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Presseunterlage zur Pressekonferenz der BürgerUnion zum Thema „Stopp dem Ausverkauf der Heimat –Unsere Heimat für

Presseunterlage zur Pressekonferenz der BürgerUnion zum Thema „Stopp dem Ausverkauf der Heimat –Unsere Heimat für unsere Familien“ – in WELSBERG, am Freitag, 30. März 2012, 10.00 Uhr

Stopp dem Ausverkauf der Heimat –Unsere Heimat für unsere Familien

Die BürgerUnion schlägt ein Gesetz vor, mit dem die Zahl der Freizeitwohnsitze beschränkt und dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden soll.

Unter dem Motto „Unsere Heimat für unsere Familien“ will die BürgerUnion ihren bereits im Rahmen der Volksabstimmungen im Oktober 2009 vorgelegten und über 111.000 Wählerinnen und Wählern unterstützten Vorschlag erneut dem Landtag vorlegen.

Den Südtiroler Familien geht durch die steigende Zahl von Freizeitwohnsitzen die in der Hand von Provinzfremden sind, wertvoller Wohnraum verloren.

Zudem werden dadurch die Immobilienpreise extrem hoch gehalten, die Wohnungspreise schaden vor allem dem Normalverdiener und fördern die Immobilienspekulation.

Die Situation im Hochpustertal und in anderen Südtiroler Gegenden spitzt sich immer mehr zu, allein in der Gemeinde Welsberg-Taisten, wo die BürgerUnion ihre Pressekonferenz und Aktion abhält, hat sich die Zahl der Freizeitwohnsitze in nur sieben Jahren verdoppelt, wie der Welsberger Gemeinderat, Georg Brunner, anhand von offiziellen Daten der Gemeinde belegt.

Die hoch gehaltenen Wohnpreise schaden vor allem dem Normalverdiener und fördern den Finanz-, Bau- und Immobiliensektor. “

Die BürgerUnion begrüßt auch die "Aktion Heimat", eine Plakataktion, des Schützenbezirkes Pustertal, des Heimatpflegeverbandes Bezirk Pustertal und des ASGB zum aktuellen Thema "Ausverkauf der Heimat".

In den letzten Jahrzehnten werden und wurden unsere Täler immer stärker verbaut. Vornehmlich in Tourismusregionen versuchen Spekulanten das große Geld zu Lasten der Einheimischen Familien und Arbeitnehmer zu machen. Während es inzwischen in einzelnen Gemeinden ganze Feriensiedlungen an Zweitwohnungsquartieren gibt, die außerhalb der Saison lange Zeit im Jahr leer stehen, können

sich einheimische Familien und Arbeitnehmer kaum mehr Eigenheime und Wohnungen ohne Risiko leisten und werden sehr oft gezwungen ihr Heimatdorf zu verlassen.

Die BürgerUnion stellt die Frage was wichtiger ist, Geld und Profit für wenige oder Lebensraum für die Südtiroler Familien?

Fakten und Zahlen

Die letzte offizielle Statistik des Landesstatistikamtes ASTAT stammt aus dem Jahr 2008. Laut Landesstatistikamt gab es 2008 in Südtirol 11.545 Freizeitwohnsitze, 2006 waren es noch 10.526.

Man darf davon ausgehen, dass die Zahl der Freizeitwohnsitze mittlerweile bei rund 13.000 oder mehr liegt.

„Laut den Zahlen aus dem Jahr 2008 ist die Wohnfläche der Freizeitwohnsitze von 678.000 m² im Jahr 2006 auf 746.000 m² angestiegen, das sind 68.000 m² mehr in zwei Jahren. Die Spekulation mit Südtiroler Wohnbaugrund wird immer hemmungsloser, für die Einheimischen werden Wohnungen immer teurer weil es immer mehr Wohnungen gibt, die als Freizeitwohnsitze an Provinzfremde verkauft werden“, kritisiert die BürgerUnion.

„Auch das Verhältnis Südtiroler und Provinzfremde bei den Eigentümern von Freizeitwohnungen verschiebt sich immer weiter in Richtung Nicht-Provinzansässige. Innerhalb von nur zwei Jahren ist der Anteil der Nicht-Provinzansässigen bei den Eigentümern von Freizeitwohnsitzen um über 4 Prozent von 71 auf 75,4 Prozent angestiegen.“

Die BürgerUnion unterstreicht, dass mittlerweile fast 600.484 m² Zweitwohnungsfläche in der Hand von Nicht-Provinz-Ansässigen sind.

In der Gemeinde Welsberg-Taisten belegen aktuelle Zahlen, dass der Bestand an Zweitwohnungen sich verdoppelt hat: Im Jahr 2005 gab es 137 Wohnungen im Eigentum von ital. Staatsbürgern, die nicht in Südtirol ansässig sind und für 157 Wohnungen wurde die so genannte Aufenthaltssteuer – also die Zweitwohnungs- oder Freizeitwohnsitzsteuer eingehoben. Mittlerweile gibt es in Welsberg- Taisten 279 Wohnungen, die italienischen Staatsbürgern, die nicht in Südtirol ansässig sind, gehören und davon 278 mit Aufenthaltsangabe – insgesamt gibt es 299 Wohnungen in der Gemeinde, für welche die Aufenthaltsabgabe bezahlt wird. Mehr als allarmierende Daten!

„Wenn nicht schnell ein wirksames Gesetz beschlossen wird, dann wird diese Entwicklung weitergehen, mehr und mehr Wohnfläche wird an Provinzfremde verkauft, für die Einheimischen wird der Wohnraum knapp und unerschwinglich.“

Der Vorschlag der BürgerUnion: Gesetzliche Begrenzung der Freizeitwohnsitze

Die BürgerUnion schlägt vor, mittels Gesetz wird den Gemeinden die Möglichkeit zu geben, die Zahl der Freizeitwohnungen (auch für Provinzfremde) zu beschränken und somit dem Ausverkauf der Heimat entgegenzuwirken.

Damit soll dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden, ähnlich einem im Bundesland Tirol bereits im Jahr 1998 genehmigten Gesetz.

In Südtirol gibt es immer mehr Gemeinden, mit einem hohen Freizeitwohnsitz-Anteil, die Wohnungspreise steigen und werden für Einheimische fast unerschwinglich, es entsteht auch Wohnungsknappheit. Von der vorgeschlagenen Regelung können nur die künftigen Freizeitwohnsitze betroffen sein, ein Eingriff in bereits bestehende Besitzverhältnisse ist nicht möglich.

Mit diesem Gesetzentwurf soll dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden. Die Errichtung von Freizeitwohnsitzen soll strengen Regeln unterworfen werden. Sie ist in Zukunft Einheimischen vorbehalten, d.h. als Voraussetzung gilt die 5-jährige Ansässigkeit im Landesgebiet.

Als Freizeitwohnsitze dürfen nur mehr jene verwendet werden, die in ein entsprechendes Verzeichnis der Gemeinde eingetragen sind. Die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen wird strengen Einschränkungen unterworfen: Die Gemeinde kann die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen selbst noch weiter einschränken.

Ausnahmebewilligungen gibt es nur in ganz wenigen Fällen, z.B. bei einer Erbschaft, wenn die Erben einer Wohnung den Wohnsitz nicht als Hauptwohnsitz benützen können/wollen.

Die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen ist nur Personen möglich, die seit mindestens fünf Jahren in Südtirol ansässig sind oder hier seit mindestens 5 Jahren ihren Arbeitsplatz haben.

Die Volksabstimmung 2009 – 80 Prozent für ein Gesetz gegen den Ausverkauf der Heimat

Am 22. August 2006 hat die BürgerUnion (damals noch Union) unter anderem den einen Gesetzentwurf als Volksabstimmungsantrag gegen den Ausverkauf der Heimat eingebracht unter dem Titel „Stopp dem Ausverkauf der Heimat – Änderung des Landesraumordnungsgesetzes – Regelung für Freizeitwohnsitze

Am 09. Februar 2007 wurden dafür über 15.000 Unterschriften vorgelegt.

Am 25. Oktober 2009 fand die Volksabstimmung darüber statt, 147.886 Wählerinnen und Wähler nahmen daran teil, fast 38 Prozent, damit wurde das 40 Prozent-Quorum nur um rund 8.000 Stimmen verfehlt. 111.414, also 80,9% der Abstimmenden stimmten mit JA, stimmten also für den Vorschlag der Union.

Im Pustertal wurde das Quorum wie in den meisten Bezirken Südtirols überschritten, im Pustertal beteiligten sich fast 43 Prozent der Wähler an der Volksabstimmung.

Die Landesregierung und die SVP haben seit dem Beginn der Unterschriftensammlung und insbesondere nach dem Ergebnis der Abstimmung immer wieder beteuert, dass man etwas gegen den Ausverkauf der Heimat und das Überhandnehmen der Freizeitwohnsitze speziell in besonders betroffenen Gebieten wie dem Hochpustertal unternehmen werde.

NICHTS, rein GAR NICHTS haben Landesregierung und SVP seitdem unternommen, um Grund und Boden für die Südtiroler Familien zu sichern.

Die SVP und die Landesregierung haben im Kampf gegen den Ausverkauf der Heimat völlig versagt.

Die Spekulanten haben weiterhin fast freie Hand.

AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL

AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE

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Abteilung 8 - Landesinstitut für Statistik

Ripartizione 8 - Istituto provinciale di statistica

Kanonikus-Michael-Gamper-Str. 1

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39100 Bozen

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Via Canonico Michael Gamper 1

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September / Settembre 2009

Zweitwohnungen für touristische Zwecke

2008

Settembre 2009 Zweitwohnungen für touristische Zwecke 2008 Wichtigste Ergebnisse Seconde case a scopo turistico 2008

Wichtigste Ergebnisse

Seconde case a scopo turistico

2008

Wichtigste Ergebnisse Seconde case a scopo turistico 2008 Risultati principali Zweitwohnungen 11.545 Seconde

Risultati principali

Zweitwohnungen

11.545

Seconde case

Mittlere Nutzfläche

64,63 m²

Superficie utile media

Herkunft der Besitzer:

 

Provenienza dei possessori:

- Italien (ohne Südtirol)

55,8%

- Italia (senza Alto Adige)

- Südtirol

24,6%

- Alto Adige

- Deutschland

16,6%

- Germania

- Andere Länder

3,0%

- Altri paesi

Gemeinden mit hoher Konzentration (Zweit- wohnungen je ständig bewohnter Wohnung):

 

Comuni ad alta concentrazione (seconde case per abitazioni abitualmente occupate):

- Welschnofen

137,83%

- Nova Levante

- Corvara

109,19%

- Corvara in Badia

- Hafling

75,66%

- Avelengo

- Abtei

57,85%

- Badia

Mit Stichtag 31.12.2008 gibt es in Südtirol 11.545 Zweit- wohnungen, die zu touristischen Zwecken genutzt wer- den. Diese Zweitwohnungen haben eine durchschnitt- liche Größe von 64,63 m². Die Summe der Nutzflächen dieser Wohnungen beträgt 746.132 m².

Con data di riferimento 31/12/2008 risultano presenti in Alto Adige 11.545 seconde case utilizzate a scopo turistico. La dimensione media delle seconde case è pari a 64,63 m². In totale la superficie utile destinata a questo tipo di abitazione è di 746.132 m².

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51/2009