Sie sind auf Seite 1von 36
Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen REFRIGERATION AND AIR CONDITIONING
Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen
Automatisierung
gewerblicher Kälteanlagen
Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen REFRIGERATION AND AIR CONDITIONING

REFRIGERATION AND AIR CONDITIONING

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Dieses Handbuch zeigt einige Anwendungs- beispiele für Danfoss automatische

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Dieses Handbuch zeigt einige Anwendungs- beispiele für Danfoss automatische Regelgeräte für gewerbliche Kälteanlagen. Als Ausgangsbasis dient eine einfache, von Hand geregelte Anlage. Die Automatisierung erfolgt schrittweise mit einer kurzenBeschreibungderFunktiondereingesetzten Geräte.

Für

http://rc.danfoss.com/SW/RC_Training/En/Index.htm

bitte

weitere

Unterrichtsmaterialien

siehe

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Inhalt

Seite

Manuell geregelte Kälteanlage mit wasser gekühltem Verflüssiger Kälteanlage mit thermostatischem Expansionsventil und luftgekühltem Verflüssiger Kälteanlage mit Lamellenverdampfer (Luftkühler) Thermostatisches Expansionsventil Thermostatisches Expansionsventil mit Verteiler Expansionsventile mit innerem oder äußerem Druckausgleich Wirkungsweise des thermostatischen Expansionsventils Thermostatisches Expansionsventil mit MOP-Füllung Kombinierter Hoch- und Niederdruckpressostat Niederdruckpressostat und Hochdruckpressostat Wirkungsweise des Hochdruckpressostats Thermostat Trockenfilter Schauglas Automatisches Wasserventil Lamellenverdampfer Kälteanlage mit Ölabscheider und Wärmeaustauscher Ölabscheider Wärmeaustauscher Kälteanlage für größere Kühlräume Magnetventil Absperrventil Stromlaufplan für den Steuerstrom zur Kälteanlage Fig. 20 Schaltplan Zentralkälteanlage für Kühlraumtemperaturen über dem Gefrierpunkt Verdampfungsdruckregler Rückschlagventil Stromlaufplan für den Steuerstrom zur Kälteanlage Fig. 25 Kälteanlage für Gefriermöbel Differenzpressostat Startregler Verflüssigerdruckregler Differenzdruckventil Verdampferthermostat Stromlaufplan für Kälteanlage für Gefriermöbel Fig. 29 Hauptschaltplan für Schütze Anlagen zur Kühlung von Ventilationsluft

2

3

4

5

5

6

7

8

9

9

10

11

11

11

12

13

14

15

15

16

17

17

18

19

20

21

21

22

23

24

25

25

26

26

27

28

29

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Manuell geregelte Kälteanlage mit wasser gekühltem Verflüssiger

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Manuell geregelte Kälteanlage mit wasser gekühltem Verflüssiger

Fig. 1

Fig. 1

Manuell geregelte Kälteanlage mit folgenden Komponenten:

Kompresssor(1)

(1)

Verflüssiger(2)

(2)

Verdampfer(3)

(3)

Um die Kühlraumtemperatur t r auf einem gewünschten Niveau zu halten, ist es notwendig, die Anlage mit regelbaren Ventilen (4) und (5) zu versehen, weil bei Änderungen in der Belastung des Verdampfers und des Verflüssigers mit schwankendem Kältebedarf gerechnet werden muss.

Beispielsweise wird die Anlage mit fest einge- stellten Regelventilen und konstant arbeitendem Kompressor nicht imstande sein, die gleiche Raumtemperatur im Sommer und Winter aufrecht- zuerhalten. Siehe dazu die graphische Darstellung auf der Abb.

Die durchgezogenen Linien zeigen den Sommerbetrieb und die gestrichelten Linien den Winterbetrieb. (Verflüssigungstemperatur z.B. im Winter +25°C, im Sommer +35°C). Die C- Kurven geben die Leistung des Kompressors an, die bekanntlich mit ansteigender Verdampfungstemperatur t o zunimmt. Die E- Kurven geben die Leistung des Verdampfers an,

die mit ansteigendem Temperaturunterschied t r - t o zwischen der Raumtemperatur t r und der Verdampfungstemperatur t o zunimmt. Im Schnittpunkt der C- und der E-Kurve für Winter- bzw. Sommerbetrieb besteht Gleichgewicht zwischen den Leistungen des Kompressors, des Verflüssigers und des Verdampfers.

Wie aus dem Bild zu erkennen ist, wird die Raumtemperatur bei einem von Q o im Sommer auf Q o ' im Winter abfallenden Kältebedarf von t r auf t r ' abfallen. Zur Kompensation dieses Temperaturabfalls muss eine Anpassung der Leistungen des Kompressors, des Verflüssigers sowie des Verdampfers vorgenommen werden, z.B. durch Regelung des Kompressorlaufs sowie Drosselung der Wasserzufuhr zum Verflüssiger und der Kältemittelzufuhr zum Verdampfer.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Kälteanlage mit thermostatischem Expansionsventil und luftgekühltem

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Kälteanlage mit thermostatischem Expansionsventil und luftgekühltem Verflüssiger

Fig. 2

Thermostatisches Expansionsventil Automatisches Expansionsventil
Thermostatisches Expansionsventil
Automatisches Expansionsventil

An der Kälteanlage nach Fig. 1 wurde der wasser- gekühlte Verflüssiger gegen einen luftgekühlten ersetzt. Luftgekühlte Verflüssiger kommen normalerweise zum Einsatz, wenn kein Kühlwasser zur Verfügung steht oder dessen Nutzung nicht zugelassen ist.

Wird das Handventil vor dem Verdampfer durch ein thermostatisches Expansionsventil (Pos. 1) ersetzt, ist gewährleistet, dass der Verdampfer ständig mit der Kältemittelmenge versorgt wird, die erforderlich ist, um die Überhitzung lastunabhängig konstant zu halten.

Das setzt natürlich voraus, dass das gewählte Expansionsventil dem gegebenen Verdampfer entspricht. Das heißt u.a., dass das Expansionsventil bei Spitzenbelastung dem Verdampfer soviel Kälte- mittelflüssigkeit zuführt, wie dieser verdampfen kann.

Außerdem muss die Überhitzungseinstellung des Ventils zu den betreffenden Verdampfer passen. Dies kann je nach Verdampferbauart unterschiedlich sein.

Unter Überhitzung versteht man die Differenz zwischen der tatsächlichen Sauggastemperatur am Verdampferaustritt (Fühlerstelle des E-Ventils) und der über Manometer gemessenen Verdampfungs- temperatur (Sättigungstemperatur bei dem gemessenen Verdampfungsdruck) des in der Anlage enthaltenen Kältemittels. Diese Differenz wird vom E-Ventil als Maß für die Verdampferfüllung gemessen und ausgeregelt. Als Vergleichsdruck gilt der Druck am Verdampferaustritt, obwohl in der Praxis meist der Druck am Saugabsperrventil des Kompressors gemessen wird.

Näheres betreffend Überhitzung siehe Seite 7.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Kälteanlage mit Lamellenverdampfer (Luftkühler) * In der BRD Typ KP

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Kälteanlage mit

Lamellenverdampfer

(Luftkühler)

* In der BRD Typ KP 17W

Fig. 3

Fig. 3

Der Thermostat Typ KP 61 (1) schaltet die Ventilatoren (2) in Abhängigkeit von der Raumtemperatur ein und aus.

Das thermostatische Expansionsventil Typ TE (3) mit äußerem Druckausgleich regelt die Flüssigkeits- einspritzung in den Verdampfer in Abhängigkeit von der Überhitzung des Kältemittels, unabhängig vom Druckabfall über den Verdampfer.

Der Flüssigkeitsverteiler Typ 69G (4) verteilt die Kältemittelflüssigkeit gleichmäßig auf die einzelnen Verdampfersektionen.

Der Kompressor wird in Abhängigkeit vom Saug- druck von der Niederdruckseite des kombinierten Hoch- und Niederdruckpressostats Typ KP 15* (5) ein- und ausgeschaltet. Ferner sichert die Hochdruckseite dieses Pressostats vor zu hohem Verflüssigungsdruck, indem er den Kompressor ausschaltet, falls es notwendig wird (z.B., wenn ein Lüfter defekt ist oder der Luftstrom blockiert (Verschmutzung)).

Das Schauglas Typ SGN (6) dient zur Anzeige eines zu hohen Feuchtigkeitsgehalts im Kältemittel sowie fehlender Kältemittelflüssigkeit zum thermostatischen Expansionsventil. Bei zu hohem Feuchtigkeitsgehalt schlägt die Farbe des Anzeigers um. Dampfbläschen im Schauglas können z.B. fehlende Füllung, ungenügende Unterkühlung oder teilweise Verstopfung des Filters bedeuten.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Thermostatisches Expansionsventil Fig. 4 T 2 Das thermostatische

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Thermostatisches

Expansionsventil

Fig. 4

Fig. 4 T 2

T 2

Das thermostatische Expansionsventil Typ T2, dessen Fühler unmittelbar hinter dem Verdampfer anzubringen ist, öffnet bei ansteigender Über- hitzung. Der Druck über der Membrane (1) steigt mit ansteigender Fühlertemperatur an, der Druck unter der Membrane steigt mit ansteigender Verdampfungs- temperatur an. Die Druckdifferenz, die der Über- hitzung des Kältemittels entspricht, bewirkt eine Kraft, die versuchen wird, das Ventil gegen die

entgegengesetzt gerichtete Federkraft (2) zu öffnen. Wird die Druckdifferenz, d.h. die Überhitzung, größer als die Federkraft, so öffnet das Ventil (und umgekehrt).

Der Düseneinsatz mit Düse (3) und Ventilkegel (4) ist auswechselbar. Es kann unter Acht verschiedenen Größen, abhängig von der gewünschten Leistung, gewählt werden.

Thermostatisches

Expansionsventil

mit Verteiler

Fig. 5

Fig. 5 TE 5 + 69G

TE 5 + 69G

Der Verteiler Typ 69G sichert eine gleichmäßige Verteilung des Kältemittels auf die parallelen Sektionen des Verdampfers. Der Verteiler kann entweder, wie gezeigt, direkt am thermostatischen Expansionsventil oder in der Rohrleitung unmittelbar hinter diesem montiert werden. Der Verteiler sollte stets so angeordnet werden, dass der Flüssigkeitsstrom durch die Düse in die Verteiler- rohre hinein senkrecht verläuft, weil dadurch die Schwerkraft die Verteilung der Flüssigkeit nur minimal beeinflusst. Sämtliche Verteilerrohre

müssen genau gleich lang sein und hinsichtlich Länge und Durchmesser nach der Leistung pro Einspritzstrang bemessen werden.

Für Verdampfer mit großem Druckabfall müssen stets thermostatische Expansionsventile mit äußerem Druckausgleich verwendet werden. Verdampfer mit Flüssigkeitsverteiler werden immer großen Druckabfall haben, deshalb hier stets äußeren Druckausgleich verwenden!

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Expansionsventile mit innerem oder äußerem Druckausgleich Fig. 6

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Expansionsventile mit innerem oder äußerem Druckausgleich

Fig. 6 Oben: Unten:
Fig. 6
Oben:
Unten:

Prinzipskizze eines Verdampfers, der von einem thermostatischen Expansionsventil mit innerem Druckausgleich gespeist wird.

Zur Regelung des Öffnungsgrads des Ventils dienen:

Der Druck p b in Fühler und Kapillarrohr, der auf die Oberseite der Membrane wirkt und von der b in Fühler und Kapillarrohr, der auf die Oberseite der Membrane wirkt und von der Fühlertemperatur bestimmt wird (gemessene Sauggastemperatur).

Der Druck p o im Austrittstutzen des Ventils, der auf die Unterseite der Membrane wirkt und von der o im Austrittstutzen des Ventils, der auf die Unterseite der Membrane wirkt und von der Verdampfungstemperatur bestimmt wird.

Der Federdruck p s , der auf die Unterseite der Membrane wirkt und von Hand einstellbar ist. s , der auf die Unterseite der Membrane wirkt und von Hand einstellbar ist.

Im gezeigten Beispiel ist der Druckabfall p im Verdampfer in K gemessen und beträgt –15 – (–20) =

5 K. Unter der Voraussetzung, dass die Ventilfeder von

Hand auf einen Druck p s entsprechend 4 K eingestellt ist, ergibt sich zur Erreichung des Gleichgewichts zwischen den Kräften über und unter der Membrane,

dass p b =

Das heißt, dass das Kältemittel um –11 – (–20) =

9 K überhitzt werden muss, bevor das Ventil zu öffnen beginnt.

p o + p s ~ –15 + 4 = –11 K.

Gleiche Verdampferschlange, aber diesmal wird sie von einem thermostatischen Expansionsventil mit äußerem Druckausgleich, der an die Saugleitung hinter dem Fühler angeschlossen ist, gespeist.

Zur Regelung des Öffnungsgrads des Ventils dienen jetzt:

Der Druck p b in Fühler und Kapillarrohr, der auf die Oberseite der Membrane wirkt und von der b in Fühler und Kapillarrohr, der auf die Oberseite der Membrane wirkt und von der Fühlertemperatur bestimmt wird.

Der Druck p o – ∆ p im Austritt des Verdampfers, der auf die Unterseite der Membrane wirkt o p im Austritt des Verdampfers, der auf die Unterseite der Membrane wirkt und von der Verdampfungstemperatur und vom Druckabfall im Verdampfer bestimmt wird.

Der Federdruck p s , der auf die Unterseite der Membrane wirkt und von Hand einstellbar ist. s , der auf die Unterseite der Membrane wirkt und von Hand einstellbar ist.

Wird wie oben vorausgesetzt, dass der Druckabfall p

im Verdampfer 5 K und der Federdruck p s im Ventil 4 K Kältemitteldruck entspricht, ergibt sich jetzt

p b =

Das Kältemittel muss also in diesem Falle nur um –16 – (–20) = 4 K überhitzt werden, bevor das Ventil zu öffnen beginnt. Der Füllungsgrad des Verdampfers und damit seine Leistung werden größer, da ein kleinerer Teil der Verdampferoberfläche zur Überhitzung verwendet wird.

p o p + p s ~ –15 – 5 + 4 = –16K.

Für Verdampfer mit großem Druckabfall müssen stets thermostatische Expansionsventile mit äußerem Druckausgleich verwendet werden. Verdampfer mit Flüssigkeitsverteiler werden immer großen Druckabfall haben, deshalb hier stets äußeren Druckausgleich verwenden!

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Wirkungsweise des thermostatischen Expansionsventils Fig. 7 Das

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Wirkungsweise des

thermostatischen

Expansionsventils

Fig. 7

Fig. 7

Das thermostatische Expansionsventil wird von der Temperaturdifferenz zwischen der Fühlertemperatur tb und der Verdampfungstemperatur to gesteuert. Das Ventil öffnet bei steigendem Temperatur-

differenzial, t b - t o

Kältemittelüberhitzung ist der Öffnungsgrad des Ventils größer (vgl. Abb. 6).

= ∆t, d.h., bei steigender

Die durchgezogene Kurve P o und die gestrichelte Kurve P b sind die Dampfdruckkurven des Kälte- mittels bzw. der Fühlerfüllung. Die strichpunktierte Kurve P o + P s ist die mit einem konstanten Feder- druck P s , z.B. Werkseinstellung, parallelverschobene Dampfdruckkurve P o .

Bei einer gegebenen Verdampfungstemperatur t o wirkt auf die Unterseite der Membrane des Ventils ein Druck P o + P s ein, der versuchen wird, das Ventil zu schließen. Auf die Oberseite der Membrane wirkt der Druck P b ein, der versuchen wird, das Ventil zu öffnen.

Das Bild zeigt Gleichgewicht zwischen P o + P s und P b bei der Verdampfungstemperatur t o bzw. der Fühlertemperatur t b . Die Differenz t b – t o = t - die

statische Überhitzung - ist praktisch die selbe im ganzen Arbeitsbereich von t o ' bis t o " des Ventils; d.h. das thermostatische Expansionsventil wird die Flüssigkeitseinspritzung so regeln, dass die Über- hitzung des Kältemittels hinter dem Verdampfer auf

einem gewünschten, vom Federdruck P s

bestimmten Wert, gehalten wird, egal mit welcher Verdampfungstemperatur im Arbeitsbereich gearbeitet wird.

Wenn die Differenz zwischen der Fühlertemperatur t b und der Verdampfungstemperatur t o kleiner ist als die statische Überhitzung t, ist das Ventil geschlossen (t b – t o < t; P b < P o + P s ).

Wenn die Differenz zwischen der Fühlertemperatur t b und der Verdampfungstemperatur t o größer ist als die statische Überhitzung t, ist das Ventil geöffnet (t b – t o > t; P b > P o + P s ).

Wenn die Differenz zwischen der Fühlertemperatur t b und der Verdampfungstemperatur t o der statischen Überhitzung t gleichkommt, ist das Ventil unmittelbar am Öffnungsbeginn (t b – t o = t; P b = P o + P s )

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Thermostatisches Expansionsventil mit MOP-Füllung Fig. 8 Mitunter

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Thermostatisches

Expansionsventil mit

MOP-Füllung

Fig. 8

Fig. 8

Mitunter kann es wünschenswert sein, ein thermo- statisches Expansionsventil mit begrenztem Arbeitsbereich zu verwenden, z.B. in Kälteanlagen mit nur einer Kühlstelle, bei der ein Herunter-Kühlen von einem Volt oder teilweise temperatur- ausgeglichenem Zustand nur ausnahmsweise vorkommt (nach einer Reparatur oder Abtauung).

Für solche Anlagen kann es kostengünstiger sein, einen kleineren Kompressormotor, auf die Belastung nach dem Herunter-Kühlen bemessen,

zu verwenden. Allerdings wird ein solcher Motor während des Abkühlens überlastet und vom thermischen Überlastschutz abgeschaltet.

Zur Beseitigung dieser Gefahr kann ein thermo- statisches Expansionsventil mit MOP (Maximum Operating Pressure) -Füllung verwendet werden. Dieses druckbegrenzte Ventil wird erst bei einer niedrigen Verdampfungstemperatur, t MOP , zu öffnen beginnen, da die Füllung mit einem Knick an der Dampfdruckkurve p b angepasst ist. Dadurch wird die statische Überhitzung t bei Verdampfungstem peraturen, die über t MOP liegen, sehr groß, d.h. dass das Ventil in der Praxis geschlossen bleibt, bis der Kompressor den Saugdruck so weit gesenkt hat, dass der Elektromotor nicht überlastet wird. Das Ventil wirkt dann praktisch wie ein Druckbegrenzer.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Kombinierter Hoch- und Niederdruckpressostat Niederdruckpressostat und

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Kombinierter Hoch- und Niederdruckpressostat

Niederdruckpressostat und Hochdruckpressostat

* In der BRD Typ KP 17W mit bauteilgeprüftem Hochdruck- teil. ** In der BRD Typ KP 7W Bauteilgeprüft als Druck- wächter nach VGB 20.

Fig. 9 Der kombinierte Hoch- und Niederdruckpressostat Typ KP 15* ist mit einem einpoligen Wechselkontakt-
Fig. 9
Der kombinierte Hoch- und
Niederdruckpressostat
Typ KP 15* ist mit einem
einpoligen Wechselkontakt-
system (12) ausgerüstet.
KP 15
Niederdruckseite (LP):
Hochdruckseite (HP):
Der LP-Stutzen (10) ist an die Saugseite des Kom-
pressors anzuschießen. Bei abnehmen dem Druck
auf der Neiderdruckseite wird die Verbindung
zwischen Klemme A und C unterbrochen. Durch
Rechtsdrehen (im Uhrzeigersinn) der LP-Spindel (1)
wird das Gerät zum Ausschalten (Öffnen der
Verbindung zwischen Klemme A und C) bei einem
höheren Druck eingestellt. Durch Rechtsdrehen (im
Uhrzeigersinn) der Differenzspindel (2) wird das
Gerät zum Wiederreinschalten (Schließen der
Verbindung zwischen Klemme A und C) bei einer
kleineren Differenz eingestellt. Einschaltdruck =
Ausschaltdruck + Differenz.
LP-Signalfunktion zwischen Klemmen A und B.
Der HP-Stutzen (11) ist an die Druckseite des Kom-
pressors anzuschließen. Bei ansteigendem Druck auf
der Hochdruckseite wird die Verbindung zwischen
Klemme A und C unterbrochen. Durch Rechtsdrehen
(im Uhrzeigersinn) der HP-Spindel (5) wird das Gerät
zum Ausschalten (Öffnen der Verbindung zwischen
Klemme A und C) bei einem höheren Druck
eingestellt. Die Differenz ist fest eingestellt.
Ausschaltdruck = Einschaltdruck + Differenz.
Fig. 10

Der Niederdruckpressostat Typ KP 1 ist mit einem einpoligen Wechselkontaktsystem, SPDT, versehen das die Verbindung zwischen Klemme 1 und 4 bei abfallendem Druck im Niederdruck- Wellrohr- element (9) d.h. bei abfallendem Saugdruck, unterbricht, da der Anschlussstutzen (10) mit der Saugseite des Kompressors verbunden sein muss. Durch Rechtsdrehen (im Uhrzeigersinn) der Berichspindel (1) wird das Gerät zum inschalten - Schließen der Verbindung zwischen Klemme 1 und 4 - bei einem höheren Druck eingestellt. Durch Rechtsdrehen (im Uhrzeigersinn) der Differenz-

spingel (2) wird das Gerät zum Wiederausschalten - Öffnen der Verbindung zwischen Klemme 1 und 4 -bei kleineren Differenz eingestellt. Einschaltdruck = Ausschaltdruck + Differenz. Der Hochdruckpressostat Typ KP 5** ist gleicher-

maßen aufgebaut. Wellrohr, Feder und Skala sind natürlich den hohen Betriebsdrücken angepasst. Das Kontaktsystem unterbricht in diesem Fall die Verbindung zwischen Klemme 2 und 1 bei anstei- gendem Druck im Wellrohrelement (9), d.h. bei ansteigendem Verflüssigerdruck, da der Anschluss- stutzen vor dem Absperrventil mit der Saugseite des Kompressors verbunden sein muss. Durch Rechts- drehen (im Uhrzeigersinn) der Bereichspindel (1) wird das Gerät zum Ausschalten Öffnen der Verbindung zwischen Klemme 2 und 1 - bei einem höheren Druck eingestellt. Durch Rechtsdrehen (im Uhrzeigersinn) der Differenzspingel (2) wird das Gerät zum Wiedereinschalten - Schließen der Verbindung zwischen Klemme 2 und 1 - bei einer kleineren Differenz eingestellt. Ausschaltdruck = Einschaltdruck + Differenz.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Wirkungsweise des Hochdruckpressostats Fig. 11 Der Hochdruckpressostat

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Wirkungsweise des Hochdruckpressostats

Fig. 11

Fig. 11

Fig. 11

Der Hochdruckpressostat Typ KP 5, der an die Hochdruckseite der Kälteanlage angeschlossen wird, und den Kompressor bei zu hohem Verflüssigungs- druck ausschaltet, ist mit einem druckgesteuerten, einpoligen Wechselkontakt SPDT ausgestattet, dessen Kontaktstellung von dem im Wellrohr (9) herrschenden Druck abhängig ist (siehe Prinzip- zeichnungen A und B).

Mit Hilfe der Einstellspindel (1) kann die Hauptfeder (7) so eingestellt werden, dass sie gegenüber dem Wellrohr einen passenden Gegendruck ausübt. Die nach unten gerichtete Kraftresultierende zwischen diesen beiden Druckkräften wird über einen Bügel (21) auf den Haupthebel (3) übertragen, an dem am anderen Ende ein Tumbler (16) angeordnet ist.

Der Tumbler wird im Haupthebel von einer Druck- kraft festgehalten, die man mit Hilfe der Spindel (2) durch Änderung der von der Differenzfeder (8) ausgeübter Zugkraft justieren kann.

Die Kräfte von Wellrohrdruck, Hauptfeder und Differenzfeder werden also auf den Tumbler (16) übertragen, der kippt, wenn die Kräfte aufgrund der Änderung des Wellrohrdrucks, d.h. des Ver- flüssigerdrucks aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Der Haupthebel (3) kann nur zwei Stellungen einnehmen. In der eine Stellung wird er an jedem Hebelende von einer Kraft beeinflusst, die am Angelpunkt (23) (siehe Prinzipzeichnung A) entgegengesetzt wirkende Kraftmomente entwickelt. Wenn der Wellrohrdruck abnimmt, wird die Hauptfeder mit zunehmender Kraft auf den Haupthebel einwirken, bis dieser schließlich kippt, sobald das Gegenmoment der Differenzfeder überwunden ist. Darauf ändert der Tumbler (16) seine Stellung, so dass die von der Differenzfeder auf ihn ausgeübte Druckkraft nahe einer durch den Angelpunkt des Haupthebels verlaufende Linie zu liegen kommt. Dabei wird das Gegenmoment der Differenzfeder auf beinahe Null reduziert (siehe Fig. B). Der Wellrohrdruck muss jetzt ansteigen, um die Druckkraft der Hauptfeder aufzuheben, da deren Moment am Angelpunkt (23) auch auf Null abfallen muss, bevor das Schnappsystem in seine Ausgangs- stellung zurückgehen kann.

Bei fallendem Wellrohrdruck (siehe Fig. A) bewegt sich der Haupthebel also in die auf Fig. B gezeigte

Stellung, wenn der Wellrohrdruck auf den Ausschalt- druck minus den eingestellten Differenzdruck reduziert ist.

Umgekehrt bewegt sich der Haupthebel von der Stellung auf Fig. B in die Stellung auf Fig. A, wenn der Wellrohrdruck auf den Ausschaltdruck = Einschaltdruck + Differenzdruck angestiegen ist (siehe den übrigen Text zu Fig. 9 und 10 betr. Justierung von Typ KP).

Das speziell entwickelte Kontaktsystem bewirkt, dass der schließende Kontakt mit der Anfangsge- schwindigkeit des Schnappsystems zur Berührung mit dem festen Kontakt an diesen herangeführt wird, wogegen der öffnende Kontakt mit der Maximalgeschwindigkeit des Schnappsystems vom festen Kontakt getrennt wird. Dieser Schaltablauf wurde mit Hilfe eines kleinen Hammers (19) sowie präzise abgestimmten Kontaktfedern erreicht.

Die Kontakte (20) werden also mit einer geringeren Kraft eingeschaltet als ausgeschaltet. Damit wird der Rückschlag (Kontaktprellen) während des Einschalt- vorgangs in der Praxis beseitigt. Die Haltekraft ist in eingeschaltetem Zustand ungewöhnlich groß. Gleichzeitig wurde eine momentane Ausschalt- funktion erreicht, die bewirkt, dass die Haltekraft bis zuletzt hundertprozentig aufrechterhalten werden kann. Das Kontaktsystem kann daher mit hoher Stromstärke arbeiten und die Funktion wird nicht durch Erschütterungen gestört. In der Praxis sind daher auch verglichen mit herkömmlichen Konstruktionen ungewöhnlich gute Ergebnisse erzielt worden.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Thermostat Trockenfilter Schauglas Fig. 12 KP 61 Der Thermostat Typ

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Thermostat

Trockenfilter

Schauglas

Fig. 12 KP 61 Der Thermostat Typ KP 61, der mit einem einpoligen Wechselkontaktsystem (12)
Fig. 12
KP 61
Der Thermostat Typ KP 61, der mit einem einpoligen
Wechselkontaktsystem (12) versehen ist, schließt die
Verbindung zwischen Klemme 1 und 4 bei
ansteigender Fühlertemperatur, d.h. bei
ansteigender Raumtemperatur. Durch Rechtsdrehen
der Einstellspindel (1) werden die Ein- und
Ausschalttemperaturen des Geräts erhöht, und
durch Rechtsdrehen der Differenzspindel (2) wird
die Differenz zwischen der Einschalt- und
Ausschalttemperatur vermindert.
Fig. 13
DML / DCL
Das Trockenfilter Typ DML / DCL enthält eine
gesinterte Füllung, einen sogenannten Feststoff-
einsatz (3). Der Einsatz wird von der Feder (2) gegen
die Polyestermatte (4) und das gewellte Lochblech
gedrückt (5).
Die Füllungen oder Einsätze der Trockenfilter
bestehen aus Stoffen, die Feuchtigkeit, schädliche
Säuren, Fremdkörper, Schlamm und Ölabbau-
produkte effektiv entfernen.
Fig. 14
SGI

Das Schauglas Typ SGI / SGN ist mit einem Farbanzeiger (1) versehen, der von grün zu gelb wechselt, wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Kältemittels den kritischen Wert überschreitet. Die

Farbanzeige ist umkehrbar, d.h. die Farbe wechselt wieder von gelb zu grün, wenn die Anlage getrocknet wird, z.B. durch Austausch des Trocken- filters. Das Schauglas, Typ SGI, ist für FCKW geeignet, das Schauglas, Typ SGN, für FCKW und H-FCKW (R 22).

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Automatisches Wasserventil Fig. 15 WVFX Das automatische Wasserventil

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Automatisches Wasserventil

Fig. 15

Kälteanlagen Automatisches Wasserventil Fig. 15 WVFX Das automatische Wasserventil Typ WVFX öffnet bei
Kälteanlagen Automatisches Wasserventil Fig. 15 WVFX Das automatische Wasserventil Typ WVFX öffnet bei

WVFX

Das automatische Wasserventil Typ WVFX öffnet bei ansteigendem Druck im Wellrohrelement (1), d.h. bei ansteigendem Verflüssigungsdruck, da der Stutzen der Wellrohrkapsel mit der Kältemittelseite des Verflüssigers verbunden ist. Wenn das Handrad

(2) links herum gedreht wird, bekommt die Feder etwas größere Vorspannung, d.h. dass das Ventil bei einem höheren Verflüssigungsdruck öffnen wird. Wenn das Handrad rechts herum gedreht wird, öffnet das Ventil bei einem niedrigeren Verflüssigungsdruck.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Lamellenverdampfer Fig. 16 Der aus parallelen Verdampferschlangen

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Lamellenverdampfer

Fig. 16

Fig. 16

Der aus parallelen Verdampferschlangen aufgebaute Lamellenverdampfer mit Zwangsumwälzung der Luft sollte stets nach dem Gegenstromprinzip angeordnet werden, so dass die Verdampfer- schlangen gleichmäßig belastet werden. Der Luft- strom sollte also im Verhältnis zum Kältemittelstrom so verlaufen, wie auf dem Bild oben dargestellt.

Auf diese Weise (vgl. Bild links) wird der größte Temperaturunterschied zwischen der Luft tI und der Oberfläche des Verdampfers tf beim Kältemittelaustritt des Verdampfers gesichert.

Anders ausgedrückt wird die Kältemittelüberhitzung ∆t schnell von Änderungen in der Eingangsluft- temperatur (der Last) beeinflusst und daher dem thermostatischen Expansionsventil schnell signalisieren, die Flüssigkeitseinspritzung zu ändern.

Es ist wichtig, dass die Verdampferschlangen gleich- mäßig belastet werden. Bei einem senkrechten Luftstrom durch den Verdampfer wird die Eintritts- luft die ersten Verdampferschlangen kräftiger betasten als die nächstfolgenden. Die hintersten Verdampferschlangen werden am wenigsten belastet und werden deshalb den Öffnungsgrad des thermostatischen Expansionsventils bestimmen. Sofern wenig Kältemittelflüssigkeit aus den hintersten Verdampferschlangen die Stelle passiert, an der der Fühler angebracht ist, wird das Ventil schließen, obwohl die vordersten Schlangen wegen größerer Belastung, d.h. wegen lebhafterer Verdampfung, Kältemittelzufuhr benötigen.

Der Fühler des thermostatischen Expansionsventils darf nicht von falschen Impulsen beeinflusst werden, darf also z.B. nicht dem Luftstrom, der durch den Verdampfer geht, ausgesetzt werden. Der Fühler ist deshalb an der Saugleitung außerhalb dieses Luftstroms zu montieren. Ist dies nicht möglich, muss die Kugel isoliert werden.

Ist dies nicht möglich, muss die Kugel isoliert werden. Hier wurde ein thermostatisches Expansionsventil mit

Hier wurde ein thermostatisches Expansionsventil mit äußerem Druckausgleich verwendet.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Kälteanlage mit Ölabscheider und Wärmeaustauscher Fig. 17 In einer

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Kälteanlage mit Ölabscheider und Wärmeaustauscher

Fig. 17

Fig. 17

In einer Kälteanlage sollte das ÖI grundsätzlich im Kompressor verbleiben. Draußen in der Anlage wird es mehr Schaden als Nutzen bringen, weil die Leistung des Verdampfers und des Verflüssigers verringert wird. Zugleich kann die Gefahr einer mangelhaften Schmierung des Kompressors entstehen, falls der Ölstand im Kurbelgehäuse zu niedrig wird. Mit dem Einbau eines wirksamen Ölabscheiders Typ OUB (1) lässt sich das verhindern.

Ferner bietet ein Wärmeaustauscher Typ HE (2) folgende Vorteile:

Überhitzung des Sauggases bietet größere Sicherheit vor Flüssigkeitsschlägen im Kompressor und wirkt der Bildung von Kondenswasser oder Eis an der Oberfläche unisolierter Leitungen entgegen.bietet ein Wärmeaustauscher Typ HE (2) folgende Vorteile: Unterkühlung der Kältemittelflüssigkeit wirkt

Unterkühlung der Kältemittelflüssigkeit wirkt Dampfbildungen entgegen, die die Leistung des thermostatischen Expansionsventils herabsetzen würden.oder Eis an der Oberfläche unisolierter Leitungen entgegen. Die Wirtschaftlichkeit der Anlage wird oft ver- bessert

Die Wirtschaftlichkeit der Anlage wird oft ver- bessert werden können, weil Verlustquellen wie unverdampfte Kältemitteltropfen im Sauggas und mangelhafte Unterkühlung der Kältemittel- flüssigkeit ganz oder teilweise beseitigt werden.des thermostatischen Expansionsventils herabsetzen würden. 14 RG00A503 © Danfoss A/S (RC-CMS / MWA), 01 - 2004

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Ölabscheider Fig. 18 OUB Das heiße Hochdruckgas wird dem

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Ölabscheider

Fig. 18

OUB

Fig. 18 OUB

Das heiße Hochdruckgas wird dem Ölabscheider Typ OUB durch den unteren Anschluss (1) zuge- führt und fließt danach um den Ölbehälter (2) herum und durch das Filter (3), in dem das Öl abgeschieden wird. Die ölarmen Dämpfe treten danach durch den oberen Anschluss (4) aus dem Ölabscheider aus.

Das abgeschiedene Öl wird auf dem Boden des Ölbehälters (2) angesammelt, der vom eintretenden Dampf konstant erwärmt wird. Das abgeschiedene Öl wird auf diese Weise in warmem Zustand, d.h. mit einem Mindestmass an Kältemittelgehalt, aufbewahrt. Ein Schwimmerventil (5) regelt die Ölrückführung zum Kompressor.

Wärmeaustauscher

Fig. 19

HE

Fig. 19 HE

Der Wärmeaustauscher Typ HE ist im Hinblick auf die maximal erreichbare Wärmeübertragung beim geringstmöglichen Druckabfall entwickelt worden. Die warme Kältemittelflüssigkeit wird durch das äußere spiralförmiges Rohr (4) entgegengesetzt dem kalten Kältemitteldampf im inneren Rohr (3) geleitet, das mit eingebauten, gegenseitig versetzten Flossensektionen versehen ist.

Der Wärmeaustauscher Typ HE, der aus Messing und Kupfer hergestellt ist, hat sehr kleine Abmessungen im Verhältnis zu seiner Wärmeübertragungs- fähigkeit. Der spiralförmige, äußere Raum (4) zwingt die warme Kältemittelflüssigkeit über die gesamte wärmeübertragende Fläche hinaus und verhindert Kondensniederschläge am äußeren Mantel.

Die eingebauten, gegenseitig versetzten Flossen- sektionen im inneren Rohr (3) bewirken eine turbulente Strömung des Kältemitteldampfers. Der Wärmeübergang von Flüssigkeit in Dampf ist somit sehr effektiv, gleichzeitig wird der Druckverlust auf einem angemessenen Niveau gehalten.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Kälteanlage für größere Kühlräume Fig. 20 Eine komplette

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Kälteanlage für größere Kühlräume

Fig. 20

Fig. 20 Eine komplette Kälteanlage für einen größeren Kühlraum mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt

Eine komplette Kälteanlage für einen größeren Kühlraum mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt

Zur Sicherung einer wirksamen Absperrung der Flüssigkeitsleitung während der Standzeiten des Kompressors wurde ein Magnetventil Typ EVR (1) eingebaut, weil die Fühlertemperatur des Expansionsventils rascher als die Verdampfungs- temperatur ansteigen kann und das thermostatische Expansionsventil zum Öffnen bringen würde. Wenn man das Magnetventil gleichzeitig mit dem Abstellen des Kompressors schließen lässt, wird ein Überfüllen des Verdampfers während des

Stillstandes verhindert. Die Flüssigkeitsleitung ist mit Handabsperrventilen Typ GBC (2) oder BML versehen, die das Auswechseln des Trockenfilters erleichtern. Die an der Hoch- und Niederdruckseite des Kompressors herrschender Druckverhältnisse können an den dargestellten Manometern abgelesen werden. Die Manometer sind mit T-Ventilen Typ BMT (3) absperrbar.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Magnetventil Fig. 21 EVR Das Magnetventil Typ EVR ist ein

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Magnetventil

Fig. 21

EVR

Fig. 21 EVR

Das Magnetventil Typ EVR ist ein servogesteuertes, elektromagnetisches Absperrventil. Der Druck auf die Oberseite der Membrane (1) ist durch die Ausgleichsbohrungen (2) mit dem auf ihre Unter- seite wirkenden Eintrittsdruck des Ventils ausge- glichen. Wird die Spule (3) an Strom gelegt, so wird die Pilotdüse (4) die einen größeren Strömungs- querschnitt als die Ausgleichsbohrungen zusammen hat, freigegeben.

Der Druck über der Membrane wird durch Aus- strömen durch die Pilotdüse zur Austrittseite des Ventils vermindert, und die Membrane wird vom größeren Eintrittsdruck auf die Unterseite angehoben. Bei stromloser Spule wird die Pilotdüse geschlossen und die Membrane gegen den Ventil- sitz gedrückt, da der Druck über der Membrane jetzt durch die Ausgleichsbohrungen erhöht wird.

Absperrventil

Fig. 22 BM
Fig. 22
BM

Die Absperrventile Typ BM haben eine dreifache Membrandichtung (1) die aus rostfreiem Stahl besteht. Ein Druckschuh (2) verhindert direkten Kontakt mit der Spindel (3). Die Feder (4) kann gemeinschaftlich mit den vorgespannten Mem- branen das Ventil bei Betriebsdrücken bis zu –1 bar (p e ) herab geöffnet halten.

Der Gegensitz im Deckel (5) sichert vor Eindringen von Feuchtigkeit. Die Ventile sind in Durchgangs- und 1 / 4 " Eckhausführung sowie in T-Ausführung lieferbar. Bei der letzteren kann der Durchfluss über die Seitenstutzen abgesperrt werden, während der Durchfluss über die Endstutzen immer frei sein wird.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Stromlaufplan für den Steuerstrom zur Kälteanlage Fig. 20 Fig. 23

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Stromlaufplan für den Steuerstrom zur Kälteanlage Fig. 20

Fig. 23
Fig. 23

Das Schaltbild ist von oben nach unten sowie von links nach rechts zu lesen. Die einzelnen Stromkreise sind so gezeichnet, dass sich keine Leitungen über- kreuzen. Unten im Schaltbild sind die energie- fordernden Komponenten wie Relaisspulen in Motorschutzschaltern und Schützen sowie Spulen in Magnetventilen und Stellmotoren u.a.m. angebracht. Die Thermosicherungen der Motor- schutzschalter F sind bei den Kontakten zwischen Klemme 95 und 96 gezeigt, außerdem sind die Handschalter S zu sehen. Die Hilfskontakte K der Relais zwischen Klemme 13 und 14 sind ganz oben im Schaltbild gezeigt. Die Bezeichnungen 13, 14, 95, 96 usw. entsprechen den in den Danfoss Informationsschriften für Schütze und Motor- schutzschalter benutzten Bezeichnungen.

Die Relaisspulen K1 bedienen die Hilfskontakte zwischen den Klemmen 13 und 14. Die Hilfs- kontakte sind in der Stellung bei stromloser Relais- spule gezeichnet. Unter dem 0-Leiter ist unter jeder Relaisspule außerdem angegeben, in welchem Stromkreis die zum Relais gehörige Hilfskontakte zu finden sind.

Die Klemmenbezeichnung 13-14 ist definitions- gemäß immer ein Schließer (NO), während die Klemmenbezeichnung 11-12 immer ein Öffner (NC) ist.

Das Stromlaufbild ist wie folgt zu lesen:

Wenn der Thermostat Typ KP 61 bei ansteigender Kühlraumtemperatur zwischen den Klemmen 2 und 3 geschlossen ist, ziehen die Relais K1 und K2 in den Motorschutzschaltern Typ CIT an (wenn die Schalter S1 und S2 eingeschaltet sind), und die Verdampfer- ventilatoren werden eingeschaltet. Gleichzeitig schließen die zugehörenden Hilfskontakte in den Stromkreisen 3 und 4. Das Relais K3 im Motor- schutzschalter Typ CIT für den Kompressor zieht an, sofern der kombinierte Hoch- und Niederdruck- pressostat Typ KP15 zwischen den Klemmen 2 und 3 geschlossen und der Schalter S3 eingeschaltet ist. Der Kompressor wird eingeschaltet und gleichzeitig schließt der Hilfskontakt im Stromkreis 5 den Strom zur Spule E im Magnetventil Typ EVR in der Flüssig- keitsleitung. Das Magnetventil öffnet und Kälte- mittelflüssigkeit wird in den Verdampfer eingespritzt. Die Einspritzung wird von einem thermostatischen Expansionsventil Typ TE geregelt.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Schaltplan Fig. 24 Das Motorschutzschalterprogramm von Danfoss bis zu

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Schaltplan

Fig. 24

Fig. 24
Fig. 24

Das Motorschutzschalterprogramm von Danfoss bis zu 420A ist ein aus Modulen aufgebautes Programm. Es besteht aus einem Grundmodul (Schütz Typ CI) an das, je nach Bedarf, 4 Stück Hilfskontaktblöcke (Typ CB-) sowie eine Reihe Thermoauslöser (Typ TI) angeklemmt werden können. Der Schaltplan auf der linken Seite zeigt einen Motorschutzschalter mit Ein-Aus/Wiedereinschalt Funktion. Der Anlasschalter (Typ CB-S) hat die Klemmenbezeichnung 13-14. Der Schaltplan auf der rechten Seite zeigt einen Motor- schutzschalter mit Aus/Wiedereinschalt Funktion, die von einem Thermostat, Pressostat oder ähnlichem gesteuert wird.

Die Motorschutzschalter sind mit einem Thermo- auslöser mit 3 indirekt beheizten Bimetallen, die durch eine Auslösevorrichtung das prellfreie Kontaktsystem zwischen Klemme 95 und 96 im Falle einer Überlastung unterbrechen, versehen. Bei jeder größeren Stromasymmetrie zwischen den drei Motorphasen wird ein eingebauter Differential- auslöser betätigt, der zum Unterschied von einer normalsymmetrischen Überlastung eine beschleunigte Auslösung sichert. Der Auslöser ist

teilweise temperaturkompensiert, d.h., dass bis zu 35°C für einen etwaigen Temperaturanstieg der Umgebung, der nicht von einer Überlastung herrührt, kompensiert wird.

Die Motorschutzschalter sind in mehreren ver- schiedenen Ausführungen lieferbar. Bei den hier gezeigten Beispielen sind sie mit arretierbarem Abstellknopf und manuellem Reset des Thermo- auslösers versehen, d.h., dass die Motorschutz- schalter nach einer thermischen Auslösung von Hand wieder eingeschaltet werden müssen.

Sie sind aus Thermoplast (CI) und Bakelit/Thermo- plast (TI) aufgebaut; alle Haupt- und Hilfskontakte sind aus einer speziellen Silberlegierung hergestellt. Alle Eisenteile sind außerdem wirkungsvoll vor Rost geschützt. Danfoss liefert auch Softstarter, Typ MCII, und Leistungsschalter, Typ CTI.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Zentralkälteanlage für Kühlraumtemperaturen über dem Gefrierpunkt

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Zentralkälteanlage für Kühlraumtemperaturen über dem Gefrierpunkt

* In der Bundesrepublik Deutschland müssen gemäss VBG 20 vom TÜV zugelassene Geräte Typ KP 17W verwendet werden.

Fig. 25

Fig. 25

Da die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit für die Haltbarkeit vieler Lebensmittel eine wesentliche Rolle spielen, wird sehr oft gewünscht, dass die verschiedenen Warengattungen unter den günstigsten Bedingungen aufbewahrt werden. Es werden deshalb Kühlräume mit unterschiedlichen Temperaturen und Feuchtigkeitsgehalten benötigt, d.h., dass nicht nur die Raumtemperaturen, sondern auch die Verdampfungstemperaturen unter Kontrolle sein müssen.

Im gezeigten Beispiel wären somit folgende Temperaturen denkbar:

 

Raumtemp.

Verdampfungs-

temp.

Gemüseraum

+8°C

+3°C

Raum für Salate und Aufschnitt

+5°C

–5°C

Fleischraum

0°C

–10°C

Die Raumtemperatur in allen 3 Kühlräumen wird mit KP-62-Thermostaten geregelt, die die EVR- Magnetventile öffnen und schließen.

Die beiden Verdampfungsdruckregler Typ KVP (1) drosseln in der Saugleitung hinter den Verdampfern in den Räumen für +8°C und +5°C, so dass die Verdampfungstemperaturen auf +3°C bzw. –5°C gehalten werden.

Der kombinierte Hoch- und Niederdruckpressostat Typ KP 15* (2) schaltet den Kompressor in Überein- stimmung mit passend niedrigen Saugdrücken ein und aus, so dass die Verdampfungstemperatur im Raum für 0°C auf –10°C gehalten wird.

Das Rückschlagventil Typ NRV (3) verhindert während der Standzeit des Kompressors eine Kondensation des Kältemittels aus den Ver- dampfern der Räume für +8°C und +5°C in den kältesten Verdampfer des Raums für 0°C.

Das Rückschlagventil Typ NRV (4) sichert vor Kältemittelkondensation im Ölabscheider und im Deckel des Kompressors, sofern diese Kompo- nenten während der Standzeiten der Anlage kälter als der Verflüssiger werden.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Verdampfungsdruckregler Fig. 26 KVP Der Verdampfungsdruckregler, Typ

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Verdampfungsdruckregler

Fig. 26

KVP

Fig. 26 KVP

Der Verdampfungsdruckregler, Typ KVP, öffnet bei steigendem Druck auf der Eingangsseite, d.h. wenn sich der Druck im Verdampfer erhöht (zunehmende Last). Wenn man die Einstellschraube (1) rechts herum dreht, bekommt die Feder (5) größere Vorspannung, und der Öffnungsdruck wird erhöht, d.h. die Verdampfungstemperatur gesteigert. Der Regler ist mit einem Wellrohr (10) gleichen Durchmessers wie für den Ventilteller (2) versehen. Dadurch wird erreicht, dass Druckabweichungen auf der Austrittseite des Reglers kleinen Einfluss auf die automatische Regelung des Öffnungsgrads haben, da der Druck auf die Oberseite des Ventiltellers mit

dem Druck auf das Wellrohr im Gleichgewicht steht. Der Regler ist außerdem mit einer Dämpf- vorrichtung (11) versehen, so dass Druckpulsationen in der Anlage die Regelfunktion nicht stören.

Um die Justierung des Reglers zu erleichtern, ist er mit einem speziellen Manometeranschluss (9) versehen, der die Montage und Demontage eines Manometers ohne vorausgehende Entleerung von Saugleitung und Verdampfer ermöglicht.

Rückschlagventil

Fig. 27 NRV
Fig. 27
NRV
Fig. 27 NRV
Fig. 27 NRV

Das Rückschlagventil Typ NRV ist in Durchgangs- oder Eckausführung mit Bördel- oder Lötanschluss lieferbar. Die Funktion des Ventils wird ausschließ- lich vom Druckabfall im Ventil gesteuert.

NRD Durchgangsausführung:

Der Ventilteller ist an einem Dämpfkolben (1) montiert, der von einer schwachen Feder (2) gegen den Ventilsitz gedrückt wird. Bei Öffnen des Ventils

wird das Volumen hinter dem Dämpfkolben vermindert. Durch eine Ausgleichsrille kann das Kältemittel zur Austrittseite des Ventils entweichen. Dadurch werden die Bewegungen des Kolbens gedämpft. Diese Anordnung macht die Rückschlag- ventile für die Verwendung in Rohrleitungen geeignet, in denen Druckwellen auftreten können.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Stromlaufplan für den Steuerstrom zur Kälteanlage Fig. 25 * In der

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Stromlaufplan für den Steuerstrom zur Kälteanlage Fig. 25

* In der Bundesrepublik Deutschland müssen gemäss VBG 20 vom TÜV zugelassene Geräte Typ KP17W verwendet werden.

Fig. 28
Fig. 28

Der Thermostat Typ KP 62 in Raum für +8°C steuert das Magnetventil E1 Typ EVR in der Flüssigkeits- leitung, während 2 Thermostate Typ KP 62 in den Räumen für +5°C bzw. 0°C die Motorschutzschalter K1 und K3 Typ CIT der Verdampferventilatoren sowie die Magnetventile E2 und E3 Typ EVR in den Flüssigkeitsleitungen steuern.

Der kombinierte Hoch- und Niederdruckpressostat Typ KP15* steuert den Motorschutzschalter K4 Typ CIT des Kompressormotors.

Eine Bedingung für die Funktion ist, dass die manuellen Schalter S1, S2, S3 und S4 eingeschaltet sind.

Der Kompressormotor wird also nur von den Raum- thermostaten indirekt gesteuert, und er wird z.B. noch eine Weile arbeiten können, nachdem alle Thermostate ausgeschaltet haben.

Da die Raumthermostate außerdem kaum gleich- zeitig ausschalten werden, wird diese Steuerform eine Nachverdampfung bewirken, die zur Verhinderung von Flüssigkeitsschlägen im Kompressor ein Vorteil sein kann, im Hinblick auf die Beendigung der Kühlung aber ein Nachteil ist. Wenn ein Raumthermostat ausschaltet, wird fortwährend eine kleine Nachverdampfung erfolgen, wobei der Füllungsgrad des betreffenden Verdampfers vermindert wird. Wenn der Raumthermostat wieder schließt, bewirkt dieser verminderte Füllungsgrad, dass während des plötzlichen Aufschäumens des Kältemittels am Anfang der Betriebsperiode des Verdampfers weniger unverdampfte Kältemittel- flüssigkeit in die Saugleitung eindringt.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Kälteanlage für Gefriermöbel Fig. 29 Da diese Kälteanlage mit

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Kälteanlage für Gefriermöbel

Fig. 29

Fig. 29

Da diese Kälteanlage mit Ausnahme von täglich ein oder zwei Unterbrechungen für eine automatische Abtauung bei niedrigen Verdampfungstemperaturen arbeiten soll, sollte der Elektromotor des Kompressors für die normalen Betriebsbedingungen, d.h. für die verhältnismäßige kleine Belastung bei niedrigen Saugdrücken, bemessen werden. Nach einer Abtauung wäre dieser kleine Motor jedoch einer Überlastung ausgesetzt mit der folgenden Gefahr dass die Wicklung durchbrennt. Als Sicherung hiergegen ist ein Startregler Typ KVL (1) montiert, der erst öffnet, wenn der Saugdruck vor dem Kompressor auf einen Druck gesenkt worden ist, der den Kompressormotor nicht überlasten wird. Das Reglersystem KVR (2) + NRD (3) wird zur Aufrechterhaltung eines konstanten und genügend hohen Verflüssigungs- und Sammler- drucks im Sammler an luftgekühlten Verflüssigern mit niedrigen Umgebungstemperaturen verwendet. Bei Winterbetrieb sinkt die Umgebungstemperatur und damit der Verflüssigungsdruck des luft- gekühlten Verflüssigers. KVR regelt in Abhängig- keit vom Eintrittsdruck und beginnt zu drosseln, wenn der Druck unter den eingestellten Wert abfällt. Dadurch wird der Verflüssiger teilweise mit Flüs- sigkeit gefüllt, so dass die wirksame Verflüssiger- fläche vermindert und der gewünschte Verflüssig- ungsdruck wieder aufgebaut wird. Da die eigent- liche Regelungsaufgabe bei Winterbetrieb darin besteht, den Sammlerdruck auf einen geeigneten hohen Wert zu halten, wird KVR mit einem Diffe- renzdruckventil NRD kombiniert, das in die gezeigte Bypass-Leitung montiert wird. NRD beginnt bei einem Differenzdruck von 1,4 bar zu

öffnen. Wenn der Verflüssigerdruck fällt, beginnt KVR zu drosseln. Dadurch wird der gesamte Druckabfall über den Verflüssiger + KVR erhöht. Wenn dieser Druckabfall 1,4 bar erreicht, beginnt NRD zu öffnen und gewährleistet damit die Aufrechterhaltung des Sammlerdrucks. Als Faustregel gilt, dass der Druck im Sammler gleich dem eingestellten Druck von KVR minus 1 bar ist. Bei Sommerbetrieb, bei dem KVR ganz geöffnet ist, beträgt der gesamte Druckabfall über den Verflüssiger und KVR weniger als 1,4 bar. NRD ist deshalb geschlossen. Die Füllung kann bei Sommerbetrieb im Sammler gesammelt werden. Deshalb muss die Anlage mit einem genügend großen Sammler versehen sein. KVR kann ausserdem als Entlastungsventil zwischen der Hochdruck- und der Saugseite des Ventils verwendet werden, um die Hochdruckseite gegen zu hohen Druck zu schützen (Sicherheits- funktion). Der druckgeschmierte Verdichter mit Ölpumpe wird vom Differenzdruckregler, Typ MP 55 (4), vor Ölausfall geschützt. Der Regler stoppt den Verdichter, sobald die Differenz zwischen Öldruck und Saugdruck im Kurbelgehäuse zu klein wird. Ein Thermostat Typ 077B ist im Gefriermöbel montiert, während der Fühler im gekühlten Raum angebracht ist. Steigt die Temperatur über den eingestellten Wert an, schaltet sich eine Signal- lampe ein.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Differenzpressostat Fig. 30 MP 55 Der Differenzpressostat Typ MP 55

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Differenzpressostat

Fig. 30 MP 55
Fig. 30
MP 55

Der Differenzpressostat Typ MP 55 wird als Sicherheitspressostat an Kältekompressoren mit Druckschmierung verwendet, da das Gerät nach einer bestimmten Zeitverzögerung den Kompressor im Falle eines Versagens der Ölschmierung ausschaltet.

Das Öldruckelement "OIL" (1) ist an den Austritt der Ölpumpe und das Niederdruckelement "LP" (2) an das Kurbelgehäuse des Kompressors anzuschließen. Wenn der Differenzdruck zwischen dem Öldruck und dem Druck im Kurbelgehäuse unter dem Sollwert am Pressostat ist, wird der Strom zum Zeitrelais geschlossen (die Verbindung zwischen T 1 und T 2 wird geschlossen; siehe Anschlussdiagramm).

Wenn die Verbindung zwischen den Kontakten T 1 – T 2 wegen versagenden Überdruckes gegenüber dem Druck im Kurbelgehäuse (dem Saugdruck) für längere Zeit geschlossen bleibt, unterbricht das Zeitrelais den Steuerstrom zum Motorschutzschalter des Kompressors (der Kontakt des Zeitrelais wechselt von A nach B und unterbricht dabei den Steuerstrom zwischen L und M).

Der minimal zulässige Differenzdruck, d.h. der minimale Öldruck, bei dem der Differenzpressostat bei normalem Betrieb den Strom zum Zeitrelais (Verbindung zwischen T 1 – T 2 geöffnet) unter- brochen halten kann, wird an der Druckeinstell- scheibe (3) eingestellt. Durch Rechtsdrehen erhöht man die Differenz, d.h. den minimalen Öldruck, bei dem der Kompressor gerade noch weiterarbeiten kann.

Die Kontaktdifferenz ist fest auf 0,2 bar eingestellt, und der Strom zum Zeitrelais wird daher beim Anlauf erst dann unterbrochen, wenn der Öldruck um 0,2 bar größer als der minimal zulässige Differenzdruck ist. Die Ölpumpe muss also beim Kompressoranlauf imstande sein - vor Ablauf der Zeitverzögerung - den Öldruck um 0,2 bar über den eingestellten minimal zulässigen Öldruck zu erhöhen. Die Verbindung zwischen den Kontakten T 1 – T 2 muss so schnell nach dem Kompressoranlauf unterbrochen werden, dass dem Kontakt des Zeitrelais keine Zeit bleibt, von A nach B zu wechseln und so die Verbindung zwischen L und M zu unterbrechen. - Siehe Stromlaufplan Fig. 35.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Startregler Verflüssigerdruckregler Fig. 31 KVL Startregler KVL

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Startregler

Verflüssigerdruckregler

Fig. 31 KVL Startregler KVL öffnet bei abfallendem Druck an der Austrittseite, d.h., bei abfallendem
Fig. 31
KVL
Startregler KVL öffnet bei abfallendem Druck an der
Austrittseite, d.h., bei abfallendem Saugdruck vor
dem Kompressor. Durch Drehen der Spindel (1) im
Uhrzeigersinn (rechts herum) wird die Feder (5)
gespannt, und die Regler beginnen erst bei
höherem Druck an der Austrittseite zu regeln.
Fig. 32
KVR
Der Verflüssigerdruckregler Typ KVR öffnet bei
ansteigendem Druck auf der Eintrittseite des
Reglers, d.h. bei ansteigendem Verflüssigerdruck.
Durch Rechtsdrehen der Spindel (1) gibt man der
Feder (2) größere Vorspannung, so dass der
Öffnungsdruck erhöht, d.h. der Verflüssigerdruck
gesteigert wird.

Alle Regler sind wie der Verdampfungsdruckregler Typ KVP mit einem Druckausgleichswellrohr (10) zum Ausgleichen von Druckänderungen auf der Eintrittseite des Typs KVL sowie der Austrittseite des Typs KVL ausgestattet. Ebenfalls sind alle Regler mit einer Dämpfvorrichtung (11) versehen, so dass Druckpulsationen in der Anlage die Regelfunktionen nicht stören.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Differenzdruckventil Fig. 33 NRD Das Differenzdruckventil Typ NRD

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Differenzdruckventil

Fig. 33

Fig. 33 NRD

NRD

Das Differenzdruckventil Typ NRD beginnt bei einem Druckabfall von 1,4 bar zu öffnen und ist ganz geöffnet bei 3 bar. Die Aufrechterhaltung des Sammlerdrucks ist gewährleistet, wenn das Ventil als by-pass montiert ist.

Verdampferthermostat

Fig. 34

077B

Verdampferthermostat Fig. 34 077B

Der Verdampferthermostat Typ 077B unterbricht das Kontaktsystem bei ansteigender Temperatur. Durch Drehen der Bereichsspindel nach rechts, wird die Ausschalttemperatur des Thermostats angehoben, d.h., die Temperatur, bei der die Signallampe eingeschaltet wird.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Stromlaufplan für Kälteanlage für Gefriermöbel Fig. 29 Fig. 35

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Stromlaufplan für Kälteanlage für Gefriermöbel Fig. 29

Fig. 35
Fig. 35

Eine Schaltuhr P steuert einen Wechselschalter im Stromkreis 2, der den Steuerstrom zu den Schützen K1 und K2, Typ CI, für einige elektrische Abtau- heizungen unter den Verdampfern bzw. einige Verdampferventilatoren schließt oder unterbricht. Wenn K2 eingeschaltet ist, ist K1 ausgeschaltet, d.h., die Verdampferventilatoren sind während der Abtauperiode abgestellt. Gleichzeitig wird der Motorschutzschalter K3, Typ CI, für den Verflüssiger- ventilator vom Hilfskontakt (Öffner zwischen 21 und 22) im Stromkreis 4 ausgeschaltet und eine Signal- lampe H1 vom Hilfskontakt (Schließer zwischen 13 und 14) im Stromkreis 6 eingeschaltet. Wenn der Motorschutzschalter K3 ausgeschaltet ist, ist der Hilfskontakt (Schließer zwischen 13 und 14) im Stromkreis 5 unterbrochen, und der Motorschutz- schalter K4, Typ CIT ist ausgeschaltet. Der Kompressor ist also auch ausgeschaltet.

Der Pressostat Typ KP 1 (I), der elektrisch so verbunden ist, dass er bei ansteigendem Druck ausschaltet, unterbricht den Abtauvorgang, sobald

der Saugdruck so weit angestiegen ist, dass kein Eis mehr am Verdampfer vorhanden ist. Wenn das Schütz K2 ausgeschaltet wird, werden der Motor- schutzschalter K3 und damit der Motorschutz- schalter K4 von den Hilfskontakten (Öffner zwischen

21 und 22) im Stromkreis 4 und dem Hilfskontakt

(Schließer zwischen 13 und 14) im Stromkreis 5 eingeschaltet. (Voraussetzung: Kontakte S1 und S2

sind eingeschaltet). Der Verflüssigerventilator und der Kompressor laufen an. Gleichzeitig erlischt die Signallampe H1 über den Kontakt zwischen 13 und

14 im Stromkreis 6 und die Signallampe H2 wird

vom Hilfskontakt (Schließer zwischen 13 und 14) im Stromkreis 7 eingeschaltet. Die Verdampfer- ventilatoren werden von der Schaltuhr P durch

Einschalten von K1 zeitverzögert in Betrieb gesetzt. Aufgrund dieser Verzögerung kann der Kompressor die während der Abtauperiode in den Verdampfern gespeicherte Wärme abführen, bevor die Verdampferventilatoren eingeschaltet werden.

Der Niederdruckpressostat Typ KP 1 (II) ist elektrisch verbunden, so dass er die Kälteanlage während des Normalbetriebs steuert. Der Hochdruckpressostat Typ KP 5 schaltet bei zu hohem Verflüssigungsdruck den Kompressor, aber nicht den Verflüssiger- ventilator, ab.

Ein Thermostat Typ 077B schaltet eine Signallampe H3 ein, wenn die Temperatur in der Vitrine –18°C überschreitet. Die Signallampe sind an eine 12V Akkumulatoranlage angeschlossen, so dass die Alarmlampe H3 auch dann funktionieren kann, wenn der Strom vom Hauptnetz ausfallen sollte.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Hauptschaltplan für Schütze Fig. 36 Hauptstromschaltbild für die

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Hauptschaltplan für Schütze

Fig. 36

Fig. 36

Hauptstromschaltbild für die Schütze K1 und K2 Typ CI für die Kälteanlage für Gefriermöbel Fig. 29 (Stromlaufplan, siehe Fig. 35).

Die Schütze werden von einem Wechselschalter von der Kontaktuhr P so gesteuert, dass das eine eingeschaltet ist, während das andere ausgeschaltet ist. Die Hauptkontakte 1-2 und 3-4 des Schützes K2 sind an je eine elektrische Abtauheizung angeschlossen. Das Schütz K1 ist mit 4 Haupt- kontakten versehen, von denen jeder an einen einphasigen Ventilator angeschlossen ist (1-2, 3-4, 5-6 und 13-14).

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Anlagen zur Kühlung von Ventilationsluft Fig. 37 In die Saugleitung

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Anlagen zur Kühlung von Ventilationsluft

Fig. 37
Fig. 37

In die Saugleitung ist ein elektronisch gesteuerter Saugdruckregler, Typ KSV (1), eingebaut. Der elektronische Regler erhält sein Steuersignal von einer zentralen Steuerung, z.B. einer SPS, deren Temperaturfühler wiederum in der Rückluft des Raums, dessen Ventilationsluft gekühlt werden soll, angebracht ist.

Das KVS-Ventil öffnet bei steigender Temperatur der Rückluft.

Bei steigender Fühlertemperatur öffnet sich das Ventil etwas mehr, und die Absaugung vom Verdampfer wird erhöht. Gleichzeitig vermindert sich der Druckabfall über dem Ventil, da die Verdampfungstemperatur fällt und der Saugdruck steigt. Dadurch erhöht sich die Verdampfer- und Verdichterleistung.

Bei fallender Fühlertemperatur schließt sich das Ventil etwas mehr, und die Absaugung vom Verdampfer wird reduziert. Gleichzeitig erhöht sich der Druckabfall über dem Ventil, da die Verdampfertemperatur steigt und sich der Saugdruck vermindert. Dadurch reduziert sich die Verdampfer- und Verdichterleistung.

Da derartige Anlagen unabhängig vom Belastungszustand zu betreiben sind, muss eine Leistungsregelung des Verdichters möglich sein.

Dazu kann ein Leistungsregler, Typ KVC (2), eingesetzt werden, der verhindert, dass der Saugdruck so weit abfällt, dass entweder der

Verdichter abgeschaltet wird oder der minimale zulässige Saugdruck unterschritten wird. Dabei ist das KVC-Ventil so eingestellt, dass es zu Beginn öffnet, um ein Überschreiten der oben erwähnten Begrenzungen zu verhindern. Über diesen Heißgas-Bypass wird ein Teil des Druckgases von der Druckseite der Anlage zur Saugseite abgeleitet, wodurch sich die Kühlleistung vermindert.

Diese Form der Leistungsregelung bewirkt eine teilweise Überhitzung des Sauggases. Da als Folge davon die Druckgastemperatur ansteigt, erhöht sich die Verkokungsgefahr des Öls in den Verdichterdruckventilen. Um dem entgegen zu wirken, ist in einem Bypass von der Flüssigkeitsleitung zur Saugleitung ein thermostatisches Expansionsventil, Typ T (3), eingebaut. Die Fühler dieses Ventils sind in der Saugleitung unmittelbar vor dem Verdichter angebracht.

Wird die Überhitzung an dieser Stelle zu groß, öffnet das Ventil, wobei etwas Flüssigkeit in die Saugleitung eingespritzt wird. Beim Verdampfen dieser Flüssigkeit reduziert sich die Überhitzung und damit die Druckgastemperatur.

Ein Magnetventil, Typ EVR (4), ist unmittelbar vor dem thermostatischen Expansionsventil (3) angebracht, um zu verhindern, dass bei gestoppter Kälteanlage flüssiges Kältemittel in die Saugleitung eindringt.

wird fortgesetzt

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen Fig. 38 Fig. 39 KVS KVC Elektronisch gesteuerter Saugdruckregler

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Fig. 38 Fig. 39 KVS KVC
Fig. 38
Fig. 39
KVS
KVC

Elektronisch gesteuerter Saugdruckregler KVS (1) ist ein von einem Schrittmotor aktivierter Saugdruckregler, der seinen Öffnungsgrad gemäß den Signalen des EKC-368-Reglers ändert, wobei der Ventilmotor durch die Impulse je nach Bedarf in die eine oder andere Drehrichtung rotiert, um mehr oder weniger zu öffnen oder zu schließen.

Leistungsregler Der Leistungsregler, Typ KVC, öffnet bei fallendem Druck auf der Ausgangsseite, d.h. bei fallendem Saugdruck vor dem Verdichter.

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen © Danfoss A/S (RC-CMS / MWA), 01 - 2004 RG00A503 31

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen © Danfoss A/S (RC-CMS / MWA), 01 - 2004 RG00A503 31
Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen 32 RG00A503 © Danfoss A/S (RC-CMS / MWA), 01 - 2004

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen 32 RG00A503 © Danfoss A/S (RC-CMS / MWA), 01 - 2004
Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen © Danfoss A/S (RC-CMS / MWA), 01 - 2004 RG00A503 33

Handbuch

Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen

Handbuch Automatisierung gewerblicher Kälteanlagen © Danfoss A/S (RC-CMS / MWA), 01 - 2004 RG00A503 33
Das Danfoss Produktprogramm für die Kälte- und Klimaanlagenindustrie: Verdichter für Kälte- und Klimaanlagen Diese

Das Danfoss Produktprogramm für die Kälte- und Klimaanlagenindustrie:

Verdichter für Kälte- und Klimaanlagen Diese Produkte umfassen hermetische Kolbenverdichter, Scrollverdichter und lüftergekühlte Verflüssigeraggregate. Typische Anwendungen sind Klimaaggregate, Wasserkühler und gewerbliche Kälteanlagen.

Verdichter- und Verflüssigeraggregate Dieser Teil des Programms umfasst hermetische Verdichter und lüftergekühlte Verflüssigeraggregate für Haushaltskühlschränke und -tiefkühlgeräte und für gewerbliche Aggregate, wie Flaschenkühler und Getränkespender. Ebenfalls angeboten werdenVerdichter fürWärmepumpen und 12 und 24VVerdichter für Kühlschränke und Tiefkühlgeräte in gewerblichen Fahrzeugen und Booten.

Geräteregler DanfossbieteteinProgrammvonkundenspezifischenelektromechanischenThermostatenfürKühlschränke und Tiefkühlgeräte, elektronischen Temperatur-reglern mit oder ohne Display und Servicethermostaten für das Warten von Kühlschränken und Tiefkühlgeräten an.

Kälte- und Klimaanlagenregler Unser umfangreiches Produktprogramm deckt alle Regel-, Sicherheits-, Anlagenschutz- und Überwach ungsanforderungen in mechanisch und elektronisch geregelten Kälte- und Klimaanlagen. Die Produkte finden in zahllosen Anwendungen im gewerblichen und industriellen Kälte- und Klimaanlagenbereich ihren Einsatz.

und industriellen Kälte- und Klimaanlagenbereich ihren Einsatz. RG00A503 Produced by Danfoss RC-CMS. 01.2004.MWA

RG00A503

Produced by Danfoss RC-CMS. 01.2004.MWA