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DÄMMWERK 5.0 Seminarunterlagen

KERN ingenieurkonzepte

DÄMMWERK 5.0

Seminarunterlagen

Seminarteilnehmer

Büro / Firma

Fon / Fax

Ort / Datum

A)

Aufgabenstellungen

2

A Konstruktion von Bauteilquerschnitten, Baustoffassistent, Bauteildatenbank

1

2

A Berechnungsverfahren der DIN EN ISO 6946

2

4

A Sommerlicher Wärmeschutz, Temperaturamplitudenverhältnis

3

6

A Konstruktion von Bauteilanschlüssen

4

8

A Isothermenberechnung

5

11

A Feuchteschutz DIN 4108

6

15

A Schallschutz im Massivbau

7

19

A Schallschutz im Holz- und Skelettbau

8

22

A Brandschutz im Massivbau

9

25

A Brandschutz im Holz- und Skelettbau

10

28

A Wärmeschutverordnung 1995

11

30

A Energieeinsparverordnung

12

32

A Heizkosten + Wirtschaftlichkeit

13

33

A Drucken

14

34

L)

Lösungen

35

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A) Aufgabenstellungen

A 1

Konstruktion von Bauteilquerschnitten, Baustoffassistent, Bauteildatenbank

A 0

Richten Sie das Übungsverzeichnis „Seminar“ auf Ihrem Rechner ein.

A 1.1

Geben Sie den dargestellten, einfachen Bauteilquerschnitt ein.

Sie den dargestellten, einfachen Bauteilquerschnitt ein. A 1.2 Geben Sie den dargestellten, zusammengesetzten

A 1.2

Geben Sie den dargestellten, zusammengesetzten Bauteilquerschnitt ein

einfachen Bauteilquerschnitt ein. A 1.2 Geben Sie den dargestellten, zusammengesetzten Bauteilquerschnitt ein Seite 2

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A 1.3

Ersetzen Sie in dem unter A 1.2 eingegebenen Querschnitt die Schicht „Holzweichfaserplatte 200“ durch eine PS 20 SE 040-Dämmschicht, wie in der linken Abbildung dargestellt. Ändern Sie die Farbe und die Textur für PS-Hartschaum, wie in der rechten Abbildung dargestellt

für PS-Hartschaum, wie in der rechten Abbildung dargestellt Wie wirkt sich die zuletzt vorgenommene Änderung auf
für PS-Hartschaum, wie in der rechten Abbildung dargestellt Wie wirkt sich die zuletzt vorgenommene Änderung auf

Wie wirkt sich die zuletzt vorgenommene Änderung auf andere Bauteilquerschnitte aus?

A 1.4

Was bedeutet das Feld „Kurzwahl“ im Baustoffassistenten und wie funktioniert es?

A 1.5

Wie kann man nähere Informationen zu ausgewählten Baustoffen erhalten (Produktinformatio- nen)?

A 1.6

Ergänzen Sie den Baustoff „mein Baustoff“ in der Gruppe „Dämmstoffe“-„Faserdämmstoffe“ der Baustoffdatenbank. Benutzen Sie dazu den Baustoffassistenten und die folgenden Parameter

Baustoffbezeichnung

mein Baustoff

Rohdichte

40 kg/cbm

Regelschichtdicke

0,10 m

Wärmeleitzahl l

0,045 W/mK

Diffusionswiderstand m

1

/ 1

spezifische Wärmekapazität

990

Was muss man beachten, wenn man einen Verbundbaustoff, z.B. eine mit HWL-Leichtbauplatten kaschierte Dämmplatte in die Baustoffdatenbank aufnimmt. Welche Werte für Baustoffrohdichte, Wärmeleitzahl und Diffusionswiderstandszahl sind einzusetzen.

A 1.7

Nennen Sie jeweils verschiedenen Möglichkeiten

den Baustoffassistenten aufzurufen

zusätzliche Schichten in einen Bauteilquerschnitt einzufügen bzw. zu entfernen

zusätzliche Baustoffe in der Baustoffdatenbank zu ergänzen.

A

1.8

Warum sollte man Baustoffe immer aus der Baustoffdatenbank auswählen und nicht manuell

eingeben?

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A 2

Berechnungsverfahren der DIN EN ISO 6946

A 2.1

Geben Sie den dargestellten Bauteilquerschnitt ein. Berechnen Sie alternativ den U-Wert nach DIN EN ISO 6946 und den k-Wert nach DIN 4108.

U-Wert nach DIN EN ISO 6946 und den k-Wert nach DIN 4108. A 2.2 Berechnen Sie

A 2.2

Berechnen Sie die folgenden Wärmeübergangswiderstände nach EN ISO 6946

A

äußerer Wärmeübergangswiderstand mit Luftgeschwindigkeit an der Bauteiloberfläche Temperatur der äußeren Bauteiloberfläche Emissionsgrad der (ebenen) Oberflächen

und 6 m/s -9.7 °C

2

4

0.9

B

äußerer Wärmeübergangswiderstand mit Luftgeschwindigkeit an der Bauteiloberfläche Blechverkleidung mit 30% größerer Oberfläche

4 m/s

C

innerer Wärmeübergangswiderstand mit Oberflächentemperaturen

19 °C

Emissionsgrade der ebenen Oberflächen

0.9

a) Decke zum unbeheizten Raum

b) Decke zum unbeheizten Keller

c) Wandbauteil zur Außenluft

Aus welchen beiden Bestandteilen setzen sich die Übergangswiderstände zusammen? Wann müssen die Übergangswiderstände nach EN ISO explizit berechnet werden? Wie kann man die Temperaturen der Bauteiloberflächen bestimmen? Wie unterscheiden sich die (nicht explizit berechneten) inneren Übergangswiderstände nach DIN 4108 und EN ISO für eine Dachdecke. Wie werden Sie festgelegt?

A 2.3

Berechnen Sie nach EN ISO 6946 den Wärmedurchlasswiderstand der Luftschicht zwischen Gipskartonverkleidung und Dämmschicht in dem dargestellten Querschnitt. (Den Querschnitt fin- den Sie in der Bauteildatenbank, Unterverzeichnis Steildächer, Querschnitt „Dachaltbau“).

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mit einer PE-Folie als Dampfbremse,

mit einer alukaschierten Zwischensparrendämmung.

Wie verändert sich der Wärmedurchlasswiderstand der Luftschicht, wenn die Traglattung für die Gipskartonverkleidung die Luftschicht in 62 cm breite Streifen unterteilt?

die Luftschicht in 62 cm breite Streifen unterteilt? Berechnen Sie für den zuvor benutzen Bauteilquerschnitt

Berechnen Sie für den zuvor benutzen Bauteilquerschnitt „DachAltbau“ den k-Wert nach DIN 4108 und den U-Wert nach EN ISO 6946. Benutzen Sie in beiden Fällen die Übergangswider- stände nach EN ISO. Warum unterscheiden sich die beiden Werte? Was muss man unter „oberem und unterem Grenzwert“ verstehen?

A 2.5 Konstruieren Sie den dargestellten Bauteilquerschnitt. Berechnen Sie den k-Wert nach DIN 4108 und den U-Wert nach EN ISO 6946. Berücksichtigen Sie dabei eine Gefälledämmschicht mit ei- ner größten Dicke von 6 cm aus PS-Hartschaum 040. Gehen Sie von einem quadratischen Dachgrundriss mit innenliegender Entwässerung (Dachablauf im Schnittpunkt der Diagonalen) aus.

quadratischen Dachgrundriss mit innenliegender Entwässerung (Dachablauf im Schnittpunkt der Diagonalen) aus. Seite 5

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A 2.6

Geben Sie die dargestellte Dachkonstruktion ein und berechnen Sie den U-Wert nach EN ISO 6946. Berücksichtigen Sie dabei Dämmstoffhalter, die die Dämmschicht durchdringen. Gehen Sie von 6 Dämmstoffhaltern pro Quadratmeter aus, Dämmstoffhalter aus Stahl mit einer Quer- schnittsfläche von 20 mm².

A 3

Sommerlicher Wärmeschutz, Temperaturamplitudenverhältnis

3 Sommerlicher Wärmeschutz, Temperaturamplitudenverhältnis A 3.1 Untersuchen Sie den sommerlichen Wärmeschutz für

A 3.1

Untersuchen Sie den sommerlichen Wärmeschutz für einen Büroraum mit einer 4,70 m breiten, westorientierten Außenwand aus der Bauteilkonstruktion „A 1.2 Außenwand Holztafelbau“. Die Raumhöhe beträgt 2,70 m, die drei Holzfenster sind 1,21 x 1,76 m groß und mit einer Sonderver- glasung, kv-Wert 1.6, g-Wert 0.62 verglast.

Wie beurteilen Sie den sommerlichen Wärmeschutz

a) ohne Sonnenschutzvorrichtung

b) mit innenliegenden Rollos

c) mit außenliegenden Jalousien.

Was ist unter „erhöhter Belüftung“ zu verstehen. Was ist unter „schwerer Innenbauart“ zu verstehen.

A 3.2

Untersuchen Sie den sommerlichen Wärmeschutz in dem genannten Fall alternativ mit dem neu- en Berechnungsverfahren nach E DIN 4108-2:1999 (Sonneneintragskennwerte).

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A 3.3

Übernehmen Sie den Bauteilquerschnitt „Holztafelbau, Holzfaserplatten“ aus der Bauteildaten- bank - Außenwände Holzbau in Ihr Arbeitsverzeichnis. Berechnen Sie das Temperaturamplitu- denverhältnis und die Phasenverschiebung für das Gefach und den Rahmenbereich. Setzen Sie die spezifischen Wärmekapazitäten nach DIN 4108 an, für die Holzfaserdämmplatten mit 1.335 J/kgK.

Was wird mit dem Begriff Temperaturamplitudenverhältnis beschrieben und was versteht man unter Phasenverschiebung?

beschrieben und was versteht man unter Phasenverschiebung? A 3.4 Ersetzen Sie in dem geladenen Bauteilquerschnitt die

A 3.4

Ersetzen Sie in dem geladenen Bauteilquerschnitt die Holzfaserdämmschichten durch eine Mine- ralfaserdämmschicht der Wärmeleitfähigkeit 040.

Vergleichen Sie nun die TAV-Werte für den Rahmen und den Gefachbereich. Warum unterschei- den sich die Werte? Was muss man unter spezifischer Wärmekapazität verstehen und welchen Einfluss übt Sie auf das Temperaturamplitudenverhältnis aus?

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A 4

Konstruktion von Bauteilanschlüssen

A 4.1

Konstruieren Sie die dargestellte Wärmebrücke. Benutzen Sie dazu den Querschnitt „Außen- wand“ aus der Bauteildatenbank - Außenwände Massivbau. Die Wandnische ist 4 cm tief, die Stb-Stütze 20 x 20 cm im Querschnitt. Sichern Sie den veränderten Querschnitt unter dem Dateinamen „Wärmebrücke“.

Querschnitt unter dem Dateinamen „Wärmebrücke“. A 4.2 Konstruieren Sie die dargestellte Außenecke. Benutzen

A 4.2

Konstruieren Sie die dargestellte Außenecke. Benutzen Sie dazu den Querschnitt „Außenwand“ (sh. A 4.1). Die Stb-Eckstütze besitzt Querschnittsabmessungen von 260 x 260 mm, die Dämm- streifen sind 20 mm breit. Setzen Sie die Schichtdicke für den Dämmputz außen auf 2 cm und le- gen Sie das Betrachtungsnetz mit einer Maschenweite von 10 mm und einer horizontalen / verti- kalen Ausdehnung von 80 / 40 Netzmaschen fest. Sichern Sie den veränderten Querschnitt unter dem Dateinamen „Außenecke mit Stb-Stütze“.

Netzmaschen fest. Sichern Sie den veränderten Querschnitt unter dem Dateinamen „Außenecke mit Stb-Stütze“. Seite 8

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A 4.3

Konstruieren Sie den dargestellten Fensterpfeiler. Verwenden Sie dazu den Querschnitt „Verglasung“ aus dem Verzeichnis „Isothermen“. Legen Sie die Maschenweite für das Betrachtungsnetz mit 10 mm und die Einflussbreiten mit 120 / 50 Netzmaschen fest. Sichern Sie die Konstruktion als „Fensterpfeiler“.

fest. Sichern Sie die Konstruktion als „Fensterpfeiler“. A 4.4 Konstruieren Sie den dargestellten Fensteranschluss.

A 4.4

Konstruieren Sie den dargestellten Fensteranschluss. Verwenden Sie dazu den Querschnitt „HLz

monolithisch“ aus der Bauteildatenbank - Außenwände Massivbau und speichern Sie den modifi- zierten Anschluss als „Fensteranschluss“. Der Rahmen der Festverglasung hat Querschnittsab- messungen von 100 x 80 mm, der Anschlag ist 50 mm tief. Betrachtungsnetz mit 10 mm Ma- schenweite, 80 Maschen horizontal.

mit 10 mm Ma- schenweite, 80 Maschen horizontal. A 4.5 Den dargestellten Fensteranschluss finden Sie im

A 4.5

Den dargestellten Fensteranschluss finden Sie im Verzeichnis Isothermen als „27-Alufenster“. Rekonstruieren Sie den Anschluss. Gehen Sie dabei von einer zusammengesetzten Stb- Außenwand mit Innendämmung aus, im Rahmenbereich ohne Dämmung. Verwenden Sie als Anschlussbauteil das Bauteil „Verglasung“ aus dem Isothermen-Verzeichnis.

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DÄMMWERK 5.0 Seminarunterlagen KERN ingenieurkonzepte A 4.6 Übernehmen Sie den Querschnitt „10-AWSturzundFenster“

A 4.6 Übernehmen Sie den Querschnitt „10-AWSturzundFenster“ aus dem Verzeichnis „Isothermen“. Modifizieren Sie den Querschnitt, bis Sie die dargestellte Konstruktion erhalten. Als Anschluss- bauteil können Sie das Bauteil „AwmitDämmputz“ verwenden. Verbergen Sie den Randstreifen, ohne ihn zu löschen und machen Sie ihn anschließend wieder sichtbar. Verbergen Sie alle Einbauteile.

ohne ihn zu löschen und machen Sie ihn anschließend wieder sichtbar. Verbergen Sie alle Einbauteile. Seite

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A 5

Isothermenberechnung

A 5.1

Laden Sie den unter A 4.2 gespeicherten Querschnitt Außenecke mit Stb-Stütze, stellen Sie die 2°-Isothermen im Ausgangszustand dar. Testen Sie die Darstellung mit 1°, 10° und 5°- Isothermen und schalten Sie die möglichen Einstellung für “farbig“, “s/w“ und für das thermische Netz durch. Welche Temperaturen kennzeichnen die lila und die blaugrüne Isotherme?

s
s

A 5.2

Führen Sie die Isothermenberechnung durch. Markieren Sie dazu die Beschriftungsoption “T(min)

+ T(Ecken)“ und benutzen Sie den Schalter “Iteration starten / fortsetzen“. Iterieren Sie bis zur

Temperaturkonstanz und speichern Sie. Wie schätzen Sie die Gefahr der Tauwsserbildung in der Ecke ein? Was ist unter dem Begriff “Taupunkttemperatur“ zu verstehen? Wie ändert sich die Ecktemperatur, wenn Sie einen Dämmstreifen bis an die innere Bauteiloberfläche führen?

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A 5.3

Laden Sie den Querschnitt „Wärmebrücke“ (sh. A 4.1) und berechnen Sie die Isothermen. Be- schriften Sie die Grafik wie dargestellt.

Ordnen Sie außen an der Stb-Stütze einen 1 cm dicken HWL-Putzträger an. Stellen Sie die Tem- peraturen auf den Ausgangszustand zurück und berechnen Sie die Isothermen neu. Eignet sich die Dämmmaßnahme zur Vermeidung einer Wärmebrücke. Welche Maßnahme ist besser geeig-

net?

Welche Bedeutung haben die beiden parallelen Vertikalen in der Mitte der Stütze?

die beiden parallelen Vertikalen in der Mitte der Stütze? A 5.4 Laden Sie die Konstruktion “Fensterpfeiler“,

A 5.4

Laden Sie die Konstruktion “Fensterpfeiler“, stellen Sie die Isothermen dar wie unten gezeigt und führen Sie die Iteration durch. Überprüfen Sie die Berechnungsannahmen.

Isothermen dar wie unten gezeigt und führen Sie die Iteration durch. Überprüfen Sie die Berechnungsannahmen. Seite

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A 5.5

Laden Sie den Querschnitt “10-AWSturzundFenster“ aus dem Verzeichnis “Isothermen“. Verändern Sie den Stb-Sturz so, dass die innenseitige Dämmschicht überdeckt wird. Berechnen Sie den Isothermenverlauf. Stellen Sie ihn wie unten gezeigt dar.

Wir beurteilen Sie die Ecktemperatur in der mit 12,2°C beschrifteten Ecke. Wie verläuft die

“Wärmebrücke”?

beschrifteten Ecke. Wie verläuft die “Wärmebrücke”? A 5.6 Ändern Sie die Temperaturen im Innern des Gebäudes

A 5.6

Ändern Sie die Temperaturen im Innern des Gebäudes und zwar auf 20°C im “Wohnraum“ und auf 16°C in der “Eingangshalle“. Führen Sie eine neue Isothermenberechnung durch.

im “Wohnraum“ und auf 16°C in der “Eingangshalle“. Führen Sie eine neue Isothermenberechnung durch. Seite 13

Seite 13

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A 5.7

Entfernen Sie den Dämmstreifen an der Stirnseite der Stb-Decke. Anschliessend berechnen Sie den Isothermenverlauf neu.

Anschliessend berechnen Sie den Isothermenverlauf neu. A 5.8 Kopieren Sie den Querschnitt “25-Kragplatte“ aus

A 5.8

Kopieren Sie den Querschnitt “25-Kragplatte“ aus dem Verzeichnis Isothermen in Ihr Arbeitsverzeichnis. Wie wurde die Anschlußsituation konstruiert? Wieviele Anschlußbauteile und wieviele Einbauteile wurden verwendet. Berechnen Sie die Isothermen. Wie verändern sich die Temperaturen, wenn Sie die auskragende Stb-Decke in Fassadenebene mit einem 3 cm breiten Dämmstreifen (Isokorb) trennen?

wenn Sie die auskragende Stb-Decke in Fassadenebene mit einem 3 cm breiten Dämmstreifen (Isokorb) trennen? Seite

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A 6

Feuchteschutz DIN 4108

A 6.1

Kopieren Sie den dargestellten Dachquerschnitt aus der “Bauteildatenbank - Flachdächer – Blechdach” in Ihr Arbeitsverzeichnis. An welcher Stelle des Querschnitts kann sich Tauwasser bilden? Machen Sie die Tauzone in der Querschnittszeichnung deutlich. Welche Bedingungen der DIN 4108 müssen erfüllt werden? Ist die Bitumendachbahn zwischen Massivdecke und Dämmschicht erforderlich? Was passiert, wenn Sie die Schicht entfernen?

erforderlich? Was passiert, wenn Sie die Schicht entfernen? A 6.2 Kopieren Sie den dargestellten Wandquerschnitt aus

A 6.2

Kopieren Sie den dargestellten Wandquerschnitt aus der Bauteildatenbank (Außenwände Massivbau - Außenwände3) in Ihr Arbeitsverzeichnis. Berechnen Sie den Querschnitt alternativ

a) als hinterlüftete Aussenwand

b) als zweischalige Wand mit “schwach belüfteter“ Luftschicht.

alternativ a) als hinterlüftete Aussenwand b) als zweischalige Wand mit “schwach belüfteter“ Luftschicht. Seite 15

Seite 15

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A 6.3

Laden Sie den Querschnitt “Blechdach“ und bringen Sie das Glaserdiagramm zur Anzeige. Verändern Sie die Grafikabmessungen bis Sie die gezeigte Darstellung erhalten. Ändern Sie in der Darstellung den Ordinatenmasstab, blenden Sie den Temperaturverlauf aus und stellen Sie den Dampfteildruckverlauf für den Sommer dar.

stellen Sie den Dampfteildruckverlauf für den Sommer dar. A 6.4 Geben Sie einen Wandquerschnitt mit den

A 6.4

Geben Sie einen Wandquerschnitt mit den folgenden Schichten ein, von innen:

- Gipsputz

- 24 cm Hüttenstein-MW 1200

- Kalk-Zementputz.

Berechnen Sie den Feuchteschutz unter Annahme einer Raumluftfeuchte von 60% während der Tauperiode. Sie erhalten das dargestellte, fehlerhafte Glaserdiagramm. Wie kann man die Darstellung korrigieren. Klären Sie den Begriff “Kernkondensat“.

Glaserdiagramm. Wie kann man die Darstellung korrigieren. Klären Sie den Begriff “Kernkondensat“. Seite 16

Seite 16

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A 6.5

Geben Sie den dargestellten Wandaufbau für die Kelleraußenwand einer Kirche ein und führen Sie eine Diffusionsberechnung mit den folgenden Klimabedingungen durch:

Raumklima

12°C + 70% rel. Luftfeuchte, Tau- und Verdunstungsperiode

Außenklima

0°C im Winter und 10°C im Sommer bei jeweils 100% Luftfeuchte (Erdanschüttung)

Ist mit einer Feuchtigkeitsanreicherung infolge Dampfdiffusion zu rechnen? Wie ändern sich die Bedingungen, wenn Sie davon ausgehen, dass der Zementputz mit einem Bitumenanstrich versehen ist?

dass der Zementputz mit einem Bitumenanstrich versehen ist? A 6.6 In dem dargestellten, zweischaligen

A

6.6

In

dem dargestellten, zweischaligen Wandaufbau wurde zur Verbesserung des Wärmeschutzes

die Luftschicht nachträglich mit PUR-Ortschaum 030 ausgeschäumt. Geben Sie die Schichtenfolge ein und führen Sie den Diffusionsnachweis nach DIN 4108. Stellen Sie fest, in welchen Monaten Tauwasserbildung an der Schichtgrenze Ortschaum-

Mauerklinker zu erwarten ist. Benutzen Sie dazu das Jenisch-Verfahren und die Klimadaten für den Standort Dresden. Wie beurteilen Sie die Möglichkeit anstelle des Ortschaums eine Dämmung aus Zellulosefasern

einzublasen?

Wie beurteilen Sie die Möglichkeit anstelle des Ortschaums eine Dämmung aus Zellulosefasern einzublasen? Seite 17

Seite 17

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A 6.7

Den dargestellten Bauteilquerschnitt finden Sie in der Bauteildatenbank, Steildächer, “Dach Neubau“. Entfernen Sie die Dampfsperre.

Wie beurteilen Sie die Tauwasserbildung im Bauteil? Wie beurteilen Sie die Tauwasserbildung im

Rahmenbereich?

Ersetzen Sie die Mineralfaserdämmung durch eine PS-Hartschaumdämmung. Welche Auswirkungen hat dies auf die Diffusionsberechnung?

Welche Auswirkungen hat dies auf die Diffusionsberechnung? A 6.8 Den dargestellten Wandaufbau finden Sie in der

A 6.8

Den dargestellten Wandaufbau finden Sie in der Bauteildatenbank, Außenwände Holzbau, Querschnitt “Holztafelbau, Zellulose-WD“. Wie beurteilen Sie die Konstruktion?

Eignet sich der Aufbau als Außenwand für Feuchträume, wenn Sie von 65% relativer Luftfeuchte

ausgehen?

Eignet sich der Aufbau als Außenwand für Feuchträume, wenn Sie von 65% relativer Luftfeuchte ausgehen? Seite

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A 7

Schallschutz im Massivbau

A 7.1

Geben Sie den Wandaufbau für die gezeigte Wohnungstrennwand ein. Berechnen Sie das erreichte Luftschalldämm-Maß R´w. Die mittlere Masse der flankierenden Bauteile soll 300 kg/qm betragen. Überprüfen Sie, ob die Konstruktion den Anforderungen an Wohnungstrennwände in Geschosshäusern genügt. Untersuchen Sie den Querschnitt, wenn anstelle des Mz-Mauerwerks Kalksandsteine KS-MW DIN 106 12-1,6 verwendet werden. Verwenden Sie in einer weiteren Alternative Mauersteine aus Porenbeton 600, die mit Leichtmör- tel vermauert sein sollen. Korrigieren Sie den errechneten R´w-Wert.

sein sollen. Korrigieren Sie den errechneten R´w-Wert. A 7.2 Berechnen Sie den Einfluss der flankierenden Bauteile

A 7.2

Berechnen Sie den Einfluss der flankierenden Bauteile im Beispiel A 7.1 genauer. Gehen Sie da- bei von den folgenden, flankierenden Bauteilen aus:

Flurwand aus 24 cm Kalksandstein, 1600 kg/qm, beidseitig verputzt mit 15 mm Gipsmörtel,

schwimmender Estrich,

Stb-Decke aus 16 cm Stahlbeton, unterseitig verputzt mit Gipsmörtel.

Gehen Sie bei der Außenwand von dem bereits konstruierten Querschnitt „Außenwände1“ in Ih-

rem Arbeitsverzeichnis aus, wählen Sie dieses Bauteil aus. Warum dürfen die Korrekturmaße KL,2 nicht angesetzt werden?

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A 7.3

Die Konstruktion A 7.1 in der Mz-Ausführung ist als Wohnungstrennwand nicht geeignet. Sehen Sie auf der Innenseite der Trennwand anstelle des Gipsputzes eine Vorsatzschale aus 12,5 mm Gipskarton auf 60 mm MF-Dämmstoff vor. Dämmschicht und Verkleidung werden mit Baukleber angesetzt. Berechnen Sie den R´w-Wert neu. Berücksichtigen Sie, dass ein flankierendes Bauteil (schwimmender Estrich) biegeweich ist.

flankierendes Bauteil (schwimmender Estrich) biegeweich ist. A 7.4 Die “Geschossdecke“ finden Sie im Verzeichnis

A 7.4

Die “Geschossdecke“ finden Sie im Verzeichnis Bürohaus. Die Decke soll in einer Schule Klassenzimmer voneinander trennen. Bestimmen Sie das bewertete Luftschalldämm-Maß. Die Trennwände zwischen den Klassenräumen und die Flurwand sind aus 24 cm KSL-Steinen der Rohdichte 1600 beidseitig verputz, Flurwand unverputzt ausgeführt, die Außenwand aus 30 cm Hochlochziegeln, Rohdichte 1000 kg/cbm, beidseitig verputzt.

Hochlochziegeln, Rohdichte 1000 kg/cbm, beidseitig verputzt. Berechnen Sie weiterhin den Norm-Trittschallpegel L´ n ,

Berechnen Sie weiterhin den Norm-Trittschallpegel n,w,R der Decke. Gehen Sie dabei von einer dynamischen Steifigkeit der Trittschalldämmung von alternativ 20 und 30 MN/m 3 aus. Bewerten Sie den erzielten Trittschallschutz.

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A 7.5

Im Erdgeschoss eines Neubaus befindet sich ein Restaurant mit Küchenbetrieb bis 24:00 Uhr. Im 1. Obergeschoss sind Wohn- und Schlafräume vorgesehen. In der Restaurantküche soll der dar- gestellte Fußbodenaufbau ausgeführt werden. Welche schalltechnischen Anforderungen sind an den Fußboden der Restaurantküche zu stel- len? Geben Sie den dargestellten Deckenaufbau mit 18 cm Stb-Platte verputzt, Trittschalldämm- schicht der Marke ISOVER TDS 32/30, 30 mm Gußasphaltestrich und Bodenbelag aus Spaltplat- ten ein. Welche dynamische Steifigkeit besitzt die „TDS 32/30“ Trittschalldämmschicht.

besitzt die „TDS 32/30“ Trittschalldämmschicht. A 7.6 Ermitteln Sie für die Konstruktion A 7.5 den

A 7.6

Ermitteln Sie für die Konstruktion A 7.5 den bewerteten Norm-Trittschallpegels L´ n,w,R für einen

darüber liegenden, schutzbedürftigen Raum.

Der Trittschallschutz der Decke ist nicht ausreichend. Welche Maßnahmen schlagen Sie vor. Wie verändert sich der Lnw-Wert, wenn die Dicke der Stb-Decke erhöht wird?

In welcher Dicke muss die Rohdecke ausgeführt werden, damit ein ausreichender Trittschall-

schutz erreicht wird? Könnte man alternativ eine Trittschalldämmschicht mit geringerer dynami- scher Steifigkeit ausführen?

A 7.7

Im Erdgeschoss eines Reihenhauses im Lärmpegelbereich III befindet sich ein 24 qm großes, zur Strasse gelegenes Wohnzimmer. Zwei Wände sind Außenwände aus 30 cm Porenbeton der Rohdichte 700 (mit Leichtmörtel LM 36 vermauert, beidseitig verputzt). Die Gesamtfläche der Außenwände (einschließlich Fenster und Türen) soll mit (5.01 + 4,18) x 2,70 = 24,8 qm ange- nommen werden. Die Außenbauteile enthalten drei Öffnungen für Fenster mit den Abmessungen 1.24 x 1.49 m und eine Türöffnung mit 1,01 x 2,13 m. Führen Sie den Nachweis zum Schutz gegen Außenlärm. Welche Anforderungen sind an die

Fenster zu stellen. Überprüfen Sie den angenommenen Lärmpegelbereich. Gehen Sie dabei von einer Wohnsam- melstrasse mit einer Verkehrsbelastung von 1.200 Kfz pro Tag aus, die in etwa 15 m Entfernung vorbeiführt. Das Reihenhaus liegt in der Nähe einer Straßenkreuzung mit Ampel. Welche Auswirkungen sind zu erwarten, wenn sich das Verkehrsaufkommen durch den Bau ei- nes Einkaufszentrums auf 4.000 Kfz/Tag erhöht. Welche Möglichkeiten wären dann gegeben, den Schutz gegen Außenlärm wiederherzustellen?

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A 7.8

Konstruieren Sie die dargestellte Dachkonstruktion. Das geneigte Dach bildet den oberen Ab- schluss eines Atelierraums mit einer Grundfläche von 43 qm. Es enthält 6 Dachflächenfenster mit den Abmessungen 0,89 x 1,49 m. Das Gebäude befindet sich in der Nähe eines Flughafens und einer Bahntrasse im Lärmpegelbereich IV. Führen Sie den Nachweis zum Schutz gegen Außenlärm.

IV. Führen Sie den Nachweis zum Schutz gegen Außenlärm. A 8 Schallschutz im Holz- und Skelettbau

A 8

Schallschutz im Holz- und Skelettbau

A 8.1

Eine Reihenhaussiedlung wurde in Holzskelettbauweise errichtet. Welche Anforderungen sind an die Haustrennwände zu stellen? Konstruierten Sie eine geeignete Trennwand. Setzen Sie dabei Gipskartonplatten, Mf-Dämmstoffe und Spanplatten ein.

A 8.2

Die dargestellt Holzbalkendecke finden Sie in der Bauteildatenbank, Geschossdecken. Berechnen Sie das Luftschallschutz-Maß der 22 qm großen Decke und den Norm- Trittschallpegel. Berücksichtigen Sie dabei (in der Summe) 11,9 m flankierende Innenwände in Ständerbauweise und eine flankierende, 4,50 m lange Fassade in leichter Bauweise. Würde die Holzbalkendecke den Anforderungen an eine Wohnungstrenndecke genügen, wenn

Ihnen für die Fassade ein Prüfzeugnis mit einem bewerteten Schall-Längsdämm-Maß R L,w,R von 55 dB vorläge?

Fassade ein Prüfzeugnis mit einem bewerteten Schall-Längsdämm-Maß R L , w , R von 55 dB

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A

8.3

In

einem einstöckigen Einfamilienhaus in Holzbauweise ist eine Einliegerwohnung geplant. Der

Architekt schlägt die gezeigte Doppelwand (Verzeichnis DIN 4109, Konstruktion 24-7.dwb) als Trennwand zwischen Haupt- und Einliegerwohnung vor. Die beiden Gebäudeteile werden weit- gehend voneinander getrennt: auf den Rohfußboden wird in beiden Gebäudeteilen ein schwim- mender Trockenestrich aufgebracht. Die Räume sind durch Kriechböden von der Dachkonstrukti- on abgesetzt, die Deckenkonstruktionen für die Kriechböden haben untereinander keine Verbin- dung. Die Außenwandkonstruktion besitzt eine Hohlraumdämmung. Berechnen Sie das bewertete Schalldämm-Maß der Trennwand und stellen Sie es den Anforde- rungen für Wohnungstrennwände gegenüber. Gehen Sie dabei von einer trennenden Bauteilflä- che von 4,30 x 2,70 m aus. Wie muss die Außenwand beschaffen sein, wenn die Anforderungen an Wohnungstrennwände erfüllt werden sollen.

Anforderungen an Wohnungstrennwände erfüllt werden sollen. A 8.4 In einem Hochhaus in Stahlskelettbauweise

A

8.4

In

einem Hochhaus in Stahlskelettbauweise sollen Büroräume eingerichtet werden. Die Büro-

trennwände und die Flurwände sollen laut Ausschreibung ein Schalldämm-Maß von mindestens 50 dB gewährleisten. Konstruieren Sie die dargestellte, doppelt beplankte Ständerwand und untersuchen Sie ihre Eig- nung im vorliegenden Fall. Die Geschosse des Gebäudes sind 3,70 m hoch, die Zwischendecken aus 20 cm Stb + 4 cm Verbundestrich (ca. 550kg/qm). Die Büroräume sind 4,50 m tief und erhalten eine abgehängte Deckenkonstruktion aus gelochten Blechpaneelen mit Dämmstoffauflage. Die Fassade besteht aus einer Stahl-Glaskonstruktion. Die Flurwand wird in der Bauart der Trennwand ausgeführt.

Die Fassade besteht aus einer Stahl-Glaskonstruktion. Die Flurwand wird in der Bauart der Trennwand ausgeführt. Seite

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A 8.5

Konstruieren Sie die Zwischendecke (sh. A 8.4). Berechnen Sie das Luft- und das Trittschall- dämm-Maß. Berücksichtigen Sie dabei jeweils für einen typischen 16 qm-Büroraum als flankie- rende Bauteile 13 m leichte Trennwände und 4,5 m Stahl-Glas-Fassade. Stellen Sie die berech- neten Werte den Empfehlungen für einen normalen / erhöhten Schallschutz in Büro- und Verwal- tungsgebäuden gegenüber. Welche Maßnahmen schlagen Sie vor um den Luftschallschutz der Deckenkonstruktion zu ver-

bessern?

den Luftschallschutz der Deckenkonstruktion zu ver- bessern? A 8.6 Die dargestellte Konstruktion finden Sie in der

A 8.6

Die dargestellte Konstruktion finden Sie in der Bauteildatenbank - Außenwände Holzbau. Führen Sie den Nachweis zum Schutz gegen Außenlärm unter den folgenden Randbedingungen:

- Lärmpegelbereich III

- Außenwandfläche = 5*2,70 = 13,5 qm

- enthält 2 Fenster 1,21 x 1,56 m und eine Außentür 1,01 x 2,135 m

- Wohnraum, Raumtiefe 4 m, Fläche 20 qm

Bestimmen Sie das bewertete Schalldämm-Maß nach Tab.37-2. Wäre es auch möglich, nach Tab.37-4 zu bemessen? Welches Schalldämm-Maß müssen die Fenster aufweisen. Führen Sie den gleichen Nachweis für den Lärmpegelbereich IV.

Schalldämm-Maß müssen die Fenster aufweisen. Führen Sie den gleichen Nachweis für den Lärmpegelbereich IV. Seite 24

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A 9

Brandschutz im Massivbau

A 9.1

Die gezeigte Geschossdecke befindet sich bereits in Ihrem Arbeitsverzeichnis. Führen Sie den Brandschutznachweis für eine Wohnungstrenndecke in Gebäuden mit mehr als 5 Vollgeschossen im Land Berlin (F-90 AB). Bestimmen Sie die Mindestplattendicke, die Estrichdi- cke und die Mindestachsabstände der Bewehrung , wenn es sich um eine durchlaufende, 1achsig gespannte Deckenkonstruktion handelt. Welche Fußnote müssten Sie berücksichtigen, wenn anstelle der MF-Trittschalldämmplatte ein Polystyrol-Produkt verwendet wird?

ein Polystyrol-Produkt verwendet wird? A 9.2 Konstruieren Sie die gezeigte Wand aus

A 9.2

Konstruieren Sie die gezeigte Wand aus Leichthochlochziegeln der Rohdichte 1000 mit beidseitig 1,5 cm Gipsputz. Prüfen Sie die Eignung der Konstruktion als tragende Wohnungstrennwand (100% Ausnutzung)

in einem Gebäude bis 22 m Höhe. Verwenden Sie die Musterbauordnung.

Überprüfen Sie parallel die schalltechnische Tauglichkeit als Wohnungstrennwand (flankierende Bauteile im Mittel 300 kg/m²).

parallel die schalltechnische Tauglichkeit als Wohnungstrennwand (flankierende Bauteile im Mittel 300 kg/m²). Seite 25

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A 9.3

Die dargestellte Trennwand aus Pbn der Rohdichte 800 sei eine tragende Wand (100% Ausnut- zung) mit Öffnungen. Überprüfen Sie ihre Tauglichkeit für die Brandschutz-Klassifizierung F 90. Bemessen Sie einen Porenbeton-Sturz für eine Türöffnung von 1,12 m Breite. Verwenden Sie alternativ einen Stahlsturz IPB 200.

m Breite. Verwenden Sie alternativ einen Stahlsturz IPB 200. A 9.4 Geben Sie die dargestellte Wand

A 9.4

Geben Sie die dargestellte Wand aus Kalksandsteinen der Rohdichteklasse 1,4 ein. Welche Mindestwanddicke ist für die Klassifizierung „Brandwand“ erforderlich? Sind Öffnungen in Brandwänden zulässig? Ermitteln Sie (zusätzlich) die Anforderung für eine Tür in der Brandwand und bemessen Sie einen geeigneten Flachsturz.

Sie (zusätzlich) die Anforderung für eine Tür in der Brandwand und bemessen Sie einen geeigneten Flachsturz.

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A 9.5

Konstruieren Sie die gezeigte Stahlsteindecke. Führen Sie den Brandschutznachweis für eine Kellerdecke in Brandenburg in Gebäuden bis 7m Höhe.

Berechnen Sie parallel das Luftschalldämm-Maß bei Vernachlässigung der flankierenden Bautei-

le (ca. 300 kg/m²) und überprüfen Sie den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108.

und überprüfen Sie den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108. A 9.6 Konstruieren Sie die dargestellte Decke aus

A 9.6

Konstruieren Sie die dargestellte Decke aus Stb-Hohldielen und führen Sie eine Bemessung für die Brandschutzklasse F 90 durch.

die dargestellte Decke aus Stb-Hohldielen und führen Sie eine Bemessung für die Brandschutzklasse F 90 durch.

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A 10

Brandschutz im Holz- und Skelettbau

A 10.1

Konstruieren Sie die dargestellte Sichtbalkendecke. Verwenden Sie dazu eine Nische (sh. Bau- stoffdatenbank - Luftschichten). Bemessen Sie die Decke und die Sichtbalken für die Klassifizierung F 30-B.

Decke und die Sichtbalken für die Klassifizierung F 30-B. A 10.2 Die dargestellte Dachkonstruktion finden Sie

A 10.2

Die dargestellte Dachkonstruktion finden Sie in der Bauteildatenbank - Steildächer. Überprüfen Sie die Eignung der Konstruktion für eine Reihenhaussiedlung in Holzbauweise. Wie muss die innere Verkleidung ausgeführt werden, wenn man die Klassifizierung F 30-B errei- chen möchte?

Wie muss die innere Verkleidung ausgeführt werden, wenn man die Klassifizierung F 30-B errei- chen möchte?

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A 10.3

Beurteilen Sie die brandschutztechnischen Qualitäten der dargestellten Gipskarton-Ständerwand. Stellen Sie die Brandschutzklassifizierung fest, wenn

a) Gk-Bauplatten und

b) Gk-Feuerschutzplatten

als Beplankung verwendet werden.

Ist es möglich, mit einer ähnlichen Konstruktion die F 90-Klassifizierung zu erreichen? Wie müss-

te die Ständerwand dazu dimensioniert werden?

Wie müss- te die Ständerwand dazu dimensioniert werden? A 10.4 Die dargestellte Stahlträgerdecke erhält aus

A 10.4

Die dargestellte Stahlträgerdecke erhält aus Gründen des Brandschutzes eine Drahtputzdecke als Unterdecke. Wie muss die Drahtputzdecke für die Brandschutzklassifizierungen F 30 und F 90 ausgeführt werden? Wie müsste alternativ eine Gk-Unterdecke ausgeführt werden?

F 30 und F 90 ausgeführt werden? Wie müsste alternativ eine Gk-Unterdecke ausgeführt werden? Seite 29

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A 11

Wärmeschutverordnung 1995

A 11.1 Bürohaus Führen Sie den WVO-Nachweis für das skizzierte, viergeschossige Bürogebäude. Gehen Sie da- bei wie folgt vor:

Richten Sie ein neues Projektverzeichnis mit dem Namen Bürohaus-2 ein. Verwenden Sie für die Hüllflächen die folgenden Bauteile aus der Bauteildatenbank:

Bauteil

---------------------------------------------------------------

Umkehrdach Hlz-WDV Fenster kF 1,3 Fenster kF 1,6 DeckeZurTG Kellerboden KellerWandzumTRH

Bauteildatenbank

Flachdächer Aussenwände Massivbau Fenster Fenster Geschossdecken Geschossdecken Trennwände

Fenster Fenster Geschossdecken Geschossdecken Trennwände Modifizieren Sie die Außenwand Hlz-WDV in eine Konstruktion

Modifizieren Sie die Außenwand Hlz-WDV in eine Konstruktion mit 60mm Wärmedämmung 040. Erstellen Sie eine Hüllflächentabelle mit folgenden Elementen

1 Dachfläche,

2 Süd- und 2 Ostfassaden,

1 Nord- und 1 Westfassade,

2 Gebäudegrundflächen (Kellerdecke und Fußboden Treppenraum) sowie

1 Trennwand (Trennwände zum Keller / zur TG).

Wählen Sie die strukturierte Zusammenstellung. Gehen Sie die Hüllflä- chentabelle (Tabelle „Zusammenstellung der wärmeübertragenden Umfassungsflächen“) durch und wählen Sie die benötigten Bauteile aus. Wählen Sie für die Fenster die Konstruktion „Fenster kF 1,6“. Fü- gen Sie in Zeile 5 eine Hüllfläche für den verglasten Eingangsbereich ein.

Erzeugen Sie ein Rechenblatt zur WVO-Berechnung und berechnen Sie die Dach-, Fassaden- und Grundflächen. Benutzen Sie dazu die automatisierte Flächenberechnung. Berücksichtigen Sie Fenster mit den Standardabmessungen 0,98 x 1,49 m

- an den Südfassaden 70 + 40 Stück,

- an den Ostfassaden 50 + 35 Stück,

- an den Westfassaden 75

- und an der Nordfassade 100 Stück. An der größeren Südfassade befindet sich außerdem der verglaste Eingangsbereich mit Roh- bauabmessungen von 5,13 x 2,13 m.

Das beheizte Treppenhaus reicht bis in das (unbeheizte) KG. Nehmen Sie die Grundrissabmes- sungen für das Treppenhaus mit 4,60 x 3,10 m an und die Geschosshöhe des KG mit 2,70 m.

Überprüfen Sie die solaren Wärmegewinne und berechnen Sie den Jahres-Heizwärmebedarf (keine Lüftungsanlage, Luftwechselrate 0.8). Kontrollieren Sie die Tabelle „Heizwärmebilanz“ und die Wärmebilanzgrafik.

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A 11.2 Einfamilienhaus

KERN ingenieurkonzepte A 11.2 Einfamilienhaus Führen Sie den Nachweis der Begrenzung des

Führen Sie den Nachweis der Begrenzung des Jahres-Heizwärmebedarfs für das dargestellte Einfamilienhaus. Der Kubus erhält eine Putzfassade, die Giebel bestehen aus einer Holzkonstruktion. Die Bauteilquerschnitte für die Außenwände, das Dach und die Gebäudegrundfläche (das Gebäude ist nicht unterkellert) finden Sie in der Bauteildatenbank, Querschnitte „Außenwand“,

„AussenwandHolz1“,

„DachNeubau“, „Fenster kF 1,4“, „Aussentür, Holz1“ und „FussbodenAufBetonplatte“.

Aufgrund der verschieden konstruierten Außenwände benötigen Sie für die nord- und südorien- tierten Fassaden jeweils zwei Hüllflächen. Für die Flächenberechnung können Sie die automatisierte Flächenberechnung einsetzen. Geben Sie die unterschiedlichen Fenster manuell ein (Fensterliste sh. unten). Berücksichtigen Sie, dass an die Fassadenfläche West ein Wintergarten mit Einfachverglasung angebaut wird.

Welche Bedingungen müssten für ein „Niedrigenergiehaus“ erfüllt werden? Erstellen Sie den Wärmebedarfsausweis. Führen Sie alternativ einen Nachweis nach dem vereinfachten Verfahren (Bauteilverfahren).

Fassade

Fenster

Tür

Nord

1,10*1,55 + 2*0,80*0,80

1,23*2,13

West

1,10*1,30 + 1,20*1,50 + 5*0,80*1,50

1,01*2,40

Süd

2*1,10*1,80 + 1,10*1,50 + 2,30*2,60 + 1,00*2,60

Ost

1,60*2,60 + 0,80*2,60 + 0,80*2,30 + 2*1,60*1,60

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A 12

Energieeinsparverordnung EnEV

A 12.1

ingenieurkonzepte A 12 Energieeinsparverordnung EnEV A 12.1 Laden Sie das unter 11.1 berechnete Bürogebäude in den

Laden Sie das unter 11.1 berechnete Bürogebäude in den Arbeitsspeicher. Führen Sie die Berechnung des Heiz- energiebedarfs nach der Energieeinsparverordnung mit folgenden Randbedingungen durch:

- Gebäudestandort Köln,

- pauschale U-Wert-Korrektur für Wärmebrücken

0.5,

- freie Lüftung ohne Lüftungsanlage, Gebäude mit Dichtheitsprüfung,

- interne Gewinne pauschal, wochendurchschnittli- che Nutzungszeit des Bürogebäudes 10 Stun- den/Tag,

- Verbauung an der Westfassade mit einem Hori- zontwinkel von 30°,

- wirksame Wärmespeicherfähigkeit pauschal für massive Gebäude,

- Warmwasserbereitung pauschal

A 12.2

Berechnen Sie für die Decke zur Tiefgarage des Bürogebäudes einen Leitwert zum Erdreich. Die Außenwände und die Bodenplatte der TG sind dabei mit 24 cm ungedämmtem Stahlbeton anzu- nehmen. Vergleichen und diskutieren Sie die Ergebnisse.

A 12.3

Welche Bedingungen müssen erfüllt werden, wenn der pauschale Zuschlag für Wärmebrücken nicht angesetzt werden soll. Welche Gebäudebereiche (Wärmebrücken) sind wärmetechnisch re- levant. Berechnen Sie den Wärmebrückenverlustkoeffizient für den Geschossdeckenanschluss mit 4cm stirnseitiger Dämmung MF 040.

eckenanschluss mit 4cm stirnseitiger Dämmung MF 040. A 12.4 Führen Sie den EnEV-Nachweis für das kleine

A 12.4

Führen Sie den EnEV-Nachweis für das kleine Wohngebäude aus A 11.2.

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A 13

Heizkosten + Wirtschaftlichkeit

Dieser Abschnitt befindet sich zur Zeit in Überarbeitung.

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A 14

Drucken

A 14.1

Schalten Sie auf die Seite „Bauteil“ und erstellen Sie die Druckvorschau für das angezeigte Berechnungsblatt (ohne Kontrollgrafik). Schließen Sie die Druckvorschau und ändern Sie auf der Seite „Dienste“ die Angaben für Kopf- und Fußzeilen. Laden Sie ein anderes Logo und schalten Sie die Druckoptionen „Kopftext dru- cken“ und „Logo drucken“ ein. Erstellen Sie die Druckvorschau für das Bauteilformular erneut. Schließen Sie die Druckvorschau und wählen Sie die Druckoption „Berechnungsblatt mit Kon- trollgrafik drucken“. Ändern Sie in der Druckvorschau die Position und Größe der angezeigten Kontrollgrafik.

A 14.2

Erstellen Sie eine Ablageliste für das bearbeitete Gebäude. Fügen Sie an erster Position das Deckblatt (Seite Projekt) in die Liste ein. Ergänzen Sie die Liste mit einem Berechnungsblatt zum Schallschutz eines verwendeten Bau- teils. Erstellen Sie die Druckvorschau für das ergänzte Projekt mit Kontrollgrafiken.

A 14.3

Erstellen Sie aus der unter 14.2 verwendeten Liste eine Ablagedatei. Übergeben Sie die Ablage- datei an die im System installierte Textverarbeitung. Wie kann eine andere Textverarbeitung verwendet werden. Wie kann man Grafiken in den expor- tierten Text einbinden. Können übergebene Berechnungen nach Änderungen automatisch aktualisiert werden? Erstellen Sie aus der Liste eine „Datei für BauText“.

A 14.4

Öffnen Sie das Grafikfenster und geben Sie die angezeigte Grafik auf dem Drucker aus. Die Grafik wird in der Voreinstellung „gezeichnet“, d.h. vektoriell zum Drucker übertragen. Drü- cken Sie den Schalter „zeichnen“ und wiederholen Sie den Druckvorgang. Verändern Sie die Größe des Grafikfensters und wiederholen Sie den Druckvorgang. Was unterscheidet die Ausgabearten „zeichnen“ und „kopieren“?

A 14.5

Nehmen Sie die angezeigte Querschnittsgrafik in die Druckjobliste auf. Schalten Sie auf die Gra- fikseite „Glaser“ um und speichern Sie das Glaserdiagramm an zweiter Position der Druckjobliste. Geben Sie nun beide Grafiken zusammen (übereinander) aus. Verwenden Sie dazu die Druckop- tion „zeichnen“.

A 14.6

Geben Sie verschiedene Möglichkeiten an, Grafiken zur späteren Verwendung in anderen Pro-

grammen zwischenzuspeichern. Wie kann man die Auflösung beim Export von Grafiken verbessern? Wie stellt man die Größe von Grafiken ein, die in andere Programme exportiert werden?

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L) Lösungen

L 0

Arbeitsverzeichnis „Seminar“ einrichten: Schlagen Sie die Seite „Projekt“ auf (erste Lasche anklicken). Wählen Sie den Bildschalter „neu“ und geben Sie die Projektbezeichnung „Seminar“ ein. Bestätigen Sie das Arbeitsverzeichnis. Geben Sie einen Projekt-Titel ein und bestätigen Sie das Speichern der Projektdatei.

L 1.1

Auf der Seite „Bauteil“ den Bedienschalter „neu“ wählen und Bezeichnung für das neue Bauteil eingeben (keine Bezeich-

nung = Bezeichnung „nicht benannt“). Der Baustoffassistent wird aufgerufen, links die Baustoffe aus der Baustoffdaten- bank, Baustoffgruppen, Untergruppen, Auswahlliste. Gruppe

„Putz-Estrich“ und Untergruppe „Gipsputze“ wählen, „Gips- putz“ in der Auswahlliste markieren und per Doppelklick oder mit dem Übernahmeschalter „>Schicht“ im Parameterfenster

in die Liste „Bauteil von innen“ aufnehmen. Vorgang für alle

Schichten wiederholen („LHLz W 900“ finden Sie in der Baustoffgruppe „Mauerwerk-Mz DIN 105“, „Heratekta-M 035“

in der Gruppe „Dämmstoffe, Mehrschicht-Lbpl“). Kurzwahl:

Gruppe „Dämmstoffe“ wählen und „Hera“ in das Feld „Kurz- wahl“ eintippen verkürzt die Baustoffsuche. Baustoffassistent am Ende schließen. Schichtdicken überprüfen und ggf.

ändern (Angabe in der Spalte „s [cm]“ in der Querschnittsta- belle anklicken und ändern), Bauteiltyp „Außenwand“ über- prüfen und bei Bedarf ändern (Außenwand anklicken und aussuchen). Anmerkung: Der Bedienschalter „neu“ ist jeweils der Aus- gangspunkt für neue Berechnungen, neue Bauteile, neue Projekte und neue WVO-Berechnungen.

L 1.2

Wählen Sie auf der Seite Bauteil „neu“ und geben Sie die Schichtenfolge für den Gefachquerschnitt wie unter L 1.1 beschrieben ein. Betätigen Sie den Schalter / Schriftzug „einfach / zusammengesetzt“ über der Liste und bestätigen Sie, dass ein zusammengesetzter Querschnitt konstruiert werden soll. Die bereits eingegebene Schichtenfolge wird auch für den Rahmenbereich übernommen. Bringen Sie den Schalter „Gefach von innen“ in den Zustand „Rahmen von innen“. Setzen Sie die Markierung in der Liste auf die Positi- on „Pavatherm-Holzfaserdämmplatte“ (diese Schicht soll durch einen Holzrahmen ersetzt werden). Wählen Sie den Baustoff „Holz“ aus und überschreiben Sie die Holzfaser-

dämmplatte. Schließen Sie den Baustoffassistenten und ändern Sie in der Tabelle „Zusammengesetztes Bauteil“ die Dicke des Holzrahmens auf 16 cm (wie Dämmschicht).

Legen Sie in der Eingabezeile über der Tabelle „zusammen- gesetztes Bauteil“ die Rahmenbreite mit 16 cm und den Achsabstand mit 80 cm fest. Klicken Sie auf die Kontrollgra- fik und ändern Sie in dem nun aufgerufenen Grafikfenster den Abbildungs-Maßstab (Bildschalter „Maßstab“) bis zwei Rahmen dargestellt werden. Anmerkung: Die Option „Zusammengesetztes Bauteil“ kann

in den Formularoptionen zum Bauteilformular (Bedienschal-

ter „Optionen“) zu- und abgeschaltet werden. Dort befindet sich auch ein Schalter, der die Schichtenfolge des Rahmen- querschnitts aus dem Gefachquerschnitt übernimmt (kopiert). Natürlich kann die Schichtenfolge des Rahmens auch Schicht für Schicht aufgebaut werden.

L 1.3

Rufen Sie den Baustoffassistenten über die Zeilennummerie- rung der Querschnittstabelle oder das Kontextmenü (rechte Maustaste) auf. Setzen Sie die Markierung in der Tabelle „Gefach von innen“ auf die Schicht „Holzweichfaserplatte“,

Seite 35

wählen Sie den Dämmstoff „PS 20 SE 040“ und überschrei- ben Sie die Baustoffschicht. Durch Klick auf „Gefach von innen“ kann zum Rahmenquerschnitt umgeschaltet und die Dämmstoffschicht im Rahmenbereich analog ersetzt werden (PS 20 SE 040 befindet sich noch im Parameterfenster, übernehmen mit >Schicht). Schließen Sie den Baustoffassi- tenten und korrigieren Sie die Schichtdicke für „PS 20 SE40“ im Bauteil- und Rahmenquerschnitt (Spalte „s [cm]“) auf 8 cm

einstellen. Farbe und Textur ändern: Klicken Sie auf die angezeigte Kontrollgrafik, - das Grafikfenster wird geöffnet. Öffnen Sie das Einstellungsfenster „Pinsel und Stifte“. Markieren Sie in der angezeigten Pinselliste den Eintrag „PS 20 SE 040“. Klicken Sie auf die Farbfläche „Füllfarbe“ und wählen Sie eine hellblaue Farbe aus. OK setzt die neue Flächenfarbe. Stellen Sie anschließend den Wippschalter „Besonderes“ von „6“ auf den Wert „3“. Die Änderung des Layouts für „PS 20 SE 040“ wirkt sich auf alle Baustoffschichten mit der selben Musternummer (in diesem Fall Nr. 55, gilt für PS Hartschaum, Extruderschaum und PUR) aus. Die Änderung

gilt für eine Arbeitssitzung. Benutzen Sie den Schalter „ Standard speichern“ (blaue Diskette), wenn die Änderung dauerhaft erhalten bleiben soll. Anmerkung: Die grafische Darstellung der Baustoffe wird über die Musternummern gesteuert. Jede Musterdefinition hat 5 Komponenten (Füllfarbe, Rahmenfarbe, Füllmuster, Rahmenbreite und Besonderes).

als

L

1.4

In

das Feld „Kurzwahl“ im Baustoffassistenten kann man die

ersten Buchstaben einer Baustoff- oder Produktbezeichnung eingeben. DÄMMWERK durchsucht daraufhin die gerade gewählte Baustoffgruppe (Hauptgruppe) der Baustoffdaten- bank nach einem passenden Eintrag und setzt die Auswahl- markierung darauf. Die Suche beginnt nach dem 3. Buchsta- ben, weitere Buchstaben konkretisieren den Suchwunsch.

L 1.5

Unter der Baustoffliste im Baustoffassistenten befindet sich

ein kleineres Fenster, in dem Produktinformationen (genaue-

re Angaben zu Produkten und Herstellern, Kontaktadressen

usw.) angezeigt werden können. Im Infofenster ist zunächst die Überschrift zu der gewählten Baustoffhauptgruppe ange- zeigt. Mit dem Verschiebebalken am Fensterrand kann man durch den Text blättern. Durch Klick auf ein angezeigtes Produktlogo oder den Schalter „Produktinfo“ startet man die automatische Suche nach Produktinformationen. DÄMMWERK sucht nach der nächsten Produktinformation, die den ersten Bestandteil des markierten Baustoffs enthält, z.B. nach „Mineralfaser“, wenn in der Baustoffliste der Bau- stoff „Mineralfaser 035“ markiert ist.

L 1.6

Wählen Sie die Baustoffgruppe „Dämmstoffe“ und die Unter-

gruppe „Faserdämmstoffe“ und markieren Sie in der Bau- stoffliste die Position, die Ihr neuer Baustoff einnehmen soll. Klicken Sie im Parameterfenster auf die blau gesetzten Parameterangaben. Ändern / bestätigen Sie die angezeigten Werte. Benutzen Sie schließlich den Bildschalter „Baustoff hinzufügen“. DÄMMWERK fügt den Baustoff in die Baustoff- datenbank ein und zeigt die Änderung am Bildschirm an. Mit dem Schalter „Baustoff löschen“ kann die Ergänzung wieder rückgängig gemacht werden. Bei nicht homogenen Baustoffen (Verbundbaustoffe, profilier-

te Bauteilschichten) besteht kein linearer Zusammenhang

zwischen Schichtdicke und Wärmedurchlasswiderstand. Die Baustoffparameter gelten nur für eine bestimmte Schichtdi- cke. In diesem Fall muss anstelle des Raumgewichts ein Flächengewicht, anstelle der Wärmeleitfähigkeit ein Wärme- durchlasswiderstand und anstelle der Diffusionswiderstands- zahl eine diffusionsäquivalente Luftschichtdicke angegeben

DÄMMWERK 5.0 Seminarunterlagen

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werden. Brechen Sie dazu jeweils die ersten Parameter-Ein- gabemasken ab - die alternative Einheit wird vorgeschlagen.

L 1.7

Der Baustoffassistenten wird beim Konstruieren eines neuen

Bauteils (Schalter „neu“

später über die Zeilennummerierung der Querschnittstabel- len, über das Kontextmenü (rechte Maustaste) oder das Hauptmenü „Formulare“ erneut eingeblendet werden (Hauptmenü zuschalten auf der Seite „Dienste“). Zusätzliche Baustoffschichten können im Baustoffassistenten eingefügt und gelöscht werden: Position in der Tabelle „Bau- teil von innen“ markieren und Tasten „Entf“ bzw. „Einfg“. Alternativ enthält das Menü zur Zeilennummerierung der Querschnittstabellen Menüpunkte zum Einfügen und Entfer- nen von Schichten. Zusätzliche Baustoffe können im Baustoffassistenten in die Baustoffdatenbank eingefügt bzw. aus ihr gelöscht werden (sh. L 1.6). Die Baustoffdatenbank ist die Textdatei „AUSWAHL2.DAT“, die auch im DÄMMWERK-Diensteditor (Seite „Dienste“), mit beliebigen Textverarbeitungen oder auch „Excel“ bearbeitet werden kann.

) automatisch aufgerufen. Er kann

L 1.8

Baustoffe, die aus der Baustoffdatenbank eingelesen wer-

den, sind mit allen Parametern versehen. Die meisten Para- meter kann man auch von Hand eingeben, jedoch nicht alle. Manuell eingegebene Baustoffe verfügen z.B. über keinen Baustofftyp/ Musternummer und können nicht typisch darge- stellt werden. DÄMMWERK-Analysen zur Baustoff- und Querschnittserkennung (Umkehrdächer, Feuchtezunahme

) benötigen die

von Holz, akustische Schwingungssysteme Baustofftypen.

L 2.1

Den Umschalter zum Berechnen von k-Werten oder U-

W erten finden Sie in den Formularoptionen (Bildschalter

„Optionen“). Wenn „Berechnungen nach EN ISO 6946“ eingeschaltet ist, berechnet DÄMMWERK U-Werte.

U-Wert nach EN ISO 6946 = 0.26 W/m²K mit Bauteiltyp EN ISO Außenwand, Luftschicht 0.11 (vertikal, schwach belüf- tet), Vormauerschale mit 0.15 berücksichtigt, Rsi 0.13, Rse

0.04.

k-Wert nach DIN 4108 = 0.28 W/m²K: Bauteiltyp Außenwand hinterlüftet, Luftschicht und Vormauerschale nicht berück-

sichtigt, Übergangswiderstände ai / aa mit 0.13 / 0.08 m²K/W.

L 2.2

„Berechnung nach EN ISO 6946“ aktivieren, Formularoption „Wärmeübergangswiderstände berechnen“ zuschalten und die Art des Übergangswiderstands durch Klick auf den Schriftzug „Wärmestrom“ bzw. „Windgeschwindigkeit“ aus- wählen. Bei Außenbauteilen wird die Windgeschwindigkeit in [m/s] eingegeben. Den Emissionsgrad wählen Sie im Feld „e“. Der äußere Wärmeübergangswiderstand Rse bei Wind- geschwindigkeiten 2 / 4 / 6 m/s = 0.06 / 0.04 / 0.03 m²K/W. Der Übergangswiderstand nimmt mit steigender Windge- schwindigkeit ab (erhöhte Konvektionsverluste). Die Tempe- ratur der äußeren Bauteiloberfläche kann aus der Tabelle auf der Seite „Feuchteschutz“ abgelesen werden. Oberflächenrauhigkeiten bzw. Profilierungen der äußeren Bauteiloberfläche erhöhen die Konvektionsverluste. Dies wird mit dem Faktor Ap/A berücksichtigt, der das Verhältnis der ausgefalteten / glattgebügelten Oberfläche zu ihrer An- sicht wiedergibt. Mit 30% größerer Oberfläche = Ap/A = 1.3 erhält man bei 4 m/s Rse = 0.05 m²K/W. Rsi (der innere Wärmeübergangswiderstand) berechnet für eine Decke zum Dachraum (Auswahl Wärmestrom aufwärts) mit 0.10, für eine Decke zum Keller (Wärmestrom abwärts) mit 0.17 und für ein Wandbauteil (Wärmestrom horizontal)

mit 0.13 m²K/W (entspricht den Tabellenwerten). Wärmeübergangswiderstände setzen sich aus den Bestand- teilen Konvektion (Abkühlung durch Luftbewegung) und Strahlung (Wärmeabstrahlung in den Raum) zusammen. Der Konvektionsanteil ist bei Rse wesentlich höher als der Strah- lungsanteil. Der Konvektionsanteil bei Rsi ist von der Wärmestromrich- tung abhängig. Der Strahlungsanteil differiert relativ wenig. Rsi und Rse müssen „bei nichtebenen Oberflächen und speziellen Randbedingungen“ (sh. EN ISO 6946, 5.2) explizit bestimmt werden. Die Übergangswiderstände für Dachde- cken sind ai / aa = 0.13 / 0.04 m²K/W nach DIN 4108 und 0.10 / 0.04 m²K/W nach DIN EN ISO 6946. Sie werden mit der Auswahl der entsprechenden Bauteiltypen eingelesen / festgelegt.

L 2.3

Kopieren Sie den Querschnitt „Dach Altbau“ in Ihr Arbeits- verzeichnis „Seminar2000“: Bauteilübersicht aufrufen, mit dem Bildschalter „Bauteildatenbank“ die Bauteildatenbank und dann das Verzeichnis Steildächer öffnen, Querschnitt in der Liste auswählen und / oder anklicken. Übernahme bes- tätigen. „Dach Altbau“ sollte nun angezeigt werden. Formularoption „Luftschicht berechnen“ zuschalten, Luft- schicht „nach oben“ der Dicke 2,5 cm (= Dicke der Traglat-

tung) einstellen. Emissionsgrade e 1 /e 2 (beide an der

Strahlung beteiligte Oberflächen) mit 0.9 annehmen und die Grenzschichttemperatur mit ca. 18.3 °C mitteln. Es ergibt sich ein Rg von 0.15 m²K/W. Eine alukaschierte Zwischen- sparrendämmung kann mit einem abweichenden Emissions- grad angenommen werden. Der korrekte Wert ist nicht be- kannt, muss aber im Bereich zwischen 0.9 (Baustoffe allge- mein) und 0.05 (Aluminium blank) angesiedelt sein. Ein

manuell eingegebener Wert von e 2

Wert von 0.22 m²K/W, e 2

Die Traglattung hat keinen Einfluss auf die Berechnung. Der Wärmedurchlasswiderstand Rg würde als Luftraum berech- net, wenn eine Lattung oder andere Einbauten die Schicht in Zellen unterteilt, deren Länge und Breite kleiner als das Zehnfache ihrer Dicke ist.

= 0.5 ergibt einen Rg-

= 0.05 ergibt 0.45 m²K/W.

L 2.4

Das EN ISO-Verfahren zur Berechnung der U-Werte zu- sammengesetzter Bauteile basiert auf einem arithmetischem Mittel zwischen „oberem und unterem Grenzwert“. Der obere Grenzwert ist dabei der Wärmedurchgangskoeffizient nach DIN 4108 (k-Werte für Gefach und Rahmen flächenanteilig gewichtet). Für den unteren Grenzwert schneidet man zu- sätzlich das Bauteil gedanklich in oberflächenparallele (An- nahme isotherme) Scheiben, berechnet den mittleren Wär- medurchlasswiderstand für jede Scheibe und addiert die Werte.

Nach EN ISO berechnet man den Wärmedurchgangskoeffi- zient U c = 0,234 + 0,008 = 0,24 W/m 2 K, nach DIN 4108 den

k-Wert = 0,23 W/m 2 K. Die Uc-Korrektur 0.008 berücksichtigt dabei Luftspalte in der Dämmschicht, von denen bei einlagi- ger Zwischensparrendämmung auszugehen ist. Für dir Korrektur bitte auf den Schriftzug „Wärmedurchgangskoeffi- zient“ klicken und aus dem Menü 57 auswählen.

L 2.5

Bauteilkonstruktion: Verwenden Sie für die Gefälledämmung den Baustoff „PS 20 SE 040“, ändern Sie die Schichtdicke in 2 cm und setzen Sie den Wärmedurchlasswiderstand auf 0 (Dämmkeil wird gesondert berechnet). Wählen Sie für die Wurzelschutzbahn z.B. eine Folie „PVC weich“ und ändern Sie die Baustoffbezeichnung in „Wurzelschutzbahn“. Die Dachbegrünung finden Sie unter „Konstruktives“ in der Bau- stoffdatenbank. Stellen Sie den Bauteiltyp „Dachdecke“ ein und korrigieren Sie die Lage des Querschnitts im Grafikfens- ter (mit der Maus schieben). Um die Gefälledämmschicht zu

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berücksichtigen, schalten Sie bitte die Formularoption „Gefäl- ledämmschicht berechnen“ ein. Geben Sie die Schicht mit der Nr. 5 als die Gefälledämmschicht mit einer größten Dicke von 6 cm an. Geben Sie nun eine Bezeichnung für den ersten Dämmstoffkeil ein, z.B. „gleiche Keile“ und wählen Sie die Keilform „Dreieck-Keil zur Kehle“. Der Dachgrundriss wird gedanklich in vier Dreiecke geteilt, die sich zum Schnittpunkt der Diagonalen (Dachablauf) hin neigen, bzw. dort auf 0 auslaufen. Geben Sie als Keilfläche z.B. 1 ein. Die Größe der Teilflächen spielt keine Rolle, wenn alle Teilflächen die selbe Keilform besitzen. Mit dem Dämmstoffkeil erhält man einen U-Wert von 0.23 W/m²K (ohne Keil 0.30).

L 2.6

Wärmedurchgangskoeffizient U c = 0,354 + 0,036 = 0,39

W/m ² K. Klick auf den blauen Schriftzug „Wärmedurchgangs- koeffizient“ öffnet das Menü 57 „Korrekturen“ (die Formular- option „Berechnung nach EN ISO“ muss zugeschaltet sein). Wählen Sie „mechanische Befestigungsteile - Dämmstoffhal- ter“ aus und geben Sie die Werte ein. Sie erhalten 0,04 Korrektur für Dämmstoffhalter DU f = 5* l f *n f *A f . Befesti-

gungselemente l =60,00 W/mK, 6,0 St/m 2 , 20 mm 2 /St. Für Dämmstoffhalter aus Kunststoff ist keine Korrektur erforder- lich.

L 3.1

Laden Sie den Außenwandquerschnitt „AußenwandHolzta- felbau“ (Bauteilübersicht einblenden und auswählen). Schal- ten Sie die Formularoptionen „Fensterflächen erfassen“ und „Sommerlicher Wärmeschutz“ ein. Geben Sie die Bauteilflä- che der Außenwand des Büroraums an (einschl. Fenster). Geben Sie die Fensterflächen an. Wählen Sie aus der Aus- wahl „Sondergläser“ die Verglasung mit dem kv-W ert von 1,6 aus. Der sommerliche Wärmeschutz muss nach WVO nach- gewiesen werden, da der Fensterflächenanteil über 50% liegt. Mindestens eine innenliegende Jalousie (z-W ert >= 0.5) ist vorzusehen. Nach den Empfehlungen DIN 4108, Teil 2 ist der sommerli- che Wärmeschutz ohne Sonnenschutzvorrichtung, ausge- drückt in dem Wert „g * z * f(F)“, nicht ausreichend. Mit in- nenliegenden Jalousien (zur Auswahl klicken Sie auf die drei Punkte unter „Sommerlicher Wärmeschutz“) genügt der sommerliche Wärmeschutz nach DIN 4108 bei erhöhter Belüftung. Mit außenliegenden Jalousien ergibt sich in jedem Fall ein ausreichender, sommerlicher Wärmeschutz. Eine „erhöhte natürliche Belüftung“ liegt vor, wenn die Fens- ter in der heißen Jahreszeit mindestens 2 Stunden nachts oder morgens geöffnet werden. Davon ist bei Wohngebäu- den auszugehen, nicht aber bei Bürogebäuden. Eine Schwe-

re Innenbauart liegt vor, wenn der Quotient aus der Masse der Innenbauteile (welche Massen hierbei angesetzt werden dürfen sh. DIN 4108, T2, Tab.3, Fußnote 4) und der Außen- wandfläche 600 kg/qm überschreitet. Anmerkung: Die z-Werte für Sonnenschutzvorrichtungen sind in der Vornorm VDIN 4108-6 neu geregelt und werden

in Zukunft mit „Fc“ bezeichnet. Die Menüauswahl enthält

alternativ beide Wertetypen. Das bisher übliche Nachweis- verfahren nach DIN 4108, Teil 2 wird bald durch ein neues Verfahren (mit Sonneneintragskennwerten, sh. A 3.2) ersetzt werden.

L 3.2

Die Berechnungsmethode mit Sonneneintragskennwerten schalten Sie in den Formularoptionen zu. Einige der benötig-

ten Parameter für die Berechnung sind bereits bekannt und

in die Eingabemasken eingetragen. Wenn Sie über den

Schriftzug „Höchstwert“ das Auswahlmenü 118 einblenden, können Sie die Werte mit „Ermitteln“ auf den letzten Stand bringen. DÄMMWERK überprüft dabei z.B. auch die geogra- fischen Festlegungen aus dem EnEV-Formular. Die fehlen- den Angaben müssen Sie noch ergänzen (Auswahlmenüs).

Der untersuchte Raum ist mit innenliegenden Jalousien zulässig. Die Einstellungen „leichte Bauart“ und „erhöhte Nachtlüftung“ (Wohngebäude) neutralisieren sich gegensei- tig. Für leichte Bürogebäude ohne erhöhte Nachtlüftung müssen außenliegende Jalousien vorgesehen werden. Anmerkung: Das Verfahren berechnet zunächst aus dem Anteil der transparenten Flächen und ihrem Energiedurch- lassgrad den vorhandenen Sonneneintragskennwert. Dieser Wert darf einen maximal zulässigen Sonneneintragskenn- wert, der ausgehend von 0.18 im Bonus- / Malus-Verfahren eingestellt wird, nicht überschreiten.

L 3.3

Bauteilquerschnitt aus der Bauteildatenbank übernehmen sh. l 2.3. Mit der Formularoption „TAV + Phasenverschiebung“ kann die TAV-Berechnung zu- und abgeschaltet werden. Für die spezifischen Wärmekapazitäten (c-Werte) steht das Auswahlmenü 7 zur Verfügung. Die Werte sind normalerwei- se bereits vorbelegt, denn sie werden mit den übrigen Bau- stoffdaten aus der Baustoffdatenbank eingelesen. Für c- Werte kann zwischen den Einheiten [J/kgK] und [Wh/kgK] gewählt werden. Man kann den TAV-Wert für den Gefach- querschnitt oder gleichzeitig parallel für Gefach und Rahmen berechnen (Schriftzug „für das Gefach“ anklicken). Man erhält für den gewählten Querschnitt TAV = 0,0116 ( 1%), Temperaturamplitudendämpfung 1/TAV = 86 Phasen-

verschiebung j = 4,444 rad (17,0 Stunden) TAV Rahmen = 0,0062 ( 1%), Temperaturamplitudendämpfung 1/TAV R =

162 Phasenverschiebung j R = 5,449 rad (20,8 Stunden).

TAV = Verhältnis der außen anliegenden, täglichen Tempe- raturschwankung zur innen ankommenden. TAV = 1% be-

deutet, dass eine äußere Temperaturschwankung von 50 °C innen noch mit 0,5 °C zu spüren ist. Die Phasenverschie- bung ist die Zeit, die die Temperaturwelle durch das Bauteil

benötigt: Die äußere Temperaturspitze kommt nach innen an.

h

L 3.4

Nach dem Ersetzen der Dämmschicht erhält man TAV = 0,0355 ( 4%), Temperaturamplitudendämpfung 1/TAV = 28 Phasenverschiebung j = 2,522 rad ( 9,6 Stunden). Die Werte unterscheiden sich, weil Holzfaserdämmstoffe mehr Masse und eine höhere, spezifische Wärmekapazität besit- zen: c für Holzfaserdämmplatten = 1335 (+ ca 5-10fache Masse), c für Mineralfaserdämmstoffe = 830. Die spezifische Wärmekapazität ist ein Maß für die Wärmemenge (in Joule), die man benötigt, um ein Kilogramm eines Baustoffs um ein Grad Kelvin zu erwärmen. In einem Quadratmeter der dar- gestellten Wandkonstruktion sind alternativ ca. 40 kg Holzfa- serdämmstoff oder 5 kg Mineralfaserdämmstoff enthalten. Außerdem benötigt man bei Holzfasern etwa die doppelte Energie zum Erwärmen (bezogen auf eine Gewichtseinheit).

L 4.1

Laden Sie den Wandquerschnitt aus der Bauteildatenbank und ändern Sie den Dateinamen bei der Übernahme in „Wärmebrücke“. Bringen Sie den Wandquerschnitt in die horizontale Darstellung (Grafikfenster öffnen - Grafik bearbei- ten - Querschnitt drehen). Für die Isothermenbetrachtung muss der Hauptquerschnitt horizontal dargestellt sein. Schließen Sie das Grafikfenster und rufen Sie den Baustoff- assistenten über die Zeilennummerierung der Querschnitts- tabelle auf. Bringen Sie den Schalter „zusammengesetztes Bauteil“ in die gedrückte Stellung und bestätigen Sie „zu- sammengesetzter Querschnitt“. Setzen Sie die Markierung in der Tabelle „Rahmen von innen“ (zuvor umschalten) auf die obere Position und tippen Sie Einfg (= Schicht einfügen). Wählen Sie für die erste Schicht im Rahmenbereich eine „Nische“ (Baustoffgruppe Luftschichten). Ersetzen Sie den Porenbeton durch Stahlbeton, schließen Sie den Baustoffas- sistenten und gleichen Sie die Schichtdicken ab. Wählen Sie die Rahmenbreite 20 cm und einen Achsabstand > 100.

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L 4.2

Benutzen Sie den unter 4.1 verwendeten Querschnitt und fertigen Sie durch Speichern mit dem neuen Namen eine

Kopie an. Öffnen Sie das Grafikfenster und dann das Fenster „Anschlusskonstruktion“ (Bildschalter in der Bedienleiste des Grafikfensters). Wählen Sie „Außenecke“, stellen Sie mit

dem Schalter „Netz

breite ein. Mit dem Markierungskästchen „Netz“ können Sie die Netzgröße und -ausdehnung sichtbar machen. Konstruie- ren Sie die Stb-Stütze und die Dämmstreifen als „Einbautei- le“. Wählen Sie dazu im rechten Teil des Fensters „neu“ und dann den Baustoff „Normalbeton 2400“ aus dem Baustoff- menü. Stellen Sie mit den Wippschaltern „Höhe Einbauteil“ und „Breite Einbauteil“ die gewünschten Abmessungen ein (auch eine Direkteingabe b x h ist möglich). Positionieren Sie die Stb-Stütze wie in der Grafik dargestellt (Wippschalter mit dem roten Rahmen oder schieben mit der Maus). Erzeugen Sie ein weiteres Einbauteil aus dem Baustoff „Mineralfaser 040“. Dimensionieren und positionieren Sie den Dämmstrei- fen wie zuvor beschrieben. Der zweite Dämmstreifen kann als Kopie des ersten erstellt werden: Ersten Dämmstreifen mit der Maus markieren und Bildschalter „duplizieren“.

“ die Maschenweite und die Einfluss-

L 4.3

Kopieren Sie die „Verglasung“ aus dem Verzeichnis „Iso-

thermen“ wie unter L 4.1 beschrieben. Öffnen Sie das Bear- beitungsfenster „Anschlusskonstruktionen“ und stellen Sie

unter „Netz

Mauerwerkspfeiler, Putzschichten und Fensterrahmen sind Einbauteile. Wählen Sie „neu“ und den Baustoff „Mz DIN 105 1600“ (oder ähnlich). Die Dimensionen des Pfeilers können z.B. mit 24 x 24 cm festgelegt werden. Positionieren Sie den Pfeiler. Der Abbildungsmaßstab wird mit den Tasten „ver- größern“ / „verkleinern“ gesteuert. Erzeugen Sie für den Innen- und den Außenputz zwei weitere Einbauteile. Sie werden mit dem Bildschalter „nach unten schicken“ unter den MW-Pfeiler gelegt, so dass alle drei Putzseiten mit einem Einbauteil konstruiert werden können (Überstand = Putz- schicht). Konstruieren Sie den ersten Fensterrahmen auf die gleiche Art und Weise und fertigen Sie dann drei Kopien an (Bildschalter duplizieren).

“ die Maschenweite und Einflussbreiten ein.

L 4.4

Laden und speichern Sie den Wandquerschnitt wie zuvor beschrieben. Öffnen Sie das Einrichtungsfenster „Anschluss- konstruktionen“ und wählen Sie „Fensteranschluss“. Legen Sie die Netzmaschenweite mit 10 und die Einflussbreite mit 80 / 40 fest. Dimensionieren und positionieren Sie den Fens- terrahmen. Über dem Positions-Wippschaltern befinden sich zwei weitere Wippschalter, mit denen die Position der Ver- glasung und der Mauerwerksanschlag verändert werden können. Leibungsputz, Vorlegeband und Dichtstoff werden

als Einbauteil konstruiert.

L 4.5

Kopieren Sie den Querschnitt „27-Alufenster“ in das Arbeits- verzeichnis. Öffnen Sie das Einrichtungsfenster für Bauteil- anschlüsse, wählen Sie „zwei Bauteile“ und legen Sie die „Verglasung“ als Anschlussbauteil fest (auf den Schriftzug „Anschlussbauteil-1“ klicken und „Verglasung“ auswählen). Den Hauptquerschnitt der Anschlusssituation bildet die innen gedämmte Stahlbetonwand. Sie besitzt am rechten Rand einen „Rahmenbereich“, in dem anstelle der Innendämmung eine Nische (Baustoffgruppe Luftschichten) vorgesehen ist. Konstruktionsholz, Dämmstreifen und die Fensterrahmen sind Einbauteile. Beachten Sie, dass die Verglasung bis an den Betonquerschnitt heranreichen muss (geschlossene Temperaturzonen innen - außen). Links von „Anschlussbau- teil-1“ befinden sich zwei Wippschalter, mit denen die Positi- on des Anschlussbauteils eingerichtet werden kann.

L 4.6

Übernehmen Sie den Querschnitt „10-AWSturzundFenster“ aus dem Verzeichnis „Isothermen“ in Ihr Arbeitsverzeichnis. Öffnen Sie das Bearbeitungsfenster „Anschlusskonstruktio- nen“, wählen Sie „drei Bauteile“ und überprüfen / wählen Sie als Anschlussbauteil-1 den Querschnitt „AWMitDämmputz“ und als Anschlussbauteil-2 die „Verglasung“. Markieren Sie mit der Maus den Randstreifen und verschieben Sie ihn an die richtige Position. Markieren Sie die Einbauteile für den Betonsturz samt Dämmung und Verputz und für die Fenster- rahmenprofile gleichzeitig. Halten Sie dazu die Umschalttas- te gedrückt und zeigen Sie mit der Maus auf die Einbauteile. Verschieben Sie die Einbauteile gleichzeitig um einige Netz- maschen nach innen (x-Position Einbauteil). Verschieben Sie anschließend die Verglasung nach innen (Wippschalter „Versprung“ links von Anschlussbauteil-2). Einbauteile können markiert und mit dem Schalter „verstecken“ verbor- gen und wieder sichtbar gemacht werden. „Alle verstecken“ ändert die Sichtbarkeit für alle Einbauteile. Nicht sichtbare Einbauteile bleiben bei der Isothermenberechnung unbe- rücksichtigt (Variantenbetrachtung). „Verlorene“ Einbauteile findet man mit dem Schalter „alle verstecken“ oder durch Blättern mit dem Wippschalter „Einbauteile“ wieder.

L 5.1

Öffnen Sie mit dem Bildschalter „Isothermen“ in der Bedien- leiste des Grafikfensters das Isothermenfenster. Stellen Sie

in der Auswahlliste „keine Isothermen“ einen anderen Wert

ein. Die farbliche Darstellung und die Dichte der Isothermen wird durch die Einstellung der Auswahllisten verändert. Mit

der Liste „keine Farbe, Farbe A1“ usw. stellt man das Be- rechnungsnetz in verschiedener Farbigkeit und Strichstärke dar. Mit High-Color Bildschirmfarben erhalten Sie eine Dar- stellung mit temperaturbezogenem Farbverlauf. Das thermi- sche Netz kann filigran oder massiv deckend über die Quer- “

schnittsgrafik gelegt werden. „Farbe A

les Eingeben der Strichstärke. Die lila Kurve ist die 0°-Kurve, die Temperatur der blaugrü- nen Kurve entspricht der Taupunkttemperatur der Raumluft. Wenn die blaugrüne Kurve der inneren Bauteiloberfläche nahe kommt oder Sie erreicht, besteht Kondensatgefahr (Oberflächenkondensat). Der Temperatur-Ausgangszustand für die Isothermenberechnung wird gesetzt, wenn Sie das Isothermenfenster öffnen oder den Schalter „Ausgangstem- peraturen“ (schwarzes °C) betätigen. Für den Ausgangszu- stand berechnet DÄMMWERK die stationäre Temperaturver- teilung nach DIN 4108. Einbauteile werden mit einer anlie- genden Umgebungstemperatur „geflutet“. Je näher der Temperatur-Ausgangszustand an der späteren Verteilung der Isothermen liegt, desto schneller geht die Isothermenbe- rechnung.

erlaubt ein manuel-

L 5.2

Mit dem Schalter „neu“ starten Sie die Isothermenberech- nung. Eine Abbruchmöglichkeit wird standardmäßig nach je 100 Berechnungsdurchgängen angeboten. Kürzere / längere Berechnungsintervalle sind möglich. Nach dem Ende eines Berechnungsintervalls wird die Grafik neu gezeichnet. Be- schriftungen, Isothermen und thermisches Netz werden aktualisiert, je nach der Einstellung der Darstellungsoptionen. Die Iteration ist abgeschlossen (die Temperaturverteilung stationär) wenn weitere Iterationsschritte keine weiteren Veränderungen bringen. Der Temperaturzustand kann dann gespeichert werden.

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Oberflächentemperatur von 10.2 °C. Die „Wärmebrücke“ verläuft von dem Punkt mit der geringsten Oberflächentem- peratur entlang einer Linie mit dem weitesten Isothermenab- stand nach außen, in diesem Fall von der 12.3°C-Ecke etwas nach rechts und dann nach oben, durch den „Engpass“ zwischen Stirndämmung des Sturzes / Deckenplatte und Innendämmung der Außenwand hindurch.

5.6

Temperatur ändern durch Klick auf die Temperaturangaben oben im Isothermenfenster. (Die Innen- und die Außentem- peratur können alternativ im Feuchteschutzformular auf der Seite Feuchteschutz eingestellt werden.) Die Temperatur der Innenecke sinkt weiter ab auf 8,6°C und liegt damit unter der Taupunkttemperatur der Wohnraumluft. Für den Bereich der Eingangshalle ist jedoch eine andere Taupunkttemperatur (bei 16°C und 50% Luftfeuchte) maßgebend, die grafisch mit einer grünen Isotherme dargestellt wird.

Die im Beispiel berechnete Temperatur in der Ecke ist mit 10,3 °C zu nahe an der Taupunkttemperatur (9,2°C, Tempe- ratur bei der die Raumluftfeuchte ausfallen würde). Die Detailvergrößerung erreichen Sie mit dem Schalter „vergrö- ßern“. Wenn man einen Dämmstoffstreifen bis an die innere Bauteiloberfläche heranführt (Einrichtungsfenster Anschluss- konstruktion), erhöht sich die Ecktemperatur um ca. 2 Grad.

L 5.3

Isothermenfenster öffnen, Schriftzug „neu“ anklicken. Zum Beschriften die Option „T(min) + T(Ecken)“ einschalten, dann das Zusatzfenster „manuelle Korrekturen“ öffnen, mit der Maus den Stützenmittelpunkt innen markieren und Schalter „°C beschriften“ betätigen. Die parallelen Vertikalen markieren eine Symmetrieebene in der Mitte der Stütze. Falls keine Symmetrieebene angezeigt wird, das Einrichtungsfenster „Anschlusskonstruktionen“ öffnen und die Rückrage bestätigen. HWL-Dämmstreifen als Einbauteil konstruieren und positio- nieren. Temperaturen zurücksetzen mit dem schwarzen °C- Schalter und neu berechnen. Die Dämmmaßnahme ist nicht ausreichend. Dämmschicht dicker dimensionieren und nach Möglichkeit innen anordnen.

L 5.4

Isothermenberechnung sh. L 5.3. Alle Beschriftungen ab- schalten, Einstellungen „Isothermen C, 2°C, keine Farbe“. Temperaturbeschriftungen mit dem Schalter „°C beschriften“ im Zusatzfenster „manuelle Korrekturen“ vornehmen. Im Zusatzfenster finden Sie auch die Berechnungsannahmen für den markierten Knoten: Aktuelle Temperatur, Wärme- durchlasswiderstände zu den rechts und unten angrenzen- den Knoten, Knotentyp und Knotennummer. Zum Berech-

nungsmodell und zur Definition der Parameter sh. Pro- grammdokumentation. Trotz Symmetrie können sich - auch bei korrekter Voreinstel- lung der Knotenparameter - Differenzen ergeben, die auf die Endlichkeit des Berechnungsnetzes zurückzuführen sind. Wo Ecken von Einbauteilen zusammentreffen, können außerdem Knoten auftreten, deren Parameter sich nicht automatisch korrekt in die Umgebung einordnen. Solche Stellen sind am Isothermenverlauf erkennbar, - die Knotenparameter können manuell überprüft und geändert werden (auf den Schriftzug

„x/y

m²K/W“

klicken und Werte manuell ändern).

L 5.5

Stb-Sturz ändern im Einrichtungsfenster „Anschlusskonstruk- tionen“ (Sturz markieren, verschieben und verbreitern). Thermisches Netz in die Stellung „Farbe B1“ bringen. Berei- che mit Temperaturen unterhalb der Taupunkttemperatur der Raumluft werden in dieser Einstellung im blau-grünen Farb- verlauf, oberhalb im gelb-roten Farbverlauf dargestellt. 12.2 °C ist knapp über der Taupunkttemperatur, jedoch noch über der nach EDIN 4108-2 geforderten Mindest-

L 5.7

Dämmstreifen entfernen: Einrichtungsfenster „Anschlusskon- struktionen“ öffnen, Dämmstreifen markieren und „verste- cken“. Isothermenberechnung neu starten. Die neu berech- nete Ecktemperatur ist mit 4,1 °C zu niedrig (Oberflächen- kondensat).

L 5.8

Die Anschlusssituation ist ein Anschluss mit „drei Bauteilen“. Für beide Anschlussbauteile wurde die Konstruktion „AW-

MitDämmputz“ verwendet. Der Hauptquerschnitt ist als zusammengesetztes Bauteil konstruiert, im „Rahmenbereich“ mit einem Verbundestrich und im „Gefachbereich“ mit einem schwimmenden Estrich. Der Randstreifen des schwimmen- den Estrichs ist ein Einbauteil. Eine grafische Übersicht über die gerade verwendeten Bauteile erhalten Sie, wenn Sie das Grafikfenster vorübergehend schließen und den Bildschalter „Übersicht“ wählen. Die Isothermenberechnung zeigt keine akute Kondensatge- fahr. Die Wärmebrücke, die sich entlang der Stb-Platte ent- wickelt, ist relativ lang und schmal. Ein Isokorb kann mit einem Dämmstreifen dargestellt werden (Einbauteil). Die Isothermen sammeln sich dann in der Dämmstoffebene (keine Kondensatgefahr).

L 6.1

Übernehmen Sie den Querschnitt aus der Bauteildatenbank

in das Arbeitsverzeichnis. Die Lage der Tauzone ist textlich

im Arbeitsblatt Feuchteschutz beschrieben und kann in die Querschnittsgrafik eingezeichnet werden (Markierungskäst- chen „Tauzonen markieren“ im Fenster „Grafik bearbeiten“). Das Glaserdiagramm finden Sie auf der zweiten Seite des Grafikfensters. Die DIN 4108 fordert, dass der rechnerische Tauwasserausfall im Jahresverlauf wieder verdunsten kann (das Bauteil vollständig austrocknet, Wv > Wt) und dass die jährlich anfallende Tauwassermasse nicht größer als 1000 g/qm wird (bei nicht saugfähigen Baustoffen, wie z.B. MF- Dämmschichten oder Folien 500 g/qm). Sofern sich Holz oder Holzwerkstoffe in der Tauzone befinden (dies ist hier der Fall) ist deren massebezogene Feuchtezunahme zu berechnen und nachzuweisen. Auf die Bitumendachbahn auf der Massivdecke kann man verzichten. Die berechneten Tauwassermassen erhöhen sich nur unwesentlich, die Verdunstung wird erleichtert. Entfernen Sie die Schicht im Bauteilformular (Rahmen und Gefach, Zeilenmenü der Querschnittstabellen).

L 6.2

Für eine Berechnung als „hinterlüftete Außenwand“ müssen die Wärmedurchlasswiderstände und Diffusionswiderstände für die Luftschicht und die Vormauerschale auf 0 gesetzt und der äußere Wärmeübergangswiderstand mit 0.08 (Bauteiltyp

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Außenwand hinterlüftet) angenommen werden. Diese Ände- rungen an den Berechnungsparametern sind nicht erforder- lich, wenn man die Luftschicht als ruhend oder „schwach belüftet“ rechnet. Mit der Annahme „schwach belüftet“ be- wegt man sich in einem Graubereich, der normungstech- nisch nicht geklärt ist. Auch eine schwache Belüftung ist geeignet, Feuchtigkeit abzutransportieren. Wenn Sie die Konstruktion in diesem Fall als „nicht belüftet“ nachweisen, bleiben Sie auf der sicheren Seite.

L 6.3

Die Abmessungen des Glaserdiagramms werden im Einrich- tungsfenster „Grafik bearbeiten“ im unteren Fensterbereich eingestellt. Die gezeigte Darstellung erhält man, wenn man die Diagrammbreite auf 100% einstellt. Im Glaserdiagramm gibt es zwei besondere Abmessungen: Die Abmessung „x- Position“ muss auf 50% eingestellt sein, damit das Dia- gramm am linken Rand des Zeichenblatts beginnt. Kleinere Abmessungen verschieben den linken Rand der Grafik über die Blattgrenze hinaus, der überhängende Teil wird abge- schnitten. Die Einstellung der Diagrammbreite verhält sich bis zu einem Wert von 85% der Bildschirmbreite „normal“ und steigt dann exponentiell an. Im Zusammenspiel beider Abmessungen können besonders interessante Details des Diagramms an beliebiger Stelle vergrößert dargestellt wer- den. Die weiteren Darstellungsoptionen finden Sie im selben Einrichtungsfenster.

L 6.4

Schalten Sie die Berechnungsoption „Sonderberechnung“ in den Formularoptionen zum Feuchteschutzformular zu.

In wenigen Fällen kann es sein, dass sich ein Taubereich

mitten in einer Bauteilschicht (und nur da) befindet (Kern- kondensat). Dieser Fall wird nicht automatisch überprüft. Sie können aber eine solche Überprüfung veranlassen, wenn Sie aus dem Diffusionsdiagramm ersehen haben, dass ein sol- cher Taubereich existiert. Schalten Sie dazu die DÄMMWERK Formularoption „Sonderberechnung“ ein.

L 6.5

Vor dem Außenputz ist mit Tauwasserausfall zu rechnen, der

jedoch wieder verdunstet. Mit einem außen angebrachten Bitumenanstrich erhält man einen Taubereich (Außenputz) und erhöhte Kondensatmassen, die jedoch (nach innen) austrocknen können.

L 6.6

Mit dem Glaserverfahren 151,1 g/m 2 Tauwasser und 175,2

g/m 2 Verdunstung. Tauwasserbildung nach Jenisch in den Monaten November bis April. Das Einblasen einer Zellulose- dämmung ist ebenfalls möglich: Erhöhter Tauwasserausfall wegen geringerem Diffusionswiderstand, jedoch < 500 g/m², Wärmedurchgangskoeffizient ungünstiger. Ersetzen Sie für die Betrachtung den PUR-Ortschaum mit Zellulosedämmstoff

045.

L 6.7

Nach dem Entfernen der Dampfsperre ist der Diffusions- nachweis nach DIN 4108 nicht möglich, weil die Tauwasser- massen 1000 g/m² überschreiten. Im Rahmenbereich er- rechnet man aufgrund des höheren Diffusionswiderstandes des Holzbalkens keine Tauwasserbildung. Schalten Sie für diese Berechnung die Formularoption „Nachweis für den

Rahmen“ ein. Eine Überprüfung nach Jenisch zeigt, dass die größte Feuchteansammlung unter der Unterspannbahn im März mit deutlich über 1000 g/m² zu erwarten ist. Setzen Sie für diese Berechnung den Betrachtungspunkt für das Je- nisch-Verfahren auf 0 zurück.

W enn anstelle der Mineralfaserdämmung eine PS-

Hartschaum-Zwischensparrendämmung verwendet wird, ist mit keiner Tauwasserbildung zu rechnen (kondensatfrei). PS- Hartschaum hat gegenüber MF-Dämmstoffen einen höheren Diffusionswiderstand.

L 6.8

Man erhält vor der Holzweichfaserplatte und vor der Stul- pschalung zwei Taubereiche. Die Kondensatmengen halten sich im Rahmen des zulässigen, der Querschnitt kann voll- ständig austrocknen. Allerdings ist die Feuchtezunahme der Holzwerkstoffe zu hoch und könnte auf Dauer zu Schäden führen. Keine geeignete Konstruktion für Feuchträume.

L 7.1

Konstruieren Sie den Querschnitt im Bauteilformular. Wählen

Sie auf der Seite Schallschutz die Einstellungen

- W andbauteil in Gebäuden in Massivbauart

- zum Schutz gegen Schallübertragung aus fremden Wohn-/Arbeitsbereichen

- berechnet wie DIN 4109, Bbl.1, Tab.1, einschalige, biegesteife Wand

Den Vergleichsquerschnitt (Konstruktion nach Tab.1, ein- schalige, biegesteife Wand) kann man direkt aus dem Menü oder grafisch in der Bauteilübersicht (aufrufen mit „SUCHEN“) bestimmen. Man errechnet eine flächenbezoge-

ne

Masse von 356,4 kg/qm und daraus ein vorh. R´ w,R = 51

dB

(DIN 4109, Bbl.1, Tab.1). Der Wert muss nicht korrigiert

werden, wenn die flankierenden Bauteile eine mittlere Masse von 300 kg/qm aufweisen: Keine Korrektur KL1 bei

L,Mittel ca. 300 kg/m 2 (Tab.13). Die Anforderungen in

Geschosshäusern mit Wohnungen und Arbeitsräumen, Anforderungen an Wohnungstrennwände und Wände zwi- schen fremden Arbeitsräumen, erf. R´ w,R = 53 dB werden nicht erfüllt. Mit KS-Mauerwerk der angegebenen Güte erhält man eine flächenbezogene Masse der Wand von knapp 400 kg/qm und ein vorh. R´ w,R = 53 dB (ausreichend). Eine 24

cm dicke Wand aus Porenbeton bringt ca. 170 kg/qm Ge-

wicht und damit ein vorh. R´ w,R = 43 dB (nicht ausreichend).

Die Mörteltechnik kann unter der Tabelle mit der Massenbe-

rechnung eingestellt werden (drei blaue Punkte). Der Re- chenwert der Rohdichte des Mauerwerks ist von der Mörtel- technik abhängig. Der errechnete R´ w,R -Wert kann noch korrigiert werden: 2 dB Korrektur für verputzte Wände aus Porenbeton nach Tab.1 Fußnote 2. Das Auswahlmenü mit den Korrekturen und den Empfehlungen für Korrekturen erhalten Sie, wenn Sie den blau gesetzten Schriftzug „vorh.“ anklicken.

L 7.2

Wählen Sie im Menü „Flankenübertragung“ die Option

„m´L,Mittel berechnen“ aus und rufen Sie jeweils über „m´“

die

Berechnungshilfe auf. Für den schwimmenden Estrich ist

die

Option „biegeweich“ zu wählen (bleibt bei der Berech-

nung von m´L,Mittel unberücksichtigt). Für die übrigen, flan- kierenden Bauteile geben Sie bitte die Bauteildicken, Roh- dichten und Mörtelgruppen ein (Schriftzüge anklicken und

eintippen). Gipsputz gehört zur Mörtelgruppe P IV, Kalkze-

mentputz zur Mörtelgruppe P II/III. Für die Außenwand rufen

Sie die „Bauteilübersicht“ auf (Schalter im Einrichtungsfens-

ter) und wählen die vorhandene Konstruktion „Aussenwän- de1“ aus. DÄMMWERK führt eine Querschnittsanalyse durch und wählt die Bauteilparameter vor.

Sie erhalten eine mittlere, flächenbezogene Masse der flan-

kierenden Bauteile von 343, also ca. 350 kg/qm. Wählen Sie den KL,1-Korrekturwert für 350 kg/qm aus (ergibt in diesem

Fall keine Änderung). KL,2 darf nur angesetzt werden, wenn das trennende Bauteil (das nachzuweisende Bauteil) biegeweich (mehrschalig) ist.

L 7.3

Die Vorsatzschale konstruieren Sie im Bauteilformular: Bau-

stoffassistent über die Zeilennummerierung der Querschnitts- tabelle aufrufen, Innenputz überschreiben und Schicht MF- Dämmstoff einfügen. Ändern Sie im Schallschutzformular die

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Zeile „berechnet wie

aus dem Menüsystem auswählen. Der Vergleichsquerschnitt nach Tab.7-4 (biegesteife Wand mit angesetzter biegewei- cher Vorsatzschale) ist nun die richtige Auswahl. Der be- rechnete Wert vorh. R´ w,R = 54 dB reicht dann aus, um die

Anforderungen an Wohnungstrennwände zu erfüllen. Wegen der zweischaligen Konstruktion des trennenden Bauteils

erhalten Sie zusätzlich einen Bonus von 1 dB, wenn die flankierenden Bauteile eine mittlere flächenbezogene Masse von 350 kg/qm besitzen. Außerdem dürfen Sie den KL,2-

W ert für ein flankierendes biegeweiches Bauteil berücksich-

tigen (schwimmender Estrich), da das trennende Bauteil nun mehrschalig ist.

“ Vergleichsquerschnitt grafisch oder

L 7.4

Übernehmen Sie die Deckenkonstruktion in das Arbeitsver-

zeichnis und treffen Sie im Schallschutzformular die folgen- den Einstellungen:

- Deckenbauteil in Gebäuden in Massivbauart

- zum Schutz gegen Schallübertragung aus fremden Wohn-/Arbeitsbereichen,

- berechnet wie DIN 4109, Bbl.1, Tab.12-2, Massiv- decke, schwimmender Estrich/Holzfußboden.

Aus den Angaben zu den flankierenden Bauteilen berechnet

man

L,Mittel = 1/n S L,i = 390 kg/m 2 und damit

2 dB Zuschlag bei m´ L,Mittel ca. 400 kg/m 2 (Tab.13).

Der Luftschallschutz genügt den Anforderungen an Decken

in Schulen. Für den Norm-Trittschallpegel ergibt sich

vorh. L´ n,w,R = 77 + 2 - 26 = 53 dB (DIN 4109, Bbl.1,

Tab.16/17/18) mit

+ 2 dB Abzug für schwimmenden Estrich mit mineralischen

Bindemitteln und - 26 dB DL w,R durch Estrich nach Tab.17-2, Dämmschicht

30 MN/m 3 .

53

dB entsprechen dem zulässigen Norm-Trittschallpegel.

Allerdings ist nach Abschnitt 4.1.1 ein Vorhaltemaß von -2 dB zu berücksichtigen (erreichter Wert muss mindestens 2 dB unter dem geforderten liegen). Die Konstruktion ist daher nicht ausreichend. Sie genügt jedoch, wenn die dynamische

Steifigkeit der Trittschalldämmung s´ 20 MN/m 3 ist.

L 7.5

Nachzuweisen ist der Trittschallschutz, d.h. die Körper- schallübertragung vom Fußboden des Gastraums über die flankierenden Wände in den darüber liegenden Wohnraum. Geben Sie den Deckenaufbau ein und wählen Sie im Schall- schutzformular die Einstellungen

- Deckenbauteil in Gebäuden in Massivbauart

- zum Schutz gegen Geräusche aus haustechni- schen Anlagen und Betrieben

- berechnet wie DIN 4109, Bbl.1, Tab.12-2, Massiv- decke, schwimmender Estrich/Holzfußboden Damit erhalten Sie Anforderungen an Fußböden zwischen lauten und schutzbedürftigen Räumen, L AF bis 85 dB(A) durch Küchenbetrieb auch nach 22:00 Uhr: erf. L´ n,w,R = 33

dB. Die Bezeichnung 32/30 bedeutet, dass die Dicke der Tritt- schalldämmplatte im eingebauten (zusammengedrückten) Zustand mit 30 mm, andernfalls mit 32 mm anzunehmen ist.

Die Isover TDS 32/32 besitzt eine dynamische Steifigkeit von

15 MN/m³. Sie erhalten diese Angabe, wenn Sie im Aus-

wahlmenü „38 Korrekturen - schwimmende Estriche“ die Menüposition „dynamische Steifigkeit?“ wählen.

L 7.6

Der bewertete Norm-Trittschallpegel wird mit einem Decken- gewicht von 439 kg/qm berechnet mit:

- vorh L´ n,w,R = 71 - 27 - 10 = 34 dB (DIN 4109, Bbl.1, Tab.16/17/18)

- - 27 dB DL w,R durch Gussasphaltestrich nach

Tab.17-1, Dämmschicht 15 MN/m 3

- - 10 dB schutzbedürftiger Raum liegt über dem lauten Raum (Massivbau) Wenn die Dicke der Stb-Decke auf 24 cm erhöht wird, ver- größert sich die Masse auf 577 kg/qm. Der erreichte Wert für den Norm-Trittschallpegel ist dann ausreichend. Eine 18 cm Stb-Decke und eine Trittschalldämmplatte mit 10 MN/m³ erreicht einen Norm-Trittschallpegel von 33 dB (immer noch größer als 34-2). Trittschalldämmschichten mit geringer dynamischer Steifigkeit sind teuer und statisch weniger belastbar.

L 7.7

Geben Sie die Außenwand im Bauteilformular ein. Nehmen

Sie im Schallschutzformular die folgenden Einstellungen vor:

- W andbauteil in Gebäuden in Massivbauart

- zum Schutz gegen Außenlärm

- berechnet wie DIN 4109, Bbl.1, Tab.1, einschalige, biegesteife Außenwand Wählen Sie (mit Leichtmörtel vermauert) und berücksichtigen Sie den Zuschlag für Porenbeton:

vorh. R´ w,R = 47 + 2 = 49 dB (DIN 4109, Bbl.1, Tab.1). Mit 24.8 qm Gesamtfläche, 5.5 qm Fenster- und 2.15 qm Türfläche (eingeben in der Tabelle „resultierendes Schall- dämm-Maß“) erhalten Sie ein resultierendes Schalldämm- Maß von 36 dB, wenn die Fenster mindestens 30 dB aufwei- sen. Die Anforderungen an Wohnräume im Lärmpegelbe- reich III müssen noch nach Tab. 9 korrigiert werden (Menü 53 zu erf. R). Zur Überprüfung des Lärmpegelbereichs schal- ten Sie die Formularoption „Lärmpegelbereich berechnen“ zu und treffen die gewünschten Einstellungen. Der Lärmpegel- bereich II muss wegen der Lichtsignalanlage noch korrigiert werden. Mit 4000 Kfz pro Tag errechnet man den Lärmpe- gelbereich IV. Im Lärmpegelbereich IV müssten mindestens Einfachfenster mit 37 dB und Falzdichtung eingebaut wer- den.

L 7.8

Konstruieren Sie den Querschnitt im Bauteilformular und wählen Sie den Nachweis zum Schutz gegen Außenlärm. Die Dachkonstruktion kann nach Tab.39-2 oder nach Tab.39- 3 berechnet werden. Die beiden Varianten unterscheiden sich in der Eindeckung (39-3 mit Falzdachziegeln) und im R´w-Wert 40 / 45 dB. Wählen Sie zunächst die Vergleichs- konstruktion 39-2. Die korrigierten Anforderungen im Lärm- pegelbereich IV werden mit 41 dB bestimmt. Dieser Wert kann mit der gewählten Dachkonstruktion nicht eingehalten werden, auch wenn man sehr gute (teure) Fenster einbaut (die Dachfläche hat nur 40 dB). Wählen Sie daher die Ver- gleichskonstruktion 39-3 (das Dach muss mit Falzdachzie- geln gedeckt werden).

L 8.1

Tab.24-9 der DIN 4109 enthält einen Konstruktionsvorschlag (Datei 24-9.dwb im Verzeichnis DIN4109), den Sie in das Arbeitsverzeichnis kopieren können. Die Anforderungen für Haustrennwände bestimmt man aus der Auswahl 46 - Ein- familienhäuser zu 57 dB. Da zwischen den beiden Gebäuden keine Verbindung besteht (Haustrennwandfuge), muss der Einfluss flankierender Bauteile nicht berücksichtigt werden.

L 8.2

Übernehmen Sie den Bauteilquerschnitt aus der Bauteilda- tenbank. Wählen Sie den Vergleichsquerschnitt nach Tab.34-6 der DIN 4109. Die untergehängte Decke des Ver- gleichsquerschnitts ist nur einfach beplankt, der Estrich allerdings mit 5 cm dicker und schwerer. Gehen Sie davon aus, dass sich die beiden Abweichungen gegenseitig aus- gleichen und vermerken Sie ggf. Ihre Annahme: „vorh. R w,R

= 60 dB (DIN 4109, Bbl.1, Tab.34-6); 0 dB Korrektur, doppelt

beplankt, jedoch Estrich nur 4 cm.“ Treffen Sie für die Flan-

Seite 41

DÄMMWERK 5.0 Seminarunterlagen

KERN ingenieurkonzepte

kenübertragung die folgenden Annahmen Bauteilfläche S T = 22,00 m 2 , S 0 = 10 m 2 (Bbl.1, 5.4).

1 Trennwände 7.2.2

65 dB

0 dB

11,9/4,5 m

64 dB

2 Fassade

7.2.2

50 dB

0 dB

4,5/4,5 m

53 dB

Die errechneten Werte vorh. R´ w,R = 52 dB < 54 dB = erf. R´ w,R nicht ausreichend und vorh. L´ n,w,R = 56 dB > 53 -2 dB = erf. L´ n,w,R nicht

ausreichend

sind nicht ausreichend. Den Trittschallschutz kann man verbessern, indem man Federabhänger für die Gk-Decke vorschreibt (dann nach Tab.34-5 rechnet) oder von den erhöhten Werten nach Tab 34 ausgeht, d.h. einen weichfe- dernden Bodenbelag voraussetzt. Das erreichte Luftschall- schutz-Maß ändert sich dadurch allerdings nicht. Maßgebend ist hier die Schallübertragung über die Flanke „Fassade“. Ein Prüfzeugnis mit einem höheren, bewerteten Schall- Längsdämm-Maß würde die Situation retten.

L 8.3

Übernehmen Sie den Bauteilquerschnitt aus dem Verzeich- nis DIN4109, geben Sie ihm den Namen „TW- Einliegerwohnung“ oder ähnlich. Wählen Sie das Nachweis- verfahren für den Holzbau und bestimmen Sie den Ver- gleichsquerschnitt nach Tab. 27-4. Bei den flankierenden

Bauteilen muss der Fußboden und die Außenwand berück- sichtigt werden (die Deckenkonstruktion der Kriechböden hat keine Verbindung). Treffen Sie die nachfolgenden Einstel-

lungen:

Bauteilfläche S T = 11,61 m 2 , S 0 = 10 m 2 (Bbl.1, 5.4).

DIN-Bezug R L,w,R

l i /l 0

L,w,R

---------------------------------------------------

1 Außenwand

6.8.3

50 dB

2,7/2,8 m

51 dB

2 Fußboden

Tab.29-3

70 dB

4,5/4,5 m

71 dB

Eine Außenwand mit Hohlraumdämmung oder eine leichte Außenwandkonstruktion verschlechtert das Luftschalldämm- Maß unter die Anforderungen an Wohnungstrennwände. Man muss die innere Beplankung der flankierenden Außen- wand unterbrechen, d.h. eine Holzständerwand mit einfach unterbrochener Beplankung und Dämmung wählen.

L 8.4

Konstruieren Sie den Bauteilquerschnitt. Die Gipskartonplat- ten können Sie gleich mehrfach in die Querschnittsliste übernehmen, Dämmstoff und Luftschicht nachträglich einfü- gen. Das CW-Ständerprofil finden Sie unter „Konstruktives - Gk-Montage“ in der Baustoffdatenbank. Es wird korrekt angeordnet, wenn Sie die gedrehte Querschnittsdarstellung wählen und den Rahmenbereich sehr klein halten (z.B. 0,1 cm). Wählen Sie im Schallschutzformular den Vergleichs- querschnitt nach Tab.23-12 und treffen Sie die folgenden Annahmen für die flankierenden Bauteile:

Bauteilfläche S T = 12,15 m 2 , S 0 = 10 m 2 (Bbl.1, 5.4). DIN-Bezug R L,w,R DR L,w,R l i /l 0

---------------------------------------------------

1 Fassade

6.8.3

50 dB

0 dB

2,7/2,8 m

2 Fußboden

Tab.25-5/2

60 dB

0 dB

4,5/4,5 m

3 Tab.26-15/3 44 dB

Decken

20 dB

4,5/4,5 m

4 Tab.32-2

Flurwand

57 dB

0 dB

2,7/2,8 m

Bei der Decke wurde ein Korrekturmaß von 20 dB berück- sichtigt (Korrektur für Trennwände, die bis zur Rohdecke durchgehen). Ohne dieses Korrekturmaß oder mit einem negativen Korrekturmaß für hohe Abhängehöhen sinkt der erreichte R´w-W ert auf knapp über 40 dB. Die errechneten 47 dB genügen nicht den gestellten Anforderungen. Auch mit verbesserten Trennwandkonstruktionen (z.B. Ständerwand mit Profilen CW-100 nach Tab.23-16) und zusätzlichem Dämmstoff auf den Deckenpaneelen kann man 50 dB nicht erreichen. Der Schall wird über die schwächste Flanke (leich- te Fassadenkonstruktion) übertragen. Unterrichten Sie Ihren Bauherrn, dass das gewünschte Schalldämm-Maß mit ver- tretbarem Aufwand nicht zu realisieren ist.

L 8.5

Konstruieren Sie den Querschnitt mit abgehängter Decke. Für die grafische Darstellung muss der Maßstab angepasst werden. Die DIN 4109 enthält keine verbindlichen Anforde- rungen an den Luft- und Trittschallschutz in Büro- und Ver- waltungsgebäuden. Beiblatt 2, Tab.3 gibt allerdings Empfeh- lungen. Sie erhalten die Werte, wenn Sie die Einstellung „zum Schutz gegen Schallübertragung aus dem eigenen Wohn-/Arbeitsbereichen“ wählen. Die korrekte Vergleichs- konstruktion ist die Deckenkonstruktion nach Tab.12-3. Die Schwachstelle bei der Flankenübertragung ist wieder die leichte Stahl-Glas-Fassade. Sie erhalten ein vorh. R´ w,R = 50 dB und, wenn Sie den Bodenbelag aus Korklinoleum berücksichtigen einen Norm-Trittschallpegel von vorh. L´ n,w,R = 67 - 14 = 53 dB (DIN 4109, Bbl.1,

Tab.16/17/18).

Die erreichten Werte genügen den Empfehlungen für einen normalen oder für einen erhöhten Schallschutz nicht. Die „Erhöhten Anforderungen“ können Sie im Optionsmenü zuschalten. Der Trittschallschutz könnte mit einem anderen Bodenbelag (z.B. Teppichboden) verbessert werden.

L 8.6

Der Nachweis nach Tab.37-2 ist bereits möglich, wenn Sie ein R w,R für die Fenster von 32 dB wählen. Die Anforderun-

gen im Lärmpegelbereich III sind relativ gering (mit

S (W+F) /S G = korrigiert 34 dB, hierzu erf. Rw anklicken).

Gegen einen Nachweis mit der Vergleichskonstruktion nach Tab.37-4 ist nichts einzuwenden, da Untersuchungs- und Vergleichsquerschnitt innen doppelt beplankt sind. Im Lärm- pegelbereich IV erhalten Sie ein erf. R´ w,R,res = 40 - 1 = 39 dB, das bei einem Nachweis mit Tab.37-4 und Fenstern mit R w,R = 32 dB eingehalten werden kann.

Beim Nachweis gegen Außenlärm ist die Unterscheidung Massivbau – Skelettbau von untergeordneter Bedeutung.

L 9.1

Laden Sie die Geschossdecke (Bauteilübersicht). Wählen

Sie aus den Menüs 60 und 63 die Anforderungen für „Berlin,

> 5 VG, Wohnungstrenndecken“ aus. Bestimmen Sie das

entsprechende, klassifizierte Bauteil aus der DIN 4102. Die

Auswahl „Bauteilkonstruktion nach Tab. 9, Zeile 5.1, unbe- kleidete Stb- oder Spannbetonplatten aus Normalbeton, schwimmender Estrich, statisch unbestimmte Lagerung“ ist die richtige. Die Auswahl kann aus dem Menüsystem „Bau-

“ unter Berücksichtigung der Bau- und

Lagerungsart erfolgen. Alternativ ist eine grafische Auswahl (Auswahl <grafisch> im Menü 80) möglich. Bei der grafi-

schen Auswahl wird die Bauart (hier Stb-Massivdecke mit schwimmendem Estrich) ausgesucht und die Lagerungsart in einem Zusatzfenster eingestellt. Die erforderliche Mindest- plattendicke und weitere, einzuhaltende Werte liest DÄMMWERK aus der Datensammlung zu Menü 80. Die vorhandenen Dicken sind in diesem Fall leicht zu ermitteln und werden automatisch gegenübergestellt.

teilkonstruktion nach

F 90-A

--------------------------------------------------

erf. / gew.

Mindestdicke d

80 mm /

140 mm

Estrichdicke

25 mm /

40 mm

Die Mindestachsabstände für die Bewehrung werden in einer gesonderten Maske mit Tab.12 ermittelt.

F 90-A

----------------------------------------------

erf.

gewählt

Feldbewehrung

35 mm

35 mm

Stützbewehrung

10 mm

10 mm

D min Estrich

10 mm

40 mm

Die gewählten Werte müssen von Hand eingetragen werden. Solange der geforderte Mindestwert nicht erreicht wird, ist der Schriftzug rot gesetzt. Eine automatische Beurteilung der Konstruktion (wie z.B. beim Schallschutz) erfolgt nicht (zu viele geforderte Werte und Ausnahmeregelungen). Die Beurteilung kann manuell vorgenommen werden. Fußnoten werden im Beispiel nicht benötigt. Sie können im Options-

Seite 42

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KERN ingenieurkonzepte

menü abgeschaltet werden.

Sie könnten im Beispiel den Mindestachsabstand der Feld-

bewehrung auf 25 mm verringern, wenn Sie unterseitig 15

mm Gipsputz P IV vorsehen. Dazu würden Sie die Fußnoten

zu Tab.12 auswählen.

W enn Sie anstelle der Mineralfaser ein brennbares Polysty-

rolprodukt verwenden, sollten Sie die Fußnote „(1) Wegen der Anordnung brennbarer Estriche, Dämmschichten oder Putzträgerschichten wird die Benennung 'AB' gewählt (Tab.9 Fußnote 3).“ aus dem Auswahlmenü 81 aktivieren. Die Fuß- notenmenüs sind nach den Tabellen mit den klassifizierten Bauteilen sortiert. Die in der DIN aufgeführten Fußnoten sind enthalten. Sh. auch Programmdokumentation „nicht verzicht- bare Fußnoten“.

L 9.2

Aus der Musterbauordnung ergibt sich die Anforderung F-90

AB. Das entsprechende, klassifizierte Bauteil kann als „Bau- teilkonstruktion nach Tab.39, Zeile 3.2.1“ aus dem Menüsys-

tem 84 (Wände) ausgewählt werden. Die Mindestwanddicke

= 115 mm wird eingehalten. Die Fußnote zur brandschutz-

technischen Wirksamkeit von Putzen wird automatisch aus-

gewählt. Die Auswahl kann manuell ergänzt oder gelöscht werden. Die Anforderungen „Merkmale 2“ beziehen sich bei MW-Wänden auf die Überdeckung von Öffnungen mit Stür-

zen. Die Option kann abgeschaltet werden (keine Öffnungen

in Wohnungstrennwänden).

Die schalltechnische Überprüfung der Wandkonstruktion

führt zu einem negativen Ergebnis. Die Konstruktion erfüllt

die Anforderungen der DIN 4102, nicht aber die Anforderun-

gen an Wohnungstrennwände nach DIN 4109.

L 9.3

Konstruieren Sie das Bauteil im Bauteilformuar. Schalten Sie die Formularoption „Anforderungen nach LBO“ im Brand-

schutzformular ab (wird nicht unbedingt benötigt) und suchen

Sie aus dem Menüsystem 84 (Wände) die klassifizierte

„Bauteilkonstruktion nach Tab.40, Zeile 1.3“ aus. Die gefor-

derte Mindestwanddicke für F 90 (= 175 mm) wird eingehal- ten. Wählen Sie aus dem Menüsystem 86 (Stürze) einen Pbn-Sturz aus. Sie benötigen mindestens einen Sturz mit 30

mm Betondeckung und einer Mindeststabzahl von 3. Die

Breite der Öffnung spielt keine Rolle. Alternativ könnten Sie einen Stahlsturz IPB 200 nach Tab.90 und 6.1.2 auswählen

(ohne Ausmauerung, kastenförmig mit Gipsputz nach Tab.90

und 6.1.2 bekleidet genügt). Die Mindestputzdicke müsste

dann 15 mm betragen.

L 9.4

Konstruieren Sie das Bauteil im Bauteilformular. Für die

Brandschutzklassifizierung benutzen Sie eine beliebige Bauordnung oder die Musterbauordnung und die Anforde- rungen für „sonstige Gebäude“, Brandwände. Aus dem

Menüsystem 84 wählen Sie die „Bauteilkonstruktion nach Tab.45, Zeile 5.2“. Die Mindestwanddicke für eine einschali- ge Brandwand aus KS ist mit 24 cm anzunehmen, die vor- handene Konstruktion reicht also nicht aus. Korrigieren Sie die Wanddicke im Bauteilformular. Öffnungen in Brandwänden sind zulässig. Die zusätzliche Anforderung an Türen in Brandwänden (T 90) erhalten Sie, wenn Sie die Formularoption „zusätzliche LBO-Anforderung“ zuschalten und unter Wände den Menüpunkt „Türen in Brandwänden“ wählen. Für die Türen muss ein entsprechen-

dem Menüsystem 80 (Decken) die klassifizierte „Bauteilkon-

struktion nach Tab.27, Zeile 1.1“. Die Mindestdicke von 115

mm wird eingehalten. Wegen des brennbaren Putzträgers

(Mehrschicht-Leichtbauplatte) wird die Fußnote „

re Estriche

stände werden eingehalten (Putz, Estrich). Im Schallschutz- formular berechnen Sie ein vorh R´ w,R = 55 dB (DIN 4109,

Bbl.1, Tab.12-2). Beachten Sie die besondere Ermittlung des Flächengewichts für die Ft-Decke nach DIN 1055 und 2.6.3.

brennba-

“ automatisch ausgewählt. Die Mindestachsab-

Die

Formularoption „mit Flankenübertragung“, „Anforderun-

gen

ermitteln“ und „Nachweis führen“ können abgeschaltet

werden. Der Mindestwärmeschutz für Kellerdecken wird eingehalten (Option „Wärmeschutzanalyse DIN 4108“ im

Bauteilformular).

L 9.6

Konstruieren Sie das Deckenbauteil. Stb-Hohldielen finden

Sie in der Baustoffdatenbank in der Baustoffgruppe Ft-

Decken - Hohldielen. Schalten Sie im Brandschutzformular die Option „Anforderungen nach LBO“ ab und wählen Sie die

klassifizierte „Bauteilkonstruktion nach Tab.13, Zeile 1.2 / 2“.

Die

Mindestplattendicke (80 mm) und die Mindestgesamtdi-

cke

Estrich + Platte (120 mm) werden eingehalten. Die auto-

matisch eingefügte Fußnote zur möglichen Abminderung der Plattendicke wegen Putzbekleidung ist verzichtbar, da Sie

die Anforderungen nicht verringert. Der Mindestachsabstand

der Bewehrung ist nach Tab.14, Zeile 1.1 mit 35 mm anzu-

nehmen. Der Wert kann aufgrund der Putzbekleidung verrin-

gert werden. Wählen Sie die Fußnote „

bekleidung

Achsabständen für Deckenbauteile) aus und richten Sie die

Parameter ein. Automatisch erzeugte Fußnoten greifen auf Standard-Parametereinstellungen zurück. Wenn Sie Fußno- ten manuell zuschalten, können Sie die Einzelparameter kontrollieren / bestimmen.

aufgrund der Putz-

“ aus dem Menüsystem 83 (Fußnoten zu den

L 10.1

Die Nische (innen im Gefachquerschnitt anordnen) für die

Bauteilkonstruktion finden Sie in der Baustoffgruppe „Luft- schichten“. Schalten Sie im Brandschutzformular die Option „Anforderungen nach LBO“ ab und wählen Sie die klassifi- zierte „Bauteilkonstruktion nach Tab.62, Zeilen 1 + 2“ aus. Hierbei empfiehlt sich die <grafische> Auswahl. Folgende Fußnoten sind erforderlich:

(1) Bei profilierten Brettern und Bohlen ist die Dicke d D des

ungeschwächten Querschnitts nach Bild 47 maßgebend. (wird automatisch ausgewählt)

(2) Die Mindestbreiten b unbekleideter Stützen und Balken

aus Vollholz oder Brettschichtholz aus Nadelholz bei 3- oder

4seitiger Brandbeanspruchung sind den Tabellen 74 bis 83 zu entnehmen. (Auswahl 81 zu Tab.62, Holzbalken bemes- sen) (3) Stützen und Balken aus Vollholz, F 30-B, Dimensionie- rung bei 3seitiger Brandbeanspruchung nach DIN 4102 Teil

4, Tab.74, statische Beanspruchung aus Druck s D / zul s k

ª 0,0, statische Beanspruchung aus Biegung s B / zul s B* ª 1,0, Seitenverhältnis h/b ª 2,0, Abstützungsabstand s

bzw. Knicklänge sk [m] ª 2,0: erforderliche Mindestbreite b in [mm] = 96.

Die Holzbalkenbemessung wird auf Wunsch in einem Zu-

des

Prüfzeugnis vorliegen.

satzfenster vorgenommen. Die Bemessungsparameter

Als

Flachstürze sind bereits 71 mm hohe und 175 mm breite

übernimmt DÄMMWERK in einem Beschreibungstext in das

Fertigteilstürze geeignet.

L

Konstruieren Sie das Bauteil im Bauteilformular. Die Stahl-

steindecke finden Sie in der Baustoffgruppe „Ft-Decken“, für

den Aufbeton verwenden Sie bitte Zementestrich oder unbe-

wehrten Beton und ändern die Bezeichnung. Die Anforde- rung an die Decke ergibt sich zu F 90-B. Wählen Sie aus

9.5

Seite 43

Brandschutzformular.

L

Übernehmen Sie die Bauteilkonstruktion aus der Bauteilda- tenbank. Die Anforderungen an Dächer aneinandergereihter Gebäude sind vom Bundesland und der Gebäudehöhe unabhängig (harte Bedachung, F 30). Die klassifizierte Bau- teilkonstruktion nach Tab. 66, Zeile 3 kommt der ausgeführ-

10.2

DÄMMWERK 5.0 Seminarunterlagen

KERN ingenieurkonzepte

ten Variante am nächsten. Die innere Beplankung aus 2 x 15

Die Hüllflächentabelle ist damit vollständig, alle benötigten

Formel für die Dachfläche ergänzen (Dachfläche wurde nicht

mm

Gipskartonplatten muss aus GKF (Gipskarton-

Bauteile sind erfasst. Öffnen Sie mit dem Bildschalter „Re-

Feuerschutzplatten) hergestellt werden. Folgende Fußnoten zu Tab. 66 sind zu empfehlen:

chenblatt“ in der Bedienleiste das Rechenblatt und erstellen Sie mit dem Schalter „neu“ im Rechenblatt eine Flächenbe-

(1)

Zwischen der Bekleidung und den Dachträgern dürfen

rechnung zum WVO-Nachweis. DÄMMWERK übernimmt die

(2)

auch Grund- und Traglattungen vorhanden sein (Tab.66, Fußnote 4). Die Bedachung aus Betonsteinen oder Ziegeln ist nach DIN 4102, Abschnitt 8.7 widerstandsfähig gegen Flug- feuer und strahlende Wärme.

Bezeichner aus der Hüllflächentabelle. Öffnen Sie die „auto- matisierte Flächenberechnung“ (Bildschalter). Geben Sie die Kubusabmessungen Höhe, Breite, Länge und anschließend die Länge und Breite des Anbaus „LA“ ein (blaue Schriftzüge anklicken). Richten Sie mit dem Schalter „N“ die Nordrich- tung ein. Geben Sie in der Ergebnisliste - Kubus die Stan-

L

10.3

dardabmessungen der Fenster und die jeweilige Anzahl je

Die

Standard-Gipskarton-Ständerwand mit Profilen CW 50

Fassade ein (ggf. einer der beiden Werte). Übertragen Sie

(Baustoffdatenbank - Konstruktives - Gk-Montage, Quer- schnitt drehen) erreicht bei einer beidseitigen Beplankung mit 2 x 12,5 mm GKF die Brandschutz-Klassifizierung F 60-A (mind. 40 mm MF-Dämmstoff mit 40 kg/cbm). Bauteilkon- struktion nach Tab.47 und 48, <grafische> Auswahl empfoh- len. Wenn eine der beiden Beplankungen aus 15 mm GKF

die Formeln für die Flächen und Volumen mit dem Schalter „übernehmen“ in das Rechenblatt. Gehen Sie das Rechen- blatt durch und nehmen Sie die folgenden Korrekturen vor:

konstruiert): Kopieren Sie die Formel für die Gebäudegrund- fläche in der Dachflächenzeile (inhaltlich identisch, Grundflä-

ausgeführt wird, erreicht man F 90-A.

che Markieren, Strg-Einfg

Dachfläche markieren, Um-

L 10.4

Einen I-Träger für die Bauteilkonstruktion finden Sie unter Konstruktives - Stahlteile in der Baustoffdatenbank. Das Flächenmuster kann man entfernen bzw. die Musterfarbe auf „Weiss“ setzen. Die frei angeordnete Drahtputzdecke wird als Gipsputz + Luftschicht konstruiert und neu bezeichnet.

Das Menüauswahlsystem 80 enthält „abgehängte Decken“

mit Konstruktionshinweisen für Unterdecken. Stahlträgerde-

cken mit Abdeckungen aus Normalbeton sind der Bauart II zuzuordnen. Für die Feuerwiderstandsklasse-Benennung F 30 benötigt man eine Drahtputzdecke in der Ausführung A,

mindestens 20 mm dick, für F 90 eine Drahtputzdecke in der Ausführung C, mindestens 35 mm dick. Die Bauart der De- cken und die Ausführungsvarianten der Drahtputzdecken

sind in den Fußnoten zu Tab.96 beschrieben. Eine F 90-

Ausführung mit Gk-Unterdecke ist für die Bauart II nicht vorgesehen. Für die F 30-Ausführung benötigt man eine einfache, geschlossene 12,5 mm GKF-Beplankung in der Ausführung A. Beschreibung der Ausführungsvariante in den Fußnoten.

schalt-Einfg; diverse andere Vorgehensweisen sind möglich). Für die Fassaden Süd 1 / Süd 2 und Ost 1 / Ost 2 wurden jeweils die Gesamtflächen übernommen. Teilen Sie die Flächen auf die beiden Fassadenteile auf. Ändern Sie dazu die Fensteranzahl für Süd 1 auf 70 und für Süd 2 auf 40. Löschen Sie für die AW Süd 1 den kurzen Fassadenteil aus der Formel und für AW Süd 2 den langen Fassadenteil und korrigieren Sie die Abzüge für die Fenster. Ergänzen Sie die Eingangsverglasung und den Abzug für AW Süd 1. Gehen Sie bei der geteilten Fassade Ost entsprechend vor. Für die beiden Gebäudegrundflächen wurden die Formeln für die Gesamtgrundfläche eingetragen. Ersetzen Sie die Formel für die Grundfläche 2 (Grundfläche Treppenhaus) mit „4,60*3,10“ und bringen Sie das Berechnungsergebnis von der Grundfläche 1 (Decke über Tiefgarage) in Abzug. Be- rechnen Sie die Fläche für die Trennwand zwischen Trep- penhaus und Tiefgarage mit (2*4,60+2*3,10)*2,70. Schlie- ßen Sie das Rechenblatt und bestätigen Sie die Übernahme der Berechnungsergebnisse in das Hüllflächenformular. Kontrollieren Sie schließlich die Flächenübernahme. Öffnen Sie dazu das Rechenblatt, verkleinern es und stellen es

L

Schlagen Sie die Seite Projekt auf und wählen Sie „neu“. Geben Sie den Projektnamen „Bürohaus-2“ ein, bestätigen

11.1

Umfassungsflächen“ (Hüllflächentabelle) und blendet das

rechts neben die Hüllflächentabelle. Gehen Sie die Auflistung durch. Zum Überprüfen der solaren Wärmegewinne schalten Sie die Formularoption „Solare Gewinne überprüfen“ zu. Wählen Sie die Einstellung „Solare Wärmegewinne wurden angesetzt bis 2/3 der Fassadenfläche“ (drei blaue Punkte unter „Überprü-

Sie das Arbeitsverzeichnis. Kopieren Sie die benötigten

fung

“).

Die Berechnung des Jahres-Heizwärmebedarfs ist

Bauteile aus der Bauteildatenbank in Ihr Arbeitsverzeichnis. Ersetzen Sie in der Außenwandkonstruktion Hlz-WDV die vorhandene Mehrschicht-Leichtbauplatte durch 60 mm MF- Dämmstoff der Wlg 040. Schlagen Sie die Seite „WVO ´95“ (das WVO-Formular) auf, wählen Sie „neu“ und „neuer WVO-

damit abgeschlossen. Kontrollieren Sie die Einstellungen zum Lüftungswärmebedarf. Die Tabelle „Heizwärmebilanz“ kann in den Formularoptionen zu- und abgeschaltet werden. Die Tabelle wird auf der fünften Seite des Grafikfensters grafisch umgesetzt (Säulengrafik).

Nachweis“. Stellen Sie in der Übersicht die benötigte Anzahl Hüllflächen ein und wählen Sie „erstellen“. DÄMMWERK erstellt die „Zusammenstellung der wärmübertragenden

Bauteilkontrollfenster ein. Die Position des Bauteilkontroll- fensters kann mit dem Wippschalter im Fenster verschoben werden. Wählen Sie zunächst für die Hüllfläche „Dachfläche“ die Bauteilkonstruktion „Umkehrdach“. Wählen Sie anschlie- ßend für die Hüllfläche „Fenster Süd 1“ die Bauteilkonstruk-

Die angesetzten Parameter erfüllen das Anforderungsniveau der WVO knapp. Testen Sie den Einfluss der Decke zur Tiefgarage, indem Sie die Seite Bauteil aufschlagen, das Bauteil „DeckeZurTG“ laden und die Dämmschicht auf 12 cm erhöhen. Zurück im WVO-Formular wird die Korrektur nach Rückfrage automatisch übernommen.

L 11.2

tion

„Fenster kF 1,6“. Bestätigen Sie, dass die Auswahl auf

Richten Sie auf der Seite Projekt ein neues Projekt mit dem Namen „EFH“ ein. Übernehmen Sie die benötigten Bauteile

alle

anderen Fensterflächen übertragen werden soll. Verfah-

aus der Bauteildatenbank. Wählen Sie auf der Seite WVO´95

ren

Sie ebenso mit der Hüllfläche „AW Süd 1“. Verschieben

den Bildschalter „neu“. Bringen Sie den Schalter „nach Bau-

Sie die Hüllflächentabelle an das Ende und wählen Sie die Bauteile für die Grundflächen („DeckeZurTG“ und „Kellerbo- den“) und die Trennwand im KG (KellerWandZumTRH). Fügen Sie nun in Zeile 5 der Hüllflächentabelle den Ein-

teilen (Indizes) sortieren“ in die gedrückte Stellung und mar- kieren Sie in der angezeigten Matrix die Spalte 0 für alle Orientierungen und zusätzlich die Spalte 1 für die Nord- und Südfassade. Stellen Sie eine Dachfläche ohne Fenster und

gangsbereich ein: Bauteilkontrollfenster an Pos. 4 verschie-

eine Grundfläche ein und erstellen Sie die Hüllflächentabelle.

ben

und „Kopie / Einfg“ an Pos.5 wählen. Schließen Sie dann

Wählen Sie die Bauteile aus. Nutzen Sie dabei die gleichzei-

das

Bauteilkontrollfenster. In Zeile 5, Spalte Außenbauteil

tige Auswahl für mehrere Hüllflächen. Fügen Sie an der

geben Sie die Bezeichnung „Eingangsbereich“ ein.

West- und Nordfassade zusätzliche Hüllflächen für die Au-

Seite 44

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ßentüren ein. Markieren Sie dazu die Zeile 5 und später die Zeile 7 und wählen Sie im Bauteilkontrollfenster „Kopie / Einfg“. Fügen Sie die zusätzlichen Zeilen nach den Fassa- denzeilen ein. Die Einbausituationen sind die selben. Wählen Sie für die Türen die Bauteilkonstruktion „Außentür, Holz1“. Schließen Sie anschließend das Bauteilkontrollfenster und ändern Sie die Bezeichnungen in „Außentür West“ und „Außentür Nord“. Schlagen Sie das Rechenblatt auf. Erzeugen Sie eine neue Flächenberechnung zum WVO-Nachweis. Öffnen Sie die automatisierte Flächenberechnung und geben Sie zunächst die Hauptabmessungen für das Gebäude ein: H / B / L = 5,82 / 9,49 / 12,40 m und für das Dach h / b / l = 1,47 / 9,49 / 12,40 m. Drehen Sie den Nordpfeil in die richtige Richtung und übernehmen Sie die Berechnungsergebnisse in das Rechenblatt. Löschen Sie bei den Fassaden Nord und Süd die Formelanteile für die Giebel und bei den Fassaden Nord1 und Süd1 die Formelanteile für die Kuben. Geben Sie die Zahlenkolonnen für die Türen und die Fenster manuell ein und bringen Sie die Ergebnisse von den Fassaden in Abzug (manuell). Schließen Sie das Rechenblatt und übertragen Sie die Ergebnisse in die Hülflächentabelle. Um den Wintergarten zu berücksichtigen, wählen Sie bei den Hüllflächen „AW West 1“ und „Außentür West 1“ die Einbau- situation „AW mit Glasvorbau einfachverglast“ (Faktor 0.7 W) und beim „Fenster West 1“ die Einbausituation „Fenster mit Glasvorbau einfachverglast“. Der Wärmebedarfsausweis ist bereits fertig, wenn Sie das Formular WB-Ausweis aufschlagen. Die Angaben zum Ge- bäude und zum Aufsteller können Sie auf der Seite Projekt eingeben / ändern / ergänzen. Der NEH-Standard (Niedrigenergiehaus) wird allgemein mit 75% des geforderten Jahres-Heizwärmebedarfs nach WVO ´95 definiert. Sie erhalten einen entsprechenden, textlichen Hinweis, wenn der Grenzwert erreicht wird. Die prozentuale Abweichung des erreichten zum geforderten Wert können Sie jederzeit aus der Tabelle „Heizwärmebilanz“ ersehen, die man im Optionsmenü zu- und abschalten kann. Um das Gebäude nach dem vereinfachten Nachweisverfah- ren zu berechnen, gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits könnten Sie einen neuen Nachweis erstellen. Andererseits können Sie über die zweite, blaue Zeile des WVO-Formulars direkt auf das vereinfachte Nachweisverfahren umschalten. Sie müssen dann die Einbausituationen der Fenster von „Fenster mit solaren Gewinnen“ in „Fenster mit äquivalentem k-Wert“ ändern (Auswahl in Spalte „1.0 F“), denn beim vereinfachten Nachweisverfahren muss der Mittelwert km,Feq nachgewiesen werden. Die übrigen Angaben können bleiben. Speichern unter neuem Namen erzeugt eine zweite Gebäudedatei. Um die Meldung „zulässig nach WVO“ zu erhalten, muß der Wärmeschutz der Dachkonstruktion auf mindestens U = 0.22 W/m²K verbessert werden. Ausserdem müssen Sie die Einbausituation der Türen „1.0 W“ auf „1.0“ ändern (Menüauswahl „manuell“), so dass keine Anforderungen an die Türen gestellt werden.

L 12.1 Laden Sie die WVO-Berechnung für das Bürohaus und schalten Sie auf die Seite EnEV um. Die bereits bekannten Daten der Hüllflächen benutzt DÄMMWERK weiter. Sichern Sie die Berechnung unter neuem Namen (Kopie der Berechnung anlegen). Wählen Sie in der Zeile Gebäudestandort die Region Köln aus. Klicken Sie die Geometrieskizze an und drehen Sie den Nordpfeil in die gezeigte Richtung. Gehen Sie nun die Hüllflächentabelle durch. Standardmässig setzt DÄMMWERK voraus, dass der Einfluss von Wärmebrücken mit einem pauschalen U-Wert-Zuschlag von 0,1 W/m²K berücksichtigt wird. Ändern Sie die Annahme auf 0.05 W/m²K, indem Sie in der Spalte „Anmerkungen“ die

Seite 45

Fußnote 51 auswählen: „Anmerkungen – Berechnen – Wär- mebrücken - pauschal mit + 0.05 W/m²K“. Der kleinere U- Wert-Zuschlag darf angesetzt werden, wenn bei den Bauteil- anschlüssen die Konstruktionshinweise nach DIN 4108, Beiblatt 2 beachtet werden (im wesentlichen Außendäm- mung). Nach der Auswahl der Fußnote berechnet DÄMMWERK den L D -W ert mit einem entsprechend größe- ren U-Wert. Die getroffenen Annahmen für die Gebäudegrundlächen und die Trennwand im Keller müssen noch konkretisiert werden. Wählen Sie in der Spalte „Fx“ für die Gebäudegrundfläche 1 (Decke zur TG) den Faktor 0.65 für eine „Kellerdecke zum unbeheizten Keller ohne Perimeterdämmung“ aus. Die Aus- wahl für die Gebäudegrundfläche 2 (Fußboden Treppen- haus) ist mit „Bodenplatte auf Erdreich ohne Randdämmung“ und dem Faktor 0.4 für das Bodenplattenmaß B' = A / (P/2) =528,75 / 57,30 = 9,23 bereits korrekt eingestellt. Das Bo- denplattenmaß ermittelt DÄMMWERK anhand der Flächen- berechnung, die bereits für den WVO-Nachweis erstellt wurde. Das Bodenplattenmaß kann nachträglich über die Auswahl der Fußnote 25 (Spalte Anmerkungen) bearbeitet werden. Gebäude mit kleinen Bodenplattenmaßen (aufgelös- te Bauweisen) verlieren mehr Wärme über den unteren Gebäudeabschluss. Die Berechnung des beheizten Gebäu- de- und Luftvolumens erfolgt analog dem WVO-Nachweis. Die Einstellungen der pauschalen Annahmen für die Lüftungswärmeverluste und die internen Wärmegewinne erfolgt per Menüauswahl. Bei den internen Wärmegewinnen müssen Sie die Büro- bzw. Aufenthaltszeiten (Mittelwert bezogen auf einen Wochentag) angeben, wenn Sie nach DIN V4108-6 rechnen (nicht nach EnEV). Für die Berechnung der solaren Wärmegewinne wird zunächst die „effektive Kollektorfläche“ bestimmt. Das ist die gedachte Fensterfläche, die nach Abzug der Reflexion, der Rahmenanteile und der Verschattungseinflüsse übrig bleibt. Die Fensterflächen aus der Hüllflächentabelle werden dazu mit dem g-Wert der Verglasung und den F-Werten multipliziert. Geben Sie in der Spalte „FF“ den Wert 0.7 ein und übertragen Sie ihn auf alle übrigen Fensterflächen. Damit wird der Rahmenanteil des Fensters mit pauschal 30% berücksichtigt. Für die westorientierten Fenster berücksichtigt man den Horizontwinkel der Verbauung durch Auswahl des Fh-Wertes aus dem örtlichen Menü für 50° nördliche Breite und Horizontwinkel 30° mit Faktor 0.66. In der Tabelle „Strahlungsangebot“ werden die Orientierungen und die Neigungen der Fensterflächen (alle vertikal 90°) kontrolliert. Die Tabelle enthält das Strahlungsangebot für die orientierten und geneigten Flächen für die Monate Oktober bis April. Die Werte sind den Tabellen A1 der DIN V4108-6 entnommen, derzeit für einen „mittleren Standort Deutschland“, denn regionale Daten stehen noch nicht zur Verfügung. Die EnEV ermittlet die möglichen solaren Wärmegewinne genauer als die WVO. Sie stellt auch die Frage, ob ein Strahlungsangebot ausgenutzt werden kann und das heißt in vielen Fällen, ob das Gebäude die Wärme speichern kann. Aus diesem Grund muss die wirksame Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes bestimmt werden (pauschale Annahme für massive Gebäude c wirk = 40 Wh/m³K * V e) . Aus der wirksamen Wärmespeicherfähigkeit wird der Ausnutzungsgrad für Wärmegewinne berechnet, der in den kalten Wintermonaten in der Regel bei 1 liegt (volle Ausnutzung) und im Sommer gegen 0 geht. Die Tabelle „Heizwärmebedarf“ enthält die wesentlichen Berechnungsergebnisse nach EN 832 für die 12 Kalender- monate und die Jahresbilanz in der Übersicht. Genauere Definitionen für die dargestellten Größen erhalten Sie, wenn Sie die Spaltenbezeichner anklicken. Die Werte der Tabelle kann man auch grafisch darstellen. Öffnen Sie dazu das Grafikfenster und schlagen Sie die Seite EnEV auf (Farben und Abmessungen stellt man unter „Grafik bearbeiten“ ein). Nach EnEV soll eine Nachtabschaltung berücksichtigt wer- den. Das in der EN 832 in solchen Fällen bisher angebotene

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Berechnungsverfahren ist jedoch sehr aufwendig und

ein Fx-W ert zum Leitwert multipliziert, im Bauteilformular

(noch?) nicht verfügbar. Der Heizenergiebedarf des Gebäudes setzt sich nach EnEV aus dem Heizwärmebedarf, dem Wärmebedarf für die Warmwasserbereitung und den technischen Wärmeverlusten

berechnet man einen ideellen U-Wert, der die mildernden Umstände der geringeren Wärmeableitung zum Keller be- rücksichtigt. Der ideelle U-Wert wird ebenfalls mit der Fläche multipliziert. Man erhält die folgenden Leitwerte für die Kel-

zusammen. Um den Energiebedarf für Warmwasser zu

lerdecke:

 

berechnen, stellen Sie in der Tabelle „Warmwasserberei-

aus Bauteilberechnung (A)

96,7 W/K

tung“ die Auswahl „integriert / Monat“ ein und geben die

aus EnEV-Berechnung (B)

77.7 W/K

Personenanzahl und die geschätzte Vorgabe für den Was- serbedarf ein. Die Warmwassertemperatur kann mit 60 °C,

A)

ohne Perimeterdämmung, Luftwechselrate im Kel- ler = 0.3.

die Eingangstemperatur am Hausanschluss mit 10 °C ange- nommen werden. Aufwandswerte für Leitungs- und Anlagenverluste, Eigen-

B)

Kellerdecke zum unbeheizten Keller ohne Perime- terdämmung, ohne WB-Zuschlag

verbräuche und Ansätze für Wärme, die aus der Umwelt

L

12.3

gewonnen wird, sind derzeit noch nicht einheitlich geregelt. Sie haben aber die Möglichkeit, in der Zeile „Nachweis der

Die pauschalen U-Wert-Zuschläge für Wärmebrücken sind verzichtbar, wenn die Wärmebrückenverluste explizit

Begrenzung des Energie- und Wärmebedarfs“ Ansätze (z.B.

berechnet werden. Wenn Sie im EnEV-Formular, Tabelle

aus der Literatur) manuell einzugeben.

„spezifische Wärmeverluste

“,

Spalte „Anmerkungen“ die

Der EnEV-Grenzwert für den Heizenergiebedarf besteht aus zwei Teilen, wenn die Warmwasserbereitung in der Hei- zungsanlage erfolgt. Der zweite Anteil entfällt, wenn eine externe oder gesonderte WW-Bereitung vorgesehen ist (z.B. Elt-Boiler, Fernwärme).

explizite Berechnung für Wärmebrücken einschalten (Fussnote 52), dann erhalten Sie die zusätzliche Tabelle „Wärmeverluste durch Wärmebrücken“. Hier wird die Länge bzw. die Anzahl und die Wärmebrückenverlustkoeffiziente der zwei- und dreidimensionalen Wärmebrücken eingetragen und der zusätzliche, thermische Leitwert L D,WB berechnet.

L 12.2

W echseln Sie auf die Seite Bauteil und geben Sie zunächst

einen neuen Bauteilquerschnitt, den Fußboden der Tiefgara- ge ein. Der Querschnitt besteht aus 24 cm Stahlbeton, Bau- teiltyp „Fußboden gegen Erdreich“.

Laden Sie den Querschnitt „DeckeZurTG“ und schalten Sie die Berechnung des Leitwertes zum Erdreich im Optionsme- nü zu. Wählen Sie in der zusätzlich angezeigten Tabelle „Wärmeübertragung über das Erdreich“ die Menüauswahl

„Thermischer Leitwert

verfahren für die „Decke über unbeheiztem Keller“ ein. Öff- nen Sie das Menü erneut und wählen Sie „neu berechnen“. DÄMMWERK analysiert daraufhin die vorhandenen Bauteil- und Gebäudedaten. Wenn Sie zuvor mit der „DeckeZurTG“ ein Anschlussbauteil konstruiert hätten (z.B. für die Berech- nung des Wärmebrückenverlustkoeffizienten des Kellerde- ckenanschlusses), würden auch die Parameter der An- schlussbauteile ermittelt und übernommen. Gehen Sie die Parametermaske durch und überprüfen Sie die Angaben. Der Durchgangskoeffizient der Kellerdecke ist der Durch- gangskoeffizient der „DeckeZurTG“, die Wanddicke der Umfassungswände die Dicke der Gebäudeaußenwände. Wenn Sie „Wanddicke“ anklicken, können Sie die Außen- wand als maßgebenden Querschnitt in der Bauteilübersicht auswählen. Die Wanddicke wird dann automatisch einge- setzt. Für den Durchgangswiderstand der Bodenplatte (Fuß- boden der TG), für den Durchgangswiderstand der Keller- wand zum Erdreich und für den Durchgangskoeffizienten der Kellerwand zur Außenluft wählen Sie in gleicher Weise den Querschnitt für den Kellerboden (24 cm Stb gegen Erdreich, s.o.) aus. Das Bodenplattenmaß wurde bereits in der EnEV- Berechnung verwendet und muss normalerweise nicht korri- giert werden. Gehen Sie davon aus, dass das TG-Geschoß 2,70 m hoch ist und vollständig unter GOK liegt. Die mittlere Einbindetiefe ist dann 2,70, die Höhe über GOK = 0 zu set- zen. Die Luftwechselrate in Kellern wird üblicherweise mit 0,3 1/h angenommen. Im vorliegenden Fall der TG ist von einem höheren Luftwechsel auszugehen. Das Luftvolumen kann als Berechnungsformel Grundfläche * 2,70 m eingegeben wer- den. Aus den gesammelten Angaben (Erläuterungen erhalten Sie, wenn Sie die dunkelblauen Begriffe links anklicken) wird der Thermische Leitwert L s = A * U = 96,7 W/K (EN ISO 13370,

Gl.25) berechnet. Den Berechnungsgang, der in der EN ISO 13370 beschrieben ist, kann man als „Formelhintergrund“ anzeigen lassen (= Formularoption). Die Berechnung eines Leitwertes gegen Erdreich unter- scheidet sich prinzipiell nicht von der Leitwertberechnung im EnEV-Formular. Im EnEV-Formular wird U-Wert, Fläche und

“ und stellen Sie das Berechnungs-

Energetisch ins Gewicht fallen insbesondere die zweidimen- sionalen Wärmebrücken, wie Gebäudeaußenecken, Decken- anschlüsse einschließlich Keller- und Dachdecke,

W andanschlüsse an die Außenwände, die Kellerdecke und

die Dachdecke, Fensterleibungen, -brüstungen und -stürze. Über die Zeilennummerierung der Tabelle „Wärmeverluste durch Wärmebrücken“ kann man WBV-Werte (Wärme- brückenverlustkoeffiziente) für Standardkonstruktionen aus der Literatur (z.B. Wärmebrückenatlanten) einlesen. Die Auswahl ist klein, denn die Vielfalt der möglichen Varianten unbegrenzt. DÄMMWERK eröffnet jedoch die Möglichkeit, WBV-Werte für zweidimensionale Wärmebrücken an individuell konstruierten Anschlüssen zu berechnen. Schlagen Sie dazu die Seite Bauteil auf, der Querschnitt „DeckeZurTG“ sollte sich noch in der Anzeige befinden. Rufen Sie die Querschnittsgrafik auf, öffnen Sie das Fenster „Anschlusskonstruktion“ und richten Sie den Anschluss ein (Näheres sh. Abschnitt 5). Die Anschlussbauteile sind die Hlz-AW oben und der Betonquerschnitt zum Erdreich unten (hier kann der Querschnitt Boden TG verwendet werden). Im Isothermenfenster muss die Einstellung „AW“ gewählt werden, der äußere Wärmeübergangswiderstand des Betonbauteils gegen Erdreich sollte einen Mindestwert Rse 0.001 besitzen (Querschnitt laden und Änderung vornehmen). Führen Sie die Isothermenberechnung bis zur Temperaturkonstanz durch und speichern Sie den berechneten Temperaturzustand. Die Berechnung der Wärmebrückenverlustkoeffizienten beruht auf einem

Vergleich der stationär nach DIN 4108 bestimmten Oberflächentemperaturen mit den tatsächlichen (iterierten). Öffnen Sie im Isothermenfenster das Erweiterungsfenster „manuelle Korrekturen“ und markieren Sie einen Netzpunkt im Innenbereich der Anschlussgrafik (oben links). Die ausgewählte Stelle wird später mit dem WBV-Wert beschriftet. Betätigen Sie anschliessend den gelben Schalter Y und bestätigen Sie die Rückfragen. DÄMMWERK berechnet den WBV-Wert mit 0.22 und beschriftet die Grafik. Zurück im EnEV-Formular kann der Querschnitt DeckeZurTG einschließlich Leitwert zum Erdreich und WBV-Wert neu übernommen werden. Sie müssen dann lediglich noch die Länge des Deckenanschlusses eingeben.

L 12.4

Laden Sie das Projekt „EFH“ (sh. A 11.2) und schlagen Sie die Seite EnEV auf. Stellen Sie im Formular von oben

beginnend folgende Berechnungsannahmen ein:

Wohngebäude nach EnEV §3 Abs.5, vereinfachtes Nach-

weisverfahren

Freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus

Seite 46

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Gebäude bis 2 VG, Fugendurchlässigkeit außenliegender Fenster und Fenstertüren Euro-Klasse 2 (EN 12207-1:1998), verlorenes Luftvolumen nach ISO 9972 bei 50 Pa Druckdifferenz <= 3 h -1 . Heizungsanlage (EnEV A1 Tab.3) Zentrale Heizungsanlage mit Brennwertkessel, WW- Bereitung zentral oder elektrisch, Qw <= 50°C, keine WW-Leitungen in AW-Schlitzen, Thermostat- ventile (optimierte Ausführung).

Wie beim vereinfachten WVO-Nachweis stellt DÄMMWERK den vorhandenen U-Werten die geforderten gegenüber und kommentiert den Vergleich. Die Grenzwerte Umax sind in

Abhängigkeit von der Gebäudeart, der Dichtheit des Gebäu- des und der Heizungsanlage in der EnEV festgelegt. Außer- dem wird der Fensterflächenanteil überprüft. Das vereinfach-

te Verfahren darf nur bei Fensterflächenanteilen zwischen 15

und 30% angewendet werden.

L 13.1

Laden Sie das Projekt Bürohaus-2 erneut (auf der Seite WVO mit dem Schalter „Dateiverwaltung, Datei laden“). Schalten Sie im Arbeitsblatt „Heizkosten“ die Formularoptio- nen „Qt mit Regionalklimadaten“ und den „Heizwärmebedarf“ zu. Die genauere Berechnung mit Regionalklimadaten ergibt für den Standort Tübingen Transmissionswärmeverluste von knapp 140.000 kWh/a. Das sind ca. 10% mehr als nach WVO angenommen. Noch deutlichere Unterschiede erhält man, wenn man die Lüftungswärmeverluste mit den regiona- len Klimafaktoren berechnet. Dazu kann aus dem Auswahl- menü 21 (Klick auf Lüftungswärmeverluste) die Formel Q L

= SF*h*0.34*G t *24/1000 eingelesen werden (ca.

40% höhere Verluste). Schalten Sie die Formularoption Heizkostenberechnung zu und wählen Sie aus dem Auswahlsystem 19 den Heizwert für leichtes Heizöl aus. Mit den übrigen Parametern ergeben sich Kosten von 7,7 Pfennig pro Kilowattstunde und ca. 11.900 DM pro Jahr für das gesamte Gebäude.

L 13.2

Schalten Sie den Wirtschaftlichkeitsvergleich und die Be- rechnung der Bauteilkosten im Optionsmenü zu. Wählen Sie unter Bauteilkosten – Bauteil die Fensterflächen für den Wirtschaftlichkeitsvergleich aus (DÄMMWERK addiert die Gesamtflächen zu ca. 550 qm). Geben Sie als Ausgangswert den Quadratmeterpreis „0“ an. Die energetischen Daten des Gebäudes werden mit dem Schalter „energetische Werte für Wirtschaftlichkeitsvergleich hinterlegen“ im Optionsfenster fixiert. Man kann dann die Gebäudeparameter verändern und

jeweils mit der hinterlegten Basisvariante vergleichen. Das Austauschen der Fenster durch bessere Konstruktionen (kF 1,3) erfolgt in der Hüllflächentabelle auf der Seite WVO´95. Öffnen Sie das Bauteilkontrollfenster für eine betroffene Fensterfläche (Zeilennummerierung), wählen Sie die bessere Fensterkonstruktion aus und bestätigen Sie das Übertragen auf alle anderen Fensterflächen. Heizwärmebedarf und Heizkosten werden unmittelbar mit den neuen Annahmen berechnet. Die Heizkosten für das Gebäude verringern sich um ca. 900 DM pro Jahr. Geben Sie nun unter Bauteilkosten bei „DM/qm“ die Mehrkosten von 65,- DM/qm an. Wenn für die Basisvariante Kosten eingegeben worden wären, dann müssten Sie die neuen Bauteilkosten angegeben (Differenz- bildung). Aktualisieren Sie die Investitionskosten (Spalte Investition) indem Sie den Wert anklicken. Investierte und eingesparte Kosten können jährlich verzinst werden. Außer- dem sollte eine Preissteigerung für Energie berücksichtigt werden. DÄMMWERK berechnet die Bilanz aus Investitionen

und Kosteneinsparungen nach 2, 4, 6, 8

die Größe „Gewinn“ aus. Negativer Gewinn bedeutet Verlust.

Jahren und gibt

Der Einbau verbesserter Fenster unter den o.g. Bedingungen und bei Preissteigerungs- / Verzinsungsraten von 5% lohnt sich nicht. Die Situation ändert sich, wenn Sie eine Wertstei- gerung des Gebäudes von z.B. 20.000 DM berücksichtigen. Die Begründung für die Wertsteigerung könnte z.B. ein höherer Wiederverkaufswert oder die Steigerung der Wohn- qualität (der Behaglichkeit) sein. Zur Überprüfung der Alternative „bessere Fassadendäm- mung“ ersetzen Sie die Fenster in der Hüllflächentabelle mit den ursprünglich gewählten Konstruktionen. Wählen Sie nun die Außenwände für die Ermittlung der Baukosten aus und setzen Sie „DM/qm“ auf „0“. Hinterlegen Sie den energeti- schen Zustand erneut. Ändern Sie dann im Bauteilformular die Dicke der Dämmschicht der Hlz-AW und bestätigen Sie die automatische Aktualisierung der Hüllflächentabelle (Seite WVO´95 aufschlagen). Mit zusätzlichen Kosten von z.B. 18 DM/qm für die dickere Dämmschicht erhalten Sie bereits diskutable Amortisationszeiten auch ohne „Wertsteigerung“.

L 14.1

Das Fenster „Drucken“ (Berechnungsformulare drucken) wird mit dem Bildschalter „Drucken“ in der Bedienleiste der For- mulare geöffnet. Mit den Bildschaltern „Berechnungsblatt

drucken“ und „Berechnungsblatt mit Kontrollgrafik drucken“ wird die Druckvorschau für das angezeigte Berechnungsblatt erstellt. Im ersten Fall wird nur die Berechnung, im anderen Fall die Berechnung und zusätzlich auf der ersten Druckseite die Querschnittsgrafik ausgegeben. Die Druckvorschau enthält die Seitenumbrüche, Seitenränder, Kopf- und Fußtex-

te und optional Ihr Firmenlogo. Kopf- und Fußtexte, Firmen-

logo, Seitenränder usw. stellt man global auf der Seite Diens-

te in dem Einrichtungsfenster „Seite einrichten“ ein. Die

Druckvorschau muss dazu geschlossen und später neu erstellt werden. Durch die Druckvorschau kann man blättern, Text nachtra- gen und Textblöcke manuell verschieben. Größe und Position der Kontrollgrafik kann in der Druckvor- schau durch Klick auf die Grafik geändert werden. Folgende Anordnungsparameter werden erfragt: der linken Einzug (Position der Kontrollgrafik auf dem Blatt relativ zum linken Blattrand), den Einzug von oben und die Druckbreite. Die Anzahl der Leerzeilen auf der ersten Druckseite (Zeilen, die auf der ersten Seite nach dem Kopftext eingefügt werden um Platz für die Grafik zu schaffen) kann nur auf der Seite Dienste eingestellt werden. Schalten Sie dazu die Kontroll- grafik ab und wieder an.

L 14.2

Im unteren Bereich des Fensters „Drucken“ befindet sich ein grün umrandeter Bereich mit der Ablageliste. Schalten sie auf die Seite WVO und betätigen Sie den Schal- ter Gesamtablage. Bestätigen Sie „alle Bauteile“ hinzufügen. Markieren Sie die erste Zeile in der Liste und tippen Sie „Einfg“. Schalten Sie auf die Seite „Projekt“ und betätigen sie den Schalter „Berechnungsblatt hinzufügen“. Ergänzen sie den Schallschutznachweis in selber Weise an geeigneter Position. Starten Sie mit dem Bildschalter „Ablage ausgeben“ die zusammenhängende Druckvorschau. Der Schalter „Berechnungsblatt hinzufügen“ ergänzt die Liste mit dem aktuellen Berechnungsblatt. Der Dateiname der benutzten Bauteil- oder Gebäudedatei und eine Kurzbe- schreibung des Arbeitsblatts (z.B. „(Bauteil)“ für das Bauteil- formular) wird notiert. Der Schalter „Gesamtablage“ legt die WVO-Berechnung, den Wärmebedarfsausweis und das Bauteilformular (k-Wert-Berechnung) für alle in der WVO- Berechnung verwendeten Bauteile ab. Wenn die Kontrollgra- fik aktiviert ist, werden auf Wunsch die Grafiken mit ausge- geben. Die Liste kann verändert werden: Position in der Liste markieren und „hinzufügen“ fügt das aktuelle Berechnungs- blatt an der markierten Position ein, Position markieren und Taste „Entf“ entfernt die markierte Position. Die Ablageliste

Seite 47

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ist quasi eine Druckjobliste, eine Notiz darüber, was und in welcher Reihenfolge gedruckt werden soll. Ausgegeben wird jeweils der letzte Stand der Berechnungen. Die Ausgabe kann aber auch in eine Datei erfolgen, sh. L 14.3.

L 14.3

Wählen Sie den Bildschalter „Datei / Formularablagedatei erstellen“ und bestätigen Sie den vorgeschlagenen Dateina- men „Ablage.rtf“ im aktuellen Arbeitsverzeichnis. Schließen Sie nach erfolgreicher Operation das Fenster „Drucken“ und öffnen Sie es erneut (Schalter „Export“ wird aktiv). Wählen Sie „Export“. DÄMMWERK kann formatierte Textdateien erstellen, die von

allen gängigen Textverarbeitungssystemen gelesen werden können. Das Dateiformat ist das Rich-Text-Format (RTF- Format). Der Schalter „Datei“ im Druckenfenster erstellt die Formularablagedatei (Dateiname ist unter „Formularablage“ angegeben) und nimmt alle gelisteten Berechnungsblätter auf. Der Schalter „Export“ öffnet die Textverarbeitung und übergibt die Datei. Alternativ kann eine Textverarbeitung unabhängig von DÄMMWERK gestartet und die Ablagedatei ABLAGE.RTF eingelesen werden. Die RTF-Dokumente enthalten nur die Berechnungen, keine Grafiken. Grafiken kann man über die windows-Zwischenablage einfügen. Die Bearbeitungsmöglichkeiten für die Grafiken (Größe und

Position, Beschneiden, Bearbeiten

Textverarbeitung ab. Formularablagen, die an die Textverar- beitung übergeben wurden sind nicht mehr unter der Kontrol- le von DÄMMWERK. Nach Änderungen an Bauteilen oder Gebäudeparametern muss die Formularablagedatei neu erstellt und übergeben werden. Die verwendete Textverarbeitung wird auf der Seite Dienste eingestellt – „Textverarbeitungssystem“ anklicken und aus- wählen. Ablagedateien für den BauText Textmanager erstellt man mit dem Schalter „Datei für BauText“. Bei dieser Dateioperation werden die benötigten Grafiken in temporären Zwischenab- lagen in Ihrem Installationsverzeichnis gespeichert und im Text notiert. Die Grafiken können dann später per Textverar- beitungs-Makro oder BauText-Funktion automatisch einge- fügt werden. Die BauText-Schnittstelle ist im November 2000 noch nicht fertiggestellt.

) hängen dann von der

L 14.4

Öffnen Sie im Grafikfenster das Fenster „Drucken“ und betätigen Sie den Schalter „Ausgabe starten“ (Drucker-Pikto- gramm). Die Grafik des Grafik-Fensters wird auf dem Dru- cker gezeichnet (geplottet). Schalten Sie mit dem Schalter

„zeichnen“ in die Einstellung „Kopieren (

starten Sie die Ausgabe erneut. Nun wird der Inhalt des Grafikfensters punktgenau zum Drucker übertragen, wegen

der endlichen Anzahl der Bildschirmpunkte dabei aber ge-

dehnt. Größere Grafikfenster (mehr

bessere Auflösung. Grafiken kann man „Zeichnen“ (als Vektorgrafik auf dem Drucker „plotten“) oder „Kopieren“ (die Bildschirmpixel über-

tragen). In der Einstellung „mit Briefkopf“ werden die Kopfzei- len und ggf. das Logo (sh. 14.1) mit ausgegeben. Die Wie- dergabe stimmt wegen unterschiedlicher Ausgabeverfahren mit der Darstellung auf den Textseiten nicht ganz exakt überein. Die Einstellung „als Anlage“ druckt den Text „Anlage

Punkte)“ und

Punkte) ergeben eine

“ mit laufender Nummerierung zusätzlich auf das Blatt.

L 14.5

Im unteren Bereich des Fensters „Drucken“ befindet sich ein grün umrandeter Bereich zum Sammeln und gemeinsamen Ausgeben verschiedener Grafiken. Der Schalter „Grafik vormerken“ listet die im Grafikfenster angezeigte Grafik an der zuvor festgelegten Position in der Liste. Dabei wird eine temporäre Grafikdatei im Arbeitsverzeichnis angelegt (Bit- map). Die Größe der gespeicherten Bitmap entspricht der aktuellen Größe des Grafikfensters (Wertebereich 2-12, kleines Fenster = kleine Bitmap = geringer Speicherplatzbe-

darf = geringe Auflösung). Nacheinander können bis zu 4 Grafiken in die Liste aufgenommen werden. Die Grafiken werden zur Kontrolle angezeigt, wenn man sie markiert. Die Grafiken können zusammen ausgegeben werden. Die Wiedergabegröße beim Drucken wird über die Auswahl- fläche „Ausgabeformat“ eingestellt. Man kann zwischen 5 Ausgabeformaten wählen, zwei große im Querformat für eine Grafik und drei kleinere im Hochformat. Bei kleineren Forma- ten passen mehrere (bis zu 4) Grafiken auf ein Blatt. Mit dem Schalter „Ausgabe starten“ rechts von der Liste können mehrere der gespeicherten Grafiken zusammen auf das Blatt gedruckt werden (zuvor auswählen oder Nummern ange- ben). Ein passendes Format wird vorgeschlagen. Auch die gelisteten Grafiken können „gezeichnet“ oder „kopiert“ wer- den (Einstellung des Schalters „zeichnen“, sh. 14.4). Dabei ist zu beachten, dass beim Zeichnen der letzte Bearbei- tungsstand der Grafik zu Papier kommt, beim Kopieren aber der in der Bitmapdatei gespeicherte Zustand. Das „Zeichnen“ benötigt wesentlich weniger Druckerspeicher.

Seite 48

L 14.3 Grafiken können in der windows-Zwischenablage oder in

Dateien gespeichert werden. In die Zwischenablage spei- chert man durch Doppelklick auf die Grafik im Grafikfenster. Schnelles und hochauflösendes Zwischenspeichern in die

windows-Zwischenablage erreichen Sie auch in der Bauteil-

übersicht. Bringen Sie dazu den Schalter „

schenablage kopieren“ in der Bauteilübersicht (Fensterecke rechts oben) in die gedrückte Stellung und wählen Sie per Mausklick aus. Das Speicherformart ist dann einheitlich 1200 Punkte breit und 848 Punkte hoch. Zum Speichern in eine Datei wählt man den Bildschalter „Grafik speichern“ im Grafikfenster. Voreingestellt ist das platzsparende jpeg-Dateiformat. Alternativ kann das bmp- Format gewählt werden. Die Größe und Auflösung der zwi- schen- oder dateigespeicherten Grafiken entspricht der Größe des Grafikfensters. Große Grafikfenster ergeben höhere Auflösung. Die Wiedergabegröße der Grafiken in anderen Programmen (z.B. Textverarbeitung) wird in den Fremdprogrammen selbst eingestellt. Hier kann man normalerweise markieren und ziehen oder Textfenster definieren und dann einfügen.

in die Zwi-