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Gemeinsamer Forderungskatalog des Stadtschülerrates Dresden und des Aktionsbündnisses Macht?Schule.Bildung! zum Entwurf des Schulnetzplans

des Stadtschülerrates Dresden und des Aktionsbündnisses Macht?Schule.Bildung! z u m Entwurf des Schulnetzplans
des Stadtschülerrates Dresden und des Aktionsbündnisses Macht?Schule.Bildung! z u m Entwurf des Schulnetzplans
des Stadtschülerrates Dresden und des Aktionsbündnisses Macht?Schule.Bildung! z u m Entwurf des Schulnetzplans

Vorwort

D er Schulnetzplanentwurf (SNP) der Stadt Dresden ruft in diesem Jahr Protest hervor. SchülerInnen, Lehrkräfte, Eltern und gleichsam Schulleiter rufen mittlerweile ver- stärkt nach Verbesserung und konkreten Änderung im Schulnetzplanentwurfs. 600

SchülerInnen demonstrierten innerhalb eines Monats am 13.10.2011 und am 3.11.2011 in der Stadt. Mit kreativen Ideen und Aktionen hat es das Aktionsbündnis zusammen mit dem Stadtschülerrat geschafft, die Belange der Betroffenen mehrfach in die Öffentlichkeit zu tra- gen und Sympathien zu sammeln.

Der jetzt vorliegende Forderungskatalog fasst die Hauptanliegen und erste konkrete Vor- schläge zur Abänderung des Schulnetzplanentwurfs zusammen und geht zudem auf weiter- gehende Forderung im Bereich Bildung und Jugend innerhalb der Stadt Dresden ein.

Es geschieht das erste Mal in der jüngeren Geschichte der Stadt, dass Schülerinnen und Schüler selbst das Heft in die Hand nehmen und Initiative zeigen. Lebendige Demokratie be- ginnt beim Erleben. Erleben Sie mit, gestalten Sie mit. Machen Sie Bildung, denn Bildung ist Macht!

In der Hoffnung, dass der Schulnetzplan in einem kritischen aber konstruktiven Miteinanders im Sinne der Beteiligten und deren Bedürfnisse abgeändert wird, arbeiten wir weiter daran, dass weitere Alternativlösungen gefunden werden.

Der Vorstand des Stadtschülerrates

Die Mitglieder von Macht?Schule.Bildung!

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Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!

2 Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!
2 Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!
 

Grundsätzliche Überarbeitung des aktuellen Schulnetzplanentwurfs

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Angleichung und Berechnung mit aktualisierten und deutlich nach oben korrigierten Prognosezahlen!

Verlagerung der Abstimmung zum Schulnetzplan und Vertiefen der Gespräche mit den Betroffenen

Einbinden von Schüler- und Elternvertretungen und der Lehrkräfte in den jetzigen Überarbeitungsprozess und bei der zukünftigen Erstellung der Schul- netzplanung!

Verlagerung der Abstimmung in das zweite Quartal 2012!

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Ständiger Sitz des Stadtschülerrates als Institution in allen Aus- schüssen des Stadtrates, welche für Jugend, Schule und Bildung in Gänze zuständig sind.

Einrichten eines Abstimmungsrechts u.a. im Jugendhilfeausschuss!

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Senkung des Klassenteilers von derzeit im SNP geplanten 28 Schüle- rInnen pro Klasse an Grund- und Mittelschulen

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Angleichen des Klassenteilers auf den alten Stand von 25 SchülerInnen pro Klasse!

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Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!

3 Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!
3 Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!
 

Erhöhung der Zuschüsse zur Schulsanierung durch das Land Sachsen!

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Sicherstellen aller geplanten Baumaßnahmen im Objektplan der Stadt Dres- den und Ausweiten der Sanierungsarbeiten, sodass der Sanierungsstau an Dresdner Schulen bis 2018 gelöst werden kann!

Langfristiger Erhalt aller in Ihrer jetzigen Form bestehenden Berufs- schulzentren (BSZ) der Stadt Dresden!

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Erhalt des BSZ Dienstleistung und Gestaltung!

Erhalt und Ausbau des Berufsschulstandorts Altroßthal für das BSZ Agrarwirtschaft und Ernährung!

Erhalt des Berufsschulstandorts Melanchtonstraße für das BSZ für Wirtschaft I!

Keine Auslagerung von Ausbildungsberufen ins Dresdner Um- land!

Neuausschreibung der Stelle des Kinderbeauftragten der Stadt und Ausschreibung einer Stelle eines Jugendbeauftragten

Gemeinsamer Bau und Verwaltung von Kindergärten und Grundschulen durch den Eigenbetrieb Kindertagesstätten

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Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!

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Anlage zum Forderungskatalog Planungsteil Berufliche Schulzentren

Das sagt der SNP: Der Standort Altroßthal des BSZ für Agrarwirtschaft soll aufgelöst und an das Liegenschaftsamt der Stadt Dresden überführt werden. Die Sanierung des Schlosses an der Berufsschule ist zu teuer.

Das sagen wir: Der Standort in Altroßthal ist unverzichtbar. Viele der Schülerinnen und Schüler kommen aus dem Dresdner Umland und sind u.a. als Pferde- und Tier- wirte auf den autobahnnahen Standort angewiesen. Des Weiteren wurde der Stand- ort erst vor kurzem mit viel Geld saniert und verbessert. Für die dort beschulten Aus- bildungsberufe und für die Biotechnologie ist der Standort ein Garant für hohe Quali- tät und für eine erfolgreiche Ausbildung.

Unser Alternativvorschlag: Erhalten Sie den Standort, sanieren Sie das Schloss so, dass es zumindest den Sicherheitsanforderungen genügt und wenn selbst das nicht realisierbar ist, bauen Sie die verfügbaren umliegenden Räumlichkeiten (ua. leerste- hende Ställe) als Klassenräume aus und stellen Sie so den fachgerechten Unterricht sicher.

MaSchuBi-Vorteil: Schülerinnen und Schüler müssen keine unnötigen Wege auf sich nehmen –> Kostenersparnis sowohl der SchülerInnen als auch der Stadt, Sanierung der Stallanlagen ist weit kostengünstiger als die unnötige Komplettsanierung der Schlossanlage, Alle agrarwirtschaftlichen Berufe können zusammen mit dem gymna- sialen Zweig und der Biotechnologie an einem sehr gut ausgebauten und gut erreich- baren Standort beschult werden.

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Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!

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Das sagt der SNP: Das BSZ für Gestaltung und Dienstleistung soll aufgelöst, ein Teil der dort bisher beschulten SchülerInnen nach Meißen bzw. in andere Berufsschulstandorten ver- teilt werden.

Das sagen wir: Die Auflösung des Berufsschulstandorts ist unnötig. Laut SNP soll der bisherige Schulstandort an der Chemnitzer Straße für den aufgelösten Standort Alt- roßthal Platz machen. Das wird unnötig, wenn man unseren ersten Vorschlag zum Erhalt des Standorts Altroßthal folgt. Eine Benutzung durch eine Grund- oder Mittel- schule ist laut SNP nicht vorgesehen. Darüber hinaus erfüllt das BSZ auch die Min- destanzahl an Schülern, die an einem Schulstandort beschult werden müssen.

Unser Alternativvorschlag: Erhalten Sie den Schulstandort und das Berufsschulzent- rum als Ganzes.

MaSchuBi-Vorteil: Schülerinnen und Schülern wird das Beschulen am derzeitigen Standort ermöglicht –> keine längeren Wege. Berufsschulstandort bleibt erhalten –> Kosteneinsparungen, da bspw. keine Fachkabinette am derzeitigen BSZ für Bau und Technik neu eingerichtet werden.

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Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!

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Das sagt der SNP: Das BSZ für Wirtschaft I soll an den Standort Leutewitzer Ring ausgela- gert werden.

Das sagen wir: Das BSZ für Wirtschaft I beschult knapp 1800 Schülerinnen und Schü- ler an zwei Standorten. Die Stadtverwaltung plant die Zusammenlegung dieser Standorte am Schulstandort Leutewitzer Ring. Dieser Schulstandort fasst jedoch knapp die Hälfte der bisher beschulten Schüler und besitzt derzeit auch nur 16 an- statt der geforderten weit höheren Anzahl an Computerarbeitsplätzen. Darüber hin- aus ist der Standort am Leutewitzer Ring stark sanierungsbedürftig. Ebenso ist nicht eindeutig klar, warum das BSZ für Wirtschaft I umziehen soll. Eine Nutzung durch an- dere Schulformen ist angepeilt aber noch nicht festgeschrieben. Warum also einen Schulstandort umziehen lassen, wenn er bessere Lern- und Lehrbedingungen am bis- herigen Standort vorfindet?

Unser Alternativvorschlag: Erhalten Sie den bisherigen Standort Melanchtonstraße und verzichten Sie auf den Umzug des BSZ’s. Sollte jedoch ein Umzug aus Gründen fehlender Grund- und Mittelschulkapazitäten notwendig sein, sehen wir die leerste- henden, zentral in der Innenstadt gelegenen Gebäude der Lingnerstadt (Robotron- Gelände) als bessere Alternative für einen Umzug an. Eine Doppelnutzung als Schul- gebäude und Verwaltungsgebäude ist möglich. Ggf. ist auch nur über einen Umzug der bisherigen Außenstelle des BSZ für Wirtschaft I in die Lingnerstadt zu beraten.

MaSchuBi-Vorteil: Ein Umzug und die damit verbundenen Kosten werden überflüssig und können beispielsweise in die Sanierung von Grund- und Mittelschulstandorten einfließen. Der gut ausgebaute Berufsschulstandort (übrigens der einzig verbliebene in der Dresdner Neustadt) kann erhalten bleiben.

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Gemeinsamer Forderungskatalog zum Schulnetzplan STADTSCHÜLERRAT DRESDEN und MACHT?SCHULE.BILDUNG!

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