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Dezember 2011 » THEMA Positiv leben Kann ein Tag mit HIV zum Alltag werden? »

Dezember 2011

Dezember 2011 » THEMA Positiv leben Kann ein Tag mit HIV zum Alltag werden? » FILM
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» THEMA

Positiv

leben

Kann ein Tag mit HIV zum Alltag werden?

» FILM

Romantisch,

fetzig, sexy

Tragik-Komödie „Romeos“

» COMMUNITY

Mr Fetish

Germany

Bremer „Kohlkönig“ holt Titel

» COMMUNITY Mr Fetish Germany Bremer „Kohlkönig“ holt Titel Geschenke! Geschenke! Der große gab-Gabentisch

Geschenke!

Geschenke!

Der große gab-Gabentisch

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Entflieht dem Alltag und entdeckt mit Delta Air Lines die aufregende Vielfalt Amerikas.
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möglich von vielen weiteren deutschen Flughäfen über Paris und Amsterdam abzufliegen.
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E D I T O R I A L

 

Ho Ho Ho

 

Die temporeiche Homöo-Edition

Es ist Winter, es ist kalt, also hat man eine Erkältung

- soweit, so gut! In diesem Jahr hatte ich den irrsinnig klugen Einfall, bereits bei den ersten Anzeichen von rauem Hals und mehr Dosenkopf als sonst, Medika- mente zu besorgen. Ich hatte außerdem die Woche vorher eine Reportage gesehen, die riet, dass man in Apotheken gezielt nach preiswerteren Mitteln fragen soll, weil der geschäftstüchtige Apotheker die nicht freiwillig rausrückt. Also bin ich in der Mittag- pause los, mit Halsschmerzen, Strickschal und guten Vorsätzen. In der Apotheke brachte ich mein Anlie-

gen vor, aber schon beim Satz „

aber lieber hätte

ich was entsprechendes Preiswerteres“ begann die Apothekerin mit dem Kopf zu schütteln. Sie hatte die Sendung offensichtlich auch gesehen: „Das Medika-

ment, das sie möchten, ist nicht wirklich wirksam“, wusste sie (aha?!), „Ich würde ihnen eher zu diesem Präparat raten, und als Ergänzung dann noch die- ses homöopathische, dass ist allerdings ein bisschen kompliziert einzunehmen, weil sie am ersten Tag 12 Tabletten im Abstand von einer Stunde nehmen müssen, und jeweils eine Viertelstunde vorher und nachher nichts essen und nichts trinken sollten. Aber am zweiten Tag sind‘s dann nur noch sechs Ta- bletten, die sie einnehmen müssen. Dann würde ich Ihnen zusätzlich noch zu diesem Mittel raten, das trinken Sie dann“, prasselte es auf mich ein. Mein Kopf schwirrte. Mit rasender Geschwindigkeit hat- te Madame drei Packungen auf den Tresen gezau- bert, und begann, Tasten auf der Kasse zu drücken.

„Äh, Moment mal

“,

versuchte ich ihren Aktionis-

mus auszubremsen, sie schaute aber nur kurz auf und meinte „Ach so, haben sie sonst irgendwelche chronischen Krankheiten? Dann dürfen Sie das eine Medikament nämlich nicht nehmen“. „Ähhh, das zum Trinken möchte ich gar nicht“, brachte ich mit meiner letzten kranken Kraft hervor. „O.K.“, sagte sie enttäuscht. „Dann geb‘ ich ihnen eine kostenlo- se Probe mit, dass können Sie ja später noch holen. Macht dann 12,95“. Ich gab mich geschlagen. Um mich vor Selbstzweifeln zu schützen, der kapitalis- tischen Gesellschaft nicht gewachsen zu sein, redete ich mir ein, dass ich ja krank sei und gerade nicht

so kämpferisch drauf. Was es im Grunde genommen nicht besser macht. Eines muss man zur Ehrenret- tung der Apothekerin allerdings sagen: die Mittel haben gewirkt. Meine Erkältung verlief noch nie so glimpflich wie dieses Mal.

Viel Spaß mit der Dezemberausgabe wünscht Björn Berndt

Die fünf besten Zitate der Dezember-Ausgabe:

1. In jedem schwulen Mann steckt ein zartes Pflänzchen.

2. Der Bremer Lederverein hat mich zu seiner „Kohl und Pinkelfahrt“ eingeladen.

3. Meistens haben die, die geschützten Sex haben wollen, gar keine Kondome dabei.

4. Wir hatten Prothesen für die Brüste und die Hüfte.

5. Wer will zum Vögeln schon immer High-Energy- Techno dröhnen haben?

INHALT » DEZEMBER

» STARTER

MODERNE »

MENSCHEN

4

Netzwerke, Umwege und Haltung

MODERNES » Ganz schön dufte!

LEBEN

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THEMA » WEIHNACHTSBASAR Sack, Rute und Belohnung

6

AKTUELL » GESELLSCHAFT 10 Bambi Bushido und der Kohlkönig

KULTUR »

FILM

12

Machos, Gender, Latextitten

KULTUR »

BUCH

16

Jungs, Hengste und Engel

KULTUR »

MUSIK

20

Bei aller geistigen Umnachtung - alle Achtung!

THEMA »

HIV

22

Und jetzt?

» REGIONAL

THEMA » FRANKFURT

»

WELT-AIDS-TAG

2 6

Gesundheit lebenslänglich

SZENE » FRANKFURT

»

KOLUMNE

2 7

Spanisches Temperament

»

SOCIETY

2 8

Geschmeckt hat‘s immer!

»

COMMUNITY

3 0

Das können wir euch nicht vorenthalten

»

GASTRO

3 2

Nicht so deutsch, nicht so Winter

»

KULTUR

3 3

Prilblumen, Mumien, Hüpfburgen

»

PARTY-PROFILE

36

Trainierte Sportler und Gin-Tonic

SZENE » MAINZ/WIESBADEN Theater, Theater im Kurhaus

40

SZENE »

MANNHEIM

42

Die Leder-High-Society zu Gast am Neckar

SZENE » REGION Schlittern auf der Lahn

45

SZENE »

REICH UND SCHÖN

46

Mehr Gin-Tonic, bitte!

» SERVICE

»

TERMINE

48

738 Sachen zum Machen

»

FERNSEHEN

5 3

Ich lass‘ mich gerne berieseln

» PINK PAGES

Navigation ohne Akkus

5 4

»

KLEINANZEIGEN

5 8

Von Lesern - für Leser

» HINTEN

REISE »

SKI-SPASS

60

Warme Waden und Jagertee

PORTFOLIO »

PURE SHOTS

62

Das Hobby zum Beruf gemacht

»

IMPRESSUM

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AKTION »

LESER

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Fortuna ist diesen Monat sehr aktiv

HOMOSKOP » DEINE STERNE 666 Herz aus Glas - wann zerspringst du?

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Foto: DAH

MODERNE » MENSCHEN

MODERNE » MENSCHEN

Geouteter Kicker

So geht Netzwerk

Ihm sollte man besser nicht dumm kommen, denn Andreas Wermter ist seit über 30 Jahren im Kampfsport zu Hause und war 2009 sogar Deutscher Meis- ter im Kickboxen. Zwei gebrochene Nasen und etliche Blessuren zeugen da- von. Was viele seiner Gegner nicht wissen: der 45-jährige Koblenzer ist schwul und seit 17 Jahren HIV-positiv. Mit seinem Mann Wolf- gang (Foto links) ist er zudem als Rollen- modell in der „Ich weiß was ich tu“-Kam- pagne der Deutschen AIDS-Hilfe engagiert. Aus seinem alten Karateverein wurde er 2003 gemobbt, als seine Infek- tion dort bekannt wurde. Im Kickboxen hat er mit seinem offenen Auftreten noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. „Ich weiß, dass es viele schwule Kampfsportler gibt, doch die meisten blei- ben lieber unerkannt.“ Mit seinem Bei- spiel will er nicht nur ihnen, sondern auch HIV-Positiven Mut ma- chen: „Wer infiziert ist, muss seine sportli- chen Ziele noch lange nicht auf- geben!“ End- lich mal ein geouteter Ki- cker! (bm)

Foto: 20th Century Fox
Foto: 20th Century Fox
Foto: Caroline True
Foto: Caroline True

Nach seinem umjubelten Konzert in London sah man George Michael Back- stage in inniger Diskussion mit Ex-Musiker, jetzt-Schauspieler Justin Timber- lake. Der ehemalige Teeny-Star (30) war ebenso begeistert von Michaels Per- formance, wie George (48) von der Anwesenheit Timberlakes in der ersten Reihe in der Royal Albert Hall. Beide freundeten sich an und planen jetzt sogar eine musikalische Kooperation. Timberlake, der sich seit seinem Album „Fu- ture Sex / Love Sounds“ aus 2006 verstärkt auf schauspielerischen Aktivitä- ten konzentriert, könnte damit nach der Zusammenarbeit mit Madonna („4 Minutes“) einen erneuten musikalischen Coup landen. Kommerziellen Druck müssen beide Künstler nicht haben: Timberlake erreichte mit nur zwei Alben ernormen Erfolg, und auch Michael blickt nach seiner langen Karriere gelas- sen in die Zukunft: „Mein Ego ist befriedigt, ich kümmere mich nicht mehr um Chart-Erfolge, sondern um Authentizität“. Hübsches Paar! (bjö)

 
Justin Timberlakes neuster Film „In Time“ startet am 1.12.

Justin Timberlakes neuster Film „In Time“ startet am 1.12.

Hochzeit mit Umwegen

Latino-Hüfte Ricky Martin möchte sich gerne mit seinem Freund Carlos Gonzales verpartnern lassen; in seiner Heimat Puerto Rico ist das aber noch nicht möglich: „Ich hätte gerne in meinem Land, auf meiner Insel die Möglich- keit zur eingetragenen Partnerschaft, aber leider gibt es das bei uns noch nicht, was ich für lächerlich halte“, wird er im Guardian zitiert. Über findige bürokratische Umwege hat der Sänger nun neben seiner amerikanischen auch die spanische Staatsbürgerschaft erlangt (seine Großmutter kommt aus Spanien, er besitzt ein Haus in Madrid - und ist eben ein weltbekannter Pop- star), was ihm nun die Möglichkeit eröffnet, sich in Spanien zu verpartnern. In der spanische Tageszeitung „El Pais“ erklärte er, dass er sich zwar auch in den USA verpartnern lassen könne, er aber lieber die homofreundliche Einstellung des spanischen Parlaments unterstützen möchte. Spanien hat 2005 als eines der ersten und bis heute eins der wenigen Länder weltweit, die gleichberech- tigte Ehe für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt. Am 24.12. 2011 feiert Ricky Martin seinen 40. Geburtstag (bjö)

Foto: Sony Music
Foto: Sony Music

G E B U R T S TA G S K I N D E R

 

Gregg Araki, 17.12.1959

Der in Kalifornien geborene Regisseur gilt als Mitbe- gründer des „New Queer Cinema“ der 90er und dreht ungewöhnliche Low-Budget- Filme über queere Teenager (zuletzt: „Kaboom“). Sein erfolgreichster Film „Myste- rious Skin“ (2004) kreist um die Aufarbeitung einer Kindesmisshandlung. „Ich wollte den Schwulen jenseits des Mainstream eine Stimme geben“, meint er im Interview. Araki bezeichnet sich als schwul, hatte aber Ende der 90er eine Affäre mit der Schauspielerin Kathleen Robertson, die er bei den Dreh- arbeiten zu seinem Film „Nowhere“ kennen lernte.

Foto: Senator
Foto: Senator

Hape Kerkeling, 9.12.1964

Foto: ZDF/Felix von Boehm
Foto: ZDF/Felix von Boehm

Der Schauspieler, Comedian, Autor und berühmteste deutsche Jacobsweg-Pilger wurde Anfang der 1990er neben Alfred Biolek und (fälsch- licherweise) Götz George von Rosa von Praunheim

in einer Fernsehsen- dung ohne sein Einverständnis öffentlich geoutet. „Sensiblere Naturen als ich hätten sich jetzt wahrscheinlich mit dem Fön in die Badewanne gelegt. Was soll‘s. Morgen werden sie eine andere Sau durchs Dorf treiben“, lautete sein Kommentar damals.

Thomas Bäppler, 24.12.1961

Foto: Coty Prestice/Lancester
Foto: Coty Prestice/Lancester

Der Frankfurter Tanzlehrer ist mit seinem Alter-Ego „Bäppi“ auf dem besten Weg, ein echtes Frank- furter Original zu werden - das Schlappmaul dazu hat er schon mal! Mit seinen Comedy-Shows im

eigenen Theatersaal seiner Tanzschule, bei offiziellen Feiern oder Zeremonien im Merkel- oder Petra-Roth-Kostüm, als Moderator der CSD-Bühne oder mit seinem neuen Format „Couchge- babbel“, in dem auch Politiker aus Hessen von Petra Roth bis Boris Rhein zu Gast auf der roten Couch sind - Bäppi mischt überall mit! (bjö)

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MODERNES » LEBEN

Ganz schön dufte!

Fünf Parfüm-Tipps für den Winter

Möchte „Mann“ Parfüm zu Weihnachten geschenkt bekommen? Was ist der richtige Duft? Welcher Typ bin ich? Auf was stehe ich? Passt das zu mir? Selber schnuppern und dann riechen ist die Devise und wer sich unsicher ist bekommt hier fünf kleine Duftmarken gesetzt, die sich zu etwas Großem entwickeln können!

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URBAN-CHECK

 
URBAN-CHECK   Optik Profi, Weinsberg Professionelle und stilsichere Beratung bei Brillen, Sonn- brillen und

Optik Profi, Weinsberg

Professionelle und stilsichere Beratung bei Brillen, Sonn- brillen und Kontaktlinsen bietet Optik Profi in Weinsberg. Als einer der ersten Optiker Deutschlands bietet das Team um Christof Klinger die brandneue Augenmessmethode „Eyecode“ an, die eine bisher unerreichte Präzision in der Berechnung und Anpassung von Brillengläsern ermöglicht. Aus der großen Auswahl an Fassungen kann man von modischen bis zeitlosen Designs wählen, bei den

Sonnenbrillen fällt insbesondere die jetzt schon erhältliche 2012-Kollektion von D-Squared ins Auge. Optik Profi, Kernerstr. 21, Weinsberg. optik-profi.com

jetzt schon erhältliche 2012-Kollektion von D-Squared ins Auge. Optik Profi, Kernerstr. 21, Weinsberg. optik-profi.com
Optik Profi, Kernerstr. 21, Weinsberg. optik-profi.com Sofa & Co Möbel mit Funktion - so lautete die

Sofa & Co

Möbel mit Funktion - so lautete die Maxime von „Sofa & Co“ in Frankfurt. Dabei kommt das gute Design bei den Sesseln, Sofas und Sitzlandschaften nicht zu kurz: „Sofa & Co“ hat den Möbelhersteller „Brühl“ als Haupt-Partner, der außergewöhnliche Sitzmöbel von zeitlos klassisch bis Design-Avantgarde anfertigt und auch flexible Lösungen für innovative Bett/Sofa-Kombinationen entwickelt. Abge- rundet wird das Angebot mit einer Auswahl an Leuchten, Kleinmöbeln und Wohnaccessoires namhafter Hersteller und einem Outlet-Store in Dreieich.

Sofa & Co, Schweizerstr. 90, Frankfurt. sofaundco-ffm.de

Sofa & Co, Schweizerstr. 90, Frankfurt. sofaundco-ffm.de
Foto: babsala / photocase.com
Foto: babsala / photocase.com

Krauß Immobilien

Seit 1991 - also bereits 20 Jahre lang - ist das fünfköpfige Team um Petra Krauß für den Verkauf von Eigentumswoh- nungen und Häusern und der Vermietung von Wohn- und Gewerberäumen tätig. Das Immobilienbüro im Frankfurter Nordend ist Mitglied im Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständiger und informiert in regelmäßigen Vorträgen auch über Themen wie gesetz- liche Neuerungen für Eigentümer, Umweltschutz oder Sanierung. Krauß Immobilien, Nordendstr. 45, Frankfurt. krauss-immobilien.de

für Eigentümer, Umweltschutz oder Sanierung. Krauß Immobilien, Nordendstr. 45, Frankfurt. krauss-immobilien.de
Immobilien, Nordendstr. 45, Frankfurt. krauss-immobilien.de E C D A Davidoff Champion Energy - McFist vs. Fickness
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Davidoff Champion Energy - McFist vs. Fickness First! So manche Gerüche steigen einem in die Nase sobald man ein Fitnessstudio betritt - wohlwollende Düfte weichen Testosteron und herbem Männerschweiß. Wer dies nicht kennt, hat entweder ein privates Studio, Personal Trainer oder von Muckibude noch nie etwas gehört. Jetzt gibt es für alle Bauchträger etwas sportliches, ohne Muskelkater zu bekommen. Pampelmuse und Bergamotte beleben Körper und Geist, Eichenmoos und Zeder wirken anziehend auf Trainingskameraden, Gal- banum und eine Gewürzmischung bringen jedes Herz zum schwitzen - Sex ist ja auch Sport! B Gucci Guilty pour Homme - Der reife Reifenwechsler In jedem schwulen Mann steckt ein zartes Pflänzchen, und nur zu oft erhoffen wir uns, mit unseren medialen Persönlichkeitsprofilen den richtigen Hollywood-Automechaniker- Macho-Gentlemen an Land zu ziehen. Leider verbergen sich auch hinter diesen Kerlen kleine Orchideen. Sprüh dir einfach die männliche Reife von Gucci mit Zedernholz und Patchouli aufs Brusttoupet - aber Vorsicht: Laven- del, Zitrone und Orange versprechen auch hier einen grünen Daumen. C Yves Saint Laurent L‘Homme Libre - Aktenkoffer voller Aktion Ein Duft, der wieder neu „erfunden“ wurde, allerdings ohne Einbruch in Stil und Klasse. Man hat das Gefühl, mit einem Bänker übers sommerliche Wochenende an die See zu düsen und dabei jeglichen Luxus zu genießen. Mit Anis, Basilikum, Veilchenblättern, Muskat und Pfeffer genügt eine verschneite Skihütte voll und ganz. Wem das nicht reicht, dran schnuppern, kaufen und einen Bänker angeln. Frankfurt hat bekanntlich einige! D Dsquared Potion - Der Zaubertrank Da dachte man, der letzte Teil lief bereits im Kino, doch dann kommt ein neuer, verbesserter Harry in die Parfümerien - in Form eines Duftes mit Minze, Thymian, Kaschmirholz, Rose, Zimt und einigem mehr spürt man hier allerdings den erwachsenen Mr. Potter auf der Haut, was nicht unbedingt das Schlechteste ist. Nur aufpassen: zu viel von der Herznote Enzian, und aus dem sexy Burschen wird der gruselige Heino! E Dior Fahrenheit - All Time Classic Jeder kennt ihn, aber nicht jeder mag ihn! Die Meinungen spalten sich bei diesen Klassiker, vermutlich gibt es ihn deswegen auch in ge- schätzten 10 Variationen. Für die einen ist es der Pierce Brosnan aus Remington Steele, für die anderen einfach nur ein herber Wegbegleiter à la Clint Eastwood. Beide Herren leicht verfaltet, aber deswegen nicht weniger cool! Leder, Nelke, Muskat und Geißblatt sind nur wenige der vielen Inhaltstoffe, aber wen interessiert, was drin ist - wichtig ist nur, wie es sich anfühlt! Verbringt Zeit mit ihm, lernt ihn kennen, und er bleibt für immer. Eben ein wahrer Klassiker. (tib)

es sich anfühlt! Verbringt Zeit mit ihm, lernt ihn kennen, und er bleibt für immer. Eben
es sich anfühlt! Verbringt Zeit mit ihm, lernt ihn kennen, und er bleibt für immer. Eben
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es sich anfühlt! Verbringt Zeit mit ihm, lernt ihn kennen, und er bleibt für immer. Eben

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THEMA » WEIHNACHTSBASAR MODERNE » MENSCHEN Geschenke, Geschenke! Der große gab-Gabentisch Die große Bescherung

THEMA » WEIHNACHTSBASAR

MODERNE » MENSCHEN

Geschenke, Geschenke!

Der große gab-Gabentisch

Die große Bescherung gibt‘s für gab-Leser bereits vor dem Heiligen Abend! Unser Weihnachtsbasar ist wie immer vollgepackt mit ausgewählten Präsenten. Teilnehmen ist ganz einfach: eine Mail bis Fr, 09.12. (Einsendeschluss) an Leser@gab-magazin senden, Stichwort des Wunschgeschenks in die Betreffzeile und die Adresse nicht vergessen. Viel Glück wünscht das gab-Team!

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C Foto: babsala / photocase.com
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Foto: babsala / photocase.com
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Tutenchamun

A D B E C Foto: babsala / photocase.com F Tutenchamun A Für die Ausstellung in

A Für die Ausstellung in Frankfurt wurde die Grab-

stätte des Pharaonenkönigs originalgetreu nachgebildet - Ge- schichte zum Durchlaufen! Wir ver- losen 5x2 Tickets für einen Besuch bei Mumien und goldenen Sarkopha- gen - Stichwort „Hm - hm - hm“.

Mehr zur Ausstellung gibt‘s auf Seite

34.

- hm - hm“. Mehr zur Ausstellung gibt‘s auf Seite 34. tut-ausstellung.de Kaufhaus Hessen B „Think

tut-ausstellung.de

Kaufhaus Hessen

B
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„Think global, act local“ - so

das Motto von Kari Deppe

und Katja Zöller, die in ih- rem Laden mitten in Bornheim (Ber- gerstr. 288) ausschließlich Produkte aus Hessen anbieten - von Kunst- handwerk über Bücher bis hin zu Werkzeugen und Lebensmitteln gibt‘s hier hessische Vielfalt. Wir

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verlosen einen Präsentkorb im Wert von 30 EUR mit Stern-Kaffee, Mar- melade, Blütensirup und Bethmänn- chen. Stichwort „Hessen essen“

kaufhaushessen.de

Hairlich

Stichwort „Hessen essen“ kaufhaushessen.de Hairlich Das Beauty-Institut ist von Bockenheim nach Born- heim-Ost

Das Beauty-Institut ist von Bockenheim nach Born-

heim-Ost gezogen und hat sein Angebot erweitert: neben der bereits bekannten Haarentfernung per IPL-Lichtbehandlung bietet „Hairlich“ jetzt auch Body-Forming

mit Ultraschall und individueller Er- nährungsberatung auf Basis mo- dernster Stoffwechselanalyse. Wir verlosen 3 Gutscheine im Wert von je 100 EUR im neuen Studio in der Wittelsbacher Allee 91 - ob für Harr- entfernung oder Body-Forming kann der Gewinner selbst entscheiden.

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Stichwort:

frankfurt.de

Körperwelten der Tiere

„Bodytalk“

frankfurt.de Körperwelten der Tiere „Bodytalk“ h a i r l i c h - D Gunter

hairlich-

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Gunter von Hagens Plasti- nat-Werkstatt präsentiert in

ihrer neuen Ausstellung erstmals einen Blick unter Haut, Fell

und Federn: die Ganzkörperplastina- te zeigen ausschließlich Tiere wie Bären, Gorillas, Haifische, Giraffen, Elefanten oder die mit 6 mal 3,50 Metern gigantische Sehkuh, und of- fenbaren dabei Außergewöhnliches:

eine Giraffe hat eine ca. 50cm lange Zunge und der Rüssel des Elefanten wird von 40.000 Muskeln gesteuert. Die Ausstellung ist seit dem 15.10. im Frankfurter Senckenberg Muse- um zu sehen, wir verlosen 5x2 Ti- ckets. Stichwort: „King Kong strip-

ped“

5x2 Ti- ckets. Stichwort: „King Kong strip- ped“ koerperweltendertiere.de Goldpavillon Der Frankfurter

koerperweltendertiere.de

Goldpavillon

Der Frankfurter Spezialist

für schönen Schmuck darf

bei unserem Weihnachts- basar nicht fehlen! Aus der chicen Dykon-Kollektion von Teno verlosen wir dieses coole geflochtene Leder- armband mit Edelstahl-Verschluss. Stichwort: „Am Puls der Zeit“

goldpavillon.de / teno.demit Edelstahl-Verschluss. Stichwort: „Am Puls der Zeit“ Alnatura E F Die aus dem hessischen Bi- ckenbach

Alnatura

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Die aus dem hessischen Bi-

ckenbach stammende Bio-

Kette gehört mit bundes- weit 61 „Super Natur Märkten“ zu den bekanntesten Bioläden. Der Frankfurter Markt in der Eschershei- mer Landstr. 60 - 62 verlost einen leckeren Präsentkorb im Wert von 30 EUR, gepackt mit ausgewählten Alnatura-Produkten - der Gewinner

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kann selbst mitauswählen! Stich- wort: „Bio Mio“ alnatura.de

Stich- wort: „Bio Mio“ a l n a t u r a . d e El

El Sur

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Der Modeladen mit exklusi- ven Designs aus Südameri-

ka ist vor zwei Monaten in die Alte Gasse 71 umgezogen. Jeans,

T-Shirts, Strickpullis, Hoodies, Bade- mode, Unterwäsche oder Acces- soires - wir verlosen 2 Gutscheine im Wert von je 25 EUR für‘s Weih- nachtsshopping, Stichwort „Hola,

Guapo!“ Jose R.
Guapo!“
Jose R.

el-sur-frankfurt.de

Frankfurts Szenefriseur ist

seit September frisch unter

der Haube (gab berichtete) - in seinem Laden bekommt man nicht nur einen flotten Haarschnitt, sondern natürlich auch das Neueste

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aus der Szene berichtet (inklusive des gab-Magazins). Die Frisur steht jedoch im Mittelpunkt, daher verlo- sen wir 2 mal „Waschen, Schneiden, Fönen“ für die gab-LeserInnen. Stichwort: „Die perfekte Welle“

für die gab-LeserInnen. Stichwort: „Die perfekte Welle“ jose-r.de Karamba - Das Musical I Auf der Reeperbahn,

jose-r.de

Karamba - Das Musical

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Auf der Reeperbahn, im

Hamburger „Schmidt Thea- ter“ seit 2008 ein voller Er- folg, kommt die quirlige Schlager- Revue „Karamba“ ab dem 29. März 2012 in die Willy-Barandt-Halle nach Mühlheim. Wir verlosen schon jetzt 3x2 Tickets für die Show am Mi,

4.4.2012. Stichwort: „Spaniens Gitar- ren erklingen“. Mehr zur Revue „Ka- ramba“ gibt‘s auf Seite 33.

Mehr zur Revue „Ka- ramba“ gibt‘s auf Seite 33. main-schmidt.de Gut , diese Scheine zu haben!

main-schmidt.de

Gut, diese Scheine zu haben!

Nur vom 1. bis 3.12.2011

Gut , diese Scheine zu haben! Nur vom 1. bis 3.12.2011 Super-Gut-Schein 1 10 % Nicht
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Gut , diese Scheine zu haben! Nur vom 1. bis 3.12.2011 Super-Gut-Schein 1 10 % Nicht
Gut , diese Scheine zu haben! Nur vom 1. bis 3.12.2011 Super-Gut-Schein 1 10 % Nicht

Super-Gut-Schein 1

10 %

Nicht mit anderen Aktionen

kombinierbar. Gültig in der Zeit vom 1. bis 3.12.2011. Pro Person nur jeweils ein Gutschein einlösbar.

3.12.2011. Pro Person nur jeweils ein Gutschein einlösbar. Super-Gut-Schein 2 20 % Nicht mit anderen Aktionen

Super-Gut-Schein 2

20 %

jeweils ein Gutschein einlösbar. Super-Gut-Schein 2 20 % Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Gültig in der
jeweils ein Gutschein einlösbar. Super-Gut-Schein 2 20 % Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Gültig in der

Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Gültig in der Zeit vom 1. bis 3.12.2011. Pro Person nur jeweils ein Gutschein einlösbar.

3.12.2011. Pro Person nur jeweils ein Gutschein einlösbar. „late night shopping“ am Donnerstag 1.12.2011 bis 23.00
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„late night shopping“

am Donnerstag 1.12.2011 bis 23.00 Uhr

night shopping“ am Donnerstag 1.12.2011 bis 23.00 Uhr Textorstraße 27 Mo-Fr 9:30 - 19:30 Uhr /

Textorstraße 27

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THEMA » WEIHNACHTSBASAR

Metropol Sauna

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Zentral gelegen, mit einer

großen Dampfsauna und einer finnischen Sauna, ei- nem Trainings- und Kraftraum, Bar und Kabinen und täglichen Specials auf 1.000 qm ist die Frankfurter Me- tropolsauna eine der wichtigsten An- laufstellen der Gay-Sauna-Kultur.

Passend zur kalten Jahreszeit verlo- sen wir drei 6er-Karten. Stichwort:

„Hot Tub“ Romeos
„Hot Tub“
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metropol-sauna.de

Ein Coming-Out-Film? Ein Coming-of-Age-Film? Ein Gender-Film? „Romeos“Stichwort: „Hot Tub“ Romeos metropol-sauna.de von Regisseurin Sabine Bernadi hat ein bisschen von alldem.

von Regisseurin Sabine Bernadi hat ein bisschen von alldem. Am 15.12. läuft der Film im Frankfurter Kino „Orfeo‘s Erben“ (Hamburger Allee 45), und wir verlosen 3x2 Tickets für die Abendvorstellung. Stichwort:

„Anders als du denkst“. Mehr zum Film gibt‘s auf Seite 12.

derfilm.de

denkst“. Mehr zum Film gibt‘s auf Seite 12. derfilm.de r o m e o s -

romeos-

Weihnachtsmarkt mit Hausmanns

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Der „Pink Monday“ im Ok-

toberfestzelt von Veranstal-

ter Eddy Hausmann war ei- nes der großen Szeneevents 2011.

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Das Familienunternehmen hat (na- türlich) auch einen Stand auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt, di- rekt auf dem Römerberg (Höhe Hausnummer 28, gegenüber der Rö- merzeile). Für den Stand verlosen wir 3 Gutscheinhefte im Wert von je 12,50 EUR - für fröhlichen Weih- nachtsgenuss! Stichwort: „Eddy - mei Glühwein!“

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Rhein“. Mehr Infos auf Seite 18.

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Ein neuer Trash-Kalender des hyperkreativen Frank-

furters - wir verlosen zwei Exemplare von „Habemus Aetschy

2012“, außerdem zwei Exemplare der 2011-er Motive, neu gestaltet für 2012. Stichwort „Habemus Aetschy“ oder „Aetschy Re-Design“. Mehr zum Kalender gibt‘s auf Seite 18.

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Foto: Jörg Litwinschuh

AKTUELL » GESELLSCHAFT

MODERNE » MENSCHEN

Bilden, forschen und erinnern

Magnus-Hirschfeld-Stiftung ist endlich da

Nach über zehn Jahren der politischen Debatte wurde sie am 10. November nun doch formell ge- gründet: die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, benannt nach Deutschlands bekanntestem Sexual- forscher, der Ende des 19. Jahrhunderts wahre Pio- nierarbeit im Bereich der Forschung zur Homo- und Transsexualität leistete. Ein erstes Gesicht hat die Stiftung mit Vorstand Jörg Litwinschuh bekom- men. Michael Kauch, zukünftiges Kuratoriumsmit- glied und Essener Bundestagsabgeordneter der FDP, ist erfreut, dass die aktuelle Bundesregierung

die Errichtung der Stiftung nun beschlossen hat. Er sieht die Gründung als Chance, „Forschung zum Thema Homosexualität in der Tradition von Magnus Hirschfeld fortzuführen und durch Auf- klärungsarbeit insbesondere die Köpfe junger Menschen zu erreichen“, so Kauch gegenüber dem gab-Magazin. Die Kritik von Lesben- und Trans- genderverbänden, sie seien durch die Namensge- bung benachteiligt und innerhalb des Kuratoriums unterrepräsentiert, weist Kauch dagegen zurück:

„Lesbische Interessen werden durch den Lesben-

KOMMENTAR

 

Schluss mit dem Gemäkel!

Arbeit hat. Es geht hier schließlich nicht darum, eine Versorgungseinrichtung für Aktivisten zu schaffen. Der Grüne Volker Beck kritisiert das intransparente Verfahren, die fehlende öffentliche Stellenausschrei- bung. Auch das ist richtig. Doch am Ende zählt nur das Ergebnis, nämlich die optimale Besetzung der Position. Auch wenn man über einige Satzungsdetails streiten kann, ist es jetzt an der Zeit, nach vorne zu schauen. Die neue Stiftung darf nicht durch Parteiengezänk beschädigt werden. Volker Beck sollte sein Gemäkel einstellen und mithelfen, die Stiftung mit Leben zu erfüllen. Jörg Litwinschuh kann dies nicht alleine schaffen, er braucht die Unterstützung der gesamten Community. Freuen wir uns auf die vielen Projekte und Forschungen, die jetzt gefördert werden können! (cmo)

Bravo, Frau Ministerin! Sie haben der Versuchung widerstanden, den Vorstandsposten der neuen Bundesstiftung Magnus Hirschfeld nach Parteipro- porz zu besetzen. Der parteilose Jörg Litwinschuh ist die beste mögliche Besetzung. Er hat sich in den letzten fünf Jahren in der Initiative Queer Nations zur Gründung eines Magnus-Hirschfeld-Instituts intensiv mit den nun vor ihm liegenden Aufgaben befasst. Er hat das benötigte Netzwerk bereits geknüpft. Er bietet die Gewähr dafür, dass die Stiftung schon bald sinnvolle Arbeit leisten kann. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) kritisiert, dass der Vorstand nicht geschlech- terparitätisch besetzt ist. Dies ist prinzipiell richtig. Trotzdem ist es besser, dass es nur einen Vorstand gibt, damit die Stiftung mehr Geld für ihre inhaltliche

Übergabe der Ernennungs-Ur- kunde von Bundesjustizministe- rin Leutheusser-Schnarrenberger an Vorstand Jörg Litwinschuh

ring sowie durch die paritätische Vertretung sei- tens der Verbände repräsentiert, die sowohl Les- ben als auch Schwule vertreten. Und auch Transgender-Persönlichkeiten sollen innerhalb des Fachbeirates vertreten sein.“ Der grüne Bun- destagsabgeordnete Volker Beck übt Kritik an der Besetzung des Kuratoriums: die Tatsache, dass sich nach der aktuellen Satzung im Kuratorium weniger Vertreter der Zivilgesellschaft als von Bundesregierung und Deutschem Bundestag be- finden, führe zur Errichtung einer „staatsnahen, zahnlosen Erinnerungsstiftung“, erklärt Beck. Kri- tische Äußerungen zur Politik der Bundesregie- rung seien von der Stiftung daher nicht zu erwar- ten. (al)

„Wir sind Deutschland“

Bambi Bushido sorgt für Proteste

„Wir sind das neue Deutsch- land“, sagt Bushido. Foto: HBM
„Wir sind das neue Deutsch-
land“, sagt Bushido.
Foto: HBM

Einen wahren Proteststurm löste die Nominierung des Skandal-Rappers Bushido („Wir verkloppen jede Schwuchtel, ab jetzt heißt es Hard- core, du Opfer“, aus „Berlin“, 2006) für den „Bambi für Integration“ aus:

binnen kürzester Zeit hatten sich Tausende auf Facebook gegen die Auszeichnung ausgesprochen, Par- teisprecher der Linken und der Grü- nen sowie schwul-lesbische Gruppen protestierten in Rundmails. In der realen Welt folgten immerhin rund 25 Spontan-Demonstranten einem

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Aufruf des LSVD Hessen und der Gruppe „Warmes Wiesbaden“ vor die Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden, wo der Burda-Verlag die Bambi-Verlei- hung präsentierte. Von den anwesen- den Stars distanzierte sich einzig Pe- ter Plate von Rosenstolz: in seiner Dankesrede für den „Comeback des Jahres“-Award brachte er die Kritik an der Auszeichnung auf den Punkt „Nur wenige Jahre nachdem, nach- dem ein Musiker frauenfeindliche Texte, schwulenfeindliche Texte und im Endeffekt menschenverachtende Texte veröffentlicht hat, so einen Mu- siker hier heute Abend auszuzeich- nen, finde ich nicht korrekt“. Die „Rosa Liste München“ formulierte in einem offenen Brief an die „Bunte“- Chefredaktion: „Könnte der Eindruck zutreffen, dass die Inszenierung von Bushidos Wandel vom Skandal-Rap- per zum Gutmenschen ein zynischer Marketing-Gag mit Volltreffer-Garan- tie ist?“. Noch ein weiterer Künstler zeigte sich empört über die Verlei- hung: Schlager-Barde Heino (72) schickte kurzerhand seinen 1990 er- haltenen Bambi-Award zurück an

den Burda-Verlag: „Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe ge- stellt werden“, schreibt er auf Face- book. „Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke ge- stellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe - und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lie- der singt, bekommt noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?“ Bus- hido selbst zeigte sich unbeeindruckt und brachte ein blasses Statement:

„Ich werde heute sicherlich nicht mehr das sagen, was ich vor zehn Jahren gesagt habe. Und ich habe ge-

lernt, dass das, was ich gesagt habe, falsch war. Ich habe eine zweite Chance verdient“. Reicht das als Ent- schuldigung? Der Burda-Verlag ist dieser Meinung: „Er gilt als der er- folgreichste Rap-Musiker Deutsch- lands und ist ein hervorragendes Bei- spiel für gelungene Integration. Seine Stimme findet Gehör. „Wir sind das neue Deutschland, sagt Bushi- do“, heißt es in der Pressemitteilung des Verlags. Gibt es in diesem Deutschland wirklich keine besseren Beispiele für gelungene Integration? (bjö)

Die Gruppe „War- mes Wiesbaden“ demonstriert vor den Rhein-Main- Hallen gegen den Award für Bushido.
Die Gruppe „War-
mes Wiesbaden“
demonstriert vor
den Rhein-Main-
Hallen gegen den
Award für Bushido.
Foto: WarmesWiesbaden

Lederkerl mit Augenzwinkern

Thorsten Geerken ist der erste Mr Fetish Gernmay

Im Rahmen der Delegiertenversammlung der im LFC organisierten Leder- und Fetischclubs wurde Ende Okto- ber der erste „Mr Fetish Germany“ gewählt. Gastgeber der Premiere war der Mannheimer „Lugman“-Verein, der gleichzeitig sein 15-jähriges Bestehen feierte. Wir trafen den frisch gebackenen Mr Fetish Germany, Thors- ten Geerken, der mit einer etwas ungewöhnlichen Schärpe zur Wahl antrat. Humor hat er nämlich!

Foto: LFC
Foto: LFC

gab-Magazin: Wie kommt es das du als „Kohlkönig“ aus Bremen an den Start gegangen bist? Wie kommt es zu diesem ungewöhnli- chen Titel?

Thorsten Geerken: Ich war bereits 2010 Bavarian Mr Leather. Das war schon eine Besonderheit, dass ich als geborener Bremer hier in München zum bayerischen Vertreter der Leder- und Fetischszene gewählt wurde. Der Bremer Lederverein LCNW hat mich dann zu seiner „Kohl und Pin- kelfahrt“ eingeladen. Das ist eine alte norddeutsche Tradition, bei der am Schluss des Abends ein Kohlkö- nig gewählt wird. Diese Ehre wurde mir im Januar 2011 zuteil - und so konnte ich als Titelträger eines Mit- gliedvereins des LFC an der Wahl zum „Mr Fetisch Germany 2011“ teilnehmen, was ich - mit Augenzwin-

kern für meine Heimat - mit dem Schweine-Schulterblattknochen an der Kette statt der üblichen Schärpe gerne getan habe.

gab-Magazin: Wie fühlt es sich an, Mr. Fetisch Germany und damit Repräsentant fast aller deutsch- sprachigen Lederclubs zu sein?

Thorsten Geerken: Erst mal war es eine große Überraschung, weil ich mit meinem ungewöhnlichen Titel nicht im Traum daran gedacht hät- te, gewählt zu werden. Ich wollte eigentlich nur Spaß in die Veran- staltung bringen (grinst). Aber nun ist es schon eine große Verantwor- tung, weil ich der erste Vertreter al- ler Clubs im LFC bin. Dieses Amt zu gestalten und es mit Leben zu füllen ist eine reizvolle und anspruchsvolle Aufgabe ist, der ich mich gerne stel- le. Mit der gebotenen Ernsthaftigkeit und Respekt vor der Leistung aller Vereine, aber auch mit einem gewis- sen Augenzwinkern, weil wir uns alle nicht immer ganz so ernst neh- men sollten.

gab-Magazin: Was hast du dir für deine Amtszeit vorgenommen?

Thorsten Geerken: Ich möchte zuerst etwas über die Clubs im LFC erfahren. Welche Chance liegen in der Vielfalt aller Clubs und ihrer Mitglieder, ob jung oder alt, egal welcher Fetisch, ob mit Handicap, in welchem Umfeld und Community sie wirken. Mir gefällt die große Chance

des Miteinanders, die sich durch den Zusammenschluss der Vereine zum Dachverband bietet. Richtig einge- setzt kann das eine Stärke bedeuten, die wir weiterhin im Kampf für mehr Gleichberechtigung und Akzeptanz in der Gesellschaft brauchen. Für dieses Miteinander stehe ich ein und will es fördern, indem ich anbiete, anzupacken, wo noch was getan und bewegt werden muss. Weiterhin werde ich mich als Rollenmodell der IWWIT-Kampagne verstärkt für HIV- Prävention einsetzen, und auch das Antigewalt-Projekt, welches ich als Bavarian Mr Leather in die Münch- ner Leder- und Fetischszene hinein- getragen habe, in anderen lokalen Communities vorstellen. Homophobe Gewalt und Aggressionen sind über- all noch allgegenwärtig und bedroh- lich!

gab-Magazin: Ist vorstellbar das irgendwann auch der Berliner BLF mit seinem Mister an einer Wahl zum Mr. Fetish Germany teilnimmt und es einen gemeinsamen Vertre- ter aller Lederclubs geben könnte?

Thorsten Geerken: Dazu möchte ich explizit keine Stellung nehmen. Es wäre wünschenswert, wenn wir die Toleranz und Akzeptanz, die wir von der Gesellschaft fordern, auch in unserer Community miteinander und untereinander leben würden! (ama)

Community miteinander und untereinander leben würden! (ama) lugman.de , lfc-online.de Foto: Walter Buhl ShiKou

lugman.de , lfc-online.de

Foto: Walter Buhl
Foto: Walter Buhl
würden! (ama) lugman.de , lfc-online.de Foto: Walter Buhl ShiKou Satinierter Edelstahl. Robuster Kautschuk. Funkelnde
würden! (ama) lugman.de , lfc-online.de Foto: Walter Buhl ShiKou Satinierter Edelstahl. Robuster Kautschuk. Funkelnde

ShiKou

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KULTUR » FILM

Blicke an der Bushaltestelle

Regisseurin Sabine Bernardi über ihr Spielfilm-Debüt „Romeos“

Sabine Bernardi findet es spannend, Menschen auf ihrer Identitätssuche zu begleiten. Indische Boxerinnen im Zwiespalt zwischen Selbstverwirklichung und Tradition in „Powerful Bunch“, zuschlagende und doch verletz- liche pubertäre „Riot Girls“ und jetzt den Transmann Lukas in ihrem ersten Langspielfilm „Romeos“. Wir sprachen mit der zwischen Köln und Berlin pendelnden Regisseurin.

gab-Magazin: Schon 2005 hast du das Thema Transsexualität mit der Dokumentation „Transfamily“ aufgegriffen, wie bist du darauf gekommen?

Sabine Bernardi: Das war eine Auf- gabenstellung der Filmschule Köln. Bei meiner Recherche in der Trans- szene bin ich irgendwann auf die Transmänner gestoßen, das kannte ich damals noch überhaupt nicht. Ich hab gemerkt, dass das für mich den Blick auf Identität verändert hat. Im Film habe ich für das Publikum versucht, das so zu übersetzen, wie ich es selbst erfahren habe. Über die Jahre hinweg ist das zu einem Selbstläufer geworden, ich hab mich an dem Thema festgebissen. Mich be- rührt es menschlich sehr. Das Prob- lem, als junger Mensch entgegen des konformen Rollenbilds zu leben, Ou- ting und die Schwierigkeiten mit der Familie, das kenne ich alles selbst und viele andere sicherlich auch.

gab-Magazin: Konntest du beim Drehbuchschreiben von „Romeos“ von deiner Arbeit für „Transfamily“ profitieren?

Sabine Bernardi: Ich kannte die Ge-

Transmann Lukas (li, Rick Okon) und Fabio (re, Maximilian Befort) – hat die Liebe eine Chance?

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Dezember 2011

schichten, die Menschen, das meiste, das in „Romeos“ passiert, habe ich erzählt bekommen. Das Einzige, das neu dazukam, war die Entwicklung in der Bloggerszene. Das ist eine ver- borgene Welt, ich war erstaunt, wie viel es da gibt und hab gefühlte Mo- nate im Netz verbracht. Irgendwann bin ich auf einen Blogger, einen 20-jährigen jungen Mann aus den USA gestoßen, der seine Transition mit fast 90 YouTube-Clips dokumen- tiert hat. Er hat unglaublich toll aus- gedrückt, was er fühlt, wie er sich verändert. Irgendwann hab ich ihn angeschrieben, ob ich Texte von ihm auch im Buch verwenden darf. Was Lukas bloggt und sagt, gibt es wirk- lich 1:1 von jemandem im Netz.

gab-Magazin: Und wie hat sich Hauptdarsteller Rick Okon auf die für ihn als biologischen Mann un- gewohnte Rolle vorbereitet?

Sabine Bernardi: Ich habe mit ihm und den beiden anderen Hauptdar- stellern sehr intensiv an der jeweili- gen Rolle gearbeitet. Zwei Wochen vor Drehbeginn haben wir uns eine Probewoche genommen, im Team mit zwei Schauspieltrainern gearbeitet.

genommen, im Team mit zwei Schauspieltrainern gearbeitet. An dem Thema Mann-zu-Frau- Transsexualität hat sich Sabine

An dem Thema Mann-zu-Frau- Transsexualität hat sich Sabine Bernardi regelrecht „festgebissen“

Keiner von ihnen war keiner von ih- nen vorher selbst in Kontakt mit der Transszene gekommen. Auch Rick musste aus eigenen Emotionen und Sehnsüchten für seine Rolle schöp- fen. Ich habe ihn mit Protagonisten im gleichen Alter aus meiner Doku zusammengebracht. Da hat sich Rick viel abgeguckt, etwa wie bewegt man sich, was muss man verstecken. Wir hatten Prothesen für die Brüste und die Hüfte, mit ihnen ist Rick von

der Probenwoche an rausgegangen, um Erfahrungen zu sammeln. Er musste sich mitten im Sommer an der Bushaltestelle anstarren lassen, die Leute tuschelten über ihn. Er meinte, das sei eine Wahnsinnser- fahrung gewesen.

gab-Magazin: Lukas ist ein schwuler Mann noch überwiegend im Körper einer Frau. Gab es Er- zählungen von Transmännern, aus denen du schöpfen konntest?

Sabine Bernardi: Auch das ist alles dokumentarisch begründet. Viele Transmänner sind in der schwulen Szene unterwegs und zwar aus ver- schiedenen Gründen. Zum einen, weil es noch keinen Raum gab, um ihre sexuelle Orientierung zu klä- ren, sie mussten erst einmal mit sich selbst klarkommen. Zum anderen ist es erst einmal ein Ausprobieren, ein Austesten, um Erfahrungen zu sammeln. Das erscheint erst mal verwunderlich, aber ist beileibe kein Einzelfall.

gab-Magazin: Dein Film erzählt auch die aufkeimende Liebesge- schichte zwischen Lukas und Fa- bio, einem auf dem ersten Blick kleinen, doch sehr schwanzge- steuerten Macho. Wie glaubhaft kann so eine Story sein?

Sabine Bernardi: Grundsätzlich ist erst einmal alles möglich. Wenn man in Köln lebt, dann kennt man solche Fabios, die laufen überall herum, doch auch die gehen heimlich in die Schwulenszene. Niemand ist nur der totale Macho. Wenn es sich jemand erlauben würde, mal an der einen oder anderen Stelle über Grenzen zu gehen, dann wären viel, viel mehr Dinge möglich. Natürlich habe ich die Freiheit des Spielfilms genutzt, doch auch die Figur des Fabio hat dokumentarische Vorbilder.

gab-Magazin: Hast du schon Re- aktionen aus der Transmannszene auf den Film bekommen?

Sabine Bernardi: Die sind bislang durchweg positiv. Ich hatte beim Drehbuchschreiben vorab immer wieder abgeklopft, ob das auch alles wasserdicht ist. Viele haben bei uns bei „Romeos“ mitgemacht. Der Film ist schon auf Festivals gelaufen, ein- mal ist einer auf mich zukommen, der meinte, er kenne das alles aus eigener Erfahrung und am nächsten Tage würde er seine Eltern in die Vor- stellung schicken. Darüber freue ich mich natürlich sehr.

Gender-Clash Romantisch, fetzig, sexy: „Romeos anders als du denkst“ Lukas hat sein Ziel fast erreicht.

Gender-Clash

Romantisch, fetzig, sexy: „Romeos anders als du denkst“

Lukas hat sein Ziel fast erreicht. Die Testosteronbehandlung lässt Bart und Achselhaare sprießen und das Hanteltraining den Bizeps wachsen. Nur noch ein kleiner Rest Miriam er- innert an den langen Weg, der be- reits hinter ihm liegt. So lange muss er noch seine Brüste mit Bandagen plattgedrückt unter dicken Sweat- shirts verstecken. Nur die Behörden brauchen etwas länger um zu kapie- ren, dass Miriam nun Lukas ist: an seiner neuen Kölner Zivi-Stelle wird ihm bürokratisch-plump ein Zimmer im Mädchenwohnheim zugeteilt. Spielfilme über die gesellschaftli-

chen wie biografischen Hürden und Probleme von transidentischen Men- schen gab es in den vergangenen Jahren reichlich. Vielleicht hält sich Regisseurin und Drehbuchautorin Sabine Bernardi damit auch deshalb gar nicht erst lange auf. Lukas (Rick Okon) scheint trotz seines jungen Al- ters und einer nicht gerade einfachen Lebenssituation ganz schön mit sich im Reinen. Nur seine Eltern müssen sich noch etwas an den neuen Vorna- men ihres Kindes gewöhnen. Umso befreiter und entspannt kann Bernardi ihre Filmfigur Lukas in ein verzwicktes Verwirrspiel um Identitäten und sexuelle Orientie- rungen hineinmanövrieren. Durch seine lesbische Freundin Ines (Liv Lisa Fries) ist Lukas gleich mitten- drin in der Kölner Szene und ver- guckt sich da auch gleich in sexy Fa- bio (Maximilian Befort). Der gibt den schwulen Italo-Macho samt hochtou- riger, neongelber Cabrio-Karre und baggert heftig zurück. Aber wie soll Lukas seinem Schwarm schonend beibringen, dass er - noch - kein ganz gewöhnlicher schwuler Mann ist?

anders als du denkst“

gelingt der gar nicht so einfache Ba-

lance-Akt, den Ballast an lebensech- ten Problemen eines Transgender

nicht zu sehr auf die leicht Schulter, sondern ernst zu nehmen und den- noch eine fetzige, frische, fabelhaft unterhaltende Love-and-Romance- Komödie zu sein. Keine Spur also eines schwermütigen Betroffenheits- dramas, aber auch keineswegs so flach und kalauernd, als dass hier respektlose Plattitüden Platz fänden. Dass der Film nach seinem Sieges- zug durch Festivals der ganzen Welt nun auch ganz regulär in unsere Kinos kommt, ist leider nicht selbst- verständlich, aber umso erfreulicher. (as)

nicht selbst- verständlich, aber umso erfreulicher. (as) „Romeos  anders als du  denkst“  (D

„Romeos anders als du

denkst“ (D 2011), Regie Sabine Bernardi. Mit Rick Okon, Max Befort, Liv Lisa Fries, Felix Bro-

cke u. a. 94 min. In Frankfurt ab

15.12. in Kino Orfeo‘s Erben.

Wir verlosen Tickets für die Vor- stellung am 15.12. - schnell auf den Weihnachtsbasar auf Seite 8 geblättert!Bro- cke  u.  a.  94  min. In  Frankfurt  ab

romeos-derfilm.de die Vor- stellung  am  15.12.  - schnell auf  den  Weihnachtsbasar

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Herzflimmern

Schwules Film-Wochenende in Mainz

Die umtriebige Kultur-Abteilung der „Bar jeder Sicht“, des lesbischschwulen Zentrums in Mainz, ist insbesondere im Bereich Film sehr aktiv: jeden Mitt- woch präsentiert das Team einen Streifen mit Gay-Interest - darunter auch viele Independent-Filme, die außerhalb von Festivals nur selten in den Kinos zu sehen sind. Das zusätzlich einmal jährlich stattfindende Filmfestival „Herz- flimmern“ macht in diesem Jahr Pause, als kleine Trostpflaster gibt‘s von Fr, 2.12. bis So, 4.12. sechs schwule Filme; mit den deutschen Produktionen „Sa- scha“ (Tragikomödie über ein Coming-Out in einer Kölner Immigrantenfamilie mit lustigem Balkan-Soundtrack) und „Stadt, Land, Fluss“ (sachtes Coming Out auf einem Argarbetrieb in der Mark Brandenburg - jenseits von „Bauer sucht Frau“), sowie Gregg Arakis „Kaboom“ (durchgeknallte Sci-Fi-Teenage- Mystery-Komödie) gibt‘s zum einen so was wie ein „Best-of“ 2011 des queeren Independentfilms. Dazu kommt eine schwule Kurzfilmnacht und der vierte Teil der amerikanischen Kult-Serie „Eating Out“ mit dem bezeichnenden Un- tertitel „Drama Camp“. Ebenfalls viel zu selten gezeigt: der britische Film „Weekend“. Ähnlich wie „Stadt, Land, Fluss“ beschreibt Regisseur Andrew Haigh in fast dokumentarischen Bildern, aber vielen Dialogen das ungleiche schwule Paar Russel und Glen. Eigentlich sollte es nur ein One-Night-Stand sein, doch aus der ersten Nacht wird eine zweite, ein gemeinsamer Nachmit-

tag

Amerika geht - vielleicht für immer

bis Glen eröffnet, dass er am folgenden Tag für sein Kunststudium nach

(bjö)

Fr, 2.12. - So, 4.12., „Herzflimmern“, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz. Eintritt frei, Spenden willkommen. Alle Termine im gab-Terminkalen- der oder unter sichtbar-mainz.de

Viel zu selten im Kino: der britische Film „Weekend“ Foto: Quinnford and Scout/Glendale Picture Company
Viel zu selten im
Kino: der britische
Film „Weekend“
Foto: Quinnford and Scout/Glendale Picture Company

MATTHIAS SCHWEIGHÖFER

ALEXANDRA MARIA LARA

AB 15. DEZEMBER IM KINO

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Soviel Frau steckt in Matthias Schweighöfer

Ein Mann verkleidet sich als Frau und verdreht Kerlen den Kopf. Mal ganz unter uns: Schon bei „Tootsie“ und „Mrs. Doubtfire“ war dieser Ko- mödienplot ein plattgetretener Da- menhut. Dass ausgerechnet Detlev Buck („Männerpension“) diese olle Kamelle noch einmal aufwärmen würde, hätte man wirklich nicht für möglich gehalten. Nun also muss sich der mäßig erfolgreiche Schauspieler Alex (Matthias Schweighöfer) die Beine rasieren, um in Babelsberg in einem Nazi-Drama die Rolle einer BDM-Blondine übernehmen zu können. Einge- brockt haben ihm diese Karrierechance seine beiden Brüder (niedlich: Maxi- milian Brückner, großartig: Detlev Buck). Einmal angeschubst läuft diese bou- levardeske Travestieklamotte wie geschmiert, wenn auch ohne sonderliche Überraschungen. Abgesehen davon, dass Schweighöfer als Frau tatsächlich eine gute Figur macht und Milan Peschel eine derartig überzeichnete Karika- tur eines schwuchteligen Kostümbilders abgibt, dass es eine Freude ist. (as)

„Rubbeldiekatz“ (D 2011), Regie Detlev Buck. 113 min. Kinostart: Do, 15.12.

Foto: Universal Pictures
Foto: Universal Pictures

Rap auf Switzerdeutsch

Gay-Filmnacht November

Als Rapper ist Lukas der Durchbruch nicht gelungen. Drogen und Alkohol helfen ihm nur scheinbar darüber hinweg. Dass er mit seinem Musik- produzenten Mischa eine turbulente Liebesbeziehung hat, soll niemand wissen. Lukas‘ 16-jähriger Bruder Sämi schämt sich für ihn. Er ist selbst ein Rap-Talent und wartet darauf, Lu- kas‘ Platz einnehmen zu können - auch bei Mischa

selbst ein Rap-Talent und wartet darauf, Lu- kas‘ Platz einnehmen zu können - auch bei Mischa

Kein reißerischer Film

über Schwulsein im Hiphop-Milieu läuft da in der Gay-Filmnacht, sondern eine zutiefst bewegende Geschichte über zwei Brüder, die lernen müssen, ge- meinsam zu sich selbst zu finden. Die Musik für den Film von Jan Gassmann stammt von der bekannten Schweizer Hiphop-Band „Mundartisten“. (sm)

„Off Beat - Alles falsch, alles richtig“ (CH 2011), Regie: Jan Gassmann, mit Hans-Jakob Mühlethaler, Manuel Neuburger u.a. Zu sehen in der Gay- Filmnacht am Fr, 16.12. im LSKH Frankfurt (21 Uhr), Cinemaxx Mannheim (20:15 Uhr) und Cinemaxx Stuttgart (21 Uhr).

Gay- Filmnacht am Fr, 16.12. im LSKH Frankfurt (21 Uhr), Cinemaxx Mannheim (20:15 Uhr) und Cinemaxx
Gay- Filmnacht am Fr, 16.12. im LSKH Frankfurt (21 Uhr), Cinemaxx Mannheim (20:15 Uhr) und Cinemaxx
Gay- Filmnacht am Fr, 16.12. im LSKH Frankfurt (21 Uhr), Cinemaxx Mannheim (20:15 Uhr) und Cinemaxx

KULTUR » BUCH

Solange wir hassen, fühlen wir

Floortje Zwigtmans großes Adrian Mayfield Finale

Foto: privat
Foto: privat

Das 2009 für den Jugendliteratur- preis nominierte Werk „Ich, Adrian Mayfield“ von der niederländischen Autorin Floortje Zwigtman wurde einst heftig diskutiert, schilderte es doch das Leben des minderjährigen Adrian, der 1894 unter widrigen Um- ständen vom Model zum Stricher wird. Geld, schmutziger Sex und Männer aus allen Schichten. Nicht zuletzt die historische Verknüpfung mit Oscar Wilde prägt den Inhalt. Nun ist die deutsche Übersetzung des mittlerweile dritten Teils auf dem Markt erschienen. „Adrian May- field - auf Leben und Tod“ erzählt die Geschichte weiter, nachdem der Jun- ge von seiner großen Liebe aufgrund seiner Vergangenheit auf die Straße gesetzt wurde. Adrian plant einen Rachefeldzug, der seinen ehemali- gen Lover noch lange an ihnen den- ken lassen soll - nicht zuletzt, weil dieser auf einmal eine Frau heiraten

will. Es kommt zum Showdown in der Stadt der Liebe, in Paris. Wer nun denkt, die ganze Sache ist auf Jugendniveau heruntergebrochen, der irrt. Man könnte sogar wagen zu behaupten, dass die Tiefgründigkeit, Thematik und auch der äußerst fes- selnde Schreibstil vielleicht Jugend- liche ansprechen soll, dieser aber keinesfalls die Nachhaltigkeit, die von der Geschichte ausgeht, erfassen können. Das Gefühl des Alleinseins wird stark fokussiert. Der Druck durch die Gesellschaft und die Be- drängnis, die von ihm ausgeht, las- sen sich eins zu eins auf die heutige Zeit übertragen. Einmal mehr zeigt ein Buch, dass sich Liebe im Jahre 1894 auch nicht anders anfühlt als heute. Und es signalisiert: solange wir hassen, sind noch Empfindun- gen im Spiel - und vielleicht gerade deswegen ist noch nicht alles aus- sichtslos. Ein wirklich gelungenes Ende dieser Trilogie. Bleibt zu hof- fen, dass noch mehr Werke von der talentierten Autorin folgen. (hh)

Floortje Zwigtman „Adrian May- field - Auf Leben und Tod“, Verlag Gerstenberg, 640 S., 22 EUR Auch die beiden ersten Bände von Mayfields Trilogie „Versuch einer Liebe“ und „Ich, Adrian Mayfield“ sind bei Gersten- berg erschienen.

Adrian Mayfield“ sind bei Gersten- berg erschienen. Illustrationen: Anne Baier Unterhaltsame Sexgeschäfte
Adrian Mayfield“ sind bei Gersten- berg erschienen. Illustrationen: Anne Baier Unterhaltsame Sexgeschäfte
Illustrationen: Anne Baier
Illustrationen: Anne Baier

Unterhaltsame Sexgeschäfte

Engel auf Abwegen

Aidan Shaw erzählt die „Die nackte Wahrheit“

Friedhelm Kändlers bizarre „Kisstories“

Mag der Untertitel „Mein Weg an die Spitze der Pornoin- dustrie“ auch anderes verheißen, Aidan Shaw erzählt in diesem Buch nicht, wie‘s hinter den Kulissen des Porno- business aussieht. „Die nackte Wahrheit“ endet nämlich just mit Shaws ersten Probeaufnahmen: „Ich war über- zeugt, aus diesem ganze Pornofilm-Zeug würde nichts werden“. Es kam, wie wir wissen, ganz anders. Für ein paar Jahre war er einer der bestbezahlten Hengste in der Branche. Was Shaw bereits in seinen autobiografisch gefärbten Romanen (u.a. „Brutal“) aufbereitet hat, liefert er nun noch einmal als Lebensbeichte. Statt sich im London der späten 80er Jahre seinem Kunststudium zu widmen, hat der heute 45-Jährige nicht nur privat reichlich Sex, sondern zudem auch als Angestellter in einem Saunaclub und als Callboy, was reichlich Stoff für unter- haltsame Anekdoten aus den Niederungen des Sexgewerbes ergibt. Das liest sich alles sehr unterhaltend, allerdings auch etwas zu glatt und beschönigend, als dass es sich wirklich um „die nackte Wahrheit“ handeln könnte. Erst im Epilog zieht Shaw eine eher ernüchterte Bilanz: „Die Sexbranche hat mich völlig kaputtgemacht. Ich bin so zerbrochen wie man‘s nur sein kann.“(as)

Ich bin so zerbrochen wie man‘s nur sein kann.“(as) Aidan Shaw „Die nackte Wahrheit: Wie ich
Ich bin so zerbrochen wie man‘s nur sein kann.“(as) Aidan Shaw „Die nackte Wahrheit: Wie ich

Aidan Shaw „Die nackte Wahrheit: Wie ich meine Unschuld für Ruhm

Während des Weihnachtscountdowns, wie wir ihn gerade einmal wieder erleben, sind geflü- gelte Himmelsboten für

Während des Weihnachtscountdowns, wie wir ihn gerade einmal wieder erleben, sind geflü- gelte Himmelsboten für ein paar Wochen ja gewissermaßen ganz gewöhnliche Alltagser- scheinungen. In Friedhelm Kändlers Kurzge- schichte „Der Engel“ aber sorgt das sonderba- re Wesen dann doch für etwas Erstaunen, erweist es sich doch aus Fleisch und Blut und höchst diesseitig. Halbnackt, gut gebaut und sexuellen Dienstleistungen nicht abgeneigt, steht er im Fahrstuhl und baggert den trübsin- nigen Herrn Weismann an. Ist das nun ein Callboy, eine kleine erotische Überraschung, geschickt von Weismanns Freunden - oder doch ein himmlischer Fingerzeig? Ob schwuler Cybersex im Fantasy-Rollenspiel oder märchenhafte Begeg- nungen, wie sie den Gebrüdern Grimm niemals eingefallen wären: Kändlers Erzählungen kommen zunächst ganz artig und betulich daher. Doch spätes- tens nach zwei, drei Sätzen sorgt sein Sinn für Ironie für bizarre Einfälle. Komische, anrührende als auch groteske Momente treiben die Stories alsdann in immer wieder neue, überraschende Richtungen. (as)

verkaufte“. Aus dem Engl. von Paul Schulz. Bruno Gmünder Verlag, 255 S., 16,95 EUR.

Friedhelm Kändler „Kisstories“. Wehrhahn Verlag, 96 S., 10 EUR

Friedhelm Kändler „Kisstories“. Wehrhahn Verlag, 96 S., 10 EUR

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Dezember 2011

„Schwule Sau“ ist eines der häufigsten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen. Gerade bei Jugendlichen zeigt sich:

„Schwule Sau“ ist eines der häufigsten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen. Gerade bei Jugendlichen zeigt sich: Toleranz muss immer neu erarbeitet werden. Wir müssen die Köpfe der Menschen erreichen, statt nur Antidiskriminierungsgesetze zu verabschieden.

Deshalb hat die Bundesregierung jetzt die Gründung der Bundesstiftung Magnus-Hirschfeld beschlossen. Durch Bildung und Forschung soll sie der Diskriminierung gegenüber Lesben und Schwulen entgegentreten. Der Bundestag hat auf Initiative der FDP-Fraktion dafür bereits zehn Millionen Euro bereitgestellt.

In der Tradition Magnus Hirschfelds, einem von den Nazis verfolgten Vorkämpfer der Homosexuellen- Bewegung, investieren wir jetzt in eine tolerante Zukunft für lesbisches, schwules und transidentes Leben.

Mehr Informationen auf fdp-fraktion.de/GleicheRechte und facebook.com/FreiheitistLiebe

schwules und transidentes Leben. Mehr Informationen auf fdp-fraktion.de/GleicheRechte und facebook.com/FreiheitistLiebe

MODERNE » MENSCHEN

KULTUR » BUCH » KALENDER-SPECIAL

MODERNE » MENSCHEN KULTUR » BUCH » KALENDER-SPECIAL Bauernkalender A Achtung beim Label „Bauernkalender“:

Bauernkalender A

Achtung beim Label „Bauernkalender“:

seltsamerweise zeigt die deutsche Version ausschließlich fröhliche Bäuerinnen, die in Mieder und Strapsen Ziegen hüten oder Korn dreschen. Die Schweizer Kollegen sind moderner: in deren Bauernkalender frönen 13 Männer in fast schon kitschigen „Pierre-et-Gilles“-Tableaus den Freuden der Landwirtschaft. Das Beste: die Typen sind wirklich waschechte Bauern, wie die Infos zu jedem Motiv beweisen. Authentisch, ästhetisch und sehr sexy!

Motiv beweisen. Authentisch, ästhetisch und sehr sexy! Schweizer Bauernkalender Boys, 13 Motive, farbig,

Schweizer Bauernkalender Boys,

13 Motive, farbig, Überformat 40

x 56 cm, 26,89 EUR. Online über deutscherbauernkalender.de zu bestellen

EUR. Online über deutscherbauernkalender.de zu bestellen Jo Weil Pure B Der gebürtige Frankfurter und „Verbotene

Jo Weil Pure B

Der gebürtige Frankfurter und „Verbotene Liebe“-Soap-Star, in der er den schwulen Oli Sabel spielt, hat Konzept und Motiv- auswahl selbst übernommen. 13 stilvollen Aufnahmen setzten den schwulen Schwie- gersohn stimmungsvoll in Szene - und im September darf auch endlich sein T-Shirt in die Ecke fliegen. (bjö)

Jo Weil Pure, 13 Motive, A4 (11,95 EUR) oder A5 (9,95 EUR), joweil.dedarf auch endlich sein T-Shirt in die Ecke fliegen. (bjö) TeeJott 2012 C Hier ist drin

13 Motive, A4 (11,95 EUR) oder A5 (9,95 EUR), joweil.de TeeJott 2012 C Hier ist drin

TeeJott 2012 C

Hier ist drin was drauf steht: „Fotogra- fien junger Männer“. Oder genauer:

Fotografien junger muskulöser Männer, die stolz auf ihre Bodies sind und vom Kölner Fotografen wahlweise in rauen Industrielandschaften oder im cool-neu- tralen Studio inszeniert wurden. Dabei ist vom netten Boy von nebenan bis zum Nachwuchsmacho alles vertreten - und klassisch in schwarz-weiß.

alles vertreten - und klassisch in schwarz-weiß. TeeJott 2012 - Fotografien junger Männer, 13 Motive,

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41 x 29 cm, 16,95 EUR. Wir verlo-

sen zwei Exemplare- schnell auf zum Weihnachtsbasar auf Seite 9 geblättert! teejottmodels.wordpress.com

auf Seite 9 geblättert! teejottmodels.wordpress.com Men in the Alps D Der Wandkalender mit echten Kerlen aus

Men in the Alps D

Der Wandkalender mit echten Kerlen aus Österreich, Bayern und Südtirol, der zu den tollen Motiven per Steckbrief auch Infos über die jeweils abgebildeten Männer liefert. Das Kalendarium ist in der 2012er-Version nach Sternzeichen aufgeteilt - originell, aber was ist das? Eine blonde Maid an der Seite des nach eigenen Angaben schüchternen Body- builders Hubert trübt im Sternzeichen der Jungfrau den ansonsten hoch ho- moerotischen Genuss. Zum Glück gibt‘s monatlich jeweils zwei Motive zur Aus- wahl, also auch Hubert als Solo-Portrait, nur mit einem Strauß Alpenveilchen geschmückt. 70% der Einnahmen gehen zu Gunsten der AIDS-Aufklärung.

70% der Einnahmen gehen zu Gunsten der AIDS-Aufklärung. Men in the Alps, 25 Motive, far- big

Men in the Alps, 25 Motive, far-

big und schwarz-weiß, Überformat

48 x 33 cm, 15 EUR.

men-in-the-alps.com

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25 Motive, far- big und schwarz-weiß, Überformat 48 x 33 cm, 15 EUR. men-in-the-alps.com 18 Dezember
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G F E Habemus Aetschy E Der hyperkreative Frankfurter Wizzard Aetschy, bekannt aus der Garderobe des

Habemus Aetschy E

Der hyperkreative Frankfurter Wizzard Aetschy, bekannt aus der Garderobe des Orange Peel Clubs, hat zusammen mit Fotograf Steffen Holz, Stylistin Ruth Forster und Grafiker Jesko Barabas seinen zweiten Jahreskalender inszeniert. Unter dem Motto „Trash Kalender Episode II“ gibt‘s Aetschy als Rabbiner, Zimmermädchen, Wikinger, Manga-Mäuschen oder Soldat der Roten Armee. Extraordinär, eigentümlich, sensationell! Amen! (bjö)

„Habemus Aetschy“, 13 Motive, Farbe, A4, 10 EUR. Erhältlich in

der Boutique Frauenkluft, Wallstr. 26, oder am Wochenende an der Garderobe des Orange Peel Clubs, Kaiserstr. 39. Wir verlosen zwei Ex- emplare - schnell zum Weihnachts- basar auf Seite 9 geblättert!

- schnell zum Weihnachts- basar auf Seite 9 geblättert! Butt F Das niederländische „Butt“-Magazin („A

Butt F

Das niederländische „Butt“-Magazin („A Magazine for Faggots“) hat seinerzeit mit seiner unkonventionellen Art explizit schwule Themen zu behandeln, den Gay-Zeitschriftenmarkt maßgeblich beeinflusst. Inzwischen gibt es Butt lediglich als Blog, dort konnte man 2011

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wöchentlich ein aktuelles Kalenderblatt kostenlos herunterladen. 2012 gibt‘s wieder einen auf rosa Papier gedruckten Wochenkalender mit 47 Kerlen, drei Statuen und einem Helm, fotografiert von Künstlern wie Wolfgang Tillmans, Alasdair McLellan oder Walter Pfeiffer - ungekünstelt und dennoch arty. (bjö)

„Butt Calendar 2012“, 54 Seiten, A4, 15 EUR. Über buttmagazine. com/shop

2012“, 54 Seiten, A4, 15 EUR. Über buttmagazine. com/shop L-Kalender G Einen hübschen Spagat zwischen Sinn-

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Einen hübschen Spagat zwischen Sinn- lichkeit und praktischen Aspekten bietet

der L-Kalender des Konkursbuchverlags:

neben einem übersichtlichen Kalenda- rium (eine Monatsübersicht sowie vier Tage pro Doppelseite) samt Geburtsta- gen berühmter Lesben und einem Ver- zeichnis mit den wichtigsten lesbischen Adressen in Deutschland, Osterreich und der Schweiz im Anhang, gibt‘s alle paar Seiten eine hübsche Fotografie, eine Zeichnung, ein Gedicht oder Prosa für die kleinen Pausen im Alltag. Gute Idee: der neue Softcover-Einband macht das Büchlein geschmeidiger. (bjö)

L-Kalender 2012, 256 Seiten, ca. 10x15 cm, 9,50 EUR. konkursbuch. com

Über 450 unveröffentlichte Fotos von Terry Richardson
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Terry
Richardson
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Foto: Jim Rakete

KULTUR » MUSIK

Die Welt mit Liebe retten

Nina Hagen rockt den „Volksbeat“ auf ihrem neuen Album

Nina Hagen polarisiert. Auf der einen Seite die gottbegnadete Rock- und Bluesröhre, die die Tapeten von der Wand kreischen kann. Ihr gegenüber steht der Schrecken aller TV-Quasselrunden. Sie nahm den schrillen Look von Lady Gaga um 30 Jahre vorweg und verbreitet permanent esoterische Ideen und Verschwörungsthe- orien. Nun hat die Diva ein neues Album, „Volksbeat“, zusammen mit Musikern von Selig, den Beatsteaks und Joe Jackson aufgenommen.

gab-Magazin: Zuletzt hatte man den Eindruck, Deutschlands beste Rocksängerin singe nur noch ura- merikanische Gospels. Ist „Volks- beat“ jetzt das deutsche Rockal- bum, auf das deine Fans seit 30 Jahren warten?

Nina Hagen: Es wird immer so ge- tan, als sei der Rock‘n‘Roll nicht aus

der Gospelmusik entstanden. Die afrikanischen Sklaven in Amerika gingen sonntags immer heimlich in die Kirchen und trugen die tolle Botschaft der Bibel zurück auf die Baumwollfelder. Diesen Menschen haben wir den Blues, den Swing, den Funk, den Soul, den Rock und den Roll zu verdanken. Deswegen sage

ich auch in einem Song: „Why should the devil have all the good music?“ Schon Elvis Presley hatte sich von der Sängerin Rosetta Tharpe inspirieren lassen. Sie war die erste Schwarze mit einer elektrischen Gitarre, und sie hat Rock‘n‘Roll in der Kirche ge- spielt.

Auf ihrem Zug zur Herr- lichkeit nimmt Nina Hagen keine homopho- ben Spinner mit

gab-Magazin: „Ermutigung“ stammt aus der Feder von Biermann, er schrieb das Lied 1968 für seinen Freund, den DDR-kritischen Dich- ter Peter Huchel. Ist der Text heute noch gültig?

Nina Hagen: Ja. Es gibt heute viele junge Leute, die sehr empört sind. Oftmals werden sie instrumentali- siert. In die Occupy Wall Street Bewe- gung haben sich Gruppen wie zum Beispiel Anonymous eingeschlichen, die wollen ihre eigene Agenda umset- zen. Das Lied „Ermutigung“ ist dazu da, uns noch einmal klarzumachen, dass wir nicht mit Gewalt agieren dürfen. Damit erreichen wir gar nichts. Den Leuten, die jetzt in Berlin demonstrieren, sage ich immer: „Wa- rum friert ihr euch hier die Ärsche ab? Warum macht ihr nicht einen Kibbuz auf und fangt im Kleinen an, damit sich im Großen etwas ändert?“ Wir sind ja viele Nichtregierungs-Or- ganisationen in Deutschland.

gab-Magazin: „Ich demonstriere seit Jahrzehnten gegen Homopho- bie“, hast du vor einiger Zeit bei Facebook gepostet. Bleibst du mit „Volksbeat“ deiner Linie treu?

Nina Hagen: Wir müssen als Ge- sellschaft dafür sorgen, dass unsere wunderbaren Gesetze bezüglich der

Menschenrechte und Menschenwür- de wieder mehr eingehalten werden. Unser Volksbeat geht gegen diejeni- gen an, die alles untereinander auf- teilen und den Rest der Menschheit versklaven wollen. Ich will Freunde, Bekannte und Familie einladen, die Welt mit der Waffe Liebe zu retten. Dr. Martin Luther King und seine Witwe wollten das auch. Coretta Scott King hat sich übrigens für ho- mosexuelle Rechte eingesetzt. Sie hat ihr Leben lang gegen homophobe Idioterie in der Kirche angekämpft. Solche wunderbaren Vorkämpfer der Menschenwürde sind alle im Geist des Volksbeat mit drin.

gab-Magazin: Man hat dir immer wieder vorgeworfen, du würdest dich der Musik bedienen, um an- deren Menschen deinen Glauben aufzudrücken. Wie stehst du dazu?

Nina Hagen: Also weißt du was, man kann es den Menschen sowieso nicht recht machen. Ich kann nichts dafür, wenn Leute meine Kunst nicht mögen. Ich tu die dann nicht weiter belästigen. Hauptsache, ich mache es dem lieben Gott recht und helfe so vielen Menschen wie nur möglich, auch wenn es nicht in der Zeitung steht. Und was andere über Nina Hagen Schlechtes zu berichten haben, interessiert mich nicht. Ich kenne mich schließlich besser als je- der Außenstehende. Außerdem habe ich nur einer Kraft Verantwortung zu zollen: nämlich meinem Gewissen. Und das ist gleichbedeutend mit dem lieben Gott, vor dem man sich nicht verstecken kann. (oln)

lieben Gott, vor dem man sich nicht verstecken kann. (oln) Das Album „Volks- beat“ ist bei

Das Album „Volks- beat“ ist bei Koch Universal erschie- nen. Mehr unter beepworld.de/

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CD-Tipps

Singer/ Wattebausch- Pop

Singer/

Singer/ Wattebausch- Pop

Wattebausch-

Singer/ Wattebausch- Pop

Pop

Songwriter-

Pop

Pop

Marit Larsen

Washed Out

Michael Jackson

Spark

Within and Without Domino Records

 

Immortal

Columbia

Sony Music

Ende der 90er war Marit Larsen noch ein Teenie, aber schon ein Star. Als gitarrezupfende Hälfte des Pop- duos M2M hüpfte sie mit ein paar Dancefloor-Hits ein wenig in den Charts herum. Mögen ihre Songs in- zwischen ruhiger, vor allem aber er- wachsener geworden sein, ihre el- fenhaft-zarte Stimme geht immer noch als die eines Teenagers durch. Mit ihrer Ballade „If A Song Could Get Me You“ hatte sie es sogar zu ei- ner deutschen Nummer Eins ge- schafft. Ihr neues Album knüpft nun fast nahtlos an das Solodebüt von 2009 an. Beim Zuhören beginnt manchmal sogar der Fuß zu Wippen, zum Abtanzen jedoch, wie einst bei M2M, sind diese zarten Songs weni- ger gedacht. (as)

Aah, was eine Wohltat! In Watte ge- packter Elektro-Pop in Slow-Motion fließt (im wahrsten Sinne des Wor- tes) aus den Boxen. Im Fahrwasser von Bands wie Aeroplane, Apparat oder Röyksopp könnte auch der US- Musiker Ernest Greene mit seinem Projekt „Washed Out“ beim Softpop- gebrieften Mainstream-Publikum Anklang finden. Immer hart am Kitsch vorbei sind die neun ver- träumten Songs - aber hart vorbei ist eben nicht mittendrin. Dafür sind die melodischen Soundlandschaften zu gewaltig, zu episch, zu euphorisch. Kuscheln ist angesagt - und wer will zum Vögeln schon immer High-Ener- gy-Techno im Wohnzimmer dröhnen haben? Anspieltipp: das schunkelige „Amor Fati“. (bjö)

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft spuckt die Resterampe nach den im letzten Jahr mit eher zwiespältigen Ergebnis posthum zum Album auf- polierten Demos den Soundtrack zu „Michael Jackson - The Immortal World Tour“ aus. Mit einer monu- mentalen Tribute-Show gastiert der kanadische Cirque du Soleil 2012 auch in Deutschland. Die Remixe tun den (zum Teil auf Soundbites herun- tergedampften) Songs mitunter gro- be Gewalt an. Ganz schlimm: eine afrikanisierte Version der Ballade „Ben“ mit Tribal-Trommeln und Ele- fantengetröte. Als Nächstes sollen in den 80ern eingespielte Duette mit dem seit 20 Jahren toten Queen- Frontmann Freddie Mercury aus den Archiven gebuddelt werden. (to)

Art-Pop Kate Bush 50 Words for Snow Fish People

Art-Pop

Kate Bush

50 Words for Snow Fish People

Sohn Bertie ist aus dem Gröbsten her- aus, da kann sich Kate Bush wieder dem Musikmachen widmen. Nur we- nige Monate nach dem eher unnötig aus alten Tracks neu zusammenge- setzten „Director‘s Cut“ folgt ein Kon- zeptalbum mit sieben völlig neuen Stücken. Hier steht weniger klassi- sches Songwriting denn Atmosphäre im Vordergrund: „Snowflakes“ ver- mittelt über 9 Minuten lang das Ge- fühl von Verlorensein in einer endlos weißen Weite, und im witzigen Titel- stück muss Stephen Fry 50 Worte für Schnee aufsagen. Ein Höhepunkt ist „Snowed in at Wheeler Street“, ein ungewöhnlich intensives Duett mit Elton John. So souverän kann nur je- mand klingen, der sich nichts mehr beweisen muss. (to)

Saftige Gänsebraten
Saftige
Gänsebraten
sich nichts mehr beweisen muss. (to) Saftige Gänsebraten Binding Leib & Seele, das Restaurant - Kornmarkt
sich nichts mehr beweisen muss. (to) Saftige Gänsebraten Binding Leib & Seele, das Restaurant - Kornmarkt
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Binding Leib & Seele, das Restaurant - Kornmarkt 11 - 60311 Frankfurt - Tel: 069 281529

DAS NEUE ALBUM SPARK INKL. DER SINGLE COMING HOME AB DOWNLOAD ERHÄLTLICH! ALS CD UND

DAS NEUE ALBUM SPARK

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DOWNLOAD ERHÄLTLICH!

ALS CD UNDSPARK INKL. DER SINGLE COMING HOME AB DOWNLOAD ERHÄLTLICH! SPARK - LIVE IN CONCERT 2012 17.04.2012

SPARK -

LIVE IN CONCERT 2012

17.04.2012

- MAINZ / 18.04.2012 - HAMBURG /

20.04.2012

- BERLIN / 21.04.2012 - HANNOVER /

MARIT LARSEN SPARK
MARIT
LARSEN
SPARK

22.04.2012 - KÖLN

/

23.04.2012 - FRANKFURT

/

25.04.2012

- STUTTGART / 26.04.2012 - MÜNCHEN /

27.04.2012

- CH-ZÜRICH / 29.04.2012 - A-WIEN

www.maritlarsen.de

Foto: DWerner / photocase.com

THEMA » HIV

Positiv leben

Kann ein Tag mit HIV zum Alltag werden?

„Positiv zusammenleben. Aber sicher“ lautet das Motto der Deutschen AIDS-Hilfe zum Welt-Aids-Tag 2011 und thematisiert Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV und Aids. „Der Umgang mit Betroffe- nen ist in Deutschland auch heute noch längst nicht immer ‚normal‘. Aus Angst davor sprechen HIV Betroffene Menschen nicht über ihre Infektion“, heißt es in der offiziellen Erklärung. Wir haben einen betroffenen Frank- furter zum Interview gebeten, um seinen alltäglichen Umgang mit HIV zu beschreiben. Sein Name wurde auf seinen Wunsch verändert. Aus Angst vor Diskriminierung. Für Rudolf (29) ist HIV noch kein Alltag.

gab-Magazin: Wie hast du von deiner Infektion erfahren?

Rudolf: Ich hatte eigentlich schon immer Angst davor, hatte aber auch immer Glück gehabt. Auch nach Risi- kosituationen habe ich den Test vor mir her geschoben. Irgendwann war ich fünf Wochen am Stück krank, An- tibiotika haben nicht geholfen, dann habe ich Haarausfall bekommen. Ich bin dann zu einer Dermatologin ge- gangen, die hat dann einen HIV-Test gemacht, und so kam das dann raus.

gab-Magazin: Weißt du, wann oder wo du dich angesteckt hast?

Rudolf: Ja, ich habe dann nachge- forscht. Eindeutig weiß ich es nicht, aber ich habe schon eine Vermu- tung, wann und wie das passiert sein könnte. Ich hatte eine Affäre, die nach drei Monaten auseinander gegangen ist, mit einem Mann, der nicht geoutet war. Plötzlich war er

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weg, Handy aus, wir hatten keinen Kontakt mehr. Vier Wochen später war ich beim Arzt und bekam die Diagnose Syphilis, und dann später kam auch die zweite Nachricht.

gab-Magazin: Du nimmst Medika- mente?

Rudolf: Das ging auch relativ schnell. Ich war sehr ängstlich und hatte ganz schlechte Werte, und habe meine Ärztin gefragt wegen der Therapie. Damit ich habe ich dann gleich begonnen und meine Werte sind dann schnell besser geworden.

gab-Magazin: Wem hast du da- mals zuerst von deiner Infektion erzählt?

Rudolf: Mein damaliger Partner hat das natürlich alles live miterlebt. Das war eine ganz dramatische Zeit für mich. Ich habe mich dann bei meinen besten Freunden auch sofort

geoutet und sehr viel mit ihnen darü- ber gesprochen. Ich habe das damals für mich gebraucht, um damit klar zu kommen. Ich hatte immer gehofft, dass das ganz weit weg von mir ist und nicht ausgerechnet mich trifft.

gab-Magazin: Mit Safer Sex warst du aber schon vertraut?

Rudolf: Damals, mit 23, habe ich komischerweise zwischen One-Night- Stands und einer Affäre oder Bezie- hung unterschieden. Bei einem One Night Stand nehm‘ ich ein Kondom, klar, aber bei einer Beziehung Wenn ich heute darüber nachdenke, dass ich dieser Person vom ersten Au- genblick an vertraut habe. Vielleicht spielt es dabei auch eine Rolle, dass er so ein Machoverhalten hatte, das mir irgendwie die Sicherheit gege- ben hat, dass er nicht infiziert sein kann. Irgendwie so habe ich damals gedacht.

gab-Magazin: Habt ihr über das Thema gesprochen? Oder über Sa- fer Sex?

Rudolf: Nein, das war gar kein The- ma. Aus der heutigen Sicht denke ich, dass ich selbst schuld bin, aus der Sicht des heutigen, vernünftigen Ichs. Damals war die Möglichkeit, mich zu infizieren, ganz weit weg von mir.

gab-Magazin: Wie hat die Diagno- se dein Leben verändert?

Rudolf: Ich glaube, es gibt einen klassischen Weg. Zuerst kommt das Drama, und dann überlegt man sich, wie geht‘s jetzt weiter? Heute ist es so, dass alles, was ich tue, sei es Jobs oder Beziehungen, dass ich schaue, was tut mir gut, was ist für mich das Richtige, Ich achte mehr auf mich. Bei Beziehungen oder im Freundeskreis, da hat sich einiges verändert. Die, die mit dem Thema nicht klar kommen, sind in den Hin- tergrund gerutscht, und die andern sind immer noch meine Freunde. Im Beruf hat sich einiges geändert. Da kommt immer wieder ganz viel Unsicherheit, und das ist bis heute eines meiner größten Probleme. Mit Unsicherheit meine ich nicht, ob ich

Augen auf im Garten der Lüste. Kondome schützen. HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion. Dagegen

Augen auf im Garten der Lüste.

Kondome schützen.

HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion. Dagegen kannst Du Dich schützen. Gegen die Folgen nur
HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion.
Dagegen kannst Du Dich schützen.
Gegen die Folgen nur schwer.
Abbott forscht im Bereich HIV und AIDS
und unterstützt Aids-Hilfen in Deutschland.
Wissenswertes und Aktuelles zum Thema
Prävention, HIV und AIDS findest Du auf:
Deutschland. Wissenswertes und Aktuelles zum Thema Prävention, HIV und AIDS findest Du auf: www.garten-der-lueste.com

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Dezember 2011

THEMA » HIV

Illustration: Gunnar Assmy / Fotolia.com
Illustration: Gunnar Assmy / Fotolia.com

diesen Job noch lange mache oder morgen gekündigt werde, sondern eher, was mache ich mit 40? Werde ich das körperlich immer noch ma- chen können? Ich arbeite im Augen- blick selbstständig, was die Sache noch komplizierter macht. Aber bei der Sexualität hat sich eigentlich am meisten geändert.

gab-Magazin: Inwiefern?

Rudolf: Ich hatte früher nie irgend- welche Hemmungen. Ich war unbe- schwert, ich habe immer so gehan- delt, wie es in der Situation gerade gepasst hat. Ich hatte keine Angst, mit jemandem Kontakt zu haben. Seitdem ich weiß, dass ich infiziert bin, habe ich einige Phasen durch- lebt. Die erste war die eher panische Phase, wo ich mich als menschliche Viren-Schleuder gesehen habe. Dann kam irgendwann die zweite Phase, wo ich gedacht habe, jeder ist doch erwachsen genug, auf sich selbst aufzupassen, jeder sollte die Verant- wortung für sich selbst übernehmen. Dass heißt, ich lehne kein Kondom ab, wenn der andere es möchte. Wenn er keine Initiative ergreift, mache ich auch nichts. Das hat na- türlich neue Ängste und unschöne Situationen gebracht. Bis ich dann irgendwann beschlossen habe, dass ich nur noch mit anderen HIV-Positi- ven Sex haben werde. Auch wenn ich jetzt unter der Nachweisgrenze bin, ist es mir lieber, wenn das Thema im Voraus geklärt ist.

gab-Magazin: Sprichst du das Thema heute an, wenn du jeman- den kennen lernst?

Rudolf: Kommt drauf an. An Cru- ising-Orten, wo Leute sich einem gewissen Risiko aussetzen, Kom- munikation zum Thema aber nicht möglich ist, ich es nicht organisie- ren kann und ich es selbst unan- gemessen finde, überlasse ich die Verantwortung dem anderen. Ich glaube, wenn jemand bereit ist, an einem solchen Ort zu gehen, weiß er Bescheid.

gab-Magazin: Und außerhalb die- ser Cruising-Situationen?

Rudolf: Im Chat bin ich schon geou- tet, ich habe in meinem Profil den

Chat bin ich schon geou- tet, ich habe in meinem Profil den Status „Safer Sex nach

Status „Safer Sex nach Absprache“. Die meisten verstehen das.

gab-Magazin: Das habe ich bis- lang nie als Zeichen verstanden

Rudolf: Die das nicht verstehen fra- gen dann nach, was dass bedeutet. Oder ich sage, dass unsere Inter- essen wohl nicht die gleichen sind, der andere fragt nach, und dann spreche ich das Thema an und oute mich. Da habe ich kein Problem mit, weil ich in den letzten Jahren so viele Leute getroffen habe, die HIV haben. Es sind viel mehr, als man glaubt!

gab-Magazin: Ja gut, das ist ja auch kein Thema, mit dem man hausieren geht.

Rudolf: Ja, das macht niemand öf- fentlich. Deswegen übernehme ich immer den ersten Schritt.

gab-Magazin: Wie sind die Reaktionen?

Rudolf: Das ist das krasse: wenn der andere es im Voraus weiß, lehnt er das Date ab, was ich verstehen kann. Wenn man es aber im Voraus nicht thematisiert, dann ist er bereit, un-

geschützten Sex mit mir zu haben. Hallo? Ich finde das unfair mir ge- genüber! Wenn man sich schützen möchte, schützt man sich doch vor allen. Ich habe auch schon erlebt, dass Positive ärgerlich reagieren. Die sagen „nee, ich bin gesund und möchte es auch bleiben“, und eine Woche später treffe ich sie in meiner

das finde ich

Schwerpunktpraxis

skandalös, aber ich kann die Leute auch nicht zwingen, sich zu outen.

gab-Magazin: Hast du immer Kon- dome dabei?

Rudolf: Wenn ich weiß, dass ich Sex haben werde, habe ich welche dabei. Meistens haben die, die geschützten Sex haben wollen, nämlich gar keine Kondome dabei. Es ist mir erst ein- mal passiert, dass ich mich bei je- mandem geoutet habe, und er dann trotzdem Sex mit mir haben wollte - mit Kondom natürlich. Die anderen waren immer sofort weg.

gab-Magazin: Krankheit generell ist in einer Leistungsgesellschaft ein schwieriges Thema, gerade auch im Beruf.

Rudolf: Ich bin auf der Arbeit nicht geoutet. Ich bewundere Menschen, die sich auf der Arbeit outen kön- nen, da gehört ganz viel Mut zu. Früher war das das große Thema, sich schwul zu outen. Ich finde, dass das eine Überlegung Wert ist, bei HIV sehe ich keinen Grund, sich zu outen. Wer möchte schon krank sein oder als krank gelten?

gab-Magazin: Du hast im Vorfeld des Interviews erzählt, dass du als Referent an verschiedenen Ver- anstaltungen der AIDS-Hilfe teil- genommen hast. Als Role-Model bei der IWWIT-Kampagne hast du nicht mitgemacht?

Rudolf: Das traue ich mich offen gesagt noch nicht. Ich bin immer bereit, meine Erfahrungen zu teilen, wie jetzt hier im Interview. Aber ich will mich nicht komplett outen, weil ich Angst vor den Reaktionen von Bekannten oder Unbekannten habe. Der Vorwurf, wie man sich auf ei- nem Plakat abbilden lassen kann, und das ganze Land weiß um den HIV-Status. Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich erlebe es jetzt, in ein- zelnen Gesprächen oder Chats, dass einige Leute nicht damit klarkom- men, und tschüss. Und wenn ich das ganz öffentlich machen würde, wür- de ich glaube ich diese Ablehnung viel deutlicher spüren, und davor habe ich Angst.

gab-Magazin: Der Unterschied beim Umgang mit HIV und ande- ren chronischen Krankheiten ist ja, dass man der Meinung ist, die eine bekommt man, und HIV holt man sich. Hast du jemals das Ge- fühl gehabt, dich rechtfertigen zu müssen, dass du HIV-Positiv bist?

Rudolf: Ich habe das weniger von an- deren gehört, als dass ich dieses Ge- fühl mit mir selbst rumtrage. Mit HIV hat man Mitgefühl, aber die zweite Frage ist immer: Weißt du, wie du es dir geholt hast? Bei anderen Krank- heiten gibt‘s diese Frage nicht. Natür- lich gibt es auch die Leute, die sagen, der ist selbst dran Schuld, aber ich glaube nicht, dass man das einem HIV-Positiven direkt ins Gesicht sa- gen würde, das traut sich keiner.

gab-Magazin: Und wie ist das mit der eigenen Einstellung?

Rudolf: Das hat sich verändert. Am An- fang war es ziemlich heftig. Es waren aber weniger Selbstvorwürfe als Selbst- mitleid - oh Mist, du bist positiv! Und daran denkst du mindestens zwei Mal am Tag, wenn du deine Pillen nimmst. Mist, ich bin wirklich positiv. Ich weige- re mich bis heute das zu akzeptieren, obwohl ich weiß, dass es wahr ist. Ich kämpfe innerlich immer noch dagegen und wünsche mir manchmal, dass das alles nur ein heftiger, langer Traum ist, und ich irgendwann aufwache. Aber das passiert nicht. (bjö)

N E W S

 

Therapievereinfachung

Eines der am längsten erprobten und nebenwirkungsärmsten HIV-Medikamente, Viramune der Firma Boehringer, das inzwischen zum Goldstandard der HIV-The- rapie gehört, ist seit Oktober nun auch als Retardformulierung zugelassen und muss nur noch einmal täglich eingenommen werden. Sicher eine gute Botschaft für viele HIV-Infizierte, die Viramune in Kombination mit Kivexa oder Truvada einnehmen und bisher zwei mal täglich Tabletten schlucken mussten.

Neue Dreierkombi in einer Tablette

Für eine erfolgreiche HIV-Therapie ist die regelmäßige Einnahme und die Ver- träglichkeit des Medikaments von hoher Bedeutung. Nach der Markteinführung der ersten Dreierkombination als „once daily“ die aus einer Kooperation der Unternehmen BMS und Gilead entstand, gab die Europäische Zulassungsbehörde eine „positive opinion“ für Riplivirine, einen neuen Wirkstoff aus der Klasse der NNRTIs, der von Tibotec entwickelt wurde. Er wird vermutlich bald auch als once daily Kombinationstablette unter dem Handelsnamen Eviplera zur Verfügung stehen - eine gute Alternative für Patienten, die Atripla nicht vertragen.

HIV-Leitfaden-App

Seit 2004 gibt es - unterstützt von Boehringer Ingelheim - die Online-Version des beliebten „HIV-Leitfaden“, der vom HIV Arbeitskreis Südwest herausgegeben wird. Seit Neuestem steht das Nachschlagewerk auch als App für iPhone und iPad zur Verfügung. Das praktische Hilfsprogramm kann kostenlos im App Store herunter geladen werden (Suchbegriff „HIVleitfaden“). Nach erfolgreicher Instal- lation sind alle Inhalte des Leitfadens auch ohne Internetverbindung verfügbar. Der Arbeitskreis erarbeitet regelmäßige Aktualisierungen des Leitfadens, die den App-Nutzern dann als kostenloses Update zur Verfügung gestellt werden. Alle Inhalte des Leitfadens finden sich auch ganz klassisch im Internet unter hivleitfaden.de. (mge)

auch ganz klassisch im Internet unter hivleitfaden.de. (mge) Viele reden darüber: Das Leben mit HIV kann
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Viele reden darüber:

Das Leben mit HIV kann einfacher sein.

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mit HIV kann einfacher sein. In Kürze online www.talkpositive.de © 2011 Bristol-Myers Squibb & Gilead Sciences
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Foto: Josephin.nb / photocase.com

THEMA » FRANKFURT » WELT-AIDS-TAG

Therapie schützt vor HIV

Neue Studie bestätigt Wirksamkeit

Hinter dem unscheinbaren Namen HPTN 052 steckt eine der spektakulärsten Studien der letzten Jahre. Sie be- legt, dass ein HIV-Positiver bei erfolgreicher Therapie so gut wie nicht mehr ansteckend ist. Der Schutzeffekt gegen eine HIV-Übertragung ist mit 96% so hoch wie beim Gebrauch von Kondomen und übertrifft den Wert sogar, wenn man im Umgang mit Kondomen nicht so geübt ist.

Bei ihrer Vorstellung im Rahmen der 6. Konferenz der Internationalen Aidsgesellschaft im Juli 2011 führte die Präsentation von HPTN 052 zu Standing Ovations und auch die Deut- sche AIDS-Hilfe ist sicher, dass sie in die Geschichte der Infektiologie ein- gehen wird. HPTN 052 bestätigt da- mit Untersuchungen der Eidgenössi- schen Kommission für Aidsfragen (EKAF) und der Deutschen AIDS-Hil- fe aus den Jahren 2008 und 2009. Diese waren zwar wissenschaftlich nicht so belastbar, kamen aber eben-

falls zu dem Schluss, dass die antiret- rovirale Therapie (unter bestimmten Bedingungen) ausreicht, um bei Posi- tiv/Negativ-Paaren vor einer Infekti- on zu schützen. Therapie schützt vor HIV. So er- freulich diese Botschaft ist, weit reichende Konsequenzen daraus scheitern an der Realität: die Mehr- heit der HIV-Infizierten wird sich die wirksame Methode nämlich nicht leisten können. Weltweit haben rund neun Millionen Menschen derzeit keine Chance, an die teuren Medika-

mente zu kommen. Zudem werden in vielen Entwicklungsländern aus Kostengründen Präparate der „alten Generation“ eingesetzt, die noch vie- le unerwünschte Nebenwirkungen hervorbringen und daher häufig zu Therapieabbruch führen. Auch die globale Finanzkrise führt seit 2007 zu einem Rückgang der finanziellen Ressourcen. Dennoch gilt zumindest für viele Industrieländer: eine wirksame Be- handlung ist ein wirksamer Schutz vor HIV. (bm)

wirksame Be- handlung ist ein wirksamer Schutz vor HIV. (bm) Gesundheit lebenslänglich Veranstaltung der AIDS-Hilfe

Gesundheit lebenslänglich

Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt am 1.12.

Themenschwerpunkt der diesjähri- gen Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt zum Welt-Aids-Tag ist die Gesundheit. So einfach, so kompli- ziert. In der offiziellen Mitteilung der AIDS-Hilfe heißt es dazu: „Gesund- heit ist in unserer Gesellschaft ein hohes, wenn nicht das höchste Gut geworden. Auch Menschen mit HIV und Aids profitieren seit Jahren von den Erfolgen in Medizin und For- schung. Doch wenn Gesundheit zum Fetisch wird, hat das negative Folgen. Der Aufruf, gesund zu leben wird von einer lebensbejahenden Einladung zu einer moralischen Forderung, die nicht nur aus finanziellen Gründen

von den Krankenkassen erhoben wird. Wer sich nicht gesund hält und

alles für seine Gesundheit tut, ist sel- ber schuld und muss die Folgen sel-

Foto: Peter Braunholz
Foto: Peter Braunholz

ber tragen, heißt es immer öfter in öffentlichen und privaten Diskussio- nen“. In der Paulskirche diskutieren mit: Werner Bartens, Wissenschafts- journalist und Autor („Das Ärztehas- serbuch“), Carsten Schatz, Vorstands- mitglied der Deutschen AIDS-Hilfe, Annette Haberl, Ärztin im HIV-Cen- ter Frankfurt, sowie Dagmar Müller vom Evangelischen Hospiz Frankfurt. (bjö)

Dagmar Müller vom Evangelischen Hospiz Frankfurt. (bjö) Do, 1.12., 18 Uhr, Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt

Do, 1.12., 18 Uhr, Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt zum Welt- Aids-Tag, Paulskirche, Frankfurt. Im Anschluss Trauermarsch durch die Frankfurter Innenstadt.

N E W S

 

Tikkis Bettgeflüster

Tikki Nightblow, rührige Präventions- Biene der Frankfurter Love Rebels, hat zusammen mit dem Autor Holger von Puben den „Bettgeflüster“-Podcast ins Netz gestellt. In regelmäßigen Abstän- den gibt es dort via Audio-Stream Infos rund ums Thema Sex in allen Varianten und Stellungen - Zuhören ist manchmal einfacher als Lesen. Dazu gibt‘s auch dies und das aus der Szene Frankfurt zu berichten - Tikki Nightblow ist für euch unterwegs. Checkt das!

von HIV-Positiven untersuchen soll. Rund 1.000 Interviews sollen dazu geführt werden, in denen Positive von ihren Erfahrungen und Erlebnissen be- richten. Das besondere an diesem Pro- jekt: hier soll nicht über Menschen mit HIV gesprochen und geforscht werden, sondern Menschen mit HIV sind diejeni- gen, die „Positive Stimmen“ tragen und ermöglichen. Sprich: Positive interview- en Positive. Die Interviewer werden für ihre Aufgabe speziell ausgebildet und führen über einen Zeitraum von einem halben Jahr Interviews. Dabei werden sie von einem Projektrat, der sich aus positiven Netzwerken, Initiativen und AIDS-Hilfen zusammensetzt, betreut. Die Interviews werden natürlich anonym erhoben. Ziel des Projekts soll sein, zum einen ein größeres Verständ- nis für die Situation von Menschen mit

HIV zu entwickeln, zum anderen sollen Bereiche aufgezeigt werden, in denen in Zukunft mehr entstigmatisierende Initiativen notwendig sind, an welchen Stellen Selbstorganisationen besser gefördert werden können und welchen Aufgaben sich die Interessenvertretung zukünftig stellen wird .

Voranmeldung kann man sich montags zwischen 17 und 19:30 Uhr im Switch- board testen lassen. „Main Test“ bietet im Rahmen dieser Aktion ab sofort auch einen Syphilis-Test an. „Sexuell übertragbare Infektionen werden mit- unter viel leichter übertragen als HIV“, meint Michael Bohl von der AIDS-Hilfe Frankfurt zu Erweiterung des Angebots. „Glücklicherweise sind sie oft auch leichter behandelbar“. Der Syphilis- Test kann nicht wie der HIV-Test als Schnelltest durchgeführt werden, die Ergebnisse liegen in der Regel zwei Tage später vor. Kosten für den HIV- Schnelltest bzw. Syphilis-Test liegen bei 15 EUR, im Kombi-Paket 25 EUR. Die Beratung ist kostenlos. (bjö)

Infos unter positive-stimmen. de, im Rhein-Main-Gebiet können Interessierte unter der Email positive-stimmen-rheinmain@gmx. de melden und informieren

de, im Rhein-Main-Gebiet können Interessierte unter der Email positive-stimmen-rheinmain@gmx. de melden und informieren

nightblow.de

Maintest erweitert

Positive Stimmen

Die Deutsche AIDS-Hilfe startet unter dem Namen „Positive Stimmen“ ein bundesweites Interview-Projekt, das die Diskriminierung und Stigmatisierung

Seit April 2010 bietet die AIDS-Hilfe Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt wöchentlich einen HIV-Schnelltest mit Beratung an - anonym und ohne

Main Test, montags 17 - 19:30 Uhr, AG 36 / Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt.

Main Test, montags 17 - 19:30 Uhr, AG 36 / Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt.
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Dezember 2011

SZENE » FRANKFURT » KOLUMNE

Gabbing About

5 Fragen an Roland vom Bananas

» KOLUMNE Gabbing About 5 Fragen an Roland vom Bananas Vita Roland Salvatore Marquez Medina (geb.

Vita Roland Salvatore Marquez Medina (geb. am 8. Juni 19?? In Aschaffenburg), lebt seit Februar 2010 in Frankfurt und ist beliebter Barkeeper im Bananas. Tipp: am Wochen- ende morgens früh besuchen! (bjö)

1 Das Bananas ist fester Be- standteil im Bermudadreieck-

Partyfahrplan. Wie behält man im turbulenten Bananas den Über- blick? Was ist dein Trick?

Ich bin am Wochenende total locker und cool drauf und sehe über vieles weg. Ich nehme die Gäste so wie sie sind, und sie nehmen mich wie ich bin. Bei mir ist einfach nur Party angesagt und lockere Sprüche sind an der Tagesordnung.

2 Wie verträgt sich eigentlich das spanische Temperament mit der nüchternen deutschen Art?

Das hat eigentlich nichts mit der Mentalität zu tun, es kommt auf die innere Einstellung an. Dadurch das ich mehr als ein Jahrzehnt im Aus- land war, kommt meine coole und lockere Art hier sehr gut an. Und ich arbeite hier mit internationalen Gäs- ten, mit den ich sehr gut klar komme.

3 Du bist gerne auf Reisen - welche Reiseziele sind deine

Favoriten, wo bist du noch nie gewesen, würdest aber gerne mal hinfahren?

Ich habe mehrere Jahre für einen Deutschen Reiseveranstalter gear- beitet und hatte das Glück, dadurch die Welt kennen zulernen. Meine absoluten Favoriten sind Asien und Indonesien. Wo ich noch nie war? In Australien, aber da komme ich auch noch hin!

4 Wie war dein erstes Mal?

Ups, net‘ so gut. War mit ein Mä-

del. Aber bitte niemand sagen

5 Was magst du an Frankfurt, was geht dir auf die Nerven?

Natürlich mag ich das Bananas, das Wetter in Deutschland mag ich nicht.

was geht dir auf die Nerven? Natürlich mag ich das Bananas, das Wetter in Deutschland mag
was geht dir auf die Nerven? Natürlich mag ich das Bananas, das Wetter in Deutschland mag
was geht dir auf die Nerven? Natürlich mag ich das Bananas, das Wetter in Deutschland mag
was geht dir auf die Nerven? Natürlich mag ich das Bananas, das Wetter in Deutschland mag
Jeden Tag Gutes tun.
Jeden Tag Gutes tun.

SZENE » FRANKFURT » SOCIETY

MODERNE » MENSCHEN

Queens in the kitchen!

Wir sind voll - das große Fressen hat eine Ende!

Wir haben es endlich geschafft! Da unsere eigenen Kühlschränke stets leer waren und unser Know-how über Kochbücher nur mit Bildern in Verbin- dung gebracht werden konnte, haben wir dutzende Küchen entweiht und dürfen wir uns nun als gesättigt bezeichnen. Hier das große Special der 28 aufregenden Kochbesuche.

Das skurrilste Dinner: Marlene Deluxe serviert Vitaminpillen, zum Nachtisch gab‘s eine Botox-Infusion.
Das skurrilste Dinner: Marlene Deluxe
serviert Vitaminpillen, zum Nachtisch gab‘s
eine Botox-Infusion.

Babsis Bilanz

Die Idee, Frankfurter Szenepromis und einige Sup- penkasper hintern Herd zu besuchen, intimste Ge- heimnisse in tiefsinnigen Talks den Gastgebern zu entlocken und am Ende satt und besoffen nach Hause zu gehen, gefiel mir im Mai 2009 sofort - und etablierte sich schnell zu der heiß-fettigen GAB-Society-Kolumne Nr.1. Zuhause schnell ange- malt, losgedüst und dann Mahlzeiten genossen und Menschen getroffen, die für unsere Stadt und

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Dezember 2011

Miss Brandy Delight und ihr original paname- sischer Eintopf
Miss
Brandy
Delight und
ihr original
paname-
sischer
Eintopf

aus meinem bunten Leben nicht wegzudenken sind. Bin dabei mit meiner Freundin Crystel Cox durch so manche Fettnäpfchen gestolpert, habe vom Imbiss bis zum Gourmetvergnügen alles er- lebt und - vor allen Dingen - so viel Spaß gehabt! Angefangen bei einer panamesischen Vogelgrip-

pe

Vogelsuppe über Millionen von Gambas-

Schwänzchen, 1- bis 4-Gang-Menüs, Pillen-Cock- tails bis hin zu Microwellen-Spezialitäten und irgendwas vom Party-Service - „Queens in the kit- chen“ isst einfach einmalig gewesen. Tja, und das

äh

Beste vom Buffet ist jetzt abgefrühstückt. Für diese Kolumne werde ich zwar den Löffel abgeben, kann aber sicherlich aus meinen geheimen Kochbüchern noch so manche Zutat für köstliche Überraschun- gen hervorzaubern. Vielleicht Drag-Stricken mit Ökotransen, Häuser einrichten mit dicken Woh- nungsmaklern oder schwule Bauern suchen - das Leben ist lecker und wird noch unzählige Kostbar- keiten auftischen. Ich freu mich drauf! Eure Babsi

Crystels Way

Angefangen hatte alles in Babsis Wochenend-Do- mizil - in ihrem Frankfurter Bad. Da hing ein Schild „The Queen of the Kitchen“, und daraus machte ich „Queens in the Kitchen!“. Zusammen schafften wir ein Konzept voller Nonsens und doch Glaubwür- digkeit durch unsere mal gewollte und mal unver- hüllte Natürlichkeit. Mit den Videos erreichten wir noch mehr Fans, was uns einen ungemeinen Push des Bekanntheitsgrades verlieh! Jeden Monat einen Freiwilligen zu finden, der auch noch halbwegs bekannt ist und uns den Ma- gen füllt, ohne uns ins Jenseits zu befördern (tja, so

Sex and the City: Shopping und ein leichter City-Snack mit Jessica Walker und Kelly Hilton

leicht hättet ihr uns los sein können!) - das war nicht immer leicht, aber jedes Mal aufregend und mit jeder Menge Spaß verbunden! Nie werde ich den waghalsigen Stunt von Babsi mit eingeklemmter Jacke im fahrenden Taxi in Offenbach vergessen oder die unzähligen Male, wenn mir das Es- sen am nächsten Tag beim Aufstoßen nochmals „Hallo!“ sagte - Köstlich! Ich werde mir noch viele Jahre die Videos ansehen und stolz sein, auf eine Idee, die Menschen zum Lachen brachte. Natürlich bin ich etwas trau-

Endlich mal richtig kochen - mit Mirko Reeh

Kitchenette im Peggy Bundy-Style: Sibylle Nikolai, eine Kippe und roter Spargel.

rig, dass es vorbei ist, aber es wird

etwas Neues kommen

werde ich ja Hausfrau, jetzt wo ich „kochen“ kann. Eure Crystel

vielleicht

A lot to do & a lot of fun!

Die richtige Würze aber brachten die folgenden Zutaten - unsere Szene- lieblinge! Tina Linne, Manfred Mietzner, Bär- bel, Frau Schulz, Alessandro Uddin, Bäppi, Daniel Klintworth, Steffen Lo- pens, Marlene Deluxe, Tim Frühling, Anika Pilger, Ralf Bareuter, Knud Wechterstein, Kiki, Marc Hartmann, Kelly Hilton, Andrej Munivrana, Die Homoristen, Christiane Schwanzl, Si- bylle Nicolai, Bernd Ochs, Manuela Mock, Radio SUB, Bea Graf, Barbara Herz, Stephen Folkers, Tina & Ralf, Jessica Walker, Matthias Münch, Miss Thunderpussy, Mirco Reeh, Hol- ger Knoch, Alexander Sinclair, Mi- chael Büchel, Brandy Delight, Sonya Kraus und natürlich unser geliebtes gab-Magazin! Von ganzem Herzen danken wir al- len Lesern und Zuschauern unserer Videos und verabschieden uns mit einem kurzen Zitat von Aristoteles:

„Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: weder durstig noch be- trunken.“

babsi-heart.dewie ein Bankett: weder durstig noch be- trunken.“ crystelcox.de Wir Wir haben haben auch auch Heilig

crystelcox.deBankett: weder durstig noch be- trunken.“ babsi-heart.de Wir Wir haben haben auch auch Heilig Heilig Abend,

Wir Wir haben haben auch auch Heilig Heilig Abend, Abend, an an beiden beiden

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Voll am Boden: Sonya Kraus schaffte die Girls.
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Eat my Ass: zu Gast bei Knud Wäch- terstein und den Terrorschwestern
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terstein und den
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O ka Maluhia no me oe, Ku‘u Maluhia a pau loa, Ka Maluhia no na
O ka Maluhia no me oe, Ku‘u Maluhia a pau loa, Ka
Maluhia no na wa a pau, no ke‘ia wa a mau a mau
loa aku - Engel-Session mit Tina Mara Linne.
loa, Ka Maluhia no na wa a pau, no ke‘ia wa a mau a mau loa

Dezember 2011

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59 19 58 krauss.immobilien@web.de www.krauss-immobilien.de 30 Dezember 2011 SZENE » FRANKFURT » COMMUNITY MEHR
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Dezember 2011

SZENE » FRANKFURT » COMMUNITY

MEHR COMMUNITY
MEHR COMMUNITY

Pulse goes Weihnachtsmarkt

Foto: Photo-Beagle / photocase.com
Foto: Photo-Beagle /
photocase.com

In Stuttgart ist es schon seit Jahren Usus, nun gibt es auch auf dem Frank- furter Weihnachtsmarkt endlich einen Stand von und für die Szene. Die Pulse- Crew versorgt Glühweinfreunde täglich von 10 bis 21 Uhr und macht den Rö - merberg bunter! Mi, 23.11. - Do, 22.12., 10-21 Uhr, Frankfurter Weihnachtsmarkt, Mainkai (direkt vor dem Eisernen Steg), Frankfurt.

Offene Bühne

(direkt vor dem Eisernen Steg), Frankfurt. Offene Bühne Kalendarisch feingetuned verspricht die offene Bühne

Kalendarisch feingetuned verspricht die offene Bühne diesmal ein Potpourri an weihnachtlich abgestimmten Dar- bietungen. Bühnenstart wie immer um 21 Uhr. Sa, 3.12., 19 Uhr, Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt.

Lescafé

Immer wieder sonntags: Kaffee trinken, Kuchen schlemmen, schwätzen, Dop- pelkopf oder Billard spielen und noch viel mehr. Sonntags, 16-20 Uhr, LSKH, Klingerstr. 6, Frankfurt.

Café Karussell

Renten? Fragen über Fragen! Rentenbe- rater Thomas Purtz hat die Antworten. Di, 6.12., 15 Uhr, Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt. Eintritt frei

Feuerzangenbowle

Alte Gasse 36, Frankfurt. Eintritt frei Feuerzangenbowle Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Tunten nicht?

Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Tunten nicht? Keine Angst: unse- re Linda hat Erfahrung beim Spiel mit dem Feuer und erwärmt uns jeden Dienstag im Dezember die bitterkalte Adventszeit. Dienstags, 20 Uhr, Schwejk, Schäfer- gasse 20, Frankfurt.

Ladies Takeover Friday

Diesmal machen die Lesben und ihre

Freunde sich das Nordend untertan - zum geselligen Ausgehen. Fr, 9.12., 20 Uhr, Relax, Weberstr. 84, Frankfurt. Eintritt frei

Polyneuropathie

Über neue Behandlungsmöglichkeiten von polyneuropathischen Störungen bei an Aids Erkrankten mittels Capsai- cin informiert Prof. Dr. I.W. Husstedt. Di, 13.12., 19:30 Uhr, bASIS, Lenaustr. 38 HH, Frankfurt. Kostenlos

Weihnachten im Switch

Lenaustr. 38 HH, Frankfurt. Kostenlos Weihnachten im Switch Bekannte Frankfurter wie Jo van Nel- son, Christian

Bekannte Frankfurter wie Jo van Nel- son, Christian Setzepfandt, Tim Früh- ling und Holger Heckmann lesen die schönsten und witzigsten Weihnachts- geschichten vor, umrahmt von pas- senden musikalischen Klängen sowie Glühwein und Plätzchen. Wie festlich! Do, 15.12., 20 Uhr, Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt. Eintritt frei

Zauberbabsi

Alte Gasse 36, Frankfurt. Eintritt frei Zauberbabsi Zum letzten Mal laden Babsi Heart und ihr bezaubernder

Zum letzten Mal laden Babsi Heart und ihr bezaubernder Assistent Ken zur ma- gischen Dinner-Show. Schnell reservie- ren! Fr, 16.12., 19:30 Uhr, Pulse Lounge, Bleichstr. 38a, Frankfurt. 39 EUR inkl. Dinner.

Café Karussell

38a, Frankfurt. 39 EUR inkl. Dinner. Café Karussell Come back, rote Katze? - eine virtuelle Führung

Come back, rote Katze? - eine virtuelle Führung in die alte schwule Subkultur Frankfurts mit Christian Setzepfandt (Foto) sowie ehemaligen Gästen der 60er und 70er. Di, 20.12., 15 Uhr, Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt. Eintritt frei

Naked

Wegen des großen Erfolgs seiner sonnta- gnachmittäglichen Nacktparty bietet das Jerome Gaykino nun auch einen Abendter- min, immer am letzten Mittwoch im Monat. Mi, 28.12., 19 Uhr, Jerome, Elbestr. 17, Frankfurt.

Mock me up, ol´ Walker!

Diven mit Output

Mock me up, ol´ Walker! Diven mit Output Kurz vor Redaktionsschluss erreich- ten uns noch zwei

Kurz vor Redaktionsschluss erreich- ten uns noch zwei Meldungen, die wir Frankfurt nicht vorenthalten können: Evergreen-Diva und Szene- Madame Manuela Mock veröffent- licht ihre flotten Sprüche jetzt nicht mehr nur live und auf Facebook, son-

dern hat einen Verlag gefunden, der die bis dato gesammelten Zitate als Buch herausbringt. Unter dem Titel „Mock-up, eine echte Diva“ hat Pa- trick Rosenthal die Sprüche auf 112 Seiten zusammengetragen, Fred Fuchs hat sie illustriert. Am 14. De-

zember erscheint das Mock‘sche Oevre - wir werden es für die kom- mende Ausgabe genau unter die Lupe nehmen. Aber auch Jessica „Reinvention“ Walker, Urgestein der Frankfurter Travestie-Szene, Mutter der Drags und Parttime Partygirl hat gear- beitet: mit dem Kölner Sänger und Musiker Dada Peng („Ich liebe Mary Roos“) hat die Walker einen Kirmes- Dance-Song produziert - „Ich bin richtig stolz, denn ich habe das alles alleine eingesungen“, meint sie zum gab-Magazin. „Nenn‘ mich niemals Schatz“ heißt die Nummer, die auf die aktuelle Unart, jeden und alle mit „Schatz“ zu betiteln, reagiert. Die Single erscheint am 15.12. Go for it, Girlfriends! (bjö)

„Mock up, eine echte Diva“ erscheint im Patrick Rosenthal Ver- lag, Jessica Walkers „Nenn‘ mich niemals Schatz“ bei Dadapeng.comSingle erscheint am 15.12. Go for it, Girlfriends! (bjö) Poppkultur - ausgezeichnet! Präventions-Spot der AIDS-Hilfe

Poppkultur - ausgezeichnet!

Präventions-Spot der AIDS-Hilfe Frankfurt

Ein Hingucker war‘s schon immer: der dreiminütige Vi- deoclip, gemacht von der Frankfurter Filmproduktion G+K anlässlich des 25-jährigen Bestehens der AIDS-Hilfe Frankfurt, der als Mini-Musical in bester Moulin-Rouge/ Cabaret-Manier für die Benutzung von Kondomen wirbt. Hauptdarsteller Bäppi spielt den Conferencier in Zylin- der, Frack und Unterhosen, um ihn herum wirbeln kalei- doskopartig Tänzer und Tänzerinnen. Im Rahmen der Cannes Corporate Medien-Auszeichnungen bekam der Clip jetzt den goldenen Delphin in der Kategorie „Art, Music and Culture“ verliehen. Toll! (bjö)

Checkt den Clip auf YouTube.com unter „Poppkultur“ bei GKFilm

den Clip auf YouTube.com unter „Poppkultur“ bei GKFilm Transen Tanzen X-Mas Frau Schulz lässt das Pulse
den Clip auf YouTube.com unter „Poppkultur“ bei GKFilm Transen Tanzen X-Mas Frau Schulz lässt das Pulse

Transen Tanzen X-Mas

Frau Schulz lässt das Pulse tanzen

Das Weihnachtsspecial mit Confe- rence und Comedy von Frau Schulz, Songs der 50er und 60er von Tante

Gladice und Disco & Pop mit Louise Schrill, der Siegerin bei Brigitte Blama- ges Drag-Queen-Contest 2011 in Karls-

ruhe. Alle Künstlerinnen singen live!

So, 4.12., 17-20 Uhr, Pulse Lounge, Bleichstr. 38a, Frankfurt. Eintritt frei.2011 in Karls- ruhe. Alle Künstlerinnen singen live! Tante Gladice Louise Schrill Frau Schulz BADAUSSTATTUNG

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SZENE » FRANKFURT » GASTRO

Nicht so deutsch - nicht so Winter

BonaMente und Mamoona Cuisine geben die richtigen Impulse

Wer möchte sich wohl nicht vor den harten Weihnachtsfeiertagen selbst noch etwas gönnen und seinem plätzchen-prallen und Gänse-schmo- renden eigenen Herd gerne mal den Rücken kehren, um Zuflucht zu fin- den jenseits des Trubel in ruhiger Atmosphäre? Zwei sehr schöne Selbst-Gönner-Tipps im Dezember helfen dabei. Wer es klassisch, hell und inter- national mag, wird das „BonaMente“ in der Kaiserstraße mit seinem über zwei Etagen ausgedehnten Class- Hotel-Look zu schätzen wissen:

nimm Platz, entweder oben auf der Galerie oder unten im zu Straße ver- glasten Innenraum in der Nähe der hochpolierten Bar. Hierher kannst du alle deine Facebook-Freunde ein- laden, denn bei Bedarf es gibt Platz und Essen für bis zu 250 Personen. Saftige Black-Angus-Steaks (15,50

bis 24 EUR, je nach Größe) über- treffen den internationalen Standard mühelos, dank der Zubereitung auf dem „heißen Stein“ (auf Wunsch auch am Tisch). Eine warme, fein mit Curry abgeschmeckte Steaksoße zeigt, dass der Küchenchef gute Ide- en hat, die er auch ganz besonders bei den Tapas ausspielt. (Parmesan- Kartoffelecken 5,10 und Jakobsmu- scheln 12,50 EUR). Dank der Vielfalt der Karte haben nicht nur Fans von Gegrilltem viel Vergnügen im „Bona- Mente“.

Vom Steak-Spezialisten BonaMente zur köstlich-östlichen Mamoona Cusine

Kaum wiederzuerkennen sind die

Räume der „Mamoona Cuisine“ (An- lagenring / Ecke Hanauer), die be- kannt als ehemaliges „Unity“ viel zu

erzählen hätten

schön renoviert, mit gedämpftem Licht und angenehm sparsamer De- koration und bei gut ausgewählter Musik hat die „Mamoona Cuisine“ alles in ein bezauberndes Souter- rain-Lokal verwandelt. Köstlich-öst- lich sind die marokkanisch-libanesi- schen Orientgerichte (Tajine Schmortopf Huhn oder Lamm mit eingelegten Zitronen oder karamelli- sierten Rosinen 16,50 EUR) und auch derart reichlich bemessen, dass Zusammenstellungen aus warmen Vorspeisen (Sardellenbällchen mit Zitrone, Chili und Koriander 6,50 EUR) einen gut durch den Abend be- gleiten. Verblüffend und sensationell ist der Wiesenkräuter-Salat, der teil-

Nichts da: sehr

Saftige Black-Angus- Steaks in ausgedehn- tem Class-Hotel-Look:

BonaMente auf der Kaiserstraße

Köstlich-östlich: Mamoo- na Cuisine im ehema- ligen „unity“ auf der Hanauer Landstraße.

im ehema- ligen „unity“ auf der Hanauer Landstraße. weise tatsächlich nach saftiger grü- ner Wiese schmeckt
im ehema- ligen „unity“ auf der Hanauer Landstraße. weise tatsächlich nach saftiger grü- ner Wiese schmeckt
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weise tatsächlich nach saftiger grü- ner Wiese schmeckt und deshalb gerade im Winter besonders gut tut. Wer hätte das von Orientküche ge-

dacht

Wiesenkräuter? Sonntags ab

19 Uhr gibt es das Orientalische Büf - fet (AYCE) und donnerstags wird live musiziert - aber nicht immer orienta- lisch. (pez)

Mamoona Cuisine - Orientalische Kochart, Hanauer Landstr. 2, Frankfurt-City Ost, 069-174 27 597, mamoona-cuisine.de, Di- Do+So 18 bis 2, Fr+Sa 18 bis 3, Mo Ruhetagwird live musiziert - aber nicht immer orienta- lisch. (pez) BonaMente - Steaks, Tapas & more,

BonaMente - Steaks, Tapas & more, Kaiserstr. 51, Frankfurt- City, 069-25627566, bonamente. de, Täglich 11 bis 24 Uhr (Warme Küche)Hanauer Landstr. 2, Frankfurt-City Ost, 069-174 27 597, mamoona-cuisine.de, Di- Do+So 18 bis 2, Fr+Sa 18

Tapas & more, Kaiserstr. 51, Frankfurt- City, 069-25627566, bonamente. de, Täglich 11 bis 24 Uhr (Warme
Tapas & more, Kaiserstr. 51, Frankfurt- City, 069-25627566, bonamente. de, Täglich 11 bis 24 Uhr (Warme

SZENE » FRANKFURT » KULTUR

Karamba - die 70er kommen!

Das Schmidt Theater mit einem Gastspiel am Main

Ein Stück original Reeperbahn kommt im Frühjahr 2012 an den Main: das Hamburger Erfolgsmusi- cal „Karamba“, das in Corny Litt- manns „Schmidt Theater“ seit 2008 erfolgreich läuft, kommt ab dem 29. März 2012 nach Mühlheim in die Willy-Brandt-Halle. „Karamba“ feiert den Kult der 70er! Die bunte Revue von Martin Linganau und Mirko Bott unter der Regie von Corny Littmann persönlich ist ein äußerst kurzweiliger Reigen der schmissigsten deutschen Schla- ger der 70er. Schon die Songauswahl zeigt, dass hier Liebhaber am Werk waren, denn nicht nur garantierte Knaller von Cindy und Bert, Mireille Mathieu, Roberto Blanco oder Udo Jürgens finden sich wieder, auch ver- gessene Perlen wie Andrea Jürgens oder Reinhard Mey werden in per- fekt arrangierten Medleys gespielt. „Die Schlager von damals waren besonders“, meint Autor Mirko Bott, „denn sie haben immer auch ein Stück des damaligen Zeitgesche- hens reflektiert“. Genau das macht auch „Karamba“ und lässt nicht nur durch die Musik den Geist der 70er

wieder aufleben: Fernsehshows wie Dalli Dalli, die Schlümpfe, Biene Maja, die Sesamstraße, legendäre Werbespots, aber auch die Ölkrise mit den autofreien Sonntagen finden sich in Spielszenen ebenso wieder wie Prilblumen, Schlaghosen und Polyesterhemden in Bühnenbild und Kostümen. 400 ausverkaufte Shows in Hamburg kann die Revue bereits vorweisen - 2012 geht die 70er-Party in Mühlheim weiter! Möglich wurde die Kollaboration zwischen Hamburg und Mühlheim durch die Freundschaft zwischen Schmidt-Theaterleiter Corny Litt- mann, der seit den 80ern durch die Live-Übertragungen der schrillen „Schmidt Mitternachtsshow“ auch außerhalb Hamburgs berühmt ist, und der Mühlheimer Truppe aus „Gerda‘s kleiner Weltbühne“. (bjö)

„Karamba“ läuft vom 29.03.2012 - 16.06.2012, Willy-Brandt-Halle, Mühlheim. Der Vorverkauf hat bereits begonnen, checkt main- schmidt.de für Infos und Tickets.Truppe aus „Gerda‘s kleiner Weltbühne“. (bjö) Auch wir verlosen schon jetzt Karten - schnell zum

Auch wir verlosen schon jetzt Karten - schnell zum Weihnachts- basar ab Seite 6 geblättert!begonnen, checkt main- schmidt.de für Infos und Tickets. Fotos: Christoph Schwarz, Stefan Malzkorn Dezember 2011 33

Fotos: Christoph Schwarz, Stefan Malzkorn
Fotos: Christoph Schwarz, Stefan Malzkorn
Karten - schnell zum Weihnachts- basar ab Seite 6 geblättert! Fotos: Christoph Schwarz, Stefan Malzkorn Dezember
Karten - schnell zum Weihnachts- basar ab Seite 6 geblättert! Fotos: Christoph Schwarz, Stefan Malzkorn Dezember

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SZENE » FRANKFURT » KULTUR

Die Mutti und die Mumie

Bäppi und Tutanchamun

Seit dem 19. November gastiert eine ganz besondere Ägypten-Ausstel- lung in Frankfurt: „Tutanchamun“ zeigt das Grab des berühmtesten Pharaos in einer originalgetreuen Rekonstruktion - wie es der britische Ägyptologe Howard Carter im Jahr 1922 entdeckt hat; die Sensation war damals, dass die Grabstätte fast kom-

plett erhalten war und nicht wie an- dere altägyptische Bauwerke ge- plündert aufgefunden wurde. Die wertvollen Original-Sarkophage und Grabbeilagen sind inzwischen in verschiedenen Museen ausgestellt, so dass heute nur diese Nachbildung der Grabstätte einen Eindruck von der Pracht des historischen Gebäu-

Zwillinge, nach

der Geburt

getrennt:

Tutanchamun und Bäppi als Lia Wöhr

Foto: Semmel/Theatrallala
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Liebling, isch war schoppe!
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dekomplexes liefern kann. Über 1.000 Replika wurden dafür herge- stellt und in Frankfurt in einer ei- gens dafür gebauten Ausstellungs- halle auf rund 4.000 qm präsentiert. Als besonderes Special bietet die Ausstellung Themenführungen - und hier kommt Bäppi ins Spiel: als Frankfurter Original führt er an spe- ziellen Terminen durch die Ausstel- lung. Wie es dazu kam, erklärt er im Interview.

gab-Magazin: Wie bist du zum Job als Führer durch die Tutanchamun- Ausstellung gekommen?

Bäppi: Die Ausstellungsbetreiber wollen speziell für Frankfurt auch eine Mundart-Führung durch die Ausstellung anbieten. Und das sollte auch etwas Außergewöhnliches sein. Irgendwie sind sie dann auf mich ge- kommen.

gab-Magazin: Hast du Bezug zur Ägyptologie?

Bäppi: Ich bin zwar kein Ägyptologe, aber in der Tat Tut-Fan und hatte mich schon vorher ein bisschen mit der Geschichte des Pharao auseinan- dergesetzt und habe einige Bücher, DVDs und Skulpturen gesammelt - immerhin füllt das eine ganze Vitrine in meinem Flur.

gab-Magazin: Hast du die histori- schen Orte selbst mal besucht?

Bäppi: Nein, aber ich bin davon überzeugt, dass ich in dieser Zeit schon mal gelebt haben muss. Als Hofnarr oder so.

gab-Magazin: Was erwartet uns in deiner Führung?

Bäppi: Ich leite als Lia Wöhr durch das Grab, decke so einige inzestuöse Familienverhältnisse der Pharaonen- sippe auf und erkläre auch, wie eine Mumifizierung vonstatten geht.

I N F O

 

Homosexualität im alten Ägypten

Aufzeichnungen über Homosexu- alität im alten Ägypten sind kaum vorhanden und darüber hinaus strit- tig. Beim einzigen Grabfund eines Männerpaares sind sich die Wissen- schaftler nicht einig, ob es sich nicht vielleicht doch um ein Zwillingspaar gehandelt hat. Auch schriftliche Aufzeichnungen (zum Beispiel die Hieroglyphe „hm“, die ein Phallus- symbol enthält, das im sexuellen Kontakt verwendet wird - aber auch, um Feinde zu diffamieren) lassen keine eindeutigen Rückschlüsse auf den Status von Homosexuellen zu - zumindest keine, die auf Akzeptanz von Homosexualität schließen könnten. Man geht daher davon aus, dass Homosexualität wie im orientalischen Raum üblich nach der aktiven oder passiven Ausübung des Aktes beurteilt wird - aktiv ist erlaubt, passiv wird geächtet. (bjö)

gab-Magazin: Oh, lässt du dich einbalsamieren?

Bäppi: Nein, ich erkläre das nur aber mehr wird noch nicht verraten! Ein Äppler ist natürlich auch dabei! (bjö)

Tutanchamun, tägl. 10 - 18 Uhr (nicht am 24.12. + 31.12.), frei- tags 19 - 24 Uhr, Tutanchamun- Halle, Ecke Mainzer Landstr. 124 / Güterplatz, Frankfurt. Tickets ab 16 EUR über tut-ausstellung. de oder an allen bekannten VVK- Stellen.verraten! Ein Äppler ist natürlich auch dabei! (bjö) Die Mundart-Führungen mit Bäppi im Dezember und Januar

Die Mundart-Führungen mit Bäppi im Dezember und Januar sind bereits ausgebucht, checkt weitere Termine auf der Home- page unter „Führungen“tut-ausstellung. de oder an allen bekannten VVK- Stellen. Wir verlosen 5x2 Tickets für den regulären Besuch

Wir verlosen 5x2 Tickets für den regulären Besuch der Ausstellung - schnell zum gab- Weihnachtsbasar auf Seite 6 geblättert!weitere Termine auf der Home- page unter „Führungen“ Badstudio Bornheim der rich- tige Partner für die

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SZENE » FRANKFURT » KULTURTIPPS

White Bouncy Castle

Hüpf‘ mit der Forsythe Company

Die große, weiße Hüpfburg ist zurück. Der choreografische Raum, geschaffen von Dana Caspersen, William Forsythe und Joel Ryan, beherbergt nur Teilneh- mer, aber keine Zuschauer. Völlige körperliche Destabilisierung, absurde sozi- ale Situationen und die unvermeidliche Einbeziehung der Teilnehmer in das Geschehen bestimmen die charakteristische Kinetik des Schlosses. Euphori- sches Hopsen bis zur totalen Ekstase! (los)

Sa, 26.11. + So, 27.11., Di 29.11 - So 4.12., Di - Fr 14 - 20 Uhr, Sa + So 12 - 18 Uhr, Bockenheimer Depot, Frankfurt. 4 EUR für 15 Minuten

Prashant Salvi

Ten on Tons

Pulse for Art

Die X-mas Revue

Der indische Künstler Prashant Salvi gestaltet seine Werke surrealistisch auf Basis anatomischer und biologi- scher

Der indische Künstler Prashant Salvi gestaltet seine Werke surrealistisch auf Basis anatomischer und biologi- scher Fantasien. Seine Arbeit baut in erster Linie auf die Erforschung der unüberbrückbaren Unterschiede zwi- schen Tieren und Menschen. Eine un- terschwellige Erotik, mit einer stetigen Alleinstellung betrachtet, ist in seinen Werken sichtbar. Er kreiert psychologi- sche Rätsel und fordert den Betrachter zur Entscheidung auf. (los)

Ab Mo, 5.12., Pulse, Bleichstraße 38a, Frankfurt. Eintritt frei

Nach altbewährtem Erfolgsrezept legen die Ten on Tons schlagkräftig los, auf original Mülltonnen ergänzt durch

Nach altbewährtem Erfolgsrezept legen die Ten on Tons schlagkräftig los, auf original Mülltonnen ergänzt durch Afrodrums, Cajons, Congas, Djembés, Timbales und vielen per- cussiven Sounds. Das Programm ist pfiffig, abwechslungsreich und spannend inszeniert. Ergänzt werden die pulsierenden Beats durch mehrstimmige Gesänge und kleine Trompe-

ten- und Akkordeon-Melodien bekannter Pop- Songs. Ein grooviger Spaß! (los)

Sa, 11.12., 20 Uhr, Gallus Theater, Kleyerstraße 15, Frankfurt. 16 EUR. Wir verlosen Tickets - schnell auf Aktion/Leser geblättert!

Georgette Dee

Max Goldt liest

Eine Frankfurter Winterreise

Gattin aus Holzabfällen

Neben Georgette Dee, Terry Truck und Hansi Jochmann sind Absolventen und Dozenten der Hochschule für

Neben Georgette Dee, Terry Truck und Hansi Jochmann sind Absolventen und Dozenten der Hochschule für Musik verpflichtet worden, um diese Auffüh- rung zu gestalten. Das Projekt des Künstlers Stefan Weiller verbindet Franz Schuberts „Winterreise“ mit ein- dringlichen Texten, die die authenti- schen Lebensgeschichten wohnungs- loser Frauen und Männer schildern. Kein Theaterstück, kein Liederabend und keine Dichterlesung - und doch gleichzeitig alles zusammen. (los)

Foto: Billy+Hells
Foto: Billy+Hells

Seine Lesungen sind Kult: alle Jahre wie- der setzt er sich an den Tisch vor das Mik- rofon, um alte und neue Texte zu lesen. Und wie immer wird Max Goldt sein Pub- likum mit seiner burlesken und grotesken Komik und seinen kunstvollen Abschwei- fungen begeistern. Mit im Gepäck hat er

sein aktuelles Bilderbuch für Erwachsene „Gattin aus Holzabfällen“, über das Vereh-

rer und Freunde des Dichters sagen, er habe die Bildlegende zur Kunstform erhoben. (los)

So 18.12., 15:30 Uhr, Matthäuskirche, Friedrich Ebert Anlage 33, Frankfurt. Eintritt frei, Spenden erbeten

Di, 10.12. + Mi, 21.12., 20 Uhr, Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, Frank- furt. 15 EUR

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SZENE » FRANKFURT » PARTY-PROFILE

Clubtalk

Das war los!

SZENE » FRANKFURT » PARTY-PROFILE Clubtalk Das war los! Die Disco-Kugeln glitzerten und strahlten beinahe soviel

Die Disco-Kugeln glitzerten und strahlten beinahe soviel wie Linda in ihrer Stewardess-Uniform: die Fünfte Jahreszeit wurde - natürlich - im Schwejk eingeläutet. Bei einer Bombenstimmung versorgte sie Bauern, amerikani- sche Football Spieler, Musketiere und Gigolos, bis alle unisono bei jedem Schunkellied mitgröhlten. Das war sehr lustig, und darauf ein Helau!

mitgröhlten. Das war sehr lustig, und darauf ein Helau! Ralf Bareuter hatte beim November-Club78 zwar keine

Ralf Bareuter hatte beim November-Club78 zwar keine Show im Gepäck (abgesehen von einer Super-Trouper-Scheinwerferwand und DJ Dirk und Meggi, die mal wieder mit Musikvideos DJ-ten). Der Club 78 war (trotz- dem) ein Cocktail aus süßen Jungs, guter Musik und toller Atmosphäre. Am 21. Januar geht‘s weiter mit der Kultparty!

Am 21. Januar geht‘s weiter mit der Kultparty! Hauptsache „No Shirt!“: die Party-Premiere von

Hauptsache „No Shirt!“: die Party-Premiere von „Inches“ im CK Studio schließt eine Lücke im Frankfurter Clubland: Jan, sonst hinter der Bar im CK, hat zusam- men mit seinem Freund wieder eine Under- und Sportswear-Party an den Start gebracht, um den Gästen den späten Sonntagnach- mittag zu versüßen. „Inches“ bezieht sich natürlich auf die Hosengröße der sexy Shorts und Slips. Aber der Schelm, der dabei auch an andere Maße denkt, hat selbstverständlich auch Recht: es gab diverse Spielmöglichkeiten, eine kleine Filmecke und selbstver- ständlich auch Platz zum Tanzen. Jan zum gelungenen Opening: „Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, es waren viele verschiedene Leute da, nicht nur aus Frankfurt, sondern auch aus Stuttgart und Mannheim, und die Stimmung hat gepasst! Klasse auch, dass der Abend nichts Schmuddeliges hatte und auch getanzt wurde! Klar steht ein Fetisch im Vordergrund, aber ein cooler Clubabend in den Klamotten kann ja auch sehr geil sein. Wir bieten beides!“ Für den safen Spaß sorgen die Loverebels, aber wer sich einfach nur tanzend im knappen Höschen vergnügen wollte, kam auch auf seine Kosten. Inches steigt alle zwei bis drei Monate, die nächste am 15. Januar. (mima, cf)

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Dezember 2011

Spotlight

Glamour des Monats

Alex Anders alias Magic Ken fällt nicht nur wegen seiner 1,92 Meter Größe auf. Der Hüne mit dem gewis- sen Touch Extravaganz ist seit dem „Love Ball“ im Loft House in der Sze- ne unterwegs. Zuletzt verzauberte der 35-Jährige uns in Babsi Hearts Zaubershow als charmanter Assis- tent.

gab-Magazin: Wie wurde Alex zu Magic Ken?

Alex: Ich lernte Babsi vor Jahren beim Feiern kennen. Wir haben den gleichen Humor, harmonisierende Kreativität und den Hang, uns mit Chi-Chi und Bling-Bling zu präsentie- ren - das passte gut zusammen. Was soll ich sagen, so war Barbies, äh, Babsis Ken gefunden.

gab-Magazin: Du bist nicht erst seit gestern in der Szene unter- wegs. Was sollte sich deiner Mei- nung nach ändern?

Alex: Jungs und Mädels, kommt wie- der raus! Es gab, gibt und es wird nie ein schöneres und spannenderes Le- ben geben als das wahre Leben unter echten Menschen, und nicht virtuell vorm PC.

gab-Magazin: Wie lautet dein bes- tes Kater-Gegenmittel?

Alex: Wenn es der richtige Kater an der Seite ist - einfach genießen. Wenn nicht, ihn noch vor dem zu Bett ge- hen ganz schnell mit viel Wasser ertränken. Zur Stärkung dann am Sonntagabend sich `ne richtig schar- fe Angelegenheit liefern lassen, fut- tern und dann, mit natürlich frisch

liefern lassen, fut- tern und dann, mit natürlich frisch geputzten Beisserchen, wieder husch husch ins Bettchen.

geputzten Beisserchen, wieder husch husch ins Bettchen.

gab-Magazin: Was war deine Par- ty 2011?

Alex: Partys haben wir in Frankfurt immer wieder ganz tolle. Aber mein Highlight war selbstverständlich „Al- les nur Hokus Pokus“-Show von Zau- ber Babsi und mir. Wer sich bislang noch nicht von unserer reizenden Babsi in die Welt der Magie entfüh- ren ließ, kann dies am 16. Dezember im Pulse noch einmal nachholen.

gab-Magazin: Was kann man in der Zukunft von dir erwarten?

Alex: Diese Frage richte doch bitte an Babsi. Vielleicht schafft sie es ja doch noch, Ken in ein Kaninchen zu verwandeln und den Richtigen an Alex Seite zu zaubern. Ansonsten will ich das kommende Jahr ruhig, gelassen und entspannt angehen. Ich freue mich auf eine schöne, in- teressante und spannende Zeit in Frankfurt. (hh)

C L U B LO O K D E Z E M B E R
C L U B LO O K D E Z E M B E R
Extremstyle
O.K., was die olle Gaga
kann, können wir besser.
Wenn die ein Schnitzelkleid
trägt, gebären wir halt eben
ein Baby. Das hat Nina
Queer aus Berlin vor 10 Jah-
ren auch schon getan (und
hat es dann aufgegessen),
aber sie sah nicht so gut
dabei aus, wie unser junger
Held beim Club78. (bjö)

Szenebommel

Franks Bermudadreieck Kolumne

Schon wieder neigt sich das Jahr dem Ende, und überall trifft man schon längst vergessene Freun- de wieder: das Wiedererscheinen von Norbert war für das Tangerine geradezu ein Segen - das hat mittlerweile jeder mitbekommen. Jetzt ist auch Ali (Ex-Comeback, Ex-Bonaparte, Gießen) wieder an Norberts Bar-Seite, so wurde der Laden noch mal voller. Ob in Tracht zum Oktoberfest, im Schotti- schen Kilt, im britischen Dandy Aufzug oder mit Halloweenmaske - Ali macht immer eine gute Fi- gur. Hier ein ganz besonderer Schnappschuss (Foto 1) mit Dauerfreund Martin (links), Ex-Besit- zer des Gießener Bonaparte. Zum Staatsbesuch kam es allerdings erst zu Alis Geburtstag: Bärbel reiste eigens aus dem Birmingham an, und sogar Gerda verließ ihre kleine Weltbühne in Mühlheim (Foto 2). November schien überhaupt der Monat der Szenegeburtstage zu sein: Isaac aus dem Bir- mingham feierte ebenso wie René aus der Hex. Stefan Peischel, schwuler Türsteher des Frankfur- ter „Cave“, feierte seinen ausgelassen im Monte Carlo, zusammen mit Gina und Gatte Daniel vom Transenalarm (Foto 3, Stefan links). Um die Ecke im Comeback hat sich auch wieder was getan:

Menjus ist gegangen, dafür hat Mutter Rosi Haus- dame Cornelia eingestellt, die sich rührend um die

Gäste kümmert (Foto 4). Im CK sind nicht nur die Partys gut, hier trifft sich auch der Nachwuchs:

rechts im Bild Danilo, vor der Green-Screen (Foto 5). Einfach mal vorbeischauen. Nach dem „Tran- sen Tanzen“ im Lucky‘s ist es passiert: die Schulz fiel mit ihrer Man(n)schaft in der Stadt ein: die Dingens, Gizzi, die ihr Bühnendebut absolvierte, sowie La Schulz nahmen auf dem Canapee in der Hex‘ Platz (Foto 6). Nur weiter so. Beim letzten Club 78 in 2011 gab‘s noch ein ganz besonderes Highlight: Frankfurts Star- und Fernsehkoch Mirko Reeh gab sich die Ehre und erschien mit extrem stylischer, jugendlicher Begleitung in der Union Halle (Foto 7). Ruhig mal wieder öfter sehen las- sen. Wenn wir schon prominente Schwule in Frankfurt haben, dürfen die sich gerne auch zei- gen! Und noch ein kurzer Club78-Schnappschuss (Foto 8): Ex-Nachtschwester Tilly, vorne links, mit Gatten Dosrahel; vorne rechts: Hetenpärchen und meine Gattin. Wir sehen uns bei der Jingle Bells und hören uns in der Januarausgabe, die kurz vor Weihnachten rauskommt.

Bis dahin alles Gute Euer Frank

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der Januarausgabe, die kurz vor Weihnachten rauskommt. Bis dahin alles Gute Euer Frank 1 2 3

SZENE » FRANKFURT » PARTY-PROFILE

Jingle Bells

Wenn Sportler feiern

» PARTY-PROFILE Jingle Bells Wenn Sportler feiern insbesondere schwule Sportler - dann gibt das die größte

insbesondere

schwule Sportler -

dann gibt das die größte Gayparty des Jahres mit über 2.000 Besu- chern: das ist die Jingle Bells, die Ab- schlussparty zum X-Mas-Turnier der Frankfurter Sportvereine FVV und Artemis. Dementsprechend sport- lich-akrobatisch ist das Showpro- gramm: bis zu fünf Meter hohe Pyramiden, Wurfelemente mit Tram- polin-Flughöhe - ein wahres Muskel- Feuerwerk! Den Mainfloor bespielen DJane Meggi und DJ Rony mit Dance und House, dazu gibt‘s einen extra Frauen-Floor mit DJane Gabi und eine beschallte Raucherlounge. Ein Busshut-

tle bringt Euch die ganze Nacht vom Pulse zur Union Halle und zurück. (or)

Sa, 3.12., 21 Uhr, Union Halle, Hanauer Landstr. 188, Frankfurt, 13 EUR, VVK: 11 EUR (jingle-bells-party.de sowie Pulse, Pantagon, LM27). Wir verlosen Tickets - schnell auf Aktion/Leser geblättert!die ganze Nacht vom Pulse zur Union Halle und zurück. (or) 38 Dezember 2011 11 Jahre

Wir verlosen Tickets - schnell auf Aktion/Leser geblättert! 38 Dezember 2011 11 Jahre Pulse Das Szenewohnzimmer
Wir verlosen Tickets - schnell auf Aktion/Leser geblättert! 38 Dezember 2011 11 Jahre Pulse Das Szenewohnzimmer
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Dezember 2011

11 Jahre Pulse

Das Szenewohnzimmer frohlockt

Kaum noch wegzudenken aus dem Frankfurter Bermudadreieck ist das Szenewohnzimmer Pulse und Piper Lounge. Der Geburtstagsreigen wird in diesem Jahr vom neuen Chefkoch Stefan Petersen eröffnet: am 5.12. lädt er zu „11 Jahre Pulse - 11 Köst- lichkeiten“, dem Geburtstagsdinner der Extraklasse (Reservierung emp- fohlen). Die Party zum Pulse-Ge- burtstag steigt dann am 10.12., mit Live-Gast Max Reimer. Der Frankfur-

ter Geigenvirtuose, Sänger und Song- schreiber, der an der HfMDK stu- diert, vermischt klassische Klänge und russischen Pop mit frischen Elektrosounds und bewegenden Ly- rics. Happy Birthday! (or)

Mo, 5.12., 19:30 Uhr, Geburts- tagsdinner „11 Köstlichkeiten“ (22 EUR p.P.), Sa, 10.12., 22 Uhr,

Mo, 5.12., 19:30 Uhr, Geburts- tagsdinner „11 Köstlichkeiten“ (22 EUR p.P.), Sa, 10.12., 22 Uhr, Party, Pulse, Bleichstr. 38a, Frankfurt. Eintritt frei

Uhr, Party, Pulse, Bleichstr. 38a, Frankfurt. Eintritt frei Welcome 2012 Silvester im Bermudadreieck Korken knallen,

Welcome 2012

Silvester im Bermudadreieck

Korken knallen, Böller ballern: auch der Jahreswechsel wird in der Szene standesgemäß begangen. Das Pulse bietet dazu ein Gala-Buffet des neuen Chefkochs Stefan Petermann - das ist lecker, daher wird Reservierung empfohlen! Nach festlichem Rein- Schlemmen startet das New-Years- Clubbing in der Blue Box für Dinner- gäste und alle anderen um 0:30 Uhr. Die Piper Lounge startet die Silvester- Party bereits um 22 Uhr mit Djane Meggi, die - ganz klassisch - um Mit- ternacht per Schneewalzer ins neue Jahr rutscht. Auch das Lucky‘s Man- hattan lädt am frühen Abend zum Silvester-Buffet, Bennie kümmert sich um die musikalische Unterma- lung. Das Switchboard lädt ab 22 Uhr

alle Feier- und Tanzwütigen zum Schwoof, das CK rutscht mit seiner schrillen Party-Meute unter dem Motto „11/12“ ins neue Jahr - Details ergeben sich erst im Laufe des De- zembers, checkt die Homepage! Auch der Schwejk öffnet seine Pforten: ab 22 Uhr lässt Linda die Bierrosetten fliegen, die Lampen schaukeln und Gitti und Erika singen: Servus, Grüe- zi und Hallo 2012! (bjö)

Pulse: Gala-Büffet ab 19:30 Uhr, Clubbing ab 0:30 Uhrund Erika singen: Servus, Grüe- zi und Hallo 2012! (bjö) Piper Lounge: Clubbing ab 22 Uhr

Piper Lounge: Clubbing ab 22 UhrPulse: Gala-Büffet ab 19:30 Uhr, Clubbing ab 0:30 Uhr Lucky‘s Manhattan: Silverster- Buffet ab 19 Uhr,

Lucky‘s Manhattan: Silverster- Buffet ab 19 Uhr, open endUhr, Clubbing ab 0:30 Uhr Piper Lounge: Clubbing ab 22 Uhr Schwejk: Party ab 22 Uhr

Schwejk: Party ab 22 UhrLucky‘s Manhattan: Silverster- Buffet ab 19 Uhr, open end Switchboard: Party ab 22 Uhr CK Studio:

Switchboard: Party ab 22 UhrSilverster- Buffet ab 19 Uhr, open end Schwejk: Party ab 22 Uhr CK Studio: Party ab

CK Studio: Party ab 23 UhrBuffet ab 19 Uhr, open end Schwejk: Party ab 22 Uhr Switchboard: Party ab 22 Uhr

Foto: complize / photocase.com
Foto: complize / photocase.com
MEHR PARTY
MEHR PARTY

Apart Syd In

Apart Syd In Das Team Apart schickt Euch auf einen Acid-Trip der 60s und 70s mit

Das Team Apart schickt Euch auf einen Acid-Trip der 60s und 70s mit schwir- renden Visuals, Barbarellas Orgasmo- tron, Syd Barrett in Pink Floyd, Lava- lampen und Mathmos sowie psychedelischem Soundtrack bis Dis- co-House von barbecute björn. Fr, 2.12., 22 Uhr, Orange Peel, Kaiser- str. 39, Frankfurt.

2 Jahre Incocknito

Orange Peel, Kaiser- str. 39, Frankfurt. 2 Jahre Incocknito Eine treue Fangemeinde, weit über das Rhein-Main-Gebiet

Eine treue Fangemeinde, weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus, konnte sich die Gay Crusing deluxe Partyreihe be- reits aufbauen. Die Geburtstags-Win- ter-Edition lockt erneut mit ausgewähl- ten Gästen, Masken auf Wunsch und dem exklusiven Ambiente. Dresscode:

Sports- und Underwear. Fr, 9.12., 21 Uhr, Grande Opera, Christian-Pless-Str. 11-13, Offenbach. 16 EUR, VVK unter incocknito.com für Facebook/GR-Mitglieder 12 EUR

L-World

Die Xtremeties-Partyreihe für Gay Girls & Friends mit DJane Simone. Fr, 9.12., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. 8 EUR.

5 Jahre Atomic

CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. 8 EUR. 5 Jahre Atomic Ein halbes Jahrzehnt: das ist

Ein halbes Jahrzehnt: das ist für eine schwule Partyreihe eine halbe Ewigkeit. Das Geheimnis? Hier geht‘s in erster Linie um die Musik: undogmatischer Indie-Pop, bei dem man am selben Abend zu den Yeah Yeah Yeahs, New Order, The Raveo- nettes, Sia, Stereo Total und Erasure tan- zen kann. Zum Geburtstag gibt‘s ein Best of mit Resident DJ Pol, der Berlinerin Trust. the.Girl (Foto) und barbecute björn. Fr, 9.12., 23 Uhr, Nachtleben, Kurt- Schumacher-Str. 45, Frankfurt. 4 EUR

Sultan, na

Die 100% orientalische Gayparty, jetzt unter hauseigener Regie des CK. Fr, 16.12., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt.

Royal House Tunes

Gepflegtes Lounging mit dem Mannhei- mer DJ Liquid Cosmo. Sa, 17.12., 20 Uhr, Luckys LM 27, Schäfergasse 27, Frankfurt.

Sieben: Maßlosigkeit

LM 27, Schäfergasse 27, Frankfurt. Sieben: Maßlosigkeit Extrem passend zum weihnachtlichen Konsum- und Fressrausch

Extrem passend zum weihnachtlichen Konsum- und Fressrausch lautet das Motto des vierten Teils von Law-Ra Vi- cious höllischer Partyreihe „Maßlosig- keit“. DjCK sorgt erneut für den Sound- Overkill. Größenwahn- was hast du uns angetan? Fr, 23.12., 22 Uhr, Pulse Lounge, Bleichstr. 38a, Frankfurt. Eintritt frei

Killer Cow Xmas

Bleichstr. 38a, Frankfurt. Eintritt frei Killer Cow Xmas Von der Bescherung zur Bescherung: nach dem trauten

Von der Bescherung zur Bescherung:

nach dem trauten Fest lässt das CK die Kuh fliegen! Freut Euch auf ein ausge- lassen-hysterisches Erlebnis! Sa, 24.12., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt.

UC Dance Party

23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. UC Dance Party Schon weihnachtliche Tradition: am er-

Schon weihnachtliche Tradition: am er- sten Feiertag macht Ralf Bareuters Echte-Kerle-Party das Haus klar. Als Geschenk gibt‘s den Berliner DJ Chris Bekker (Foto), angeheizt vom Frankfur- ter Partygaranten Jörg. Und wem der Sinn nach Rute und Sack steht, der wird sicher in der Dunkelkammer fün- dig. So, 25.12., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. 10 EUR (bis 23:30 Uhr 5 EUR).

fün- dig. So, 25.12., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. 10 EUR (bis 23:30
fün- dig. So, 25.12., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. 10 EUR (bis 23:30

Dezember 2011

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Foto: Sony

SZENE » MAINZ/WIESBADEN

Festliches Benefiz

Ballnacht der AIDS-Hilfe Wiesbaden

Festliches Benefiz Ballnacht der AIDS-Hilfe Wiesbaden Die Gala zu Gunsten der AIDS-Hilfe Wiesbaden ist, abgesehen

Die Gala zu Gunsten der AIDS-Hilfe Wiesbaden ist, abgesehen von weni- gen Events in Frankfurt und Mainz, die einzige große Gala zum Thema HIV und Aids im Rhein-Main-Gebiet, und hat sich im Laufe ihrer 24-jähri- gen Geschichte zu einem gesell- schaftlichen Must weit über die Wiesbadener Szene hinaus entwi- ckelt. Kein Wunder: zum einen stellt das Kurhaus einen opulenten Ort mit mehreren Sälen, die ein höchst ab- wechslungsreiches Programm bie- ten: von Pop bis Chanson und Kaba- rett bis Comedy werden verschiedene Bühnen bespielt, dazu gibt es einen Dancefloor und das Spielcasino - und vor allem mächtig viel Platz zum Se- hen und Gesehen werden. Stargäste der vergangenen Jahre waren unter anderen Jo Weil („Verbotene Liebe“), Jo van Nelsen, Daniel Küblböck, Tim Fischer oder Marianne Rosenberg. Zum 25-jährigen Bestehen der AIDS-

oder Marianne Rosenberg. Zum 25-jährigen Bestehen der AIDS- Hilfe Wiesbaden wird Katja Ebstein live singen! Auch

Hilfe Wiesbaden wird Katja Ebstein live singen! Auch drum herum wird wieder einiges geboten: unter der Moderation von Tim Frühling und der zauberhaften Babsi Heart wird das Duo Fragile Welthits in Jazz-Ver- sionen interpretieren, die Showgirls die Perücken fliegen lassen, das Ab- sinto Orkestra Balkan-Pop mit Ethno- Jazz feuert und Teufelsgeiger Manni Neumann der Gruppe Farfarello sei- nen Violinenbogen flitzen lassen. Ma- thias Münch, der in den vergangenen Jahren oft als Moderator durchs Pro- gramm geführt hat, zeigt in diesem Jahr Ausschnitte seiner Comedy- Show, und der Wiesbadener Jugend Zirkus bringt den Zauber der Manege

der Wiesbadener Jugend Zirkus bringt den Zauber der Manege ins Kurhaus. Der Muschelsaal steht unter dem

ins Kurhaus. Der Muschelsaal steht unter dem Motto „Liebe, Tanz und tau- send Träume“ und bietet Bar- Tanz- und Unterhaltungsmusik der 50er bis 70er, aktuelle Sounds gibt‘s im Christian-Zais-Saal, wo ab 22 Uhr die hr3-Disco bis in die frühen Morgen- stunden rockt. Dazu gibt‘s eine Tom- bola, deren Erlöse genau wie die Ein- nahmen der Ballnacht zu Gunsten der AIDS-Hilfe Wiesbaden gehen, die damit ihre Präventionsmaßnahmen finanziert. Gute Sache! (bjö)

Sa, 10.12., 19:30 Uhr, Kurhaus, Kurhausplatz 1, Wiesbaden. Tickets zu 26 bis 48 EUR (zzgl. VVK-Gebühr) gibt‘s bei der Touri-Info am Markt- platz oder über wiesbaden.de

bei der Touri-Info am Markt- platz oder über wiesbaden.de MEHR MACHEN Jackpot Chapeau Vom 26.11. bis
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Jackpot Chapeau

Vom 26.11. bis 23.12 erhöht sich der Chapeau-Jackpot jeden Tag um 10 Euro. Für jedes Getränk bekommt man eine Nummer. Um Mitternacht wird eine Nummer ausgelost, der Sieger darf am Glücksrad drehen - dreht er den Jackpot, gewinnt er al- les und der Jackpot beginnt wieder bei Null! Sa, 26.11 - Fr, 23.12, Chapeau, Kleine Langgasse 4, Mainz

Herzflimmern extra

Das Gay-Film-Wochenende in der Bar je- der Sicht. Mehr Infos auf Seite 15. Fr, 2.12. - So, 4.12, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mannheim

Nacktbaden

Holger Edmaier und Vanessa Mauris- chat präsentieren ihr Musikkabarettpro- gramm „Nacktbaden - gescannt. Gespei- chert. Gelinkt“. Es handelt vom „Hüllen fallen lassen“ in der virtuellen Welt. Mi, 7.12. - Sa, 10.12, 20 Uhr, Mainzer Unterhaus, Münsterstr. 7, Mainz

Warm ins Wochenende

Wie jeden Monat heißt es wieder an zwei Freitagen „Warm ins Wochenen- de“. Das bedeutet tanzen tanzen tanzen. Am 9.12. mit Dj‘harem, am 23.12. das Weihnachtsspezial mit Geschenken und DJ-Team Jasmin und Alex. Fr, 9.12. + Fr, 23.12, 22 Uhr, Kulturcafe Uni Mainz, Becherweg 5, Mainz, 5 EUR

Let‘s go Queer

Uni Mainz, Becherweg 5, Mainz, 5 EUR Let‘s go Queer Zum dritten Mal lädt die umtriebige

Zum dritten Mal lädt die umtriebige Gruppe „Warmes Wiesbaden“ (Foto) zur Gay-Party für Queers, Bis und Tran- sexuelle. Bevor Disco-, Indie- und Elec- troklänge die Meute zum Tanzen bringt, wird eine Lesung von Jannis Plastar- gias aus seinem Coming-Out-Roman „Plattenbaugefühle“ einer deutsch-tür-

kischen Liebe (siehe gab 11/2011) den Abend eröffnen. Fr, 16.12., 21 Uhr, Schlachthof, Murn- austr. 1, Wiesbaden, 5 EUR

Takover Friday / Vanessa Novak

Der Takover Friday findet, wie immer im Dezember, in der Bar jeder Sicht statt. Wer vorher auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein trinken will, findet die Gruppe ab 19 Uhr an der großen Pyramide. Ebenfalls an diesem Freitag findet in der BjS ein Kon- zert mit Vanessa Novak statt, die angelehnt an die American-Folk Tradition, eine eigene Mischung aus Blues und Country spielt. Fr, 16.12, 20 Uhr, Bar jeder Sicht, Hinte- re Bleiche 29, Mainz

JÖRG LERCH

Steuerberater

Tätigkeitsschwerpunkte neben der klassischen steuerlichen Beratung:

- Existenzgründungsberatung - Nachfolgegestaltung - Freiberufler

Christofsstr. 11-13 · 55116 Mainz Tel. 0 6131/612716 Fax 0 6131/2 7760 67

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Dezember 2011

Wir führen Sie aus dem §§-Wald

Wir führen Sie aus dem §§-Wald

kompetent, vertrauensvoll, freundlich und sicher.

In Sozietät

Rechtsanwalt Gerd-Hendrik Grüne

Für allgemeines Zivil-, Erb-, Bank-, Gesellschafts-, Handels-, Wohnungseigentumsrecht und Familienrecht (inkl. eingetr. Lebenspartnerschaft)

Rechtsanwältin

Birgit Radke

Rostockerstr. 4a 65191 Wiesbaden-Bierstadt Tel.: 06 11 - 1 89 80 01 Fax: 06 11 - 1 89 80 02 E-mail: ragruene@rechtsanwalt-gruene.de www.rechtsanwalt-gruene.de

Für 6 Euro ZEIT KUSCHEL- Das Bärchen ist wieder da! FÜR Vielen Dank für Ihre
Für 6 Euro
ZEIT
KUSCHEL-
Das Bärchen ist wieder da!
FÜR
Vielen Dank für Ihre Spende. www.frankfurt-aidshilfe.de
Oder unter 069 405868-0.
Exklusiv zum Welt-AIDS-Tag gibt es den
Solidaritätsbären an allen bekannten Verkaufsstellen.
Tolles Weihnachtsgeschenk:
zum Welt-AIDS-Tag gibt es den Solidaritätsbären an allen bekannten Verkaufsstellen. Tolles Weihnachtsgeschenk:

SZENE » MANNHEIM

Mein positives Leben

Marks Strombachs Film zum Welt-Aids-Tag

Das Atlantis Kino und Plus laden zum Filmabend und Sektausschank für den Guten Zweck nach K2, 32: die Filmemacher Mark Strombach und Salwa Amin haben mit „Mein positives Leben“ einen Dokumentarfilm geschaffen, der Menschen, die seit Jahrzehnten mit HIV/AIDS leben, Stimmen und Gesichter verleiht. Wir sprachen mit Mark Stormbach der sich im Anschluss an die Filmvorführung auch den Fragen des Mannheimer Publikums stellen wird.

auch den Fragen des Mannheimer Publikums stellen wird. gab-Magazin: Wie kamst du auf die Idee zum

gab-Magazin: Wie kamst du auf die Idee zum Film ?

Mark Strombach: Für den jährlich stattfindenden Berliner Kongress „HIV im Dialog“ produzierte ich 2010 eine Multivisionspräsentation zum Thema „Älter werden mit HIV!“. Nach der Veranstaltung erhielt ich überwältigende Reaktionen. Viele Teilnehmer und meine Co-Produzen- tin Salwa Amin ermutigten mich,

die Interviewsequenzen zu veröffent- lichen. Das war der Startschuss für den Film.

gab-Magazin: Wie lange habt ihr an dem Film gearbeitet?

Mark Strombach: Alles in allem dauerten die Dreharbeiten circa 14 Tage. Mir war wichtig, dass die Inter- view-Partner einfach ihre Geschich- ten erzählen. Der Zuschauer kann

sich ein eigenes Bild machen, ohne von Schnittbildern oder Effekten abgelenkt zu werden. Die Geschich- ten sind so intensiv - sie brauchen keine weiteren stilistischen Mittel. Niemand erhielt eine Gage, das hat auch niemand erwartet. Wir haben Partner gewonnen, die dieses Projekt in Form von Technik und Manpower unterstützt haben. Die sogenannte Postproduktionsphase, also Schnitt und Bearbeitung hat dann noch mal vier Monate gedauert, bis zum Film, wie er nun vorliegt.