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Pragmatik:

3.4 Komonenten von Sprachhandlungen

Man kann nicht nur zugleich nach verschiedenen Mustern handeln, sondern zur Realisierung jedes Musters vollzieht man auch eine

Reihe von Teilhandlungen. Dies hat man in der sprachphilosophischen Sprachakttheorie herausgearbeitet.

Teilhandlungen von Sprachhandlungen " Boris spielt gut."

Äußerungsakt:

Er äußert Laute, Wörter, einen Satz --> betrifft phonetische, lexikalische und grammatische Seite der Äußerung

Referenzakt:

Er bezieht sich /referiert auf Boris

Prädikationsakt:

Er prädiziert, sagt aus über Boris, er spiele gut.

Illokutionsakt:

Er macht die Behauptung, Boris spielt gut.

Bsp:

--> ( Aufforderung, Frage, Wunsch, Behauptung

usw.)

Frage :

->

Spielt Boris gut?

Aufforderung:

->

Boris, spiel gut.

Wunsch:

->

Hoffentlich spielt Boris gut.

Vorhersage:

->

Boris wird gut spielen.

 
 

Beispiel:

Unterschied zwischen beiden Saetzen İyi Bayramlar ->Wunsch İyi bayramlar dilerim ->Wunsch, Wortwahl Die illokution wird expliziert dargestellt.

3.5 Illokutionsausdruck:

Solche Muster beinhalten, als was eine Äußerung in der Interaktion gilt, welche kommunikative Bedürfnisse realisiert

werden ( Wunsch, Glückwunsch,Drohung,Warnung,Versprechen

)

Ich behaupte , dass

Boris

gut spielt.

Behauptung

Ich frage ,ob

Boris

gut spielt.

 

Ich sage vorher, dass

Boris

gut spielt.

Vohersage

Illokutionsausdruck

Referenzausdruck

Prädikatsausdruck

 

Pervormative Gebrauch:

Expliziert performative Verben

z.B

können Sie die Tür öffnen?

->Aufforderung

İch fordere Sie auf, die Tür zu öffnen

->Aufforderung

Illokutionsindiklatoren: Modalverben, adverbien, modalpartikel

z.B:

Du kannst ja Fenster Schliessen. (Rat) Kannst du mal das Fenster schliessen. (Aufforderung) Du darfst das Fenster schliessen. (Erlaubnis)

Du kannst das Fenster ruhig schliessen. (Bestaetigung)

Indirekte Sprechakte:

Kannst du mir den Zucker reichen? Warum kommst du so spät? Bitte stellen Sie das Rauchen ein. Ich verspreche dir, dass ich mich rächen werde.

S. 19 Aufgabe 6 - > sınavda çıkabilir!!

3.6. Sprachhandlungstypologien:

->Aufforderung als Frage ->Vorwurf als Frage ->Befehl als Bitte ->Drohung als Versprechen

Schon Austin ->versucht die sprachakten zu klassifizieren. Das verb diskutieren. Bestimmen Sie, was für Bedeutung dieses Verb hat.

dialogisch: rational + argumentativ miteinander sprechen, um sich eine Meinung zu bilden.

dialogisch: rational + argumentativ + persuasiv miteinander sprechen um eine Entscheidung vorzubereiten.

dialogisch: rational + argumentativ + persuasiv + taktisch miteinander sprechen (+streiten) um Konflikte aufzuarbeiten oder zu verhindern.

dialogisch: persuasiv + taktisch miteinander sprechen um Interessen auszugleichen.

monologisch: argumentativ sprechen/schreiben, um strittige Thesen zu rechtfertigen und zu erläutern.

einen komplexen Vorgang, meist mit Hilfe von Massenmedien:

öffentlich Meinungen zu einem allgemein interessierenden Thema äußern, um die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen. KRİTİK: Die Klassifizierung des Verbs “diskutieren” zeigt das ein Ausdruck verschiedene Muster ausdrücken kann. Die Muster können nicht eindeutig in Klassen zusammen gefasst werden. Es handelt sich vielmehr um ein Netz von Familienähnlichkeiten.

andere Sprechaktverben:

Searle -> hat nicht mehr Verben klassifiziert. Er ist deduktiv vorgegangen. Er unterscheidet 5 Typen von Sprechaktmuster und ordnet denen Verben zu.

repräsentative (darstellende, informierende): mitteilen, behaupten, berichten, erinnern direktive ( auffordernde): bitten, befehlen, anordnen, nahelegen, empfehlen, beauftragen kommissive (selbstverpflichtende): versprechen,geloben,garantieren, schwören, drohen deklarative (Tatsachen schaffende): ernennen,taufen, festsetzen, begnadigen expressive ( Einstellungen, Gefühle ausdrückende): bereuen, zugeben, danken, fluchen,beglückwünschen

Perlokutionäre Verben: Erreichen des Ziels in der Handlung --> mit unseren Handlungen möchten wir bei unseren Gesprächspartnern etw. erreichen --> bestechen, verführen, ablenken,überreden,aufheitern, beruhigen,kränken,überraschen

etw. erreichen -- > bestechen, verführen, ablenken,überreden,aufheitern, beruhigen,kränken,überraschen

4 Texte und Handlungsfelder Text als Grundeinheit der sowohl geschrieben als auch der gesprochen sein kann. Text =kohärent und als Ganzes, eine erkennbare kommunikative Funktion wird signalisiert. -Man kann dann monologische von dialogischen Texten unterscheiden.

Texte entsprechen bestimmten Mustern, d.h. Textmuster oder Textsorten. --> enstanden durch Kochrezepte, Predigten, Zeitungsmeldungen usw.

Handlungsfelder beim Sprachhandeln:

-Textsortenmuster -Kontakt- und Beziehungsmuster -Organisationsmuster

4.1 Textsortenmuster:

Unter Textsortenmustern versteht man konstitutive Muster, welche eine Textsorte durch identischen Aufbau und vergleichbare Intention definieren. Textsortenmuster sollen den Zweck des Textes unterstützen. Im konkreten Fall der Werbeanzeige ist in diesem Zusammenhang also die Werbehandlung gemeint; die konstitutiven Muster der Textsorte Werbeanzeige sollen folgendes Ziel der Textsorte unterstützen: „Bekanntmachung des Produkts, Erzeugung einer positiven Einstellung zum Produkt, Anregung zum Kauf des Produkts.“

homiletische Diskurse: Plauderei, Smalltalks, Salongespräche usw.

4.2 Kontakt-und Beziehungsmuster:

=Vorbereich des sprachlichen Handelns.Die sorgen dafür, dass die sprachl. Kommunikation mit Textsortenmustern überhaupt stattfindet. Auch hier gibt es Konventionen, wie man auf einen Menschen zugeht,wie man ihn anspricht, den ersten Kontakt herstellt usw.

Bsp: Wie sprichst du eine Verkäuferin an?

--> Rollen oder Statussymmetrien:

Gleichaltrig,sozialer Status,Rolle, Distanz, Nähe zu der Person

4.3 Organisationsmuster:

- die Regelung des Sprecherwechsels (Bsp: Moderator) -Gliederung + Strukturierung ( Einleitung, Hauptteil, Schluss, wie fange ich an?) -Themenbehandlung

-Verständnissicherung

4.3.1 Muster der Sprecherwechselregelung:

-der gleiche Sprecher spricht weiter -der Sprecher wählt einen anderen aus (Fremdwahl) -ein anderer Sprecher wählt sich selbst (Selbstwahl)

Bei einem Gespräch kann es zu Überlappungen /Pausen kommen. Die Sprechzeit/dauer und Reihenfolge sollte vorab verteilt werden.

4.3.2 Gliederung und Strukturierung:

-Überschaubarkeit,Gliederung in der Rede --> Aufmerksamkeitssteuerung Bsp: Eröffnung, vorausgreifende Strukturierung,Anknüpfung, zusammenfassende Kommentierung, abschließende Bewertung als Schlusssignal.Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Hörers wachgehalten und er kann folgen. Organisatorische Schritte Eröffnung

Vorausgreifende Struktierung Anknüpfung Zusammenfassende Kommandierung

Abschliessende Bewertung als Schlusssignal.

4.3.3 Themenbehandlung:

-Themen müssen eingeführt und beendet werden. -Grundfomen thematischer Entfaltung:

Beschreiben, Schildern, Erzählen,Berichten,Erklären,Argumentieren

Beispiele zur Vorgehensweise:

-erst das wichigste , vom Ganzen zu den Teilen, --> d.h. vom Allgemeinen zum Besonderen und umgekehrt.

4.3.4 Verständnissicherung:

-Bestätigungs-/heischende Signale/ Hörersignale Bsp:

Äußerungen wie : ne , nicht, ja weißt du die Hörer erwidern mit Hörersignalen wie : ja ne, hmm /mhmmm, ja , aha, genau

Polyfunktionalität:

Bsp:

Begrüßung /Willkommensgruß von einem Moderator, er begrüßt das Publikum, eröffnet zugleich seinen Beitrag usw.