Sie sind auf Seite 1von 1

ber Kylie Minogue

Elisabeth Rieping Stichworte: Mainstreammedien, Medien, Psychopharmaka, Psychologisches nachmittags 2006-11-11 Die Kommentare zur Wahl von Kylie Minogue als Frau der Woche in der Brigitte fand ich beeindruckend. Kylie Minogue hat auch Brustkrebs gehabt. Aber weil die ganze Sache wie ein Medienspektakel wirkt, ist es so schwer, Mitgefhl fr sie zu entwickeln. Durch den ganzen Glamour sind ihre Gefhle so schwer nachzuempfinden. Anders die Kommentare der Leserinnen, die mir zu Herzen gingen: http://www.brigitte.de/frau/gesellsc...ndex.html?p=12 [Kommentare sind inzwischen entfernt] Vielleicht ist der Grund, dass man durch Kylies Geschichte nicht berhrt wird, dass sie so rber kommt, als wren da keine Probleme. Sie hat eine wunderbare Figur, ist eine Sexbombe und der Krebs ist auch weg. Da denkt frau, ja nun, wo ist denn das Problem? In Wirklichkeit wei man doch nicht, ob sie geheilt ist, ob sie so locker ist, weil sie Psychopharmaka bekommt, wie so viele Frauen? Oder was dahinter steckt? Vielleicht kommt das Flippige von Citalopram oder so einem Zeug, mit dem die Brustkrebsfrauen im Moment so von ihren Sorgen befreit werden werden. Das Problemlose wirkt einfach nicht echt. Und was macht sie, wenn sie ein Lymphdem bekommt mit ihrer Identitt als Sexbombe? Auch Verdrngen? Vielleicht hat sie ja Glck. Aber fr die Leute, die das nicht haben und das sind viele, ist das schwer zu lesen. Ich denke brigens, dass es Kylie innerlich ganz anders geht, als sie sich gibt. Vielleicht hat sie auch Angst um Ihre Karriere und ihr Leben. Aber das passt eben nicht zu ihrem Image und zwingt sie vielleicht, ihre Gefhle verborgen zu halten. Es kann sein, dass sie dadurch sehr einsam ist.

archive.org: http://web.archive.org/web/20070905181123/http://www.erieping.de/ > strg f Kylie