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Teaserübung

Bitte Schreiben Sie einen Teaser (max. 220 Zeichen) und schreiben Sie die O-Töne
online-gerecht um.

Vorschlag zur Anmoderation:


Rund 450 Bundeswehrsoldaten leisten zur Zeit ihren Dienst im Feldlager im
nordafghanischen Kunduz ab. Die meisten von ihnen werden auch über Weihnachten
dort stationiert sein. Fern ab von Familie und Freunden. In der Adventszeit haben sich
die Soldaten einiges einfallen lassen, um über den Heimatschmerz hinwegzukommen.
Daniel Scheschkewitz war vor Ort.

1. ATMO: Weihnachtsmarkt “Alle Jahre wieder...”

Für die Soldaten der Bundeswehr ist es kein Weihnachten wie sonst. Ihr Einsatz hat sie
5.000 Kilometer von zuhause weg befördert - in den unruhigen Norden Afghanistans. Im
Lager der ISAF in Kunduz hat das 15.Kontingent einen Adventsbasar organisiert. Mit
Pfannkuchen, Glühwein und Weihnachtsliedern gehen die Soldaten gegen das
Heimweh an.

Stabsunteroffizier Rainer Henze steht normalerweise im Lummerland, der


Freizeiteinrichtung des Lagers, hinter den Tresen und heitert die Kameraden mit flotten
Sprüchen auf. Heute aber grillt er auf dem Adventsbasar Würstchen und hat sich aus
sonst ganz der festlichen Jahreszeit angepasst.

2. O-TON HENZE (dt.):


“Ja, wie sie sehen habe ich eine Weihnachtsmütze auf und stehe am Bratwurststand
hier in Kunduz. Betreuung ist unser oberstes Gebot. Für unsere Kameraden und
Soldaten. Wir geben unser Bestes, alles zum Feste weihnachtlich schick zu machen.
Damit die Stimmung ein bisschen rüberkommt. Dazu gehört auch die Musik hier am
Stand, ich denke mal, das läuft und wir geben unser Bestes.”

Ein paar Meter weiter hat sich Klaus Fleischer als Weihnachtsmann verkleidet, links von
ihm steht Knecht Ruprecht in schwarzer Kutte und rechts von ihm ein afghanisches
Kamel. Vor dieser Trias lassen sich die Soldaten fürs Weihnachtsfoto in die Heimat
ablichten.

3. O-TON FLEISCHER (dt.):


“Ich bin das erste mal als Weihnachtsmann in Afghanistan." - Reporter: "Und was ist das
für ein Gefühl?" - "Ja, das ist schon ein gutes Gefühl, wenn man den Kameraden ein
wenig Spaß bereiten kann.”

Vielen im Lager in Kunduz hilft die Kameradschaft untereinander über die bange Zeit
hinweg. So wie Major Henning Loss, der für seine Kompanie an Heiligabend ein
spezielles Weihnachtsessen plant.

4. O-TON LOSS (dt.):


“Ich komme aus einer Großfamilie, habe vier Geschwister und bin zum ersten mal in
diesem Jahr nicht da. Aber ich glaube für die daheim ist es noch schwieriger. Denn ich
habe hier die ganzen Kameraden, mit denen man sich auch gut versteht. Aber meine
Freundin zuhause ist sehr allein. Die wird wohl mich mehr vermissen als ich sie hier.”

In diesen auch in Afghanistan kalten Tagen, wo das Lager der Soldaten wiederholt unter
Raketenbeschuss gerät, sind die Gedanken der Soldaten oft bei den Angehörigen
daheim. Entsprechend rege ist das Treiben im Basar-Zelt, wo steuerfrei noch schnell
das ein oder andere Geschenk für die Lieben daheim eingekauft wird. Oberfeldwebel
Michael Schmidt weiß, welche Artikel am meisten gefragt sind:

5. O-TON SCHMIDT (dt.):


"Kleine Parfümpackungen und natürlich Süßigkeiten. In Stiefeln zurecht gepackt für die
Kinder zuhaus. Das ist für das Weihnachtsfest genau das Richtige. Die gehen dann
morgen mit der Feldpost ganz normal nach Hause und wenn alles klappt, sind sie noch
pünktlich zum Fest da.”

Zum Fest selbst werden für die Soldaten mehrere Gottesdienste veranstaltet. Dabei
sollen auch die nicht so stark im Glauben Verwurzelten angesprochen werden. Rainer
Stahlhacke ist katholischer Militärdekan beim 15. Truppenkontingent in Kunduz:

6. O-Ton Stahlhacke (dt.):


“Ein Gottesdienst wird sich besonders an die Soldaten aus den östlichen Bundesländern
richten, die eigentlich wenig Bezug zur Kirche und zum Christentum haben, die aber
dennoch an Weihnachten die Botschaft hören wollen. Da machen wir einen etwas
vereinfachten Gottesdienst, wo die Eingangschwelle für die Soldaten etwas niedriger ist.
Und für die katholisch oder evangelischen Soldaten werde ich eine Mitternachtsmesse
anbieten und ich denke schon, dass man da auch viele Dinge die man auch zuhause
machen würde (wiederentdecken wird. Und das ist auch wichtig für das Herz und die
Seele der Jungs und Mädels, die hier ihren Dienst tun. Sie sollen in diesem Gottesdienst
auch ein Stück Heimat zu finden.)”

7. ATMO: “O Du Fröhliche...”

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ENDE