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Erfahrungsbericht der ersten Arbeitsschritte mit Edius 4, im

Vergleich zu Media Studio Pro 8

In kurzen Sätzen zusammengefasst von Martin Starke (Nov. 2007; reine Testzeit ca. 12-15 Stunden)

Die Installation lief ohne Schwierigkeiten oder Problemen.

Aber schon beim Erstellen der Projekteinstellungen hatte ich so meine Schwierigkeiten die richtigen
Einstellungen zu finden.
Die erste Einstellung, die ich gewählt hatte war probt falsch, was sich in merkwürdigen
Vorschaufenstern widerspiegelte.
Erst mit Hilfe eines Freundes, habe ich die richtigen Einstellungen (für eine ganz normale DV-AVI-
Bearbeitung) gefunden.

Da wären allgemeingültige Vorgaben (wie DV-AVI-PAL-4:3 oder s. ä.) leicht verständlicher gewesen.
Unter „neue Voreinstellungen“ findet man sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. Hier die Einstellungen,
die ich für mein DV-AVI (PAL) schließlich gewählt habe.

Nach dem Start des eigentlichen Schnittprogramms, begann erst einmal die grobe Orientierung, frei
nach dem Motto: was kommt mir Bekannt vor. Man testet ob die gleichen „Klicks“ wie in MSP8, auch
das gleiche bewirken wie in Edius.
Dabei fiel mir eines deutlich auf, Edius arbeitet nicht mit Doppelklicks oder mit situationsbedingter,
kontextintensiver Nutzung der rechten Maustaste, wie es in MSP8 einfach ist. Beispiel: ein Doppelklick
in eine Videospur öffnet in MSP8 die Clipsuche, in Edius passier da gar nichts.

Auch die Timeline ist unterschiedlich aufgebaut. Während MSP8 nur eine Art Videospuren kennt,
arbeitet Edius mit:

• VA-Spuren = Video und Audio


• V-Spuren = nur Video, Audio im Clip entfällt

Dann wird die Spur noch in die (extra angezeigte) Effektspur und Audiospur weiter unterteilt. In die
dazugehörigen Einstellungen kommt man aber erst durch Klicken auf die kleinen Dreiecke und weiteren
Klicks.
Original- Bearbeitungs-
Vorschaufenster Vorschaufenst
er

Bei dem Umgang mit den Effekten, geht es erst einmal ähnlich wie in den meisten
Bearbeitungsprogrammen auch, aus der Palette per Drag & Drop auf den Film in der Timeline. Aber
dann!? Wie komme ich in die Einstellungen?

Das war dann doch ein wenig umständlich, wie ich empfand.
Da man sich erst das Informationsfenster öffnen muss.
In diesem Fenster sieht man dann, die in dem gerade markierten Clip, befindlichen Effekte. In die
Einstellungsmöglichkeiten kommt man dann, in dem man auf den Namen des Effektes doppelt klickt.

Mit den Bezeichnungen ergibt sich ein weiterer Unterscheidungspunkt. Als Beispiel seien hier nur drei
Dinge benannt:

1. das Medienarchiv heißt bei Edius „Bin“


2. der Bewegungspfad heißt unter „Keyer“-„3D Picture In Picture“
3. Farbclips heißen in Edius „Farbmatten“, können aber ebenfalls mit Effekten belegt werden wie
in MSP8

Das eigentliche Key-Fenster sieht zwar ähnlich aus, hat auch ähnlich Funktionen aber der Weg dort hin
ist ein völlig anderer, wie man oben sehen kann.
Bewegungs-
steuerung, per
direkter
Veränderung
des Vorschau-
bildes

Steuerung der
weiteren Ein-
stellungen

Vorgefertigte
Bewegungs-
pfadmuster

Key-Fenster,
hier kann man
genau so wie
in MSP8
arbeiten (mehr
als 16 Key´s
sind möglich!)
Eine Besonderheit bieten diese Schaltflächen, sie bewirken, dass der Pfad nicht einfach
„abgefahren“ wird, sondern angepasst werden kann. Auch unterschiedlich, innerhalb einer Strecke.

Der Titler (er heißt „Quick Titler“) ist in der Funktionsweise dem in MSP8 sehr ähnlich. Auch der
Funktionsumfang ähnelt sich sehr. Animierte Texteffekte, wie Flammen o. ä. bietet er aber nicht (oder
ich habe sie nicht gefunden). Dafür kann man Grafische Elemente (wie unten den orangen Punkt)
einbinden und mit Effekten versehen.
Der Textclip kann über den „3D Picture In Picture“-Effekt dann wie mit den Bewegungspfaden in
MSP8 animiert werden. Oder man benutzt die Standart Titelfilter, mit fertigen Animationen (siehe
weiter oben im „Effekt-Bild“)
Die Audiospur befindet sich wie schon beschrieben unter dem eigentlichen Clip, in der gleichen Spur.
Genau dort findet man auch die Überlagerungsoption,
nach dem Anklicken der kleinen Dreiecke.

Eigentlicher Videoclip

Audiospur

Lautstärkeneinstellung
(hier in Waveform eingestellt)

Überblendfunktion

Rein gefühlsmäßig empfinde ich die Handhabung des Setztens und Verschieben der Keypunkte auf den
„Gummibändern“ als weit aus einfacher und genauer als in MSP8.

Die Ausgabe des fertigen Videos, gestaltet sich dann allerdings wieder eher als schwierig und
unübersichtlich. Da gibt es keine Vorlagen die da DVD (MPEG) oder ähnlich lauten.
Zum Glück kann man aber auch gleich auf „DVD ausgeben…“ gehen. Was einem dann doch wieder
sehr bekannt vorkommt und uns diesmal wirklich an MSP8 erinnert. Das Programm führt uns Schritt für
Schritt durch die Erstellung der Menüs und der DVD.

Am Ende angekommen, möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es mir hiermit nicht um die
Fähigkeiten oder Vor- und Nachteile des Programms Edius geht, sondern einen kleinen Einblick geben
soll, wie ich als MSP8-User die ersten Schritte mit Edius empfunden habe. Und in wie weit der
Arbeitsablauf und die Funktionen vergleichbar sind. Um eine evtl. Nachfolge von MSP8 im Falle des
Falles besser finden zu können.

So, ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich war und Ihr einen ersten Eindruck von Edius und seinen
Funktionen und Arbeitsabläufen erkennen konntet.

Es sind ein paar Ähnlichkeiten, die während der Arbeit zwar an die gleiche Arbeitsweise wie in MSP8
erinnern aber durch die vielen erweiterten Einstellungsmöglichkeiten bedingt, sind doch viele andere
Dinge dafür um so unterschiedlicher.
Was mich letztendlich zu der subjektiven Meinung veranlasst zu sagen, dass ich persönlich Edius ein
hohes Potenzial zubillige, aber für mich (bis jetzt) kein wirkliches MSP8-vergleichbar-bedinbares
Konzept hat.

Ihr könnt und dürft diesen Bericht gern verlinken, wenn Ihr einen kleinen Hinweis auf das Ulead-
Fanboard angebt ;-) (www.ulead-fanboard.de)

Gruß
Martin Starke (Alias Homerfan)