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Klimawandel – Megatrend des Jahrhunderts

Klimawandel

Zahlen & Fakten +++ Investmentchancen +++ Alltagstipps

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1. Allgemeines zum Klimawandel   1. Allgemeines zum Klimawandel Inhaltsangabe 1.1 Der Klimawandel im
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1. Allgemeines zum Klimawandel

 

1. Allgemeines zum Klimawandel

Inhaltsangabe

1.1 Der Klimawandel im Zeitablauf

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1.2 Aspekte des Klimawandels

Seite 3

1.3 Milliardenmarkt Klimawandel

Seite 4

1.4 Hysterie um den Klimawandel

Seite 6

2. Klimafaktoren

 

2.1 Sonne

Seite 8

2.2 Wasser

Seite 13

2.3 Wind

Seite 15

2.4 Biotreibstoffe

Seite 18

2.5 Uran

Seite 23

2.6 Holz

Seite 29

3. Klimawandel-Investments

3.1 mit Kapitalgarantie

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3.2 mit Baskets oder Indizes

Seite 31

3.3 mit Bonus-Zertifikaten

Seite 33

3.4 mit Discount-Zertifikaten

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3.5 mit Aktienanleihen

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3.6 mit alternativen Strukturen

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Das Dauerproblem Klimawandel

Obwohl die Wissenschaft bereits seit Jahrzehnten auf das Phänomen der globalen Erderwärmung und seine möglichen Folgen hinweist, wurde das Thema in den Medien, in der Politik und vor allem in der Wirtschaft erst in den vergangenen Jahren allgegenwärtig. Der Grund: Die durch Wetterextreme wie Stürme, Dürren und Über- schwemmungen verursachten Schäden wurden immer größer und

der direkte Zusammenhang mit dem fortschreitenden Klimawandel immer offensichtlicher. Das In-Kraft-Treten des Kyoto-Protokolls im Jahr 2005 galt als wichtiger Meilenstein für mehr Klimaschutz. Kino- erfolge wie „The day after tomorrow“ oder der mit einem Oskar gekrönte Dokumentarfilm „Die unbequeme Wahrheit“ von Al Gore zeigen die Dringlichkeit dieses globalen Umweltproblems wahlweise auf unterhaltsame oder sachliche Art auf. Nur eine globale massive Begrenzung der diversen Treibhausgase kann die negativen Auswirkungen der Erderwärmung abfedern, zu stoppen ist dieser Prozess nach Ansicht zahlreicher Klimaexperten ohnehin nicht mehr.

Der Megatrend Klimawandel-Investment

Ob der drohende Klima-GAU verhindert werden kann, hängt von der Wissenschaft, der Politik und in hohem Maße von der Wirtschaft ab. Wir gehen davon aus, dass das Thema „Klimawandel“ in den kom- menden Jahren und Jahrzehnten unser ständiger Begleiter bleiben wird und sich Investments mit Bezug zur Lösung dieses Umweltproblems zum Megatrend entwickeln werden. Anleger haben grundsätzlich die Möglichkeit über die nachfolgend aufgeführten Instrumente Investments mit Bezug zum Klimawandel zu tätigen:

1. Geschlossene Fonds

2. Aktienfonds

3. Indexfonds (Exhange Traded Funds)

4. Einzelaktien

5. Anlagezertifikate

In unserer neuen Rubrik „Klimawandel“ auf der Seite www.boerse- go.de möchten wir Sie über den aktuellen Stand des Klimawandels

1.1 Der Klimawandel im Zeitablauf Der schwedische Wissenschaftler Svante August Arrhenius ent- deckt, dass der
1.1 Der Klimawandel im Zeitablauf
Der schwedische
Wissenschaftler Svante
August Arrhenius ent-
deckt, dass der Ausstoß
von CO2 den Treib-
hauseffekt bewirkt.
Der US-Klimaforscher
Wallace Broeker warnt
in einem Beitrag für ein
Wissenschafts-Magazin
vor den Folgen der
Erderwärmung.
Erster Klimabericht des
IPCC: Die Organisiation
geht von einer Erwär-
mung der Erdtempera-
tur um 2 bis 5 Grad bis
zum Jahr 2100 aus.
Zweiter Klimabericht
des IPCC: Erstmals
wird von einem
"erkennbaren Einfluss
des Menschen" auf das
Klima gesprochen.
Das wärmste Jahr seit
es Messungen gibt.
Naturkatastrophen ver-
ursachten in diesem
Jahr Schäden in Höhe
von 90 Mrd. USD.
Das Kyoto-Protokoll tritt
in Kraft. Nach der Ratifi-
zierung durch das russi-
sche Parlament sind
mehr als 55 Staaten bei-
getreten, die mehr als 55
Prozent der globalen
Treibhausgase ausstoßen.
1895
1975 1990
1995 1998
2005
1957 1988
1992 1997
2001 2007
Der US-Klimaforscher
Charles David Keeling
nimmt auf dem Mauna
Loa (Höhe: 4.000m) auf
Hawai die erste perma-
nente Kohlenstoffdioxid-
Messung der Welt auf.
Das Intergovernmental
Panel on Climate Chan-
ge (IPCC) wird gegrün-
det und berichtet den
beteiligten Regierungen
über den aktuellen Stand
der Klimaforschung.
In Rio de Janeiro wird
die Klimarahmenkonven-
tion unterschrieben.
Ziel: Die vom Menschen
verursachte Störung des
Klimasystems soll verhin-
dert werden.
Im Kyoto-Protokoll haben
sich die Länder verpflich-
tet, die Menge ausgesto-
ßener Treibhausgase bis
2012
um 5,2 Prozent
unter das Niveau von
Dritter Klimabericht des
IPCC: Klimaforscher
halten zwischen 1990
und 2100 eine
Erwärmung der Erde
zwischen 1,4 und 5,8
1990
zu senken.
Grad für möglich.
Vierter Klimabericht
des IPCC: Klimafor-
scher halten zwischen
1990 und 2100 eine
Erwärmung der Erde
um 1,1 bis 6,4 Grad für
möglich.

1. Allgemeines zum Klimawandel

ständig auf dem Laufenden halten und Sie als Anleger umfassend über die Aktivitäten der besonders innovationsfreudigen Zertifikate- Industrie in dieser „Noch-Nische“ informieren. Der große Vorteil sol- cher Anlage-Zertifikate besteht vor allem in der Fähigkeit, die mit einem Investment verbundenen Chancen und Risiken individuell zu steuern.

Wir bemühen uns, alle Klimawandel-Produkte aufzuführen. Sollten Sie einmal ein Wertpapier vermissen, schicken Sie uns einfach eine Mail an: Klimawandel@boerse-go.de

1.2 Aspekte des Klimawandels

Im Zuge des Klimawandels vollzieht sich gegenwärtig in der Politik, der Wirtschaft und weiten Bevölkerungsteilen ein Prozess des Umdenkens, weil mittlerweile jeder realisiert, dass ein "weiter so" richtig teuer werden und irreparable Schäden verursachen könnte. Aktuell gibt es zahlreiche Prognosen über die drohenden wirtschaft- lichen Schäden eines fortschreitenden Klimawandels. So geht zum Beispiel das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) davon aus, dass allein in Deutschland bei einem unterstellten Anstieg der Temperaturen um 4,5 Grad bis zum Jahr 2100 Kosten von insgesamt 3.000 Mrd. Euro entstehen könnten. Der ehemalige Chefökonom der

Weltbank, Nicolas Stern, kam in einer von der britischen Regierung in Auftrag gegebenen und Ende Oktober 2006 veröffentlichten Studie zu folgendem Schluss: Wenn nicht sofort gehandelt wird, könnte sich das weltweite Bruttoinlandsprodukt um ein Fünftel ermäßigen und zu einer weltweiten Wirtschaftsdepression führen.

Vielleicht sind monetäre Weckrufe wie diese notwendig, um die Welt zum wirksamen Gegensteuern in der Klimapolitik aufzurufen. Sie sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch ethische und moralische Aspekte bei der Bewertung des Klimawandels existieren. So stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob sich der Verlust von Gletschergebieten, die Überschwemmung ganzer Städte und Regionen, der Verlust von Pflanzen- und Tierarten und Menschenleben überhaupt bewerten lassen. Zukünftigen Genera-

Klimatipp

Effiziente Haushaltsgeräte kaufen

Eine effiziente Waschmaschine kann über 35 Euro im Jahr spa- ren. Dabei gilt: Je geringer Waschtemperatur und Waschdauer, desto weniger Strom wird insgesamt verbraucht. Nur stark ver- schmutze Wäsche braucht es heißer als 40°C. Effizient waschen bedeutet auch, das Trommelvolumen voll zu nutzen.

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1. Allgemeines zum Klimawandel

Klimatipp

Wäsche an der frischen Luft trocknen lassen

Wäschetrockner verbrauchen doppelt so viel Energie wie eine Waschmaschine bei gleicher Wäschemenge. Deshalb die Wäsche möglichst im Raum oder an der frischen Luft trocknen lassen.

tionen dürfte es wahrscheinlich egal sein, aus welchen Gründen weltweiter und effektiver Klimaschutz betrieben wird. Für sie ist nämlich nur eines wichtig: das Verhindern des Klima-GAU.

Folgen für die Wirtschaft

Dass die globale Erderwärmung, der so genannte „Treibhauseffekt“, vom Menschen verursacht wird, steht mittlerweile außer Frage. Und auch die Kausalität zwischen dem massiven weltweiten Anstieg der CO2-Emissionen und steigenden Temperaturen wird selten ernsthaft bezweifelt. Laut Klimabericht des Weltklimarats (IPCC) der Vereinten Nationen könnten die Temperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 6,4 Grad und die Meeresspiegel um bis zu 59 Zentimeter ansteigen. Dies hätte fatale Folgen, vor allem in den ärmeren Regionen Asiens und Afrikas, aber in zunehmendem Maße auch in den Industrieländern Europas und Nordamerikas. So würden bei- spielsweise lang andauernde Hitzeperioden nicht nur die Produktivität der Wirtschaft, sondern auch den Gesundheitssektor erheblich belasten. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe könnten auf Grund der Trockenheit Ernteausfälle erleiden, Wasser- und Kernkraftwerke unter Umständen zu wenig Strom produzieren und damit die Versorgungssicherheit gefährden.

Im Prinzip sind fast alle Unternehmen – manche mehr, und manche weniger stark – vom Klimawandel betroffen. Diese Klimaeffekte dürf- ten in Zukunft aller Voraussicht nach eher zu- als abnehmen. So könnte die Rentabilität von Unternehmen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in zunehmendem Maße durch Umweltgesetze, kon- krete wetterbedingte Schadensereignisse unterschiedlichster Art, steigende Energiepreise oder auch etwaige Imageprobleme hinsicht- lich der eigenen Klimabilanz beeinträchtigt werden.

Doch in jeder Krise liegt bekanntlich auch eine Chance. Für Firmen, die das Problem Klimawandel frühzeitig erkennen und konstruktive Antworten parat haben, ergeben sich trotz eines sich verschlechtern- den Klimas durchaus Chancen auf Wachstum und attraktive Gewinne. Firmen, welche die Zeichen der Zeit hingegen später erkennen oder gar ignorieren, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit das Nachsehen haben. Attraktive Wachstumschancen weisen in diesem Zusammen- hang zum Beispiel die nachfolgend aufgeführten Branchen auf:

• Wasser (-versorgung, -technologie, -energie)

• Sonne (Strom- und Wärmeerzeugung)

• Biotreibstoffe (Biodiesel, Ethanol)

• Brennstoffzellen

• Holz (CO2-Absorption, Energieträger)

• Wind (Energiequelle)

• Uran (Kernenergie)

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Für weitere empfehlenswerte Links bitte hier klicken! Gastbeitrag von Jörg Bernhard, Freier

Gastbeitrag von Jörg Bernhard, Freier Wirtschaftsjournalist

Jörg Bernhard arbeitet seit fünf Jahren als Freier Wirtschaftsjournalist in München. Zuvor war er als Fachredakteur neun Jahre bei einem Münchner Verlag für Finanzpublika- tionen für die Berichterstattung über Derivate zuständig. Seit 1998 betreibt er zudem den Internet-Börsenbrief von 1a-boersentipps.de. Börseninvestments tätigt er seit 25 Jahren.

1.3 Milliardenmarkt Klimawandel

Warum steigende Temperaturen auch Depots ins Schwitzen bringen können – und wie Anleger trotzdem von dem Trend profitieren.

Wer nicht weiß, worüber er reden soll, redet über das Wetter. Daher kam schnell der Verdacht auf, dass die Diskussion über den Klimawandel ein klassisches Sommerlochthema ist. Kritiker unkten, die Debatte sei schneller beendet als ein Platzregen. Das vermeint- liche Sommerlochthema erhitzt nun jedoch schon seit Monaten die Gemüter – und das liegt nicht daran, dass sich Dank Erderwärmung der Sommer auf den Zeitraum März bis Oktober verteilt.

Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Wetterdienstes belegt: Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist seit 1901 um 0,9 Grad Celsius gestiegen. Diese Entwicklung hat vor allem in den vergangenen 15 Jahren an Fahrt gewonnen. Auch wenn sich vielleicht einige Pauschaltouristen darauf freuen, die Sangria bald in hiesigen Gefilden schlürfen zu können – die Lage scheint ernst. Der unter Experten angesehene Report von Nicholas Stern schätzt die mit dem Klimawandel verbundenen Kosten auf rund 2000 Milliarden Euro.

Steuern Unternehmen und Politik nicht gegen, können solche Summen das Wirtschaftswachstum und damit die Börsen leicht in den Schwitzkasten nehmen. Ganze Branchen könnten – finden sie keine innovativen Antworten auf den Trend – per Wirbelsturm vom Börsenparkett gefegt werden. Für Anleger gilt es daher, das eigene Depot den neuen (Wetter-) Bedingungen anzupassen – mit den richtigen Fonds und Zertifikaten.

Verkaufsschlager Öko

Vor allem die notwendige Reduktion des Treibhausgases CO2 ist eine Herausforderung – und öffnet für Unternehmen einen Milliardenmarkt. Roland-Berger-Chef Burkhard Schwenker schätzt das Absatzpotenzial für umweltfreundliche Technologien schon heute auf rund 1000 Milliarden Euro. Alternative Energien, Isolationstechnik und zukunftstaugliche Antriebssysteme sind die Spielfelder der Börsenstars von morgen. Anleger sollten sich die damit verbundenen Chancen nicht entgehen lassen.

Der DWS Klimawandel-Fonds (ISIN DE000DWS0DT1) bündelt zahlrei- che Aktien von Konzernen, die sich aussichtsreich auf diesem Zukunftsmarkt positioniert haben. Das Besondere: Der Fonds nimmt

1. Allgemeines zum Klimawandel

Klimatipp

Haushaltsgeräte sinnvoll aufstellen

Wichtig ist auch der Standpunkt des Kühlschranks: Direkt neben Heizung, Herd oder Geschirrspüler hat er nichts zu suchen.

nicht wie viele andere Investmentprodukte nur die klassischen Solar- und Windkraft-Titel ins Visier. Auch Konzerne, die helfen, die Folgen der Klimakatastrophe besser zu bewältigen, stehen beim Fondsmanagement hoch im Kurs. So schaffen wachstumsstarke Deichbauer ebenso den Sprung ins Depot wie Konzerne, die sich der Wasseraufbereitung verschrieben haben.

Ebenfalls ein Vorteil gegenüber passiven Strukturen: Das Fondsmanagement kann schnell auf Kurswechsel an den Zukunftsmärkten reagieren und umschichten. Das Konzept geht bis- her auf. Seit der Auflegung des Fonds Ende Februar 2007 legte das Portfolio um mehr als 15 Prozent zu – und das bei vergleichsweise geringen Schwankungen. Angesichts der Performance nur ein klei- ner Wehrmutstropfen: Jährlich fallen Managementgebühren von 1,45 Prozent an.

Zielgerichtete Zertifikate

Weniger breit aufgestellt, aber auf den aussichtsreichen Sektor Energie spezialisiert, ist das X-markets-Zertifikat auf den Öko-Dax (DE000DB80EK0). Es bildet den von der Deutschen Börse neu kre- ierten Index 1:1 ab und bündelt somit die zurzeit zehn größten Werte aus dem rasant wachsenden Bereich der erneuerbaren Energie. Einmal pro Quartal wird die Zusammenstellung überprüft und sichergestellt, dass die Titelauswahl stets den Entwicklungen am Markt Rechnung trägt.

Einen anderen Ansatz verfolgt das Nachhaltigkeit-Zertifikat der Hypovereinsbank (DE000HV2AWN8). Der zugrunde liegende Index setzt sich aus 16 Unternehmen zusammen, die in ihrer jeweiligen Branche zu den Vorreitern auf dem Gebiet des Umweltschutzes gehören. Das Konzept, das zum Beispiel auch Finanzdienstleister oder Telekom-Konzerne berücksichtigt, entwickelte die HVB zusam- men mit der Rating-Agentur Oekom Research.

Stärker auf den Umwelt-Sektor konzentriert sich das German-Green- Technologies-Zertifikat (DE000DWS0HL9) von DWS Go. Wer glaubt, dass Deutschland seine dominierende Stellung auf dem Umwelttechnikmarkt in den kommenden Jahren nutzen wird, um den Know-how-Vorsprung zu versilbern, liegt hier richtig. Praktisch:

Bei dem aktiv gemanagten Produkt werden die Dividenden reinve- stiert.

gemanagten Produkt werden die Dividenden reinve- stiert. Interview mit Nicolas Huber, DWS “Die USA vergeuden jedes

Interview mit Nicolas Huber, DWS

“Die USA vergeuden jedes Jahr den Energiebedarf Japans!”

DWS-Fondsmanager Nicolas Huber über den ökonomischen Zwang, in Zukunftstechniken zu investieren.

Einige Kritiker sprechen von Klimahysterie. Reden wir gerade über ein Sommerloch-Thema?

Vielleicht ist eine übertriebene Dramatik unpassend. Der Zwang, in Zukunft Energie zu sparen und Emissionen zu vermindern, wird uns aber noch lange begleiten.

Erleben wir gerade den Höhepunkt der Diskussion?

Das Bevölkerungswachstum ist der Treiber schlechthin. Mehr Menschen verbrauchen mehr Ressourcen. Diese Entwicklung wird den Energie-Notstand noch beschleunigen.

Erneuerbare Energie ist an der Börse schon seit einigen Jahren ein Mega-Thema …

Das stimmt. Wir reduzieren das Thema Klimawandel aber nicht auf Solarzellen oder Windräder. Auch der Bereich Energieeffizienz ist zum Beispiel spannend. Die USA vergeuden auf Grund einer veralte- ten Technik jedes Jahr 30 Prozent ihrer Energie. Das entspricht dem kompletten Bedarf Japans.

Die Amerikaner haben den Ruf als Energieverschwender nicht erst seit heute.

Steigenden Energiepreise werden aber auch dort Investitionen in Ressourcen-schonende Techniken folgen. Wir reden hier von Wettbe- werbsfähigkeit. Jeder Konzern, der mit dem Kostenfaktor Energie nicht haushaltet, gerät ins Hintertreffen.

Ihr Fonds hat seit Auflegung im Frühjahr fast 20 Prozent zugelegt. Welcher Branche ist das Plus bis dato zu verdanken?

Das lässt sich wirklich nicht auf eine Branche reduzieren. Ob Wasser- oder Gebäude-Technik, Deichbau oder Solar – viele Industrien waren für den Sonnenschein verantwortlich. Und die breite Streuung lässt hoffen, dass auch ein Börsengewitter dem Sektor wenig anhaben kann.

Klimatipp

Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen

Energiesparlampen benötigen weniger als ein Viertel der Energie herkömmlicher Glühbirnen. Laut Berechnungen der US- Energiebehörde könnten allein durch den Umstieg auf Energiesparlampen in den USA jährlich zirka 400 Millionen Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden.

1. Allgemeines zum Klimawandel

1. Allgemeines zum Klimawandel Gastbeitrag von Heinrich Eibl, Chefredakteur Portfoliojournal (www .portfoliojournal.de )

Gastbeitrag von Heinrich Eibl, Chefredakteur Portfoliojournal (www.portfoliojournal.de)

1.4. Hysterie um den Klimawandel – Was ist wirklich dran?

Der Klimawandel ist da - für Politik und Wirtschaft kommt er sehr gelegen, man könnte fast glauben er wäre gar herbeigesehnt wor- den. Die plötzliche Kreativität und Entschlusskraft mancher Politiker legt dies zumindest nahe, so fühlt sich Bundesumweltminister Gabriel dazu berufen, die deutschen Klimaziele bis ins Jahr 2020 voranzutreiben. Noch vor dem G8 Gipfel in Heiligendamm äußerte er sich mit der ambitionierten Vorgabe die deutschen Emissionen in den nächsten 13 Jahren um 40% zu senken. Doch einfach mal der Reihe nach.

In der schon mehrere Milliarden Jahre andauernden Lebenszeit der Erde messen wir den Klimawandel in einer Zeitspanne die einem Wimpernschlag gleicht. Zuverlässig messbare Daten stehen seit Anfang des letzten Jahrhunderts zur Verfügung, bis zum Jahr 1000 n.Chr. wurden Daten beispielsweise durch Eiskernbohrungen rekon- struiert. Klimaveränderungen folgen Zyklen die mehrere tausend Jahre andauern, so kann man also durchaus die Ansicht vertreten die Erde würde sich gerade von der letzten Eiszeit regenerieren, die vor rund 11.000 Jahre endete. Weitgehend einig ist man sich über eine Abweichung der jährlichen Oberflächentemperatur in Europa zwischen 3 und 5 Grad Celsius sowie einer Erhöhung der täglichen Niederschlagsmenge um 1 mm bis zum Jahr 2100. Darüber hinaus wird sich der CO2-Ausstoß bis 2050 weltweit verdoppeln, in den Entwicklungsländern gar mehr als versechsfachen. Ebenso gilt eine Abweichung vom langjährigen Durchschnitt der Meereisfläche in der Arktis von minus 0,5 Mio. km 2 als gesichert.

Just vor dem G8 Gipfel in Heiligendamm wurde der Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Changes ( IPCC ) veröffentlicht. In diesem werden verschiedene Szenarien, die von einem Temperaturanstieg von 1 über 3 bis zu 5 Grad Celsius ausgehen, durchgespielt. In den Medien interessierte man sich allerdings hauptsächlich für Letzteres, dieses hätte wegen der stärksten Temperaturabweichung auch die dramatischsten Folgen für unseren Planeten, hier werden Sturmfluten, Dürren, Orkane und Zyklonen in Aussicht gestellt.

Diesem Bericht zufolge sind die Auswirkungen auf das Klima der von Menschen verursachten Treibhausgase um ein vielfaches höher als die der Sonneneinstrahlung. Und die Sonne, der größte Energielieferant der Erde hat schon einen ganz maßgeblichen Einfluss auf das Klima und die Erderwärmung. Für die Medien war das eine Steilvorlage mit der man im Kampf um die Auflage gut punkten konnte. In den Köpfen verfestigt sich so eine durch die öffentliche Diskussion geschürte Zukunftsangst und ein kollektives schlechtes Gewissen.

Vulkanismus, mikrobielle Prozesse in Böden, atmosphärische Effekte und Abbau von organischem Material erzeugen natürliche Treibhausgase auf die der Mensch keinen Einfluss hat. Die wachsen-

de Weltbevölkerung fordert allerdings in Form steigender Nachfrage nach Getreide, Lebens- und Futtermittel für Schlachtvieh ihren Tribut, das verändert großflächig Anbauflächen und stört damit das kybernetische Gleichgewicht. Sogar das beim Verdauungsvorgang entstehende Methan von Kühen trägt in hohem Maße zu dem sich in den letzten Jahrzehnten vervielfachten Methanausstoß bei. Zu den von Menschen produzierten Gasen zählen CO2, Lachgas, FCKW und Methan und nur auf diese hätten wir folglich auch Einfluss. Unter Wissenschaftlern strittig bleibt allerdings, ob dieser menschli- che Anteil ausschlaggebend für die Klimaerwärmung ist.

Denn es gibt durchaus absolut konträre Ansichten dazu. Der 1992 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnete Professor für Geologie Jan Veizer mischt sich mit einer höchst umstrittenen These in die Klimadiskussion ein. Veizer behauptet, die Rolle des Menschen beim derzeitigen Klimawandel sei geringer als allgemein angenommen. Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre, so der Forscher, spiele nur die zweite Geige in unserem Klimasystem. Das wichtigste Klimagas sei der Wasserdampf, der in viel größeren Mengen in der Atmosphäre vorkommt. Wasserdampf wird durch kosmische Strahlen beeinflusst. Wenn die kosmischen Strahlen in unsere Atmosphäre eindringen, bilden sie Wolkenkeime, an die sich Wassertröpfchen anlagern, und die schließlich zu Wolken anwachsen. Steigt die Anzahl dieser Wolkenkeime, nehmen die Wolken in unserer Atmosphäre zu, mehr Sonnenlicht wird zurück ins All reflektiert und die Temperatur auf der Erde sinkt. Umgekehrt erwärmt sich die Erde, wenn weniger kos- mische Strahlung auf die Erde trifft.

Verantwortlich für Klimaänderungen auf der Erde, so die These Veizers, ist damit hauptsächlich die Sonne. Wenn sie besonders aktiv ist, baut sie ein stärkeres Magnetfeld auf, das die kosmischen Strahlen von unserem Sonnensystem weglenkt. Auf der Erde steigt in diesen Aktivitätsphasen die Temperatur. „Der Einfluss des Menschen auf das Klima ist nicht so groß wie angenommen“ folgert Veizer.

Auch Frank Arnold vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik räumt ein, dass „statistische Analysen eine Korrelation zwischen Wolkenbildung und kosmischer Strahlung zu zeigen schei- nen“. Die Ursache dafür sei jedoch unklar.

Fazit: Der Klimawandel und mögliche Folgen werden zur Zeit sehr emotional diskutiert, wie so oft wird die Zukunft zeigen, welches Szenario tatsächlich eintritt. Die Horror- und Weltuntergangs- szenarien haben allerdings eher Hollywood-Unterhaltungscharakter als die die klimatische Realität darzustellen. Ein verantwortungs- bewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen sollte unabhän- gig davon im Interesse aller Menschen stehen.

Klimatipp

Die Heizung drosseln

Jeder, der Zimmertemperaturen über 20 Grad Celsius vermeidet, Fenster und Türen abdichtet und regelmäßig lüftet, kann nicht nur Geld sparen, sondern auch seine CO2-Emissionen um mehr als zehn Prozent senken.

2. Klimafaktoren 2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels 2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels Deutschland
2. Klimafaktoren 2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels 2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels Deutschland
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2. Klimafaktoren 2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels 2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels Deutschland

2. Klimafaktoren

2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels

2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels

Deutschland ist in Sachen Solarenergie Vorreiter: In keinem anderen Land wird die Energie aus der Sonne so stark gefördert, wie in Deutschland. Nicht einmal in Italien, Kalifornien oder Australien, wo weit mehr Sonne zur Verfügung steht, wird soviel Solarstrom erzeugt, wie in Deutschland. Allein Japan erzeugt mehr Solarenergie. Grund für die Beliebtheit des Sonnenstroms hierzulande sind hohe staatli- che Subventionen: Pro Kilowattstunde Strom werden 54,21 cents bezahlt – der Marktpreis für „herkömmlichen“ Strom liegt bei nur rund 4 cents, für Strom aus Wind, Wasser oder Biomasse werden

zwischen 3,6 und 21,1 Cent bezahlt (Quelle: EEG-Erfahrungsbericht (Juli 2007)

Wer heute auf Photovoltaikanlagen, also Solarzellen zur Stromerzeu- gung setzt, bekommt auf 20 Jahre zuzüglich des Inbetriebnahme- jahres die für das jeweilige Jahr festgesetzten Einspeisevergütungen garantiert. Diese Einspeisevergütungen führten in den letzten Jahren zu einem wahren Boom in der Solarbranche in Deutschland. Schätzungen zufolge sind hierzulande schon rund 40,000 Menschen in der Solarbranche beschäftigt. Doch es gibt auch Engpässe, mit der die Branche zu kämpfen hat. Zum einen sind das qualifizierte Arbeitskräfte und Ingenieure, die es in Deutschland immer weniger gibt. Das Hauptproblem der Branche ist aber der Mangel am Solarzellen-Rohstoff Silizium. Das Halbmetall, das aufgrund seiner Halbleiterfähigkeit gefragt ist, kann zwar überall auf der Erde gefun- den und gefördert werden. In jedem Sandkorn steckt Silizium. Für Solarzellen ist jedoch so genanntes Reinstsilizium erforderlich, das nur in speziellen Anlagen hergestellt werden kann. Hier gibt es einen Engpass. Und überall dort, wo die Nachfrage das Angebot übersteigt, klettern die Preise.

Nach Angaben des Vorstands des Solarzellenherstellers Solon, Thomas Krupke, ist der Preis für Reinstsilizium in den letzten Jahren von etwa 25 auf bis zu 200 Dollar pro Kilogramm gestiegen. Die

Copyright: H.-G. Oed
Copyright: H.-G. Oed

Gewinne der oligopolistisch organisierten Reinstsiliziumhersteller sind dabei Schwindel erregend: Nach Schätzungen der Landesbank Baden-Württemberg bleiben bis zu 49% des Umsatzes als Reingewinn hängen. Bei den nächsten Fertigungsstationen fallen die Gewinnspannen dann immer weiter, doch selbst die letzte Station, die Herstellung der Photovoltaik-Module, generiert im Schnitt noch eine Gewinnspanne von 6-7%.

Vom Silizium zum Photovoltaik-Modul

Vom Silizium zum Photovoltaik-Modul Silizium Der Rohstoff Silizium muss zunächst in Lichtöfenbögen einge- schmolzen und

Silizium

Der Rohstoff Silizium muss zunächst in Lichtöfenbögen einge- schmolzen und mit chemischen Zusätzen zu Reinstsilizium verar- beitet werden. Die Margen in diesem Bereich erreichen Schätzungen zufolge zwischen 30-49%. Dieser Markt ist als Oligopol organisiert, wenige Marktteilnehmer – darunter die US- Hersteller MEMC und Hemlock, die norwegische REC, Tokuyama aus Japan und die in dieser Ausgabe besprochene Wacker Chemie – teilen den Markt untereinander auf.

Wafer

Das als Granulat von den Siliziumherstellern an die Wafer- produzenten gelieferte Reinstsilizium wird zunächst in viereckige Stangen, den so genannten Ingots, eingeschmolzen. Aus diesen Ingots werden dann extrem dünne – 180 Mikrometer Durch- messer umfassende Scheibchen abgesägt. In diesem Fertigungsschritt arbeiten die Unternehmen mit Gewinnmargen zuwischen 23 und 30%. Solarworld generiert in diesem Bereich nur einen Viertel des Gesamtumsatzes, aber die Hälfte des Gewinns.

Solarzellen

Die bei den Solarzellenherstellern angelieferten Wafer müssen zunächst „dotiert“ werden. Damit ist das definierte Einbringen von chemischen Elementen gemeint, mit denen man entweder einen positiven Ladungsträgerüberschuß oder einen negativen Ladungsträgerüberschuss in einem Halbleitermaterial erzielen kann. Werden zwei unterschiedlich dotierte Halbleiterschichten gebildet, entsteht an der Grenzschicht ein sogenannter p-n-Über- gang. An diesem p-n-Übergang baut sich später in der Solarzelle ein inneres elektrisches Feld auf, das zu einer Ladungstrennung der bei Lichteinfall freigesetzten Ladungsträger führt. Einfach ausgedrückt: Durch diesen Ladungsaufbau entsteht elektrischer Strom, der dann über Metallkontakte abgegriffen wird. In diesem Fertigungsschritt sind Margen von 20% durchaus üblich. Der Solarzellenhersteller Q-Cells aus Sachsen-Anhalt schafft es sogar auf 24%.

2. Klimafaktoren

2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels

Photovoltaik-Modul

Um für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche geeignete Spannungen bzw. Leistungen bereitstellen zu können, werden einzelne Solarzellen zu größeren Einheiten miteinander verschal- tet. Nur wenige Unternehmen, darunter die Solarworld AG, dek- ken alle Wertschöpfungsstufen vom Silizium über die Waferherstellung bis hin zur Modulfertigung ab. Meist handelt es sich bei den Unternehmen um spezialisierte Anbieter von Teilbereichen der Wertschöpfungskette (siehe Grafik).

Marktüberblick Solarbranche

um spezialisierte Anbieter von Teilbereichen der Wertschöpfungskette (siehe Grafik). Marktüberblick Solarbranche
um spezialisierte Anbieter von Teilbereichen der Wertschöpfungskette (siehe Grafik). Marktüberblick Solarbranche

Reinstsilizium ist knapp. Große Konzerne haben sich mit langfristi- gen Lieferverträgen abgesichert. Andere, kleinere Anbieter bekom- men die Verknappung aber schon zu spüren, so Solon-Vorstand Krupke. Kurzfristig könnte sich die Situation aber entspannen. Der Siliziumhersteller Wacker Chemie kündigte Ende Juni an, seine Kapazitäten schneller als bisher geplant ausweiten zu können. Ausgehend von einer derzeitigen Nennkapazität von 6500 Tonnen will das Unternehmen bis zum Jahr 2010 rund 21500 Jahrestonnen herstellen können. Damit wurden die bislang bekannt gegebenen Pläne um 7000 Jahrestonnen aufgestockt. Die Ankündigung löste einen Kurssprung bei fast allen großen Solarunternehmen an der Börse aus. Andere Unternehmen gehen aber bereits neue Wege. Sie setzen auf polykristalline und amorphe Zelltypen. Gegenüber den handelsüblichen monokristallinen Zellen unterscheiden sie sich vor allem darin, dass für sie weniger oder gar kein Silizium mehr benö- tigt wird. Zur Herstellung von monokristallinen Siliziumzellen benö- tigt man hingegen hochreines Halbleitermaterial. Aus einer Siliziumschmelze werden einkristalline Stäbe gezogen und anschlie- ßend in dünne Scheiben gesägt. Dieses Herstellungsverfahren garantiert relativ hohe Wirkungsgrade. Kostengünstiger ist die Herstellung von polykristallinen Zellen. Dabei wird flüssiges Silizium in Blöcke gegossen, die anschließend in Scheiben gesägt werden. Bei der Erstarrung des Materials bilden sich unterschiedlich große Kristallstrukturen aus, an deren Grenzen Defekte auftreten. Diese Kristalldefekte haben einen geringeren Wirkungsgrad der Solarzelle zur Folge. Wird auf Glas oder anderes Substratmaterial eine Siliziumschicht abgeschieden, spricht man von amorphen- oder Dünnschichtzellen. Verschiedenen Studien zufolge liegt der

Wirkungsgraf monokristalliner Zellen zwischen 14 und 17%, der von amorphen Zellen nur noch bei 5 bis 7%. Dafür sind sie aber auch günstiger, und Dünnschichtanbieter wie Aleo Solar oder Schott ver- zeichnen hohes Absatzwachstum.

Und dieses Absatzwachstum stammte bislang vor allem von indu- striellen, kommunalen und privaten Nachfragern aus Deutschland. Heute ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt für die Branche. Das wird sich aber in wenigen Jahren ändern. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger stellte drei Milliarden Dollar bereit, um die Kapazität installierter Solarenergie bis 2017 auf 3 Gigawatt zu steigern. Andere Bundesstaaten, darunter Nevada, Colorado und New Jersey zogen nach. Doch auch innerhalb Europas, und hier besonders in südlichen Ländern, schlummert großes Wachstumspotenzial für die Branche. Italien und Spanien werden als Zukunftsmärkte gehandelt. Sie haben fast das ganze Jahr hindurch Sonnenschein und versprechen dadurch höhere Ertragsraten (siehe Grafik unten).

Photovoltaik: Solares Energiepotenzial in Europa

unten). Photovoltaik: Solares Energiepotenzial in Europa In Italien sollen bis Ende des Jahres 2015 Anlagen mit

In Italien sollen bis Ende des Jahres 2015 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2 Gigawatt ans Netz gehen, das entspricht der Leistung von zwei Atomkraftwerken. Der Anteil am Energiemix wird in den südlichen Staaten stärker durch Sonnenstrom gedeckt wer- den, als in den nordeuropäischen Staaten, wo die Windenergie einen stärkeren Anteil ausmachen wird. Daher sind die südeuropäi- schen Staaten als Absatzmarkt für die Solarhersteller besonders attraktiv. Die Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC), eine Initiative des Club of Rome, denkt in ihren Modellen sogar noch einen Schritt weiter. Der im September 2003 gegründe- te Verband schlägt vor, im Mittleren Osten und Nordafrika Solar- und Windkraftanlagen zu bauen. Damit ließen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Stromversorgung in Nordafrika könnte gesi- chert werden, was nicht zuletzt auch der dortigen Wasserversorgung durch die Inbetriebnahme von Meerwasserentsalzungsanlagen die-

2. Klimafaktoren

2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels

nen könnte. Der saubere Strom solle neben dem Eigenverbrauch der nordafrikanischen Staaten darüber hinaus in großen Mengen nach Europa transportiert werden. Dabei käme es nach Berechnungen des Verbandes höchstens zu Übertragungsverlusten von maximal 10-15%. TREC hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Konzept nun zusammen mit Vertretern aus Politik, Industrie und Finanzwelt umzusetzen.

Das Wachstum in der Solarbranche dürfte also weiter gehen. Der erste Schritt – der Absatz am heimischen Markt, ist für die deutschen Solarzellenunternehmen abgeschlossen. Zwar ist hier weiterhin hohes Wachstum zu finden – zwischen 2006 und 2010 soll das Absatzwachstum um durchschnittlich 19% pro Jahr wachsen – der Markt gilt aber als gesättigt und weitere Steigerungen der Wachstumsraten sind nicht zu erwarten. In Europa außerhalb Deutschlands erwartet Solarworld zwischen 2006 und 2010 aber durchschnittliche Wachstumsraten beim Absatz von 80%, in Italien und Spanien sogar jenseits der 110%. Besonders viel versprechend sei neben den USA außerdem Südkorea, wo enorm hohe staatliche Subventionen einen hohen Anreiz zum Aufbau neuer Solaranlagen und Solarkraftwerke böten. Solarworld schätzt das durchschnittliche Wachstum des südkoreanischen Marktes auf 111% ein. Im weltwei- ten Schnitt wird die Nachfrage bis 2010 mit rund 48% enorm weiter wachsen. Wir stellen Ihnen nachfolgend die Wacker Chemie, einen Anbieter von Silizium, vor.

Für weitere Informationen zur Solarzertifikaten bitte hier klicken!
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Wacker Chemie: Die Sonne im Depot einfangen

Waffeln schmecken nicht nur lecker, mit manchen kann man auch PCs betreiben oder das Sonnenlicht einfangen. Gemeint sind natür- lich nicht die Köstlichkeiten aus Teig und Zucker, sondern die soge- nannten „Wafer“, was im englischen eben Waffel bedeutet. Dabei handelt es sich um sind kreisrunde oder quadratische Scheiben auf der elektronische Bauelemente oder photoelektronische Beschich- tungen hergestellt werden.

Zulieferer der Solarindustrie Besonders gefragt sind derzeit Wafer, die als Ausgangsbasis für Solarzellen verwendet werden, um Sonnenenergie in Strom zu verwandeln. Kein Wunder also, dass an der Börse derzeit nicht nur die Solarzellenhersteller, sondern auch deren Zulieferer ange- sagt sind. Dazu zählt die Wacker Chemie (WKN: WCH888 ISIN:DE000WCH8881). Das Unternehmen ging im April 2006 an die Börse und wird heute im MDax notiert.

Wachstumstreiber Polysilizium Die Münchner sind ein sehr breit aufgestelltes Spezialchemie-Unter- nehmen mit Tradition, das Kunden in der Autoindustrie, in der Baubranche und in vielen anderen Wirtschaftszweigen bedient. Wacker stellt unter anderem etwa Bindemittel oder Bestandteile von Druckfarben oder Klebemittel her.

Besonders stark wachsen die beiden „Waffelbereiche“ ( „Wafer Divisions“) der Bayern, nämlich die Konzernsparte „Siltronic“, die

Wafer auch für Kunden in der Halbleiterindustrie produziert, und „ „Polysilicon“, ein Zulieferer für die Halbleiter- und die Solarindustrie. Beide Bereiche verarbeiten Silizium zu einer Vielzahl von Produkten. Die Sparte Polysilizium entzündet derzeit die Fantasie am Aktienmarkt und prägt daher die Entwicklung der Wacker Chemie- Aktie. Die dort aus Silizium erzeugten Stäbe (Wafer) werden von den Kunden zu Solarzellen weiterverarbeitet. Wegen der starken Nachfrage der Solarindustrie baut Wacker dort die Kapazitäten stark aus.

Wie die gesamte Solarbranche profitiert auch Wacker an der Börse derzeit von der Fantasie, die von den anziehenden Energiepreisen erzeugt wird. Außerdem regt auch die Diskussion über die Klimawirkungen der Treibhausgase die Spekulation im Bereich der alternativen Energie an. Kein Wunder also, dass sich der Kurs des MDax-Werts binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt hat.

Das Unternehmen stellt für das laufende Jahr ein Umsatzplus von 10% in Aussicht. Die West LB erwartet, dass der Gewinn je Aktie in diesem Jahr auf 7,20 Euro klettert (2006: 6,46 Euro). Für 2008 geht die Bank von 8 Euro aus und für 2009 von 8,40 Euro. Die HypoVereinsbank rechnet für dieses Jahr mit 7,57 Euro Gewinn je Aktie und mit 7,85 Euro für 2008.

Optimistische Analysten Die Analysten, die das eigentlich recht unübersichtliche Gestrüpp der Geschäftsbereiche systematisch beobachten, loben die wachs- tumsstarken und profitablen Spezialitäten, die auf Nischenmärkte konzentriert sind, richten ihr Urteil aber vorwiegend an dem boo- menden Solarzellengeschäft aus. Besonders optimistisch gibt sich derzeit die UBS, die der Sparte Polysilizium große Chancen ein- räumt. Die Schweizer erwarten zwar, dass sich das weltweite Angebot an dem begehrten Stoff bis zum Jahr 2003 verdreifacht, rechnen gleichzeitig aber mit einer stark wachsenden Nachfrage sei- tens der Solarindustrie.

Langfristige Kundenbindung Wacker könne seine Kunden in langfristigen Verträgen binden und daher die Expansion durch Vorauszahlungen der Kunden finanzie- ren, beobachtet Merrill Lynch.

Die Kursziele, die die Analysten auf der Basis ihrer Bewertungs- modelle berechnet haben, fallen unterschiedlich aus. Analyst Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe ermittelt ein Kursziel von 160 Euro und leitet daraus die Empfehlung „Halten“ ab. Christian Weiz von der HypoVereinsbank kommt auf ein Kursziel von 170 Euro. Sein Anlageurteil lautet folgerichtig ebenfalls „Halten“. Etwas großzügiger haben anscheinend einige ausländische Banken gerechnet. Die Analysten von Merrill Lynch taxieren ein Kursziel von 195 Euro. Die Analysten der Schweizer Großbank UBS kommen sogar auf ein Kursziel von 200 Euro und empfehlen daher ebenfalls „Kaufen“.

Zyklisches Geschäft In der Aktie steckt allerdings inzwischen schon eine Menge Fantasie. Damit wurde das Papier spekulativ. Außerdem spielt die Politik eine große Rolle. Noch immer ist die Solarindustrie, also ein wichtiger Kundenkreis von Wacker, aus eigener Kraft nicht wettbewerbsfähig.

2. Klimafaktoren

2.1 Sonne im Zeitalter des Klimawandels

Die Solarzellenhersteller hängen also stark von den Subventionen ab. Die kürzliche Entscheidung der Bundesregierung, die Zuschüsse für die Solarindustrie zu kürzen, hat bei den Anlegern bereits Irritationen ausgelöst.

Risiken können auch durch den technologischen Fortschritt entste- hen, nämlich dann, wenn Erfindungen Alternativen zu den bestehen- den Technologien schaffen und damit die Absatzmärkte gefährden. Das Geschäft sei außerdem sehr zyklisch, die Ertragsqualität könne also ausgeprägt hoch oder gering sein, warnt Analyst Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe.

Chartanalyse zum Thema Sonne WACKER CHEMIE - Zunächst Konsolidierung und dann Wacker Chemie - WKN:
Chartanalyse zum Thema Sonne
WACKER CHEMIE - Zunächst Konsolidierung und dann
Wacker Chemie - WKN: WCH888 - ISIN: DE000WCH8881
Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 177,50 Euro
Kursverlauf vom 25.01.2007 bis 19.07.2007
(log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Rückblick: Die Aktie der WACKER CHEMIE AG befindet sich in
einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 03.07.2007 erreichte
die Aktie ein Hoch bei 183,18 Euro. Am 16.07.2007 notierte die
Aktie kurz über diesem Hoch, ein klarer Ausbruch gelang ihr aber
nicht. Vielmehr gibt die Aktie in den letzten Tagen leicht ab.
Damit ist die Aktie nun zunächst einmal am Hoch bei 183,18 Euro
gescheitert.
Charttechnischer Ausblick: Durch das Scheitern am Hoch bei
183,18 Euro deutet sich nun eine etwas größere Konsolidierung
innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends an. Nach deren
Abschluss, welcher mit einem Tagesschlusskurs über 183,18 Euro
erfolgt, sollte eine starke Trendbewegung folgen. Kurzfristig
muss allerdings zunächst mit einem Rückfall auf 163,08 Euro
gerechnet werden, insbesondere nach einem Tagesschlusskurs
unter 171,13 Euro. In beiden Fällen liegt aber das langfristige Ziel
bei ca. 210,00 Euro.
WACKER CHEMIE – Zunächst Konsolidierung und dann
Euro. WACKER CHEMIE – Zunächst Konsolidierung und dann Interview mit Nicolai Tietze, x-markets Herr Tietze, das

Interview mit Nicolai Tietze, x-markets

Herr Tietze, das Ökothema mit Klimaschutz ist schon seit Längerem in aller Munde. Allerdings streiten sich die Forscher, ob der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist und ob es überhaupt einen Klimawandel gibt. Wie sehen Sie die Situation?

Natürlich gibt es hier verschiedene Meinungslager, auch auf höchst naturwissenschaftlicher Ebene. Ich kann und möchte mich in diese Diskussion nicht einbringen. Ich betrachte das Thema eher aus der Sicht eines Investmentbankers. Und die ist eindeutig: Immer mehr Regierungen investieren in den Bereich der erneuerbaren Energien. Deutschland ist auf diesem Gebiet Weltmeister, doch auch in Ländern wie in China und den USA, die als notorische Klimasünder ohne Gewissen gelten, gibt es entsprechende Initiativen. Aus Anlegersicht macht es daher durchaus Sinn, auf dieser grünen Welle mitzusurfen.

Die von Ihnen angeführten Subventionen belegen jedoch auch, dass erneuerbare Energien aus eigener Kraft noch nicht konkurrenzfähig sind. Am deutlichsten wird das bei der Solarenergie.

Das ist nur teilweise richtig. Natürlich ist besonders Strom aus Sonnenenergie derzeit noch deutlich teurer als herkömmlicher Strom. Per Windräder erzeugter Strom steht aber beispielsweise bereits knapp vor der Konkurrenzgrenze. Zudem gibt es zwei Entwicklungen, die die Schere mit der Zeit schließen könnten: Auf der einen Seite der langfristig zu erwartende Preisanstieg bei Erdöl und Co. Auf der anderen Seite die erhoffte Effizienzsteigerung bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

Bleiben wir in der Zahlenwelt: Aus Sicht der Wirtschaftlichkeit würde es sicher am meisten Sinn machen, auf die Kernkraft zu setzen.

Doch auch hier benötigen Sie unbedingt einen Rohstoff, nämlich Uran. Und weil auch der nicht unendlich zur Verfügung steht, ist der Preis für das spaltbare Material in den vergangenen Jahren explo- diert. Selbstverständlich bietet sich auch hier ein Investment an, allerdings haben viele Anleger bei Nuklearinvestments verständli- cherweise moralische Bedenken. Nicht nur, dass Pannen wie Tschernobyl verheerende Auswirkungen haben können, auch die Frage der Endlagerung ist noch nicht beantwortet.

Die Deutsche Bank hat ein Index Zertifikat auf den von der Deutschen Börse berechneten ÖkoDAX lanciert. Warum sollte ein Investor die- ses kaufen?

Wie ich schon sagte: Der Trend in Richtung erneuerbarer Energien ist besonders in Deutschland stark zu spüren. Der ÖkoDAX setzt automatisch auf die zehn größten deutschen Werte aus diesem Sektor. Die jährliche Indexüberprüfung sowie die vierteljährliche Gleichgewichtung fangen mögliche Kursausreißer ein und bilden die Branche auch langfristig bestmöglich ab. Daher kann es mir als Anleger eigentlich egal sein, ob letztendlich Solarstrom, Wasser- kraft, Geothermie oder sonst eine andere erneuerbare Energiequelle das Rennen macht. Der ÖkoDAX reagiert auf solche Entwicklungen dank seiner regelmäßigen Anpassungen.

2. Klimafaktoren 2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels Wassertropfen Copyright: H.-G. Oed 2.3 Wasser im
2. Klimafaktoren 2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels Wassertropfen Copyright: H.-G. Oed 2.3 Wasser im
2. Klimafaktoren 2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels Wassertropfen Copyright: H.-G. Oed 2.3 Wasser im
2. Klimafaktoren 2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels Wassertropfen Copyright: H.-G. Oed 2.3 Wasser im
2. Klimafaktoren 2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels Wassertropfen Copyright: H.-G. Oed 2.3 Wasser im
2. Klimafaktoren 2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels Wassertropfen Copyright: H.-G. Oed 2.3 Wasser im

2. Klimafaktoren

2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels

Wassertropfen Copyright: H.-G. Oed
Wassertropfen
Copyright: H.-G. Oed

2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels

Seit Jahrtausenden wird Wasser als wichtigste Voraussetzung für Leben jeglicher Art betrachtet. Kein Wunder, schließlich besteht der Mensch zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser und ist die Erdoberfläche zu mehr als 70 Prozent von Wasser bedeckt. Schon den frühesten Philosophen, die Wasser zu den vier Urelementen zählten, war die große Bedeutung dieser unscheinbaren Flüssigkeit bewusst. Thales von Milet (6. Jhd. v. Chr.) sah im Wasser sogar den Urstoff allen Seins.

Im Zeitalter des fortschreitenden Klimawandels rückte das Wasser in den vergangenen Jahren unter zwei Aspekten verstärkt in den Fokus von Investoren. Zum einen als saubere und erneuerbare Energiequelle und zum anderen aber vor allem als immer knapper werdende Lebensgrundlage. So nutzen Wasserwerke an Flüssen und Stauseen das Wasser zur umweltfreundlichen Energiegewinnung. Mit neuen Techniken sollen in Zukunft Meereswellen, -gezeiten und – strömungen zur verstärkten Energiegewinnung und damit zum Einsparen klimaschädlicher fossiler Energieträger beitragen.

Weil auf Grund des Klimawandels die wichtigsten Süßwasservorräte wie Polkappen und Gletscher in starkem Maße schmelzen und außer- dem viele Flüsse und Seen austrocknen, erwarten die meisten Exper- ten eine deutliche Verschlechterung der weltweiten Trinkwasser- versorgung, vor allem auf der südlichen Welthalbkugel. Dem rückläu- figen Angebot an sauberem Trinkwasser steht gleichzeitig eine wach- sende Nachfrage gegenüber. Diese basiert vor allem auf dem starken Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in den Schwellenländern. Die UNO macht seit Jahren auf dieses Problem aufmerksam und hat aus diesem Grund bereits im Dezember 2003 die Jahre von 2005 bis 2015 zur UN-Wasserdekade „Wasser für Leben“ ausgerufen. Ziel der Aktion ist es, während dieses Zeitraums den Anteil der Bevölkerung,

der keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie angemessenen sanitären Anlagen hat, zu halbieren.

Die wichtigsten Wasserverbraucher

Landwirtschaft:

Als weltweit größter Wasserverbraucher gilt mit cirka 70 Pro- zent und großem Abstand der Sektor Landwirtschaft. In manchen Entwick- lungsländern beläuft

sich die Quote des landwirtschaftlichen Wasserverbrauchs sogar auf bis zu 95 Prozent. Zahlreichen Prognosen zu Folge soll die Nachfrage nach landwirt- schaftlichen Erzeugnissen – bedingt durch die wachsende Weltbevölkerung – stark ansteigen. Die Erwartung eines verstärkten Fleischverzehrs in bevölkerungsreichen Schwellenländern führt zum Beispiel zu einem erhöhten Bedarf an pflanzlichem Tierfutter und auch die wachsende Nachfrage im Bereich von Biotreibstoffen (Biodiesel oder Ethanol) wird zu einem verstärkten Anbau dieser so genannten nachwachsenden Rohstoffen führen. Auf Grund des Klimawandels müssen immer mehr Regionen ihre landwirtschaftli- chen Anbauflächen künstlich bewässern. Der sinnvolle Einsatz des kostbaren Nass und das Vermeiden von Verschwendung wird immer wichtiger und dürfte dazu führen, dass die Wasserproduktivität in der Agrarindustrie bei den Kalkulationen einen immer stärkeren Einfluss gewinnen wird. Doch der landwirtschaftliche Sektor gilt nicht nur als exzessiver Nutzer von Wasser, sondern durch seinen massiven Einsatz von Dünger zugleich als großer Verschmutzer von Wasserressourcen und gräbt sich selbiges somit selbst in hohem Maße ab.

Bodenbewässerung Copyright: H.-G. Oed
Bodenbewässerung
Copyright: H.-G. Oed

Industrie:

Mit geschätzten 20 Prozent am weltwei- ten Wasserverbrauch gilt die Industrie als zweitgrößter Wasser- verbraucher. Zu den besonders wasserin- tensiven Branchen

gehören zum Bei- spiel die Stahl-, Papier- und Zementindustrie. Einen hohen Wasser- bedarf haben aber auch Kraftwerke, insbesondere im Bereich der Atomenergie, wo das Nass zur Abkühlung der Reaktoren benötigt wird. Der weltweit zu beobachtende Bauboom bei Atomkraftwerken dürfte den Bedarf dieses Sektors weiter ankurbeln, wobei der fort-

Kraftwerk Copyright: H.-G. Oed
Kraftwerk
Copyright: H.-G. Oed

2. Klimafaktoren

2.3 Wasser im Zeitalter des Klimawandels

schreitende Klimawandel deren Betrieb immer häufiger stören dürf- te. So mussten in der Vergangenheit auf Grund hitzebedingt niedri- ger Flusspegel und zu hoher Flusstemperaturen die Kapazitäten bei der Energieproduktion zurückgefahren werden. Angesichts des in den nächsten Jahren zu erwartenden globalen Wirtschaftswachstums ist auch hier mit einem Anstieg der Nachfrage zu rechnen. Leider trägt auch die Industrie zur erheblichen Verschmutzung von Wasser bei und forciert dadurch die Welt-Wasserkrise, in weniger entwickel- ten auf Grund fehlender Technologie und Gesetze erheblich stärker als in entwickelten Wirtschaftsnationen.

Private Haushalte:

Schätzungsweise zehn Prozent des globalen Wasserver- brauchs fließen in private Haushalte. Nach einer Studie der Weltgesund- heitsorganisation WHO aus dem Jahr

2005 leiden mit 1,1 Mrd. Menschen rund 18 Prozent der Weltbevölkerung unter einer unzureichenden Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Etwa 2,6 Mrd. Menschen bzw. 42 Prozent haben keinen Zugriff auf angemes- sene sanitäre Anlagen. Beim Pro-Kopf-Verbrauch gibt es erwartungs- gemäß starke regionale Unterschiede. So konsumierten z.B. deut- sche Einwohner nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2004 durchschnittlich 126 Liter pro Tag, US-Bürger kamen auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 380 Liter pro Tag und in einigen Entwicklungsländern mussten die Einwohner pro Tag mit lediglich 20 bis 30 Liter Wasser auskommen. Obwohl, in Deutschland der durchschnittliche Wasserverbrauch in den vergangenen Jahren zurückging, wird aus globaler Sicht auf Grund des erwarteten Wachstums der Weltbevölkerung und einem erwarteten Anstieg des Bedarfs in Schwellenländern in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach erheblich mehr Wasser benötigt als heute.

Tropfender Wasserhahn Copyright: BMU/Brigitte Hiss
Tropfender Wasserhahn
Copyright: BMU/Brigitte Hiss

Investitionen in Wasser – kein Schlag ins Wasser

Weil im Gegensatz zu anderen Rohstoffen Wasser an den Börsen dieser Welt noch nicht handelbar ist, müssen Anleger indirekt inve- stieren, um von einer erwarteten Verknappung des häufig als „blau- es Gold“ bezeichneten Grundstoffs zu profitieren. Gesellschaften, die mit dem feuchten Nass mitunter hohe Gewinne erzielen, kom- men zum Beispiel aus den nachfolgenden Sektoren:

• Wasserversorgung

• Wasserinfrastruktur

• Wassereffizienz

• Ernährung/Getränke

• Wasserreinigung

Für weitere Informationen zu Wasserversorgung und Wasserzertifikaten bitte hier klicken!
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Chartanalyse zum Thema Wasser VEOLIA – Handlungsbedarf, wenn Veolia Environment - WKN: 501451 - ISIN:
Chartanalyse zum Thema Wasser
VEOLIA – Handlungsbedarf, wenn
Veolia Environment - WKN: 501451 - ISIN: FR0000124141
Börse: Euronext / Kursstand: 57,29 Euro
Kursverlauf vom 22.04.2005 bis 17.07.2007
(log. Kerzenchartdarstellung/ 1 Kerze = 1 Woche)
Rückblick: Seit März 2003 befindet sich die VEOLIA Aktie in einer
langfristigen Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung
zog der Titel von 14,42 Euro auf 58,40 Euro im Dezember 2006
an. Nach einer Konsolidierung in einer bullischen Flagge, brach
die Aktie Ende April 2006 über dieses Hoch aus. Danach zog der
Wert zwar zunächst auf 63,09 Euro an. Anfang Juni scheiterte die
Aktie an diesem Hoch. Von dort aus fiel das Papier bis fast auf
eine innere Trendlinie bei aktuell 55,21 Euro zurück. Knapp ober-
halb dieser Trendlinie läuft die Aktie aktuell seitwärts.
Charttechnischer Ausblick: Bricht die VEOLIA Aktie per Wochen-
schlusskurs über 58,40 Euro aus, steht ein Angriff auf das
Aprilhoch bei 63,09 Euro an. Später wären sogar Gewinne bis ca.
80,00 Euro möglich. Fällt die Aktie aber unter die innere
Trendlinie bei aktuell 55,21 Euro zurück, wären Abgaben bis ca.
50,60 Euro zu erwarten.
VEOLIA – Handlungsbedarf, wenn

Klimatipp

Die Waschmaschinenfüllung ausnutzen

Das Waschprogramm 1/2 meint übrigens nicht die halbe Wasser- menge, sondern die halbe Wäschemenge und spart deshalb auch keinen Strom! Zweimal das Sparprogramm 1/2 zu verwenden, verbraucht mehr Strom und Wasser als einmal das Standard- programm.

2. Klimafaktoren 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels Geschichte
2. Klimafaktoren 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels Geschichte
2. Klimafaktoren 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels Geschichte
2. Klimafaktoren 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels Geschichte
2. Klimafaktoren 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels Geschichte
2. Klimafaktoren 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels 2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels Geschichte

2. Klimafaktoren

2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels

2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels Geschichte und Nutzung

Die Nutzung der Windkraft durch den Menschen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon im alten Ägypten nutzten Segelschiffe die Kraft der Winde zur Fortbewegung. Später folgten dann Windmühlen und Segelflugzeuge. Seit In-Kraft-Treten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. April 2000 und seiner Novellierung im Juli 2004 sprießen in Deutschland Windenergie- anlagen wie Pilze aus dem Boden und neuerdings auch aus dem Wasser. Grund: Die ertragreichen und damit rentablen Standorte an Land gehen mittlerweile zur Neige.

Das EEG verpflichtet die Energieversorger Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu festen Preisen abzunehmen. Weil die Her- stellungskosten von Strom aus erneuerbaren Energiequellen noch über denen konventioneller Energieträger liegen, ermöglicht das EEG für die Produzenten von umweltfreundlichem Strom vor allem ein hohes Maß an Planungssicherheit. Neue Technologien und die durch Massenproduktion möglichen Kosten- vorteile dürften in den nächsten Jahren dazu führen, dass

„grüner Strom“ wett- bewerbsfähig wird.

Windmühle, Berkmeer/Netherland Copyright: Istockphoto
Windmühle, Berkmeer/Netherland
Copyright: Istockphoto

Vorteile von Windenergie

Wind entsteht grundsätzlich durch unterschiedliche Temperaturen auf der Erde und dadurch bedingte Druckunterschiede. So ist es in der Regel in Äquatornähe wärmer als an den Polkappen, auf Kontinenten wärmer als auf Ozeanen, in tiefer gelegenen Regionen wärmer als in Bergregionen und tagsüber wärmer als nachts. In Abhängigkeit vom Wärmeunterschied und der Feuchtigkeitsdifferenz entstehen unterschiedliche Luftdruckzonen, dank der täglichen Wetterberichterstattung besser bekannt als Hochs und Tiefs. Ein Druckunterschied ist unstabil und strebt, sich auszugleichen. Zum Ausgleich werden die Luftmassen vom hohen Druck zum niedrigen Druck transportiert: und so entsteht Wind.

1 kWh Windstrom erspart der Umwelt 0,8 kg Co2-Emissionen. Damit liegt ein Vorteil auf der Hand: der Klimaschutz. Doch mit Wind- energie lässt sich neben der umweltfreundlichen Energiegewinnung auch die Abhängigkeit von Rohölimporten aus unsicheren Regionen

reduzieren. Wenngleich der Windertrag und damit die Rentabilität naturbedingt wetter- und standortabhängig ist, kann Windenergie vor allem zum Decken der Grundlast herangezogen werden – am Tag und auch in der Nacht.

Windenergie im Aufwind

Windanlage Copyright: H.-G. Oed
Windanlage
Copyright: H.-G. Oed

Die Renaissance dieser an und für sich alten erneuerbaren Energie- quelle hat dazu ge- führt, dass Deutschland nicht nur mit Blick auf die installierte Nenn- leistung, sondern auch bei der Produktion von

Windparks eine welt- weite Führungsrolle innehat. Die Windenergie (rd. 30,5 Mrd. kWh) leistete im Jahr 2006 mit einem Anstieg um 12,1 Prozent den größ- ten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, gefolgt von Wasserkraft (rd. 21,6 Mrd. kWh) und Biomasse (rd. 13,10 Mrd. kWh). Im Jahr 2006 lieferte Windenergie 5,3 Prozent des gesamten Strombedarfs in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit einer neu installierten Leistung von 2.233 MW der Ausbau von Windenergieanlagen um mehr als 20 Prozent gesteigert. Insgesamt waren Ende 2006 18.685 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 20.622 MW in Betrieb. Damit bleibt Deutschland mit großem Abstand vor den USA und Spanien weltweit führend.

Die positive Entwicklung der Windenergiebranche lässt sich vor allem auf lange Sicht gut erkennen. Seit dem In-Kraft-Treten des EEG im Jahr 2000 wuchs die Stromproduktion aus Wind um 26 Prozent pro Jahr. Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 2,9 Mrd. Euro in neue Windenergieanlagen investiert und Umsätze von 2,7 Mrd. Euro durch den Betrieb entsprechender Energieanlagen erzielt. Gegenüber dem Jahr 2004 stieg die Anzahl der Beschäftigten in der Windenergiebranche von 64.000 auf 73.800. Der Boom im Bereich neuer Windenergieanlagen hat dazu geführt, dass der Anteil der Stromerzeugung aus sämtlichen erneuerbaren Energien bereits im Jahr 2007 die ursprünglich für das Jahr 2010 anvisierte Zielmarke von 12,5 Prozent übertreffen könnte. Ende 2006 lag sie bereits bei 11,8 Prozent.

Nach derzeitigen Plänen der Bundesregierung soll der Anteil erneu- erbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung im Jahr 2020 sogar einen Anteil von 20 Prozent ausmachen. Dass dies möglich ist, zeigt das Beispiel Dänemark. Dort lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion in 2004 bei fast 30 Prozent. Der Anteil der Windenergie betrug 18,5 Prozent.

2. Klimafaktoren

2.4 Windenergie im Zeitalter des Klimawandels

Investieren in die Windbranche

„Reine“ Investments in die Windbranche lassen sich über ein Index- Zertifikat auf den ABN AMRO Wind Total Return Index (WKN:

AA0WND) oder Zertifikate bzw. Aktienanleihen auf Gesellschaften realisieren, deren Hauptgeschäftsfeld im Verkaufen bzw. dem Betreiben von Windparks bzw. -Technologie besteht. Anfang Juli 2007 gab es in diesem Zusammenhang lediglich einige Derivate auf die Aktien von Nordex und Vestas Wind Systems. Als weitere Alternative bieten sich Index- bzw. Basket-Zertifikate an, die u.a. auch Gesellschaften aus dem Sektor Windenergie enthalten.

Für weitere Informationen zur Windernergie und Windzertifikaten bitte hier klicken!
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Chartanalyse zum Thema Wind NORDEX - Mittelfristig klar bullisch Nordex - WKN: A0D655 - ISIN:
Chartanalyse zum Thema Wind
NORDEX - Mittelfristig klar bullisch
Nordex - WKN: A0D655 - ISIN: DE000A0D6554
Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 33,86 Euro
Kursverlauf vom 02.11.2006 bis 13.07.2007
(log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Rückblick: Die NORDEX Aktie markierte am 18.04.2007 ein Hoch
bei 31,22 Euro und konsolidierte anschließend in einer bulli-
schen Flagge. Eine solche Bewegung dient zu einem Kräfte
Sammeln für eine erneute Rallye. Sehr oft ist diese Art der
Konsolidierung in der Mitte der übergeordneten Trendbewegung
anzutreffen. Am 29.06.2007 brach die Aktie per Tageschlusskurs
aus der Flagge nach oben aus. Danach kam es sofort zu einer
Rallye bis 35,05 Euro. Danach gab es einen Rücksetzer auf das
Vorgängerhoch bei 31,22 Euro, worauf bereits wieder Käufe ein-
setzten. Zwei Tage später erreichte die Aktie bereits wieder das
Hoch bei 35,05 Euro.
Charttechnischer Ausblick: Das übergeordnete Bild der NORDEX
Aktie ist klar bullisch. Eine Rallye bis 40,55 Euro ist mittelfristig
zu erwarten. Kurzfristig kann es allerdings noch zu einer Seit-
wärtsbewegung zwischen 35,05 und 31,22 Euro kommen.
NORDEX - Mittelfristig klar bullisch
und 31,22 Euro kommen. NORDEX - Mittelfristig klar bullisch Interview mit Funda Tarhan, ABN AMRO “Sonne,

Interview mit Funda Tarhan, ABN AMRO “Sonne, Wind und mehr”

Frau Tarhan, Alternative Energien erleben der- zeit einen enormen Aufschwung. Wie lange denken Sie, wird dieser Boom anhalten?

Um das zu beantworten, müssen die Hintergründe beleuchtet wer- den. Für die Erfolgsstory der Alternativen Energien ist nämlich nicht allein die Diskussion um den Klimawandel verantwortlich – obwohl die natürlich zu einem großen Teil dazu beiträgt. Ausschlaggebend sind auch die steigenden Rohölpreise. In den vergangenen fünf Jahren hat sich Öl um bis zu 200 Prozent verteuert. Dafür gibt es ver- schiedene Gründe: Zum einen die Diskussion um die Verknappung der fossilen Brennstoffe und zum anderen die anhaltenden politi- schen Spannungen im Mittleren und Nahen Osten. Das Ganze wird verschärft durch die Industrialisierung in vielen Schwellenländern, in denen der Bedarf an Energie exponentiell wächst. Und auf ein knap- pes Angebot trifft. All diese Faktoren werden auch langfristig die Rohölpreise auf hohem Niveau halten, sodass der Bedarf an Alternativen Energien weiterhin zunehmen wird.

Mit welchen Energieformen haben Anleger die besten Rendite- chancen?

Die deutschen Vorzeigebranchen sind Wind- und Solarenergie. Beide werden langfristig als die zukünftigen Hauptquellen für Elektrizität und Heizkraft gesehen. Aber auch Biomasse und damit verbunden Bioethanol sind der Energielieferant Nr. 1 der Zukunft. In Deutsch- land werden dem Benzin seit dem 1. Januar 2007 per Gesetz 1,2 Prozent des Biosprits beigemischt. Bis 2010 sollen es mindestens 5,75 Prozent sein. In Brasilien – dem Vorreiter in Sachen Bioethanol – werden dem Benzin bereits 25 Prozent beigemischt und einige PKWs können sogar ausschließlich mit Bioethanol betrieben wer- den. Dies bietet auch für Anleger attraktive Investmentmöglich- keiten.

Worauf sollten Anleger bei einem Investment in Alternative Energien achten?

Für Einsteiger in diesem Themenbereich bieten sich Zertifikate an, die sich nicht nur auf einen Bereich, sondern auf mehrere Alternative Energiequellen beziehen. Hierzu gibt es Indizes, die alle Alternativen Energien abbilden oder solche, die sich auf einen Bereich, zum Beispiel Solarenergie, fokussieren. Dass solch ein Investment auch sehr ertragreich sein kann, zeigt die Performance unseres Alternative Energy Index Zertifikates (ABN5GH) – stattliche 57 Prozent bescher- te das Zertifikat den Anlegern seit Auflegung.

Klimatipp

Haushaltsgeräte nach dem Energieverbrauch einkaufen

Kühl- und Gefriergeräte sind die Stromfresser im Haushalt. Wer beim Neukauf ein Gerät der Klasse A++ wählt, kann viel CO2 und Geld sparen.

2. Klimafaktoren 2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle 2.5 Bioenergie, eine
2. Klimafaktoren 2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle 2.5 Bioenergie, eine
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2. Klimafaktoren 2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle 2.5 Bioenergie, eine
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2. Klimafaktoren 2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle 2.5 Bioenergie, eine

2. Klimafaktoren

2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle

2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle

Erdöl, der weltweit wichtigste Energieträger hat zwei wesentliche Nachteile. Seine Ressourcen sind endlich und beim Verbrennen ent- steht das klimaschädliche Treibhausgas CO2. Will der Mensch sei- nen derzeitigen Lebensstandard auf lange Sicht sichern oder gar verbessern und den Schutz des Klimas vorantreiben, ist er gezwun- gen, in immer stärkerem Maße Erdöl durch alternative Energieträger zu ersetzen. Die Natur bietet diesbezüglich zahlreiche Alternativen, die sich dem Sektor Bioenergie zuordnen lassen.

Bioenergie stellt die energetische Nutzung von Biomasse dar. Feste, flüssige und gasförmige Biomasse kann zur Erzeugung von Wärme und Strom sowie als Treibstoff genutzt werden. Als geeignete nach- wachsende Rohstoffe gelten Zuckerrohr bzw. -rüben, Raps, Holz, Stroh, Hanf, Mais, Getreide, Palmöl, Algen u.v.m.

Ethanol: Mit großem Abstand der weltweit bedeutendste Bio- treibstoff. Er wird durch die alkoholische Gärung und anschließen- de Destillation von zucker- und stärkehaltigen Pflanzen gewonnen.

• Biodiesel: Bedeutendster Biotreibstoff Europas, der durch eine chemische Reaktion (Umesterung) ölhaltiger Biomasse inkl. weite- rer Verarbeitungsprozesse gewonnen wird.

• Biogas: Möglichkeit, durch bakterielle Faulprozesse aus Gülle, Bioabfällen und nachwachsenden Rohstoffen Methan zu gewin- nen, um daraus Wärme und Strom zu generieren.

Der World Bioenergy Total Return Index (BIOX) wird von der SAM Group zusammengestellt und von Dow Jones Indexes berechnet und veröffentlicht. Er enthält zehn Unternehmen des Bioenergie-Sektors aus der ganzen Welt. Die Société Générale bietet ein entsprechen- des Index-Zertifikat (ISIN: DE000SG9BEX4) mit unbegrenzter Laufzeit an, mit dem Anleger an einer erwarteten Aufwärtsbewegung des Index nahezu 1:1 partizipieren können. Die jährliche Manage- mentgebühr des Zertifikats beträgt 0,85 Prozent und einige der Indexmitglieder unterliegen einem Währungsrisiko.

Keine Schnapsidee

Blühende Rapsfelder in Mecklenburg-Vorpommern Copyright: BMU/Brigitte Hiss
Blühende Rapsfelder in Mecklenburg-Vorpommern
Copyright: BMU/Brigitte Hiss

Bioethanol liegt im Trend. Statt neue Erd- ölraffinerien entste- hen zu lassen, setzen die USA bei Neu- investitionen auf alte- rnative Kraftstoffe. Die letzte Ölraffinerie wurde in den USA in den 70er Jahren ge-

baut. Der Bioethanol-Boom begann im letzten Jahr durch ein neues US-Energiegesetz, das die Verbreitung von E10 (10% Ethanolbei- mischung zum Benzin) vorsah. Darüber hinaus soll auch E15 (15% Ethanol) in einigen US-Bundesstaaten eingeführt werden. Für die Nutzung von E15 müssen die Motoren umgerüstet werden und es gibt bereits erste Fahrzeuge von General Motors und Ford, die entspre- chende Fahrzeuge in den USA anbieten. Sollte sich E15 durchsetzen, und es spricht vieles dafür, so wären die Autohersteller, die bereits jetzt in diesem Bereich forschen, nach langen Jahren mit schwachen Geschäften die großen Gewinner. In Brasilien ist jedes zweite Fahrzeug ein so genanntes Flex-Fuel-Vehicle (FFV), also für den Betrieb mit Ethanol über einer Beimischung von 10% vorbereitet. In Brasilien tanken Autofahrer standardmäßig E20, also 20% Ethanol und 80% Benzin. Bis Anfang Januar war noch E25 gängig. Durch eine drohende Verknappung bei Zucker senkte die brasilianische Regierung die Beimischung allerdings zuletzt wieder auf E20, was zur Folge hatte, dass die brasilianische Ölgesellschaft Petrobras fast ihren gesamten Benzinexport einstellen musste, um die inländische Benzinnachfrage durch diese Gesetzesänderung bedienen zu können. In Europa ist der Standard E5 (5% Ethanolbeimischung zum Benzin) gängig. Doch auch hier soll in den nächsten Jahren E10 stärker ver- breitet werden. Ebenso in Kanada, wo E10 gefördert werden soll.

Energiekrise macht erfinderisch

Für jedes Land ist der Rohstoff, der zur Her- stellung des Alkohols Ethanol verwendet wird, unterschiedlich, je nach dem, welcher Rohstoff gerade verfüg- bar ist. Eine Studie des Bundesministeriums für

Verbraucherschutz, Er- nährung und Landwirtschaft kam zu dem Ergebnis: Zuckerrüben, Weizen, Roggen, Mais und Kartoffeln sind am besten für die Produktion von Bio-Ethanol geeignet. Grundsätzlich kann aus jeder zucker- oder stärkehaltigen Pflanze durch Vergärung Alkohol herge- stellt werden. Wird bisher nur die Stärke in Ethanol umgewandelt, sollen zukünftige Technologien auch die Fasern der Pflanzen nutzen können. Da in den USA Mais in Hülle und Fülle vorhanden ist, liegt es nahe, dass die USA auch diesen Rohstoff zur Ethanolherstellung verwenden. Südamerika setzt auf Zuckerrohr, während Deutschland Roggen bevorzugt. In Deutschland bietet sich die Nutzung von Roggen an, da die EU-Subventionen für dieses Getreide wegfallen werden und es in Brandenburg Roggen in Hülle und Fülle gibt. Mit dem Ford Focus FFV und dem Ford C-MAX FFV sind solche Fahrzeuge mittlerweile auch in Deutschland erhältlich. In Schweden wird Bioethanol aus Holz- und Papierabfällen hergestellt – kostengünstig

Maisfeld Copyright: Istockphoto
Maisfeld
Copyright: Istockphoto

2. Klimafaktoren

2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle

und völlig umweltverträglich. Auch China testet die Einführung von Ethanol. Erste Versuche werden in chinesischen Großstädten durchge- führt. China will als Rohstoff neben Zuckerrohr auch auf Mais setzen.

Auch Amerikaner denken um

In den USA kam es im Frühjahr 2006 durch eine folgenschwere Entscheidung der US-Regierung für Ölraffinerien zu einem starken Nachfrageschub bei Ethanol. Die Regierung hat sich dem Druck der Umweltschützer gebeugt und wollte bis Anfang Mai kein MTBE mehr bei der Benzinherstellung verwenden. MTBE ist ein Derivat aus Erdgas und wurde bisher dem Benzin beigemischt, so dass es mög- lichst vollständig und somit sauber verbrennt. Ein idealer Ersatz zu MTBE ist Bioethanol, da es ebenfalls die Eigenschaft besitzt, die Klopffestigkeit eines Ottomotors zu verbessern.

Wer nun in den Ethanolsektor investieren möchte, wird feststellen müssen, dass die Kurse deutlich unter ihre Höchststände gefallen sind. Auf dem ermäßigten Kursniveau sollten Anleger vor allem in die Aktien der wichtigsten Anbieter investieren. Wir möchten Ihnen nachfolgend einige Unternehmen und zahlreiche Zertifikate aus dem Bereich Biotreibstoffe vorstellen.

Für weitere Informationen zu Biokraftstoff und Biokraftstoffzertifikaten bitte hier klicken!
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Aktien aus dem Sektor Biotreibstoffe

Die größte Gesellschaft im Bereich Ethanolbrennereien in den USA ist Archer Daniels Midland (NYSE: ADM, WKN 854161). Das Kurs-Gewinn- Verhältnis beträgt, basierend auf den Gewinnerwartungen für 2008, aktuell 12,1 (Stand 28.06.2007). Neben dem Ethanolbereich gilt als Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft die Weiterverarbeitung von Soft Commodities. Sie ist eine der wenigen ganz großen Gesellschaften, die als Aktiengesellschaft geführt wird. Das ist z. B. bei Cargill, der weltweit bedeutendsten Firma aus Minneapolis nicht der Fall. Während Cargill, Continental, Bunge und Dreyfuss schon im 19. Jahrhundert die Weltmärkte beherrschten und in allen Erdteilen zu Hause waren, kann ADM fast als Emporkömmling gelten. Sie begann erst in den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts und hat mit einem Umsatz von über 35 Mrd. USD inzwischen zu den anderen Großen der Branche aufgeschlossen. Ihr Hauptsitz liegt in Decator, mitten in Illinois, weitab von den interessanten Großstädten wie Chicago oder St. Louis. Um Decator herum liegen ausgedehnte Mais- und Soja- felder. Man könnte sogar hunderte von Kilometern in jede Richtung fahren und würde immer noch nur Soja und Mais sehen.

ADM ist heute in allen Erdteilen vertreten. In Hamburg hat sie vor einigen Jahren das Traditionshaus Töpfer, Deutschlands bedeutend- sten Getreidehändler, gekauft, als dieses in eine Schieflage geraten war. In der Elfenbeinküste ist sie der bedeutendste Kakaoverar- beiter, in Asien als Hersteller von Sojaöl führend. ADM ist Müller in nahezu allen wichtigen Abnehmerländern, verfügt dort über ausrei- chende Lagerkapazitäten und eigene Logistikunternehmen. Bei Transporten ist sie nur selten auf fremde Hilfe angewiesen. Auch im Getreidehandel, der häufig von politischen Interventionen beein- flusst wird, ist ADM zu Hause.

Die CropEnergies (WKN A0LAUP) wurde erst am 3. Mai 2006 gegründet und Ende September 2006 an die Börse gebracht. Mit einer Beteiligungsquote von aktuell 70,6 Prozent hat die Südzucker AG bei dem jungen Unternehmen weiterhin das Sagen. Die Gesellschaft ist im Ethanolgeschäft tätig und produziert in Deutschland, Belgien und Frankreich aus Getreide (hauptsächlich Weizen) und Zuckerrüben Bioethanol und dabei anfallendes Eiweiß- futtermittel. Im Geschäftsjahr 2006/07 verdoppelte CropEnergies innerhalb eines Jahres die Produktionsmenge beider Erzeugnisse. Das Unternehmen erzielte mit einem Umsatz von 146,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 142 Prozent. Außerdem schaffte das Unternehmen den Sprung in die Gewinnzone. Nach einem Verlust von 0,53 Euro pro Aktie schlug im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits ein Plus von 0,16 Euro zu Buche. Ende Juni 2007 war das Unternehmen angesichts von lediglich 76 Mitarbeitern mit einer Marktkapitalisierung von über 600 Mio. Euro und einem KGV auf Basis der Gewinnschätzungen für 2008 in Höhe von 25 recht ambitioniert bewertet. Da sich die Gesellschaft noch in einem frühen Unternehmensstadium befindet und zugleich in einem jungen Markt agiert, sollten diese Kennzahlen nicht überbewertet werden. Bei anhaltendem Umsatz- und Gewinnwachstum könnten sich die aktuellen Kurse durchaus als attraktiv erweisen. Mit Discount-Zertifi- katen (www.boerse-go.de/klimawandel/investments) können Sie in einen reinen Ethanol-Wert aus Deutschland investieren und gleich- zeitig einen individuellen Risikopuffer (Discount) zum Schutz vor Verlusten in Anspruch nehmen.

Kritische Gedanken zur Nutzung von Bioenergie

Biomasse wird zwar von der Masse der Anleger als klimafreundli- ches Substitut des Erdöls betrachtet, es können aber durch die intensive Nutzung dieser erneuerbaren Energiequelle auch einige Probleme entstehen. Als unbestritten gilt die Aussage, dass Biotreibstoffe die Treibhausgase um über 30 Prozent senken kön- nen, allerdings treten beim Anbau und bei der Produktion zum Teil gravierende Umweltprobleme auf. Einfaches Beispiel: Eine Rodung von Regenwaldflächen, um danach Palmöl-Plantagen anzulegen, kann aus ökologischer Sicht keinesfalls umweltfreundlich sein, schließlich muss das produzierte Palmöl meist noch über weite Strecken zum Käufer transportiert werden. Überdüngung und Versauerung der landwirtschaftlichen Anbauflächen sowie der Trend zur verstärkten künstlichen Bewässerung verschlechtern die energe- tische Bilanz so mancher Biomasse zusätzlich. Die Forderung nach ökologischen und sozialen Qualitätsstandards und Zertifizierungs- systemen für die Produktion von Biomasse und eine differenzierte- re staatliche Subvention werden daher immer lauter.

Klimatipp

Beim Kochen Deckel auf den Topf

Beim Kochen gilt: Deckel auf den Topf! Kochen ohne oder mit undichtem Deckel erhöht den Energiebedarf. Außerdem sollte der Topfboden mit der Größe der Platte oder Flamme übereinstim- men. Ist der Topf zu groß, verlängert sich die Kochzeit. Ist er zu klein, geht Wärme und damit Energie verloren.

2. Klimafaktoren

2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle

Da große Bevölkerungsteile in der Welt noch immer unter Hunger leiden, wirft die wachsende Konkurrenz zwischen Nachfragern aus dem Energie- und dem Lebensmittelsektor und der damit drohende Preisanstieg auch eine ethische Frage auf: Sollten Lebensmittel immer stärker energetisch oder in ihrer ursprünglichen Form genutzt werden, nämlich dem Stillen von Hunger?

Chartanalyse zum Thema Bioenergie SCHMACK BIOGAS - Kleiner Boden vollendet Schmack Biogas - WKN: SBGS11
Chartanalyse zum Thema Bioenergie
SCHMACK BIOGAS - Kleiner Boden vollendet
Schmack Biogas - WKN: SBGS11 - ISIN: DE000SBGS111
Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 64,78 Euro
Kursverlauf vom 15.01.2007 bis 16.07.2007
(log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Rückblick: Die SCHMACK BIOGAS Aktie startete nach einem Tief
bei 33,36 Euro am 06.11.2006 eine steile Aufwärtsbewegung.
Diese führte die Aktie bis 26.04.2007 auf das aktuelle Allzeithoch
bei 76,20 Euro. Von dort aus fiel die Aktie deutlich ab. Erst im
Bereich der exp. GDL 200 fand die Aktie ein Tief bei 52,50 Euro.
Danach kam es zu einer Seitwärtsbewegung. Am letzten
Donnerstag brach die Aktie über 59,77 Euro und damit aus der
Seitwärtsbewegung nach oben aus. Sie zog sofort an einen
Widerstandsbereich um 64,35 Euro an.
Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig kann es in der SCHMACK
BIOGAS Aktie zu einem Rücksetzer bis ca. 64,35 Euro kommen.
Spätestens danach sollte die Aktie aber zum Allzeithoch bei
76,20 Euro anziehen. Im Fall eines Tagesschlusskurses über
64,35 Euro ist der Weg zum Allzeithoch frei.
SCHMACK BIOGAS - Kleiner Boden vollendet
Allzeithoch frei. SCHMACK BIOGAS - Kleiner Boden vollendet Interview mit Jochen Stanzl, Chefredakteur Rohstoff-Report

Interview mit Jochen Stanzl, Chefredakteur Rohstoff-Report

Herr Stanzl, der Megatrend Klimawandel wirkt sich ökonomisch direkt auf Unternehmen und auf jeden von uns im täglichen Leben aus, wel- che Ursachen hat der Klimawandel und wie kann darauf reagiert werden?

Die Wissenschaft sieht den Hauptverursacher für den Klimawandel in der Emission des Treibhausgases CO2. Wenn wir Kohle oder Erdöl verbrennen, setzen wir damit CO2 frei, das vor Hundert- tausenden Jahren aus der Atmosphäre gebunden wurde. Da sich die Verwendung fossiler Brennstoffe, sagen wir in den letzten zehn Jahren durch die immer schnellere Industrialisierung Asiens und Lateinamerikas weiter beschleunigt hat, verändert sich auch die Zusammensetzung der Luft in der Atmosphäre: Die Konzentration des CO2 erhöht sich immer mehr. Zwar ist die These, dass dieses zusätzliche Menge CO2 den Klimawandel verursacht, mangels Erfahrungswerten nicht zweifelsfrei zu beweisen. Widerlegt werden kann sie aber schon gar nicht. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als nach Wegen zu suchen, um CO2-Emissionen einzuspa- ren.

Welche Wege sehen Sie zur Einsparung von CO2-Emissionen?

Das größte Potenzial liegt in der Erhöhung der Energieeffizienz – also wie gut oder schlecht gehe ich mit der mir zur Verfügung ste- henden Energie um. Da sind vor allem die Emerging Markets gefragt, die oft auf veraltete Technologien für Kraftwerke und Industrieanlagen verwenden. Aber auch in den Industrieländern kann einiges getan werden, beispielsweise bei der Wärmedämmung von Gebäuden.

Die Substitution fossiler Treib- und Brennstoffe durch regenerative, nachwachsende Energieträger ist eine weitere Möglichkeit, CO2- Emissionen einzusparen. Denn die Verbrennung beispielsweise von Biogas oder Biodiesel setzt eben nur die Mengen CO2 frei, die zuvor durch die Pflanzen, die zu ihrer Herstellung dienten, aus der Atmosphäre gebunden wurden. Sie sind sozusagen CO2-neutral.

Wenn wir heute aber nicht mit der Forschung und Entwicklung in diesen Bereichen beginnen würden, werden wir diese Energieträger niemals effizient nutzen können. Ich verstehe also die Einwände der Kritiker nicht, die die gesamte Klimawandel-Debatte in Frage stellen. Die Förderung regenerativer Energieträger ist auf Sicht der nächsten 50 bis 100 Jahren aus strategischer Sicht unausweichlich, da auch die fossilen Brennstoffe und besonders Öl nur begrenzt vorhanden sind.

Welche Biokraftstoffe gibt es konkret?

Bei den biogenen Treibstoffen geht es konkret um Biodiesel, Bioethanol und Biogas. Biodiesel wird aus ölhaltigen Pflanzen wie Soja oder Raps hergestellt, während zur Bioethanolherstellung die Stärke aus Pflanzen wie Mais, Zuckerrohr oder Roggen (v.a. in Deutschland) benötigt wird. Die EU sieht bis 2020 eine zehnprozen- tige Beimischung von Ethanol zum Benzin vor, auch Biodiesel soll

2. Klimafaktoren

2.5 Bioenergie, eine umweltfreundliche und nachwachsende Energiequelle

weiter gefördert werden. Die USA wollen durch eine stärkere Ethanolnutzung sogar ihre Unabhängigkeit von den Erdölimporten aus dem Mittleren Osten erlangen. Brasilien setzt bereits seit Jahrzehnten auf Bioethanol, dort ist sogar jedes zweite Fahrzeug ein „Schnapsauto“. Auch in China laufen in Großstädten Pilotversuche mit Ethanol. Ebenso ist Biogas, das durch die Verwertung organi- schen Materials hergestellt wird, günstig für den Treibhauseffekt. Hier tut sich also einiges.

In welchen Regionen ist hier mit den stärksten Veränderungen zu rechnen ?

Wenn die USA, wie von Präsident Bush vorgeschlagen, innerhalb der nächsten zehn Jahre E20 flächendeckend einführen würden (also Normalbenzin bestehend zu 20% aus Ethanol und 80% aus Benzin), dann würde das bedeuten, den Ethanolkonsum bis ins Jahr 2017 um 800% zu erhöhen. Auch wenn die Maisproduktion in den USA jähr- lich um 30% wüchse, würde dies nicht ausreichen, die Nachfrage nach Biotreibstoffen zu befriedigen und außerdem den Gebrauch des Maises als Lebensmittel zu garantieren. Daher besteht die Notwendigkeit, strategische Partner zu suchen. Die USA setzen hier besonders auf Brasilien, da das Land bereits jahrzehntelange Erfahrungen bei der Ethanolherstellung und außerdem enorme freie Flächen für den Mais- und Zuckerrohranbau besitzt.

Welche Unternehmen können von diesem Megatrend hauptsächlich profitieren?

Auf Seiten der Unternehmen bieten sich im Transportsektor Investi- tionen in Eisenbahngesellschaften an, da sich durch die steigenden Benzinpreise und die verstopften Straßen und Autobahnen in den nächsten Jahren immer mehr auf den Schienenverkehr verlagern wird. Der Trend lässt sich schon heute ablesen: In den USA bei- spielsweise wurden im Jahr 2002 noch 31% der Transportlast über Schienenverkehr abgewickelt, Lkw hatten einen Marktanteil von 34%. Heute hat der Schienentransport die Nase vorn. Die Bahngesellschaften befinden sich in der formidablen Lage, meist als Oligopol oder gar Monopol zu arbeiten und freuen sich über die zusätzliche Nachfrage: In den USA beispielsweise schrauben die vier Bahngesellschaften Burlington Northern Santa Fe (BNSF) und Union Pacific (Westküste) und Norfolk Southern und CSX (Ostküste) schon seit dem Jahr 2002 die Preise um 6% pro Jahr in die Höhe. Das bedeutet sprudelnde Gewinne. Wenn die Benzinpreise weiter stei- gen, wird die Wettbewerbsfähigkeit des Zugtransports immer grö- ßer. Der Trend geht also besonders im Güterverkehr immer mehr in diese Richtung.

Eine weitere interessante Möglichkeit, in diesen Megatrend zu inve- stieren, sind Traktorenhersteller wie AGCO oder Deere, die eben Pflüge und Erntemaschinen liefern, was die gewaltige Ausweitung der Getreideproduktion überhaupt erst ermöglicht. Auch Baggerhersteller wie Caterpillar sind interessant.

Bei den Herstellern von Ethanol würde ich die kleinen Produzenten zunächst nur beobachten. Unternehmen wie Pacific Ethanol kämp- fen mit den hohen Inputpreisen (Mais) und sinkenden Output- preisen (Ethanol). Das bedeutet schrumpfende Gewinnmargen. Besser dran sind da große Unternehmen wie Archer Daniels

Midland. Archer ist schon heute der größte Biodieselhersteller in Europa und der größte Ethanolhersteller in den USA. Außerdem hat Archer als einer der größten Getreidehersteller der Welt beim Einkauf eine günstigere Ausgangsposition als kleinere Unternehmen, die die für die Ethanolherstellung nötigen Getreide auf dem Markt zukaufen müssen.

Was bedeutet der Trend zu Biokraftstoffen für den Alltag eines jeden?

Auch wenn durch die Verwendung biogener Treibstoffe ein gewisses Maß an Unabhängigkeit vom Erdöl erzielt werden kann, darf eines aber nicht vergessen werden: Dadurch, dass Nahrungsmittel zur Herstellung von Treibstoffen verwendet werden, werden sich die Preise dieser Nahrungsmittel in Zukunft in wachsendem Maße an der Entwicklung des Ölpreises orientieren. Wenn in Mexiko also die Tortillapreise um 400% steigen, oder Coca-Cola plötzlich immer mehr kostet, dann wird das in Zukunft immer mehr auf den steigen- den Ölpreis zurückzuführen sein.

Herr Stanzl ist Chefredakteur des Börsenbriefs Rohstoff-Report.de, der mit über 20,000 Lesern der meist gelesene Börsenbrief zum Thema Rohstoffe im deutschsprachigen Internet ist.

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Klimatipp

Konsequent recyclen

Die Treibhaus-Emissionen lassen sich durch konsequentes Recyling deutlich senken. So trägt beispielsweise das Recycling von Papier und Karton zur Vermeidung von Methanemissionen aus Mülldeponien bei. Wer zusätzlich ein Kilogramm Aluminium sammelt und am Wertstoffhof abgibt, kann dadurch jährlich bis zu elf Kilogramm CO2-Emissionen einsparen.

In vielen Fällen verschlingt die Herstellung von Produkten aus Recycling-Material im Vergleich zu herkömmlichen Produktions- verfahren deutlich weniger Energie. So benötigen Produkte aus Stahlschrott fast 75 Prozent weniger Energie als Produkte aus neuem Stahl.

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2. Klimafaktoren

2.6 Alternative Energien – Uran

2.6 Alternative Energien – Uran Uran - In Zeiten des Klimawandels ein Anlagethema

Sämtliche Studien zum Thema Klimawandel haben vor allem einen Tenor: Wir müssen rasch handeln, um die Klimakatastrophe zu ver- meiden. Im Fokus steht dabei die Reduktion von Treibhausgasen. Es gibt bereits zahlreiche Pläne, den CO2-Ausstoß in den nächsten Jahrzehnten deutlich zu reduzieren, einer davon wird unter Experten, Politikern und in der Öffentlichkeit besonders heftig diskutiert: der verstärkte Einsatz von Kernenergie.

Viel Strom durch Atom

Der Energiehunger der Industrie nimmt ständig zu. Vor allem die in Asien stark wachsenden Industrien haben einen enormen Energiebedarf, der sich mit fossilen Energien mittel- bis langfristig kaum decken lässt. Der steigende Ölpreis sowie die politisch insta- bile Situation in vielen Ländern mit Öl- und Gasvorkommen ver- schärfen die Lage zusätzlich. Eine Möglichkeit sind Erneuerbare Energien. Die Effizienz der bestehenden Technologien ist aber noch zu gering, um den wachsenden Energiebedarf vollständig decken zu können. Die Versorger müssen deshalb auch auf Alternativen aus- weichen - und eine davon könnte Atomstrom heißen. Hier zu Lande heiß diskutiert, sehen andere Länder darin die Chance, schnell immense Mengen an Strom zu produzieren. Atomkraftwerke hinter- lassen zwar radioaktiven Müll, dessen sichere Endlagerung noch nicht geklärt ist, sie stoßen aber kein CO2 aus, was sie damit kli- mafreundlich macht. Atomgegner betonen zwar, dass bei der Urangewinnung erhebliche Mengen an Treibhausgasen frei werden. Diese liegen nach einer vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Studie je nach Herkunftsort des Urans zwischen 31 und 61 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Strom. Im Vergleich dazu verur- sachen Photovoltaiksysteme beim Herstellungsprozess jedoch eine CO2-Emission von 89 Gramm pro Kilowattstunde.

Alternative mit Risiken

Atomenergie ist nach wie vor mit hohen Risiken verbunden, wie auch die Katastrophe in Tschernobyl 1986 beweist. Klimaschutz und Energieversorgung zählen derzeit aber zu den priorisierten globalen Herausforderungen.

Eines der Länder, das einen riesigen Heißhunger auf Energie hat, ist China. Wegen fehlender Kapazitäten und energieverschlingender Anlagen fällt in Shanghai immer wieder der Strom aus. China hat darauf reagiert. In Anbetracht der gigantischen Energieprobleme des Landes sollen innerhalb der nächsten 15 Jahre 32 neue Atomkraft- werke gebaut werden.

Atomkraftwerke benötigen als "Treibstoff" enorme Mengen an Uran. Dieser Rohstoff ist jedoch knapp. Wie aus einem Report von Greenpeace hervorgeht, wird Uran spätestens in 65 Jahren weltweit nicht mehr verfügbar sein. Und wie überall in der Wirtschaft führt die zunehmende Verknappung zu steigenden Preisen. Da in den letzten Jahren nur wenig in die Uranexploration investiert wurde, ist die Nachfrage schon jetzt höher als das Angebot. Gegenwärtig wer- den etwa 100 Millionen Pound Uranoxid jährlich produziert. Dem steht eine Nachfrage von etwa 180 Millionen Pound gegenüber. Neue Atomkraftwerke verschärfen diese Situation noch zusätzlich. In den nächsten fünf Jahren sollen zwar mehr als 100 Millionen Pound neue Kapazitäten geschaffen werden, doch auch beim Bau von Atomkraftwerken tut sich einiges. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde sollen in den nächsten 15 Jahren weltweit zwi- schen 120 und 140 neue Kernkraftwerke ans Netz gehen. Zusätzliche Nachfrage dürfte auch von der Rohstoffbörse New York Mercantile Exchange (Nymex) kommen, die am 6. Mai den Handel von Future- Kontrakten auf Uranoxid aufgenommen hat.

Das Ungleichgewicht bei der Angebots-Nachfrage-Situation hatte schon in den letzten Jahren einen stark steigenden Uranpreis zur Folge. Allein im letzten Jahr hat sich der Preis verdoppelt. Experten gehen davon aus, dass das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht ist.

Das strahlende Element

Uran ist heiß begehrt. In der Atomindustrie, die mit ihren bereits abgeschriebenen Atommeilern hohe Gewinne erzielt. In den aufstre- benden Ländern Asiens, deren Energiehunger unersättlich scheint. Und – wer hätte das gedacht – nun auch bei den Umweltschützern, die mehr Atomkraftwerke und weniger CO2-Ausstoß fordern. Und

Atomkraftwerk Biblis Copyright: H.-G. Oed
Atomkraftwerk Biblis
Copyright: H.-G. Oed

2. Klimafaktoren

2.6 Alternative Energien – Uran

Klimatipp

Den Stecker ziehen

Lassen Sie Ihre elektronischen Geräte wie Fernseher, Telefon und Lautsprecher nicht im Stand-by-Modus, und schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen. Laut neuen Zahlen der Energieagentur Schleswig-Holstein spart so ein Einzelhaushalt 30 bis 40 Euro pro Jahr ein, ein Vier- Personen-Haushalt sogar 75 bis 100 Euro. Elektronische Geräte, die nicht ausgeschaltet werden, tragen 4,5 Prozent zum bundes- weiten Stromverbrauch bei. Das entspricht umgerechnet Stromkosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro.

schließlich kommt Uran auch bei Anlegern prima an. Da sie auf den Rohstoff Uran in direkter Form nur über den NYMEX-Uran-Future bzw. hochheblige und hochriskante Turbos mit vorzeitigem Totalverlustrisiko setzen können, bietet sich vor allem der indirekte Weg über Aktien aus der Uranbranche an. Der Handel mit dem strah- lenden Metall findet üblicherweise über Auktionen oder direkte Verhandlungen zwischen Käufern und Verkäufern statt und wird durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA streng kontrol- liert. Sie passt auf, dass Uran nicht in die falschen Hände gerät.

Usancen des Uranmarkts Der weltweite Uranmarkt ist mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 5 Milliarden US-Dollar (Jahr 2005) relativ klein (Vergleich: am Goldmarkt wurden im gleichen Jahr 57 Milliarden US-Dollar umge- setzt). Der Handel von Uran spaltet sich in zwei Bereiche auf: Den kurzfristigen Kassamarkt und den langfristigen Vertragsmarkt. 85% des Uranhandels findet über Verträge mit einer Regellaufzeit von drei bis fünf Jahren statt. Da in den letzten Monaten die Angst um eine Verknappung von Uran gewachsen ist, werden aber immer häu- figer Lieferverträge mit einer Laufzeit von zehn oder mehr Jahren geschlossen. Die Uranpreise in den Lieferverträgen sind keineswegs fix, sondern richten sich nach verschiedenen Variablen, wozu der Kassapreis, das BIP-Wachstum oder die Inflationsentwicklung zäh- len. Neben den mehrjährigen Lieferverträgen haben die Versorger außerdem die Möglichkeit, sich am Kassamarkt einzudecken. Ein Kauf am Kassamarkt sieht in der Regel eine Uranlieferung in sechs Monaten nach Kaufdatum vor. 15% des Uranhandels werden am Kassamarkt abgewickelt.

Es gibt mehrere Unternehmen, die Vertrags- und Kassapreise von Uran beobachten und regelmäßig publizieren. Eines davon ist Ux Consulting. Das Unternehmen publiziert seine wöchentlichen Uranpreise im Internet unter http://www.uxc.com/review/uxc_ Prices.aspx. Ux ermittelte Ende Juni einen Uranpreis pro Pfund von 136 US Dollar – das ist ein neuer Rekordstand. In den letzten fünf Jahren haben sich die Preise damit mehr als verelffacht.

Die Nachfrage Kernkraftwerke sind heute die größte Nachfragegruppe. Sie sind maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung der Urannachfrage. Angaben der Internationalen Energieagentur IEA zufolge erzeugt die Kernkraft heute 16% des weltweit nachgefragten Stroms. Wie viele neue Kernkraftwerke in den nächsten Jahren entstehen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine wichtige Komponente dabei ist die Energiesicherheit, die besonders in Ländern mit gerin-

gen eigenen natürlichen Vorkommen eine große Rolle spielt. Frankreich beispielsweise setzt im großen Stil auf Kernkraft, sie erzeugt dort fast 80% der gesamten Elektrizität. Auch die USA, die traditionell auf Kohle, Erdgas und Öl bei der Stromerzeugung set- zen, wollen die Kernkraft stärker nutzen, um unabhängiger von den Ölimporten aus dem Mittleren Osten zu werden. Ähnliche Erwägungen gibt es auch in China und Indien. Neben der Energiesicherheit spielt auch die Umweltpolitik eine große Rolle. In allen Länder, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, gewann die Kernkraft in der letzten Zeit an Popularität. Sie gilt als saubere Alternative zu fossilen Brennstoffen, die vor allem für die Klima- erwärmung verantwortlich gemacht werden. Immer heißere Sommer, fehlender Regen, Überflutungen, Unwetter: Daraus entstehen Kosten, die eigentlich der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen zugerechnet werden müssen. Ein weiterer Faktor bei der Kostenplanung sind die neu eingeführten Emissionsrechte. Sie ver- teuern alle Kraftwerke, die auf fossile Brennstoffe setzen. Die relati- ven Kosten der Kernkraft sinken somit, wodurch die Kernkraft attraktiver wird. Der Bau von Atomkraftwerken ist zwar sehr teuer, ihr Betrieb und ihre Wartung aber sehr günstig. Sie eignen sich daher ideal für die Deckung der Basisstromversorgung eines Landes. Der Uranpreis spielt für die Kernkraftwerke nur eine unter- geordnete Rolle. Drei Viertel der Kosten eines Atomkraftwerks wer- den durch Betrieb und Wartung verursacht, nur ein Viertel entfällt auf die Beschaffungskosten für Uran.

Die internationale Energieagentur IEA schätzt, dass die weltweite Energienachfrage bis 2030 um 1,6% pro Jahr wachsen wird. Das stärkste Wachstum wird in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zu sehen sein: Ihr Anteil am weltweiten Energieverbrauch wird bis dahin von 17% auf 25% zunehmen. Wie bei vielen anderen Rohstoffen spielt auch bei Uran China eine zen- trale Rolle. Dort werden heute zwei neue Atomkraftwerke gebaut, weitere 63 befinden sich in Planung. Weltweit werden nach Angaben der World Nuclear Association (WNA) 30 neue Reaktoren gebaut, während sich 70 in Planung befinden. Unter diesem Szenario rech- nen Analysten damit, dass die Kernenergie so stark wachsen wird, wie der Energieverbrauch. Der Anteil der Kernenergie an der gesam- ten Energieerzeugung wird damit bei 16% bleiben. Gerade die jüng- ste Debatte um den Klimawandel und die steigenden Ölpreise legen aber nahe, dass diese Schätzungen zu niedrig gegriffen sein könn- ten.

Uran: Vom Uranerz zum Brennelement In seiner ursprünglichen Form ist Uran ein silberweißes Metall. Es trägt die Nummer 238 im Periodensystem der Stoffe (Isotop U-235 ist nicht zur Brennstoffherstellung geeignet). In der Natur kommt Uran in seiner reinen Form aber nur selten vor. Viel öfter ist Uran als Uranoxid, also gebunden mit Sauerstoffmolekühlen, zu finden. Nachdem das Uranoxid zusammen mit Gestein und anderen Stoffen in verschiedenen Abbauverfahren (Tagebau, Bergbau, In-Situ- Leeching) aus der Lagerstätte gehoben wurde, wird es meist noch an der Abbaustelle in speziellen Mühlen von Beistoffen getrennt. Das daraus resultierende pulvrige Material wird wegen seiner gel- ben Farbe oft als „Yellow Cake“ oder Urankonzentrat bezeichnet (siehe Bild). Aus zwei Tonnen abgebautem Erz wird in Uranmühlen ungefähr ein Kilogramm Yellowcake gewonnen. Es besteht zu 70 bis 80 % aus Uran-Verbindungen wie Triuranoktoxid (U3O8).

2. Klimafaktoren

2.6 Alternative Energien – Uran

Dieses Triuranoktoxid ist der wichtigste Bestandteil der Konzentrate – es hat den höchsten Urangehalt. Er liegt bei bis zu 20% (üblich und wirtschaftlich rentabel sind aber auch weitaus geringere Ausbeuten). Uran wird dann in Form von Urankonzentrat an die Stromindustrie verkauft. Anschließend obliegt es den Strom- erzeugern, die nächsten drei Stufen – Konversion, Anreicherung und Brennelementfertigung – zu organisieren. Dabei hängen die weite- ren Verarbeitungsschritte davon ab, in welchem Reaktortyp das Uran eingesetzt werden soll.

Yellow Cake
Yellow Cake

Für den am meisten genutzten Reaktortyp, dem Leichtwasser- reaktor, wird das Urankonzentrat in einem chemischen Prozess in das unter Normalbedingungen kristalline, ab 56°Celsius gasförmige Uranhexafluorid (UF6) umgewandelt. Dieses aus der Konversion gewonnene UF6 ist letztendlich der Grundstoff für die Uranan- reicherung und wird vorwiegend in einem der drei größten Anlagen dieser Art durchgeführt: Bei Comurhex in Frankreich, ConverDyn in den USA oder Cameco in Kanada. Das gasförmige UF6 wird anschlie- ßend in speziellen Behältnissen in eine Anreicherungsanlage trans- portiert, wo es in zwei Ströme, einen mit einer höheren Isotopendichte und einen mit einer geringeren Isotopendichte, getrennt wird. Der Strom mit der leichteren Isotopendichte wird dann sukzessive angereichert. Je nachdem, wie die spezifischen Reaktoranforderungen sind, wird das UF6 von ursprünglich 0,71% 235U auf 3% bis 5% 235U angereichert. Im nächsten Schritt wird das angereicherte UF6 zur Brennstoffherstellung in eine Brennelementefabrik transportiert. Dort wird das angereicherte UF6 in Urandioxid (UO2) Pulver verwandelt. Dieses Pulver wird letztend- lich in Brennstäbe gefüllt. Mehrere Brennstäbe werden mit Ab- standshaltern zu Bündeln, den so genannten Brennelementen, zusammengefasst.

Die meisten Reaktortypen verwenden diese Brennelemente, wäh- rend Schwerwasserreaktoren normalerweise auf eine zuvorige Uran- aneicherung verzichten. Für Schwerwasserreaktoren wird das aus den Uranminen angelieferte Urankonzentrat direkt in Urandioxid ver- wandelt.

Das primäre Angebot Das Angebot am Uranmarkt gliedert sich in das primäre und das sekundäre Angebot. Schätzungsweise 60% des Weltangebots an

Uran wird durch das primäre Angebot, also die Produktion der Minen gedeckt, während der Rest im Wesentlichen aus sekundären Quellen stammt. Angaben der World Nuclear Association zufolge stieg das primäre Uranangebot in 2005 gegenüber 2004 um 3% auf 41,595 Tonnen und fiel im Jahr 2006 gegenüber 2005 wegen Produktionsproblemen um 4% auf 39,988 Tonnen zurück. Ein wich- tiges Charakteristikum des Uranmarktes ist eine sehr hohe Marktkonzentration – die sechs größten Minen stellen 60% der welt- weiten Minenproduktion. Die acht größten Minen vereinen sogar 70% der weltweiten Produktion auf sich.

Neue Minen Das wohl prominenteste neue Minenprojekt ist Cigar Lake von Cameco. Die Mine im Norden Kanadas ist nach McArthur River die zweitgrößte der Welt. Dort wollte der Betreiber Cameco einen wei- teren Schacht legen, um die Produktion um 7000 Tonnen pro Jahr (das sind 16% der gesamten Weltproduktion in 2006!) zu steigern. Am 22.Oktober 2006 ereignete sich ein Wassereinbruch in einem Belüftungsschacht der neuen Mine, und die eigentlich für Mitte 2007 geplante Produktionsaufnahme verschob sich dadurch merk- lich. Inzwischen wird erst im Jahr 2009 mit der Aufnahme der Produktion gerechnet. Die größte Zahl an neuen Minen wird in Kazakhstan entstehen. Dort will das staatseigene Uranunternehmen Kazatomprom neun neue Minen erschließen. Sie werden für 51% der erwarteten neuen Minenproduktion sorgen. Die Erschließung der neuen Minen gestaltet sich aber sehr schleppend. Es fehlt an qua- lifizierten Fachkräften, weil in den letzten Jahrzehnten fast keine neuen Minen entstanden sind und entsprechend auch keine Fach- kräfte in diesem Gebiet ausgebildet wurden. Die Inbetriebnahme neuer Minen könnte sich also verzögern.

Neben der Erschließung neuer Minen ist geplant, die Produktion bestehender Minen auszubauen. In Australien will der Konzern BHP Billiton seine Uranproduktion in der Olympic Dam Mine erweitern, was ab 2013 zu einer Produktionssteigerung von 15,000 Tonnen Urankonzentrat führen soll. Weitere große Expansionsprojekte sind in Russland, Kanada und Namibia geplant. Insgesamt soll die Produktion von Uran bis zum Jahr 2015 gegenüber heute um über 130% oder 59,000 Tonnen steigen.

Uran: Weltminenproduktion 2005

von Uran bis zum Jahr 2015 gegenüber heute um über 130% oder 59,000 Tonnen steigen. Uran:

2. Klimafaktoren

2.6 Alternative Energien – Uran

Analysten von Goldman Sachs rechnen damit, dass die jährliche Minenproduktion bis 2011 um 9,5% pro Jahr anwachsen wird. Im Jahr 2011 wird die Jahresproduktion an Urankonzentrat den Schätzungen der Analysten zufolge 63,066 Tonnen betragen. Man mag annehmen, dass eine so starke Steigerung des primären Angebots dazu führen sollte, dass wieder genügend Urankonzentrat auf dem Weltmarkt verfügbar sein wird. Wie sich aber herausstellen wird, könnte sich das Uranangebot auf dem Weltmarkt bis dahin sogar noch weiter verknappen. Der Grund liegt im sekundären Uranangebot, dass bis dahin deutlich zurück- gehen könnte.

Das sekundäre Angebot Das sekundäre Angebot, das im letzten Jahr schätzungsweise 36% des Welturanangebots ausmachte, ist größtenteils ein Relikt des Kalten Krieges. In der Zeit zwischen 1948 bis 1960 stieg die welt- weite Minenproduktion kräftig an und ein Großteil des neu produ- zierten Urans wurde verwendet, um Atomwaffen herzustellen. Die kommerzielle Nachfrage nach Uran war zu dieser Zeit sehr niedrig (siehe Chart 2).

Uran: Angebot und Nachfrage in der Vergangenheit

Chart 2). Uran: Angebot und Nachfrage in der Vergangenheit Quelle: WNA, BHP Billiton, Rohstoff-Report Das damals

Quelle: WNA, BHP Billiton, Rohstoff-Report

Das damals für Atomwaffen verwendete Uran wird heute der Stromerzeugung zugeführt. Das ist der größte Teil des sekundären Angebots. Das aus den Atomwaffen stammende hochangereicherte Uran (HEU) besteht zu über 90% aus 235U, während für Leichtwasserreaktoren 3-5% 235U ausreichend sind. Um HEU ver- wenden zu können, um Strom in Reaktoren herzustellen, muss man es mit nicht angereichertem Uran vermengen. Die wichtigste Quelle für HEU ist ein Vertrag zwischen den USA und Russland, der im Jahr 1993 in Kraft getreten ist und noch bis 2013 läuft. Im Rahmen die- ses Abkommens hat sich Russland verpflichtet, insgesamt 500 Tonnen HEU (ca. 150,000 Tonnen Urankonzentrat) in 3-5% 235U zu verwandeln und in die USA zu exportieren. Ende 2006 wurden von diesen 500 Tonnen bereits 292 Tonnen in Urankonzentrat verwan- delt und exportiert. Das ist der Inhalt von rund 12,000 Sprengköpfen für Atombomben. Außerdem haben sich die USA verpflichtet, 150 Tonnen HEU zur Stromerzeugung aus alten Atomwaffen zur Verfügung zu stellen.

Was Russland nach Ablauf des Vertrags im Jahr 2013 tun wird, ist noch nicht bekannt. Die Mehrheit der Fachleute im Westen geht allerdings davon aus, dass Russland den Vertrag nicht verlängern wird. Denn Russland gab bereits bekannt, abgesehen von dem Vertrag mit den USA ab dem Jahr 2008 kein Uran mehr exportieren zu wollen. Wahrscheinlich weil alles Uran im eigenen Land benötigt wird. Wie es also mit dem russischen Uranangebot weiter gehen wird, ist ungewiss. Unsicherheit herrscht auch über die Lager- bestände der Stromerzeuger in Europa. Sie halten in der Regel sehr große Uranbestände, um sich vor kurzfristigen Verknappungen und Preisschwankungen zu schützen und um einen unterbrechungsfrei- en Kraftwerksbetrieb sicherzustellen. Die Lagerhaltung reicht in der Regel, um im regulären Betrieb 12 bis 18 Monate lang Strom erzeu- gen zu können. Manchmal wird das von den Kraftwerken auf Lager gehaltene Uran auch an andere Kraftwerke verkauft. Experten sind sich aber einig, dass ein sehr großer Teil der in den 90er Jahren auf- gebauten Lagerbestände mittlerweile aufgebraucht ist. Daher ist ein Rückgang des sekundären Angebots in den nächsten Jahren zu erwarten, der durch die Ausweitung des primären Angebots nicht aufgefangen werden kann. Die Folge ist eine weitere Verknappung des Uranangebots auf dem Weltmarkt und wahrscheinlich weiter steigende Preise.

Zusammenfassung

Investitionen im Uranmarkt sind als außerordentlich chancenreich einzustufen. Genau wie am Goldmarkt reicht die Minenproduktion nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Zwar werden in den näch- sten Jahren, besonders aber im Jahr 2009 durch die Expansion der Cigar Lake Mine in Kanada, neue spürbare Angebotsmengen auf den Markt gelangen. Bis dahin geht man von weiter steigenden Uranpreisen und neuen Rekordständen aus. Dann könnte es tat- sächlich zunächst zu einer Entspannung der knappen Angebots- situation am Uranmarkt kommen, bis im Jahr 2013 das russisch- amerikanische HEU-Abkommen enden wird. Dann ist mit erneut stark steigenden Uranpreisen zu rechnen, wenn Russland keinem neuen Exportvertrag zustimmen wird.

Die Investmentnachfrage könnte im Uransektor für Überraschungen sorgen, wenn in den Medien publik wird, dass der Uranpreis auf neue Rekordstände angestiegen ist und neue Anleger auf den Zug aufspringen. Der Klimawandel wird der Kernkraft außerdem Aufwind geben genauso wie immer weiter steigende Ölpreise und die wan- kende Versorgungssicherheit der Erdgas- und Ölversorgung aus Russland und dem Mittleren Osten. Wir schätzen den Uransektor als außerordentlich interessant ein.

Klimatipp

Bewusst kochen

Die Küche bietet viele Möglichkeiten, Energie zu sparen. Hier ein paar Tipps: Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser zu erhitzen. Benutzen Sie die Kochplatte mit der richtigen Größe. Lassen Sie den Kühlschrank regelmäßig abtauen.

2. Klimafaktoren

2.6 Alternative Energien – Uran

Uran gibt es für Privatanleger aus nachvollziehbaren Gründen an keiner Börse direkt zu kaufen. Seit Anfang Mai 2007 bietet jedoch die New York Mercantile Exchange einen Future-Kontrakt auf U308 (yellowcake), das weltweit meistgehandeltste Uran-Material an. Banken haben dadurch die Möglichkeit, Derivate auf diesen Uranpreis bzw. Future zu emittieren. Zwei Monate nach der Einführung des Future konnten deutsche Anleger lediglich auf zwei hochheblige und daher hochriskante Turbos mit Knock-out-Funktion der Commerzbank zugreifen. Ob der Uranpreis auch in Zukunft ohne große Rückschläge wie an einer Schnur nach oben gezogen wird, darf bezweifelt werden. Denn mit der Einführung des Uranfuture könnten zunehmende spekulative Kräfte zu einem Anstieg der Volatilität führen. Und Volatilität macht sich bekanntlich immer in zwei Richtungen bemerkbar, nach unten erfahrungsgemäß beson- ders vehement.

Wie können Sie als Anleger davon profitieren ?

Wer von einer Fortsetzung des Uran-Booms profitieren möchte, soll- te besser über diversifizierte Investments in Uran-Baskets oder- Indizes investieren. Das Angebot an geeigneten Zertifikaten ist viel- fältig und erstreckt sich von kapitalgarantierten Wertapapieren über Index- bzw. Basket-Zertifikate bis hin zu einer Spezialkonstruktion

mit Alpha-Struktur, die in Form einer marktneutralen Strategie auch in Abwärtstrends attraktive Renditen ermöglichen kann.

Unterschiedliche Strukturen und Risiken

Als relativ sicher kann ein Investment in die Uranium Garant I- Anleihe (WKN: A0GZGW) von Lehman Brothers eingestuft werden. Da der Kurs des Derivats aktuell unter 100 Prozent (Stand: 16.07.07) notiert, bietet das Papier allein dadurch bei einer unterstellten Haltedauer bis zur Fälligkeit am 17.11.2014 einen sicheren Mini- Gewinn. Noch höhere Gewinne wären möglich, falls die durchschnitt- liche Wertentwicklung eines Korbs von fünf Uran-Aktien (bezogen auf den Stand am 10.11.06) an 32 Bewertungstagen innerhalb der Laufzeit ein positives Ergebnis liefert. Daran würden Anleger mit einer Rate von 67 Prozent partizipieren. So würde eine Verdopplung des Basiswert für Inhaber, die das Papier von Emission bis Fälligkeit gehalten haben, eine Performance von 67 Prozent nach sich ziehen.

Den meisten Uran-Zertifikaten liegen allerdings entsprechende Indizes oder Aktienkörbe mit Bezug zum Uransektor zu Grunde. Die Strukturen, Konzepte und Gebührenmodelle der einzelnen Papiere weisen dabei beträchtliche Unterschiede auf. Wie bei jedem Brancheninvestment stufen wir vor allem Zertifikate als interessant

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DWSGO.de Hotline: 01803/101110 60 3 E-Mail: info@DWSGO.de DWS GO Green Investment Zertifikate im Überblick DWS GO

2. Klimafaktoren

2.6 Alternative Energien – Uran

ein, bei denen die Zusammensetzung des Basiswerts regelmäßig überprüft und neu gewichtet wird. Dadurch wird dem natürlichen Wandel der Branchen und Aktienmärkte Rechnung getragen, so dass neue und interessante Unternehmen aufgenommen und uninteres- sant gewordene Titel aus dem Index entfernt werden können. Dank dieser Vorgehensweise bleibt diversifiziertes Investieren stets up to date und durch das regelmäßige Anpassen der Gewichtung vermei- det man zudem das Bilden von Klumpenrisiken.

Dieser Aspekt wird beim DWS GO Uranium Exploration TR Index Zertifikat (WKN: DWS0G8) besonders stark beachtet, denn die Zusammensetzung des Index erfolgt nicht nach starren Vorgaben an die Marktkapitalisierung oder Liquidität einer Uran-Aktie, son- dern – wie bei einem Fonds – durch aktives Management. Da der Index ausschließlich Explorationsgesellschaften enthält, die vor- wiegend nach dem Rohstoff suchen und ihn nicht in großem Stil fördern und verkaufen, ermöglicht das aktive Management durch DWS-Experten in Abhängigkeit vom aktuellen Marktumfeld eine besonders flexible Gestaltung des Index. Es werden nicht die marktschwersten oder liquidesten Aktien stark gewichtet, sondern besonders aussichtsreiche Titel. Dies kostet Geld, genauer gesagt 1,75 Prozent pro Jahr. Ob die Gebühr gerechtfertigt ist, lässt sich leider erst im Nachhinein feststellen, wenn die Performance unter Berücksichtigung des Volatilitätsrisikos mit kostengünstigeren und möglicherweise weniger schwankungsintensiven Uran-Zertifikaten verglichen wird.

Das World Nuclear Power Index-Zertifikat von JPMorgan (WKN:

JPM1S2) und das World Uranium Total Return Index-Zertifikat der Société Générale (WKN: SG0URX) enthalten nicht ausschließlich 100%ige Uran-Aktien, sondern in erheblichem Umfang auch Unternehmen aus der Versorger- oder Rohstoffbranche. So befinden sich z.B. in der Variante von JPMorgan Titel wie Electricité de France, E.ON, The Tokyo Electric Power Company oder Iberdrola. Bei den Franzosen waren mit Rio Tinto und BHP Billiton zwei Unternehmen aus der Rohstoffbranche am stärksten gewichtet (Stand: 18.06.07), die nicht als „reine“ Uran-oder Kernkraft-Aktien gelten.

Ein marktbreites Investment bietet auch das Index-Zertifikat der Deutschen Bank auf den S-BOX Nuclear Power Index (WKN:

DB1NUK). Ohne Laufzeitbegrenzung können Anleger in 21 Unternehmen (Stand: 29.06.07) der Kernenergiebranche investieren, wobei die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt wird. Die Gewichtung der Branchen sieht dabei folgendermaßen aus:

Kernkraftwerkbau (10 Prozent), Kernkraftwerkbetrieb (30 Prozent), Minenunternehmen (30 Prozent) und Sonstiges (30 Prozent). Weil die Zusammensetzung des Index von einem paritätisch besetzten Komitee aus Mitarbeitern der ZJ Consulting AG und der boerse-stutt- gart AG bestimmt wird, sind die Kosten für das Indexkonzept mit 1,5 Prozent pro Jahr relativ hoch. Als Trost dürfen sich Anleger darüber freuen, dass etwaige Dividenden reinvestiert werden und dadurch die Performance verbessern können.

Für weitere aktuelle Informationen zu Uran und Uranzertifikaten bitte hier klicken!
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Uranzertifikaten bitte hier klicken!
Chartanalyse zum Thema Uran FORSYS METALS – Handlungsbedarf, wenn Forsys Metals - WKN: A0ETPA -
Chartanalyse zum Thema Uran
FORSYS METALS – Handlungsbedarf, wenn
Forsys Metals - WKN: A0ETPA - ISIN: CA34660G1046
Börse: Frankfurt in Euro / Kursstand: 4,33 Euro
Kursverlauf vom 16.11.2006 bis 17.07.2007
(log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Rückblick: Die FORSYS METAL Aktie startete nach einem Tief bei
0,45 Euro im Dezember 2005 zu einer langfristigen Aufwärts-
bewegung. Am 28.03.2007 erreichte die Aktie ein Hoch bei 6,84
Euro. Seit diesem Hoch korrigiert die Aktie. Am 08.06.2007 teste-
te die Aktie den langfristigen Aufwärtstrend. Allerdings scheiter-
te die Aktie danach am Widerstand bei 5,50 Euro. Seitdem gibt
die Aktie wieder ab und notiert nun unter dem Aufwärtstrend,
der aktuell bei 4,75 Euro verläuft.
Charttechnischer Ausblick: Bricht die FORSYS METAL Aktie nun
auch noch durch die Unterstützung bei 3,83 Euro, dann wären
weitere Abgaben bis ca. 2,94 Euro zu erwarten. Schafft die Aktie
aber doch noch den Ausbruch über 5,50 Euro, wären Gewinne
bis ca. 6,84 Euro möglich.
FORSYS METALS - Handlungsbedarf, wenn

Klimatipp

Heizung nachts nicht komplett abschalten

Nachts die Heizung nicht komplett abschalten, nur herunterregu- lieren. Ein ausgekühlter Raum benötigt bei erneuter Erwärmung einen höheren Heizwasserdurchfluss.

2. Klimafaktoren 2.7 Alternative Energien – Holz 2.7 Alternative Energien – Holz Geschichte und Nutzung
2. Klimafaktoren 2.7 Alternative Energien – Holz 2.7 Alternative Energien – Holz Geschichte und Nutzung
2. Klimafaktoren 2.7 Alternative Energien – Holz 2.7 Alternative Energien – Holz Geschichte und Nutzung
2. Klimafaktoren 2.7 Alternative Energien – Holz 2.7 Alternative Energien – Holz Geschichte und Nutzung
2. Klimafaktoren 2.7 Alternative Energien – Holz 2.7 Alternative Energien – Holz Geschichte und Nutzung
2. Klimafaktoren 2.7 Alternative Energien – Holz 2.7 Alternative Energien – Holz Geschichte und Nutzung

2. Klimafaktoren

2.7 Alternative Energien – Holz

2.7 Alternative Energien – Holz

Geschichte und Nutzung

Holz gilt als mit Abstand ältester von Menschenhand genutzter Brennstoff, schließlich entdeckte man mit dem Feuer zugleich das Holz als wichtigen Energieträger für Licht und Wärme. Im Zuge der globalen Erderwärmung spielt die Forst- und Holzwirtschaft eine wichtige Rolle bei der Vermeidung klimaschädlicher Treibhausgase. Die Nutzung von Holz hat sich mittlerweile in zahlreichen Anwendungsgebieten etabliert und milliardenschwere Industrie- zweige hervorgebracht.

Holz spielt nicht nur beim Hausbau, sondern auch bei der Inneneinrichtung von Wohn- und Geschäftsräumen eine wichtige Rolle. In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Trend weg vom Plastik und hin zum Naturprodukt Holz. Da Plastik im Wesentlichen aus Rohöl gewonnen wird, bewirkt ein Einsparen von Plastik somit einen geringeren Bedarf an Rohöl. Als wichtiges Basismaterial spielt Holz auch bei der Produktion von Papier die erste Geige. Trotz der fortschreitenden Digitalisierung der Medien befindet sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Papier weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Und auch im Bereich Verpackung und Hygienepapieren kommt der Rohstoff aus der Natur in hohem Maße zum Einsatz. Nach Angaben des Verbands Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP), die rund 90 Prozent des gesamten Industriezweigs reprä- sentieren, produzierten seine Mitglieder im Jahr 2005 ungefähr 21,6 Mio. Tonnen Papier, Karton und Pappe. In den vergangenen Jahren gewann der „klassische“ nachwachsende Rohstoff Holz auch im Bereich Erneuerbare Energien verstärkt an Bedeutung. So lässt sich Bio-Ethanol nicht nur aus Agrarprodukten wie Roggen, Weizen, Mais, Zuckerrüben und Zuckerrohr, sondern auch aus Holz gewinnen.

Das hohe Wirtschaftswachstum, insbesondere in Schwellenländern wie China und Indien, hat in den vergangenen Jahren zu einem star- ken Anziehen der Nachfrage und der Preise geführt.

Rolle des Klimawandels

Die Rolle von Wäldern hinsichtlich des fortschreitenden Klima- wandels ist unter wissenschaftlichen Aspekten nicht ganz einfach einzustufen. Während wachsende Baumbestände das Treibhausgas CO2 binden, entsteht beim Verrotten von Holz und Papier das Treibhausgas Methan.

Im Rahmen der internationalen Klimaschutzabkommen (Kyoto- Protokoll) werden auch Wälder als Klimafaktoren betrachtet, wobei deren Einfluss diversifiziert zu betrachten sind. Unbestritten ist:

Wachsende Wälder führen zu einer Senkung von CO2 und zur

Produktion von Sauerstoff und lassen Aufforstungen und das nach- haltige Nutzen von Holz als wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der negativen Folgen des Klimawandels in einem positiven Licht erscheinen. Doch der Klimawandel kann in Zukunft auf Grund zu erwartender Wetterextreme und den damit verbundenen Sturmschäden in der Branche auch zu Verwerfungen beim Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage führen. So fiel zum Beispiel im Dezember 1999 in Baden-Württemberg durch den Orkan Lothar der dreifache Jahreseinschlag an Holz an und löste dadurch beträchtli- che Preisrückgänge aus. Extreme Dürren machen den Wald anfällig für Schädlingsbefall und erhöhen die Gefahr großer Waldbrände. Die Folge: Ein geringeres Angebot trifft auf eine hohe Nachfrage und könnte dadurch erhebliche Preiszuwächse bewirken.

Weil Investments in Holz oder Wälder auf direktem Wege nur schwierig zu bewerkstelligen sind, sollten Anleger vor allem in Unternehmen der Forst- oder Holzwirtschaft investieren. Emittenten haben einige Zertifikate auf den Markt gebracht, denen das Thema Holz zu Grunde liegt. Sie bieten neben der Möglichkeit eines diver- sifizierten Investments auch eine erheblich bessere Liquidität gegen- über Investments in Wälder oder Baum-Plantagen in Ländern mit erheblichen politischen Risiken und Rechtsunsicherheiten.

Dabei können Anleger auf der einen Seite über entsprechende Index- bzw. Basket-Zertifikate nahezu 1:1 von der Kursentwicklung ausgewählter Aktien profitieren. Auf der anderen Seite gibt es auch ein Garantie-Zertifikat des österreichischen Emittenten RCB, das bei Fälligkeit die Zahlung eines Mindestbetrags garantiert und zugleich – bezogen auf die Gesamtlaufzeit des Papiers – eine 90%ige Partizipation ermöglicht.

Für weitere aktuelle Informationen zu Holz und Holzzertifikaten bitte hier klicken!
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Klimatipp

Enegie sparen an roten Ampeln

Eine energiesparende Fahrweise trägt zur Senkung des CO2- Ausstoßes bei. Stellen Sie an Verkehrsampeln, die auf Rot ste- hen, ihren Motor aus. Das lohnt sich schon bei sieben Sekunden Wartezeit.

8. Klimawandel-Investments via Zertifikate 8.1 mit Kapitalgarantie Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels
8. Klimawandel-Investments via Zertifikate 8.1 mit Kapitalgarantie Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels
8. Klimawandel-Investments via Zertifikate 8.1 mit Kapitalgarantie Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels
8. Klimawandel-Investments via Zertifikate 8.1 mit Kapitalgarantie Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels
8. Klimawandel-Investments via Zertifikate 8.1 mit Kapitalgarantie Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels
8. Klimawandel-Investments via Zertifikate 8.1 mit Kapitalgarantie Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels

8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

8.1 mit Kapitalgarantie

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels bieten sich aus mehreren Gründen Investments mit entsprechenden Zertifikaten an. So können Anleger mit ihnen Renditechancen und Kursrisiken besser steuern. Weil sich Zertifikate auf Aktienkörbe (Baskets) oder Indizes mit dem Label „Klimawandel“ nicht auf eine, sondern eine Vielzahl von Aktien beziehen, weisen sie in der Regel ein geringe- res Risiko als Einzelinvestments auf. Mit der Diversifikation, also der Verteilung des Kursrisikos auf mehreren Schultern, sinkt für den Anleger zugleich das Gesamtrisiko.

Risiken lassen sich bei Klimawandel-Zertifikaten aber auch durch den Einbau bestimmter Auszahlungsstrukturen reduzieren. Hier steht den Emittenten grundsätzlich die gesamte Palette der Derivate-Branche zur Verfügung. Als weiterer Vorteil wäre noch der bessere Zugriff auf Research, sei es durch eigene Analysten oder über den Einkauf von speziellem Know-how zu nennen.

Für weitere Informationen bitte hier klicken!
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8.1 Klimawandel-Investments mit Kapitalgarantie

„Klimawandel-Zertifikate" mit Kapitalgarantie eignen sich in erster Linie für Investoren mit geringer Risikoneigung. Sie zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass ein vordefinierter Kapitalbetrag unab- hängig von der Wertentwicklung der zu Grunde liegenden Aktien oder Indizes bei Fälligkeit garantiert zurückgezahlt wird. In der Regel entspricht dieser Betrag dem anfänglichen Verkaufspreis für das Zertifikat.

Dies hat zur Folge, dass Investoren, die das Papier über die gesam- te Laufzeit (von Emission bis Fälligkeit) halten, auch bei einer schlechten Performance des Basiswerts zumindest ihr eingesetztes Kapital zurückbekommen. Je nach Ausstattung der Konditionen könnte es unter Umständen auf Grund gezahlter Ausgabeaufschläge bzw. Wertpapierprovisionen zu leichten Wertminderungen kommen.

Wichtige Aspekte bei der Kapitalgarantie Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien weisen häufig extrem starke Kursschwankungen auf. Das Risiko von signifikanten Kursverlusten ist bei ihnen daher besonders ausgeprägt und der Wunsch nach Kapitalschutz mehr als verständlich. Durch die einge- baute Kapitalgarantie können Anleger starke Kursverluste wirksam verhindern bzw. begrenzen.

Dieser Vorteil muss häufig über eine reduzierte Partizipationsrate "bezahlt" werden. Verfügt zum Beispiel ein kapitalgarantiertes Zertifikat über eine Partizipationsrate von 85 Prozent, führt dies beim Zertifikat im Vergleich zur Performance der zu Grunde liegen-

den Aktien bzw. Indizes während der gesamten Laufzeit zu einer Underperformance. Steigt zum Beispiel ein Index zwischen Emission und Fälligkeit um 50 Prozent an, würden die Inhaber eines entspre- chenden kapitalgarantierten Zertifikats eine Performance von 42,5 Prozent (0,85 mal 50 Prozent) erzielen.

Die meisten Zertifikate mit Kapitalgarantie werden zum Preis von 100 Euro oder 1.000 Euro emittiert und sind mit einer 100%igen Kapitalgarantie ausgestattet. Dies ermöglicht Anlegern relativ ein- fach das aktuelle Ausmaß des Kapitalschutzes zu überschauen. Notiert ein "Klimawandel-Zertifikat" mit Kapitalgarantie über seinem Emissionspreis, wäre beim Kauf des Zertifikats auf diesem Kursniveau kein 100%iger Schutz vor Verlusten vorhanden. Notiert es darunter, ergäbe sich bei einer unterstellten Haltedauer bis zur Fälligkeit ein sicherer Gewinn in entsprechender Höhe.

Anleger, die in kapitalgarantierte Zertifikate investieren, sollten sich über einen Aspekt ihres Investments besonders bewusst sein: Die Kapitalgarantie greift nur bei Fälligkeit. Während der Laufzeit kön- nen auch diese Wertpapiere unter Umständen Verluste generieren. So kann zum Beispiel ein Zertifikat, auf Grund einer negativen Marktentwicklung (bei Aktienkursen, Zinsen bzw. Volatilität), deut- lich unter seinen Emissionspreis fallen. Ist der Anleger dann gezwungen, aus bestimmten Gründen zu verkaufen, entstünden ihm trotz der 100%igen Kapitalgarantie Verluste. Gleiches gilt, falls der Anleger für das Zertifikat mehr als den garantierten Kapitalbetrag bezahlt hat. Bei einem Kaufpreis von 120 Euro und einem garantier- ten Kapitalbetrag von 100 Euro würde beispielsweise ein Anleger einen Schutz in Höhe von lediglich 83,3 Prozent seines eingesetz- ten Kapitals erzielen.

Checkliste für den Kauf kapitalgarantierter Zertifikate:

1. Fällt bei der Emission ein Ausgabeaufschlag an (wenn ja, wie hoch)?

2. Fällt bei dem Zertifikat eine jährliche Managementgebühr an (wenn ja, wie hoch)?

3. Über welche Bonität verfügt der Emittent des Zertifikats?

4. Wann endet die Laufzeit des Zertifikats?

5. Über welche Partizipationsrate verfügt das Zertifikat?

6. Werden während der Laufzeit gezahlte Dividenden reinvestiert oder vom Emittenten einbehalten?

7. Mit welcher Rate partizipiert das Zertifikat an der Perfor- mance der zu Grunde liegenden Aktien oder Indizes?

8. Welcher Kapitalbetrag wird - bei unterstellter Zahlungsfähig- keit des Emittenten - am Ende der Laufzeit garantiert zu- rückgezahlt?

8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

8.2 mit Baskets oder Indizes

9. Liegt der aktuelle Kurs des Zertifikats über oder unter dem garantierten Kapitalbetrag?

10. Notiert der Wert der zu Grunde liegenden Aktien bzw. Indizes über oder unter dem Niveau zum Zeitpunkt der Emission?

11. Wie hoch ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskursen (Geld - Brief) des Emittenten?

Liste von "Klimawandel-Zertifikate" mit Kapitalgarantie

Klimatipp

CO2 sparen durch weniger Auto fahren

Autos gehören zu den Großproduzenten von Klimagasen. Fahren Sie daher weniger mit dem Auto. Gehen Sie zu Fuß, fahren Sie mit dem Fahrrad, benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Jeder nicht gefahrene Auto-Kilometer spart rund 0,4 kg CO2.

Name

Emittent

fällig

Partizipation

Kapitalgarantie

WKN

Holz-Nachhaltigkeits-Basket

RCB

29.04.13

90 - 100 %

1.000 EUR

RCB0WM

Wasser-Kapitalschutz-Zert.

ABN

16.12.10

105%

95 EUR

AA0F6K

Alternative-Energie-Zert. (WAEX)

SG

08.06.12

6% p.a.

100 EUR

SG2NTX

Wasser Garant 8%-Zert. (WOWAX)

SG

08.08.12

8% p.a.

100 EUR

SG2PAG

Uranium Garant I-Anl.

LB

17.11.14

67%

100%

A0GZGW

Klimaschutz-Garant-Top-Zins-Anl.

HSBC

24.05.11

max. 8% p.a.

100%

TB0SLM

8.2 Klimawandel-Investments mit Baskets oder Indizes

„Klimawandel-Zertifikate" die sich auf Baskets oder Spezialindizes beziehen, zeichnen sich durch ihre themenorientierte Struktur des zu Grunde liegenden Basiswerts aus. Der Ideenvielfalt des Emittenten sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt. So kann zum Beispiel einem solchen Zertifikat das breit gefasste Thema „Erneuerbare Energien“ oder aber ausschließlich eine bestimmte Spezialbranche, wie zum Beispiel die „Solarenergie“ zu Grunde lie- gen.

Basket- oder Indexzertifikate mit Bezug zum Klimawandel bieten Anlegern stets die Möglichkeit, an der Entwicklung individuell zusammengestellter Aktienkörbe oder –Indizes im Verhältnis 1:1 zu partizipieren. Das heißt: Auf den Kursanstieg eines Index um zehn Prozent reagiert das Zertifikat mit einem Plus von ebenfalls zehn Prozent, wobei diverse Gebühren diesen Effekt verwässern können.

Wichtige Aspekte bei Baskets und Indizes Aktien mit Bezug zum Thema „Klimawandel“ können unter Umständen extrem starke Kursschwankungen aufweisen, weil sich ihr Geschäftsmodell noch in einem frühen Stadium befindet und die Unternehmen oftmals noch relativ jung sind. Das Risiko von signifi- kanten Kursverlusten ist bei ihnen daher besonders ausgeprägt. Während beispielsweise der am stärksten gewichtete DAX-Wert, die Aktie von Siemens, Mitte Juni eine Volatilität (250-Tage) von 27 Prozent aufwies, lag die vergleichbare Kennzahl beim schwersten Wert aus dem DAXglobal Alternative Energy-Index, der Aktie von Vestas Wind, mit 46 Prozent weitaus höher.

Da die Volatilität bzw. Kursschwankungsintensität grundsätzlich keine Aussage über den Trend der Kurse beinhaltet, macht sie sich

nach oben wie nach unten gleichermaßen bemerkbar. Dies bedeu- tet: Eine Aktie mit relativ hoher Volatilität verfügt nicht nur über hohe Renditechancen, sondern zugleich über ein erhebliches Verlustpotenzial. Durch das Zusammenfassen mehrerer Aktien in einem Basket oder einem Index verteilt sich das Risiko auf den Schultern mehrerer Unternehmen und sinkt dadurch gegenüber einem Einzelinvestment in der Regel beträchtlich.

Auf Anpassungen achten Wer langfristige Investments in Basket- oder Index-Zertifikate mit Bezug zum Klimawandel beabsichtigt, sollte darauf achten, dass die Zusammensetzung des Basiswerts in regelmäßigen Abständen über- prüft und angepasst wird. Das Investment in einen Korb von Aktien, dessen Struktur während der gesamten Laufzeit unverändert bleibt, halten wir aus folgenden Gründen für problematisch. Zum einen können auf Grund der Schnelllebigkeit der Branche neue und mög- licherweise geeignetere oder bedeutendere Unternehmen an die Börse kommen, die in dem Basket keine Berücksichtigung fänden. Zum anderen können sich einzelne Titel überdurchschnittlich stark entwickeln und im Zuge ihres wachsenden Gewichts zur Bildung eines so genannten Klumpenrisikos führen. Dies würde sich dann auf den Wunsch des Anlegers nach Diversifikation kontraproduktiv auswirken.

Auf Gebühren achten Wie bei jedem Basket- oder Index-Zertifikat sollten auch vor einem Klimawandel-Investment stets die damit verbundenen Kosten analy- siert werden. Dass die Konzeption und ständige Pflege eines Index Kosten verursacht, sollte jedem Anleger bewusst sein. Diese kann sich der Emittent durch prozentuale Zeichnungsaufschläge zum

8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

8.2 mit Baskets oder Indizes

Zeitpunkt der Emission, jährliche Managementgebühren, das Einbehalten von Dividenden, eine Beteiligung an der Performance oder der Differenz zwischen An- und Verkaufskursen (Spread) bezah- len lassen.

Vertriebsgebühren oder Zeichnungsaufschläge Zeichnungsgebühren können mitunter richtig teuer werden und soll- ten vor dem Zeichnen einer Neuemission auf jeden Fall in Erfahrung gebracht werden, schließlich muss dieser Prozentsatz über die Performance des Basket oder Index erst wieder verdient werden. Wer bei einem solchen Zertifikat nicht unbedingt von Anfang an dabei sein muss, sollte das Papier auf seine Watchlist setzen. Sobald es an einer Börse (Frankfurt oder Stuttgart) gehandelt wird, entfällt dieser zusätzlicher Kostenfaktor. Da die Margen der Emittenten manchmal mit fortschreitender Laufzeit sinken (das Zertifikat wird günstiger), kann das Abwarten so manchen zusätzli- chen Prozentpunkt an Performance bringen. Zeichnungsaufschläge von drei bis vier Prozent halten wir für bedenklich, schließlich wäre damit das Investment ähnlich teuer wie ein aktiv gemanagter Aktienfonds.

Jährliche Managementgebühren Als besonders transparente und faire Methode stufen wir das Bezahlen pauschaler jährlicher Managementgebühren ein. Auf diese Weise erfährt der Anleger ganz genau, welche Performance ihm durch die Dienstleistung des Emittenten oder Indexanbieters Jahr für Jahr verloren geht. Diese Gebühr wird in der Regel nicht auf einen Schlag vom Basket oder Index abgezogen, sondern nach jedem Börsentag anteilig berücksichtigt. Dadurch bezahlen länger inve- stierte Anleger mehr Gebühren als Investoren, die lediglich kurzfri- stig engagiert waren. Bei dieser Methode sollten allerdings während der Laufzeit ausgeschüttete Dividenden der Indexmitglieder nicht dem Emittenten zufließen, sondern reinvestiert werden. Grundsätzlich gilt: Je häufiger die Struktur oder Gewichtung eines Index oder Basket angepasst wird, desto höhere Gebühren erschei- nen gerechtfertigt.

Das Einbehalten von Dividenden Manchmal gestalten Emittenten die Konditionen ihrer Basket- oder Index-Zertifikate so, dass ihnen sämtliche bzw. ein bestimmter Anteil der während der Laufzeit angefallenen Dividenden zufließen und damit dem Inhaber des Zertifikats entgehen. Dies muss nicht zwangsweise zu einem großen Nachteil für den Anleger führen, schließlich schütten z.B. Unternehmen aus dem Sektor Erneuerbare Energien oftmals keine oder nur geringe Dividenden aus. Ein Dividendenverzicht würde in diesem Fall kaum Performance kosten. Problem dabei: Zum einen muss sich eine solche Dividendenschwäche nicht über Jahre fortsetzen und zum anderen dürfte das Ermitteln entgangener Dividenden ein ausgesprochen schwieriges und zeitintensives Unterfangen werden. Dieses Problem verstärkt sich bei häufigen Anpassungen, bei wachsender Anzahl zu berücksichtigender Unternehmen oder bei der Zugehörigkeit von Aktien aus Nicht-Euro-Staaten (Währungsproblematik, Quartal- sdividenden).

Aus Transparenzgründen stufen wir bei einem Klimawandel- Investment das Reinvestieren von Dividenden in den Index oder Basket als wünschenswerter Produktvorteil ein.

Höhe einer etwaigen Performance-Beteiligung Zu einem beträchtlichen Kostenfaktor kann die Forderung des Emittenten nach einer Beteiligung an der Performance führen. Besonders ärgerlich wird sie für Investoren, die bei Emission eines Zertifikats mit Performance-Beteiligung einsteigen, in den ersten Jahren der Laufzeit eine ausgesprochen erfreuliche Performance erzielen und danach aber den Verkauf des Papiers verpassen und möglicherweise einen Rutsch unter ihr Einstiegskursniveau miterle- ben müssen. In diesem Fall hätte man während der Laufzeit näm- lich Performancegebühren entrichtet, ohne mit dem Investment tat- sächlich Gewinne erzielt zu haben.

Wer vom überdurchschnittlichen Potenzial und dem Konzept eines Basket oder Index mit Performance-Beteiligung besonders stark überzeugt ist, braucht sich von Performance-Gebühren nicht zwin- gendermaßen abschrecken lassen. Richtig interessant sind solche Papiere aber nur, wenn sie sich besser entwickeln als Aktienkörbe oder Indizes ohne Performance-Beteiligung.

Differenz zwischen An- und Verkaufskursen (Spread) Emittenten stellen für ihre Zertifikate börsentäglich verbindliche An- und Verkaufskurse. Je geringer die Differenz zwischen An- und Verkauf (Geld und Brief), der so genannte Spread ausfällt, desto vorteilhafter ist dies für den Anleger. Wie hoch der Spread tatsäch- lich ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen von der Liquidität der zu Grunde liegenden Aktien. Je mehr illiquide Nebenwerte ein Basket oder Index enthält, desto nachvollziehbarer wird ein großer Spread. Zum anderen kann sich der Spread auch während des Tages verändern. Enthält ein Basiswert wie zum Beispiel der DAXglobal Alternative Energy Index viele US-Werte kann sich der Spread unter Umständen mit dem Handelsstart in den USA verringern. Da mittlerweile drei Emittenten Zertifikate mit unbe- grenzter Laufzeit auf den DAXglobal Alternative im Angebot haben, können sich Anleger hier für die Bank mit dem attraktivsten Spread entscheiden. Anfang Mai wäre dies die Variante von Goldman Sachs gewesen (WKN GS0HHU).

Checkliste für den Kauf von Basket- oder Index-Zertifikaten:

1. Bin ich mir über das Funktionsprinzip von Basket- bzw. Index-Zertifikaten und die damit verbundenen Chancen und Risiken bewusst?

2. Bin ich vom Aufwärtspotenzial des Basket oder Index über- zeugt?

3. Fällt bei der Emission ein Ausgabeaufschlag an (wenn ja, wie hoch)?

4. Fällt bei dem Zertifikat eine jährliche Managementgebühr an (wenn ja, wie hoch)?

5. Über welche Bonität verfügt der Emittent des Zertifikats?

6. Ist die Laufzeit des Zertifikats unbegrenzt bzw. wann endet sie?

7. Wie oft wird die Struktur bzw. Gewichtung angepasst?

8. Werden während der Laufzeit gezahlte Dividenden komplett reinvestiert oder vom Emittenten einbehalten?

9. Gibt es eine Performancegebühr (wenn ja, wie hoch)?

10. Wie hoch ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskursen (Geld - Brief) des Emittenten?

8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

8.3 mit Bonus-Zertifikaten

Aktuelles Produktporträt

Der Öko-DAX ist da Die von der Deutschen Börse konzipierte DAX-Indexfamilie hat Zuwachs bekommen: Am 5. Juni erblickte der Öko-DAX das Licht der Börsenwelt. Ein hohes Maß an Aufmerksamkeit war ihm sicher, schließlich enthält der Index die zehn bedeutendsten deutsche Aktien aus dem derzeit viel diskutierten Bereich Erneuerbare Energien. Potenzielle Indexkandidaten müssen im Prime IG Renewable Energy Index enthalten sein, um die Chance auf eine Aufnahme zu haben. Konkrete Titel werden dann nach der höchsten Marktkapitalisie rung ausgewählt und gleichgewichtet in das Indexportfolio aufgenommen. Eine Überprüfung der Indexzu- sammensetzung und die Neugewichtung der einzelnen Titel erfolgt einmal pro Quartal. Durch die ständige Anpassung der Gewichtung wird die Bildung von Klumpenrisiken verhindert. Das heißt: Kein Titel dominiert auf Dauer den Auswahlindex in unangemessener Weise.

Der Öko-DAX wird als Performanceindex (WKN: A0MEU4) und als Kursindex (WKN: A0MEU5) berechnet und veröffentlicht. Er zeichnet sich durch eine hohe Kursschwankungsintensität (Volatilität) aus. So übertraf Ende Juni die historische 250-Tage-Volatilität des Öko-DAX mit 28 Prozent die vergleichbare Kennzahl seines großen Bruders DAX um mehr als zehn Prozentpunkte. Da Volatilität bei steigenden wie auch bei fallenden Kursen zu beobachten ist, gilt: Je volatiler die Kurse, desto höher die Renditechancen und desto größer die Kursrisiken.

Die zehn Werte des Öko-DAX

Unternehmen

Marktwert

Gewicht

CONERGY AG O.N.

50,03

9,73%

CROPENERGIES AG

50,96

9,92%

ERSOL SOLAR ENERGY AG

58,89

11,46%

NORDEX AG O.N.

50,95

9,91%

Q-CELLS AG

49,24

9,58%

REPOWER SYSTEMS AG

51,16

9,96%

SCHMACK BIOGAS NA O.N.

47,89

9,32%

SOLARWORLD AG O.N.

51,71

10,06%

SOLON AG F.SOLARTECH.AG

57,05

11,10%

VERBIO VER.BIOENERGIE ON

46,05

8,96%

Stand: 25.06.2007

Hier finden Sie weitere Informationen über den Index
Hier finden Sie weitere Informationen über den Index

Die ersten Index-Zertifikate sind auch schon da Zeitgleich mit dem offiziellen Indexstart begab die Deutsche Bank als erster Emittent ein passendes Index-Zertifikat mit unbegrenzter Laufzeit auf den Öko-DAX (WKN: DB80EK). Als zweiter sprang dann

zwei Wochen später HSBC Trinkaus auf den Öko-DAX auf und bot ein entsprechendes Index-Zertifikat mit Laufzeit 12.12.2012 an (WKN: TB0X4Q). Aus Anlegersicht ist es immer gut zu wissen, dass man bei einem interessanten Basiswert mehrere Emittenten zur Auswahl hat.

Und interessant ist der Öko-DAX allemal, wenngleich einige Experten zu bedenken geben, dass eine Diversifikation auf zehn Werte nicht als sonderlich marktbreites Investment anzusehen wäre. Weil deutsche Unternehmen aus dem Sektor Erneuerbare Energie in der Weltliga ganz oben mitspielen, sehen wir auch in der starken Konzentration auf deutsche Aktien grundsätzlich kein Problem, schließlich hat der DAX vorgemacht, dass deutsche Titel eine nach- haltige Outperformance gegenüber Aktien aus anderen Staaten generieren können.

Unsere Tipps für ein Investment in den Öko-DAX:

• Kaufen Sie ein entsprechendes Öko-DAX-Zertifikat möglichst nach 9:00 Uhr und vor 17:30 Uhr. Dann fallen die Spreads zwi- schen An- und Verkaufskurs (Geld/Brief) auf Grund der erhöhten Liquidität der Aktien erfahrungsgemäß attraktiver aus.

• Schauen Sie vor einem Einstieg nicht nur auf die Höhe des Verkaufskurses, sondern auch auf den Abstand zum niedrigeren Ankaufskurs. Je geringer dieser Spread, desto besser.

Indexzertifikate auf den Öko-DAX

Link auf DB für WKN DB80EK
Link auf DB für WKN DB80EK
Link auf HSBC für WKN TB0X4Q
Link auf HSBC für WKN TB0X4Q

8.3 Klimawandel-Investments mit Bonus-Zertifikaten

Bonus-Zertifikate haben sich in der Derivatebranche mittlerweile zum Blockbusterprodukt entwickelt. In ihrer ursprünglichen Form bieten sie bei unbegrenztem Gewinnpotenzial im Falle eines Nicht- Verletzens vordefinierter Grenzen Anlegern attraktive Mindestren- diten. Zahlreiche Bonus-Zertifikate beziehen sich auf Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien oder entsprechende Indizes mit „Öko-Touch“. Da solche Aktien erfahrungsgemäß besonders starken Kursschwankungen unterliegen, macht der Kauf von Bonus- Zertifikaten vor allem für Investoren Sinn, die vom jeweiligen Basiswert zwar grundsätzlich überzeugt sind, nach unten aber den- noch einen Risikopuffer wünschen.

Besonderheiten bei Klimawandel-Bonus-Zertifikaten Die meisten Bonus-Zertifikate, die sich auf Aktien oder Indizes aus dem Bereich Klimawandel beziehen, sind auf Grund der (noch) rela- tiv niedrigen Dividendenrenditen der in Frage kommenden Unter- nehmen meist mit einem Cap ausgestattet. Das heißt: Sollte die Aktie oder der Index den Cap während der Laufzeit deutlich über- winden, würden die Käufer des entsprechenden Bonus-Zertifikats daran nur unterproportional partizipieren. Grund: Während der Laufzeit würde der Kurs des Zertifikats stets unter dem der Cap notieren und eine Tilgung bei Fälligkeit maximal zu diesem Betrag erfolgen.

8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

8.3 mit Discount-Zertifikaten

Außerdem sollten Anleger auf Grund der erfahrungsgemäß über- durchschnittlich starken Kursausschläge solcher Aktien oder Indizes auf besonders komfortable Risikopuffer achten. Das heißt. Der aktu- elle Kurs der Aktie sollte möglichst deutlich über der Barriere notie- ren, weil eine überdurchschnittlich hohe Kursschwankungsintensität (Volatilität) des Basiswerts zugleich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein Verletzen der Barriere mit sich bringt. Da ein solches Verletzen den unwiederbringlichen Verlust des Schutzmechanismus auslösen würde, sollten Anleger Bonus-Zertifikate mit möglichst komfortablem Risikopuffer bevorzugen.

Checkliste für den Kauf von Bonus-Zertifikaten:

1. Bin ich mir über das Funktionsprinzip von Bonus-Zertifikaten und die damit verbundenen Chancen und Risiken bewusst?

2. Bin ich vom Aufwärtspotenzial der Aktie oder des Index über- zeugt?

3. Ist der Bonusschutz noch intakt (Barriere bislang unverletzt)?

4. Stufe ich das Verletzen der Barriere während der Laufzeit als unwahrscheinlich ein?

5. Sind bei dem Bonus-Zertifikat noch steuerfreie Kursgewinne theoretisch möglich (Restlaufzeit mehr als zwölf Monate)?

6. Bietet das Bonus-Zertifikat unbegrenztes Gewinnpotenzial oder ist der maximal mögliche Gewinn durch einen Cap (max. Rückzahlung) begrenzt worden?

7. Wie hoch ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskursen (Geld - Brief) des Emittenten?

8. Über welche Bonität verfügt der Emittent des Zertifikats?

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8.4 Klimawandel-Investments mit Discount-Zertifikaten

Discount-Zertifikate, die sich auf Klimawandel-Aktien oder –indizes beziehen, eignen sich in ihrer ursprünglichen Form vor allem für Anleger, die mit Blick auf den zu Grunde liegenden Basiswert damit rechnen, dass dieser gegen Ende der Laufzeit in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Höchstbetrags des Zertifikats notieren wird. Discount-Zertifikate ermöglichen somit vor allem in Seitwärts- bzw. leichten Aufwärtstrends besonders attraktive Renditechancen. Wichtig: Ihr Gewinnpotenzial ist nach oben hin durch den Cap (Höchstbetrag) begrenzt, so dass Anleger an starken Aufwärtsbewe- gungen nur unterproportional partizipieren können.

Besonderheiten bei Klimawandel-Discount-Zertifikaten Discount-Zertifikate zeichnen sich bekanntlich dadurch aus, dass sie weniger kosten als der zu Grunde liegende Basiswert (daher:

Discount). Dieser Discount speist sich neben dem Verzicht auf etwai- ge während der Laufzeit zu erwartende Dividendenzahlungen haupt- sächlich durch den Verkauf einer Call-Option auf die Aktie bzw. den Index. Der Preis für solche Calls hängt in hohem Maße von der Kursschwankungsintensität (Volatilität) des Basiswerts ab. Da Aktien bzw. Indizes aus dem Bereich Klimawandel meist überdurchschnitt- lich stark schwanken, fallen ihre Discounts und die damit verbunde- nen Renditechancen entsprechend hoch aus. Bei „normal konstru- ierten“ Discount-Zertifikaten ist gegen Ende der Laufzeit allein der maßgebliche Indexstand bzw. Aktienkurs für die Höhe der Rückzahlung und die damit verbundene Performance des Zertifikats verantwortlich. Liegt dieser auf oder über dem Cap (Höchstbetrag) darf sich sein Besitzer über den maximal möglichen Gewinn freuen, liegt er darunter, erfolgt bei dem Discount-Zertifikat eine entspre- chend niedrigere Rückzahlung. Der zum Zeitpunkt des Kaufs exi- stente Discount wirkt als Risikopuffer und schützt somit vor Kursverlusten.

Noch mehr Schutz gefällig Viele Discount-Zertifikate sind mit nützlichen Zusatzfunktionen aus- gestattet worden. So können Anleger bspw. durch die Auswahl besonders konstruierter Discount-Zertifikate einen noch höheren Schutz für ihr Klimawandel-Investment erzielen. Viele Emittenten haben Discount-Zertifikate im Angebot, bei denen der Höchstbetrag bereits zur Auszahlung kommt, falls während der Laufzeit eine vor-

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8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

8.3 mit Aktienanleihen

definierte Barriere nie verletzt worden ist. Das heißt: Um die maxi- mal mögliche Rendite zu vereinnahmen, muss der Basiswert gegen Ende der Laufzeit nicht zwingender Weise den jeweiligen Höchstbetrag (Cap) erreichen oder übersteigen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass bei Fälligkeit der Höchstbetrag zur Auszahlung kommt. Als Ausgleich für diesen Vorteil fallen die erziel- baren Discounts und damit auch die Renditechancen im Vergleich zu herkömmlich konstruierten Discount-Zertifikaten bei sonst gleichen Konditionen etwas geringer aus.

Checkliste für den Kauf von Discount-Zertifikaten:

1. Bin ich mir über das Funktionsprinzip von Discount- Zertifikaten und die damit verbundenen Chancen und Risiken bewusst?

2. Halte ich es für realistisch, dass der Basiswert gegen Ende der Laufzeit in der Nähe des Höchstbetrags des Zertifikats notieren wird?

3. Verfügt das Discount-Zertifikat über intakte zusätzliche Schutzfunktionen, die Abstriche bei den Kennzahlen Discount bzw. Renditechance erlauben würden?

4. Sind bei dem Discount-Zertifikat noch steuerfreie Kurs- gewinne theoretisch möglich (Restlaufzeit mehr als zwölf Monate)?

5. Über welche Bonität verfügt der Emittent des Zertifikats?

8.5 Klimawandel-Investments mit Aktienanleihen

Klimawandel-Aktienanleihen sind derivative Wertpapiere, die sich auf eine bestimmte Anzahl von Aktien aus dem Sektor Klimawandel beziehen. Die Multiplikation des Basispreises mit der bei Emission festgelegten Anzahl von Aktien ergibt den Nominalwert der Anleihe. Dieser liegt in der Regel bei 1.000 oder 5.000 Euro. Besonderheit von Aktienanleihen: Bei Fälligkeit erhalten ihre Besitzer einen zum Zeitpunkt der Emission festgelegten Zinskupon ausgezahlt, wobei auch diese Derivate selbstverständlich während der Laufzeit ge- und auch verkauft werden können. In diesen Fällen sorgt die Stückzinsmethode für eine gerechte Verteilung der Zinsen in Abhängigkeit von der jeweiligen Haltezeit.

Weil die Tilgung solcher Aktienanleihen allein vom Kurs der zu Grunde liegenden Aktie gegen Ende der Laufzeit abhängt, dürfen sie jedoch auf keinen Fall mit herkömmlichen festverzinslichen Anleihen verglichen werden. Sollte nämlich eine Aktie gegen Ende der Laufzeit ihren Basispreis z.B. um 10 Prozent unterschreiten, würde ein Anleger bei Fälligkeit für nominal 1.000 Euro (5.000 Euro) nicht 100 Prozent, sondern lediglich 90 Prozent dieses Betrags, also 900 Euro (4.500 Euro) erhalten. Der bei Klimawandel-Aktienanleihen erfahrungsgemäß überdurchschnittlich hohe Zinskupon wird über das mit dem Investment verbundene erhöhte Tilgungsrisiko ausge- glichen.

Besonderheiten bei Klimawandel-Aktienanleihen Das Angebot an Klimawandel-Aktienanleihen ist (noch) relativ über- schaubar. Grund: Aus steuerlicher Sicht gelten die Papiere bei den

meisten Anleger als weniger attraktiv, weil sie von den Finanz- verwaltungen als so genannte „Finanzinnovation“ eingestuft werden und etwaige Kursgewinne somit auch bei Haltezeiten von mehr als 12 Monaten zu versteuern sind. Mit der beschlossenen Steuerreform dürfte sich dies ab Anfang 2009 ändern, da ab diesem Zeitpunkt durch die Einführung der 25%igen Abgeltungssteuer die Steuervorteile der anderen Derivate wegfallen. Sollte der Trend hin zu Klimawandel-Investments weiterhin ein Megathema bleiben, ist ein Ausbau des derzeitigen Angebots durchaus möglich.

Die Zinskupons sämtlicher Aktienanleihen setzen sich stets aus dem Marktzins für die jeweilige Restlaufzeit der Anleihe, den während der Laufzeit erwarteten Dividendenzahlungen der Aktie und dem Erlös aus dem Verkauf entsprechender Put-Optionen auf die jeweiligen Aktien zusammen. Da die Dividendenrenditen der meisten Unternehmen aus dem Bereich Klimawandel noch relativ niedrig ausfällt, im Gegenzug die Aktien in den meisten Fällen aber sehr stark schwanken und somit überdurchschnittlich hohe Erlöse aus dem Verkauf der Optionen ermöglichen, gelten die hohen Volatilitäten als Hauptgrund für die attraktiven Zinskupons. Kupons von mehr als 20 Prozent pro Jahr sind daher bei Aktienanleihen auf Gesellschaften aus dem Bereich Erneuerbare Energien keine Seltenheit.

Wie bei jedem Investment gilt auch hier die Regel: Je höher die pro- zentuale jährliche Renditechance, desto höher fällt zugleich das damit verbundene Kursrisiko aus. Weil bei einer extrem volatilen Aktie die Wahrscheinlichkeit für ein deutliches Unterschreiten des Basiswerts höher ausfällt, als bei einem Titel mit geringen Kursschwankungen, bezahlen Anleger – vereinfacht ausgedrückt – den hohen Kupon mit dem gestiegenen Risiko, einen Nominalbetrag von weniger als 100 Prozent zu erhalten.

Noch mehr Schutz gefällig Viele Aktienanleihen sind mit nützlichen Zusatzfunktionen ausge- stattet worden. So können Anleger bspw. durch die Auswahl besonders konstruierter Papiere einen noch höheren Schutz für ihr Klimawandel-Investment erzielen. Viele Emittenten haben Aktien- anleihen im Angebot, bei denen 100 Prozent des Nominalbetrags bereits zur Auszahlung kommt, falls während der Laufzeit eine vor- definierte Barriere nie verletzt worden ist. Das heißt: Um die maxi- mal mögliche Rendite zu vereinnahmen, muss die Aktie gegen Ende der Laufzeit nicht zwingender Weise den Basispreis erreichen oder übersteigen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass bei Fälligkeit die Anleihe zu 100 Prozent getilgt wird. Als Ausgleich für diesen Vorteil fallen die erzielbaren Zinskupons und damit auch die Renditechancen im Vergleich zu herkömmlich kon- struierten Aktienanleihen bei sonst gleichen Konditionen etwas geringer aus.

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8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

8.3 mit alternativen Strukturen

Checkliste für den Kauf von Aktienanleihen:

1. Bin ich mir über das Funktionsprinzip von Aktienanleihen und die damit verbundenen Chancen und Risiken bewusst?

2. Bin ich von der fundamentalen Qualität und zumindest sta- bilen Aktienkursen bei der zu Grunde liegenden Aktie über- zeugt?

3. Halte ich es für realistisch, dass die Aktie gegen Ende der Laufzeit in der Nähe des Basispreises der Aktienanliehe notieren wird?

4. Verfügt die Aktienanleihe über intakte zusätzliche Schutzfunktionen, die Abstriche beim Zinskupon bzw. der jährlichen Renditechance erlauben würden?

5. Bin ich mir bewusst, dass bei Aktienanleihen bis Ende 2008 neben den erzielten Zinseinnahmen auch etwaige Kursge- winne bei einer Haltezeit von mehr als 12 Monaten dem per- sönlichen Steuersatz unterliegen?

6. Über welche Bonität verfügt der Emittent der Aktienanleihe?

8.6 Klimawandel-Investments mit alternativen Strukturen

Die Zertifikatebranche hat mittlerweile zahlreiche Derivate mit Sonderstrukturen entwickelt, von denen sich einige auch als Klimawandelinvestment einstufen lassen. Anleger sollten den Kauf solcher Papiere jedoch nur dann erwägen, wenn sie deren Funktionsprinzip verstanden haben und sich der damit verbundenen Chancen und Risiken bewusst sind. Im Vergleich zu Investments in Aktien, Zertifikate oder Aktienanleihen mit Klimawandel-Touch soll- ten sie außerdem einen zusätzlichen Nutzwert aufweisen. Nachfolgend haben wir einige dieser alternativen Strukturen aufge- führt

Alpha-Strukturen Die Kennzahl „Alpha“ gilt in der Finanzwelt als Ausmaß für die Outperformance eines bestimmten Basiswerts gegenüber einem Vergleichsmaßstab. In der Regel handelt es sich bei dieser so genannten Benchmark (Messlatte) um einen nach bestimmten Kriterien auserwählten Index. Alpha-Zertifikate bieten sich vor allem bei einer unsicheren Börsenlage an, weil sie unabhängig von Markttendenzen Gewinne ermöglichen. Das heißt, sie können auch in Abwärtstrends attraktive Renditen erzielen, wenn der zu Grunde liegende Basiswert weniger stark zurückfallen sollte als die Benchmark. Verluste drohen für den Fall, dass beim Basiswert eine Underperformance gegenüber der Benchmark eintreten sollte. Mit Alpha-Zertifikaten können Sie zum Beispiel darauf setzen, dass Aktien oder Indizes mit Bezug zum Thema Klimawandel in Zukunft besser entwickeln als ein bestimmter Benchmarkindex. Ihr größter Nachteil: Während starker Aufwärtstrends entwickeln sie sich im Vergleich zur „reinen“ Performance von Aktien oder Indizes oftmals unterproportional. Als interessanter Vorteil dieser Papiere gilt jedoch ihre Fähigkeit, das Gesamtrisiko eines Portfolios durch den markt- neutralen Strategieansatz zu reduzieren.

Welche Szenarien zu welchen Auszahlungen führen und welche Renditechancen dabei möglich sind, sollten stets durch das Studium der entsprechenden Produktflyer und Termsheets der jeweiligen Alpha-Zertifikate unter Berücksichtigung der aktuellen Kursdaten der Zertifikate bzw. Basiswerte ermittelt werden. Nachfolgend haben wir die uns bekannten Klimawandel-Alpha-Zertifikate aufgeführt.

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8. Klimawandel-Investments via Zertifikate

Impressum, Urheberrechtshinweis & Disclaimer

Basiswert / Benchmark

WKN

Laufzeit

SG

Alpha ERIX / DJ STOXX 50 TR

SG3SQ1

Open End

SG

Alpha WOWAX / MSCI World TR

SG3SQ2

Open End

SG

Alpha SOLEX / MSCI World TR

SG3SQ3

Open End

SG

Alpha BIOX / MSCI World TR

SG3SQ4

Open End

SG

Alpha WAEX / MSCI World TR

SG3SQ5

Open End

SG

Alpha URAX / MSCI World TR

SG3SQ6

Open End

ML

Renewable Energy / FTSE Global Energy

ML0BUJ

13.07.12

Lock-In-Zertifikat Klimawandel-Zertifikate mit Lock-In-Mechanismus zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei Fälligkeit bestimmte Mindestbeträge aus- zahlen, wenn der zu Grunde liegende Basiswert nach der Emission bestimmte Schwellen erreicht oder überwindet. Ob das Überwinden einer solchen Lock-In-Schwelle automatisch zu einer Mindestrück- zahlung führt oder der Basiswert an einem vorgegebenen Bewertungstag ein vorgegebenes Lock-In-Level mindestens errei- chen muss, hängt von der Ausgestaltung der Konditionen durch den Emittenten ab. Für Anleger wäre auf jeden Fall die erste Variante vorteilhafter, weil bei ihr die Wahrscheinlichkeit für ein Greifen der Gewinnabsicherung – bei sonst gleichen Bedingungen – um einiges höher ausfällt.

Basiswert / Benchmark

Emittent

WKN

Laufzeit

SRI-Index (Nachhaltigkeit)

BNP

BN4T4L

12.06.12

Fonds-Zertifikate zum Klimawandel Noch vor Jahren waren die Fonds- und Zertifikatebranche klar abge- grenzt und deren Vertreter auf Grund der Konkurrenz um das Kapital der Anleger nicht sonderlich gut aufeinander zu sprechen. Mittlerweile verwischen sich die Grenzen zwischen beiden Investitionsformen in zunehmendem Maße. So emittiert und ver- marktet zum Beispiel DWS GO, eine Tochter des Fondsanbieters DWS, seit 2006 Zertifikate unter einem eigenem Label. Ein anderes

Indiz für ein Verschwimmen der Grenzen ist darin zu sehen, dass Investmentgesellschaften Zertifikate-Fonds auflegen und Zertifikate- Emittenten ab und an Investmentsfonds als Basiswerte auswählen.

So hat die Commerzbank z.B. ein Zertifikat mit unbegrenzter Lauf-

zeit emittiert, in dem fünf Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt "Ethik & Nachhaltigkeit" enthalten sind.

Basiswert / Benchmark

Emittent

WKN

Laufzeit

Sustainability All Stars Fondsindex

COB

CB4MWR

Open End

Impressum, Urheberrechtshinweis & Disclaimer

Herausgeber:

BörseGo GmbH Tumblingerstraße 23 80337 München Telefon: +49 89 767369-0 Fax: +49 89 767369-29 E-Mail: info@boerse-go.de Internet: www.boerse-go.de

Redaktion:

Heinrich Eibl

Jörg Bernhard

Jochen Stanzl

Alexander Paulus

Harald Weygand

Geschäftsführer:

Robert Abend, Thomas Waibel, Harald Weygand

Sitz in München - Amtsgericht München - Handelsregister-Nr: HRB 131073 - Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß § 27a UStG:

DE207240211

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und nicht zur weiteren Vervielfältigung bzw. Verbreitung frei. Ohne vorherige schriftliche Einwilligung der Herausgeber nicht zulässig ist ferner die nachträgliche Veränderung bzw. Bearbeitung der Dokumente oder deren kommerzielle Weiterverwertung. Bei Zitaten ist in angemessenem Umfang auf die jeweilige Quelle zu verweisen. Es wurde nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und for- muliert. Dennoch kann seitens der Herausgeber bzw. der Redaktion keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen gegeben wer- den. Die Ausführungen im Rahmen der herausgegebenen Publikatio-

n stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wert-

papieren dar. Eine Haftung für eventuelle Vermögensschäden, die durch Anwendung von Hinweisen und Empfehlungen im Rahmen dieser Publikation aufgetreten sind, wird sowohl seitens der Herausgeber bzw. der Redaktion kategorisch ausgeschlossen. Ver-

linkungen: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 (Az. 312 O 85/98) hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass die Erstellung eines Links

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