kHz-Stufen
OBS Omni-Bearing-Selector,
CDI Course-Deviation-Indicator, Kursabweichungsanzeiger
TO/FROM-Indicator ambiguity meter, Richtungsnzeiger QDM inbound oder QDR outbound,
warnig flag (rot) magels Funkempfang
VOR-Navigation Einkurven mit Standard-Kurve 3 Grad/sek., sobald CDI-Nadel zur Mitte
läuft (großer Abstand erforderlich)

VHF-NAV Receiver UKW-Navigationsempfänger


DME Distance Measuring Equipment, Enfernungsmeßgerät
TACAN Tactical Air Navigation Equipment

VDF VHF-Direction-Finder UKW-Sichtpeiler


UKW-Bodenpeilanlagen sind automatische Sichtpeiler mit Dipolantennen UKW-ADcock- UKW-
Großbasis-Antennen nach Doppler-Prinzip. Peilgenauigkeit Adcock ~+-2-5 Grad, Großbasis ~+-1-2
Grad.

ambiguity Peilung
WCA Wind Correction Angle Luvwinkel
RB Relative Bearing Seitenpeilung
TB True Bearing Rechtweisende Peilung
MB Magnetic Bearing Mißweisende Peilung
RMI Radion Magnetic Indicator
Anzeigegerät mit automatisch nachgeführter Kompaßrose

/loop antenna = Rahmenantenne, Nullspannung anliegend, wenn


/ Rahmenebene parallel zu Sender
/ (Maximum-Stellung)
Spannungsaddition bei einer
Stellung des Rahmens, um
180 Grad entgegengesetzter
Stellung Aufhebung
\ sense antenna = ungerichtete Hilfsantenne

Karioidie = Herzkurvendiagramm
Goniometer mit fest installierter Richtcharakterisik (2 Drehspulen, drehbare Suchspule), Ferritkreuz
(Kreuzrahmen) mit Doppelacht-Richtcharakteristik

ADF-Anlage
OFF Ausgeschaltet vor An- und Abschalten des Triebwerkes
ANT/REC Hilfs-, Seitenbestimmungsantenne
BFO/CW NON/A1A
QUJ rechtweisende Peilung TB = TH + RB
QDM mißweisende Peilung MB = MH + RB
QDR Gegenrichtung QDM MB = MH + RB +- 180 Grad
QTE LOP (QTE), Line Of Position, Funkstandlinie LOP = TB +- 180 Grad
MDI Moving Dial Indicator = Manuell verstellbares Anzeigegerät
Luvwinkel (Restzeit zur Station in min + Peilsprung in Grad) / Dauer der Versetzung in min
MB/MT
LOP Funkstandlinien rechtweisender Richtung

heading index Steuerkursmarke

Genauigkeit der Anlage +- 3 Grad, wegen Abl. /deviation, quadrantal error sowie Neigung des
Flugzeuges (dip error).
quadrantal error = Ablenkung elektromagnetischer Wellen bei Auftreffen auf Flugzeugkörper.
Funkbeschickungsaufnahme durch quadrantal error corrector
dip error = durch Kurvenflug, abhängig von Entferung des Senders, Flughöhe,
Querneigungswinkel (angle of bank)

FLUGVERFAHREN
homing (Zielflug), RB = 000 Grad, ausgerichtet auf NDB, heading = track nur bei Windstille oder
direktem Gegen-, Rückenwind, bei Wind Ziel- oder Hundekurve
constant bearing procedure (stehende Peilung), Flugzeug um Betrag der Abdrift (drift) in den Wind
drehen durch Vorhalte-, Luvwinkel, WCA = (Restzeit zur Station in min * Peilsprung in Grad) / Dauer
der Versetzung
tracking (Kursflug mit automatischem Funkpeilgerät), Differenz Soll-RB zu Ist-RB, Kursverbesserung
+- 20 bis 30 Grad, inbound track Kursverbesserung bei größer 5 Grad Abweichung
tracking interception (Anschneiden eines vorbestimmten An- und Abflugkurses über Grund)

Abstandsbestimmungen (time/distance check)


90-degree-method / 90-Grad-Methode durch Einkurven auf wing tip position / Querabstellung zur
Bodenstation, besser 85 Grad, Peilsprung 10-20 Grad, Entfernung in NM = (GS/TAS in KN * Zeit
Peilsprung in min) / Peilsprung in Grad
30-degree-method / 30-Grad-Methode constant bearing erfliegen, dann Änderung Steuerkurs +-30
Grad mgl. mit Wind leewärts, bei Einleitung der Kurve stoppen, Peilsprung 5-10 Grad, Entfernung in
NM = (GS/TAS in KN * Zeit Peilsprung in min) / 2 * Peilsprung in Grad

ILS International Landing System

/ OM Outer Marker LO Locator beacon 400 Hz,


/ Voreinflugzeichen
75 MHz VHF/UKW fan markers (Fächerfunkfeuer) 3,5-5 NM Abstand
\ MM Middle Marker 1300 Hz, Haupteinflugzeichen
\ 3500 ft Vorfeuer
Beginn Landebahn
1000 ft
GP-Glide Path-, Gleitweg Sender 500 ft l/r von
Landebahn entfernt
Ende Landebahn
1000 ft
LLZ-Sender, LLZ-Localizer, Landekurssender
DDM0 Difference in Depth of Modulation, wenn Flugzeug auf Landekurs in 5-Grad-Winkel zwischen
90- backbord und 150 Hz-steuerbord und Funk-Seiten-Keulen. LLZ setzt Kennung 10 NM/+-8
Grad Landebahnmitte ab, automatische Überwachungsnlage prüft Abweichungen und
Senderückgang (monitoring equipment)
, wenn Flugzeug auf Glide Path in 2-Grad-Winkel zwischen 90-oberhalb und 150 Hz-unterhalb
Funk-Keulen.
Marker Beacon Receiver Markierungsfunkfeuerempfänger = Antenne, Empfänger, Lampen
airway markers FM/Z 3000 Hz, OM 400 Hz, REC 75 Hz, filtert weitere Frequenzen, mit
Aufschaltanlage (audio control panel) für akustische Wahrnehmung OM: 12 sek +-4 sek, MM 6 sek +-
2 sek

ILS-airborne-equipment = ILS-Bordanlage, VHF-Navigationsempfänger VOR/LLZ-Empfag (VHF NAV


Empfang), Gleiwegempfänger (glide path receiver), VOR/LLZ/GP-Anzeigegerät (indicator), VOR/LLZ-
Antenne an der Unterseite des Flugzeugs, Gleitweg-Antenne, Markierungfunkfeuer-Empfangsanlage
(marker beacon receiver)

CDI-Totalabweichung: VOR=10, LLZ=2,5 GP=0,5 Grad


Hinter Empfänger 90/150 Hz-Filter, Doppelweggleichrichter nachgeschaltet, daraus
Gleichspannungen, gegeneinandergeschaltet, Differenzspannung auf GP, (VOR-), LLZ-Teil

RADAR
Flugverkehrskontrolle (Air Traffic Control RADAR) ermöglicht die Überwachung und Lenkung
kontrollierter Flüge IFR/CVFR, special VFR etc., ermöglicht kleinere Staffelungsmindestwerte
(separation minima). 1 NM hat eine Echolaufzeit von 12,3 Mikrosekunden. Die Impulszentrale mit
Steuerstufe erzeugt kurze Spannungsimpulse mit bestimmter Impulsfolgefrequenz (Pulse Repetition
Frequency = PRF)
PPI Plan Postiton Indicator, Rundsichtanzeigegerät
CRT Cathode Ray Indicator mit sweep (e-Strahl), synchron zur Radarantenne laufend
MTI Moving Target Indicator, Festzielunterdrückung z.B. von Gebirgen auf dem RADAR-Schirm

ACC Area Control Centre für Kontrolle und Überwachung des Flugverkehrs
TMA Terminal Control Area für Kontrolle und Überwachung von an- und abfliegenden Flugzeugen
des Nahverkehrs durch APP (approach control office), mit drei Arten von SRE Surveillance Radar
Equipment Rundsicht-RADAR-Anlagen:
1. GRS/SRE M5 und SRE-LL Strecken-Rundsicht-RADAR bei Regional- und Bezirkskontrollstellen
RSR Route Surveillance RADAR
Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Bremen für controlled flights in CTA in controlled area und
darin verlaufenden ATS routes (Flugverkehrsstrecken).
GRS/SRE M5, Reichweite 120 NM, Höhenerfassungsbereich 60000 ft, 5MW, lange Wellenlänge (23
cm) für große Reichweite, niedrige Impulsfolgefrequenz (PRF=Pulse Repetition Frequency) 400-500
Hz für Echos aus großer Entfernung, bevor nächster Impuls ausgesendet wird, geringe
Antennenumlaufgeschwindigkeit (4-7, 5U/min) zur Zielerfassung genügend großer Trefferzahl, großer
Antenne zwecks genügend scharfer Bündelung relativ langwelliger Impuls-Ausstrahlung.
2. ASR8 Flughafen-Rundsicht-RADAR
ASR Airport Surveillance RADAR bzw.
TAR Terminal Area Surveillance RADAR
ASR werden von APP für RADAR-monitoring (RADAR-Überwachung) und control an- und
abfliegender CF (IFR, CVFR, Sonder-VFR) in TMA/Nahverkehrsbereichen verwendet. Typ ASR 8
Reichweite 60 NM, Höhenerfassungsbereich 30000 ft, 400-500 KW, Wellenlänge 10 cm, PRF (Pulse
Repetition Frequency), f 1000-1200 Hz,, 15-20 U/min, on request SRE-APP mit RADAR-Vectoring im
Gegenanflug downwind, Queranflug base, Endanflug final zu Runway in use. Base endet kurz vor
extended centre linemit instruction, auf Steuerkurs final 8-10 NM distance from touchdown mit 20-40
Grad anzuschneiden (DOGLEG-intercept heading). Kurskorrekturen ~2-10 Grad instruction mit DIS,
GS (Glide Slope) 3 Grad oder 300 ft/1NM. GS (TAS) * 5 = ROD (Rate Of Descent) in ft/min
3. ASDE Rollfeldüberwachungs-RADAR-Anlage
ASDE Airport Surface Detection Equipment bei einigen
TWR Aerodrome Control Tower
Alle RSR/ACC und ASR/APP sind mit
SSR Secondary Surveillance RADAR, Sekundär-Rundsicht-Radar Modi 3/A (Identitätsabfrage) und
C (Höhenabfrage) synchron verbunden.
Passive und aktive (mit bordseitiger Auslösung eines Antwortimpulses) Rückstrahlung ist
gewährleistet. Gewitter, starke Regen- und Hagelschauer können die Benutzbarkeit einschränken.
SSR werden nie ohne Primär-RADAR eingesetzt. Bodenseitige SSR-Abfrage (interrogator 1030 MHz),
bordseitig SSR-Antwort (transponder, 1090 MHz).

ATC Transponder
besteht aus Transponder (Sender/Empfänger), Antenne, Beienfeld (control panel), 1030 MHz mit 60
MHz Zwischensequenz oszillatorüberlagert, mehrstufig verstärkt nach Störimpuls-
Seitenkeulenunterdrückung dem Decoder zugeführt. Koinzidenzstufe identifiziert das Signal. Bei
richtiger f des Abfrage des Impulspaares = Modus des Betriebsgerätes Steuerimpuls am Encoder.
Dieser veranlasst den Encoder einen Impuls zu bilden, der dem a Bediengerät eingestellten Code
entspricht. In der Endtufe hochgetastet werden Antwortimpulse auf 1090 MHz ungerichtet abgestrahlt.
Antenne ist eine rundstrahlende Schlitz- an der Rumpfunterseite, bei Kurvenflügen kommt es evtl. zu
Abschattung der Transponder-Antenne.
IDENT für ca. 15-20 sek nach Antwortimpuls nur nach Aufforderung durch
die Flugsicherung.
TEST mit REPLY-LIGHT mit eigenem testkreis bei ON oder OFF-TEST-MONITOR für
10 sek auf Bodenabfrage
CODE-SEL-KNOBS läßt Antwortcode zwei- (mit "00"), vierstellig einstellen.
7700 Emergency
7600 Loss of communication
FUNCTION-SEL-SWITCH mit OFF vor dem Anlassen, Abstellen des Triebwerkes
STY/STBY sofortig betriebsbereit,
ON erst wenn Flugverkehrskontrolle Aktivierung fordert, voll
funktionsfähig bis auf
C Höhenabfrage, Modus A/3.
ALT in Modus C, 100 ft Schritte
LO SENS um in unmittelbarer Nähe der Bodenstation Fehlanzeigen durch
Seitenkeulen zu vermeiden. Nur auf Anforderung der
Flugsicherung aktivieren
Transponder-Typen
0 Transponder ohne Codiermöglichkeit
2 Transponder A mit 64 Codes
4 Transponder A mit 4096 Codes
C Transponder A/C mit 4096 Codes

XTK Cross Track Distance Querabfrage zum Sollkurs


TKE Track Angle Error Kursfehlerwinkel
HDG True heading rwStK
DA Drift Angle Abdriftwinkel
TK Track Angle KüG
GS Ground Speed Geschwindigkeit üG
POS Present Position derzeitige Position
WPT Waypoint Wegpunkt-Koordinaten
DIS Distance To Go Entfernung vom nächsten Wegpunkt
TIM Time To Go Flugzeit zum nächsten Wegpunkt
WIND Wind Direction Windrichtung und -geschwindigkeit
DSRTK Desired Track Angle Sollkurs üG

FIR Flight Information Region Fluginformationsgebiet

ANHANG:

Quellenachweis:

Kühr, Wolfgang; Der Privatpilot für Privatpiloten, Segelflugzeugführer und Sportgeräteführer


einschließlich JAR-FCL-Bestimmungen, Band 4b 1989
http://www.faa.gov/education_research
http://www.jaa.nl/licensing/jer-fcl_questions.html