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April 2008

Topthemen dieser Ausgabe

Motorola A1200 – Das tragbare Linux-System, Teil 1 Seite 22

Das Smartphone Motorola A1200 wird in diesem Artikel vorgestellt. Obwohl es auf Linux beruht, muss man
zunächst einige Arbeit aufwenden, um es zu einem wirklich offenen System zu machen. Aufgrund der Größe des
Artikels ist in dieser Ausgabe von freiesMagazin nur der erste Teil zu lesen. (weiterlesen)

Fun mit Phun Seite 30


Phun ist eine 2-D-Physik-Simulation, die zum einen zur reinen Spielerei benutzt, aber auch im Unterricht einge-
setzt werden kann, um verschiedene physikalische Prozesse aus der Mechanik spielerisch darzustellen. Das
Programm ist (noch) Closed-Source, kann aber frei für den nicht-kommerziellen Einsatz verwendet werden.
(weiterlesen)

LinuxMint: elegant – aktuell – komfortabel? Seite 33

Auf der Seite von Distrowatch gehört LinuxMint schon seit längerem zu den Top-Ten der beliebtesten Distribu-
tionen. Grund genug, sich einmal genauer damit zu befassen. Und obwohl LinuxMint auf Ubuntu basiert, hat es
viele eigene Programme und Helfer, die eine Daseinsberechtigung für die Distribution schaffen. (weiterlesen)

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Inhalt

Nachrichten Anleitungen
Distributionen aktuell S. 6 Motorola A1200 – Das tragbare Linux-System, Teil 1 S. 22
OpenOffice.org 2.4 erschienen S. 9 YouTube-Videos in Totem abspielen S. 26
GNOME 2.22.0 erschienen S. 9 Tux-Bastelstunde S. 27
Automatix wurde eingestellt S. 10
Video mit Skype jetzt auch für Linuxnutzer S. 11 Software
Bessere Spieleunterstützung in Linux S. 11 Firefox-Erweiterungen sichern mit CLEO S. 29
AOL startet Open AIM 2.0 S. 12 Fun mit Phun S. 30
Amazon-MP3-Downloader auch für Linux S. 12
Kernel-Rückblick S. 13 Linux allgemein
Neues aus der Welt der Mobilgeräte S. 14 LinuxMint: elegant – aktuell – komfortabel? S. 33
Initiativen zur Verbesserung Freier Software S. 16 Interview: Tobias König über die Entwicklung von Akonadi S. 36
CeBIT 2008: Videos aus dem Linuxforum S. 16 XHTML, HTML und CSS S. 39
GPL-Klage erfolgreich durchgesetzt S. 17 Veranstaltungen S. 42
Aktuelle Informationen zum Internet- und Urheberrecht S. 17
Entscheidung über OOXML ist gefallen S. 18 Interna
April, April: Linux-Communities mögen’s lustig S. 20 Editorial S. 3
Leserbriefe S. 4
Konventionen S. 44
Vorschau S. 44
Impressum S. 45

Soweit nicht anders angegeben, stehen alle Artikel und Beiträge in freiesMagazin unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (FDL). Das Copyright liegt
beim jeweiligen Autor. freiesMagazin unterliegt als Gesamtwerk ebenso der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (FDL) mit Ausnahme von Beiträgen, die unter
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Abschnitte, ohne vordere und ohne hintere Umschlagtexte) unter den Bestimmungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder jeder späteren
Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verteilen und/oder zu modifizieren. Die xkcd-Comics stehen separat unter der Creative
Commons-Lizenz CC-BY-NC. Das Copyright liegt bei Randall Munroe.

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E DITORIAL
Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!


Zunächst müssen wir etwas für uns Unangenehmes mitteilen: Seit gerau- Wie Sie letzten Monat vielleicht festgestellt haben, fehlte beim Veranstal-
mer Zeit funktionierte das Kontaktformular auf unserer Webseite [1] nicht. tungskalender die Liste der Anwendertreffen, was personelle Gründe hatte.
Wenn Sie uns also bis zum 21. März eine Mitteilung über unser Kontaktfor- Da wir diese Liste gerne fortführen würden, suchen wir jemanden, der die
mular geschrieben und keine Antwort erhalten haben, ist diese leider nie Arbeit daran übernimmt. Wenn Sie Lust und Zeit dazu haben, melden Sie
bei uns angekommen. :( Wir bitten dafür um Entschuldigung und wären sich einfach unter redaktion@freiesmagazin.de.
Ihnen dankbar, wenn Sie uns noch einmal schreiben. Seit dem 22. März
funktioniert das Formular aber wieder korrekt. Wir werden in dieser und den nächsten Ausgaben Berichte über verschie-
dene Linux-Distributionen bringen (siehe LinuxMint-Artikel auf Seite 33)
Erfreulich waren hingegen fast alle Reaktionen auf unseren Aprilscherz – und würden uns freuen, wenn wir hierzu weitere Autoren finden würden,
eine „Chicken-Ausgabe“ [2]. Wir bedanken uns dabei für die vie- die vielleicht ihre Lieblingsdistribution vorstellen möchten. Solche Berich-
len Kommentare und ein großer Dank geht an das Ikhaya-Team von te sind immer besser, wenn sie von „echten“ Benutzern mit Erfahrung und
ubuntuusers.de, die unseren Aprilscherz mitgetragen haben [3]. Zum Teil nicht von jemandem, der sich das System eine Stunde lang anschaut, ver-
fragte man sich unter den Lesern, „ob die Redaktion den Lesern einen fasst werden. Sie können Ihre Berichte oder Fragen zu dem Thema unter
Streich spielen will oder ob [der] Server geknackt wurde“. Andere wieder- redaktion@freiesmagazin.de bei uns einreichen.
um glaubten an einen fehlerhaften Download, weil „nur das Wort „Chicken“
erkennbar [ist] und zwar überall, ein Download der älteren Magazine wird Wir wünschen viel Spaß mit dieser Ausgabe, Ihre
aber korrekt angezeigt.“ Wir können Sie also beruhigen, es war nur unser
Aprilscherz. :)
Einige Leser fanden es leider „nicht nett, wenn man nur hinter einer
ISDN-Leitung sitzt“. Wir wollen uns daher bei den Modem-, ISDN- und E. Drud D. Wagenführ
Volumentarif-Nutzern entschuldigen, wobei wir die Chicken-Ausgabe mit
750 KB extra klein gehalten haben, sodass ein entstandener „Schaden“ L INKS
hoffentlich relativ gering geblieben ist. [1] http://www.freiesmagazin.de/kontakt
Wer im übrigen die Auflösung des Scherzes nicht gefunden hat, findet die- [2] http://www.freiesmagazin.de/20080401-aprilaprilausgabe-erschienen
se auf einer extra Seite, die in der Chicken-Ausgabe sicher über 100-Mal [3] http://forum.ubuntuusers.de/topic/163445/
verlinkt war [4]. Bei der Erklärung, woher das „Chicken“ kommt , steht uns [4] http://www.freiesmagazin.de/chicken/
der „Erfinder“ Doug Zongker zur Seite, der auf dem American Association [5] http://www.youtube.com/watch?v=yL_-1d9OSdk
for the Advancement of Science (AAAS) einen Vortrag zu diesem Thema [6] http://isotropic.org/papers/chicken.pdf
gehalten hat, wie das Video zeigt [5]. Es gibt hierzu natürlich auch eine
Ausarbeitung als PDF [6]. Das „Chicken“ hat sonst keinerlei Bedeutung für
uns.

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L ESERBRIEFE
Leserbriefe

Für Leserbriefe steht unsere E-Mailadresse redak- Fehlt nur noch, das gleich auf der Hauptseite so ten. Daher der Ort „mobil“. Auf unserer Hauptsei-
tion@freiesmagazin.de zur Verfügung – wir freuen anzubieten und die PDF-Version als Download- te sind aber sowohl PDF-Version als auch HTML-
uns über Lob, Kritik und Anregungen zum Maga- Variante zum Ausdrucken in ein Unterverzeichnis Version gleichberechtigt verlinkt, das sollte je-
zin. zu verbannen . . . Rudolf Mittelmann dem die Freiheit geben, sein bevorzugtes Format
mit einem Klick zu erreichen.
An dieser Stelle möchten wir alle Leser ausdrücklich freiesMagazin: Zunächst vielen Dank für Ihr Lob
ermuntern, uns auch zu schreiben, was nicht so gut an freiesMagazin. An Ihrer Kritik haben wir al- „Fernsehen übers Internet mit Zattoo“,
gefällt. Wir bekommen sehr viel Lob (was uns natür- lerdings gleich etwas zu korrigieren: Das „P“ in freiesMagazin 03/2008
lich freut), aber nur durch Kritik können wir uns ver- „PDF“ kommt von „Portable“, nicht von „Printa- Beim Artikel zu Zattoo (Internetfernsehen) fehlt
bessern. ble“. Insofern ist das PDF-Format prinzipiell zum der Hinweis, dass dieses nur in Dänemark und
Austausch von Dokumenten gedacht, nicht not- der Schweiz empfangen werden kann (außer die
PDF ein Graus
wendigerweise zum Ausdrucken. Jungs haben die FAQ noch nicht aktualisiert).
Ich habe nach Yalm nun auch Euer
Zu Ihrer zweiten Frage: Normalerweise kompilie- Robert Sigrist
ren wir den LATEX-Quellcode, drucken dann das
freiesMagazin entdeckt. Zuerst ein großes Lob
für die Artikel und für den Inhalt. Dann die Kri- freiesMagazin: Wir haben auf Ihren Leserbrief
komplette Magazin immer aus, korrigieren die
tik: Warum PDF? Ihr wisst doch sicherlich, dass hin noch einmal die FAQ von Zattoo durchge-
Fehler, drucken es wieder aus, usw. Das machen
das „P“ in „PDF“ von Drucken kommt? Zum On- sehen, tatsächlich steht in der englischen FAQ
wir dann so lange, bis das Magazin unseren Er-
linelesen ist PDF ein Graus. Insbesondere in sogar nur die Schweiz, in der deutschen sind
wartungen entspricht. Nein, im Ernst: Natürlich
Kombination mit mehrspaltigem Satz. Habt Ihr Dänemark und die Schweiz aufgeführt. Wir ha-
lesen wir unser Magazin sehr viel am Bildschirm,
nie versucht, Euer Magazin am Bildschirm zu ben Zattoo selbst getestet und können daher sa-
die gesamte Korrektur findet am Monitor statt.
lesen? Da hilft es nicht, wenn es gut aussieht, da gen, dass zumindest in Deutschland der Emp-
Wie bei vielen Dingen ist es auch hier ein wenig
geht es um ganz andere Qualitäten. Dabei gibt fang trotzdem funktioniert.
Geschmackssache, ob man das Erscheinungs-
es seit langer Zeit ein Format, das ohne Proble-
bild mag oder nicht. Auf den meisten Monitoren
me für langes Lesen am Bildschirm geeignet ist, Wer von der Schweiz aus Zattoo laufen
sollte jede PDF-Seite, da im Querformat, ohne
nämlich HTML. Am besten ohne jegliche Style- lässt, bekommt deutlich mehr TV-Sender.
Scrollen lesbar sein. Wir wollen zwar, dass un-
sheets, einfaches plain html 1.1. Stefan Häfliger
sere Leser das Magazin nicht ausdrucken, aber
Nachdem ich so für mich hingegrollt habe, wieso
dennoch drucken es viele aus. Dafür ist einfa- freiesMagazin: Vielen Dank für diesen Hinweis.
Ihr, wie so manche andere Website auch, Euren
ches HTML nicht besonders gut geeignet. Uns In dem Artikel hätte erwähnt werden sollen, dass
Lesern PDF zumutet, habe ich dann entdeckt,
ist wichtig, dass freiesMagazin „schön“ aussieht. die verfügbaren Sender von dem Land, in dem
dass es auf der etwas irreführend benannten
Natürlich liegt dies im Auge des Betrachters. man sich befindet, abhängen. Aufgrund rechtli-
Seite http://www.freiesmagazin.de/mobil/ genau
Die HTML-Ausgabe ist ganz klar „zweite Wahl“, cher Probleme dürfen einige Sender in Deutsch-
das gibt, was wir brauchen: das ganze Maga-
vorrangig bieten wir es an, weil uns Leser gebe- land nicht über Zattoo ausgestrahlt werden. In
zin als einfaches HTML. Danke, das ist super.
ten haben, ein Format für Mobilgeräte anzubie-

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L ESERBRIEFE
der Schweiz empfängt man neben den schweizer [2] gegangen, was sich natürlich auch mit KDE Interviews
Sendern ORF und SF auch ARD, arte, RTL, RTL realisieren lässt. Dazu klickt man mit der rech- Ich habe es sehr interessant gefunden, in den
II, Super RTL und einige mehr. Inzwischen wurde ten Maustaste in einen freien Bereich der Kon- frühen Ausgaben von freiesMagazin Interviews
zwischen Zattoo und den öffentlich-rechtlichen trollleiste und wählt „Programm hinzufügen » mit wichtigen Leuten der Ubuntu-Szene zu lesen.
Sendern ein Vertrag abgeschlossen, der seit Nicht KDE-Programm hinzufügen“. In dem Me- Da sich bei der Führung inzwischen einiges ge-
dem 1. April 2008 auch die Ausstrahlung von nü fügt man dann die Knopfbeschriftung, die tan hat (z. B. neuer Leiter für Xubuntu, usw.), wür-
ARD, ZDF und den Dritten in Deutschland erlaubt Beschreibung sowie unter „Ausführbare Datei“ de ich vorschlagen, dieses Thema wieder aufzu-
[1]. /usr/bin/xset und unter „Optionale Befehls- bereiten und frische Interviews zu bringen.
zeilenargumente“ dpms force off ein. Durch Bojan Bozic
einen Klick auf das Icon oben links lässt sich ein
passendes Symbol auswählen und mit „OK “ ein- freiesMagazin: Die Interviews aus den Anfangs-
richten. Heiko Andresen tagen von freiesMagazin waren von Behind
Ubuntu [4], auf deren Seite es aber keine neu-
freiesMagazin: Vielen Dank für das Kompliment en Interviews mehr gibt. Wir versuchen aber ab
und für diese Ergänzung, die sicher für einige un- und an weitere Interviews zu veröffentlichen, wie
serer Leser hilfreich sein wird. man bereits in der vorletzten Ausgabe am Inter-
view mit Damian Pietras sah [5] und auch in die-
Abo-Funktion? ser Ausgabe am Interview mit Tobias König auf
Ist es eigentlich möglich ein Abo von dem Maga- Seite 36 sieht.
zin zu bekommen? Also eine monatliche E-Mail
mit dem aktuellen Magazin als PDF im Anhang L INKS
oder so etwas? Wäre, so finde ich, eine feine Sa- [1] http://www.presseportal.de/pm/70589/1163710/
che. zattoo_europe_ltd
Ralph Dörr [2] ftp://ftp.freiesmagazin.de/2008/freiesMagazin-
2008-03.pdf
freiesMagazin: Wir bieten keine Abo-Funktion [3] http://www.freiesmagazin.de/rss.xml
per E-Mail an. Der Aufwand ist uns zu hoch, [4] http://behindubuntu.org/
Verknüpfung anlegen in KDE. da wir durch das Speichern der E-Mail-Adressen [5] ftp://ftp.freiesmagazin.de/2008/freiesMagazin-
ggf. Maßnahmen zum Datenschutz ergreifen 2008-02.pdf
Bildschirm abschalten auch für KDE müssten.
Ich lese freiesMagazin jetzt seit drei Ausgaben Alternativ können Sie aber unseren RSS-Feed
und möchte Euch herzlich beglückwünschen – [3] nutzen, um über das Erscheinen neuer Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gegebe-
meistens sind es doch die kleinen Tipps und Ausgaben informiert zu werden. Auch E-Mail- nenfalls zu kürzen.
Tricks, die einem immer wieder die Augen öff- Programme wie Thunderbird erlauben das Abru-
nen. So ist es mir auch wieder mit dem Ar- fen von RSS-Feeds.
tikel „Bildschirm mit einem Klick ausschalten“

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N ACHRICHTEN
Distributionen aktuell

Es gab letzten Monat viele neue Versionen der staller wesentlich intuitiver zu bedienen sein. Es nen Fedora-CDs/DVDs herausgegeben werden,
verschiedensten Linux-Distributionen. Der Artikel ist nun auch möglich, Dreamlinux auf eine USB- auch ein Zettel beizulegen, der einen Hinweis
soll die Neuigkeiten kurz zusammenfassen. Festplatte oder einen USB-Stick zu installieren und einen Link auf den Quellcode enthält. Zu-
[3]. sätzlich sollen an jedem Fedora-Stand ein CD-
Archlinux Brenner bereitstehen, um auf Anfrage den Quell-
Am 1. April erschien mit „2008.03-archboot Co- Fedora code aller Pakete auf CD herauszugeben [6].
re Dump“ eine neue offizielle Version der ISO- Die erste (und einzige) Beta-Version des kom-
Images der Rolling-Release-Distribution Archli- menden Fedora 9 wurde freigegeben. Wich- Foresight Linux
nux [1]. Unterstützt werden nach wie vor i686- tigste Änderungen gegenüber Fedora 8 sind Das brandneue GNOME 2.22 (siehe auf Sei-
und x86_64-Architekturen. Hauptsächliche Ver- GNOME 2.22, KDE 4.0.2, Firefox 3 Beta 5, Ker- te 9) hat bereits Einzug in die erste veröffentli-
änderungen betreffen das Installationssetup und nel 2.6.25rc5, OpenOffice 2.4 und X.org 1.5, wo- che Linux-Version gefunden. Foresight Linux 2.0
die Installations-CD selbst. Ferner sind die neu- bei X.org so verändert wurde, dass es schnel- bringt aber vor allem den neuen Paketmanager
en ISOs mit Kernel 2.6.24.4 und der aktuellen ler starten soll. Wie auch schon Ubuntu zuvor, „Conary“ mit, der bei einem Paketupdate nur die
Version des distributionseigenen Paketmanagers setzt Fedora nun auf Upstart anstelle SysV-Init. benötigten Dateien herunterlädt und nicht mehr
Packman 3.13 ausgestattet. Auch der Installer Anaconda wurde verbessert, das ganze Paket. Dies ist auch der Grund, wieso
sodass dieser die Größe von ext2-, ext3- und Shuttle die Distribution auf seinem kPC einsetzt
Damn Small Linux NTFS-Partitionen verändern kann und auch eine (siehe auf Seite 14). Daneben wurde die Grafik-
Der erste Release Candidate von Damn Small Installation auf verschlüsselte Dateisysteme zu- treiberinstallation vereinfacht und der Bootloader
Linux 4.3 ist mit vielen Änderungen erschienen. lässt. Ende April soll die Finalversion von Fedora Grub durch Syslinux ersetzt [7].
Die Live-Distribution ist gerade einmal 48 MB 9 erscheinen [4].
klein und liefert mit Fluxbox als Fenstermanager Zusätzlich will man in Fedora 9 keine proprie- Gentoo
dennoch ein voll funktionsfähiges Linux-System, tären Codecs mehr mitliefern. Codeina („Codec Die Gentoo Foundation wurde neu zusammen-
das vor allem für ältere Rechner sinnvoll ist [2]. Buddy“) installierte in der Vergangenheit bei feh- gesetzt und von den Gentoo-Entwicklern ge-
lenden Codecs automatisch die unfreien, aber li- wählt. Auf dem nächsten Treffen soll der weitere
Dreamlinux Weg von Gentoo geplant werden [8]. Und obwohl
zenzierten Bibliotheken der Firma Fluendo. Dies
Nachdem am 25. März der dritte Release Can- es am 31. März noch hieß, dass die Beta-Version
will man nun abstellen und nur noch den freien
didate von Dreamlinux 3.0 veröffentlicht wurde, von Gentoo 2008.0 aus persönlichen Gründen
MP3-Treiber unter Fedora direkt anbieten [5]. Da-
der vor allem die Probleme mit den neuen aus verschoben werden müsste [9], gab es einen
mit bewegt man sich auf der Usability-Leiste wie-
Debian stammenden Paketen des Release Can- Tag später die Veröffentlichung, wobei noch viele
der ein Stück zurück, auf der FOSS-Leiste dafür
didate 2 beheben sollte, wurde fünf Tage später Fehler darin zu finden sind [10].
ein Stück nach vorn.
die finale Version veröffentlicht. Neben Stabilität,
Ingesamt scheint Fedora die GPL sowieso sehr
Performance und Hardwareunterstützung wurde Knoppix
ernst zu nehmen. Der Projektvorstand hat nun
vor allem an der Bedienung gefeilt. So soll der In- Kaum zwei Wochen nach der Bekanntgabe von
alle Helfer gebeten, auf Veranstaltungen, auf de-

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N ACHRICHTEN
Knoppix 5.3 auf der CeBIT hat Klaus Knopper Besonderes Augenmerk gilt aber Zypper 0.10.2, den Linux-Kernel 2.6.24.2, X.Org 7.3 und Com-
Version 5.3.1 mit Kernel 2.6.24.4 offiziell heraus- welches die Paketverwaltung vor allem bei sehr piz Fusion 0.7.2 wurde auch am Installer und am
gebracht. Zum Einsatz kommt noch das alte KDE großen Paketlisten beschleunigen soll. Alle Feh- Entropy-Paketmanager gearbeitet. Sabayon ent-
3.5.8, KDE 4 wird aber als Boot-Option auf der ler wurden aber noch nicht ausgebessert, wie hält einige proprietäre (Grafiktreiber) und halb-
DVD zu finden sein. Knoppix unterstreicht vor man den Release Notes [14] entnehmen kann. legale Programme (libdvdcss) [19].
allem die Barrierfreiheit mit dem sprachausga- Die Alpha-Version steht für 32-bit- und 64-bit-
beunterstützten Desktop-System ADRIANE und Rechner als Live-CD und Installations-CD und sidux
dem Screenreader Orca [11]. zusätzlich mit PowerPC-Unterstützung als DVD Die auf Debian basierende Distribution sidux
zum Download bereit [15]. 2008-01 ist als zweite Vorschauversion erschie-
Mandriva Nachdem Ubuntu bereits im Oktober 2007 ihr nen, bevor Ende März die finale Version veröf-
Mandriva bereitet sich langsam auf die Veröffent- Ubuntu JeOS („Just enough Operating Sys- fentlicht werden sollte, die aber noch nicht er-
lichung von Mandriva Linux 2008.1 Spring vor. tem“) vorgestellt hat, welches für die Anwen- schienen ist. Die Distribution kommt mit KDE
So wurde im Release Candidate 2 unter ande- dungen in virtuellen Maschinen vorgesehen ist, 3.5.9 in Englisch und Deutsch und Kernel
rem Codeina für die leichtere Codec-Installation legt openSUSE nach und stellte LimeJeOS [16] 2.6.24.3. Zusätzlich wurde das Design überarbei-
eingesetzt, welches bei Fedora 9 im Gegen- vor. Zusammen mit LimeJeOS sollen demnächst tet und die Menüeinträge sind nun XDG-konform.
satz dazu verschwunden ist (siehe oben), Han- noch die Anwendungen Eis, welches unterneh- Alle Änderungen findet man in den Release No-
dys können nun einfacher synchronisiert wer- mensrelevante freie Software als vorinstalliertes tes [20].
den, ATI Radeon HD 3xxx-Grafikkarten wer- VM-Image auf Basis von LimeJeOS anbietet,
den unterstützt, KDE 4.0.2 hat Einzug gefun- Ubuntu
und KIWI, mit dem man Images von Betriebssys-
den und vieles mehr [12]. Im Release Can- Die erste und einzige Beta-Version von Ubuntu
temen erstellen kann, veröffentlicht werden [17].
didate 1 gab es einige neue Programme wie 8.04 LTS „Hardy Heron“ ist erschienen. Seit
das Medien-Center Elisa, die Prozessverwal- Red Hat Ubuntu 7.10 hat sich einiges geändert: das
tung Avant Window Navigator (AWN) oder Red Hat hat die erste Beta-Version für Red Hat neueste X.Org 7.3, PulseAudio als neuer Sound-
das GNOME-Synchronisationsprogramm Con- Enterprise Linux (RHEL) 5.2 veröffentlicht. Unter Server, Kernel 2.6.24, PolicyKit für die Rechte-
duit [13]. Mandriva Linux 2008.1 RC2 kann als anderem wurde an der Virtualisierung mit Xen verwaltung bei der Administration, Firefox 3 Be-
„Free Edition“ für 32-bit- und 64-bit-Rechner als gearbeitet und es werden nun bis zu 64 Pro- ta 4, der neue VNC-Client Vinagre, Brasero an-
DVD- oder CD-Version heruntergeladen werden. zessoren und 512 GB Speicher unterstützt. Na- stelle von Serpentine und vieles mehr. Die finale
Daneben gibt es noch die „One Edition“ mit KDE türlich wurden auch der Kernel erneuert und die Version von Ubuntu 8.04 soll am 24. April 2008
oder GNOME als Live- und Installations-CD für Treiber verbessert, vor allem der Suspend- und erscheinen [21].
32-bit-Rechner. Hibernate-Modus auf Laptops soll besser arbei- Zeitgleich ist auch die Beta-Version von Myth-
ten [18]. buntu 8.04 erschienen. Mythbuntu ist für die
openSUSE Installation auf sogenannten Wohnzimmer-PCs
Änderungen in der dritten Beta-Version von Sabayon Linux gedacht, die ein Multimedia-Center inkl. Fernse-
openSUSE 11.0 sind natürlich vorrangig Updates Die zweite Beta-Version Loop 2 des auf Gentoo hen und Videorekorder bereitstellen. Neu gegen-
am Linux-Kernel 2.6.25-rc5, GNOME 2.22, KDE basierenden Systems Sabayon Linux 3.5 wurde über der letzten Alpha-Version ist vor allem die
4.0.2 und KDE 3.5.9 und anderen Programmen. veröffentlicht. Neben den neuesten Versionen für Alternate-CD, mit der man ohne Live-CD Myth-

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N ACHRICHTEN
buntu direkt installieren kann, und natürlich wur- dass Live-System auf die Festplatte zu installie- [19] http://www.sabayonlinux.org/forum/
den wieder viele Fehler am Installer Ubiquity, am ren. Mit „Live Clone“ kann man darüber hinaus viewtopic.php?f=60&t=12963
Mythbuntu Control Center und an MythTV selbst die Live-Sitzung nach den eigenen Wünschen [20] http://sidux.com/Article410.html
behoben [22]. anpassen und als Live-CD sichern [26]. [21] http://ubuntuusers.de/ikhaya/956/
Am 25. April 2008 endet auch die Unterstützung [22] http://www.mythbuntu.org/hardybeta
für Ubuntu 6.10 „Edgy Eft“. Edgy ist im Oktober Wichtiger Hinweis: Alpha- und Beta-Versionen [23] http://www.ubuntu.com/news/ubuntu610end-
2006 erschienen und wurde 18 Monate mit Si- sind nicht für den täglichen Einsatz, sondern nur of-life
cherheitsaktualisierungen versorgt. Mit dem Er- für Entwickler und Tester gedacht! (dwa, ths) [24] http://www.pro-linux.de/news/2008/12492.html
scheinen von Ubuntu 8.04 werden diese Updates L INKS [25] http://www.linux-magazin.de/news/erste_beta_
eingestellt und es wird jedem Edgy-Nutzer emp- version_des_online_betriebsystems_ulteo
[1] http://www.archlinux.de/
fohlen, auf eine neuere Ubuntu-Version zu wech- [26] http://www.pro-linux.de/news/2008/12502.html
[2] http://damnsmalllinux.org/cgi-bin/forums/
seln [23].
ikonboard.cgi?;act=ST;f=36;t=19936
Zusätzlich verabschiedet sich Ubuntu mit Hardy
[3] http://dreamlinuxforums.org/index.php/topic,
offiziell von der UltraSPARC-Architektur, deren
1142.0.html
Unterstützung mit Ubuntu 6.06 LTS „Dapper Dra-
[4] http://www.pro-linux.de/news/2008/12488.html
ke“ eingeführt wurde. Die Sparc-Version soll
[5] http://www.pro-linux.de/news/2008/12471.html
zwar weiter existieren, aber nicht mehr offiziell
[6] http://lwn.net/Articles/274000/
unterstützt werden [24].
[7] http://www.linux-magazin.de/news/foresight_
Ulteo linux_mit_gnome_2_22
Auf Basis des Ulteo-Online-Desktops, welcher [8] http://www.gentoo.org/news/20080302-
u. a. Zugriff auf OpenOffice.org über ein Browser- foundation-election.xml
fenster gewährt, ist nun die erste Betaversion der [9] http://www.pro-linux.de/news/2008/12510.html
neuen Linux-Distribution Ulteo Application Sys- [10] https://forums.gentoo.org/viewtopic-t-682931.
tem (Ulteo AS) erschienen. Die Distribution ba- html
siert auf Kubuntu, erweitert das System aber um [11] http://www.linux-magazin.de/news/knoppix_5_
nützliche Online-Komponenten, z. B. den globa- 3_1_lenny_basis_kde_4_0_und_accessibility_
len Authentifizierungsdienst „Ulteo-AA“. Zusätz- software
lich wurde ein Synchronisationsdienst implemen- [12] http://www.pro-linux.de/news/2008/12478.html
tiert, der die lokalen Daten mit den Online-Daten [13] http://www.pro-linux.de/news/2008/12403.html
abgleicht [25]. [14] http://news.opensuse.org/2008/03/19/
announcing-opensuse-110-alpha-3/
Zenwalk [15] http://www.pro-linux.de/news/2008/12479.html
Die auf Slackware basierende Distribution Zen- [16] http://en.opensuse.org/LimeJeos
walk Live ist in der finalen Version 5.0 erschie- [17] http://www.pro-linux.de/news/2008/12474.html
nen. Neu im Zenwalk-Installer ist die Möglichkeit, [18] http://www.golem.de/0803/58336.html „Nightmares“ © by Randall Munroe
(CC-BY-NC-2.5), http://xkcd.com/390
© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 8
N ACHRICHTEN
OpenOffice.org 2.4 erschienen

Die neue Version der freien Office-Sammlung gen sind von nun an umkehrbar, Datenpunkte Binärpakete als auch der Quellcode stehen zum
ist seit dieser Woche als Download verfügbar können mit einer genaueren Beschriftung ver- Download bereit. Die Version 2.4 wird voraus-
und hat eine ganze Reihe neuer Funktionen mit sehen und Tabellensäulen einfacher angeord- sichtlich die letzte Hauptversion sein, die vor
im Gepäck. Wie man in der ausführlichen Lis- net werden. Die Linux-Variante der Präsentati- der für Herbst 2008 geplanten Fassung 3.0 er-
te [1] nachlesen kann, ist es fortan möglich, ei- onssoftware Impress wurde von den Entwick- scheint.
ne Verbindung zu WebDAV-Servern über HTTPS lern mit mehreren 3D-Überblendeffekten ver-
einzurichten und gepeicherte Passwörter mit ei- sehen und beinhaltet dazu eine komfortable- Das OpenOffice.org-Projekt wird auch auf dem
nem Hauptpasswort abzusichern. Mit der Aus- re PDF-Exportfunktion. In der Datenbankanwen- LinuxTag 2008 [3] in Berlin vertreten sein, wo Re-
gabe 2.4 unterstützen PDF-Dokumente zukünf- dung Base wurde insbesondere der Abfrage- ferenten unter anderem über OpenOffice.org 3.0
tig relative Verknüpfungen, Dokumentreferenzen Designer neugestaltet und die Unterstützung von und das OpenDocument-Format berichten wer-
und PDF/A-1, einen Standard für die Langzeit- Datenbanken aus Access 2007 (Microsoft Office) den. (awe)
Archivierung. Auf den ersten Blick fällt auch die eingefügt. Auch der Textverarbeiter Writer kommt L INKS
neue Standard-Schriftart DejaVu ins Auge, die nicht zu kurz: Textabschnitte lassen sich in Zu-
[1] http://wiki.services.openoffice.org/wiki/
sich gegen den BitStream Vera Font durchge- kunft per Blockmarkierung selektieren und wei-
New_Features_2.4
setzt hat. Nicht zuletzt wurde auch der Druckdia- terverarbeiten, versteckter Text kann gedruckt
[2] http://download.openoffice.org/
log erweitert sowie der Import von eigenen Icons werden und die Sprache für die Rechtschreibprü-
[3] http://de.openoffice.org/linuxtag2008/
in die Werkzeugleisten integriert. fung lässt sich nun bequem über ein Symbol in
[4] http://www.pro-linux.de/news/2008/12497.html
der Statusleiste umschalten.
Im Bereich der einzelnen Komponenten gibt [5] http://www.golem.de/0803/58574.html
es vor allem im Diagramm-Modul Chart einige OpenOffice.org 2.4 kann im Downloadbereich [2]
vielversprechende Neuerungen: Achsenrichtun- der Projektseite heruntergeladen werden, sowohl

GNOME 2.22.0 erschienen

Am 13. März wurde nach zwei Beta-Versionen nur zahlreiche Fehlerkorrekturen mit im Gepäck, neu an Bord ist Vinagre, ein Ersatz für den
und einem Release-Candidate die erste stabi- sondern auch die eine oder andere neue Anwen- xvncviewer als Standard-VNC-Client, dem man
le Version der GNOME-Reihe 2.22 veröffentlicht. dung. schon in der Ubuntu Hardy Alpha 4 [2] begeg-
Schon die Vorabversionen lieferten einige inter- net ist. Weiter wurde das World-Clock-Applet in-
essante Eindrücke von dem, was die Nutzer in Eine dieser neuen Applikationen ist Cheese [1]: tegriert: Über einen Klick auf die Uhrzeit im Panel
der kommenden Generation der Desktopumge- Mit der Webcam-Software lassen sich einfach lässt sich fortan bequem anzeigen, wie spät es
bung erwartet. Denn GNOME 2.22.0 hat nicht Bilder und Videos mit der Webcam aufnehmen auf der anderen Seite des Globus ist.
und per GStreamer mit Effekten versehen. Auch

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N ACHRICHTEN
Nicht neu geschaffen, aber grundlegend verän- und Flash“: Mit swfdec-gnome ist es nun möglich, große Release, GNOME 2.24, für September ge-
dert, wurde der Webbrowser Epiphany [3]: Die Flash-Animationen nicht nur im Internet-Browser, plant ist. (awe)
Entwickler haben sich dazu entschieden, die sondern auch auf dem Desktop abzuspielen und
HTML-Rendering-Engine auszutauschen, so- durch den swfdec-thumbnailer in Nautilus als
L INKS
dass Epiphany beim Surfen von nun an statt Vorschau zu betrachten. Außerdem überrascht [1] http://wiki.ubuntuusers.de/Cheese
auf Gecko, der Engine des Mozilla-Projektes, der Mediaplayer Totem mit zwei vielversprechen- [2] http://ubuntuusers.de/ikhaya/896/
auf das WebKit-Backend setzt. WebKit ist eine den Erweiterungen: Durch das YouTube-Plugin [3] http://wiki.ubuntuusers.de/Epiphany
immer populärer werdende Browser-Engine, die [4] kann man in Zukunft das beliebte Video-Portal [4] http://svn.gnome.org/viewvc/totem/trunk/src/
aus KHTML (KDE) hervorging und besonders mit Totem durchstöbern (mehr dazu auf Seite 26) plugins/youtube/
von Apple-Anwendungen wie Safari verwendet und mit dem MythTV-Addon [5] lassen sich künf- [5] http://svn.gnome.org/viewvc/totem/trunk/src/
wird. Nennenswert im Bereich der unterflächli- tig Aufnahmen von einem MythTV-Server sowie plugins/mythtv/
chen Neuheiten ist ebenfalls der Austausch des Live-TV-Sendungen anschauen. [6] http://library.gnome.org/misc/release-notes/2.22/
Virtual File Systems (VFS), das durch den Nach-
folger GVFS ersetzt worden ist. Ob die Ausbesserungen und neuen Features [6]
auch in der Praxis einen guten Eindruck machen,
Damit nicht genug, beschreibt GNOME 2.22 wird sich zeigen. Die Version 2.22.1 soll bereits
auch ein neues Kapitel der Geschichte „Linux Anfang April erscheinen, während das nächste

Automatix wurde eingestellt

Automatix [1] ist eine Software, die von eini- war, führte dies manchmal zu Fehlern, die erst auch auf Seite 20) damit umgesetzt wurde [4] [5].
gen Ubuntu-Nutzern zu den Anfangstagen von nach einer intensiven Fehlersuche auf das Pro- (dwa)
Ubuntu ins Leben gerufen wurde. Das Programm gramm zurückgeführt werden konnten. Eine Ana-
half dabei, einige häufig gebrauchte Anwendun- lyse von Ubuntu-Entwickler Matthew Garret zeig-
L INKS
gen wie Treiber oder Codecs zu installieren oder te im September 2007 einige Probleme auf (sie- [1] http://www.getautomatix.com/
Einstellungen zu aktivieren, die mit herkömmli- he „Genauer hingeschaut: Kritik an Automatix“ in [2] ftp://ftp.freiesmagazin.de/2007/freiesMagazin-
chen Bordmitteln nur schwer erreichbar waren. freiesMagazin 09/2007 [2]). 2007-09.pdf
Mit der Weiterentwicklung von Ubuntu waren [3] http://www.getautomatix.com/forum/index.php?
aber viele Funktionen der Software hinfällig (sie- Der Projektleiter Jared B. hat nun offiziell die Ein- showtopic=2424
he „Alternativen zu Automatix“ in freiesMagazin stellung von Automatix bekannt gegeben [3]. Es [4] http://www.sourcecode.de/content/damn%C2
09/2007 [2]). Zusätzlich war die Software nicht werden aber nicht obige Gründe, sondern per- %B7now-john-fixed-bug-1-there-nothing-do-
sehr sicher, was vor allem bei den Suppor- sönliche Verpflichtungen genannt, die zu diesem anymore
tern in diversen Ubuntu-Foren für Unmut sorg- Schritt führten. In der Ubuntu-Gemeinde wurde [5] http://ubuntulinuxtipstricks.blogspot.com/2008/
te. Da Automatix bei Einsteigern sehr beliebt die Entscheidung teilweise mit Begeisterung auf- 04/yet-automatix-has-been-uploaded-to.html
genommen, sodass sogar ein Aprilscherz (siehe

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N ACHRICHTEN
Video mit Skype jetzt auch für Linuxnutzer

Am 13.Ṁärz hat das zu eBay gehörende luxem- anderen Betriebssysteme, auch in das Linuxpen- mit 1 GHz CPU, 256 MB Arbeitspeicher, 20 MB
burgische Unternehmen Skype die finale Version dant integriert wurde. Ferner wurde auch die Op- Speicherplatz, eine Xv-unterstützende Grafikkar-
2.0 der gleichnamigen VoIP-Software zur Verfü- tion, eingehende Anrufe automatisch anzuneh- te, Qt 4.2.1+, D-Bus 1.0.0 und libasound2 1.0.12.
gung gestellt. Nach der fünfmonatigen Betapha- men, eine Pipe-Login-Funktion zum Anmelden (jse)
se wurden nicht nur einige Bugs beseitigt und über die Konsole und ein Gebührenzähler (für
die Klangqualität verbessert, sondern auch neue Anrufe ins internationale Telefonnetz) eingebaut.
L INKS
Funktionen hinzugefügt. [1] http://skype.com/intl/de/
Skype 2.0 wird auf der Skype-Website [1] als Bi- [2] http://skype.com/intl/de/download/skype/linux/
Wohl am meisten erwartet war die Videotelefo- närpaket für alle gängigen Distributionen zur Ver- choose/
nie, die nun, nach dem Vorbild der Versionen der fügung gestellt [2]. Benötigt wird ein Computer

Bessere Spieleunterstützung in Linux

CrossOver [1] ist eine kommerzielle, auf Wine Schöner ist es natürlich, wenn ein Spieleher- [4] http://www.codeweavers.com/products/cxgames/
basierende, Windows-kompatible Laufzeitumge- steller Linux eigenständig unterstützt, so wie download_trial/
bung, die Windows-Programme unter Linux und S2 Games dies aktuell tun. Diese haben den [5] http://wine-review.blogspot.com/2007/07/
Mac lauffähig macht. Hersteller CodeWeavers Nachfolger „Savage 2: A Tortured Soul“ des introduction-to-crossover-games.html
hat nun eine spezielle „CrossOver Games“- sehr erfolgreichen Spiels „Savage: The Battle for [6] http://savage2.s2games.com/download.php
Edition [2] veröffentlicht, die im Gegensatz zur Newerth“ nun auch für Linux als 32-bit- und 64- [7] http://www.pro-linux.de/news/2008/12495.html
herkömmlichen Version die Stabilität zu Guns- bit-Version zum Download freigegeben [6]. Jeder
ten der allerneuesten Funktionen hinten anstellt. kann sich ein Konto einrichten und das Online-
Auf der Liste der unterstützten Spiele [3] stehen Spiel für fünf Stunden kostenlos testen. Danach
unter anderem bekannte MMORPGs wie World muss man einmalig 30 US-Dollar zahlen, um wei-
of Warcraft, Eve Online und Guild Wars, aber terspielen zu können [7]. (dwa)
auch Spiele wie Team Fortress 2, Counterstrike
Source und Civilization 4. Für Linux und Mac OS
L INKS
X steht eine siebentägige Testversion bereit [4], [1] http://www.codeweavers.com/products/
die Vollversion kostet 37 US-Dollar [5]. [2] http://www.codeweavers.com/products/cxgames/
[3] http://www.codeweavers.com/compatibility/
browse/group/?app_parent=4100 „Savage 2: A Tortured Soul“.
© S2 Games

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N ACHRICHTEN
AOL startet Open AIM 2.0

Mit Open AIM 2.0 will AOL sein Instant- Werbung, AIM-Toolbar, AIM-Buddy-Icons, AIM- ell ist es für Open-Source-Entwickler sinnvol-
Messaging-Protokoll OSCAR (Open System for Buddy-Informationen oder AIM-Startseite einzu- ler, die durch Reverse-Engineering gewonnene
Communication in Realtime) weiter öffnen. Es bauen. Die meisten Open-Source-Clients haben OSCAR-Implementation libpurple von Pidgin [3]
wurden ausführliche Dokumentationen zur Ver- bereits Buddy-Icons und Buddy-Informationen in- zu nutzen. (dwa)
fügung gestellt und es ist mit Version 2.0 nun tegriert, so dass dies nur eine kleine Einschrän-
erlaubt, das Protokoll auch in Multi-Messengern kung ist. Viel weitreichender ist die Bedingung,
L INKS
einzusetzen, die neben AIM auch z. B. Jabber, dass wenn ein Messenger mehr als 100.000 [1] http://arstechnica.com/news.ars/post/20080305-
ICQ oder MSN unterstützen [1]. gleichzeitige Nutzer hat, dieser zwingend AOL- aols-open-aim-2-0-sdk-license-requires-apps-to-
Werbung in die Benutzeroberfläche einbauen include-ads.html
Damit hat man sich gegenüber der 2006 ge- muss. [2] http://arstechnica.com/news.ars/post/20060307-
starteten Open-AIM-Initiative [2] zwar verbes- 6329.html
sert, dennoch hat die Lizenz, unter der die Do- Zusätzlich darf die von AOL bereitgestellte [3] http://developer.pidgin.im/
kumentation benutzt werden darf, einige Ha- Closed-Source-Bibliothek benutzt und weiterver-
ken. So fordert AOL von den Entwicklern, be- breitet werden, eine Benutzung in Open-Source-
stimmte Elemente (mindestens zwei) wie AOL- Software ist damit aber ausgeschlossen. Aktu-

Amazon-MP3-Downloader auch für Linux

Amazon.com [1] hat seinen MP3-Shop auch für Wer dennoch die Möglichkeit hat, auf den MP3- kaufsstrategie genug Geld einnimmt und gege-
Linux geöffnet. Auf der Amazon-Webseite [2] Dienst zuzugreifen, kann der Band „Nine Inch benenfalls andere Künstler nachziehen. (dwa)
gibt es für die Linux-Distributionen Ubuntu 7.10, Nails“ etwas Gutes tun und deren neues Al-
Debian 4, Fedora 8 und openSUSE 10.3 den bum „Ghosts“ für 5 US-Dollar kaufen. Die Band
L INKS
von Windows bekannten Download-Client. Mit hat dieses nämlich unter der Creative Com- [1] http://www.amazon.com/
diesem können über den MP3-Shop verschie- mons BY-NC-SA 3.0-Lizenz [4] veröffentlicht und [2] http://www.amazon.com/gp/dmusic/help/
dene Lieder und Alben gekauft werden, die al- erlaubt jedem Benutzer die nicht-kommerzielle amd.html/002-5922609-9364832?ie=UTF8&
le DRM-frei sind und somit ohne Einschränkun- Weitergabe und Veränderung (Bit-Torrent-Links forceos=LINUX
gen benutzt werden können. In Deutschland ver- gibt es bereits). Die ersten 9 Tracks gibt es auch [3] http://www.pro-linux.de/news/2008/12409.html
treibt Amazon leider noch keine MP3-Download- als kostenlosen Download auf der NIN-Webseite [4] http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/
Angebote, der Dienst ist aktuell nur mit US- [5] im MP3-Format und man kann das komplette 3.0/us/
amerikanischen Kreditkarten nutzbar [3]. Album mit allen 36 Titeln für 10 Dollar im ver- [5] http://ghosts.nin.com/
lustfreien FLAC-Format kaufen [6]. Es ist wün- [6] http://www.golem.de/0803/58102.html
schenswert, dass Nine Inch Nails mit dieser Ver-

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N ACHRICHTEN
Kernel-Rückblick

NDISwrapper kann auf eine bewegte Geschich- helfen könnten, lautete der darauf folgende Kom-
te im Kernel 2.6.25 zurückblicken. Zwischenzeit- mentar [4]. Jedoch wurde die entsprechende Än-
lich funktioniert er wieder, nachdem in 2.6.25-rc4 derung vorläufig wieder rückgängig gemacht, um
ein Patch [1] eingeführt wurde, der ihm den den Herstellern, so auch VirtualBox, Zeit zum
Zugriff auf bestimmte Kernel-Schnittstellen wie- Anpassen ihrer Treiber zu geben. Aber aufge-
der gestattete. Dies wurde durch einen ande- schoben ist nicht aufgehoben, init_mm soll in
ren Patch [2] verhindert, welcher den NDIS- Kernel-Version 2.6.26 dann endgültig verschwin-
wrapper als beschmutzt (tainted) deklariert hat- den.
te. Schon lange wird darüber diskutiert, ob der
von den Kernel-Entwicklern ungeliebte NDIS- Der Kernel 2.6.25 nähert sich derweil der
wrapper, der die Nutzung von Windows-Treibern Fertigstellung. Die letzte Veröffentlichung von
für WLAN-Hardware mit dem Linux-Kernel er- 2.6.25-rc8 erfolgte zwar am 1. April, war aber
möglicht, nun als GPL-kompatibel anzusehen ist durchaus ernst gemeint [5]. Auch wenn Torvalds
oder nicht. Hauptkritikpunkt ist dabei die Tat- bei dieser Vorabversion nicht ganz so enthusias-
sache, dass Nicht-GPL-Komponenten damit ge- tisch klang wie bei der vorhergegangenen, konn-
nutzt werden und daher auch der NDISwrapper te er doch die beiläufige Bereinigung einiger Pro-
keinen Zugriff auf die Kernel-Schnittstellen ha- bleme durch Einzeiler verkünden. Einen definiti-
ben solle, die GPL-konformen Modulen vorbehal- ven Termin, wann denn nun der nächste Kernel
ten sind. Torvalds selbst befürwortet mittlerweile fertig sein soll, blieb Torvalds bislang schuldig.
die Freigabe der benötigten Schnittstellen für den (mme)
NDISwrapper, da die GPL nur abgeleitete Kom- L INKS
ponenten des Kernels betreffe, Windows-Treiber
[1] http://git.kernel.org/?p=linux/kernel/git/torvalds/
jedoch eher nicht in diese Kategorie fallen [3].
linux-2.6.git;a=commit;h=9b37ccfc637be27d9a6
Da keine Module des Kernel-Tree mehr da- 52fcedc35e6e782c3aa78
von Gebrauch machen, wurde der Export von [2] http://git.kernel.org/?p=linux/kernel/git/torvalds/
init_mm abgestellt. Als Ergebnis verweigerten linux-2.6.git;a=commit;h=0aa5bd52d0c49ca56d2
Treiber von Dritten, die auf init_mm angewiesen 4584c646e6544ccbb3dc9
sind, den Dienst. Hierunter fallen zum Beispiel [3] http://thread.gmane.org/gmane.linux.kernel/
auch die proprietären Treiber von Nvidia. Die 647537/focus=649632
Hersteller sollten ihre Treiber anpassen oder den [4] http://lkml.org/lkml/2008/2/28/41
Code unter eine GPLv2-kompatible Lizenz stel- [5] http://lkml.org/lkml/2008/4/1/308
„Tesla Coil“ © by Randall Munroe
len, so dass die Kernel-Entwickler ihnen dabei
(CC-BY-NC-2.5), http://xkcd.com/298
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N ACHRICHTEN
Neues aus der Welt der Mobilgeräte

Letzten Monat waren die Kleinen – die Rede ist Einsatz auf der 1,2 GB-großen ISO-Datei mit mit Windows ausgestatteten UMPCs LifeBook
von Ultra Mobile PCs (UMPCs) und Mobile In- Xandros Desktop Open Circulation Version 4.5 U810, LifeBook T2010 und LifeBook P1620 und
ternet Devices (MIDs) – wieder ganz groß. Laut kommt Eclipse als Entwicklungsumgebung und das Notebook LifeBook S6510 konnten für SUSE
einer Studie der Firma Strategy Analytics soll der Qt als Gui-Framework. Daneben gibt es Anleitun- Linux Enterprise Desktop (SLED) von Novell zer-
aktuelle fünfzehnprozentige Markanteil an Linux- gen zur Integration eigener Anwendungen in die tifziert werden. Es ist aber noch unklar, wann die
Mobilgeräten in Zukunft drastisch steigen. Vor EeePC-Oberfläche. Das Xandros-System muss Geräte genau erhältlich sind und was die Preis-
allem Google mit seiner Android-Plattform und zur Benutzung auf dem Rechner installiert wer- spanne sein wird [7].
Motorola als Hardware-Hersteller mischen dabei den [4]. Auf der CeBIT hat auch Gigabyte erste Gerä-
ganz vorne mit [1]. te auf Basis von Intels Menlow-Prozessor vor-
Aber nicht nur an der Software, auch an der gestellt. Die MIDs laufen mit 800 MHz bis 1,33
In Android wurden letzten Monat auch einige Hardware arbeitet Asus. Auf der CeBIT wurde GHz, die Eingabe geschieht über den 4,8-Zoll-
wichtige Sicherheitslücken geschlossen, die vor der Nachfolger des EeePC vorgestellt. Der Asus Touchscreen, es gibt aber auch eine kleine Tas-
allem bei der Behandlung von Bilddateien auf- EeePC 900 hat ein etwas größeres 8,9-Zoll- tatur zum Ausziehen. Per WLAN und HSDPA
tauchen könnten. Schuld daran sind laut Aussa- Display als der Vorgänger. Der Flash-Speicher kann man mit der Außenwelt kommunizieren,
ge alte Bibliotheken, aber auch eigene Fehler im wurde bei manchen Modellen auf 12 GB, der Daten werden auf der 4 GB bis 8 GB großen So-
Android-Code. Es konnte leider nicht festgestellt Hauptspeicher auf 1 GB erweitert. Der Preis soll lid State Disk (SSD) gespeichert. Das Gerät lief
werden, ob Mobilgeräte-Hersteller diesen fehler- auch um 100 Euro auf 399 Euro ansteigen. Wann auf der CeBIT mit einem angepassten Ubuntu
haften Code bereits auf ihren Geräten im Einsatz das Gerät verfügbar sein wird, ist noch nicht klar, Linux 7.10 (wahrscheinlich die Mobile-Variante
haben [2]. Asus spricht vom Sommer 2008 [5]. „Ubuntu Mobile“) [8].
Wer sicher gehen will, kann dafür ja die Plattform Es drängen aber immer mehr Hersteller auf den Intel zeigte dagegen auf der Intel Developer Con-
der LiMo-Foundation benutzen, die am 31. März Markt, die Asus Marktanteile abgraben wollen. ference (IDF) in Shanghai die zweite Generati-
als erste fertige Version erschienen ist. Die Soft- So hat Norhtec für Entwicklungsländer einen on seines ClassmatePC. Der Mini-Laptop wurde
ware umfasst dabei aber nur den Betriebssys- UMPC mit Linpus Linux Lite veröffentlicht. Der leicht im Design verändert und erhält ein größe-
temkern, die grafische Oberfläche und die An- sogenannte Gecko Laptop wird von Quanta her- res 9-Zoll-Display. Zusätzlich ist Intel einer der
wendungen muss der jeweilige Gerätehersteller gestellt und soll am Ende unter 300 Dollar kos- ersten Hersteller, die sich wieder weg vom Flash-
selbst umsetzen. Aktuell muss die Software auch ten. Im Inneren läuft eine 1 GHz-VIA-CPU, das Speicher hin zu einer Subnotebook-Festplatte
noch für jedes Handy spezifisch angepasst wer- Display misst 7 Zoll. Linpus Linux Lite wurde spe- bewegen. Im Inneren arbeiten ein Intel Celeron
den, was sich mit der zweiten Version Anfang ziell für UMPCs und MIDs entwickelt und bie- ULV mit 900MHz, ein Intel 915M-Grafikchip und
2009 erübrigen soll [3]. tet mit seinen beiden Eingabeoberflächen sowohl 512 MB DDR2-RAM. Daneben gibt es noch eine
Und auch Asus hat für seinen EeePC ein Soft- für Einsteiger als auch erfahrene Anwender eine Webcam, WLAN, Ethernet und andere Anschlüs-
ware Development Kit (SDK) veröffentlicht, mit gute Lösung [6]. se. Der Preis des ClassmatePC liegt zwischen
dem Entwickler Anwendungen speziell für das Daneben hat auch Fujitsu Computer Systems 300 und 500 US-Dollar, auch abhängig vom Be-
kleine UMPC-Display entwickeln können. Zum den Linux-Markt für sich entdeckt. Die bisher triebssystem Linux oder Windows [9].

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N ACHRICHTEN
Nicht so gut schaut es beim „One Laptop Per Anwendungen vorinstallierte gOS zum Einsatz, 2008_asus_eee_pc_900
Child“-Projekt aus. OLPC-Gründer Negroponte welches man schon vom herkömmlichen gPC [6] http://www.desktoplinux.com/news/
hatte angekündigt, dass demnächst ein ange- kennt. Vorerst ist der Mini-PC nur in den USA für NS8029320493.html
passtes Windows XP erscheinen soll. Bis Ende ca. 500 US-Dollar erhältlich [13]. [7] http://www.desktoplinux.com/news/
Mai soll das System auf dem XO-Laptop ver- Shuttle dagegen, die u. a. für ihre Barebones be- NS4307570673.html
öffentlicht werden. Viele OLPC-Unterstützer se- kannt sind, bietet mit dem neuen kPC [14] ein [8] http://www.linux-magazin.de/news/
hen das ungern, da die Philosophie hinter dem eben solches an. Das Gerät besitzt einen Intel aussichtsreiche_mobile_internet_devices
Projekt damit untergraben wird. Der XP-Laptop Celeron oder Core 2 Duo, 512 MB RAM und In- [9] http://www.linuxdevices.com/news/
wäre dann nur ein weiteres x-beliebiges Mini- tel 950-Grafik. Als Betriebssytem kommt Fore- NS5036131897.html
Notebook. Zusätzlich werden auch die Kosten sight Linux zum Einsatz, das wahrscheinlich we- [10] http://www.olpcnews.com/software/windows/
der Hardware steigen, da Windows XP wesent- gen des Conary Package Manager gewählt wur- xp_on_the_xo_in_60_days.html
lich hardwarehungriger ist als das eingesetzte de. Dieser unterstützt inkrementelle Updates und [11] http://www.gulli.com/news/one-laptop-per-
Linux-System Sugar [10]. Die erste Konsequenz muss so weniger Dateien bei einer Aktualisie- child-2008-03-22/
hat der Chefentwickler für Sicherheit, Ivan Krstić, rung herunterladen (siehe auch auf Seite 6) [15]. [12] http://www.linuxdevices.com/news/
gezogen und seinen Posten geräumt [11]. Zu guter Letzt will Intel mit seiner Diamondville- NS2734059074.html
Plattform in den Billig-Desktop-Markt einsteigen. [13] http://www.pro-linux.de/news/2008/12408.html
Eine ganze andere Idee hat Motorola. Die Firma Mit „NetTops“ und „NetBooks“, die speziell auf [14] http://us.shuttle.com/kpc/
hat auf der CTIA Wireless 2008 sein neues Mo- Online-Anwendungen ausgerichtet sind, will In- [15] http://www.pro-linux.de/news/2008/12416.html
bile TV DH02 vorgestellt. Das mit Linux betrie- tel den Desktop-Markt etwas durcheinanderbrin- [16] http://www.winfuture.de/news,38070.html
bene Gerät hat ein HDSPA/GPRS-Modem inte- gen. Die Kosten sollen sich zwischen 100 und
griert, über das man Fernsehen kann. Der 4,8- 300 Dollar bewegen. Als System kann Linux und
Zoll-große Touchscreen mit 480x272 Pixeln ist Windows eingesetzt werden, laut Intel will man
gestenbasiert und zeigt Filme mit 25 Bildern pro aber auf der Open-Source-Welle mitreiten [16].
Sekunde an. Daneben enthält das Gerät auch
einen GPS-Empfänger und eine sprachgesteu- Man kann also gespannt sein, wie sich die Zu-
erte Navigationskarte. An gewöhnlichen Mobil- kunft des Mobilmarktes – vor allem in Hinblick auf
funkoptionen unterstützt das DH02 nur den SMS- Linux – weiter entwickeln wird. (dwa)
Versand [12].
L INKS
Und auch andere Hersteller benutzen Linux im- [1] http://www.pro-linux.de/news/2008/12518.html
mer lieber auf ihrer Hardware. So hat Everex [2] http://www.heise.de/open/news/meldung/
einen Mini-PC namens „gPC Mini“ herausge- 104684
bracht. Der Zwerg läuft mit einem Pentium Mo- [3] http://www.linuxdevices.com/news/
bile Dual-Core 1.86 GHz und besitzt 512 MB NS7175295902.html
RAM, 120 GB Festplatte und ein DVD-Laufwerk. [4] http://www.golem.de/0803/58638.html „Important Life Lesson“ © by Randall
Als System kommt wieder das mit vielen Google- [5] http://www.linux-magazin.de/news/cebit_ Munroe (CC-BY-NC-2.5), http://xkcd.com/400

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Initiativen zur Verbesserung Freier Software

Zurzeit laufen mehrere Initiativen, die alle dem (wir berichteten [3]). In den letzten drei Jahren keit der Programme zu verbessern. Während der
Ziel dienen, Freie-Software-Projekte durch die haben bereits über 1500 Studenten und 2000 Projektdauer von Mai bis Juli oder August 2008
Arbeit von Freiwilligen voranzutreiben. Dabei Mentoren aus 90 Ländern im Rahmen des Sum- wird ein wöchentliches Engagement von fünf-
winken den erfolgreichen Projektteilnehmern mer of Code zusammengearbeitet. zehn Stunden erwartet, als Preisgeld winken pro
zum Teil Geld-, zum Teil Sachpreise. erfolgreich abgeschlossenem Projekt 1000 US-
Wettbewerb kürt Firefox-Add-ons Dollar. Interessenten können sich bis zum 14.
Google Summer of Code April 2008 bewerben. (edr)
Beim zweiten Wettbewerb [4] können Interes-
Googles Summer of Code 2008 startet lang- senten neue Firefox-Addons für den kommenden L INKS
sam durch: 175 Open-Source-Projekte [1] (dar- Firefox 3 schreiben oder alte Firefox-2-Addons [1] http://code.google.com/soc/2008/
unter Apache, Debian, SFLC, Linux-Foundation, aktualisieren und bis zum 4. Juli einreichen. Als [2] http://google-opensource.blogspot.com/2008/03/
u. a.) wurden als Mentoren ausgewählt und stel- Gewinn winken den ersten drei Entwicklern in meet-your-mentors.html
len einige Ideen bereit, die interessierte Studen- beiden Sparten je ein MacBook Air und eine [3] ftp://ftp.freiesmagazin.de/2008/
ten dann umsetzen können. Eigentlich sollten nur Firefox-Messenger-Tasche, des Weiteren dürfen freiesMagazin-2008-03.pdf
150 Mentoren ausgewählt werden, von Google sie an einem Mozilla Developers Day teilnehmen. [4] http://www.extendfirefox.com/
hieß es [2], dass die Ideen so überragend gut [5] http://www.linux-magazin.de/news/google_
waren, dass man mehr zugelassen hat. Zusätz- Season of Usability summer_of_code_175_mentoren_suchen_
lich werden die Bewerber dabei von den Projekt- nachwuchsprogrammierer
Das OpenUsability-Projekt hat in Anlehnung an
Entwicklern unterstützt. Vom 24. bis zum 31. [6] http://www.pro-linux.de/news/2008/12468.html
Googles Summer of Code die zweite Season
März 2008 konnten interessierte Nachwuchsent- [7] http://www.heise.de/open/Programmierwett
of Usability gestartet. Dabei können sich Stu-
wickler sich bei Google bewerben. Für die erfolg- bewerb-kuert-Firefox-Add-ons–/news/meldung/
denten bewerben, um gemeinsam mit Open-
reiche Umsetzung einer Idee winken nicht nur 105399
Source-Entwicklern an neun Projekten (u. a.
„Ruhm und Ehre“, sondern auch 4500 US-Dollar
KDE, KOffice, XO-Laptop, Pidgin) die Bedienbar-

CeBIT 2008: Videos aus dem Linuxforum

Wer dieses Jahr nicht auf der CeBIT war, kann Per Child, Amarok, openSUSE und mehr. Paral- L INKS
sich beim Linux-Magazin die Vorträge aus dem lel zur Aufnahme des Vortragenden werden die [1] http://streaming.linux-magazin.de/archiv_
Linux-Forum als Streaming-Video anschauen [1]. Präsentationsfolien dargestellt. Zum Anschauen linuxpark08.htm
Neben allgemeinen Themen wie Sicherheit, Soft- der Videos muss Java installiert sein. (edr) [2] http://www.linux-magazin.de/news/cebit_2008_
ware as a Service und Systemadministration gibt videos_aus_dem_linuxforum_online
es auch spezielle Beiträge zu KDE 4, One Laptop

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N ACHRICHTEN
GPL-Klage erfolgreich durchgesetzt

Im September 2007 hat das Software Freedom [8]. Letzten Monat folgten dann die anderen bei- L INKS
Law Center (SFLC) [1] im Auftrag zweier Ent- den Einigungen mit High-Gain Antennas [9] und [1] http://www.softwarefreedom.org/
wickler der Open-Source-Software BusyBox [2] dem Telekommunikationsprovider Verizon [10]. [2] http://www.busybox.net/
erstmals eine Klage wegen Verletzung der GNU [3] http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html
General Public License (GPL) [3] gegen Mon- In allen vier Fällen war die Einigung gleich: In
[4] http://www.linux.com/feature/119355
soon Multimedia eröffnet [4]. Nachdem der Streit jeder Firma wird ein Open Source Compliance
[5] http://www.linux.com/feature/120629
außergerichtlich einen Monat später beigelegt Officer (OSCO) ernannt, der die Lizenzeinhal-
[6] http://www.pro-linux.de/news/2007/12004.html
wurde [5], fassten die BusyBox-Entwickler und tung der GPL in Zukunft überwachen soll. Jede
[7] http://www.pro-linux.de/news/2007/12073.html
das SFLC wohl Mut und es folgten weitere Kla- Firma muss den geänderten BusyBox-Quellcode
[8] http://www.softwarefreedom.org/news/2007/dec/
gen gegen Xterasys und High-Gain Antennas im online zur Verfügung stellen und ihre Kunden
17/busybox-xterasys-settlement/
November 2007 [6] und letztendlich gegen Veri- über ihre Rechte bezüglich der GPL informie-
[9] http://www.pro-linux.de/news/2008/12432.html
zon im Dezember [7]. ren. Zusätzlich erhielt das BusyBox-Projekt je-
[10] http://www.linux-watch.com/news/
weils einen ungenannten Betrag, so dass die Fir-
NS2614635569.html
Neben Monsoon konnte man sich im Dezember men die Software weiter benutzen und vertreiben
2007 auch mit Xterasys außergerichtlich einigen dürfen. (dwa)

Aktuelle Informationen zum Internet- und Urheberrecht

Der Juraprofessor Thomas Hoeren hat sein stellt [3]. Dort wird das Urheberrecht in Bildern L INKS
Skript zum Internetrecht in der Version 2.0 zum und Zahlen sowie die Grundlagen und die An- [1] http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/
Download [1] freigegeben. Im Skript werden wendung im Alltag erklärt. Besonders wird dort materialien/Skript/Skript_Maerz2008.pdf
die Themen Domains, Urheberrecht, Online- auf die neuen Herausforderungen des Urheber- [2] http://www.bpb.de/urheberrecht
Marketing, Internet-Verträge, Datenschutz, rechts durch die digitalen Medien unserer Zeit [3] http://www.heise.de/newsticker/meldung/104783
Online-Dienste, Internetstrafrecht und Interna- eingegangen. Durch Interviews sollen die ver- [4] http://www.gulli.com/news/copyright-
tionales Recht behandelt [2]. schiedenen Standpunkte zum Thema Urheber- bundeszentrale-f-r-2008-03-11/
recht verständlich gemacht werden [4]. Schön an [5] http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/
Zusätzlich hat die Bundeszentrale für politische der Online-Dokumentation ist, dass alle Beiträge 2.0/de/
Bildung zusammen mit iRights eine Online- unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND-
Dokumentation zum Thema Copyright bereit ge- 2.0-Deutschland [5] lizenziert sind. (edr)

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N ACHRICHTEN
Entscheidung über OOXML ist gefallen

Der Standardisierungsprozess um Microsofts absolut chaotisch und die Zeit reichte bei wei- OOXML, sondern darum, ob der Abstimmungs-
Dokumentenformat Office OpenXML (OOXML) tem nicht aus, um alle Punkte zu besprechen. So prozess regelkonform verlaufen ist [7]. Nach in-
ist abgeschlossen und das Format hat nach wurden nur 18 % der Vorschläge intensiv bespro- ternen Berichten hätte man dabei aber dennoch
dem fast einjährigem Fast-Track-Verfahren die chen. Über die restlichen 82 % wurde in einem die Befürwortung von OOXML in eine Enthaltung
begehrte Bezeichnung „ISO-Standard“ erhalten Rutsch in einem Eilverfahren abgestimmt, was ändern müssen [8].
[1]. Bereits im September 2006 ist OOXML von viele Länder für keine gute Lösung hielten, wäh-
der ECMA als Standard verabschiedet worden. rend Microsoft dies als Sieg feierte [3]. Zusätzlich Kroatien
Damit gibt es jetzt neben dem OpenDocument waren von den anwesenden 32 Mitglieder eigent- Im September 2007 stimmte Kroatien mit „Ja“.
Format (ODF) zwei Dateiformate für den Aus- lich nur 25 stimmberechtigt, abstimmen durften Nach dem BRM fand eine erneute Abstimmung
tausch von Office-Daten. dennoch alle [4]. Ein brasilianischer Teilnehmer statt, wobei 14 der 17 abstimmenden Mitglieder
berichtet in seinem Blog ausführlich darüber [5]. gegen OOXML waren. Da das Gremium aber 35
Im September 2007 trat OOXML das erste Mal Mitglieder hat (darunter Microsoft) und keine fün-
zur Wahl an und verfehlte damals mit 57 % knapp Interessanter waren aber die einzelnen Unstim- zigprozentige Wahlbeteilung erreicht wurde (Mi-
die Zweidrittelmehrheit (siehe „Das Ende von migkeiten bei der Wahl innerhalb der nationalen crosoft wählte auch nicht mit), wurde das „Ja“ von
OOXML? Sicher nicht!“, freiesMagazin 10/2007 Gremien: Kroatien beibehalten [9].
[2]). In dieser Zeit gab es viele Kommentare
und Ergänzungen, die auf einem Ballot Resolu- Deutschland Norwegen
tion Meeting (BRM) in Genf Ende Februar be- Obwohl sich Christian Ude, Oberbürgermeister In Norwegen haben die Mitglieder von Stan-
sprochen wurden bzw. besprochen werden soll- von München, öffentlich mit einem Schreiben dards Norge (SN) die Annullierung der norwegi-
ten. Anscheinend wurden einige Länder von den an Bundeswirtschaftsminister Glos, den Direk- schen Befürwortung von OOXML gefordert [10].
Ergebnissen überzeugt, sodass sie ihre Nein- tor des Deutschen Instituts für Normung (DIN) Nach Berichten waren 79 % der Mitglieder gegen
Stimme oder Enthaltung in ein Ja verkehrten. Torsten Bahke und den Beauftragten der Bun- OOXML, der Standardisierungsvorsitz entschied
OOXML wurde mit 75 % der Stimmen angenom- desregierung für Informationstechnik Hans Bern- sich aber dennoch für ein „Ja“ mit der Begrün-
men. Viele große Länder wie Brasilien, China, In- hard Beus gegen OOXML aussprach, weil ein dung, dass OOXML nach einer ISO-Zertizierung
dien und Kanada lehnten OOXML aber ab, was zweiter Standard neben ODF die Stadt München noch an die Benutzerwünsche angepasst wer-
bei der zukünftigen Umsetzung des Standards zu nur behindern würde [6], bestätigte die DIN ih- den würde [11]. Der Fall ist noch nicht abge-
Problemen führen könnte. re Entscheidung der OOXML-Befürwortung von schlossen und Norwegens Stimme könnte vor-
September erneut. Im Gegensatz zu Berichten erst entfallen, wenn der Einspruch angenommen
Zusätzlich gab es wie bereits im September ei- kam es aber nicht zu Unregelmäßigkeiten bei der wird [12].
nige Unstimmigkeiten, wie Wahlbeobachter und Wahl am 11. März. Einige Medien hatten gemel-
Mitglieder der nationalen Gremien feststellten. det, dass man bei der Abstimmung am 27. März Polen
Dies betraf sowohl das BRM als auch die Wahl nur mit „Ja“ oder „Enthaltung“ abstimmen konnte. In Polen wurde die Befürwortung von September
danach. Laut Angaben war das Treffen in Genf Es ging dabei aber nicht um die Annahme von 2007 bestätigt, die Umstände, wie es dazu ge-

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N ACHRICHTEN
kommen ist, sind aber etwas seltsam. So wurde Rumänien [5] http://homembit.com/2008/03/finally-the-details-
ein Brief von Tomasz Schweitzer, Präsident des Rumänien hielt an seinem „Ja“ von Septem- about-the-final-results-of-the-brm.html
Normierungsinstitutes PKN, der an alle Mitglie- ber fest. Es ist aber nicht klar, ob das an den [6] http://www.pro-linux.de/news/2008/12458.html
der des OOXML-Gremiums KT 182 gerichtet war, 13 neuen Mitgliedern lag, die noch schnell in [7] http://www.golem.de/0803/58657.html
von der Vorsitzenden Elzbieta Andrukiewicz nicht das dortige Kommittee eine Woche vor der Ab- [8] http://www.consortiuminfo.org/standardsblog/
weitergeleitet. Dieser empfahl darin eine Enthal- stimmung eingetreten sind. Interessanterweise article.php?story=20080327181802109
tung Polens, falls keine Einigung erzielt werden sind die meisten dieser 13 Mitglieder offizielle [9] http://www.groklaw.net/article.php?
könne. Zusätzlich waren bei der ersten Wahlrun- Microsoft-Partner [16]. story=2008032913190768
de nur 24 der 44 Mitglieder anwesend. Um den [10] http://www.heise.de/open/Formeller-Protest-
anderen eine Wahlmöglichkeit zu geben, wurde Eine genaue Auflistung der Stimmen aller Länder gegen-Norwegens-Befuerwortung-von-OOXML-
eine Abstimmung per E-Mail erlaubt. Andrukie- mit Links findet man im Blog von Open Malaysia eingelegt--/news/meldung/105744
wicz „vergaß“ nur zu erwähnen, dass die Stim- [17]. [11] http://www.consortiuminfo.org/standardsblog/
men der Mitglieder, die nicht rechzeitig antwor- article.php?story=20080331114700984
Es bleibt festzuhalten, dass auch in naher Zu-
ten, als „Ja“ gewertet werden. Danach stimm- [12] http://www.infoworld.com/article/08/03/31/
kunft weitere Nachrichten über OOXML eintref-
ten 24 Mitglieder für OOXML (wovon 7 nicht ein- Norway-asks-to-suspend-its-Yes-vote-on-
fen werden. Dafür gab es zu viele Unstimmigkei-
mal eine Stimme abgegeben hatten), 13 dage- OOXML_1.html
ten in den einzelnen Ländern. Vor allem bleibt ab-
gen und 4 enthielten sich. Angeblich beschäftigt [13] http://polishlinux.org/poland/possible-
zuwarten, ob die Europäische Kommission wirk-
sich jetzt auch die Europäische Kommission mit manipulation-around-ooxml-process-in-poland/
lich eingreift (aktuell sieht es danach aus [18]),
dem Fall [13]. [14] http://nzoss.org.nz/news/2008/old-dog-same-
und ob gegebenenfalls Stimmen doch noch an-
old-tricks
Neuseeland und Indien nulliert werden. Bis dahin sollte man sich mer-
[15] http://osindia.blogspot.com/2008/03/microsoft-
In beiden Ländern versuchte Microsoft bzw. de- ken, dass OOXML in sich selbst nicht stimmig ist,
files-complaint-on-ooxml-vote.html
ren Mitarbeiter Mitglieder der jeweiligen nationa- wie Rob Weir zeigt [19], und der Standard immer
[16] http://janimo.blogspot.com/2008/03/romania-
len Gremien der Voreingenommenheit zu bezich- noch viele Fehler hat [20]. (dwa)
maintains-ooxml-approval.html
tigen. In Neuseeland wurde Standardisierungs- L INKS [17] http://www.openmalaysiablog.com/2008/03/the-
mitglied Matthew Holloway bezichtigt, nicht ob- last-lap.html
[1] http://www.iso.org/iso/pressrelease.htm?
jektiv zu sein und nur gegen OOXML zu arbeiten. [18] http://www.infoworld.com/article/08/04/01/
refid=Ref1123
Grant Thomas, COO Standards New Zealand, Microsofts-ISO-win-may-worsen-its-antitrust-
[2] ftp://ftp.freiesmagazin.de/2007/freiesMagazin-
widersprach dem aber energisch [14]. In Indien woes_1.html
2007-10.pdf
traf es die Vorsitzende Neeta Verma, die von Mi- [19] http://www.robweir.com/blog/2008/03/
[3] http://blogs.the451group.com/opensource/2008/
crosoft beim Ministry of Consumer Affairs ange- disharmony-of-ooxml.html
03/03/a-slight-difference-of-opinion/
schwärzt wurde. Auch hier standen alle Gremien- [20] http://www.robweir.com/blog/2008/03/how-many-
[4] http://www.linux-magazin.de/news/microsofts_
mitglieder geschlossen hinter ihrer Vorsitzenden defects-remain-in-ooxml.html
ooxml_sorgt_fuer_chaotisches_iso_treffen
[15].

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N ACHRICHTEN
April, April: Linux-Communities mögen’s lustig

Dass Linux-Nutzer Sinn für Humor haben – for „Arch“. Don’t worry, you’ll get used to it – 90 % qwantz.com [10] wechselten für einen Tag ihre
ebenso wie die meisten Menschen auf diesem of our devs already are!“ Das muss man sich auf Startseiten aus, so dass auf xkcd.com plötzlich
Planeten – ist hinlänglich bekannt. Der 1. April der Zunge zergehen lassen: „A..ch“. questionablecontent.net zu finden war, auf ques-
ist daher die richtige Zeit für viele Linux-Portale, tionablecontent.net die Comics von qwantz.com
sich mit seinen Nutzern und Lesern einen kleinen Und was meldet Linux Mint? „Linux Mint is mer- und xkcd hatte es nach qwantz.com verschlagen.
Scherz zu erlauben. Auch freiesMagazin hat da- ging with PCLinuxOS, Mepis and Slackware to
vor nicht halt gemacht, wie man an der Chicken- form a single distribution called Apriloofix.“ [4] An LinuxMint und Archlinux waren übrigens nicht
Ausgabe gesehen hat (siehe auf Seite 3). Aber so einem Tag sollte einen gar nichts mehr über- die einzige Linux-Distributionen mit einem April-
auch andere waren fleißig. raschen. scherz. Kubuntu brachte Kubuntu 8.04 „Hippy
Horse OMeGa pONEy“ heraus [11]. Allein das
ubuntuusers.de erlaubte sich einen bösen Als wäre das noch nicht genug, berichtet Artwork ist zum Niederknien.
Scherz und meldete „Ubuntu Deutschland e.V. „Az-User“ im Forum von ubuntuusers.de noch
wurde abgemahnt.“ [1]. Angeblich verletzte von einer angeblichen „Backdoor in GNOME- Wie immer ist auch Google mit von der Partie.
die letzte grafische Umstellung („Krampfader- Anwendung“ (genauer: im Spiel Tetris), über die Zum einen stellte man „Gmail Custom Time“ vor
Grafik“) Urheberrechte, weswegen auch das der geneigte User ungewollt Root-Rechte erlan- [12]. Damit wäre es möglich, die Absendezeit bei
gesamte Web-Team und die Projektleitung das gen kann. Dazu postet er noch einige nur auf den jeder E-Mail manuell einzustellen und auch auf
Team verließ [2]. ersten Blick überzeugende Bildschirmfotos und die Vergangenheit zu datieren. Es ergeben sich
es fallen sehr viele darauf herein [5]. ungeahnte Möglichkeiten. Etwas unglaubwürdi-
ger war da schon gDay. Aufgrund vieler Daten
Weiter geht’s bei Ubuntu. Die Einstellung von Au- und Voraussagen könne man so bereits die Web-
tomatix (siehe auf Seite 10) bewog einen Ent- seiten von Morgen durchsuchen [13]. Ganz ab-
wickler zu einem kleinem Jux. Er packte Automa- gefahren war da aber schon Googles und Virgins
tix in ein Paket und lud es nach Universe hoch Mars-Expedition [14].
[6].
Vor allem aber Scherze, in die Microsoft involviert
Auch im englischen Ubuntu Forums erlaubte war, gab es zuhauf. Nachdem OOXML ziemlich
Deutsch als offizielle Sprache bei Archlinux. man sich einige Streiche. Das Forum wechselte sicher ISO-Standard wird (siehe auf Seite 18),
die Farben schneller als ein Chamäleon und die meldete digistan.org, dass nach den ganzen Un-
Im anglo-amerikanischen Archlinux-Forum [3]
Moderatoren tauschten untereinander die Avat- regelmäßigkeiten radikale Reformen in der ISO
heißt es „Deutsch verdrängt Englisch und wird
are aus oder stellten diese auf den Kopf. Alles stattfinden sollten. Selbst ein Umzug der ISO von
offizielle Sprache im Forum“. Nach langen Dis-
natürlich gut dokumentiert [7]. Genf nach Aruba wurde aufgrund steuerlicher
kussionen hat man sich zur der Entscheidung
durchgerungen (siehe Bild). Und: „Also, please Vorteile erwogen – aber auch, weil die Musik dort
Apropos „Wechsel“: Die beliebten Comic-Portale
note we’re now using the German pronunciation besser sei [15]. Andere vermelden, dass Micro-
xkcd.com [8], questionablecontent.net [9] und

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N ACHRICHTEN
soft über die Gegenstimmen beim ISO-Prozess Daneben gab es noch viele kleine und größe- [15] http://press.digistan.org/published:iso-
sehr verärgert sei und daher sein eigenes Nor- re Scherze rund um Linux oder die IT-Branche: announces-radical-reforms
mierungsinstitut namens „League of Extraordi- UK will eine linuxsichere Firewall aufbauen [20], [16] http://www.linux.com/feature/131073
nary Standards“ (LES) gründen wolle [16]. Zu- kernel.org fällt kurzzeitig aus wegen Migration [17] http://boycottnovell.com/2008/03/31/opensuse-
sätzlich haben Microsoft und Novell angeblich der Server auf FreeBSD 7.0 [21], Mono heißt back-to-v4/
openSUSE aufgegeben bzw. wollen deren Ent- jetzt Duo [22], Tim O’Really kündigt das Web [18] http://www.omat.nl/drupal/new-crash-handler-
wickler auf SUSE Windows ansetzen, ein De- 3.14159265358979323846. . . an [23] und natür- akonadi
rivat von Microsoft Windows 7 [17]. Und wer lich die neue Ranglistenreihenfolge bei Distro- [19] http://home.cs.tum.edu/˜siegel/news/2008_04_
schon immer den „Blue Screen of Death“ ver- watch [24] (siehe Bild). 01-bye_bye_cheese
misst hat, kann sich auf Akonadi freuen (sie- [20] http://www.free-bees.co.uk/articles/penguin_
he auf Seite 36). Dieser bringe einen eigenen Allgemeine Übersichten über Aprilscherze findet proof_firewall/
Crash-Handler mit, der bei einem Fehler einen man bei Nerdcore [25] und auch bei Spiegel On- [21] http://lkml.org/lkml/2008/3/31/367
BSoD zeigt [18]. line [26]. Dort sind die fliegenden Pinguine der [22] http://www.itwire.com/content/view/17401/1090/
BBC wohl am Herausragendesten. (dwa, ths) [23] http://www.linux.com/feature/131064
Nicht lachen konnten einige Leser über die Mel- [24] http://distrowatch.com/
dung des Cheese-Entwicklers, dass Apple ihn
L INKS
[25] http://www.nerdcore.de/wp/2008/04/01/april-
verklagen wolle [19]. Anscheinend war diese [1] http://ubuntuusers.de/ikhaya/975/
april-2008/
Meldung einfach zu nah an der Realität. [2] http://ubuntuusers.de/ikhaya/976/
[26] http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,
[3] http://www.archlinux.org/
544690,00.html
[4] http://linuxmint.com/forum/viewtopic.php?f=17&
t=11026
[5] http://forum.ubuntuusers.de/topic/163504/
[6] http://www.sourcecode.de/content/damn
%C2%B7now-john-fixed-bug-1-there-nothing-
do-anymore
[7] http://matthewhelmke.net/index.php/2008/04/01/
47-ubuntu-forums-and-april-fool-s-day-part-2
[8] http://www.xkcd.com/
[9] http://questionablecontent.net/
[10] http://qwantz.com/
[11] https://wiki.kubuntu.org/HippyHorse/Omega/
Kubuntu
[12] https://mail.google.com/mail/help/customtime/
[13] http://www.google.com.au/intl/en/gday/
„In the Trees“ © by Randall Munroe
[14] http://www.google.com/intl/en/press/pressrel/
(CC-BY-NC-2.5), http://xkcd.com/71

Neue Rangliste bei Distrowatch. 20080401_virgle.html

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H ARDWARE
Motorola A1200 – Das tragbare Linux-System, Teil 1 von Hans-Joachim Baader

as Smartphone Motorola A1200 wird in den USA erhältlich, jedoch in vielen anderen Handgröße haben, schwierig. Das Handy unter-

D in diesem Artikel vorgestellt. Obwohl


es auf Linux beruht, muss man zu-
nächst einige Arbeit aufwenden, um es zu ei-
Regionen der Welt, so in ganz Asien, Russland,
Lateinamerika, Italien und vermutlich in einigen
mehr. Dementsprechend gibt es die Bedienober-
stützt USB und Bluetooth, UMTS und WLAN da-
gegen nicht.

nem wirklich offenen System zu machen. fläche und die Anleitungen nicht auf Deutsch.
Wer damit leben kann, die Oberfläche auf Eng-
Vorwort lisch, Chinesisch, Japanisch, Französisch, Por-
tugiesisch oder Spanisch präsentiert zu bekom-
In diesem Artikel soll es hauptsächlich darum
men, könnte sich für das sehr kleine, leichte und
gehen, das Linux-basierte Smartphone Motorola
äußerst elegant wirkende Gerät interessieren. Es
A1200 anzupassen, so dass drei Dinge möglich
gibt Handys, die noch etwas kleiner und leichter
werden, die (für mich) fundamental sind:
sind, auch von Motorola, ob diese aber genauso
viele Features aufweisen, ist zweifelhaft.
1. Installation beliebiger Programme
2. Zugang zur Kommandozeile Das A1200 kann nicht nur telefonieren, son-
dern über GPRS auch eine Internet-Verbindung
3. Abspielen von freien Medienformaten, insbe- aufbauen (seit 2007 hat es auch EDGE-
sondere Ogg-Audiodateien Funktionalität in der Variante A1200E). Die Das Motorola A1200.
Hardware macht es zudem zur Aufnahme und © Bráulio Nunes (Public Domain)
Es stellt sich heraus, dass Punkt 1 die Vorausset- Wiedergabe von Bildern (Kamera mit 2 Me-
zung für 2 und 3 bildet, jedoch der Hersteller ei- gapixel) und Videos, Sprachaufnahme, Audio- Bezug
nige Hürden in den Weg gestellt hat. Letztlich er- Wiedergabe sowie als mobiles Speichergerät Das Motorola A1200 wurde gewählt, da es ers-
reicht man das Ziel mit einem Firmware-Update, (mit bis zu 4 GB Kapazität) und Radiogerät ge- tens ein Linux-System enthält und zweitens al-
das neben der Erfüllung von Punkt 1 auch den eignet. Das Display ist als Touchscreen ausge- le Funktionen, die man sich in einem Mobilge-
angenehmen Nebeneffekt hatte, neue Features legt und wird durch einen durchsichtigen, hoch- rät vorstellen kann, in einem einzigen kompak-
zu bringen und einen lästigen Fehler zu beseiti- klappbaren Deckel geschützt. Auf dem Deckel ten Gerät vereinigt. Das System ist nicht gera-
gen. ist lediglich der Lautsprecher angebracht, ferner de offen, doch sollte man mit einigen von Open-
sind fast unsichtbar die Antennen eingearbeitet. Source-Entwicklern angebotenen Werkzeugen
Einleitung Da er die beiden zum Telefonieren wichtigsten die Einschränkungen umgehen können. Da beim
Das Motorola-Smartphone A1200, auch Moto- Tasten und den Joystick verdeckt, sind ohne Auf- Erwerb Anfang 2007 mit OpenMoko [1] und erst
ming oder einfach Ming genannt, wurde 2005 klappen des Deckels nur wenige Aktionen mög- recht mit Googles Mobilinitiative Android [2] noch
angekündigt und im März 2006 erstmals ausge- lich. Das Aufklappen mit einer Hand gestaltet nicht zu rechnen war, schien das Gerät die best-
liefert. Es ist nicht offiziell in Deutschland oder sich für manche Nutzer, die nicht die passende mögliche Alternative.

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H ARDWARE
Ein Hindernis für den Erwerb war, dass das Gerät me wird empfohlen, das Gerät auszuschalten, Das Gerät kommt standardmäßig ohne Spei-
in Deutschland nicht offiziell auf dem Markt ist. wenn der Akku fast leer ist und gerade keine La- cherkarte. Es besitzt einen internen Slot für eine
Es gab zwar vereinzelte Angebote von Online- demöglichkeit zur Verfügung steht. Transflash (Micro-SD)-Karte mit bis zu 1 GB Grö-
Händlern, doch deren Preise bewegten sich bei ße (offiziell). Inoffiziell funktionieren aber auch
etwa 500 EUR. Auch eine Kombination mit Ver- Die Software des A1200 beruht auf Linux Kernel Karten mit 2 GB (aber nicht alle), und es gibt ers-
trag wäre möglich gewesen, doch wäre das lang- 2.4.20 und Qtopia [4], der angenehm zu bedie- te Berichte, dass auch 4 GB vollständig nutzbar
fristig nicht günstiger gewesen und durch die nenden grafischen Smartphone-Oberfläche von sind. Damit könnte jedoch ein Limit erreicht sein,
Vertragsbindung auch weniger flexibel. So wur- Trolltech. Sie gestattet nicht nur die Nutzung falls das Gerät ein FAT16-Dateisystem nutzt und
de das Gerät bei yesasia.com [3] bestellt, wo sämtlicher Hardware-Features, sondern bringt nur eine Partition angelegt wird. Ob dieses Limit
es ohne „Branding“ (ohne SIM-Karte und ent- auch komplette PIM-Funktionalität mit. auch gilt, wenn man mit FAT32 formatiert oder
sperrt) angeboten wurde. Die schwarze Ausfüh- gar die Firmware aktualisiert und beispielsweise
rung kostete damals 380 US-Dollar. Mittlerwei- mit ext2 formatiert, ist nicht bekannt.
le ist das Gerät günstiger zu haben (Dezember
2007: 300 USD, rund 205 EUR), darunter auch Jedoch kann nicht jede Transflash-Karte ver-
Ebay-Angebote, bei denen man allerdings vor- wendet werden [5]. Eine 2-GB-Karte von San-
sichtig sein muss. Die in Hongkong angesiedelte disk wurde nicht erkannt und der Akku leer-
Firma übernahm Versandkosten und Mehrwert- gesaugt. Dem MotorolaFans-Forum [6] zufolge
steuer, so dass das Gerät im Endeffekt 293 EUR sollen Kingston-Karten am zuverlässigsten funk-
kostete. tionieren. Da ohne Speicherkarte kein Zugriff
vom PC aus und somit auch keine Software-
Lieferumfang Installation möglich ist, empfiehlt es sich, gleich
eine Transflash-Karte mit 1 bis 4 GB zu kaufen.
Zu dem Smartphone gehören ein Kopfhörer mit
eingebautem UKW-Empfänger, ein USB-Kabel, Anfängliche Probleme
ein Netzteil, ein Ersatz-Stift für die Bedienung
des Touchscreens, Handbücher und Software. Zwei Arten von Problemen traten in der ersten
Die auf den beiden CDs mitgelieferte Software Zeit auf. Die mangelnde Offenheit des Systems
kann man komplett vergessen, da sie nur unter war bereits vorab bekannt und sollte durch ein
Windows lauffähig ist. Das Netzteil ist für chine- Firmware-Update behoben werden. Das zweite
sische Steckdosen ausgelegt und kommt mit ei- waren vorhandene Fehler in der aktuellen Firm-
nem Adapter, der aber nicht in deutsche Steck- ware, die Lösung dafür ist offensichtlich dieselbe.
dosen passt. Entweder sucht man einen passen-
Mangelnde Offenheit trotz freier Software
den Adapter oder man begnügt sich damit, das
Motorola hat seine Kernel-Quellen den Bestim-
Gerät über USB aufzuladen. Das Netzteil soll- Ein neues Skin und einige mungen der GPL gemäß veröffentlicht. Die Ver-
te sich aber auch durch ein universelles USB- Multimedia-Anwendungen. fügbarkeit der Quellen bedeutet jedoch nicht,
Netzteil ersetzen lassen. Als Vorsichtsmaßnah-

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dass es einfach wäre, daraus eine neue Firm- Projekt Moto4Lin [9] schaffen, doch sieht dieses stallieren kann, haben üblicherweise die Endung
ware zu bauen. Am einfachsten wäre es wohl Projekt mittlerweile ziemlich tot aus. .pkg. Nun erlaubt es die Standard-Firmware
mit dem SDK von Motorola möglich, doch das nicht, unsignierte Anwendungen zu installieren.
ist proprietär. Komplizierter wird es, wenn man Firmware-Fehler und Anwendungs-Mängel Eine gültige Signatur kann man aber wohl nur
einen Cross-Compiler aufsetzen will. Immerhin Verschiedene Firmware-Versionen hatten den mit dem (proprietären) Motorola-SDK erstellen,
sollte es theoretisch möglich sein, einen eigenen Berichten im Forum zufolge verschiedene Feh- was eine Hürde für freie Software-Entwickler dar-
Kernel und neue oder geänderte Anwendungen ler. So hatten manche Versionen eine schlech- stellt. Ferner gibt es von Haus aus keine Möglich-
in das Firmware-Image einzubauen. Vermutlich te Bild- und Videoqualität bei der Kamera. Die keit, andere Programme oder Skripte auszufüh-
sind einige der im Umlauf befindlichen Firmware- auf dem Motorola A1200 ursprüngliche Firmwa- ren. Man kann also keine Shell öffnen und sich
Modifikationen auf diese Weise entstanden. re, die 25p, hatte glücklicherweise nur ein Pro- auch nicht per SSH oder Telnet auf dem Gerät
blem: Die anfängliche Lautstärke beim Telefonie- einloggen. Die Kommandozeile bleibt zunächst
Die Firmware beruht auf Kernel 2.4.20 und kann ren war so niedrig eingestellt, dass man vom unerreichbar.
nicht ohne Portierung einiger Treiber auf Ker- Anrufer gar nichts hören konnte. Ein schnelles
nel 2.6 aktualisiert werden. Eine solche Portie- Hochschalten der Lautstärke mit der + -Taste „Ming öffne dich“
rung wird von einigen Entwicklern im OpenEZX- bei einem ankommenden Anruf war als Worka-
Projekt [7] und neuerdings auch mit OpenMoko round brauchbar. Im Setup des A1200 gibt es lei- In diesem Kapitel soll es darum gehen, wie man
betrieben, ist jedoch noch nicht brauchbar. der keine Möglichkeit, diese Einstellung zu beein- dem Ming zu Leibe rücken kann. Dazu muss zu-
flussen. Ein weiterer Workaround wäre in Form nächst einmal erläutert werden, welche Bedeu-
Die eingesetzte Oberfläche Qtopia war bis Sep- eines Programmes möglich, das man installiert. tung verschiedene Varianten der Hard- und Firm-
tember 2007 proprietär [8]. Einige Anwendun- Doch dazu müsste man es erst einmal installie- ware für das Ming haben. Dann wird der fehl-
gen, die standardmäßig mitgeliefert werden, sind ren können. geschlagene Versuch beschrieben, zusätzliche
es vermutlich weiterhin. Ganz sicher gilt dies für Software zur Original-Firmware zu installieren,
Opera und RealPlayer. Mit den vorinstallierten Anwendungen kann man bevor man zum Firmware-Update kommt.
auch nicht ganz zufrieden sein. Als Medienplayer
Die mitgelieferte Software zum Firmware-Update ist der Realplayer installiert, was ja akzeptabel Varianten
und zur Synchronisation läuft nur unter Windows, wäre, wenn man ihn nicht der Fähigkeit beraubt Vom A1200 gibt es mehrere Hardware-
was man als Frechheit empfinden kann. Da hätte, freie Formate wie Ogg abzuspielen. Als Varianten, die mit unterschiedlichen Firmware-
bedient sich der Hersteller auf ziemlich unver- absolutes Minimum muss daher ein neuer Me- Versionen ausgestattet sind. In diesem Artikel
schämte Weise der kostenlos verfügbaren Linux- dienplayer her. Doch wie installieren? wird das A1200R behandelt, andere Varianten
Software (einschließlich Busybox und vielem sind das originale A1200, A1200I für Lateiname-
mehr) und ignoriert sämtliche Linux-Desktop- Grundsätzlich können auf dem Motoming drei rika und A1200E, die jüngste Variante mit EDGE.
Anwender. Vielleicht ist es auch besser so, denn Arten von Anwendungen laufen: native Pro- Komplex wird die Sache dadurch, dass nicht je-
diese Software genügt in keinster Weise den gramme, die mit Qtopia erstellt wurden, Java- de Firmware auf jeder Hardware läuft, was seine
Qualitätsanforderungen, die man von freier Soft- Programme für die Java-ME-Umgebung und an- Ursache wohl zum Teil in unterschiedlichen Boot-
ware gewohnt sind. Eine freie Software will das dere native Programme einschließlich Skripten. loadern hat. Man sollte jedenfalls sehr genau den
Programme, die man auf dem Smartphone in- Anleitungen auf MotorolaFans.com folgen und

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auch beachten, dass ein Firmware-Update unter Firmware-Update
Umständen nicht rückgängig gemacht werden Am 2.5.2007 gab es eine neue Firmware 30p.
kann. Genaueres über die Hintergründe findet Erste Berichte über diese waren positiv, doch
man in den FAQs des MotorolaFans-Forums, hätte die Originalfirmware das Problem der
dort findet man auch alle Einzelheiten zu den Software-Installation noch nicht gelöst. Inter-
verfügbaren Firmware-Versionen. essant wurde es, als diverse Hacker Varianten
der Firmware erstellten. Es wurde sich hier für
Welche Firmware man besitzt, findet man her- die Installation des „Monsterpack“ von Misch-
aus, indem man die Nummer WWW008W wählt – ka entschieden. Dies sollte neben Überset-
hier steht W für eine Pause, die man übers Me- zungen in Französisch, Spanisch und Portu-
nü einfügen kann. Die erste Zeile gibt dabei die giesisch auch diverse Korrekturen sowie das
Firmware an, hier R532C2_G_11.31.25P, kurz Programm Superman enthalten. Diese Firmwa-
anhand der letzten Zeichen als 25p bezeichnet. re ist über das MotorolaFans-Forum als Datei
Diverse Tools, die von Open-Source-Entwicklern A1200r_R532C2_G_11.30.30P_OENT_XP.rar
erstellt wurden, funktionieren aber leider nur mit [10] zu bekommen.
der Vorgängerversion 24p.
Beim Flashen sollte man genauestens der An-
Fehlschlag mit Firmware p25 leitung auf MotorolaFans.com [11] folgen. Um
Theoretisch kann man die genannten Beschrän- die Firmware zu flashen, benötigt man einen
kungen auf folgende Weise umgehen. Man be- Windows-Rechner. Hierfür gibt es momentan kei-
nötigt dafür eine Flash-Karte. Auf dieser kann nen Workaround.
man vom PC aus die Programme LinLoader und
MPKG installieren, wobei durch passende Ein- Das A1200 mit Original-Firmware. Medien-Player
träge in einer (zum Glück textbasierten) Regis- Jetzt kann man tatsächlich Programme wie den
Eine Alternative zu LinLoader und MPKG stellt
trierung erreicht werden kann, dass das Sys- ZMPlayer installieren. ZMPlayer [12] ist eine Por-
Superman dar, ein Programm eines chine-
tem die Programme als Icons im Programmstar- tierung von MPlayer auf Mobilgeräte. Beim ers-
sischen Entwicklers, das zusätzlich Backup-
ter anzeigt und sie auch ausführen kann. Da- ten Test war aber Ernüchterung angesagt: Die-
Funktionen mitbringt.
bei dient LinLoader zum Ausführen von Skripten, ses Programm ist ganz offenbar nicht für die
was üblicherweise zur Installation weiterer Pro- In der Firmware 25p ließ sich keines dieser Pro- Touchscreen-Bedienung, sondern für Handys mit
gramme genutzt wird. So ist es auch Vorausset- gramme installieren, egal welche Variante man Tastatur ausgelegt. Die Features ließen eben-
zung für MPKG. MPKG hingegen ist ein modi- probierte. Vereinzelt gab es Erfolgsmeldungen so zu wünschen übrig wie die Bedienung und
fiziertes Paket-Installationsprogramm, das auch von Anwendern der 25p-Firmware, doch über- die Stabilität, und zudem hatte es zwei weite-
unsignierte Pakete akzeptiert. Für solche Pakete wiegend schienen diese Programme für andere re ernsthafte Probleme. Erstens schien es Ener-
wurde die Endung .mpkg gewählt, damit sie beim Firmware-Ausgaben (einschließlich der 24p) ge- giesparfunktionen zu deaktivieren oder zu behin-
Anklicken nicht vom ursprünglichen Installer ge- schrieben zu sein. dern, was innerhalb einer halben Stunde den Ak-
öffnet werden. ku leersaugte, und zweitens gab es Tonausset-

© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 25


M ULTIMEDIA
zer, wenn man ein anderes Programm in den xiblen Playlist-Funktionen (zufällige Reihenfolge [10] http://rapidshare.com/files/28648669/
Vordergrund zu holen versuchte. beispielsweise) und gutem Sound. A1200r_R532C2_G_11.30.30P_OENT_XP.rar
[11] http://www.motorolafans.com/forums/
Als Zweites kann man den MPDPlayer [13] pro- Im zweiten Teil dieses Artikels nächsten Monat showthread.php?t=8128
bieren. Dieser integriert sich besser ins System wird der USB-Anschluss und die Einrichtung der [12] http://www.motorolafans.com/forums/
als ZMPlayer, hat aber auch weniger Features. Shell erklärt. showthread.php?t=8635
Immerhin spielt er OGG-Dateien ohne Aussetzer [13] http://www.motorolafans.com/forums/
und mit geringem Energieverbrauch ab.
L INKS
viewtopic.php?t=14022
[1] http://www.openmoko.org/
[14] http://www.motorolafans.com/forums/
Doch noch wesentlich besser ist eXMMS Player [2] http://code.google.com/android/
showthread.php?t=12429
[14], eine erstaunlich originalgetreue Portierung [3] http://www.yesasia.com/
[15] http://www.expansys.com/f.aspx?m=565&
von XMMS. Dieser Player ist sehr gut an die [4] http://qtopia.net/
i=131529
Gegebenheiten des A1200 angepasst und lässt [5] http://www.sandisk.com/Compatibility/
[16] http://moto4lin.sourceforge.net/wiki/FlashingEZX
sich hervorragend über den Touchscreen bedie- Device(8085)-Motorola-A1200.aspx
[17] http://developer.motorola.com/products/
nen – mit den Fingern wird es allerdings schwie- [6] http://www.motorolafans.com/forums/
handsets/motominga1200/
rig, man sollte besser den Stylus verwenden. [7] http://www.openezx.org/
[18] https://opensource.motorola.com/sf/sfmain/do/
Das Programm, das erst in Version 0.1 vorliegt, [8] http://www.pro-linux.de/news/2007/11741.html
viewProject/projects.a1200
bringt etliche Skins mit und überzeugt mit fle- [9] http://moto4lin.sourceforge.net/

YouTube-Videos in Totem abspielen von Christoph Langner

Mit dem Erscheinen von GNOME 2.22 [1] wur- werden. Anschließend kann man in Totem un-
de dem Multimediaplayer Totem die Möglichkeit ter „Bearbeiten » Plugins » Youtube Plugin“ das
gegeben, direkt Videos von YouTube [2] wieder- Plugin aktivieren.
zugeben. Dazu muss kein Flashplayer installiert
werden, der normalerweise für die Darstellung
L INKS
der Flash-Videos notwendig ist. So kann man oh- [1] http://library.gnome.org/misc/release-notes/2.22/
ne Werbung und mit einer komfortablen Such- [2] http://www.youtube.com/
funktion YouTube-Videos betrachten.

Für die Benutzung muss neben GNOME 2.22


und Totem das Paket python-gdata installiert
Totem spielt nun auch Videos von Youtube.

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S PASS
Tux-Bastelstunde von Dominik Wagenführ

etzten Monat war Ostern und zu die- 1. Zunächst fügt man den Kopf zusammen (La- 7. Als Nächstes bestreicht man die Laschen 58-

L ser Zeit bastelt man gerne: Eier be-


malen, Osternester erstellen oder Os-
terflaschen basteln [1]. Für den Linux-User
schen 1-13). Am besten klebt man zuerst die
Nase (Laschen 1-2) und dann den Rest zu-
sammen.
64 des Kopfes mit Kleber und setzt diesen auf
den Rumpf. Die Laschen werden wieder auf
der Innenseite des Rumpfes durch das Loch
von Welt ist dies natürlich nichts, denn da im Rücken festgedrückt.
2. Dann wird der Rumpf geformt (Laschen 15-
zählt nicht der Osterhase, sondern maximal
29). Die Hinterseite des Tux bleibt dabei of- 8. Zum Schluss kann man die restlichen La-
ein Osterpinguin. Aus diesem Grund basteln
fen. Rechts und links sollten durch die Faltung schen 65-71 zukleben. Ein Zahnstocher hilft
wir diesen Monat einen solchen.
zwei dreieckige Löcher für die Flügel bleiben. beim Druck ausüben.

3-D-Tux 3. Man bastelt die zwei Flügel (Laschen 30-32 9. Der Tux sollte immer außerhalb von Wärme
und 33-35). gehalten werden, da er die kalten antarkti-
Der 3-D-Tux ist schon relativ alt. So alt, dass schen Tage gewohnt ist. ;)
es nicht einmal mehr möglich war, die Original- 4. Die Laschen 36-43 der Flügel werden mit
quelle zu finden. Es gibt Versionen als JPG-Bild Kleber bestrichen und durch die Löcher im
Rumpf gesteckt. Auf der Innenseite drückt Wenn man dies geschafft hat, kann man die
[2] [3], welche angeblich von www.pricoinsa.es
man diese dann fest. weißen Faltungen und Punkte noch mit einem
bzw. www.linux-en-touraine.org stammen. Hier
schwarzen Filzstift übermalen, und das Ergebnis
fehlt aber die Bastelanleitung, die Qualität der 5. Die Füße werden gerollt und an den Laschen
sieht man in untenstehender Abbildung. Eine be-
Bilder ist nicht sehr gut und vor allem wur- 44 und 45 geklebt. Die Seite mit den vielen
bilderte Version gibt es auch in diesem Forum [5]
de Werbung auf den armen Tux gedruckt. Bes- Laschen (46-50 und 51-55) werden durch die
(Achtung, diesmal auf Französisch!).
ser ist da die PDF-Version [4] (Achtung, spani- Löcher in den Füßen gesteckt, mit Kleber be-
scher Link!), die auf www.premiumink.com und strichen und umgeknickt. Man sollte darauf
www.thepapershaper.com zurückgeht. Die ers- achten, dass die Klebestelle von Lasche 44
te Website ist aber nicht erreichbar, die zweite und 45 nach hinten zeigt. Danach klebt man
wurde anscheinend (vor langer, langer Zeit) ge- die Unterseite der Füße auf die Oberseite, so
crackt. Immerhin hat der spanische Blogger das dass die Laschen verschwinden (ggf. zurecht-
PDF gerettet. schneiden).

Nach dem Ausdrucken des PDFs hat man auf 6. Lasche 56 und 57 rollt man nun, steckt sie
Seite 1 die Tux-Einzelteile und auf Seite 2 die durch die Löcher des Rumpfes, streicht innen
Bastelanleitung in Englisch. Die Instruktionen Kleber darauf und drückt die Laschen fest.
sind teilweise etwas unklar, daher gibt es hier ei- Man sollte darauf achten, dass die Füße nach
ne kleine Übersetzung. Sinnvoll ist es, nur eine vorne zeigen. Wenn man alles richtig gemacht
oder zwei Laschen auf einmal mit Kleber zu be- hat, kann man die Füße nach vorne einkni-
streichen und festzukleben. cken. 3-D-Tux aus Papier.
© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 27
S PASS
Den 3-D-Tux kann man im übrigen auch als Maxi- komplizierter, sieht dafür aber auch super aus. [4] http://www.techno.mayix.net/2006/07/09/
Version erstellen, wie „Jonesky“ auf seiner Seite Und Kinder düften mit dieser etwas einfacheren paper-tux/
[6] zeigt. Version [11] nicht zu kurz kommen. [5] http://forum.hardware.fr/hfr/OSAlternatifs/
Divers-2/mascotte-papier-sujet_29666_1.htm
Origami-Tux Und nun viel Spaß beim Basteln! :) Ach, wer [6] http://www.23hq.com/Jonesky/photo/315407
einen Osterpinguin haben will, kann ja noch zwei [7] http://www.siskiyous.edu/NCTA/origami/penguin/
Dies ist kein Tux im wirklichen Sinne, sondern lange Papierohren an den Pinguinkopf kleben. [8] http://www.expertvillage.com/video/5945_easy-
ein normaler Pinguin, aber dennoch lustig an-
origami-penguin.htm
zuschauen. Eine Origami-Anleitung gibt es von L INKS
[9] http://www.laurenstringer.com/diagrams/
Frantisek Grebenicek [7] und – da wir uns ja im [1] http://www.kikisweb.de/ostern/basteln/
penguin.html
Zeitalter des Web 2.0 befinden – natürlich auch osterflasche.htm
[10] http://ori-l.mvg-ori.nl/models/bookmark/
als Video von Michael Webb [8]. [2] http://www.gdruckman.com/2007/12/22/diy-
ppenguin.pdf
paper-tux/
Es gibt dazu noch eine zweite Version von Mar- [11] http://www.activityvillage.co.uk/origami_
[3] http://www.tuxhuellas.com/2006/12/04/origami-
garet Van Sicklen [9], deren Pinguin auch stehen penguin.htm
de-tux/
kann. Die Version von Valerie Vann [10] ist etwas

„Wait For Me“ © by Randall Munroe (CC-BY-NC-2.5), http://xkcd.com/57


© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 28
I NTERNET
Firefox-Erweiterungen sichern mit CLEO von Dominik Wagenführ

ie Abkürzung CLEO steht für Com- eingeben hat, anschauen. (Im Test bemängelte

D pact Library Extension Organizer.


Das kleine Hilfsmittel ermöglicht ei-
ne einfache Sicherung und Wiedereinspie-
das Programm aber die fehlende CLEO.cif, ob-
wohl sie vorhanden war.)

lung gesicherter Firefox-Erweiterungen. Der Jetzt kann man das erstellte XPI-Paket auf einen
Artikel enstand auf Basis von „Package all anderen Rechner transportieren und dort wie ge-
your Firefox extensions for quick installs with wohnt per Doppelklick installieren. CLEO und
CLEO“ [1]. FEBE sind hierfür nicht notwendig.

L INKS
Installation [1] http://www.linux.com/feature/125268
Es kommt vor, dass man von einem PC zu einem Die CLEO-Optionen. [2] http://customsoftwareconsult.com/extensions/
anderen umzieht und alle Firefox-Erweiterungen cleo/cleo.html
gerne mitnehmen würde. Hier hilft CLEO [2]. Die Benutzung [3] https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/
Firefox-Erweiterung für die Browser-Versionen Über „Extras » FEBE » CLEO » Create cleopack “ 2942
2.0 bis 3.0b kann man einfach von der Mozilla- kann man die Firefox-Erweiterungen, die im XPI- [4] https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/
Seite [3] herunterladen. Bevor das Programm Format vorliegen müssen, sichern. Man hat al- 2109
funktioniert, muss man noch FEBE (Firefox Envi- so entweder bereits die Erweiterungen von der
ronment Backup Extension) [4] installieren. Nach Mozilla-Seite heruntergeladen oder exportiert die
einem Neustart des Browsers findet man das aktuell installierten Erweiterungen über „Extras
Programmm unter „Extras » FEBE » CLEO“. » FEBE » Sicherung erstellen“. Gegebenenfalls
muss man noch einen Ordner angeben, an dem
Optionen die XPI-Dateien gespeichert werden. Wenn man
Die Optionen findet man unter „Extras » FEBE dann CLEO aufruft, kann man über den Knopf
» CLEO » CLEO Optionen“. Man kann dort ein- „Einträge auswählen“ die XPI-Dateien hinzufü-
stellen, was bei der Erstellung eines Sicherungs- gen, die gepackt werden sollen. Ganz oben gibt
paketes mit gleichem Namen passiert. So lassen man einen Paketnamen ein und klickt unten bei
sich zum Beispiel neue Erweiterungen leicht zu „Cleopack description“ auf „automatisch erzeu-
einem bestehenden Paket hinzufügen („Hinzufü- gen“. Mit einem Klick auf „Create cleopack “ wird
gen“) oder das alte Paket komplett überschreiben eine Datei PAKETNAME.xpi im angegeben Ord-
(„Überschreiben“). Im Reiter „Ordner “ kann man ner gespeichert. Über den Menüpunkt „Extras »
einstellen, in welchem Verzeichnis die Pakete ge- FEBE » CLEO » View cleopack info“ kann man
sich die Informationen zum Paket, die man zuvor „Fans“ © by Randall Munroe (CC-BY-NC-2.5),
speichert werden sollen.
http://xkcd.com/131
© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 29
S OFTWARE
Fun mit Phun von Dominik Wagenführ

hun [1] ist eine 2-D-Physik- $ LD_LIBRARY_PATH=. ./phun Man kann Phun nun per Eingabe von phun von

P Simulation, die von Emil Ernerfeld


als Master-Arbeit an der Umeå-
Universität in Schweden geschrieben wurde.
zu starten. Neben einer hardwarebeschleunig-
ten Grafikkarte wird auch die libsdl verlangt, ehe
überall starten.

Bedienung
Das Programm kann zum einen zur reinen das Programm startet. Ohne Hardwarebeschleu-
nigung läuft es zwar auch, aber vor allem bei Es soll hier keine komplette Übersicht gegeben
Spielerei benutzt, aber auch im Unterricht
komplexen Szenen, die Wasser enthalten, wird werden, sondern nur eine kleine Einführung in
eingesetzt werden, um verschiedene physi-
das Ganze sehr langsam. Prinzipiell ist Phun die einzelnen Werkzeuge und Optionen. Eine ge-
kalische Prozesse aus der Mechanik spiele-
aber recht speicher- und CPU-hungrig, so dass naue Erklärung findet man auf der Webseite [3]
risch darzustellen. Das Programm ist (noch)
man auf einem schwachen PC wenig Freude ha- und es gibt einige Tutorials [4]. Vor allem das Bei-
Closed-Source, kann aber frei für den nicht-
ben wird. Etwas Abhilfe kann das Abschalten der spielvideo auf YouTube [5] zeigt sehr gut, was
kommerziellen Einsatz verwendet werden.
Wolken in den Optionen (siehe unten) bringen. Phun alles kann.

Installation und Start Möchte man Phun für alle Benutzer installieren,
Die Beta-Version von Phun kann von der Down- kann man den Ordner Phun mit Root-Rechten
loadseite [2] als vorkompilierte Binärdatei sowohl nach /opt verschieben:
für 32- als auch 64-bit-Rechner heruntergeladen
werden. Nach dem Entpacken des Archivs muss # cp -r Phun /opt/
man nur die Datei phun im Ordner Phun ausfüh-
Danach muss man mit Root-Rechten ein kleines
ren. Sollte das Programm nicht starten, ruft man
Startskript /usr/local/bin/phun in einem Edi-
es am besten im Terminal auf:
tor anlegen
$ cd Phun
$ ./phun #!/bin/bash
cd /opt/Phun
Sieht man eine Fehlermeldung der Art LD_LIBRARY_PATH=. ./phun

./phun: error while loading shared und dieses nach dem Speichern noch ausführbar Die Startszene von Phun: Ein Flipper.
libraries: libGLEW.so.1.5: cannot machen:
Menü
open shared object file: No such file
# chmod +x /usr/local/bin/phun Im Menü „File...“ kann man einzelne Szenen
or directory
laden, speichern, importieren oder die aktuelle
sollte man versuchen, Phun per Szene löschen. Gespeicherte Szenen liegen im

© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 30


S OFTWARE
Ordner Scenes als phn-Datei und können auch ã „Friction“ – Reibung zwischen 0.0 und 2.0 nur die Eigenschaften „Friction“ und „Bounci-
direkt mit einem Texteditor bearbeitet werden. ã „Bounciness“ – Abprallstärke zwischen 0.0 ness“.
und 1.0 ã „Circle“ – Erstellt einen Kreis, wobei man zu-
Navigation
In einer Szene selbst kann man mit dem Mausrad ã „Density (weight)“ – Dichte (Gewicht) zwi- erst den Mittelpunkt angibt und dann bei fest-
zoomen und mit der rechten Maustaste den Hin- schen 0.0001 und 100.0 gehaltener linker Maustaste die Größe (Radi-
tergrund fixieren und umherschieben. Alternativ us) des Kreises bestimmt.
ã „Collides with stuff “ – legt fest, ob das Objekt
kann man auch rechts auf den Hintergrund kli- mit der Umgebung interagiert ã „Box“ – Erstellt ein Rechteck. Hält man Shift
cken und über das aufspringende Menü die Sze- gedrückt, entsteht ein Quadrat. Box-Objekte
ã „Liquefy selected“ – ausgewählte Objekte in
ne verschieben und in sie zoomen. Zusätzlich können per „Transform into circle“ in einen
Wasser transformieren
gibt es links oben unter den Optionen noch die Kreis umgewandelt werden.
Möglichkeit, den Zoom per Schieberegler einzu- ã „Add center hinge“ – ein Gelenk an den Mit-
stellen. telpunkt setzen (soweit möglich) ã „Chain“ – Hiermit erstellt man eine Kette zwi-
schen zwei Objekten oder dem Hintergrund
Objekte wählt man aus, indem man sie anklickt und einem Objekt, die aus mehreren Kreisen
oder mit dem Brush-Werkzeug einkreist. Ausge- und Klemmen besteht. Die Kette wird auto-
wählte Objekte blinken und lassen sich gemein- matisch mit einer Klemme an einem Objekt
sam verschieben oder drehen. Das Verschieben fixiert, falls möglich. Man kann separat die
eines ausgewählten Objektes geschieht über die Eigenschaften der Kreise und der Klemmen
linke Maustaste, die man festhalten muss. Eine Die Optionen von Phun. einstellen. Zusätzlich gibt es noch die Option
Rotation erhält man über die festgehaltene rech- „Dissolve chain“, mit der man die Verbindung
te Maustaste. Hält man Strg gedrückt und ver- Die einzelnen Werkzeuge sind im Einzelnen: auflöst.
schiebt ein Objekt, kopiert man es.
ã „Brush“ – Dies zeichnet Freihand-Polygone. ã „Spring“ – Erstellt eine Feder zwischen zwei
Ein Objekt löscht man, in dem man es mar- Hält man die Taste Shift fest, zeichnet man Objekten. Zieht man die Objekte danach aus-
kiert und Entf drückt oder einen Strich mit dem gerade Linien. Zusätzlich kann man hierüber einander oder drückt sie zusammen, dehnt
Brush- oder Drag-Werkzeug darüber zeichnet. Objekte markieren und löschen (siehe oben). sich die Feder oder wird gespannt. Über die
Brush-Objekte können per „Transform into Optionen „Spring strength“ und „Spring dam-
Hat man eine Szene erstellt, kann man über den circle“ in einen Kreis umgewandelt werden. ping“ kann man die Stärke der Feder zwi-
großen, grünen Abspielknopf die Animation star- schen 0.001 und 1.0 und die Dämpfung zwi-
ã „Drag“ – Hierüber kann man alle nicht fixier-
ten und danach wieder pausieren. schen 0.0 und 2.0 einstellen.
ten Objekte während der Animation bewegen.
Werkzeuge Während der Aufbauphase kann man nur fi- ã „Fixate“ – Fixiert ein Objekt mit einer Klemme.
Über den Rechtsklick auf ein Objekt erhält man je xierte Objekte damit bewegen. Es wird grundsätzlich das Objekt mit dem da-
nach Objekttyp ein neues Menü mit zusätzlichen ã „Plane“ – Zeichnet eine Ebene, wobei hinterliegenden fixiert. Liegt kein Objekt da-
Eigenschaften. Bei fast allen kann man Folgen- der Richtungspfeil (Normalenvektor) mit der hinter, wird es am Hintergrund fixiert. Die Grö-
des unter „Geometry settings...“ einstellen: Maus vorgegeben wird. Eine Ebene besitzt ße der Klemme ist abhängig vom Zoomfaktor.

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S OFTWARE
ã „Hinge“ – Gelenke fixieren ein oder zwei Ob- Beispiel – Auto
jekte, machen sie aber zusätzlich beweg-
Als simples Beispiel soll ein Auto gebastelt wer-
lich/drehbar in diesem Punkt. Jedes Gelenk
den.
kann mit einem „Motor “ versehen werden,
der automatisch arbeitet oder manuell durch 1. Hierfür fügt man zuerst eine Ebene („Plane“)
die Cursortasten bedient werden kann. Zu- hinzu, deren Pfeil nach oben zeigt.
sätzlich lässt sich die Drehrichtung („Rever- 2. Danach wählt man das „Brush“-Werkzeug
sed“), die Geschwindigkeit („Motor speed“) und zeichnet die Karosserie schwebend über
zwischen 0 und 2400 UpM und die Motorstär- den Boden. Wichtig ist, dass die Animation
ke („Motor strength“) zwischen 0 und unend- dabei nicht läuft.
lich („+inf “) einstellen
3. Jetzt aktiviert man die Option „Draw inside
Das Phun-Auto.
Optionen Objects“, zeichnet ein erstes Rad („Circle“),
Im Optionsfenster gibt es relativ wenig Einstell- deaktiviert „Draw inside Opjects“ wieder, mar- Probleme
möglichkeiten: kiert dass eben erstellt Rad, hält Strg fest
und zieht eine Kopie an die andere Seite des Phun ist noch in der Beta-Phase, was man an
ã „Gravity “ – schaltet die Gravition an/aus Autos. einigen Stellen merkt. Bei Problemen empfiehlt
es sich, das Phun-Forum [6] aufzusuchen. Einer
ã „Air Friction“ – Luftwiderstand an/ausschalten 4. Danach wählt man beide Kreise aus ( Strg
der größten Bugs ist, dass das Programm nicht-
ã „Left mouse click opens popup“ – linke beim Anklicken festhalten), und fügt über „Add
deterministisch ist. Das bedeutet, startet man
Maustaste = rechte Maustaste center hinge“ ein Gelenk hinzu. Wichig ist,
eine Szene mehrmals, sieht das Ergebnis ver-
dass das Gelenk auch über der Karosserie
ã „Draw inside objects“ – innerhalb von Objek- schieden aus, was in manchen Fällen sehr är-
liegt.
ten zeichnen gerlich ist.
5. Dann wählt man die beiden Gelenke aus und
ã „Speed“ – Geschwindigkeit der Simulation wählt „Motor “ in den Optionen. Dennoch macht Phun sehr viel Spaß und man
einstellen kann damit locker einige Stunden „Physik ler-
6. Zum Schluss spielt man die Animation ab und
ã „Enable shaders“ – Schattierungen freut sich über das Gefährt. ;) nen“. ;)
de/aktivieren (falls von der Grafikkarte un-
terstützt) Man kann in diesem Beispiel schön mit der Rei- L INKS
bung der Ebene (z.B. Glatteis mit geringer Rei- [1] http://www.phun.at/
ã „Simple water rendering“ – Wasser verein- bung), dem Gewicht des Wagens oder der Leis- [2] http://phun.cs.umu.se/wiki/Download
facht/komplett darstellen tung der Motoren experimentieren. [3] http://phun.cs.umu.se/wiki/Tutorial
ã „Draw Hinges/Fixes when running“ – bei [4] http://phun.cs.umu.se/forum/viewforum.php?
der Animation Gelenke und Klemmen (Kleiner Hinweis: Bei der Abbildung wurde etwas id=14
ein/ausblenden geschummelt. Es ist nicht möglich, Löcher in ein [5] http://www.youtube.com/watch?
Objekt zu schneiden. Die Fenster sind einfach v=0H5g9VS0ENM
ã „Draw clouds“ – Wolken im Hintergrund
zwei neue Brush-Objekte, die die Farbe des Hin- [6] http://phun.cs.umu.se/forum
ein/ausblenden
tergrunds zugewiesen bekommen haben.)
© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 32
L INUX ALLGEMEIN
LinuxMint: elegant – aktuell – komfortabel? von Wolfgang Fogl

uf der Seite von Distrowatch gehört Bevor wir uns mit den vom LinuxMint-Team ent- Desktop von Ubuntu noch ein wenig benutzer-

A LinuxMint schon seit längerem zu den


Top-Ten der beliebtesten Distributio-
nen. Grund genug, sich einmal genauer damit
wickelten Features befassen, sollte kurz festge-
halten werden, wie es überhaupt zur Entstehung
dieser Distribution kam.
freundlicher zu machen.

mintassistant
zu befassen. Der erste Unterschied begrüßt einen schon beim
Kurz gesagt: Nachdem der Maintainer von ersten Login in das frisch installierte System.
Ursprung LinuxMint, Clement Lefebvre, sich nach eigener mintassistant fragt vom Benutzer sogleich zwei
Aussage eine gewisse Zeit dem virtuellen Sport Einstellungsmöglichkeiten ab:
Als erstes kann man sich natürlich fragen: „Wozu des „Distro-Hoppings“ hingab und diverse Tuto-
braucht die Welt denn noch ein Ubuntu-Derivat?“ rials und Reviews geschrieben hatte, bekam er
Diese Frage war zumindest in den Anfangsta- eine genaue Vorstellung davon, wie er selbst die 1. Soll der root-Account aktiviert werden?
gen von LinuxMint, das im August 2006 das ers- „perfekte“ Distribution gestalten würde. Gesagt – 2. Sollen die „fortunes“ beim Start des Terminals
te Release hatte, durchaus berechtigt. Hatte die- getan. Und so erblickte LinuxMint das Licht der erscheinen?
se Distribution doch außer einigen vorinstallier- Welt.
ten Codecs und einer anderen Zusammenstel-
lung der Standardprogramme gegenüber Ubuntu Installation
nichts Neues zu bieten. Dies sollte sich jedoch
mit den darauffolgenden Releases ändern. Es wurden schon unzählige Artikel und Tutorials
über Ubuntu und dessen Installation geschrie-
ben. Da Mint aufgrund der Ubuntu-Basis eben-
so als Live-CD daherkommt und denselben In-
staller (Ubiquity) verwendet, wird hier nicht näher
auf den Installationsprozess eingegangen. Die
Installation läuft genauso leicht und sicher ab wie
bei der Mutter-Distribution. Man kann im wahrs- Der Einstellungsassistent von LinuxMint.
ten Sinne des Wortes sagen: „Dasselbe in Grün!“
Ersteres ist wohl für erfahrenere User inter-
essant, die den verantwortungsbewussten Um-
Unterschiede zu Ubuntu
gang mit root beherrschen, kurz, die wissen, was
Wo liegen denn also nun die Unterschiede zwi- sie damit tun können und besser lassen sollen,
schen Mint und Ubuntu? LinuxMint stellt einige um nicht jedesmal ein sudo vor jedem Komman-
selbstentwickelte Werkzeuge zur Verfügung, um do eintippen zu müssen. Die zweite Frage betrifft
Der Standarddesktop von LinuxMint. den ohnehin schon sehr leicht zu bedienenden zwar eine nette Spielerei, ist jedoch völlig irrele-
vant.

© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 33


L INUX ALLGEMEIN
Desktop die Frage erlaubt sein: „Wofür brauche ich diese langweilig und bieder verschrieenen GNOME-
Der Desktop ist elegant und aufgeräumt ge- Suchfunktion überhaupt?“ Kenne ich doch den Desktop.
staltet. Der nächste Unterschied zum Ubuntu- Namen eines Programms, brauche ich ihn doch
Standard-Desktop wird ersichtlich: Bei Mint nicht erst in der Menü-Suche eingeben, um ihn mintInstall
kommt der GNOME-Desktop mit nur einem Pa- anschließend anklicken zu können, sondern star- Mit dem Werkzeug mintInstall kann man Soft-
nel aus – damit kann man fürs Erste durchaus le- te es einfach über Alt+F2. Nun gut, dieser Mei- ware über das Mint-eigene Software-Portal mit
ben (auch wenn der Panel-Hintergrund in meinen nung bin ich auch, da sich Mint jedoch Benutzer- wenigen Mausklicks installieren. Dies ist insofern
Augen ein künstlerischer Fehlgriff ist). Im Ver- freundlichkeit auf die Fahnen geschrieben hat, interessant, da man Software, die (aus verschie-
gleich zum braun gehaltenen Ubuntu-Desktop kann man dies als Hilfe für Ein- und Umsteiger densten Gründen) nicht in den Repositorien zu
erscheint der grün-blau-schwarze Desktop um durchgehen lassen. finden ist, wie z. B. Skype oder Opera, bequem
einiges eleganter und frischer, aber – um eine und schnell herunterladen und installieren kann.
ausgelutschte Floskel zu verwenden – über Ge- Eine brauchbare Funktion hingegen ist die Abla- Das Software-Portal findet man im Netz unter
schmack sollte man und lässt sich nicht strei- ge bestimmter Programme in den Favoriten des [1] oder man steigt im Menü über „System »
ten . . . Menüs. So kommt man schneller an die oft ver- mintInstall » Zum Software-Portal gehen“ ein.
wendeten Programme heran!

Negativ fällt auf, dass das Menü beim ersten


Start, insbesondere auf älteren Rechnern, eine
sehr bzw. zu lange Ladezeit hat. Dies gilt im
Übrigen für die gesamte Geschwindigkeit des
GNOME-Desktops, verglichen mit beispielswei-
se dem Desktop eines reinen Debian-Systems.
Doch damit haben alle Distributionen, die auf Die Paketverwaltung.
dem sehr trägen Unterbau von Ubuntu basie-
ren, zu kämpfen – dies ist eben der Preis, mintUpdate
den man bezahlt, wenn das System schon in Da der Ubuntu-Updatemanager in der Vergan-
der Grundausstattung möglichst viel Hardware- genheit diverse Sicherheitslücken aufwies, wur-
Unterstützung für möglichst viele Rechnertypen de er kurzerhand durch das Tool mintUpdate er-
Das Menü. bereitstellen will und aus diesem Grund ein Patch setzt. Je nachdem, als wie sicher ein Update ein-
nach dem anderen eingespielt wird. Nichtsdesto- gestuft wird, markiert mintUpdate dieses in Stu-
mintMenu
trotz könnten die Entwickler an einigen Ecken fen von 1 bis 5. Standardmäßig werden nur die
Weiter geht’s mit dem Menü, von dem schon oft-
und Enden ein klein wenig tunen. Stufen 1 bis 3 angezeigt; die Sicherheitsstufen
mals die Rede war. Das komplett neu in Python
4 und 5 können jedoch leicht über das Einstel-
geschriebene mintMenu ähnelt dem Menü von
Doch zurück zum eigentlichen Thema: Insge- lungsmenü angezeigt bzw. mitinstalliert werden.
SLED und Windows Vista sehr stark; über die
samt ist das Menü sehr gelungen und in je- Durch dieses Tool sollen unerfahrene User da-
eingebaute Suchfunktion lassen sich alle Pro-
dem Fall eine Bereicherung für den oftmals als vor bewahrt werden, das System durch „blindes“
gramme sehr leicht auffinden. Allerdings muss

© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 34


L INUX ALLGEMEIN
Updaten zu gefährden. Über dieses Feature ge- Dateien ins Netz hochzuladen, um diese für tentierte oder anderweitig geschützte Bestand-
hen die Meinungen von Geeks und Möchtegern- Freunde und Bekannte zugänglich zu machen. teile enthält), und die beiden von der Community
Geeks weit auseinander – lassen wir es einfach Es geht sehr einfach und ist vor allem für Leute entwickelten „KDE und XFCE Community Editi-
als ein „Präventiv“-Werkzeug für Einsteiger ste- interessant, die keinen eigenen Webspace besit- ons“.
hen . . . zen und sich nicht bei irgendeinem Anbieter re-
gistrieren wollen. Nach dem Hochladen der Da-
tei(en) erhält man einen Link zu diesen, den man
anschließend per E-Mail verschicken kann. Die
Einschränkungen für diesen kostenlosen Dienst
sind:

ã Die Uploads dürfen maximal 10 MB groß sein.


ã Die Uploads werden nach zwei Tagen auto-
matisch gelöscht, um den Speicher wieder
frei für andere User zu machen. Einstellungsdialog anstelle Konfigurationseditor.

Fazit und Kritik


Alles in allem ist LinuxMint tatsächlich eine be-
nutzerfreundliche Distribution. Der Slogan „from
Die Aktualisierungsverwaltung. freedom came elegance“ trifft auf das sehr an-
mintDesktop sprechende und gut durchdachte Design auf je-
Mit mintDesktop kann man einige Einstellungen den Fall zu. Bleibt zu hoffen, dass dieser kla-
vornehmen, welche sich sonst nur umständlich re und elegante Stil auch in den folgenden Re-
über den Konfigurationseditor vornehmen las- leases (die nächste wird LinuxMint 5.0 „Elyssa“
sen. Zum Beispiel ist es nach einem Upgrade sein) beibehalten wird und es nicht zu einem, in
von OpenOffice.org damit leicht zu bewerkstelli- meinen Augen, vollkommen verkorksten Erschei-
gen, den Mint-Splash-Screen dieser Anwendung nungsbild kommt, wie es die aktuell favorisierten
wiederherzustellen. Dieses Tool ist besonders für Werkzeug zum Hochladen für Dateien. Vorschläge für das neue Design für Ubuntu 8.04
den Desktop der XFCE Community Edition, der „Hardy Heron“ befürchten lassen. Aber auch das
für Einsteiger etwas schwieriger zu konfigurieren Editionen wäre nun wieder eher etwas für einen Artikel mit
ist, eine wertvolle Hilfe. dem Titel: „Über die Sinnlosigkeit eines Streits
Neben der Main-Edition mit dem GNOME-
über den Geschmack!“
Desktop gibt es noch eine GNOME-Light-Edition
mintUpload (für Verfechter von Freier Software und User, die
Das letze Tool ist mintUpload. Dieses Werkzeug Leider ist die Main Edition aufgrund ihrer Trägheit
in Ländern leben, in denen das Anbieten proprie- für ältere und schwächere Rechner absolut un-
erlaubt es dem User, durch wenige Mausklicks tärer Software untersagt ist, da diese keine pa-

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I NTERVIEW
geeignet, und Besitzer solcher Hardware sollten Warten wir’s ab, womit uns Clem und sein Team Hilfe und weitere Informationen findet man auf
auf die XFCE Community Edition zurückgreifen. noch überraschen werden. der Homepage [2], im offiziellen LinuxMint-
Forum [3] und im deutschsprachigen LinuxMint-
Weiterer Kritikpunkt ist, dass bei Mint schein- All das zusammenfassend behaupte ich, dass Portal [4]. Des Weiteren stehen die bei-
bar wahllos und meines Erachtens oft auch oh- es momentan keine einsteigerfreundlichere Dis- den IRC-Channel #linuxmint.com und
ne Grund GTK- und Qt-basierte Programme trotz tribution in der Linux-Welt gibt, da der Einsteiger #linuxmintusers.de auf irc.spotchat.org zur
guter Alternativen durcheinander gemischt wer- ein vollständig (auch mit allen Codecs) ausgerüs- Verfügung.
den, beispielsweise Amarok statt Exaile, K3b tetes System vorfindet und ihm die Mint-eigenen
statt Brasero; dies trägt ebensowenig zu einem Tools die ersten Schritte deutlich erleichtern. Ob L INKS
flüssigen Desktop bei, wie allgemein der momen- stärker interessierte User LinuxMint jedoch dau- [1] http://www.linuxmint.com/software
tane Fokus der meisten Distributionen auf (über- erhaft oder überhaupt nutzen werden, wage ich [2] http://www.linuxmint.com/
flüssige) Effekte wie Compiz, anstatt dass man zu bezweifeln, da einem doch durch viele GUIs [3] http://www.linuxmint.com/forum/
mehr Augenmerk auf essentielle Dinge wie einen der Weg ins System verborgen bleibt. [4] http://www.linuxmintusers.de/
brauchbaren Network-Manager legt.
Anyway, ich ziehe den Hut und verbeuge mich
Erfreulich hingegen ist die (noch als Spielerei be- tief vor den Machern von LinuxMint für diese erst-
trachtete) Erwägung, irgendwann einmal Debian klassige Distribution! Macht weiter so!
Testing als Basis für LinuxMint zu verwenden.

Interview: Tobias König über die Entwicklung von Akonadi von Emanuel Goscinski

obias König [1] ist Informatikstudent kubuntu-de.org: Du bist ja sehr stark in die

T und einer der Hauptentwickler von


Akonadi [2], eine der innovativen Tech-
nologien, die es noch nicht in die erste Ver-
KDE-Entwicklung eingebunden. Was machst
du, wenn du dich gerade nicht mit KDE be-
schäftigst?
sion von KDE 4 [3] geschafft haben. Akona- Tobias König: Wenn ich nicht gerade an KDE
di soll eine plattformunabhängige, innovati- entwickle, studiere ich Allgemeine Informatik an
ve Speicherlösung für persönliche Daten wer- der HTW Dresden. Nebenbei arbeite ich als frei-
den. Im Interview mit kubuntu-de.org [4] er- er Mitarbeiter für die credativ GmbH.
zählt Tobias König über seine Einbindung in
die Entwicklung der KDE-Desktopumgebung kubuntu-de.org: Wer ist die credativ GmbH
[5] und die Entwicklung und Funktionen von und was machen sie?
Akonadi. Tobias König: Die credativ GmbH bietet Dienst-
Tobias König auf den Chemnitzer-Linux-Tagen leistungen rund um Freie Software an. Ein Groß-
2008 mit Konqui auf der Schulter. teil der Mitarbeiter kommt auch aus dem Open-

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I NTERVIEW
Source-Umfeld, so zum Beispiel dem Debian- der Daten für das restliche System (z. B. dem Es ist nun auch möglich, die PIM-Daten besser in
Projekt [6] oder von Postgres [7]. Aber auch ein Adressbuch oder dem Kalender), indem es al- andere KDE-Programme zu integrieren. Neben
paar KDE-ler arbeiten da. :) le Daten über eine einheitliche Schnittstelle an- dem Namen des Eigentümers einer Datei könnte
bietet. Das bringt einige Verbesserungen gegen- z. B. auch sein Bild im Dateiberechtigungsdialog
kubuntu-de.org: Könnte man also sagen, du über KDE 3: 1. Die PIM-Daten müssen nur ein- angezeigt werden. Da die Komponenten, welche
hast dein Hobby zum Beruf gemacht? mal im Speicher gehalten werden. 2. Man hat die Daten zwischen dem Akonadi-Server und der
Tobias König: Ja, sozusagen. :) Hauptsächlich eine zentrale Instanz, welche jede Veränderung Datenquelle (z. B. Groupware-Server) transpor-
bin ich aber noch Student für die nächsten zwei- der Daten mitbekommt und somit andere Kom- tieren, in separate Prozesse ausgelagert sind,
einhalb Jahre. ponenten über diese Veränderungen informieren führt eine schlecht programmierte Komponente
kann. 3. Das ganze Akonadi-Framework verfolgt auch nicht gleich zum Absturz des gesamten
kubuntu-de.org: Also rund um die Uhr mit
einen asynchronen Kommunikationsansatz – ein Systems. Die abgestürzte Komponente wird ein-
Open-Source-Software beschäftigt. ;) Könn-
Blockieren der Benutzerschnittstelle beim Laden fach wieder neu gestartet und die Daten werden
test du uns erzählen, in welchen KDE-
oder Speichern von Daten sollte nicht mehr vor- neu geladen.
Projekten du überall aktiv bist und welche
kommen.
Aufgaben du dort übernommen hast? kubuntu-de.org: Das riecht ja förmlich nach
Tobias König: „Zu Hause“ bin ich im KDE-PIM- kubuntu-de.org: Das ist ja schon mal eine Innovation! Werden mit Akonadi auch neue
Projekt [8]. Das ist ein Subprojekt von KDE, wel- ganze Menge. So wie ich das jetzt verstanden oder verbesserte Ressourcentypen kom-
ches sich mit Personal Information Management, habe, wird der Zugriff auf die PIM-Daten ein- men?
also Kalendern, Adressbüchern und E-Mails, be- facher und trotz zusätzlicher Software auch Tobias König: Die Hauptaufgabe wird sein, die
fasst. Neben der Betreuung von KAddressBook schneller. Wie wirkt sich das ganze für den existierenden Ressourcen auf Akonadi zu por-
helfe ich bei der Entwicklung von Akonadi, dem einfachen Otto-Normalnutzer aus? In KDE 3 tieren. Durch die saubere, asynchrone Schnitt-
neuen PIM-Storage. Während der Portierung von gab es ja auch schon zahlreiche Möglichkei- stelle in Akonadi dürfte sich die Zuverlässigkeit
KDE 3 auf KDE 4 habe ich aber auch hier und da ten, mehrere Programme auf eine Ressource der Ressourcen zudem verbessern. Im Moment
in den Kernbibliotheken von KDE mitgearbeitet. zugreifen zu lassen. Kopete und Konversati- wird zum Beispiel gerade an einer Ressource für
on können ja beispielsweise mit Kontact syn- den Zugriff auf MS Exchange gearbeitet. Die Ent-
kubuntu-de.org: Akonadi ist ein gutes The-
chronisiert werden. Worin besteht also der wickler des alternativen KDE-E-Mail-Programms
ma. Könntest du erläutern, was genau das
Unterschied dazu? Mailody entwickeln zudem eine Ressource, wel-
ist? Gibt es nicht schon genug Groupware-
Tobias König: Der Benutzer profitiert von Ako- che auf Daten mittels IMAP zugreift. Damit ist
Lösungen, die versprechen, mit allen mögli-
nadi, da es keine Inkonsistenzen zwischen den der KDE-Client für den Kolab Groupware Server
chen Dateitypen zurecht zu kommen?
verschiedenen Darstellungen auf dem gesam- nicht mehr auf KMail angewiesen, sondern kann
Tobias König: Das Wichtigste zuerst: Akona-
ten Desktop geben wird. Ändert man einen Kon- direkt über Akonadi mit dem Kolab-Server kom-
di ist kein Groupware-Server! Akonadi ist viel-
takt im Adressbuch, aktualisiert sich auch gleich munizieren.
mehr ein Zwischenspeicher und eine Abstrakti-
das Plasmoid, welches Geburtstage anzeigt. Der
onsschicht für PIM-Daten, ähnlich wie Phonon kubuntu-de.org: Und das wird mit KDE 4.1
Speicherverbrauch wird ebenfalls geringer, da
für Multimedia oder Solid für Hardware. Ako- umgesetzt sein?
nur noch der Akonadi-Server alle Daten im Spei-
nadi abstrahiert den Zugriff und die Verwaltung Tobias König: KDE 4.1 wird Akonadi als Ent-
cher behalten muss.

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I NTERVIEW
wicklerplattform enthalten. Das bedeutet, dass denen zwei Vollzeit arbeiten und die anderen ta) gibt es noch einige Ungereimtheiten, was
die APIs stabil sind und man den Dienst benut- beiden studieren bzw. an ihrem Diplom arbei- das Fenstermanagement anbelangt. Dem Otto-
zen kann. Es werden aber höchstwahrscheinlich ten . . . Da bleiben nur die Abendstunden oder Normalbenutzer würde ich aber empfehlen, wei-
noch nicht alle PIM-Programme von Akonadi Ge- Entwicklertreffen zum Hacken. Apropos Entwick- terhin KDE 3.5 zu verwenden und frühestens mit
brauch machen, da es einfach an den Entwickler- lertreffen: Über das Osterwochenende wird es 4.1 umzusteigen.
Ressourcen fehlt. ein Akonadi-Hacking-Meeting im KDAB Office
in Berlin geben. Dort werden wir dann die API kubuntu-de.org: Hast du noch etwas, was du
kubuntu-de.org: Also wird KDE 4-PIM von An- nochmals überarbeiten und überprüfen. Im April der Welt mitteilen möchtest?
fang an auf Akonadi aufsetzen? findet ja der API-Freeze statt. Hoffentlich kom- Tobias König: Akonadi rocks! :)
Tobias König: Ja, aber wir haben da auch men wir auch noch dazu, einige fehlende Featu-
einen Migrationspfad geplant, womit man das al- kubuntu-de.org: Dann danken wir für diesen
res zu implementieren (vielleicht verstecken wir
te Ressource-Framework in Akonadi integrieren Einblick in die Entwicklung von Akonadi und
auch ein paar Easter-Eggs ;)).
bzw. über das alte Ressource-Interface auf Ako- freuen uns auf die Innovationen! Vielen Dank
nadi zugreifen kann. kubuntu-de.org: Das hört sich alles sehr für das Interview.
spannend und innovativ an. Was uns als Tobias König: Bitte sehr, gern geschehen :)
kubuntu-de.org: Wie kann man sich in die Kubuntu-Nutzer besonders interessiert: Wel-
Entwicklung einbringen? Lizenz: Dieser Artikel unterliegt der Creative-
che Distribution nutzt du?
Tobias König: Einfach die KDE-PIM-Entwickler Commons-Lizenz „Attribution-Share Alike 2.5
Tobias König: Debian Unstable. ;) Das hat aber
auf kde-pim@kde.org oder auf #kontact kon- Generic“.
historische Gründe. Zu der Zeit, als ich mein Sys-
taktieren und fragen, wo man helfen kann. Ge- tem aufgesetzt habe, gab es noch kein Ubuntu.
rade das Portieren einiger Ressourcen auf die Und seit dem sah ich keinen Grund für eine Neu-
Akonadi-API sollte ein guter Einstieg in die installation. :)
Akonadi-Welt sein.
kubuntu-de.org: Nutzt du KDE 4 eigentlich L INKS
kubuntu-de.org: Die Entwicklung von Akona- schon für deine tägliche Arbeit? Und wenn ja, [1] http://tokoe-kde.blogspot.com/
di war ja länger etwas . . . mmmh . . . langsam wie zufrieden bist du zurzeit damit? [2] http://kdepim.kde.org/akonadi/
verlaufen. Was habt ihr für die nächste Zeit Tobias König: Ja, ich verwende KDE 4 schon [3] http://www.kubuntu-de.org/nachrichten/software/
geplant, um den Rückstand einzuholen? seit ca. drei Monaten. Am Anfang war es nicht kde/kde-4-0-mit-kubuntu-paketen-erschienen
Tobias König: Der etwas langsame Entwick- so schön, dass jeden zweiten Tag der Plasma [4] http://www.kubuntu-de.org/
lungsverlauf ist hauptsächlich dem Mangel an Desktop nicht funktionierte, aber inzwischen ist [5] http://www.kde.de/
Entwicklern geschuldet. Im Moment wird die es stabil und man kann durchaus damit arbeiten. [6] http://www.debian.org/
Hauptentwicklungsarbeit von drei bis vier Leuten Allerdings sollte man damit leben können, dass [7] http://www.postgresql.org/
betrieben (wobei ich das Engagement von Vol- hier und da noch nicht alles reibungsfrei läuft. [8] http://kdepim.kde.org/
ker Krause hervorheben möchte, ohne ihn wä- Gerade in der aktuellen Version (mit Qt 4.4 Be-
re das Projekt sicher schon eingeschlafen!), von

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R EZENSION
XHTML, HTML und CSS von Hans-Joachim Baader

mfangreiche Bücher sind heutzutage ständige Referenz geliefert, doch nach Ansicht Ort, um HTML Tidy vorzustellen. Dieses Werk-

U nicht unbedingt ungewöhnlich. Doch


„XHTML, HTML und CSS“ des Web-
designers, Autors und Dozenten Frank Bon-
des Autors ließen sich bereits über CSS und Sei-
tenlayout dicke Bücher schreiben, so dass zur
Vertiefung von CSS nur auf weitere Literatur ver-
zeug kann den Code automatisch in standard-
konformes HTML oder XHTML umwandeln. Für
eine gut gepflegte Seite ist danach noch einiges
gers weist selbst für Computerbücher einen wiesen wird. an Handarbeit erforderlich, doch ist mit HTML
außergewöhnlichen Umfang auf. 1200 Seiten Tidy zumindest einmal der automatisierbare Teil
und ein entsprechendes Gewicht machen das Das sechste Kapitel heißt „(X)HTML im Content- abgedeckt. Zwei Kurzbeschreibungen von grafi-
Werk weniger geeignet für schwache Hand- bereich“ und beschreibt ganz allgemein, welche schen Frontends für HTML Tidy runden das Ka-
gelenke. Das sollte zu verschmerzen sein, da Auszeichnungen man bei der Gestaltung der In- pitel ab.
das Buch hauptsächlich als Referenz- und halte in Webseiten verwenden sollte. Selbstver-
Nachschlagewerk für die Arbeit am PC ge- ständlich werden alle gestalterischen Einstellun- Das nächste Kapitel „Webdesign für mobile Cli-
dacht ist. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob gen über CSS vorgenommen. Besonders geht ents“ beleuchtet die technischen Einschränkun-
die Seiten sinnvoll gefüllt sind oder nur unnö- der Autor auf Hyperlinks, Überschriften, Contai- gen, die Mobilgeräte im Allgemeinen mit sich
tiger Ballast produziert wurde. Ich hoffe, hier ner, Bilder, Listen, Tabelle und Formulare ein. bringen. Sie stellen den Designern einige Hür-
eine Antwort geben zu können. den in den Weg. Die Größe und insbesondere
Das siebte Kapitel dreht sich ausschließlich um die Breite der Darstellung muss an die Gege-
die Navigation. Zunächst wird erläutert, was für benheiten angepasst werden. Der Autor gibt hier
Das Buch Arten von Navigation man unterscheidet, dann aufschlussreiche Hinweise, wie dies zu lösen ist,
Die ersten Kapitel geben einen Überblick über gibt der Autor Hinweise und Beispiele zur Rea- und stellt auch Möglichkeiten zum Testen der Lö-
die Themen des Buches. Kapitel 1 erläutert lisierung. Wesentlicher Punkt ist dabei die Erstel- sungen vor, wenn man nicht direkt auf einem Mo-
HTML, XHTML, CSS und ihre Verwandschafts- lung von Menüs, die sowohl funktional als auch bilgerät, sondern auf dem Desktop testet.
beziehungen. Kapitel 2 geht auf die Syntax ein ansprechend sein sollen. Hier hat sich für die ho-
und erläutert die prinzipiellen Unterschiede zwi- rizontalen und vertikalen Menüs, die auch Un- Die Barrierefreiheit war mehr oder weniger be-
schen HTML, das eine Anwendung von SGML termenüs enthalten können, eine Implementation reits in allen Kapiteln vertreten, in Kapitel 10 wird
ist, und XHTML, das eine Anwendung von XML mit Listen durchgesetzt, die einschließlich einiger sie jedoch noch einmal zusammengefasst und
ist. Das nächste Kapitel beschreibt die Grob- CSS-Beispiele klar und ausführlich beschrieben vertieft. Absolute Barrierefreiheit gibt es dem Au-
struktur eines Dokuments, also Kopf- und Rumpf- wird. tor zufolge nicht, allenfalls Barrierearmut. Diese
teil, ebenfalls wieder mit den Unterschieden zwi- ist jedoch unbedingt anzustreben, sonst sperrt
schen HTML und XHTML. Kapitel 4 und 5 wid- Im achten Kapitel „Code-Aktualisierung nach man eine signifikante Zahl von Benutzern von
men sich der Syntax und den Seitengestaltungs- XHTML“ gibt der Autor Tipps, wie eine Webprä- seinen Webseiten aus. Nach Angaben der Au-
Möglichkeiten von CSS, ohne in die Tiefe zu ge- senz, die auf obsoletem oder nicht standardkon- tors gelten in Deutschland 8 % der Bevölkerung
hen. Zwar spielt auch in den folgenden Kapiteln formem HTML-Code beruht, auf einen aktuellen als schwerbehindert, wobei der Anteil mit dem
CSS eine Rolle, und in Kapitel 19 wird eine voll- Stand gebracht werden kann. Dies ist der richtige Alter zunimmt, aber auch bei jungen Benutzern

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R EZENSION
keinesfalls vernachlässigbar ist. Glücklicherwei- bis HTML 4.0 Mobile und XHTML für mobile die alle für Web-Entwickler bedeutsamen Unter-
se ist bei strikter Befolgung von XHTML mit CSS Endgeräte. Zum grundlegenden Verständnis des schiede (und Fallen) herausstellen.
bereits automatisch einiges für die Barrierearmut Referenz-Kapitels und zum Nachschlagen dürfte
getan, Weiteres lässt sich mit entsprechenden dieses Kapitel nützlich sein. Jedes Tag wird mit allgemeinen Eigenschaf-
Tools prüfen. Oft genügt bereits ein textbasierter ten, Beispielen, Angaben zur Darstellung in den
Browser für eine erste Einschätzung der bisheri- Womit sich Kapitel 13 „XForms und XFrames“ Browsern und Attributen, letztere wiederum mit
gen Arbeit. Die vom Autor aufgestellten Checklis- beschäftigt, ist offensichtlich. Es handelt es sich allgemeinen Eigenschaften, Beispielen und Hin-
ten sind ein weiteres nützliches Werkzeug. um eine kurze einführende Darstellung der ent- weisen, behandelt. Dabei nehmen die Attribu-
sprechenden Spezifikationen, von denen XFra- te, wie man sich leicht vorstellen kann, wesent-
Kapitel 11 „Werkzeuge für Webdesigner“ geht mes noch nicht praxisrelevant ist, da es laut lich mehr Raum ein als die Tags selbst. Al-
auf Editoren (Text und spezielle HTML-Editoren), dem Autor keine funktionierende Implementie- lein das <a>-Tag besitzt 6 Standard-, zahlrei-
Toolbars, Bildschirmlineale, Farbtools, Browser- rung gibt. Themen des Kapitels sind verfügba- che Eventhandler-, 15 W3C- (davon zwei ab-
Plugins sowie nochmals auf Textbrowser ein. Der re Implementierungen von XForms, der Sprach- geschafft) und 14 browserspezifische Attribute.
Autor ist recht begeistert von Nvu, der zwar nach umfang und Module, und dann natürlich der Um- Bei dieser Menge kann man nicht einmal mehr
seiner Ansicht noch nicht mit den bekanntes- gang mit XForms. Ein- und Ausgabefelder, Vali- mit Sicherheit sagen, ob man richtig gezählt hat.
ten Produkten Dreamweaver und GoLive mithal- dierung, Verknüpfung mit XML Schema und eini- Sollte es auch nur die geringste Unklarheit über
ten kann, aber mit Firefox-Plugins erweiterbar ist ges mehr kommen zur Sprache. die Unterschiede der Attribute in verschiedenen
und somit viel Potential birgt. Die dann folgen- Standards oder Implementierungen geben, kann
de Sammlung von Werkzeugen, die jeweils in ei- Es folgt das Kapitel, das den größten Teil des man sicher sein, sie hier zu finden. Nach den At-
ner Kurzbeschreibung vorgestellt werden, ist ein- Buches einnimmt und auch seinen wesentlichen tributbeschreibungen gibt es zu jedem Tag noch
drucksvoll und nützlich. Es ist auch reichlich Ma- Wert ausmacht: die (X)HTML-Elementreferenz in eine ausführliche Beschreibung und umfangrei-
terial für Open-Source-Entwickler vertreten. Kapitel 14. Das Kapitel ist so umfangreich, dass che Angaben zur Barrierefreiheit.
es ein eigenes Vorwort besitzt. Auf 500 Seiten
Die bisherigen Kapitel waren jeweils um die 30 werden alle Elemente in epischer Breite darge- Eine alphabetische Referenz aller Attribute stellt
Seiten lang. Kapitel 12 sprengt diesen Rahmen legt. Der Autor hat hier auch inoffizielle und ver- Kapitel 15 dar. Es ist unterteilt in die bei fast allen
und schlägt auch thematisch eine andere Rich- altete Elemente und Attribute aufgenommen, um Tags gültigen Standard-Attribute, die Standard-
tung ein. Es setzt die einführenden Kapitel fort, so eine wirklich vollständige Referenz zu erstel- Eventhandler-Attribute und proprietäre Erweite-
indem es die HTML-Sprachfamilie ausführlicher len. rungen. Die Beschreibungen sind hier kurz, mehr
beschreibt. Es ist ein eher theoretisches Kapi- findet man ja in der Elementreferenz. Es fol-
tel, das für die Praktiker weniger wichtig ist, und Es ist nicht die reine Auflistung der rund 90 in gen eine kurze Referenz der HTML-Entities (Ka-
beginnt mit einem Abriss der Geschichte von (X)HTML definierten Tags, die das Kapitel so um- pitel 16), URL-Encoding und Language-Codes
HTML. Dabei werden auch Varianten vorgestellt, fangreich (und so nützlich) macht. Vielmehr sind (Kapitel 17) sowie Farben und Farbwerte (Kapi-
die nie offiziell wurden. XHTML in Version 1.0 es die praktischen Erfahrungen des Autors mit tel 18).
und 1.1 sowie ein Ausblick auf Version 2.0 wer- aktuellen Browsern (Internet Explorer 5 bis 7,
den ebenso präsentiert wie die Varianten von Mozilla ab 1.5, Firefox ab 1.0 und Opera ab 7.0), Kapitel 19 stellt eine CSS-Referenz dar und ist
HTML für Mobilgeräte von cHTML über iMode mit 140 Seiten das zweitgrößte Kapitel. Hier

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R EZENSION
wird alles Wissenswerte über CSS zusammen- denke, dass dieses Ziel erreicht wurde, zumin-
gefasst, was teilweise bereits in den Kapiteln 4 dest annähernd. Wieviel Aufwand tatsächlich in
und 5 angerissen wurde. Nun kommen ausführ- das Werk investiert wurde, können wir nur erah-
lich die Syntax, die Regeln, die Selektoren für nen, wenn Frank Bongers beiläufig wiederholte
CSS 1 und CSS 2, Werte und Maßeinheiten Terminüberschreitungen erwähnt.
und natürlich insbesondere die Properties für
CSS 1 und CSS 2 zur Sprache. Abgerundet wird Schon eine Stunde gesparte Arbeit amortisieren
das Kapitel durch browserspezifische Properties, die Kosten der Anschaffung dieses Buches. Sel-
Doctype-Switching und das CSS-Boxmodell. ten fiel es mir leichter, eine Kaufempfehlung aus-
zusprechen, denn die Anschaffung wird sich für
Die drei Anhänge listen ausführlich die relevan- jeden Web-Entwickler schnell auszahlen. Natür-
ten W3C-Spezifikationen („Ressourcen“), wei- lich kann es nicht schaden, auch weitere Bücher
tere Ressourcen und den Inhalt der CD auf. zu diesem Thema anzuschaffen - ein Schreiner
Die beiliegende CD enthält alle Beispiele, meist hat ja auch nicht nur eine Säge. Kaufen!
HTML-Dateien, aus dem Buch, Werkzeuge so-
wie Plugins und Toolbars für Mozilla und Fire- Auch Einsteiger in die Materie sollten mit dem
fox. Bei den Werkzeugen wurde auch an Linux Buch problemlos zurechtkommen, da alles Not-
gedacht, beispielsweise mit den Web-Editoren wendige in den ersten Kapiteln erklärt wird. Wer
Arachnophilia, Nvu und Quanta. mehr vorhat als sich nur in die Grundlagen von
HTML einzuarbeiten, kann „XHTML, HTML und
Fazit CSS“ durchaus auch zum Lernen verwenden.

Ausführlich, umfassend und vollständig, das sind


Vokabeln, die sich einem angesichts des schie-
ren Umfangs von „XHTML, HTML und CSS“ Infos
immer wieder aufdrängen. Auch in meiner Re-
Titel XHTML, HTML und CSS
zension konnte ich sie nicht vermeiden. Für ei-
ne Erstauflage ist dieser Umfang geradezu phä- Autor Frank Bongers
nomenal. Ein solches Werk kann nicht in ei- Verlag Galileo Press, 2007
nigen Wochen oder Monaten entstanden sein. Umfang 1200 Seiten
Hier wurden merklich Jahre an Erfahrung einge-
ISBN-10 978-3-89842-443-1
bracht.
Preis 49,90 EUR
Im Vorwort schreibt der Autor auch entspre-
chend, dass Vollständigkeit sein Ziel war. Ich „Bass“ © by Randall Munroe (CC-BY-NC-2.5),
http://xkcd.com/368

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V ERANSTALTUNGEN
Veranstaltungskalender

Jeden Monat gibt es zahlreiche Anwendertreffen und Messen in Deutschland und viele davon sogar in Ihrer Umgebung. Mit diesem Kalender verpassen
Sie davon keine mehr. Hinweis: Ein Strich (-) als Angabe bedeutet, dass diese Information zur Zeit der Veröffentlichung noch nicht vorhanden war.

Anwendertreffen
Datum und Uhrzeit Ort Treffpunkt Termin steht fest? Link
07.04.08, 19:30 Uhr Krefeld Limericks ja http://wiki.lug-kr.de/wiki/LugTreffen
08.04.08, 19:00 Uhr Lüneburg Comodo ja http://luene-lug.org/wp/
09.04.08, 19:00 Uhr Langen Alte Scheune ja http://www.lalug.net
09.04.08, 19:00 Uhr Luwigsburg VfB-Gaststätte Tamm ja http://linuxwiki.de/LugLudwigsburg/Treffen
09.04.08, 20:00 Uhr Herford Recyclingbörse ja http://lug-owl.de/Events
10.04.08, 19:00 Uhr Dortmund Kronenstübchen ja http://ubuntu-do.de/
10.04.08, 20:00 Uhr Bremen Maschinenraum ja http://wiki.ubuntuusers.de/Anwendertreffen/Bremen
11.04.08, 19:00 Uhr Kreuzlingen InetCenter ja http://www.linuxtreff.ch
12.04.08, 16:00 Uhr Erfurt Le Gaulois ja http://wiki.ubuntuusers.de/Anwendertreffen/Erfurt
12.04.08, 17:30 Uhr Mannheim Leib & Seele ja http://wiki.ubuntuusers.de/Anwendertreffen/Mannheim
14.04.08, 19:00 Uhr Dortmund Kronenstübchen ja http://ubuntu-do.de/
14.04.08, 20:00 Uhr Ottobrunn Weinstube ja http://www.lug-ottobrunn.de
14.04.08, 20:00 Uhr Paderborn Feuerstein ja http://lug-owl.de/Events
15.04.08, 20:00 Uhr Fulda Academica Fulda ja http://lug.rhoen.de
16.04.08, 19:30 Uhr Eisenach Cafe Spiegler ja http://lug-eisenach.de/
16.04.08, 20:00 Uhr Rheda-Wiedenbrück Jägerheim ja http://lug-owl.de/Events
17.04.08, 18:00 Uhr Zürich ZHdK ja http://informator.vmk.zhdk.ch/GnusUndPinguine
17.04.08, 19:00 Uhr Wolfsburg Institut für Industrieinformatik ja http://www.lug.wolfsburg.de/
17.04.08, 20:00 Uhr Marburg Jornal ja http://www.mr-lug.de/Stammtisch.3.0.html
18.04.08, 19:00 Uhr Kreuzlingen InetCenter ja http://www.linuxtreff.ch
20.04.08, 10:00 Uhr Passau ZAKK - http://wiki.ubuntuusers.de/Anwendertreffen/Passau
21.04.08, 19:00 Uhr Wolfsburg Institut für Industrieinformatik ja http://wiki.ubuntuusers.de/Anwendertreffen/Wolfsburg

© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 42


V ERANSTALTUNGEN

Anwendertreffen
Datum und Uhrzeit Ort Treffpunkt Termin steht fest? Link
21.04.08, 19:30 Uhr Bielefeld Unimax ja http://lug-owl.de/Events/
23.04.08, 19:00 Uhr Luwigsburg VfB-Gaststätte Tamm ja http://linuxwiki.de/LugLudwigsburg/Treffen
25.04.08, 19:00 Uhr Kreuzlingen InetCenter ja http://www.linuxtreff.ch
26.04.08, 18:00 Uhr Rendsburg Ruby Days ja http://wiki.ubuntuusers.de/Anwendertreffen/Rendsburg
28.04.08, 20:00 Uhr Ottobrunn Weinstube ja http://www.lug-ottobrunn.de
28.04.08, 20:00 Uhr Detmold Zum Neuen Krug ja http://lug-owl.de/Events/
29.04.08, 19:00 Uhr Lüneburg Comodo ja http://luene-lug.org/wp/
30.04.08, 19:30 Uhr Eisenach Cafe Spiegler ja http://lug-eisenach.de/

(Alle Angaben ohne Gewähr!)

Wichtig: Die Anwendertreffen können sich verschieben oder ganz ausfallen. Bitte vorher noch einmal auf der Webseite nachschauen!

Wenn Sie ein Anwendertreffen bekanntgeben wollen, schreiben Sie eine E-Mail mit den Infos an info@freiesmagazin.de.

Messen
Veranstaltung Ort Datum Eintritt Link
Linux Tag Krems 15.04.08 frei http://lug.krems.cc/linuxtag2008/
Linux Tag Graz 19.04.08 frei http://www.linuxtage.at/
Linux Workshop Wolfsburg 03.05.08 frei http://www.lug.wolfsburg.de
LUG Camp Flensburg 01.05.-04.05.08 45 EUR http://www.lug-camp-2008.de
Linux Tag Salzburg 06.05.08 frei http://www.linuxwochen.at
Linux Tage Wien 15.05.-17.05.08 frei http://www.linuxwochen.at
LinuxTag Berlin 28.05.-31.05.08 9 EUR http://www.linuxtag.org
Linux Tage Eisenstadt 30.05.-31.05.08 frei http://eisenstadt.linuxwochen.at/

(Alle Angaben ohne Gewähr!)

Sie kennen eine Linux-Messe, welche noch nicht auf der Liste zu finden ist? Dann schreiben Sie eine E-Mail mit den Informationen zu Datum und Ort an
rfischer@freiesmagazin.de.

© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 43


I NTERNA
Konventionen

An einigen Stellen benutzen wir Sonderzeichen mit einer bestimmten Bedeutung. Diese sind hier zusammengefasst:

$: Shell-Prompt
#: Prompt einer Root-Shell – Ubuntu-Nutzer können hier auch einfach in einer normalen Shell ein „sudo“ vor die Befehle setzen.
y: Kennzeichnet einen aus satztechnischen Gründen eingefügten Zeilenumbruch, der nicht eingegeben werden soll.
˜: Abkürzung für das eigene Benutzerverzeichnis /home/BENUTZERNAME

Vorschau

freiesMagazin erscheint immer am ersten Sonntag eines Monats. Die Mai-Ausgabe wird voraussichtlich am 4. Mai unter anderem mit folgenden Themen
veröffentlicht:

ã Motorola A1200 – Das tragbare Linux-System, Teil 2


ã Interview: Harald Sitter über Amarok und KDE 4
ã andLinux – Das Schaf im Wolfspelz

Es kann leider vorkommen, dass wir aus internen Gründen angekündigte Artikel verschieben müssen. Wir bitten dafür um Verständnis.

„A Way So Familiar“ © by Randall Munroe (CC-BY-NC-2.5), http://xkcd.com/147

© freiesMagazin GNU FDL Ausgabe 04/2008 44


Impressum
freiesMagazin erscheint als PDF und HTML einmal monatlich. Erscheinungsdatum: 6. April 2008
Redaktionsschluss für die Mai-Ausgabe: 23. April 2008 Erstelldatum: 7. April 2008

Redaktion
Eva Drud ViSdP edrud@freiesmagazin.de Autoren dieser Ausgabe
Dominik Wagenführ dwagenfuehr@freiesmagazin.de Hans-Joachim Baader info@freiesmagazin.de S.22, S.39
Ronny Fischer rfischer@freiesmagazin.de S.42
Satz und Layout Wolfgang Fogl info@freiesmagazin.de S.33
Eva Drud edrud@freiesmagazin.de Emanuel Goscinski info@freiesmagazin.de S.36
Christoph Langner clangner@freiesmagazin.de S.26
Kontakt Dominik Wagenführ dwagenfuehr@freiesmagazin.de S.27, S.29
E-Mail redaktion@freiesmagazin.de S.30
Postanschrift freiesMagazin
c/o Eva Drud Nachrichtenschreiber dieser Ausgabe
Rübenkamp 88 Eva Drud (edr) edrud@freiesmagazin.de
22307 Hamburg Mathias Menzer (mme) mmenzer@freiesmagazin.de
Webpräsenz http://www.freiesmagazin.de Janis von Seggern (jse) info@freiesmagazin.de
Thorsten Schmidt (tsc) tschmidt@freiesmagazin.de
Logo-Design Dominik Wagenführ (dwa) dwagenfuehr@freiesmagazin.de
Arne Weinberg aweinberg@freiesmagazin.de Arne Weinberg (awe) aweinberg@freiesmagazin.de
Lizenz GNU FDL
Korrektorat
Mathias Menzer mmenzer@freiesmagazin.de
Thorsten Schmidt tschmidt@freiesmagazin.de
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Mit vollem Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.

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