Sie sind auf Seite 1von 1

Walliser Bote, 4.4.

12, Seite 12

Denken nicht verboten


Sind Sie so naiv, Valentin Abgottspon, oder suchen Sie wieder einen neuen Freidenkerslogan und wollen die Werbetrommel schlagen frei nach rhret die Trommel und schwenket den Hut? Wenn der Mensch ein Vernunftsorgan htte, msste dieses bei Ihnen schon lngst auf Strung gegangen sein. Am 2. Dezember 2009 sind Sie mit dem folgenden Wortlaut aus der Kirche ausgetreten und haben geschrieben: Es bewegen mich viele Grnde zu dieser Handlung. Da ich berzeugter Skularist und Atheist bin, kann es einfach nicht mehr angehen, dass ich (wenn auch schon seit vielen Jahren nur noch in der Kartei oder dem Mitgliederverzeichnis) Mitglied einer Kirche bin. Wenn Sie als berzeugter Atheist diesen Schritt getan haben, nde ich es obermssig, in einem katholischen Bildungshaus mit so vielen Kreuzen, wie das St. Jodernheim eines ist, ein Benutzungsrecht fr die Freidenker zu beantragen. Es wre mit Sicherheit nicht der Wille der christlich Glubigen, Ihnen als Gottesleugner in diesem Bildungshaus Gastrecht zu gewhren. Zudem ist dieses Haus unter den Machtschutz Gottes gestellt worden und in einem solchen Haus wrden sich die Freidenker mit Sicherheit nicht wohl fhlen. Herr Abgottspon, kaum gehrt das Kruzixtheater von Stalden der Vergangenheit an, versuchen Sie wieder, mit neuen Intrigen zu trotzen. Es ist Ihr gutes Recht, Ihre Ideologie zu leben, und das respektieren wir auch. Bitte seien Sie vernnftig und benutzen Sie einen ffentlichen Saal zur Durchfhrung Ihrer Veranstaltung und bleiben Sie ruhig und diszipliniert, bevor man ber Ihrem Tun und Lassen wieder den Geduldsstab brechen muss. Bei Ihnen kommt das Handeln vor dem Denken! Quizfrage: Was mssen Sie wohl in Zukunft an sich selber und ihren Anhngern ndern?
Alphons Volken, Naters