Sie sind auf Seite 1von 23
1. Allgemeines 2. Entstehung von Sturmfluten 3. Die Sturmflut von 1962 1. Schäden und Folgen

1.

Allgemeines

2.

Entstehung von Sturmfluten

3.

Die Sturmflut von 1962

1. Schäden und Folgen

2. Bremen und Bremerhaven

4.

Küstenschutz

1.

Aufbau und Anlage eines Deiches

2.

Prinzip des Deiches

3.

Gefahren eines Deiches

5.

Halligen

1.

Entstehung der Halligen

2.

Küstenschutz auf den Halligen

Entstehung der Halligen 2. Küstenschutz auf den Halligen 6. Veränderung von Sturmfluten durch den Klimawandel
• Eine Flut gilt als Sturmflut, wenn das Hochwasser bei Sturm mindestens 1.50m höher aufläuft

Eine Flut gilt als Sturmflut, wenn das Hochwasser

bei Sturm mindestens 1.50m höher aufläuft als im

mittleren Hochwasser

Leichte Sturmflut: 1.5 2.5m höher als mittleres

Hochwasser

Schwere Sturmflut: 2.5 3.5m höher als mittleres Hochwasser

Sehr schwere Sturmflut: Mehr als 3.5m höher als

mittleres Hochwasser

Höhe der Sturmflut wird bei mittlerem Hochwasser gemessen

• Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) – Berechnet mit den Daten vom Seewetteramt täglich

Bundesamt für Seeschifffahrt und

Hydrographie (BSH)

Berechnet mit den Daten vom Seewetteramt täglich die zu erwartenden Wasserstände und Zeiten des Hoch- und Niedrigwassers

Herausgabe von Sturmflut- sowie

Wasserstandswarnungen

• Sturmfluten entstehen, wenn Wind mit Sturm- oder Orkanstärken größere Wassermassen gegen eine Küste drückt

Sturmfluten entstehen, wenn Wind mit Sturm- oder Orkanstärken größere

Wassermassen gegen eine Küste drückt

• Sturmfluten entstehen, wenn Wind mit Sturm- oder Orkanstärken größere Wassermassen gegen eine Küste drückt
• 340 Tote, 6.000 zerstörte Gebäude • 6 des Hamburgischen Staatsgebietes (120km²) stand unter Wasser

340 Tote, 6.000 zerstörte Gebäude

6 des Hamburgischen Staatsgebietes (120km²) stand unter Wasser

Verkehrswege in Richtung Süden waren

1

unterbrochen

Sachschaden von 750 Mio. D-Mark

• Erarbeitung von Katastrophenschutzplänen • Ingenieurskommission sprach sich für bruchsichere Deiche aus •

Erarbeitung von Katastrophenschutzplänen

Ingenieurskommission sprach sich für bruchsichere Deiche aus

Grundlegende Planung des Küstenschutzes

Hochwasserschutzlinie begradigt, sowie Dämme neu

gebaut oder verstärkt

1963 Niedersächsische Deichschutzgesetz: Erhöhung und Verstärkung der 575km langen Küstendeiche auf

mind. 7.2m über NN

• Gefahrenlage frühzeitig erkannt • Vor Eintritt des Tideniedrigwassers, erste Unterkünfte für Evakuierte

Gefahrenlage frühzeitig erkannt

Vor Eintritt des Tideniedrigwassers, erste

Unterkünfte für Evakuierte bereitgestellt

Warnung an die Bevölkerung durch Lautsprecherwagen der Polizei

Bremen: Brechen des Lesumdeiches konnte verhindert werden

Bremerhaven: Bedrohter Weserdeich konnte

gehalten werden

• Norddeutschland betreibt Küstenschutz • Deiche – Schutz für niedrig gelegene Gebiete – Schutz vor

Norddeutschland betreibt Küstenschutz

Deiche

Schutz für niedrig gelegene Gebiete

Schutz vor Uferrückgang und Landverlust

Halligen und Ostfriesische Inseln dienen ebenfalls

als Küstenschutz

Brechung der Wellen

Anhäufung von Sand zur Aufrechterhaltung des Deichvorlandes

Ebenfalls wird Beton zum Küstenschutz eingesetzt

• Deichvorland dient zum Wellenbrechen • Anlegung von Stroh für neue Deichstrecken (Bestickung) • Deichkern

Deichvorland dient zum Wellenbrechen

Anlegung von Stroh für neue Deichstrecken (Bestickung)

Deichkern besteht meist aus Kies- und Sandschichten

Anlegung von Abflussanlagen (Sielen) sowie

Entwässerungsanlagen hinter dem Deich

Deckwerk besteht aus Klei

Grasbepflanzung der Oberfläche zur Vermeidung von

Erosion

Abhängigkeit der Deichhöhe und breite von Landschaft und Flutgefahr

• Deich hat einen flachen Winkel zur Seeseite – „Totlaufen“ der Wellen – Schutz des

Deich hat einen flachen Winkel zur Seeseite

„Totlaufen“ der Wellen

Schutz des Deiches durch geringeren Wasserdruck

der Wellen

Schutz des Deiches durch geringeren Wasserdruck der Wellen • Strömungshindernisse bei Platzmangel – Steileres

Strömungshindernisse bei Platzmangel

Steileres Profil mit Deckwerk aus Beton oder

massivem Stein

Muschelbänke, Sandbänke und Wellenbrecher

• Gefahr eines Deichbruchs – Hinterspülung und Überflutung – Höhlenbau durch Mäuse und Kaninchen •

Gefahr eines Deichbruchs

Hinterspülung und Überflutung

Höhlenbau durch Mäuse und Kaninchen

Materialverschiebung durch Unterspülung des

Deiches Setzungen mit starkem Höhenverlust

Ausbreitung von Unkraut durch die Grasnarbe

erstickendes Treibgut (Teek)

• Halligen bestehen aus Marschboden, der oft nur eine dünne Schicht über älteren Mooren bildet

Halligen bestehen aus Marschboden, der oft nur

eine dünne Schicht über älteren Mooren bildet

Erst seit der Wikingerzeit kontinuierlich

bewohntes Gebiet

Erstmals erwähnt 1231 im Waldemar-Erdbuch

Durch Meeresspiegelanstiege und zahlreiche starke Sturmfluten (besonders 1362, zwischen 1717 und 1720 ging ¼ der Fläche verloren, 1825

Halligflut“) wurde das Land immer weiter

zerrissen und weggespült

• Formen und Anzahl der Halligen änderte sich ständig • Durch Landgewinnungsmaßnahmen wurden einige größere

Formen und Anzahl der Halligen änderte sich

ständig

Durch Landgewinnungsmaßnahmen wurden einige größere Halligen, wie Ockholm und Dagebüll landfest gemacht

Heutzutage nimmt die Fläche der Halligen nicht

mehr ab, vergrößert sich sogar durch die Anlage

von Lahnungen (Uferschutzanlage, etwa 60cm-

80cm hoch, umschließen 100x200m Größe)

• Globale Erwärmung & verstärkter Treibhauseffekt – Erhöhung der Sturmflutgefahren • Erhöhte

Globale Erwärmung & verstärkter

Treibhauseffekt

Erhöhung der Sturmflutgefahren

Erhöhte Sturmwahrscheinlichkeit

Erhöhung der Windintensitäten

Genereller Anstieg des Meeresspiegels

Erwarteter Meeresspiegelanstieg weltweit um

ca. 20-60cm bis zum Jahr 2100

Höhe der Sturmfluten hängt vom Meeresspiegelanstieg und dem Windklima in der deutschen Bucht ab

• Bisher noch keine Veränderung der Windverhältnisse über der Nordsee durch Klimawandel • Voraussichtliche

Bisher noch keine Veränderung der

Windverhältnisse über der Nordsee durch

Klimawandel

Voraussichtliche Aufgabe der Halligen durch

Meeresspiegelanstieg zusammen mit höheren

Sturmflutwasserständen im Laufe des

21. Jahrhunderts

Windbedingt können Sturmfluten bis zum Ende des Jahrhunderts höher auflaufen als heute.

Windbedingt können Sturmfluten bis zum Ende des Jahrhunderts höher auflaufen als heute.