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Physiologie Band 1 Allgemeine Physiologie, Wasserhaushalt, Niere www.medi·learn.de Ci)
Physiologie Band 1
Allgemeine Physiologie, Wasserhaushalt, Niere
www.medi·learn.de
Ci)
Autor: Claas Wesseier Herausgeber: MEDI-LEARN Bahnhofstraße 26b, 35037 Marburg/ Lahn Herstellung: MEDI-LEARN Kiel
Autor: Claas Wesseier
Herausgeber:
MEDI-LEARN
Bahnhofstraße 26b, 35037 Marburg/ Lahn
Herstellung:
MEDI-LEARN Kiel
Olbrichtweg 11, 24145 Kiel
Tel: 0431/78025-0, Fax: 0431/78025-27
E-Mail: redaktion@medi-Iearn.de, www.medi-Iearn.de
Verlagsredaktion: Dr. Waltraud Haberberger, Jens Plasger, Christian Weier, Tobias Happ
Fachlicher Beirat: PO Dr. Andreas Scholz
Lektorat: Eva Drude
Grafiker: Irina Kart, Dr. Günter Körtner, Alexander Dospil, Christi ne Marx
Layout und Satz: Angelika Lehle, Thorben Kühl, Kjell Wierig
Illustration: Daniel Lüdeling, Rippenspreizer.com
Druck: Druckerei Wenzel, Marburg
1. Auflage 2007
ISBN-10 3-938802-24-3
ISBN-13 978-3-938802-24-3
© 2007 MEDI-LEARN Verlag, Marburg
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schung als auch klinische Erfahrungen sorgen dafür, dass der Wissensstand ständig erweitert wird. Dies gilt insbe-
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Vorwort

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, da ihr euch entschlossen habt, den ste inigen

späte r sowohl geda nklich als auch praktisch mit den wirklich üblen Begleiterscheinungen dieses anso nste n

spa nnenden Studi ums auseinander setzen, z.B. dem Physikum. Mit einer Durchfallquote von ca. 25% ist das Physikum die unangefocht ene Nu mmer eins in der Hitliste der

zahlrei chen Selektionsmechanismen. Grund genug fü r uns, euch durch die vor liegende Skriptenreihe m it insgesamt 31 Bänden fachlich und ler n- strategi sch unter die Arme zu greif en. Die 30 Fachbände beschäftigen sich mit den Fächern Physik, Physio-

logie, Chemie, Biochemie, Biologie, Histologie,

der M EDI-LEARN Skriptenreihe widmet sich ausfüh rlich den Themen Lernstrategien, M e-Techniken und Prüfu ngsrhetorik. Aus unserer langjährigen Arb eit im Bereich professioneller Pr üfungsvorbereitung sind uns die Probleme der Studenten im Vorfeld des Physikums best ens bekannt. Angesichts des enormen Lern stoffs ist klar , dass nicht 100% jedes Prüfungsfachs gelernt werden können . Weit weniger klar ist dagegen, w ie eine M inimierung der Faktenflut bei gleichzeitiger M aximierung der Besteh enschancen zu bewerkste lligen ist. Mit der MEDI-LEARN Skriptenreihe zur Vorbe reitung auf das Physikum haben wir dieses Problem für euch gelöst. Unsere Auto ren haben durch die Ana lyse der bish erigen Examina den examensrelevant en Stoff für jedes Prü fungsfach herausgefiltert. Auf diese Weise sin d Skrip te ent standen, die eine kurze und prägnante Darstellung des Prüfungsstoffs liefern . Um auch den m ündlichen Teil der Physikumsprüfung nicht aus dem Auge zu verlieren , wurden die Bände jeweils um Themen ergä nzt, die für die m ündliche Pr üfung von Bedeutung sind. Zusammenfassend können wir feststellen, dass die Kennt nis der in den Bänden gesammelten Fachinform a- t ionen genügt, um das Examen gut zu bestehen . Grun dsätzlich emp fehlen w ir, die Examensvorbere itung in dre i Phasen zu gliedern. Dies setzt voraus, dass man m it der Vorb ereit ung sc hon zu Semest erbeginn [z.B. im April für das Aug ust-Examen bzw. im Oktober für

das März- Examen ] sta rtet. W enn nur die Semest erferien für die Examensvorbereit ung zur Verfüg ung stehen, sollte dire kt wie unten beschrieben mit Phase 2 bego nnen werden.

Weg zum Medicus zu

beschreiten, mü sst ihr euch frü her oder

Anat omie und Psycho logie/ Soziologie. Ein geso nderte r Band

omie und Psycho logie/ Soziologie. Ein geso nderte r Band • Phase 1: Die erste Phase

• Phase 1: Die erste Phase der Exam ensvorbereitung ist der

Erarbeitung des Lernstoffs gewidm et. Wer zu

Semesterbeg inn anfängt zu lernen , hat bis zur schriftlichen Pr üfung je drei Tage für die Erarbeitung jedes Skriptes zur Verfügu ng. Mög licherweise we rden einzelne Skripte in we niger Zeit zu bew ält iqen sein, dafür bleibt dann mehr Zeit für andere Themen oder Fächer . Während der Erarb eitungsphase ist es sinnvoll, ein-

1111

zelne

Sachverha lt e durc h

die punktuelle Lektüre eines Lehr buchs zu

ergänzen. Alle rd ings sollte s ich diese

punktuelle Lektüre

an den

in den Skripten dargestellt en Themen or ientier en I

Zur Festigung des

Gelernten empfe hlen wir, berei ts in dieser erst en Ler nphase themenweise zu kreuzen .

Wäh rend der Arb eit mit dem Skript Physiologie sollen z.B. beim Thema "Wasserhaus halt ' auch scho n Prüfungsfragen zu diesem Thema bearbeitet werden . Als Fragensamm lung empfehlen wir in dieser Phase die "Schwarzen Reihen". Die jüngsten drei Exam ina sollten dabei jedoch ausgelass en und für den Endspurt

(= Phase 3 ] aufgehoben

we rden.

• Phase 2 : Die zweite Phase setzt mit Beginn der Semesterferien ein. Z ur Festigung und Vertiefung des Gelernten empfehlen wir, täglich ein Skript zu wiederholen und parallel examensweise das betreffende Fach zu kreuzen. Währen d der Bearbeitung der Physiologie (hierfür sind sechs bis sieben Tage vorgese- hen) empfehle n wir , pro Tag jeweils ALLE Physiologiefr agen eines Altexam ens zu kreuzen Bitte hebt euch auch hier die drei aktuellsten Examina für Phase 3 auf.

dieses Verfa hren wird von Tag zu Tag deutlicher erkennbar. Natürlich wird man Fach Physiologie durch die tägliche Bearbeitung eines komplett en Examens mit

die mögl icherweise erst in den kommenden Tagen wiede rholt we rden . Dennoc h ist

Der Lernzuwachs durch

zu Beginn der Ar beit im Themen konfro ntiert,

diese Vorge henswe ise sinnvoll, da die Vora b-Besch äftigung mit noch zu wiederholenden Themen deren Verarbeitungstiefe fördert.

www.medi-Iearn .de

®

lvi

Vorwort

• Phase 3: In der dritten und letzten Lernph ase sollt en die aktuellsten drei Examina tageweise gekreuzt

werde n. Praktisch bedeut et

bearbeitet werden sollen. Im Bedarfsfall können einzelne Prüfungsinhalte in den Skripten nachgeschlagen

werden.

dies, dass im t ageweisen Wech sel Tag 1 und Tag 2 der aktuellsten Examina

• A ls Vorbereitung auf die mündl iche Prüfung können die in den Skripten enth alten en .B asics fürs Münd- liche" wiederholt werden.

Wir wün schen allen Leserinnen und Lesern eine erfolgreiche Prüfu ngsvorbereitung und viel Glück für das bevorstehende Exarnenl

euer MEDI-LEARN-Team

Online-Service zur Skriptenreihe

Die meh rbändige MEDI-LEARN Skriptenr eihe zum Physikum ist eine wertv olle fachliche und lernstrategische Hilfestel lung, um die berü cht igte erste Prüfungshürde im Med izinstudium sicher zu nehmen .

Um die Arbeit

mit den Skripte n noch angenehmer zu gestalten, bietet ein

spezieller

n noch angenehmer zu gestalten, bietet ein spezieller Online-Bereich auf den M EDI-LEARN W ebseiten ab

Online-Bereich auf den M EDI-LEARN W ebseiten ab sofort einen erwe iterten Service. Welche erw eiterte n Funktionen ihr dort findet und wie ihr damit zusätzlichen Nutzen aus den Skripten ziehen könnt , möc hten wir euch im Folgenden kurz erl äutern .

Volltext-Suche über alle Skripte Sämtli che Bände der Skripten reihe sind in eine Vollt ext-Suche int egriert und bequem online r echerchierbar:

Ganz gleich, ob ihr fächerübergre ifende Themen noch einma l Revue passieren lassen oder einzelne Themen pun ktgenau nachschlagen mö cht et : Mit der Volltext-Such e bieten wir euch ein To ol m it hohem Funktionsum-

fang, das

Recherc he und Rekapitulation wese nt lich erl eichtert .

Digitales Bildarchiv

Sämtliche Abbildungen der Skriptenreihe st ehen euch auch als hochauflösende Grafiken zum kostenlosen

Download zur Verfügung. Das Bildmaterial liegt in höchster Qualität zum könnt ihr die Abbildungen zusätzlich beschrifte n, far blich m arkier en oder

wie der Vollt ext sind auch die Abbildungen über die Suchfunktion reche rc hierbar.

gro ßformatigen Ausdru ck bereit . So mit Anmerkungen vers ehen. Ebenso

Ergänzungen aus den aktuellen Examina Die Bände der Skript enr eihe werden in reg elmäßigen Abständ en von den Autoren online aktualisiert . Die Ein- arbei tu ng von Fakten und Inform ationen aus den akt uellen Fragen sor gt dafür, das s die Skript enreihe imme r auf dem neuest en Stan d bleibt . Auf diese W eise könnt ihr eure Lern arbeit stets an den aktuellsten Erkenntnis- sen und Fragentendenzen orient ieren.

Errata-Liste Sollte uns trotz eines mehrstufigen Systems zur Sicher ung der inhaltlichen Qualität unserer Skripte ein Fehler unterl aufen sein , wird dieser unmittelba r nach seinem Bekanntwerden im Int ernet veröffentlicht. Auf diese 'vVeise ist sich erge st ellt, dass unse re Skripte nur fachlich korre kte Aussagen enthalten, auf die ihr in der Prü- fung verlässlich Bezug nehmen könnt .

Den Onlinebereich zur Skriptenreihe findet ihr unter www.medi-Iearn.dejskripte

Inhaltsverzeichnis

I V

1 Allgemeine Physiologie 1 1 .1 Stoffmenge 1 1.2 Stoffmasse 1 1.3 Konzentration 1 1.4
1 Allgemeine Physiologie
1
1 .1
Stoffmenge
1
1.2 Stoffmasse
1
1.3 Konzentration
1
1.4 Osmolarität
2
1.4
.1
Isoton
,
,
.
"
,
2
1
.4.2
H ypoton
,
,
,
2
1.4
.3
Hypert on
.
"
'"
"
3
1.5 Osmolalität
3
1.6 Elektrochemischer Konzent rationsgradient
3
1.7 Transportprozesse
3
1
.7.1
Passive Transporte entlang des Ko nzent rat ionsgradienten .,
,
3
1.7
.2
Aktive Tra nsporte
,
Ele kt r ogener und e lektrone utr a ler Transport
.
5
1. 7
.3
.
.
7
1
.8
Ionen und ihre Konzentrationen
7
1.8
,1
Natrium
,
"
",.
.
8
1.8
.2
Kalium
.
"
"."
,
.
""
,."
,.8
1
,8 .3
Calcium
.
",
,
"
9
1
.9
Gleichgewichtspotenzial und Nernstgleichung
10
1.9.1
Nernstg leichung
11
1.10
Ruhemembranpotenzial
12

2 Wasserhaushalt

14

2.1 Störungen des Wasserhaushalts - Dehydratationen/Hyperhydratationen

15

 

2

.1.1

Hypot one Dehydratation

15

2

.1.2

Hypotone Hyperhydratation

16

2

.1,3

Hypertone Hyperhydratation

16

2

.1.4

Isotone Dehydratat ion

.

16

2.2 Filtrationsdruck

16

2

.3

Ödeme - Störungen des Filtrationsdrucks

17

www .medi-Iearn.de

®

VII

Inhaltsverzeichnis

3

Niere

21

3

.1

Funktionen der Niere

21

3.2

Autoregulation der Durchblutung

21

3

,3

Clearance

22

3.3.1 Cleara ncequotient

.

,

2 5

3.4

Glomeruläre Filtrationsrate - GFR

 

25

3.5

Renaler Plasmafluss - RPF

 

26

3.6

Renaler Blutfluss - RBF

26

3.7

Filtrationsfraktion - FF

 
27

27

3

.7.1

Fr akt ionelle Ausscheidung

 

2 7

3.8

Verschiedene Stoffe und ihr Verhalten in der Niere

 

28

3

.8. 1

Pri nzipien der Rückresor pt ion

 

29

3

.8.2

Rückresor ption

von N atr

ium

, Kalium , Calcium und anderer Elekt rolyte

29

3.8. 3

Rückresor pt ion

weit er er wic htiger Substanzen

 

3 4

3.8

Haarnadelgegenstromprinzip - Diurese/ Antidiurese

36

3.10

Die Niere als Wirkungs- und Produktionsort von Hormonen

37

3.10

1 Aldost eron

. 3 7

3

.1 0.2 Renin-A n giot ensin-Al dos t e r on -Syst em

 

37

3

.103

,6,nt idiureti sches Hormon (=ADHJI Adiuretin/ Vasopr essin

38

3.10 .4

At r iopepti n/ at r ialer natr iur et ischer Faktor [= AN F)

3

9

3

.105

Calcit onin und Par at hor mon

 

4 0

3

.10.6

Erythropoetin

.

4 0

3

.10 .7

Calcit r iol (= 1 ,2 5 -Dihydro xyc h olec a lc ife r ol]

.

.

,

4 1

Index

43

43

Konzentration

11

1 A llgemeine Ph ysiologie

Um eine Sprache tließend zu beherrschen, muss

man ihre Worte vers te hen

können . Da in der Med izin -

der Ph ys iologie - eine e igene (Gehe im-) Sprache benutzt w ird, beginnt d ies es Kapi tel mi t einer kurzen Zusammenfassung der physiologischen Begriffe, die ihr kennen solltet, um in der münd- lichen Prü fu ng locker m itred en zu können und auch de n schriftlichen Teil des Exa me ns gu t zu bestehen . Zus ä tzlich kö nnt ihr da mit vie lleich t auch n och den ei nen oder a n de re n Pun kt in Ph y- sik ode r C hemie einst reich en .

und korrekt be n utze n

und dam it auch in

1.1 Stoffmenge

Ein Mol ist d ie Bezeichnun g m ,r eine besti~m-' r

te

Za hl (= Menge)

a n Tei lch en, von der

man

1/

mi

nde ste ns die D i mensi o n (= 1O ~-', e i n e

Zahl

mit 23 N u llen l) kennen sollte. Als Men -

genangabe ist das Mol

ze nd

zend schnel1er mit de m Zäh len fe rtig a ls beim Zählen von 602,2 Trillia rd e n Molekülen.

mi t dem

Dut-

verg leichbar - n ur ist man beim Dut-

M ERKE:

• Die Einheit der Stoffmenge ist das Mo l.

• Ein Mol sind 6 .0 22 x 10 23 Teilchen.

1.2 Stoffmasse

• Mol pro liter [rnol/l] oder

• G ramm pro Liter [gII] a ngegebe n .

ME RKE :

Konzentration =Stoffmenge pro Volumen .

Übrig ens

Weder die Konzentration noch das Volumen

oder die Sto ffmenge werden im Examen immer in den Grundeinheiten angeben. M it diesen

U:n

nöti g - in die Grundeinheiten zurückverwa ndeln:

Volum en:

rechungsfa kt oren könnt ih r s i e aber - wenn

• Dezilite r [dl] = 10- 1 = 0,1

• M illilite r (mi) = 1O~= 0,00 1

• Mik roliter [u l] = 10 6 Liter

• Nanolite r (ni) =10-' Liter

• Pikolite r (pi) = 10 ' 2 Lite r

Liter

Liter

• Femt olit er [fl ] = Masse:

10 15 Liter

 

• Kilogramm (kg] = 100 0

g

=

10 3 Gramm

• Mi lligr am m [mg) =0 ,0

0

1

g = 10 3 Gram m

Mi krog ramm lug] = 1 0 <; Gra mm

Beis p iel:

0,002gI~L1.Wie viel ist das in der Grundeinheit gIl?

mit dem entspre-

ehende n Umrechnu ngsfaktor mu ltiplizieren. Um von fll auf die Grundeinheit Liter zu kommen, muss man also mal 10' rechne n:

0,002 mal 10' = 2000gIl und damit ha t man auch schon die Antwort auf die Frage.

Dazu muss man de n Zahlenwert

1 .3.1

Stoffmenge versus Konzentration

Die Stoffmasse is t das Gewicht eines Stoffes m it

Zwischen diese n

be id en

Beg riffen

bes teh t

ei n

 

der Grundeinheit Gramm . Das is t di e Einheit, die mit 1000 multipli ziert euch m orgen s als Ki-

kleiner aber wichtiger Un terschi ed, auf den Fragen im sc hriftliche n Examen abzielen:

viele

logramm auf d er Waage erschreck t.

• Die

St off menge

is t

eine

besti m m te

Anza hl von Teilche n mi t d er Einheit ~ Mol.

,

'

I'

1.3

Konzentration

• Die

Ko nzentra tion

ist

eine

b e-

/j

,

Die Einheit Ko nzen trat ion be -

stimmte

Stoffmenge

p ro

Volu-

steht a us zwe i Teilen:

men .

Mögliche

Einhe iten

sind :

 

der Stoffmenge und

mol/m l, g/ l, mmol/ l, glml etc.

d em Volu men .

Ko nzentratio n u nd Stoffmenge können sic h un-

Es

ist wich tig zu verstehen, d ass

sich der Begriff Konzentration immer auf die Stoffmenge in einem bes timm ten Volumen be zieht.

abhängi g vo ne inand er ändern . Dahe r solltet ihr im me r genau lesen, wo nach gefrag t w ird .

Im Examen wird die Konzentration daher ent- weder als

www.medi-Iear n.de

®

2 I Allgemeine Physiologie

Beispiel:

Die Konz en tration bleibt hier gleich. di e Stoffrn cnge aber

ve rdoppelt sich. Wenn ih r eu ch die be ide n Konzent ra tion

• Vergr ößert sich das Volumen, in dem die

anscha ut (s. bb. 2). kom mt ihr links au f SglJ. ech ts

auf

Teilchen (= Stoffmenge) gelöst sind, spricht

10gf21. IOgl21 ents pricht (durch z wei geteilt) genau 5

gll .

man von Verdü nnu ng (s. Abb. 1).

D ie Stoffmenge u nd da s Vo lu m en haben s ich recht. a lso

• Verringert sich da s

Volumen be i gleich blei-

verdoppelt, d ie Konzentration ist aber gldch gebli eben .

bender Stoffmenge ist da s eine Konzent rie-

rung.

2 Liter

die Stoffmenge bleibt gleich ,

die

Kon zentra tion halbiert sich

Abb . 1 : Verdünnung - untersch iedliches Vol umen,

gleiche Stoffmenge.

1.4

Osmolarität

Die Osm olari tät beschreibt die Konzent ration der osm otisch wirksamen Teilchen in Mol pr o Liter Lösungsmittel. Ihre Einheit ist [osmol/ll.

M ERKE:

Im Bl ut plas m a h er r sc hen n or m alerw eise 300 mos-

rno t/ l [= 0 ,3

os m ot/ I].

Üb r ig e n s

0,3 osm olj l oder 300 mosmolj l entsp rech en

genau der

Lösung (= Kochsalzlösung]. Das ist auch der Grund d af ür , wa rum d iese Lös ung im K ranken - ,

Osmola rität einer 0 ,9%lgen NaCI-

haus für

viele Dinge benutzt wird - sei

es zum

.

Auflösen von Med ikam enten oder um einen

,:""

,

.

Venenkatheter durchzuspülen. Oie 0 .9 %ige Koc hsal zlösung hat die gleiche Osmolarität wie das normale Blutp lasma und

/

führt

bung zwischen Extra- und Intraze llulärrau m. Solche Lösungen bezeichnet man als isot on.

deshalb zu keiner Flüssigkeits verschie-

'I

Die nun

MER auf den Extra zellulä rraum!

folgenden Begriffe beziehen sich IM-

1.4.1

Isoton

'

.

:.W

(

In einer isotonen Flüssigkeit schwimmen ge -

nauso viele os motisch wirksame Teilchen her-

 

u

m, wie im normalen Blutplasma, also ziemlich

 

2 Liter

genau 300 mosmol/l. Dieser Wer t sollte auch konstan t geha lten werden, weil es so nst zu Flüs-

die

Konzen tration bleibt gleich,

sigk eitsverschiebungen zwis chen de n einzelnen Körp er kompartimenten kommen wü rde.

die

Stoffmenge verdop pelt sich

Abb . 2: Gleiche Kon zentration heißt NICHT imm er

auch gle iche Stoffmenge

1 .4 .2 Hypat a n Hypoton bed eutet da ss eine niedrigere Osm o- larität als im normalen Blutplasma h errscht « 300 mosmol/I). Da Wasser zum Ort der hö-

heren Kon zentration str ömt und in den Zellen

Osmolarität

noch die normale und dam it hö here

als im Extraze llulär rau m herrscht, führ t h yp o- tones Plasma zur Zellschwellung: Das Wasse r

st römt in die Zellen ein u nd kann sie dadurch

Elektrochemischer Konzentrationsgradient

I 3

sogar zu m Platzen bringen . So etwas könn te z .B. dur ch zu
sogar zu m Platzen bringen . So etwas könn te z .B.
dur ch zu vie le hyp otone Infusionen passieren.
kende Kraft heraus zubekommen, be ide Kräfte
voneinander ab ziehen (s. u .). Dieser Grad ient
(E) ist der Antrieb für viele Zellp ro zesse - seien
1.4 .3
Hyp erto n
es nun Transportprozesse oder Signa lübe rtra -
H yperton
bedeutet,
dass
eine
h öh ere
gungen (z .B. Ak tionspotenziale).
larit ät
als
im
normalen
Blutplasma
Osrn o-
h e rrscht
(>300 m os mo l/I). D ies fü hrt zur Zellschrump -
Ü b r i g e n s
fu
ng,
d a
in
diesem
Fa ll Zell wasser ausströmt
um
die
Konzentration
os mo tis ch
w irk-
Auch wenn die Konzentrationen von Ionen
innerhalb und außerhalb einer Zelle/e ines
Kom part iments nicht gleich se in sollten. kann
sam en
ve rd ü nnen
Teilchen
im
an
Extrazellul ärrau m
zu
(z.B.
Trinken
vom
Meerwasser ).
s ich trotzdem e in Gleichgewic ht e ins te ll en. In
diesem Fa ll muss
• die e lektrische
Kraft [E~) g enauso gro ß se in wi e
Ü bri g e n s
die chemische [EJ und
Wieso bewegt sich beim Konzentrationsaus-
g l e i ch e igent l ich nur das Wasser un d nic ht
.
• die elektrische Kraft der chemischen entgegen
:~ :.
gerichtet sein:
auch die Elek.trOlyte (= gelbste Teilchen) ü~er. (
die Ze llmem bran?
Das liegt da ran, dass die Zellmembran
,., '
.
'.
.
:
.
s emipermeabel is t und
diese Te ilchen
nicht durchlasst. Daher muss sich eben
das Wasse r auf die Reise machen.
elekt rochem ische r Konzentra tionsgr ad ient [EI - elek trische
Poten z i ldi tferc nz IE",I minus chemischer Po tenxiald itfe-
rei L IE.I. wobei
E
. =
das Membranpotential de r Zelle und
',= d as G leich-
ME RKE :
ge
w ichtspolentia l fü r d as
betreffen d e Io n ist. welches m it
Dazu eine kl eine Es e ls b r üc ke : Ein hype rt oner Blut-
druck ist ein zu hoh e r Blutdruck. In einem hyperto-
de
r Nern 'lgle ichung bere
hn
I we rd en ka nn (s. 1.9. S.
10).
nen Plasma herrscht au ch ein zu hoher
Druck, abe r
eben e in zu hoher osmotischer Dru ck = zu viele Teil-
1 .7
Transportprozesse
chen
im Plasma .
Bei
die
den Transportprozessen untersch eid et man
ak tiven und die passi ven Tra ns p orte . Die-
1.5
Osmolalität
Die
Osmolalität
beschreibt
die
Konzentration
os mo tisch wirksamer Teilchen pro Kilogra m m
Lösungsm ittel. Ihre Einheit ist d aher [os mol/ kg
se Einteilung richtet sich einzig danach, ob das
tr an sportierte Te ilchen entge gen (= a k tiv) oder
entlang (= pa ssi v) seines elektrochem ischen
Ko nze n tra tion sgrad ienten beweg t w ird .
Des Weiteren unterscheidet m an den elek troneu -
Hp l.
Übr ig en s
tr alen vom elektrogen Transport. Hier m uss ma n
da nach sch auen, ob eine Lad un gsverzerru ng
stattfind et od er ni cht (s. 1.7.3, 5. 7).
Der Unterschied zwischen Osmolarität und
Osmolalität im Körper ist seh r gering. da
u ns Wasser das Lösung sm itte l ist u nd 1
Wasser ca. 1kgwiegt.
bei
M ERKE:
Li ter
Alle Tra ns port prozes s e sind t empe ratu rabhä ngig.
1. 7 .1
Passive Transpo rte entlang des
Ko nzentrationsgradienten
1 .6
Elektrochemischer Konzentra-
tionsgradient - Die Ionen sind
hin und her gerissen
Ein pass iver Tran sp ort erfolg t im mer en tla ng d es
elek trochemischen
Konzen tratio nsgrad ien ten
Der elektrochemische Konzentrationsgradient
(= E)
ist d ie resu ltierende Kraft d e r elek trischen
(z.B, positive Ionen s treben zum Negativen) u nd
de r chemischen Kräfte (= Konzentrationsunter-
(= immer entlang des Energiegefälles). Beisp iele
sind di e Diffusion, die Osmose u nd der Natri-
um transport durch einen Na triumkanal in die
Zelle.
sc hiede) , d ie a n einem Ion ze rren . Da di ese Kräf-
te en tge gengesetzt sind, mu ss man u m d ie wir-
®
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4 I Allgemeine Physiologie

MERKE: Stoffe, die frei beweglich sind, verteilen sich auf Grund von zufälligen therm ischen Bewegungen
MERKE:
Stoffe, die frei beweglich sind, verteilen sich auf
Grund von zufälligen therm ischen Bewegungen und
gleichen damit Konzentrationsunterschiede aus .
Erl eichterte Diffusion
Die normale Zellmembran ist fiir geladene Stoffel
Teilchen schwer du rchg ängig. Um einigen
die-
ser Teilchen den Durchtritt zu erleichtern, gibt
es die Kanalproteine (= Carrier) . Da auch dieser
Durchtritt eine passive Bewegung entlang des
Konze n tra tionsgradie nten ist, s pricht man von
erleichterter Diffusion. Im Gegen satz zur norma-
len Diffu sion, die hauptsächl ich vom
Kon zentra-
Abb . 3 : passiver Transport entlang des Konzentra-
tion sunterschi ed L'J.c abh ängt, ist d ie Gesch win-
tionsgradienten
di gkeit der erl eichterten Diffu sion jedoch stark
Diffusion
Die einfachste passive Transportform durch
eine Membran ist die Diffusion. Diffusion be-
deutet, dass sich frei bewegliche Sto ffe auf
Grund von zufälligen thermischen Bewe gungen
verteilen und so Konzentrationsunterschiede
(= Konzentrationsgradienten) ausgleichen . Die
Geschwindigkeit dieser Verteilung hängt vom
Konzentrationsunterschied (= ~C), der Fläche
(= A) und der Permeabilität (= P) der Memb-
ran ab, durch die der Austausch stattfindet.
abhängig von der Anz ahl der Trans portkanä le.
Daher kann sie - wenn di e Tran sporter üb erlastet
sind - eine Sättigungscharakteristik zeigen, was
bei der einfachen Diffu sion nicht der Fall ist.
MER KE :
Der Gl u cose tra nsport in d ie Hepato- und Adipozyten
erfolgt durc h erleichte rte Diffusion.
Osmose
Bei der Osm ose sind die StoffelTeilchen im Ge-
ge nsa tz zur Diffusion NICHT frei beweg lich,
J entspricht der transportierten Substanzmen-
weil eine semipermeable Membran dies verhin-
ge pro Zeit [rnol/s] und ist damit eine Geschwin-
digkeitsangabe:
J in [mol /s] = P x ~c x A
dert. Um die Konzent rationsunterschiede trotz-
dem auszugl eichen, muss sich hier das Lösungs-
mittel bewegen . Die Flüssigkeit strömt dabei
zum Ort der höheren Konzentration und führt in
di esem Kompartiment zur Erhöhung des hydro-
Da sselbe sagt auch das Fick-Diffusionsgesetz:
statischen Drucks (s. Abb. 4).
dQ/dt =D x A x (c)-c)/d
d Q/dt = Netto-Diffusionr ate in rnol/s
D
= Fick-Diffusionskoeffizien t
d
= Diffusion strecke
A = Membranfläche
C I -C 2 = Kon zentrationsunterschied L'J.c
Übri
ens
Die zweite Formel sieht deshalb anders
aus, da sich Herr Fick die Mühe gemac ht
hat, die
Per meabilität P (in der oberen For-i.~~~~ ~
Abb , 4 : Osmose _ nur das Wasser kann durch die
Membran fließen
me l] als 0l d aufzulösen und f::,c als [c ,-c 2 )
zu sc hreiben. dO/dt bedeut et Mengenän-
derung pro Zeitän der ung.

Transportprozesse

I 5

Üb r ig e ns

Der hydro statische Druck

Wassersau le an und wird

(cm HP] angegeben.

gibt die Höhe der deshalb in der Einheit

Konzentra-

l

tionsgradient

M ERKE:

Die einfache Diffusion zeigt KEINE Sättig ungscha- rakte ristik . Die erl eichterte Diffusion kann gesättigt we rden (= wenn alle Carrier besetzt sind]. Osmose und Diffusion sind temperaturabhä ngig und führen zu einem dynamischen Gleichgewicht. Die Membran hat entscheidenden Ante il an den Transportproze ssen, z.B. durch ihren Reflexions- koeffizient en, ihre Fläche und ihre Permeabilität.

Üb r ige n s

D er Refle xionskoeff i zi ent C5 (= Sigma] gibt an. wie stark ein

best im mt es Teilchen an der Grenz- flache/ Mem bra n abgestoß en wird. Er kann Werte zwisc hen 1

(= Membran ist undurch lassiq]

und 0 [= Membran ist völlig durch - lassiq] annehmen. Eine semiperm eable Membran hat den Reflexi- onskoeffizienten o = 1, da sie nur das Lösungs- mittel, nicht aber die darin gelösten Teilchen passieren lasst .

Im schr iftlichen Examen w urde schon nach der realen osmotischen Druckdifferenz ~71 gefra gt und we lche Größen dort mi t hine ins pielen:

Die reale

Hoff un d

tsn. = (J x R x T x ~C osm

mit

osm ot ische Dru ckdifferen z nach vant Staverman ist definiert a ls

R

= allgemeine Gaskonstante,

T

=absolute Temperatur,

~Co,m = transepitheiialer/transendothelialer re-

aler Osmolaritätsunterschied und (J = Reflexionskoeffizient an der Membran.

1 .7. 2

Akt ive Transporte

Das Wort aktiv deutet schon an, d ass bei dieser Transp ortform Energie verbra uch t wi rd. Diese

Energie d ient d azu, einen Konz en tra tionsgra-

di ent en

aus d er

vorstellen: Es br auch t me hr Energie einen Stein aktiv die Treppe hochzu tragen, als ihn passiv hi- nunterplu mp sen zu lassen (s. Abb. 5).

ak tiv zu ü berwin de n und z.B. Na trium Zelle zu schaffen . Man kann sich das so

Abb . 5: ein aktiver

Transport erfordert Energ ie

Primär-aktiver Transport

Um den elektrochemischen Konzentrationsgra- dienten zu üb erwinden, muss der Körp er aktiv

werden und Energie aufwenden. Stammt

di e-

se En ergie direkt aus ATP, so nennt man

d en

Transport primär-aktiv. Das "primär" bezieht sich auf die direkt am Transporter stattfindende

ATP-H ydrolyse. Das ultimati ve Beisp iel fü r ein en primär-ak tiven Tran sport ist die ;\la-·K--ATPase (s. Abb. 6). Da-

neben gibt es jedoch auch Ca 2 - . u nd Hr-Pum pen .

d ie direk t ATP verbrau chen, um ihre Teilchen über die Membran zu schaffen.

P rü fu ngsrelevan te Beispiele p rimär-aktiver

Trans porter sind :

• Na+-K+-ATPase,

• H'- Af'Pasen (in Mitochondrien),

• Ca 2 +- ATPase (im sa rkopla sma tischen R eti ku-

lum) und

• H+/K+-ATPase (in den Belegzellen des Magens).

N a+/K +-ATPase

Mem bran

innen

Abb. 6 : N atrium-Kalium-ATPase

www.medi-Iearn.de

f?\

\V

61 Allgemeine Physiologie

Die Na'/K'-ATPase ist DAS Beispiel für ein en primär-akti ven Tran sp ort und d eshalb auch der Liebling im schriftlichen Exam en. In einem Pumpzyklus schafft dieser Tran sp orter drei Natriumionen aus der Zelle hinaus un d nim mt dafür zwei Kaliumionen in die Zelle auf. Damit ist di e Na -/K+-ATPase ein elektrogener Trans porter (s, 1.7.3, S, 7), Außerdem ist sie der größte ATP-Verbraucher im menschlich en Kör- per. Wird di e ATP-Produktion einer Zelle ge- stört, kommt es auf Grund de r eingeschränkten Funktion der Na +/I(+-ATPase zu einem Anstieg der intrazellulären Natriumkonzentration und zur Zellschwellung. Ist genügend ATP vorhan- de n und di e Natriumkonzentration in der Zelle erhöht sich aus einem anderen Grund, so pumpt d ie Na-/K--ATPase einfach schne ller und kann wieder ein Gleichg ewicht her stellen.

Übrigen s

,

• W ie jeder ander e Trans porter (und jede ander e Transp ortform] ist auch die Na '/ K'· ATPase temperaturabhängig.

• Die Na'/ K'·ATPase ist durch g-Strophantin

(= Ouabain) spezifisch

zin in Form der Herzglykoside nutzt .

hemmbar, was die Me di-

• In der Niere ist die Na' /K'-ATPase basolate-

ral gelegen und

Natriumgradiente n auf, der Antrieb für den Großteil der sekundär-aktiven Transport mecha- nismen im Tubulussystem ist.

baut dort den sehr wichtige n

MERKE:

Die Na ' j K'-ATPase

• ist pri m är aktiv ,

• pumpt 2 K' in die Zelle hinein und 3 Na ' aus d er Zelle pro Pump zyklus heraus (= elekt ro gen!),

• pum pt ver m ehrt be i erhöh t er intrazellu lär er Na '- Konzent r ation,

• ist t emperaturabhän gig,

• w ir d durch g-Strophantin (= Ouabain] gehem mt und

• ist in der N iere basolatera l gelegen.

N ac h Bl ockade de r ATP-P rodu kt ion einer Z elle

steigt die intrazelluläre Na+-Konzentration un d die

Zelle s chw illt an.

Sekundär aktiver Transport

An ders als beim prim ären Transport, bei de m die Energie d irek t aus der ATP-H yd rolyse stamm t, ist beim sekundär-aktiven Transport meist ein hoher Natriumgradient die Triebkraft.

Die Na+/K+-ATPase baut in di esem Fall zu nächst primär aktiv einen h ohen Natriumgrad ien ten au f, dessen Natrium teilchen wiede r in di e Zelle zurück dr ängen u nd dafür an d en Tran sp or tern der Membran ein e Art Zoll gebühr ent richten mü ssen , Diese Zo llgebühr best eht d arin, d ass s ie ein Teilchen mitnehmen (= Symport) od er aus- schleusen (= Antip ort ), wenn sie die Membran passieren,

Üb r ig e n s

• Ihr sollt et euch unbedingt merken, dass

sich das Natriumion beim sekundär-

akti ven Tr a nsport passiv bewegt, we i l

es entlang seines Konzentrations- gradi enten t r ansport iert wir d. Das im Symport oder Antiport bewegte Teilchen wird dagegen sekundär aktiv transportiert, da dieser Transport entgegen dessen Konzentrationsgradienten stattf indet.

~(

t- I. "

• Da der sekundär-aktive Transport ein aktiver Transport ist , kann er entgegen des elektr oche- mischen Gradienten erfolgen.

M ERKE:

Die sekund är- aktiven Transp orter sind fü r Sub stan-

zenj Subst anz gr up pen spezifisch , temperaturab-

hängig und sättigb ar.

Beispiele sekundär-aktiver Transporter:

• Na-/Ca 2- -Gegentransport (=Antipor t),

• G lu cosecarri er an den Nierentubuluszellen (= lurninal) sowie an den Dünndarmepi- thel zellen (= luminal) und

• Am inosäurecar rier im N ierentu bulus,

Tertiärer Transport· alle guten Dinge sind dre i

Der pr imär aktive Transport verbraucht direkt

ATp, der sek undä r aktive di e aufgebau te Ene r-

gie

die Energie für de n tertiären Tran sport? Richti g! Der terti är aktive Transport nutzt ein en Ener- giegradi enten, d er d urch ein en sek und är ak tiven Tra nsport aufgebaut wu rde.

des pr imären Tran sp ort es und wo her komm t

Transportprozesse

I 7

Beispiel:

Die Rückresorption von Disaccharid en er- folgt im Nie rentubulus im Symport mit H "· Ionen . Durch die basolateral e I a-/ K--ATPase wird mit einem pr im ären Transp ortvorgang

ein Natriumg radient au fgebaut, d en der se- k undä r a ktive N a -/ H- - Antipo rter luminal

seze r- nieren. Wenn d ie H'-I onen nun wied er ih rem Grad ienten folgend in die Zelle wo llen, ge- schieht d ies im Symport mit Disacchariden und damit tertiä r aktiv.

nutzt um H'-I onen in den Tubulus zu

Beispiele für elektroneutral en Transport:

• Na ' <H' -Antipo rt im pro ximalen Tubulus (= zwei posi tive Ladungen tau schen sich aus, Bilan z = 0),

• Na "-C1 ·-(thiazi d-sensitiver)Sympor t im

d istalen

ierentubu lus (= eine positive

und eine negative Ladung werden zusam- men tran spo rtiert, Bilanz = 0),

• C1 '-H C0 3 '-Antiport der Erythrozyten (= zwei negative Ladungen tau schen sich au s, Bilanz = 0),

• H"/K--ATPase der Belegzellen (= zwei po- sitive Ladungen tau schen sich aus, Bilan z

Üb r ig en s

Ein kleiner Tipp für die mündliche Prüfung: Auf die Frage "ob es auch einen passiven Transport entgegen des chemischen Konzent r ationsgradi- enten geben kann", lautet die Antwo rt JA .

Grund: Es gibt zwar

keinen passiven Tr ansport

entgegen des elektrochemischen Konzent rati- onsgra dienten . aber ent gegen der chemischen

Kr aft ist das schon mö glich, vorausge· , setzt. die elektrische Kraft ist größer und .

der ch em ischen entgege ngesetzt. ~ ~ r:~ Entgegen des elektrischen Gradienten ist das natü r lich auch m öglich. Dann mu ss eben die chemische Kraft überwiegen.

:::~;;;;;~.,r.-­

i

:'1.:<

= 0).

Elektrogener = ungleicher Ladungstransport

Nach einem elektroge nen Transp ortvorgan g sind

ande rs verteilt.

da ss ein un gelad enes Teil- einem geladenen Teilchen

die Ladungen über d er Membran

Grund d afü r ist z.B., chen zusa mmen m it

d er Membran Grund d afü r ist z.B., chen zusa mmen m it üb er

üb er die Membran transportier t wird .

Beispiele für elektrogenen Transport:

• Na -/K"-ATPase (= zwei positive Ladungen in d ie Zelle, dr ei positive hin au s, Bilanz =

-1),

1 .7 .3

Elekt rogener und elektroneutraler Transp ort

letzten Jahre wurde auch

nac h den Ladu ngsve rschiebu ngen bei Trans- porten durch Membranen ge frag t. Bewegen sich

näm lich Ionen (= geladene Membran, ne hmen sie ihre

In den Examen der

Teilchen) d urc h eine Ladungen mi t:

• Ist der Ladungstransport ausgeglichen, spricht man von elektroneutralem Transport,

• tritt eine Ladungsverzerrung auf, ist es ein elektrogener Transport.

Elektroneutraler =ausgeglichener Ladungstransport

Elektroneutraler = ausgeglichener Ladungstransport Tau schen sich im An tipo rt zwe i positive La- dungen

Tau schen sich im An tipo rt zwe i positive La- dungen gegeneinander aus, so führt dies zu kei- ner Ladungsveränderung. Gen aus o verhäl t es sich, wenn beim Symport ein negatives zusam- men mit einem positive n Teilche n bewegt wird .

• Na '-Clucose- Sympo rt (= eine positive La-

d ung und ein u ngel ad enes Teilchen men in d ie Zelle, Bilanz = +1),

• Na -Trans port durch den Na- Kanal

kom-

(=

eine positive Ladung in die Zelle, Bilanz =

+1).

1.8 Ionen und ihre Konzentrationen

Ionen sind kleine geladene Teilch en (= Elektro- lyte), d ie viel fältige Aufgaben im Körp er haben. Teil 1 d ieses Kapitels beschäftigt sich mit ihren unterschiedlichen Kon zentrationen im Blu tplas- ma und im Intrazellulärraum, Teil 2 geht au f aus-

gewäh lte

relevante Detai ls.

Ion en ein und enthält deren prüfungs-

www.medi· lea rn.de

M

W

5 I Allgemeine Physiologie

ME RKE:

Im!I

-

-

"v

Blutplasma

140-145

4-5

Zelle

14

150

Konzent r ations-

10: 1

1:30

 

I

verhältnis außen/i nnen

I

Tabelle 1: Ionenverteilungen in und außerhalb einer Zelle

Üb r i g en s

Auch wer nicht gerne auswendig

ler nt, sollte bei dieser Tabelle über

seinen Schatten springen und sich wenigstens die unterlegten W erte

merken .

1.8 .1 Nat riu m

~

)

,

)

(

,

.

Das Natriu m ist zusammen mit dem Chlori d (Kon-

zentration extrazellulär = ca. 100 mmo l/l) die wich-

tigste osmotische

Flüssigkeit. Seine extrazelluläre Konzentration von 140-145 mm ol/l wird d urch mehrere Hor monsys- teme wie z.B. Aldo steron und ANF (s. 3.10.4, S. 39) konstant gehalten. Intrazellulär beträgt die Na- triurnk onzentration nur 14 mm ol/l, wodurch ein kraftvoller Konz ent rationsg radient entsteht, der für Erregun gsprozesse und zum Antrieb fast aller sekundär aktiven Transporte genutzt wird.

Komponente der extraz ellulären

Ü br igens

Natr ium ist ein Ion, das prozentual am meisten

int est inal [= über den Dar m) r esor biert

und den Körper haupts ächlich über ver lässt

wird

die Nieren

MERKE:

w icht igste n ext ra-

zellulären Ionen, die ext ra zelluläre N a+,Konzent r ation beträgt 140 -

Na+ und CI' sind die osm otisch

14 5 mmoljl,

die intrazelluläre N a'·Konzent ration beträgt 14

m molj l,

an der Zellm em bran herr sc ht ein kr aftv oller N a'-

II!!i UJUIIlW:

11!liiL

I

---

I

-

-

1 ,2 5 in fr eier

2 5

105

Form/2 ,5

gesamt

10. 5

10

5

1 :10. 5

2 ,5:1

20 1

Gr adient

N a+w ir d

von außen:in nen = 10:1 un d

int est inal res or biert und r enal elim iniert .

1 .8.2

Kaliu m ist - we nn man die Kon zentrationsver-

Kalium

teilung betrachtet - der Gegenspi eler des

Na tri-

um s: es ist hochkon zentriert in der Zelle,

au ßen

jedoch wesentlich sch wächer ver treten, Mit eine r

ist es

dor t d as höchst konzentrierte Ion . Seine norma- le extrazelluläre Konzentration von 4-5 mmol/l da rf sich nu r in en gen Grenzen bewegen, da Ka- liu m ein wich tiger stabilisierender Fakt or de s Ruh emembranpotenzi als (s. 1.10, S. 12) ist. Eine zu ho he oder z u n ie dr ige ex tr azelluläre K--

Konze ntration von 150 mmol/l in der Zelle

Konz entration kann zu Herzrhy thm usstörungen und zum Herzstillstan d führen.

Um d ie extra zellu läre K' -Kon zentra tion n ied- rig zu halten, wird Kalium primär-akti v (= un-

ter

ATP-Verbrauch) durch di e Na '/ K' -ATPas e

ins Zy tosol gepum p t, Gefördert Einwärtstransport u nte r and erem

eine m Hormon, d as man so nst eher mi t de m

Blutzuckerspiegel in Verbindun g bringt.

w ird dieser von In sulin ,

Übr ig en s

W arum kommt es bei einer Hyper kaliämie

eigentlich zum Herzstillsta nd? Antw ort: Eine stark e Hyper kaliämie bewir kt ein posit iveres Ruhemembranpotent i-

al [s. I. 1O.S, 12 J. am Herzen auch

maximal diastolisches Potential [= MDPj genannt , Dieses positivere MDP funrt zur Inaktivierung der Na'· Kanäle, was zur schlimmsten Folge haben

kann. dass das Aktionspotenzial im AV·Knoten

nicht m ehr ausläsbar ist und es sta nd kommt.

zum Herzst rll-

Ionen und ihre Konzentrationen

I 9

Etw as Gutes hat dieser Mecha nismus aber auch: Bei Herzt ransplantationen mac ht man ihn

nach einem brauc hbaren Gefäß suchen muss tet und demen ts prechend lange das Blut in den Ve-

sich zunutze. um einen r eversiblen Herzst ill-

nen

des Ar ms des Patienten gestau~

habt. kam es dort zur Hämolyse. bei

 

"

stan d durch kardioplege Lösungen künstlich zu

 

,

-

erzeugen.

der das Kalium aus den Erythr o-

.

\\

M ERKE :

Insulin fördert die Ka liuma ufna hm e In die Zell en.

Der Kalium hausha lt kann auf m ehrere Arten durcheinander gera ten . Un terschieden wird eine

• H ypokaliäm ie (= zuwenig extrazellu läres Ka- lium ) von einer

• H yperkaliäm ie (= zuviel ex trazelluläres Kali - um).

MER KE:

Z ur Hypokaliäm ie kommt es, w enn zuviel Ka lium aus-

zyten ausgetreten ist. Die Folge war eine - nur lokal existierende - Hyperkaliämie. Bedenkt diese Möglichkeit bitte in der schrift- lichen Prüfung und im späteren Leben als Ar zt, dann könnt Ihr auch verständ nisvoll mit dem Assisten zarzt m itlacheln

M ERKE:

• K+ ist das Ion mit der höchste n intr azellul ä re n

Kon zentratio n von 150 mrnol./ l,

• die extrazellulär e K' -Konzentration beträgt

mmol/I,

4 -5

• K' w ird prim är aktiv ins Zytos ol transporti ert und

geschieden wi rd .

• Insu lin fördert die Ka liuma ufnahm e in die Ze llen.

Beispiel:

Durchfallerkrankungen oder regelmäßiges Erbrechen.

1.8.3

Ca lc ium

Z

ur Hyp erkaliämi e komm t es . we nn zuwenig Ka lium

Vom Ges amtcalcium des Körpers befindet sich nur 1 Prozent im Umlauf (= im Blut), der Rest

ausgeschieden w ird oder Kalium aus de n Zellen

austritt [Kalium hat die

zentrati on a ller Ion en] .

Beispiele:

• terminale Ni ereninsu ffizienz: Die Ka liumaussc he i-

höch st e intrazelluläre Kon-

dung ist ver m indert.

Häm olyse:

t ri tt viel Ka lium a us .

Durch

Zerstöru ng

der

Eryth ro zyt en

• ak ute Az idos e: J ede p H-Ve rä nderung w irkt auf die

Ka liumvertei-

lung zwischen Extra- und Intrazellulärraum ; eine

p H-Erniedrigung führt zur Er höhung d es extrazel- lul är en Ka liums .

Na +/K+ -ATPase und som it auf die

• Hypoaldostero nismus:

Ka liumausscheidung; bei

melt sich desha lb Kalium

Aldosteron

die

Ald oster onm an ge l sa m -

im Körper an .

stim uliert

Üb r ig e n s

Solltet ihr

- nach eurem erfo lgreich bestandenen

(= 99%) ist als Calci u mphospha t im Knoc he n ge- bunden. Aus dem Knochen kann Calci um d urch das Par athormon mob ilisiert (= freigesetzt) wer- den. Das eine P rozent, das im Plasm a umher- schwimm t, h at dort eine Konzentration von 2,5 mmol/1. Von diesen 2,5 mmol Calcium ist aber nur die Hälfte (= 1,25 mmol/I) ungebunden, fr ei, ionisiert und b iologisch aktiv. Der Rest ist kom-

plex- oder p roteingebunden (an Phosphat oder

Albu min) und deswegen in der Niere N ICHT frei filtr ier bar, da di eses ge bundene Ca lcium den Filtermechanism us gar nic h t erst überwinden kann,

Im Zyt osol bet rägt d ie Ca-<K on zent rat ion 10. 5 mmol/l und ist da he r um den Fakt or 10 000 klei - ner als die extrazelluläre Ca 2'-Kon zentrat ion .

Übrig e n s

Im schriftlichen Examen wurde bei Fr agen nach

Physikum - bei eurer ersten Famul at ur Blut ab-

dem Verhältnis von

intra- zu extraze llulärem

 

nehme n dürfen und es

komm t nach zwei Stun-

Calc ium schon mal

ein Verh ältnis von <

den ein Anruf aus dem Labor , der lautet : "Der

0.001

als Antwort angebote n. Beachtet

 

\

.

(

Patient hat eine Hyperkaliämie von 7mmol/ l,

bei solchen Fragen bitte , dass "unt er/

 

u

besteht wa hrsche inlich kein Grund

zur Panik.

kleiner als 0 ,001 " auch 0 ,0001 bedeu-

 

Euer Assistenzarzt wird euch dann [hoffentlich)

te n kann, was ja das wahre Verhältnis

verständnisvoll anlächeln, selbst noch

einma l

von

int ra-

zu extraze llulärem Calcium ist .

Blut abnehme n und einen Kaliumwert von 4 ,5

Die

richtige Antwort wa r hier also einzig und

mmo l/I herausbekommen. Grund: W enn ihr bei der Venenpunktion lange

allein am Wörtchen "unter" zu erkennen.

www.medi-Iearn .de

Cf)

10 I Allgemeine Physiologie

Calciu m kon kurriert in se iner Pro teinbindung 1.9 Gleichgewichtspotenzial und am Albu min mit H'-Ionen. Ist de r Säure- Base- Nernstgleichung

Haushalt ges tört und es liegt eine Azidose (= niedriger pH-Wert = viele Ht-Ionen) vor, so verdrängen die Wasserstoffionen Calcium von seinem Proteinbindungsplatz (z.B. am Albu- min), Folge: Das freie Calcium im Plasma steigt an, OH NE d ass sich die Gesamtplasmakonzen- tratio n ändert.

Umgekehrt kommt es bei einer Alkalose (= ho- noch nicht schmeckt, der sollte

her pH-We rt = wenige H'-Ionen) zum Absinken der freien Calcium konzentration im Plasma,

weil me hr ciumio nen

nutzt we rde n. '"' ~,_ '0 ( elektrischen (= E m ) u nd d ie chemischen Trieb-

Da de r Calciumspiegel Einflu ss

schriftlichen Examen

zu beant worten, bed arf es nä mlich lediglich ei-

Wem da s auch sich we nigs tens

d ie am häufigsten gefragten Potenziale ans ehen un d merken.

zunächst noch mal, w irken: Es gibt d ie

Beim Lesen der Begriffe Gleichgewichtspotenz i- al und Nernstgleichung, stellen sich wahrschein- lieh bei vielen von euch schon die Nackenhaare auf . Dabei ist es gar nicht soooo schlimm

Um die meiste n Fragen im

niger we niger .Kochrez epte".

Pro teinb ind ungsp lätze für Cal- vor ha nde n sind un d au ch ge-

au f '

Vergegenwärtigen wir un s was für Kräfte au f ein Ion

-:r-,'

:~'.

I,!

kräfte (= EJ Um die resultierende elektroche-

die Erregbarkeit vieler Zellen ha t, kann

es Base-H au shalt

zu

me n. Beispi el: Hyperven tilations tetanie .

m ische Triebkraft

(= E) zu erhalten, mu ss man u nter ein en Hut b ek ommen , folgender Formel:

seien

elek-

gleich

~

''Ut~

f5-.J (

~'

, I

~

'U3

AC"'<~

bei

di esen

Störungen i m

Krämpfen

S äur e- ~ ~ ~ ~ ~~@') di e se beiden K räfte

kom-

und d as gelingt mit

E=E m -E x Nimmt man nun an, die

.

Triebkraft

groß aber entgegengesetzt, dann

hat d ie resultierende Triebkraft Eden Wert Null. Abe r Vorsicht: "Schon die Ma- thematik lehrt un s, da ss man Nullen nicht üb er- sehen darf." (Gabriel Laub, polnischer Satiriker)

Die Null sagt u ns, dass kein Nettofluss an Ionen

aus gewogen sind. Da

es sich hier aber um ein d ynamisches Gleich- gew ich t hand elt, we chse ln trotzdem Teilchen die Seiten. Jedes d ieser Teilchen hat aber seinen Tau schpartner. so dass letztendlich (= nett o) alles aus gewogen bleibt .

stattfinde t, weil die Krä fte

trisehe (= E m ) u nd d ie chemische

Üb r i g e ns

Die Therapie der Hypervent ilat ionstetanie

beste ht darin, den CO,-Part ialdruck zu erhöhen und dadurc h den Blut-pH zu senken. Dies erreicht man durc h CO, Rückatmung. Wie ma n bei einem Patienten die Rückatmung

fördert, bleibt dem Helfer über lassen: von

N ase

Zuhalten über

Rückat mu ngsbeutel bis hin

zu

beruhigenden

W ort en ist dabei alles erlaubt.

MER KE :

(= E)

1% des Gesamtcalciums befindet sich außerhalb des Knochens mit einer Konzentration von 2,5 mmol/l. Davon sind 1,25 mrnot/l frei und biolo- gisch aktiv, die andere Hälfte ist proteingebun- den.

Das Ca 2+ ·Verh ältnis von intra- zu extrazellulär be- trägt unte r 0,001. Bei Azidose ist mehr freie s Calcium, bei Alkalose weniger freies Calcium vorhanden. Grund: Konkur· r enz des H' mit Calcium um die Proteinbindung am Albumin. Calcium ist beteiligt an

der Mu skelkontraktion,

der Glykogenolyse im Muskel.

der Exozytose von

Neurotra nsm itte rn und

der Prothrombinaktivierun g bei GefäBverlet- zungen. In vielen Zellen werd en Ca 2 ··lonen durch IP3 aus ihren intrazell ulären Speichern freigesetzt.

Gleichgewichtspotenzial und Nernstgleichung 111 O ~}~"\) 1\ R · T log [Ion,_~,] Ü brig en
Gleichgewichtspotenzial und Nernstgleichung
111
O ~}~"\) 1\
R · T log [Ion,_~,]
Ü brig en s
Glei chgewichtspotenzial E, =
F . Z
[ Ion "" " ]
Die Triebkr aftberechnungen erforde rt en
bislang nur das einfache Einsetzen von
gegebenen Zahlen in die Formel
,
i
R
=Gaskonstante
E
= E m - E,
T
= absolute Temperatur
F
=Faraday-Konstante
Z
= Wertigkeit des Ions (Vorzeichen)
Rechenbeispiel zur Triebkraft aus einem Examen:
Ruhe membra npotenz ial = --60 m \~
Gleichgewichtspo tenzial von
Na trium = +60
Abb. 7: Nernstg leichung
m \1.
Nach Einse tze n in d ie Formel steht d a:
Ü
brig en s
E= (-60 m V) - 60 m V = -120 mV
Das bed eutet, dass Na trium mit eine r Potenzi-
aldi fferenz von - 120 m V in di e Zelle
wird .
ge trieben
Sollte sich die Wertigkeit eines Ions (= Ladungs-
zahl: für Calcium +2, für Chlorid -1 etc.] ändern.
war es bisher im schr iftlichen Examen imm er
so, dass die geänderte Formel mit angegeben
wurde.
Aus gerechnet ergibt
Ionen (z.B. Natrium) :
das für positive einwertige
Merke:
per Definiton:
• positive Ströme = Ausstrom von Katione n
Ion ,wlScn
E =
60 m v
. 10
0
,
ö
• negative Ströme = Einst ro m
von Kationen
Ion 1nnc.-n
Für das Gleichg ewichtspotenzial:
• Das elektroc hem ische Potenzial E [= Tr iebkraft ]
für Ionen an der Membran errechnet sich aus der
Beispiele:
Na trium
in traze llu lär = 14 m mol/I
Differenz von akt uellem Memb r anpot enzial [E m ]
und Gleichgewic htspotenzial für
das betreffende
Ion [EJ
• Beim Gleichgewichtspotenzial beträgt die elekt ro-
ch em ische Potenzialdifferenz für da s bet reffende
Ion D. Daher sind hier die elektrische und die che-
mis che Triebkraft gleich groß, ab er entgegeng e-
setzt gericht et i
Natrium extrazellulär = 140 mrn ol/l
Eingese tzt in d ie Forme l ergi bt da s den Qu o-
tient 10/1 = 10.
Der log von 10 ist 1 und d as Gleich ge-
wichtspo tenzia l d aher 60 m V,
Die
Cav-Konzent ration
im
Zyto-
sol
eine r
Zelle
sei
ze hntausend-
• Das Gleic hgewichts potenzial lässt sich m it der
Nernstgleichung ber echnen.
fach
geri nger
als
extrazellulär,
d.h.
c;""cn: c.,ulkn = 1:10000.
angegeben war d iese Formel:
1 .8 .1 N ern stg leichu ng
Die Nernstgleichung dient dazu, da s Gleichge-
E ca =-(lgt- ) x 30mV
w
ichtspotenzial für eine bestimmte Ionensorte
zu berechnen. Zu diesem Thema solltet ihr unbe-
Der
log
von
1:10000
ist,
-(-4)
x
30mV=
di
ng t wissen,
was die einzelnen Konstanten be -
+120m V
deuten und, da ss man den Logarithm us aus der
äuße ren Kon zent ra tion einer Ion ensorte ge teilt
durch die innere Konze ntratio n bildet.
Ü
b rig e n s
Hier wurde im schriftlichen Examen die Formel
Übe rsicht üb er versc hiedene Loga rithmen:
verändert. aber auch angegeben. Bitte beachtet
• log von 10 = 1
das Mi nuszeichen vor dem
r esult iert daraus. dass der
Logarit hmus, Das
Bruch hier auf den
• log von 100 = 2
• log von 1000 = 3
Kopf gestellt wurde und nun innen durch außen
geteilt wird. We nn wir mit unserer Formel rech-
• log
von
10. 3 = -3
nen würden, kämen wir auf dasselbe Ergebnis:
Also einfach
die
Nu llen zählen
(Beisp iel 1-3)
oder di e H ochzahl nehmen (Beispiel 4)
E.,= 6 0 mV/2 lg außen/ innen, die 2 im Nenner
gibt die We rtigkeit z = +2 von Calcium an.
f?\
www.med i-Iearn .de
W

121

Allgemeine Physiologie

MERKE:

Wenn die Formel umgedreht wird, also Ion log Ion"'00"

ecüe r-

dannmuss noch ein Minuszeichen vor dieGleichung. Also:

log'MItl
E=-60mVo--

x ecße n

Das Endergebnis ist dasselbe. Probiert es ausl

:

.

Richtig viele Punkte bringen die Ionenverteilungen und -konzentrationen. Daher solltet ihr euch unbe- dingt merken:

MERKE:

o

Natrium intrazellulär = 14 rnrnot/L extrazellulär = '140 - 145 mmol/I

Das Gleichqewichtspotenzial von Natrium beträgt

o

Kalium int razellulär

=

1 50

rnrnot / L extrazellulär =

+60mV und das von Calcium + 120 mV.

4-

5mmol/ I

 

o

Calcium intrazellular = unter 0 ,001

mrnot/L gesamt

Selbst wenn ihr nicht rechnen wollt, könnt ihr damit diese Punkte locker mitnehmen!

1.10 Ruhemembranpotenzial

Das Ruhemembranpotenzial ist ein Diffusions- potenzial. Bitte behaltet diesen Satz im nächsten Abschnitt immer im Hinterkopf. Die Na ·jK"-ATPase verteilt Natnum und Kali- um auf die verschiedenen Kompartimente (In- tra- und Extrazellulärraum). Durch die Natri- um- und Kaliumkanäle diffundieren die Ionen zurück und sorgen für die Einstellung des Ru- hemembranpotenzials.

Übrigens

,

Da die Membran wesent lich leitfähiger für Ka- lium als für Natrium ist , liegt das Ruhememb- ranpotenzial näher am Kaliumgleichge- wichtspotenzials bei ungefähr - 70 mV. Grund:

Kalium kann mehr die erleichterte Diffusion

nutzen [so 1.7.1, S.3J, da Kaliumkanä le in Ruhe eine wesentlich höhere Leitfähigkeit haben als

Natriumkanäle.

beide Ionen gut durchlässig, würden beide Ionen gleich gut zurückdiffundieren und sich damit das Ruhemembranpotenzial genau auf der Hälfte der beiden Gleichgewichtspotenziale, bei unge- fähr -15 mV . einstellen (Gleichgewichtspotenzi- al von Kalium = ·90 mV und Natrium =+60 mV).

Wäre die Zellmembra n für

MERKE:

Die Na+/K+-ATPase pumpt mehr Natrium aus der Zelle hinaus als Kalium hinein. Für die Einstellung des Ruhemembranpotenzials ist jedoch NICHT diese Pumpe, sondern die Durchlässigkeit der Membran für die jeweiligen Ionen entscheidend.

= 2 ,5 m m olj l, FREI UND AKTIV = 1 ,25 mm ol/I

Außerdem könnt ihr noch wertvolle Punkte mitneh- men, wenn ihr wisst, dass

o

Transporte und Transporter Immer temperaturab - hängig sind.

o

Calcium In der Zelle die geringste Konzentration

hat und

das Verhältnis von int ra - zu extr azellulär

1

10000 beträgt (was unter 0 ,001 ist] . Nur 1- c des Gesamtcalciums befindet sich außerhalb des Knochens und hat dort die Konzentration 2 ,5 rnmo l, "! Davon sind 1,2 5 mmol / I frei und biolo- gisch aktiv , d ie andere Hälfte ISt prot eingebunden .

o

Kalium In der Zelle am hochsten konzentriert ISt

[= 15 0 mrnol./t ] und pr imär akti v ins Zytoso l tra ns- portiert wird . Insulin fördert die Kaliumaufnahme

in

die Zelle.

o

Natrium die wichtigste extrazelluläre Komponent e ist und dort eine Konzentration von ungefähr 140 mmolj l hat. Der kraftvo lle Natriumgradient ist der Antr ieb f ür fast alle sekundär akt iven Transporte

e

die Na ', ·K-·ATPase prim är aktiv arb eitet: Sie

pump t zwei Kaliumionen in die Zelle und drei Na-

tr

ium ionen aus der Zelle heraus. Außerdem ist sie

durch g-Strophantin hemm bar.

Nach Ihrer Hem-

mu ng samm elt sich Int razellulär Natrium an

o

elektrogener Tr ansport bedeu tet. dass eine La- dungsverzerrung beim Transport stattfindet.

o

elektroneutra ler Transport bedeutet, dass die l a- dungen ausgeg lichen tra nsportiert wer den.

o

beim Gleichgewichtspotenzial elektrische und che-

m ische Tr iebkraft gleich gr oß, aber entgegenge-

setzt sind Die r esultierende Tr iebkraft beträ gt da-

her null. Das Gleichqewichtspotenziel Wird mit der Nernstgieichung berechnet und betragt für Natri- um +6 'I mV . für Kalium -90 mv und für Calcium +1 20 mV .

• das Ruhemembranpotenzial in der

ähe des Ka-

liumgleichgewichtspotenzials bei -7 0 mV liegt. Es

ntsteht durch die Rückdiffusion der Ionen und Ist

dO/ dt = 0 x A x [c ']-c2J/ d

Basics Mündliche

113

dO/ dt = Netto-Iliffusionrate in rnol- s

abhangig von

der Verteilung der Ionenkanal e.

D

= Fick-Oitfusionskoeffizient

• das Gleichgewichtsp otenzial m it der

und wie m an

d

= Diffus ionstrec ke

Nern stgleichung berechnet [so1.9 .1 , S. 1 1).

A

=Membra nfläch e

• man die Triebkraft bere chnet: E = E - E , wobei positive Stro me dem Ausstrom von Kationen ent- sprechen.

"'

.

VVas ist das Ruhemembranpotenzial? W ie entsteht es und welchen Wert hat es? Das Ruhemembranpotenzial ist die Potenzialdifferenz zwrschen der Innen- und der Außenseite der Zellmem-

bran. Es ist ein re ines Diffusionspo tenzial. Die Na- /

K--ATPase

traze llulär, die dann durch spezifische Kanäle wieder

Dur chlässigkeit der

zur ückdiffund ieren. J e größ er die

verteilt die Ionen zwische n Intra- und ex-

Me mb ran für die einzelnen Ionen ist, dest o größer ist ihr Antei! arn Ruhemembranpote nzial.

In der normalen Zell ha Kalium den größten Ein-

fluss auf das Ruheme mbra npoten zIal. das bei un ge- fähr -70 mV liegt (s. 1.9, S. 10 J.

W as

net man es? Das Gleichgewichts potenzial gibt für eine bestimm- t e Ionensorte an, bei welcher Spannung diese Ionen

keinen Nettofluss über die M emb ran hätten. Es kann

m it der Nernstgleichung ber echnet werden

ein Gleichge wichtspotenzial? W ie berech-

ist

Beispiele für Gleichgewichtspotenziale:

• Na trium = +6 0 mV,

• Kalium = -90 m V,

• Calcium = + 12 0 mV.

Was ist eine Diffusion? Diffusion ist die Transportform, bei der freibeweg - liche Teilchen auf Grund Ihrer zufälligen the r mischen Bewegungen Konzentrationen ausgleichen. D.h nach einer bestimmten Zeit befinden sich alle Kon- zent rationen im Gleichgewicht. Die Geschwindigkeit. mit der diese r Zusta nd eintritt, wi d durch das Fick- Diffusionsqesetz beschrieben:

c 1-c2 = Konzentrati onsunt erschied

tlc

Was ist Osmose? Osmose ist · wie die Diffu sion · eine pass ive Trans- portform. Im Unterschied dazu ind hier die Teilchen jedo ch nicht fr eibeweglic h, so ndern durch ein e s em i- perm eable M embran [z.8. Zellm embra n] voneinan- der get rennt. Um die Konzent rationen auszu gleichen bewegt sich dal er nur das Losungsmittel. was zur Erhöhung des hydrostatischen Drucks In der höher konzentrierten Losung führt [s o17 .1 . S. 3].

W ie kommt eine Hyperkaliämie zust ande? Warum

ist sie so gefährlich? Eine Hyperkali ärrue kann .8. bel einer Hämolyse ents teh en, da Kalium das höchstkonzentrierte int ra- zelluläre Ion ist und ei einer Hämolyse Erythrozyten zugrun de gehen , wo durch dere n Kalium fr eigesetzt wird. W eiter rsache einer Hyperkaiiämie kann die gestörte Kaliumausscheidung bei einer Niereninsuf- fizienz oder inem Hypoaldosteron ismus sein. Auch bei akuter Azidose komm t es zur Hyperkaliämie, we il hier der ni drlge pH-Wert auf die Na -/ K -ATPase wirk und die Ionenverteilung verandert. Gefahrhch Ist die Hyperkal iarnie, weil sie das Ruheme m bran- potenzial in Richtung Depolarisation verschiebt und dies gerade am Herzen zu gefährlichen Rhythmustb- run gen bis hin zum Herztod führen kann

We lche Tran sportfor men kennen Sie?

• a kt ive [z.8. T ranspo rt er) un d passive [z.B. Ka näle).

• elektro gene [z.B. Na / K '·A TPase) und elekt rone - tra le (z.B. Na- /H-·A nt ipo ),

• prim are [z.8. H -·ATPasenj, sekund äre (z.B. Na / Glucose-Sym porter) und tertiäre [z.B. Disecche- rid /H o-Svmport im Nierentubulusjls. 172 . S. 5J.

AP ROPO S

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141

Wasserhaushalt

 

Vert eilung sräum e

Indikator su bsta nzen

2

Wasse rhaushalt

,

"'

<lJ

&.0

Bevor es mit

den häufig geprüften Störungen

 

-

-

-

-

+

--- - - --

des Wasserha usha lts losgeht, solltet ihr eu ch

 

kurz di e normalen Verhältnisse anschauen lernen, w ie man sie bestim men kann .

und

Ge ht ma n von der fettfreien Kö rpermasse

aus,

so bet rägt der normale Wass eranteil des Kör-

 

pers 73%. Fettgewebe hat einen relativ niedrigen

Wassergehalt. Da Frauen

im Durchsc hnitt einen

höheren Fettanteil als Männer haben, ist ihr Was- sera nteil m it 55% entsprechend geri nger als der

d

er Mariner mi t 65%. Mit zuneh mendem Alter

n

imm t bei beiden Geschle cht ern d er Wasserge- halt des Kör pe rs ab, Fal ten und Runze ln da ge -

25 Liter =60% intrazellulär

ge n zu . Das Körperwasser ve rteilt s ich auf vier ver schie- dene Räume :

• d ie intrazell ulä re Flüssigkeit (= in den Zel - len ),

Flü ssigkeit (= zwischen den

• die

interstitielle

Zellen),

• das Plasma (= in de n Gefäßen) und

• die tra ns zelluläre Flüs sigkeit (= Liqu or, Galle, Flüssigkeit in der Augen kammer. den Nieren-

Ver te ilu ng u ntersc hie dlic he r In dikatorsubstan zen . die fü r einzelne Kompartimente S ezifisch sind:

Triti um, Deuterium und Anti pvrin verteilen sich im

Ce

Inulin ve rteilt sich nur im Evtraz ellulärraum.

am twa-ser,

tubuli

).

Evansblue und markiertes

Ibumin verlassen die

 

B utbahn , ICHT und gebendeshalb Aufs hluss über

Üb ri

en s

da' Plasmavolumen.

Die inte rs it ielle Flüssigkeit und das Plasmavolumen bilden zusammen die Extr azellulerf tüssiqkeit ,

Man ka nn d ie Volum ina der einzelnen Kompar-

Verdünnu ngsmethode

be rechnen. Dabei wir d eine besti mmte Men ge einer Substanz injiziert, von der bekann t ist, in we lche n Kompa rti menten s ie sich vertei lt. An- sch ließend wi rd ih re Konz entration im Plas- ma ge messen und dara us berechnet, in was fü r

timen te mi t Hilfe der

einem Volumen sie sich verteilt haben muss.

Abb. 8 : Normale Wasserverteil ung im Körper

Ü b r ig en s

intr aze luläre Verte ilungsvo-

lumen erhält man, indem man vom Gesamtw asservolume n das Verte ilungsvolumen von Inulin abzieht .

Das

ME RKE :

Formel Indikatorverdünnungsmethode:

(V] =

M enge

Konzp/<ls

,n

V = Verteilungsvolumen

Menge'n = injizierte Stoff menge

Konzentration",

=

gemessene

Konzentration im

Plasma

Störungen des Wasserhaushalts - Dehydratationen/Hyp erhydratati on en

1 15

Störung extra intrazell ulär Rechenbeispiel aus dem schriftlichen Examen: Einem 70 kg schweren normalen Probanden
Störung
extra
intrazell ulär
Rechenbeispiel aus dem schriftlichen Examen:
Einem 70 kg schweren normalen Probanden
w ird tritiummarkiertes Wasser mit einer Akti-
normal
vitä t von 10000 Bq intraven ös appliziert (Halb-
we rtszeit von 3H = ca, 12 Jahre). Nach zwe i
Stu nde n w ird d ie Akti vität de s Ma rkers im
Plasma bes timmt. Welcher d er Messw ert e ist
hierb ei arn wahrscheinlichsten zu erwarten?
Die Prüfungskommission setz t hier viel vor-
isotone
-+_"""";;;:00
_
Hyperhydratation
hypertone
Hyperhydratation
aus: Sie erwartet, dass man weiß
w ie viel
Gesamtwasser ein 70 kg Mann hat: Das sind
un gefäh r 40 Liter. Dann muss man noch
w is-
hypotone
Hyperhydratation L _
--1--
Iz
1
sen, dass Tritium sich übera ll ve rteilt e H =
ein Indikator für s Gesamtwasser) und di e
Gleichung der Indikatorverd ünnungsm etho-
isotone
Dehydratation
d e au sw endig kennen, bevor es an s Rechnen
ge ht:
hypertone
Zunäch st mu ss man die Glei chung
Dehydratation
V = Men ge jl<:onz"b' nach der Kon zentration
aufl ösen:
.
hypotone
Kon z " ,." = Menge j V
Einsetzen der in der Au fgabe ge na nnten Za h-
len ergibt:
Dehydratat ion
Kon zp,a, = 10000 Bq/40 I und damit eine Kon -
zentratio n von 250 Bq/l so wie einen weiteren
Ph ysikumspunkt.
Die H elligkeit gibt d ie O smolarität an. d ie Länge d e-, B,,' -
kcn s zeigt da s Maß der lüssigkeitsvc rschi eb un zwischen
Intra- und Extrazellulärraum.
Abb. 9 : Stö r ungen des W asser haushalt s führ en zu
Flüssigke it sversc hiebungen zwischen
und Extrazellulärraum
Int r a-
2.1 Störungen des Wasserhaus-
halts - Dehydratationen/
Hyperhydratationen
Weiter ge ht es mit den einze lnen Störu nge n:
Für das Vers tändnis die ses Kap itels ist es w ich-
tig, d as s eu ch die Begr iffe isoton, hyp o ton u nd
h yperton klar sin d (s. 1.4, S. 2) und ih r beachtet,
2. 1 .1
Hypot one De hydrat at ion
Ein Beispiel für eine h ypo tone Deh ydratation
ist der Hochofenarbeiter. d er den ganzen Tag
in
w elch e Rich tu ng
d ie osmo tisc h wirksamen
schw itzt un d se ine n Durst nur mit sa lzar me m
Teilchen das Wasser ziehe n.
Wasser löscht. D as Blutplasma/der
Extrazellu-
lärrau m verliert dad urch sei ne Sa lze un d
M ER KE:
wird hypo ton. Dies führt zum wasser~1 <:>
einstro m in die Zell en un d damit zur
(J'
."
.
,I
• Hyperhydratation = zu viel W asser im Körp er,
Zellschwellung . Insgesamt
Ist durch
• Dehydratation = zu we nig W asser im Körpe r und
• die Begriffe iso-, hyper- und hypoton beschreibe n
den osmotischen Dr uck im Extra zellulärraum.
den Was se rverlust un d den Wasser-
eins trom in d ie Zellen das Extrazellulär -
volumen verm in dert u nd der Blutdruck
erniedrigt. Wo nichts ist, kann eben auch nichts
d rücken
®
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16/ Wasserhaushalt

2 .1 .2

Hypotone Hyper hydra t8tion

bildung) und setzt so einen Teufelskreis in Gang

Kann

ma n sich mi t Wasser vergiften? Ja, ma n

über St imu lierung

der Osmorezeptoren = AD H-

kann!

Gerade niereninsuffiziente Patien ten, de-

Au sschüttu ng.

ren Wasserau sscheidung nicht me hr richtig funk- tionier t, k önnen - wenn sie zuviel "Nasser trinken

- eine Wasserintoxikat ion erleiden. Da Wasser

gegenüber d em Plasma diese Stö rung hypotone

Folgen sind ein vergrößerter Intrazellulärraum und eine D iurese mit viel hypotonem H arn.

hyp oton is t, n enn t m an Hyperhydratation. Ihre

Üb r ig e ns

Es

gab amerikanische Collegestudenten. denen

W

etttrinken mit Bier zu langweilig war

Sie haben also Wa sser gegeneinander ge- tr unken. Folge war eine Wasserintoxikation -4 Zellschwellung -4 Hirnödem und einer hat sich wortw örtlich tot gesoffen. Völlig vorurteilsfrei: Es waren BWL'ar.

2 .1 .3

Hypertone Hyperhyd rata t ion

Das klassische Beispiel, das sowohl mü ndlich als auc h schriftlich sehr belieb t ist: Es handelt von

auf eine r ein samen Insel, der

nur Salzwasser zur Verfügung hat und irgend- wann anfängt es zu trinken . Da Meer wasser jedoch eine höhere Osmolarität hat (über 1200 rnosmol/l)

als die m aximale Harn osmol arität (un ter 1200

ck , ganz

unabhängig da von wie gu t die Nier e arbeitet. Auf hype rtone Störungen reagiert de r Körp er über

die Osmorezeptoren im Hypothalamus mit der Ausschüttung von ADH. ADH seine rseits füh rt zu Durst (= weiteres Meerwasser wird getrunken)

und zur Antidiurese . Obwohl de r Gestrandete also sch on sehr viel Wasser im Körper h at (= Hy- perhyd ratation), füh ren die hohen Salzko nze nt- rationen un d d ie d amit zusammenhängenden Regulationsmech anismen des Körpers zu einer weiteren Wasseraufnahme - ein Teufelskreis,

das aber immer-

der let ztendlich zum Tod fü hrt,

m osmol/l) ble iben im Körper Salze z urü

einem Gestr andeten

• bew irkt ein Ab sinken der Ald osteronkonzentration

=hypotonen Harn .

2 .1 .4

Isotone Dehydrat at ion

Wann verliert man isotone Flüss igkei t? Als Beispiel se i hier de r blutende ver unfa llte Mo torradfah rer genann t. Blu t ist eine iso- tone Flüssigkeit, deren Verl ust zur Vermin- derung des Extraz ellulärraums und da rü- ber zur ADH-Au sschüttung führ t. Dieses Hormon bewi rkt eine Flüss igkeitsreten tion (= Zurückhalten von Flüssigkeit) und eine Erhö-

h ung des Blut drucks auf 'Nerte, d ie das Übe rle- ben sichern (z.B. 50/30mmHg) .

2.2

Filtrationsdruck

Der effektive FiItra tionsdru ck gibt an, mi t wel-

cher Kraft

d er Bowrn an-Kapsel abgepress t/filtrier t wi rd. Er

se tzt sich aus 3 Komponen ten zusa mme n:

• Dem Blutdru ck, der die Flüssigkeitvon innen nach außen an die Wand oder durch die Wand presst,

• dem Gewebedruck oder int erstitiellen Druck, de r von auße n au f das Gefäß d rückt und de m Blu tdruc k entgegen w irkt sow ie

Gefäß

di e Flüssigkeit in de n Kap illaren oder

dem

onkotischen

Druck,

d er

im

herr scht. Der onkotische Druck en tsteh t durch die Plasma proteine, die die Gefäße nicht ver- lasse n können und da her Wasser anz iehen. Jed e einzelne dieser Kom pon enten kann gestört se in, was d ann zu Ödemen fü hrt (s. 2.3, S. 17). Mathematisch zusammengefasst w ird der effek - tive Filtra tionsdruck in der Formel:

P di :;;;; P h \'l!

-

r ., - P.: 1J11

P eff = effektiver Filtrationsd ruck (= resultierender

und wirksamer Druck)

Plnd = h ydrostatischer Druck (z.B. Blutdruck)

hin auf einer Südseeinsel unter Palmen

P;~l = inters

titi ell er Dr u c k/ Druck in de r Bo w rnan-

Kapsel

MERKE:

P,,,II = ko llo idosmo tischer D ruck (durch Proteine ,

Eine hypertone Hyperhydratation

z.B. Alb umin)

• kan n result iere n aus der Gabe von hyperton en In- fusionen oder dem Trinken von Salzwasser.

• zur Zun ahme des Extrazellulär- und Plasmavolu- me ns.

• führt zu Durst und An tidiurese (= wen iger Ur in-

fü hrt zur Abna hme

des Intrazellulärraums und

Üb r ig e ns

• Entlang einer Kapillare sinkt der Filtrationsdruck immer weiter ab, da der Blutdruck/ hydrosta-

tische

Dr uck immer geringer wird.

• Ist der hydrostatische Druck genausogroßwie der

Ödeme· Störungen des Filtrationsdrucks

117

interstitielle und der onkotsche Druck zusam- men, spricht m an vom Filtrationsgleichgel'ftcht. 2.3 Ödeme -
interstitielle und der onkotsche Druck zusam-
men, spricht m an vom Filtrationsgleichgel'ftcht.
2.3 Ödeme - Störungen des
Filtrationsdrucks
Ein Öd em ist eine Wasseransamml ung do rt, wo sie
nicht hingehört, z.B. in Gewe bsspalten, der Haut
oder den Schleimh äuten. Das Wasser verlässt da-
bei die Gefäßbalm aus verschiedenen Gtiinden:
• Eine Abflussbehinde rung führ t zur Erhöhung
des hydrostatischen Drucks in eine r Kapill are
und verhindert da durch die Einstellung des
Filtrationsgewichts. Als Beispiel
sollte man sich die Erhöhung
des zentralvenösen Drucks
(= venöser Rückstau) me rken,
w ie sie bei der Rechts -Herzinsuf-
fizienz
auftrete n kann . Die Folge
ist eine Erh öhung des effektiven
Filtrationsdrucks. wodurch
Wasser ins Gewebe
Mechan ismus wäre
abg ep resst w ird. Derselbe
denkbar, wenn di e zufüh-
Abb . 10: Elephantiasis
renden Arteriolen dilatieren und die Durch-
blutung größer werden würde.
Hi stam inaussch üttung ein Ödem, das e rns t
zunehmende Ausmaße ann ehm en kann .
• Auch eine Senkung des onkotischen Drucks
bewirkt eine Erh öh un g des effektiven
Filtr ati-
MER KE :
onsdrucks. Diese beruh t meist auf einer Sen-
kung der Proteinkonzentration (= Hypoprote-
in äm ie) im Blutplasma (hauptsächlich ist dab ei
an Albumin zu denken
).
Mögliche Ursachen
dafür sind eine erhöhte Proteindurchlässigkeit
de r Blutgefäße od er eine zu geringe Pro teinzu -
fuhr bei Mangelem ähnmg,
das Hunger ödem,
z.B. afrikanisch e Kinder mit den großen run den
Bäuchen. Auch wenn d ie Leber nicht genug Pro-
teine bildet, kommt es zur Hypop roteinämie.
Ödeme entstehen durch
Erhöhun g des hydrostatis chen Druc ks in den Ka-
pillaren [= dilatierte Arteriolen],
Abflussbehinderung durch Erhöh ung des zen-
tra lvenösen Drucks,
Senkung des onkotischen Drucks durc h Hypopro-
teinämie oder erh öhte Proteindurchlässigkeit der
Kapillaren,
Histamin ausschüttung (z.B. Insektenstich) und
Blockierung des Lymphabftusses (z.B. Elephantiasis).
• Kapillar- oder Lymphgefäßschäden, wie z.B.
ein Lyrnphst au durc h Verödung von Lymph-
gefäßen können auch zu Ödemen füh ren. Bei
Übr ig e n s
Explodierende Frösche in Schweden ! Diese
Kreb sop er ationen ist
dies ein häufiges Pro-
blem.
dabei
Die ablei tenden Lymphwege werden
zusamm en mit dem Tumor entfernt,
Schlagzeile hat in einer kleinen schwedischen :~
Zeitu ng für Aufsehen gesorgt. Wie können
Frösche einfach so explodieren? Schuld daran Q, ~
~.
\~
ware n Kräh en, die den Frös chen die Leber
herauspickten, woraufhin die Frösche mit
,
.
'.
we il sie ein belieb ter Metastasieru ngsweg
sind . Ein u nang enehmes Lyrnph öd em ka nn
.
.
"'-
die Folge se in. Das in Ab bild ung 10 darge -
s tellte Lymphödem ber uht dagegen au f einer
Wasser voll liefen und platzte n Den Grund ·
dafür werdet ihr jetzt sicher kennen: Ohne - /.
die Leber ist keine Pro teinbildung mögl ich und
Kran kheit (= Eleph antiasis),
bei der Erreger
ein Ödem
auf Grund einer Hypoproteinäm ie die
d
ie Lymphgefäße verstop fen
und so den Ab-
fluss d er Lym ph e beh ind ern .
• Im Rahmen einer allergischen Reakt ion,
z.B.
Folge , in diesem Fall sogar ein echt explosives
Ob das wirklich die Ursache war , weiß ma n zwar
nicht, als Eselsbrücke taug t dies e Geschicht e
jedoch allema l.
nach einem Insektenstich, bildet sich durch
W
r?\
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18 \ Wasserhaushalt

:

.

Zum Stic hwort Ödem werden häufig einfac he Fra-

W elche Störung en des Wasserhaushalts kennen Sie? Unterschieden werden Dehydratationen und Hyper hydratauon. Diese Störungen kann man noch weiter .in Isotone, hypertone und hypotone De-/ Hyperhydra- tauonen unterteilen (Details dazu s. 2 .1, S. 15).

gen gestellt. Hier lohnt

es sich wirklich auc h für den

Sie

stranden auf einer einsamen

Insel. Wa rum soll-

spät eren Ber ufsallt ag die Path omechanism en zu

• Ödeme entstehen bei einem Ungleichgewicht des

ten

sie auf keinen Fall Meerwasser t rinken?

versteh en. Daneben sind auch die verschiedenen De- und Hyperhydratationsstörungen ein beliebter Prüfungskom plex.

Flltrattonsdrucks und des Filtrationsgleichgewichts

Weil das Meerwasser eine höhere Dsmolar ität als die maximale Harnkonzentration hat . Das Tri nken von Salzwasser setzt Regulationsm echanismen in Gang, die zu einem Teufelskreislauf führen: Durch ADH-AusschLittung Wird dabei stä ndig Durst er-

gehalten. Dies führt zur hypertonen Hyperhydratati-

am Ende einer Kap illare. Dies kann durch Erhöhung des zentralvenösen Drucks. Senkung des onkotischen Drucks, Blockierung des LymphabAusses.

• Der effektive FIltrationsdruck setzt Sich aus dem

P =P -P -P

zeugt und gleichzeitig Wasser In der Niere zurück -

on m it vergroBertem Plasmavolumen und er höhter Plasm aosmolarität.

Histaminausschüttung oder Erhö ung de ydrostatischen Drucks geschehen.

hydrostatischen 01' ck minus dem inter-stitie llen und dem onkotische , Druck zusammen . Formel '

Ne nnen Sie m ir bitte einige Regelmechanismen des Wa sserh aushalts .

• ADH fLihrt zur Wasserretention, die Sekretions- reize fur dieses Hormon sind eine er höhte Plasma- osmolarit ät und ein niedriges Plasmavo lumen.

.e

• Die hypertone Hyperhydratation entsteht beim Trinken von Salzwasser und fuhrt Liber die ADH- Ausschüttung zu Durst und Antidiurese.

• Die hypotone Dehydratation entsteht durch star - kes Schwitzen und Tr inken von salzarm en Was ser . Das Plasma wird hypoton. was zur Zellschwellung führt. AuBerdem sind dabei das Extrazellulärvolu-

men und der Blutdruck vermin dert.

• Die Körperkomparti ment e berechnet ma n über die Indikatorverdunnungsmethode:

Ver tei lungsvolume n = Men ge / Konzentration

:

.

W ie berechnet ma n das Volumen der verschiedenen

Körperko m partimente? Mit der Indlkat orverdünnungsmethode: Spezrelle

Substanze n verteilen sich in bestimmten K örperkorn- partirnente n. Wenn man diese In bekannter Menge

in die Blutbahn Injiziert und nach einer gewisse n Zeit

deren Konzent ration 1111 Blutplasma bestimmt, lässt sich auf das Volumen zurückrechnen, In dem sich der Indikator verteilt haben muss [so2. 1. S. 1 5 J.

• ANF als Gegenspieler des ADH fuhrt zur W as- serausscheidung.

Was ist der Filtrationsdruck? Aus we lchen Kompo - nenten set zt er sich zusammen? Der FIltrationsdruck gibt an, mit welcher Kra ft eine Flüssigkeit aus einer Kapillare abgepresst wir d. Er setzt Sich zusamm en aus dem hydrostatischen Dru ck (= lokalem Blutdruck] m inus dem interstitI- ellen Druck und dem onkotischen Dru ck.

Was ist ein Filtra tionsgleichgewicht ? Das Filtrationsgleichgewicht herrscht am Ende ei- ner Kapillare . dort. I/vo nichts mehr abfiltr:ert wird.

Es st ellt sich

GefäB gleich der Sum me aus interstit iellem und on-

kotisc em Druc k ist.

ein, w enn der hydr osta tisc he Druck im

Wi e entstehen Ödeme? Nennen Sie mir bitte die zu- grunde liegenden Pathomechanismen . Ödeme entstehen durch Storungen des Filtrations- gleich gewich ts Dabei wird entweder zu viel Fluasiq- keit In das Interstitium abgepresst oder zu wenig zur ück r esorbiert [Details s. 2.3. S. 17] .

2~\f Uil 1) ~ N WM-S ~~HA U5 H A Lr AuF2u -

FÜL L~N , 01)~R WM 5~R \~~c;,2ußRINc;,~N

A ß~R PA55 f AuF \)I~ KRAH ~N Au F

. ~~~!

~

Funktionen der Niere

I 21

---------

3

Niere

Nieren-

--- -- ,

rinde

Nieren-

mark

Kelch

Nieren-

becken

Ureter -- --+-

3 .1

Funkt ionen der Ni ere

Das Pr inz ip d e r Niere besteht darin, g roße Men -

gen an Blutplasm a m it d en darin ge lösten klein-

olekularen Subs tan zen zu filtrieren. Je nac h Sub stanz und Bed arf werden d iese zur ück re-

m

sorbiert und

de m Kör per w ied er zur Verfügun g

gestellt oder

ausgeschied en/elim ier t.

Die Niere steuert den Wasser- und Elektrolyt- haushalt und ist in dieser Funktion für die Grö- ße des Extrazellulärvolumens und die Kon stanz der Ionenkonzentrationen verantwortlich. In den Säure-Basen-Haushalt kann sie über die Sekretion oder Resorption von alka lischen und saur en Valenzen (= Substanzen ) reg uliere nd ein-

greifen. Eine weitere w ichtige Fun kt ion de r Nie ren ist die Ausscheidung von Stoffwechselendpro-

)

dukten (z.B. Ha rnstoff, H arn säure, Krea tinin

und giftigen Subs tanzen (z.B. Med ikam ente oder

Abb . 11 : Übersicht der N ier e

 

deren Metaboliten ). Über d en Renin-Angiotensin-Aldosteron-Re-

Die Niere ist ein sehr wichtiges Organ für den menschlichen Körp er, was sch on das

gelmechanismus kon trollie rt d ie N ie re d en Blutdruck. Und zu guter Letzt produziert sie auch noch

Sprichwort "das g eht m ir a n

~.~.

.(

Hormone für d ie Blutbildun g (= Eryt hrop oetin) und d en Ca lciumstoffwech se l (= Calcitrioi).

Nieren"

ausdrückt.

Trot z

der

 

,I

Tatsache, dass man auch m it ei-

"

Gi:

ner

der

paari g an gelegt e n

N ie -

 

3.2

Autoregulation der

ren

zur echt kommen könnte, sind

 

00

Durchblut ung

Störungen der Nierenfunktion in vielen

Fälle n schwerw iegend und lebensbedrohl ich . Am Anfan g die ses Kap itels be trach ten w ir kurz

d ie Funktion en

d er Niere, di e fü r eine mü nd liche

Für eine kon stante Filt ration sleistung ist es w ich- tig, in den Glome ru lu mschlingen immer den gleichen Blutd ru ck zu haben . Dam it di e \.fiere un ab h än gig von de n Blut d ruckschw ankungen

Prüfung ("Was k önne n sie

mir über die Niere

d

es Kör perkre islaufs ist, reguliert sie ihre Blut-

erzählen?"

)

imme r eine n

dankbaren Einstieg

zu fuh r g röß tenteils selbs t, was ma n als Autore-

liefern und de m

Prü fer zeige n, dass man eine ge-

gu lation bezeichnet. Im Bereich des norma len

wiss e 'lb ersicht hat. Weiter geht es mit der Au-

toregulation sowie den ge fürch teten Begriffen Clearance und glomeruläre Filtrationsrate (GFR),

gefolgt von einem Abstecher zur Filtra tionsfrak ti-

Blutdrucks (= 80 - 160 mmH g) schafft es die N ie- re eine n fast kon stanten Blutdruck im Glome ru - lum au frecht zu erha lten . Diesen Effekt nennt

m an Baylisseffekt. Dur ch d en Baylisseffekt ist

on

und dem renalen Plasma - un d Blutfluss.

die glomeruläre Filtrationsrate (= GFR) fast un -

Im

anschließenden Kapitel Rückre sorpti on, da s et-

abhängig vom Blutdruck. Wie fu nktion iert das?

was länger ist, lässt sich mit ein wenig Verständnis

viel Lernerei einsparen und man kann sich daher

Eine Erhöhung des systemischen Blutdrucks führt zu einer Erhöhung des ren alen Gefäßwie-

rein aufs Punkteernten konzentri eren - verspro- chen! Den Abschluss bilden die gern gefra gten Nierenhormone. m it denen man sich auch noch den ein od er anderen einfachen Punkt siche rn kann. Zum Anf ang ma cht euch bitte kurz nochmal die Anatomi e der Niere klar (s. Abb . 11).

derstands (s. die Niere die das Volumen.

Abb. 12, S. 22). Dad urch d rosselt Blut zu fuh r und filtriert wei terhin

www.medi-Iearn.de

®

22\

Niere

CD

.a

"

3 4

c

(9

GFR

 

0>

K3

 

Autoreguia ons-

 

c:

berei cl

I

2

u-

m

0::

 

--'--

--'--_

-

-

,-l

 

_

 
 

o

40

80

120

160

200

240

mittlerer arterieller Blutdruck (mm Hg)

R Uf · r enaler fJlultluss

0.6

0.4

0 .2

0

Abb . 12: Autoregul at ion - Im Berei ch von 80 - 160

mmHg bleibt die GFR fast konst ant

sein, je nachdem ob ein Stoff sezerniert, resorbie rt oder ohne Modifika tion ausg eschieden wird . Einige Sub s tanzen we rden filtriert ausgeschie-

den, ohne dass d ie Stoffmenge sich verändert,

e d.h . im Tub ulu sverlauf wi rd weder sezerniert

§ noch resorb iert. Fü r diese Stoffe gilt, dass die

nen

filtrierte :Vleng e g leich der a us gesch iede

c

.s

0::

~

e

a;

""

~

Menge ist. Inul in u nd näherungsweise auch de r

u,

(9

kö rpereigene Stoff Krea tinin sind Beisp iele so l-

cher Sub stan zen, an dene n sich di e glomeru läre

Filtrationsrate (GFR) direk t abl esen un d so mit

di e Nieren funktion bestim men lässt.

Daher gi lt fü r Inulin + Krea tinin:

• filtrierte Menge pro Zeit = au sgeschiedene

Menge pro Zeit und

• GFR = Clearance von gefähr 125 ml/min.

Inulin/Kreatinin = un-

Übr igen s

Leider funktioniert dieses Prinzip der Aut o- r egulation im Nierenmark nicht so gut. Daher bewirkt dort ein st ark erhöhter Blutdru ck eine Dru ckdiurese . Dur ch die vermeh rte Nierenmar kdu, chblut ung ver liert die Niere außer dem die Fähigkeit den Harn sta rk zu konzent rieren.

An der Clea rance lässt sich ab lese n, was mit

\ einem Stoff in de r Niere passiert: Wichtige Stoffe . , (z.B. Glucos e als Energieträg er und Aminosäu-

' ren als Bausteine) werden stark rückreso rbiert, d.h, ihre Clea rance ist sehr klein (bei Glu cose norm alerw eise). Giftige Substanzen oder

. Stoffwechse lendproduk te so llen au sgesc hie-

~

3. 3

Clearance

Die Clearance ist das Blutplasmavolumen. das in

ein er b estim m ten Zeit stimmten Stoff befreit

wird . Sie enthä lt d rei Variablen:

vo n einem be_~ (eng!. = clear)

\

If

.

(

.

d en we rden, d.h. ih re Clearance sollte sehr

groß sei n. Dami t man den Kör per nicht im - me r ve rgiften mu ss, um die Sekretionsleistung (= große Clearance) zu mes sen, g ibt es zum Glück de n ungiftigen exogenen (von außen zugeführ- ten ) Stoff PAH (= Paraaminohippura t).

• die Zeit un d

de n Stoff,

• das Volum en.

M ERKE:

Die Clea rance gilt im mer n ur für einen Stoff

[= Ka liumclearance, Inulinclearance

un d hat die Einheit mijmin . Sie kan n m it folgen de r

Fo r m el ber ech net w erden:

)

Volumen pro Zei t V x Clearan ce C in m l/ m in= Stoffkonzentration U r in

Plasm akonzent rat ion des

Stoffes

Die Clearance ist ein sehr sen sibler Indikator für Stö- rungen de r Nierenfunktion. Sie ist mit bestimmt en Subs tanze n messbar und gibt Auskunft darüber, ob d ie Nie re noch richtig filtriert und funk tioniert: Die Clearan ce k ann g rößer, kleiner od er gleich der GFR

Übrigens

Auch viele M edikamente haben eine große Clea- rance und werden zum großen Teil über die Niere ausgeschieden. Beispiele sind das Antibiotikum Penicillin G und das Herzglykosid Digoxin. Deshalb bleiben bei Nierenkr anken manche Medi- kamente länger im Körper und wirken länger. weil sie nicht eliminiert werden. W ichtig für die Praxis.

Me rken soll tet ihr euch das Clearanceverha lten unter No rmalbedingungen folgender Stoffe:

• Inulin hat eine Clear ance von 125 ml/rnin. wa s auch gleichzeitig der GFR einspricht .

• Die Glucose clearance beträgt no rmalerweise 0 ml /min, was bed eutet, dass Glucose fast vo ll - ständ ig rü ckresorbiert und bei m Gesu nden

nicht

ausgesch ieden wird.

• Gena uso verhält es sich mit Aminosäu ren,

auc h

bed ingungen 0 m l/min .

hi er beträgt d ie Clearance unter Nor ma l-

Clearance

I 23

• H arnst off - ein Stoffwechselendprodukt aus

dem Stickstoffstoffwechsel - hat eine Clearance

von 75 ml/ min. Dieser Clearancewert ist klei-

ner als d ie 125 m l/min von Inulin. Da s lässt darauf schließen, dass in der End abrechnung ne tto rü ckresorbiert wird. Das Verhalten von Harnstoff in der Niere ist ein zw eischneidiges Schwert, auf der einen Seite möchte der Körper das Stoffwechse lendprod uk t über die Nie re eli- mini eren, au f der anderen Seite w ird Harnstoff für d ie A ufrech terhaltung de s o smoti schen Gra-

dienten im Nierenmark (s. 3.8.3,S. 34) gebra uch t.

Urinkon zentration

 

Plasma-

o-fL---- ,------,-----,-- -

konze ntration

o

10

20

30

Abb. 13: Clearance von Inulin

Deshalb ist di e Clearance kleiner a ls d ie von Inu- lin, aber immer noch groß genug, WH ge nüge nd

PAH

(S. a. Abb.

16, S. 24) w ird im Tub ulussy-

Harnstoff aus dem Körper zu elim inieren.

stem

sezernie rt. Sollte d ieses Syste m ma ximal

• PAH (= Paraaminohippurat) wird zusä tzlich zur freien Filtrati on noch im Tubulusverl auf

mit 650 m l/min

eine g rößere Clearance als In ulin. Da alles PAH, d as mi t dem Blutplasma durch d ie Ar te- ria ren alis in die Niere fließ t, ent wede r di rek t filtriert oder im weiteren Verlauf in den Tub u-

sezerniert un d hat de shalb

lus sezerniert wird, ist die PAH-Clearance ein Maß für den renalen Plasmafluss.

Ü b r ig e n s

o Steigt die Plasmakonzentration einer nieren- pflichtigen Substanz an, weil diese nicht mehr

über die beschäd igte Niere ausgesch ieden werden kann. dann fällt die Clearance für diesen Stoff stark ab. o Die glomeruläre Filt rationsrate (= GFR)gibt

an, w ie

filtriert wird, das Harnzeitvolume n gibt an, was

unten herausk ommt.

viel Volumen pro Zeit dur ch die Ni eren

H äufig wird die Clearance anhand vo n Au s-

sc heidu ngs-lResorp tionskurven ab gefr agt. Bitte versucht be i solchen Aufgaben logisch n achzu-

vo llziehen, wa ru m stand e kommt:

welcher Kurvenverl auf zu-

• Die

Inulin- und Kreatininausscheidung si nd

line ar, da d ie Stoffe weder sezern iert noch re- so rbiert werden. Alles , was filtrie rt wi rd, ver-

lässt auch den Körper. Verdoppelt sich di e Plasmakonzentration, verdoppelt sich daher auch die Ausscheidung.

(= Kurve nkn ick), lässt sich di e

au sge las te t se in

Sekre tion auch mit höh eren Pla sm akon zentra-

tionen nicht me hr s teigern . Die Aussche id u ng

steigt d ann (= noch line ar an

Plasm akon zent rat ion ab .

nur

de r

nach

dem Ku rvcnknick)

und hän gt nu r noch von

Urinkonzentration

o

o

Abb. 14: Clearance von PAH

30

Plasma-

konzentration

• Glucose (s. Abb. E i, S.

24) ist das beliebteste

Beispiel fü r einen

Norma lbe ding ung en vollständig rückresor- biert w ird , Ihre Clearan ce unter Normalbe- d in gun g i st dahe r g leich O. Der Schwellenwert beträgt 10 mrn ol/l = 180 mg/d!.

filtri erten Stoff, der unter

Übri

en s

Eine Erhöhung der Plasmakonzen- t ration von Glucose führt zu einer erhöh ten Filt rat ionsmenge. Dies bewir kt solange eine Steigerung der Rückresor ption, bis die Tr ansporter gesättigt sind und Glucose m it dem Harn ausgeschieden wird. Achtet daher bitte im Examen dar auf. ob nach der Ausscheidung oder der Resorpt io von Glucose gefrag t wird.

www.rnadi-learn .de

f?\

W

241

Niere

Urinkonzentration

o o

1'0

zum PAH

• PAH wird frei filtriert, nicht resorbiert, fast voll- stä ndig sezerniert.

• Dient zur Bestimmung des re nalen Plasmaflu sses und indirekt auch zur Bestimmung des rena len

Plasma- Blut flusses [s. 3.4, S. 25 J.

30

konze ntration

• Die Clearance von PAH kann maximal so hoch sein w ie der rena le Plasmafluss.

Abb . 15: Clear ance von Glucos e

MERKE:

zum Inulin

• Inulin wir d frei filtriert, nicht r esorbiert, nicht se- zerniert.

• filtrierte Meng e = ausgesch iedene Menge

• Dient zur Bestim mung der GFR. Der endogene Stoff Kreatinin aus dem Muskel- stoffvvechsel hat dem Inulin sehr ähnliche Eigen- schaften, wird allerdings minimal sezer niert. Für den normalen Klinikalltag ist dies jedoch vernachläs- sigbar, und Kreatinin der übliche rwei se verw endet e Indikator zur Überprüfung der Nierenfunkt ion.

zur Glucose

• Glucose wird unter normalen Bedingungen (bis zum Schwellenwert ) frei filtriert, fast komplett re- sorbiert, nicht sezerniert.

• Bei normalen Glucose-Plasmakonzentrationen ist die Glucoseclearance gleich 0 ml/min .

3 .3.1

Clear ancequot ient

Glucose, Aminosäuren Na', CI' , u. v. a.

~ ""-"~

100%

eines Stoffes

im Blutplasma

20%

I

"

werden frei

filtriert

noch 80%

im Blutplasma 20% I " werden frei filtriert noch 80% organische Anionen und Katio nen (z.

organische Anionen und Katio nen

(z. B. PAH)

~

Filtration

+

organische Anionen und Katio nen (z. B. PAH) ~ Filtration + 80% Filtration + Resorption Sekretion

80%

Filtration

+

Resorption

Sekretion

0·20 %

Ausscheid ung

J: :\

.:

geringe

Ausscheidung

20· 100%

Ausscheidun g

< 80%

hohe

Aussch eidung

Abb . 1 6 : Die Clear ance wird bestimmt durch Sekretion und Rückre sor ption

Clearance

I 25

Der Clearancequotient gib t an, wie sich die Clea- rance eine r Substanz zu r Clearan ce von In ulin ver hält. Aus de m Quo tienten läss t sich da s Ver- ha lten des Stoffes in der Niere ablese n:

• Cl earancequotient =0 bedeu tet, dass die Sub- stanz entweder gar nicht filtriert wird oder vollständ ig aus dem Primä rharn resorbiert wird. Beisp iele: große Proteine und Glucose.

• Clearancequotient < 1 bedeu tet, d ass die Subs-

tan z netto resorbiert

wird . Beispiel: Natrium.

• Cle arancequotient = 1 bedeu tet, dass d ie Substanz netto weder resorbiert no ch sezer- nier t wird und gen auso viel au sgeschieden wird, wie filtri ert w urde. Beispi ele: Inulin und Kreatinin.

• Cl ear ancequotient > 1 bedeutet, dass d ie Substanz zusä tzlich noch seze rniert wird . Von ihr wird also mehr ausgeschieden als du rch den Bow manfilter abgepresst wurde . Beispiel: PAH, d as volls tändig au s dem Plas-

die Niere fließt, entfernt wird .

An der Clearance von PAH lässt sich daher der ren ale Pla sma flu ss ablesen.

ma, das durch

Inulin ~ ""-"<

>!.!~a

M ERKE:

Oie Glomeruläre Filtrationsrate ist das Flüssigkeits- volumen , das pro Minute durch den Bowmanfilter fil- triert wird . Im Normalfall sind das 120 mll min, was ungefähr 180 Lite rn pro Tag entsp richt.

3.4 Glomeruläre Filtrationsrate - GFR

Die GFR lässt sich aufgrund de r Eigenschaften von In ulin u nd Kreatinin aus d eren Clearance ermitteln (5. 3.3, S. 22). Zur Berechnung de r Inu lin- und Krea tininclea- rance/GFR benötigt man:

• die

• die Inulinkonzentration im Urin

• da s Urinzeitvolumen

Inulinkonzen tra tion im Blut

\!L:= Urin zeitv olum en

U, = In u lin konzen tra tion im Urin r.,= Inul ink onz ent rat ion im Plasm a

Ausgeschie dene Menge/Zeit

Konzentrat ion im Urin x Urinvolumen/Zeit

Filtrierte Menge/Zeit

Konzentration im Plasma x filtriertes Volumen/Zeit

H 20

0

keine Resorption,

Inulin- keine Sekretion

konzentration

im Urin steigt,

H 2 0

resorbiert wird

weil

U10

.

GFR =-- x V u (ml/min)

P ln

GFR '" ca. 120 ml/min pro 1,732 Körperoberfläche

Abb. 17 : Aus der Inulin-Clear ance lässt sich die GFR berechnen

www.medi·learn.de

f?\

\V

261

Niere

Rechenbeispiel:

Frage: Die glom eruläre Filtra tions rate eines

Plas-

d ie

U rinko nzent ratio n von In ulin 2g / 1. W ie groß

ist d as H arn zeitvolumen in ml/min?

ben öt igte For mel:

GFR = VI' X U;n

Probande n

ma konze ntra tion von Inu lin 0,lg/1

betrage

100ml/min,

d ie

u nd

r.

VU = Ur inzeitvolumen

U

in

= Inulin konzent rat ion im Uri n

P

= Inu lin kon zen trat ion im Plasm a

 

m

Umstellen d er Formel:

.

V

GFRx P

L

=

Um

'"

Einset zen d er Wert e:

IOOml/min x 0,1 g/l

 
 

2

gII

= 5ml/min

Solche

Rech nungen

kommen

im

@

,

schriftlichen Examen rela tiv hä ufig vor. Wenn U1r di e Cr un dformel kenn

mü sst ihr n ur noch nach der gehagten ffi Variab len aufl ösen und die Zahlen- wer te einsetzen . Das klin gt üb rig