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Lignatec

Die technischen Holzinformationen der Lignum

Massivholzbau

Lignatec Die technischen Holzinformationen der Lignum Massivholzbau Lignum

Lignum

Inhalt

2 Lignatec Massivholzbau

Diese Publikation wurde von folgenden Partnern finanziell und ideell unterstützt:

 

Seite

3

1

Der Massivholzbau – Ursprung, Entwicklung, Perspektiven

 

1.1

Vergleich von Massiv-, Holz- und Stahlbauweise

1.2

Kleiner Exkurs in den Massivbau

 

1.3

Paradigmenwechsel im Holzbau – die Platte

1.4

Was tun mit der Platte?

Projektpartner

 

9

2

Leben im massiven Holzhaus

Selbsthilfefonds der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft Holzbau Schweiz Holzindustrie Schweiz Berner Fachhochschule, Departement Architektur, Holz und Bau

 

2.1

Die Kultur von Bauen und Wohnen

2.2

Warum massiv in Holz bauen?

2.3

Nachwachsender Rohstoff

2.4

Starkholznutzung

2.5

Wald und Holz als CO 2 -Senke

2.6

Holz nutzen ist ein Stück nachhaltiges Wirtschaften

 

16

3

Bauphysik und Behaglichkeit

Industriepartner

3.1

Ökologie

3.2

Wärmeschutz

Erne AG Holzbau, Laufenburg Holzbau AG, Mörel Logus Systembau AG, Schönenberg Nägeli AG, Gais Pius Schuler AG, Rothenthurm Ruwa Holzbau, Küblis Sägerei Sidler AG, Oberlunkhofen Schilliger Holz, Küssnacht am Rigi Schmidlin Holzbau AG, Steinen Tschopp Holzbau AG, Hochdorf

 

3.3

Schallschutz

3.4

Brandschutz

 

21

4

Produkte und Systeme für den Massivholzbau

 

4.1

Ökomodul Bresta Einfamilienhaus Köck in Hohenrain

4.2

Optiholz Erweiterungsbau des Oberstufenzentrums in Berg

4.3

Ligno-Swiss Ein- und Zweifamilienhaus ‹Im Hobacher› in Ottenbach

 

4.4

Appenzellerholz Mehrfamilienhaus Schwantlern in Gais

Autoren

4.5

Grossformatplatte (GFP) Minergie-P-Haus in Schwellbrunn

Andrea Deplazes Kapitel 1, 2 Professur für Architektur und Konstruktion, ETH Zürich Jürg Fischer Kapitel 2, 4–7 Fischer Timber Consult, Bubikon Marco Ragonesi Kapitel 3 Ragonesi Strobel & Partner AG, Luzern

 

4.6

Schuler-Blockholz Mehrfamilienhaus ‹Sunny Woods› in Zürich-Höngg

4.7

Holz-Beton-Verbundsystem Suprafloor Schulhaus in Peseux

4.8

Blockbau/Strickbau von Ruwa Holzbau Küblis und Holzbau AG Mörel Einfamilienhaus Domeniconi in Grächen Wohnanlage Raschnal in Saas im Prättigau

 

42

5

Glossar

 

42

6

Normen, Literatur

 

43

7

Adressen, Partner

48

Impressum

Titelbild

Wohnanlage Raschnal, Saas im Prättigau Waeber/Dickenmann, Architekten BSA/SIA, Lachen

Dieses Lignatec ist aus dem Projekt ‹Massivholz- Bauweise› (2005) an der Abteilung F + E der Hochschule für Architektur, Bau und Holz (heute:

Berner Fachhochschule, Departement Architektur, Holz und Bau) hervorgegangen, dort bearbeitet durch Dr. Jan Hamm und Christof Höltschi.

3 Lignatec Massivholzbau

1 Der Massivholzbau – Ursprung, Entwicklung, Perspektiven

1.1 Vergleich von Massiv-, Holz- und Stahlbauweise

1.1 Vergleich von Massiv-, Holz- und Stahlbauweise Figur 1: Massivbauweise Lehmhütte Figur 4: Filigranbauweise

Figur 1:

Massivbauweise

Lehmhütte

Holz- und Stahlbauweise Figur 1: Massivbauweise Lehmhütte Figur 4: Filigranbauweise Hütte aus Ästen Die Begriffe

Figur 4:

Filigranbauweise Hütte aus Ästen

Die Begriffe ‹Massivbauweise› und ‹Filigranbauweise› bezeichnen diejenigen Archetypen der Baukon- struktion, die seit der Neolithisierung Europas (der Sesshaftwerdung und Siedlungsgründung) vor 10 000 Jahren durch alle kulturellen und ethnischen Differenzierungen hindurch die Bedingungen des Bauens nachhaltig bestimmen und nach wie vor durchdringen. Zur Massivbauweise gehören alle Techniken des Mauerns und Wölbens, also vertikale Mauerwerke aus Stein, Ziegel, Lehm und seit 1900 auch der mo- derne Beton, sowie in der Horizontalen Bogen, Ge- wölbe und Kuppel. Die so gebildeten Elemente sind ebene oder gekrümmte, scheibenartige Körper oder Schalen, die unmittelbar und gleichzeitig Struktur und Raum erzeugen. Zur Filigranbauweise zählen alle Konstruktionswei- sen, die mit stabartigen Modulen arbeiten, zum Bei- spiel mit Ästen, Rundholz, Bohlen oder ab 1800 mit Stahlprofilen. Sie werden zu zweidimensionalen Rahmen oder zu dreidimensionalen Gittern gefügt und bilden primär Gerüstbauten, die erst in weite- ren, nachfolgenden Arbeitsschritten räumlich ver- dichtet werden können. Gerade im Holzbau zeigt sich die lang andauernde, traditionell ungebrochene Kette des Konstruierens mit Holzbalken, um sowohl vertikale Riegel- oder Rahmenwände als auch horizontale Decken und Dächer aus Balkenlagen zusammenzufügen. Zu den Holzbauweisen, die auf massiven, jedoch gleichfalls aufgeschichteten Stäben basieren, zählen der Block- bau respektive der Strickbau. Dann folgen der Fach- werkbau, der Ständerbau und sein amerikanisiertes Pendant, der Balloon Frame, und schliesslich der in- dustrialisierte und vorfabrizierte Rahmenbau. Eher ein Exotikum im Holzbau ist der sogenannte Ske- lettbau, der jedoch ganz anderen Einflüssen ent- springt, wie noch zu zeigen sein wird.

Einflüssen ent- springt, wie noch zu zeigen sein wird. Figur 2: Massivbauweise Mauerwerk Figur 3: Filigranbauweise

Figur 2:

Massivbauweise Mauerwerk

noch zu zeigen sein wird. Figur 2: Massivbauweise Mauerwerk Figur 3: Filigranbauweise Nomadenkultur Figur 5: Gitter

Figur 3:

Filigranbauweise Nomadenkultur

Mauerwerk Figur 3: Filigranbauweise Nomadenkultur Figur 5: Gitter für Gerüstbau aus Stahl Figur 6: Aktuelle

Figur 5:

Gitter für Gerüstbau aus Stahl

Figur 6:

Aktuelle Holzbausysteme, von links nach rechts:

Blockbau, Fachwerkbau, Ständerbau, Skelettbau, Rahmenbau

Stahl Figur 6: Aktuelle Holzbausysteme, von links nach rechts: Blockbau, Fachwerkbau, Ständerbau, Skelettbau, Rahmenbau

Figur 7:

Stützen-Platten-Struktur

Der Stahlbau seinerseits erfindet nichts, was nicht schon im Holzbau angelegt gewesen wäre – Gerüst- bauten –, entwickelt aber dank höherer Material- festigkeit grössere Spannweiten und Kompaktheit dank axial gefügter Knoten. Zudem werden die horizontalen, dem Holzbau nachempfundenen Bal- kenlagen schon bald durch dünnwandige, gefaltete Bleche verdrängt, die im Nu verlegt sind und gross- feldrige Abschnitte überspannen können. Das Prin- zip der Stützen-Platten-Strukturen kündigt sich an.

1.2 Kleiner Exkurs in den Massivbau

kündigt sich an. 1.2 Kleiner Exkurs in den Massivbau Figur 8: Schnittzeichnung massiver Mauern mit vertikaler

Figur 8:

Schnittzeichnung massiver Mauern mit vertikaler Raumausdehnung

Figur 9:

Anschauungsbeispiel massiver Mauern mit vertikaler Raum- ausdehnung

Figur 10:

Objekt mit Stützen- Platten-System

Figur 11:

Stützen als Punktraster bewirken freie Räume

Ebenso kontinuierlich verlief die Entwicklung des Massivbaus. Das Bauen von Mauern war jedoch einfacher als das Überwölben des Raums. Man be- half sich pragmatisch mit der sogenannten Misch- bauweise, bei der die Technik des Massivbaus mit der Filigranbauweise kombiniert wurde: Anstelle von Gewölben wurden Balkenlagen in Holz einge- setzt, so dass mehrgeschossige Bauwerke realisiert werden konnten. Die Grundriss-Dispositive wurden somit von den Spannweiten der Deckenkonstruk- tionen und von den raumbildenden Mauerschalen definiert. Der Schnitt zeigt massive Mauern und fili- grane, fast durchlässig dünne Decken, so dass sich durchaus die Empfindung einer vertikalen, ge- schossübergreifenden Raumausdehnung einstellt.

Mit der Erfindung des Stahlbetons, einer neuen Mischbauweise aus massivem Beton und filigraner Stahlbewehrung, ereignet sich um 1900 ein Para- digmenwechsel im Massivbau. Die frühen Patente für Stahlbeton sind durchaus noch Anlehnungen an den Holzbau und zeigen zum Beispiel Untersichten von Rippendecken mit primären Unterzügen und sekundären Balkenlagen. Allerdings sind sie jetzt monolithisch gegossen und bewehrt statt gefügt. Schon bald darauf wird die Flachdecke in Stahlbe- ton entwickelt, die frei ist von äusserlichen Verstei- fungen durch Rippen oder Unterzüge. Und ein zweites Merkmal verändert den Massivbau grundlegend. Wenn die Mauern früher entschei- dend den Grundriss und damit die Räume formten, so sind es neu nur gerade noch Stützen in Stahlbe- ton, die im Plan als Punktraster erscheinen und ei- nen sogenannten Raumfluss begünstigen.

4 Lignatec Massivholzbau

ton, die im Plan als Punktraster erscheinen und ei- nen sogenannten Raumfluss begünstigen. 4 Lignatec Massivholzbau
ton, die im Plan als Punktraster erscheinen und ei- nen sogenannten Raumfluss begünstigen. 4 Lignatec Massivholzbau
ton, die im Plan als Punktraster erscheinen und ei- nen sogenannten Raumfluss begünstigen. 4 Lignatec Massivholzbau
ton, die im Plan als Punktraster erscheinen und ei- nen sogenannten Raumfluss begünstigen. 4 Lignatec Massivholzbau
Beide, Flachdecke und Stützenraster in Kombinati- on, führen direkt zum Prinzip des Stützen-Platten- Systems. Damit

Beide, Flachdecke und Stützenraster in Kombinati- on, führen direkt zum Prinzip des Stützen-Platten- Systems. Damit hat sich eine wesentliche Umwer- tung ereignet, quasi eine 90 °-Drehung oder Kippung des Schnittschemas des traditionellen Mas- sivbaus mit seiner vertikalen Raumausdehnung in die Horizontale des Stützen-Platten-Baus mit seiner strikten Geschosstrennung bei gleichzeitiger Grund- rissauflösung. Heute wird fast jeder Neubau in Massivbauweise entweder als kleinteilige Kammerung aus Mauer- scheiben und Flachdecken konzipiert, wie zum Bei- spiel im Wohnungsbau, wobei der Grundriss und damit die Nutzung stark determiniert werden, oder

Figur 12:

Stützen-Platten-Bauten führen zur Grundriss- auflösung

 

1.3

Paradigmenwechsel im Holzbau – die Platte

Und nun erscheint also die Platte auf dem Spielfeld des zeitgenössischen Holzbaus. Waren es um 1800 der industrialisierte Stahlbau und um 1900 der Stahlbeton, die das traditionelle Bauen revolutio- nierten, so könnte man die Hypothese wagen, dass mit dem Auftauchen der Holzplatte um 2000 ein ähnlich einschneidender Paradigmenwechsel im klassischen Holzbau stattfinden wird. Es wird da- durch zwar keine neue allgemeine Bauweise in der Baukonstruktion ausgelöst, wohl aber eine ein- schneidende Adaptation der Prinzipien der Massiv- bauweise im Holzbau stattfinden: kammerige Raumdispositive aus Scheiben und Stützen-Platten- Strukturen aus Massivholzdecken und verleimten Pfeilern, wodurch die bereits erwähnte Skelettbau- weise endgültig aus ihrem Stabstadium herausgezo- gen wird. Und weil auch hier Stabilitätsfragen die Strukturbildung entscheidend prägen, wird die Kombination von vertikalen Stützen und Scheiben mit horizontalen Platten zu einem konstruktiven, durchaus pragmatischen Gefüge unterschiedlicher Plattenformate führen. Mehr noch: Da auch die Holzplatte ein vorgefertigtes, industrielles Produkt

Figur 13:

Figur 13:

Massivholzbau

5 Lignatec Massivholzbau

als Stützen-Platten-System wie zum Beispiel im Bü- robau, wo die weitere Raumgliederung folglich erst im Ausbau stattfindet, beispielsweise mittels nicht- tragender Trennwände.

ist, werden sich dieselben Fragen stellen wie in der sogenannten schweren Vorfabrikation und dem für sie typischen, berühmt-berüchtigten Plattenbau. Wie werden die Plattenstösse konstruktiv, bauphy- sikalisch und gestalterisch ausgebildet, wie erfolgt eine kraftschlüssige, lineare Fugenverbindung, wie geht man um mit der Bauakustik, um nur einige der wesentlichsten Fragen aufzuwerfen? Die Platte nimmt sozusagen die abstrakteste Form ein im tek- tonischen Verständnis eines ursprünglich aus Stäben gefügten und aus versteiften Wänden und Decken errichteten Holzbaus. Sie braucht kein gegliedertes Innenleben mehr, zwei Linien genügen, um sie in der Plandarstellung zu charakterisieren. Die Ge- schossstapelung wird zur Regel werden. In nichts wird sich der Massivholzbau noch mit dem Stab- holzbau vergleichen lassen. Was macht die Platte aus Holz so unerhört faszinie- rend? Mit Sicherheit hat der Plattenproduzent oder der Holzbauunternehmer zu dieser Frage eine andere Antwort als der Zimmermann oder der Konstrukteur. Letztere werden den Verlust eines vielschichtigen, traditionellen Handwerks voll von anspruchsvollen, kulturell reichen und äusserst differenzierten Techni- ken beklagen – selbst da, wo wie im Rahmenbau die Industrialisierung in der Produktion bereits Einzug gehalten hat –, während die Erstgenannten auf die ungeheure Effizienz und die unschlagbar einfache Verfügbarkeit der neuen Bauweise im Holzbau hin- weisen werden. Tatsächlich hat die Massivholzbau- weise beinahe etwas von einem Modellbau im Mass- stab 1:1, bei dem lediglich projektspezifisch gefräste Puzzlestücke dreidimensional wie zu einem Karten- haus zusammengestellt werden. So oder so, an der Platte wird wohl kein Holzbauer in Zukunft mehr vor- beikommen.

Figur 14–15:

Massivholzbau = Modell- bau im Masstab 1:1

Auf die Frage, was denn Architektur von Natur un- terscheide, stellte Immanuel Kant fest: ‹Das Ganze ist gefügt, nicht gehäuft.› Dies mag wohl auch für die Struktur des Massivholzbaus zutreffen. Hinge- gen stimmt diese Beobachtung nicht mehr auf der Ebene des Elements, z.B. der Wandkonstruktion: Sie besteht nun nicht mehr aus einem Rahmenwerk aus Stäben, sondern aus einem kompakten Gemenge aus Brettern, Leisten oder Furnieren, die Schicht um Schicht aufeinandergelegt und mechanisch verbun- den oder geklebt werden – das Innenleben der Plat- te ist demnach nicht mehr gegliedert, sondern lediglich ‹gehäuft›. Ausser um die technischen Kennwerte der Platte wird sich kein Konstrukteur oder Holzbauer mehr Gedanken um ihren inneren konstruktiven Aufbau machen müssen, das erledigt neuerdings der Plattenproduzent bzw. der Produkt- anbieter. Und obwohl die Verklebung eine durchaus bekannte traditionelle und später industrielle Tech- nik im Holzbau ist, mutet der Begriff Massivholzbau doch auch etwas eigenartig an: War das Holz im Stamm nicht immer schon von Natur aus massiv ge- wachsen? Ist es also das Rückgängigmachen der in- dustriellen Zerkleinerung des Stammes in Späne, Fa- sern und Furniere durch Fügen, Formen und Verbinden, zurück in den Urzustand? Handelt es sich bei der neuen Bezeichnung demnach um ein ‹Zurück zur Natur› in Anlehnung an Rousseau? Oder aber versucht der Begriff, über die totale Andersartigkeit der neuen Holzbauweise mit ihrer Protagonistin, der Platte, hinwegzutrösten? Ist es schlicht das Eingeständnis, dass sich nun die Regeln des Massivbaus im Holzbau durchsetzen werden?

1.4 Was tun mit der Platte?

Das Halbfabrikat Massivholzplatte ist eine flache, rechteckige Scheibe. Wäre sie eine Schale, so wäre sie in der Fläche in einer oder zwei Richtungen ge- krümmt und somit im Grundriss selbständig. Was die Platte interessant macht, ist ihre unterschiedliche Dicke. Sie reicht von der sehr dünnen Platte bis zur sehr dicken Platte, theoretisch bis zur unendlich dicken Platte. Der Grund hierfür liegt in ihrer eige- nen, prozessbedingten Formatierung, denn sie wird ja aus dünnen, parallel, diagonal oder kreuzweise zueinander versetzten Lagen aus Leisten- oder Fur- nierschichten mechanisch verbunden oder geklebt und gepresst.

6 Lignatec Massivholzbau

Lagen aus Leisten- oder Fur- nierschichten mechanisch verbunden oder geklebt und gepresst. 6 Lignatec Massivholzbau
Lagen aus Leisten- oder Fur- nierschichten mechanisch verbunden oder geklebt und gepresst. 6 Lignatec Massivholzbau
Figur 17: ‹Dünne Platte›, Bearth + Deplazes: Haus Bearth-Candinas, Sumvitg Figur 19: Die dünne, tragende

Figur 17:

‹Dünne Platte›, Bearth + Deplazes: Haus Bearth-Candinas, Sumvitg

Platte›, Bearth + Deplazes: Haus Bearth-Candinas, Sumvitg Figur 19: Die dünne, tragende Platte innen ist innerhalb

Figur 19:

Die dünne, tragende Platte innen ist innerhalb des Wandquerschnitts mit Rippen gegen das Knicken verstärkt

Die normaldicke Platte Mit der Anwendung der normaldicken Platte treten alle oben beschriebenen konstruktiven Phänomene des Massivbaus in Kraft. Die Plattenstärke bemisst sich nach den zu erwartenden statischen Beanspru- chungen. Wir können von einer Plattentektonik im Rohbau sprechen. Im Schichtenriss des Fassadenaufbaus zeigt sich ein Komplementärsystem aus monofunktionalen Schichten, mit strikter Trennung von innen nach aussen in Tragschicht (die Platte eben), Dämm- schicht und Schutzschicht. Diese muss mit einer zusätzlichen Unterkonstruktion (Substrat) auf die Tragschicht rückverankert werden. Wir können in dieser Hinsicht also vom Ausbau der Fassade spre- chen. Die konstruktive Ausführung der äusserlich sichtbaren Schutzschicht ist darum relativ unabhän- gig von den Voraussetzungen des Plattenrohbaus. Nicht anders sieht es bei den Geschossdecken aus.

Die dünne Platte Die dünne Platte ist alleine nicht tragfähig. Trotz- dem wird sie zu dünn gewählt und mittels regelmäs- sig gesetzter Querrippen gegen Knicken versteift. Die Querrippen bestehen aus demselben Platten- material. Wird die so gefertigte Rippenplatte mit ei- ner zweiten Schicht verschlossen und ausgedämmt, so entsteht ein synthetisches Fassadensystem, bei dem Tragschicht, Dämmschicht und Schutzschicht zwar nicht vollständig ineinanderfallen, aber doch wesentlich ineinander verschränkt sind. Im Holzbau ist darum oft von einer ‹Sandwich-Konstruktion› die Rede, konkret entstehen Kastenelemente. Der Vorteil dieser Produktion liegt in der weitgehen- den Fertigstellung der Elemente, das Problem in der Lösung der Fugenstösse. Solche Elemente sind sehr leicht und trotzdem sehr widerstandsfähig z.B. gegen Windlasten. Als Kastenelemente bieten sie auch im Deckenein- satz Vorteile, gerade bei grösseren Spannweiten. Horizontale Leitungsführungen können in definier- tem Mass integriert werden. Das Hauptproblem ist aber auch hier die Bauakustik, weshalb ein entspre- chender Bodenaufbau nicht fehlen darf. Als innere Tragwände bieten die Kastenelemente eine zusätzliche Möglichkeit. Sie könnten nach der Leitungsinstallation mit einer schweren Schüttung aus Sand gefüllt werden und böten so nicht nur ver- besserte akustische Bedingungen, sondern auch grös- seren Massenspeicher zur Verbesserung der Energie- effizienz im Haushalt. Das Kastenelement bietet dem Holzbauer also durchaus noch ein dem klassischen Holzbau verwandtes, tektonisch-konstruktives Spiel- feld an.

7 Lignatec Massivholzbau

Die Platte (Tragschicht) muss in Abhängigkeit von der Spannweite zusätzlich auf Biegung bemessen werden. Dann folgen im Bodenaufbau die Dämm- schicht (Tritt-, Körper- und Luftschall) und die Schutzschicht, sprich: der Bodenbelag, wiederum mit dem entsprechenden Substrat.

der Bodenbelag, wiederum mit dem entsprechenden Substrat. Figur 16: Anwendung normaldicker Platten als Decke Figur 18:

Figur 16:

Anwendung normaldicker Platten als Decke

Substrat. Figur 16: Anwendung normaldicker Platten als Decke Figur 18: Die dünne Platte als tragende Beplankung

Figur 18:

Die dünne Platte als tragende Beplankung von Kastenelementen

Figur 20:

Modell eines gestapelten Räumlings Oben: Ansicht von aussen Unten: Blick ins Innere

Die sehr dicke Platte Platten können horizontal aufeinandergestapelt werden. Mit Schnittmusterprogrammen, wie sie die Textilindustrie kennt, können projektspezifische Tei- le bei optimaler Materialausnutzung aus den Platten gefräst und zusammengestellt werden. Dank der computergesteuerten Fräsung müssen die Schnitte nicht senkrecht zur Platte verlaufen, sondern kön- nen in definierten, kontinuierlich wechselnden Win- kelauslenkungen erfolgen. Die Schnittflächen der aufeinandergestapelten Plattenstücke bilden im Re- sultat eine durchgängige, dreidimensionale Flächen- abwicklung, die unmittelbar raumbildend in Erschei- nung tritt. Es entstehen massive Räumlinge mit organischem Innenleben. An diesem Punkt verlässt der Holzbau alle bekannten Konstruktionsweisen, das Verfahren ist mehr einer skulpturalen bzw. nach Kant einer ‹gehäuften› Bauweise verpflichtet als ei- ner tektonischen. Der Begriff ‹Massivholzbauweise› erhält hier eine völlig neue Bedeutung.

8 Lignatec Massivholzbau

ner tektonischen. Der Begriff ‹Massivholzbauweise› erhält hier eine völlig neue Bedeutung. 8 Lignatec Massivholzbau
ner tektonischen. Der Begriff ‹Massivholzbauweise› erhält hier eine völlig neue Bedeutung. 8 Lignatec Massivholzbau

2 Leben im massiven Holzhaus

2.1 Die Kultur von Bauen und Wohnen

Die Kultur des Wohnens gewinnt in unserer Gesell- schaft zunehmend an Bedeutung. War die Hütte ur- sprünglich lediglich eine Behausung, ein Schutz, ein sicheres Dach über dem Kopf, muss ein Haus heute alle Bedürfnisse und Anforderungen des modernen Lebens und Wohnens erfüllen. Das Haus bietet Le- bens- und Arbeitsraum, Geborgenheit und Wohl- befinden, verkörpert Lifestyle, bildet unsere dritte Haut und erfüllt höchste Ansprüche an Komfort, Ökologie, Architektur und Wirtschaftlichkeit. Mit der Wahl des Baumaterials für das Haus wird auch die Werthaltung und der Standpunkt der Bauherr- schaft in ökologischen Fragen sichtbar. Die Wertmassstäbe haben sich verändert, und der mehrgeschossige Holzbau in massiver Bauweise – der Massivholzbau – ist im Aufwind, denn er ent- spricht den Vorstellungen und Wünschen des sensi- blen und verantwortungsbewussten Menschen, aber auch des komfortorientierten und kostenbe- wussten Bauherrn von heute.

Figur 21:

Vergleichbares mit historischem Abstand:

Zwischen den beiden Holzhäusern liegen rund 350 Jahre. Links der Blockbau in Ernen (VS) von ca. 1650, rechts das Wohnhaus in Jenaz (GR) des Architekten Peter Zumthor von 2002

Figur 22:

Blockbau früher, Massivholzbau heute:

Links das Kapuzinerhaus in Ernen (VS) von 1511, rechts das Bauernhaus Vogelsang in Ebikon (LU) von 2006. Gemeinsam haben beide Häuser einen massiven Sockel, auf dem der mehrgeschossige Holzkörper ruht. Die Ansprüche der Bewohner an Architektur, Komfort und Werterhaltung haben sich verändert, das Material bleibt dasselbe

haben sich verändert, das Material bleibt dasselbe 9 Lignatec Massivholzbau Ein Blick zurück bringt es an
haben sich verändert, das Material bleibt dasselbe 9 Lignatec Massivholzbau Ein Blick zurück bringt es an

9 Lignatec Massivholzbau

Ein Blick zurück bringt es an den Tag: Wir haben die Massivholzbauweise nicht im 21. Jahrhundert er- funden. Nachdem sie lange in Vergessenheit gera- ten war, weil die neuen Baustoffe Stahlbeton und Stahl favorisiert wurden, haben wir sie wiederent- deckt, neu definiert und optimiert.

die neuen Baustoffe Stahlbeton und Stahl favorisiert wurden, haben wir sie wiederent- deckt, neu definiert und
die neuen Baustoffe Stahlbeton und Stahl favorisiert wurden, haben wir sie wiederent- deckt, neu definiert und

2.2 Warum massiv in Holz bauen?

Figur 23:

Der Blockbau als Urtyp des Holzbaus (oben) und der heutige Massivholzbau (unten) als Vorreiter energieeffizienten Bauens

(unten) als Vorreiter energieeffizienten Bauens Es ist kein Zufall, dass sich die neuesten Holzbau- weisen
(unten) als Vorreiter energieeffizienten Bauens Es ist kein Zufall, dass sich die neuesten Holzbau- weisen

Es ist kein Zufall, dass sich die neuesten Holzbau- weisen vornehmlich in der Schweiz, in Deutschland und Österreich sowie in Skandinavien herausgebil- det haben, in Ländern also, die auf die Förderung der umweltfreundlichen und erneuerbaren Ressour- ce Holz setzen. Holz ist in grossen Mengen und Vor- räten vorhanden und wächst laufend nach. Den Wald zu nutzen bedeutet somit gleichzeitig, ihn zu pflegen.

10 Lignatec Massivholzbau

Vom Blockbau zum Massivholzbau Innerhalb des Holzbaus lassen sich verschiedene Bausysteme ausmachen, die sich in Konstruktion, Fertigung und Erscheinungsbild deutlich unterschei- den. Auch werden diese Systeme je nach Region oder Konstruktionsweise oft unterschiedlich be- nannt. Die Massivbauweise in Holz – die Massivholzbau- weise – steht quasi am Anfang und am Ende einer baugeschichtlichen Betrachtungsweise: Zuerst als Block- oder Strickbau handwerklich bearbeitet, roh und urchig, heute als Massivholzbauweise – mit CNC geplant und gefertigt und von höchstem öko- logischem und wohnphysiologischem Wert. Im Holzbau sind die aktuellen Entwicklungen und Innovationsschübe struktureller Natur. Diesbezüg- lich nimmt der Holzbau innerhalb der Bauindustrie eine Sonderstellung ein. Auch hier wird jedoch

Figur 24:

Land

Holzvorrat in Mio. m 3

Holzvorrat in m 3 /ha

Der Holzvorrat pro Hektare liegt im Schweizer Wald europaweit an der Spitze. Nadelholz über- wiegt in der Schweiz das Laubholz. Fichte, Tanne und Buche sind die häufigsten Baumarten. (Quelle: LFI 2, 1993–1995, Eurostat)

Schweden

2945

105

Deutschland

2911

271

Frankreich

1959

116

Finnland

1954

86

Italien

1071

109

Österreich

1030

266

Norwegen

742

62

Spanien

592

23

Schweiz

428

361

Niederlande

51

182

Bäume im Schweizer Wald 29% 71%
Bäume im Schweizer Wald
29%
71%
Nadelhölzer im Schweizer Wald 47% 1% 3% 5% 15%
Nadelhölzer im Schweizer Wald
47%
1%
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Laubhölzer im Schweizer Wald 18% 3% 1% 3% 2% 2%
Laubhölzer im Schweizer Wald
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2%

71 %Nadelhölzer mit 29 %

Nadelhölzer mit

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Laubhölzer mit

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47

15

5

3

1

Fichte

Tanne

Lärche

Föhre

andere

18 %% % % % % 47 15 5 3 1 Fichte Tanne Lärche Föhre andere %

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3

2

2

1

Buche

Esche

Ahorn

Eiche

Kastanie

%3

3

andere

hochtechnologisches Wissen an den Spezialisten auf der Seite der Unternehmer delegiert. Für den Archi- tekten bedeutet dies insofern eine Erleichterung, als er sich nicht mehr detailliert in das Innenleben der Konstruktion hineindenken muss. Der Massivholzbau wird angesichts des zunehmen- den Interesses an energetischen, ökologischen und baubiologischen Fragen noch an Bedeutung gewin- nen. Dabei sind nicht nur die Holzfachleute, Holz- technologen, Baubiologen oder Energiespezialisten gefordert, sondern wesentlich die Architekten, wenn es darum geht, die spezifischen Fähigkeiten

11 Lignatec Massivholzbau

der Massivholzbauweise in intelligente Strategien im architektonischen Entwurf umzusetzen. Diese Kombination allein ist Garant für die architektoni- sche Professionalität und damit für die Nachhaltig- keit.

Figur 25:

Konstruktionsart

Holzverbrauch

Richtwerte zum Volumen des verbauten Holzes eines Einfamilienhauses mit unterschiedlichen Holz- bausystemen

Kellerunterteilung mit Lattenverschlag

< 1m 3

Dachstuhl auf konventionellem Bau

ca. 5m 3

Ständerbau

ca. 15–20 m 3

Holzrahmenbau

ca. 20–40 m 3

Blockbau

ca. 50–80 m 3

 

Massivholzbau

ca. 150–200 m 3 (System: Appenzellerholz)

2.3 Nachwachsender Rohstoff

3 (System: Appenzellerholz) 2.3 Nachwachsender Rohstoff Figur 26: Holz, von Natur aus massiv Ungefähr 3,6 Mia.

Figur 26:

Holz, von Natur aus massiv

Ungefähr 3,6 Mia. m 3 Holz werden jährlich weltweit geerntet. Im Vergleich der geschätzten globalen Jahresproduktion verschiedener Rohstoffe nimmt Holz mit 2,2 Mia. Tonnen vor Zement (2 Mia. Tonnen), Stahl (1 Mia. Tonnen) und Kunststoffen (0,25 Mia. Tonnen) eine Spitzenposition ein. Rund ein Drittel der Landesfläche der Schweiz ist mit Wald bedeckt. Etwa drei Viertel davon sind im Besitz der öffentlichen Hand, zumeist der Gemein- den; ein gutes Viertel teilen sich gegen 250000 Pri- vatwaldbesitzer. Erstaunlich ist, dass die Schweizer und Schweizerin- nen zwar grosses Interesse am Wald haben und das Ansehen der forstlichen Berufe hoch ist, aber kaum bekannt ist, wieviel Holz im Schweizer Wald produ- ziert wird.

Neben ungefähr 5Mio. m 3 , die jährlich aus dem Schweizer Wald genutzt werden, werden jedes Jahr ungefähr 2Mio. m 3 Holz aus dem Ausland im- portiert, um den Schweizer Holzbedarf von rund 7Mio. m 3 zu decken. Dabei ist nur ein Teil dieses Im- portes durch besondere, hohe Ansprüche an die Holzeigenschaften begründet, die sich mit Schwei- zer Holzarten nicht befriedigen liessen. Die Ernte im Schweizer Wald liesse sich im Rahmen nachhalti- ger Waldbewirtschaftung noch erheblich steigern.

Figur 27:

Beschäftigte in der Schweizer Waldwirtschaft

 

7000

Kennzahlen der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft (Näherungen)

Beschäftigte in der Schweizer Holzwirtschaft

 

75

000

Jährlicher Holzzuwachs im Schweizer Wald

 

10

Mio. m 3

Holzverbrauch pro Jahr in der Schweiz

7

Mio. m 3

 

Potentiell jährlich wirtschaftlich nutzbare Holzmenge aus Schweizer Wäldern

7,5 Mio. m 3

Jährlich genutzte Holzmenge (langjähriges Mittel)

5

Mio. m 3

Jährlicher Holzimport

2

Mio. m 3

12 Lignatec Massivholzbau

 

2.4

Starkholznutzung

 

Figur 28:

Begriff

Brusthöhendurch-

Zopfdurchmesser

Heutige Nachfrage

Anwendungen

Definitionen Starkholz und Schwachholz

messer (BHD)

Starkholz

> 52 cm

> 45 cm

20

%

grosse

   

Vollholzquerschnitte

 

Schwachholz

≤ 52 cm

≤ 45 cm

80

%

Hobelware, Latten,

   

Konstruktionsholz

Der Vorrat Stehendes Holz im Wald, dessen Brusthöhendurch- messer (Messung am Baum auf einer Höhe von 1,30 m ab Boden) 52 cm oder mehr beträgt, wird als Starkholz bezeichnet. Bezüglich Starkholz führte das zweite Landesforst- inventar 1995 der Wald- und Holzbranche plötzlich ein Problem vor Augen, das zwar absehbar schien, dessen Konsequenzen aber selten wirklich ernsthaft betrachtet wurden: Es wurde offensichtlich, dass die Vorräte im Schweizer Wald kontinuierlich zuneh- men und die Bäume durchschnittlich immer älter werden. Leider bedeutet mehr Holz im Wald zu Be- ginn des neuen Jahrtausends nicht auch notgedrun- gen mehr Ertrag. In vergangenen Jahrzehnten zeig- ten die Schweizer Holzverarbeiter einen immer grösseren Bedarf an schwachen Durchmessern, was beim Starkholz zu einem Auseinanderklaffen von Angebot und Nachfrage führte. Anbieter von Rund- holz hoher Durchmesserklassen hatten mit immer grösseren Absatzschwierigkeiten zu kämpfen.

Die Nachfrage Das Marktbedürfnis nach einem homogenen, ko- stengünstigen, in grossen Mengen verfügbaren Produkt führte seit den siebziger Jahren zu einer zu- nehmenden Industrialisierung der Produktion und Verarbeitung von Nadelholz. In ihrem Zuge entwik- kelte sich auch das vollmechanisierte Erntesystem, dessen effizienter Einsatz jedoch bis heute nur an

Figur 29:

Durchmesserklassen im gleichförmigen Hochwald, total 809 000 Hektaren, nach Perspektiven der Starkholznutzung in der Schweiz, Mai 1999

1)

Starkholz der nahen Zukunft

Anteil in 1000 ha für die Schweiz 300 250 252,2 200 181 173.2 150 124,3
Anteil in 1000 ha für die Schweiz
300
250
252,2
200
181
173.2
150
124,3
100
50
51,6
26,6
0
0−11
12−29
30−39 40−49 1) 50−59
>60

Durchmesserklassen in cm

Bäumen bis zu einem BHD von ungefähr 45 cm möglich ist. Im Vergleich hierzu sind teilmecha- nisierte und motormanuelle Erntesysteme auch für höhere Durchmesserklassen von Bäumen, also für Starkholz einsetzbar. Trotzdem sind sie in ihrer An- wendung viel kostenintensiver. Als Folge der erhöhten Schwachholz-Nachfrage sind ca. 80 % der Schweizer Sägewerke für die Ver- arbeitung von Holz bis ungefähr 45cm Zopfdurch- messer eingerichtet; nur 20% haben sich auf die Arbeit mit sehr guten Holzqualitäten spezialisiert und fertigen Spezialsortimente. Starkholz steht für die kommenden Jahre in grossen Mengen zur Verfügung. Selbst bei stark forciertem Abbau wird in 40 Jahren immer noch etwa die Hälf- te des heutigen Starkholzvorkommens im Wald ste- hen. Zweifellos ist es deshalb sinnvoll, einen Teil der Neuinvestitionen in der Holzverarbeitung in die Ent- wicklung von zukunftsträchtigen Starkholztechno- logien zu lenken. Die in den nächsten Jahrzehnten in der Schweiz anfallenden Starkholzmengen müs- sen kostengünstiger verarbeitet und auf dem Markt zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten werden. Experten fordern eine massive Erhöhung des Rund- holzeinschnittes für die kommenden Jahrzehnte. Nur so lassen sich im Schweizer Wald wieder alters- mässig ausgeglichene, nachhaltige und stabile Strukturen aufbauen, die unterschiedlichen und in ihrer Zerstörungswirkung zunehmenden Naturge- fahren trotzen. Es ist sinnvoll, wenn sich Interessenten der Massiv- holzbauweise neu entstehenden regionalen Allian- zen für die Starkholznutzung in der gesamten Holz- wertschöpfungskette anschliessen.

2.5 Wald und Holz als CO 2 -Senke

Figur 30–31:

In ihrem natürlichen Wachstumsprozess binden

Kyoto-Protokoll

Waldpavillon Gulpwald in Willisau, Architektur:

Bäume im Holz Kohlenstoff aus der Umgebungsluft. Etwa 0,7 Tonnen Kohlendioxid (CO 2 ) benötigt eine

CAS Chappuis Aregger Solèr AG, Willisau

Fichte zum Aufbau eines Kubikmeters Holz. Durch diesen Einbau von Kohlenstoff wirken Bäume und

Wälder als CO 2 -Senken. Senken werden beim Ver- such, den Treibhauseffekt zu mindern, künftig wahrscheinlich eine bedeutende Rolle spielen. Sie sind ein wichtiger Teilinhalt des global bedeutsamen Kyoto-Protokolls.

Die Schweiz verpflichtete sich 1997 wie viele ande- re Industrienationen im Kyoto-Protokoll zu einer maximalen durchschnittlichen Jahresemissionsmen- ge von CO 2 für die Jahre 2008 bis 2012. Die erlaub- ten Kohlendioxid-Ausstossmengen im Kyoto-Proto- koll sind für jedes Land unterschiedlich festgelegt und in Prozenten zum Referenzjahr 1990 ausge- drückt. Die Schweiz und die EU-Länder legten sich freiwillig auf eine Reduktion des Emissionswertes um 8 % fest, womit der jährliche Ausstoss von CO 2 im Zeitraumm 2008–2012 bei 92 % des CO 2 -Emis- sionswertes von 1990 liegen sollte.

Figur 32–33:

Umsetzung Die Verringerung von Treibhausgasen – vor allem

‹1:1 Wood Works:

von CO 2 – kann durch mehrere Massnahmen er-

Ein experimenteller Massivbau›, Team der Professuren A. Deplazes und A. Moravánszky, D-ARCH, ETHZ

reicht werden. Von grösster Bedeutung ist eine deut- liche Verbrauchsreduktion bei den fossilen Energie- trägern wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Auch die Verbesserung industrieller Prozesse, bei welchen CO 2 entsteht, die Praxis einer schonenden Landwirt- schaft sowie eine optimierte Abfallwirtschaft wirken sich positiv auf die CO 2 -Bilanz eines Landes aus. Die meisten Massnahmen zur Verringerung der CO 2 -Konzentration in der Atmosphäre bedingen technologische Innovation. Sie brauchen mithin nicht nur Zeit, sondern sind auch relativ kostenin- tensiv. Dagegen sieht die Fachwelt in der Förderung der Senken- und Substitutionswirkung von Wald und Holz eine relativ kostengünstige und rasch an- wendbare Massnahme.

13 Lignatec Massivholzbau

von Wald und Holz eine relativ kostengünstige und rasch an- wendbare Massnahme. 13 Lignatec Massivholzbau
von Wald und Holz eine relativ kostengünstige und rasch an- wendbare Massnahme. 13 Lignatec Massivholzbau
von Wald und Holz eine relativ kostengünstige und rasch an- wendbare Massnahme. 13 Lignatec Massivholzbau
von Wald und Holz eine relativ kostengünstige und rasch an- wendbare Massnahme. 13 Lignatec Massivholzbau

Die Leistungen von Wald und Holz Das Waldwachstum bindet CO 2 . Pro Hektare lagern im Schweizer Wald etwa 120 Tonnen Kohlenstoff, die in der Atmosphäre einer Menge von etwa 440 Tonnen Kohlendioxid entsprechen würden. Umgerechnet auf den gesamten Schweizer Wald macht das beinahe 550Mio. Tonnen gebundenes CO 2 . Die Schweiz kann sich unter Kyoto jährlich 1,8Millionen Tonnen CO 2 aus der Waldbewirtschaf- tung anrechnen lassen (Quelle: BAFU 2007). Der Wald ist jedoch Risiken ausgesetzt. Katastro- phen wie Waldbrände und grossflächige Zusam- menbrüche, wie sie sich beim Sturm Lothar (1999) ereigneten, verwandeln eine CO 2 -Senke im Nu in eine CO 2 -Quelle. Bewirtschaftete Wälder sind im- merhin zuverlässigere und risikoärmere CO 2 -Sen- ken als sich selbst überlassene Waldflächen. Die verlässlichste Senke heisst jedoch nicht Wald, sondern Holz. Wenn Holz zu dauerhaften Produk- ten wie Gebäuden verarbeitet wird, entzieht dies dem natürlichen Kreislauf Kohlenstoff und fixiert ihn für Jahrzehnte, unter Umständen sogar für Jahrhun- derte in einem Depot, während im Wald gleichzeitig neues Kohlendioxid durch nachwachsendes Holz gebunden wird. Diese CO 2 -Senkenwirkung nach- haltiger Holznutzung wird im übrigen noch akzen- tuiert, wenn die Holzreste und am Ende auch das ein- oder mehrfach genutzte Holz anstelle fossiler Energieträger verbrannt werden. Denn Holz ist CO 2 -neutral: bei der Verbrennung wird nie mehr CO 2 frei, als ein Baum im Laufe seines Wachstums gebunden hat.

Der Schweizer Gebäudepark

14 Lignatec Massivholzbau

Im Schweizer Gebäudepark sind netto rund 45Mio. Tonnen CO 2 gebunden. Das ist ungefähr soviel wie die Schweizer Emissionen eines ganzen Jahres. Be- denkt man, dass sich der Anteil von Holz am Bau in der Schweiz von derzeit 10–15 % auf künftig 20– 30 % steigern liesse, wird klar, wie gross das Poten- tial dieses CO 2 -Lagers in Bauten ist. Der nachhaltigste Nutzen von Holz im Bauwesen besteht allerdings darin, dass die Herstellung von Holzprodukten markant weniger Energie benötigt als die Fertigung der meisten anderen Produkte für den Bau. Durch die wesentlich energieeffizientere Verarbeitung sinkt der Ausstoss an Treibhausgasen erheblich. Mit einem zusätzlichen Holzverbrauch von einer Million m 3 fester Holzmasse im Bauwesen könnten in der Schweiz darum rund eine weitere Million Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente einge- spart werden, wenn die bei der Verarbeitung entste- henden Abfälle konsequent thermisch verwertet werden. Der Baumarkt in der Schweiz ist für Holz so aufnahmefähig, dass die Senkenleistung einer ver- mehrten Verwendung des Rohstoffes im Bauwesen gegen ein Viertel der Kyoto-Reduktionsziele zu er- reichen vermöchte (ca. 2–3 % Reduktion des CO 2 - Ausstosses im Vergleich zu 1990). Mit Holz zu bau- en, ist demzufolge ein Beitrag zum Klimaschutz.

Weltweite CO 2 -Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger (2003)

23 Mia. Tonnen CO 2 /Jahr

Aufnahme von CO 2 durch die Wälder des hohen Nordens von Europa

1,5 Mia. Tonnen CO 2 /Jahr

CO 2 -Emissionen durch Verbrennung fossiler Rohstoffe in der Schweiz (2005)

46 Mio. Tonnen CO 2 /Jahr

CO 2 -Aufnahme durch den Schweizer Wald

2,8 Mio. Tonnen CO 2 /Jahr

Figur 34:

Zahlen der weltweiten und schweizerischen CO 2 -Bilanz (Quellen: 1. Zeile, WWF, Energy revolution, Development of global CO2 emissions by sector, 2007; 2. Zeile, NSF National Center for Atmospheric Research, Boulder USA, Springer Science and Business Media, 2007; 3. Zeile BAFU, Treibhausgasinventar in der Schweiz, 2007; 4. Zeile BAFU Treibhaus- gasinventar 2007: Mittelwert 1990–2005)

15 Lignatec Massivholzbau

2.6 Holz nutzen ist ein Stück nachhaltiges Wirtschaften

Wer sich für das Bauen mit Holz entscheidet, nimmt Verantwortung für die Umwelt wahr. Denn Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff, und die Ressource Wald wird in der Schweiz nachhaltig bewirtschaftet. In- nert kürzester Zeit wächst genügend Holz für den Bau eines Hauses in Massivholzbauweise nach.

Neben dem Aspekt des erneuerbaren Rohstoffes dient die Nutzung des Schweizer Waldes aber gleichzeitig auch der Pflege dieser Ressource. Denn die Durchforstung schafft Licht und Raum für junge Bäume.

Figur 35:

Beispiele zur Illustration des jährlichen Nachwuchses im Schweizer Wald (10 Mio. m 3 ), umgelegt auf gängige Tätigkeiten in Bezug zu Bauprojekten mit dem Gesamtvolumen verbauter Baustoffe aus Holz (Angaben in Klammern)

Während…

… wächst im Wald das Holz für den Bau …

der knappen Minute des Zug-Verpassens

eines Gartenpavillons (~9 m 3 )

der 2–3 Minuten des Zähneputzens

eines grosszügigen Einfamilienhauses in Holzrahmenbauweise (~34 m 3 )

der 6 Minuten Genuss für einen Espresso

eines Hauses in Blockbauweise (~60 m 3 )

der 20 Minuten für einen Mittagsschlaf

von sieben Reihenhäusern in Massivholzbauweise (~380 m 3 )

der 45 Minuten einer Halbzeit eines Fussballspiels

eines Bürogebäudes mit 50 Arbeitsplätzen in Massivholzbauweise (~490 m 3 )

der 60 Minuten des Absolvierens eines Vitaparcours

eines Bürogebäudes mit 50 Arbeitsplätzen, grosszügiger Ausstellung und Attikawohnungen in Holzrahmenbauweise (~780 m 3 )

der rund 2 Stunden eines ausgedehnten Spazierganges

des Palais de l’Equilibre an der Expo.02 (~1100 m 3 )

der 5 Stunden einer Tageswanderung

einer Wohnsiedlung mit 72 Reihenhäusern in Holzrahmenbau mit Massivholzdecken (~3000 m 3 )

Thomas Frick , dipl. Architekt FH, Überbauung ‹Im Hobacher›: Die Überbauung ist ein Paradebeispiel für

Thomas Frick, dipl. Architekt FH, Überbauung ‹Im Hobacher›:

Die Überbauung ist ein Paradebeispiel für eine moderne, ökologische Haltung junger Bauherren. Sie identifizieren sich nicht nur über die Architektur, sondern auch über deren Inhalt.

Beat Waeber , Architekt BSA, Wohnanlage Raschnal, Saas i.P.: Das konstruktive Potential des Massiv- holzbaus

Beat Waeber, Architekt BSA, Wohnanlage Raschnal, Saas i.P.:

Das konstruktive Potential des Massiv- holzbaus versuchten wir auszuloten. Den heutigen bautechnischen und formalen Ansprüchen wurden wir durch Schichtung der inneren Verkleidung gerecht.

Verena Kubli , Mehrfamilienhaus Schwantlern: Das Klima im Gebäude ist fantastisch, ich schlafe so gut

Verena Kubli, Mehrfamilienhaus Schwantlern:

Das Klima im Gebäude ist fantastisch, ich schlafe so gut wie nie zuvor.

Beat Kämpfen , dipl. Architekt ETH/SIA, Master of architecture UCB, Mehrfamilienhaus ‹Sunny Woods›: ‹Sunny Woods›

Beat Kämpfen, dipl. Architekt ETH/SIA, Master of architecture UCB, Mehrfamilienhaus ‹Sunny Woods›:

‹Sunny Woods› stellt ein Beispiel über- zeugender Holzbauarchitektur dar, kom- biniert mit wegweisenden technischen Lösungen, die zu einer hohen Wohn- qualität und einer ausgesprochen geringen Umweltbelastung beitragen. Ein Ergebnis, welches die Bewohner begeistert!

Christoph, Gabriela, Manuel und Benjamin Wendel , mit Bresta realisiertes Haus: Seit wir 1997 in

Christoph, Gabriela, Manuel und Benjamin Wendel, mit Bresta realisiertes Haus:

Seit wir 1997 in unser Haus eingezogen sind, benötigen wir wegen des ausgewogenen Raumklimas keinen Luftbefeuchter mehr. Die grosse Holzmasse in den Wänden und Decken reguliert den Feuchtehaushalt selber. Auch ein Bild oder ein kleines Möbel an der Wand zu montieren ist kein Problem, die Nägel und Schrauben finden überall Halt.

16 Lignatec Massivholzbau

3 Bauphysik und Behaglichkeit

Umweltbelastung, Raumklima und Behaglichkeit von Konstruktionen werden massgeblich durch die ökologischen Kennwerte der verwendeten Materia- lien sowie den erreichten Wärmeschutz und den Schallschutz der Bauteile bestimmt. Nachfolgend sind die wesentlichen Kenngrössen beschrieben und im Vergleich von gängigen Konstruktionen im Mas- sivholzbau, Holzrahmenbau und Massivbau die Un- terschiede dargestellt.

 

Massivholzbau

 

Holzrahmenbau

 

Massivbau

 
 
  d d d

d

  d d d

d

  d d d

d

12345

 

6 27845

   

9 1011

d

[mm]

100

 

180

360

160

 

220

420

 

100

160

340

Energiestandard

(E)

(M)

(M-P)

(E)

(M)

(M-P)

(E)

(M)

(M-P)

Ökologie

                 

Primärenergieinhalt:

                 

– erneuerbar

[MJ/m 2 ] [MJ/m 2 ]

1960

 

2016

2142

1071

 

1090

1153

 

5

6

9

– nichterneuerbar

487

559

720

329

381

553

580

662

907

Treibhauseffekt CO 2 :

                 

– Bauteil

[g CO 2 eq/m 2 a]

584

 

722

1031

437

 

479

621

 

753

822

1028

– Bauteil + Betrieb

[g CO 2 eq/m 2 a]

9672

6484

4191

7953

6147

3735

9863

6919

4089

Wärmeschutz

                 

U-Wert

[W/m 2 K]

0,296

 

0,188

0,103

0,245

0,184

0,101

 

0,296

0,198

0,100

U 24 -Wert

[W/m 2 K]

0,060

 

0,030

0,010

0,130

0,090

0,020

 

0,070

0,050

0,020

Wärmespeicherfähigkeit C

[kJ/m 2 K]

   

82

     

40

   

120

 

Schallschutz

                 

Bauschalldämmass R’ w

[dB]

   

35

     

45

   

48

 

Figur 36:

1 Massivholzwand tragend (z.B. 90 mm)

9

Innenputz

 

Aussenwände bei

2 Evtl. Luftdichtigkeitsschicht

 

10

Backsteinmauerwerk (z.B. 175 mm)

verschiedenen

3 Holzlattung/Wärmedämmschicht

11

Aussenwärmedämmung verputzt (z.B. EPS)

Energiestandards

4 Äussere Winddichtung oder Beplankung

 

5 Fassadenbekleidung hinterlüftet

6 Innere Bekleidung nichttragend

7 Innere Beplankung aussteifend

8 Holzrahmen/Wärmedämmschicht

(E) ‹Energiegesetz› (U=0,3 W/m 2 K)

(M) ‹Minergie› (U=0,2 W/m 2 K)

(M-P) ‹Minergie-P› (U=0,1 W/m 2 K)

3.1

Ökologie

Der Primärenergieinhalt, die ‹graue Energie›, und der Treibhauseffekt der dargestellten Bauteile sind basierend auf SIA D0123 ermittelt. Beim Primär- energieinhalt wird zwischen erneuerbarem und nicht erneuerbarem Anteil unterschieden; unproble- matisch ist der bei Holzbauten meist eher hohe er- neuerbare Energieinhalt. Verschiedene Gase, wel- che bei fast allen Herstellungsprozessen entstehen, führen längerfristig zum global wirkenden Treib- hauseffekt. Diese Gase werden mittels Wirkungs- faktoren auf Kohlendioxid (kg CO 2 eq) umgerech- net. Wenn man dabei nur das Bauteil selbst betrachtet, ist klar: Je besser es wärmegedämmt

17 Lignatec Massivholzbau

wird, desto höher wird scheinbar die Umweltbeein- trächtigung ‹Bauteil› (Materialaufwand). Erst die Gegenüberstellung mit dem Kennwert für ‹Bauteil + Betrieb› zeigt, dass ein bestmöglicher Wärmeschutz Sinn macht. Der effektive Treibhauseffekt wird bei Minergie-P-Bauteilen am kleinsten. Für die Beurtei- lung ‹Treibhauseffekt› wurden der Klimastandort Zürich SMA und eine Ölheizung (310 g CO 2 eq pro kWh Nutzwärme) angenommen.

 

Massivholzbau

 

Holzrahmenbau

 

Massivbau

 
 
  d d d  

d

  d d d  

d

  d d d  
d
d
 

1 2345

 

6 2768 6 45

9 10 2

3

4

5

d

[mm]

80

 

120

260

200

240

480

100

 

140

 

280

Energiestandard

(E)

(M)

(M-P)

(E)

(M)

(M-P)

(E)

(M)

(M-P)

Ökologie

                   

Primärenergieinhalt:

                   

– erneuerbar

[MJ/m 2 ] [MJ/m 2 ]

2430

2431

2434

1082

1094

1170

17

 

18

 

21

– nichterneuerbar

812

896

1188

971

1006

1213

927

1010

1302

Treibhauseffekt CO 2 :

                   

– Bauteil

[g CO 2 eq/m 2 a]

691

761

1008

944

973

1142

1399

 

1470

 

1716

– Bauteil + Betrieb

[g CO 2 eq/m 2 a]

8543

6618

4107

7781

6793

4220

9863

7660

4907

Wärmeschutz

                   

U-Wert

[W/m 2 K]

0,256

 

0,191

0,101

0,222

0,189

0,100

0,275

 

0,201

 

0,104

U 24 -Wert

[W/m 2 K]

0,040

 

0,030

0,010

0,070

0,060

0,010

0,020

 

0,010

 

0,010

Wärmespeicherfähigkeit C

[kJ/m 2 K]

   

60

   

37

     

380

 

Schallschutz

                   

Bauschalldämmass R’ w

[dB]

   

50

   

45

     

60

 

Norm-Trittschallpegel L’ n,w

[dB]

   

60

   

60

     

40

 

Figur 37:

1 Massivholzdecke (z.B. 140 mm)

7

Holzbalken/Wärmedämmschicht

Flachdächer bei

2 Dampfbremse/Luftdichtigkeitsschicht

8

Belüftungsraum

verschiedenen

3 Wärmedämmschicht

9

Deckenputz

Energiestandards

(z.B. EPS Lambda)

10

Stahlbetondecke

4 Abdichtung/Schutzlagen/ Trittschalldämmschicht

(z.B. 260 mm mit Lüftung)

5 Schutz- und Nutzschichten (z.B. Begrünung)

6 Beplankung oder Verlegeunterlage

(E) ‹Energiegesetz› (U=0,3 W/m 2 K)

(M) ‹Minergie› (U=0,2 W/m 2 K)

(M-P) ‹Minergie-P› (U=0,1 W/m 2 K)

3.2

Wärmeschutz

Die Anforderungen an den Wärmeschutz im Winter und im Sommer sind in den Normen SIA180, SIA 380/1 und in den kantonalen Energieverord- nungen definiert. Betreffend den Wärmeschutz im Winter, der für die Bauteile in den Figuren 36 und 37 durch den U-Wert charakterisiert wird, ist es sinnvoll, weitergehende Standards wie Minergie oder Minergie-P zu erfüllen. Für den Wärmeschutz im Sommer fordert Norm SIA 180 primär eine behagliche Raumtemperatur von nicht über 26,5°C und stellt dazu Anforderungen an den dynamischen U-Wert U T beziehungsweise U 24 von Dachkonstruktionen (U 24 ≤0,20W/m 2 K) und an die Wärmeträgheit des Gebäudes. Die Wärmeträg- heit des Gebäudes wird geprägt durch die Wärme-

18 Lignatec Massivholzbau

speicherfähigkeit C (Wärmekapazität) der einzelnen Bauteile. Entscheidend für die Wärmespeicherfähig- keit sind die dem Raum zugewandten, inneren Bau- teilschichten, bis hin zur Wärmedämmschicht. Beim Massivholzbau, der wärmeträgsten Holzbauweise, können als Wärmespeicher 30mm Holz, beim Holz- rahmenbau die inneren Bekleidungen und beim Massivbau zum Beispiel 80 mm Backstein berück- sichtigt werden.

 

Massivholzbau

Holzrahmenbau

 

Massivbau

 
 
     
     
     
 
     
 

1 3456

1 23456

7

8734 5 6

9 10 3

4

5

6

Ökologie

         

Primärenergieinhalt:

         

– erneuerbar

[MJ/m 2 ] [MJ/m 2 ]

 

3307

 

1751

 

1646

 

195

– nichterneuerbar

825

675

503

587

Treibhauseffekt CO 2 :

         

Bauteil

[g CO 2 eq/m 2 a]

 

923

 

1004

 

658

 

1324

Wärmeschutz

         

Wärmespeicherfähigkeit C oben

[kJ/m 2 K]

 

180

 

180

 

180

 

180

Wärmespeicherfähigkeit C unten

[kJ/m 2 K]

 

60

 

60

 

37

 

380

Schallschutz

         

Bauschalldämmass R’ w

[dB]

 

55

 

60

 

50

 

60

Norm-Trittschallpegel L’ n,w

[dB]

 

65

 

40

 

60

 

40

Figur 38:

1 Massivholzdecke (z.B. 180 bzw. 90mm)

6 Bodenbelag (z.B. Parkett)

Geschossdecken

2 Beton (z.B. 90 mm;

7 Beplankung/Verlegeunterlage

Holz-Beton-Verbunddecke)

8 Holzbalken/Hohlraumbedämpfung

3 Wärme- und Trittschalldämmschicht

9 Deckenputz

4 Trenn- und Gleitlage

10 Stahlbetondecke

5 Unterlagsboden (z.B. Fliessestrich)

(z.B. 260 mm mit Lüftung)

3.3

Schallschutz

Es wird in der Norm SIA 181 zwischen Mindestan- forderungen und erhöhten Anforderungen unter- schieden. Bei Doppel- und Reihen-Einfamilienhäu- sern sowie bei neu gebautem Stockwerkeigentum gelten die erhöhten Anforderungen. Auch für den Schallschutz innerhalb einer Nutzungseinheit gibt Norm SIA181 Empfehlungen für einen differenzierten Schallschutz (Stufe 1 bzw. Stufe 2). Ein guter Schall- schutz ist wesentliche Voraussetzung für behagliche Wohnbauten und soll die notwendige Intimität ge- währleisten. In den Figuren 36–39 sind für den Luftschallschutz Richtwerte des bewerteten Bau-Schalldämm-Mas- ses R’ w und für den Trittschallschutz des bewerteten Norm-Trittschallpegels L’ n,w angegeben. Wesentlich für den Schallschutz sind auch die Spektrum-Anpas- sungswerte C, C tr bzw. C l zur Bewertung vorrangig tieffrequenter Schallübertragung.

19 Lignatec Massivholzbau

Bei Aussenwänden bzw. Fassaden wird der Schall- schutz gegen Luftschall von aussen (z.B. Verkehrs- lärm) wesentlich durch die Fenster beeinflusst. Je nach Flächenanteil zwischen Fenster und Aussen- wand kann das resultierende Schalldämmvermögen (Fenster + Aussenwand) nur durch Massnahmen beim Fenster erhöht werden. Bei den Geschossdecken kann der Schallschutz (Luft- und Trittschallschutz) durch biegeweich ab- gehängte Vorsatzschalen (z.B. aus Gipskartonplat- ten) und/oder durch eine Beschwerung der Trag- struktur (z.B. durch Betonplatten oder Tilger beim Holzrahmenbau) verbessert werden. Bei den Innenwänden lässt sich der Luftschallschutz ebenfalls durch biegeweiche Vorsatzschalen oder durch zwei voneinander schalltechnisch getrennt ausgeführte Holzrahmen verbessern.

 

Massivholzbau

Holzrahmenbau

 

Massivbau

 
 
       
       
 
       
 
       
 

1

1

2

3

3

4

5

6

Ökologie

         

Primärenergieinhalt:

         

– erneuerbar

[MJ/m 2 ] [MJ/m 2 ]

 

1559

 

1690

 

300

 

4

– nichterneuerbar

348

708

308

441

Treibhauseffekt CO 2 :

         

Bauteil

[g CO 2 eq/m 2 a]

 

571

 

1213

 

556

 

1032

Wärmeschutz

         

Wärmespeicherfähigkeit C

[kJ/m 2 K]

 

44

 

26 bzw. 64

 

21

 

94

Schallschutz

         

Bauschalldämmass R’ w

[dB]

 

35

 

50

 

45

 

48

Figur 39:

 

1 Massivholzwand tragend (z.B. 90 mm)

4

Holzrahmen 80 x 100 mm/ Hohlraumbedämpfung

 

Innenwände

2 Biegeweiche Vorsatzschale (mit Federschiene o.ä.)

 
   

5

Innenputz

3 Wandbekleidung evtl. aussteifend

6

Backsteinmauerwerk (z.B. 175 mm)

 

3.4

Brandschutz

Die Anforderungen an Bauten sind im Vorschriften- werk der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherun- gen VKF festgelegt. Der Feuerwiderstand von Bauteilen wird nach den Kriterien R (Tragfähigkeit), E (Dichtigkeit) und I (Wärmedämmung) beurteilt. Bei dieser REI-Klas- sierung stellt die Brennbarkeit des Baustoffes kein Klassierungskriterium dar. Der Einsatz brennbarer Baustoffe in Bauteilen wird jedoch durch die Brand- schutzvorschriften eingeschränkt. Nach den aktuel- len Vorschriften ist der Einsatz von Holz vor allem in den Feuerwiderstandsklassen 30 und 60 Minuten interessant.

20 Lignatec Massivholzbau

Der geforderte Feuerwiderstand der Holzbauteile kann grundsätzlich durch Bekleidungen mit Brand- schutzfunktionen oder durch die gesamte Bauteil- konstruktion (Vollquerschnitt oder zusammenge- setzte Querschnitte) erbracht werden. Je nach Konstruktion und Feuerwiderstandsklasse bestehen besondere Anforderungen an Aufbau, Materialisie- rung und Schichtigkeit. Die Lignum-Dokumentation Brandschutz ‹Bauteile in Holz – Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand› zeigt, wie und mit welchen Konstruktionen die gestellten Anforde- rungen erfüllt werden können.

Massivholzbau

Holzrahmenbau

Massivbau

Ψ = –0,035 W/mK

Ψ = –0,025 W/mK θ si = 15,0 °C
Ψ = –0,025 W/mK
θ si = 15,0 °C

Ψ = 0,018 W/mK

θ si = 15,9 °C
θ si = 15,9 °C
θ si = 16,1 °C
θ
si = 16,1 °C
18 18 θ = –10,0 °C θ i = 20,0 °C e h e =
18
18
θ
= –10,0 °C
θ
i = 20,0 °C
e
h
e = 25 W/m 2 K
h
i = 4 W/m 2 K
18 18 18 17 18 θ e = –10,0 °C θ i = 20,0 °C
18
18 18
17
18
θ e = –10,0 °C
θ
i = 20,0 °C
h
e = 25 W/m 2 K
h
i = 4 W/m 2 K
17 17 18 θ = –10,0 °C θ i = 20,0 °C e h e
17
17
18
θ
= –10,0 °C
θ
i = 20,0 °C
e
h
e = 25 W/m 2 K
h
i = 4 W/m 2 K

Figur 40:

Wärmebrücken beim Übergang von Aussenwand zu auskragendem Flachdach (Vordach): Bauteile gemäss Figuren 36 und 37 für U-Werte im Bereich von 0,2 W/m 2 K für den Minergie-Standard. Für den Wärmebrückenverlustkoeffizienten Ψ ist ein innerer Wärmeübergangskoeffizient h i von 7,7 W/m 2 K und für die minimale Oberflächentemperatur θ si ein h i -Wert von 4,0 W/m 2 K berücksichtigt. Bei gleichen klimatischen Randbedingungen weist der Massivbau raumseitig, im oberen Eckbereich Aussenwand/Flachdach, die höchsten Oberflächentemperaturen (θ si ) auf (gute Wärmeleit- fähigkeit der Baustoffe Putz, Mauerwerk und Stahlbeton). Bei den beiden Holzbaudetails resultiert ein negativer Wärmebrückenverlust (Ψ), also kein zusätzlicher Energieverlust. Beim Massivbau führt diese Detaillösung zu einem geringfügigen Wärmebrückenverlust.

21 Lignatec Massivholzbau

4 Produkte und Systeme für den Massivholzbau

Im Laufe der zunehmenden Bedeutung von Massiv- holzbauten haben innovative und zukunftsorien- tierte Holzbauunternehmungen in der Schweiz – aber auch in Österreich und Deutschland – in den letzten Jahren eine Vielzahl an unterschiedlichen Massivholzbausystemen entwickelt. Dies wurde zum Teil unterstützt durch Förderprogramme des Bundes und erfolgte in Zusammenarbeit mit Fach- hochschulen. Die Entwicklungen erfolgten aus un- terschiedlichsten Ausgangslagen heraus, teils um neue Einsatzbereiche durch vorhandene Produkte mit bestehenden Produktionsanlagen zu erreichen, teils als Optimierungsprozess vorhandener Systeme im etablierten Einsatzbereich. Entsprechend vielfäl- tig sind die Erscheinungsformen der Produkte und Systeme. Aufgrund der verwendeten Materialien (Bretter, Platten, Leisten) sowie der Art des Zusammenfü- gens der Einzelteile weisen die Produkte und Syste- me ästhetisch und technisch unterschiedliche Eigen- schaften und Potentiale auf. Dies insbesondere bezüglich optischen und gestalterischen Ausdrucks, der Verbindungen und Verbindungsmittel, der Last- abtragung, der statischen Leistungsfähigkeit sowie des bauphysikalischen Verhaltens im Einsatz.

Die folgende Darstellung gibt Hinweise über die in- nere Struktur, die zur Anwendung kommenden Holzarten, die Oberflächenbeschaffenheiten und die maximal möglichen Abmessungen. Der eigentli- chen Produktübersicht übergeordnet sind die sy- stemtypischen Anwendungsbereiche dargestellt. Neben diesen Merkmalen unterscheiden sich die verfügbaren Produkte im speziellen auch durch die dazu angebotenen Serviceleistungen, zu denen un- ter anderem die in intensiver Arbeit entwickelten Lösungen für Bauteilaufbauten oder Detailanschlüs- se zu zählen sind. Diese produkttypischen Informa- tionen werden in den anschliessenden Produktvor- stellungen zusammengefasst. Grundsätzlich ist es Aufgabe des Planers, für die zu realisierende Bauaufgabe das Holzbausystem mit den optimalen Eigenschaften zu bestimmen. Dabei ist es sinnvoll und lohnend, frühzeitig mit den Pro- duzenten/Lieferanten dieser Massivholzbauysteme in Kontakt zu treten.

Figur 41:

Produkte- und Anwendungsmatrix

Ökomodul Bresta

Figur 41: Produkte- und Anwendungsmatrix Ökomodul Bresta Optiholz 22 Lignatec Massivholzbau Ligno-Swiss Appenzellerholz

Optiholz

41: Produkte- und Anwendungsmatrix Ökomodul Bresta Optiholz 22 Lignatec Massivholzbau Ligno-Swiss Appenzellerholz

22 Lignatec Massivholzbau

Ligno-Swiss

Bresta Optiholz 22 Lignatec Massivholzbau Ligno-Swiss Appenzellerholz Material Bretter     xxxx

Appenzellerholz

22 Lignatec Massivholzbau Ligno-Swiss Appenzellerholz Material Bretter     xxxx   Balken

Material

Bretter

   

xxxx

 

Balken

       

Holzwerkstoffe

   

Dreischichtplatte

 

ausschliesslich CH-Holz

   

x

x

vorwiegend CH-Holz

x

x

   

auf Wunsch FSC-, PEFC-Label

x

x

   

Holz-Beton-Verbund

x

x

   

Innerer Aufbau

Paralleler Aufbau

x

x

x

 

Kreuzweiser Aufbau

     

x

Diagonaler Aufbau

     

x

Holzarten

Fichte/Tanne

   

xxxx

 

Föhre

x

x

   

Douglasie

x

x

   

Lärche

x

x

   

weitere Holzarten auf Wunsch

x

x

   

Verbindungen

Hartholz-Stabdübel

Buche, Eiche

Buche, Eiche

Buche

Buche

Nut- und Kamm-Verbindung

   

x

 

Klebstoffe

   

x

 

Metallstifte

 

x

x

 

Oberflächen

sichtbar

x

x

x

x

verkleidet

   

xxxx

 

unbehandelt

   

xxxx

 

lasiert

x

x

 

x

weitere auf Wunsch

x

x

 

x

Abmessungen

Max. Länge [mm]

12

000

12

000

15 000

18 000

Max. Breite [mm]

2800

2500

 

3100

3200

Dicke Wand [mm]

80

– 260

70

– 240

 

100

150

– 360

Dicke Decke [mm]

80

– 260

70

– 240

 

360

150

– 360

mit verschiedenen Profilen ausführbar, für Holz-Beton-Verbund-Elemente, für Decken- und Dachelemente, Verkleidungsplatte

23 Lignatec Massivholzbau

GFP

Schuler-Blockholz

Suprafloor

Holzbau AG Mörel

Ruwa Holzbau

     
 
     
     
 
     
 
     

x

x

     
     

xxx

 
   

OSB/Dreischichtplatte

   

xx

   

xx

 
   

x

   

x

 

xx

   
 

x

x

   
     

xxx

 
 

xxx

     
 

x

     
     

xxxxx

 
   

x

x

 
   

xxxx

   
   

xxxx

   
     

x

x

 

xxx

     
 

x

x

   
     

xxxxx

 
     

xxxxx

 

xx

   

xx

 

xx

   

xx

 

x

x

     

13 700

9000

15 000

20

000

20

000

3400

3000

3800

200

200

27– 500

18

– 500

160

– 300

50

– 200

50

– 200

27– 500

18

– 500

160

– 500

50

– 200

50

– 200

4.1 Ökomodul Bresta

Figur 42:

Aussenwände Links: mit verputzter Aussendämmung Rechts: mit hinterlüfteter Fassadenbekleidung

Figur 43:

Geschossdecken Links: mit einfachem Trockenaufbau für das Ein- familienhaus Rechts: für höhere Schall- anforderungen als Holz-Beton-Verbund mit integrierter Lüftung

Figur 44:

Dächer Links: einfach belüftetes Steildach Rechts: nicht belüftetes Flachdach

Figur 45:

Innenwände Links: Zimmertrennwand Rechts: Gebäudetrenn- wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser

Figur 46:

Lieferbare Profile von links:

roh scharfkantig, Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus

Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta
Falz, Fas, Plus-Minus, Akustik, Falz Plus-Minus 24 Lignatec Massivholzbau Produkt Das Ökomodul Bresta

24 Lignatec Massivholzbau

Produkt

Das Ökomodul Bresta besteht aus hochkant neben- einandergestellten, verdübelten Brettlamellen. Die Seitenware oder das Schnittholz werden nach dem Fräsen getrocknet, gehobelt und kommissioniert. Die Brettlamellen werden quer zur Laufrichtung mit Hartholzdübeln zu grossflächigen Elementen ver- bunden. Die Fertigung erfolgt ohne Leim oder an- dere chemische Zusätze.

Services Zu den Serviceleistungen gehören die Unterstüt-

zung und das Ausarbeiten von individuellen Lösun- gen nach Wunsch, das Erbringen von Ingenieurlei- stungen für das System Bresta und die Bemusterung verschiedener Ausführungsvarianten in einer eige-

nen Ausstellung. Des weiteren werden Planungs- unterlagen für Bauteilaufbauten mit technischen Kennwerten, Anschlussdetails, Merkblätter zu Spe- zialthemen, Ausschreibungstexte oder Bildmaterial mittels Planungsordner objektbezogen oder über Internet bereitgestellt.

Einsatzbereiche Bresta-Elemente eignen sich für Aussen- und Innen- wände sowie für Geschossdecken- und Dachele- mente. Die Wandelemente lassen sich individuell einsetzen, von der einfachen Dachaufstockung über den Ein- familienhausbau bis zum mehrgeschossigen Holz- bau. Auch beim Fassadenaufbau und der Fassaden- bekleidung sind kaum Grenzen gesetzt. Die Deckenelemente überzeugen durch ihre Vielsei- tigkeit. Sie sind eine wirtschaftliche und günstige Lösung bei ein- und mehrgeschossigen Wohnungs- bauten, im Industrie- und Gewerbebau sowie im landwirtschaftlichen Bereich. Die Dachelemente überzeugen durch hohe Spei- cherkapazität (sommerlicher Wärmeschutz). Sie las- sen sich individuell einsetzen, sei es sichtbar oder mit einer Deckenbekleidung über gebogenen oder geraden Trägern.

Tschopp Holzbau AG 6280 Hochdorf info@tschopp-holzbau.ch www.bresta.ch

Figur 47:

Fassadenschnitt

Dachaufbau von aussen:

Kies Unterdeckfolie Mineralwolldämmung 200 mm Dampfsperre Bresta 120 mm mit Falzprofil

Deckenaufbau von oben:

Parkett 10mm Unterlagsboden 70 mm Trittschalldämmung 2 x 20 mm Bresta 160 mm sägeroh Lattung 25 mm Gipskartonplatte 12,5 mm Innenputz

Aufbau Aussenwand von innen:

Gipskartonplatte 12,5 mm Bresta 87 mm sägeroh Luftdichtigkeitsschicht Lattung 60 x 160 mm/Dämmung Glasfaser-Leichtbeton-Platte 15 mm Aussenputz

25 Lignatec Massivholzbau

Einfamilienhaus Köck in Hohenrain Das Einfamilienhaus Köck steht an bester Aussichts- lage in der Gemeinde

Einfamilienhaus Köck in Hohenrain Das Einfamilienhaus Köck steht an bester Aussichts- lage in der Gemeinde Hohenrain. Der moderne Holzbau überzeugt durch seine klaren Linien. Alle vier Fassaden zeigen eine verputzte Oberfläche. Der Autounterstand mit der Douglasien-Stülpschalung bildet einen harmonischen Kontrast zur weissen Fassade. Die angebaute Pergola mit dem Dougla- sienholzrost lädt zum Verweilen und Geniessen der Umgebung ein. Von Anfang an war der Bauherrschaft sowie den Architekten klar, dass eine ökologische, behagliche Bauweise umgesetzt werden muss, um das ge- wünschte Wohnklima zu erreichen. Deshalb ent- schieden sie sich für die massive Umsetzung in Holz mit der Bresta-Systembauweise.

Ort Rebacher, 6276 Hohenrain Bauherrschaft Andreas und Cornelia Köck Architekten Huber und Weibel, Hitzkirch Holzbau Tschopp Holzbau AG, Hochdorf Materialien Wände: Bresta 87 mm 36 m 3 ; Decken: Bresta 160 mm 16 m 3 ; Dach: Bresta 120 mm 10 m 3 Fertigstellung Juni 2004

; Dach: Bresta 120 mm 10 m 3 Fertigstellung Juni 2004 Figur 48: Figur 49: Aussenansicht
; Dach: Bresta 120 mm 10 m 3 Fertigstellung Juni 2004 Figur 48: Figur 49: Aussenansicht

Figur 48:

Figur 49:

Aussenansicht

Die Raumhöhe von 2,70 Meter und raumhohe Fenster- fronten vermitteln Grosszügigkeit. Flächig wirkende Deckenelemente auf schlanken Stützen ermöglichen dieses Wohngefühl.

4.2 Optiholz Figur 50: Aussenwände Links: mit verputzter Aussendämmung Rechts: mit hinterlüfteter
4.2
Optiholz
Figur 50:
Aussenwände
Links: mit verputzter
Aussendämmung
Rechts: mit hinterlüfteter
Fassadenbekleidung

Figur 51:

Geschossdecken Links: mit abgehängter Decke und trockenem Bodenaufbau Rechts: von unten sichtbarer Holz-Beton- Verbund und zusätzlicher Zementestrich

Figur 52:

Dächer Links: einfach belüftetes Steildach Rechts: nicht belüftetes Flachdach

Figur 53:

Innenwände Links: Zimmertrennwand Rechts: Gebäudetrenn- wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser

wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser 26 Lignatec Massivholzbau Produkt
wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser 26 Lignatec Massivholzbau Produkt
wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser 26 Lignatec Massivholzbau Produkt
wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser 26 Lignatec Massivholzbau Produkt
wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser 26 Lignatec Massivholzbau Produkt
wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser 26 Lignatec Massivholzbau Produkt
wand für Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser 26 Lignatec Massivholzbau Produkt

26 Lignatec Massivholzbau

Produkt

Optiholz-Massivholzelemente bestehen aus hoch- kant nebeneinandergestellten, verdübelten Brett- lamellen. Nach dem Einschneiden und Trocknen der

Seitenware erfolgt die Besäumung der einzelnen Bretter. Die Lamellen werden in der Länge keilge- zinkt, gehobelt, kommissionsweise gebohrt und mit einem Buchenholz-Dübelstab verbunden. An- schliessend wird der Rohling gehobelt, abgebunden und kommissioniert. Die einzelnen Module werden mit Verbindungsdübeln zu beliebig grossen Flä- chenelementen im Raster bis 600 mm zusammen- gefügt.

Services Zu den Serviceleistungen gehören eine umfassende Projektberatung, die Bemessung der Optiholz- Elemente, die technische Beratung bezüglich bau- physikalischer und konstruktiver Fragestellungen sowie der Abbund und die Vorfertigung von Boden- und Wandelementen.

Einsatzbereiche Optiholz-Elemente eignen sich für Aussen- und Innenwände sowie für Geschossdecken- und Dach- elemente. Die Elemente lassen sich in praktisch jedem Bausystem montieren. Die vorgefertigten Wandelemente können für tra- gende Aussen- und Innenwände in sichtbarer oder verkleideter Ausführung, als vorgefertigte Fassa- denelemente oder als Dämmständer zum Einsatz kommen. Die Optiholz-Massivholzdecken sind für eine sicht- bare Ausführung mit gehobelten Lamellen und einer versenkten Fase oder mit Akustikprofil in spe- ziellen Schallschutzelementen ausführbar. Die Ele- mente können auch als Holz-Beton-Verbunddecken eingesetzt werden. Auch im Dach überzeugen die Elemente, sei es sichtbar oder mit einer Deckenbekleidung.

Logus Systembau AG 9215 Schönenberg info@logus.ch www.optiholz.ch

Sägerei Sidler AG 8917 Oberlunkhofen info@sidler-holz.ch www.sidler-holz.ch

Figur 54:

Fassadenschnitt

Dachaufbau von aussen:

Extensive Begrünung 80 mm Abdichtung Schaumglasdämmung 180 mm, mit Gefälle Abdichtung zweilagig Optiholz 190 mm

Deckenaufbau von oben:

Gehbelag Zementunterlagsboden 60 mm Trittschalldämmung 40 mm Holz-Beton-Verbund:

Beton 130 mm Optiholz 170 mm, als Akustikelement

Beton 130 mm Optiholz 170 mm, als Akustikelement 27 Lignatec Massivholzbau Erweiterungsbau des
Beton 130 mm Optiholz 170 mm, als Akustikelement 27 Lignatec Massivholzbau Erweiterungsbau des

27 Lignatec Massivholzbau

Erweiterungsbau des Oberstufenzentrums in Berg Die bestehende Schulanlage für die Oberstufe war um zehn Schulzimmer zu erweitern. Das Projekt sah vor, analog zu den bestehenden Bauten einen Stahl- beton-Skelettbau mit grossen Fensterflächen zu er- stellen. Während der Baubewilligungs-Phase ent- stand jedoch in der Bevölkerung der Wunsch, statt des Stahlbetons ökologischere und regional verfüg- bare Baumaterialien anzuwenden, nämlich Holz und Mauerwerk. Das bestehende Projekt wurde daraufhin angepasst, so dass Mauerwerks-Wände, Holz-Beton-Verbunddecken und Holzdächer zum Einsatz kamen. Die Geschossdecken mit einer Spannweite bis zu 8,20 m sind im System des Holz-Beton-Verbundes mit Brettstapeln ausgeführt worden, wobei quer eingefräste Kerben mit optimierter Geometrie und SFS-Verbundelemente als Verbundmittel dienen. Die Deckenelemente wurden unten gebrauchsfertig sichtbar, mit einer integrierten Akustiklösung vorbe- reitet. Zudem ermöglichen in der Decke ‹versteckte Unterzüge› raumhohe Fensterflächen ohne Beein- trächtigung durch konstruktive Elemente.

Ort Neuwies, 8572 Berg Bauherrschaft Oberstufengemeinde Architekt Plinio Haas, Arbon Holzbauingenieur Timbatec GmbH, Steffisburg Holzbau Graf Holzbau AG, Guntershausen Materialien Optiholz Decken und Dach 1050 m 2 Fertigstellung 1998

Figur 55: Figur 56: Aussenansicht Schulzimmer
Figur 55:
Figur 56:
Aussenansicht
Schulzimmer

4.3

Ligno-Swiss

Figur 57:

Grundelemente Links: Aussenwandelement Rechts: Element für Decken und Dächer

Figur 58:

Aussenwände Links: mit verputzter Aussendämmung Rechts: mit hinterlüfteter Fassadenbekleidung

Figur 59:

Geschossdecken Links: Deckenelement voll gedämmt und mit Zementunterlagsboden Rechts: Deckenelement mit Hohlraumdämmung und trockenem Boden- aufbau

Figur 60:

Dächer Links: Anwendung des Deckenelementes beim einfach belüfteten Steildach Rechts: Anwendung des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach

des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-
des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-
des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-
des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-
des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-
des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-
des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-
des Deckenelementes beim einfach belüfteten Flachdach 28 Lignatec Massivholzbau Produkt Ligno-Swiss bietet Wand-

28 Lignatec Massivholzbau

Produkt Ligno-Swiss bietet Wand- und Deckenelemente an. Die Wandelemente bestehen aus Massivholz- bohlen, die ringsum (längs- und stirnseitig) genutet sind. Die einzelnen Bohlen sind auf Abstand mitei- nander verdübelt. Dadurch wird eine hohe Form- stabilität erreicht und Quellen und Schwinden der Wand verhindert. Durch die vierseitige Nut-und- Kamm-Verbindung ist das Wandelement luftdicht. Durch die Anwendung von stehendem Holz, wel- ches sehr hohe Druckkräfte aufnehmen kann, wer- den Setzungen auf ein Minimum reduziert. Die Ver-

tiefungen durch die versetzte Bohlenanordnung gewährleisten eine gute Führung der Installations- leitungen. Die Deckenelemente bestehen von unten

aus einer Dreischichtplatte, die als fertige Untersicht

belassen werden kann. Darauf befestigt sind Rippen

mit einem Abstand von 180 mm, deren Höhe ent- sprechend den statischen Anforderungen festgelegt wird. Als oberste Ebene des Elementes sind Quer- latten im einem Abstand von 60 mm aufgenagelt. Die Räume zwischen den Rippen eignen sich zur Führung von Sanitär- oder Lüftungsrohren, die Räu- me zwischen den Latten besonders zum Verlegen

von Elektro- oder Heizungsleitungen.

Services Zu den Serviceleistungen gehört das Bereitstellen von umfassenden Katalogen mit Konstruktions- details und Berechnungsgrundlagen für die Dimen- sionierung der Elemente. Auch Ausschreibungs- unterlagen werden zur Verfügung gestellt.

Einsatzbereiche Ligno-Swiss-Wandelemente eignen sich speziell für Aussenwände, aber auch für Innenwände. Sie be- währen sich für Neubauten, Umbauten sowie für Aufstockungen bei ein- und mehrgeschossigen Ge- bäuden. Die Deckenelemente können für Geschossdecken wie für Dächer eingesetzt werden. Beide Elementtypen lassen sich mit praktisch jedem Bausystem kombinieren, sei es die Kombination von Ligno-Swiss-Wandelementen mit konventionellen Balken- und Sparrenlagen, die Kombination der Ligno-Swiss-Deckenelemente mit Rahmenbau- wänden oder die Verwendung von Ligno-Swiss für alle Wände, Decken und das Dach.

Schmidlin Holzbau AG 6422 Steinen info@holzhaus-schmidlin.ch www.holzhaus-schmidlin.ch

Figur 61:

Fassadenschnitt

Dachaufbau von aussen:

Faserzementschiefer-Doppeldeckung Ziegel- und Konterlattung Unterdachfolie Holzfaser-Unterdachplatte 32 mm Rippenelement:

Sparren/Dämmung 180 mm Dreischichtplatte 27 mm

Deckenaufbau von oben:

Bodenbelag Zementunterlagsboden 70 mm Trennschicht Holzfaser-Trittschalldämmplatte 22 mm Holzhartfaserplatte 8 mm Ligno-Swiss-Deckenelement 260 mm

Flachdachaufbau von oben:

Extensive Begrünung 80 mm Wurzelschutz Dichtungsbahn zweilagig Trennschicht Dreischichtplatte 27 mm Lattung 50–80 mm/Hinterlüftung Holzfaserunterdachplatte 30 mm OSB 20 mm Ligno-Swiss-Deckenelement 260 mm mit Zellulosefaserdämmung

Aufbau Aussenwand von innen:

Gipsfaserplatte 12,5 mm Ligno-Swiss-Wandelement 100 mm Holzfaserdämmplatten 160 mm Windpapier Lattung vertikal 30 mm/Hinterlüftung Schalung horizontal 20 mm

29 Lignatec Massivholzbau

Ein- und Zweifamilienhaus ‹Im Hobacher› in Ottenbach Die Gebrüder Schumacher wollten auf dem Nach- bargrundstück
Ein- und Zweifamilienhaus ‹Im Hobacher›
in Ottenbach
Die Gebrüder Schumacher wollten auf dem Nach-
bargrundstück ihres Elternhauses ein Doppeleinfa-
milienhaus für sich erstellen. Dazu gehörte auch ein
Büro- und Werkstatt-Teil für ihre Firmen. Auf dem
nicht genutzten bebaubaren Land suchte man einen
Partner, welcher die gleiche Architektursprache
wählen und ebenfalls einen Holzbau realisieren
wollte. Diesen fand man in der Familie Pelizzoni.
Die drei Wohneinheiten wurden schliesslich voll-
ständig mit Elementen von Ligno-Swiss realisiert.
Die Zielsetzung dabei war die Erstellung der Häuser
als ökologischer und qualitativ hochwertiger Mas-
sivholzbau, welcher allen Anforderungen an ein
modernes Haus wie geringer Energieverbrauch und
Behaglichkeit gerecht wird.
Ort Im Hobacher, 8913 Ottenbach
Bauherrschaft Roland und Michèle Schumacher,
Adrian Schumacher und Marlis Schnell sowie
Guido und Jacky Pelizzoni
Architekt Thomas Frick, frickarchitektur, Hausen
am Albis
Holzbau Schmidlin Holzbau AG
Materialien Ligno-Swiss Wandelemente 550,5 m 2 ;
Ligno-Swiss Dach-/Deckenelemente 409,5 m 2
Fertigstellung November 2003
Figur 62:
Figur 63:
Südwestansicht des grauen Ein- und des roten Zwei-
familienhauses
Wohnzimmer
4.4 Appenzellerholz Figur 64: Grundelement für eine Aussenwand mit inte- grierter Winddichtung
4.4
Appenzellerholz
Figur 64:
Grundelement für eine
Aussenwand mit inte-
grierter Winddichtung

Figur 65:

Aussenwandaufbau mit zweilagigem Vollholz- Element, dünner Dämm- schicht und hinterlüfteter Fassadenbekleidung

Figur 66:

Geschossdecken Links: mit Appenzellerholz für kleine Spannweiten im Einfamilienhaus Rechts: als Brettstapel für den Einsatz mit Zement- unterlagsboden im Mehr- familienhaus

Figur 67:

Dächer Links: mit Appenzellerholz für kleine Spannweiten im Einfamilienhaus Rechts: als Brettstapel mit zusätzlicher Innendäm- mung beim Mehrfamilien- haus

mit zusätzlicher Innendäm- mung beim Mehrfamilien- haus 30 Lignatec Massivholzbau Produkt Appenzellerholz sind
mit zusätzlicher Innendäm- mung beim Mehrfamilien- haus 30 Lignatec Massivholzbau Produkt Appenzellerholz sind
mit zusätzlicher Innendäm- mung beim Mehrfamilien- haus 30 Lignatec Massivholzbau Produkt Appenzellerholz sind
mit zusätzlicher Innendäm- mung beim Mehrfamilien- haus 30 Lignatec Massivholzbau Produkt Appenzellerholz sind
mit zusätzlicher Innendäm- mung beim Mehrfamilien- haus 30 Lignatec Massivholzbau Produkt Appenzellerholz sind

30 Lignatec Massivholzbau

Produkt Appenzellerholz sind Vollholz-Elemente für die Tafelbauweise. Für die Elemente werden Bretter kreuzweise und diagonal aufeinander gelegt, verdü- belt und zugeschnitten. Es wird lediglich ein natürli- ches Windpapier, bestehend aus Wolle, Baumwolle, Hadern und Zellulose, im Element eingearbeitet. In der Fabrikation wird ausnahmslos Holz der Sägerei- en der Kantone Appenzell Inner- und Ausserrhoden verwendet.

Services Jedes Bauprojekt wird individuell begleitet, von der Planung bis zur Ausführung.

Einsatzbereiche Die Massivholzelemente sind aufgrund ihres Auf- baues äusserst flexibel und vielseitig anwendbar. Appenzellerholz wird bei Einfamilienhäusern für Wände, Geschossdecken und Dächer eingesetzt, im mehrgeschossigen Holzbau, z.B. bei Mehrfamilien- häusern, nur für die Wände. Die Besonderheit von Appenzellerholz ist die grosse Dicke der Elemente, die gerade bei Aussenwänden

einen wesentlichen Beitrag zur Dämmung des Ge- bäudes leistet. Dadurch lassen sich Häuser fast voll- ständig aus Holz realisieren, welche über einen einzigartigen Charakter bezüglich der Wohnbehag- lichkeit verfügen.

Nägeli AG 9056 Gais info@naegeli-holzbau.ch www.naegeli-holzbau.ch www.appenzellerholz.ch www.twoods.ch

Figur 68:

Fassadenschnitt

Dachaufbau von aussen:

Dachziegel Ziegel- und Konterlattung Holzfaserdämmplatte 80 mm Brettstapel 160 mm Holzfaserdämmplatte 35 mm Lattung 27 mm Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm

Deckenaufbau von oben:

Bodenbelag Anhydritunterlagsboden 50 mm Trennlage Trittschalldämmung 50 mm Brettstapel 240 mm Lattung 50 mm Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm

Aufbau Aussenwand von innen:

Gipsfaserplatte 15 mm Appenzellerholz 180 mm, teilweise sichtbar Appenzellerholz 180 mm Holzfaserdämmplatte 35 mm Lattung 40 mm/Hinterlüftung Lärchenschalung sägeroh 20 mm

Lattung 40 mm/Hinterlüftung Lärchenschalung sägeroh 20 mm 31 Lignatec Massivholzbau Mehrfamilienhaus Schwantlern in
Lattung 40 mm/Hinterlüftung Lärchenschalung sägeroh 20 mm 31 Lignatec Massivholzbau Mehrfamilienhaus Schwantlern in

31 Lignatec Massivholzbau

Mehrfamilienhaus Schwantlern in Gais Nordöstlich des Dorfzentrums verfügte das Holz- bauunternehmen seit längerer Zeit über Bauland an Südhanglage mit schönster Aussicht über das Dorf und das nahe Umland bis zum Alpstein. Es lag nahe, hier Wohneigentum mit überdurchschnittlicher Wohnqualität zu schaffen. Mit dem ausgebauten Mitarbeiterstab in Produkti- on und Planung wurde der Bau von Beginn an kom- plett im eigenen Unternehmen realisiert. Entstan- den ist ein Gebäude, das ab der Kellerdecke komplett in Holz realisiert werden konnte. Die sechs Eigentumswohnungen überzeugen durch Bestwerte in allen bauphysikalischen Disziplinen und eine Wohnbehaglichkeit, die von allen Bewohnern be- stätigt wird.

Ort Schwantlern, 9056 Gais Bauherrschaft Nägeli AG, Gais Planung Nägeli AG, Gais Holzbau Nägeli AG,

Ort Schwantlern, 9056 Gais Bauherrschaft Nägeli AG, Gais Planung Nägeli AG, Gais Holzbau Nägeli AG, Gais Materialien Appenzellerholz für Wände 226 m 3 , Brettstapel für Decken 120 m 3 und Dach 74m 3 Fertigstellung Oktober 2006

120 m 3 und Dach 74m 3 Fertigstellung Oktober 2006 Figur 69: Figur 70: Ansicht von
120 m 3 und Dach 74m 3 Fertigstellung Oktober 2006 Figur 69: Figur 70: Ansicht von

Figur 69:

Figur 70:

Ansicht von Westen

Südfassade mit den grosszügigen Terrassen

4.5 Grossformatplatte (GFP)

Figur 71:

Aussenwände Links: aussen gedämmt mit hinterlüfteter Fassadenbekleidung Rechts: aussen gedämmt und verputzt

Figur 72:

Geschossdecken Links: einschichtige Massiv- holzplatte mit Zement- unterlagsboden Rechts: Kastenelement mit Trockenaufbau

Figur 73:

Dächer

Klemmrippenplatte

als Spezialanfertigung

Figur 73: Dächer Klemmrippenplatte als Spezialanfertigung 32 Lignatec Massivholzbau Produkt Die
Figur 73: Dächer Klemmrippenplatte als Spezialanfertigung 32 Lignatec Massivholzbau Produkt Die
Figur 73: Dächer Klemmrippenplatte als Spezialanfertigung 32 Lignatec Massivholzbau Produkt Die
Figur 73: Dächer Klemmrippenplatte als Spezialanfertigung 32 Lignatec Massivholzbau Produkt Die
Figur 73: Dächer Klemmrippenplatte als Spezialanfertigung 32 Lignatec Massivholzbau Produkt Die

32 Lignatec Massivholzbau

Produkt

Die Schilliger-Grossformatplatte besteht aus mehre- ren Lagen von Holzschichten, welche kreuzweise aufeinandergeschichtet und mit lösungsmittelfreiem

Klebstoff verleimt werden. So verzieht sich das Holz

bei unterschiedlicher Temperatur oder Feuchtigkeit weniger und kann für grossformatige und an- spruchsvolle Bauteile verwendet werden. Das Unternehmen bietet Grossformatplatten in ver- schiedener Ausführung an: als klassische Drei- oder Mehrschichtplatte, als Sandwichplatte, als Kasten-

element, als einseitig beplankte Rippenplatte oder als Bausatz für die werkseitige Herstellung von Fer- tigelementen.

Services Als Komplettanbieter in Sachen Massivholzpro- dukte positioniert sich das Unternehmen auch über die Serviceleistungen. So werden alle Grossformat- platten individuell produziert. Formate, Aufbauten und Leistungen des Produktes werden dem Kun- denwunsch angepasst. Dazu gehört ein hochpräzi- ser Abbund mittels Gross-CNC-Anlage und die Möglichkeit, das Produkt samt Oberflächenbe- handlung montagefertig anzuliefern. Eine eigene Fahrzeugflotte mit Spezialfahrzeugen löst auch nicht alltägliche logistische Herausforderungen. Zu- dem steht dem Kunden, ergänzend zu den über Internet verfügbaren Produktkatalogen, der Bemes- sungs- und der Bauphysik-Software, ein kompeten- tes Team zur Objektberatung zur Verfügung.

Einsatzbereiche Grossformatplatten werden für einseitig oder zwei- seitig sichtbare Wand- und Deckenkonstruktionen gefertigt und den Anforderungen des Entwurfes massgenau angepasst. Sie eignen sich als tragende oder verkleidende Elemente sowohl für den Inge- nieurholzbau als auch für den Wohnungs- und Bürobau.

Schilliger Holz AG 6403 Küssnacht am Rigi info@schilliger.ch www.schilliger.ch

Figur 74:

Fassadenschnitt

Dachaufbau von aussen:

Faserzementschiefer-Doppeldeckung Dach- und Konterlattung