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Katalog HG 12.31 · 2007

Mittelspannungsgeräte Auswahl- und Bestelldaten

Power Transmission and Distribution

Katalog HG 12.31 · 2007 Mittelspannungsgeräte Auswahl- und Bestelldaten Power Transmission and Distribution

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

R-HG12-020.tif

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH R-HG12-020.tif 2 Siemens HG 12.31 · 2007

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Inhaltsverzeichnis

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH Inhaltsverzeichnis

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Mittelspannungsgeräte Katalog HG 12.31 · 2007

Ungültig:

Katalog HG 12 · 1999, Teil 3

Inhalt

Seite

Beschreibung

5

Allgemeines

6

Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungseinsätze

7

Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungsunterteile

9

Lieferübersicht

10

Geräteauswahl

11

Auswahlhilfen

12

Bestellangaben und Konfigurationsbeispiel

20

Auswahl Sicherungseinsätze

21

Auswahl Sicherungsunterteile

23

Zubehör und Ersatzteile

26

Technische Daten

27

Elektrische Daten, Maße und Massen Sicherungseinsätze

28

Elektrische Daten, Maße und Massen Zubehör

29

Elektrische Daten, Maße und Massen Sicherungsunterteile

30

Anhang

33

Anfrageformular

34

Konfigurationsanleitung

35

Konfigurationshilfe

Ausklappseite

© Siemens AG 2007

1

2

3

4

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

R-HG11-173.tif

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH R-HG11-173.tif 4 Siemens HG 12.31 · 2007

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Beschreibung

Inhalt

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH Beschreibung Inhalt

R-HG11-174.tif

3GH Beschreibung Inhalt R-HG11-174.tif Industrieanwendung Raffinerie Inhalt Seite

Industrieanwendung Raffinerie

Inhalt

Seite

Beschreibung

5

Allgemeines

6

Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungseinsätze:

Anwendungen

7

Aufbau

7

Thermoschlagstift

7

Arbeitsweise

7

Einsatzbereich der HH-Sicherungen

8

Transport und Lagerung

8

Austausch von Sicherungseinsätzen

8

Normen

8

Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungsunterteile:

Aufbau

9

Schaltzustandsgeber mit Hilfsschalter

9

Normen

9

Isoliervermögen

9

Lieferübersicht Sicherungseinsätze

10

Lieferübersicht Sicherungsunterteile

10

1

Beschreibung

Allgemeines

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Beschreibung Allgemeines Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

R-HG12-022.eps

R-HG12-021.tif

Sicherungseinsätze 3GD und Sicherungsunterteile 3GH – die Sicheren

Transformatoren, Hochspannungsmotoren und andere Verbraucher müssen vor thermischer und dynamischer
1

Sicherungseinsätze 3GD – Sicherheit für Geräte

1 Sicherungseinsätze 3GD – Sicherheit für Geräte HH-(Hochspannungs-Hochleistungs-)Sicherungseinsätze 3GD

HH-(Hochspannungs-Hochleistungs-)Sicherungseinsätze 3GD eignen sich besonders gut für den Schutz von Geräten und Anlagenteilen, da die vereinheitlichten Sicherungs- kennlinien auf das Zusammenwirken der verschiedenen Schutzeinrichtungen abgestimmt sind. Sie sind geeignet für Innenraumanlagen, Freiluftanlagen, Betrieb bei erhöhter Luftfeuchtigkeit und bei stark wechselnder Betauung.

Überlast infolge von Kurzschlüssen geschützt werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Sicherungsunterteile 3GH – sichere Aufnahme

zu vermeiden. Sicherungsunterteile 3GH – sichere Aufnahme Ob erhöhte Luftfeuchtigkeit oder gelegentliche Betauung,

Ob erhöhte Luftfeuchtigkeit oder gelegentliche Betauung, HH-(Hochspannungs-Hochleistungs-)Sicherungsunterteile meistern diese Umgebungsbedingungen in Innenraum- anlagen ohne Probleme. Sie werden einpolig (3GH1) und dreipolig (3GH3) für Bemessungs-Spannungen von 7,2 kV bis 36 kV geliefert.

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Beschreibung

Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungseinsätze

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH Beschreibung Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungseinsätze

Sicherungseinsätze

HH-Sicherungseinsätze 3GD werden aus hochwertigem Material gefertigt, um auch unter verschiedenen Umwelt- belastungen in Freiluftanlagen funktionssicher zu bleiben.

Anwendungen

Die Sicherungseinsätze werden für Innenraum- und Freiluft- anlagen im Bemessungs-Spannungsbereich von 3,6 kV bis 36 kV eingesetzt. Sie schützen Geräte und Anlagenteile vor der dynamischen und thermischen Wirkung hoher Kurz- schlussströme, indem sie diese bereits während des Strom- anstiegs ausschalten.

Zur Absicherung von Hochspannungsmotoren sind der Anlaufstrom, die Anlaufzeit und die Anlaufhäufigkeit zu berücksichtigen.

Aufbau

Parallelgeschaltete Schmelzleiter mit Engstellen. Allseitig von einem feinkörnigen Löschmittel (Quarzsand) umgeben.

Hauptschmelzleiter (3) auf keramischem Innenrohr mit sternförmigem Querschnitt gewickelt.

Außenrohr (2) aus Porzellan mit braunglasierter Oberfläche.

Jeder HH-Sicherungseinsatz hat einen Thermoschlagstift (4), der an einen Nebenschmelzleiter (1) angeschlossen ist. Wenn die Hauptschmelzleiter schmelzen, dann verdampft der Nebenschmelzleiter und gibt eine Druckfeder frei. Diese stößt den Schlagstift aus der Kontaktkappe des HH-Sicherungseinsatzes.

Thermoschlagstift

Der Thermoschlagstift aus speziellem, rot eingefärbten Kunststoff hat folgende Aufgaben:

Auslösung, sobald alle Hauptschmelzleiter geschmolzen sind.

Auslösung, sobald es dem Sicherungseinsatz zu heiß wird, z.B. bei Fehlerströmen > I r und < I 3 .

Meldung, wenn ein Sicherungseinsatz angesprochen hat.

Die Thermoschlagstift-Auslösung verhindert bei einer Schalter-Sicherungs-Kombination eine thermische Zerstörung der Sicherung. Einsatzmöglichkeiten sind Kombinationen mit

Lasttrennschalter

Vakuumschütz

Lastschalter.

Arbeitsweise

Fließt ein Kurzschlussstrom über die HH-Sicherung, schmelzen und verdampfen die Hauptschmelzleiter an allen Engstellen schon während des Stromanstiegs. An diesen Engstellen brennen Lichtbögen. Sie werden durch das Löschmittel so stark gekühlt, dass die Summe ihrer Brennspannungen über der Betriebsspannung liegt.

Schnittskizze eines HH-Sicherungseinsatzes
Schnittskizze eines HH-Sicherungseinsatzes

1 Nebenschmelzleiter

2 Außenrohr

3 Hauptschmelzleiter

4 Thermoschlagstift

2 Außenrohr 3 Hauptschmelzleiter 4 Thermoschlagstift Kraft-Weg-Diagramm des Thermoschlagstiftes 80 N/120 N

Kraft-Weg-Diagramm des Thermoschlagstiftes

80

N/120 N

Typ medium

Strecke 0A

freie Bewegung

Strecke AB

Auslöseweg

Strecke 0B

minimale Wegstrecke

Strecke 0C

maximale Wegstrecke

1

Beschreibung

Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungseinsätze, Normen

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Beschreibung Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungseinsätze, Normen Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

1

U p Prüfspannung u ü Schaltspannung I p Prüfstrom i D Durchlassstrom t S Schmelzzeit

U p Prüfspannung

u ü Schaltspannung

I p Prüfstrom

i D Durchlassstrom

t S Schmelzzeit

t L Löschzeit

Ausschalt-Oszillogramm eines HH-Sicherungseinsatzes (Beispiel)

Bemessungs-

Zulässige maximale

Spannung

Schaltspannung

kV

kV

3,6

12

7,2

23

12

38

17,5

55

24

75

36

112

Auszug aus IEC 60282-1: Maximale Schaltspannung

Arbeitsweise (Fortsetzung)

Dadurch wird eine rasche Stromabnahme erzwungen und der Strom noch während des Anstiegs unterbrochen.

Durch das optimal gestaltete Verhältnis des Engequer- schnitts zum Bandquerschnitt und die Aufteilung auf mehrere parallele Teilschmelzleiter wird im Überlastbereich erreicht, dass der kleinste Ausschaltstrom I 3 den in dem Kapitel „Technische Daten“ angegebenen Wert nicht über- schreitet.

Die besondere Ausbildung der Teilschmelzleiter verhindert Schaltspannungen von gefährlicher Höhe. Durch Typprüfung nach IEC 60282-1 ist nachgewiesen, dass die Schaltspan- nungen der HH-Sicherungseinsätze das 2,2fache des Scheitelwertes der oberen Bemessungs-Spannung der HH-Sicherung nicht überschreiten (siehe nebenstehende Tabelle). Sie betragen im Mittel das 1,5fache des Scheitel- wertes der oberen Bemessungs-Spannung.

Einsatzbereich der HH-Sicherungen

Durch Prüfungen wurde die niedrigste Betriebs-Spannung ermittelt, für die HH-Sicherungseinsätze verwendet werden können, ohne dass die nach den Normen zulässige maximale Schaltspannung bei der niedrigeren Bemessungs-Spannung überschritten wird. In der Regel kann man Sicherungen in Netzen mit einer um eine Stufe niedrigeren Bemessungs- Spannung einsetzen.

Transport und Lagerung

Die HH-Sicherungseinsätze dürfen nur in ihrer Originalver- packung transportiert und gelagert werden. Die Verpackung besteht aus umweltverträglichem und wieder verwertbarem

Material.

Austausch von Sicherungseinsätzen

Bei zwei- bzw. dreipoligem Fehlerstrom können – bedingt durch den Zeitpunkt des Kurzschlusseintrittes oder durch das Toleranzband der Sicherungsschmelzleiter – ein bzw. zwei Sicherungseinsätze angesprochen und ausgeschaltet haben, bevor alle Schmelzleiter der restlichen Sicherungseinsätze abgeschmolzen sind. Verbleiben diese Sicherungseinsätze im Einsatz, können später Störungen auftreten. Daher müssen alle drei Sicherungseinsätze ausgewechselt werden, wie es auch in den Normen empfohlen wird.

Normen

Die HH-Sicherungseinsätze entsprechen folgenden Normen:

DIN VDE 0670 Teil 4

IEC/EN 60282-1

DIN VDE 0670 Teil 401

IEC/EN 60644

DIN VDE 0670 Teil 402

IEC 60787

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Beschreibung

Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungsunterteile, Normen und Isoliervermögen

3GD Sicherungsunterteile 3GH Beschreibung Aufbau und Arbeitsweise der Sicherungsunterteile, Normen und Isoliervermögen

Sicherungsunterteile

HH-Sicherungsunterteile 3GH sind geeignet für

Innenanlagen

erhöhte Luftfeuchtigkeit

gelegentliche Betauung.

Die HH-Sicherungsunterteile werden einpolig (3GH1) und dreipolig (3GH3) geliefert. Bei Verwendung von einpoligen Sicherungsunterteilen sind die Mindestabstände nach DIN VDE 0101 zu beachten.

Aufbau

Die einpoligen HH-Sicherungsunterteile 3GH1 bestehen aus einer Metallgrundplatte in U-Profil und zwei darauf aufge- schraubten Innenraum-Rippenstützern aus Gießharz. Die Stützer tragen die Kontaktstücke der HH-Sicherungseinsätze und die Anschlussschienen.

Die dreipoligen HH-Sicherungsunterteile bestehen aus drei einpoligen HH-Sicherungsunterteilen 3GH1, die mit Winkel- eisen zusammengeschweißt sind. Bei HH-Sicherungsunter- teilen 3GH31/3GH33 sind wegen der schmaleren Bauweise die Halter durch Makrolon-Profile abgeschirmt.

Schaltzustandsgeber mit Hilfsschalter

Die HH-Sicherungsunterteile können mit einem Schalt- zustandsgeber geliefert werden, der links angebaut wird. Eine Ein-/Aus-Anzeige in diesem Geber ermöglicht das Erkennen angesprochener Sicherungseinsätze vor Ort. Ebenso lässt sich damit ein Fernsignal über einen gekoppelten Hilfsschalter (1 S + 1 Ö) weiterleiten. Dieser Hilfsschalter hat eine Stromtragfähigkeit von

10 A bei nicht induktiver oder schwach induktiver Belastung (Gebrauchskategorie AC 1)

6 A beim Steuerschalten für das Schalten von magnetischen Antrieben, Ventilen und Zugmagneten (Gebrauchskategorie AC 11).

Normen

Die HH-Sicherungsunterteile entsprechen folgenden Normen:

VDE 0670 Teil 4

VDE 0670 Teil 2

Isoliervermögen

Das Isoliervermögen einer Isolierung in Luft nimmt mit steigender Höhe wegen der geringeren Luftdichte ab. Die in dem Kapitel „Technische Daten“ angegebenen Bemessungs- Stehblitzstoßspannungswerte sind nach IEC 60694 bis zu einer Aufstellhöhe von 1000 m über Normalnull gültig. Ab einer Höhe von 1000 m muss der Isolationspegel gemäß Grafik unten korrigiert werden.

Die dargestellte Kennlinie gilt für die Bemessungs-Kurzzeit- Stehwechselspannung und die Bemessungs-Stehblitzstoß- spannung.

Dabei gilt für die Auswahl der Geräte:

U W U 0 x K a

U Bemessungs-Stehspannung unter Norm-Bezugsatmosphäre

U 0 geforderte Bemessungs-Stehspannung für den Aufstellort

K a

Höhenkorrekturfaktor gemäß untenstehender Grafik

1

Beispiel

Für eine geforderte Bemessungs-Stehblitzstoßspannung von 75 kV in 2500 m Höhe wird ein Isolationspegel von mindestens 90 kV unter Norm-Bezugsatmosphäre benötigt:

90 kV W 75 kV x 1,2

von mindestens 90 kV unter Norm-Bezugsatmosphäre benötigt: 90 kV W 75 kV x 1,2 Siemens HG

Beschreibung

Lieferübersicht Sicherungseinsätze und Sicherungsunterteile

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Beschreibung Lieferübersicht Sicherungseinsätze und Sicherungsunterteile Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

1

Lieferübersicht Sicherungseinsätze

Bemessungs-

Bemessungs-

Bemessungs-

 

Einbaulänge (Stichmaß) in mm

 

Spannung

Strom

Ausschaltstrom

 

kV

 

A

 

kA

192

 

292

442

 

537

3,6/7,2

6 – 100

 

80

 

125

– 315

 

63

   

 

12

6

32

63

 

40

– 100

 

40

   

   
 

125

– 160

 

40

   

 

24

6

25

 

40

   

 
 

32

– 100

 

31,5

   

 

36

6

40

 

31,5

       

Lieferübersicht Sicherungsunterteile

 

Bemessungs-

Bemessungs-

 

Polzahl

 

Spannung

Stehblitzstoß-

 

spannung

 

einpolig

   

dreipolig

 
 

Einbaulänge (Stichmaß) in mm

 

kV

 

A

192

292

442

537

192

292

442

537

7,2

60

 
   

75

 

     

   

12

60

   

75

   

   

   

24

 

95

           

 
   

125

   

     

 

36

 

170

     

     

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl

Inhalt

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH Geräteauswahl Inhalt

R-HG12-023.epsR-HG12-024.eps

3GH Geräteauswahl Inhalt R-HG12-023.epsR-HG12-024.eps Sicherungseinsatz 3GD1/6A Dreipoliges Sicherungsunterteil

Sicherungseinsatz 3GD1/6A

R-HG12-023.epsR-HG12-024.eps Sicherungseinsatz 3GD1/6A Dreipoliges Sicherungsunterteil mit Schaltzustandsgeber

Dreipoliges Sicherungsunterteil mit Schaltzustandsgeber

Inhalt

Seite

Geräteauswahl

11

Auswahlhilfen:

2 t-Werte

I

12

Strombegrenzungs-Kennlinien

13

Zeit-Strom-Kennlinien

14

Transformatorabsicherung

16

Tabelle 7,2 kV bis 24 kV

17

Tabelle 36 kV

18

Motorabsicherung

18

Bestellangaben und Konfigurationsbeispiel

20

Auswahl Sicherungseinsätze:

Spannungsebene 3,6/7,2 kV

21

Spannungsebene 12 kV

21

Spannungsebene 24 kV

22

Spannungsebene 36 kV

22

Auswahl Sicherungsunterteile:

Spannungsebene 7,2 kV

23

Spannungsebene 12 kV

24

Spannungsebene 24 kV

25

Spannungsebene 36 kV

25

Zubehör

26

2

Geräteauswahl

Auswahlhilfen

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl Auswahlhilfen Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Auswahlhilfen

HH-Sicherungseinsätze 3GD sind für den Kurzschlussschutz besonders geeignet.

Eigenschaften:

Kurzschlussströme steigen nicht bis zu ihrem Scheitelwert an.

Durch sehr kurze Schmelzzeiten t s < 5 ms werden schon Kurzschlussströme über dem 20- bis 25-fachen Sicherungs- Bemessungsstrom in ihrer Höhe begrenzt.

Werden HH-Sicherungen als Kurzschlussschutz eingesetzt, können Schaltgeräte bzw. Betriebsmittel (Wandler, Kabel) mit kleinerer Kurzschlussfestigkeit auch in Netzen mit höherem Kurzschlussstrom eingebaut werden.

Die nachfolgenden Tabellen und Kennlinien sollen helfen, 2 die richtige Sicherung für den Einsatzfall auszuwählen.

I

Das Integral des Stromes im Quadrat über eine gegebene Zeitspanne (I 2 t-Wert) ist ein Maß für die thermische Kurzzeit- beanspruchung der Elemente eines Stromkreises, der durch eine Sicherung geschützt ist. Man unterscheidet zwei ver- schiedene I 2 t-Werte:

Schmelz-I 2 t-Wert ist das I 2 t-Integral über der Schmelzzeit des Sicherungs- einsatzes.

Ausschalt-I 2 t-Wert ist das I 2 t-Integral über der Ausschaltzeit des Sicherungs- einsatzes.

Die Mindestwerte für das Schmelzintegral und die Maxi- malwerte für das Ausschaltintegral wurden in Schaltver- suchen gemäß IEC 60282-1 ermittelt.

Sie sind wichtige Parameter für die Anwendung von Sicherungseinsätzen, zum Beispiel bei der Selektivitätsbe- trachtung und zum Schutz empfindlicher Bauelemente (siehe Tabelle).

2 t-Werte

Sicherungs-

Schmelz-I 2 t

Ausschalt-I 2 t

Bemessungs-

Betriebsstrom

A

10

3 A 2 s

10

3 A 2 s

6

0,054

0,20

10

 

0,16

 

0,61

16

0,46

1,75

20

 

0,66

 

2,50

25

1,03

3,90

32

 

2,63

10,00

40

 

4,80

18,30

50

 

7,00

26,50

63

16,50

63,00

80

20,00

76,00

100

25,80

98,50

125

(7,2 kV)

83,00

316,00

125

(12 kV)

35,00

134,00

160

(7,2 kV)

213,00

810,00

160

(12 kV)

66,00

250,00

200

264,00

1010,00

250

380,00

1450,00

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl

Auswahlhilfen

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH Geräteauswahl Auswahlhilfen

Strombegrenzungs-Kennlinien

Aus den Strombegrenzungs-Kennlinien sind die größt- möglichen Durchlassströme I D in Abhängigkeit vom

Anfangskurzschlusswechselstrom I k " und Sicherungs- Bemessungsstrom I r zu ermitteln.

Beis piel: Eingebaut 1 x HH-Sicherung 40 A Anfangskurzschlusswechselstrom I k " 40 kA

Beispiel:

Eingebaut

1 x HH-Sicherung 40 A

Anfangskurzschlusswechselstrom I k "

40 kA

Durchlassstrom I D (ablesbar)

7,5 kA

2

Geräteauswahl

Auswahlhilfen

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl Auswahlhilfen Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

2

Zeit-Strom-Kennlinien

Die Zeit-Strom-Kennlinien entsprechen DIN VDE 0670 Teil 402. Sie zeigen die Abhängigkeit der Schmelzzeit t s vom Dauer- kurzschlusswechselstrom I k an der Einbaustelle. Sie sind für HH-Sicherungseinsätze aller Bemessungsspannungen mit

gleichem Bemessungsstrom gleich, mit Ausnahme der Sicherungen für 125 A und 160 A. Diese Sicherungen weisen unterschiedliche Kennlinien bei 7,2 kV und 12/24 kV auf.

Hinweis: Die entsprechenden Werte für den Mindestausschaltstrom I 3 sind den „Technischen Daten“ (siehe Seite

Hinweis: Die entsprechenden Werte für den Mindestausschaltstrom I 3 sind den „Technischen Daten“ (siehe Seite 28) zu entnehmen.

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl

Auswahlhilfen

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH Geräteauswahl Auswahlhilfen
Hinweis: Die entsprechenden Werte für den Mindestausschaltstrom I 3 sind den „Technischen Daten“ (siehe Seite

Hinweis: Die entsprechenden Werte für den Mindestausschaltstrom I 3 sind den „Technischen Daten“ (siehe Seite 28) zu entnehmen.

2

Geräteauswahl

Auswahlhilfen

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl Auswahlhilfen Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Transformatorabsicherung

HH-Sicherungen als Kurzschlussschutz für Transformatoren In DIN VDE 0670 Teil 402 wurde eine Vereinheitlichung von HH-Sicherungskennlinien – bezogen auf ihren Bemessungs- strom – erreicht. Daraus resultiert eine von Sicherungsher- stellern weitgehend unabhängige Absicherungsempfehlung von Verteilungstransformatoren.

Jedem Transformator wird ein minimaler bzw. maximaler Sicherungs-Bemessungsstrom zugeordnet. Diese größere Bandbreite ermöglicht verbesserte Selektivitätsabstimmungen sowohl zur Niederspannungs- als auch zur übergeordneten Mittelspannungsseite.

Darüber hinaus gibt es für spezielle Einsatzgebiete weiter- führende Anforderungen, die den jeweiligen Normen zu entnehmen sind.

2 Einschaltstrom (Rush)

Für die genannten Leistungsstufen von Verteilungstrans- formatoren sind die Wirkungen der Einschaltstromstöße (I 2 t-Werte) auf die vorgeschalteten HH-Sicherungen überprüft worden. Wesentlichen Einfluss darauf haben Transformatorleistungen, Schaltgruppen und Kurzschluss- spannungen der Transformatoren.

Unter Angabe dieser Daten ist in Spalte a der Transformator- absicherungstabelle auf den Seiten 17 und 18 die kleinste vorzuschaltende Sicherung aufgeführt, die auch Rush- Strömen in ungünstigsten Einschaltaugenblicken standhält. Bei abweichenden Bemessungsdaten müssen die Angaben korrigiert werden. Im Zweifelsfall ist der nächsthöhere Sicherungs-Bemessungsstrom zu wählen.

Kurzschlussschutz auf der Niederspannungsseite des Transformators

Bei niederspannungsseitigem Klemmenkurzschluss fließt auf der Hochspannungsseite ein gedämpfter Kurzschlussstrom:

I

k

=

I

rT

100

U

k

I k Dauerkurzschlusswechselstrom I rT Bemessungsstrom des Transformators U k Relative Kurzschlussspannung (%)

Die eingesetzte HH-Sicherung schaltet diesen gedämpften Kurzschlussstrom sicher ab. Ihr kleinster Ausschaltstrom liegt deshalb unter dem zu erwartenden Fehlerstrom.

In Spalte s der Transformatorabsicherungstabelle auf den Seiten 17 und 18 ist die größte vorzuschaltende Sicherung festgelegt. Es sind etwa 5 % Dämpfung des Kurzschluss- stromes durch Übergangs- und Lichtbogenwiderstände berücksichtigt. Wird eine stärkere Dämpfung vorausgesetzt, ist die nächstkleinere HH-Sicherung vorzusehen.

Selektive Forderungen

Zwischen HH-Sicherungen

In Einzelfällen, z.B. bei Leitungsnetzen weit entfernter Aus- läuferstationen, ist mitunter eine Selektivität hintereinander liegender HH-Sicherungen betrieblich von Bedeutung. Die übergeordnete HH-Sicherung sollte um zwei Bemessungs- stromstärken größer gewählt werden.

Zwischen HH- und NH-Sicherungen

Bei der Auswahl der entsprechenden NH-Sicherung muss die Selektivität zur HH-Sicherung sichergestellt sein. Dies gilt auch, wenn der Niederspannungs-Abgang mehrere parallele Sicherungen enthält.

Bei NH-Sicherungen mit verschiedenen Bemessungsstrom- stärken ist die mit dem größten Bemessungsstrom für Selektivitätsbetrachtungen maßgebend.

Zwischen HH-Sicherungen und Niederspannungs- Leistungsschaltern

Selektivität ist mit Hilfe der auf die Niederspannungsebene umgerechneten Zeit-Strom-Kennlinien des HH-Sicherungs- einsatzes und der Gesamtausschaltzeit des vorgesehenen Leistungsschalters sicherzustellen.

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl

Auswahlhilfen

3GD Sicherungsunterteile 3GH Geräteauswahl Auswahlhilfen Tabelle 7,2 kV bis 24 kV Transformator-Oberspannung

Tabelle 7,2 kV bis 24 kV

Transformator-Oberspannung

 

Transformator (Unterspannung 400 V)

 

Bemessungsströme der HH-Sicherungen

Bemessungs-

leistung

Primärstrom

Sekundärstrom

Relative Kurzschluss-

spannung

Schaltgruppe

Kleinste vor-

zuschaltende

Sicherung

 

Größte vor-

zuschaltende

Sicherung

S

n

I

1

I

2

 

U

k

a

s

kV

kVA

A

A

%

A

A

A

7,2

 

50

4,8

72

 

4

Yz 5

 

16

   

16

   

75

7,2

108

 

4

Yz 5

 

16

   

20

 

100

9,6

144

 

4

Yz 5

 

20

   

25

 

125

12

180

 

4

Yz 5

 

25

32

 

40

 

160

15,4

230

 

4

Yz 5

 

32

40

 

50

 

200

19,2

290

 

4

Yz 5

 

40

50

 

63

 

250

24

360

 

4

Dy 5

 

50

   

63

 

315

30,3

455

 

4

Dy 5

 

50

63

 

80

 

400

38,4

576

 

4

Dy 5

 

63

80

100

 
 

500

48

720

 

4

Dy 5

 

63

100

125

 
 

630

61

910

 

4

Dy 5

 

80

125

160

 
 

800

77

1160

5

bis 6

Dy 5

 

80

 

160

 
 

1000

97

1440

5

bis 6

Dy 5

125

 

160

200

 
 

1250

120

1800

5

bis 6

Dy 5

160

   

250

 
 

1600

155

2300

5

bis 6

Dy 5

160

   

250

 

12

 

50

2,9

72

 

4

Yz 5

 

10

   

10

   

75

4,3

108

 

4

Yz 5

 

10

   

16

 

100

5,8

144

 

4

Yz 5

 

16

   

20

 

125

7,2

180

 

4

Yz 5

 

16

   

25

 

160

9,3

230

 

4

Yz 5

 

20

25

 

32

 

200

11,5

290

 

4

Yz 5

 

25

32

 

40

 

250

14,5

360

 

4

Dy 5

 

25

32

 

40

 

315

18,3

455

 

4

Dy 5

 

32

40

 

50

 

400

23,1

576

 

4

Dy 5

 

40

50

 

63

 

500

29

720

 

4

Dy 5

 

50

63

 

80

 

630

36,4

910

 

4

Dy 5

 

63

80

100

 
 

800

46,2

1160

5

bis 6

Dy 5

 

63

100

125

 
 

1000

58

1440

5

bis 6

Dy 5

 

80

125

160

 
 

1250

72

1800

5

bis 6

Dy 5

100

   

160

 
 

1600

93

2300

5

bis 6

Dy 5

125

   

160

 
 

2000

115

2900

5

bis 6

Dy 5

160

     

24

 

50

1,5

72

 

4

Yz 5

 

6

   

6

   

75

2,2

108

 

4

Yz 5

 

6

   

6

 

100

2,9

144

 

4

Yz 5

 

10

   

10

 

125

3,6

180

 

4

Yz 5

 

10

   

16

 

160

4,7

230

 

4

Yz 5

 

10

16

 

16

 

200

5,8

290

 

4

Yz 5

 

16

   

20

 

250

7,3

360

 

4

Dy 5

 

16

   

25

 

315

9,2

455

 

4

Dy 5

 

20

25

 

32

 

400

11,6

576

 

4

Dy 5

 

20

25

 

40

 

500

14,5

720

 

4

Dy 5

 

25

32

 

40

 

630

18,2

910

 

4

Dy 5

 

32

40

 

50

 

800

23,1

1160

5

bis 6

Dy 5

 

32

   

63

 

1000

29

1440

5

bis 6

Dy 5

 

40

63

 

80

 

1250

36

1800

5

bis 6

Dy 5

 

50

   

80

 

1600

46,5

2300

5

bis 6

Dy 5

 

63

 

100

 
 

2000

58

2700

5

bis 6

Dy 5

 

80

 

100

 

2

Hinweis: Fett gedruckte Bemessungsstromstärken entsprechen den Empfehlungen nach DIN VDE 0670 Teil 402

2

Geräteauswahl

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Auswahlhilfen

Tabelle 36 kV

Transformator-Oberspannung

 

Transformator (Unterspannung 400 V)

 

Bemessungsströme der HH-Sicherungen

Bemessungs-

leistung

Primärstrom

Sekundärstrom

Relative Kurzschluss-

spannung

Schaltgruppe

Kleinste vor-

zuschaltende

Sicherung

 

Größte vor-

zuschaltende

Sicherung

S

n

I

1

I

2

 

U

k

a

s

kV

kVA

A

A

%

A

A

A

36

 

50

1

72

 

4

Yz 5

 

6

   

6

   

75

1,4

108

 

4

Yz 5

 

6

   

6

 

100

1,9

144

 

4

Yz 5

 

6

   

6

 

125

2,4

180

 

4

Yz 5

 

10

   

10

 

160

3,1

230

 

4

Yz 5

 

10

   

10

 

200

3,9

290

 

4

Yz 5

 

10

   

16

 

250

4,8

360

 

4

Dy 5

 

10

16

 

20

 

315

6,1

455

 

4

Dy 5

 

16

   

25

 

400

7,7

576

 

4

Dy 5

 

16

   

25

 

500

9,6

720

 

4

Dy 5

 

20

   

32

 

630

12,2

910

 

4

Dy 5

 

20

   

32

 

800

15,5

1160

5

bis 6

Dy 5

 

25

   

40

 

1000

19,2

1440

5

bis 6

Dy 5

 

32

   

40

 

1250

24,1

1800

5

bis 6

Dy 5

 

32

   

40

 

1600

30,8

2300

5

bis 6

Dy 5

 

32

   

40

Hinweis: Fett gedruckte Bemessungsstromstärken entsprechen den Empfehlungen nach DIN VDE 0670 Teil 402

Motorabsicherung

HH-Sicherungen als Kurzschlussschutz für Motoren

HH-Sicherungen dienen im Zusammenwirken mit Schalt- geräten ohne Kurzschlussausschaltvermögen (wie z.B. Vakuumschütze 3TL6) als Kurzschlussschutz.

Die HH-Sicherung wird beim Einschalten der Motoren durch den auftretenden Motoranlaufstrom am stärksten beansprucht. Sie darf bei diesen Belastungen weder

ansprechen noch vorgeschädigt werden. Weiteren Einfluss auf die Beanspruchung der HH-Sicherungen haben Anlauf- zeit und Anlaufhäufigkeit der Motoren.

In den nachfolgenden Tabellen sind diese Angaben berück- sichtigt und die entsprechende kleinste vorzuschaltende HH-Sicherung aufgeführt.

Motorabsicherungstabelle für Bemessungsspannung 7,2 kV

 
 

Anzahl

 

Höchstzulässiger Motoranlaufstrom (in A) bei Sicherungs-Bemessungsstrom

 

der Anläufe

je Stunde

 

40 A

63 A

100 A

125 A

160 A

250 A

2 x 160 A

2 x 250 A

HS-Motoren mit

2

90

135

205

360

480

740

960

1420

Anlaufzeiten bis 5 s

4

80

120

190

330

440

675

880

1300

 

8

75

110

175

300

400

615

800

1180

 

16

65

100

150

270

360

550

720

1065

HS-Motoren mit

2

85

120

180

310

430

635

840

1220

Anlaufzeiten bis 15 s

4

75

110

165

285

400

580

770

1120

 

8

70

100

150

260

360

530

740

1020

 

16

60

90

130

235

325

475

630

920

HS-Motoren mit

2

80

120

175

300

420

600

785

1135

Anlaufzeiten bis 30 s

4

70

105

150

265

370

530

695

1000

 

8

65

90

130

260

320

460

600

870

 

16

55

80

120

200

280

400

525

760

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl

Auswahlhilfen

3GD Sicherungsunterteile 3GH Geräteauswahl Auswahlhilfen Motorabsicherungstabelle für Bemessungsspannung 12/24 kV

Motorabsicherungstabelle für Bemessungsspannung 12/24 kV

 
 

Anzahl

Höchstzulässiger Motoranlaufstrom (in A) bei Sicherungs-Bemessungsstrom

der Anläufe

je Stunde

 

40 A

63 A

100 A

160 A

HS-Motoren mit

2

90

135

205

310

Anlaufzeiten bis 5 s

4

80

120

190

280

 

8

75

110

175

260

 

16

65

100

150

230

HS-Motoren mit

2

85

120

180

265

Anlaufzeiten bis 15 s

4

75

110

165

240

 

8

70

100

150

220

 

16

60

90

130

200

HS-Motoren mit

2

80

120

175

235

Anlaufzeiten bis 30 s

4

70

105

150

225

 

8

65

90

130

195

 

16

55

80

120

170

Koordinierung der HH-Sicherung mit anderen Komponenten des Motor-Stromkreises

Der Hochspannungsmotor wird für seine jeweilige Aufgabe ausgewählt. Damit sind folgende Motordaten bekannt:

Bemessungsstrom

Bemessungsspannung

Anlaufstrom

Anlaufzeit

Anlaufhäufigkeit.

Koordinierung der Komponenten des Motor-Stromkreises:

Die Zeit-Strom-Kennlinie muss rechts vom Motoranlauf- strom (Punkt A) liegen.

Der Bemessungsstrom des HH-Sicherungseinsatzes muss den Betriebsstrom des Motors übersteigen

Der Strom, der dem Schnittpunkt B der Kennlinie des HH-Sicherungseinsatzes mit der Kennlinie des Maximal- strom-Zeit-Schutzes entspricht, muss größer sein als der kleinste Ausschaltstrom des HH-Sicherungseinsatzes. Lässt sich dies nicht verwirklichen, muss sichergestellt sein, dass Überlastströme kleiner als der kleinste Ausschaltstrom des HH-Sicherungseinsatzes über die Schlagvorrichtung durch das Schaltgerät ausgeschaltet werden. Dadurch wird eine thermische Überlastung des HH-Sicherungseinsatzes verhindert, die zu seiner Zerstörung führen würde.

Der Bemessungs-Ausschaltstrom des Schaltgerätes muss größer sein als der kleinste Ausschaltstrom des HH-Siche- rungseinsatzes und größer als der Strom, der sich aus dem Schnittpunkt B der Kennlinien des HH-Sicherungseinsatzes und des Maximalstrom-Zeit-Schutzes ergibt.

Der Durchlassstrom des HH-Sicherungseinsatzes darf bei maximalem Fehlerstrom des Netzes den Bemessungs- Stoßstrom der Schaltanlage sowie des Schaltgerätes (z.B. Vakuum-Schütz) nicht überschreiten.

1 Kennlinie der HH-Sicherung 3GD1125-4D 2 Kennlinie des Maximalstrom-Zeit-Schutzes 3 Motoranlaufzeit 4 Motoranlaufstrom

1 Kennlinie der HH-Sicherung 3GD1125-4D

2 Kennlinie des Maximalstrom-Zeit-Schutzes

3 Motoranlaufzeit

4 Motoranlaufstrom

2

Geräteauswahl

Bestellangaben und Konfigurationsbeispiel

Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

Geräteauswahl Bestellangaben und Konfigurationsbeispiel Sicherungseinsätze 3GD Sicherungsunterteile 3GH

2

Aufbau der Bestell-Nummer

Die Bestell-Nummer setzt sich aus der Angabe des Typs (1. bis 4. Stelle) und der Beschreibung der technischen Ausführung (5. bis 9. Stelle) zusammen.

 

Typbeschreibung

1.

Stelle

Obergruppe

 

3: Schaltgeräte

2.

Stelle

Hauptgruppe

 

G: HH-Sicherungsgeräte

3.

bis 4. Stelle

Untergruppe D1: HH-Sicherungseinsätze H1: HH-Sicherungsunterteile einpolig H3: HH-Sicherungsunterteile dreipolig

 

Typausführung

5.

bis 7. Stelle

Technische Ausführung Ausführung und Leistungsdaten des Gerätes

8.

bis 9. Stelle

Weitere Leistungsdaten bei 3GD1 nicht benötigt bei 3GH

Sonderausführung ( ) mit „-Z” eingeleitet 3er-Gruppen nach der Bestell-Nummer Format: a n n

Sonderausführungen (