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Hinter der Forderung nach einer ‚Aufhebung der Klassen- und Standesschranken‘ ver-birgt sich keine Gesellschaft gleicher und gleichberechtigter Individuen, die in freier Diskussion gleichberechtigt über die Regelung der sie gemeinsam betreffenden Fragen entscheiden. Vielmehr besteht die ‚Aufhebung‘ darin, dass die Zugehörigkeit zum ‚deutschen Volk‘ absolut gesetzt wird und andere Aspekte der gegenwärtigen Lebenssituation keine Rolle mehr spielen sollen. Das wirkliche Ziel der Ideologie von der ‚Volksgemeinschaft‘ ist nicht eine Gemeinschaft freier Individuen, sondern eine ‚opferbereite Volks- und Leistungsge- meinschaft‘, die alle diejenigen mit Gewalt bedroht, die als nicht zum ‚deutschen Volk‘ gehörig definiert werden oder sich ihr verweigern. Deshalb: Schluss mit dem Volksgemeinschafts-Gequatsche! Weg mit der NPD!

Deshalb rufen wir auf:

Lasst die Propaganda der NPD nicht unwidersprochen, stört ihre Infotische, ihre Aufmärsche und Wahlveranstaltungen, entfernt ihre Wahlplakate, verbündet Euch und werdet kreativ! Und schickt uns Eure Berichte und Fotos von Aktionen! Diese Kampag- ne lebt davon, dass sich viele verschiedenen Leute daran beteiligen und die bereit gestellten Informationen nutzen, um über die NPD zu informieren und gegen sie mobil zu machen. Gerne veröffentlichen wir auch Eure Beiträge und Aktionen!

Deshalb: Die antisemitische Hetze der NPD stoppen! Weg mit der NPD!

AAlleslles mussmuss manman sselberelber mmachenachen –rechtsffreiereie RRäumeäume schaffen!schaffen!

Wir haben für euch eine DVD zusammengestellt, die ihr bei uns per Mail bestellen oder di- rekt von unserer Homepage herunterladen könnt. Auf der DVD findet ihr Infos zur Kampag- ne und deren Charakter, Informationen zur NPD und deren Umfeld sowie eine Vielzahl an Vorschlägen und Ideen für Aktionen. Des Weiteren findet ihr eine PowerPoint-Präsentation und einen entsprechenden Sprechtext, mit dem ihr selbst vor Ort eine Veranstaltung zur Kampagne „Alles muss man selber machen… Weg mit der NPD!“ machen könnt, um so zu Aktionen zu mobilisieren. Ihr könnt über unsere Homepage Materialien gegen die NPD be- stellen, um diese großflächig vor Ort zu verteilen: Plakate, Aufkleber, Flug- und Faltblätter zu diversen Themenfeldern der NPD.

WWEGEG MITMIT DERDER NNPD!PD!

W WEG EG MIT MIT DER DER N NPD! PD!

www.selbermachen.tk

http://anti-npd.berlin.antifa.net

ViSdP: Else Kling, Lindenstraße 2, 21305 Hamburg-Harburg/Eißendorf

 

Alles muss man selber machen – rechts freie Räume schaffen!

WEG MIT DER NPD!

Die NPD und die Volksgemeinschaft

Die NPD und die Volksgemeinschaft In den letzten Jahren hat die NPD wiederholt versucht, die
Die NPD und die Volksgemeinschaft In den letzten Jahren hat die NPD wiederholt versucht, die
Die NPD und die Volksgemeinschaft In den letzten Jahren hat die NPD wiederholt versucht, die
Die NPD und die Volksgemeinschaft In den letzten Jahren hat die NPD wiederholt versucht, die

Die NPD und die Volksgemeinschaft

In den letzten Jahren hat die NPD wiederholt versucht, die Verunsicherung durch dro- hende Entlassungen politisch auszunutzen; dann tauchten ihre AktivistInnen vor den Werkstoren auf und verteilten Flugblätter, in denen die Abwälzung der Krisenfolgen auf die migrantische Bevölkerung gefordert wurde. Statt zum gemeinsamen Kampf aller abhängig Beschäftigten ruft die NPD dazu auf, die Belegschaften entlang einer behaupte- ten Unterschiedlichkeit der Herkunft zu spalten. Warum aber sollte ein Arbeiter am Band

des VW-Werkes mit dem Vorstandsmitglied von VW mehr gemein haben als mit der Kollegin neben ihr, deren Eltern einst aus Italien nach Deutschland kamen? Mit ihr teilt er die Sorgen um den Arbeitsplatz, um steigende Mieten und höhere Kosten im Nahverkehr. Sich gemein- sam gegen kapitalistische Ausbeutung und für ein besseres Leben einzusetzen und sich dabei mit den KapitalistInnen und ihren ManagerInnen anzulegen (egal welcher Nationalität die sind), wird von der NPD als ‚Eintreten für Gruppeninteressen‘ und damit als Spaltung der ‚Volksgemeinschaft‘ verleumdet. Statt Klassenkampf oder staatlich reguliertem Gegenein- ander der Tarifparteien will die NPD ein Gemeinwesen, dass durch eindeutige Unter- und

Überordnungsverhältnisse gekennzeichnet ist. Angeblich – so die NPD – entspräche dies einem ‚organischen‘ Prinzip, sei also quasi naturgegeben.

In den Schriften und Programmen der NPD räumt die faschistische Partei der Idee der ‚Volksgemeinschaft‘ einen zentralen Stellenwert ein; unter Volksgemeinschaft wird dabei ein Gemeinwesen verstanden, dessen Angehörigen alle einem primär rassisch konzipierten ‚Volk‘ angehören. In ihm sollen alle Klassen- und Standesschranken aufgehoben sein und die staatliche Führung nach dem einheitlichen Willen des ‚Volkes‘ handeln. Schon die NS- DAP hatte entsprechende Vorstellungen unter Parolen wie ‚Du bist nichts, Dein Volk ist alles‘ oder ‚Gemeinnutz geht vor Eigennutz’ propagiert.

Tatsächlich vertritt die NPD mit ihrer Idee der ‚Volksgemeinschaft‘ den Verstoß gegen grundlegende Menschenrechte und die Ausgrenzung beträchtlicher Teile der in Deutschland lebenden Bevölkerung. Während in den Menschenrechtserklärungen und im Grundgesetz die Würde des Menschen gerade in Absehung von Geschlecht, Abstammung oder Religion betont wird, sieht die faschistische NPD in „Volkstum und Kultur die Grundlagen für die Würde des Menschen“ (NPD-Programm). Für die NPD hat nur Anspruch auf Menschenwürde, wer dem ‚deutschen Volk‘ – was immer das ist?! – angehört.

Untrennbarer Teil der Idee der ‚Volksgemeinschaft‘ ist daher die Ausgrenzung derjenigen, die als nicht zu ihr gehörig bestimmt werden. Die NPD verdeutlicht in ihren Programmen und Veröffentlichungen an vielen Stellen, wer das in ihren Augen ist: alle Menschen mit Migrati- onshintergrund sowie diejenigen, die sich nicht bedingungslos an der ‚deutschen Leistungs- gemeinschaft‘ beteiligen können oder wollen. Die Menschen mit Migrationshintergrund will sie über das bereits bestehende Maß hinaus benachteiligen, ausgrenzen und vertreiben. Daher tritt sie für getrennte Schulklassen wie im Apartheid-Regime Südafrikas ein; daher will sie die Menschen mit Migrationshintergrund aus den Sozialversicherungssystemen rausschmeißen, obwohl diese seit Jahrzehnten in die entsprechenden Kassen eingezahlt haben. Mit welchen Methoden die NPD diesen Raub und die von ihr geforderte ‚Rückführung der Ausländer‘ durchsetzen will, lässt sie noch offen. Die zahlreichen Gewalttaten von TäterInnen aus der NPD und ihrem Umfeld gegen Menschen mit Migrationshintergrund sind hier jedoch ein deutliches Signal. Und all denjeni-gen, die den Leistungserwartungen der Neonazis nicht folgen, droht ein Arbeitsdienst, den die NPD ganz unverblümt fordert.

die den Leistungserwartungen der Neonazis nicht folgen, droht ein Arbeitsdienst, den die NPD ganz unverblümt fordert.
die den Leistungserwartungen der Neonazis nicht folgen, droht ein Arbeitsdienst, den die NPD ganz unverblümt fordert.