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Vergleich Sturm und Drang mit Werther

Dieser Text ist eine Gegenberstellung der literarischen Epoche Sturm und Drang und dem in dieser Zeit geschriebenen Briefroman Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang von Goethe. Die Epoche des Sturm und Drang stellt eine geistige Bewegung in Deutschland innerhalb der 2. Hlfte des 18. Jahrhunderts dar. Die Protestbewegung wurde zum grten Teil von 20- bis 30Jhrigen Menschen aus dem Mittel- und Kleinbrgertum untersttzt. Diese Strmer und Drnger waren vor allem gegen die Einseitigkeit der Aufklrung. Die Strmer und Drnger hatten eine neue Auffassung der Natur. Die Natur war fr sie etwas Unglaubliches, Gttliches und der Inbegriff alles Lebendigen. Im Werther war dies ebenso der Fall. Ein bezeichnendes Beispiel war die Stelle als Werther den von ihm neu entdeckten Garten regelmig besuchen kam um zu zeichnen, denn er fand die Natur so wunderschn. Zentrale Merkmale des Sturm und Drang, die sich in der Sprache befinden, sind zum Beispiel Hyperbeln und Neologismen, aber auch die Gefhlsbetontheit, die Gesellschaftskritik und die Naturvergtterung, welche in den literarischen Stcken dieser Zeit thematisiert werden, stellen Kennzeichen der Epoche dar und sind auch im Werther zu finden. Der Einfluss des Sturm und Drang macht sich im Werther klar durch eben diese Gefhlsbetontheit und die berschwnglichen Formulierungen bemerkbar. Auch thematisch kann man Werther in diese Epoche einordnen, da es um die Liebe geht und auch Gesellschaftskritik gebt wird. Auerdem wird die Natur sehr detailliert beschrieben, was die Naturvergtterung verdeutlicht. Die Strmer und Drnger hatten zunchst Shakespeare als Vorbild. Spter kamen aber auch andere wie Homer, Klopstock und der junge Goethe hinzu. Werthers letzte Lektre war beispielsweise Lessings Emilia Galotti welches in dieser Zeit ebenfalls eine hohe Popularitt innehatte. Unter dem Strich ist das Buch Die Leiden des jungen Werther ein typisches Beispiel fr Literatur aus dem Sturm und Drang und Goethe war ein typischer Author hierfr. Die bertrieben gefhlsbetonte Ausdrucksweise und der Hang zur Dramatik besttigen diese These.

Thomas Penninger 7.A.