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Mobile Commerce BusinessVALUE24 zeigt in seinem Themen- special über Mobile Commerce, was uns beim mobilen

Mobile

Commerce

BusinessVALUE24 zeigt in seinem Themen- special über Mobile Commerce, was uns beim mobilen Einkaufen und Bezahlen in Zukunft alles erwartet, welche Herausforderungen und Möglichkei- ten das mobile Marketing bietet und welche Veränderungen Smartphones, Tablets & Co für Shopbesitzer bereit halten.

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© trepavica / photocase.com VORWORT Parktickets mit dem Handy bezahlen, die Fahrkarte über einen QR-Code
© trepavica / photocase.com VORWORT Parktickets mit dem Handy bezahlen, die Fahrkarte über einen QR-Code

© trepavica / photocase.com

VORWORT

Parktickets mit dem Handy bezahlen, die Fahrkarte über einen QR-Code buchen und schnell die neuesten Rabatt-Angebote vom Supermarkt um die Ecke prüfen: Das ist heute alles mit dem Mobil- telefon möglich – und noch vieles mehr. Der Begriff Mobile Commerce fasst all diese Möglichkeiten zusammen. In unserem aktuellen Themenspecial widmen wir uns dem M-Commerce: Welche Mög- lichkeiten bietet er? Worauf müssen sich Händler und Kunden einstellen? Wie kaufen wir in Zukunft ein, wie zahlen wir unsere Rechnungen? Diese Themen werden wir in den nächsten Wochen be- leuchten und auf BusinessVALUE24 aktuelle Entwicklungen vorstellen.

Über uns: BusinessVALUE24 ist ein Online-Wirtschaftsmagazin für den Mittelstand. Wir berichten schwerpunktmäßig über Social Media-Trends, Marketing im Web 2.0 und neue Technologien.

Inhalt

Das Kaufhaus

im Telefon

Das Motto der Zukunft heißt „Einkaufen, wo man will“. Mobile Commerce macht es möglich. Doch die Möglichkeiten gehen weit über das Einkaufen mit dem Handy hinaus.

 

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Nimm zwei, Zahl eins! Rabattgutscheine fürs Handy

Coupons sind ein altbewährtes Marketing-Ins- trument. Doch im mobilen Zeitalter werden die Rabattgutscheine nicht mehr auf Papier gedruckt, sondern virtuell auf das Handy übermittelt.

 

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Eine App, alles drin.

Mobiler Marktplatz für Onlinehändler

Zwei Jungunternehmer aus dem hessischen Butz- bach haben einen mobilen Marktplatz entwickelt, auf dem Online-Händler ihre Produkte anbieten können.

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Das Handy als digitale Brieftasche

Gibt es bald kein Bargeld mehr? Der Durchbruch im Mobile Payment wird schon lange erwartet. Dieses Jahr könnte es soweit sein.

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Der Posterladen Filialen auf Plakaten

Die Hamburger Naturkosmetik-Marke Aliqua hat in zehn deutschen Städten „Plakatfilialen“ eröffnet.

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auf Plakaten Die Hamburger Naturkosmetik-Marke Aliqua hat in zehn deutschen Städten „Plakatfilialen“ eröffnet. 16 2
auf Plakaten Die Hamburger Naturkosmetik-Marke Aliqua hat in zehn deutschen Städten „Plakatfilialen“ eröffnet. 16 2
auf Plakaten Die Hamburger Naturkosmetik-Marke Aliqua hat in zehn deutschen Städten „Plakatfilialen“ eröffnet. 16 2
auf Plakaten Die Hamburger Naturkosmetik-Marke Aliqua hat in zehn deutschen Städten „Plakatfilialen“ eröffnet. 16 2
auf Plakaten Die Hamburger Naturkosmetik-Marke Aliqua hat in zehn deutschen Städten „Plakatfilialen“ eröffnet. 16 2

© mi.la / photocase.com

© mi.la / photocase.com Das KAufhaus im Telefon „Einkaufen, wann man will“ war das Motto, als
© mi.la / photocase.com Das KAufhaus im Telefon „Einkaufen, wann man will“ war das Motto, als

Das KAufhaus

im Telefon

„Einkaufen, wann man will“ war das Motto, als vor zehn Jahren lange Ladenöffnungszeiten und Internetshops den Handel in Deutschland revolutionierten. Das Motto der Zukunft heißt „Einkaufen, wo man will“. Mobile Commerce macht es möglich. Unter diesem Begriff werden alle neuen Möglichkeiten zusammengefasst, Dienstleistungen und Waren über Handys und Smartphones und Tablet Computer zu verkaufen, zu bezahlen oder zu bewerben.

Einkaufen immer und überall: Mobile Shopping

Das Handy als mobile Einkaufspassage: Beim Mo- bile Shopping kann man jederzeit und überall ein- kaufen. Einige Online-Marktplätze wie ebay oder Shopgate haben leicht zugängliche Einkaufsplatt- formen eingerichtet, die speziell auf die Bedürfnis- se von Handy-Shoppern ausgelegt sind. Denn wer

über sein Smartphone einkauft, will das gewünsch- te Produkt schnell finden und einfach bezahlen. Eine Möglichkeit die Einkaufswelt zu erweitern sind sogenannte QR-Codes. Die schwarz-weißen Mus- ter sind Vielen bereits von Plakaten oder Zeitschrif- ten bekannt. Sie lenken das Gerät, das sie liest, direkt über einen Deep Link zur gewünschten In- ternetseite. Diese QR-Codes können informieren,

werben oder direkt zu einem Produkt führen, das der Handy-User auf diese Weise bequem kauft. Vorreiter ist die Handelsgruppe Tesco, die in Süd- korea eine Plakatshopping-Kampagne in U-Bahn- höfen gestartet hat. Die Supermarktkette hat ihren gesamten Warenbestand abfotografiert, auf Pos- ter gedruckt und die einzelnen Produkte mit einem QR-Code versehen. Wer jetzt auf die U-Bahn war- tete, konnte schnell seinen Einkauf erledigen. Dazu mussten die Nutzer nur das gewünschte Produkt auf den Plakaten suchen, den QR-Code mit dem Smartphone abscannen und schon wurden sie auf die richtige Seite im Tesco-Onlinshop geführt. Die Lebensmittel hat Tesco dann nach Hause geliefert. Auch andere Anbieter haben sich dieses Konzept zu Nutze gemacht, etwa die Naturkosmetik-Marke Aliqua von der Hamburger Drogeriemarktkette Budnikowsky.

© Tesco
© Tesco

Einfach nur abscannen:

Tesco hat in Südkorea das Einkaufen auf Plakate gebracht. Mit dem Smartphone kann man QR-Codes einlesen. Der dahinter verborgene Link leitet die User direkt zum richtigen Produkt im Tesco-Onlineshop.

Smartphones und Apps als Motor

Die rasante technische Entwicklung hat dem Mo- bile Commerce erst seine Möglichkeiten eröffnet. Wichtigste Schnittstelle zum Verbraucher sind zur- zeit Smartphones, hochwertige Mobiltelefone, die in der Regel über einen berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert werden. Das erleichtert die Nutzung mobiler Internetanwendungen, Navi- gationsdienste oder Spiele. Den Durchbruch für dieses Marktsegment hat das iPhone von Apple gebracht, das Steve Jobs vor rund fünf Jahren der Öffentlichkeit präsentiert hat. Das iPhone ist wie ein Computer für die Hosentasche. Über spezielle Programme (Apps) können User unkompliziert auf

spezielle Programme (Apps) können User unkompliziert auf Internetdienste zugreifen. Im Jahr 2011 sind in Deutschland

Internetdienste zugreifen.

können User unkompliziert auf Internetdienste zugreifen. Im Jahr 2011 sind in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones

Im Jahr 2011 sind in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones verkauft worden. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, meldet der Branchenverband Bitkom. In- zwischen sind 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones. In den EU5 (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spa- nien, Italien) werden im Jahr 2015 voraussichtlich mehr als 90 Millionen Menschen das mobile In- ternet nutzen. In Deutschland wird aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Smartphones ein M- Commerce-Boom erwartet. Das ergab eine Stu- die des Hamburger Marktforschungsunternehmen yStats.com. 2010 nutzten hier bereits mehr als 20 Prozent der Smartphone-Besitzer ihr Gerät re- gelmäßig, um sich über Produkte zu informieren. Auch Tablet-Computer wie das iPad werden immer häufiger verkauft und werden so wichtiger für den M-Commerce. Dabei handelt es sich um tragbare Geräte, die über einen berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert werden und über einen draht- losen Internetzugang per WLAN oder das Mobil- funknetz verfügen. Im Jahr 2011 sind in Deutsch- land rund 2,1 Millionen Tablet Computer verkauft worden, rund 162 Prozent mehr als im Jahr davor, so Bitkom.

Mobiles Marketing

Doch Mobile Commerce geht über das Einkau- fen mit dem Handy hinaus, er bietet einen heißen Draht zum Kunden. Das Smartphone verbindet die online- und die offline-Welt und erschafft völlig neue Möglichkeiten, wie Geschäftsinhaber direkt mit Verbrauchern in Kontakt treten können. Stand- ortbezogene Dienste, sogenannte Location Based Services, stellen den Nutzern Informationen über ihre Umgebung zur Verfügung. Möglich ist das, weil Smartphones aufgrund einer eingebauten Or- tungsfunktion in der Regel genau wissen, wo der Nutzer sich gerade befindet. So kann per Daten- verbindung jede Applikation (App) jederzeit den eigenen Standort mitteilen. Einzelhändler können sich diese Funktion zunutze machen, um Kunden in das eigene Geschäft zu führen.

Ein Beispiel: Ein junger Mann geht durch die Fuß- gängerzone. Er ist bei Facebook Fan von Nike und ist bei Twitter ein „Follower“ der Sportfirma. Kurz gesagt: Er mag die Marke. Er hat sich in die örtli- che Umgebung eingeloggt und erhält über seine

© Ed Yourdon / Flickr
© Ed Yourdon / Flickr

Shopping NonStop

Das Handy ist mobiler Einkaufswagen und digitales Portemonaie in einem.

App die Information, dass ganz in der Nähe der nächste Nike-Shop ist. Der Shopbetreiber vor Ort erfährt in der gleichen Sekunde, dass jemand kommt, der stöbern könnte. Der Nike-Laden hat nun die Möglichkeit, dem jungen Mann ein Hier- und-Jetzt-Sonderangebot direkt auf sein Handy zu schicken. In den USA zeigen mobile Internet-Diens- te, wie Gowalla und Foursquare, wie wahrschein- lich ein solches Szenario in absehbarer Zukunft ist. Diese Art des M-Commerce geht weg vom klas- sischen Verständnis des mobilen Verkaufens. Die Erfolgsquote ist hier wesentlich höher als bei einer Mailing-Aktion und viel besser messbar.

Allerdings führt das mobile Marketing noch ein Ni- schendasein. Weniger als 10 Prozent der Online- Shopbetreiber setzen es ein, so das Ergebnis einer Studie des Forschungsprojektes SimProgno. Dies hänge damit zusammen, dass die Unsicherheit über den Return-on-Investment sehr hoch sei, so die Studie. Vielen Unternehmern fehlt es aber auch an Erfahrungen mit der neuen Technologie. Doch viele große Marken-Anbieter sind sich des Poten- zials bewusst und planen mobiles Marketing ver- stärkt zu nutzen. Laut einer Studie der Airwide So- lutions wollen 60 Prozent der Top-Marken in den USA in Zukunft spezielle Angebote per Handy verschicken, die Hälfte davon beabsichtigt digita- le Gutscheine zu versenden. Weitere geplante An- reize seien digitale Kundenkarten, Geschenke und Vorzugsbedingungen.

Coupons: Altbewährtes im neuen Gewand

Mit Hilfe von Mobile Commerce lassen sich altbe- währte Marketinginstrumente in ein neues Zeitalter

altbe- währte Marketinginstrumente in ein neues Zeitalter überführen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Coupons.
altbe- währte Marketinginstrumente in ein neues Zeitalter überführen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Coupons.

überführen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Coupons. Traditionell werden die Rabattgutscheine auf Pa- pier gedruckt und als Beilage in Zeitungen verteilt. Wer das vergünstigte Produkt kaufen will, schnei- det den Coupon aus, nimmt ihn mit in den Laden und löst ihn ein. Doch meist hat man im entschei- denden Moment den Papierzettel zuhause verges- sen oder die Aktion ist schon abgelaufen. Bei digi- talen Coupons können die Rabattgutscheine direkt auf dem Handy gespeichert und eingelöst werden. Plattformen wie Coupons in Motion des Bielefelder Unternehmens Innomos bringen digitale Rabatte aufs Smartphone. Der Vorteil für Ladenbesitzer: Sie müssen keinen Druckkosten zahlen, können flexi- bel reagieren und erhalten zusätzlich Daten über das Kaufverhalten ihrer Kunden. Außerdem errei- chen sie eine junge und probierfreudige Klientel.

Der informierte Kunde

Über Smartphones können Kunden nicht nur in die Läden geführt werden: Apps wie woabi (steht für „woanders billiger“) oder barcoo erlauben es Kunden, sich in Echtzeit darüber zu informieren, was die Jeans woanders kostet oder wie ande- re Nutzer die Spülmaschine bewertet haben. Für die Unternehmen bedeutet das, dass sie über M-Commerce zwar schneller und direkter mit ih- ren Kunden in Kontakt kommen, ihre Kunden aber auch schneller eine Alternative finden können als je zuvor - sei es ein günstigerer Shop im Internet oder der direkte Wettbewerber in der Fußgängerzone. Mehr denn je sind Kreativität und Service gefragt.

Mobiles Bezahlen - schnell und unkompliziert

Experten zufolge ist die Möglichkeit, unkompliziert mobil zu zahlen, ein Kernfaktor, wenn es um erfolg- reichen Mobile Commerce geht. Seit 1997 Coca Cola in Helsinki die ersten Cola-Automaten auf- stellte, bei denen man seine Limonade über SMS bezahlen konnte, richten sich alle Augen auf das Mobile Payment. Ein Durchbruch blieb bislang aus. Bis jetzt hat sich noch kein Anbieter mit seiner Methode durchsetzen können. Es gibt mittlerwei- le eine verwirrend hohe Anzahl von Anbietern und Arten des mobilen Bezahlens.

Neben den klassischen Methoden (Kreditkarte, Vorkasse, Bankeinzug) gibt es Bezahlmethoden, die gezielt darauf ausgerichtet sind, dass Rechnun- gen mit dem Handy beglichen werden können - sowohl online als auch offline. Paypal ist ein

Vorreiter, wenn es um das Bezahlen von Ware geht, die man im Internet bestellt hat. Das mobile be- zahlen will aber auch die Offline-Welt erobern. Über das mobile Portemonaie („mobile Wallet“) kann man beispielsweise an der Kasse mit dem Handy bezahlen. Möglich macht das kontaktlose Bezahlen die sogenannte Near Field Communica- tion (NFC). Ist das Smartphone mit einem entspre- chenden Chip und das Kassensystem mit einem Lesegerät ausgestattet, dann können sie über eine kurze Distanz miteinander kommunizieren und das Geld wird vom Handy in das Kassensystem über- tragen. Bisher gibt es allerdings nur wenige Smart- phones, die über einen NFC-Chip verfügen. Auch die Kassen in Supermärkten und Ladengeschäften verfügen noch nicht über die notwendige Technik.

Mobile Commerce im Ausland

Asiatische Märkte gelten als Vorreiter auf dem Gebiet des M-Commerce. In China wurde der Umsatz mit dem mobilen Internet zu mehr als 6 Prozent vom M-Commerce generiert. In Japan besuchten im Dezember 2010 bereits fast 10 Pro- zent der mobilen Internetnutzer Shoppingseiten mit ihren Handys. Das zeigt der Bericht Global Mo- bile and M-Commerce Trends 2011 des Hambur- ger Marktforschungsunternehmens yStats.com. In Großbritannien kauft zwar erst ein kleiner Teil der Bevölkerung über sein Handy ein, allerdings wer- de sich die M-Commerce-Umsatz in den nächsten drei Jahren mehr als verdoppeln, so die Prognose von yStats. In Frankreich nutzten rund 10 Prozent der Konsumenten im vergangenen Jahr M-Com- merce. Auch wenn Nutzerzahlen und Umsatz von M-Commerce noch relativ gering sind, so sind die Prognosen vielversprechend.

Einfach anfangen

Es muss aber nicht gleich eine eigene App sein. Wer im Mobile Commerce Fuß fassen will, kann erst einmal die eigene Webseite für den mobilen Zugriff optimieren.

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für den mobilen Zugriff optimieren. Werden Sie Gastautor Sie sind Mobile Commerce Profi? Sie ken -
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© Matt McGee / Flickr

© Matt McGee / Flickr Nimm zwei, Zahl eins! RabattGutscheine fürs Handy Coupons sind in den
© Matt McGee / Flickr Nimm zwei, Zahl eins! RabattGutscheine fürs Handy Coupons sind in den

Nimm zwei, Zahl eins! RabattGutscheine fürs Handy

Coupons sind in den USA ein beliebtes Marketing-Instrument. In Deutschland tun sich noch viele Verbraucher schwer mit solchen Rabattaktionen. Sie finden Papierzettel zu nervig. Auch bei Rabattkampagnen im Netz gibt es Hürden:

Kunden scheuen sich häufig, einem Unternehmen ihre Email Adresse zu verraten. Eine Lösung könnte eine neue Platt- form sein, die Software-Experten aus Nordrhein-Westfalen entwickelt haben. Mit einer App bringen sie Sonderrabatte pünktlich und maßgeschneidert auf das Smartphone. Damit sparen sowohl Verbraucher als auch Firmen viel Aufwand und Ärger.

„Coupons hört sich immer so nach 2,50 Euro Preis- nachlass an“, sagt der Mitbegründer der Bielefel- der InnoMos GmbH, Axel Baudach. „Im Prinzip ist es ein Anreizsystem, das in vielen Situationen eingesetzt werden kann.“ Doch bisher hatte das Rabatt-System für die Kunden so seine Schwächen, vor allem, weil die Coupons hauptsächlich in Zei- tungen oder Anzeigenblättern zum Aussschneiden

angeboten werden. Im Zweifelsfall hatte man den passenden Rabatt-Gutschein zuhause liegen las- sen oder er war schon abgelaufen, wenn man ihn einlösen wollte.

„Wir haben dann überlegt: Wenn man durch Tech- nik die Möglichkeit hätte, die Coupons nicht zu ver- gessen, weil sie über das Telefon mitgenommen

werden, dann wäre das schon ein Gewinn“, be- richtet Baudach. Das war vor drei Jahren, Baudach lebte damals in den USA. Dort ist die Werbung mit Coupons wesentlich aggressiver als in Deutsch- land, die Rabattgutscheine sind bares Geld wert. „Buy on, get one free“ oder „einer zum halben Preis“ sind vielgenutzte Rabatt-Slogan. Besonders Schnellimbiss-Ketten werben damit, um Kunden in ihre Restaurants zu locken. Deshalb stieß Baudachs Idee dort auch auf großes Interesse.

Mobile-Marketing mit eigener App

„Entwickelt haben wir die Plattform mit einer gro- ßen Fast-Food-Kette aus Amerika“, berichtet der InnoMos Geschäftsführer. „Die hatten das Prob- lem, dass mit den Coupons sehr viel Missbrauch getrieben wird.“ Die Rabatt-Gutscheine wurden häufig an Freunde weitergereicht, statt entwertet in die Kasse zu wandern. „Dadurch, dass die Cou- pons direkt am Handy entwerten werden, entsteht ein Mehrwert für das Unternehmen, da es weniger Fehlbearbeitungen gibt“, erklärt Baudach. Auch die Prozesskosten sinken, denn ein elektronischer Cou- pon muss nicht erst gedruckt und verteilt werden, bevor er beim Verbraucher landet.

© CouponsInMotion
© CouponsInMotion
werden, bevor er beim Verbraucher landet. © CouponsInMotion So entstand Coupons in Motion. „Wir wollen Un-
werden, bevor er beim Verbraucher landet. © CouponsInMotion So entstand Coupons in Motion. „Wir wollen Un-

So entstand Coupons in Motion. „Wir wollen Un- ternehmen eine Plattform zur Verfügung stellen, die sie in die Lage versetzt, in das mobile Marketing einzusteigen und die eigene Marke zu pushen“, sagt Baudach. Jeder Einzelhändler - vom Bäcker bis zum Frisör - kann die digitalen Coupons nutzen. Das ermöglicht eine App, die die Bielefelder ent- wickelt haben. „Diese App wird unter einem soge- nannten White-Label-Verfahren dem Einzelhändler zur Verfügung gestellt, das heißt: Wir haben eine App, auf die sein Logo und seine Farbe aufgespielt werden“, erklärt Baudach.

Wer allerdings schon eine eigene Applikation für iPhone oder Android-Smartphones hat, kann die Plattform auch in sein schon bestehendes Pro- gramm einbauen lassen. „Wir haben das hier in Deutschland beispielsweise für Radio Bielefeld gemacht“, sagt Baudach. „Die hatten bereits eine eigene Radio-App und wollten ihren Kunden ei- nen Mehrwert und dem Einzelhandel eine neue Werbeplattform bieten. So haben wir das Modul Spartipps in die App eingebaut.“ Die Hörer nutzen das Programm nicht mehr nur um Radio zu hören oder sich Stau-Informationen anzeigen zu lassen, sondern auch um Coupons und Bonuskarten vom lokalen Einzelhandel zu finden. „So ist die Radio- Bielefeld-App wertvoller geworden.“

Rabatt-Gutscheine vom Bäcker nebenan

Vor allem der Einzelhändler könne von diesen Möglichkeiten profitieren. „Es gibt eine Reihe von Coupon-Apps in verschiedenen Stores, aber die meisten kranken daran, dass sie keine lokalen Inhalte haben“, analysiert Baudach. „Aber wenn man genau überlegt, bewegt man sich in 80 Pro- zent seiner Zeit in einem regionalen Umfeld und ei- gentlich möchte man dort Anreizsysteme, von sei- nem Bäcker, seinem Metzger oder Frisör haben.“ Aber auch überregionale Marken und Unterneh- men könnten die Vorteile von Coupons in Motion nutzen, so Baudach. „So können die Marken auch Rabattsysteme einführen, ohne den Einzelhändler zu tangieren“, erklärt der Coupon-Experte. „Der Vorteil ist, dass der Einzelhandel nicht mehr ge- schult werden muss, wie der Coupon einzulösen und abzurechnen ist. Dieser Aufwand ist relativ groß. Das können Sie mit einer mobilen App bes- ser darstellen. Sie umgehen damit das Einlösen an der Kasse.“

© CouponsInMotion
© CouponsInMotion
© CouponsInMotion
© CouponsInMotion
© CouponsInMotion © CouponsInMotion Die Vorteile des elektronischen Coupons seien be- stechend, sagt der Entwickler:
© CouponsInMotion © CouponsInMotion Die Vorteile des elektronischen Coupons seien be- stechend, sagt der Entwickler:

Die Vorteile des elektronischen Coupons seien be- stechend, sagt der Entwickler: „Es ist ein schlan- ker Prozess, es ist kostengünstig und man erreicht eine junge Zielgruppe.“ Die App zu pflegen sei unaufwendig. Es gebe ein sogenanntes Back-End, in dem die verschiedenen Informationen des Un- ternehmens eingepflegt werden, etwa Webseite, Telefonnummern, Adressen der Filialen und die Ansprechpartner. Dort werden auch die einzelnen Coupons angelegt, die später in der App erschei- nen. Dazu lassen sich Produktbilder hinterlegen und die Rabattaktion definieren.

Baudach erklärt es am Beispiel einer Bäckerei:

„Wenn beispielsweise an Silvester Berliner zum halben Preis angeboten werden sollen, brauchen wir das Start-Datum, wann die Aktion losgehen soll und das End-Datum, wann die Aktion beendet sein soll.“ Solche Aktionen ließen sich auch wei- ter verfeinern. „Wir können es auch budgetmäßig begrenzen. Wenn der Bäcker einen kostenlosen Kaffee nur an die ersten 100 Kunden vergeben will oder nur einmal pro Woche oder einmal pro iPho- ne. Er will ja nicht, dass Sie ständig kostenlos Kaf- fee trinken, sondern er will Sie einmal in seine Fili- ale locken und hofft, dass Sie wiederkommen und weitere Dinge verzehren“, erklärt Baudach.

Schutz vor Missbrauch und Flexibilität

An der Kasse zeigt der Kunde dann den Coupon dem Verkäufer, drückt auf „Coupon jetzt einlösen“ und schon verbindet sich das Smartphone mit dem Server, auf dem alle Informationen zur Rabatt- Aktion hinterlegt sind. „Es wird geprüft, ob es ein rechtmäßiger Coupon ist und zum Schluss sehen Sie eine Ergebnismaske, die zeigt eine Coupon-ID an. Das sagt dem Händler, dass es eine valide Ein- lösung ist. Wenn man diesen Coupon nur einmal einlösen durfte, dann verschwindet er von Ihrem iPhone“, erklärt Baudach die technischen Abläufe. Der Verkäufer muss dann den Rabatt nur noch ver- buchen. „Sie können zum Beispiel an der Kasse ei- nen Artikel für diese Aktion hinterlegt sein. Wird ein Gutschein eingelöst, muss nur diese Artikelnummer gedrückt werden und schon ist das registriert.“

Ein weiterer Vorteil der Rabatt-Gutscheine auf dem Handy sei, dass das System sehr flexibel auf Er- eignisse reagieren könne. „Wenn der Bäckerei-In- haber feststellt, dass sein Ladenlokal am Wochen- ende nicht sehr stark frequentiert ist, dann könnte er über einen aggressiven Coupon versuchen, das

Geschäft zu beleben. Beispielsweise könnte er eine Happy-Hour zum Wochenende ausrufen und alle Getränke zum halben Preis verkaufen.“

Die elektronischen Coupons geben auch jede Menge Einblick in das Kundenverhalten. „Durch die Geodaten können wir dem Einzelhandel sehr kostengünstig Echtzeit-Informationen zur Verfü- gung stellen, die sie vorher gar nicht hatten“, sagt Baudach. „Das ist Vielen noch nicht klar, weil sie sich mit der Technologie noch nicht auseinander gesetzt haben.“ Erfasst werde zwar weder Name noch E-Mail Adresse noch Telefonnummer, aber jeder Nutzer erhält eine eigene Kundennummer, wenn er die App installiert. Darüber lässt sich das Verhalten des Kunden - anonymisiert - nachvollzie- hen. Etwa kann der Bäcker genau sehen, dass ein bestimmter Kunde die Coupons regelmäßig ein- löst, um bei Kaffee oder Berlinern zu sparen. „Die- se Informationen kann er nutzen, um Sie mit einem besonders tollen Coupon zu belohnen, weil Sie ein treuer Kunde sind.“

Virales Marketing nutzen

Bei all diesen Vorteilen dürfe allerdings nicht ver- gessen werden, dass eine Coupon-App kein Freifahrtschein für ein erfolgreiches Geschäft sei. „Wenn man ein derartiges System nutzt, muss man umdenken“, sagt Baudach. Man müsse sich dar- über Gedanken machen, wer der Nutzer ist, wie sich Information verbreiten und was für einen Cou- pon man einstellen möchte. „Wenn man dort einen Coupon einstellt, der einem 10 Prozent Preisnach- lass auf ein Dessert verspricht, dann wird das die Leute nicht ins Restaurant locken“, sagt Baudach. Um eine Mund-zu-Mund-Propaganda auszulö- sen, müsse der Coupon einen echten Anreiz lie- fern. „Wenn ein Restaurantbesitzer sagt: Die ersten 50, die kommen, essen zum halben Preis dann sind das Anreize, wo der Nutzer sagt: Boah, guck mal, hier kann ich zum halben Preis essen. Es gibt aber nur 50 Coupons, ich muss mich beeilen - und er würde sofort seinem Freund oder Nachbarn oder wem auch immer davon erzählen. Dann würde das virale Marketing einsetzen.“

erzählen. Dann würde das virale Marketing einsetzen.“ Coupons in Motion: www.coupons-in-motion.com Kontakt zu

Coupons in Motion:

einsetzen.“ Coupons in Motion: www.coupons-in-motion.com Kontakt zu Innomos InnoMoS GmbH Beckheide 1 33689 Bielefeld

Kontakt zu Innomos

InnoMoS GmbH

Beckheide 1

33689 Bielefeld

Telefon: 05205 / 98 16 40 E-Mail: info@innomos.com

© Shopgate ©Aliqua Eine App, alles drin. Mobiler Marktplatz für Onlinehändler Die Idee ist so
© Shopgate ©Aliqua Eine App, alles drin. Mobiler Marktplatz für Onlinehändler Die Idee ist so

© Shopgate ©Aliqua

Eine App, alles drin.

Mobiler Marktplatz für Onlinehändler

Die Idee ist so simpel wie vielversprechend: Zwei Jungunternehmer aus dem hessischen Butzbach haben einen mobi- len Marktplatz entwickelt, auf dem Online-Händler ihre Produkte anbieten können. Waren wie Bücher, Elektronik und Mode werden ebenso wie Tickets oder Dienstleistungen einfach und überall direkt über eine App vertrieben.

„Bisher gab es noch keinen Online-Shop, der die Möglichkeiten des M-Commerce für nicht-digitale Güter voll ausgeschöpft hätte“, sagt Shopgate- Gründer Andrea Anderheggen. Das soll sich nun ändern: Den Buchversand libri.de hat das Start-up ebenso überzeugt wie den Elektronikanbieter cy- berport, den Babyausstatter babywalz oder den Feinkost-Versand gourmondo.

Seit April 2010 gibt es Shopgate im Appstore. Auch im Android Market ist die App verfügbar, für das Windows Phone 7 ist eine in Vorbereitung. Mitt- lerweile sind über 280 Shops freigeschaltet, rund sieben Millionen Produkte werden angeboten und mehr als 500.000 Benutzer haben sich die Anwen- dung heruntergeladen. Für Händler sei die Teilnah- me auf dem Shopgate-Marktplatz unkompliziert,

versprechen die beiden Gründer Andrea Ander- heggen und Ortwin Kartmann. Die Händler füttern Shopgate mit Informationen, ähnlich wie bei Preis- suchmaschinen im Internet. In einer Tabelle werden knapp 30 Informationen zu den Produkten abge- fragt – vom Namen über den Preis bis hin zur Be- schreibung und Lieferbarkeit. „Das ist eine typische Liste“, sagt Anderheggen. „Die Händler können so ohne zusätzlichen Aufwand ihre Produkte bei Shopgate anbieten.“

Aufwand ihre Produkte bei Shopgate anbieten.“ DerVorteil für die Online-Händler sei offensichtlich: Sie

DerVorteil für die Online-Händler sei offensichtlich:

Sie können über Shopgate unkompliziert und güns- tig am Mobile Commerce teilnehmen und ganz neue Kundengruppen erschließen. Doch wer sich auf einem Marktplatz präsentiert, möchte auch ge- sehen werden. Allerdings ist die Konkurrenz groß. „Wir verfolgen verschiedene Ansätze, damit die Händler nicht in der Masse untergehen“, sagt An- derheggen. „Es gibt eine Premium-Händlersektion. Hier können sich Verkäufer mit besonderen Ange- boten positionieren. Außerdem gibt es auch eine Gutschein-Funktion, über die sich Händler abhe- ben können.“ Die einzelnen Shops werden nach Branchen gelistet, damit jeder Anbieter schnell von

nach Branchen gelistet, damit jeder Anbieter schnell von den einzelnen Kunden gefunden wird. „Geplant ist auch
nach Branchen gelistet, damit jeder Anbieter schnell von den einzelnen Kunden gefunden wird. „Geplant ist auch

den einzelnen Kunden gefunden wird. „Geplant ist auch eine mobile Live-Shopping-Seite, auf der die besten Angebote nach Kundeninteresse aufgelistet ist“, sagt Anderheggen.

Wer mehr will, kann sich auch eine eigene App von den Shopgate-Profis erstellen lassen, über die nur der jeweilige Händler zu erreichen ist. „Wir können auch für jeden Shop eine eigene App erstellen, die wir komplett managen. Das heißt, wir erstel- len sie, stellen Payment-Lösungen zur Verfügung und bringen die App auf die Apple-Plattform“, sagt Anderheggen. „Händler sparen so die Kosten für die Entwicklung einer eigenen App und sie können mobile Commerce mit sehr geringem Risiko tes- ten“, beschreibt Geschäftsführer den Nutzen einer App von Shopgate. „Und sie haben noch einen Vorteil: Shopgate beschäftigt sich ausschließlich mit Mobile Commerce. Wir verbessern ständig unsere Usability, arbeiten mit der führenden mobi- len Technologie und haben den Markt ständig im Blick“, verspricht der Gründer. „Wir werden ständig an der Front bleiben. So kriegen die Händler nicht irgendeine App, sondern eine sehr gute.“

Anzeichen für steigende Nachfrage im M-Com- merce gibt es genügend. Studien belegen, dass immer mehr User Apps nutzen, um mobil einzukau- fen. Ebay hat im Jahr 2011 rund fünf Milliarden US- Dollar über seine App umgesetzt (Link). Bekannte Online-Shops wie Amazon verdienen ebenfalls über eine eigene App. „Ebay und amazon haben gezeigt, dass Mobile Commerce funktioniert. Die haben aber ein eigenes Team und ein entspre- chendes Budget.“ Das fehle vielen Unternehmern. „Wir bieten eine eigene App extrem günstig an:

Eine iPhone App kostet nur 79 Euro pro Monat. Wer zusätzlich noch eine iPad-App haben möchte, zahlt 99 Euro pro Monat für beide zusammen.“

Herzstück der App sei eine einfache Payment-Lö- sung. „Mobile Payment ist ein wichtiger Bestand- teil des Bestellprozesses. Viele Kunden brechen genau hier ab.“ Kleine Bildschirme und wenig Zeit sind zentrale Aspekte beim mobile Shopping. Lan- ge Adress- und Bezahldatenabfragen stören und führen dazu, dass Kunden lieber auf das Produkt im Warenkorb verzichten und woanders einkaufen. Das wissen die Shopgate-Gründer aus Erfahrung. Beide arbeiten schon lange im Mobile Payment:

Kartmann hat die Bezahlplattform sofortüberwei- sung.de entwickelt, das zweitgrößte E-Payment- Portal Deutschlands. Anderheggen ist der Vorstand

© Shopgate
© Shopgate

Verschiedene Wege führen zum Ziel

Bei Shopgate können Nutzer auf verschiedenen Weise zum gewünschten Produkt gelangen. Entweder sie wählen direkt einen bestimmten Shop aus, nutzen die Suche oder scannen ein Barcode ein. Wer als Shopbetreiber ein wenig mehr auffallen möchte, kann Coupons und Gutscheine in der App hinterlegen.

von Payment Network. Er vermittelt und vermark- tet sofortüberweisung.de. Die Fehler der anderen wollen die beiden bei Shopgate nicht wiederho- len und orientieren sich am Branchen-Primus. „Wir haben uns den App-Store als Vorbild genommen – nirgends kann man so leicht bezahlen wie dort. Kunden sollten möglichst wenig eingeben müssen, da bietet sich ein 1-Klick-Payment an. Das haben wir umgesetzt.“ Auch Sicherheit sei ein zentrales Thema beim Bezahlvorgang. „Die Kunden müssen sich sicher fühlen“, sagt Anderheggen. „Wir haben uns über diesen Punkt viele Gedanken gemacht.“

Beim einfachen mobilen Shopping-Vergnügen hört die Phantasie der beiden Shopgate-Gründer al- lerdings nicht auf. Besonders das Zusammenspiel zwischen online- und offline-Welt ist Anderheg- gen und Kartmann eine Herzensangelegenheit. „Für uns ist am Mobile Commerce vor allem der

„Für uns ist am Mobile Commerce vor allem der Schnittpunkt interessant, wenn Marketing auf sales trifft.
„Für uns ist am Mobile Commerce vor allem der Schnittpunkt interessant, wenn Marketing auf sales trifft.

Schnittpunkt interessant, wenn Marketing auf sales trifft. Hier wollen wir Mobile Commerce im Ernst machen“, sagt Anderheggen. „Wir wollen die rea- le Welt mit einbeziehen.“ Das könnte so aussehen, dass User über ihr Smartphone Lagerbestände verschiedener Einzelhändler nach einem Produkt durchsuchen und sich den Shop in der Umgebung anzeigen lassen, der das gewünschte Produkt vor- rätig hat. Ein Beispiel gibt Anderheggen: „Sie sind in Urlaub in Amsterdam und suchen eine Apotheke, in der Sie Aspirin kaufen können. Unser Ziel ist es, dass unsere App Sie zur nächsten Apotheke führt und Sie das Aspirin dort direkt in Empfang nehmen können – bezahlt haben sie schon vorher über ihr Handy. Das ist die Zukunft des mobile Commerce.“

über ihr Handy. Das ist die Zukunft des mobile Commerce.“ Shopgate-Gründer Andrea Anderheggen Kontakt zu Shopgate

Shopgate-Gründer Andrea Anderheggen

Kontakt zu Shopgate

Shopgate GmbH

Schloßstraße 10

35510 Butzbach

Telefon: 06033 / 74 70-0 E-Mail: support@shopgate.com

© ©Aliqua Square Das Handy Als Digitale Brieftasche Dank vieler Apps ist das Einkaufen mit
© ©Aliqua Square Das Handy Als Digitale Brieftasche Dank vieler Apps ist das Einkaufen mit

© ©Aliqua Square

Das Handy Als Digitale Brieftasche

Dank vieler Apps ist das Einkaufen mit Smartphones immer und überall möglich. Doch was ist mit Dienstleistungen? Dem Friseurbesuch? Der Autowäsche? Glaubt man Branchenexperten, muss bald niemand mehr dafür Bargeld zü- cken. Das macht dann alles das intelligente Handy.

Das Marktforschungsunternehmen Juniper Re- search schätzt den Markt für das sogenannte Mo- bile Payment schon für das Jahr 2015 auf 670 Milli- arden Dollar (rund 530 Milliarden Euro). Im Prinzip ist diese Technik auch schon seit Jahren im Einsatz. Bisher wurden damit jedoch in erster Linie Klin- geltöne, Videos und Lieder abgerechnet, die Nut- zer heruntergeladen hatten. Die Abwicklung kann dann über klassische Zahlungsmittel, wie etwa die Kreditkarte oder Paypal, erfolgen. Eine Möglichkeit ist aber auch die Mobilfunkrechnung.

Viele Wege führen zur Kasse

Doch bis jetzt hat sich noch kein Königsweg he- rauskristallisiert. Es gibt so viele unterschiedliche Ansätze, das Handy zum Geldbeutel zu machen, wie es Anbieter gibt. Fast alle großen Kreditkarten- institute haben eigene Lösungen entwickelt, etwa American Express, die im März 2011 eine digitale Zahlungs-Plattform eingerichtet haben. Auch viele Telefonkonzerne halten spezielle Bezahlmöglich- keiten für das Handy bereit. So haben Vodafone

© Square
© Square
© Starbucks
© Starbucks

System mpass auf den Markt gebracht, seit 2010 ist auch die Telekom mit dabei. Nutzer könnten auf diesem Weg unkompliziert ihre Interneteinkäufe bezahlen, verspricht der Service.

Vielversprechend: Kontaktloses Bezahlen

Doch auch jenseits des Internets soll das Mobile Payment für Furore sorgen. So könne das kon- taktlose Bezahlen schon bald zum Alltag gehören. Möglich macht das die sogenannte Near Field Communication (NFC). Ist das Smartphone oder die Kreditkarte mit einem entsprechenden Chip und ist das Kassensystem mit einem Lesegerät aus- gestattet, dann können sie über eine kurze Distanz miteinander kommunizieren und das Geld wird vom Handy in das Kassensystem übertragen. Bis- her gibt es allerdings nur wenige Smartphones, die über einen NFC-Chip verfügen, auch die Kassen in Supermärkten und Läden verfügen noch nicht über die notwendige Technik. Allerdings könnte ein Pilotprojekt der Deutschen Kreditwirtschaft schon dieses Jahr das kontaktlo-

Deutschen Kreditwirtschaft schon dieses Jahr das kontaktlo- se und O2 das Bezahlen in Deutschland populär machen.
Deutschen Kreditwirtschaft schon dieses Jahr das kontaktlo- se und O2 das Bezahlen in Deutschland populär machen.

se und O2 das Bezahlen in Deutschland populär machen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, erprobt die deutsche Kreditwirtschaft seit Mitte Januar 2012 das Projekt girogo in Hannover. Wer eine EC-Karte mit einem entsprechenden Chip be- sitzt, kann darauf Geld aufladen und demnächst bei Edeka, Esso oder Thalia ohne Pin und Unter- schrift bezahlen. Die Girokarte muss nur vor ein entsprechendes Lesegerät gehalten werden und schon wird das Geld von der Karte abgebucht. Auch Vorreiter PayPal testet bereits eine NFC-App in Schweden.

Starbucks und Square bieten eigene Lösungen

Daneben gibt es aber auch immer Anbieter, die ihren ganz eigenen Weg gehen. Die Kaffeekette Starbucks hat eine eigene App auf den Markt ge- bracht. So können Kunden in den USA ihren Kaffee mit dem Handy zahlen. Der neue Service ist ein Riesenerfolg. Ein weitere interessante Lösung hat der Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey entwickelt. Square heißt sein System, das sich vor allem an kleine Händler richtet, die sich kein stationäres Kre- ditkartenlesegerät leisten können.

Das Handy ist immer dabei

Die Vorteile von Mobile Payment liegen buchstäb- lich auf der Hand: Das Mobiltelefon haben Nutzer in der Regel immer bei sich. Und auch die Sicher- heitsvorkehrungen etwa durch den PIN stehen an- deren Bezahlsystemen in nichts nach. Außerdem gibt es bereits zugeschnittene Verschlüsselungsme- chanismen, wie sie beim Bezahlen im Internet schon länger eingesetzt werden. Ein großes Hindernis ist allerdings, dass viele der Payment-Lösungen eine bestimmte Software oder Hardware benötigen, manchmal auch beides. Das trifft sowohl auf Kun- den als auch auf die Einzelhändler zu.

Datensicherheit muss sein

Auf Seiten der Verbraucher wird das Bezahlen mit dem Handy immer stärker akzeptiert. Die Aussicht, ganz bequem und bargeldlos zu zahlen, motiviert die Menschen ebenso, das Mobile Payment zu nutzen, wie das Interesse daran, eine neueTechno- logien auszuprobieren. Allerdings tun sie das nicht unkritisch. Es ist ihnen wichtig, dass ihre Daten si- cher sind und die Kosten dafür gering bleiben.

Der Posterladen

Filialen auf Plakaten

Der Posterladen Filialen auf Plakaten ©Aliqua Auf den ersten Blick sieht es schräg aus: Menschen gehen
Der Posterladen Filialen auf Plakaten ©Aliqua Auf den ersten Blick sieht es schräg aus: Menschen gehen

©Aliqua

Auf den ersten Blick sieht es schräg aus: Menschen gehen in einer Art Tapete einkaufen. Möglich macht das der QR- Code. Der Marketing-Gag, ein ganzes Geschäft auf einem Plakat abzubilden, hat sich in Südkorea bewährt. Jetzt erobern die Plakatshops auch Deutschland. In S- und U-Bahnhöfen können Verbraucher rund um die Uhr ein großes Kosmetiksortiment scannen - und nach Hause bestellen. Der Anbieter braucht keine Ladenlokale und der Kunde muss sich nicht mehr abends ins Getümmel werfen.

Die Plakatkampagne begleitete die Einführung des Onlineshops der Naturkosmetikmarke Aliqua, die zur Hamburger Drogeriekette Budnikowsky gehört. „Naturkosmetik ist ein Markt der Zukunft. In die- sem Sinne wollten wir mit dem Launch des Shops etwas finden, das ihn genauso zukunftsträchtig be- gleitet“, sagt die Pressesprecherin von Budnikows- ky, Wiebke Spannuth. Die Plakate sind im Design den echten Aliqua-Filialen nachempfunden und sind zunächst in zehn deutschen Städten „eröffnet“

worden. „Die Plakate hängen in der Nähe von U- Bahnstationen, die möglichst frequentiert sein sol- len, aber auch so gestaltet sein müssen, dass man dort in Ruhe davor stehen kann. Da darf kein Gleis dazwischen sein“, sagt Spannuth.

Einmal scannen bitte

Neben jedem Produkt, das auf den Plakaten abge- bildet ist, befindet sich ein sogenannter QR-Code.

QR steht für Quick Response und bedeutet soviel wie „schnelle Antwort“. Hinter diesem Code steckt eine Webadresse, die von einem Smartphone aus- gelesen werden kann. Dazu muss nur eine spezi- elle Software, ein sogenannter Barcode-Scanner, installiert werden. Diese kleinen Programme gibt es beispielsweise im App-Store oder im Android Market kostenlos. Der Vorteil an dieser Methode ist, dass man über den Link hinter dem QR-Code direkt zu dem gewünschten Produkt im Aliqua- Onlineshop geführt wird. Das erspart mühsames Tippen auf dem iPhone. Mit einem Klick kann der Kunde die Kosmetik-Produkte in den Warenkorb le- gen und bestellen. Die angeforderten Cremes und Parfums werden dann - wie bei anderen Online- shops auch - nach Hause geliefert.

© BV24
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Plakat von Aliqua an der U-Bahnstation Saarland- straße in Hamburg.

Gut kopiert

Das Konzept der Shopping-Wall hat die Ham- burger Internetagentur Satzmedia entwickelt und umgesetzt. „Wir sind nicht die Erfinder der Plakat- kampagne und wir sind auch nicht die Erfinder des QR-Codes“, sagt Geschäftsführer Markus Meyer- Westphal. „Das sind alles Mechanismen, die es schon gibt. Andere Vorreiter in der Welt haben das schon erfolgreich umgesetzt. Das berühmteste Bei- spiel ist das von Tesco in Südkorea. Das haben wir kopiert. Budnikowsky ist eines der ersten Unterneh- men, die das flächendeckend genutzt haben.“

Die Verbindung zwischen Plakatwänden und On- line-Shop ermöglicht ein sogenanntes Mobile Plugin. Das ist eine zusätzliche Software, die die Funktionalität des Onlineshops erweitert und die Kommunikation mit dem Mobiltelefon erlaubt. So können nicht nur Waren über das Smartphone be-

erlaubt. So können nicht nur Waren über das Smartphone be- stellt werden, sondern auch Gutscheine, die
erlaubt. So können nicht nur Waren über das Smartphone be- stellt werden, sondern auch Gutscheine, die

stellt werden, sondern auch Gutscheine, die dann ohne Probleme auch in den echten Aliqua-Filialen in Hamburg eingelöst werden können.

Mobile Commerce wird zum Alltag

Dieses mobile Plugin musste von Satzmedia aller- dings erst einmal den Erfordernissen angepasst werden. Eine solche Software war bisher nur in einer unfertigen Version, dem sogenannten Beta- Status, erhältlich. „Jetzt standen wir vor der Her- ausforderung, dieses Modul trotzdem schon zu nutzen“, sagt Meyer-Westphal. „Wir mussten also – technisch gesehen – diesen Beta-Status einfach überwinden. Wir waren dann selbst Entwickler die- ses mobilen Plugins.“ Besonders herausfordernd war es, die geeignete Bezahlmethode zu finden. „In Deutschland stecken die mobilen Bezahlfunk- tionen noch in den Kinderschuhen“, erklärt Meyer- Westphal. „Da kommt fast nur PayPal in Frage.“

Dass nur Menschen mit einem Smartphone die Plakatwände nutzen können, sieht Meyer-West- phal ganz entspannt. Denn der Onlineshop stehe jedem Computerbenutzer offen. Aber dass dem Mobile Commerce die Zukunft gehört, davon ist er überzeugt: „Mobile Commerce wird ein All- tagsphänomen, aber nicht für beliebige Produk- te“, sagt Meyer-Westphal. „Online-Shopping war der Schritt von Der Laden hat zu, aber jetzt kann ich nachts kaufen und Mobile Commerce ist der konse- quente nächste Schritt: Ich stehe nachts vor einem Schaufenster, der Laden hat zu, aber an dem Klei- dungsstück im Schaufenster hängt ein QR-Code. Da brauche ich nur klicken und schon kann ich es kaufen. Da brauche ich keine Ladenöffnungszeiten mehr.“

Kontakt zu Aliqua

Aliqua Naturkosmetik Parfümerie Eppendorfer Landstr. 90 20249 Hamburg

Telefon: 040 / 68 27 91 718 E-Mail: shop@aliqua-naturkosmetik.de

Unser nächstes Themenspecial „Gorilla Marketing?“ entsteht in Zusammenarbeit mit Studenten des Studiengangs

Unser nächstes Themenspecial „Gorilla Marketing?“ entsteht in Zusammenarbeit mit Studenten des Studiengangs Informations- management und Unternehmens- kommunikation der Hochschule Neu-Ulm.

Es erscheint im März 2012.

Impressum

Herausgeber:

VALUE24 Businessportale Deutschland GmbH

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Tel: +49 (0)40 / 807 93 807 Fax: +49 (0)40 / 807 93 812

Geschäftsführer: Steffen Kneist

Fotos: Aliqua, InnoMos, Shopgate, Starbucks, Square, Tesco, Ed Yourdon / Flickr, Matt Mc- Gee / Flickr, trepavica / photocase.com, mi.la / photocase.com, Boris Juhl

Redaktion und Text: Julia Räsch Layout und Illustration: Daniela Richardon

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