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Vergleichstest Naked Bikes

Es geht im Leben schließlich nicht immer


nur um Punkte. Hauptsache, der Spaß
kommt nicht zu kurz und man kann den
Punktesammlern erhobenen Hauptes in
die Augen sehen. Fünf radikale Spaßmacher
im Vergleich: Aprilia RSV 1000 Tuono R,
Benelli TnT 1130, Ducati Monster S4R,
Kawasaki Z 1000, KTM 990 Superduke.

KOPF HO
CH, BABY
Riser für Raser: Hochlenker und fehlende Verkleidung
machen die Aprilia Tuono zum verkappten Sportbike

APRILIA RSV 1000 TUONO R


Von Gert Thöle; Fotos: fact schaltet die TnT zum Zwischenspurt nicht runter, sondern rauf –
damit das Hinterrad auf dem silbrig schimmernden Asphalt nicht
ndlich freie Bahn in Sicht, eine Lücke im Gegenverkehr. Der durchdreht. Trotzdem reißt es die TnT mit infernalischem Krei-
E Pulk präpariert sich für einen heißen Zwischenspurt. Statt
kilometerlang im Zweiten hinter rußenden Laster herzuzuckeln,
schen voran, im Nu ist die Lücke geschlossen.
So sieht’s aus, das pralle Leben unter südfranzösischer Win-
mal wieder richtig durchladen. Ich dresche bei der Tuono gnaden- tersonne. Situationen, die den Spaß mit solch knackigen Naked
los den Ersten rein, der Zweizylinder brüllt auf, Sekunden später Bikes potenzieren. Kawasaki hat 2003 als erster Japaner mit der
schrumpft die rollende Schikane zu einem zittrigen Punkt im Z 1000 Würze in den fernöstlichen Einheitsbrei gebracht und
Rückspiegel. Karsten klappt einfach den Gasgriff um, auf dem Elemente aus der Streetfighter-Szene aufgegriffen, der Mut wurde
Hinterrad katapultiert ihn die Superduke an der Straßensperre mit einem tollen Verkaufserfolg honoriert. Aprilia stand schon
vorbei. Hinter ihm jubiliert der Reihen-Vierer in Norberts Z 1000 2002 mit der damals äußerst gewagten Tuono Gewehr bei Fuß.
in höchstem Tremolo, Christian kostet das rhythmisch ballernde Und für Benelli bedeutete die radikale TnT 1130 vergangenes Jahr
Stakkato seines Monster-Motors voll aus. den Durchbruch, nachdem der 900er-Dreizylinder in der Sport-
Und Sven auf der Benelli, hat er den Anschluss verpasst? Nur maschine Tornado weniger gut ankam. Ducatis seit 1993 gebaute
kurz, und das mit Kalkül: Er gönnt uns den kleinen Vorsprung, Monster-Reihe ist ohnehin Legende, ein Klassiker mit Fange-
meinde. Die S4R mit dem wassergekühlten Vierventil-V-Motor Bulldogge. Für KTM ein bedeutsamer Schritt, ist die Superduke
krönt die Baureihe. Jüngster Neuzugang dieses Segments ist die doch die erste echte, große Straßenmaschine der Österreicher.
KTM 990 Superduke, basierend auf der Rallye-Enduro 950 Adven-
ture, jedoch mit Einspritzung und gesteigerter Leistung. Kom- Der miefige Lkw-Verkehr liegt weit hinter uns, wir lassen es
promissloser als alle anderen, kantig und muskelbepackt wie eine auf der griffigen Straße von Marseille über den Col de la Gineste

BENELLI TnT 1130


Schub-Karre: Keine klingt kerniger, keine kommt
knackiger als Benellis zornige Dreizylinder-TnT
Cooler Look und eiskalte Action: Wer

Richtung Cassis ordentlich laufen. Tuono-Revier, Asphalt wie auf Armen am breiten Lenkergeweih reißt und unter verschleißträch-
der Rennstrecke. Zügige Kurven, hohes Tempo, topfebenes Ge- tigem Kupplungseinsatz. Die Maschine oben zu halten ist wegen
läuf. Die Aprilia kann ihre Abstammung von der vollverkleideten der zögerlichen Gasannahme ebenfalls nicht gerade easy.
Sportschwester RSV 1000 R nicht leugnen. Muss sie auch nicht, Was weniger ins Gewicht fällt, wenn beide Räder Bodenkon-
da sie Tugenden erbte, die auch einem Naked Bike gut zu Ge- takt behalten. Dann genießt man den tollen Zweizylinderschub im
sicht stehen. Nur die extreme Sitzposition bietet Diskussionsstoff. oberen Drehzahlbereich und das fantastische, straffe Sportfahr-
Die Rasten sitzen genau da, wo sie auch bei der Stummellenker- werk, das sich selbst auf extremen Buckelpisten nicht aus dem
Maschine angebracht sind, also weit hinten und ziemlich hoch. Konzept bringen lässt. Die Tuono ist eben eine Fahrmaschine,
Immerhin sorgt die verkrampfte Haltung für eine schier grenzen- kein Showstar.
lose Schräglagenfreiheit.
Und die kann der Tuono-Treiber auf solch griffigen Straßen voll Exhibitionismus pur verkörpert im Gegensatz dazu die
auskosten. Denn die Aprilia macht den Kurvenswing zum Kinder- Benelli TnT. Ein Vehikel für Leute, die im verspoilerten Lambo zur
spiel. Abklappen, reinlegen und mit sauberem Strich durch die sonntäglichen Dorfmesse fahren würden. Und im Gegensatz zur
Kurve pfeilen. Das passt. Wenn die Italienerin in engen Kehren Tuono meilenweit entfernt von ihrer Basis, der Tornado. Geradezu
auch nicht gerade superhandlich wirkt, so harmonieren die Pirelli erotische Formen, eine insektenhafte Lampenmaske und schluss-
Diablo doch perfekt: Die Tuono lenkt sich neutral, bleibt stabil auf endlich ein Auspuff, der beinahe unanständig unter der schmalen
Kurs. Kein Vergleich mit früheren, eher störrischen Testmaschinen, Sitzbank hervorragt – das Teil geht unter die Haut, oder es stößt
die auf Dunlop D 207 RR oder Metzeler Sportec M-1 standen. ab. Wobei der Perfektionist an allen Ecken und Enden Details ent-
Geht es um den Unterhaltungswert, übt sich die Aprilia in vor- deckt, die man hätte schöner lösen können.
nehmer Zurückhaltung. Sicher, sie sieht schon ein bisschen zornig Aber Schwamm drüber. Denn die Show stimmt nicht nur im
aus in ihrem zerklüfteten Outfit, ein spektakuläres Showprogramm Stand, die TnT fährt nicht minder eindrucksvoll. Sie bleibt der
scheitert indessen an der Kombination aus elendig langer Über- Tuono im Kurvengeschlängel hinter Marseille auf den Fersen,
setzung und einem Motor, der im relevanten mittleren Bereich in kann allerdings ihr etwas höheres Gewicht nicht völlig verbergen.
ein herbes Loch fällt. Wheelies gelingen nur, wenn man mit beiden Trotzdem fällt sie ohne großen Kraftaufwand in Schräglage und

32 MOTORRAD test + technik 3/2005


trägt die Nase am höchsten?

zieht jeden Radius wie mit dem Zirkel gezeichnet durch. Was die Luft weg – und Sven schaltet für jeden Zwischenspurt sicher-
wohl der hohen Last auf dem Vorderrad sowie den tollen Michelin heitshalber hoch!
Pilot Power der Testmaschine zuzuschreiben ist. Dass das hintere
Federbein viel Vorspannung braucht, ist eine Konsequenz der Erst einmal durchatmen, am besten bei einem Kaffee-
frontbetonten Gewichtsverteilung. Denn die erfordert für guten päuschen in Cassis. Die Franzosen stehen offensichtlich auf das
Komfort hinten eine relativ weiche Auslegung, die Hinterhand ge- schlichte Design der Ducati S4R, unterwegs waren uns einige
rät daher unter harter Belastung mitunter ins Stuckern und geht offen ballernde Monster begegnet. Das Highend-Modell hat sich
im Extremfall sogar auf Block. Immerhin sind Zugdämpfung und mit feinen Teilen wie der kunstvollen Einarmschwinge und dem
Federbasis verstellbar, bei der sauber ansprechenden Gabel ver- doppelten Schalldämpfer herausgeputzt. Dekorative Rallyestreifen
misst man die dem Rotstift zum Opfer gefallenen Einstellmöglich- und ein großer, mit Chrom eingefasster Rundscheinwerfer im Stil
keiten in keiner Weise. früher Café Racer betonen die klassische Erscheinung. Leider
Das eigentliche TnT-Erlebnis passiert jedoch nicht in Schräg- passen die überall herumbaumelnden Schläuche und Leitungen
lage, sondern auf der Geraden hinter jeder Kurve, wenn der röh- sowie der wie ein Fremdkörper vor den Motor gehängte Kühler
rende Dreizylinder sein einzigartiges Spektakel aufführt. Der Sound nicht ganz ins Bild. Auch könnte man über die unförmige Vor-
ist unbeschreiblich. Heiser, kehlig, nach oben hin in ein bitter- schalldämpfer-Blase trefflich streiten.
böses Fauchen übergehend. Das Schärfste dabei ist die Aus- Ungetrübten Genuss verspricht hingegen der wassergekühlte
puffklappe, die den Abgasen ab rund 4000 Umdrehungen freies Vierventiler aus dem Supersportler 996. Er kommt mit richtig
Blasen genehmigt. Was weniger die Leistungsentfaltung, wohl schönem Druck von unten und beschwert sich überhaupt nicht,
aber den Sound beeinflusst. Das akustische Erlebnis ist die wenn der Gang vor dem Anbremsen mal etwas länger drin bleiben
passende Begleitmusik für einen sensationellen Schub. Gas um- muss. Dass er leistungsmäßig in diesem Testfeld ein wenig hinter-
klappen, und dann kommt ein gewaltiger Schlag ins Genick. 3,1 herhinkt, fällt selbst dann nicht auf, als wir auf schnellen Geraden
Sekunden im letzten Gang von 60 auf 100 km/h, der gleiche von Cassis in Richtung der Rennstrecke von Le Castellet sprinten.
Wert von 100 auf 140: Bestmarken, an denen sich selbst eine über Die Kritik von Fahrer Christian bezieht sich vielmehr auf das
170 PS starke ZX-10R die Zähne ausbeißt. Da bleibt einem glatt Fahrwerk. Geradeaus läuft die Monster ordentlich, gibt sich in

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Kult und Kultur: Ducatis Hightech-Monster vereint
edelste Zutaten mit einem drehfreudigen Vierventilmotor

DUCATI MONSTER S4R


Kurven jedoch zickig, schwenkt nur widerwillig ein und vermittelt Bremse ist kaum dosierbar. Damit kann man sich unter astreinen
in Schräglage wenig Feedback. Aufbrüche oder Bodenwellen Bedingungen auf ebenen Straßen arrangieren, bei der selektiven
führen gar zu einem Eiertanz, da lässt der verunsicherte Pilot es Streckenführung und dem holperigen Untergrund der Passstrecke
freiwillig ruhiger angehen. Die Sitzposition mit dem seltsam flach von Gémenos zum Col de l’Espigoulier ist das Vergnügen indes
gekröpften Lenker, der für eine gestreckte, wenig entspannte stark eingeschränkt.
Haltung sorgt, trägt außerdem ihren Teil dazu bei, dass sich ech-
tes Wohlbefinden nie einstellen will. Neben einem unglücklichen Verschärfte Bedingungen, die auch eine Kawasaki Z 1000
Chassis-Layout spielt auch die nicht sehr homogene Federungs- in die Bredouille bringen. Zu komfortbetont sind deren Federele-
abstimmung eine Rolle. Zwischen der stuckrigen Gabel und dem mente ausgelegt, als dass sie der ungleichförmigen Bodenkontur
laschen Federbein herrscht Disharmonie. Vorn fehlt es an Komfort wirksam etwas entgegensetzen könnte. Trotzdem ist das Fahrver-
und am Ansprechverhalten, die weich gefederte Hinterhand knickt gnügen ungleich höher als mit der Duc, weil der Z unter normalen
bei hartem Herausbeschleunigen ein. Daran ändern selbst die Verhältnissen nichts Substanzielles vorzuwerfen ist. Das Fahrwerk
umfangreichen Einstellmöglichkeiten nichts. spricht sauber an, ist gut ausbalanciert und hinreichend stabil.
Überhaupt fehlt es der Hightech-Monster an allen Ecken und Norbert erfreut sich an der Handlichkeit und den problemlosen
Enden irgendwie an Feinschliff. Kupplung und Gas sind schwer- Umgangsformen. Und das knackige Rot gefällt ihm nebenbei
gängig, die Instrumente nicht besonders gut ablesbar, die hintere auch recht gut. Hinter dem kernigen Auftritt verbirgt sich ein durch
und durch seriöses Motorrad, von dessen Antrieb sich mancher Spitzenleistung zu erreichen, denn im oberen Drehzahlbereich
wohl mehr Aggressivität erwartet. Der schön direkt und sauber am beißt der 1000er richtig zu. Eine solide Maschine, die mit ihrer
Gas hängende Reihen-Vierzylinder geht in der Mitte nicht be- Geschmeidigkeit keine besonderen Ansprüche an das Personal
sonders tatkräftig zur Sache, ein paar zusätzliche Kubikzentimeter stellt und die sich mit ihrer rundum guten Alltagstauglichkeit in der
täten solch einem Streetfighter ganz gut. Sicher nicht, um mehr Punktewertung auf den zweiten Platz schiebt.

KAWASAKI Z 1000
Alles wird gut: Die Kawa Z 1000 ist eine Maschine
für Optimisten, preisgünstig, problemlos, positiv
DATEN

APRILIA Motor Max. Drehmoment 101 Nm bei 7300/min Alu-Gussräder 3.50 x 17; 6.00 x 17
RSV 1000 Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-60- Schadstoffwerte (Homologation) in g/km Reifen 120/70 ZR 17; 190/50 ZR 17
Grad-V-Motor, Kurbelwelle quer liegend, zwei CO 1,426 / HC 0,239 / NOx 0,046 Bereifung im Test Pirelli Diablo
TUONO R Ausgleichswellen, je zwei oben liegende, über
Zahnräder und Kette getriebene Nockenwel- Fahrwerk
len, vier Ventile pro Zylinder, Tassenstößel, Maße und Gewichte
Brückenrahmen aus Aluminium, geschraub- Radstand 1415 mm, Lenkkopfwinkel 65 Grad,
Trockensumpfschmierung, Einspritzung, Ø 51 tes Rahmenheck, Upside-down-Gabel, Ø 43
mm, ungeregelter Katalysator, Lichtmaschine Nachlauf 99 mm, Federweg v/h 120/135 mm,
mm, verstellbare Federbasis, Zug- und Druck- Sitzhöhe* 820 mm, Gewicht vollgetankt* 211
400 W, Batterie 12 V/10 Ah, hydraulisch be- stufendämpfung, Zweiarmschwinge aus Alu-
tätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechs- kg, Zuladung* 190 kg, Tankinhalt 18 Liter.
minium, Zentralfederbein mit Hebelsystem,
ganggetriebe, O-Ring-Kette. verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstu-
Bohrung x Hub 97,0 x 67,5 mm fendämpfung, Doppelscheibenbremse vorn, Garantie zwei Jahre
Hubraum 998 cm3 Ø 320 mm, Vierkolben-Festsättel, Scheiben- Service-Intervalle alle 7500 km
Verdichtungsverhältnis 11,4:1 bremse hinten, Ø 220 mm, Zweikolben-Fest- Farben Rot, Schwarz, Silber
Nennleistung 92 kW (125 PS) bei 9500/min sattel. Preis inkl. Nebenkosten 10 999 Euro

BENELLI Motor Schadstoffwerte (Homologation) in g/km Maße und Gewichte


TnT 1130 Wassergekühlter Dreizylinder-Viertakt-Reihen- CO 3,094 / HC 0,857 / NOx 0,182 Radstand 1419 mm, Lenkkopfwinkel 65,5
motor, zwei oben liegende, kettengetriebene Grad, Nachlauf 99 mm, Federweg v/h 120/
Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Tas- Fahrwerk 115 mm, Sitzhöhe* 810 mm, Gewicht voll-
senstößel, Nasssumpfschmierung, Einsprit- Brückenrahmen aus Stahl und Aluminium, getankt* 221 kg, Zuladung* 179 kg, Tankin-
zung Ø 53 mm, Lichtmaschine 550 W, Batte- Upside-down-Gabel, Ø 50 mm, Gitterrohr- halt/Reserve 16/5 Liter.
rie 12 V/12 Ah, hydraulisch betätigte Mehr- schwinge aus Stahl, Zentralfederbein mit
scheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, Garantie zwei Jahre
Hebelsystem, verstellbare Federbasis und Service-Intervalle alle 10 000 km
O-Ring-Kette. Zugstufendämpfung, Doppelscheibenbremse
Bohrung x Hub 88 x 62 mm Farben Schwarz, Grün, Rot, Gelb
vorn, Ø 320 mm, Vierkolben-Festsättel, Schei- Preis 12 900 Euro
Hubraum 1131 cm3 benbremse hinten, Ø 240 mm, Zweikolben- Nebenkosten 300 Euro
Verdichtungsverhältnis 11,2:1 Festsattel.
Alu-Gussräder 3.50 x 17; 6.00 x 17
Nennleistung 101 kW (137 PS) bei 9250/min Reifen 120/65 ZR 17; 190/55 ZR 17
Max. Drehmoment 118 Nm bei 6750/min Bereifung im Test Michelin Pilot Power

DUCATI Motor Max. Drehmoment 96 Nm bei 7000/min Reifen 120/70 ZR 17; 180/55 ZR 17
MONSTER S4R Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-90- Schadstoffwerte (Homologation) in g/km Bereifung im Test
Grad-V-Motor, Kurbelwelle quer liegend, je CO 1,055 / HC 0,230 / NOx 0,052 Michelin Pilot Sport, vorn „D“
zwei oben liegende, zahnriemengetriebene Maße und Gewichte
Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, des- Fahrwerk Radstand 1440 mm, Lenkkopfwinkel 66 Grad,
modromisch betätigt, Nasssumpfschmie- Gitterrohrrahmen aus Stahl, Upside-down- Nachlauf 94 mm, Federweg v/h 130/148
rung, Einspritzung, Ø 45 mm, ungeregelter Gabel, Ø 43 mm, verstellbare Federbasis, Zug- mm, Sitzhöhe* 800 mm, Gewicht vollge-
Katalysator, Lichtmaschine 520 W, Batterie und Druckstufendämpfung, Einarmschwinge tankt* 206 kg, Zuladung* 184 kg, Tankinhalt/
12 V/12 Ah, hydraulisch betätigte Mehrschei- aus Aluminium, Zentralfederbein mit Hebel- Reserve 15,5/3 Liter.
ben-Trockenkupplung, Sechsganggetriebe, O- system, verstellbare Federbasis, Zug- und Garantie zwei Jahre
Ring-Kette. Druckstufendämpfung, Doppelscheibenbrem- Service-Intervalle alle 10 000 km
Bohrung x Hub 96,0 x 68,8 mm se vorn, Ø 320 mm, Vierkolben-Festsättel, Farben Schwarz, Schwarz/Weiß,
Hubraum 996 cm3 Scheibenbremse hinten, Ø 245 mm, Zweikol- Rot/Weiß, Blau/Weiß
Verdichtungsverhältnis 11,6:1 ben-Festsattel. Preis 11995 Euro
Nennleistung 83 kW (113 PS) bei 8750/min Alu-Gussräder 3.50 x 17; 5.50 x 17 Nebenkosten 245 Euro

KAWASAKI Motor Max. Drehmoment 96 Nm bei 8000/min Reifen 120/70 ZR 17; 190/50 ZR 17
Z 1000 Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihen- Schadstoffwerte (Homologation) in g/km Bereifung im TestBridgestone BT 012/019 „J“
motor, zwei oben liegende, kettengetriebene CO 3,090 / HC 0,567 / NOx 0,100
Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Tas- Maße und Gewichte
senstößel, Nasssumpfschmierung, Einsprit- Radstand 1420 mm, Lenkkopfwinkel 66 Grad,
Fahrwerk Nachlauf 101 mm, Federweg v/h 120/138
zung, Ø 38 mm, ungeregelter Katalysator mit Rückgratrahmen aus Stahl, Motor mittra-
Sekundärluftsystem, Lichtmaschine 336 W, mm, Sitzhöhe* 820 mm, Gewicht vollge-
gend, Upside-down-Gabel, Ø 41 mm, verstell- tankt* 221 kg, Zuladung* 180 kg, Tankinhalt
Batterie 12 V/8 Ah, mechanisch betätigte Mehr- bare Federbasis und Zugstufendämpfung,
scheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, 18 Liter.
Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zentralfe-
O-Ring-Kette. derbein mit Hebelsystem, verstellbare Feder- Garantie zwei Jahre
Bohrung x Hub 77,2 x 50,9 mm basis und Zugstufendämpfung, Doppelschei- Service-Intervalle alle 6000 km
Hubraum 953 cm3 benbremse vorn, Ø 300 mm, Vierkolben-Fest- Farben Orange, Rot, Schwarz
Verdichtungsverhältnis 11,2:1 sättel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Leistungsvariante 72 kW (98 PS)
Nennleistung Einkolben-Schwimmsattel. Preis 9995 Euro
93,4 kW (127 PS) bei 10 000/min Alu-Gussräder 3.50 x 17; 6.00 x 17 Nebenkosten 105 Euro

KTM Motor Max. Drehmoment 100 Nm bei 7000/min Alu-Gussräder 3.50 x 17; 5.50 x 17
990 SUPERDUKE Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-75- Schadstoffwerte (Homologation) in g/km Reifen 120/70 ZR 17; 180/55 ZR 17
Grad-V-Motor, Kurbelwelle quer liegend, je CO 0,996 / HC 0,140 / NOx 0,120 Bereifung im Test Pirelli Diablo „T“
zwei oben liegende, kettengetriebene Nocken-
wellen, vier Ventile pro Zylinder, Tassenstößel, Fahrwerk Maße und Gewichte
Trockensumpfschmierung, Einspritzung, Ø 48 Gitterrohrrahmen aus Stahl, geschraubtes Radstand 1438 mm, Lenkkopfwinkel 65,5
mm, geregelter Katalysator, Lichtmaschine Rahmenheck, Upside-down-Gabel, Ø 48 mm, Grad, Nachlauf 103 mm, Federweg v/h 135/
450 W, Batterie 12 V/11 Ah, hydraulisch be- verstellbare Federbasis, Zug- und Druck- 160 mm, Sitzhöhe* 840 mm, Gewicht voll-
tätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechs- stufendämpfung, Zweiarmschwinge aus Alu- getankt* 199 kg, Zuladung* 181 kg, Tank-
ganggetriebe, O-Ring-Kette. minium, Zentralfederbein, direkt angelenkt, inhalt 15 Liter.
Bohrung x Hub 101,0 x 62,4 mm verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstu-
Hubraum 1000 cm3 fendämpfung, Doppelscheibenbremse vorn, Garantie zwei Jahre
Verdichtungsverhältnis 11,5:1 Ø 320 mm, Vierkolben-Festsättel, Scheiben- Service-Intervalle alle 7500 km
bremse hinten, Ø 240 mm, Einkolben- Farben Orange, Schwarz
Nennleistung 88 kW (120 PS) bei 9000/min Schwimmsattel. Preis inkl. Nebenkosten 11990 Euro

*MOTORRAD-Messungen
An Aggressivität mangelt es der KTM 990 Superduke im des Reizes aus: Diesen Motor will, muss man spüren. Ärgerlicher
Gegensatz zur Kawa nun wirklich nicht. Dieses Motorrad fährt ist der finanzielle Spaßzuschlag. Wer hart am Kabel zieht, kommt
sich genau so radikal, wie es aussieht, da hält der Inhalt, was die auf den französischen Passstraßen auf zwölf Liter pro 100 Kilo-
Verpackung verspricht. Die Verarbeitung ist superb, das Erschei- meter. Bei 15 Liter Tankvolumen flackert schon nach weniger als
nungsbild aufgeräumt und clean. Auf den anspruchsvollen Pass- 80 Kilometern die Reservelampe auf. Da heizt man einen Pass
strecken im Hinterland der Riviera fühlt sich die spritzige Super- rauf und runter und muss sofort nach der nächsten Zapfsäule
duke in ihrem Element. Auf dem Hinterrad ballert Karsten die Ausschau halten.
Steigungen hoch. Der gierige Einspritzmotor hängt am Gas wie Für die ständige Tankerei entschädigt ein einzigartiges Fahr-
kein zweiter V-Zwo, er kennt nur eine Parole: volle Pulle. Ein Blick erlebnis, das ähnlich wie bei der Benelli aber wohl nicht jeder-
auf das Leistungsdiagramm zeigt, welch prächtige Abstimmung manns Sache ist. Denn so direkt wie der spritzige Antrieb ist alles
den Technikern gelungen ist. Eine Kurve wie mit dem Lineal an der Superduke. 199 Kilogramm Lebendgewicht, eine radikale
gezogen, ohne die kleinsten Buckel oder Dellen. Nicht minder Fahrwerksauslegung und die hohe, aufrechte Sitzposition ergeben
beeindruckend, wie direkt der 75-Grad-V-Motor reagiert. Was die ein extrem direktes Lenkgefühl knapp unterhalb der Grenze zur
gefühlte Leistung nochmals steigen lässt. Mit gemessenen 120 Nervosität. Wer von einem sturen, schweren Tourensportler um-
PS an der Kupplung und einem hervorragenden Leistungsgewicht steigt, könnte auf den ersten Metern ob der spontanen Lenkreak-
steht die Superduke ohnehin ordentlich im Futter. tionen zunächst verunsichert sein. Profis wie MOTORRAD-Tester
Damit avanciert die KTM zum absoluten Showstar. Wheelies? Karsten haut die einzigartige Dynamik glatt vom Hocker. Zumal
Praktisch unvermeidbar, selbst im Zweiten taucht der Horizont ab, die satt dämpfende WP-Federung hinten wie vorn exzeptionell
ohne dass der Fahrer im Geringsten dazu beiträgt. Stoppies? gut anspricht, trotz großer Reserven mehr Komfort als die straffe
Ebenfalls viel einfacher als mit jedem anderen Motorrad in diesem Aprilia bietet. Einzig wer die KTM auf dem holprigen Pass-
Vergleich, da die KTM über die besten Bremsen verfügt. Vorn abschnitt kurz vor dem Gipfel am Col de l’Espigoulier ganz hart
brachial, dank Radialpumpe trotzdem mit allerfeinstem Feedback. rannimmt, bringt das Hinterrad beim Beschleunigen selten einmal
Selbst hinten mit bester Wirkung und Dosierbarkeit – obwohl das zum Springen. Ob ein Hebelsystem in Extremfällen doch mehr
Hinterrad ja meistens in der Luft baumelt. Reserven als die direkte Anlenkung bringen würde?
Die Euphorie sollte einige Schwächen nicht überdecken: Der Ansonsten steht die Fahrwerksauslegung außerhalb jeglicher
Zweizylinder vibriert im oberen Drehzahlbereich ziemlich derb, Kritik. Allerdings nur, solange die Pirelli Diablo in gutem Zustand
läuft ganz unten rau und kantig, bleibt zudem mitunter in den sind. Vorn verwendet KTM eine T-Version mit weicherer Karkasse,
unpassendsten Situationen mit einem Plopp einfach stehen. Der die im Vergleich zur ebenfalls mit den Diablos bereiften Aprilia zu
raubauzige, explosive Charakter macht allerdings sicher einen Teil höherem Verschleiß neigt. Und wenn der Reifen erst einmal seinen

Lass mich zuerst: Gerangel um die


Pole Position vor der perfekten Lücke
Zenit überschritten hat, gerät die Abstimmung der KTM aus den Das Prickelnde bei diesen unverkleideten Brennern ist frei-
Fugen. Dann schlingert sie plötzlich in Schlangenlinien um die lich nicht der Rausch der Geschwindigkeit, sondern die rasante
Kurven, muss mit konsequentem Körpereinsatz auf Linie gehalten Beschleunigung. So sind wir dann gar nicht unerfreut, als uns
werden. Der Geradeauslauf bleibt dagegen vom Zustand der Rei- bei der Rückfahrt in Richtung Mittelmeerküste wieder dichterer
fen unbeeindruckt, die Stabilität für ein so schnelles Naked Bike Verkehr erwartet. Schon bald macht sich erneut so ein Laster im
unter allen Umständen tadellos. Notfalls geht die große Duke locker Schneckentempo vor uns breit. Das stört aber keinen, denn jeder
Tacho 240, ohne den Fahrer mit Pendeltendenzen zu verunsichern. weiß: Bald kommt sie wieder, die perfekte Lücke.

KTM 990 SUPERDUKE


Radikalinski: Die Superduke fährt genau so kompromiss-
los, wie es die kantige Kontur vermuten lässt
-MESSUNGEN LEISTUNGSDIAGRAMM 1

ki
In der Spitze liegt die Kawasaki mit der Benelli gleichauf, die Drehmoment-

asa
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lia

ell

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kurve der TnT spiegelt jedoch deutlich deren eindrucksvolle Power wider.

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Du
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Be

Ka

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Nicht so durchzugsstark, aber wunderschön homogen ist die Leistungs-
Fahrleistungen entwicklung der KTM. Ähnlich gleichmäßig kommt nur die Ducati, der aller-
Höchstgeschwindigkeit* km/h 245 250 240 245 220 dings in der Spitze einige PS fehlen. Wobei der mittlere Drehzahlbereich
bei den Naked Bikes wichtiger ist, und da leisten sich sowohl die Aprilia
Beschleunigung wie auch die Kawa zwischen 5000 und 6000/min einen Durchhänger.
0–100 km/h sek 3,3 3,0 3,2 3,4 3,4
0–140 km/h sek 5,2 4,9 5,3 5,3 5,2
0–200 km/h sek 10,3 9,4 11,2 10,5 10,1

Durchzug
60–100 km/h sek 5,0 3,1 4,1 4,2 4,3
100–140 km/h sek 4,9 3,1 4,1 4,5 4,0
140–180 km/h sek 7,2 3,8 5,0 4,7 4,7

Tachometerabweichung
effektiv (Anzeige 50/100) km/h 50/100 45/93 46/95 48/97 48/96

Kraftstoffverbrauch
Kraftstoffart Super Super Super Normal Super
bei 100/130 km/h Liter/100 km 5,2/5,6 5,5/6,4 5,3/5,8 5,5/6,3 5,6/6,5
Landstraße Liter/100 km 5,6 6,4 5,1 5,9 6,8

Theoretische Reichweite
Landstraße km 321 250 304 305 221

*Herstellerangabe 1Leistung an der Kupplung. Messung auf Dynojet-Rollenprüfstand 150, korrigiert nach
ECE, maximal mögliche Abweichung ± 5%

-T E S T E R G E B N I S

APRILIA Sie hätte den Sieg noch fester


1 zementieren können, hätte der Zweizylinder im
Homologationszustand nicht diesen herben
Durchhänger. Abgesehen davon leistet sich der
nackte Sportler keine ernsthaften Schwächen.

KAWASAKI Selten im Mittelpunkt, jedoch


2 keineswegs Mittelmaß. Zum Sieg fehlen der
einzigen Japanerin mehr Konsequenz bei der
Fahrwerksabstimmung und ein Motor, der dem
knackigen Design gerecht wird.

KTM Die Superduke kann mehr als nur gute


3 Laune verbreiten, sie sammelt auch in der
Alltagswertung reichlich Punkte. Einzige, aber
ernsthafte Spaßbremse: der hohe Verbrauch
und die damit verbundene geringe Reichweite.

BENELLI Wer mit der TnT fährt, schaltet


4 den Verstand ab, das ist pure Emotion. Bei
nüchterner Betrachtung gewinnt sie die Eigen-
schaftswertung, verspielt den Gesamtsieg
durch Verbrauch, Abgaswerte und Verarbeitung.

DUCATI Die Edel-Monster kommt mit wun-


5 derschönen Details, wirkt aber weder optisch
noch fahrerisch homogen. Am Motor liegt
es nicht, der begeistert mit viel Drehmoment
und noch mehr Drehfreude.
40 MOTORRAD test + technik
-PUNKTEWERTUNG

i
nkt le
l

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zah
Pu xima

lli
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ANTRIEB Topspeed 30 22 23 21 22 18 DIE TUONO VERLIERT HIER viele Punkte, weil
Beschleunigung 30 22 26 23 22 23 sich ihr V-Twin im wichtigen mittleren Bereich einen herben
Durchzug 30 18 29 24 23 24 Durchhänger leistet. Das gibt doppelt Abzüge, nämlich im Durch-
Ansprech-/Lastwechselverhalten 20 12 11 12 14 14 zug und in der Leistungsentfaltung. Bei der Monster hapert es
Leistungsentfaltung 30 18 27 24 23 26 eher an der Schaltbarkeit, die Fahrleistungen sind dank des dreh-
freudigen Vierventilers auf ordentlichem Niveau. Leider startet
Starten 10 8 8 6 9 9
sie recht unwillig. Die TnT brilliert mit brutalem Schub und alles
Kupplung 10 7 7 5 9 9
überragendem Leistungsverlauf, sie dürfte im Kurvenscheitel
Schaltung 20 15 12 10 14 13 jedoch weicher ans Gas gehen. Die Superduke ist immer vorn
Getriebeabstufung 10 7 7 8 8 8 dabei, nur die werksseitige Topspeed-Angabe von lediglich 220
Gesamtübersetzung 10 5 7 6 9 9 km/h kostet sie unverdientermaßen Punkte.
Summe 200 134 157 139 153 153

FAHRWERK Handlichkeit 30 24 24 21 23 25 BESTNOTEN IM HANDLING erntet die knapp 200


Stabilität in Kurven 40 32 34 29 29 30 Kilo leichte KTM, bezüglich Stabilität kann sie jedoch nicht mit der
Lenkpräzision 30 25 26 22 23 25 Aprilia oder Benelli mithalten. Die Tuono verfügt über das beste
Geradeauslaufstabilität 30 23 26 25 21 21 Fahrwerk, das sie von der Sportversion geerbt hat. Auch die KTM-
Fahrwerksabstimmung solo 40 32 28 26 28 31 Federung überzeugt mit weitem Einstellbereich und im Gegensatz
Fahrverhalten mit Sozius 30 21 19 19 23 19 zur Duc mit ausgewogener Grundabstimmung. Die Benelli ist eher
in Richtung Komfort getrimmt, hat daher begrenzte Reserven.
Summe 200 157 157 142 147 151

SICHERHEIT Bremsdosierung 30 24 25 23 23 28 DIE EINZIGE MASCHINE im Test mit Lenkungsdämpfer


Verzögerung/Betätigungskraft 30 25 26 25 23 24 ist die Aprilia, Kickback ist daher kein Thema. Wirklich kritische
Bremsen mit Sozius/Fading 10 8 7 8 7 7 Lenkerschläger sind jedoch auch die anderen Nakeds nicht. Die
ABS/Verbundbremse 30 0 0 0 0 0 KTM verfügt über hervorragende Stopper. Das Heck steigt aller-
Schräglagenfreiheit 20 20 19 18 16 19 dings bei Vollbremsungen, was zu Abzügen bei der Bremsstabilität
wie auch bei der maximalen Verzögerung führt. Dort hat die Ducati
Bodenfreiheit 10 7 7 7 7 6
ebenfalls Schwächen, bei ihr geht das Problem allerdings von
Lenkerschlagen/Shimmy 20 18 15 14 14 14
der Gabel aus, die im Extremfall zum Flattern tendiert. Durchweg
Bremsstabilität 10 8 7 4 8 6 gute Noten bekommt das Quintett für die hohe Schräglagenfreiheit,
Aufstellmoment beim Bremsen 10 7 8 5 7 5 ordentliches Licht und vernünftig angebrachte Spiegel.
Fern-/Abblendlicht 20 14 13 12 14 14
Sicht nach vorn/hinten 10 8 6 7 7 7
Summe 200 139 133 123 126 130

ALLTAG Ausstattung 30 15 12 14 15 16 DAS IST ÄRGERLICH: Die Kombination aus kleinem Tank
Wartungsfreundlichkeit 10 5 6 5 5 5 und hohem Verbrauch führt bei Benelli und KTM zu ziemlich gerin-
Theoretische Reichweite 20 13 9 12 12 7 gen Reichweiten. Dass die Superduke die leichteste Maschine des
Zuladung 20 9 7 8 6 7 Vergleichs ist, wird bei der Handhabung honoriert. Die TnT verliert
Handhabung 20 14 12 14 13 17 Punkte in der Ausstattung, weil an der Gabel nichts einstellbar ist.
Summe 100 56 46 53 51 52

KOMFORT Sitzkomfort Fahrer 40 24 27 22 26 27 ERGONOMISCH EINWANDFREI sind nur die


Sitzkomfort Sozius 20 6 4 6 8 6 Arbeitsplätze von Benelli, Kawasaki und KTM. Der Tuono-Pilot
Windschutz 20 6 3 4 2 2 muss seine Beine etwas verkrampft zusammenfalten, bei der
Laufruhe Motor/Antrieb 20 9 11 9 13 11 Ducati stört der flache, seltsam gekröpfte Lenker. Für Beifahrer
Summe 100 45 45 41 49 46 ist der Komfort beim gesamten Quintett eingeschränkt. Erstaun-
lich guten Windschutz für ein Naked Bike bietet die Aprilia.
EIGENSCHAFTSWERTUNG 800 531 538 498 526 532
KOSTEN/UMWELT Garantie 30 15 15 15 15 15 IHR GESAMTES GUTHABEN aus der Eigenschafts-
Verarbeitung 20 15 11 14 15 15 wertung verspielt die Benelli durch mäßige Abgaswerte, den hohen
Verbrauch (Landstraße) 30 15 11 18 15 9 Verbrauch und die im Detail recht schludrige Verarbeitung. Auch
Inspektionskosten 30 18 17 11 19 13 die KTM kostet der exorbitante Verbrauch letztlich eine Topplatzie-
Unterhaltskosten 20 7 7 8 7 8 rung. Die Aprilia leistet sich hier keine Schwächen und kann dieses
Kapitel für sich entscheiden, die Kawa büßt bei den Abgaswerten
Abgaswerte 30 26 14 27 19 24
entscheidende Punkte ein. Günstigste Maschine im Verbrauch
Preis-Leistungs-Verhältnis 40 18 14 15 19 16
ist die Ducati, was keine Überraschung ist. Dafür ist sie in der
Summe 200 114 89 108 109 100 Anschaffung und bei den Inspektionskosten recht kostspielig.

GESAMTWERTUNG 1000 645 627 606 635 632


PLATZIERUNG 1. 4. 5. 2. 3.
MOTORRAD test + technik 41