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55 || 20112011 OktoberOktober || octobreoctobre

Berner Wald

Forêt Bernoise

98 INHALT

SOMMAIRE

NR. 5, 42 Jahrgang

N°5, 42 ème année

99 Ausbildungsbetriebe gesucht! 100 Der Berner Forstbranche fehlen in Zukunft die Forstwarte! 112 On cherche
99
Ausbildungsbetriebe gesucht!
100
Der Berner Forstbranche fehlen in Zukunft
die Forstwarte!
112
On cherche des entreprises de formation!
114
Nouveau site Internet de l‘OFOR
101
Im Gespräch mit ausbildenden Forstunternehmern
114
103
Gesuchte Ausbildungsplätze in Kürze
Les résultats de l’inventaire forestier national 3 (IFN3)
pour le Jura bernois (dernière partie)
105
Schutzwaldp ege kostet weniger als Verbauungen
115
Championnat suisse de bûcheronnage professionnel:
105
Waldsonderschau an der „NeuLand“ in Thun
belle performance des bernois
106
Neue Professur für Waldbau und Waldwachstums-
kunde an der SHL
116
Championnat du monde Stihl Timbersports Series
116
107
Holzmarktempfehlungen der Kantone Aargau,
beider Basel, Bern und Solothurn
Concours de photos pour les apprentis
forestiers-bûcherons
117
Torée géante et saucissons
108
Politik trifft Wald
117
DANGER D’INCENDIE EN FORÊT
109
Kurs Feuer, Wasser, Bergung
118
A la découverte de mystérieuses inscriptions
110
Einladung zur GV der HVG Wohlen und Nachbargde.
118
2011 Une année à fruits et à graines
110
Einladung zur HV des Verbandes konolf. Wald-
besitzer
119
Agenda
119
10 e Foire Maison et Energie 2011
111
Informationen BWB
112
Kurznachrichten BWB
IMPRESSUM
Berner Wald
Mitteilungsblatt
der Berner Waldbesitzer BWB
des Verbandes Berner Forstpersonal
des Bernischen Forstvereins
Forêt Bernoise
Journal
des Propriétaires de forêts bernois PFB
l‘association des forestiers du Jura bernois
la société forestière bernoise
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Prix d‘abonnements par an
CHF 15.-, abonnements collectifs CHF 10.-
Nächste Nummer
Redaktionsschluss: 30. November 2011
Erscheint ca. Ende: Ende Dezember 2011
Prochaine édition
clôture de rédaction 30 septembre 2011
parution env. fin octobre 2011
Erscheint jährlich sechsmal
Paraît six fois par an
Titelbild: : Forstwart bei der Lehrlingsausbildung

EDITORIAL

99

Ausbildungsbetriebe gesucht!

Simon Rieben, Präsident des Verbands Berner Forstpersonal VBF

Rieben, Präsident des Verbands Berner Forstpersonal VBF Ein Försterkollege war während eines Praktikums in

Ein Försterkollege war während eines Praktikums in Bulgarien. Es ging in die- sem Projekt darum, die forstliche Ausbil- dung der Waldarbeiter zu unterstützen. Bulgarische Akademiker mit viel Fach- wissen aber ohne Erfahrung in der Mo- torsägenhandhabung bildeten langjäh- rige Waldarbeiter aus. Die „praktische“ Ausbildung fand mehrheitlich im The- orielokal statt. Erschwerend kam dazu, dass die Waldarbeiter mehrheitlich ei- ner anderen Volksgruppe mit eigener Sprache angehörten und kaum oder gar nicht lesen konnten. Eine absurde Situa- tion! Dieses Beispiel aus dem Jahr 2005 zeigt uns auf, wie gut unser Schweizer Bildungssystem funktioniert. Tatsäch- lich kann unsere Forstbranche auf eine Vielzahl von Forstberufen mit Weiterbil- dungsmöglichkeiten und qualitativ gu- ten Bildungsstätten blicken.

Die Aussicht auf eine freie Stelle nach abgeschlossener Ausbildung hat in den Neunziger Jahren einen Schatten über die Forstberufe geworfen. Nach 20 Jah- ren Betriebsverkleinerungen und Re- vierzusammenlegungen sind die Perso- nalbestände wieder auf einem Stand, wo einige Stellenabgänger wieder durch neue Leute ersetzt werden müs- sen. Junge Forstwarte nden meistens

bei Forstunternehmern eine Stelle und im öffentlichen Wald wird hie und da auch wieder ein Pensionierter ersetzt. In den nächsten 10 Jahren werden im Kan- ton Bern sehr viele Förster pensioniert, für sie braucht es demnächst Nachschub an menschlicher Arbeitskraft.

Grosse Auswirkungen auf das regiona- le Angebot an Ausbildungsplätzen hat die Waldbesitzerstruktur. In den Regio- nen Thun, Gantrisch, Oberaargau und Seeland gibt es ziemlich viele öffentli- che Forstbetriebe mit Lehrstellen. In den Gebieten Emmental und Oberland West sieht es mit Lehrstellen im Verhältnis zur Wald äche aschgrau aus. Und just aus diesen bäuerlichen Gebieten des Em- men- und Simmentals gäbe es viele mo- tivierte und fähige Schulabgänger, die den Beruf Forstwart sehr gerne erlernen würden.

Die Forstbranche hat sich schleichend verändert und die Veränderung ist noch lange nicht abgeschlossen. Betriebe sind kleiner geworden und etliche Kleinbe- triebe sind verschwunden, dafür konn- ten die Forstunternehmer wachsen. So hat sich das Arbeitsvolumen deutlich von den Betrieben in Richtung Forstun- ternehmer verschoben. Forstwartler- nende werden aber im deutschsprachi- gen Teil des Kantons Bern in der Regel von Forstbetrieben ausgebildet, gleich- zeitig gibt es nur wenige Forstunterneh- mer, die sich mit der Berufsbildung be- schäftigen. Merken Sie etwas? Genau! Die Rechnung geht bald nicht mehr auf. Die Lehrstellen drohen zurückzu- gehen und wir brauchen mit der neu- en Forstingenieurausbildung noch mehr Ausbildungsplätze als vorher. Die neue Generation startet via Matur oder Be- rufsmatur und wer nicht Forstwart ge- lernt hat, muss ein jähriges Vorstudien- praktikum im Wald absolviert haben. Die forstliche Bildung vom Forstwart bis zum Forstingenieur FH ist an sich eine erfreuliche Sache. Leider wird das be- schränkte Ausbildungsplatzangebot

nun zu einem Gotthardtunnel im Stras- senverkehr. Alles vom Forstpraktiker EBA (ehem. Anlehre) bis zum Forstinge- nieur FH muss durch das Nadelöhr Aus- bildungsplatz.

Was tun, um mehr Ausbildungsplätze zu schaffen? Der Gewerkschafter wür- de fordern, dass der Staat oder der Ber- ner Waldbesitzer Verband Lehrstellen schaffen muss. Der Liberale würde es ge- lassen sehen, da der Markt früher oder später eh alles regelt. Und irgendwo zwischen diesen unrealistischen Extrem- positionen muss unsere Branche eine Lösung suchen.

Es gibt bald noch mehr Veränderun- gen: Im Sinne des Berufsbildungsgeset- zes aus dem Jahr 2002 wird das Kanto- nale Amt für Wald die Organisation der Forstwartbildung schrittweise der Or- ganisation der Arbeitswelt BE (OdA Wald BE) übertragen. Organisationen der Arbeitswelt gibt es in (fast) jeder Branche. Sie bestehen in der Regel aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbän- den, im Kanton Bern also aus dem „Ver- band Berner Forstpersonal“, dem Ver- band „Berner Waldbesitzer“ und dem „Verband Berner Forstunternehmer“. Halt! Den „Verband Berner Forstunter- nehmer“ gibt es leider noch gar nicht. So fehlt in unserer Arbeitswelt leider noch ein wichtiger Partner bei der Ge- staltung der Berufsbildung. Forstunter- nehmer sind geschäftstüchtige und ini- tiative Leute, die in unserer Branche viel zum technischen Fortschritt und immer mehr an Arbeitsleistung beitragen. Des- halb ist die vermehrte Beteiligung der Unternehmer an der Berufsbildung in naher Zukunft unausweichlich.

Ja, das ist einfacher gesagt als getan. Denn „den Unternehmer“ gibt es nicht. Es gibt Firmen, die bis zu 10 gelern- te Forstwarte beschäftigen und es gibt Landwirte, die im Winter zu Zweit oder Dritt auf eigene Rechnung einen oder zwei Holzschläge ausführen. Selbstver-

100

FOKUS

ständlich können lange nicht alle Forst- unternehmer die Voraussetzungen zur Ausbildung eines Lehrlings erfüllen. Es braucht einen geeigneten Berufsbildner (früher: Lehrmeister) und genügend An- gestellte im Betrieb, die mit einem Lehr- ling oder Praktikanten umgehen kön- nen. Einen Lehrling oder Praktikanten zu haben bedeutet viel gewissenhafte praktische Ausbildung am Objekt, Kurs- besuche machen, Lehrlingsgespräche führen, Beurteilungen vornehmen und Lerndokumentationen (Arbeitsbuch) korrigieren. Zudem muss der Lehrling

auch in der P anzung und P ege aus- gebildet werden können. Das alles ist nicht wenig. Aber der Berner Jura be- weist uns, dass sich Unternehmer in ge- wichtiger Form an der Berufsausbildung beteiligen können: Vier von sieben Aus- bildungsbetrieben sind im welschen Kantonsteil Forstunternehmer!

Zum UNO-Jahr des Waldes wünsche ich mir öffentliche Betriebe, die weiter- hin zu Ihren Ausbildungsplätzen stehen und die Lehrstellen nicht im Zuge tun- nelblickartigen Betriebsoptimierungen

zur Schlachtbank führen. Ich wünsche mir mutige Forstunternehmer, die sich dem Beispiel ihrer vorbildlichen bereits ausbildenden Kollegen anschliessen. Ich wünsche mir aber auch Waldbesitzer, die die Ausbildungsbetriebe mit Arbeit zu fairen Konditionen unterstützen. Zu guter Letzt wünsche ich mir vom Gesetz- geber und von der Unfallversicherungs- gesellschaft, dass sie auf übersteigerte Au agen und Administration verzich- ten, um nicht Lehrstellen zusätzlich zu gefährden.

Der Berner Forstbranche fehlen in Zukunft die Forstwarte!

Von Norbert Hildebrand, Fachlehrer Forstwarte

Fakten Die Fachgruppe Forstwarte 1 der beiden Berufsschulen bzi und BWZ stellt fest, dass zur Zeit der Schnitt der Berner Ab- gänger (dt.) auf 22 gesunken ist. Wir machen uns zunehmend Sorgen um den forstlichen Nachwuchs im Kanton Bern. Das Ziel im Berner Wald ist gemäss Leit- bild KAWA vom 2006 die Nachhaltigkeit aller Waldfunktionen.

Vor allem die Nutzung und die Schutz- waldp ege im Voralpengebiet bis in den Gebirgswald bedürfen einer Per- sonalintensivierung. Sonst drohen In- stabilität im Schutzwald und Nachschu- bengpässe auf dem Nadelholzmarkt noch zuzunehmen. In vielen Regionen des Kantons Bern sind die Einsatzmög- lichkeiten von modernen Holzerntema- schinen eingeschränkt. Nach dem neus- ten Landesforstinventar stehen 28% des Gesamtvorrates in den Alpen und 24% in den Voralpen. Der durchschnitt- liche Vorrat hat in dieser Periode auf 364 m3 pro ha zugenommen. Hier war- tet viel Arbeit auf ausgebildetes Forst- personal. Forstbetriebe und Forstunter- nehmungen werden tendenziell grösser und spezialisierter, daher ist die Branche auch auf genügend weiterbildungswil- lige Berufsleute wie Berufsbildner, Vor- arbeiter, Forstmaschinenführer und Seil- kraneinsatzleiter angewiesen.

Forstdienst Die jungen Fachkräfte braucht es nicht nur in Forstbetrieben und bei Unterneh- mern, sondern zukünftig auch in leiten- den Positionen. In nächster Zeit werden etliche Förster in Pension gehen. Der Be- darf an forstlichen Kaderleuten im Kan- ton Bern wird zunehmen. Um den Be- darf zu decken, braucht es genügend Abgänger der Lehrgänge Förster/in HF und Forstingenieur/in FH. Einerseits stel- len wir fest, dass trotz weniger Schulab- gängern das Interesse an den forstlichen Berufen immer noch gross ist. Ander- seits müssen wir aber auch zugestehen, dass nicht alle, die eine Forstwartausbil- dung einschlagen möchten, einen Aus- bildungsplatz nden. Im Kanton Bern fehlen nicht nur die Forstwarte, sondern auch genügend Ausbildungsplätze, um diese auszubilden!

Abwanderungsrate

Ein weiteres Problem kommt zu den be- scheidenen Nachwuchszahlen dazu. Die hohe Abwanderungsrate beim Forst- wartberuf ist nämlich nicht alleine auf die körperlich strenge und gefährli- che Arbeit zurückzuführen, sondern hat auch mit den Anstellungsbedingun- gen zu tun. Das Lohnniveau differiert je nach Region und Arbeitgeber stark. Es gibt Forstwarte, die sich mit der Grün-

dung einer Familie aus nanziellen Gründen vom Beruf verabschieden müs- sen.

Was muss sich ändern? Die Fachgruppe Forstwarte ist über- zeugt, dass die Holzbranche in der Schweiz gute Zukunftsaussichten hat. Darum braucht es auch junge Forstleu- te, die den Nachwuchs garantieren. Handlungsbedarf sehen wir bei

den Arbeitsbedingungen der Forstwarte beim Angebot der Ausbildungsplätze der nanziellen Belastung der Lehrbe- triebe. Diese darf nicht weiter anstei- gen. der Beteiligung der Forstunternehmer an der Ausbildung, sei es als Lehrbetrieb oder im System des Lehrverbundes der Berufswerbung an regionalen und kantonalen Anlässen

1) Die Fachgruppe Forstwarte be- steht aus den Fachlehrern Forst- warte der beiden Berufsschulen bzi und BWZ. Mitglieder sind: Norbert Hildebrand, Adrian Stettler, Ralph Malzach und Rolf Lüscher

FOKUS

101

Im Gespräch mit ausbildenden Forstunternehmern

Die Unternehmer Kurt Hefti aus Lauenen und Alfred Geissbühler aus Leuzigen befragt im August / September 2011 von Simon Rieben (die Gespräche wurden einzeln geführt).

von Simon Rieben (die Gespräche wurden einzeln geführt). Kurt Hefti, Hefti und Ryter AG, Lauenen Seit

Kurt Hefti, Hefti und Ryter AG, Lauenen

Seit wann bildet Ihr Lehrlinge aus? Kurt Hefti: Seit 1993 habe ich mich an der Ausbildung der Lehrlinge beteiligt, die in einem Staatsforstrevier (Kreis- forstamt 4) angestellt waren. Die Lehr- linge haben mehrere Monate pro Jahr in meiner Unternehmung gearbeitet. Seit 2001 laufen die Lehrverhältnisse ganz über die Forstunternehmung.

Alfred Geissbühler: 1982 begann ich Lehrlinge im Austausch mit dem Forst- revier auszubilden. 1989 habe ich den Lehrmeisterkurs gemacht, seither laufen die Lehrlinge ganz über meinen Betrieb.

Was hat Euch dazu bewogen, als Forst- unternehmer eine Lehrstelle anzubie- ten? Kurt Hefti: Mit der teilweisen Über- nahme eines Lehrlings des damaligen Staatsforstreviers bin ich in die Lehr- lingsausbildung gerutscht. Die Initiative kam damals vom Staatsförster. Daneben hatte ich als WVS-Instruktor einen gu- ten Bezug zur Ausbildung. Ich bilde Ler- nende aus, weil man in der Branche kei- ne gut ausgebildeten Forstwarte haben kann, wenn sie niemand ausbildet.

Alfred Geissbühler: In der Ausbildung kann man nicht einfach auf die anderen zählen, man muss selber handeln, wenn man ausgebildete Forstwarte auf dem Markt haben will. Ich arbeite zudem gerne mit jungen Leuten.

Wo liegen die Schwierigkeiten beim Integrieren eines Lehrlings in den Forst- betrieb? Kurt Hefti: Die Schwierigkeiten lie- gen klar bei der Mobilität. Überregi- onale Aufträge mit langem Reiseweg oder Übernachten sind mit Lehrlin- gen schwierig. Der Lehrling muss regel- mässig in die Berufsschule können und der Ausbildner kann den Minderjähri- gen nicht nach Feierabend „hüten“. Die Lehrlinge müssen auch bei allen Forst- arbeiten und nicht nur in der Holzern- te ausgebildet werden können. Dazu braucht es auch entsprechende Aufträ- ge der Waldbesitzer.

Alfred Geissbühler: Es gibt keine Schwie- rigkeiten.

Wie werden diese Schwierigkeiten in Deinem Forstunternehmen gelöst? Kurt Hefti: Ich habe den Vorteil, dass ich meine Aufträge in der Region habe. Die regionalen Förster helfen bei der Arbeitsvergabe mit, dass ich als Ausbil- dungsbetrieb ausser der Holzernte auch andere Forstarbeiten erhalte.

Welche Vorteile ergeben sich für den Forstunternehmer, wenn er Lehrlinge ausbildet? Kurt Hefti: Ein guter Lehrabgänger bleibt auch mal im Betrieb. Mein heu- tiger Vorarbeiter und Berufsbildner ist eben dieser erste Lehrling von 1993. Es gibt auch Förster, die meinen Betrieb wegen dem Ausbildungsplatz berück- sichtigen.

Alfred Geissbühler: Viele selbst ausge- bildete Lehrabgänger arbeiten oder haben eine Zeit lang in meinem Unter- nehmen gearbeitet. Wenn man Lehrlin- ge ausbildet, müssen alle im Betrieb im Geist und im Fachwissen jung bleiben. Lehrlinge haben heisst auch, dass man immer am Puls des aktuell vermittelten Fachwissens ist.

man immer am Puls des aktuell vermittelten Fachwissens ist. Alfred Geissbühler, Alfred Geissbühler SA, Leuzigen Wie

Alfred Geissbühler, Alfred Geissbühler SA, Leuzigen

Wie wählt Ihr Eure Lehrlinge aus und auf was müsst Ihr als Forstunternehmer besonders achten? Kurt Hefti: Angehende Lehrlinge müs- sen mehrmals schnuppern, gerne neh- me ich sie etwa auch ab dem 10. Schul- jahr, wenn sie etwas älter sind. Bei der Auswahl ist praktisches Denken und Handeln viel wichtiger als schulische Leistungen. Risikofreudige kann ich nicht gebrauchen. Ich suche auch das Gespräch mit den Eltern, damit ich sie über den Beruf informieren kann.

Alfred Geissbühler: Bewerber schnup- pern im Frühling und im Winter je 1 Wo- che. Ich achte vor allem auch darauf, wie sie sich geben, die Art wie sie daherkom- men und wie ihr familiäres Umfeld ist. Schulische Leistungen stehen nicht im Vordergrund.

Was ratet Ihr Euren Unternehmerkolle- gen, wenn sie sich für die Lehrlingsaus- bildung entscheiden? Kurt Hefti: Man sollte Lehrlinge bereits im 1. Jahr so gut als möglich ausbilden, damit man im 2. und 3. Jahr davon pro - tieren kann. Es ist nicht ratsam, sie im 1. Jahr nur als Hilfskraft einzusetzen. Das tönt einfach, man muss sich aber die Zeit im 1. Jahr auch wirklich nehmen so gut es geht.

Alfred Geissbühler: Sie müssen wissen, bei welcher Anlaufstelle sie sich melden

102

FOKUS

können, wenn es Probleme gibt. Es ist auch wichtig zu wissen, wer einem bei all den administrativen Sachen Auskunft geben kann.

Wird die heutige Forstwartausbildung den Bedürfnissen der Forstunterneh- mer noch gerecht? Kurt Hefti: Ja. Die Grundausbildung stimmt, Spezialisierungen müssen nach der Lehre kommen.

Alfred Geissbühler: Ich verstehe heu- te eines nicht: es gab noch nie so vie- le Kampagnen für die Arbeitssicherheit und doch gibt es immer mehr Arbeits- unfälle. Wenn so viel Druck auf ein The- ma wie z.B. Rückzugsort ausgeübt wird, rücken andere wichtige Sachen in den Hintergrund.

Nebst Forstwartlehrstellen sind jährige Praktika für Vorstudienpraktikanten gesucht. Dazu gibt es eine einjährige Vorlehre und ganz neu eine zweijährige Attestlehre für schulisch schwächere Praktiker. Wo seht Ihr als Ausbildungs- betrieb Grenzen dieses Angebots? Kurt Hefti: Meine Priorität liegt klar bei den Forstwartlehrlingen. Bei Vorstudi- enpraktikanten hat man zwar den Vor- teil, dass sie etwas älter sind. Aber wenn man 1 Jahr in die Ausbildung investiert hat, gehen sie wieder weg. Ich nde das Vorstudienpraktikum für angehende Forstingenieure aber grundsätzlich eine gute Sache und hatte auch schon einen Vorstudienpraktikanten.

Alfred Geissbühler: Die Schwierigkeit liegt beim Vorstudienpraktikum. Im 1. Jahr bildet man vor allem aus, bezahlt Kurse, danach ist der Praktikant weg. Das ist ein teures Jahr. Bei der 3 jährigen Lehre kommt bei einem guten Lehrling im 3. Jahr zurück, was man im 1. Lehr-

jahr investiert hat. Die Attestlehre wür- de ich gut nden, wenn sie 3 Jahre dau- ern würde.

Wie könnte unsere Branche Forstun- ternehmer dazu motivieren, vermehrt Lehrstellen anzubieten? Kurt Hefti: Die Waldbesitzer sollten bei der Auftragsvergabe nicht nur knallhart auf’s Geld schauen, sondern auch, ob eine Unternehmung Berufsnachwuchs ausbildet. Daneben sollte die SUVA das Bonus-Malus-System bei Lehrlingsun- fällen fallen lassen, weil Lehrlinge eben häu ger verunfallen.

Alfred Geissbühler: Es braucht unbe- dingt die Unterstützung von Forstrevie- ren und Korporationen. Wenn sie mehr Ausbildungsbetriebe wollen, müssen sie die Unternehmer auch entsprechend unterstützen.

Gibt es weitere Anliegen? Kurt Hefti: Die Lehrlingsausbildung ist eine Gratwanderung. Einerseits sollte man unter Kostendruck arbeiten und gleichzeitig in einem gefährlichen Be- ruf ausbilden, andererseits haben Unfäl- le immer mehr juristische Untersuchun- gen zur Folge. Das stimmt nachdenklich. Die Branchenlösung Forst ist im Grund- satz gut. Aber heute herrscht eine Art Dokumentierungswahn. Niemand hat Zeit, immer alles und jedes zu dokumen- tieren.

Alfred Geissbühler: Ich nde eine gute Betreuung durch Fachpersonen wichtig, insbesondere wenn ein Lehrling die Prü- fung nicht besteht. Man muss die Feh- ler des Prü ings am Objekt zusammen mit dem Experten besichtigen können. Weiter gibt es gewisse Berufsbildnerkol- legen und Kursinstruktoren, die ausbil- denden Unternehmern skeptisch oder ablehnend gegenüber stehen. Das ist nicht in Ordnung.

Unternehmer und Lehrbetriebe im Kanton Bern

Folgende Forstunternehmer sind im Kanton Bern bereits als Ausbildungs- betriebe eingetragen:

– Baumann Heinz, Les Pontins

– Forst Werner Lempen, Zweisimmen

– Alfred Geissbühler SA, Leuzigen

– Hefti & Ryter AG, Lauenen

– Hofstetter B. und Sohn, Schwadernau

– Mottet Philippe, Orvin

– Prorecolte, Tramelan

– Spahr + Co., Wiedlisbach

– Studer + Müller, Grindelwald

– Mottet Philippe, Orvin – Prorecolte, Tramelan – Spahr + Co., Wiedlisbach – Studer + Müller,
– Mottet Philippe, Orvin – Prorecolte, Tramelan – Spahr + Co., Wiedlisbach – Studer + Müller,

FOKUS

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Gesuchte Ausbildungsplätze in Kürze

Séverine Haldi, Leiterin forstliche Bildung, Amt für Wald des Kantons Bern

Forstwart/in:

dreijährige Lehre mit Besuch der Berufs- fachschule, Abschluss mit eidgenössi- schem Fähigkeitszeugnis EFZ

Zurzeit be nden sich im Kanton Bern (deutsch- und französischsprachiger Teil) insgesamt 79 Forstwartlernende in Ausbildung. 30 davon haben diesen Sommer neu begonnen mit der Lehre.

Forstpraktiker/in:

zweijährige beru iche Grundbildung („verkürzte Lehre“) mit Besuch der Be- rufsfachschule, Abschluss mit eidgenös- sischem Berufsattest EBA

Die Attestausbildung wird ab 2013 die Anlehre ablösen, welche noch bis 2012 absolviert werden kann. Der Ausbil- dungsschwerpunkt soll im Bereich der Holzernte liegen.

Vorstudienpraktikum für Forstingeni- eur/in FH:

einjähriges Praktikum (reduzierte Dauer wenn bereits Berufslehre in forstnahen Berufszweigen vorhanden) zur Vorbe- reitung auf den Studiengang Forstwirt- schaft an der SHL, ohne Besuch der Be- rufsfachschule

Während des Praktikumsjahres ist das Absolvieren der drei überbetrieblichen Kurse Holzernte I, Waldbau und Öko- logie sowie der Nothilfekurs obligato- risch.

Anforderungen an Berufsbildner und Lehrbetrieb:

Als Berufsbildner/in zur Lehrlingsaus- bildung berechtigt ist, wer Forstwart/in EFZ ist, mindestens zwei Jahre Berufs- erfahrung vorweisen kann, die prakti- schen Arbeiten im Betrieb ausführt und den Berufsbildnerkurs absolviert hat.

Ein Lehrbetrieb muss in der Lage sein, die in der jeweiligen Ausbildung vorge- schriebenen Fachkompetenzen zu ver-

mitteln. Für die Forstwartlehre umfas- sen diese Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Holzernte, Verjüngung und P ege, Forstschutz, forstliches Bau- wesen, Einsatz und Unterhalt von Ar- beitsmitteln, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Betriebsorgani- sation.

Die Ausbildung kann auch in Zusam- menarbeit mit anderen Betrieben, in Lehrbetriebsverbünden erfolgen. Dies eröffnet gerade für Forstunternehmun- gen neue Möglichkeiten, sich in der Lehrlingsausbildung zu engagieren.

Dies eröffnet gerade für Forstunternehmun- gen neue Möglichkeiten, sich in der Lehrlingsausbildung zu engagieren.

104 FORSTLICHE NEUIGKEITEN

Gebr. Kropf, 3715 Adelboden Tel. 033 673 30 13 Steck AG Bigenthal, 3513 Bigenthal Tel.

Gebr. Kropf, 3715 Adelboden Tel. 033 673 30 13

Steck AG Bigenthal, 3513 Bigenthal Tel. 031 705 10 10

Sterchi Landtechnik AG, 3664 Burgis- tein-Station Tel. 033 356 17 27 www.sterchi-landtechnik.ch

Napf-Garage, 3557 Fankhaus Tel. 034 495 59 87

Gebr. Würsten, 3780 Gstaad Tel. 033 744 14 79

Hubacher Fritz, 3412 Heimiswil Tel. 034 422 75 00

Käser Agrotechnik AG, 3324 Hindelbank Tel. 034 420 12 50 www.kaeser-agrotechnik.ch

Bernhard Garten- u. Forst-Technik, 3210 Kerzers Tel. 031 755 52 80

Rawyl Garage AG, 3775 Lenk i.S. Tel. 033 733 10 59

Garage Linder Linden AG, 3673 Linden Tel. 031 771 04 08

Mathys Landtechnik GmbH, 3421 Lys- sach Tel. 034 445 25 42

Jutzeler Markus, 3765 Oberwil Tel. 033 783 11 71

Ramseyer Landtechnik AG, 3088 Rüeg- gisberg Tel. 031 809 02 83 www.ramseyer-rueggisberg.ch

E. Weber + Co., 3128 Rümligen Tel. 031 809 12 09

Garage Meister AG, 3365 Seeberg Tel. G: 062 968 11 86 www.meister-seeberg.ch

Liechti Hans, 3534 Signau Tel. 034 497 10 41

Wolf AG, 3700 Spiez Tel. 033 654 75 54

Perren Max, 3772 St. Stephan Tel. 033 722 22 57

Bieri Walter, 3618 Süderen Tel. 033 453 25 00

Wingeier Alfred, 3555 Trubschachen Tel. 034 495 52 47

Steiner Landtechnik, 3472 Wynigen Tel. 034 415 13 63 www.ulrich-steiner.ch

Lüscher AG, 3532 Zäziwil Tel. 031 711 11 79

F. Ramseier AG, 3634 Zollbrück Tel. 034 496 33 33 www.razo.ch

Wiedmer Landmaschinen GmbH, 3756 Zwischen üh Tel. 033 684 15 36

AG, 3634 Zollbrück Tel. 034 496 33 33 www.razo.ch Wiedmer Landmaschinen GmbH, 3756 Zwischen üh Tel.

FORSTLICHE NEUIGKEITEN

105

Schutzwaldp ege kostet weniger als Verbauungen

Walter Marti, Waldabteilung 4 Emmental

Oberdiessbach, 19.8.2011. Im Rahmen des Internationalen Jahr des Waldes hat im Rainwald oberhalb des Dorfes eine Waldbegehung stattgefunden. Dabei zeigte sich, dass mit einer zielgerichte- ten Waldp ege die Schutzwirkung des Waldes vor Steinschlag für die darunter liegenden Gebäude, Strassen und Bahn kostengünstig verbessert werden kann.

Der Rainwald oberhalb des Dorfes Oberdiessbach schützt mit einer Flä- che von etwa 30 Hektaren viele Gebäu- de, Strassen und die Bahn vor Stein- schlag und Rutschungen. Der Hang ist sehr steil und die Waldp ege gefähr- lich und teuer. Aus diesen Gründen blie- ben Holznutzungen in den letzten Jahr- zehnten mehrheitlich aus, was zu einer Überalterung der Waldbestände, we- nig Jungwuchs und einer kontinuierli- chen Abnahme der Schutzwirkung führ- te. In einem Steinschlagschutzwald ist es wichtig, dass dauernd genügend Stäm- me unterschiedlichen Alters und Di- cke vorhanden sind, um herabstürzen- de Steine aufzuhalten. Ein solcher Wald bietet mit seiner Durchwurzelung auch einen guten Schutz vor Rutschungen. Für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sind der Gemeinderat und Be- treiber von Strassen und Bahn verant- wortlich. Gemeinderat Niklaus Hadorn führte aus, dass für die Gemeinde Ober-

diessbach der Rainwald eine grosse Be- deutung hat und deshalb zwingend verjüngt werden musste, auch wenn da- durch recht hohe Kosten resultierten. Die Notwendigkeit der Waldp ege sei auch im Behörde verbindlichen regiona- len Waldplan festgehalten.

Die durchwegs privaten Waldbesit- zer gründeten eine Interessengemein- schaft „IG Rainwald-Schlupfwald“, um die Arbeiten Eigentümer übergreifend ausführen zu können. Deren Präsident Christian Nafzger betonte, dass durch eine enge Zusammenarbeit Kosten ge- senkt und Holzsortimente nach Käu- ferwünschen zusammengestellt wer- den, was zu besseren Erlösen führte. Die Forstunternehmung Gebrüder Bie- ri, Schangnau, hat mit Seilbahnen rund 3‘950 m3 Holz bestandes- und boden- schonend aus dem Wald entfernt. Be- sonderes Gewicht musste dabei auch auf die Arbeitssicherheit der Waldar- beiter und der unterliegenden Gebäu- de gelegt werden. Nur auf einem klei- nen Teil der Perimeter äche wurden die Holzereiarbeiten im Umfang von gut 1‘000 m3 vom Eigentümer selber ausge- führt.

Revierförster Adrian Stettler war für eine zielgerichtete Holzanzeichnung verantwortlich. Er wirkte zudem als Be-

Holzanzeichnung verantwortlich. Er wirkte zudem als Be- Schutzwaldbestand vor Holzschlag rater und Projektleiter.

Schutzwaldbestand vor Holzschlag

rater und Projektleiter. Instabile, be- schädigte und alte Bäume wurden ent- fernt und damit Licht in den Wald gebracht, um den Wald natürlich zu ver- jüngen. An exponierten Stellen wurden Bäume quer zum Hang gelegt, damit abstürzende Steinblöcke aufgehalten werden.

Oberförster Walter Marti, der zu diesem Anlass einlud, ist über dieses vorzüglich umgesetzte Schutzwaldp egeprojekt sehr dankbar. Der Kanton Bern hat hier rund Fr. 325‘000.-- investiert und auch die Gemeinde beteiligte sich mit einem angemessenen Beitrag. Für die Waldbe- sitzer resultierte ein kleiner Überschuss. Schutzwaldp ege kostet. Sie ist aber um ein Vielfaches günstiger, naturnaher und landschaftsschonender als techni- sche Verbauungen mit Mauern und Net- zen.

Wald-Sonderschau an der „NeuLand“ in Thun

KOM KAWA

„Der Wald, unser Leben“: unter diesem Titel präsentiert sich die Berner Oberlän- der Holzkette an der NeuLand-Ausstel- lung in Thun. Vom 3. bis 6. November 2011 erfahren die Besucher viel Interes- santes über die Themen Wald und Holz. Für Waldbesitzer bietet sich die Mög- lichkeit, Kontakte zu p egen und zu knüpfen.

Die Sonderschau wird organisiert durch das Amt für Wald des Kantons Bern und BEO HOLZ, der Interessenorganisation der holzverarbeitenden Branche im Ber- ner Oberland.

www.2011.neuland-beo.ch

Bern und BEO HOLZ, der Interessenorganisation der holzverarbeitenden Branche im Ber- ner Oberland. www.2011.neuland-beo.ch

106 NOUVELLES FORESTIÈRES

106 N OUVELLES F ORESTIÈRES MEDIENMITTEILUNG 29. September 2011 Neue Professur für Waldbau und Waldwachstumskunde an

MEDIENMITTEILUNG

29. September 2011

Neue Professur für Waldbau und Waldwachstumskunde an der SHL

Neue Entwicklungen wie die rasante, globale Klimaerwärmung und die verstärkte Hinwendung zu erneuerbaren Energien betreffen auch den Wald. Und wenn sich da etwas ändert, sind Waldbau und Waldwachstumskunde besonders gefragte Disziplinen. Um diesen Trends Rechnung zu tragen, hat die SHL in Zollikofen eine neue Professur geschaffen und die Stelle mit Prof. Dr. Arne Pommerening besetzt. In einer öffentlichen Antrittsvorlesung stellt er sich und die neue Professur vor.

Ob es die Forstpolitik, das Klima, der Holzmarkt oder die Nutzung des Walds als Naherholungsraum ist: Immer, wenn es um Veränderungen geht, die den Wald betreffen, und die Interessenslagen komplex werden, ist der Waldbau besonders gefragt. Dieses Fachgebiet liefert Theorien und praktische Werkzeuge, um neue Themen zu implementieren und negativen Trends im Wald wirksam entgegen zu wirken. Die Waldwachstumskunde erfüllt dabei eine wichtige unterstützende Rolle.

Schweiz mit langer Tradition

Die Schweiz kann im Waldbau auf eine besonders lange und solide Tradition zurückblicken. Diese Schlüsseldisziplin wird von der Waldwachstumskunde oder Ertragskunde unterstützt, liefert sie doch die notwendigen quantitativen Grundlagen für die Entscheidungsfindung im Waldbau. Einst der Kern des schweizerischen forstlichen Versuchswesens ist die Waldwachstumskunde in den letzten Jahren sowohl in der Schweiz wie auf internationaler Ebene in eine Schattendasein abgedrängt worden, das ihrer grossen Bedeutung angesichts von Klimawandel und Energiewende nicht gerecht wird.

SHL reagiert auf Trend

Die SHL in Zollikofen hat deshalb beschlossen, für Waldbau und Waldwachstumskunde eine spezielle Professur zu schaffen, welche die Fachstellen in Lyss und Maienfeld, die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf sowie die ETH ergänzt. Den Lehrstuhl hat die SHL mit Prof. Dr. Arne Pommerening besetzt, der zuvor elf Jahre als Dozent für Waldbau und forstliche Biometrie an der Universität Bangor in Nord- Wales (UK) tätig und massgeblich an der Einführung des naturnahen Waldbaus in Wales beteiligt war.

Öffentliche Antrittsvorlesung

Zum Thema „Waldbau und Waldwachstum zwischen Hochschulreformen und Energiewende“ hält Prof. Dr. Arne Pommerening am 28. November 2011 um 16 Uhr an der SHL Zollikofen eine Antrittsvorlesung. Die öffentliche Veranstaltung mit anschliessendem Apéro wird vom Schweizerischen Forstverein unterstützt.

Anmeldung zur Antrittsvorlesung Die Vorlesung steht allen angemeldeten Interessierten offen. Anmeldung bis 31. Oktober per Mail an regina.kurschat@bfh.ch

Weitere Informationen: www.bfh.shl.ch > Veranstaltungen

HOLZMARKT

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H OLZMARKT 1 0 7

108 VERBAND BERNER FORSTPERSONAL VBF

Politik trifft Wald

Simon Rieben, Präsident VBF

Anlässlich des internationalen Jahr des Waldes hat der Verband Berner Forst- personal (VBF) Kantonspolitiker in den Wald eingeladen. Unter dem Motto Po- litik trifft Wald fanden am 27. August 2011 rund ein Dutzend Grossrätinnen und Grossräte den Weg in den Pleer- wald bei Burgdorf. Nach Kaffee und Züpfe machten sich die Politiker mit den drei Vertretern des Verbands Berner Forstpersonal, Simon Rieben, Michael Schenk und Norbert Hildebrand, bei ei- ner frischen Herbstbrise auf den

Weg. Der Rundgang startete mit ei- ner umfassenden Information über die Forstberufe und führte anschlies- send gezielt durch die Waldfunktionen Schutz, Nutzung, Erholung und Natur- schutz. Die Förster zeigten auf, welche Arbeiten im Berner Wald nötig sind, um die Bedürfnisse unserer Gesellschaft – vom Wohnzimmerstuhl über sicheres Wohnen bis zum Vita Parcours – zufrie- den zu stellen. Natürlich waren auch die jeweiligen Berührungspunkte mit der Politik ein Thema. Jagd, erneuerba- re Energien, Naturgefahren und Sicher- heit sind nur ein Auszug der vielfältigen Diskussi- onen, die auf dem rund zweistündigen Rundgang geführt wurden. Die Ver- treter des VBF stellten aber auch folgendes klar:

Nur wenn die Arbeitgeber über die entsprechenden nanziellen Mittel verfü- gen, kann das Forstper- sonal mit der Ausführung der Waldp ege und –nut- zung beauftragt werden. Die Besteller von Wald- leistungen sind entwe- der Holzkäufer oder eben die Öffentlichkeit, welche von Schutz-, Erholungs- und Naturschutzleistun- gen pro tiert.

Nach dem Rundgang offerierte die Bur- gergemeinde Burgdorf als Waldbesitze- rin des Pleerwaldes einen Apéritif. Die Grossrätinnen und Grossräte nutzten im Anschluss mehrheitlich die Gelegen- heit, mit Oberförster Werner Kugler die Ausstellung Kunstwaldraum in Burgdorf zu besuchen. Gut gelaunt und genährt mit neuem Fachwissen verliess das Dut- zend an Entscheidungsträger der kanto- nalen Politik wieder den Wald. Eine be- scheidene Anzahl ist gekommen. Klein - aber durchaus fein.

scheidene Anzahl ist gekommen. Klein - aber durchaus fein. Norbert Hildebrand führt die Teilnehmer durch die

Norbert Hildebrand führt die Teilnehmer durch die Forstberufe

!!! VORANZEIGE !!! !!! VORANZEIGE !!! !!! VORANZEIGE !!! Die 14. SWISS FORST Meisterschaft Al-

!!! VORANZEIGE !!! !!! VORANZEIGE !!! !!! VORANZEIGE !!!

Die 14. SWISS FORST Meisterschaft Al- pin und Langlauf ndet im kommen- den Winter im Berner Oberland statt:

Samstag, 28. Januar 2012, in Zweisim- men

Teilnehmen können alle Mitarbei- ter von Forstbetrieben, Forstrevieren, Forstunternehmern, Waldabteilungen, Amt für Wald etc. sowie ihre Angehö- rigen. Jetzt Termin vormerken! Die De- tailausschreibung erfolgt in der De- zemberausgabe des „Berner Wald“.

Angehö- rigen. Jetzt Termin vormerken! Die De- tailausschreibung erfolgt in der De- zemberausgabe des „Berner Wald“.

VERBAND BERNER FORSTPERSONAL VBF

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Kurs Feuer, Wasser, Bergung

Thomas Peter, der Kursleiter

Bereits zum vierten Mal führte der Ver- band Berner Forstpersonal in Lyss seinen jährlichen Weiterbildungskurs durch. Die 44 Teilnehmer aus dem ganzen Kan- tonsgebiet trafen sich am Freitag, 26. August im Werkhof der Personalwald- korporation Lyss. Nach der Begrüssung durch den Kurslei- ter erläuterte Martin Müller, Sanitäts- polizei Bern, die Aufgaben und Arbei- ten der Sanitätsnotrufzentrale 144. Er erklärte die ganze Rettungskette wie sie im Kanton Bern, und übrigens auch in der ganzen Schweiz organisiert ist. Unabhängig von einer vorgängigen Rettung kann auch ein Care-Team via Sanitätsnotruf angefordert werden. Zu- sätzlich werden auch Krankentranspor- te ausgeführt.

Nach dem Eingangsreferat und der Kaf- feepause wurde die Weiterbildung auf 4 Posten weitergeführt:

wurde die Weiterbildung auf 4 Posten weitergeführt: Den ersten Teil haben Posten 1 und 2 zu-

Den ersten Teil haben Posten 1 und 2 zu- sammengelegt. Martin Müller wieder- holte für die Kursteilnehmer anhand ei- niger Foto-Beispiele die ersten Schritte an einer Unfallstelle und die Nothilfe. Ebenfalls wurden die wichtigsten Punk- te der Seitenlagerung aufgefrischt. An- schliessend wurde wieder in separaten Gruppen gearbeitet. Mischa Schori stell- te die Rega vor. Es konnte in Erfahrung gebracht werden wie die Rega organi- siert und ausgerüstet ist. Die Vor- und Nachteile der Luftrettung wurden durch Mischa aufgelistet. Insbesondere stell- te er auch die Punk- te dar, bei welchen bei einer Alarmierung der Rega besonders ge- achtet werden muss. Zum Abschluss des Postens erfuhren die Kursteilnehmer, wie man einen Helikopter einweist und wie man einen Helilandeplatz optimal vorbereitet.

Analog dazu zeigte Martin Müller auf dem Posten 2, wie eine Am- bulanz ausgerüstet ist und was mit welchem Gerät gemacht wer- den kann.

Beim Waldhaus auf Posten 3 lehrte Wer- ner Ammann, Con- trafeu; das Verhalten bei einem Feueraus- bruch. Die Kursteil- nehmer konnten eine

bei einem Feueraus- bruch. Die Kursteil- nehmer konnten eine Löschdecke selber anwenden. An einer Übungsanlage mit

Löschdecke selber anwenden. An einer Übungsanlage mit Gasfeuer konnte je- der Kursteilnehmer die korrekte Hand- habung eines Feuerlöschers üben und auch wie man es am besten angeht, da- mit das Feuer möglichst ef zient und ohne Selbstgefährdung gelöscht wer- den kann. Die Demonstration, was pas- sieren kann, wenn man eine brennen- de Fritteuse mit reinem Wasser löschen will, war sehr eindrücklich.

mit reinem Wasser löschen will, war sehr eindrücklich. Der 4. Posten im Waldhaus wurde auf- geteilt.

Der 4. Posten im Waldhaus wurde auf- geteilt. Thomas Herren, Amt für Was- ser und Abfall des Kantons Bern, zeigte anhand einer Power-Point Präsentation die verschiedenen Gewässerschutz- zonen, wo und wie weit um die Wasser- fassung diese verteilt sind und was wo nicht erlaubt ist.

Pierre-Alain Beck, ASTAG, stellte die Ge- fahrenklassen für die Lagerung und den Transport von brennbaren Flüssigkeiten vor. Anschliessend beschränkte er sich auf einige Materialien, mit denen wir auch im Wald zu tun haben. Anhand ei- niger Unfallbeispiele erläuterte er, wor- auf im Umgang mit welchen Stoffen be- sonders zu achten ist.

Nach der Schlussbesprechung füllten die Kursteilnehmer noch eine Kursbe- urteilung aus. Daraus kann entnommen werden, dass alle Teilnehmer mit dem vergangenen Tag sehr zufrieden wa- ren und viel Neues gelernt haben. Auch nächstes Jahr wird der Verband Berner Forstpersonal wieder einen Kurs organi- sieren.

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PUBLIKATIONEN

110 P UBLIKATIONEN HVG Wohlen und Nachbargemeinden Einladung zur Generalversammlung der HVG Wohlen und Nachbargemeinden

HVG Wohlen und Nachbargemeinden

Einladung zur Generalversammlung der HVG Wohlen und Nachbargemeinden

(Einladung ist nur an Mitglieder der HVG Wohlen und Nach- bargemeinden gerichtet)

Datum: 17. November 2011 Zeit: 19.30 Uhr Ort: Reberhaus, Uettligen (mitten im Dorf Uettligen, Parkplatz Viehschauplatz)

Traktandenliste

1. Protokoll der Hauptversammlung vom 16.11.2010

2. Jahresbericht 2010/11 des Präsidenten

3. Jahresrechnung 2010/2011

4. Mitgliederbeiträge Geschäftsjahr 2012/2013

5. Tätigkeitsprogramm 2012

6. Wahlen

7. Holzmarktinfo FHAG und Hackschnitzel HVG

8. Infos Waldabteilung 7 Seeland und Lignocalor Seeland AG

9. Verschiedenes

Im Anschluss an den of ziellen Teil ndet ein Kurzreferat der Geschäftsleitung der Firma OTTO LÄDRACH AG statt zum Thema:

„Zusammenarbeit Holzindustrie - Waldwirtschaft im aktuel- len Marktumfeld“

Nach der Versammlung wird, wie gewohnt ein „Znacht“ of- feriert.

Wir würden uns freuen, möglichst viele Mitglieder begrüssen zu dürfen.

Freundliche Grüsse

Vorstand HVG Wohlen und Nachbargemeinden

Freundliche Grüsse Vorstand HVG Wohlen und Nachbargemeinden Verband Konol ngischer Waldbesitzer VKW Einladung zur

Verband Konol ngischer Waldbesitzer VKW

Einladung zur Hauptversammlung Verband Konol ngischer Waldbesitzer

Datum: 12. November 2011, 13.00 Uhr Ort: Restaurant Löwen, Landiswil

Traktanden

1. Protokoll

2. Jahresbericht

3. Mutationen

4.

5. Rechnungsablage

6. Zerti zierung

7. Festsetzung der Mitgliederbeiträge

8. Budget

9. Tätigkeitsprogramm

10. Holzmarktlage, Orientierung durch HRK

11. Mitteilungen aus der Waldabteilung 4

12. Verschiedenes (Zvieri)

Wahlen

Gemäss Beschluss wird zur Hauptversammlung des VKW nur noch im „Berner Wald“ eingeladen.

Unsere Mitglieder und geladene Gäste sind zu zahlreichem Besuch freundlich eingeladen.

Schluss der Versammlung: 15.30 Uhr, anschliessend „Zvieri“ offeriert vom VKW.

Anmerkung. Es stehen ordentliche Wahlen des ganzen Vor- standes und der Rechnungsprüfer an. Bis 30. September 2011 lagen keine Demissionen vor.

Liste der bisherigen Vorstandsmitglieder:

Dähler Andreas, Schmittenstrasse, 3229 Oppligen (Präsident) Bieri Peter, Hünigenstrasse 44, 3504 Niederhünigen (Ge- schäftsführer) Baumann Christoph, Steinackerhof 8, 3114 Wichtrach (Vize- Präsident) Eggimann Urs, Stef sburg, 3531 Oberthal Gerber Christoph, Aeschlenalp, 3672 Aeschlen (Vertreter HRK) Läderach Bruno, Schlosswilstr. 342, 3078 Richigen Salzmann Werner, Niederey, 3538 Röthenbach Sommer Urs, Zimmermatt, 3434 Obergoldbach Zimmermann Erwin, Oberbleiken, 3674 Bleiken

Rechnungsprüfer:

Walther Hans, Belpbergstr. 71, 3110 Münsingen Stucker Martin, Schmitte 15, 3531 Oberthal

Berner Waldbesitzer BWB Berner Wald Ausgabe Erscheinung Redaktionsschluss 6 / 2011 Ende Dezember 2011 30.

Berner Waldbesitzer BWB

Berner Wald

Ausgabe

Erscheinung

Redaktionsschluss

6 / 2011

Ende Dezember 2011

30.

November 2011

1 / 2012

Ende Februar 2012

31.

Januar 2012

2

/ 2012

Ende April 2012

28.

Februar 2012

3/ 2012

Ende Juni 2012

31.

Mai 2012

4/ 2012

Ende August 2012

31.

Juli 2012

5/ 2012

Ende Oktober 2012

30.

September 2012

Adresskorrekturen bis jeweils am 10. des Erscheinungsmonats Inserate und Redaktionsschluss sind identisch

Termine

Datum

Anlass

3.11.2011

Zerti zierungskongress (d), Burgdorf (siehe Homepage www.bernerwald.ch)

4.11.2011

Zerti zierungskongress (f), Freiburg/Berner Jura (siehe Homepage www.bernerwald.ch)

25.11.2011

BHFF Kommissionssitzung (Gesuche bis 15.11.)

2.12.2011

Erweiterte Präsidentenkonferenz, Linde Belp

AUS BERN UND DEN REGIONEN

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(Gesuche bis 15.11.) 2.12.2011 Erweiterte Präsidentenkonferenz, Linde Belp A US B ERN UND DEN R EGIONEN
(Gesuche bis 15.11.) 2.12.2011 Erweiterte Präsidentenkonferenz, Linde Belp A US B ERN UND DEN R EGIONEN

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EDITORIAL

112 E DITORIAL Berner Waldbesitzer BWB OdA Wald BE gegründet Die Berner Waldbesitzer BWB und der

Berner Waldbesitzer BWB

OdA Wald BE gegründet Die Berner Waldbesitzer BWB und der Verband Berner Forst- personal haben die einfache Gesellschaft OdA Wald BE in ei- nen Verein überführt. Die Verbände fassen an ihren nächsten ordentlichen Versammlungen die formalen Beitrittsbeschlüs- se. Die OdA Wald BE übernimmt mittelfristig die Aufgaben, die gemäss Berufsbildungsgesetz den OdA zustehen, aber heute vom KAWA wahrgenommen werden.

Motion 11.3956 Temporäre Sistierung der LSVA für Urproduk- tionsunternehmen NR Erich von Siebenthal fordert vom Bundesrat eine temporä- re Sistierung der LSVA. Die Motion bezweckt, ohne staatliche Fördermittel, die Wettbewerbsbedingungen für einheimische Urproduktionsbetriebe zu verbessern, so lange die Gefahr ei- ner irreversiblen Vernichtungskonkurrenz durch fremdver- schuldete Währungsdifferenzen bestehen.

Homepage BWB überarbeitet und im Neuaufbau Die Berner Waldbesitzer BWB haben ihre Homepage neu auf- gelegt. Anregungen zu erwünschten Inhalten sind willkom- men an: bwb@bwb-pfb.ch

Personal- und Mandatsbedarf auf Homepage Der BWB hat für verschiedene Projekte und Aktivitäten Bedarf an Personalressourcen. Der Bedarf wird auf der Homepage pu- bliziert. Interessierte Personen oder Unternehmen sind einge- laden, sich zu melden.

Holz Marketing Schweiz HMS gegründet Am 1. September wurde in Laupersdorf die Holz Marketing Schweiz gegründet. Als Gründungsmitglieder anwesend wa- ren zwei Nationalräte, etliche Unternehmen der Holzwirt- schaft sowie Vertreter der Berner Waldbesitzer. Ziel von Holz Marketing Schweiz ist es, bestehende Kommu- nikationskanäle der am Absatzmarkt tätigen Firmen für die Promotion von Schweizer Holz zu nutzen. Zielgruppen der Marketingorganisation sind Endverbraucher und Konsumen- ten, die über die herkömmlichen Holzabsatzkanäle nicht er- reicht werden. Die Holz Marketing Schweiz selber verkauft keine Holzprodukte sondern versteht sich als Werbeorganisa- tion der Wald- und Holzwirtschaft in Ergänzung zu anderen Aktionen.

Holzindustrie Pfeiffer GmbH & Co. hat das Grundstück der Grosssägerei in Domat-Ems ersteigert. Mit der Ersteigerung des Grundstücks in Domat-Ems sind die Chancen auf einen Weiterbetrieb des Sägewerks in der Schweiz wieder gestiegen.

Lignum verzichtet auf eine Gebühr bei Waldeigentümer für das Herkunftszeichen Schweizer Holz HSH Lignum ebnet den Weg für eine ächendeckende Einführung des Herkunftszeichens Schweizer Holz HSH. Der BWB hält bis auf weiteres am Herkunftszeichen fest. Er hat eine erste Ver- einbarung im Jahr 2009 mit Lignum unterzeichnet, die auch heute noch gültig ist. Die Administration des Labels erfolgt nach wie vor via Zerti zierungsgruppe BWB. Neuerungen zum Label werden auf der Homepage: www.bernerwald.ch kommuniziert. Als registrierter Benutzer senden wir Ihnen laufende Informationen zu.

On cherche des entreprises de formation!

Simon Rieben, président de l’Association bernoises du personnel forestier VBF

de l’Association bernoises du personnel forestier VBF Un collègue garde-forestier s’est trouvé en Bulgarie à

Un collègue garde-forestier s’est trouvé en Bulgarie à l’occasion d’un stage pra- tique. Le but de ce projet était de sou- tenir la formation professionnelle des ouvriers forestiers. Des universitaires bulgares bourrés de connaissances tech- niques, mais sans aucune expérience dans le domaine du maniement de la scie à moteur, formaient des ouvriers forestiers ayant déjà des années d’ex- périence dans ce métier. La formation „pratique“ eut principalement lieu dans la salle de théorie. Une autre compli- cation s’ajouta encore, du fait que les travailleurs forestiers présents appar-

tenaient à un autre groupe ethnique, parlaient leur propre langue et ne sa- vaient qu’à peine ou pas du tout lire. Une situation absurde! Cet exemple da- tant de l’année 2005 nous montre le bon fonctionnement de notre système de formation suisse. Notre branche fo- restière peut en réalité compter sur un nombre important de métiers forestiers offrant également des possibilités de formation continue et des organisations de formation d’excellente qualité.

La possibilité de trouver un emploi libre après avoir terminé la formation a pro-

jeté au cours des années 90 une ombre

sur les professions liées à la forêt. Après

20 années de réduction de la grandeur

des entreprises et de remaniement des surfaces, les états de personnel se trou- vent à nouveau dans une situation dans laquelle quelques départs devront être remplacés par de nouvelles personnes. De jeunes bûcherons-forestiers trouvent généralement un emploi auprès des en- treprises forestières ainsi que dans la fo- rêt publique où un départ à la retraite doit ici et là être remplacé. Au cours des

10 prochaines années un nombre impor-

tant de gardes-forestiers partiront à la retraite dans le canton de Berne et de la main-d’œuvre sera nécessaire d’ici peu pour remplacer ces derniers.

La structure des propriétaires de forêts à une grande in uence sur l’offre ré- gionale de places d’apprentissage. Dans les régions de Thoune, du Gantrisch, de l’Oberaargau et du Seeland il existe un bon nombre d’entreprises publiques of- frant des places d’apprentissage. Dans les régions de l’Emmental et de l’Ober- land ouest le nombre de place d’appren- tissage, comparé à la surface forestière est très sombre. Et justement dans les régions paysannes de l’Emmental et du Simmental se trouverait bon nombre de jeunes capables et motivés ayant termi- né leur scolarité et qui aimeraient ap- prendre le métier du bûcheron-forestier.

La branche forestière s’est lentement transformée et cette transformation n’est encore longtemps pas achevée. Les entreprises sont devenues plus pe- tites et nombre de petites entreprises ont disparu, en revanche les entreprises forestière ont grandit. De ce fait le vo- lume de travail s’est clairement déplacé des entreprises en direction des entre- prises forestières. Dans la partie de lan- gue allemande du canton de Berne, les apprenants sont en règle générale for- més dans des entreprises forestières pu- bliques, parallèlement il n’existe que très peu d’entreprises forestières qui s’occupent de la formation profession- nelle. Remarquez-vous quelque chose ? Exactement ! Le calcul ne jouera bien- tôt plus. Le nombre des places d’appren- tissage menace de se réduire et avec la nouvelle formation des ingénieurs fo- restiers (HE) nous aurons besoin d’en- core plus de places d’apprentissage

qu’auparavant. La nouvelle génération débute avec la maturité ou la maturité professionnelle et qui n’a pas appris bû- cheron-forestier doit faire un stage pra- tique forestier d’une année avant les études. La formation forestière du bû- cheron-forestier jusqu’à celle d’ingé- nieur forestier HE est en soit un fait ré- jouissant. Malheureusement la situation créée par le nombre limité de places d’apprentissage pourra être comparé à celle du tunnel du Gotthard et le tra c. Tous, de l’apprenant forestier avec AFP jusqu’à l’ingénieur forestier HE doivent passer le trou de l’aiguille qu’est la place d’apprentissage.

Que faire a n de créer plus de places d’apprentissage? Le syndicaliste exige- rait que l’état ou que les Propriétaires de forêts bernois créent des places d’ap- prentissage. Le libéral prendrait la chose plus à la légère, le marché réglant, à son avis, tôt au tard la situation. Quelque part entre ces deux positions irréalistes et extrêmes notre branche devra cher- cher une solution.

Il y aura bientôt encore plus de chan- gements: en application des termes de la loi sur la formation profession- nelle de l’année 2002, l’OFOR passera pas à pas à l’Organisation de la forma- tion des bûcherons-forestiers à l’organi- sation du travail forêt BE (ORTRA forêt BE). Des ORTRA existent dans (presque) chaque branche. En règle générale elles sont composées par les associations des employeurs et par celles des employés, donc dans le canton de Berne par „l’As- sociation du personnel forestier ber- nois“, l’association „Propriétaires de forêts bernois“ et par „L’association des entrepreneurs forestiers bernois“. Halte! „L’association des entrepreneurs forestiers bernois“ n’existe pas encore et cela est regrettable. Il nous manque, de ce fait, malheureusement encore dans notre monde du travail un parte- naire important en vue de la conception de la formation professionnelle. Les en- trepreneurs forestiers font preuve d’ini- tiative et sont doués en affaires, ils ont fortement contribué au progrès tech- nique et au rendement du travail dans notre branche. Une participation accrue des entrepreneurs dans la formation professionnelle est dès lors inévitable dans un proche futur.

EDITORIAL

113

Oui, plus facile à dire qu’à faire…„l’en- trepreneur“ n’existant pas. En revanche, il existe des entreprises qui occupent jusqu’à 10 bûcherons-forestiers for- més et il existe des agriculteurs lesquels à deux ou à trois et pour leur propre compte, procèdent à une ou à deux coupes en hiver. Il est clair que toutes les entreprises ne peuvent pas remplir les conditions nécessaires pour la formation d’apprenants. A cet effet est nécessaire la présence d’une personne responsable de la formation professionnelle (ancien- nement: le maître d’apprentissage) et de suf samment d’employés sachant s’y prendre avec un apprenant ou avec un stagiaire. Le fait d’avoir un apprenant ou un stagiaire signi e beaucoup de formation consciencieuse sur les objets, la participation aux cours, la conduite d’entretiens avec l’apprenant, l’établis- sement de quali cations et la correc- tion de la documentation d’apprentis- sage (manuel d’apprentissage). De plus, l’apprenant devra également être ins- truit dans la domaine de la plantation et des soins. Tout cela n’est pas peu. Mais le Jura bernois nous prouve que les entre- preneurs peuvent participer, dans une très importante mesure, à la formation professionnelle. Quatre des sept entre- prises de formation sont des entreprises forestières situées dans la partie fran- çaise du canton!

Pour l’année de la forêt décrétée par l’ONU, je souhaiterais des entreprises forestières publiques que comme par le passé, elles restent dèles à leurs charges et à leurs places de formation et que, pour des motifs d’optimisations d’entreprises elles ne sacri ent pas les places d’apprentissage dans un esprit de panique. Je me permets de souhaiter des entrepreneurs forestiers courageux qui continuent à l’instar de leurs collè- gues à former de manière exemplaire. Je souhaiterais aussi des propriétaires de forêts qui soutiennent les entreprises de formation à l’aide de travail et avec des conditions favorables. Et nalement je souhaiterais de la part du législateur et des sociétés d’assurances accidents qu’ils renoncent à imposer des conditions et une administration exagérée.

114 NOUVELLES FORESTIÈRES

Nouveau site Internet de l‘Of ce des forêts

OFOR

Nouvel aspect, nouveaux contenus et structure améliorée : www.be.ch/foret, le site Internet du Service forestier ber- nois a été actualisé.

L’Of ce des forêts a remanié son portail d’information sur Internet. Ce rafraîchis- sement a eu lieu dans le cadre de l’uni- formisation de tous les sites Internet du canton. Les nouvelles pages sont fa- ciles à utiliser et réduites à l’essentiel. La structure des thèmes permet un accès rapide à la matière forêt.

Le nouveau site Internet offre des faits intéressants à propos de la forêt ber- noise ainsi que des informations pour toutes les personnes intéressées à la fo- rêt. Voulez-vous par exemple savoir quelles prestations le canton de Berne offre aux propriétaires de forêts ? Ou comment se présente actuellement le danger d’incendie de forêt ? Ou à quel endroit vous pouvez acquérir des plants forestiers indigènes ?

Les réponses à ces questions et beau- coup d’autres informations concernant l’exploitation forestière, la formation et les professions forestières, la plani - cation forestière, le droit forestier ainsi que des renseignements sur l’Entreprise Forêts domaniales et la Division Dangers naturels se trouvent sous www.be.ch/fo- ret.

Les résultats de l’inventaire forestier national 3 (IFN3) pour le Jura bernois (dernière partie)

Synthèse de Rénald Queloz, ingénieur forestier sur la base de l‘IFN3

« Les autres aspects de la forêt » Dans ce 3ème et dernier article, nous abordons les aspects de la forêt qui ne concernent pas directement la produc- tion de bois.

L’état de la forêt L’IFN3 quali e les ¾ de nos forêts comme étant « stables » et ¼ « légère- ment instables ». Les forêts qui ne sont plus exploitées depuis plus de 20 ans font évidemment partie des « légère- ment instables ». La dynamique natu- relle n’est pas toujours très rapide : une forêt non exploitée garde sa stabilité durant des années encore. Sans inter- ventions, leur état s’aggravera toutefois dans les années à venir.

Les dommages dont les arbres peu- vent souffrir sont passés en revue : bris de cimes, écorce arrachée, défoliation, … . L’inventaire conclut que les ¾ des

défoliation, … . L’inventaire conclut que les ¾ des «Les loisirs en forêt, un service offert

«Les loisirs en forêt, un service offert à la popula- tion par les propriétaires forestiers»

arbres en sont épargnés. La question de la pollution et du réchauffement clima- tique n’est pas abordée dans le cadre de

l’IFN3.

La nature en forêt Cet aspect est abordé par une approche de la quantité de bois mort en forêt et de la qualité des lisières. Nos forêts sont relativement riches en bois mort. Il représente environ 11 m3 par hectare sur un total d’environ 400 m3/ha. Cela peut paraître modeste. Tou- tefois, rapporté à l’ensemble de la fo- rêt du Jura bernois, cela représente en- viron 270’000 m3 qui y accomplissent leur cycle de vie complet, soit plus de deux volumes d’exploitations annuelles. Ce bois mort n’est pas perdu pour tout le monde, il nourrit quantités d’insectes, de micro-organismes et, par voie de conséquence, soutient la biodiversité en forêt.

Les principales essences concernées sont, dans l’ordre d’importance, le hêtre, l’épicéa et le sapin.

La forêt en tant que biotope a égale- ment été analysée par l’IFN. Il en ressort que sa valeur naturelle est quali ée de moyenne à élevée sur environ les deux tiers de la surface forestière. Ce bon ré- sultat est tempéré par les conclusions

sur l’état des lisières qui pourraient être plus riches en structures favorables à la faune et à la ore.

La fonction protectrice Les forêts du Jura bernois remplissent également une fonction protectrice im- portante, notamment contre les chutes de pierres, en amont d’agglomérations et de voies de communications. L’IFN3 évalue ces surfaces, où la production de bois s’efface devant une prestation de sécurité offerte à la collectivité, à envi- ron 10% de la surface forestière totale.

La fonction sociale Pour terminer, nous parlons de la fonc- tion sociale de la forêt : promenade, VTT, ski, camping, … . Dans le Jura ber- nois, ce rôle est déclaré «faible» sur en- viron 83% des forêts. Cela ne veut tou- tefois pas dire que le rôle social de la forêt est négligeable chez nous, le pro- meneur y trouve simplement plus d’es- paces qu’ailleurs.

Les chiffres sont révélateurs: dans le Jura bernois, chaque citoyen « dispose » d’environ un demi-hectare de forêt pour ses loisirs, mis à disposition gracieuse- ment par les propriétaires. Ce libre ac- cès à la forêt est garanti par la loi. La moyenne suisse ne s’élève qu’à environ 0.16 hectare par habitant.

NOUVELLES FORESTIÈRES

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Championnat suisse de bûcheronnage profes- sionnel: belle performance des bernois

Pierre-Yves Vuilleumier

Le 9ème championnat suisse de bûche- ronnage professionnel s’est déroulé pour la première partie les 24 et 25 juin à Wangen. a. A. pour l’abattage, et le 19 août dernier à Lucerne pour la nale et la proclamation des résultats.

Quatre personnes du canton de Berne participaient à la nale: un apprenti et un professionnel (Andreas von Känel et Hanspeter Luginbühl de Aeschi), ainsi que les frères Philippe et Urs Amstutz du Jura bernois, tous les deux dans la caté- gorie professionnelle.

Au total, 67 spécialistes se sont affrontés dans le concours: 50 chez les profession- nels et 17 chez les moins de 24 ans.

En 2009, lorsqu’ils ont obtenu un pre- mier et un troisième rang au champion- nat bernois de bûcheronnage à la BEA, Urs et Philippe Amstutz se sont quali és pour la nale du championnat suisse. A ce niveau de la compétition, rien ne doit être laissé au hasard. Pour espérer un classement honorable, il faut s’en- traîner sérieusement pendant une lon- gue période. Pour obtenir un maximum de points dans les cinq disciplines, il faut faire preuve d’une grande dextérité et d’une très grande précision dans le ma- niement de la tronçonneuse. La perfor- mance est mesurée à la fois par la pré- cision du travail et le temps écoulé pour l’exécution de son épreuve.

et le temps écoulé pour l’exécution de son épreuve. Les représentants du canton de Berne: de

Les représentants du canton de Berne:

de g. à d. Andreas von Känel et Hanspeter Lug- inbühl de Aeschi avec les frères Urs et Philippe Amstutz du Jura bernois

avec les frères Urs et Philippe Amstutz du Jura bernois Le trio vainqueur 2011 de la

Le trio vainqueur 2011 de la catégorie profession- nelle de g. à d. Arno Illien 2ème, Balz Recher 1er et Urs Amstutz 3ème

Des objectifs en vue Classés dans les 12 premières places du classement nal, Philippe et Urs am- bitionnent de pouvoir faire partie de l’équipe suisse de la discipline, mais pour y arriver, il reste encore de nom- breux obstacles à franchir.

S’ils sont motivés à faire partie de l’équipe suisse, les douze meilleurs du classement nal de Lucerne feront trois concours. Six concurrents seront rete- nus dans l’équipe suisse. Ensuite, quatre concours départageront les profession- nels qui représenteront la Suisse aux Championnats du monde.

L’épreuve d’abattage se déroule en fo- rêt. Chaque participant doit abattre un

Dans cette épreuve, Philippe termina au

Les deux frères Amstutz travaillent au sein de leur entreprise forestière et ef- fectuent des travaux surtout dans le Jura bernois.

épicéa d’un diamètre à hauteur de poi- trine d’environ 35 cm. Cette discipline peut apporter ou au contraire faire perdre beaucoup de points.

5ème rang et Urs au 10ème rang. Urs au- rait peut-être pu faire un peu mieux. Il avait toutefois quelques circonstances atténuantes, puisqu’il se mariait le len-

Classement nal du 9ème championnat suisse de bûcheronnage Dans le classement des moins de 24 ans, il faut souligner la première place de Marc Rinaldi du canton de Neuchâtel.

Catégorie des professionnels (50 clas- sés):

demain!

1.

Recher Balz, BL/BS, 1644 points

2.

Illien Arno, GR, 1595 points

Le jour de la nale, Philippe a eu

3.

Amstutz Urs, BE 1586 points

quelques problèmes au montage de la

9.

Amstutz Philipp, BE, 1470 points

tronçonneuse.

24.

Luginbühl Hanspeter, BE, 1312 pt.

Sa discipline favorite est l’ébranchage, épreuve dans laquelle il a obtenu la

Catégorie des -24 ans (17 classés)

deuxième place, malgré un nœud mal

1.

Rinaldi Marc, NE, 1495 points

ébranché qui lui t perdre la première

2.

Steiner MIchael, TG, 1420 points

place de la discipline.

3.

Lerch Orlando, GR, 1411 points

13.

von Känel Andreas, BE, 955 point

Urs a effectué une remontée spectacu- laire pour nir au troisième rang nal… Il a obtenu le 2ème meilleur temps au poste du changement de chaîne avec un 11.43 secondes canon! Même s’il s’est bien entraîné pour cela (30 à 50 change- ments de chaîne par semaine!), la per- formance est tout à son honneur.

Le canton de Berne a obtenu une très belle troisième place par équipe. Toutes nos félicitations à nos représentants et bonne chance aux frères Amstutz pour leur quali cation dans notre équipe na- tionale!

116 NOUVELLES FORESTIÈRES

Championnat du monde Stihl Timbersports Series

Pierre-Yves Vuilleumier

Le championnat du monde de Stihl Tim-

bersports Series s’est déroulé à Roer- mond le 3 septembre dernier. Ce concours de bûcheronnage sportif est très différent des concours destinés aux bûcherons professionnels. Toutefois, c’est bien un forestier-bûche- ron vaudois qui représentait notre pays aux Pays–Bas.

Christophe Geissler d’Aigle était notre représentant, grâce à sa 1ère place au championnat suisse de juin dernier.

Il ne s’est pas contenté de faire de la - guration, mais a décroché une brillante 2ème place à 11 points du vainqueur, l’intouchable Néo-zélandais Jason Wynyard. Avant le début de la dernière

Jason Wynyard. Avant le début de la dernière épreuve, notre compatriote n’avait que huit points de

épreuve, notre compatriote n’avait que huit points de retard sur le leader, donc tout était encore possible. Toutefois, le favori n’a pas failli à sa réputation.

Au troisième rang gure le Tchèque Martin Komarek, un habitué de cette position.

A noter qu’un seul représentant par pays - donc le meilleur - peut participer à cette manifestation. Au total 16 pays étaient représentés.

Dans la même foulée, Christophe Geiss- ler a gagné un concours de bûcheron- nage sportif international à Paris le 25 septembre.

Concours de photos pour les apprentis forestiers-bûcherons

Codoc, communiqué de presse du 16.8.2011

«La forêt – mon lieu de travail»

A l’occasion de l’Année internationale

des forêts, CODOC - Coordination et do- cumentation pour la formation foresti- ère - a organisé un concours de photos.

Les apprentis forestiers-bûcherons étaie nt invités à envoyer des images cap- tivantes du travail quotidien en forêt, en illustrant des personnes, des machi- nes ou d’autres instruments de travail. Les 18 apprentis participant au concours ont envoyé des photos parfois impres- sionnantes. Le jury, composé d’Adrian Moser (photographe au journal Der Bund), Fredy Obrecht (Agence de publi- cité Publix), Marina Zala (graphiste chez upart), Mario Tabozzi (Centre de com- pétences Multimedia) et Rolf Dürig (re- sponsable CODOC), a évalué les séries de photos le 5 juillet dernier.

Classement des 6 meilleures images :

1. Rahel Eichenberger (SH)

2. Raphael Agner (LU)

3. Corina Stolz (TG)

4. Adrian Kobel (OW)

5. Fadri Brenn (GR)

6. Stefan Zurkirchen (LU)

La proclamation des résultats et la re- mise des prix ont eu lieu le vendredi 19 août dans le cadre de la Foire forestière internationale de Lucerne.

août dans le cadre de la Foire forestière internationale de Lucerne. Une des photos présentées par

Une des photos présentées par Rahel Eichenberger

Torée géante et saucissons

Pierre-Yves Vuilleumier

Le pâturage boisé a reçu sa lettre de no-

blesse au début de mois d’octobre. Il n’y

a pas meilleure preuve de succès, au vu

de la grande af uence populaire venue dans le pâturage boisé de la Sagne pour

y partager un de ces bons saucissons

cuits dans la braise du feu de bois.

Une torée géante a été organisée le di- manche 2 octobre par les associations forestières du canton de Neuchâtel sur le célèbre pâturage boisé du Communal de La Sagne. Le repas s’inscrivait comme dernière manifestation neuchâteloise pour l’Année internationale de la forêt.

Bien que prévue longtemps à l’avance, la date a été fort bien choisie puisque le soleil et la chaleur se sont invités à la fête.

Les associations forestières ont offert 1320 saucissons neuchâtelois aux pique- niqueurs inscrits et les maîtres-bouchers en ont mis en vente pas moins de 330.

Au nal, plus de 2500 adeptes se sont rendus sur place. Sous la responsabili- té des quarante communes partenaires, trente-cinq feux ont été nécessaires pour assurer la cuisson des saucissons. Victimes de leur succès, les organisa- teurs ont dû arrêter prématurément les inscriptions, ce qui a réduit considéra- blement le nombre de personnes dési- rant se rendre sur place.

Tradition Trente minutes auront été nécessaires pour cuire dans le lit de braise, les sau- cisses de 380 grammes, emballées dans une feuille de papier de boucherie et dans une feuille d’alu. Pour la recette of cielle et selon les spé- cialistes, il faut ajouter une feuille de chou autour de la saucisse et l’emballer respectivement dans une feuille de pa- pier boucherie et une feuille de journal mouillée. Encore une petite précision: pour être au plus près de la tradition, l’on étale

NOUVELLES FORESTIÈRES

117

une couverture à même le sol et toute la famille s’y installe pour partager le sau- cisson !

Le pâturage boisé, cette merveille

La torée est en quelque sorte l’emblème du cœur de la chaîne jurassienne où l’on

y trouve des pâturages boisés. Depuis

plusieurs années déjà, des personnes de la région mettent tout en œuvre pour garantir le maintien à long terme de ce patrimoine incontournable.

Il n’y a pas plus belle récompense que

de voir à quel point les très nombreux pique-niqueurs, citoyens et citoyennes à la base, ont apprécié sans restriction ce lieu magique qui a comme priorité une vocation sylvo-pastorale… Il fallait le

préciser.

Livre des records Pour la petite histoire, les organisateurs ont pour objectif d’inscrire cette grande manifestation dans le Livre des records.

DANGER D’INCENDIE EN FORÊT:

l’Of ce des forêts fournit les bases correspondantes

Les dix préfets du canton de Berne ont prononcé une interdiction des feux en forêt le 20 avril 2011 et l’ont maintenue durant un mois environ. Le public a été informé de la levée de l’interdiction par communiqué de presse le 16 mai 2011.

L’Of ce des forêts a préparé les bases nécessaires à cette décision. Le système INCENDI de prévision des feux en forêt permet de procéder à une évaluation de la situation approfondie pour tout le canton. La population peut s’infor-

mer de la situation actuelle à l’adresse

http://www.vol.be.ch/site/fr/wald-wald-

brandgefahr.

Renseignements:

Gerold Knauer, chef de l’Etat-major technique Forêt 031 633 49 58 gerold.knauer@vol.be.ch

brandgefahr. Renseignements: Gerold Knauer, chef de l’Etat-major technique Forêt 031 633 49 58 gerold.knauer@vol.be.ch

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DÉCOUVERTE

A la découverte de mystérieuses inscriptions

Ouverture du «Chemin des Anabaptistes» dans le Jura bernois

Suivant des sentiers enchanteurs, le nouvel itinéraire culturel «Chemin des Anabaptistes» traverse un paysage de rêve et raconte l’histoire passionnante du mouvement anabaptiste dans le Jura bernois. Les randonneurs peuvent dé- couvrir cet itinéraire ViaRegio de leur propre chef ou opter pour un forfait de deux jours.

Le «Chemin des Anabaptistes» relie, par l’intermédiaire de voies de commu- nication historiques, les lieux signi ca- tifs de l’histoire des anabaptistes dans le Jura bernois. Parmi ceux-ci se trouve le Pont des Anabaptistes, chargé d’une symbolique particulière. Les anabap- tistes avaient en effet l’habitude d’orga- niser leurs réunions secrètes sous le pont de pierre qui se dressait à cet endroit. De mystérieuses inscriptions gravées dans la roche témoignent aujourd’hui encore de ces assemblées. On en trouve égale- ment sur les parois du Creux de Glace, une grotte abritant un glacier souter- rain.

Un sol aride et un esprit pionnier Dans l’agitation provoquée par la ré- forme à Zürich au XVIe siècle, les Ana- baptistes fuient les persécutions et trou- vent d’abord refuge dans l’Emmental. Ils nissent toutefois par en être chassés et se réfugient sur les hauteurs du Jura, où l’évêque de Bâle leur assure sa pro- tection.

Jura, où l’évêque de Bâle leur assure sa pro- tection. Inscriptions dans la roche près du

Inscriptions dans la roche près du Pont des Anabap- tistes.

Le hameau du Jean Gui, lieu de rencontre des Ana- baptistes du Sonnenberg depuis des siècles.

Photo © ViaStoria

du Sonnenberg depuis des siècles. Photo © ViaStoria Sur un sol aride, les Anabaptistes recons- truisent

Sur un sol aride, les Anabaptistes recons- truisent leur existence en s’appuyant sur leur esprit pionnier et leur croyance inébranlable. Au l des siècles, ils for- gent un paysage culturel considéré au- jourd’hui comme typique de la région:

les Anabaptistes ont construit des murs de pierres sèches, planté des haies et des allées pour délimiter les parcelles. Ils ont laissé paître leurs bêtes dans des prairies parsemées d’arbres, ont aménagé des chemins et introduit l’architecture et la langue de leur patrie suisse-alémanique dans une région francophone.

Un projet commun L’itinéraire de 33 km, qui se parcourt en deux jours, suit les sentiers of ciels. Par- tant de Sonceboz, il mène tout d’abord sur la Montagne du Droit avant de suivre le anc sud du Vallon de Saint- Imier pour grimper sur le Chasseral. Cette randonnée peut s’effectuer à titre individuel ou sur la base d’un forfait. Ce

dernier est proposé à partir de 85 francs / 60 euros par Jura bernois Tourisme et comprend, outre l’hébergement d’une nuit, une visite guidée dans les Archives Anabaptistes et une documentation de voyage passionnante.

Cet itinéraire a été élaboré par ViaStoria – Centre pour l’histoire du tra c en col- laboration avec le Parc régional Chasse- ral, la Communauté mennonite du Son- nenberg et la Fondation suisse pour la protection et l’aménagement du pay- sage FP. Ces prochaines années, des me- sures de valorisation du paysage sont prévues pour un montant de plus d’un million de francs. Le «Chemin des Ana- baptistes» fait partie du programme «Itinéraires culturels en Suisse» de Via- Storia et a pu être réalisé grâce à l’aide nancière du Secrétariat d’Etat à l’éco- nomie SECO et du Fonds Suisse pour le Paysage FSP. Vous trouverez plus d’in- formations sur le site web des Itinéraires culturels:

www.itineraires-culturels.ch

2011 Une année à fruits et à graines

Pierre-Yves Vuilleumier

Les arbres en ont les branches qui tom- bent ! Il est assez rare de voir autant de fruits et de graines sur les arbres et arri- vés aussi vite à maturité.

Si l’on prend l’exemple des noisettes sur la chaîne jurassienne, elles tombent de l’arbre d’elles-mêmes à l’état mûr dès la n septembre, fait assez rare pour le souligner. Espérons qu’au printemps prochain les

cotylédons se développent aussi bien que les graines cette année. Ça, c’est une autre histoire !

Fruits et graines en masse ici sur le sorbier et l’épicéa

les graines cette année. Ça, c’est une autre histoire ! Fruits et graines en masse ici

Activités, manifestations ouvertes au tout public

AGENDA

119

Année 2011

Activité, manifestation

Organisation, lieu

24 au 27 novembre

Foire Suisse Maison et Energie

BEA bern expo AG, Bern www.hausbaumesse.ch

Activités, manifestations pour public-cible

Année 2011

Activité, manifestation

Organisation, lieu

6 décembre

Réunion de service

DF8

Les dates des activités mentionnées nous sont fournies par les organisateurs. La rédaction décline toute responsabilité en cas d’annulation ou de report de ladite activité.

Echéancier pour la prochaine parution :

Prochaine parution Forêt bernoise no 6 – 2011 :

n décembre 2011

Dernier délai pour la réception des articles :

30 novembre

Renseignements pour la partie francophone de la Forêt bernoise :

Division forestière 8 :

tél. :

032 – 481 11 55

divisionforestiere8@vol.be.ch

Pierre-Yves Vuilleumier :

pierre-yves.vuilleumier@vol.be.ch

portable :

079 – 222 45 86

10 e Foire Maison et Energie 2011

Date:

du jeudi 24 au dimanche 27 novembre 2011

Lieu:

Bernexpo, Berne, halles 1.1, 1.2, 3.0, 3.1, 3.2,, Centre des Congrès halle 1.3

Thèmes :

ef cience énergétique, Minergie, Minergie-P, Minergie-A, maison passive, maison EnergiePlus, construction

Exposants :

en bois, énergies renouvelables : soleil, bois, pompes à chaleur environ 400 sociétés, institutions, écoles, associations, pouvoirs publics

Visiteurs :

25’000 professionnels et privés intéressés

Congrès :

programme de congrès avec plus de 50 Events et près de 200 exposés pour professionnels de la construction

Contact :

et propriétaires privés Focus Events AG, Route de Soleure 102, CH- 2504 Bienne, +41 32 344 03 87 / konstantin.brander@bfh.ch /

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