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Mobile Kommunikation – Handys


Unterschiedliche Techniken wachsen zusammen. Das ist ein allge-
meiner Trend, den man an Handys besonders gut beobachten kann:
Die Sprachfunktion ist nur mehr eine von vielen möglichen
Anwendungen.
SMS, EMS, MMS , WAP , Push to Talk – die Zahl der über Handys
einsetzbaren Dienste wächst stetig. Aber auch die Sicherheitsrisiken
haben es in sich: Längst haben Programmierer von Schadprogrammen
wie Viren, Würmer und Trojaner auch Handys als Zielobjekte ent-
deckt. Und das sind nicht die einzigen Gefahren, die Handybesitzern
drohen. Wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Der Leistungsumfang von Handys


Etwas über zwanzig Jahre ist es erst her, dass das erste Mobiltelefon auf den Markt kam. Das
Gerät der US-Firma Motorola wog 800 Gramm, glich optisch noch eher einem Walkie Talkie
als den heutigen Handys, und kostete 4.000 Dollar! In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre
begannen Unternehmen wie der finnische Produzent Nokia mit der Herstellung immer hand-
licherer Geräte. Ein wesentliches Element für die erfolgreiche Verbreitung der mobilen Tele-
fone lag in der Umstellung vom analogen C- auf das digitale D-Netz GSM ("Global System
for Mobile Communication") Anfang der 90er Jahre. Ein Übriges zum Handy-Boom trugen
das Absinken der Tarife, die Einführung von Wertkartentelefonen (sogenannter "Prepaid-
Handys") und die laufende Erweiterung des Leistungsspektrums bei.
Das klassische "Ferngespräch" stellt mittlerweile nur mehr eine von vielen Einsatzmöglich-
keiten von Handys dar. Als 1993 die erste GSM-Textmitteilung verschickt wurde, ahnte wohl
noch niemand den bevorstehenden Siegeszug der SMS genannten Mitteilung von
Textnachrichten. Auf dem selben Standard basiert die Übertragung von formatierten Texten,
kleineren Bildern oder beispielsweise Klingeltönen durch EMS. Noch einen Schritt weiter
geht MMS, mit dem Audio- und Videoclips zwischen Handys untereinander, aber auch als E-
Mail übertragen werden können. Wer über sein mobiles Telefon im Internet surfen will, kann
dies mit Hilfe der WAP-Technologie tun. Während für WAP die Internetseiten noch speziell
gestaltet sein müssen, ist dies beim Surfen mit Unterstützung von i-mode Glossareintrag nicht
mehr erforderlich.
Den ursprünglichen Gedanken des Walkie Talkies nimmt der neue Dienst Push to Talk
Glossareintrag auf: Mit dem Druck auf eine Taste eines speziell ausgerüsteten Handys kann
gleichzeitig eine große Zahl von Partnern – beispielsweise Mitarbeiter eines Bautrupps –
angefunkt werden. Eine andere Art von Diensten sind die so genannten Location Based
Services Glossareintrag, die den Standort des Handybesitzers ermitteln und präzise
beispielsweise über Bahnverbindungen und Routenplanungen informieren oder nahe gelegene
Tankstellen anzeigen.
Analog zum E-Commerce, dem elektronischen Abwickeln von Geschäften über das Internet,
ist auch "M-Commerce" Glossareintrag im Kommen: Leistungen unterschiedlichster Art wie
etwa Bahntickets oder Parkscheine werden über das Handy bestellt, bezogen und bezahlt.

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