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DAS ÖSTERREICHISCHE JOURNAL FÜR VORSTUFE, DRUCK, MEDIENTECHNIK Heft 9–10 · Oktober 2011
DAS ÖSTERREICHISCHE
JOURNAL FÜR VORSTUFE,
DRUCK, MEDIENTECHNIK
Heft 9–10 · Oktober 2011

Haltbarkeit von Gedrucktem im Vergleich zu elektronischen Medien

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Eine Woche der Zeitung in Wien

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Klimaneutrale Druckprodukte auch im Digitaldruck

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Verkauf als gemeinsame Dienstleistung:

Servant Selling

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Gedrucktes ist ein erfolgreicher Werbeträger

WERDEN SIE NOCH KONKURRENZFÄHIGER. Im Design zählen Eindrücke – gehen sie also sicher, dass sie
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Das Österreichische Grafische Gewerbe Offizielles Organ des Fachverbandes und der Fachgruppen Druck sowie des Verbandes Druck & Medientechnik und aller seiner Landesorganisationen

Heft 9–10/2011

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Oktober 2011

DRUCKBRANCHE

Leitartikel Dockner VFG Aktuell Print Power: Liest du noch oder kaufst du schon? Zweiter Fachkongress:

Publishing der Zukunft Gerin: Erfolgreiches Druckerei- Öko-Marketing The Spirit of Print

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UMWELT

Klimaneutrale Druckprodukte auch im Digitaldruck

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NEWS

Neues aus der Graphischen Mehr! Erfolg durch kreatives Handeln Eine Woche der Zeitung in Wien Shortlist Colourful Life Leserbrief Barcelona: Zukunft einer Branche e-Business Print Forum präsentiert Trends und aktuelle Lösungen Neue Medien

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BUSINESS

Servant Selling Moagn gehmas glei o!

 

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Impressum gegenüber Seite 26

Titelbild: Der IKEA-Katalog gilt als eines der herausragenden Beispiele für erfolgreiche gedruckte Werbung. Der Katalog 2012 erscheint in 59 Ausgaben und 42 Ländern auf der ganzen Welt in einer Auflage von in Summe 208 Millionen gedruckten Exemplaren

in 30 Sprachen.

Foto: IKEA

gedruckten Exemplaren in 30 Sprachen. Foto: IKEA Liebe Kolleginnen und Kollegen! Z iemlich enttäuschend

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Z iemlich enttäuschend waren die Gesprä- che mit den Vertretern der Gewerkschaft

Druck und Papier am 6. September 2011. Alle Vorschläge der Bogendrucker, mit ein paar Ausnahmen, sind nicht angenommen worden.

reelle Chancen für eine Annäherung sehe. Was danach folgen wird, werden letztlich beide Verhandlungspartner in gleichem Maße zu verantworten haben.

Der Wunsch nach einer zumindest mittelfris- tigen Entlastung im Lohn- und Gehaltsbereich ist ebenfalls durch einen unannehmbaren Gegenvorschlag zu Fall gebracht worden.

Wenn eine Seite sich bemüht, ihre Betriebe zu erhalten und die andere Seite auf ihre „wohl erworbenen“ Privilegien pocht, dann bleibt leider kein Platz mehr für die in Österreich so hoch gelobte Sozialpartnerschaft über. Leider!

Daher wurde fristgerecht der Kollektivvertrag am 29. September 2011 gekündigt, um weitere Verhandlungen in Gang zu bringen.

Das Schlimme dabei ist aber noch dazu, dass die Fronten so verhärtet sind, dass ich auch in der sechsmonatigen Kündigungsfrist kaum

Mit freundlichen Grüßen

Kündigungsfrist kaum Mit freundlichen Grüßen Ing. Rudolf Andreas Cuturi, Präsident des Verbandes Druck

Ing. Rudolf Andreas Cuturi, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik

Chronik der Verhandlungen 2011 Ausgangslage

Im Kollektivvertrag vom 1. Jänner

2010 wird unter dem Titel „Krisen-

paket“ für Rollenbetriebe bis Ende

2010 der Entfall des Nachtzuschlags

für die Zeit von 18 bis 19 Uhr sowie der Entfall der Mehrstundenzu- schläge für die 38. bis 40. Stunde oder alternativ die Anwendung eines Bandbreitenmodells (flexible Arbeitszeit) vereinbart.

Am 9. März 2010 wird die Anwen-

dung des Krisenpakets bis 31. März

2011 verlängert.

2. März 2011 – Verhandlung über Verlängerung der Kriseninstrumente

Die Gewerkschaft macht eine Zustimmung zur weiteren Anwen- dung der Kriseninstrumente von der Verlängerung der Laufzeit sämtlicher Kollektivverträge abhängig. Bisher war die Mindestlaufzeit der Kollek- tivverträge mit 31. Dezember 2011 fixiert (Ausnahme Tageszeitungen:

Mindestlaufzeit bis 31. Dezember

2013).

Um Verhandlungen zu ermöglichen, werden die Kriseninstrumente bis 30. Juni 2011 verlängert, unter der Voraussetzung, dass eine Vereinheit- lichung der KV-Laufzeiten für sämt- liche Branchenbereiche einheitlich bis mindestens 31. Dezember 2013 erreicht und keine KV-Kündigung ausgesprochen wird. Kommt es zu keiner Einigung, muss rückverrech- net werden.

4. April / 27. April 2011 – Verhand- lungsrunden ohne Einigung

Durch die Forderung der Gewerk- schaft vom 2. März 2011 werden Verhandlungen für den Bogenbe- reich notwendig. Die Gewerkschaft legt bei zwei Verhandlungsterminen aber kein für die Arbeitgeberseite zufriedenstellendes Angebot vor.

13. Mai 2011 – Druckertag in Fuschl

Das Angebot der Gewerkschaft hinsichtlich des Bogenbereichs wird als ungenügend und nicht akzeptabel beurteilt. Hauptvorstand und Mit- gliederversammlung beschließen weitere Verhandlungen und ermäch- tigen den Präsidenten im Falle des Scheiterns der Verhandlungen zur Kündigung des Kollektivvertrags.

Juni 2011 – Gewerkschaft lässt Verlängerung des Krisenpakets platzen

Der Verband lädt zu weiteren Ver- handlungen ein, die Gewerkschaft steht aber vor dem 30. Juni 2011 nicht zu Gesprächen zur Verfügung. Das Krisenpaket ist damit formal per 31. März 2011 endgültig ausgelaufen, die Verlängerung ist gescheitert.

8. September 2011 – Weitere Ver-

handlungen ohne Ergebnis

Der Verband legt der Gewerkschaft erneut die Forderungen vom April vor. Ebenso wird die Wieder-in- Kraft-Setzung des „Krisenpakets“ für die Rollenbetriebe per 1. September 2011 gefordert. Trotz intensiver Verhandlungen gelingt es nicht, den

Sozialpartner zu überzeugen, dass das durchaus moderate Forderungs- paket für die Bogenbetriebe ange- sichts der dramatischen Branchen- situation ein Minimalerfordernis darstellt, um die Wettbewerbsnach- teile gegenüber dem wichtigsten Konkurrenten Deutschland wenigs- tens etwas zu verringern. Der Ver- band informiert die Gewerkschaft am 14. September, dass die Bogen- verhandlungen gescheitert sind und die Kündigung des Kollektivvertra- ges droht.

29. September 2011 – Kündigung des Kollektivvertrags

Da keine Änderung des Standpunkts der Gewerkschaft erfolgt ist, kündigt der Verband Druck & Medientechnik die grafischen Kollektivverträge (Ausnahme: Für den Bereich Zeitun- gen gilt der Kollektivvertrag auf jeden Fall noch bis Ende 2013; hier ist keine Verhandlung notwendig. Ebenfalls nicht gekündigt wurden die Lohn- und Gehaltstabellen).

Die Kollektivverträge haben entspre- chend der 6-monatigen Kündigungs- frist formal Gültigkeit bis 31. März 2012. Ziel der Verhandlungen ist die Schaffung eines zeitgemäßen Kollek- tivvertrags, der den geänderten Rahmenbedingungen der Branche Rechnung trägt.

GRAPHISCHE

Neues aus der Graphischen

 
Mehr! Keine Wahl, eine Konsequenz!
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Diplomarbeiten der Abteilung Druck- und Medientechnik

Im aktuellen Geschäftsumfeld hat derjenige, der es wagt, neue Wege zu suchen und der erfolgreiche Wege für die Umsetzung findet, die besseren Chan- cen für Erfolg. So wird der Ansatz „Mehr!“ zu einer Konsequenz des Mutes und der Voraussicht, zu einer Manifestation von Wandel.

Der Verkauf ist ein Bereich, der extrem vom Tradi- tionsdenken und -handeln geprägt ist – so von der Warte des Verkäufers praktiziert. Wobei die Erwar- tung der KundInnen sich regelmäßig sehr weit von Auftritt und Handeln der VerkäufInnenen bewegt. VerkäuferInnen meinen, verkaufen zu müssen. Ent- sprechend richten sie ihr Verhalten und Vorgehen ein. KundInnen aber wissen ja ganz genau, was sie kaufen müssen oder möchten. Dazu benötigen sie keine VerkäuferInnen!

Wie jedes Jahr wurden auch heuer von den Studierenden des Kollegs sund der Höheren Lehranstalt Diplomarbeiten als Jahresarbeiten ver- fasst. Spannende Themen des heurigen Jahres waren eine innovative Verpackung für Golfbälle, gedruckte Elektronik zur Herstellung selbst- leuchtender Folien, der Ringversuch über PSO, die Erstellung eines integrierten Managementsystems, ein Redaktionssystem für automati- siertes datenbankbasiertes Publizieren, Transferdruck, Lentikulardruck, Software-Verpackungstools und viele mehr.

Viele Projekte werden gemeinsam mit Druckereien oder Partnern aus der Industrie abgewickelt. Bei Interesse an zukünftigen Kooperationen melden Sie sich bitte bei Abteilungsvorstand DI Manfred Niedl.

Peter Kleinheider – Ing. Norbert Rabenseifner – KR Fritz Zeillinger

Für einige Stunden pro Woche konnten die Experten Peter Kleinheider sowie Ing. Norbert Rabenseifner für den Unterricht an der Graphischen gewonnen werden, sie sind ein weiterer Garant für die Aktualität der Ausbildung. Peter Kleinheider, Druckvorstufenexperte und Mitglied in internationa- len Normungsgremien, wird Automatisierungstechniken sowie moderne Cross-Media-Systeme unterrichten. Ing. Norbert Rabenseifner, Leiter Grafik / Vorstufe bei Ulikett, unter- richtet Producing im Abendkolleg.

KundInnen wünschen sich kompetente Fachleute, die bereit sind, in eine servicegesteuerte Partner- schaft mit ihnen zu treten, um für den Kunden ein Mehr! zu schaffen. Partner, die begreifen, dass auch für sie Mehrwert entsteht, wenn sie Mehrwert für den Kunden schaffen. Personen, die stolz auf ihre Rolle sind und sich bemühen, möglichst viele Aspekte der Interaktion mit den KundInnen kompe- tent abzudecken. MitarbeiterInnen, die verstanden haben, dass die Situation des Kunden maßgebend ist für Bedingungen, für Leistungen, für Methode und für Verhalten des Lieferanten – nicht umgekehrt! Professionisten, die sich bemühen, alle denkbaren Aspekte der Kundenerwartungen zu decken – bei- spielsweise Beratung und Leistung anbieten können

Leider hat Kommerzialrat Fritz Zeillinger sein Unterrichtsengagement an der Graphischen beendet. Seine Professionalität, sein Know-how und seine menschliche Liebenswürdigkeit haben ihn bei SchülerInnen und LehrerInnen äußerst beliebt gemacht. Er bleibt der Abteilung Druck und Medientechnik aber weiter verbunden.

Abendkolleg und Aufbaulehrgang

Berufstätigen und MaturantInnen bietet das Abendkolleg „Grafik und Kommunikationsdesign – Schwerpunkt Layout und Producing“ eine Qualifizierung an der Schnittstelle zwischen Druck- und Medien- technik sowie Grafik Design, das als abteilungsübergreifender Studien- zweig von den Abteilungen Druck- und Medientechnik und Grafik Design gemeinsam angeboten wird. Für ausgebildete DruckvorstufentechnikerInnen und DruckerInnen bietet der Aufbaulehrgang Druck- und Medientechnik eine Möglichkeit, in zwei Jahren die Reifeprüfung und die volle Ausbildung zum Druck- und Medientechniker zu absolvieren.

in Bereichen wie Marketing, Produktion, PR, Tech- nik, Multi-Channel-Mix, Internet-Auftritt, Internet- Marketing und vieles, vieles mehr.

Leistungen, die nur durch die kreative Bereitschaft und Fähigkeit der KundenbetreuerInnen ihre Begrenzung finden. All dies fordert Neudenken, Neuorientierung und somit auch eine gründliche neue Ausrichtung durch Schulung und Coaching, durch Input und Praxisübungen. So wie in den Mehr!-Seminaren des Verbandes Druck & Medien- technik.

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www.graphische.at

Lars Kirchheiner ist Geschäftsführer von Tack Training International Ges.m.b.H.

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PRINT POWER

PRINT POWER DOCKNER druck@medien: Mehr (leistung) als Sie glauben! Der Name Dockner steht seit mehr als

DOCKNER druck@medien: Mehr(leistung) als Sie glauben!

Der Name Dockner steht seit mehr als 20 Jahren nicht nur für die professionelle Herstellung individueller Drucksorten auf höchstem Niveau, sondern auch für intelligente und anspruchsvolle Lösungen im Bereich Crossmedia! „Wir setzen auf die Persönlichkeit unseres Familien- unternehmens gleichermaßen wie auf die Individua- lität unserer Kunden“ – erklärt Ingeborg Dockner.

lität unserer Kunden“ – erklärt Ingeborg Dockner. Mehr(leistung) Die intensive Beschäftigung mit den

Mehr(leistung)

Die intensive Beschäftigung mit den Wünschen und Vorstellungen der Kunden bildet die Basis für die Produktion von Drucksorten und Medienproduktionen, die im wahrsten Sinne des Wortes: Format haben. Stilsicher im Design und effizient in der Leistung werden hier maßgeschneiderte Lösungen realisiert, die vom signifikanten Logoentwurf bis hin zur kompletten

CI reichen. Neben der Visualisierung

In diesem Monat wurde das ÖGG in Niederösterreich gedruckt. Ein Porträt von Dockner druck@medien.

gedruckt. Ein Porträt von Dockner druck@medien. von Websites und Präsentationen legt Dockner druck@medien

von Websites und Präsentationen

legt Dockner druck@medien zurzeit besonderes Augenmerk auf Tablet-Publishing, der Erstellung von animierten E-Books sowie dem effizienten Einsatz von Social Media Marketing. „Komplexe Anforderungen sind

für

uns eine Herausforderung,

die

wir sehr gerne annehmen.

Wir bauen auf das Know-how von gestern, die Kreativität von heute und die Dynamik von morgen“ meint Bernhard Dockner jun.

Mensch & Maschine

Bei Dockner druck@medien ist nicht nur die Drucktechnik „up-to-date“. Neben stetigen Investitionen in die Technik wird besonderer Wert auf die Aus- und Weiterbildung des gesamten Teams gelegt. Regelmäßige Programm- bzw. Produktschulungen, unzählige Lehr- lingsprojekte, Auslandsaustausch und vieles mehr wurden bereits mit Auszeichnungen wie „Familien- freundlichster Betrieb NÖ“ oder der „Ausbildertrophy“ gewürdigt.

Voll Öko

Auch der Bereich Umwelt kommt bei Dockner druck@medien nicht zu kurz. Der Einsatz von nachhaltig produziertem Papier, ÖKO-Druck- farben, ökologisch abbaubaren Reinigungsmitteln bzw. chemiefreie Druckplattenproduktion sowie alkoholfreier Druck sind bei Dockner druck@medien nicht nur eine Modeerscheinung, sondern das Ergebnis eines klar definierten und gelebten Unternehmensleitbildes.

Die Kunst des Handwerks

Kunden, die bei Dockner druck@ medien mit offenen Ohren durch das Haus gehen, vernehmen noch Fachbegriffe, die in vielen Druck- sälen bereits in Vergessenheit geraten sind. „So entstand schon einige Male Erklärungsbedarf, wenn man neben Cicero auch noch darüber spricht, ob jetzt ein „Achtel“ oder ein „Viertel“ besser wäre“ – lacht Bernhard Dockner sen.

„Hochdruck hat in den letzten Jahren – vor allem im qualitativ hochwertigen Bereich – eine wahre Renaissance erlebt. Vor allem die Kunden zeigen für diesen Bereich der Produktion besonderes Interesse“, so Bernhard Dockner sen. weiter.

Die Möglichkeiten von Hoch- und Heißfolienprägungen, Konturenstanzungen (auch mittels Brückenstanze), 3D-Mailings und vieles mehr, stehen nicht nur bei den eigenen Kunden hoch im Kurs, diese werden auch von zahlreichen Druckerkollegen gerne in Anspruch genommen.

www.dockner.com

Druckerkollegen gerne in Anspruch genommen.  www.dockner.com 6 Das Österreichische Gra sche Gewerbe 7–8/2011
Aktuell von Prof. Dr. Werner Sobotka Der VFG beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem

Aktuell

von Prof. Dr. Werner Sobotka

Der VFG beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Problem der Langzeitarchivierung in Form einiger Forschungsprojekte. Eines dieser Projekte hatte die Restau- rierung österreichischer Tageszei- tungen zum Inhalt und wurde gemeinsam mit der Österreichi- schen Nationalbibliothek durch- geführt.

U nter Langzeitarchivierung ver- steht man die Erfassung, die

langfristige Aufbewahrung und die Erhaltung der dauerhaften Verfüg- barkeit von Informationen. Langzeit bedeutet für die Bestandserhaltung digitaler Ressourcen nicht die Abgabe einer Garantieerklärung über fünf oder fünfzig Jahre, sondern die verantwortliche Entwicklung von Strategien, die den beständigen, vom Informationsmarkt verursachten Wandel bewältigen können.

Während physikalische Objekte seit langer Zeit unter anderem in Archi- ven, Museen und Bibliotheken auf- bewahrt und erhalten werden, stel- len sich bei elektronischen Publika- tionen ganz neue Herausforderun- gen. Daten, die auf digitalen Daten- trägern gespeichert sind, können in relativ kurzer Zeit nicht mehr lesbar sein („digitales Vergessen“). Die Ursachen für diesen Informations- verlust sind die begrenzte Haltbar- keit der Trägermedien ebenso wie der schnelle Medien- und System- wandel. Eine weitere Herausforde- rung sind proprietäre Formate und urheberrechtliche Beschränkungen.

Analog gedruckte Informationen sind noch immer die einzig sichere Lösung, wenn es um das Auffinden von wichtigen Informationen geht. Das macht bedrucktes Papier auch zum Verkaufsargument für die Druckbranche.

Während beispielsweise altes Perga- ment und Papier bei guter Lagerung viele hundert Jahre haltbar sind, trifft dies auf neue Speichermedien nicht zu. Filme, Fotos und Magnet- bänder haben nur eine begrenzte Haltbarkeit. Noch kürzer ist die Lebensdauer digitaler Speicherme-

VFG AKTUELL REDAKTION
VFG AKTUELL
REDAKTION

Haltbarkeit von Gedrucktem im Vergleich zu elektronischen Medien

dien wie etwa Festplatten oder DVDs. Datenträger verlieren Infor- mationen durch Umwelteinflüsse oder sie werden durch äußere Ein- wirkungen so stark verändert, dass sie nicht mehr auslesbar sind). Oft scheitert die Lesbarkeit auch nur daran, dass zu einem späteren Zeit- punkt passende Geräte und Pro- gramme nicht mehr vorhanden sind.

Um den vorgenannten Problemen zu entgehen, kann es sogar sinnvoll sein, bestimmte ausgewählte elektroni- sche Informationen (wieder) in die nicht-elektronische Form (zurückzu- wandeln und diese – sozusagen als modernes Äquivalent der Sitte unse- rer Vorväter, wichtige Informationen analog durch Druck auf säurefreies Papier zu sichern. Deshalb ist in vielen Fällen das Drucken auf säu- refreien, ungebleichten Papieren ein wichtiges Verkaufsargument für die Druckindustrie geworden.

Bücher und Handschriften aus säu- refreiem Papier halten gesichert mehrere hundert Jahre. Film auf Zelluloid bis zu 400 Jahre und Farb- filme bis zu 150 Jahre. Optische Speichermedien jedoch haben eine Haltbarkeit von maximal 30 Jahren, müssen immer wieder neu gespei- chert werden, um archivfähig zu sein. Ähnlich ist es mit Festplatten, Wechsellaufwerken und USB-Sticks.

Archive sind wohl das Geschäft der Zukunft, denn es ist nicht nur not- wendig, Daten zu archivieren, sie

müssen auch wieder auffindbar sein. Deswegen ist es meist nicht ausrei- chend, nur die Originaldaten zu kopieren, die Daten müssen auch in Zukunft verwendbar sein.

Deswegen ist in vielen Fällen ein analoges Dokument, ein gedrucktes Buch oder gedruckte Bilder noch immer der beste Weg, Daten für die Nachwelt zu erhalten und Verfüg- barkeit sicherzustellen.

Für die Druckereien ist es aber auch wichtig ihre Datenkonsistenz zu sichern und eine gute Verwaltung der elektronischen Daten zu besit- zen. Durch den Einsatz von offenen Standards wie zum Beispiel Grafik- formaten ( TIFF; PNG; JFIF) oder freien Dokumentenformaten wie XML oder PDF/A, die als relativ langlebig betrachtet werden und deren Aufbau öffentlich bekannt ist, sind die Zyklen, nach denen eine Information umformatiert werden muss, länger. Dann ist die Wahr- scheinlichkeit deutlich höher, dass es in einigen Jahren noch Systeme und Programme gibt, die die Daten lesen können.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass zwar viel Geld in die Hand genommen wird um Informa- tionen zu erstellen, aber kaum daran gedacht wird, diese Informa- tionen auch sicher und für die Nachwelt zugreifbar zu archivieren.

u www.vfg-forschung.at

PRINT POWER

Effiziente Werbung mit Katalogen

Liest du noch oder kaufst du schon?

Werbung mit Katalogen Liest du noch oder kaufst du schon? Seit Jahren ist der IKEA-Katalog eines

Seit Jahren ist der IKEA-Katalog eines der besten Beispiele für erfolgreiche Print-Kommunika- tion. Auch heuer wurde das Druckwerk in einer Auflage von mehr als zwei Millionen Exemp- laren in ganz Österreich verteilt.

Neben Lösungen für alle Lebensbe- reiche präsentiert IKEA im neuen Katalog 2012 mehr als 600 Neuhei- ten. Die Trends sind heuer knallige Farben und schwedische Einflüsse einerseits, moderne Klassik ande- rerseits.

„tote“ Ecke im Wohnzimmer oder das verschmähte Winkerl im Schlafzimmer. Einerseits, weil viele Menschen auf kleinem Raum leben. Andererseits aber auch, weil kleine Räume viel schwieriger einzurich- ten sind als große, die Probleme aber die gleichen sind. Jeder hat irgendwo eine Ecke oder einen Raum, die von cleveren Lösungen profitieren würden — überhaupt, wenn diese Lösungen auch preislich gut sind.

208 Millionen gedruckten Exempla- ren und in 30 Sprachen.

Wie in allen anderen Bereichen seiner Tätigkeit ist Umweltfreund- lichkeit auch in der Katalogproduk- tion ein Thema: Schon vor einigen Jahren wurde das Format „geschrumpft“. Dadurch konnten die Kohlendioxidemissionen um 12 % und der Wasserverbrauch für die Produktion um 17 % reduziert werden.

 

Facts zum IKEA-Katalog 2012

Der diesjährige IKEA-Katalog für Österreich wurde in Italien bei Mondadori Printing in Verona gedruckt. Das Papier stammt aus Österreich, und zwar von SCA aus Laakirchen.

Der heurige Katalog konzentriert sich auf kleine Räume – egal, ob es sich dabei um ein winziges Bade- zimmer handelt, in das Morgen für Morgen vier Leute gleichzeitig drängeln, oder um eine schwierige Wand im Eingangsbereich, eine

Ab 16. August wurde der Katalog 2012 mit 376 plus 8 Seiten in ganz Österreich verteilt. Der IKEA-Kata- log 2012 erscheint in 59 Ausgaben und 42 Ländern auf der ganzen Welt in einer Auflage von in Summe

u

www.ikea.at

u

www.ikea.at/umwelt

Rückblick

KONGRESS

Zweiter Fachkongress Publishing der Zukunft

Mit über 130 TeilnehmerInnen fand am 14. Septem- ber 2011 der „Zweite Fachkongress Publishing der Zukunft – E-Medien erfolgreich publizieren!“ statt. Das Zentrum für Druck und Medien bot für diesen Event wieder den passenden Rahmen. Neben zwei visionären Keynotes lieferten im Verlauf des Tages drei unterschiedliche Themen-Panels viele neue Informationen rund um das Thema E-Publishing.

D er Kongress wurde von dem aus dem Fernsehen bekannten

Björn Panne,

Journalisten Richard Gutjahr mode-

Zentrum für

riert. Nach einer kurzen Einstim-

Druck und

mung setzte Florian Paul,

Medien

Geschäftsführer der 7Seas content management GmbH, in seiner Key- note „Information Creates Rela- tions“ die ersten wichtigen Akzente des Tages. Paul sah für die Zukunft des Publishings die fortschreitende Verschmelzung der Informationen sowie deren Kanäle und prägte in

diesem Zusammenhang den Begriff „Liquid Content“. Inhalte können in Zukunft nicht mehr nur starr ver- wendet werden – sie verfließen in den verschiedenen Medienkanälen zwischen den unterschiedlichen Konsumenten. Publisher und Mediendienstleister stehen vor der Herausforderung diese stetig wachsende Vernetzung der einzelnen Medienformen und den damit verbundenen Informati- onen zu managen.

Nach einer anschließenden Vorstel- lung aller Referenten auf dem Podium teilte sich der Kongress in seine drei Themen-Panels auf. In den folgenden neun Fachvorträ- gen wurden den TeilnehmerInnen neueste Entwicklungen rund um die Themen „Social Media“, „Apps“ und „Tablets“ gezeigt.

Die offenen und auskunftsfreudigen Referenten sorgten l für anregende Diskussionen, nahmen sich Zeit für Gespräche und bezogen die Teil- nehmer in ihre Vorträge mit ein.

Arnoud de Kemp, Geschäftsführer der digiprimo GmbH übernahm in diesem Jahr die finale Keynote des Publishing-Kongresses. Seinen lau- nigen und informativen Vortrag „Alice in WWWonderland“ trug er in einer freien Rede dem gespann- ten und amüsierten Publikum vor.

Zum Abschluss brachte de Kemp in seiner Keynote seine Vision präzise auf den Punkt. „Die Kontextualisie- rung der Information ist das Publi- shing der Zukunft“!

u www.cluster-print.de

ist das Publi - shing der Zukunft“! u www.cluster-print.de Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 9

Fotos: Gerin

BEST PRACTICE

Zertifizierungen mit der „grünen Druckerei“ als Ziel

Gerin: Erfolgreiches Druckerei-Öko-Marketing

Die Druckerei Paul Gerin aus Wolkersdorf setzt mit der Zertifi- zierung nach FSC/PEFC, die Ende Oktober erfolgen wird, einen wei- teren Schritt zur ökologisch nach- haltigen Druckproduktion.

H olz und Papier mit dem FSC- Gütesiegel stammen aus

sozial- und umweltverträglicher Waldwirtschaft. Papiere, die unter

Einsatz von mindestens – bezogen auf das Volumen – 70 Prozent Zell- stoff aus FSC zertifiziertem Holz bzw. Wald hergestellt wurden, kön- nen mit einem entsprechenden FSC-Siegel ausgezeichnet werden.

Der PEFC-Prozess wurde im August 1998 von skandinavischen, französischen, österreichischen und deutschen Waldbesitzern zusam- men mit Vertretern der Holzwirt- schaft initiiert.

Ziel von PEFC (Program for the Endorsement of Forest Certification Schemes) sind die Dokumentation und Verbesserung der nachhaltigen

Waldbewirtschaftung im Hinblick auf ökonomische, ökologische sowie soziale Standards.

„Der Erhalt der Umwelt und die Schonung der Ressourcen sind der Druckerei Paul Gerin ein großes Anliegen. Daher haben wir beschlossen, uns um die Zertifizie- rung nach FSC/PEFC zu bemühen“, so Ing. Michael Braun, Geschäfts- führer der Druckerei Paul Gerin, „Papiere mit dem FSC/PEFC-Zerti- fikat stammen aus umweltverträg- lich bewirtschafteten Wäldern. Gleichzeitig stellt des Zertifikat sicher, dass Mitarbeiter der holz- verarbeitenden Betriebe unter fai- ren Arbeitsbedingungen zu gerech- ten Löhnen beschäftigt sind.“

In der Druckerei Paul Gerin werden Produkte mit dem FSC/PEFC-Zer- tifkat bereits beim Wareneingang dokumentiert und entsprechend gekennzeichnet. Auf jedem einzel- nen Produkt, das auf FSC/PEFC- zertifizierten Papieren gedruckt wird, muss gemeinsam mit dem

Logo eine eindeutig zuordenbare Projektnummer aufgedruckt sein, die den Produktionsablauf und die eingesetzten Materialien transpa- rent macht.

Projektnummer aufgedruckt sein, die den Produktionsablauf und die eingesetzten Materialien transpa - rent macht.

Die „grüne Druckerei“ als Ziel

Gerin

 

Geschäfts-

Die Zertifizierung nach FSC/PEFC ist ein weiterer Schritt zum Ziel „Grüne Druckerei“. Die Druckerei Paul Gerin produziert bereits seit 2009 Plakate ausschließlich auf CO 2 -neutralem und umweltscho- nend im Recycling-Verfahren her- gestellten Plakatpapier von Lenzing Papier und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- schutz. Im Mai 2009 wurde die Druckerei Paul Gerin nach Prüfung der eingereichten Unterlagen und positivem Gutachten mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. Die Zertifizierung gilt für die komplette Produktpalette des Unternehmens.

führer Ing. Michael Braun setzt auf Öko- Marketing

u www.gerin.at

LITERATUR ZU CS5

ZEITUNG

IFRA Expo 2011

Eine Woche der Zeitung in Wien

Die IFRA Expo, die weltweit größte Fachmesse für die Zeitungs- und Medienbranche, kehrt nächsten Monat nach Wien zurück – diesmal in Verbindung mit dem 63. Weltkongress der Zeitungen und dem 18. World Editors Forum. Gemeinsam bilden die Veranstaltungen eine einmalige Woche der Zeitun- gen für Verlagsvertreter aus aller Welt.

I m Messekomplex der Reed Messe Wien treffen sich vom

10. bis 12. Oktober Entscheidungs- träger aus aller Welt. Geschätzte 10.000 Besucher aus über 80 Län- dern werden sich auf der IFRA Expo an den Ständen von 287 Aus- stellern über die neuesten Produkte

und Trends im Bereich der Zei- tungs- und Medienproduktion informieren.

Am gleichen Veranstaltungsort finden dieses Jahr im Anschluss an die IFRA Expo vom 12. bis 15. Oktober der Weltkongress der Zei- tungen und das World Editors Forum statt – die jährlichen Gipfel- treffen der Weltpresse. Der Kon- gress mit Vertretern führender Verlage aus vielen Märkten beleuch- tet die geschäftlichen Aspekte des Zeitungsbusiness, während das Editors Forum die weltweit wich- tigste Konferenz für Chefredak- teure und andere redaktionelle Führungskräfte darstellt.

Veranstaltungsprogramm

Begleitet wird die IFRA Expo von einer Reihe von Veranstaltungen:

Der Media Port präsentiert erfolg- reiche Publishing-Fallstudien aus aller Welt – und die Technologie, die diesen Erfolg bestimmt.

The Power of Print ist eine Reihe von Themenseminaren mit interna- tionalen Fallstudien aus dem Print- Bereich.

Die vierte Internationale E-Reading- & Tablet-Konferenz zeigt die Mög- lichkeiten auf, die sich Zeitungsun- ternehmen durch neue E-Reader, Tablet-PCs und das iPad eröffnen.

„Die Ausstellung hat das Potenzial, zum Mittelpunkt der Diskussion zu werden, wenn es um die Zukunft der Zeitungen und Verlage in den kommenden Jahren geht.“ Dr. Jan Schröder, Geschäftsführer, Forecas- ting Strategy Markets Group, Deutschland.

Bei über 90 Prozent der IFRA Expo- Besucher handelt es sich um Ent- scheidungsträger von Verlagshäu- sern: Anzeigenleiter, Betriebsleiter, Business Development Manager, Chefredakteure, Redaktionschefs, Chief Information Officer, Vorstu- fenleiter, Einkaufsleiter, Geschäfts- führer/CEOs, IT-Leiter, Leiter für

Forschung und Entwicklung, Leiter für Online-Publishing, Marke- tingleiter, Leiter von Produktion und Technik, Versand- und Ver- triebsleiter.

Die IFRA Expo 2011 im Überblick

Veranstaltungsort Reed Messe Wien, Hallen A und B, Messeplatz 1, Wien

Öffnungszeiten Montag, 10. bis Mittwoch, 12. Oktober, 9.30 – 18.00 Uhr.

Der Weltkongress der Zeitungen und das World Editors Forum wer- den vom 12. bis 15. Oktober veran- staltet. Die offizielle Eröffnungsfeier der IFRA Expo findet am 10. Okto- ber um 9.30 Uhr am Media Port statt.

Eintrittskarten für Expo-Besucher:

ab 36 Euro inkl. MwSt.

u www.ifraexpo.com

für Expo-Besucher: ab 36 Euro inkl. MwSt. u www.ifraexpo.com Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 11

Fotos: Print & Publishing

Golden Pixel Award 2011

PRINT GEWINNNT

The Spirit of Print

Der Golden Pixel Award ist die österreichische Aus- zeichnung für fortschrittliche und innovative Druck- projekte und wird heuer zum elften Mal vergeben. Zusammen mit dem diesjährig erstmals veranstalte- ten Golden Pixel Summit 2011 wird eine Wert- und Wissensplattform der Branche zugänglich gemacht, die Print fördert und stimuliert. Die Award Gala ebenso wie der Summit finden am 16. November in der Aula der Wissenschaften in Wien statt.

16. November in der Aula der Wissenschaften in Wien statt. S eit dem 30. Juni läuft

S eit dem 30. Juni läuft der Ein- reich-Countdown für den

11. Golden Pixel Award. Bis 30. Sep- tember 2011 hatten interessierte Unternehmen der österreichischen Druck- und Medienindustrie Zeit, Projekte für den Wettbewerb in insgesamt 13 Kategorien einzurei- chen.

Der Golden Pixel 2011 zeichnet nicht nur das Endprodukt aus, son- dern hebt vor allem den gesamten Projektgedanken hervor und bewertet die Qualität des Produkts in seiner Gesamtheit. Die professio- nelle Arbeit des Kunden, der Agen-

tur, der Druckerei, der Endfertigung im Einklang mit dem Bedruckstoff ergeben ein Projekt, das es zu bewerten gilt.

Siegerlächeln mit Wirkung

Der Golden Pixel Award zählt zu den renommiertesten Awards der österreichischen Druck- und Medienindustrie. Die Gewinner des Golden Pixel Awards setzen die Auszeichnung in der Kommunika- tion mit ihren Kunden ein und ver- stehen sie als Anerkennung ihrer hervorragenden Leistung. Auch

international rückt der Award mehr und mehr in das Rampenlicht. Eine internationale Jury wird wieder dafür sorgen, dass in jeder Katego- rie das beste Projekt gekürt wird. Der Weg des Projekts von der Idee des Kunden zum Design in die Agentur, die drucktechnische Umsetzung und der kommerzielle Erfolg oder die umwelttechnische Relevanz bzw. Nachhaltigkeit des Projekts spielen für die Bewertung durch die Jury eine besonders wich- tige Rolle.

u www.golden-pixel.eu

die Jury eine besonders wich - tige Rolle. u www.golden-pixel.eu 12 Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011

Gerhard Novak,

CTE

Foto: Novak

Gerhard Novak, CTE Foto: Novak WHO IS WHO Short list Gerhard Novak ist zertifizierter Turnaround-Experte Gerhard
Gerhard Novak, CTE Foto: Novak WHO IS WHO Short list Gerhard Novak ist zertifizierter Turnaround-Experte Gerhard

WHO IS WHO

Shortlist

Gerhard Novak, CTE Foto: Novak WHO IS WHO Short list Gerhard Novak ist zertifizierter Turnaround-Experte Gerhard

Gerhard Novak ist zertifizierter Turnaround-Experte

Gerhard Novak, Management Consul- tant und geschäftsführender Gesell- schafter der GC Graphic Consult Austria hat die Ausbildung und das Zertifizie- rungsaudit zum„Certified Turnaround Expert“, kurz CTE, mit Auszeichnung absolviert. Damit gehört Novak in Öster- reich zu den etwa 60 lizenzierten und geprüften Beratern, die sich intensiv und branchenübergreifend den Themen nachhaltiger Turnaround, Restrukturie- rung und Sanierung widmen. Mit dem Branchenfokus„grafische Industrie“ ist Novak derzeit der einzige CTE-Experte in Österreich.

Print Power: Zweite Welle startet im September

Ab 28. September wird die zweite Welle der Print-Power-Kampagne in Öster- reich gestartet. Bereits im Vorjahr mach- ten Sujets mit dem Claim„I am the Power of Print“ auf die Effizienz von Printmedien aufmerksam. Weitere Sujets mit abgewandelten, deutschspra- chigen Slogans werden im Herbst vor allem in Fachmedien geschaltet.

ICH BIN EIN
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VERLÄSSLICHER

PARTNER

I am the power of print. Zeitungen, Zeitschriften, Direct Mails, Kataloge, I am the power
I am the power of print. Zeitungen, Zeitschriften, Direct Mails, Kataloge,
I am the power of print. Strategisches Management umfasst auch langfristige Trag-
fähige Media-Strategien. Innovative Printmedien sind dabei unverzichtbarer Bestand-
Kundenmagazine: Mit gedruckter Werbung und Printmedien steigern Sie die
teil crossmedialer Kampagnen. Mehr unter printpower.at
Bekanntheit Ihrer Marke und die Kaufabsicht. Mehr unter printpower.at
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Add print, add power

Ein Print-Power-Inserat

[ Shortlist, die (englisch) ]: kurze Liste, terminus technicus für eine Voraus- wahl von Kandidaten, meist bei Wettbewerben. Im ÖGG: Auswahl aktueller Themen in aller Kürze.

„Print Power betont, wie wirkungsvoll Werbung mittels Printmedien ist. Dazu zählen natürlich nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch Direct Mails, Prospekte und andere gedruckte Werbeträger“, erklärt Michael Radax, Präsident von Print Power Austria.„Wir starten die diesjährige Kampagne mit Präsenz bei den Medientagen, Anzeigen, Direct Mails, Online-Präsenz und Events runden die Werbeaktivitäten ab“, so Radax „Print Power zeigt der Werbewirt- schaft die hervorragende und nachhal- tige Wirkung der Printmedien auf. Druck auf Papier erweist sich trotz des elektro- nischen Hypes als ungebrochen attrak- tiv!“

www.printpower.at

drupa 2012 hat neuen Präsidenten

Der Vorstandsvorsitzende der Heidel- berger Druckmaschinen AG, Bernhard Schreier, ist neuer Präsident der Druck- messe drupa. Er löst in dieser Position Martin Weickenmeier, Geschäftsführer der Körber PaperLink GmbH, ab.

Die nächste drupa wird vom 3. bis 16. Mai 2012 in Düsseldorf stattfinden.

www.drupa.de

16. Mai 2012 in Düsseldorf stattfinden. ✒ www.drupa.de Bernhard Schreier Foto: Drupa Infoprint stellt neue

Bernhard Schreier

Foto: Drupa

Infoprint stellt neue Workflows vor

Die neuen Software-Versionen von InfoPrint integrieren native PDF-Unter- stützung in den Infoprint-Workflow. Damit können Tools wie Enfocus PitStop Server oder Ultimate Impostrip einfach integriert werden.

www.infoprint.com

Neuer Kollektivvertrag für nicht- journalistische Angestellte

Am 30. Juni wurde der neue Kollektiv- vertrag für die kaufmännischen, nicht- journalistischen Angestellten der Tages- und Wochenzeitungen sowie deren Online- und Nebenausgaben durch die Vertragspartner VÖZ und die Gewerk- schaft der Angestellten, Druck, Journa- lismus, Papier (GPA-djp) unterzeichnet, die darin übereinstimmend einen wich- tigen„Meilenstein“ sehen. Der neue KV tritt mit 1. Jänner 2012 in Kraft.

www.voez.at

www.gpa-djp.at

Cyclus-Sortiment wird erweitert

Cyclus ist ein Sortiment von Recycling- Papieren, die in Dalum in Dänemark hergestellt werden. Die Installation eines Biomasse-Kraftwerks, das in den

Deinkingprozess eingebunden ist, redu- zierte den Schadstoffausstoß der Fabrik.

Das Cyclus-Sortiment beinhaltet das ungestrichene CyclusOffset und das matt gestrichene CyclusPrint in Grammaturen bis 350 g/m². Beide Sor- ten sind mit dem Blauen Engel und der EU-Blume ausgezeichnet.

www.antalis.at

DIGITALDRUCK

Klimaneutrale Druckprodukte auch im Digitaldruck

Klimaneutrale Druckprodukte auch im Digitaldruck Andreas Brandt ist Projekt- manager für die Klima-

Andreas

Brandt ist

Projekt-

manager für

die Klima-

initiative des

bvdm

ist Projekt- manager für die Klima- initiative des bvdm Klimaneutrale Druckprodukte sind auch im Digitaldruck ein

Klimaneutrale Druckprodukte sind auch im Digitaldruck ein Thema geworden. Damit stellt sich sofort die Frage nach dem Emissi- onsvergleich zu anderen Druck- verfahren.

D ie Produktpalette von Drucke- reien wird stets vielfältiger.

Immer neue Materialien und Anwendungen kommen hinzu und ergänzen bestehende Systeme. So ist auch die klimaneutrale Produk- tion von Druckaufträgen ein neues Feld, das von immer mehr Drucke- reien besetzt wird. Wo aber liegen im CO2-Ausstoß eines Druckpro- duktes die Vorteile bestimmter Verfahren? Im Vergleich zwischen dem Offsetdruck und dem Digital- druck soll dies hier anhand der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände beleuchtet werden.

Einen großen Anteil am CO2-Aus- stoß eines Druckproduktes hat erfahrungsgemäß der Bedruckstoff, da seine Herstellung sehr energie- aufwändig ist. Es wirkt sich also positiv aus, wenn in der Produktion wenig Material zum Einrichten benötigt wird. Moderne Druckma- schinen haben durch den effizien- ten Umgang mit Rohstoffen durch optimierte Rüstprozesse schon einen großen Vorteil. Im Digital- druck werden die eingesetzten Mengen noch weiter reduziert. So ergeben sich bei kleineren Auflagen niedrigere Belastungen für den Digitaldruck, aber je höher die Auf- lagen werden, umso effizienter wird der Offsetdruck, da die Produkti- onszeit abnimmt. Es muss also immer die komplette Produktions- kette angeschaut werden, um ein Druckprodukt hinsichtlich seiner Carbon Footprints zu bewerten.

• Weiterverarbeitung

• Druckformat

• Farbigkeit (Einsatz von Sonder- farben oder Effektfarben)

• Produktionszeit

Produktionsbeispiele

Beispielhaft soll hier mit zwei unterschiedlichen Produkten die CO2-Bilanz detailliert betrachtet werden.

Beim Produkt A handelt es sich um Flyer im Format A4 mit einem Umfang von 4 Seiten. Der Druck erfolgt vierfärbig auf gestrichenem Papier mit 200 g/m². Das Produkt wird anschließend einmal gefalzt und dreiseitig beschnitten.

Die betrachteten Auflagen betragen

100, 500,1.000, 5.000,10.000 Stück.

Die Herstellung erfolgt im Digital-

Erste Überlegungen

druck auf einer tonerbasierten

 

Produkte

Druckmaschine im Format A3, im Offsetdruckauf einer konventionel-

Um vernünftig vergleichen zu kön- nen, wird man zunächst einige grundlegende Fragen klären müs- sen, wie etwa „Gibt es ein Druck- verfahren, das einen günstigeren Carbon Footprint hat?“, „Können wir alle Produkte 1:1 vergleichen?“ oder „Welche Auswirkung hat die Auflagenhöhe auf den CO2-Aus- stoß?“

 

Als nächstes wird man sich die Frage stellen, ob alle Produkte glei- chermaßen in jedem Verfahren zu produzieren sind, oder ob es Ein- schränkungen gibt? Jedes Produkt hat Eigenschaften, die die Produktionsmethode beein- flusst, oder sie sogar vorschreibt.

Hier einige der wichtigsten:

len

Bogenoffsetmaschine im For-

mat 36 × 52 cm mit vier Druckwer-

ken.

Beim Produkt B handelt es sich um

ein

18/1 Plakat, vierfärbig bedruckt

auf

115 g/m² gestrichenem Papier.

Das Plakat wird in vier Bogen geteilt und endbeschnitten. Es werden in der Berechnung Auf-

Vorgabe für einen Vergleich ist, dass immer mit den gleichen Systemvor- gaben gerechnet wird. Der Bilanz-

• Bedruckstoff (Verfügbarkeit für alle Verfahren, bedruckbar in allen Verfahren)

lagen von 100, 200, 500 und 1.000 Stück berücksichtigt.

rahmen, der dem CO2-Rechner der

• Veredelung (welche Veredelung

Die

Herstellung erfolgt im Digital-

Klimainitiative zugrunde liegt, ist

wird gewünscht)

druck auf einem Großformat-

konform zu den aktuellen Normen der DIN/ISO und wird für alle

• Personalisierung (sollen die Dru- cke, oder Teilprodukte persona-

Inkjetdrucker, im Offsetdruck auf einer Bogenoffsetdruckmaschine

Berechnungen gleichermaßen her-

lisiert werden)

mit

einem Format von 130 × 185

angezogen.

• Auflage

cm

und vier Druckwerken.

Beispielberechnungen

Grundlage für alle Berechnungen war eine vollstufige Druckerei, die sowohl über Digitaldruck, als auch über Offsetdruck verfügt. Als Perso- nal wurden 40 Personen in Produktion und Verwaltung angenommen. Die Vorgaben der eingesetzten Energie entsprachen dem deutschen Energiemix. Berechnungen für reine Digital- oder Offsetdruckereien werden von den hier errechneten Zahlen abweichen, verändern aber die Tendenz nicht.

Zahlen abweichen, verändern aber die Tendenz nicht. Beim Druck eines Flyer zeigt die Berechnung bis zu
Zahlen abweichen, verändern aber die Tendenz nicht. Beim Druck eines Flyer zeigt die Berechnung bis zu

Beim Druck eines Flyer zeigt die Berechnung bis zu einer Auflage von 5.000 Stück einen geringeren CO 2 -Ausstoß im Digitaldruck

Stück einen geringeren CO 2 -Ausstoß im Digitaldruck Ergebnisse im Detail Betrachtet man die Produktion von
Stück einen geringeren CO 2 -Ausstoß im Digitaldruck Ergebnisse im Detail Betrachtet man die Produktion von

Ergebnisse im Detail

Betrachtet man die Produktion von Produkt A im Detail, so ist zu sehen, dass bis ca. 5.000 Exemplare im Digitaldruck weniger Kohlendioxid ausgestoßen wird. Der Grund dafür ist der hohe Einsatz von fixen Anteilen, wie Druckplatten und die Einrichtemakulatur. In höheren Auflagen gewinnt der Offsetdruck an Vorteilen durch die schnellere Produktionsgeschwindigkeit und dadurch kürzere Produktionszeit. Das ist auch in der Produktion von Produkt B gut zu sehen, wo der Anteil der Produktion im Digital- druck mit steigender Auflage einen immer größeren Anteil einnimmt.

Im Digitaldruck steigt der CO2- Ausstoß prakisch linear an, parallel zur Auflagenhöhe. Im Offsetdruck finden wir bei geringen Auflagen- höhen einen höheren Ausstoß pro Druckprodukt, der sich dann, je höher die Auflage wird, verkleinert. Es besteht hier also eine vergleich- bare Situation wie im Kostenver- gleich zwischen Offset- und Digital- druck.

Fazit

Vorteile im Digitaldruck sind die Variabilität durch Personalisierung und Versionisierung, kurze Einrich- tezeiten, keine fixen Materialanteile und wenig Reststoffe. Im Offset liegen die Vorteile in der höheren Produktionsgeschwindigkeit und den niedrigeren CO2-Emissionen bei höheren Auflagen. Es kommt jedoch immer auf das zu produzie- rende Druckprodukt an, ob die Vorteile der Produktion auch genutzt werden können.

u www.druckmedien.at

Die Klimainitiative Die Klimainitiative der Druck und Medienverbände besteht seit 2008 und hat mehr als
Die Klimainitiative
Die Klimainitiative der Druck und Medienverbände
besteht seit 2008 und hat mehr als 260 Mitgliedsbe-
triebe in Deutschland und Österreich.
Die Konformität zur/ISO 14040 und 14044 wurde
durch ein unabhängiges Critical Review bestätigt.
Verkauf als gemeinsame Dienstleistung verstehen: Servant Selling Die Erfolgsquote kann Verkäufer so unter Druck setzen,

Verkauf als gemeinsame Dienstleistung verstehen:

Servant

Selling

Die Erfolgsquote kann Verkäufer so unter Druck setzen, dass eine Vielzahl von Kundenwünschen unterschätzt oder auch schlicht übersehen wird. Es sind nicht allein Preis und Termin, die über die Auf- tragsvergabe entscheiden. Um allerdings Kunden- orientierung vom Erstkontakt über Angebotserstel- lung, Produktion, Weiterverarbeitung und Ausliefe- rung zum Ausdruck bringen zu können, ist stets jeder und das gesamte betriebliche Team gefragt.

I m alltäglichen Wettbewerb um Neukunden und Folgeaufträge

denakquisition, Auftragsgewinnung und die Kundenbetreuung sind in diesem Konzept neben Fertigung und Auslieferung des Produkts eine große gemeinsame Aufgabe. So werden die Verkäufer, die Kunden- betreuer und alle Mitarbeitenden in den technischen Abteilungen bis hin zum Versand mit einbezogen und fühlen sich zuständig für ein gutes Gelingen.

 

steht der persönliche Erfolg des

Servant Selling beschreibt für die

Beispiel Neukundenakquise:

Verkäufers im Vordergrund. Diese

Wie hilfreich ist der Innendienst?

Von Jürgen

oft existenzgetriebene Notwendig- keit nach Umsatzergebnissen ver- führt in der Praxis gelegentlich zu waghalsigen Terminzusagen und

Die klassische Form des „Klinken- putzens“ ist auch für hartgesottene Außendienstler kein Zuckerschle-

Schmidt-

Preisnachlässen. Einkäufer spüren

cken. Oft blitzt man ab, wird nicht

Hillebrand

durch ihre Erfahrung jedoch sehr

zum Entscheider vorgelassen, ein

genau, ob ein Verkäufer einen neuen Auftrag unbedingt braucht oder ob er ein interessanter Partner auf Augenhöhe ist.

Ausrichtung der Verkaufsarbeit einen erfolgreichen Weg. Neukun-

ums andere Mal vertröstet oder als Türöffner zu ruinösen Preisnachläs- sen genötigt. Doch entschuldigt die schwierige Situation beim Auftrag- geber nicht alles. Es muss auch die Frage erlaubt sein, wie gut die Besu- che bei Neukunden vorbereitet sind. Diese Investition erfordert Kraft

und die Bereitschaft, sich als Außendienst-Mitarbeiter immer wieder neu zu motivieren.

Durch eine professionelle Zusam- menarbeit mit den Kundenbetreu- ern im Innendienst wird dieses Engagement unterstützt. So können wichtige Daten und Fakten über die definierten Kunden im Team zusammengetragen und gemeinsam ausgewertet werden. Dabei wird vor allem genau festgehalten, warum ein bestimmter Kunde gewonnen werden soll und welchen Mehrwert man ihm dafür anbieten kann. Womit lässt er sich begeistern? Das kann zum Beispiel ein besonderes Produkt oder ein spezieller Ferti- gungsprozess sein, ein Betreuungs- konzept oder eine besondere Form der Zusammenarbeit.

Dieser Art der Vorbereitung kommt ein besonderer Stellenwert zu. Nicht selten haben auch die Kolle- gen aus den technischen Abteilun- gen hierfür sehr gute Anregungen und Ideen. Durch die gemeinsame

MARKETING & VERKAUF

Tipp: Jürgen Schmidt-Hillebrand hält immer wieder Seminare in Wien beim Verband Druck & Medientechnik. Aktuell
Tipp: Jürgen Schmidt-Hillebrand hält immer wieder Seminare in Wien
beim Verband Druck & Medientechnik. Aktuell am 4. und 5. Oktober.
u www.druckmedien.at

Erarbeitung der Zielkundensitua- tion fühlen sich alle zuständig und verstehen, was es bedeutet, einen neuen Kunden zu gewinnen.

Noch immer scheitern mehr als 80 Prozent der Versuche, neue Kun- den zu gewinnen, vor allem an der miserablen Vorbereitung!

Beispiel Auftragsgewinnung – Auch das sollen wir noch machen?

Die Akquisition von Aufträgen bei vertrauten Bestandskunden findet mittlerweile unter ähnlich harten Wettbewerbsbedingungen statt und bildet damit eine ebenso große Herausforderung wie das Neukun- dengeschäft. Auch hier gilt, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen: Warum ist dieser Auftrag bei uns? Welche unserer Eigenschaften schätzt der Kunde besonders?

Diese Argumente müssen für alle absolut klar und jederzeit abrufbar sein, denn sonst können wir sie nicht kommunizieren. Fehlen sie, werden wir in Verlegenheit gebracht und zu Floskeln oder Gemeinplät- zen verführt, wie „wir haben gute Qualität“ oder „wir können das billiger“. Der durch solcherlei unbe- dachte und unvorbereitete Kom- munikation entstehende Schaden ist erheblich. Denn dadurch verlie- ren wir beim Kunden an Profil, wer- den von ihm in die Gruppe der breiten Masse eingeordnet und verlieren sowohl an seiner Auf- merksamkeit als auch an eigener Attraktivität.

Ist der umworbene Auftrag dann im Haus, erfordert er wiederum die dienstleistungsorientierte und kooperierende Grundhaltung aller Mitwirkenden: Wie können wir dem Kunden durch unsere Form der Zusammenarbeit zeigen, dass er sich für uns richtig entschieden hat?

Das Image, das auf dieser Grund- lage basiert, wird die Auftragsge- winnung in Zukunft wesentlich erleichtern, weil sich Vertrauen aufbaut und eine Kompetenz- vermutung entsteht: „Die können das richtig gut und machen es auch sehr gerne.“

Beispiel Kundenbetreuung – Womit stehlen wir dem Kunden seine Zeit?

Die zunehmende Vergleichbarkeit von Standardprodukten erzeugt einen enormen Druck. Die Frage, was wir für den Kunden tun können und wie viel er davon bezahlt, ent- scheidet sich auch an unserer Selbstpositionierung im Markt. Die Art und Weise der Kundenanspra- che, der Kommunikation, des Umgangs mit dem Kunden insge- samt drückt dies erlebbar aus. Auch die besonders heiklen Reklamatio- nen sind in der Betreuung der Kun- den eine Herausforderung. Noch mag der Kunde mit uns sprechen und uns seine Unzufriedenheit mitteilen. Hören wir nicht zu, könnte er aber eines Tages verstum- men. Dann sehen wir von seiner unausgesprochenen Verärgerung nur noch ein deutlich rückläufiges Auftragsvolumen – für uns womög- lich unerklärlich.

Es wird für die weitere Zusammen- arbeit entscheidend sein, ob sich der Kunde in seinem Anliegen stets richtig und vollständig verstanden fühlt sowie den Auftrag als in sei- nem Sinne realisiert sieht. In die- sem Zusammenhang nimmt eine immer wichtiger werdende Rolle ein, seine Zwänge und Schwierig- keiten aus Dienstleistungssicht nachvollziehen und sich darauf einstellen zu können.

Ganz praktisch drückt sich das zum Beispiel in unserer Klarheit und

Freundlichkeit am Telefon aus, in der Verständlichkeit unserer Ange- bote und Rechnungen, in der Ange- messenheit unserer Preise, im Mit- denken und -fühlen der Kunden- seite und nicht zuletzt in der moti- vierenden und inspirierenden Kraft, die im Kundenkontakt durch uns erzeugt wird.

Fallen wir dem Kunden zur Last oder hat er das Gefühl, wir rauben ihm Zeit, dann findet die Zusam- menarbeit sicher schnell ein Ende.

Fazit

Die gemeinsame Ausrichtung auf das Grundprinzip des Servant Sel- ling stellt eine wirksame und erfolg- reiche Alternative zur aggressiven Dumping-Preis-Schlacht dar. Denn der Erfolg kommt nur durch die Wirkung des gemeinsamen und guten Arbeitens zustande; er ist nicht von den Verkäufern alleine zu realisieren. Jeder auf seinem Posten bringt sich ein und dient somit dem Kunden, seinem eigenen Betrieb und damit auch sich selbst.

Der Autor, Dipl.-Pol. Jürgen Schmidt-Hillebrand, ist Senior Partner der Herrenberger-Team GmbH sowie Management- und Organisationsberater.

u www.herrenberger-team.de u www.kulturentwickler.de Quick-Check: Sind wir für unsere Kunden schon Dienstleister
u
www.herrenberger-team.de
u
www.kulturentwickler.de
Quick-Check: Sind wir für unsere Kunden schon
Dienstleister oder noch Anbieter?
• Warum ist ein bestimmter Kunde für uns besonders
wichtig?
• Welchen Mehrwert können wir ihm anbieten, was
begeistert ihn?
• Für welche Eigenschaften schätzen uns unsere
Bestandskunden?
• Was macht die Zusammenarbeit mit uns qualitativ
wertvoll?
• Mit welchen positiven Eigenschaften stellen wir uns im
Markt dar?
Mit welchen positiven Eigenschaften stellen wir uns im Markt dar? Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 17

PAPIER DER KUNST

PAPIER DER KUNST Antalis Austria präsentiert eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Ian Wright und Keaykolour
PAPIER DER KUNST Antalis Austria präsentiert eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Ian Wright und Keaykolour

Antalis Austria präsentiert eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Ian Wright und Keaykolour

Colourful Life

Ein buntes Leben an der Front des kulturellen Wandels: Der Künst- ler und Designer Ian Wright stand im Zentrum wichtiger Augenblicke und Bewegungen der Pop- und Jugendkultur. Im Rah- men einer aktuellen Zusammen- arbeit hat die Papiermarke Keay- kolour Wright als künstlerischen Botschafter angeheuert, um die Vision und das Ethos der Marke zum Ausdruck zu bringen.

I an Wright ist Künstler, Illustrator und Designer. Wrights Werk, das

sich über bald 50 Jahre erstreckt, verwischt Grenzen und trotzt jeder Kategorisierung.

Wright hat immer wieder neue Methoden und Materialien auspro- biert, um innere Überzeugungen in visuelle Ästhetik umzusetzen. Seine Kunstwerke hinterfragen Konventi- onen und spiegeln Keaykolours eigene Grundsätze der Kreativität und Nachhaltigkeit wider. Für Keaykolours „Colourful Life“-Kam- pagne ging Wright an die künstleri-

schen und kreativen Grenzen und schuf das erste einer Reihe von Kunstwerken das Leidenschaft, Herz und Seele seines eigenen bun- ten Lebens nachbildet.

Der in London geborene und in New York wohnhafte Wright hat Kulturbilder für hippe Kunden aus der kulturellen Szene geschaffen. – z. B. für die Zeitschriften NMW und The Face in ihrer Glanzzeit, für Künstler und Musiker wie Grand- master Flash und Jimi Hendrix sowie für zahlreiche Mode- und Streetwear-Marken. Musik, Stil und Mode sind die Lebensader seines Werkes.

Was ist Keaycolour?

Keaykolour ist für Künstler und Designer gedacht, die Papiere und Kartons mit einer natürlichen Hap- tik suchen. Das umweltfreundliches Sortiment farbiger Premiumpapiere wurde modernisiert, um durch ökologischen und ästhetischen Ansatz inspirierend zu wirken.

und ästhetischen Ansatz inspirierend zu wirken. Ian Wright: Der Künstler, Illustrator und Designer lebt und

Ian Wright: Der Künstler, Illustrator und Designer lebt und arbeitet in New York

Keaykolour ist das erste Sortiment farbiger Kartons in Premiumquali- tät von Antalis, das Kartons aus FSC-konform recyceltem Zellstoff in jeder Stärke anbietet. Mit elf Neuzugängen zur Palette umfasst Keaykolour nun 29 Farben, Farb- töne und Oberflächen.

u www.antalis.at

AUSBILDUNG

AUSBILDUNG Personalleiterin Doris Forster, die Lehrlingsausbildner Julian Plank, Christian Grabher und ihre sechs

Personalleiterin Doris Forster, die Lehrlingsausbildner Julian Plank, Christian Grabher und ihre sechs Lehrlinge für Druck- und Verpa- ckungstechnik. Reihe 1: Benno Hopfner, Sandro Sahler. Reihe 2: Kilian Dietrich, Elias Gamper, Daniel Ziwes. Reihe 3: Michael Tschabrun.

Erfolgreiche Ausbildung in Vorarlberg

Kartonmania statt langweilig. Ausbildner Julian Plank (Mitte) bringt seinen Schützlingen die komplexe Packmittelproduktion nahe. Lehr- linge genießen in der Offsetdruckerei Schwarzach eine ausgezeichnete Ausbildung.

Offsetdruckerei Schwarzach eine ausgezeichnete Ausbildung. Bei der Offsetdruckerei Schwar- zach starteten im September

Bei der Offsetdruckerei Schwar- zach starteten im September 2011 sechs Lehrlinge für Büro, Druck- und Verpackungstechnik. Der Packmittelspezialist ist einer der größten Kartonverarbeiter Euro- pas und punktet mit besten Refe- renzen der europäischen Konsum- und Luxusgüterindustrie. Jährlich verarbeiten über 300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Vorarl- berger Standort mehr als 22.000 Tonnen Papier und Karton zu Verpackungen.

F ür die jungen Berufsanwärter sind das beste Voraussetzungen

für den gelungenen Beginn einer spannenden Karriere. Kundenori- entiertes Arbeiten hat beim Karto- nagenproduzenten höchste Priori- tät. „Mit unserem technischen Know-how und unserem Equip- ment sind wir der Zukunft immer einen Takt voraus,“ beschreibt Christian Grabher das Konzept.

Bereits ab dem ersten Lehrjahr sind die Auszubildenden engagiert in den Produktionsprozess eingebun- den. Im lebendigen Austausch mit ausgebildeten Fachkräften lernen sie komplexe Arbeitsabläufe zu verstehen.

Lehrwerkstatt im Haus

Die hauseigene Lehrwerkstatt bietet eine attraktive Ergänzung zum Training. Sie wird von den Lehr- lingsausbildnern Christian Grabher und Julian Plank geleitet. Dort wird die Theorie in die Praxis transfe- riert. Die Auszubildenden lernen Werk- und Hilfsstoffe auf Verfah- renstechniken vorzubereiten und entwickeln Qualitätsdenken für die Endprodukte.

Ausgezeichneter Lehrbetrieb

Die Offsetdruckerei Schwarzach, deren Produktionsareal 52.000 Quadratmeter umfasst, trägt das Prädikat „Ausgezeichneter Lehr- betrieb. Derzeit werden 18 junge Frauen und Männer ausgebildet.

u www.offset.at

Online produzieren – online verkaufen

E-Business Print Forum:

Trends und Lösungen

verkaufen E-Business Print Forum: Trends und Lösungen Unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesverbandes

Unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesverbandes Druck präsentieren zipcon consul- ting und die Heidelberger Druck- maschinen AG am 12. und 13. Oktober 2011 das „Forum E-Busi- ness Print“ in der Print Media Academy in Heidelberg.

D er zweitägige Event versteht sich als der Leitevent der

Online-Printbranche und bietet sowohl Managern als auch Techni- kern der Druck- und Medienindus- trie einen optimalen Blick auf den Status quo der Online-Printwelt sowie einen Ausblick auf kom- mende Technologien und Geschäftsfelder.

neuer Geschäftsfelder und interes- santer Praxisbeispiele – neben gro- ßen Namen wie L‘Oréal und Sie- mens, sind auch „praktische, klei- nere“ Lösungen zu sehen.

Tag zwei informiert über aktuelle Technologien und wird mit der Keynote „Globale Publishing- Trends – InDesign-Server & Adobe Scene 7“ von Roger Risdal, Adobe Systems, eingeleitet. Durch den Techniktag ziehen sich thematisch diverse Publishing-Technologien wie z. B. Cloud-Publishing, Remote- Publishing oder die Möglichkeiten von HTML 5 und Flash. Parallel zur Konferenz finden Workshops zu vielfältigen Themen statt.

„Mit dem Forum E-Business Print möchten wir dazu beitragen, dass E-Business in der Druck- und Medienindustrie besser verstanden und als ganzheitliches Konzept gesehen wird“, so Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des bvdm.

Marcel Kiessling, Vorstand für Ser- vices der Heidelberger Druckma- schinen AG, ergänzt: „E-Business Print heißt für uns nicht nur die Druckereien in die Lage zu verset- zen, Druckprodukte über das Inter- net zu verkaufen und ihre Kunden enger an sich zu binden, sondern beschreibt für uns einen ganzheitli- chen Prozess – von der Auftragsan- nahme via Onlineshop, der Vorla- generzeugung via Web-to-Print, bis hin zur integrierten, hochautomati- sierten Printproduktion.“

Das Forum E-Business Print 2011 ist in zwei Konferenztage aufgeteilt. Der erste Tag steht im Zeichen

Moderator und Organisator des Forums, Bernd Zipper, sieht im Forum E-Business Print eine ideale Kombination aus Kongress, Work- shop und Ausstellung. „Besonders interessant sind für uns die Anwen- dungen und Erfahrungen aus der Praxis – auf dem Forum werden Ross und Reiter genannt und damit positive und negative Erfahrungen ausgetauscht.“

Neben dem Schirmherrn bvdm wird die Premiere des neu geschaf- fenen Forums durch zahlreiche Partner unterstützt, die sich mit eigenen Ständen auf der begleiten- den Ausstellung, der Solution Fair, präsentieren. Das Forum E-Business Print findet vom 12. und 13. Oktober 2011 in der Print-Media Academy in Hei- delberg statt. Die eintägige Teil- nahme ist ab 490 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer möglich.

u www.ebusiness-print.de

Mehrwertsteuer möglich. u www.ebusiness-print.de KommR Brigitte Jank, Christophe Touton, General Manager von

KommR Brigitte Jank, Christophe Touton, General Manager von Xerox Österreich & der Schweiz,

Sandra Kolleth, General Manager Austria

Foto: Xerox

We like to move it!

Xerox ist in Bewegung

War Xerox früher ein reiner Technologieanbieter, so ist heute der Bereich Dokumenten- und Geschäfts- prozess-Outsourcing dazu gekommen. Mit diesen Dienstleistungen erzielt Xerox mittlerweile rund die Hälfte des gesamten Geschäfts.

N un hat Xerox auch einen neuen Standort im Wie- ner „Viertel Zwei“ bezogen, der diese Entwicklun-

gen widerspiegeln soll. Im Rahmen einer exklusiven Abendveranstaltung wurden im September die neuen Büroräumlichkeiten von KommR Brigitte Jank, Präsi- dentin der Wirtschaftskammer Wien, im Beisein von Kunden, Partnern und Nachbarn eröffnet.

Am darauf folgenden Tag war der neue Xerox Schau- raum ganz Mittelpunkt des Geschehens: Im Rahmen der Real Business Live Veranstaltung demonstrierte Xerox die ganze Bandbreite des Technologie- und Ser- vice-Poortfolios – von Drucklösungen und Dienstleis- tungen fürs Büro oder für mobile Mitarbeiter über Lösungen für den professionellen Digitaldruck mit der richtigen Technologie, dem richtigen Workflow und dem richtigen Geschäftsmodell bis hin zu Dokumen- ten- und Geschäftsprozess-Outsourcing. Vorträge und Diskussionen rundeten den Event ab. „Mit diesen Ver- anstaltungen, die von rund dreihundert Gästen besucht wurden, ist uns ein toller Einstand gelungen“, meint Christophe Touton, General Manager von Xerox Österreich und der Schweiz. Er freut sich gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitar- beitern von Xerox Austria über diesen Erfolg.

u www.xerox.at

- beitern von Xerox Austria über diesen Erfolg. u www.xerox.at 20 Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011
NEWSNEWS ÖGG 2011 / 2012 Wenn die Seele Trauer trägt Das der Natur des Menschen
NEWSNEWS
ÖGG 2011 / 2012
Wenn die Seele Trauer trägt
Das
der
Natur
des
Menschen
angelegte
Bedürfnis
von
Depressionen
und
Angstbeding-
Lebenswelt
standhalten
und
die
in Das Beständigkeit, mit findet
nach
Berechenbarkeit
und
Über-
ten
Erkrankungen
kommen
wird.
Es
Seele
gesund
bleiben
kann,
muss
schaubarkeit
der
Lebensumstände
kollidiert
zuneh-
sieht
in
der
Tat
so
aus,
als
hätten
es
offenbar,
ähnlich
wie
unser
Stoff-
mend
den
wirtschaftlichen
Erfordernissen
und
wir
uns
eine
Arbeitswelt
geschaffen,
wechselsystem,
mit
entsprechender
Ansprüchen
an
den
arbeitenden
Menschen.
Aus-
die
immer
mehr
Menschen
überfor-
„Nahrung“
versorgt
und
auf
druck
dieses
Spannungsverhältnis
in
einer
dert
und
seelisch
krank
macht.
Weise
immer
wieder
gestärkt
werden.
Zunahme
der
Krankschreibungen
infolge
psychischer
Andererseits
ging
es
uns
aber
noch
Im Fall
Erkrankungen.
nie
so
gut
wie
heute.
Hunger,
Not
des
Stoffwechselsystems
und
Elend
sind
in
unserem
Teil
der
wissen
wir
inzwischen
recht
und unver-
Wie
lassen
sich
seelische
Bedürfnisse
Welt
weitgehend
verschwunden.
Die
worauf
es
ankommt
und
kümmern
all diese genau, Hirn-
zichtbare
Leistungsanforderungen
wieder
versöh-
medizinische
Kunst
und
das
uns
daher
um
eine
einigermaßen
nen?
fragte
Hartmut
Volk
den
Präsidenten
der
Gesundheitssystem
sind
hochentwi-
ausgewogene,
gesunderhaltende
Sinn-Stiftung
und
Leiter
der
Zentralstelle
für
Neuro-
ckelt,
wir
sind
auch
bestens
über
Ernährung.
Aber
was
ist
„gute
Nah-
biologische
Präventionsforschung
der
Universitäten
alle
Gesundheitsgefahren
informiert.
rung“
für
die
Seele?
Die
Antwort
ist
Göttingen
und
Mannheim/Heidelberg
Professor
Irgendetwas
stimmt
also
nicht.
Es
einfach
und
wird
durch
vielfältige
Gerald Hüther.
scheint
seelische
Bedürfnisse
zu
Befunde
aus
der
Stress-
und
geben,
die wir
bisher
übersehen
forschung
bestätigt:
Der
wichtigste
Professor
in den Hüther,
Arbeitsunfähig-
haben.
Und
weil
diese
Bedürfnisse
Nährstoff
für
die
Seele
ist
Vertrauen,
keit
hat
wachsendem
in
unserer
gegenwärtigen
Arbeits-
und
zwar
auf
drei
Ebenen:
ja der Maße
psychische
Ursachen.
Ist
der
welt
nicht
hinreichend
erfüllt
wer-
Mensch
für
die
Anforderungen
den,
beginnt
die
Seele
von
immer
Erstens:
Vertrauen,
dass
man
etwas
in der
modernen
Wirtschaftswelt
mehr
Menschen
zu
rebellieren.
kann
und
weiß
und
dass
man
daher
im nicht WHO,
in der
geschaffen?
Lage
ist,
die
Probleme,
die
Was
sind
das
für
seelische
Bedürf-
das
Leben
stellt,
auch
zu
lösen.
die nächsten bestätigt
Diese
es Tatsache
nisse? Was
tut
sich
da
im
Men-
Grunde
nur
Prognose
schen?
Zweitens:
Vertrauen,
dass
jene
dass
in
Jahren
Probleme,
die
man
allein
nicht
den hochentwickelten
Industriestaa-
Damit
unser
psychisches
System den
bewältigen
kann,
gemeinsam
mit
einem dramatischen Anstieg
ten zu
Anforderungen
unserer
heutigen
anderen
lösbar
werden.
Das Österreichische Grafische Gewerbe 7–8/2011
20
HandlerPaulFotos:
Grafische Gewerbe 7–8/2011 20 HandlerPaulFotos: 2011 Redaktionsschluss Termin Schwerpunkt 11/12

2011

Redaktionsschluss

Termin

Schwerpunkt

11/12

2. Dezember

16. Dez.

Trends 2012

2012

Redaktionsschluss

Termin

Schwerpunkt

1/2

24. Jänner

10. Feb.

DRUPA Trends

3/4

6. März

30. März

DRUPA Preview

5/6

17. April

4. Mai

DRUPA Feature

7/8

29. Mai

22. Juni

DRUPA Analyse

9/10

4. September

28. Sept.

Digitaldruck/Wide-Format

11/12

20. November

14. Dez.

Marketing

Leserbrief brief

Wenn ich das Journal „Das Österreichische Grafische Gewerbe“ erhalte, suche ich immer sofort nach den Artikeln von Herrn Dipl.-B`wirt Volk. Herr Volk bringt die derzeitigen Probleme sehr gut auf den Punkt. Zum Artikel „Wenn die Seele Trauer trägt“ möchte ich gerne meine persönliche Meinung mailen.

Laut Statistik Austria sind in Österreich eine Million Menschen armutsgefährdet. Daher macht mich der Satz „Hunger, Not und Elend sind in unserem Teil der Welt weitgehend verschwunden“ eigentlich sehr traurig.

Ich möchte auch gerne dazu ermutigen, dass der gute Vorschlag, „Personalleiter zu internen Coaches aus- zubilden“ mehr Verbreitung findet.

Mit freundlichen Grüßen Christine Schlair, Roitham

findet. Mit freundlichen Grüßen Christine Schlair, Roitham Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 21
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findet. Mit freundlichen Grüßen Christine Schlair, Roitham Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 21
findet. Mit freundlichen Grüßen Christine Schlair, Roitham Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 21

Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011

21

findet. Mit freundlichen Grüßen Christine Schlair, Roitham Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 21

Wennn aus Ankündigungen keine Taten werden.

Moagn gehmas glei o!

Aufschieben ist eine recht verbreitete, gelegentlich auch sehr intensiv gepflegte Verhaltensweise. Aber keine, die nicht in den Griff zu bekommen wäre.

Famos noch heute zu lesen ist das Couplet „Der gewissenhafte Mau- rer“ von Otto Reutter. Einfach köstlich, wie der 1870 geborene und 1931 gestorbene Komiker und Sänger beschreibt, wie es einem braven Maurersmann gelingt, den Arbeitstag allein mit der Ankün- digung „Jetzt gehma‘s glei o!“ ver- streichen zu lassen, ohne wirklich einen Handgriff zu machen. Ebenso unvergessen ist vielen die Wiener Interpretation dieses Cou- plets von Heinz Conrads.

S o erheiternd sich Reutters Coup- let liest, so nervtötend sind die

notorischen Aufschieber im wahren Leben. So wichtig und richtig es ist, nichts zu überstürzen, Dinge in

Ruhe zu bedenken, eine Nacht über Entscheidungen zu schlafen, sich mit Freunden, Verwandten und/oder in schwierigeren Entscheidungssituati- onen auch mit kompetenten Fach- leuten zu beraten, so grauenvoll ist es auch, mit Leuten zu tun zu haben, die einfach „nicht zur Sache kom- men.“

Und davon gibt es gar nicht so wenige. Und gelegentlich möchte man denen zurufen: Habt ihr denn noch nie von Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ gehört? Noch nie irgendwo die Zeilen ins Ohr bekom- men „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“? Vor allem Letzteres „und der uns hilft zu leben“ bekommt in unserer eiligen, verän- derungsverrückten Zeit eine ganz besondere Bedeutung. Ob Mensch oder Betrieb, soll die Entwicklung nicht gnadenlos den einen wie den anderen überrollen, gilt es wieder und wieder anzufangen, sich den

Entwicklungen zu stellen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen … und dann beherzt anzu- fangen, sie in die Tat umzusetzen. Kaum etwas hilft uns so wirklich zu leben, wie diese konsequente Schritt- folge. Denn „nur wer bereit zu Auf- bruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen“, weiß Hesse. Lebensklug, wer sich dieses Wissen zu eigen macht und nicht in sich stecken bleibt.

„Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige.“ Dieser Tüchtige ist weniger der unermüdliche Ackerer und Rackerer als vielmehr der zum Han- deln, zum Aufbruch Bereite, der Zupackende. Tüchtigkeit ist eine handlungsorientierte, eine vorwärts drängende Eigenschaft. Und damit eine Eigenschaft, zu der auch Risiko- bereitschaft gehört, der Mut, nicht hundertprozentig abgesicherte Schritte zu wagen, etwas auszupro- bieren – sich selbst auszuprobieren. Dieser oder diese Tüchtige legt sich nicht die Fesseln absoluter Gewiss- heit an. Sie oder er weiß, diese Geis- teshaltung nimmt mit dem Mut zum Handeln auch die innere Handlungsfreiheit, macht zum Skla- ven von Situationen und Umstän- den.

Der Tüchtige prüft, wägt ab, ent- schließt sich und – handelt! Korri- giert gegebenenfalls im Nachhinein noch hier und da, bleibt aber nicht im Überlegen stecken. So gelingt das Beabsichtigte, stellt sich in der Bilanz, im abwägenden Gegenüber- halten von Gelungenem und weniger Gelungenem bis hin zu Fehlschlägen Erfolg ein. Und mit ihm das Gefühl, fähig zu sein, etwas bewirken, vor- anbringen zu können, gelingen zu lassen. Bekanntlich macht nichts erfolgreicher als Erfolg, als Erfolgser- lebnisse, die ein Mensch auf das Konto seiner Tüchtigkeit buchen kann. Es ist dieses Selbstwirksam-

keitsempfinden und -erlebnis, das einen Menschen im Leben vor allem trägt. Anders herum, wird der Schritt vom Möchten und Wollen zum Tun immer wieder aufgescho- ben, kommt es zu dem so häufig beklagten Gefühl, im Leben auf der Stelle zu treten, sich im Leben festge- fahren zu haben und von anderen überholt worden zu sein. Schnell weist dann der Finger auf die Umstände, gänzlich übersehend, dass bei dieser Schuldzuweisung drei Finger auf den sich so beklagen- den Menschen selbst zurückweisen. Und auf die ganz offensichtlich feh- lende persönliche Tüchtigkeit.

Keine Frage, jeder von uns ertappt sich gelegentlich beim Aufschieben. Nicht jeder Tag ist gleichermaßen mit der persönlichen Bereitschaft gesegnet, geschwind die Tat zu ergreifen. Nicht jedes, was erledigt werden will oder muss, reizt auf der Stelle dazu. „Morgen ist auch noch ein Tag!“ Wer hat diesen Satz noch nicht in Gedanken ausgesprochen? Bedenklich wird die Sache erst, wird darüber der richtige Zeitpunkt zum Handeln verpasst. Die alten Grie- chen wussten um diesen „kairos“, diesen richtigen Augenblick, den definitiven Zeitpunkt für eine Ent- scheidung, zum Tätigwerden, den zu verpassen für sie Gefahr bedeutete. Vom Schicksal begünstigt, wer sich in dieser Hinsicht auf sein Gefühl verlassen kann. Unklug in höchstem Maße aber, wer um diesen entschei- denden Moment weiß, ihn dessen ungeachtet aber ein ums andere Mal ungenutzt verstreichen lässt.

Dann bekommt dieses etwas lotte- rige, niemandem unbekannte Auf- schieben ein ganz anderes Gesicht. Dann, wenn das Aufschieben zum dominierenden, lebensbestimmen- den Verhaltenszug wird, wird es in der Tat zu einer ernsten Gefahr. Wird die Erledigung von Aufgaben und Vorhaben, die jemand selbst als

wichtig, vorrangig und/oder termin gebunden einstuft, über Tage, Wochen, Monate und länger verzö- gert, werden immer wieder Vorsätze gefasst, Anläufe unternommen, Vor- arbeiten gemacht, im entscheiden- den Moment wird aber auf weniger wichtige Dingen ausgewichen, spä- testens dann gilt es gegenzusteuern. Gegebenenfalls mit professioneller Hilfe. Alles andere wäre fatal.

Wie kein zweiter hat sich der Berli- ner Dipl.-Psychologe und Psycho- analytiker Hans-Werner Rückert mit dieser vermaledeiten Aufschie- berei beschäftigt. Bedeutsam für die Selbsterkenntnis seine Feststellung:

Notorische Aufschieber wechseln sprunghaft immer dann von einer Tätigkeit zur anderen, wenn die Anspannung einen kritischen Wert erreicht. Ihre Kontrolle ablenkender Impulse und ihre Konzentration auf den Arbeitsprozess ist unzureichend. Wer so aufschiebt, überbewertet Arbeitsergebnisse anstatt ihre Bedeutung differenziert zu sehen (siehe unten Perfektionisten), stürzt sich also auf alles mit gleicher Wucht und setzt seine Kräfte nicht an- und wohl abgemessen ein. Dazu kommt ein schlechtes Zeitmanage- ment. Nicht unwesentlich trägt auch die fehlende Übereinstimmung mit wichtigen eigenen Zielen und der eigenen Motivation zu diesem Ver- halten bei.

Auch Perfektio- nismus kann Quelle für das Aufschieben sein

Charakterisch für derartige Auf- schieber: Sie kommen häufig zu spät, sind unvorbereitet, miserabel orga- nisiert und haben nicht selten schlechte Beziehungen zu Arbeits- kollegen. Sie verbringen zu viel Zeit mit Projekten, die ohnehin scheitern. Sie vermeiden es, Rechenschaft über ihren Arbeitsstil zu geben und ver- suchen stattdessen, ihr häufig ange- kratztes Image aufzupolieren.

Im Blick hinter die Kulissen dieses selbstschädigenden Verhaltens zeigt sich, dass eine Reihe von Defiziten eine wichtige Rolle dabei spielen:

fehlende oder ungeeignete Pla- nungs-, Organisations- und Arbeitstechniken;

DER VOLK

Pla- nungs-, Organisations- und Arbeitstechniken; DER VOLK Dipl.-B‘wirt Hartmut Volk arbeitet als selbstständiger

Dipl.-B‘wirt

Hartmut Volk

arbeitet als

selbstständiger

Wirtschafts-

publizist.

Er lebt in Bad Harzburg.

fehlende oder ungeeignete Selbst- steuerungsfähigkeiten;

hohe Impulsivität, hohe Unacht- samkeit für den Prozess der Auf- gabenerledigung, Misserfolgs- erwartungen;

geringe Toleranz für Frustratio- nen und negative Emotionen;

uneindeutige Motivationslagen hinsichtlich der Aufgaben oder ihrer Erledigung;

spannungsgeladene innere Kon- flikte;

unrealistische Ansprüche an sich selbst;

irrationale Einstellungen.

Dahinter verbirgt sich Rückert zufolge eine vielschichtige Motivlage.

Notorisches Aufschieben kann Ver- meidungsverhalten zur Abwehr anders nicht mehr kontrollierbarer negativer Gefühle sein. Aufgaben zu erledigen, bedeutet Triebverzicht, Konzentration auf das Wesentliche und Anstrengung. Wer eine geringe Toleranz gegenüber Entbehrungen und Frustrationen hat, wird anstrengende Aktivitäten schnell als zu anstrengend bewerten. Zu anstrengend ist gleichbedeutend mit: Es ist nicht zu schaffen, man braucht gar nicht erst anzufangen, oder man hört ab einer bestimmten Intensität von unangenehmer Span- nung auf und macht etwas anderes.

Symptom für tiefer liegende Kon- flikte, die mit der Aufgabe oder ihrer Erledigung in Verbindung stehen beziehungsweise ein untauglicher Versuch, die eigene Selbstachtung vor Gefährdungen zu schützen. Bei- spielsweise möchte jemand vielleicht Karriere machen, hat aber Ängste davor, sich in der Konkurrenz mit

anderen durchzusetzen. Schiebt er/ sie es auf, sich in der Arbeit zu profi-

lieren, bleibt dieser Konflikt in der Schwebe. Hauptmotiv dafür ist, ver- meintliche Bedrohungen des Selbst- wertgefühls zu vermeiden.

Dieses Motiv findet sich auch beim

Perfektionismus, einer wichtigen Quelle des Aufschiebens. Ist jemand perfektionistisch, dann wird es sie/

ihn kränken, wenn etwas nicht auf Anhieb hundertprozentig gelingt.

Wird das Vorhaben aber aufgescho- ben, kommt es zu keiner Demüti-

gung. Perfektionisten haben häufig keineswegs das Gefühl aufzuschie- ben. Sie suchen „nur“ endlos nach dem „richtigen“ Anfang oder den „richtigen“ Lösungen, ohne das eine wie das andere je zu finden. Unper- fektes ist für sie gleichbedeutend mit einem beschämenden Offenbarwer- den von Schwächen und Defekten.

Ein gar nicht so seltenes Aufschiebe- motiv ist auch die passiv-aggressive Widersetzlichkeit. Hier stellt das Aufschieben einen faulen Kompro- miss zwischen Gefügigkeit und inne- rer Auflehnung dar. Beispiel: Eine gestellte Aufgabe wird als Schikane empfunden. Es fehlt aber der Mut, das dem Vorgesetzten zu sagen. Also wird aufgeschoben! Auch das Auf- schieben aus dieser Motivation her- aus zielt hintergründig darauf ab, eine mögliche Beschämung abzu- wenden. Die meisten fürchten die Erkenntnis, dass sie ihren eigenen, oft überhöhten Idealen an Leis- tungsfähigkeit und Qualität nicht entsprechen. Diskrepanzen zwischen Soll und Ist werden mit Beschämung und Selbstabwertung erlebt. Je stär- ker Leistungen, Erfolge und äußere Anerkennung mit dem Selbstwertge-

Lesetipp: Hans-Werner Rückert: Schluss mit dem ewigen Aufschieben - Wie Sie umsetzen, was Sie sich
Lesetipp:
Hans-Werner Rückert: Schluss mit dem ewigen Aufschieben - Wie Sie umsetzen, was Sie sich
vornehmen. Campus Verlag, Frankfurt/Main, 7. Auflage 2011, 302 Seiten, € 19,50

fühl gleichgesetzt werden, desto größer erscheinen die Risiken eines möglichen Versagens. Der Ausweg als nicht erkannter Irrweg ist dann das Aufschieben.

Was den Aufschiebern dabei nicht bewusst ist oder wird: durch diesen „Selbstschutz“ zerstören sie, was bewahrt werden sollte: Wer sich nie beherzt oder tüchtig selbst- und fremdgestellten Aufgaben oder sons- tigen Herausforderungen stellt, macht keine Erfahrungen. Sei es im Erfolg oder Misserfolg, die klüger machen, anspornen, für Entwick- lung sorgen und so das, psycholo- gisch gesprochen, Selbstwirksam- keitsempfinden (self efficacy, so der amerikanische Originalausdruck) stärken.

Und der Ausweg aus diesem Dilemma? Hans-Werner Rückert rät zunächst zu einem Versuch mit dem BAR-Programm:

Bewusstheit: Wissen über die wich- tigsten Konflikte hinter dem Auf- schieben, über Einstellungen, die es begünstigen und solchen, die ihm entgegenwirken: Haben Konflikte mit nicht eindeutiger Motivation zu tun? Mit überhöhten Ansprüchen an sich selbst oder mit Ängsten? Überprüfen Sie Ihre Befürchtungen auf deren realistischen Gehalt! Machen Sie sich Ihre blockierenden eingefahrenen Denkmuster bewusst.

Aktionen: Diese Selbsterkenntnis gilt es, in mehr Selbstakzeptanz umzusetzen: Verlangen Sie nichts Unmögliches von sich. Kontrollieren Sie Ihr Denken. Stoppen Sie sich, wenn Sie in die alten, behindernden Denkmuster zurückfallen. Verbes- sern Sie Ihre Selbstmanagementfer- tigkeiten. Lernen Sie, sich realisti- sche, überprüfbare Ziele zu setzen, sinnvolle Schritte zu planen und durchzuführen, ein angemessenes Zeitmanagement zu betreiben. Eig-

nen Sie sich dazu Planungs- und Selbstorganisationstechniken an und setzen Sie diese konsequent ein.

Rechenschaft: Machen Sie sich Ihre Veränderungen im Denken wie Ver- halten bewusst: Verfolgen Sie Ihre erreichten Veränderungen durch das Führen eines Veränderungslog- buchs. Halten Sie darin Fortschritte und Fehlschläge fest und werten Sie diese aus. Legen Sie Belohnungen für Erfolge fest und belohnen Sie sich für jeden erfolgreichen Verände- rungsschritt. Damit verfestigen Sie die neu geknüpften Nervenzellnetze im Gehirn, auf denen Ihr neu erwor- benes Denken und Verhalten basiert.

Für Rückert ist der notorisch gewor- dene Hang zum Aufschieben kein Schicksal! So zeigen beispielsweise die Ergebnisse der Hirnforschung zur Handlungssteuerung, dass Men- schen immer dann ungestört wil- lentlich handeln können, wenn die Projekte zu ihrem Selbstsystem pas- sen und sie deswegen von innen her, also intrinsisch, motiviert sind, per- sönlich wichtige Ziele anzustreben. Treten emotionale Barrieren auf, kommt es darauf an, negative Gefühle schnell zu regulieren und aktiv positive Affekte herbeizufüh- ren. Beispielsweise durch die Mobili- sierung von sozialer Unterstützung. Oder durch Selbstberuhigung, insbe- sondere die Erinnerung an wie auch immer erfolgreich in Angriff genom- mene und zu Ende gebrachte Aktivi- täten.

Mit Blick auf die Ergebnisse der Hirnforschung stellt er fest: Genau so, wie ein Mensch Aufschieben gelernt und sich immer mehr darin verstrickt hat, kann sie oder er sich auch wieder aus dieser Verstrickung befreien, diese Verhaltensweise wie- der verlernen. Auf neuronaler Ebene werden dabei alte Programme durch neue über- schrieben.

Vereinfacht lässt sich dieser Vorgang so beschreiben: Alle Erfahrungen, die ein Mensch macht, sind in Form komplexer neuronaler Netzwerke im Frontalhirn gespeichert und veran- kert. Dieser Frontallappen ist jener Bereich im Gehirn, in dem unsere sogenannten Metakompetenzen, unsere Überzeugungen, Glaubens- sätze, inneren Einstellungen und schlussendlich die daraus hervorge- henden Haltungen verortet sind. Sie bestimmen, wie ein Mensch Dinge bewertet, was er denkt und wie er handelt.

Der springende Punkt dabei ist: Die dort entstandenen Haltungen lassen sich nicht mal so einfach ändern. Weder Appelle von Familienmitglie- dern, Freunden, Bekannten oder Vorgesetzten noch sonstige Ermah- nungen und Belehrungen fördern ein anderes Verhalten zutage. Die innere Einstellung, die leistungsbe- stimmende Haltung eines Menschen, bleibt davon unberührt, sie verän- dert sich dadurch nicht.

Aus Sicht der Hirnforschung gibt es nur einen erfolgversprechenden Weg, Haltungsänderungen zu bewirken:

Es müssen neue, günstigere Erfah- rungen gemacht werden. Entweder dadurch, dass sich ein von der Auf- schieberei geplagter Mensch aufrafft und konsequent nach dem BAR- Programm verfährt. Und so merkt, wie er sich eine neue Handlungsbe- reitschaft und -fähigkeit erobert. Was einer Selbsttherapie gleich- kommt. Oder aber, dass therapeuti- sche Hilfe gesucht und es mit Tpro- fessioneller Hilfe sukzessive möglich wird, diese neuen, günstigeren Erfahrungen mit sich selbst zu machen, mit denen dann die alten, die persönliche Aktivitätsbereit- schaft behindernden „Programme“, im Hirn überschrieben werden.

u http://www.youtube.com/

v/9fEk3ibYofI

FESPA 2012

DIGITALDRUCK

Barcelona: Zukunft einer Branche

Die FESPA hat bereits die Marke- tingkampagne für die FESPA Digital 2012 im spanischen Bar- celona gestartet, die vom 21.–24. Februar 2012 im Ausstellungszen- trum Fira de Barcelona Gran Via stattfinden wird.

D ie Kampagne baut auf dem bekannten FESPA Digital Man

auf, der diesmal eine Auswahl unter spannenden Wegen auf seiner digi- talen Reise treffen muss. Die zuge- hörige Schlagzeile fordert die Dru- cker heraus, neue Chancen zu erkunden.

Die Kampagne wird ein umfassen- des Werbeprogramm in führenden Branchenpublikationen und Websi- tes, weitreichende PR-Aktivitäten und Interaktionen in sozialen Medien über das Wide Network der FESPA, Twitter und Facebook bein- halten. Dieses Direktmarketing richtet sich an Druckdienstleister in über 80 Ländern. Es sind eine Reihe von Werbeveranstaltungen geplant, um die Messe bekannt zu machen

und mit den wichtigsten Besucher- gruppen zu interagieren, um zu gewährleisten, dass die Veranstal- tung ihren Bedürfnissen und Unter- nehmensinteressen entspricht.

Aufbauend auf dem Erfolg der letz- ten Digital-Veranstaltung im Mai

2011 soll der Umzug nach Barce-

lona 2012 die Anziehungskraft der Veranstalter für Dienstleistungsan- bieter aus Spanien, Portugal, Frank- reich, Italien und Nordafrika zusätzlich zu dem gut etablierten Publikum aus Nord- und Osteuropa erhöhen.

Marketingmanager Lynda Sutton erklärt das Konzept: „Für das Jahr

2012 sehen wir einen Markt, der

voller Gelegenheiten für innovative Großformatdrucker ist, und eine marktführende Spezialveranstal- tung wie die FESPA ist bei Weitem die beste Umgebung, um derartige Gelegenheiten zu erkunden. Ganz gleich, ob dies durch die Implemen- tierung neuer Technologien oder

Prozesse, zunehmende Automation,

Diversifizierung in unterschiedliche Großformatanwendungen, Experi- mente mit neuen Substraten und Tinten, die Entwicklung neuer Dienstleistungen oder Unterneh- mensmodelle, das Angebot von Komplett-End-to-End-Lösungen oder sogar dem Wechsel in ganz neue Marktsegmente geschieht – jeder Drucker kann sich verändern.“

Das Bildmaterial zur Kampagne ist sehr positiv: Der Digital Man – er steht stellvertretend für jeden Druckdienstleister, der das Poten- zial der digitalen Technologie nutzt – hat die Kontrolle und eine Aus- wahl an Optionen vor sich. Er ist auf dem Weg in eine vielverspre- chende Zukunft: eine zeitgenössi- sche Stadtlandschaft voller mögli- cher Outlets für seine Produkte und Dienstleistungen.

Weitere Informationen, Voranmel- dung, Hilfe bei der Reiseplanung:

u www.fespa.com/digital

- dung, Hilfe bei der Reiseplanung: u www.fespa.com/digital Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 25
- dung, Hilfe bei der Reiseplanung: u www.fespa.com/digital Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 25
Erich Wolf Wolfis 101 Steuertipps für Unternehmer Von der Gründung bis zum Verkauf. Eine Einführung

Erich Wolf

Wolfis 101 Steuertipps für Unternehmer

Von der Gründung bis zum Verkauf. Eine Einführung in die Welt der Steuergeheimnisse

Weniger Steuern zu zahlen ist grundsätzlich nichts Unsittliches, meint der Autor des unterhaltsa- men Steuerratgebers; natürlich nur, sofern die Steuergesetze ein- gehalten werden.

E ingebettet in die Geschichte des Joschi Schotterholer, der ein

Wellness-Bier auf den Markt bringt,

beschreibt Erich Wolf humorvoll

101 Steuertipps von der Unterneh-

mensgründung bis zum Börsen- gang. Alle nur erdenklichen The- men wie z. B. „Als Neugründer Abgaben sparen“, „Mitarbeiterbetei- ligungen anstatt höheres Gehalt“, „KFZ-Kauf steueroptimal gestalten“, „Kinderbetreuungskosten steuerlich absetzen“ oder sogar die „Abferti- gung lästiger Gesellschafter“ wer- den erläutert und so manches Betriebsgeheimnis zum Thema „Steuer sparen“ gelüftet.

Der praxisnahe Ratgeber „Wolfis

101 Steuertipps für Unternehmer“

hilft Start-up-Unternehmern, mit- telständischen Betrieben und auch Großkonzernen, die komplexe Welt des Abgabenrechts neu für sich zu entdecken und in jeder unterneh- merischen Phase flexibler zu agie-

ren. Die verschiedenen Kapitel kön- nen in beliebiger Reihenfolge rezi- piert werden, am Ende des jeweili- gen Beitrages findet sich jeweils noch einmal eine kompakte Kurz- zusammenfassung.

Durch den unterhaltsamen Stil wird auch der interessierte Laie behut- sam zum Thema Steuerrecht hinge- führt, praxisnahe Darstellungen erlauben unmittelbare und direkte Umsetzung des Gelesenen in die betriebliche Praxis des Unterneh- mens.

Der Autor, Mag. Erich Wolf, ist Wirtschaftsprüfer und Universitäts- lektor in Wien. Seine Arbeits- schwerpunkte sind Umgründun- gen, Betriebsübertragungen und die Lösung von steuerlichen Spezialfra- gen. Er ist vor allem als Berater der Berater tätig; Verfasser von zahlrei- chen Fachpublikationen und Vor- tragender von fachspezifischen Praktikerseminaren in ganz Öster- reich.

1. Auflage 2011, 368 Seiten, € 19,90

u www.lindeverlag.at

1. Auflage 2011, 368 Seiten, € 19,90 u www.lindeverlag.at Thomas Rauch Arbeitsrecht für Arbeitgeber Das Standardwerk

Thomas Rauch

Arbeitsrecht für Arbeitgeber

Das Standardwerk für das Arbeitsrecht aus Unterneh- mersicht, „Arbeitsrecht für Arbeitgeber“ von Thomas Rauch darf in keiner Unternehmensbibliothek fehlen Es soll eine entsprechende Unterstützung für den Arbeit- geber bzw. seine Berater darstellen, die vor Schäden und folgenreichen Fehlern bewahrt. Insbesondere wer- den hier auch praxisrelevante Themen, die ansonsten in der Literatur eher wenig Beachtung finden, geson- dert behandelt (z. B. Einstufung nach dem Kollektiv- vertrag, Alkohol am Arbeitsplatz, missbräuchliche Nutzung des PC).

In der bereits 10. Auflage wurden die Neuerungen zum Ausländerbeschäftigungsgesetz (u. a. Arbeitsmarktöff- nung und Rot-Weiß-Rot-Karte, zum Lohn- und Sozi- aldumping), zum Gleichbehandlungsgesetz (u.a. Ein- kommensbericht und Angabe des Mindestentgelts im Stelleninserat), zur Betriebsverfassung, zur Behinder- teneinstellung und zum Insolvenzrecht sowie zahlrei- che neue Entscheidungen zu fast allen Kapiteln einge- arbeitet.

Der Autor, Dr. Thomas Rauch, ist Jurist, seit 1992 im arbeitsrechtlichen Bereich der Wirtschaftskammer Wien tätig. Seine Aufgaben sind Beratung von Arbeit- gebern in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenhei- ten, Vertretung der Mitglieder der Wirtschaftskammer in arbeitsgerichtlichen Verfahren, Gesetzesbegutach- tungen etc. Er ist Verfasser zahlreicher Artikel zum Thema Arbeitsrecht.

10., überarbeitete Auflage, 2011, 824 Seiten, inklusive CD-ROM mit Mustervorlagen, 79,50 Euro

u www.lindeverlag.at

NEUE MEDIEN

NEUE MEDIEN Heinz Kasparovsky Titel in Österreich Um sich auf dem Parkett der öster - reichischen

Heinz Kasparovsky

Titel in Österreich

Um sich auf dem Parkett der öster- reichischen Titel sicher zu bewegen, peinliche Irrtümer und Fettnäpfe zu vermeiden, hat Austrian Standards plus Publishing das Buch „Titel in Österreich“ herausgebracht. Die wichtigsten Neuerungen in der viertenAuflage sind ein alphabeti- sches Register sämtlicher Abkür- zungen, erweiterte Praxisbeispiele, ein Überblick über ausländische Titel sowie die grundlegenden Rechtstexte zum Nachlesen.

Das Werk gibt einen vollständigen Überblick über sämtliche „perso- nenbezogenen Ergänzungen zum Namen“. Die verschiedenen Arten – akademische Titel und Ehrentitel, Ausbildungsbezeichnungen, Berufs- titel, Amtstitel, Standesbezeichnun- gen sowie Titel von Kirchen und Religionsgemeinschaften – sind in getrennten Kapiteln behandelt. Dabei geht Autor Dr. Heinz Kaspa- rovsky auf das Zusammentreffen mehrerer Arten von Titeln bei einer Person ein. Zahlreiche Musterbei- spiele helfen dabei, die richtige Reihenfolge festzulegen.

4. Auflage, 2011, A4, 158 Seiten 41,70 Euro

u www.as-plus.at/shop

2011, A4, 158 Seiten 41,70 Euro u www.as-plus.at/shop Baumstark, Böhringer, Bühler, Jungwirth Prüfungsbuch

Baumstark, Böhringer, Bühler, Jungwirth

Prüfungsbuch

Mediengestalter

Für die aktuelle Neuauflage wurde das Buch entsprechend der aktuel- len Prüfungsordnung für Medien- gestalter in Deutschland und die neuen Lehrberufe komplett überar- beitet.

Der Aufbau des Prüfungsbuches im bewährten zweispaltigen Frage-und Antwortstil lässt auch Raum für sehr ausführliche Antworten und Erklärungen.

Die umfassende Themenliste bein- haltet: Medienprodukte, Umwelt, Konzeption und Präsentation, Kre- ativitätstechniken, Logoentwick- lung und Corporate Design, Hard- und Software, Bilddatenerfassung, Satz, Postscript und Workflow, Databased Publishing, Digital- medien produzieren, Videotechnik, Kalkulation, Planung und Kommu- nikation, Prüfungsvorbereitung

Trotz des starken Deutschland- Bezuges ist das Buch auch für den Schüler und seinen Berufsschulleh- rer in Österreich gut geeignet.

5. Auflage, 2011, 504 Seiten, Klebebindung, 23,80 Euro

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Euro u ssl-holland-josenhans.de/ details.php?p_id=1006060 Roland Schimmel Von der hohen Kunst, ein Plagiat zu fertigen

Roland Schimmel

Von der hohen Kunst, ein Plagiat zu fertigen

Schon das Geleitwort von keinem Geringeren als Karl-Theodor zu Guttenberg persönlich zeigt, dass hier ein wichtiges Thema mit dem notwendigen Augenzwinkern ange- gangen wird.

Der Autor, Roland Schimmel, ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Zivilrecht und Professor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie der FH Frankfurt am Main. Er ist daher mit Plagiaten und den Versu- chen des unwissenschaftlichen Kopierens bestens vertraut.

Im Stile einer Anleitung führt der Autor dem interessierten Plagiator vor Augen, dass die hohe Kunst, ein Plagiat zu fertigen und dabei nicht erwischt zu werden, tatsächlich eine sehr schwierige ist. Ein gutes Plagiat wird nämlich genauso viel Zeit und Mühe in Anspruch neh- men wie eine korrekt durchgeführte wissenschaftliche Arbeit, zahlt sich also meist gar nicht aus.

Reihe: *fußnote: anmerkungen zum wissenschaftsbetrieb, Band 9 96 Seiten, Broschüre, 8,90 Euro

u www.lit-verlag.de/isbn/3-643-11248-4

Broschüre, 8,90 Euro u www.lit-verlag.de/isbn/3-643-11248-4 Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2011 27

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Heidelberger Druckmaschinen Austria Vertriebs-GmbH 1100 Wien • Hebbelplatz 7 • Telefon 01 / 60 140-0 • www.at.heidelberg.com

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