Sie sind auf Seite 1von 2

Im Bauch einer schwangeren Frau unterhal-

ten sich zwei ungeborenen Babys. Das eine Das gläubige Baby antwortet: " Ich kann nicht Die Atheisten bzw. Materialisten, die klar die Exis-
einverstanden sein, mit dem was du sagst. tenz Allahs bestreiten mit dem Argument, dass sie
ist gläubig, das andere ungläubig.
Manchmal, wenn alles ganz still ist, kann man Ihn nicht mit ihren Sinnesorganen erfassen kön-
hören, wie sie singt und man kann spüren, wie sie nen und die Agnostiker, die sagen, dass man nicht
unsere Welt streichelt. Ich glaube fest daran, dass wissen kann, ob Gott existiert oder nicht und die
Das ungläubige Baby fragt das andere: " Glaubst
unserer wahres Leben nach der Geburt beginnt." sich dann auch nicht mehr viele Gedanken in diese
du an ein Leben nach der Geburt?"
Richtung machen.
UND DU???
Das gläubige Baby antwortet: " Ja, natürlich. Je-
Wenn man jedoch beide Gruppen fragt, ob sie
dem ist doch klar, das ein Leben nach der Geburt
Quelle:55a.net davon überzeugt sind, dass Radiowellen oder
existiert. Hier sind wir nur, um stärker zu werden
und um bereit zu sein, für das, was uns erwartet. (Übersetzt von way to Allah aus dem Russischen) magnetische Felder existieren, sagen natürlich
beide "ja" und würden sich über jemanden lustig
"
machen und ihn als ungebildet zurückweisen, der
Die Erkenntnis, dass Gott existiert die Existenz von Radiowellen und Magnetismus
Das Ungläubige meint darauf: " Das ist doch
bestreitet. Jedoch kann man weder elektromagne-
dumm. Es gibt kein Leben nach der Geburt.
tische Wellen, noch ein magnetisches Feld sehen
Kannst du dir vielleicht vorstellen, wie so ein Le-
oder hören - man erkennt die beiden Phänomene
ben aussehen soll?" -I- Der Weg zur Erkenntnis, dass Gott exis-
nur an deren Auswirkungen auf bestimmte Kör-
tiert
per, wie z.B. Eisen.
Das Gläubige erklärt: " Ich weiß nicht alles detail-
liert, aber ich weiß, dass es dort viel mehr Licht Im Quran sagt Allah: "Und Ich habe die Dschinn
gibt als hier und es kann sein, dass wir selber Wir nennen es die Beschränktheit der menschli-
und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie
essen und laufen können." chen Sinne und des menschlichen Verstandes.
Mir dienen." [51:56]
An dem obigen Beispiel haben wir gesehen, dass
Das Ungläubige reagiert leicht böse: " Was ist das Dass der Mensch das Geschöpf Gottes ist und dass
einerseits der Mensch nicht alles, was existiert,
denn für ein Unsinn. Das ist ganz unmöglich. Sel- er seinen Schöpfer anbeten soll, ist also der Sinn
mit seinen Sinnen aufnehmen kann und zweitens,
ber gehen und essen? Wie soll das denn gehen? und Zweck der Existenz des Menschen. Ohne die-
dass man längst nicht sagen kann, dass etwas
Das ist doch lächerlich." ses Anerkennen Gottes als Schöpfer und Herr ist
nicht existiert, nur weil man es nicht sehen oder
das Leben folglich sinnlos. Nun stellt sich die Fra-
mit seinen Sinnen erfassen kann. Ebenso kommt
Das Gläubige sagt: " Ich bin überzeugt, dass es ge, wie der Mensch seinen Schöpfer erkennen
man manchmal zu Fehlschlüssen, wenn man et-
möglich ist. Das wird nur ein bisschen anders sein. kann. Zunächst müssen wir also einen Weg zu
was mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt, ohne
Das kann man sich doch vorstellen! dieser Erkenntnis Gottes finden. Dieser Weg ist
den Verstand einzusetzen: Betrachtet man einen
eine zentrale Frage, denn wenn wir nicht den rich-
Das Ungläubige meint unsicher: " Aber von dort Stab, der senkrecht ins Wasser eingetaucht ist, so
tigen Weg finden, kommen wir auch nicht zum
ist doch noch niemand zurückgekommen! Das hat man den Eindruck, dass er an der Stelle, wo
erhofften Ziel.
die Wasseroberfläche ist, gebrochen ist. In Wirk-
Leben endet einfach mit der Geburt und es gibt
lichkeit täuscht einen hier das Auge, und der
nichts mehr danach. Um den richtigen Weg zu finden und klar aufzu-
Verstand sagt, dass dies ein physikalisch-optischer
zeigen, dass ein falscher Weg nicht zum Ziel führt,
Effekt ist und dass der Stab in
Das Gläubige unterbricht ihn: " Nein, nein! Ich wollen wir zunächst betrachten, wie sich diejeni-
weiß zwar nicht genau, wie unser Leben nach der gen, die nicht die Existenz Gottes anerkennen, Wirklichkeit nicht gebrochen ist.
Geburt aussehen wird, aber ich bin mir sicher, den Weg zur Erkenntnis der Existenz Gottes vor-
dass wir unsere Mutter treffen werden und sie stellen. Es gibt einen schönen Witz, der sich in einer
wird sich um uns kümmern."
sechsten Klasse ereignet haben soll: Der Lehrer
Das Ungläubige protestiert: "Schwachsinn! Ich Heutzutage findet man oft zwei Gruppen von fragte die Schüler: "Seht ihr mich?",
habe bislang keine Mutter gesehen und deswegen Nichtmuslimen, welche die Existenz Gottes nicht
gibt es sie auch nicht." anerkennen:
worauf sie antworteten: "Ja", worauf er sagte: Erkenntnis. Wie wir gesehen haben, funktioniert
"Also existiere ich." Er fuhr fort: "Seht ihr die Ta-
fel?", worauf sie sagten: "Ja", worauf er sagte:
der Verstand aber nicht mehr in Bereichen,
Teil I
"Also existiert die Tafel". Er fuhr weiter fort: "Seht die jenseits von räumlich und zeitlich endlicher
ihr den Tisch?", worauf sie antworteten: "Ja", Materie liegen.
worauf er sagte: "Also existiert der Tisch". Dann
fragte er: "Seht ihr Gott?", worauf sie antworte- Als Abschlussbemerkung können wir also festhal-
ten: "Nein", worauf er sagte: "Also existiert Gott ten, dass sowohl die Atheisten als auch die Agnos-
nicht!" Da stand ein intelligenter Schüler auf und
sagte: "Seht ihr den Verstand des Lehrers?", wor-
tiker einen Weg eingeschlagen haben, der prinzi-
piell nicht zum Ziel führen kann! Der tiefe innere
Atheist
auf sie sagten: "Nein", worauf er sagte: "Also e- Beweggrund für eine solche Haltung, die erwartet,
xistiert der Verstand des Lehrers nicht!" dass der Mensch alle Wahrheiten mit seinen Sin-
nen erfassen können muss, ist wohl eine Art
So viel zur Fähigkeit der menschlichen Sinne. Nun Hochmut.
zum menschlichen Verstand: Der menschliche
Verstand kann nur Dinge erfassen, die räumlich "Und diejenigen, die nicht mit Unserer Begegnung
und zeitlich endlich sind. Beim Umgang mit Un- rechnen, sagen: ""Warum werden keine Engel zu
endlichkeit arbeitet der Verstand nicht mehr rich- uns herniedergesandt? Oder (warum) sollten wir
(nicht) unseren Herrn schauen?" "Wahrlich, sie
tig und verwickelt sich in Widersprüche.
denken zu hoch von sich und haben die Schranken Way to Allah e.V.
Nachdem wir gesehen haben, dass erstens die arg überschritten." [25:21]
menschlichen Sinne nicht alles, was existiert, er- www.way-to-Allah.com
fassen können, und zweitens, der menschliche
Verstand nur Dinge erfassen kann, die sowohl in
der räumlichen und zeitlichen Dimension be- -II- Der Weg zur Erkenntnis Allahs durch
schränkt sind, ist es nun leicht erkennbar, wo der Seine Zeichen
Fehler bei den Atheisten liegt, die Gott leugnen,
weil sie Ihn nicht sehen bzw. mit ihren Sinnen Wir haben gesehen, dass wir Allah nicht direkt mit
erfassen können: Allah der Herr der Welten und unseren Sinnen wahrnehmen können. Nun stellt
der Schöpfer aller Dinge, der Materie, Raum und sich die Frage, wie wir denn dann die Existenz
Zeit erschaffen hat, unterliegt selbst nicht den Allahs wahrnehmen können. Die Antwort lautet:
Gesetzen von Raum und Zeit. Für Ihn selbst gilt durch die Spuren, die der Allmächtige in Seiner
weder Raum noch Zeit. Wenn man also den Schöpfung hinterlässt. Anstatt Spuren könnten wir
Schöpfer von Raum und Zeit noch nicht einmal auch Zeichen sagen.
mit dem Verstand erfassen kann, wie soll man
denn dann erwarten, das man Ihn etwa sehen "Und wie viele Zeichen sind in den Himmeln und
kann?! auf Erden, an denen sie vorbeigehen, indem sie
sich von ihnen abwenden!" [12:105]

W a y to A ll a h e .V.
Ebenso ist die Einstellung der Agnostiker absurd,
die sich nicht weiter mit Gott befassen, weil sie "Haben die Ungläubigen nicht gesehen, dass die
sagen, dass man so etwas wie die Wahrheit der Himmel und die Erde eine Einheit waren, die Wir
Existenz Gottes und die Wahrheit der Religion dann zerteilten? Und Wir machten aus dem Was-
sowieso nicht herausfinden kann. Die Agnostiker ser alles Lebendige. Wollen sie denn nicht glau-
akzeptieren aber nur ihren Verstand als Mittel der ben?" [21:30]