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Mikroökonomik II 1. Spieltheorie I 1. Aufgabe: a) Was ist Spieltheorie? Geben Sie eine kurze

Mikroökonomik II

1. Spieltheorie I

1. Aufgabe:

a) Was ist Spieltheorie? Geben Sie eine kurze „Definition“.

b) Was ist der Unterschied zwischen Spieltheorie und Verhaltensökonomik bzw. experi- menteller Wirtschaftsforschung?

c) Nennen und erläutern Sie die wichtigsten Elemente eines Spiels? Was ist insbesondre eine Aktion/Strategie?

d) Was versteht man in der Spieltheorie unter dem Paradigma der „vollen Rationalität”?

e) Geben Sie eine „Definition“ der Begriffe „Beste Antwort“ und „Nash-Gleichgewicht“. Wie sind diese beiden Begriffe miteinander verknüpft?

f) Was versteht man unter einem Spiel in Normalform? Was sind die Annahmen und wodurch wird ein solches Spiel beschrieben? Zeigen Sie die Darstellung eines Spiels in Normalform kurz anhand eines Beispiels.

g) Was bedeuten die Begriffe Konstantsummen- und Nullsummenspiel?

2. Aufgabe:

a) Beschreiben Sie das „Gefangenendilemma“ Spiel.

b) Was sind die Besonderheiten bzw. was charakterisiert dieses Spiel? Was versteht man in diesem Zusammenhang unter den Begriffen „dominante Strategie“, „Gleichgewicht in dominanten Strategien“ und „sozialer Optimalität“?

c) Grenzen Sie die Begriffe „Pareto-Optimalität“ und „soziale Optimalität“ voneinander ab.

d) Macht es spieltheoretisch einen Unterschied, wenn sich die beiden Spieler vor ihrer Entscheidung unterhalten können?

e) Welche Art von Situationen können mit diesem Spiel modelliert werden?

3. Aufgabe:

Betrachten Sie die nachstehenden Auszahlungsmatrizen der Normalformspiele I, II, und III, wobei die erste Zahl in einer Zelle der Auszahlungsmatrix jeweils den Gewinn des Zeilen- Spielers A und die zweite Zahl den Gewinn des Spalten-Spielers B angibt. Überprüfen Sie die Spiele I - III auf Nash-Gleichgewichte in reinen Strategien und geben Sie ggf. an welche Strategiekombinationen diese bilden.

 

Spiel I

 
 

B

 

links

 

rechts

 

A

oben

4, 4

 

2, 3

unten

3, 2

 

1, 1

 

Spiel II

 
 

B

 

links

 

rechts

 

A

oben

1, 1

 

1, 0

unten

2, 1

 

0, 4

 

Spiel III

 
   

B

links

Mitte

 

rechts

 

oben

2, 3

4, 5

 

3, 1

A

Mitte

4, 2

2, 5

 

2, 2

unten

6, 1

4, 3

 

0, 0

4. Aufgabe:

Beim „Inspection Game“ stehen sich ein Inspektor (I) und ein Überprüfter (U) gegenüber. Der Inspektor kann zwischen den Strategien inspizieren (i) und nicht inspizieren (n) wäh- len, während der Überprüfte die Strategien gesetzestreues Verhalten (g) und ungesetzliches Verhalten (u) zur Auswahl hat. Die Auszahlungen ergeben sich aus folgender Bi-Matrix.

U

g

u

I

i

n

2, 2

2, -1

3, 1

-1, 3

a) Zeigen Sie, dass kein Nash-Gleichgewicht in reinen Strategien existiert.

b) Nennen Sie eine Situation aus dem Alltagsleben, die durch das „Inspection Game“ dar- gestellt werden könnte.

c) Was versteht man unter einem „Gleichgewicht in gemischten Strategien“?

d) Berechnen Sie das Gleichgewicht in gemischten Strategien: Mit welcher Wahrschein- lichkeit wird der Inspektor inspizieren/nicht inspizieren und mit welcher Wahrschein- lichkeit wird der Überprüfte gesetzestreues/ungesetzliches Verhalten zeigen.

e) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Inspektor inspiziert und der Überprüfte gesetzestreu handelt.

f) Der Innenminister schlägt ein neues Gesetz vor, dass die Strafe für ungesetzliches Ver- halten, das von Inspektoren aufgedeckt wird, erhöhen soll. (Hinweis: Die Auszahlung des Untersuchten im oberen rechten Feld der Matrix sinkt um den Betrag x!). Dies allein werde dazu führen, so der Innenminister selbstsicher, dass sich die Wahrscheinlichkeit dafür, dass inspiziert und gesetzestreu gehandelt wird, erhöht. Nehmen Sie hierzu Stel- lung.

5. Aufgabe:

Angenommen, Sie wissen, dass der andere Spieler nicht seine Nash-Gleichgewichts- strategie spielt - sollten Sie dann selbst Ihre Nash-Gleichgewichtsstrategie spielen?