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Institut für Sportwissenschaft WS 2005/06 Hauptseminar – Dr. Peter Wastl Bewegungen verstehen - Bewegungen lernen

Institut für Sportwissenschaft WS 2005/06 Hauptseminar – Dr. Peter Wastl

Bewegungen verstehen - Bewegungen lernen

Ausarbeitung von:

Stefanie Krey

Aufgabe:

Beschreibung eines Bewegungsablaufes – Vorhand-Überkopf-Clear

BEWEGUNGSBESCHREIBUNG - Vorhand-Überkopf-Clear

BEWEGUNGSBESCHREIBUNG - Vorhand-Überkopf-Clear Abb.:

Abb.: http://www.sportunterricht.de/lksport/clear.htmlhttp://www.sportunterricht.de/lksport/clear.html

1 : Rückwärtslauf in Ausgangsposition 2 : Stemmschritt,

1: Rückwärtslauf in Ausgangsposition 2: Stemmschritt, Ausholphase 3: Schlagphase 4: Treffen des Balles 5: Ausschwungphase und Landung

Abb.: http://www.duerrholz.de/sport-welt/sportarten/badminton/clear.html

Quelle:

Quelle:

http://www.sportunterricht.de/lksport/lernen1.html

BOECKH-BEHRENS, W.-U. (1994) Badminton heute (S. 50-51). Krefeld: Intermedia, Werbe- & Verlags- gesellschaft mbH

(07.11.2005)

Vorbereitungsphase ÅÅ In der Ausholphase wird der linke Arm Richtung Ball gehoben (Hand zeigt in Ballrichtung). Der rechte Ellbogen bildet den tiefsten Punkt einer schräg liegenden Achse, die vom linken Arm über die Schulterachse zum rechten Ellbogen reicht. Die rechte Schulter und die rechte Hüfte werden, oft mit einem Zurücksetzen des rechten Fußes verbunden, zurückgenommen.

Ausholphase ÅÅ Der linke Arm wird gehoben, wobei die Hand in Ballrichtung zeigt. Der echte Arm führt den Schläger auf kürzestem Weg nach hinten oben. Das Zurücknehmen der Schlagschulter und der rechten Hüfte, in Verbindung mit einem Zurück- setzen des rechten Fußes, ist je nach Härte des beabsichtigten Schlages unterschiedlich stark ausgeprägt. Charakteristisch ist die schräg liegen- de, gerade Linie, die vom linken zum rechten Ellbogen werden kann.

Hauptphase ÇÇ Die Schlagphase beginnt mit einer Drehung der rechten Hüfte und Schulter in Schlagrichtung, der rechte Ellbogen wird etwa auf Schulterhöhe angehoben, wobei das Handgelenk locker nach hinten abgeknickt wird. Der Schläger führt eine Art Schleifenbewegung hinter dem Rücken aus, wobei der Schlägerkopf über das linke Schulterblatt, hinter dem Rücken bis neben die rechte Körperseite schwingt . In dieser Position ist der Oberarm im Schultergelenk nach

Die Schlagphase ÇÇ

Teil1:

Anschließende werden die rechte Hüfte und Schulter in Schlagrichtung geschwenkt, der Ellbogen bewegt sich nach vorne. Das Ellbogen- gelenk wird während dieser Bewegung stärker gebeugt. Gleichzeitig lässt sich der Spieler locker nach hinten untern abkippen. Der Schläger wird im 1. Teil der Schwungschleife hinter dem Rücken des Spielers beschleunigt. Dabei schwingt der Schlägerkopf über das linke Schulterblatt hinter

außen gedreht, und die Kleinfingerkante zeigt nach oben, in Richtung Treffpunkt. Die sich ohne Unterbrechung anschließende Dreh- Streckbewegung des Arms beginnt mit dem Heben des Oberarms und einer schnellkräftigen Streckbewegung des Ellbogens. Vor dem Treffen des Balles erfolgt, bei leichter Beugung im Ellbogen- und Handgelenk, eine Innendrehung des Schultergelenks und des Unterarms (Pronation) bei gleichzeitiger Streckbewegung des Handgelenks. In dieser Phase durchläuft der Schläger eine halbkreisförmige Kurve und erfährt dadurch eine sehr starke Beschleunigung. Die

dem Rücken bis neben die rechte Körperseite des Spielers. In dieser Position sind Ober- und Unterarm nach außen gedreht. Die Kleinfinger- kante der Hand zeigt nach oben. Die Schwenkbewegung der rechten Körperseite, die Vorwärtsbewegung des Ellbogens und das gleichzeitige Abwinkeln von Unterarm und Handgelenk in Verbindung mit der Auswärts- Drehbewegung bewirken eine starke Vorspannung der Muskelkette Rumpf-Oberarm-Unterarm-Hand- gelenk und schaffen günstige Voraussetzungen für die folgende schnellkräftige Drehstreckbewegung.

Teil 2:

Schlagfläche wird durch die Drehbewegungen im Unter- und Oberarm erst kurz vor dem Treffpunkt in die gewünschte Schlagrichtung gebracht.

Mit dem Heben des Oberarms beginnt einen schnellkräftige Streckbewegung im Ellbogen- gelenk. Vor dem Treffen des Balles erfolgt, bei noch leichter Beugung im Ellbogengelenk, eine Einwärtsdrehung des Armes. In dieser Phase der Bewegung durchläuft der Schlägerkopf eine halbkreisförmige Kurve und erfährt dabei eine sehr starke Beschleunigung. Durch die Drehbewegungen von Ober- und Unterarm wird die Schlagfläche in die gewünschte Schlagrichtung gebracht. Im Augenblick der Ballberührung (Treffpunkt) ist das Ellbogengelenk nicht ganz gestreckt. Die Schwungschleife ist als Einheit anzusehen. Der zweite Teil schließt sich übergangslos und flüssig an den vorangegangenen ersten Schwungabschnitt an.

Endphase ÉÉ In der Ausschwungphase setzen sich die Drehbewegungen fort, der Schläger schwingt aus.

Ausschwungphase ÉÉ Der stark beschleunigte Schlägerkopf und die rumpffernen Körperteile - Handgelenk und Unterarm - können nicht plötzlich abgebremst werden. Die Einwärtsdrehung des Armes setzt sich fort. Das Ellbogengelenk wird gebeugt. Von der Intensität des Schlages hängt es ab, wie weit der Schlägerkopf nach vorne – unten ausschwingt. Mit dem Senken des Oberarmes wird der Schläger wieder gehoben und in die Position der Grund- stellung zurückgeführt.