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33 || 22011011 JJuniuni || jjuinuin

Berner Wald

Forêt Bernoise

50 INHALT

SOMMAIRE

NR. 3, 42 Jahrgang

N°3, 42 ème année

51

Zumutbar

62

Tolérable

53

Wildtiermanagement im Kanton Bern - Organisation und IST-Analyse

63

Assemblée générale du CEFOJB 2011

64

Nouvelles têtes à la Division forestière 8

56

Vorstoss für günstige raumplanerische Rahmen- bedingungen für Holz ndet politische Zustimmung

64

Relations publiques du WSL à l’occasion de l’Année internationale de la forêt

57

Waldprogramm Schweiz + (WAP CH+) -Stellugnahme des Verbandes Berner Forstpersonal VBF

65

Exploitation forestière et compactage des sols

66

Parc Chasseral en liesse pour fêter la nature et l’histoire

58

Waldtag des Bernischen Forstvereins im UNO Jahr des Waldes

66

Mont-Soleil et énergies renouvelables – le bois est-il oublié ?

59

Die Wiederbewaldung in der Lauchneren ist auf gutem Weg

67

Douane de Goumois, la situation s’est débloquée

61

Kursausschreibung „Feuer, Wasser, Bergung“

67

AFJB Jean-Michel Jubin arrive au terme de son mandat

 

68

Berthoud et l’Année internationale de la forêt

69

La Société forestière bernoise découvre la Gürbe supérieure

70

Foire forestière internationale Lucerne 2011

70

Cours 2011 du Groupe jurassien de sylviculture

71

Agenda

2011 du Groupe jurassien de sylviculture 71 Agenda IMPRESSUM Berner Wald Mitteilungsblatt der Berner

IMPRESSUM

Berner Wald Mitteilungsblatt der Berner Waldbesitzer BWB des Verbandes Berner Forstpersonal des Bernischen Forstvereins

Forêt Bernoise Journal des Propriétaires de forêts bernois PFB l‘association des forestiers du Jura bernois la société forestière bernoise

Redaktion

Berner Waldbesitzer BWB Postfach 35

3273 Kappelen

Fax 032 392 65 39 redaktion@bernerwald.ch

Rédaction de langue française

P.-Y. Vuilleumier, garde forestier Division forestière 8

2710 Tavannes, Natel 079 222 45 86

pierre-yves.vuilleumier@vol.be.ch

Druck und Versand

Imprimerie et expédition Stämpfli Publikationen AG, 3001 Bern

Inserateannahme

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Regio Annoncen und Verlag AG Bahnhofstrasse 35

3401 Burgdorf

034 422 22 22 burgdorf@regioag.ch

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Abonnementspreis jährlich CHF 15.-, Kollektivabo CHF 10.-

Prix d‘abonnements par an CHF 15.-, abonnements collectifs CHF 10.-

Nächste Nummer Redaktionsschluss: 30. Juli 2011 Erscheint ca. Ende: Ende August 2011

Prochaine édition clôture de rédaction 30 juillet 2011 parution env. fin août 2011

Erscheint jährlich sechsmal Paraît six fois par an

Titelbild: Verjüngung im Wald (?!) mit und ohne Wildschutz - zumutbar? (Stefan Flückiger)

Nächste Ausgabe zum Thema: Gedanken zum UNO Jahr des Waldes

Redaktionelle Beiträge sind nach Absprache mit der Redaktion (siehe Ad- resse oben) erwünscht.

Zumutbar…

Stefan Flückiger, Geschäftsführer BWB

Sehr geschätzte Leserin Sehr geschätzter Leser Im letzten Editorial durfte ich Ihnen die Einweihung des Fonds „Wald und Tou- rismus“ ankünden. Mit zahlreichen Gäs- ten konnte der Fonds an der BEA einge- weiht werden. Wichtig ist aber nun die Fortsetzung: werden sich die Gäste der Herzroute an den externen Kosten, die sie verursachen, auch wirklich beteili- gen? Der BEA- Anlass hat eines klar ge- zeigt: was legal ist, ist noch lange nicht nachhaltig – auch nicht bei uns in der Schweiz.

In diesem Editorial möchte ich Sie zu ei- nem kleinen gedanklichen Exkurs einla- den. Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf die konsequente Verwendung des Konjunktivs verzichtet:

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Stück Wald mit der Grösse einer Hektare ge- erbt. Sie hatten Glück: das Waldstück hat eine optimale quadratische Form von 100 x 100 m und grenzt einseitig an eine, mit Lastwagen befahrbare, Stras- se an. Ihr Waldgrundstück liegt in der Grundwasserschutzzone S2 und -auf- grund eines Windereignisses vom vor- hergehenden Jahr- stehen auch keine alten Bäume mehr darauf. Das Wald- stück weist einen amtlichen Wert von CHF 0.50 pro Quadratmeter auf. Auf der Fläche wächst viel Naturverjüngung. Es verfügt über einen sehr fruchtba- ren und tiefgründigen Boden. Alle ein- heimischen Baumarten wie Rottanne, Weisstanne, Buche und Esche sind in ge- nügender Menge als natürliche Jung-

p anzen vertreten, so dass Sie wählen

können, welches das Zukunftsbild Ih- res Waldes in 100 Jahren sein soll. Das Waldstück liegt nahe einer grossen Stadt und die angrenzende Waldstras- se wird durch Jogger, Spaziergänger, Reiter und Biker rege benützt. Im Wald- komplex leben im Winter und im Som- mer Rehe und dank eines erfolgreichen Rotwildmanagements gibt es ganzjäh- rig Rothirsch-Rudel in diesem Waldkom- plex. In der Region tritt ungefähr alle 20 Jahre ein grösseres Naturereignis ein.

Da Sie kein Vermögen und Einkommen in den Wald investieren wollen, verein- baren Sie mit Ihrer Bank folgendes:

Die Bank nanziert sämtliche Kos- ten als Darlehen voraus. Sie müssen bis zum Endnutzungszeitpunkt in 100 Jah- ren keine Amortisation leisten. Da ein durchschnittliches Risiko besteht, dass Ihr Wald einem Sturmereignis zum Op- fer fallen könnte, wird die Bank mit ei- nem Zinssatz von 4.5% kalkulieren (der Zinssatz setzt sich aus 2% Sockelzins und 0.5% Risikoprämie pro mögliches 20-jähriges Naturereignis zusammen).

Folgende Ausgabenpositionen können Sie heute schon veranschlagen:

– (1) Schutz vor Verbiss und Fegeschä- den der Jungbäume in den ersten 10 Jahren durch Behandlung der P an- zen (2 Minuten pro P anze und Jahr).

Die Arbeiten werden durch einen Forstwart erledigt (Fr. 45.- pro Stunde). Die Ausgabe ist unvermeidlich, da die Wildschadenverordnung dem Wald- besitzer den Schutz als Verhütungs- massnahme zumutet und das Wildtier- management im Kanton Bern Schäden als Indikatoren verwendet. Somit muss immer zuerst Schaden entstehen, be- vor die Wildpopulation durch jagdli- che Massnahmen reduziert wird. – (2) Beseitigung von Littering im Wald durch die Erholungsnutzung (1 Stun- de pro Jahr, Entschädigung der Hilfs- kraft: Fr. 25.- pro Stunde). Die Aus- gabe ist bedingt freiwillig. Das freie Betretungsrecht gestattet es Waldbe- suchern, den Wald als Erholungsraum zu nutzen. Externe Kosten bezahlt der Waldeigentümer. – (3) Die Grundstücksteuern betragen 1.2°/oo des Grundstückwertes von Fr.

5‘000.- pro Jahr. Die Ausgabe ist un-

vermeidlich. Waldbesitzer im Kanton Bern bezahlen auf dem Waldeigen- tum Steuern – anders als in anderen Kantonen, in denen auf Waldeigen- tum keine Steuern erhoben werden. Sie möchten nun in Erfahrung bringen, welchen nominalen Erlös Sie in 100 Jah-

EDITORIAL

51

ren mit der Ernte der Bäume realisie- ren müssten, damit Sie diese Kosten für (ausschliesslich) öffentliche Leistungen in 100 Jahren decken könnten.

Nicht berücksichtigt in der Kalkulation sind:

– die Vorgaben aus der Gewässerschutz- verordnung, die es Waldbesitzer ver- bieten, Geräte in der Schutzzone S2 zu betanken, Fahrzeuge abzustellen, Holz zu lagern und gegen Schädlinge zu behandeln. – Ertragsausfälle durch Vorschriften in der Baumartenzusammensetzung oder Verpichtungen zum unentgelt- lichen Liegenlassen von Totholz. – Sowie die eigentliche Pege des Wal- des, die notwendig ist, damit nutzba- res Holz entstehen kann. Alle Au agen verursachen dem Wald- besitzer weitere erhebliche Mehrkosten oder Mindererträge.

Damit Sie in 100 Jahren Ihre Schulden bei der Bank zurückzahlen können, müssen Sie mit der Holznutzung dem- zufolge folgende (aufgezinsten) Erträge erwirtschaften:

– (1) „Zumutbarer“ Schutz vor Wildschä- den: Fr. 96‘838.- – (2) Beseitigung von Littering aus Erho- lungsnutzung: Fr. 44‘771.- – (3) Grundstücksteuern: Fr. 10‘745.-

Würde man ausschliesslich die Leistun- gen zusammenzählen, die der Waldbe- sitzer zu Gunsten der Öffentlichkeit er- bringt – so müsste er aus dem Holzerlös Fr. 152‘354.- aufbringen können, um sei- ne Schulden begleichen. Die Investitio- nen für die P ege des Waldes usw. sind noch nicht berücksichtigt.

Nehmen wir an, dass nach ca. 100 Jahren Ihr Wald den Zustand eines gleichförmi- gen Hochwaldes erreicht hätte. Es stün- den etwa 560 Kubikmeter Holz auf Ihrer Wald äche, die Sie nun ernten könnten, um die aufgelaufenen Schulden zu be- zahlen.

52

EDITORIAL

Der Durchschnittsverkaufspreis pro Ku- bikmeter Holz nehmen wir mit Fr. 100.- (aus heutiger Sicht relativ hoch) an. Die Erntekosten wären mit Fr. 35.- günstig, da Sie einen gut erschlossenen Wald im einfachen Gelände haben und die Nut- zung rationell mit modernen Maschi- nen aber Boden schonend ausführen. Allerdings müssen Sie Mehrkosten ver- gegenwärtigen, da Sie den Holzschlag wegen der Waldbesucher speziell absi- chern müssen. Es würde Ihnen also ein erntekostenfreier Erlös von Fr. 36‘400.- (560fm * 64.-/fm) verbleiben, mit dem Sie die aufgelaufenen Schulden (Fr.

152‘354.-) für öffentliche Leistungen - nanzieren müssten…

Unrealistisch? Das Beispiel ist sicher- lich eine vereinfachte Darstellung. Die Finanzspezialisten unter Ihnen haben richtig erkannt. Auf den Zinssatz kommt es an. Aber gibt es einen Grund, wes- halb der Waldeigentümer der Öffent- lichkeit Investitionen günstiger zur Verfügung stellen sollte, als die Finanz- institute oder der Kanton Bern die Ha- benzinse bei Steuerschulden?

oder der Kanton Bern die Ha- benzinse bei Steuerschulden? Ich wünsche den Waldbesitzern im Jahr 2011,

Ich wünsche den Waldbesitzern im Jahr 2011, dass es gelingt, ExponentInnen in das nationale Parlament zu wählen, die erkannt haben, dass das Waldeigentum einer dringenden Rehabilitation bedarf. ExponentInnen, die bereit sind, gegen rechtliche Rahmenbedingungen anzu- treten, die den Wald in den nachhalti- gen Ruin und die schleichende Enteig- nung führen.

Victorinox Taschenmesser Berner Waldbesitzer BWB

führen. Victorinox Taschenmesser Berner Waldbesitzer BWB Taschenmesser Typ Forester Aufdruck beidseitig gemäss
führen. Victorinox Taschenmesser Berner Waldbesitzer BWB Taschenmesser Typ Forester Aufdruck beidseitig gemäss

Taschenmesser Typ Forester

Aufdruck beidseitig gemäss Abbildung CHF 40.- / Stück

(inkl. MWST, zzgl. Versandkosten)

Bezugsquelle Berner Waldbesitzer BWB Postfach 35 3273 Kappelen bwb@bwb-pfb.ch Fax: 032 392 65 39

FOKUS

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Wildtiermanagement im Kanton Bern - Organisation und IST-Analyse

Stefan Flückiger, Geschäftsführer Berner Waldbesitzer

Im Kanton Bern leben zahlreiche Wild- tierarten. Viele der Tierarten haben sich in den Wald zurückgezogen, um sich den Störungen des Menschen zu ent- ziehen. Zu den prominenten Wiltier- arten gehören das Reh, die Gämse, der Rothirsch und das Wildschwein - um nur einige zu nennen. Natürliche Fein- de, wie der Luchs, Wolf und der Bär sind nur stellenweise vorhanden. Ein natür- liches Gleichgewicht in den Populatio- nen kann somit nur durch gezielte Jagd- planung und -vollzug erreicht werden. Würden die Wildtierarten nicht bejagt, so würden sich in den Populationen De- generationserscheinungen und Krank- heiten ausbreiten und den Tierbestand gefährden. Zwischen Wald und Wild be- steht jedoch auch ein Spannungsfeld. Wildtierarten ernähren sich im Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen. Hohe Populationen können dazu füh- ren, dass Wälder sich nicht mehr ver- jüngen können (Wildtiere fressen vor- nehmlich Jungp anzen) oder ältere Waldbestände zerstört werden (Fegen, Schlagen der Geweihe usw.).

Der Kanton Bern hat das gesamte Kan- tonsgebiet in 18 Wildräume eingeteilt, die einzeln für die Jagd geplant werden. In der Jagdplanung werden die Wild- tierbestände gezählt, die Waldschäden erhoben, die Entwicklungszielsetzun- gen festgelegt (steigender, sinkender oder gleichbleibender Wildtierbestand) und daraus die Anzahl Tiere festgelegt, die zur Jagd freigegeben werden.

Zahlreiche Tiere sterben jedoch nicht durch die Jagd sondern durch Verkehrs- unfälle - sogenanntes Fallwild. Das Fall- wild und die gejagten Tiere zusammen ergeben die sogenannte „Strecke“ (An- zahl toter Tiere in einem Zeitabschnitt). Nicht mitgezählt und auch nicht bejagt werden die Wildtiere, die sich während der Zählung in Jagdbanngebieten auf- halten (also in Gebieten, in denen die Jagd verboten ist).

halten (also in Gebieten, in denen die Jagd verboten ist). Wildräume im Kanton Bern (Quelle: Rothirschkonzept

Wildräume im Kanton Bern (Quelle: Rothirschkonzept des Kantons Bern)

Wildtiermanagement im Kanton Bern Das Management der Wildtiere im Kan- ton Bern obliegt dem Jagdinspektorat. Das Jagdinspektorat hat seinen Sitz auf dem Schwand in Münsingen. Zudem verfügt es über eine territoriale Prä- senz mit 33 Wildhütern. Die Zuständig- keiten sind im Internet auf http://www. vol.be.ch/site/home/lanat/jagd.htm ein- sehbar.

Im jeweiligen Jahresbericht zeigt das Jagdinspektorat (normalerweise im Ap- ril/Mai) auf, wie die Jagdzielsetzungen des Vorjahres erfüllt worden sind. Zeit- gleich werden in den Wildraumkommis- sionen Vorschläge an den zuständigen Regierungsrat erarbeitet, die die Jagd- planung für das laufende Kalenderjahr beinhalten.

In den Wildraumkommissionen nehmen

Vertreter

gruppen Einsitz:

– Wildhüter

– Jäger

– Waldbesitzer

– Landwirte

– Tierschützer

– Naturschützer

– Vogelschützer

Die Kommission für Jagd- und Wildtier-

schutz ist das kantonale Beratungsor- gan des zuständigen Regierungsrates. Sie gibt, auf Grundlage der Wildraum- kommissionsempfehlungen, eine eige- ne Empfehlung bezüglich Jagdplanung für das kommende Jahr an den Regie- rungsrat ab.

Anspruchs-

aller

wichtigen

Den abschliessenden Entscheid zur Jagdplanung trifft der zuständige Re- gierungsrat.

54

FOKUS

Jagdzielsetzung = erfüllt = nicht erfüllt
Jagdzielsetzung
= erfüllt
= nicht erfüllt

IST - Situation Für das Jahr 2010 hat der BWB eine Be- urteilung der Jagdplanungserfüllung vorgenommen. Für jeden Wildraum wurde beurteilt, ob die Jagdzielsetzung erfüllt oder nicht erfüllt worden ist. Die Tabelle unter der jeweiligen Grak gibt die Anzahl der zum Abschuss geplanten Tiere und die tatsächliche Strecke an. Wildräume ohne Zahlenangaben wei- sen entweder keine Population dieser Wildtierart auf oder die Population un- terliegt einem Jagdverbot.

Gämse Im Jahr 2010 wurde die Jagdplanung bei der Gämse in 5 Wildräumen erfüllt und in 9 Wildräumen nicht erfüllt. Die Jagdzielsetzung wurde netto um 99 Tie- re verfehlt, was ca. 5% Abweichung von der Jagdzielsetzung bei der Gämse ent- spricht. Die Auswirkungen sind lokal zu beobachten. Waldeigentümer haben die Möglichkeit, nicht tragbare Wild- schäden zur Entschädigung anzumel- den.

Reh Im Jahr 2010 wurde die Jagdplanung beim Reh in 3 Wildräumen erfüllt und in 15 Wildräumen nicht erfüllt. Es wurden 595 Tiere weniger erlegt, als geplant.

Die Jagdzielsetzung wurde somit beim Reh um ca. 10% verfehlt.

Rothirsch Auf der nachfolgenden Seite wird ein Überblick auf den Jagderfolg beim Rothirsch gewährt. 2010 wurde in 6 Wildräumen die Jagdplanung erfüllt. In 4 Wildräumen wurde die Jagdzielset- zung verfehlt.

In Summe wurden 44 Rothirsche weni- ger erlegt, als geplant waren. Dies ent- spricht rund 15% des geplanten Ab- schusses.

Der Rothirsch geniesst bei den Berner Waldbesitzer BWB eine besondere Auf- merksamkeit. In einem Hirschkonzept wurde festgehalten, dass sich der Rot- hirsch im gesamten Kantonsgebiet wie- der ausbreiten solle. Dies habe aller- dings waldverträglich zu geschehen. Rothirsche können in Waldbeständen gravierende Schäden anrichten. Neben

dem Verbiss von Jungpanzen, kann der

Rothirsch auch Wälder beschädigen, die bereits 20 - 30 Jahre alt sind (Fegen und Schlagen mit den verhältnismässig gros- sen Geweihen).

In sämtlichen Beurteilungen fehlt das Geschlechterverhältnis der Strecke. Ein wirksames Wildtiermanagement muss einen bestimmten Anteil weiblicher Tie- re in der Strecke beinhalten. Das BAFU hat dazu eine neue Vollzugshilfe Wald und Wild erarbeitet, die für eine wirksa- me Wildtierregulierung klare Zielvorga- ben bezüglich Geschlechterverteilung der Strecke festhält.

Ein Einzeljahr sagt im Wildtiermanage- ment nicht sehr viel aus. Der BWB hat aus diesem Grund für die Jahre 2007 - 2010 eine Übersicht erstellt, die zeigt, wie die Jagdzielsetzung prozentual er- füllt wurde. Es ist zu beachten, dass die Jagdzielsetzung bei 0% Abweichung er-

Jagdzielsetzung = erfüllt = nicht erfüllt
Jagdzielsetzung
= erfüllt
= nicht erfüllt

FOKUS

55

Jagdzielsetzung = erfüllt = nicht erfüllt
Jagdzielsetzung
= erfüllt
= nicht erfüllt
F OKUS 5 5 Jagdzielsetzung = erfüllt = nicht erfüllt füllt ist. Werte die grösser als
F OKUS 5 5 Jagdzielsetzung = erfüllt = nicht erfüllt füllt ist. Werte die grösser als

füllt ist. Werte die grösser als 0 sind, zei- gen, dass mehr Wildtiere erlegt worden sind, als geplant waren. Zahlen, die un- ter 0 liegen zeigen, dass die Zielsetzung nicht erfüllt wurde. In diesen Fällen ist das Risiko, dass Schäden am Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen ent- stehen, erhöht.

In den vergangenen vier Jahren wurde die Jagdzielsetzung nur einmal bei einer

Wildart (Gämse) erreicht. In allen übri- gen Fällen konnte die geplante Strecke nicht erreicht werden. Wenig erstaun- lich ist vor diesem Hintergrund, dass ge- bietsweise im Kanton Bern Baumarten ausfallen (also nicht mehr verjüngt wer- den können). Im Emmental und im Ber- ner Jura gibt es Regionen, in denen die Weisstanne als standortsheimische Bau- mart nicht mehr verjüngt werden kann. Diese schleichenden Schäden werden

durch die Wildschadenverordnung nicht erfasst, obwohl die ökonomischen und ökologischen Konsequenzen absehbar sind. Weitere Informationen zu Wald und Wild im Berner Wald nden sich auf der Homepage des BWB. www.berner- wald.ch.

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FOKUS

Vorstoss für günstige raumplanerische Rahmenbedingungen für Holz ndet politische Zustimmung

Stefan Flückiger, Gechäftsführer Berner Waldbesitzer

Die von Erich von Siebenthal, Natio- nalrat und Präsident BWB, eingereich- te Motion zur Schaffung von günstigen raumplanerischen Rahmenbedingun- gen für die Lagerung von Holz wurde sowohl in der behandelnden National- und Ständerätlichen Kommission gut- geheissen. Für die Waldbesitzer ist dies ein positives Signal für die einheimische Holznutzung.

Eingereichter Text Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich fol- gende parlamentarische Initiative ein:

Die Bestimmungen, welche den Bau von gedeckten Holzschnitzellagern im Wald zu stark einschränken oder verhindern, sind zu lockern oder gar aufzuheben. Betroffen sind davon hauptsächlich das

Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über den Wald (SR 921), die Verordnung vom 30. November 1992 über den Wald (SR 921.01), das Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (SR 700) und die Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (SR 700.1).

Der gesamte Vorstoss kann auf: http://

www.parlament.ch/d/suche/seiten/ges-

chaefte.aspx?gesch_id=20100470

(SR 700.1). Der gesamte Vorstoss kann auf: http:// www.parlament.ch/d/suche/seiten/ges- chaefte.aspx?gesch_id=20100470
(SR 700.1). Der gesamte Vorstoss kann auf: http:// www.parlament.ch/d/suche/seiten/ges- chaefte.aspx?gesch_id=20100470

FORSTLICHE NEUIGKEITEN

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Waldprogramm Schweiz plus (WAP-CH plus)

Stellungnahme des Verbands Berner Forstpersonal VBF

Der VBF hat im April 2011 eine Stel- lungnahme an Regierungsrat Andre- as Rickenbacher gerichtet. Herr Ricken- bacher vertritt den Kanton Bern in der Forstdirektorenkonferenz.

„Das WAP-CH plus bringt im Wesent- lichen die bisherige allgemein aner- kannte Strategie zu Papier. Gegen die Grundsätze des WAP-CH plus gibt es von unserer Seite an sich nichts einzuwen- den. Einschneidender sind die GnWB, die als Anhang dem WAP-CH plus an- gegliedert sind. Der naturnahe Wald- bau ist eine grosse Errungenschaft und ist für viele Forstwirtschaften ein Vor- bild. Dies soll auch so bleiben. Die zah- lenmässige De nition des naturnahen Waldbaus stellt uns allerdings vor grosse Umsetzungsprobleme im Arbeitsalltag.

1. Totholzanteil – Stehendes Totholz ist bei der Wald- arbeit unberechenbar und sehr ge- fährlich. Bei der SUVA sind tragische Unfallbeispiele dokumentiert, wo ste- hendes Totholz zur unmittelbaren To- desfalle geworden ist. In Steillagen kann auch von liegendem Totholz Le- bensgefahr ausgehen. – In siedlungsnahen Wäldern nden wir immer mehr Fusswege, Bikerouten, Bänke, Feuerstellen, Reitpisten, Vita Parcours und andere Erholungsein- richtungen. Diese Einrichtungen un- terstehen im Gegensatz zum Wald der Werkeigentümerhaftung. Es ist in vie- len Wäldern der Schweiz aufgrund des dichten Netzes an Erholungseinrich- tungen gar nicht denkbar, langes ste- hendes Totholz oder gefährdende Bio- topbäume stehen zu lassen.

– In bewirtschafteten Wäldern mit häu-

gen Eingriffen ist die geforderte

Mindestmenge an Totholz gar nicht vorhanden.

Stehendes Totholz ist unberechen- bar und gefährlich. Der Entscheid, ob es erhalten werden kann, muss bei der Waldarbeit beim ausführenden Perso- nal bleiben. Bei Werken im Wald muss

der Sicherheitsverantwortliche ent- scheiden, ob gefährdende Bäume – egal ob als vitaler Baum oder stehendes Tot- holz – zur Gewährung der Sicherheit entfernt werden müssen.

1. Minimaler Laubholzanteil Bereits seit Jahren werden Kantons- und Bundesbeiträge an beitragsberechtigte Massnahmen nur ausbezahlt, wenn der minimale Laubholzanteil der jeweiligen Waldgesellschaft eingehalten wird. Die- ser minimale Laubholzanteil wird un- serer Meinung nach bereits sehr streng ausgelegt. Aus den GnWB ist nicht er- sichtlich, wie hoch die geforderten mini- malen Laubholzanteile pro Waldgesell- schaft sein sollen. Auf jeden Fall ist auf eine weitere Verschärfung zu verzich- ten. – Laubholzanteile in natürlich verbrei- teten Laubwald- und Mischwaldgebie- ten sind aufgrund der Bodenpeglich- keit angebracht und unter Forstleuten auch anerkannt. Seit den Achtziger- jahren hat sich das Mischungsverhält- nis unserer Wälder deutlich verbessert. Ein Wirtschaftszweig kann aber nur überleben, wenn er produziert, was zu guten Preisen nachgefragt wird. Die Forstwirtschaft ist darauf angewiesen, Nadelholz nicht nur im Marginalbe- reich produzieren zu dürfen. – Die schweizerische Holzindustrie be- nötigt für die Inlandverarbeitung vor allem grosse Mengen an Nadelrund- holz. Wenn die Schweizer Forstwirt- schaft in Zukunft deutlich weniger Nadelrundholz bereitstellen kann, verarbeitet die Industrie gezwunge- nermassen Holz aus weniger natur- nahen Forstwirtschaften. Im schlech- testen Fall wird die Nachfrage aus Kahlschlägen borealer Nadelwälder befriedigt. Bereits heute stammt viel Fichtenbauholz aus Skandinavien. Lär- che wird aus Sibirien importiert, weil der Schweizer Wald bereits heute zu wenig einheimisches Lärchensägeholz auf den Markt bringen kann. – Waldbau mit Naturverjüngung ist im Sinne des naturnahen Waldbaus. Al- lerdings hat man mit der Naturverjün-

gung nur einen beschränkten Ein uss auf die sich verjüngenden Baumar- ten. Natürlich verjüngte Bestände er- reichen oft nicht die geforderten mini- malen Laubholzanteile.

Standortsgerechte Baumarten sind wichtig für die Stabilität und die ideale Wuchsleistung eines gesunden Waldes. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass aus unserem Wald auch unentbehrliche Rohstoffe gewonnen werden. Mit de- ren Erlöse wird der Wald bewirtschaf- tet und gepegt. Eine zu strenge Aus- legung des minimalen Laubholzanteils benachteiligt die Waldwirtschaft und fördert Rohholzimporte aus Forstwirt- schaften mit geringen ökologischen An- sprüchen.

1. Eigentumsbeschränkung – Die Minimalwerte der GnWB für Tot- holz und Biotopbäume schränken die Waldbesitzer ein. Viele Privatwaldbe- sitzer heizen mit Holz. Es wäre bei der Anzeichnung absurd, wenn der Förs- ter dem Waldbesitzer das Fällen eines dürren oder absterbenden Baumes zu Heizzwecken verweigern müsste. – Die zahlenmässigen Vorgaben für Tot- holz und Biotopbäume gehen sehr weit und stellen die Naturschutzfunk- tion generell vor die übrigen Wald- funktionen. Für Wälder mit der Vor- rangfunktion Naturschutz gibt es Waldreservate, Alt- und Totholzinseln und stu ge Waldränder. Für diese Leis- tungen werden Waldbesitzer heute entschädigt. Eine entschädigungslo- se Einschränkung der Nutzfunktion ist für den Waldbesitzer nicht erstrebens- wert.

Die Minimalwerte für stehendes Tot- holz und Biotopbäume sind eine Ver- schärfung der Bewirtschaftungsvor- schriften. Die Naturschutzfunktion wird den übrigen Waldfunktionen in un- ausgewogenem Masse vorgezogen. Die Schweiz hat bereits heute die ver- mutlich strengsten Bewirtschaftungs- regeln der Welt. Eine selbst auferlegte und entschädigungslose Regelverschär-

58 FORSTLICHE NEUIGKEITEN

fung ist nicht anzustreben. Der Markt ist nicht bereit, mehr für Schweizer Holz zu bezahlen. Auch nicht wenn die Ökos- tandards steigen.

1. Vollzugsprobleme

Die Durchsetzung des zahlenmässig de-

nierten naturnahen Waldbaus berei-

tet von der Vollzugskontrolle über die Beratung bis zur Holzernte Probleme.

Mit dem neuen Regelwerk würde ein Bewirtschaftungsstandard beschlossen, der sich auf vielen Waldparzellen nie re- alisieren liesse.

Zusammenfassung Zusammenfassend halten wir fest, dass – gegen das Strategiepapier WAP-CH plus nichts einzuwenden ist. – die GnWB mehrheitlich den in der Pra-

xis gelebten Waldbau beschreibt. – auf die zahlenmässige De nition von Totholz und Biotopbäumen zu ver- zichten ist. – auf eine Verschärfung des minimalen Laubholzanteiles zu verzichten ist. Wir bitten Sie, unsere Argumente bei der Verabschiedung des WAP-CH plus zu Handen des Bundesrates ein iessen zu lassen.“

Waldtag des Bernischen Forstvereins im UNO Jahr des Waldes

Werner Kugler, Präsident BFV

im UNO Jahr des Waldes Werner Kugler, Präsident BFV Der Schweizer Wald hat sich in den

Der Schweizer Wald hat sich in den letz- ten 100 Jahren zu einem vielfältigen, reich strukturierten und insgesamt in- takten Ökosystem entwickelt. Mit Fug und Recht dürfen wir behaupten, dass die Forstbranche der im Waldgesetz ver- ankerten Forderung nach Nachhaltig- keit der diversen Waldfunktionen nach- lebt. Diese Aussage gilt umso mehr, je weiter wir den Blick über unsern Erdball schweifen lassen. Ich habe den Eindruck, dass die Akteu- re der Waldwirtschaft auch auf das so wichtige Vertrauen der Bevölkerung zählen können.

Ein ständiger Dialog zwischen Waldbe- sitzern, Waldbewirtschaftern und Wald- besuchern ist zur Aufrechterhaltung des Vertrauens nötig. Das UNO Jahr des Wal- des bietet eine ausgezeichnete Möglich- keit zur Führung dieses Dialoges.

Das in Burgdorf vom 6. August bis zum 24. September 2011 statt ndende Pro- jekt „Kunstwaldraum“ sucht mit den Besuchern der Veranstaltungen den Di- alog über den Wald und dessen Bewirt- schaftung. Möglichkeiten zur Führung von Gesprächen ergeben sich anlässlich der Fotoausstellung des bekannten Na-

sich anlässlich der Fotoausstellung des bekannten Na- turfotographen Heinrich Gohl mit den Themen „Wälder der
sich anlässlich der Fotoausstellung des bekannten Na- turfotographen Heinrich Gohl mit den Themen „Wälder der

turfotographen Heinrich Gohl mit den Themen „Wälder der Erde“ und „Wäl- der der Schweiz“, anlässlich der Live- Arbeiten der Holzkünstler Beat Brei- tenstein, Max Roth und Urs Twellmann, anlässlich der diversen thematischen Waldführungen und anlässlich der ver- schiedenen Veranstaltungen des Be- gleitprogramms. Informationen zur Veranstaltung nden Sie auf www- kunstwaldraum.ch Am Sonntag, 4. September 2011, ndet der Waldtag des Bernischen Forstvereins statt. Dialogwillige Mitglieder geben sich als Waldfachleute zu erkennen und suchen das ungezwungene Gespräch mit Ausstellungsbesucherinnen und Be- suchern. Als Präsident rufe ich Sie dazu auf, an diesem Waldtag aktiv teilzuneh- men. Bitte melden Sie sich unter info@ kunstwaldraum.ch an. Wir werden ein auf ihren Namen lautendes Namens- schild ausstellen, mit welchem Sie sich während Ihrer frei wählbaren Präsenz- zeit vom 4. September als Mitglied des Bernischen Forstvereins ausweisen kön- nen. Weitere Infos werden Ihnen per Mail nach der Anmeldung zugestellt. Eine rege Beteiligung an der Veranstal- tung würde mich sehr freuen.

AUS BERN UND DEN REGIONEN

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Die Wiederbewaldung in der Lauchneren ist auf gutem Weg

John Stucki

in der Lauchneren ist auf gutem Weg John Stucki Im Dezember 1999 brauste der Sturm- wind

Im Dezember 1999 brauste der Sturm- wind Lothar über die Schweiz hinweg. Im hinteren Grischbachtal, in der soge- nannten Lauchneren, machten die Böen aus einer Fläche von ca. 8 Hektaren Fichtenwald in kürzester Zeit Kleinholz. Förster Daniel Bütschi und der Ober- förster Waldabteilung 2, Christian von Grünigen, erläuterten an einem Mai- Samstag vor Ort die Situation 12 Jahre nach Lothar.

Chronologie der Ereignisse Im Dezember 1999 brauste ein Jahr- hundertsturm über die Schweiz hinweg und richtete innerhalb weniger Stunden gross ächige Waldverwüstungen an. Als Beispiel mögen jene 8 ha in der sog. Lauchneren, im hinteren Grischbachtal, gelten, welche Lothar zum Opfer elen. Wo vorher stolze Fichten in den Him- mel ragten und am steilen Hang Schutz vor Lawinen boten, blieben nach dem Sturm ein unübersichtliches Geknäuel von dicken Stämmen, Aesten und Sträu- chern am Boden liegen.

Das Grischbachtal wurde damals in die Zone 3 eingeteilt, was hiess, das für die Aufrüstung der Schäden keine Beiträ- ge zu erwarten waren und vorerst kei- ne Forstunternehmer eingesetzt wer- den konnten. Die Gemeinde Saanen, Besitzerin des Waldstücks, beschloss, dass man mit den privaten Waldbesit- zern Schritt halten wollte, und schrieb so 2001 das Gebiet Lauchneren-Mittel- berg zur Sturmholzaufrüstung aus. Ein entsprechender Antrag an die Liegen- schaftskommission folgte im März des gleichen Jahres, der Auftrag an die Fir-

ma Despond SA, Bulle, im Auftragsvolu- men von 10,000 Franken, wurde erteilt. Gleichzeitig übernahm die Hefti Toni GmbH zusammen mit der Forstprotect GmbH die Holzereiarbeiten. Die Auf- rüstarbeiten liefen alsdann bis zum Win- terbeginn 2001/’02.

Fronarbeit durch Schulen und Zivil- schutz Im darauffolgenden Jahr wurde die Weide vom landanstössigen Pächter, unter der Mithilfe von Zivilschutz und Schulen geräumt. 2003 und 2004 kam die Aufrüstung durch die Gemeinde Saanen (wie auch durch die Pächter) von Windfall und Käferschäden.

Dann war es Zeit für das Wiederbewal- dungsprojekt. Unter tatkräftiger Mithil- fe der Bildungswerkstatt Bergwald so- wie der Rudolf-Steiner-Schule wurden die Schlagräumung und ein Begehungs- weg (Wegbauprojekt) verwirklicht. Die Schulen beteiligten sich auch 2005, als nach erfolgter Eingabe des Wiederbe- waldungs-Projektes Lauchneren I mit 6,6 ha die eigentliche Bep anzung ei- nes Mischwaldes in Angriff genommen wurde. Diese Erstbepanzung erfuhr im Jahre danach die Fortsetzung durch die Firma Hefti & Ryter AG, zusammen mit dem zuständigen Förster, Daniel Büt- schi. Der Spätherbst 2006 brachte die Eingabe des Wiederbewaldungsprojek- tes Laucheneren I.I. mit zusätzlichen 1,1 ha. Schlussendlich erfolgte 2007 die Ein- gabe für einen Nachkredit zur Projekt- ausführung (Lauchneren I.I.)

Im Zuge dessen Ausführung wurden eine Anzahl abgestorbener Fichten,

dessen Ausführung wurden eine Anzahl abgestorbener Fichten, (sog. Käferbäume), gefällt, mit dem Ziel, dass diese
dessen Ausführung wurden eine Anzahl abgestorbener Fichten, (sog. Käferbäume), gefällt, mit dem Ziel, dass diese

(sog. Käferbäume), gefällt, mit dem Ziel, dass diese später die Neubep anzung nicht gefährden würden. Die Jahre 2008 bis 2010 waren Pegejahre und dienten zur Nachp anzung sowie Instandhal- tung des Begehungsweges.

2500 neue Bäume Laut Förster Daniel Bütschi war es kein leichtes Unterfangen, in einem „geo- logisch sensiblen Rutschgebiet“ an die zweieinhalbtausend neue Bäume zu

p anzen. „Gerade die Lärchen bereite- ten uns am Anfang Mühe“, berichtete Bütschi, „während sich der Bergahorn bald einmal heimisch fühlte.

Im bep anzten Gebiet werden gerade die letzteren vor Wildverbiss mit Plasti- kröhren, (sog. Tubex), geschützt. Diese sind aus biologisch abbaubarem Mate- rial hergestellt und fallen, von den UV- Strahlen zersetzt, nach einiger Zeit von selber ab. Der Verbiss, darin sind sich Förster Bütschi und die Wildhüter Zum- brunn und Zysset einig, habe der neuan- gep anzten Fläche bislang wenig zuge- setzt. „Ich stattete diesem Hang auch im Winter Besuche ab“, so Bütschi, „einige Trittsiegel von Hirschen einmal, ansons- ten schien die Wildverbissaktivität von nur geringer Bedeutung“.

Dagegen kamen andere Arten von Flo- ra auf, so etwa das wenig geliebte Wei- denbuschröschen. Dass gerade Fallholz die Borkenkäfer anzieht, davon kann Bütschi ein Lied singen: „Trockene Jahre sind dem Schädling eher zuträglich. Al- lerdings“, freut sich Bütschi, bringt die ausgleichende Natur dann auch gleich einen willkommenen Helfer hervor: Der

60 AUS BERN UND DEN REGIONEN

Specht fühlte sich bald wohl in seinem Element. Indes mochte die durch das Futterangebot angelockte Spechtpo- pulation allein den Käfer nicht zu kon- trollieren. Dazu brauchte es die Bor- kenkäferfallen, deren Platzierung und Kontrolle in den Aufgabenbereich ei- nes Försters fallen. Erstaunlich: In einem Litergefäss haben bis zu 40,000 einge- fangene Borkenkäfer Platz. Deren Zer- störungspotenzial kann man sich nur vorstellen.

Trotz allen Hindernissen: Wer sich heute den am Ende des letzjährigen Jahrhun- derts durch den wütenden Lothar zer- störten Hang ansieht, erkennt: Wenn die Kräfte der Natur und die Schaffens- kraft des Menschen einen Schulter- schluss machen, dann können Berge ver- setzt werden.

Am Ende eines interessanten Morgens, erfreuten sich die Gäste an einem von der Gemeinde Saanen offerierten Im- biss. Tische und Bänke luden zum Ver- weilen, die Umgebung und das Wetter zum Schwärmen ein. Dabei bildeten sich animierte Gesprächsgruppen. Wo man hinhörte, bildeten Natur, Wald und Wild den Themenkreis. Förster, Wildhüter und einige Waldbesitzer waren anwe- send: Da mangelte es nicht an kundigen Ansprechpartnern.

Eckdaten zum Wiederbewaldungspro- jekt Lauchneren I & II

Schlagräumung 205 Aren

P anzungen Arten:

210 Aren

Lärchen

1‘250 Stk.

Bergahorn

650 Stk.

Fichten

600 Stk.

Total

2‘450 Stk.

P ege, P anzungen und Naturverjün- gung.

Ausmähen:

2255 Aren

Wildschutz:

65 Aren

Wildschutz (tubex)

Erstellte Begehungswege 1‘228 m

220 Stück

(deren Instandstellung)

920 m

Kosten

Total Aufwand:

Fr. 67‘123.85

Beiträge Bund & Kanton Fr. 43‘327.90

Waldsanierungsfonds:

Fr. 3‘818.55

Aufwand Gde. Saanen

Fr. 19‘977.40

Bund & Kanton Fr. 43‘327.90 Waldsanierungsfonds: Fr. 3‘818.55 Aufwand Gde. Saanen Fr. 19‘977.40
Bund & Kanton Fr. 43‘327.90 Waldsanierungsfonds: Fr. 3‘818.55 Aufwand Gde. Saanen Fr. 19‘977.40

AUS BERN UND DEN REGIONEN

61

A US B ERN UND DEN R EGIONEN 6 1

62

EDITORIAL

Tolérable ……

Stefan Flückiger, gérant PFB

Chère lectrice, Cher lecteur, Dans le dernier éditorial je vous ai fait part de l’inauguration du fonds Fo- rêt et Tourisme. Celui-ci a été inauguré dans les locaux de la BEA en présence de nombreux invités. Importante est main- tenant la suite à y donner. Les hôtes de la Route du Coeur sont-ils disposés à participer réellement aux coûts externes qu’ils provoquent? L’événement à la BEA a montré clairement le fait suivant:

ce qui est légal n’est encore de loin pas durable – chez nous en Suisse non plus. Dans le présent éditorial j’aimerais vous inviter à me suivre dans une petite di- gression intellectuelle: imaginez que vous ayez hérité d’une forêt d’une sur- face d’un hectare, estimée sur le marché à Fr 5000.-. Vous avez eu de la chance:

la forêt en question présente une forme carrée optimale de 100 x 100m et est bordée d’un côté par une route permet- tant la circulation de camions. Le terrain de la forêt est situé dans la zone S2 de protection de la nappe phréatique. A la suite des ouragans de l’année précé- dente aucun arbre n’est resté debout sur ce terrain. Ladite surface présente un sol très fertile et profond et un rajeunisse- ment naturel a lieu. Toutes les espèces de bois indigènes, tels qu’épicéas, sapins blancs, hêtres et frênes sont présentes comme rajeunissement, de manière qu’il vous est possible de décider l’image future de votre forêt dans 100 ans. La forêt en question se trouve à proximité d’une grande agglomération et le che- min forestier en bordure est fortement utilisé par les joggeurs, les promeneurs, les cavaliers et les bikers. Tant en hiver qu’en été des chevreuils vivent dans ce complexe forestier et grâce à un mana- gement judicieux du gibier des hardes de cerfs nobles y vivent également toute l’année. De gros événements naturels ont lieu environ tous les 20 ans dans la région. Ne possédant personnellement pas de fortune et votre revenu ne vous permet- tant que d’assurer votre vie, vous avez conclu l’arrangement suivant avec la banque:

La banque s’engage à nancer à l’avance tous les coûts sous forme de prêts. Vous ne verserez aucun amortis- sement avant l’exploitation nale de la forêt dans 100 ans. Un risque moyen restant néanmoins que votre forêt puisse être anéantie par un ouragan, la banque calcule un taux d’intérêt de 4.5%(ce taux d’intérêt se compose d’un socle de 2% et de 0.5% comme prime de risque par tranche de 20 ans).

Les positions de coûts suivantes peuvent aujourd’hui déjà être prévues:

– (1) Prévention contre l’abroutissement et les frottis des jeunes arbres pendant les 10 premières années au moyen d’un traitement des plantes (2 minutes par plante et par année). Ces travaux sont effectués par un bûcheron (Fr. 45.- par heure). Ces frais sont inévi- tables, l’ordonnance sur les dégâts du gibier prévoit la prise en charge de ceux-ci par le propriétaire. Le manage- ment du gibier sauvage dans le canton de Berne utilise ces dommages comme indicateurs. De ce fait, les dégâts doi- vent d’abord avoir lieu avant que des mesures soient prises, a n de réduire le peuplement de gibier par la chasse. – (2) Elimination du littering laissé dans la forêt à la suite de son utilisation à des buts de délassement (1 heure par année, dédommagement de la per- sonne: Fr. 25.- par heure). Cette dé- pense est volontaire. Le libre droit d’entrée permet aux visiteurs d’utili- ser la forêt pour leur délassement. Les coûts externes sont naturellement à la charge du propriétaire. – (3) Les impôts fonciers comportent 1.2°/00 de la valeur du terrain donc sur Fr. 5‘000.- par année. Cette dépense est inévitable. Les propriétaires de fo- rêts payent des impôts fonciers dans le canton de Berne – d’autre cantons ne prélèvent pas d’impôts sur la proprié- té forestière.

Ne sont pas prises en considération dans la calculation ci-dessus les prescriptions concernant la protection de la nappe phréatique, lesquelles interdisent aux

propriétaires d’approvisionner des ma- chines en carburants en zone S2, d’en- treposer des véhicules, d’entreposer du bois et de le traiter contre les dépré- dateurs, les manques à gagner provo- qués par les prescriptions régissant la composition des différentes espèces ou l’obligation de laisser sur place le bois mort. Toutes ces conditions provoquent aux propriétaires soit des coûts ou des manques à gagner non négligeables.

A n d’être à même de rembourser les

dettes auprès de la banque dans 100 ans, il sera nécessaire de réaliser les bé- né ces suivants lors de l’utilisation du bois:

– (1) Protection „tolérable“ des dégâts faits par le gibier: Fr. 96‘838.-

– (2) Enlèvement du littering laissé par les utilisateurs de la fonction de délas- sement de la forêt: Fr. 44‘771.-

– (3) Impôts fonciers: Fr. 10‘745.-

Si l‘on n‘additionne que les prestations faites par les propriétaires de forêts en faveur du public, lesdits propriétaires devraient être à même d’encaisser Fr. 152‘354.- de la vente du bois a n de pouvoir rembourser les dettes.

100 années plus tard la forêt aura at-

teint son stade de vieille futaie. Environ

560 mètres cubes de bois seront alors à

dispositions pour la récolte et pour le

paiement des dettes.

Un prix moyen de vente de Fr. 100 francs par mètre cube de bois peut être admis, bien que relativement élevé. Les coûts de la récolte s’élèvent à Fr 35.—, ils sont relativement bas car il s’agit d’une fo- rêt bien desservie et située sur un ter- rain sans obstacle permettant la récolte rationnelle avec des machines modernes protégeant les sols. Il y a toutefois lieu de tenir compte de frais supplémen- taires, car la coupe de bois doit être spé- cialement sécurisée en raison des pro- meneurs dans la forêt. Il reste de ce fait après payement de la récolte un solde de Fr. 36'400.- avec lequel il y aura lieu de nancer les dettes de Fr. 152'354.— provenant des prestations faites au pu- blic.…

NOUVELLES FORESTIÈRES

63

Irréaliste? Cet exemple est certainement

des instituts nanciers ou par le can-

droits de propriété foréstière subissent

un

modèle simpli é. Les nanciers par-

ton de Berne lors de l’encaissement des

une réhabilitation urgente. Des repré-

mi

vous auront certainement remarqué

paiements d’impôts tardifs ?

sentants aussi disposés à s’attaquer à des

que tout dépend du taux des intérêts. Néanmoins existe-t-il une raison pour la- quelle les propriétaires doivent mettre à la disposition du public des prestations à un taux inférieur à celui pratiqué par

Je souhaite aux propriétaires de forêts de pouvoir envoyer en 2011 au parle- ment national des représentants ou des représentantes ayant reconnu que les

conditions cadres légales qui conduisent actuellement à la ruine et à une expro- priation insidieuse.

Assemblée générale du CEFOJB 2011

Jessica Puglisi, secrétaire au CEFOJB

du CEFOJB 2011 Jessica Puglisi, secrétaire au CEFOJB M. Erich von Siebenthal, conseiller national et président

M. Erich von Siebenthal, conseiller national et président des propriétaires de forêts bernois était présent à l‘assemblée

Le 16 avril 2011 s’est tenue l’assemblée générale du Cercle forestier du Jura bernois (CEFOJB) à Court, en présence de 40 personnes. Parmi elles, nous avons eu l’honneur de recevoir M. Erich von Siebenthal (conseiller national), M. Willy Sunier (président du Conseil du Jura bernois) et M. Renaud Baum- gartner (chef de la DF8). Par ailleurs, en début d’assemblée, le président de la bourgeoisie de Court, M. Daniel Bueche, a présenté son village et a donné un aperçu des domaines dont s’occupe la Bourgeoisie.

Dans son rapport, le président, M. Ro- land Benoit, a annoncé l’engagement

de Mme Jessica Puglisi an de décharger

le gérant M. Jacques Girardin. Il a rela-

té les faits marquants liés à l’activité de

l’association (course 2010, nette dimi-

nution dans les demandes de subven- tions de chauffages à bois, achat d’ac- tions Lignocalor pour un montant de CHF 20’000.00) et a fait remarquer que les membres du comité participent de manière active dans différentes orga- nisations a n d’y représenter le CEFO- JB (APFB, FdBB, Lignum Jura bernois, En- ergie Bois Interjura, AOC bois du Jura, Commission cantonale de la chasse, Commission des pâturages boisés du Jura bernois). Dans le cadre de la démis- sion de M. Patrick Zenger au sein du co- mité, il a lancé un appel à l’assemblée au cas où un délégué serait été intéressé à rejoindre le CEFOJB. Ce poste est tou- jours vacant à l’heure actuelle.

M. Rénald Queloz, ingénieur forestier auprès de la DF8 et remplaçant de M. Gérald Montandon auprès de notre as- sociation, a donné des informations gé- nérales sur l’économie européenne et en particulier sur le marché des bois. Il nous informe qu’il n’y a malheureuse- ment pas d’amélioration dans l’immé- diat pour le marché du hêtre. Il a ren- du attentif les propriétaires de forêts qu’il serait toutefois judicieux de limi- ter la coupe de résineux par rapport aux feuillus, et ceci même si la demande de bois résineux est forte et qu’il est dif - cile d’écouler les feuillus. Dans les an- nées futures, le bois-énergie sera plus demandé. Il a aussi suggéré aux proprié- taires de forêts de planter des résineux

aux endroits adéquats tout en évitant les grandes monocultures. M. François Marolf, membre du comité, a quant à lui présenté les points principaux d’une étude sur les dépôts humides potentiels pour le Canton de Berne en cas de catas- trophe dans le Jura bernois. Les endroits retenus sont Tramelan, Péry, Villeret, Court et Crémines. M. Stefan Flückiger, gérant de la PFB, a informé les membres du CEFOJB que, grâce au paiement des cotisations du FdBB, ces derniers seront automatique- ment assurés par une assurance collec- tive pour les propriétaires de forêts et ceci en cas d’accident sur des chemins non étatiques. Il a par ailleurs présen- té brièvement son association et précisé qu’elle ne s’adresse pas uniquement aux collectivités de droit public, mais aussi aux propriétaires privés. Suite à l’intervention de M. Roland Wi- sard, M. Jacques Girardin a informé l’as- semblée que la douane française de Goumois ne permettrait plus le passage de camions et que ceux-ci seraient dé- viés par Delle ou Morteau. Ce compro- mis n’est pas acceptable car il occasion- nerait une augmentation des coûts de transport pour une matière dite écolo- gique. Le député Pierre Amstutz, pré- sent lors de l’assemblée, a d’ores et déjà af rmé que le CEFOJB pouvait compter sur son soutien. Ce dernier point sera sans doute un des sujets dont se préoc- cupera le CEFOJB durant les mois à venir.

64 NOUVELLES FORESTIÈRES

Nouvelles têtes à la Division forestière 8

par Renaud Baumgartner, chef de la DF8

Bienvenue à Philippe Heimann ! Pour remplacer Nicolas Bessire à la DF8, nous avons le plaisir d’accueillir le 1 er août 2011, Philippe Heimann, ingénieur forestier dipl. EPFZ, né en 1976 et ayant grandi à La Neuveville. Après son diplôme, il a travaillé à l’In- ventaire forestier National 3, Silviva et depuis 3 ans chez CSD. C’est à ce titre que nous l’avons rencontré comme chef de projet pour la carrière Tscharner de Ciments Vigier.

Nouveau forestier de triage pour rem- placer le poste laissé vacant par le dé- cès de Samuel Burkhalter au triage Mosaïque, nous avons pu engager Guillaume Schaller, futur garde-fores- tier ES, né en 1986, bilingue français- allemand et actuellement domicilié à Mervelier. Après son apprentissage, il a travaillé plusieurs années en Suisse allemande et

s’est spécialisé en exploitation au câble- grue. Il nous rejoindra le 1 er octobre 2011, dès l’obtention de son diplôme de garde fo- restier.

dès l’obtention de son diplôme de garde fo- restier. P h i l i p p

Philippe Heimann

Nous souhaitons à tous les deux beau- coup de bonheur, de succès et de satis- faction au sein du service forestier du Jura bernois.

satis- faction au sein du service forestier du Jura bernois. Guillaume Schaller Relations publiques du WSL

Guillaume Schaller

Relations publiques du WSL à l’occasion de l’Année internationale de la forêt

Urs Beat Brändli, WSL

A l’occasion de l’Année internationale

de la forêt, les relations publiques sont

au cœur du travail du WSL.

Pour l’occasion, le WSL a réalisé 15 pos- ters qui présentent les résultats du troi- sième IFN. Ils sont actuellement à dis- position sur Internet (www.l .ch). Il est possible de les imprimer en format A4 ou en format poster 70 x 100 cm. Si vous organisez un évènement en rela- tion avec cette année de la forêt, vous pouvez emprunter auprès de l’IFN ou du CODOC certaines séries de posters im- primés sur un support résistant aux in- tempéries. L’année dernière, le WSL a réalisé un lm de 20 minutes sur l’IFN. Vous pou- vez vous le procurer sous forme de DVD

ou de Blue-ray Disc à la Boutique (Shop) du WSL. N’hésitez pas à consulter Inter- net où le lm se télécharge en deux ré- solutions différentes : (www.l.ch/l /l_ lm.php) S’y ajoute la mise en ligne de 1’500 nou- veaux tableaux qui présentent les résul- tats de l’IFN, par cantons et arrondisse- ments forestiers pour nombre d’entre eux : (www.l.ch/resultate).

Vous pouvez nous contacter par e-mail aux adresses suivantes :

urs-beat.braendli@wsl.ch ou fabrizio. cioldi@wsl.ch www.wsl.ch

pouvez nous contacter par e-mail aux adresses suivantes : urs-beat.braendli@wsl.ch ou fabrizio. cioldi@wsl.ch www.wsl.ch

NOUVELLES FORESTIÈRES

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Exploitation forestière et compactage des sols

L’exploitation forestière en relation avec le compactage du sol était le thème abordé lors d’une journée d’in- formations destinée aux ingénieurs, gardes forestiers, entrepreneurs fores- tiers et machinistes travaillant sur des engins à récolter le bois. Organisé par la DF8 au mois de mai dernier, ce cours a été suivi par de nombreuses personnes, soit au total 37 participants.

Organisé en matinée dans la Forêt de Chaindon, le cours s’est poursuivi l’après-midi sur la Montagne de Saules. A la réception de la convocation à cette journée intitulée «Protection des sols en forêt», la question se posait s’il y avait encore de la matière à apprendre… Arrivés au petit matin sur le lieu du cours, les participants ont rapidement pu remarquer que la couleur était an- noncée. Les intervenants du jour, MM. Peter Lüscher, Fritz Frutig (WSL) et Jacques Doutaz (CEFOR Lyss), les atten- daient de pied ferme. Ils avaient mis en place différents moyens didactiques, tous plus intéressants les uns que les autres.

Un rappel pour les uns, une découverte pour d’autres, différentes sortes de sols

forestiers ont été présentés sous forme d’échantillons prélevés dans des fo- rêts de la région. Suivant le type de sol, il était très facile de voir les différences d’épaisseur de la couche d’humus et de la terre minérale qui se trouvent en-des- sous. Aussi spectaculaire, l’importance de la faune édaphique dans le sol avec toutes sortes de décomposeurs qui réduisent en poussière la faune forestière. Pour une fois, de leurs propres yeux, les parti- cipants ont pu se rendre compte du tra- vail indispensable des lombrics qui, pour l’occasion, étaient en plein travail, vi- sibles derrière une paroi en verre !

S’en sont suivis de petits déplacements dans la Forêt de Chaindon vers des em- placements où des machines forestières avaient circulé, creusant les différents types d’ornières qui ont été classées de un à trois, trois étant la plus profonde. Pour la démonstration, différents pro- ls étaient creusés, offrant la possibilité de voir les conséquences sous la surface du sol lorsque celui-ci subit des passages d’engins.

Une expérience particulièrement par- lante a été faite sur la Montagne de

par- lante a été faite sur la Montagne de Saules, dans un secteur de forêt où

Saules, dans un secteur de forêt où a eu lieu une coupe de bois le printemps der- nier. Une boîte de conserve sans fond a été enfoncée à moitié dans un sol qui n’a pas subi de passage d’engin tandis qu’une même boîte a été mise où quatre passages de véhicules forestiers ont été effectués. D’un simple regard, les traces de ces passages étaient à peine visibles. Les deux boîtes de conserves ont été remplies d’eau. La différence de vitesse d’in ltration de l’eau est sans appel…! L’eau de la boîte déposée sur le terrain non tassé s’est écoulée beaucoup plus rapidement que dans l’autre boîte, à tel point que certains participants ont de- mandé à refaire l’expérience de A à Z une deuxième fois, pour être bien sûrs qu’ils n’avaient pas été bernés !

L’objectif de cette journée d’instruction n’était pas d’interdire l’exploitation de bois avec des machines modernes, mais bien de sensibiliser les professionnels de la forêt sur les conséquences d’un tasse- ment exagéré du sol.

Pour permettre une exploitation per- formante des bois et également de ter- miner la journée sur une note positive pour les exploitants de la forêt, les ins- tructeurs du jour ont apporté diffé- rentes solutions en présentant des types de dévestiture ainsi que la conception de différents véhicules modernes d’ex- ploitations plus ou moins favorables à une conservation durable du sol.

66 NOUVELLES FORESTIÈRES

Parc Chasseral en liesse pour fêter la nature et l’histoire

Le Parc Chasseral était en fête le wee- kend du 21 et 22 mai dernier. Le Parc Chasseral, les communautés menno- nites et une trentaine d’associations et de privés de la région ont proposé plus de 50 animations, balades, stands, vi- sites et concerts aux Prés de Cortébert, sur les hauteurs au Sud de Cortébert et de Corgémont. Plus de 1000 personnes se sont rendues à une ou plusieurs ani- mations.

Pour la plupart, les animations étaient tournées vers la nature et le tourisme ré- gional. Toutefois, une large place était réservée à la présentation des commu- nautés anabaptistes et mennonites. Un point fort de ces journées, a été l’inauguration d’un pont pour randon- neurs, sur le même site que le pont d’ori-

pour randon- neurs, sur le même site que le pont d’ori- J e a n -

Jean-Pierre Gerber et son œuvre lors de l’inauguration du Pont des Anabaptistes

gine du fameux Pont des Anabaptistes, connu bien loin à la ronde.

Le lien qui lie ces communautés et les paysages actuellement encore visibles dans les montagnes du Jura bernois est très fort. Les familles mennonites sont venues habiter dans les hauts de la ré- gion dès le 16ème siècle. Dans cette ré- gion au climat hostile, ils ont participé activement à la mise en valeur de terres agricoles en déboisant certains secteurs et par l’épierrage du sol. Nos somptueux pâturages boisés en sont le résultat.

D’autres activités ont été mises en place avec, à la clé, différents thèmes, notam- ment le pâturage boisé «roi du Jura», l’épicéa, la découverte des oiseaux de la région.

Mont-Soleil et énergies renouvelables – le bois est-il oublié ?

Par P.-Y. Vuilleumier

– le bois est-il oublié ? Par P.-Y. Vuilleumier L’énergie éolienne et solaire, à quand une

L’énergie éolienne et solaire, à quand une place pour le bois ?

Le 11 mars dernier, un tremblement de terre sans précédent ravagea une par- tie du Japon avec les conséquences que l’on connaît. Cet événement ne man- qua pas de repositionner l’avis de nom- breuses personnes sur notre approvi- sionnement en énergie.

Le jeudi 26 mai 2011, le Conseil fédéral décide de clore à terme notre approvi- sionnement en énergie électrique pro- duite avec les centrales nucléaires de notre pays.

Dans le Jura bernois, sur les hauteurs de Saint-Imier, TERRE D’ENERGIES, se trouve un sentier didactique sur les énergies renouvelables. Il est connu loin à la ronde. Toutefois, malgré son emplacement dans cette magnique Chaîne juras- sienne fortement boisée, il n’y a pas trace de centrale alimentée au bois pou- vant produire à la fois chaleur et électri- cité.

Pourtant, notre région forestière recèle de grosses réserves de bois pouvant ga- rantir un approvisionnement à long terme. Elle a d’ailleurs un des taux de boisement les plus élevés de Suisse, avec un volume de bois par hectare au-dessus de la moyenne.

Une telle réalisation dans la contrée se- rait une aubaine. Elle pourrait présenter des atouts supplémentaires que sont la découverte d’une nouvelle énergie par les visiteurs, l’utilisation d’une matière première renouvelable qui est exploitée dans les environs immédiats par de la main-d’œuvre locale et la diminution de la dépendance à des produits exotiques.

C’est peut-être le moment opportun pour les autorités régionales et les so- ciétés qui produisent de l’énergie de se lancer dans ce nouveau dé, qui, soit-dit en passant, fonctionne déjà depuis de nombreuses années dans les pays nor- diques !

NOUVELLES FORESTIÈRES

67

Douane de Goumois, la situation s’est débloquée

Rénald Queloz, ingénieur forestier DF8

La décision des douanes françaises de fermer le poste de douane de Goumois, à l’exception des grumes provenant de la zone la plus proche de la frontière, avait provoqué de vives réactions dans le monde forestier concerné par cette mesure. Le Cercle forestier du Jura bernois, de concert avec les autres associations,

a vivement réagi en interpellant les

douanes suisses. Il a aussi demandé aux scieurs du Plateau de Maîche, via l’as- sociation française pour l’AOC Bois du Jura, d’intervenir pour que leur approvi- sionnement en grumes ne soit pas per- turbé. La situation s’est débloquée n mai 2011. Après concertation, les douanes

françaises sont d’accord avec le principe de passage du bois en grume par Gou- mois, en provenance de toute la Suisse. Toutefois, cette clause n’est valable que pour les livraisons à destination des scie- ries du «Plateau de Maîche» et environs. Une histoire qui se termine bien mais qui aurait pu sérieusement nuire à la compétitivité de nos bois.

AFJB Jean-Michel Jubin arrive au terme de son mandat

Par Pierre-Yves Vuilleumier

L’Association des forestiers du Jura-ber- nois a tenu ses assises annuelles le 27 mai dernier à Court.

En l’honneur de son ancien et regret- té collègue Samuel Burkhalter, décédé des suites d’un accident à la n de l’an- née 2010, les membres de l’Assemblée ont observé une minute de silence. Sam aurait fêté son 54 ème anniversaire le jour même.

Il ressort nettement des débats que la main-d’œuvre forestière se raré e avec le temps. A cela s’ajoute l’âge moyen des ingénieurs et gardes forestiers qui ne cesse de s’élever, tout comme l’âge des entrepreneurs forestiers de la ré- gion. Une des causes majeure de cette péjo- ration de situation est comme toujours l’argent; si le propriétaire de forêt n’a pas d’entrées d’argent suf santes, telle la location d’une carrière, la construc- tion d’une route dans son massif fores- tier ou autres, il lui est dif cile d’investir dans des travaux d’entretien ou d’en- gager du personnel à l’année. Pour une partie du personnel forestier, les salaires et les prestations sociales ne sont pas aussi attractifs que dans d’autres profes- sions. C’est un problème avec lequel il faudra

penser à l’avenir si l’on veut garantir la pérennité des métiers de la forêt et par

là même, d’offrir aux propriétaires de

forêts une main-d’œuvre qualiée pour l’entretien de son patrimoine.

au triage de Moron, a été d’accord de reprendre le poste ad intérim pour une durée de deux ans au maximum. Autres changements dans le comité, Bernard Criblez laisse son fauteuil à Da- vid Grosjean, tandis que Philippe Mottet reprend la place de Jean-Charles Noir- jean, nommé président.

Dans le chapitre de la sécurité au travail, suite à la campagne de sensibilisation mise en place par la SUVA, « Le lieu de retraite : mon assurance-vie », le constat réjouissant est fait que les accidents qui arrivent dans le secteur de la projection de la couronne sont en nette diminu- tion…

Dans un même ordre d’idée, l’Ortra Fo- rêt doit faire face à un dé cit dans ses comptes annuels en raison de la diminu- tion d’entreprises forestières et d’em- ployés.

Renaud Baumgartner, chef de la DF8,

a informé les membres que la révision

de la Loi cantonale sur les forêts est en cours et qu’elle sera prochainement mise en consultation. Après douze ans de bons et loyaux ser- vices, Jean-Michel Jubin quitte la pré- sidence, conformé- ment aux statuts en vigueur. Pascal Cot- ting, membre du co- mité, n’a pas manqué de le remercier pour le grand travail ac- compli tout au long de ces nombreuses années. Jean-Charles Noir-

jean, garde forestier

long de ces nombreuses années. Jean-Charles Noir- jean, garde forestier L’ancien et le nouveau président de

L’ancien et le nouveau président de l’AFJB

68 NOUVELLES FORESTIÈRES

Berthoud et l’Année internationale de la forêt

Bourgoisie de Berthoud

Dans le cadre de l’Année internatio- nale de la forêt en 2011, Berthoud pré- sente un programme varié. Le projet « KUNSTWALDRAUM » – Forêt, espace artistique – cherche à transmettre des aspects connus, inconnus, surprenants mais aussi dérangeants sur nos forêts. Ce projet met en scène la forêt, la place au centre des discussions, insiste sur sa fonction de fournisseur indispensable de matières premières et d’espaces protecteurs, montre le conit entre les notions d’«utilisation» et de «protec- tion» et pose la question de la marge de manœuvre des propriétaires de forêts. Ce projet s’adresse à un large public.

Deux cycles – celui de l’art et celui de la nature – constituent le cœur du projet :

Le cycle de l’art Le «cycle de l’art» débutera le 6 août 2011 par un vernissage à la Grenette de Berthoud. Jusqu’au 24 septembre 2011, dans le centre-ville de Berthoud, les vi- siteurs pourront vivre des moments ar- tistiques forts sur le thème de la forêt, avec notamment une exposition dévoi- lant des clichés du célèbre photographe naturaliste Heinrich Gohl.

Les artistes sur bois et les sculpteurs Beat Breitenstein, Max Roth et Urs-P. Twell- mann travailleront en direct sur leurs œuvres pendant la durée de l’exposi- tion.

Le créateur d’objets Peter Wüthrich nous invite dans son univers surprenant et original avec son «agencement de livres», présenté dans le cadre roman- tique du Staldenkehr à Berthoud.

Thomas Ruch orne la vieille ville de Ber- thoud avec ses drapeaux : ses impres- sions sur bois nous révèlent la richesse de ses conceptions des arbres. La gale- rie KUNSTWALDRAUM, conçue spécia- lement pour cet événement, met à dis- position l’espace nécessaire pour des rencontres et des échanges et présente les œuvres et les travaux d’autres ar- tistes.

Le cycle de la nature Le «cycle de la nature» emmène les vi- siteurs sur une promenade en boucle, appelée «Docteur Gysnauer», passant par le «Färnstu» et les quatre falaises de grès bien particulières de Berthoud. L’itinéraire, clairement indiqué, longe celui du réseau des chemins pédestres

Un large programme, composé de mul-

– pour les adeptes de culture : offres «land art» et «gravure sur bois» – pour les enfants et le reste de la famille : journée familiale avec la Banque can- tonale bernoise. Des émissions télévisées et radiopho- niques sont prévues (SF, DRS).

bernois. On y découvrira divers types de forêts, des méthodes de traitements

Les festivités se termineront le same-

particulaires de la forêt et bien d’autres

di

24 septembre 2011 par un feu d’ar-

choses encore. L’attrait de la balade est-

ti

ce. La forêt de Binzberg sera illumi-

mis en valeur par des points de vue ma- gni ques sur Berthoud et l’Emme!

tiples offres, complète les cycles de l’art et de la nature pour approfondir le thème de la forêt. Parmi les sujets :

née de mille et une couleurs. Mais au préalable, l’artiste Daniel Zimmermann, connu pour ses performances et ses ins- tallations, célèbrera son «Hommage à Roman Signer». Un spectacle d’un autre genre, incomparable et inoubliable.

– pour un large public : sorties théma- tiques en forêt sur le sentier du cycle de la nature, – pour les spécialistes et les responsables politiques : différentes excursions,

Des informations complémentaires sont disponibles sur www.kunstwaldraum. ch.

politiques : différentes excursions, Des informations complémentaires sont disponibles sur www.kunstwaldraum. ch.

REPORTAGE

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La Société forestière bernoise découvre la Gürbe supérieure

Par Werner Kugler et Pierre-Yves Vuilleumier

Le comité de la Société Forestière Ber- noise (Bernischer Forstverein) a mis sur pied la sortie annuelle des membres et amis de la société le 13 mai dernier avec pour thème, «l’Excursion technique dans la Gürbe supérieure» dans la ré- gion de Wattenwil. Le nombre de personnes qui ont pris part à la journée est très réjouissant, cela re ète probablement la grande qualité des objets visités au l de ces dernières années ainsi que l’intérêt à l’objet proposé.

L’excursion a été préparée par l’équipe de la Division forestière 5 Bern – Gan- trisch, avec à sa tête Philipp Mösch, Chef de division.

trisch, avec à sa tête Philipp Mösch, Chef de division. La Gürbe supérieure est une rivière

La Gürbe supérieure est une rivière qui prend sa source dans la région du Gan- trisch, elle compte de nombreux af- uents. La région que traverse ces ri- vières est souvent escarpée et surtout très instable sur le plan géologique. De nombreux glissements de terrains d’en- vergure caractérisent cette région.

De la pente, parfois beaucoup d’eau, un terrain instable avec des zones habi- tées en contrebas… si rien n’est entre- pris, tous les facteurs sont réunis pour en arriver, un jour ou l’autre, à une ca- tastrophe pour les personnes et les biens

Les organisateurs de la journée !

situés en aval et dans la région parcou- rue par la Gürbe. Les travaux entrepris dans le secteur ont débutés il y a déjà cent ans. Ils se sont concentrés sur deux fronts :

– une sylviculture favorable à la stabili- sation du terrain – la construction d’ouvrages destinés à la maîtrise des eaux et à la stabilisation du terrain

Certains disent que la Gürbe supé-

rieure est la

rivière la plus chère de

la Gürbe supé- rieure est la rivière la plus chère de notre pays ! Les montants

notre pays ! Les montants déjà inves- tis pour sécuriser le secteur se montent

à 50 millions de francs. A la suite d’un

évènement naturel majeur ou rien n’au- rait été entrepris, il pourrait en résulter une facture de 100 millions de francs, sans compter les éventuelles pertes hu-

maines.

Le type de projet a dû être adapté aux exigences de la nouvelle péréquation - nancière. Une collaboration est absolu- ment nécessaire entre les communes, les autorités qui subventionnent, le syndi- cat des eaux, les propriétaires de forêts, le service forestier et pour l’eau, l’Ofce des ponts et chaussées.

D’autres aspects délicats sont à prendre en compte avec toujours plus d’impor- tance, les milieux de la protection de la nature, du tourisme et de la réception des eaux au pied du massif forestier.

Le comité pro te de ce petit compte- rendu pour remercier très sincèrement

l’équipe qui a mis cette sympathique et très instructive sortie. Par la même occa- sion, il invite les membres proches de la forêt, notamment ceux du Jura bernois,

à participer aux prochaines excursions.

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AGENDA

Foire forestière internationale Lucerne 2011

Extrait du CP du 6 mai 2011. La 21e Foire forestière internationale aura lieu du 18 au 21 août 2011 à l’Allmend, Lucerne. Avec plus de 280 exposants actifs dans le domaine de l’économie forestière, il s’agit de la plus importante manifes- tation du secteur de la forêt et du bois organisée en Suisse. La ressource re- nouvelable qu’est le bois provenant des forêts indigènes acquiert de plus en plus d’importance. En période de catas- trophes naturelles, la nature et la dura- bilité deviennent prioritaires et sont de ce fait au centre de l’attention.

Les points forts de l’édition 2011 de la Foire forestière internationale :

– l’exposition spéciale «Rendez-vous Forst, Forêt, Foresta».

– un congrès professionnel organisé par l’Economie forestière suisse (EFS), il abordera cette année le thème de la politique forestière en matière de sur- face. – le 9e Championnat suisse de bûche- ronnage fera, quant à lui, voler les co- peaux. Un concours passionnant et spectaculaire aura ainsi lieu le ven- dredi, sur le terrain en plein air de l’Allmend. Nos régionaux Philippe et Urs Amstutz défendront le canton de Berne à ces épreuves. – un championnat de débitage de bois, compétition pour laquelle précision et force musculaire sont requises. A cette occasion, les participants s’af- fronteront en deux manches et de- vront fendre huit bûches chacun, sous la pression du temps.

Rendez-vous est donné du 18 au 21 août 2011, de 9 à 17 heures Infos: www.forstmesse.com

21 août 2011, de 9 à 17 heures Infos: www.forstmesse.com Cours 2011 du Groupe jurassien de

Cours 2011 du Groupe jurassien de sylviculture

Le Groupe jurassien de sylviculture, Communauté du peuplier et des bois précieux, met sur pied un cours de syl- viculture dans les forêts de Cortaillod (NE). Cette année, l’objectif du cours est le martelage de bois a n d’optimaliser conjointement les aspects économiques, écologiques et sociétaux.

Les exercices se dérouleront en forêt sur un marteloscope installé sur 1 ha et per- mettront de procéder au martelage con- formément à l’objectif xé.

Après avoir traité les informations élec- troniquement, les groupes pourront comparer leur martelage sur place le jour même. Les discussions s’annoncent fournies.

Finance d’inscription unique pour les membres de la CPP, du Réseau et du GJS : CHF 150.- (y.c. le repas)

Lieu du cours:

Forêt communiale de Cortaillod (NE)

Date du cours

1 jour à choix: le 23 sept. le 27 ou le 28 oct. 2011

Langue:

français et allemand (traduction assurée)

 

Pascal Junod, ing. forestiier d’arrondissement + Centre de compé- tence en sylviculture

Partenaires:

Laurent Ribeaux, garde forestier

Coordination et

 

organisation:

J.-Ph. Mailand, Moutier

Délai d’inscription:

30 août 2011

Inscription par

CEFOR-Lyss, Case postale 252, 3250 Lyss, à l’att. de Cécile Krumm

poste :

par fax :

CEFOR-Lyss 032 / 387 49 30

par courriel :

krumm@cefor.ch

Activités, manifestations ouvertes au tout public

AGENDA

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Année 2011

Activité, manifestation

Organisation, lieu

 

Pour l’année internationale de la forêt 2011 :

 

6 août au 24 septembre

« KUNSTWALDRAUM »

Bourgeoisie de Berthoud, Berthoud

18

au 21 août

21 e Foire forestière internationale Lucerne 2011

ZT Fachmessen AG, Lucerne

21

septembre à 20h15

Conférence de Jean-Philippe Schütz La forêt au carrefour d’intérêts multiples : chance ou malédiction ?

Université populaire Neuchâteloise, Aula de l’Université de Neuchâtel, entrée libre

24

au 27 novembre

Foire Suisse Maison et Energie

BEA bern expo AG, Bern www.hausbaumesse.ch

Activités, manifestations pour public-cible

Année 2011

Activité, manifestation

Organisation, lieu

21

juin

Réunion de service

DF8, Court

30

août

Réunion de service

DF8

12

au 16 sept.

Cours Mobi E28

DF8 + EFS, lieu à dénir

19

au 23 sept.

Cours Mobi E28

DF8 + EFS, lieu à dénir

 

Cours sur les différentes répercutions du martelage

Groupe Jurassien de sylviculture, Cortaillod (NE)

23, 27, 28 sept.

(1 jour au choix du participant)

Les dates des activités mentionnées nous sont fournies par les organisateurs. La rédaction décline toute responsabilité en cas d’annulation ou de report de ladite activité.

Echéancier pour la prochaine parution :

Prochaine parution Forêt bernoise no 4 – 2011 :

n août 2011

Dernier délai pour la réception des articles :

15 juillet 2011 (vacances)

Renseignements pour la partie francophone de la Forêt bernoise :

Division forestière 8 :

tél. :

032 – 481 11 55

divisionforestiere8@vol.be.ch

portable :

079 – 222 45 86

Pierre-Yves Vuilleumier :

pierre-yves.vuilleumier@vol.be.ch

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