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"Bei der Morgendämmerung (1) bei den zehn besonderen Nächten (2)" [Al-Fajr]

‫رسالة ف أحكام الضحية‬

Eine Abhandlung über die Regeln der Opfergabe

Übersetzt und Zusammengefasst von:


Umm 'Umara
‫بسم ال الرحن الرحيم‬

Da die Opfergabe zu den bedeutensten Ritualen des Islâm gehört, die uns an die Einzigartigkeit
Allâhs, des Erhabenen, an Seine Gunsten und an den Gehorsam unseres Vaters Ibrahêm, Allâhs
Segen und Heil auf ihm, erinnert, und in der (ebenfalls) das Gute und der Segen enthalten ist, ist es
für den Muslim (dringend) notwendig, sich um ihr Anliegen zu sorgen und ihre Sache zu ehren.
Und im folgenden (Verlauf des Textes), ist ein kleiner Auszug über dieses bedeutende Ritual:

Die Opfergabe:
Sie ist (alles) (Weide)vieh1, welches geschlachtet wird, um sich Allâh, dem Erhabenen, (damit) zu
nähern. (Es wird in dem Land geschlachtet,) in dem der Opfernde ansässig ist. Die Opfergabe
beginnt nach dem Opferfestgebet bis zum 13. von Thul-Hijjah, welches mit der Absicht der
Opfergabe geschieht.
Allâh, der Erhabene, sagt: „So bete zu deinem Herrn und opfere.“2
Und Er, der Erhabene, sagt [ebenfalls]: „ Sag: Gewiss mein Gebet und mein (Schlacht)Opfer, mein
Leben und mein Sterben gehören Allah, dem Herren der Weltenbewohner - Er hat keinen Teilhaber.
Dies ist mir befohlen worden und ich bin der erste der Ihm Ergebenen“3
Und Er, der Segensreiche, sagt: „ Und für jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt,
damit sie den Namen Allahs über den aussprechen, womit Er sie an den Vierfüßlern unter dem Vieh
versorgt hat Euer Gott ist ein Einziger Gott, so seid Ihm ergeben.“4

Die Opfergabe ist eine festgelegte Sunnah5, nach den Aussagen der meisten Gelehrten.6
Die Regel ist aber, dass sie in ihrer Zeit vom (lebenden) Muslim für sich und seine
Familienangehörigen gefordert wird, jedoch ist es ihm gestattet, wen er möchte (von den
Lebendigen und den Toten), an der Belohnung teilnehmen zu lassen.
Sollte (aber) die Opfergabe stellvertretend für einen Verstorbenen geschehen und dieser befahl es
(in seinem Testament), mit einem Drittel (seines Vermögens) zu opfern, oder er hinterließ es als
Spende von ihm, so ist es eine Pflicht (wâjib) es durchzuführen.
Sollte er jedoch nicht (in seinem Testament) etwas befohlen oder etwas als Spende hinterlassen
haben, so wäre es gut (hassan), anstelle des Verstorbenen zu opfern, denn dies gehört zu den Arten
der Spende für die Verstorbenen.
Zur Sunnah gehört es, dass der Opfernde seine Familienangehörigen -die Lebenden und
Verstorbenen davon- mit in seiner Absicht einschließt und während der Schlachtung des Opfertiers
zu sagen: „Oh Allâh, dieses (Opfer) ist für mich und meine Familienangehörigen.“, jedoch ist es
nicht notwendig, für jeden Verstorbenen einzelnd zu schlachten.

Die Gelehrten waren sich darüber einig, dass das Schlachten des Opfertiers und die Spende des
Fleisches vorzüglicher als das Spenden des Wertes des Opfertiers sind, denn der Gesandte Allâhs,
Allâhs Segen und Heil auf ihm, schlachtete (ebenfalls) und er tat nur das, was einen höheren Rang
besaß und vorzüglicher war.

1 Alles Vierfüßige unter dem Vieh. Dazu gehören z.B. das Kamel, die Kuh und das Schaf.
2 [Surat Al-Kauthar/ 108:2]
3 [Surat Al-An'am/ 6:162-163]
4 [Al-Hajj/ 22:34]
5 Sunnah Mu'akkadah
6 Manche Gelehrten sprachen über Pflicht (Wajib).
Der Vorzug (des Opferns) und die beste Opfergabe:

Das Schaf kann auf die Person, (auf) seine Familie und (auf) seine Angehörigen aufgeteilt werden,
was aus dem Hadith von Abû Ayûb zu entnehmen ist: „Der Mann pflegte in der Zeit des Gesandten
Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, das Schaf für sich und seine Familienangehörigen zu
schlachten, so aßen sie und speisten.“7

Was über die (Arten der) Opfertiere überliefert wurde ist, dass es das Kamel, die Kuh und das Schaf
waren. Manche Gelehrten sagten, dass das vorzüglichste Opfertier das Kamel ist, (dann) die Kuh
und dann das Schaf, sodann die Teilnahme (an der Opferung) eines Kamels oder einer Kuh, denn
der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, sagte über das Freitagsgebet: „Wer in der
ersten Zeit8 aufbricht, ist, als ob er ein Kamel geopfert hätte.“
Diese Meinung vertraten auch die drei Imame Abû Hanifah, Ash-Shâfi'y und Ahmad.
Trotzdem ist das Schaf (in diesem Fall) vorzüglicher als sieben Kamele oder Kühe.
Imam Mâlik sagte: „Es beginnt mit dem Schaf, dann mit der Kuh und dann mit dem Kamel, denn
der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, opferte zwei Schafe, denn er, Allahs Segen
und Heil auf ihm, tut nur das Vorzüglichste.“
Die Antwort darauf wäre, dass der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, das Leichtere
aus Kameradschaft zur islamischen Gesellschaft (ummah) wählte, denn sie nehmen sich ihn zum
Vorbild und er wollte es ihnen nicht erschweren.“9
Das Kamel und die Kuh können (auch) auf sieben (Personen) aufgeteilt werden, denn es wurde von
Jâbir überliefert, dass dieser sagte: „Wir opferten mit dem Propheten, Allâhs Segen und Heil auf
ihm, ein Kamel, das wir auf sieben (Person) aufgeteilt hatten und eine Kuh, die wir auf sieben
(Personen) aufgeteilt hatten.“
Und in einer anderen Überlieferung lautet es: „Befohlen hat uns der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen
und Heil auf ihm, an einem (einzigen) Kamel und einer (einzigen) Kuh teilzunehmen, sieben
(Personen) je eines davon.“
Und in einer anderen Überlieferung lautet es: „So wurde die Kuh geopfert und es nahmen daran
sieben (Personen) teil.“10

7 [Überliefert von Ibn Majah und At-Tirmidhi, den er als authentisch (sahih) einstufte.]
8 Wortwörtlich heißt es: „Stunde.“
9 [Fatawa Ash-Shaikh 'Abdi-l-'Aziz ibn Baz]
10 [Muslim]
Das Urteil über die Opfergabe:

Die Opfergabe ist ein Ritual von den Ritualen des Islam.
Es wurde in „Jawâhîr Al-Iklîl; Sharh Mukhtassar Khalîl“ erwähnt, dass wenn die Angehörigen
eines Landes die Opfergabe vernachlässigen, sie dafür bekämpft werden (müssen), denn sie gehört
zu den Ritualen des Islâm.“11
Die Gelehrten spalteten sich über ihr Urteil in zwei Gruppen:
Die erste Gruppe sagte, dass sie eine Pflicht ist. Dies befürworteten Al-Awzâ'yy, Al-Laith, Abû
Hanîfah und eine der beiden Überlieferungen vom Imâm Ahmad.
Ebenfalls befürwortete dies der Shaikh des Islâm, und diese (Aussage) ist eine der beiden Aussagen
von der Rechtsschule des Imâm Mâlik, bzw. offensichtlich ist, dass die Rechtsschule des Imâm
Mâlik dies befürwortete.

Und die Leute dieser Aussage untermauerten dies mit den folgenden Beweisen:

1. Allâh, der Erhabene, sagt: „So bete zu deinem Herrn und opfere.“12

Dieser Vers beinhaltet die Imperativform (Befehlsform), und der Befehl beinhaltet die
Verpflichtung.

2. Der Hadith von Jundub, Allâhs Wohlgefallen auf ihm, der sagte: „Der Gesandte Allâhs,
Allâhs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wer seine Opfergabe geschlachtet hat, bevor er
gebetet hat, so soll er anstelle dieser (Opfergabe) noch eine Opfergabe bringen. Und wer
nicht geopfert , so soll er im Namen Allahs opfern.“13

3. Der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wer die Möglichkeit findet
und nicht opfert, soll sich nicht unserer Gebetsstätte nähern.“14

Und die zweite Gruppe sagte, dass sie eine festgelegte Sunnah (sunnah mu'akkaddah) ist; dies
befürwortete die (große) Masse (der Gelehrten), welche (ebenfalls) ein Bestandteil der Rechtsschule
des Imâm Ash-Shâfi'y, der Rechtsschule des Imâm Mâlik und der Rechtsschule des Imâm Ahmad
ist. Jedoch proklammierten (auch: erklärten) die Gelehrten, dass es verpönt ist für jemanden es zu
lassen, obwohl man dazu in der Lage ist.

Und die Angehörigen dieser Aussage untermauerten diese (Aussage) mit folgenden Beweisen:

1. Der Hadîth von Jabir, Allâhs Wohlgefallen auf ihm, der sagte: „Ich betete mit dem Gesndten
Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, das Opferfestgebet. Als er wegging, kehrte er mit
zwei Schafen zurück, die er schlachtete und (dabei) sagte:'Im Namen Allâhs, Allâh ist der
größte. Oh Allâh, dieses (Opfertier) ist für mich und für diejenigen aus meiner Nation, die
nicht opferten.“15

2. Der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, sagte. „Wer von euch die Absicht
besitzt zu opfern, der soll nichts von seinen Haaren und Nägeln entfernen.“16

11 [Fiqhabhandlungen vom Shaikh Ibn 'Utheimin; Seite 46]


12 [Surat Al-Kauthar/ 108:2]
13 [Überliefert von Muslim; Hadithnummer: 3621]
14 [Überliefert von Ahmad und Ibn Majah; Al-Hakim stufte den Hadith von Abu Hurairah als authentisch (sahih) ein.
Er sagte in Fath Al-Bary: „Und die Männer seiner Überlieferungskette sind verlässlich.“]
15 [Sunan Abi Dawoud & Erläuterung von Muhammad Shams Al-Haqq Abady; (7/486)]
16 [Die Gemeinschaft, außer Al-Buchary]
Der Shaikh Ibn 'Utheimîn, möge Allâh sich ihm erbarmen, sagte aus, dass es eine festgelegte
Sunnah (sunnah mu'akkadah) ist, und die Beweise sind ausreichend.17

Die Bedingungen der Opfergabe:

1. Die Erlangung der geforderten Geschlechtsreife


● Die geforderte Geschlechtsreife bei einem Schaf sind sechs Monate.
● Die geforderte Geschlechtsreife bei einer Ziege ist es ein Jahr.
● Die geforderte Geschlechtsreife bei einer Kuh sind es zwei Jahre.
● Die geforderte Geschlechtsreife bei einem Kamel sind es fünf Jahre.

2. Die Unversehrtheit des Opfertiers von (jeglichen) Makeln, denn der Gesandte Allâhs, Allâhs
Segen und Heil auf ihm, sagte „Vier (Opfertiere), die keinen Lohn für die Opfergaben
bringen. Das nackte (Opfertier), dessen Nacktheit offenkundig ist, das kranke (Opfertier),
dessen Krankheit offenkundig ist, das humpelte (Opfertier), dessen Behinderung
offenkundig ist, und das magere (Opfertier), das keine Milch gibt.“18

Es gibt (hier) Makel, die gringfügiger sind als diese, die nicht die Belohnung verwehren, jedoch
verpönt sind, wie z.B. das Opfertier, dessen Horn oder Ohr abgetrennt ist, das Opfertier, dessen Ohr
gespalten ist,[...].
Das Opfertier ist eine Annäherung zu Allâh, und Allâh ist gut, und Er nimmt nur gutes an.
Und wer die Rituale Allâhs, des Erhabenen, ehrt, so gehört dies zu der Gottesfürchtigkeit der
Herzen.

3. Der Verbot des Anbietens (des Opfertieres) zum Verkauf, denn wenn es -das Opfertier- für
die Opfergabe bereitgestellt wurde, ist es nicht gestattet, es zu verkaufen oder zu
verschenken, außer wenn es mit etwas besserem getauscht wird. Und wenn es gebährt, wird
ihr Junges ebenfalls geopfert.
Es ist gestattet, auf das Tier zu steigen und es zu reiten bei einer Notwendigkeit.
Der Beweis dafür, ist der Hadîth, den Al-Buchâry und Muslim von Abû Hurairah, Allâhs
Wohlgefallen auf ihm, überliefert haben, dass der Prophet, Allâhs Segen und Heil auf ihm,
einen Mann sah, der sein Kamel steuerte (ohne darauf zu sitzen). Der Gesandte Allâhs,
Allâhs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Steige auf (das Kamel).“, der Mann erwiderte: „Es
ist ein Kamel.“, so sagte der Prophet: „Steige auf (das Kamel) am zweiten und am dritten
(Tag).“

4. Das Schlachten des Opfertieres in seiner festgesetzten Zeit, und diese Zeit beginnt ab der
Vollendung des Opferfestgebetes und der Predigt und nicht (direkt) nach dem Eintreten ihrer
Zeiten, bis zum Sonnenuntergang am letzten Tage von den Tashriq-Tagen, und diese
beginnen ab den 13. von Thul-Hijjah, denn der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf
ihm, sagte: „Wer seine Opfergabe geschlachtet hat, bevor er gebetet hat, der soll es -die
Opfergabe- wiederholen.“19
Und 'Alyy, Allâhs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Die Opfertage beginnen ab dem Opfertag
bis drei Tage nach ihm.“
Diese Meinung vertreten unter anderem Al-Hassan Al-Basryy, 'Atâ' bin Abi Rabâh, Al-
Awzâ'y und Ash-Shâfi'y. Und diese (Meinung) wählte Ibn Al-Munthir, Allâhs
Barmherzigkeit auf ihnen allen.

17 [Fiqhabhandlungen; S. 50]
18 [Authentisch (sahih); Sahih Al-Jami'; Hadithnummer: 886]
19 [Überliefert von Al-Buchary und Muslim]
Was soll man mit der Opfergabe tun?

1. Es ist erwünscht (mustahabb), dass derjenige, der eine Opfergabe abgegeben hat, von dieser
als erste Person zu essen, wenn er dazu in der Lage ist, denn der Gesandte Allâhs, Allâhs
Segen und Heil auf ihm, sagte: „Essen soll jeder Mann von seiner Opfergabe.“20
Das Essen soll nach dem Festgebet und der Predigt begonnen werden.21
Buraidah, Allâhs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil
auf ihm, pflegte am Tage des Fitr22 nicht eher rauszugehen, bis er die Speisen verteilt hatte.
Und er verteilte nicht eher die Speisen am Tage der Opferung, bis er schlachtete.“23

2. Vorzüglicher wäre, wenn man das Tier eigenhändig schlachten würde, wenn man das aber
nicht tut, wäre es erwünscht (mustahabb), bei der Schlachtung anwesend zu sein.

3. Es ist erwünscht, dass das Fleisch in drei Teile eingeteilt wird, ein Drittel als Essen, ein
Drittel als Geschenk und ein Drittel als Spende (sadaqa), dies sagten Ibn Mas'oud und Ibn
'Umar, Allahs Wohlgefalllen auf ihnen. Die Gelehrten waren sich darüber einig, dass es nicht
erlaubt ist, etwas vom Fleisch, vom Fett oder von der Haut zu verkaufen. Und in einem
authentischen (sahih) Hadîth lautet es: „Wer die Haut seines Opfertiers verkauft, für den gibt
es kein Opfertier.“24 Und es ist nicht gestattet, dem Fleischer etwas vom Fleisch des
Opfertiers als Lohn zu geben, denn 'Alyy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Befohlen hat
mir der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ein Kamel zu schlachten und das
Fleisch und das Fell zu spenden, und dem Fleischer nichts davon (als Lohn) zu geben.“ Und
er sagte: „Und wir gaben ihm -dem Fleischer- das Fleisch als Geschenk.“25
Und es wurde gesagt, dass man dem Fleischer etwas davon als Geschenk geben darf.
Ebenfalls ist es gestattet, dem Ungläubigen (vom Fleisch) aufgrund seiner Verwandtschaft,
seiner Armut oder aufgrund der Zusammenführung der Herzen zu geben.26

Frage: Was ist dem Muslim verpflichtet, sich von dem fernzuhalten, wenn er die Opfergabe
beabsichtigt?

Die Sunnah hat darauf hingedeutet, dass es demjenigen verpflichetet ist, der die Opfergabe
beabsichtigt hat, dass dieser sich vom Abtrennen/Abschneiden seiner Haare, Fingernägel und seiner
Haut ab den Beginn der zehn Tage (von Thul-Hijjah) bis zu dem Zeitpunkt der Schlachtung enthält.
Der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wenn ihr den Neumond von Thul-
Hijjah sichtet und einer von euch beabsichtigt zu opfern, so soll er sich vom (Abtrennen) seiner
Haare und Fingernägel enthalten, bis er opfert.“
Und in einer anderen Überlieferung lautet es: „So soll er nichts von seinen Haaren und seiner Haut
anrühren.“27
Und daraus kann man den Befehl zur Einhaltung und den Verbot der Nichteinhaltung (des Befehls)
entnehmen, den beweisstärksten Aussagen zufolge.
Denn dies ist ein uneingeschränkter Befehl und ein absolutes Verbot .
Sollte man aber es beabsichtigen und von dem etwas abtrennen oder abschneiden, so muss man

20 [Dieser Hadith ist authentisch (sahih). Sahih Al-Jami' (5249)]


21 [Dies ist die Aussage der Leute des Wissens, darunter Alyy, Ibn Abbas, Malik, Ash-Shafi'y u.a.]
22 [Das Fest nach dem Monat Ramadhan]
23 [Al-Albani sagte:'Sein Sanad ist authentisch (sahih).'
24 [Ein guter (hassan) Hadith; Sahih Al-Jami' (6118)]
25 [Überliefert von Al-Buchary und Muslim]
26 [Fatawa Bin Baz]
27 [Überliefert von Muslim (13/146)]
Allâh um Vergebung (istikhfar) bitten. Ein Büße (fidyah) wird nicht verlangt und seine Opfergabe
ist akzeptiert.
Für den, der etwas von dem abtrennen oder nehmen muss, aufgrund des Schadens beim Verbleib
(dieser Sache), wie z.B. bei einem abgebrochenen Nagel oder bei einer Wunde, in der ein Haar ist,
ist es nicht schlimm, denn es ist nicht bedeutender als der Muhrim28, dem es erlaubt wurde, seine
Haare aufgrund von Schaden abzurasieren.
Das Waschen des Kopfes für Mann und für die Frau in den zehn Tagen ist (ebenfalls) nicht
schlimm, denn der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil, auf ihm, verbot (lediglich) nur das
Abschneiden.
Auch ist es dem Muhrim gestattet, seinen Kopf zu waschen.
Die Weisheit, die im Verbot vom Abschneiden enthalten ist, ähnelt den Muhrim in manchen
Aspekten der Opfergabe, denn sie ist eine Annäherung zu Allâh.
In der Schlachtopfergabe sind manche Regeln enthalten, wie das Bewahren der Haare und der
Fingernägel, bis zu dem Zeitpunkt, in dem das Opfertier geschlachtet wird, aus Hoffnung, dass
Allah, der Gepriesene, einen dadurch vollkommen aus dem Feuer befreit.
Und Allâh weiß am besten.

Und wenn man am Beginn der zehn (Tage) etwas von seinen Haaren und Fingernägel abschneidet,
weil man die Opfergabe nicht beabsichtigt hat, aber im Laufe der zehn (Tage) die Absicht aufbaut,
enthält man sich ab dem Zeitpunkt der Absicht.
Und von den Frauen gibt es solche, die ihre Brüder oder ihre Söhne mit der Opfergabe beauftragen,
damit sie in den zehn (Tagen) ihre Haare abschneiden können; und dies ist nicht akzeptabel, denn
das Urteil betrifft den Opfernden, und wenn er einen anderen (dafür) beauftragt hat.
Der Verbot betrifft den Beauftragten (wakîl) nicht, denn der Verbot betrifft den Opfernden, der für
sich opfern möchte, speziell, wie die Ahadîth darauf (deutlich) hindeuten.
Wenn man aber für sich und für andere opfern möchte, sei es durch ein Testament oder einen
Auftrag, so umfasst der Verbot diese (Personen) nicht.
Sodann ist es offensichtlich, dass der Verbot den Besitzer des Opfertiers (speziell) betrifft und nicht
die Ehefrau oder die Kinder umfasst, außer wenn einer von ihnen selber ein Opfer bringt, denn der
Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, opferte für die Gefolgschaft Muhammad's.
Und es wurde nichts überliefert, dass er sie vom Abschneiden (der Haare und Fingernägel) abhielt.
Derjenige, der ein Opfertier hat und sich sodann für die Pilgerfahrt entschlossen hat, (sollte) nichts
von seinen Haaren und Fingernägel nehmen, wenn er den Ihram-Zustand beabsichtigt hat, denn bei
einer Pilgerfahrt (hâjah) ist es eine Sunnah.
Sollte er jedoch die Ihram-Freude (tamatu')29 beabsichtigt haben, so kürzt er bei der Beendigung
seiner 'Umrah30 seine Haare, da dies zur Opferung gehört.
Und alles was in den erwähnten Ahadîth dem Opfernden verboten wurde, sollte dringend bewahrt
werden.
Ihm ist das Parfümieren, der Beischlaf mit der Ehefrau etc. nicht verboten.
Und Allâh weiß am besten.3132

Übersetzt und Zusammengefasst von:


Umm 'Umara

28 Das ist derjenige, der zur Pilgerfahrt angetreten ist.


29 Ihram-Freude (tamatu')
30 Al-'Umra
31 Eine Abhandlung über die Opfergabe vom Shaikh Muhammad Salih Al-Munajjid
32Weitere Informationen über die zehn Tage: Die ersten zehn Tage von Thul-Hijjah