Sie sind auf Seite 1von 3
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Lehrstuhl BWL III: Unternehmensrechnung und Controlling Prof. Dr. Uwe Götze

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Lehrstuhl BWL III: Unternehmensrechnung und Controlling Prof. Dr. Uwe Götze

Einführung in die BWL für Wirtschaftsingenieure – WS 2011/2012 Übung 1

1. Theoretische Grundlagen

a) Welche Aufgabenbereiche umfasst die BWL als wissenschaftliche Disziplin?

b) Was beinhalten der Erfahrungs- und der Erkenntnisgegenstand der BWL?

c) Stellen

Sie

die

wesentlichen

Wegbereiter

der

BWL

(Eugen

Schmalenbach,

Wilhelm Rieger, Heinrich Nicklisch und Erich Gutenberg) kurz vor.

d) Was wird jeweils unter dem Rationalprinzip und dem ökonomischen Prinzip ver- standen? Ordnen Sie im Weiteren den folgenden Situationen die Ausprägungen des ökonomischen Prinzips zu:

1) Die Anton AG stellt Komponenten für den Hybridantrieb her. Sie bekommt einen Auftrag zur Fertigung von 20.000 Komponenten für einen bestimmten Fahrzeugtyp zu einem festgelegten Stückpreis. Für diesen Auftrag kann die Anton AG auf zwei verschiedene Produktionsprozesse zurückgreifen. Der eine Prozess führt aufgrund des niedrigen Ausschussanteils zu günstigeren Materialkosten, während der andere Prozess wegen der größeren Produktions- geschwindigkeit niedrigere Fertigungskosten verursacht.

2) Die Berry GmbH stellt verschiedene Produkte her und möchte ihr Produktions- programm überarbeiten, um ihren Gewinn zu maximieren. Die GmbH möchte aber nicht den Materialeinsatz erhöhen oder ihre Fertigungskapazität aus- bauen.

3) Die Vita AG produziert verschiedenste Vitalprodukte in mehrstufigen Pro- zessen. Je nach Produkt fallen unterschiedliche Materialbedarfsmengen an, und bei den verschiedenen Prozessen wird die Prozesskapazität unterschied- lich beansprucht. Ziel der Vita AG ist die Gewinnmaximierung.

4) Zur Herstellung von drei Sorten Vogelfutter, für die mit den Vertriebspartnern jeweils bestimmte Abnahmemengen vertraglich fixiert wurden, stehen der Zwitscher GmbH verschiedene Körnersorten zur Verfügung. Diese sind gemäß den Qualitätsanforderungen so zu mischen, dass die Gesamtkosten minimiert werden.

Übung 1 – Einführung in die BWL für Wirtschaftsingenieure – WS 2011/2012

e)

Für die Herstellung von 100 Kissenbezügen werden 20 m² Stoff benötigt. Der Wert des Stoffes beläuft sich auf 50 €/m². Der Wert eines Kissenbezuges beträgt 100 €.

1) Bestimmen Sie die mengen- und die wertmäßige Wirtschaftlichkeit, wenn 20 m² Stoff zur Herstellung von 100 Kissenbezügen zum Einsatz kommen.

2) Die Produktivität der Kissenbezugherstellung soll um 20 % gesteigert werden. Welche Möglichkeiten haben Sie?

f)

Beschreiben Sie die Beziehung der Betriebswirtschaftlehre zu den Ingenieurwis- senschaften.

2.

Wirtschaftsgüter

a)

Kategorisieren Sie die verschiedenen Arten von Wirtschaftsgütern und nennen Sie jeweils ein Beispiel.

b)

Geben Sie für die folgenden Geschäftsfälle an, um welche Art von Gütern es sich jeweils handelt (Mehrfachzuordnungen möglich):

1) Die Find GmbH besitzt auf den Bahamas ein Grundstück, welches es der Hotelkette „Schöner Urlaub machen“ gegen Entgelt zur Bewirtschaftung über- lässt.

2) Die Walzer AG nimmt ein Darlehen auf, um eine zusätzliche Walzanlage für den Ausbau ihres Stahlwalzwerkes zu kaufen.

3) Julius Fester arbeitet seit drei Jahren bei einem Fast Food-Hersteller als Ab- teilungsleiter, wofür er ein monatliches Gehalt bezieht.

4) Derselbe Julius Fester geht auch hin und wieder in einem Fast Food-Restau- rant zum Essen.

5) Die Maschini GmbH & Co. KG verkauft weltweit industrielle Großanlagen für die Trinkwasseraufbereitung und -versorgung mit Projektierung.

6) Der Werkzeugmaschinenhersteller Blech AG benötigt im nächsten Quartal 10 Tonnen der Stahlsorte C45E.

3.

Multiple Choice-Aufgaben

a)

Welcher der folgenden Vertreter der BWL gilt als Begründer des Fachs?

o

Heinrich Nicklisch

o

Erich Gutenberg

o

Eugen Schmalenbach

o

Wilhelm Rieger

Übung 1 – Einführung in die BWL für Wirtschaftsingenieure – WS 2011/2012

b) In welchem Sachverhalt wird das Minimalprinzip angestrebt?

o

Herr Springer möchte nach der Neueröffnung seines Geschäftes innerhalb von drei Monaten die Gewinngrenze erreichen.

o

Der Zuschneider Meier soll 50 Anzüge aus möglichst wenig Stoff heraus- schneiden.

o

Der Taxifahrer Oleg möchte, dass seine Fahrer mit möglichst wenig Benzin möglichst weit kommen.

o

Der Filialleiter Schuster soll mit einem Kapitaleinsatz von 100.000 € einen möglichst großen Gewinn erzielen.

c) Mit welchen Wirtschaftseinheiten beschäftigt sich die Betriebswirtschaftslehre?

o

Wohltätige Vereine

o

Private Haushalte

o

Öffentliche Haushalte

o

Produktionswirtschaften

d) Welche der folgenden Behauptungen ist richtig?

o

Die Begriffe Betrieb und Unternehmen können synonym verwendet werden.

o

Betriebe streben eine Eigenbedarfsdeckung an.

o

Unternehmen streben eine Eigenbedarfsdeckung an.

o

Ein Betrieb ist eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, in der Sachgüter produziert und/oder Dienstleistungen bereitgestellt werden.

Literatur/in Anlehnung an:

Gönner, K.; Lind, S.: Allgemeine Wirtschaftslehre, 8. Aufl., Bad Homburg 1999. Schanz, G.: Rekonstruktion betriebswirtschaftlicher Wissenschaftsprogramme, in: Bea, F.X.; Dichtl, E.; Schweitzer, M. (Hrsg.): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Band 1: Grundfragen, Stuttgart 1997. Schierenbeck, H.: Übungsbuch zu Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, 8. Aufl. Wien, München

2000.

Töpfer, A.: Betriebswirtschaftslehre. Anwendungs- und prozessorientierte Grundlagen, 2. Aufl., Berlin, Heidelberg 2007. Wöhe, G.; Döring, U.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftlehre, 24. Aufl., München 2010. Wöhe, G.; Kaiser, H.; Döring, U.: Übungsbuch zur Allgemeinen Betriebswirtschaftlehre. 13. Aufl., München 2010.