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Arbeitsauftrag

Klasse: 1BI

Ausgabe: 21.09.2011

Fach/ Lehrer: FET/Be

Zeitrahmen: 1 EH

Fach/ Lehrer: FET/Be Zeitrahmen : 1 EH

Thema:

Themenbereich:

Bindungsarten und Kristallgitter

Bindungsarten

Methode: Partner/innenpuzzle - EA

 

1)

Lesen Sie Ihren Arbeitsauftrag sorgfältig und vollständig durch (EA)

2)

Lesen Sie den Ihnen vorliegenden Text genau durch und unterstreichen Sie für Sie wichtige

3)

Informationen. (EA - ca. 10 min). Ihr Banknachbar hat andere Informationen erhalten. Lassen Sie sich von Ihrem Banknachbarn seine

4)

Informationen näherbringen. Beantworten Sie gemeinsam nachfolgende Fragen:

Fragen zum allgemeinen Teil

1)

Was verstehen Sie unter Valenzelektronen?

2)

Was bedeutet Elektronegativität, wie kann man Elemente nach ihrer EN im PSE einteilen. Wie würden Sie die EN von

3)

Edelgasen beschreiben? Reihen Sie die Elemente N, C und Si nach Ihrer EN.

4)

Mit welcher Bindungsform binden sich Al und O?

Fragen zur Ionenbindung

Was verstehen Sie unter Kation, was unter Anion?

Welche Elemente binden sich vorwiegend bei der Ionenbindung und wo sind diese überblicksmäßig im PSE zu finden?

Bildet sich bei der Ionenbindung ein Kristallgitter? Wenn ja, warum und mit welchen Eigenschaften? Wenn nein, warum nicht?

Fragen zur Metallbindung

Welche Elemente binden sich vorwiegend bei der Metallbindung und wo sind diese überblicksmäßig im PSE zu finden?

Begründen Sie die gute Verformbarkeit, sowie die gute elektrische Leitfähigkeit der Metalle mit Hilfe der Eigenschaften der Bindungsart.

Fragen zur Kovalenten Bindung

Welche Elemente binden sich vorwiegend bei der kovalenten Bindung und wo sind diese überblicksmäßig im PSE zu finden?

Nennen Sie zwei weitere Möglichkeiten, die kovalente Bindung zu benennen.

Welche zwei Möglichkeiten der kovalenten Bindung kennen Sie und wie unterscheiden sich diese im Bezug auf die EN?

Fragen zur Sekundären Bindung

Zwischen welchen Systemen bilden sich sekundäre Bindungen aus?

Was verstehen Sie unter Dipol?

Allgemeines zum Bindungsbestreben

Der Zusammenhalt eines Stoffes sowie seine Eigenschaften werden wesentlich durch die Atome, aus denen er aufgebaut ist, und durch die Art des Zusammenhalts der Atome bestimmt. Atome eines Elements können sich mit Atomen des gleichen oder auch mit Atomen anderer Elemente verbinden. Für den Zusammenhalt von Atomen ist hierbei eine chemische Bindung erforderlich. Es gibt drei Grundtypen:

Ionenbindung

Kovalente Bindung (=Atombindung oder Elektronenpaarbindung)

Metallbindung

Ob die Atome die eine oder andere Bindung eingehen, hängt mit der Elektronenkonfiguration der Valenzelektronen (=Elektronen der äußeren Schale) zusammen. Erreichen die Atome durch die Bindung in ihrer äußeren Schale Edelgaskonfiguration, so ist die Anordnung energetisch günstig und damit stabil. An einer Bindung beteiligte Atome „versuchen“ daher, sich mit ihrem Bindungspartner so zu arrangieren. dass möglichst eine Edelgaskonfiguration erreicht wird. Dies geschieht durch Elektronenabgab oder –aufnahme. Damit wird das Atom zum positiven oder negativen Ion.

Die Elektronegativität (EN) ist ein Maß für die Anziehungskraft eines Atoms auf seine Bindungselektronen. Je höher der Wert für die EN eines Elemtent ist, desto stärker ist die Fähigkeit zur Anziehung von Elektronen ausgeprägt. Außerdem werden die Valenzelektronen jener Atome mit geringerem Abstand vom Atomkern stärker gehalten, wie Valenzelektronen von Atomen die einen größeren Abstand vom Atomkern haben.

Ordnet man die Elemente entsprechend ihrer Elektronegativität an, so zeigt sich eine gewisse Übereinstimmung mit ihrer Stellung im Periodensystem (PSE).

Übereinstimmung mit ihrer Stellung im Periodensystem (PSE). Eine Angabe der EN für Edelgase macht keinen Sinn,

Eine Angabe der EN für Edelgase macht keinen Sinn, da die äußere Schale ja voll besetzt ist. Edelgase sind somit reaktionsträge und ermöglichen keine stabilen chemischen Bindungen.

Ionenbindung:

Die Ionenbindung entsteht bei sehr unter schiedlicher Elektronegativität der Bindungspartner.

(Metall) gibt seine Valenzelektronen an d as Element mit der höheren EN (Nichtmetall) ab. Ion enbindungen finden also

zwischen Metall- und Nichtmetallatomen statt.

Elektonenabgabe: elektropositives Atom (Ion) nennt man Kation -> Tendenz von Metallen

Das Element mit niedriger EN

Anzahl der Protonen > Anzahl der E lektronen

Elektronenaufnahme: elektronegatives A tom (Ion) nennt man Anion -> Tendenz der Nichtmet alle

Anzahl der Protonen < Anzahl der E lektronen

Durch die Abgabe bzw. Aufnahme von El ektronen wird das Atom zum Kation bzw. Anion. Durc h die unterschiedlichen Ladungen von Kation und Anion entsteht eine Anziehungskraft zwischen den beiden Ionen, wo durch sie sich abwechselnd in einem Kristallgitter anordnen.

Die Ionenbindung wird im Folgenden am Beispiel von Kochsalz (NaCl) dargestellt. Das vom Na- Atom (+1) abgegebene

Elektron wird von einem Cl-Atom (-1) auf genommen. (keine überschüssigen Elektronen -> kein

Merkmale sind:

Elektronengas)

Elektronen -> kein Merkmale sind: Elektronengas) • Leiter 2. Klasse (schwach le itend) • hoher Schmelz

Leiter 2. Klasse (schwach le itend)

hoher Schmelz und Siedep unkt

Abgabe und Aufnahme von

Elektronen

Tritt bei z.B. Kochsalz, Metalloxyde auf.

Elektronenpaarbindung bzw. kovalente Bindung o. Atombindung:

Die kovalente Bindung ist durch die geme insame Nutzung von Valenzelektronen der an der Bi ndung beteiligten Atome charakterisiert. Dabei müssen die Bindun gspartner eine ähnliche und höhere EN besitzen (Nic htmetalle). zwei benachbarte

Atome benutzen gemeinsam Valenzelekt ronen. Es bilden sich zwischen benachbarten Atomen Elektronen, daher auch Elektronenpaarbi ndung.

Brücken aus jeweils zwei

Elektronenpaarbindungen finden zwische n Nichtmetall- und Nichtmetallatomen statt.

Je nach EN der Bindungspartner kann die kovalente Bindung hierbei polar bzw. unpolar sein.

Unpolare kovalente Bindung:

Beide Partner haben die gleiche EN. (exa kt nur bei gleichartigen Bindungspartnern)

Cl

2

EN. (exa kt nur bei gleichartigen Bindungspartnern) Cl 2 Polare kovalente Bindung: Silizium Die Bindungspartner haben

Polare kovalente Bindung:

Silizium

Bindungspartnern) Cl 2 Polare kovalente Bindung: Silizium Die Bindungspartner haben eine untersch iedliche EN. Dadurch

Die Bindungspartner haben eine untersch iedliche EN. Dadurch werden die Bindungselektrone n stärker zu dem Atom höherer EN hingezogen. Es kommt zu ein er ungleichmäßigen Verteilung der Ladung.

Merkmale sind:

niedriger Schmelz und Sied epunkt

Nichtleiter (Isolatoren)

Fixe Elektronenpaarbindun g

Tritt z.B. bei Kunststoffen auf

Metallbindung:

Bei dieser Bindungsform haben die Bindu ngspartner eine geringe und ähnliche EN (Metalle). M

grundsätzlich Elektronen ab, bilden also p ositiv geladene Ionen (=Kationen). Das Bestreben ein er Gemeinsamen Nutzung der

Valenzelektronen liegt auch hier vor. Der Edelgaszustand wird hierbei durch die Abstoßung de r Valenzelektronen erreicht. Da in einem reinen Metall keine Atome v orhanden sind die Elektronen aufnehmen, bleiben di e abgegebenen Elektronen ungebunden. Im Gegensatz zu anderen B indungsarten sind die Valenzelektronen also nicht an ein bestimmtes Atom gebunden, sondern frei beweglich. Man s pricht hierbei von „Elektronengas“ oder der „Elektro nenwolke“. Zwischen den Kationen (+) und den freien Elektronen (- ) entsteht eine intensive Kraftwirkung, es entsteht da s Metallgitter.

Die Bindungsenergie ist geringer als bei k ovalenter oder ionischer Bindung. Daraus resultieren auch die

Korrosionsanfälligkeit der Metalle sowie

In einem absolut reinen Metall sind alle A tomrümpfe einander vollkommen gleichwertig. Es la ssen sich also Atome gegeneinander verschieben, ohne die me tallische Bindung aufzuheben. Hierauf beruht die pla stische Verformbarkeit der Metalle.

Metallbindungen finden also zwischen M etall- und Metallatomen statt.

Merkmale sind:

etallatome geben

eine geringere Härte als bei z.B. Keramik.

etallatome geben eine geringere Härte als bei z.B. Keramik. ∑ Hohe Festigkeit ∑ gute Verformbarkeit aufgrund

Hohe Festigkeit

gute Verformbarkeit aufgrund d er gleichen Ionen im Kristallgitter

hoher Schmelz und Siedepunkt

Leiter 1. Klasse aufgrund des Ele ktronengases

Tritt bei z.B. Metallen und Legierungen a uf.

Sekundäre Bindungen:

Sekundäre Bindungen sind Bindungen, di e auf zwischenmolekularen Wechselwirkungen beruh en. Im Gegensatz zu den primären Bindungen (Ionenbindung, kov alente Bindung und metallische Bindung) findet sich b ei den sekundären Bindungen weder die gemeinsame Nutzung noch de r Austasche von Valenzelektronen zwischen den Bind ungspartnern. Zudem sind die

Bindungsenergien erheblich geringer. Die

sekundären Bindungen sind somit thermisch und ch emisch recht instabil.

Diese Bindungen beruhen also auf der Bil dung von Ladungsschwerpunkten (Dipole) in den Mo lekülen. Der positive Ladungsschwerpunkt eines Moleküls zieh t den negativen Ladungsschwerpunkt des benachbar ten Moleküls an.

Solche Ladungsschwerpunkte können un ter anderem bei der kovalenten Bindung entstehen (s iehe kovalente Bindung).

Auch bei der Bildung starker Ladungssch werpunkte durch gemeinsame Elektronenpaare von W elektronegativeren Element wie z.B Saue rstoff (Wasserstoffbrückenbindung)

asserstoff mit einem anderen

elektronegativeren Element wie z.B Saue rstoff (Wasserstoffbrückenbindung) asserstoff mit einem anderen Seite 4 von 4