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Berner Fachhochschule Technik und Informatik Bachelor Thesis Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Berner Fachhochschule Technik und Informatik

Bachelor Thesis

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Institut:

Berner Fachhochschule Technik und Informatik Fachbereich Mikro- und Medizinaltechnik

Betreuung:

Prof. Dr. Justiz Prof. Dr. Koch Prof. Dr. Stahel

Experte:

Dr. Riedel / Inselspital

Auftraggeber:

Berner Fachhochschule Medizinaltechniklabor

Autor:

A. Waldmann

walda1@bfh.ch

Starttermin:

10. Mai 2010

Abgabetermin:

2. Juli 2010

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Zusammenfassung

Die elektrische Impedanztomographie (EIT) ist ein bildgebendes Verfahren. Sie wird vor allem eingesetzt, um Schnittbilder mit grosser zeitlicher Auflösung darzustellen. Das Prin- zip beruht auf der Einspeisung kleiner Wechselströme über ein Oberflächen- Elektrodenpaar und dem Messen der daraus entstehenden Potentialdifferenzen über Elektroden, die rund um den Thorax angebracht werden. Bei bekannten EIT-Geräten wer- den 16 EKG-Elektroden von Hand um den Thorax geklebt. Das Positionieren der Elektro- den in regelmässigen Abständen und auf gleichmässiger Höhe ist schwierig und deshalb zeitaufwändig.

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Verwendung eines Elektrodengürtels be- stehend aus 16 Textilelektroden, um das Handling mit den Elektroden zu vereinfachen. Zusätzlich werden mit einem bereits bestehenden EIT-Gerät Testmessungen an einem selbstgebauten Phantom sowie am menschlichen Thorax gemacht und die Ergebnisse durch 2D- und 3D-FEM-Simulationen mit Comsol Multipysics verglichen.

Die Messergebnisse mit dem Elektrodengürtel am Thorax zeigen, dass sich Textilelektro- den prinzipiell für Anwendungen in der elektrischen Impedanztomographie eignen. Die Messungen am Versuchsaufbau konnten mit Simulationen bestätigt werden. Weiter zei- gen die Simulationen den Verlauf von Strom- und Äquipotentiallinien im Innern des Ver- suchsaufbaus auf und geben Aufschluss über den Einfluss von isolierenden Fremdkör- pern auf den Verlauf der Randspannungen.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Inhaltsverzeichnis

1

Einleitung

1

1.1

Ausgangslage der Bachelorarbeit

1

2

Methoden

2

2.1

Theorie zur elektrischen Impedanztomographie

2

2.1.1

Technisches Prinzip

2

2.1.2

Bildrekonstruktion

3

2.1.3

Back-Projecting

3

2.2

Biologisches Gewebe

5

2.2.1

Biologisches Gewebe und Einspeisefrequenz

5

2.3

Einsatzgebiet der elektrischen Impedanztomographie

6

2.4

Andere Möglichkeiten zur Bestimmung der Impedanzverteilung im Körper

8

2.4.1

Kontaktlose Magnetimpedanzmessung

8

2.5

Elektroden

8

2.6

Textilelektroden

9

2.6.1

Verwendetes Material für den Gürtel

9

2.6.2

Verwendete Elektroden

9

2.7

Gürtel

10

2.7.1

Gürtelherstellung

10

2.8

Weitere Arbeiten im Bereiche der EIT

11

2.8.1

CSEM in Landquart

11

2.9

Messaufbau mit lock-in-Verstärker

12

2.10

Messaufbau mit dem EIT-Gerät

13

2.11

Geräte-Konfigurationen

14

2.11.1

Übergangsimpedanz

14

2.11.2

Frequenz-Einstellungen

14

2.11.3

Überprüfung des Eingangssignals

15

2.11.4

Messsignal

16

2.12

Messung am Mensch

16

2.12.1

Einstellungen

16

2.12.2

Referenzmessung

17

2.13

Messungen mit dem Elektrodengürtel

18

2.13.1

Elektrodengel

18

2.14

Simulationen

19

2.14.1

3D-Aufbau

19

2.14.2

Simulation Lunge

21

2.14.3

Mesh

22

2.15

Datenauswertung

23

3

Ergebnisse und Auswertung

24

3.1

Datenauswertung der Randspannungsmessungen am Testaufbau

24

3.2

Simulationen mit Comsol Multiphysics

26

3.2.1

Übersicht Randspannungen

26

3.2.2

Stromintensität im 3D-Modell

27

3.2.3

3D-Randspannungen

27

3.2.4

Stromintensität im 2D-Modell

29

3.2.5

Randspannungsverlauf

30

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.3

Resultate am Testaufbau

32

3.3.1

Baseline-Setting

32

3.3.2

Fremdkörper

33

3.3.3

Kunststoffstange

33

3.3.4

Oben

34

3.3.5

Auswertung

34

3.4

Resultate und Simulationen am Menschen

34

3.4.1

Simulationen

34

3.4.2

Messungen am Thorax

35

3.4.3

Lungenübersicht und Auswertung

37

3.5

Resultate mit dem Elektrodengürtel

37

3.5.1

Gürtelbefestigung

37

3.5.2

Elektroden

38

3.5.3

Messresultate am Menschen

39

3.5.4

Vergleich Referenzelektroden und Elektrodengürtel

40

3.6

EIT-Messungen am CSEM

40

3.6.1

Messergebnisse

41

4

Schlussfolgerung

42

4.1

Verbesserungsvorschläge

43

4.1.1

Gürtelmaterialien

43

4.1.2

Konstruktion

43

4.1.3

Kabel-Führung

43

4.2

Aussichten

44

4.2.1

Elektroden

44

4.2.2

Verstärkung der Signale

44

4.2.3

Elektroden-Form

44

4.2.4

Simulationen und Datenauswertung

45

4.2.5

Testaufbau

45

5

Verzeichnis

46

5.1 Quellenverzeichnis

46

5.2 Internet Links

48

5.3 Abkürzungen

48

6 Persönliche Erklärung

49

6.1 Persönliche Bemerkung

49

6.2 Danksagung

49

7 Anhang

50

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

1

Einleitung

Zwei Drittel der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu medizinischen Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren. Auf der einen Seite, weil die Kosten für herkömmlichen Verfah- ren, wie Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) zu hoch sind, auf der anderen Seite, weil die Bedienung dieser Geräte zu schwierig ist und es spezialisiertes Personal braucht. Die elektrische Impedanztomographie (EIT), ein kosten- günstiges, nicht invasives Messverfahren, könnte den Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zu bildgebenden Verfahren ermöglichen. Dazu müssten aber die Auflösung und das Handling mit den Elektroden verbessert werden können. [Hinz et al., 2007] Nicht nur die medizinisch unterversorgten Länder würden von einem Durchbruch der elektri- schen Impedanztomographie profitieren, sondern auch Industriestaaten. Die Lunge ist für die Ärzte nach wie vor eine „Black Box“, in die sie nicht hineinsehen können. Der genaue Zu- stand des Organs während einer Behandlung lässt sich nur erahnen. Die Computertomogra- phie gibt zwar ein anatomisches Abbild der Lunge im Augenblick der Aufnahme, eine konti- nuierliche Darstellung ihrer Funktionalität ist aber noch nicht möglich. [Böhm, 2010]

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeit, einen Elektrodengürtel zu konzipieren, um das Handling mit den Elektroden zu vereinfachen. Weiter soll mit einem bestehenden EIT- Gerät erste Messungen am Testaufbau sowie am Menschen durchgeführt werden. Simulati- onen mit Comsol Multiphysics verifizieren die Messergebnisse. Nicht zuletzt soll das Verfah- ren grundsätzlich verstanden werden und weitere Projekte hervorrufen.

Im ersten Schritt geht es um die Konstruktion des Elektrodengürtels. Die Prinzipstudie dazu wurde schon in der Semesterarbeit [Waldmann, 2010] gemacht. Im Gespräch mit der Firma Bischoff Textil AG werden anschliessend die Möglichkeiten eines Gürtels mit Textilelektro- den besprochen. Mit dem entstandenen Gürtel werden erste Messungen durchgeführt, die Messergebnisse mit den Referenzelektroden und den Simulationen verglichen.

Die ganze Arbeit wird dokumentiert und die erreichten Resultate werden wöchentlich den Betreuern Herren Prof. Dr. Justiz, Prof. Dr. Koch und Prof. Dr. Stahel präsentiert. Einzelne Teile der Semesterarbeit, speziell in der Einführung in das Thema, wurden ergänzt und nochmals in dieser Arbeit aufgeführt.

Die Bachelorarbeit dauert vom 10. Mai 2010 bis zum 2. Juli 2010, wöchentlich sind 45 Stun- den geplant, was ein Total von 360 Stunden ergibt. Zur Verfügung steht ein Arbeitsplatz an der Berner Fachhochschule. Das Budget beträgt maximal 1000 Franken. 1

Die Arbeit ist eine Fortführung der Semesterarbeit [Waldmann, 2010].

1.1 Ausgangslage der Bachelorarbeit

In der Semesterarbeit [Waldmann, 2010] wurden die Grundlagen für die Thesis gelegt. Ein Testaufbau wurde erstellt und eine Prinzipstudie für den Elektrodengürtel gemacht. Ver- schiedene Elektroden wurden miteinander verglichen und erste Messungen durchgeführt. Schwierigkeiten wie Übersprechen oder geringe Amplitude der Messsignale konnten auf- gezeigt werden.

1 Original-Aufgabenstellung ist im Anhang F zu finden

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2

Methoden

In diesem Abschnitt werden die Theorie detailliert erläutert, die Messungen am Testaufbau und am Menschen beschrieben, eine weitere Möglichkeit zur Messung der elektrischen Ei- genschaften des Gewebes aufgezeigt, mögliche Einsatzgebiete der elektrischen Impedanz- tomographie beschrieben, die verwendeten Elektroden aufgezeigt und die Simulationen mit Comsol Multiphysics beschrieben.

2.1

Theorie zur elektrischen Impedanztomographie

2.1.1

Technisches Prinzip

Bei der elektrischen Impedanztomographie werden die elektrischen Eigenschaften des Ge- webes untersucht. Das Prinzip der EIT basiert auf der Einspeisung kleiner Wechselströme über ein Paar Oberflächenelektroden, die zirkular um den Brustkorb angebracht sind (Abb.1). Über die restlichen nicht beteiligten Elektrodenpaare werden resultierende Oberflächen- spannungen gemessen (normalerweise werden 16 Elektroden um den Thorax befestigt). Dieses Prinzip wird auch „four-electrode-method“ genannt. Es ermöglicht die Minimierung von Fehlern, welche durch die Elektrodenimpedanz entstehen. Sind die ersten Messungen abgeschlossen, wird zwischen dem nächsten Elektrodenpaar ein Strom eingespeist und wie- derum werden die jeweiligen Potentiale gemessen. Reihum wird dieser Prozess fortgeführt bis der Zyklus wieder am Anfang angelangt ist. Bei Messungen mit 16 Elektroden sind ins- gesamt 13 mal 16 Messungen nötig zwei Elektroden werden jeweils für die Einspeisung benötigt. Üblicherweise wird der Strom über zwei benachbarte Elektroden eingespeist (Shef- field-Methode). Die Sheffield-Methode wird aus historischen Gründen verwendet. [Adler 2010] Die gemessenen Oberflächenspannungen hängen von der Impedanzverteilung innerhalb des Thoraxes ab. Dieses Verfahren wird vorwiegend eingesetzt, um Lungenbilder mit einer hohen zeitlichen Auflösung aufzunehmen. Bei Lungenuntersuchungen ist der gemessene Widerstand vorwiegend vom Luftgehalt in der Lunge abhängig. Die Impedanz der leeren Lunge beträgt 727 Ω/cm, die der vollen 2300 Ω/cm. [Hinz et al., 2007] [Frerichs et al., 2005]

[Dössel, 2000] [Holder, 2005, S.425]

. , 2 0 0 5 ] [Dössel, 2000] [Holder, 2005, S.425] [ H i n

[Hinz et al., 2007]

Abb. 1 Prinzip der elektrischen Impedanztomographie nach Sheffield bei Lungenuntersuchun- gen mit 16 Elektroden, Wechselstromeinspeisung 5 mA mit Frequenz 50 kHz

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.1.2 Bildrekonstruktion

Bei konventionellen, medizinischen bildgebenden Verfahren, wie Röntgen oder Computer- tomographie, wird ein hochfrequenter, kollimierter Strahl geradlinig durch den Körper gesen- det. 2 Es werden nur lokale Eigenschaften entlang der Linie erkannt. Bei der EIT werden Fre- quenzen im Bereich von 50 kHz eingesetzt. Der Strom geht nicht mehr geradlinig durch den Körper hindurch, sondern sucht den Weg des geringsten Widerstandes. Somit ist die EIT- Messung nicht lokal, sondern abhängig von der gesamten zu messenden Struktur, was die

Auswertung kompliziert macht. [Holder, 2005, S.3] [Kuchling, 2005, S.487]

Anhand der gemessenen Spannungen wird mittels eines Rückprojektionsalgorithmus (Back- Projection Algorithmus) ein zweidimensionales Bild der Verteilung der elektrischen Impedanz erzeugt. Wichtige Kriterien bei der Rekonstruktion sind einerseits, dass das Objekt kreisrund ist und andererseits, dass die Elektroden in gleichmässigen Abständen positioniert sind. Ob- wohl diese Anforderungen meist verletzt werden, liefert die Rückprojektion aussagekräftige

Ergebnisse. [Hinz et al., 2007] [Frerichs et al., 2005]

2.1.3 Back-Projecting

Im Folgenden wird anhand eines vereinfachten Beispieles zuerst das Forward-Verfahren der Impedanzberechnung aufgezeigt und anschliessend auf das Inverse-Verfahren eingegan- gen. Beim Forward-Verfahren ist die Impedanzverteilung in einem Körper bekannt. Anhand eines eingespeisten Stroms über zwei Punkte wird die Stromverteilung im Körper berechnet. Wei- ter können auch die Äquipotentiallinien und die Potentiale am Rande bestimmt werden. Durch eine lokale Impedanzänderung entsteht eine Verschiebung der Strom- und Äquipoten- tiallinien, welche am Messaufbaurand erkannt werden kann. (Abb. 2 rechts) Beim Inverse-Verfahren sind nur die Potentiale am Rande bekannt. Daraus wird mittels eines Rückprojektionsalgorithmus die Impedanzverteilung im Innern des Körpers berechnet.

die Impedanzverteilung im Innern des Körpers berechnet. Abb. 2 Simulation des Forward-Verfahrens mit Comsol
die Impedanzverteilung im Innern des Körpers berechnet. Abb. 2 Simulation des Forward-Verfahrens mit Comsol

Abb. 2 Simulation des Forward-Verfahrens mit Comsol Multiphysics, links mit homogenem Leitwert, rechts innerhalb der quadratischen Fläche mit Leitwert ein Zehntel. Bei den Punkten 1 und 2 wird Strom eingespeist. Die Äquipotentiallinien (Spannungslinien) sind orange einge- zeichnet, die Stromlinien blau. Rechts ist die Verschiebung der Äquipotential- und Stromli- nien dargestellt, welche durch das Objekt entstehen. Interessant zu beobachten ist die Ver- schiebung der Äquipotentiallinien

Der Rückprojektionsalgorithmus von Barber und Brown, welcher 1983 entwickelt wurde, ist einer der bekanntesten und effizientesten Bildrekonstruktionsalgorithmus für EIT- Anwendungen. [Chi Nan et al., 2006] Dieser orientiert sich nach den Bilderzeugungsverfahren der Computertomographie (Radontransformation). Dabei wird die Vereinfachung (Vereinfa- chung nach Barber und Brown) so gemacht, dass die Stromeinspeisung ein Stromdipol ist und nicht über zwei Elektroden eingespeist wird. [Thiel, 2003]

2 Röntgenstrahlen: Wellenlänge: 10 -2 …10 nm / Frequenz: 3010 15 …3010 18

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Bei der Datenaufzeichnung beim CT wird über eine Röntgenquelle der Körper durchleuchtet (Abb. 3). Quelle und Detektor sind parallel zueinander. Der Patient wird vollkommen durch- leuchtet. Dadurch entsteht ein Profil des Absorptionskoeffizienten μ. Im nächsten Schritt wer- den sowohl die Quelle als auch der Detektor um den Winkel Δθ gedreht und ein weiteres Profil μ(Δθ) aufgezeichnet. Diese Aufzeichnung wird für alle Winkel zwischen 0° und 180°

wiederholt. [Thiel, 2003] [Justiz, 2010]

0° und 180° wiederholt. [Thiel, 2003] [Justiz, 2010] [Thiel, 2003] Abb. 3 Computertomographie

[Thiel, 2003]

Abb. 3

Computertomographie

Auswertungsverfahren

der

Absorptionsprofile

μ(Δθ i )

für

die

Bei der Bildrekonstruktion wird das jeweilige unter dem Winkel θ i aufgezeichnete Profil in das Bild geschrieben. Dies bedeutet, dass der zu einer festen Quellen-Detektor-Position P(θ i ) gehörende Wert μ i (θ) eines Absorptionsprofils entlang des Winkels θ i geschrieben wird. Wer- te μ i (θ), welche unter einem anderen Winkel aufgezeichnet wurden, liefern jeweils additive Beiträge für jedes Pixel (Abb. 4). [Thiel, 2003]

jedes Pixel (Abb. 4). [ T h i e l , 2 0 0 3 ]

[Thiel, 2003]

Abb. 4 Rückprojektion beim CT, Aufsummierung der Werte der einzelnen Absorptionsprofile und die daraus resultierenden Werte eines Pixels

Bei der elektrischen Impedanztomographie bestimmt die Leitfähigkeit die Stromverteilung im Körperinnern und damit auch den Verlauf der Äquipotentiallinien, die an der Körperoberflä- che enden. Die Messelektroden greifen einige Oberflächenpotentiale ab und verwenden die- se für die Rückprojektion. Bei der Datenaufzeichnung wird ein mit Kochsalzlösung gefüllter Kreiszylinder verwendet. Dieser homogene Raum dient der Referenzwertbildung. Für die Messung wird anschliessend ein Fremdkörper in die homogene Flüssigkeit eingeführt. Der Rückprojektionsalgorithmus für EIT geht davon aus, dass die relative Randspannungsänderung identisch mit der relativen Änderung der Leitfähigkeit in einem Äquipotentiallinienteil ist. Beispielsweise ist die Ände- rung der Spannung U 7 (Abb. 5 rechts) proportional zur Änderung der Leitfähigkeit verursacht durch den Fremdkörper. [Thiel, 2003]

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie [Thiel, 2003] Abb. 5 links: Aufzeichnung der Randspannungen am

[Thiel, 2003]

Abb. 5 links: Aufzeichnung der Randspannungen am homogenen Kreiszylinder; rechts: bei der angegebenen Speisung weicht nur die Spannung U 7 von den Randspan- nungen des homogenen Zylinders ab

Die gemessenen relativen Leitfähigkeitsänderungen werden dann ähnlich wie bei der Com- putertomographie in das Gebiet, das zu einem Stromeinspeisungspaar gehört, additiv einge- tragen.

einem Stromeinspeisungspaar gehört, additiv einge- tragen. Abb. 6 Bild [Thiel, 2003] Rückprojektion beim EIT, das

Abb. 6

Bild

[Thiel, 2003]

Rückprojektion beim EIT, das Auftragen der Spannungs-änderungen führt zum

Für weitergehende mathematische Erklärungen wird auf die Quelle [Chi Nan et al., 2006] und

[Holder, 2005] verwiesen.

2.2

Biologisches Gewebe

2.2.1

Biologisches Gewebe und Einspeisefrequenz

Der Körper kann als Ersatzschaltbild mit Widerständen und Kondensatoren dargestellt wer- den (Abb. 8). Der extra- und der intrazellulare Bereich sind wegen den Salzionen sehr gut leitend. Die Zellmembrane ist ein Isolator. Je nach Frequenz hat das Netzwerk eine andere Impedanz. Bei tiefen Frequenzen ist der Blindwiderstand 3 X c gross und der Strom fliesst durch den ohmschen Widerstand R e (Widerstand des Extrazellularraumes). Bei hohen Fre- quenzen ist der Blindwiderstand klein und somit entsteht eine Parallelschaltung zwischen den Widerständen R e und R i (Widerstand des Zellinnenraumes). [Webster, 1998, S.198] Bei den EIT-Systemen, welche nur mit einer Frequenz arbeiten, wird ein Strom von 50 kHz eingespeist, weil bei dieser Frequenz die Gewebeeigenschaften ähnlich sind wie jene beim Gleichstrom. Der Grossteil des Stromes fliesst durch den extrazellularen Bereich, aber die Impedanz der Elektroden ist wesentlich geringer als jene beim Gleichstrom. Deshalb sind die Messfehler geringer. [Holder, 2005, S.425]

3

Blindwiderstand: X c

=

1

j

⋅ ω⋅

c

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie [ H o l d e r , 2 0

[Holder, 2005, S.417]

[ H o l d e r , 2 0 0 5 , S . 4

[Gabriely et al., 1996]

Abb. 7 links: bei niedrigen Frequenzen fliesst der Strom ausserhalb der Zellen, bei steigender Frequenz fliesst immer mehr Strom durch die Zellen hindurch bis schlussendlich der ganze Strom durch die Zellen hindurch geht; rechts: aus dem Plot wird ersichtlich, dass die Gewebeimpedanz frequenzabhängig ist und mit steigender Frequenz abnimmt. Stellvertretend für alle Gewebe wurde die Haut aufgezeichnet, andere Körperteile wie Fett, Knochen, Leber, Lunge, Muskeln haben eben- falls eine kleiner werdende Impedanz mit steigender Frequenz

Das Ersatzschaltbild der Messung kann durch Kapazitäten und Widerstände gezeichnet werden. Für tiefe Frequenzen ist der Blindwiderstand der Helmholtzkapazität X Ch hochohmig, der Strom fliesst vorwiegend durch den Zuleitungswiderstand R z und durch die Faradeyim- pedanz R f . Bei steigender Frequenz wird X Ch immer niederohmiger. Der Stromfluss durch die Kapazität nimmt zu. Die Gesamtimpedanz der Parallelschaltung von X Ch und R f wird nieder- ohmiger. Somit sinkt die Gesamtimpedanz der Elektroden mit Zunahme der Frequenz. Beim biologischen Gewebe fliesst bei niedrigen Frequenzen der gesamte Strom durch den Extra- tellularraum R e . Bei höheren Frequenzen wird der Blindwiderstand der Membran-Kapazität X Ci niederohmiger. Der Strom fliesst jetzt nicht nur durch R e , sondern auch durch R i und X Ci . Somit sinkt die Gesamtimpedanz des biologischen Gewebes bei höheren Frequenzen. Die Überlegungen decken sich mit dem Impedanzverlauf nach [Gabriely et al., 1996].

b r i e l y e t a l . , 1 9 9 6

R z : Zuleitungswiderstand C h : Helmholtzkapazität R f : Faradeyimpedanz

R i : Widerstand des Zellinnenraumes C i : Membran-Kapazität R e : Widerstand des Extrazellularraumes

Abb. 8 Ersatzschaltbild für die EIT-Messung, Simulationen der Schaltung mit Tina 4 sind schwierig zu machen, denn die Werte der Widerstände und Kondensatoren sind nicht bekannt und variieren aufgrund der Hautschichtdicke und der Hautfeuchtigkeit von Person zu Person

2.3 Einsatzgebiet der elektrischen Impedanztomographie

Zurzeit wird die elektrische Impedanztomographie noch nicht im klinischen Alltag eingesetzt. Im Bereich der Forschung wird jedoch die elektrische Impedanztomographie schon verwen- det. Die Firma Dräger möchte noch dieses Jahr das erste EIT-Gerät für den klinischen Alltag auf den Markt bringen. Anwendungen sind vor allem in der Lungenüberwachung von beatmeten Patienten vorgese- hen. Denkbar sind auch Anwendungen am Herz. Anhand der Frequenzverteilung der aufge- nommenen Impedanzänderung (Abb. 9) kann durch Filtern die Impedanzänderung des Her- zens sowie der Lunge separat aufgezeichnet werden. In Abbildung 9 ist das Frequenzspekt- rum der relativen Impedanzänderung eines Neugeborenen dargestellt Herzfrequenz 120

4 Tina: Elektronisches Simulationsprogramm

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Schläge, Atemfrequenz 60 Atemzüge pro Minute. Die funktionelle Residual- Kapazitätsänderungen (FRC-change) sind kaum vorhanden und sind für die elektrische Im- pedanztomographie kaum von Bedeutung.

die elektrische Im- pedanztomographie kaum von Bedeutung. [Riedel, 2009] Abb. 9 Frequenzspektrum der Impedanzänderung

[Riedel, 2009]

Abb. 9 Frequenzspektrum der Impedanzänderung von einem Neugeborenen, Atemfrequenz 1 Hz, Herzfrequenz 2 Hz

Wird die relative Impedanzänderung im Bereich von 2 Hz dargestellt, kann die Impedanzän- derung des Herzens beobachtet werden (Abb. 10 rechts). Es kann nicht nur das Schlagen des Herzens ermittelt werden, sondern auch die Schlagkraft. Durch Darstellen der relativen Impedanzänderungen im Bereich der Atemfrequenz kann das Aus- und Einatmen überwacht werden.

Atemfrequenz kann das Aus- und Einatmen überwacht werden. [Riedel, 2009] [Riedel, 2009] Abb. 10 links: 32

[Riedel, 2009]

das Aus- und Einatmen überwacht werden. [Riedel, 2009] [Riedel, 2009] Abb. 10 links: 32 x 32

[Riedel, 2009]

Abb. 10 links: 32 x 32 Pixel-Bild der Impedanzänderung der Lunge bei einem Neugeborenen; rechts: 32 x 32 Pixel- Bild der Impedanzänderung beim Herz bei einem Neugeborenen

Weitere Anwendungsgebiete der elektrischen Impedanztomographie sind im Bereich des Gehirnes denkbar. Nach einem Schlaganfall entstehen massive Störungen der Durchblutung des empfindlichen Gehirngewebes. Dauert diese Störung zu lange, nimmt die Gefahr von Folgeschäden zu. Erste Pilotversuche haben gezeigt, dass EIT auch durch die knöcherne Schädeldecke hindurch pulsierendes Blut sichtbar machen kann. Schlaganfälle könnten so früher diagnostiziert und behandelt werden. [1]

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.4 Andere Möglichkeiten zur Bestimmung der Impedanzverteilung im Körper

Mittlerweilen existieren einige medizinische Messtechniken, wie beispielsweise die Bioimpe- danzspektroskopie (BIS), die Bioimpedanz-Analyse (BIA) oder die kontaktlose magnetische Impedanzmessung, welche zur Bestimmung der Impedanzverteilung im Körper eingesetzt werden. Im anschliessenden Unterkapital wird auf die kontaktlose Impedanzmessung einge- gangen.

2.4.1 Kontaktlose Magnetimpedanzmessung

Gängige Messtechniken wie EIT oder BIS beruhen auf kontaktbasierten Messmethoden. Die kontaktlose magnetische Impedanzmessung hat den grossen Vorteil, dass keine Elekt- roden und somit auch keine Elektroden-Gewebe-Übergänge vorhanden sind. Dadurch kön- nen Messfehler, verursacht durch diesen Übergang, verhindert werden. Mit der kontaktlosen Magnetimpedanzmessung kann die elektrische Leitfähigkeit von biolo- gischem Gewebe durch magnetische Wechselfelder ermittelt werden. [Cordes et al., 2009] Das Messprinzip funktioniert wie folgt: Ein äusseres, homogenes, magnetisches Wechselfeld induziert in einem leitfähigen Gewebe eine Spannung. Bedingt durch die Gewebeimpedanz und somit auch durch die elektrische Leitfähigkeit fliesst ein Wirbelstrom (Abb. 11). Das durch den Strom hervorgerufene magnetische Feld kann mit einer Messspule detektiert wer- den. Für weitergehende Informationen wird auf [Cordes et al., 2009] verwiesen. 5

e s e t a l . , 2 0 0 9 ] verwiesen. 5 [Cordes

[Cordes et al., 2009]

Abb. 11 Komplettes Messsystem bestehend aus den zwei Messspulen, einem Probengefäss und der Helmholtz-Spule MUSIMITOS = Multichan- nel simultaneous magnetic induction measurement

2.5 Elektroden

Für die Referenzmessung am Menschen sowie am Testaufbau werden BR50-K EKG- Elektroden von Blue Sensor verwendet. Die Elektroden weisen eine Kontaktfläche von 20 mm x 28 mm auf. Ein direkt an der Elektrode befestigtes Kabel verfügt über einen Ste- cker, welcher direkt am Verbindungsstück des EIT-Gerätes angeschlossen werden kann. Weiter werden diese Elektroden im Inselspital für EKG-Untersuchungen an Kleinkindern ein- gesetzt.

für EKG-Untersuchungen an Kleinkindern ein- gesetzt. Abb. 12 Foto von AMBU BR50-K-Elektrode 5 Komplette

Abb. 12

Foto von AMBU BR50-K-Elektrode

5 Komplette Veröffentlichung ist auf der CD zu finden

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.6 Textilelektroden

Der Einsatz von Textilelektroden in der Medizinaltechnik steht noch in den Anfängen. An- wendungen reichen von Heiztextilien über textile Busstrukturen bis zu gestrickten Elektroden für das Messen von EKG-Signalen. Sogar Anwendungen zur Stimulation von Muskelsignalen werden ausgetestet. Die neuartigen Elektroden müssen hohe Ansprüche wie gute Leitfähig- keit, waschbar, elastisch, stickbar, einfache Verarbeitung und Korrosionsfestigkeit erfüllen.

[Rotsch el al., 2006], [Möhring et al., 2006]

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Signalqualität der Textilelektroden noch markant schlechter als jene von Nassgelelektroden. Um die Signalqualität zu verbessern, könnten die Textilelektro- den mit einem Gel kombiniert werden. Nach Aussagen der EMPA in St.Gallen sollen ab dem Sommer Textilelektroden mit vergleichbarer Messqualität herstellbar sein. [Camenzind, 2010]

2.6.1 Verwendetes Material für den Gürtel

Als Ausgangsstoff wird ein nicht leitendes Garn verwendet. Anschliessend wird dieses Garn mit galvanischen, beziehungsweise elektrochemischen Prozessen leitend gemacht (Abb.13). Oft wird Silber als Beschichtungsmaterial eingesetzt. Je nach Schichtdicke des Silbers kann ein Widerstand zwischen 20 und 40 Ohm pro Meter erreicht werden.

[Rotsch el al., 2006, S.920]

Ohm pro Meter erreicht werden. [Rotsch el al., 2006, S.920] Abb. 13 Foto eines leitenden Garnes

Abb. 13

Foto eines leitenden Garnes

Die 500-fache Vergrösserung (Abb. 14) des Garnes zeigt die einzelnen beschichteten Fa- sern, welche zu einer Litze zusammengeführt sind.

Fa- sern, welche zu einer Litze zusammengeführt sind. Abb. 14 rung des Garns 500-fache optische Vergrösse-

Abb. 14

rung des Garns

500-fache optische Vergrösse-

2.6.2 Verwendete Elektroden

Die verwendeten Elektroden wurden mit einem Garn mit ungefähr 20 Ω/m hergestellt. Dabei wurden die Elektroden in einen elastischen Stoff eingestickt und anschliessend der Prym- Druckknopf eingepresst (Abb. 15). An diesen Knopf kann direkt ein EKG-Kabel angeschlos- sen werden. Für eine Elektrode sind bis zu 2'500 Nähstiche notwendig. In der Elektrode be- findet sich ein Stoff, welcher die Feuchtigkeit aufsaugt und so eine bessere Kontaktierung ermöglicht. Der ohmsche Widerstand vom Prym-Knopf zur Hautkontaktfläche der Elektrode runde Fläche beträgt in trockenem Zustand 0.8 Ω, in leicht feuchtem Zustand 0.3 Ω. Die Elektroden können bis zu 100-mal ohne Verlust der Leitfähigkeit gewaschen werden. Weiter kann die Elektrode in Kombination mit einem leitenden Gel eingesetzt werden. Der Durch- messer der Sensorfläche ist mit 2.5 cm ungefähr 1 cm grösser als die T-00-S EKG-Elektrode von Ambu.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 15 links: Rückseite der Textilelektroden mit Prym-Knopf
Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 15 links: Rückseite der Textilelektroden mit Prym-Knopf

Abb. 15 links: Rückseite der Textilelektroden mit Prym-Knopf für An- schlusskabel; rechts: Vorderseite der Elektroden

2.7 Gürtel

Der Gürtel wird aus drei Textillagen gefertigt. In die oberste Schicht werden die runden Elekt- roden eingestickt (Abb. 15 rechts), in die zweite Lage wird eine Verbindung zum Prym-Knopf hergestellt (Abb. 15 links), die dritte Stofflage dient zum Abdecken der Kontaktfläche. Zuletzt ist auf der Aussenseite nur noch der Prym-Knopf sichtbar. Der Gürtel ist 10 cm breit, nicht gedehnt beträgt die Länge 75 cm, gedehnt 110 cm. So ist es möglich, Patienten in diesem Thoraxumfangbereich zu messen. Über einen Klettverschluss kann der Gürtel zusammenge- fügt werden (Abb. 16). Das elastische Material des Gürtelprototyps ist nicht wasserabweisend. Es ist deshalb wich- tig, dass die Elektroden nur lokal und nicht zu fest befeuchtet werden, ansonsten entsteht eine unerwünschte Verbindung zwischen zwei Elektroden und der Strom fliesst nicht mehr in den Körper hinein sondern nur entlang des Gürtels.

in den Körper hinein sondern nur entlang des Gürtels. Abb. 16 Foto des Elektrodengürtels, auf der

Abb. 16 Foto des Elektrodengürtels, auf der Rückseite können die Kabel angeschlossen werden, die Befestigung wird über Klettverschlüsse gemacht

2.7.1 Gürtelherstellung

Die Elektroden werden auf einer Stickmaschine hergestellt. Bei diesem aufwändigen Stick- prozess kann die Maschine nur mit einem Drittel der maximalen Geschwindigkeit fertigen. Der Nadelabstand beträgt einen französischen Zoll (2.708 cm), er kann nicht verstellt wer- den. Werden die Elektroden in einem Abstand von einem französischen Zoll oder ein Vielfa- ches davon positioniert, ist es möglich, die 16 Elektroden gleichzeitig zu fertigen, sonst muss jede Elektrode einzeln nacheinander gestickt werden, was den Herstellungsprozess nicht nur zeitlich verlängert sondern auch verteuert.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.8

Weitere Arbeiten im Bereiche der EIT

2.8.1

CSEM in Landquart

Das CSEM in Landquart beschäftigt sich seit zwei Jahren intensiv mit der elektrischen Impe- danztomographie. Das Ziel ihrer Arbeit ist es, ein Phantom zu erstellen, welches das Charak- terisieren verschiedener EIT-Geräten ermöglicht. Die Schwierigkeiten bei der Herstellung eines solchen physikalischen Modells des menschli- chen Thoraxes liegen in der exakten Nachbildung, dem Einsetzen und Positionieren von „Fremdkörpern“, die beispielsweise Herz oder Knochen simulieren, und besonders dem Nachbilden der Bewegung Impedanzänderung verursacht durch die Ventilation der Lun- ge. Für den Bau des Phantoms verwendet das CSEM leitende Kunststoffe, deren Impedanz bei der Herstellung durch Einbringen von leitenden Teilchen festgelegt wird. [2] Weitere Arbeiten der Forscher sind ein Testaufbau, welcher aus vier Lagen Elektroden be- steht und durch seine Mehrlagigkeit die Erkennung von Fremdkörpern in z-Richtung ermög- licht und ein Prototyp eines EIT-Systems mit 32 Elektroden. Bei diesem Prototypen wird im Vergleich zu den heute erhältlichen EIT-Geräten die Signale direkt an den Elektroden vorverarbeitet und Analog-Digital gewandelt. Dadurch kann das Verhältnis zwischen dem eigentlichen Signal und Störungen, welche hauptsächlich durch die Kabel entstehen, verbessert werden. Jedes Elektrodenpaar kann entweder als Stromein- speisung oder als Spannungsmesser eingesetzt werden. Der Datentransfer zwischen Elekt- roden und Computer wird via ETHERNET gemacht. Die Herren Dr. Brunner und Dr. Böhm gründeten letztes Jahr die Firma swisstom, um dieses EIT-System zu vermarkten. Gemäss Aussagen von Herrn Dr. Böhm beträgt der Marktwert für Elektrische Impedanztomographie-Geräten über eine Milliarde Franken.

[Brunner et al., 2008]

über eine Milliarde Franken. [Brunner et al., 2008] [3] Abb. 17 links: Fotos der Phantome vom

[3]

über eine Milliarde Franken. [Brunner et al., 2008] [3] Abb. 17 links: Fotos der Phantome vom

Abb. 17 links: Fotos der Phantome vom CSEM in Landquart; rechts: Fotos des Phantoms mit Fremdkörper sowie aktive Elektroden des Testsystems von swisstom

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.9 Messaufbau mit lock-in-Verstärker

Der EIT-Versuchsaufbau weist eine Höhe von 100 mm auf. [Waldmann, 2010] Damit kann der Einfluss des Stromes, welcher nicht direkt durch den Thorax hindurch fliesst, berücksichtigt werden. Um die Simulationen mit den Messwerten vergleichen zu können, wird die Randspannung am Testaufbau gemessen. Über den Funktionsgenerator wird eine Frequenz von 50 kHz eingespeist. Anhand der Strommessung wird die Spannung am Generator so eingestellt, dass ein Spitzenstrom von 5 mA fliesst. Das erzeugte Signal wird über zwei EKG-Elektroden 15 und 16 in den Testaufbau, welcher mit Wasser gefüllt ist, eingeleitet (Abb. 18 unten). Die Elektrode 1 wird als Referenzwert festgelegt. Mit der zweiten Messsonde wird reihum an jeder Elektrode das Potential gemessen. Am lock-in-Verstärker wird die Spannungsdifferenz zwischen dem Referenzwert und der jeweiligen Randspannung berechnet. Die am Gerät eingestellte Eingangsfrequenz wird prioritär verstärkt, Störsignale werden herausgefiltert. Der Testaufbau wird mit Wasser gefüllt, welches eine geringere Leitfähigkeit als Kochsalzlösung aufweist, damit die Randspannungsdifferenzen grösser sind. Damit ein Strom von 5 mA fliessen kann, wird die Amplitude der Eingangsspannung auf 2.3 V eingestellt.

die Amplitude der Eingangsspannung auf 2.3 V eingestellt. Abb. 18 oben: Foto des Messaufbaus, mit dem
die Amplitude der Eingangsspannung auf 2.3 V eingestellt. Abb. 18 oben: Foto des Messaufbaus, mit dem

Abb. 18 oben: Foto des Messaufbaus, mit dem Multimeter wird der Strom gemessen, am Oscilloscope wird das Eingangssignal dargestellt, am lock-in-Verstärker wird das Messsignal ausgewertet; unten: Blockschaltbild des Messaufbaus, Elektrode 1 wird als Referenzelektrode festgelegt, über die Elektroden 15 und 16 wird das Eingangs- signal eingespeist, anschliessend reihum die jeweiligen Spannungen an den Elektroden gemessen

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.10 Messaufbau mit dem EIT-Gerät

Die 16 Elektroden werden an der Testform befestigt (Abb. 19 oben). Über die Kabel werden die Signale mit dem EIT-Gerät (GoeMF-II) verbunden und der Aufbau mit NaCl-Lösung (Nat- rium Chloratum 0.9%) gefüllt. Die GND-Elektrode wird auf den Testaufbaurand geklebt. Die Messdaten werden über ein USB-Kabel an den PC weitergeleitet und mit der Software von CardinalHealth ausgewertet. Das Eingangssignal hat eine Frequenz von 50 kHz und eine Amplitude von 5 mA. Das Blockschaltdiagramm (Abb. 19 unten) zeigt den Messaufbau und gibt an, wie der Test- aufbau, das EIT-Gerät und der PC miteinander verbunden sind.

das EIT-Gerät und der PC miteinander verbunden sind. Abb. 19 unten: Blockaltbild des Versuchsaufbaus oben: Foto
das EIT-Gerät und der PC miteinander verbunden sind. Abb. 19 unten: Blockaltbild des Versuchsaufbaus oben: Foto

Abb. 19

unten: Blockaltbild des Versuchsaufbaus

oben: Foto des Messaufbau für Messungen am Testaufbau mit lock-in-Verstärker;

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.11 Geräte-Konfigurationen

Es wird das GoeMF-II-EIT-Gerät verwendet, welches von CardinalHealth in Zusammenarbeit mit der Universität von Göteburg 2004 entwickelt wurde. Das Gerät arbeitet nach dem Shef- field-Prinzip und wird nur als Forschungsgerät eingesetzt. Im folgenden Unterkapitel werden die wichtigsten Geräteeinstellungen erläutert. Für weiterführende Informationen wird auf das Manual von CardinalHealth verwiesen.

2.11.1 Übergangsimpedanz

Das EIT-Gerät misst zu Beginn die Übergangsimpedanz zwischen Elektroden und Haut. Ist eine Elektrode nicht sauber befestigt, so wird dies vom Gerät festgestellt. Anschliessend kann manuell der „impedance alarm threshold“ (rote Linie) eingestellt werden. Wird bei einer Messung dieser Wert überschritten, zeigt dies das Gerät an. Die frischen EKG- Referenzelektroden haben eine wesentlich tiefere Impedanz (Abb. 20 links) als ausgetrock- nete Elektroden (Abb. 20 rechts). Das „measurement protocol“ gibt an, wie viel Mal pro Sekunde ein Zyklus durchlaufen wird. Im dargestellten beträgt dieses 13 Hz.

durchlaufen wird. Im dargestellten beträgt dieses 13 Hz. Abb. 20 links: Impedanzverteilung bei neuen Silber /
durchlaufen wird. Im dargestellten beträgt dieses 13 Hz. Abb. 20 links: Impedanzverteilung bei neuen Silber /

Abb. 20 links: Impedanzverteilung bei neuen Silber / Silberchlorid EKG-Elektroden (Referenzelektroden) am Testauf- bau, die Impedanzwerte liegen unter 100 Ω, der „alarm threshold“ wurde auf 170 Ω festgelegt; rechts: mit eingetrock- neten Referenzelekroden, die Impedanz ist wesentlich höher und damit das Gerät funktioniert, muss der „threshold“ auf 800 Ω festgelegt werden. Das „measurment protocol“ wurde in beiden Fällen auf 13 Hz gelegt

2.11.2 Frequenz-Einstellungen

Die Einspeisefrequenz kann zwischen 25 kHz und 96 kHz manuell eingestellt werden (Abb. 21 links). Für die Messungen wurde die Frequenz immer auf 50 kHz festgelegt, da auch bei der Semesterarbeit mit dieser Frequenz gemessen wurde. Blau ist die eingestellte Frequenz eingezeichnet, rot die Störungen, welche auftraten. Idealerweise liegen die Fre- quenzen der Nutz- und der Störsignale weit auseinander. Das mittlere Bild zeigt, dass alle Elektroden sauber angebracht sind. Ist eine Elektrode nicht sauber befestigt, respektiv über- schreitet eine Elektrode den eingestellten „impedance alarm threshold“, so erscheint diese Elektrode rot. Die Verstärkung (Abb. 21 rechts) wurde auf 20 dB festgelegt. Gemäss Manual sollte die Verstärkung so hoch wie möglich gewählt werden, ohne dass der „signal- amplitude-plot“ rot wird.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 21 links: Einstellung der Frequenz, blau ist die
Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 21 links: Einstellung der Frequenz, blau ist die
Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 21 links: Einstellung der Frequenz, blau ist die

Abb. 21 links: Einstellung der Frequenz, blau ist die eingestellte Frequenz dargestellt, rot der „noise“, um eine mög- lichst hohe „signal to noise-ratio“ zu erhalten, muss die Frequenz in einen „noisearmen“ Bereich gewählt werden; Mitte: Darstellung der Elektroden, sind die Elektroden grün gezeichnet, befindet sich die Übergangsimpedanz unter dem gewählten „threshold“; rechts: Einstellung der Verstärkung und Anzeige des Stromes, die Verstärkung wurde in diesem Fall auf 20 dB festgelegt

2.11.3 Überprüfung des Eingangssignals

Während der Messung mit dem GoeMF-II-Geräte wird mit dem Oscilloscope Tektronix MSO 4034 sowohl das Eingangs- wie das Messsignal erfasst (Abb. 22 rechts). Gemessen wird an den Elektroden 11 und 12 (Abb. 22 links). Bei 16 Elektroden und einem „measure- ment protocol“ von 13 Hz dauert ein gesamter Mess- und Einspeisezyklus ca. 76 ms (Abb. 22 rechts).

Mess- und Einspeisezyklus ca. 76 ms (Abb. 22 rechts). Abb. 22 links: Blockschaltdiagramm des Messaufbaus, für
Mess- und Einspeisezyklus ca. 76 ms (Abb. 22 rechts). Abb. 22 links: Blockschaltdiagramm des Messaufbaus, für

Abb. 22 links: Blockschaltdiagramm des Messaufbaus, für die Aufzeichnung der Signale wird der KO Tektronix MSO 4034 350MHz / 2.5GS/s; rechts: Messsignal für einen Messzyklus

Je mehr sich die Einspeisung den Elektroden 11 und 12 nähert, desto grösser wird die Amp- litude des Signals an den Messpunkten. Exakt abgebildet wird das Eingangssignal, wenn das GoeMF-II an denselben Positionen einspeist wie gemessen wird 11 / 12. Die Amplitu- de beträgt in diesem Fall 1.7 V. Wird das Signal über die Elektroden 10 und 11 beziehungs- weise 12 und 13 eingespeist das Oscilloscope und das GoeMF-II haben somit nur einen gemeinsamen Punkt wird die Amplitude entsprechend kleiner (Abb. 23 links). Einer Sequenz von zehn Sinuswellen mit einer Frequenz von 50 kHz folgt eine Pause von 270 μs (Abb. 23 rechts). Für eine Simulation werden insgesamt 13 solche Sequenzen benö- tigt. Der Abstand zwischen den Sequenzen ist nicht regelmässig der Signalunterbruch nach dem ersten Paket ist grösser als bei den darauf folgenden (Abb. 23 links).

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 23 gedehnte Darstellung von zwei Sequenzen, die Amplitude
Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 23 gedehnte Darstellung von zwei Sequenzen, die Amplitude

Abb. 23

gedehnte Darstellung von zwei Sequenzen, die Amplitude beträgt ungefähr 1.7 V

links: Signal am Oscilloscope an den Elektroden 11 und 12; 13 Sequenzen à 10 Sinuswellen; rechts: zeitlich

2.11.4 Messsignal

Das Messsignal weist eine Amplitude von 3 mV auf und ist verrauscht (Abb. 24). Der sinus- förmige Verlauf ist jedoch gut erkennbar. Nach dem Filtern kann dieses Signal ausgewertet werden. Das Rauschen könnte durch die langen nicht verdrillten freiliegenden Kabel oder das Be- lasten des Messsignals durch nicht angepasste Messsonden entstanden sein.

durch nicht angepasste Messsonden entstanden sein. Abb. 24 Ausschnitt des Ausgangssignals, es wird die

Abb. 24 Ausschnitt des Ausgangssignals, es wird die Spannungsdifferenz an zwei Elektroden aufgezeichnet, die Amplitude des sinusförmigen Signals beträgt 3 mV und ist stark verrauscht

2.12 Messung am Mensch

Um Erfahrungen mit Messungen am Menschen zu machen, wurden 16 (Ambu BR-50-K) Elektroden in regelmässigem Abstand um den Thorax befestigt. Die Elektroden weisen direkt einen Stecker auf und können so an das EIT-Greät angeschlossen werden. Diese Elektro- den werden von Herrn Dr. Riedel bei Untersuchungen an Neugeborenen eingesetzt. Bei Er- wachsenen werden unter anderem auch T-00-S Elektroden von Ambu verwendet.

2.12.1 Einstellungen

Der „impedance alarm threshold“ wurde auf 600 Ω eingestellt die Werte lagen bei allen Elektroden im Bereich von 200 Ω, beim Versuchsaufbau waren sie um etwa die Hälfte klei- ner (Abb. 25). Beim Testaufbau sind die Elektroden direkt in der Kochsalzlösung positioniert und so entsteht kein hochohmiger Übergang wie bei der Haut. Aus diesem Grund ist die Im- pedanz höher.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Die Frequenz wurde auf 50 kHz eingestellt und die Verstärkung bei 14 dB beschränkt (Abb. 25 rechts). Die Störungen (roter Peak) eingezeichnet im „injection frequency / interfe- rence plot“ liegen nicht in der Nähe der Einspeisefrequenz (blauer Peak). Weiter sind im „electrode contact-plot“ alle Elektroden grün eingezeichnet. Die Elektroden erscheinen rot, sobald die „injection impedance“ grösser als der eingestellte „threshold“ ist.

grösser als der eingestellte „threshold“ ist. Abb. 25 links: Übergangsimpedanz der Elektroden, rot ist
grösser als der eingestellte „threshold“ ist. Abb. 25 links: Übergangsimpedanz der Elektroden, rot ist

Abb. 25 links: Übergangsimpedanz der Elektroden, rot ist die “impedance alarm threshold” eingezeichnet; rechts:

Frequenzeinstellung bei 50 kHz und die Signal Amplitude bei einer Verstärkung von 14 dB

2.12.2 Referenzmessung

Die ersten Messungen wurden an einer gesunden Testperson mit handelsüblichen EKG- Elektroden durchgeführt. Diese Messungen dienten der Referenz. Die Elektroden wurden in regelmässigen Abständen auf ungefähr der gleichen Höhe um den Thorax geklebt. Die erste Elektrode wurde auf dem Brustbein platziert, die neunte auf der Wirbelsäule. Die genaue Positionierung dieser beiden Elektroden ist wichtig für die Auswertsoftware, damit sie das Schnittbild richtig darstellen kann. Die GND-Elektrode wurde wie vorgeschrieben 5 cm unter dem Elektrodenring positioniert. Nun wurden die Messdaten über das EIT-Kabel an das EIT-Gerät weitergeleitet und dort ausgewertet. Die Schnittbilder der Lunge wurden im Stehen aufgenommen.

Die Schnittbilder der Lunge wurden im Stehen aufgenommen. Abb. 26 links Foto des Gesamtaufbaus ; rechts
Die Schnittbilder der Lunge wurden im Stehen aufgenommen. Abb. 26 links Foto des Gesamtaufbaus ; rechts

Abb. 26

links Foto des Gesamtaufbaus ; rechts Foto der Elektroden

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.13 Messungen mit dem Elektrodengürtel

Der Elektrodengürtel wurde unterhalb der Brust platziert, die Elektroden über Kabel an das EIT-Gerät angeschlossen. Die GND-Elektrode wurde mit einer herkömmlichen hochwertigen EKG-Elektrode (T-00-S) gemacht.

herkömmlichen hochwertigen EKG-Elektrode (T-00-S) gemacht. Abb. 27 − werden mit dem EIT-Gerät verbunden; rechts:
herkömmlichen hochwertigen EKG-Elektrode (T-00-S) gemacht. Abb. 27 − werden mit dem EIT-Gerät verbunden; rechts:

Abb. 27

werden mit dem EIT-Gerät verbunden; rechts: Foto des Elektrodengürtels mit zusätzlichem Hosengürtel für die Erhö- hung des Anpressdruckes

Es wurde Schritt für Schritt gemessen:

links: Foto Messaufbau mit Elektrodengürtel, die 17 Elektroden 16 Messelektroden und eine GND-Elektrode

- Zuerst wurde der Elektrodengürtel in trockenem Zustand um den Thorax befestigt, um den Übergang zwischen Elektroden und Haut zu testen

- Um den Anpressdruck der Elektroden zu verbessern, wurde mit einem Hosengürtel zusätzlich Druck auf die Elektroden gegeben

- Danach wurden die Elektroden mit einer Kochsalzlösung befeuchtet, um einen gerin- geren Übergangswiderstand zu erzielen. Gemessen wurde einmal ohne zusätzlichen Anpressdruck durch einen Hosengürtel das andere Mal mit Gürtel

- Einzelne Elektroden im Bereich der Wirbelsäule und des Brustbeines wurden vorge- spannt. Dazu wurde ein ovales Kunststoffteil zwischen den Elektrodengürtel und den Hosengürtel geklemmt. Weiter wurden diese Problemelektroden mit einem gut leiten- den Hydrogel kombiniert, um den Übergangswiderstand zu verkleinern

- Zuletzt wurde der gesamte Elektrodengürtel mit einem leitenden Elektrodengel bestri- chen, dadurch wurde der Übergangswiderstand vermindert

2.13.1 Elektrodengel

Um einen besseren Übergangswiderstand zwischen Elektroden und Haut zu erreichen, wur- den die Elektroden mit einem Gel, beziehungsweise mit Kochsalzlösung, befeuchtet.

- Kochsalzlösung:

- Elektrodengel:

- Hydrogel:

Natrium Chloratum „Bichsel“ Na09

SignaGel von Parker für EKG, Defibrillation, Biofeedback, EMG

Hydrogel für Elektroden von Aquamed Technologie

Die verwendeten Textilelektroden lassen sich problemlos mit Gel, respektive mit Kochsalzlö- sung kombinieren (Abb. 28). Das Gel kann auch leicht wieder ausgewaschen werden. Bei der Kochsalzlösung ist zu beachten, dass nicht zu viel Flüssigkeit eingesetzt wird, weil sonst ein direkter Kontakt zwischen zwei benachbarten Elektroden entstehen könnte.

zwischen zwei benachbarten Elektroden entstehen könnte. Abb. 28 Foto der Elektroden in Kombination mit Gel A.

Abb. 28

Foto der Elektroden in Kombination mit Gel

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.14 Simulationen

Im Vergleich zu den Messungen mit dem EIT-Gerät ermöglichen die Simulationen einen Ein- blick in das Innere des Messobjektes. Es können nicht nur die Randspannungen abgegriffen werden, sondern es ist auch möglich, den Verlauf von Äquipotential- und Stromlinien sowie die Verteilung der Stromintensität darzustellen. Die 3D-Siumlationen mit Comsol Multiphysics erlauben einen direkten Vergleich der gemes- senen zu den simulierten Daten. Weiter werden nicht wie bei der 2D-Simulation die Elektro- den als Schnitt dargestellt, sondern als 3D-Objekte. Ziel der 3D-Simulationen ist es heraus- zufinden, wie fest die 2D- von der 3D-Simulation abweicht. Anschliessend wird die 2D- Simulation auf das 3D-Modell abgestimmt und die Simulationen in 2D gemacht. Die Abmes- sungen, die Leitfähigkeit und die Randbedingungen wurden auf den Testaufbau abgestimmt und im dreidimensionalen Raum wie im zweidimensionalen Raum gleich gewählt. Alle Simu- lationen wurden mit Gleichstrom durchgeführt. Da die Simulation nur resistive und keine ka- pazitive Anteile aufweist, ist die Simulation frequenzunabhängig.

2.14.1 3D-Aufbau

Der Simulationsaufbau wird nach der Geometrie des Versuchsaufbaus der Semesterarbeit gemacht. Der Radius misst 125 mm Umfang 800 mm die Höhe 100 mm. Es werden nur zwei Einspeiseelektroden gezeichnet (Abb. 29). Diese werden rechteckig dargestellt und wiesen die Dimension der AMBU BR50-K-Elektroden auf (20 x 28 mm). Die Zentren der bei- den Elektroden sind um 22.5° auseinander dies entspricht einem Sechzehntel eines Krei- ses und befinden sich auf halber Höhe des Versuchsaufbaus. Der Versuchsaufbaurand (rot) ist elektrisch isoliert. Bei einer Elektrode fliesst ein Strom von 5 mA hinein, bei der ande- ren wieder heraus. Der Versuchsaufbau ist mit homogener Leitfähigkeit σ w charakterisiert. Als Leitfähigkeit σ w wurde Leitungswasser genommen, diese beträgt 5.5 10 -3 S/m. [4] Das elektrische Potential am Referenzpunkt wurde auf 0 V gelegt. Die Hilfsebene dient der Da- tenauswertung am Objektrand. Es wurden keine Simulationen mit Fremdkörpern in 3D ge- macht.

keine Simulationen mit Fremdkörpern in 3D ge- macht. Abb. 29 Randsegmente des Versuchsaufbaus Bei der

Abb. 29

Randsegmente des Versuchsaufbaus

Bei der 2D-Simulation wird die Hilfsebene (Abb. 29) abgebildet, die Einspeiseelektroden durch einen 20 mm langen Kreisbogen b ersetzt und zusätzlich in regelmässigem Abstand 14 Messpunkte auf dem Rand positioniert (Abb. 30). Über zwei Kreisbogen (grün einge- zeichnet) wird ein Strom von 5 mA eingespeist. Die rot eingezeichnete Kreislinie ist elektrisch isoliert. Weiter weist die Fläche der Hilfsebene eine homogene Leitfähigkeit σ w auf. Je nach Simulation wird ein Fremdkörper mit einer anderen Leitfähigkeit im Versuchsaufbau platziert und die Änderungen am Versuchsaufbaurand beobachtet. Die Leitfähigkeit des Fremdkör- pers − σ PET betrug 10 -12 S/m. [Kuchling, 2005] Der Fremdkörper wirkt im Vergleich zu Was- ser wie ein Isolator.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 30 Darstellung der 2D-Simulation mit Comsol, der Umfang

Abb. 30 Darstellung der 2D-Simulation mit Comsol, der Umfang misst 800 mm, der Messpunkteabstand 50 mm und die Stromeinspeisung

Berechnung der Bogenlänge:

Einspeiseelektroden:

Messelektrodenabstand:

Kenndaten der Simulation:

b

=

r

2

⋅ π ⋅ α

 

360 °

 

b

=

0.125m 2

⋅ π ⋅

9 °

= 0.02 m

 
 

360

°

b

=

0.125m 2

⋅ π ⋅

22.5 °

= 0.05 m

360 °

Leitwert von Wasser σ w :

5.5 10 -3 S/m

Leitwert von PET σ PET :

1 10 -12 S/m

Stromeinspeisung:

5 mA

Einspeiseelektroden-Länge:

20 mm (Breite der Ambu BR-50-K Elektrode)

Elektrodenabstand:

22.5°

Umfang des Aufbaus für die Simulation:

800 mm

22.5° Umfang des Aufbaus für die Simulation: 800 mm Abb. 31 Colsol Multiphysics Simulationsaufbau mit Fremd-

Abb. 31 Colsol Multiphysics Simulationsaufbau mit Fremd- körper (blau) und 16 Messpunkten (orange)

Zwischen den gesetzten Messpunkten kann die Differenzspannung abgegriffen werden (Abb. 32). Diese Differenz wird auch beim EIT-Gerät ausgewertet. Im Gegensatz zur Simula- tion können beim EIT-Gerät nur die Spannungen an den 14 Messelektroden gemessen wer- den. Simulationen werden ohne Fremdkörper durchgeführt, mit Fremdkörper in der Mitte und mit dem Fremdkörper 30 mm vom Testaufbaurand entfernt.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 32 Spannungsabgriff am Testaufbau- rand, Positionierung

Abb. 32 Spannungsabgriff am Testaufbau- rand, Positionierung des Fremdkörpers (rot) an verschiedenen Stellen

2.14.2 Simulation Lunge

Um einen Überblick zu erhalten, wie der Verlauf im Thorax sein könnte, wurde ein verein- fachtes Modell simuliert. Die beiden Lungenflügel wurden durch zwei Ovale ungefähr nach- gebildet und mit einer Leitfähigkeit σ l von 110 -12 S/m – isolierend im Vergleich zum Wasser – charakterisiert. Die vereinfachten Lungenflügel wurden einmal gross gezeichnet (Abb. 33 links) – Einatmung – und einmal klein gezeichnet (Abb. 33 rechts) – Ausatmung. Die Messelektroden (orange) sind mit regelmässigem Abstand gezeichnet. Eingespeist wird über einen Kreisbogen von 20 mm.

Kenndaten der Simulation:

Leitwert von Wasser σ w :

Leitwert von Luft σ l :

Stromeinspeisung:

Einspeiseelektroden-Länge:

Elektrodenabstand:

Umfang des Aufbaus für die Simulation:

5.5 10 -3 S/m 1 10 -12 S/m 5 mA 20 mm (Breite der Kinderelektroden) 360° / 16 = 22.5° 800 mm

mm (Breite der Kinderelektroden) 360° / 16 = 22.5° 800 mm Abb. 33 links: Comsol-Abbildung der
mm (Breite der Kinderelektroden) 360° / 16 = 22.5° 800 mm Abb. 33 links: Comsol-Abbildung der

Abb. 33 links: Comsol-Abbildung der vereinfachten Lunge im eingeatmeten Zustand; rechts: Comsol-Abbildung der Lunge im ausgeatmeten Zustand

Die Form und Grösse der Lungenflügel wurden einem Schnittbild und einer schematischen Zeichnung (Abb. 34) nachgebildet. Die Simulation kann nicht mit einer realen Messung am Thorax eines Menschen verglichen werden, sie gibt aber Aufschluss über den Verlauf der Strom- und Äquipotentiallinien bei zwei Fremdkörpern.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie [Tanyi et al., 2007] [ 5 ] Abb. 34 eines

[Tanyi et al., 2007]

die elek trische Impedanztomographie [Tanyi et al., 2007] [ 5 ] Abb. 34 eines Thoraxes links:

[5]

Abb. 34

eines Thoraxes

links: Schematische Darstellung des Thoraxes eines Lungenphantoms; rechts: CT-Bild

2.14.3 Mesh

Der Mesh in der 3D-Simulation wurde auf 1’161’950 Elemente festgelegt. Entlang den Ein- speiseelektroden wurde ein verdichteter Mesh gezeichnet, denn dort sind die grössten Ein- flüsse der Einspeisung vorhanden.

sind die grössten Ein- flüsse der Einspeisung vorhanden. Abb. 35 Mesh-Verteilung im 3D-Modell In der 2D-Simulation

Abb. 35

Mesh-Verteilung im 3D-Modell

In der 2D-Simulation wurde der Mesh auf 73'912 Elemente festgelegt. Auf der Seite der Ein- speiseelektroden wurde ein verdichteter Mesh gezeichnet.

speiseelektroden wurde ein verdichteter Mesh gezeichnet. Abb. 36 Mesh-Verteilung im 2D-Modell, engerer Mesh bei den

Abb. 36 Mesh-Verteilung im 2D-Modell, engerer Mesh bei den Einspeiseelektroden

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

2.15 Datenauswertung

Die Software von CardinalHealth ist für den Spitalalltag gedacht. Es besteht deshalb kein Zugriff auf die Messdaten. Mit einer älteren Softwareversion des EIT-Gerätes besteht dage- gen die Möglichkeit, auf Rohdaten einer EIT-Messung zuzugreifen. Die Rohdaten können anschliessend mit dem Softwaretool EIT_Data_Analyser 6 , welches vom Inselspital entwickelt wurde, ausgewertet werden. Diese Software verarbeitet die Messdaten nach der Rückprojek- tion. Es kann damit die Impedanzverteilung in den einzelnen Schnittbildbereichen rechter / linker Lungenflügel oder posterior / anterior Bereich separat ausgewertet werden. Die relative Impedanzänderung (Abb. 37) entspricht dem Atmungsverlauf. Im dargestellten Fall wurde bei 90 Sekunden stark eingeatmet, welches zu einer hohen Impedanzänderung in diesem Bereich führte. Anhand des Frequenzspektrums kann die Atmungsfrequenz abgele- sen werden. Das Bild der Rückprojektion besteht aus einer Matrix von 32 x 32 Pixeln. Die Impedanz in jeder Pixelreihe wird im „image-profile“ einzeln dargestellt. Daraus kann festge- stellt werden, wie die Impedanzverteilung in den einzelnen Reihen aussieht. Anhand einer Filterung, welche manuell eingestellt werden kann, besteht die Möglichkeit, Artefakte wegzu- filtern.

kann, besteht die Möglichkeit, Artefakte wegzu- filtern. Abb. 37 EIT-Daten-Analyser-Software entwickelt vom

Abb. 37

EIT-Daten-Analyser-Software entwickelt vom Inselspital für die Datenauswertung

6 Software ist auf der CD abgespeichert

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3 Ergebnisse und Auswertung

Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Ergebnisse der Simulationen und Messungen erläutert, Vergleiche zwischen 2D-, 3D-Simulationen und den Messresultaten gezogen, den Elektrodengürtel beurteilt und daraus Schlussfolgerungen gezogen. Weitere Simulations- und Messergebnisse sind im Anhang B zu finden.

3.1 Datenauswertung der Randspannungsmessungen am Testaufbau

Die Elektrode 1 wurde als Referenzelektrode gewählt. Anschliessend wurde mit dem lock-in- Verstärker die Spannungsdifferenz berechnet. (Stellvertretend für alle Spannungsdifferenzen wurden in Abb. 38 U 1 , U 2 und U 3 eingezeichnet.) Die Spannungsdifferenzen nahe der Ein- speisung U 1 U 2 U 3 und U 11 U 12 U 13 sind grösser als die Spannungen gegenüber der Ein- speisung. Die Spannungsdifferenzen zwischen der Referenzelektrode und den 13 Mess- elektroden sind im Plot dargestellt. Die Spannungsdifferenz zwischen der Referenzelektrode und der Messelektrode 14 ist am grössten, da direkt über der Einspeisung gemessen wird. Die Spannungsdifferenz U 1 ist am kleinsten da die Elektroden direkt nebeneinander liegen. Je weiter weg die Messelektroden von der Referenzelektrode liegen, desto grösser wird die Differenz. Der Unterschied zwischen U 1 und U 2 ist aber grösser als jener von U 2 zu U 3 . Die Differenz zwischen den einzelnen Elektroden nimmt bis vis-à-vis der Einspeisung ab, dann wieder zu.

nimmt bis vis-à-vis der Einspeisung ab, dann wieder zu. Abb. 38 links: Blockschaltbild des Messaufbaus, Elektrode
nimmt bis vis-à-vis der Einspeisung ab, dann wieder zu. Abb. 38 links: Blockschaltbild des Messaufbaus, Elektrode

Abb. 38 links: Blockschaltbild des Messaufbaus, Elektrode 1 wird als Referenzelektrode gewählt und anschliessend werden die jeweiligen Spannungen U1 bis U13 gemessen; rechts: Messergebnisse der jeweiligen Randspannungen

Um die jeweiligen elektrischen Potentiale zwischen den einzelnen Elektroden zu bestimmen, wurde jeweils die Spannungsdifferenz berechnet. Die maximale Differenz liegt zwischen den Elektroden 1 und 2 Spannung U 1 (Abb. 39). Es wird klar ersichtlich, dass sich die Span- nungen im Bereich der Einspeisung stark ändern und beim Entfernen immer kleiner werden. Vis-à-vis der Einspeisung U 7 ist die Spannungsdifferenz an kleinsten. Da kein Fremdkör- per im Testaufbau platziert wurde, ist die Randspannung symmetrisch die Spannungen U 2 und U 12 , U 3 und U 11 , U 4 und U 10 , U 5 und U 9 , sowie U 6 und U 8 sind nahezu gleich gross. Die Spannungen U 1 und U 13 nahe an der Einspeisung unterscheiden sich um 10 mV. Dieser Unterschied kann auf unterschiedliche Elektrodenwiderstände zurückgeführt werden.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 39 links: Verteilung der 14 Messelektroden, die Einspeisung
Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 39 links: Verteilung der 14 Messelektroden, die Einspeisung

Abb. 39 links: Verteilung der 14 Messelektroden, die Einspeisung wird wie bei den Simulationen bei 180° gewählt; rechts: Spannungsdifferenzen zwischen den einzelnen Elektroden

Um die Simulationen mit den Messergebnissen vergleichen zu können, wurden die gemes- senen Randspannungen dem jeweiligen Winkel zugeordnet. Das Potential der Referenz- elektrode kann nicht bestimmt werden, deshalb sind zwischen 180° und 360° nur sechs Messpunkte eingezeichnet (Abb. 40) zwischen 0 und 180° jedoch sieben. Die Einspeisung wird wie bei den Simulationen bei 180° gemacht. Die beiden Einspeiselektroden liegen 22.5° auseinander und sind je 11.25° von 180° entfernt. Die Referenzelektrode liegt bei 213.75°. Die Spannung U 1 wurde bei einem Winkel von 236.25° eingezeichnet. Rot wurden die Messwerte eingezeichnet. Da gegenüber einer Referenzspannung und nicht gegenüber GND gemessen wurde, entsteht ein off-set. Dieser beträgt im dargestellten Fall ca. 0.1 V. Um die Randspannungspunkte anschliessend mit den Simulationsergebnissen vergleichen zu können, wurde der off-set abgezogen und damit die Messpunkte um die x-Achse gruppiert (blaue Messpunkte). Der Randspannungsverlauf entspricht den erwarteten Werten. In der Nähe der Einspeise- elektroden um 180° sind die Spannungen höher und nehmen je weiter sie von der Ein- speisung liegen ab. Gegenüber von der Einspeisung bei 0° tendiert die Randspannung gegen 0 V.

− bei 0° − tendiert die Randspannung gegen 0 V. Abb. 40 Spannungen entlang des Versuchsaufbaurands,

Abb. 40 Spannungen entlang des Versuchsaufbaurands, rot die Messdaten, blau die normalisierten Werte

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.2 Simulationen mit Comsol Multiphysics

Ein erster Blick auf die Simulationsergebnisse zeigt den Einfluss eines Fremdkörpers auf die Randspannung. Anschliessend werden die Ergebnisse der 3D-Simulation erläutert. Detail- lierte 2D-Simulationsergebnisse zeigen den Randspannungsverlauf am Testaufbau auf und anhand von 14 Randpunkten wird ein Bezug zwischen Simulationen und Messungen herge- stellt.

3.2.1 Übersicht Randspannungen

Zur Einführung in die Simulationsergebnisse werden die Simulationen übersichtlich darge- stellt und es wird der Einfluss eines Isolierenden Körpers, positioniert an verschiedenen Or- ten, auf die Randspannung gezeigt. Als leitendes Medium wurde Kupfer mit einem Leitwert σ cu von 6 10 -7 S/m eingesetzt, für den isolierenden Körper wurde der Kehrwert von Kupfer gewählt. 7 Der isolierende Körper hat einen Einfluss auf die Randspannung. Wird der isolierende Kör- per nahe an den beiden Einspeisepunkten positioniert, ist der Einfluss am grössten (Abb. 41 braune Linie). Die Stromlinien werden so am meisten abgelenkt. Wird die isolieren- de Fläche oben, respektive unten angelegt, sind die Einflüsse vor allem am jeweiligen Rand- stück (zwischen 180°-360° respektive 0°-180°) zu erkennen. Wird der Fremdkörper auf die x-Achse (Linie zwischen 0° und 180°) gelegt, so beträgt das Potential bei 0° auch 0 V. Bei den anderen beiden Positionen (oben, unten) entsteht eine Potentialverschiebung. Der Strom fliesst entlang des isolierenden Körpers, jedoch nicht im Innern des Körpers. Die Un- terschiede sind gering und die Auswertung deshalb nicht einfach.

sind gering und die Auswertung deshalb nicht einfach. Abb. 41 links: schematische Darstellung der Simulation, die
sind gering und die Auswertung deshalb nicht einfach. Abb. 41 links: schematische Darstellung der Simulation, die

Abb. 41 links: schematische Darstellung der Simulation, die isolierende Fläche (orange) wird an verschiedenen Orten positioniert, von aussen eine Spannung angelegt und die Randspannung aufgetragen; rechts: qualitativer Verlauf der Randspannung bei verschiedenen Positionierungsorten, die Einspeisung wird im dargestellten Fall bei 180° gemacht

7 Verlauf von Äquitotentiallinen und Stromlinien sind im Anhang B zu finden

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.2.2 Stromintensität im 3D-Modell

Die Stromintensität ist in der Mitte bei den Einspeiseelektroden am grössten und nimmt ge- gen den Rand hin immer mehr ab (Abb. 42). Bei den Einspeiseelektroden ist die Strominten- sität so gross, dass dieser Bereich mit dem verwendeten Farbmassstab nicht dargestellt wer- den kann. In der z-Achse nimmt die Stromintensität schnell ab und ist 5 cm von den Einspei- seelektroden entfernt (obere Seite der Simulation) kaum mehr sichtbar.

z-Achse

(obere Seite der Simulation) kaum mehr sichtbar. z-Achse Abb. 42 Stromintensitätsverteilung im 3D-Modell auf fünf

Abb. 42 Stromintensitätsverteilung im 3D-Modell auf fünf verschiedenen Scheiben, die beiden Quadrate sind die Einspeiseelektroden

3.2.3 3D-Randspannungen

Auf der Höhe der Einspeiseelektroden und am oberen Rand wurden die Randspannungen simuliert und aufgetragen (Abb. 43). Im 2D-Modell wurden die Randspannungen auf der vor- gängig definierten Hilfsebene simuliert. Die 2D- und die 3D-Simulationen werden in der Ab- bildung 44 verglichen.

3D-Simulationen werden in der Ab- bildung 44 verglichen. Abb. 43 Randspannung in der Versuchsaufbaumitte, das
3D-Simulationen werden in der Ab- bildung 44 verglichen. Abb. 43 Randspannung in der Versuchsaufbaumitte, das

Abb. 43

Randspannung in der Versuchsaufbaumitte, das Spannungsmaximum liegt bei ca. 9 mV, die Einspeisung wurde

bei 180° gemacht

links: Randspannung an der oberen Randkante, das Spannungsmaximum liegt bei ca. 0.7 mV; rechts:

An der Versuchsaufbaukante (Abb. 43 links) ist die Spannung um ungefähr das 10-fache kleiner als in der Versuchsaufbaumitte. In der Mitte des Versuchsaufbaus beträgt die Rand- spannung nahe zu 9 mV. Sie fällt, je weiter von den Einspeiseelektroden entfernt gemessen wird, stark ab. In der Mitte der Elektroden (Winkel 180°) ist das Potential 0 V.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Bei einer Einspeisung von jeweils 5 mA, einmal im 3D-Modell (blaue Kurve) und einmal im 2D-Modell (rote Kurve), entsteht ein Randspannungsunterschied (Abb. 44). Die Amplitude der 2D-Simulation ist ca. ein Drittel grösser als jene der 3D-Simulation.

ist ca. ein Drittel grösser als jene der 3D-Simulation. Abb. 44 Randspannungsdiagramm von der 2D (rot)

Abb. 44 Randspannungsdiagramm von der 2D (rot) und der 3D-Simulation (blau)

Die normalisierten 2D- und 3D-Kurven zeigen an, dass sich deren Verlauf, vor allem im Be- reich zwischen 140° und 160° respektive zwischen 200° und 220°, unterscheidet. Die Rand- spannung nimmt bei der 3D-Simulation jedoch schneller ab als in 2D-Simulation. Entlang der Einspeisung bei 180° verlaufen die beiden Kurven nahezu gleich. Mit grünen Punkten sind die Messungen am Testaufbau eingezeichnet. Diese liegen auf der 3D-Kurve. Die Werte der Simulation und des Testaufbaus im leeren Zustand, stimmen über- ein. Es ist deshalb denkbar, in Zukunft die Messungen am Testaufbau durch Simulationen zu ersetzen. Da sich die 2D- und 3D-Simulationswerte nur um einen immer gleichen Faktor un- terscheiden, kann zudem auch auf die aufwändigere 3D-Simulation verzichtet werden. Im weiteren Verlauf der Arbeit wurden deshalb nur 2D-Simulationen mit einer Einspeisung von 5 mA durchgeführt.

mit einer Einspeisung von 5 mA durchgeführt. Abb. 45 Randspannungsvergleich, rot 2D-, blau 3D-Kurve,

Abb. 45 Randspannungsvergleich, rot 2D-, blau 3D-Kurve, grün Messungen am Testaufbau, Einspeiseelektroden liegen bei 191.25° respektive bei 168.75°

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.2.4 Stromintensität im 2D-Modell

Die Stromintensität ist bei den Einspeiseelektroden am grössten und nimmt danach ab. Der Farbmassstab wurde im 2D- gleich gewählt wie im 3D-Modell (0 bis 5 10 -4 A/m 2 ). Die Stromintensität bei der Einspeisung ist grösser als 0.5 mA/m 2 , deshalb wird dieser Teil weiss dargestellt. Vis-à-vis der Einspeisung ist die Stromintensität nahezu Null.

der Einspeisung ist die Stromintensität nahezu Null. Abb. 46 Stromintensität im 2D-Modell Das Höhenprofil (Abb.

Abb. 46

Stromintensität im 2D-Modell

Das Höhenprofil (Abb. 47) des elektrischen Potentials zeigt die markante Abnahme im Be- reich der Einspeisung. Spannungsdifferenzen von Elektroden, welche nahe an der Einspei- sung platziert sind, sind deutlich höher als bei entfernten Elektroden. Die Oberfläche zeigt die Stromintensität. Der Farbmassstab wurde hier zehnmal weniger empfindlich gewählt (0 bis 5 10 -3 A/m 2 ).

gewählt (0 bis 5 ⋅ 10 - 3 A/m 2 ). Abb. 47 Farben zeigen die

Abb. 47

Farben zeigen die Stromintensität

Höhenprofil zeigt das elektrische Potential, die

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.2.5 Randspannungsverlauf

Bei der EIT-Messung mit 16 Elektroden werden die Randspannungen an 14 Elektroden ge- messen und über die restlichen zwei der Strom eingespeist. Im Randspannungsdiagramm (Abb. 48 rechts) werden die Werte der Simulation des Versuchsaufbaus kontinuierlich aufge- zeichnet. Weiter sind die 14 Messelektroden eingezeichnet. Diese geben Aufschluss, welche Spannungswerte effektiv abgegriffen und vom EIT-Gerät verarbeitet werden. Bei einer homogenen Leitwertverteilung ist der Verlauf der Randspannung zwischen 0° und 180° (Einspeisungsort) und zwischen 180° und 360° gleich. Die maximale Spannung bei der Einspeisung beträgt ungefähr 13 mV und nimmt bis zur ersten Messelektrode um 9 mV ab. Die Randspannung vis-à-vis von der Einspeisung ist 0 V.

Die Randspannung vis-à-vis von der Einspeisung ist 0 V. Abb. 48 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf ohne
Die Randspannung vis-à-vis von der Einspeisung ist 0 V. Abb. 48 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf ohne

Abb. 48 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf ohne Fremdkörper, bei 168.25° wird ein Strom von 5 mA einge- speist, bei 191.25° fliesst der gesamte Strom wieder aus dem Versuchsaufbau heraus; rechts: Randspannungsverlauf, blau sind die Potentiale der 14 Messelektroden eingezeichnet

Bei der inhomogenen Leitwertverteilung (Abb. 49 links) sind die Einflüsse des isolierenden Körpers vor allem in den Bereichen zwischen 60° und 120° und 240° und 360° zu erwarten, denn dort verschieben sich die Äquipotentiallinien, verursacht durch die isolierenden PET- Stange, am meisten. Da der isolierende Körper im Zentrum platziert ist, sind die Einflüsse in den Bereichen 0° und 180° sowie zwischen 180° und 360° gleich (Abb. 49 rechts). Um den Einspeisepunkt herum 180° verläuft die Randspannung nahezu gleich wie ohne Fremd- körper (grüne Linie in Abb. 49). Der Strom kann nicht durch den isolierenden Körper hin- durch fliessen, die Stromlinien verlaufen entlang des Fremdkörpers. Die Stromlinien im Innern des isolierenden Körpers werden von der Simulation irrtümlich ein- gezeichnet (blaue Linien in Abb. 49 links). Es ist dort kein Stromfluss möglich. Da aber das Simulationsprogramm entlang der Achse (0° bis 180°) in gleichmässigen Abständen die Stromlinien platziert, werden auch in diesem Bereich Stromlinien dargestellt.

werden auch in diesem Bereich Stromlinien dargestellt. Abb. 49 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf mit
werden auch in diesem Bereich Stromlinien dargestellt. Abb. 49 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf mit

Abb. 49 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf mit Fremdkörper in der Mitte, bei 168.25° wird ein Strom von 5 mA eingespeist, bei 191.25° fliesst der gesamte Strom wieder aus dem Versuchsaufbau heraus; rechts: Randspan- nungsverlauf, rot mit Fremdkörper in der Mitte, grün als Referenzwert ohne Fremdkörper, blau sind die Potentiale der 14 Messelektroden eingezeichnet

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Das Platzieren des Fremdkörpers nahe am Versuchsaufbaurand führt zu einer Verdichtung der Stromlinien in diesem Bereich (Abb. 50). Die Randspannungsänderungen sind hier des- halb am markantesten. Der Verlauf zwischen 0° und 180° ist nicht mehr symmetrisch zum Verlauf zwischen 180° und 360°.

mehr symmetrisch zum Verlauf zwischen 180° und 360°. Abb. 50 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf mit
mehr symmetrisch zum Verlauf zwischen 180° und 360°. Abb. 50 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf mit

Abb. 50 links: Strom- und Äquipotentiallinienverlauf mit Fremdkörper oben, bei 168.25° wird ein Strom von 5 mA eingespeist, bei 191.25° fliesst der gesamte Strom wieder aus dem Versuchsaufbau heraus; rechts: Randspannungs- verlauf, rot mit Fremdkörper oben, grün als Referenzwert ohne Fremdkörper, blau sind die Potentiale der 14 Messelekt- roden eingezeichnet

Das EIT-Gerät wertet die Spannungsdifferenzen an den Elektroden aus, deshalb wurde dies auch in der Simulation so gehandhabt (Abb. 51).

wurde dies auch in der Simulation so gehandhabt (Abb. 51). Abb. 51 links: Spannungsdifferenzen am
wurde dies auch in der Simulation so gehandhabt (Abb. 51). Abb. 51 links: Spannungsdifferenzen am

Abb. 51 links: Spannungsdifferenzen am Randspannungsdiagramm, die Spannung U 1 wird direkt neben der Einspei- sung gemessen; rechts: schematische Darstellung der Spannungsdifferenzen U 1 bis U 13 , sowie die Stromeinspeisung

Die Spannungsdifferenzen (Abb. 52) an den verschiedenen Messpunkten zeigen den Ein- fluss des Fremdkörpers deutlich. Wird der Fremdkörper in der Mitte platziert, sind die Unter- schiede vor allem bei den Spannungen U 5 bis U 9 zu erkennen, wird er am Rande platziert, wird dies vor allem bei der Spannungsdifferenz U 3 nähe des Fremdkörpers angezeigt. Die Spannung U 6 ist beim leeren Versuchsaufbau nahezu gleich gross, wie wenn das Objekt am oberen Rand platziert wird. Die maximale Spannungsdifferenz ist in der Nähe der Einspeisung vorhanden (U 1 / U 13 ). Sie beträgt 1.6 mV. Die gemessene Spitzen-Spitzen-Spannung am EIT-Gerät beträgt 6 mV (Abb.24). Die Unterschiede zwischen Simulation und Messung entstehen durch Vereinfa- chungen bei der Simulation, wie beispielsweise 2D- anstatt 3D-Simulation, kein Übergang zwischen Elektronen und Ionenfluss, Weglassen der Elektrodeneinflüsse sowie Abweichun- gen der Leitfähigkeit im Testaufbau gegenüber der Simulation.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 52 Betrag der 13 Randspannungsdifferenzen der Simulationen,

Abb. 52 Betrag der 13 Randspannungsdifferenzen der Simulationen, rot ohne Fremdkörper, blau mit Fremdkör- per in der Mitte und grün mit Fremdkörper oben

3.3 Resultate am Testaufbau

Verschiedene Fremdkörper wurden im Versuchsaufbau platziert und die relative Impedanz- änderung mit dem EIT-Gerät gemessen sowie das Rückprojektionsbild dargestellt das EIT- Gerät liefert direkt die rückprojizierten Daten. Die Auswertungen wurden mit der Software von CardinalHealth gemacht. (Bei der aktuellen Softwareversion von CardinalHeath besteht kein Zugriff auf die Rohdaten.)

3.3.1 Baseline-Setting

Das EIT-Gerät misst Impedanzänderungen, deshalb muss ein Referenzwert gesetzt werden. Dazu wurde der Testaufbau mit Kochsalzlösung gefüllt und alle Fremdkörper aus dem Auf- bau entfernt. Nun wurde der Referenzwert (Abb. 53 links) gesetzt. Mit der so kalibrierten An- ordnung können nun Änderungen bezüglich des Referenzwertes erkannt werden. Die Software wertet Impedanzänderungen an verschiedenen Orten des Versuchsaufbaus aus. Somit kann festgestellt werden, in welchen Quadranten (Abb. 53 rechts) eine Impe- danzänderung vorhanden ist. Aus der Auswertung kann keine Angabe über die Impedanz des Fremdkörpers gemacht werden. Leitwerte werden jedoch mit verschiedenen Farben an- gezeigt. Objekte mit hoher Leitfähigkeit werden blau, solche mit isolierender Wirkung rot ein- gefärbt. Die Farbskalierung kann manuell eingestellt werden. Es ist deshalb zu beachten, dass die Farben nicht direkt von Grafik zu Grafik verglichen werden können. Das Bild besteht aus einer 32 x 32 Pixel-Matrix. Der Rückprojektionsalgorithmus orientiert sich an einem runden Objekt, deshalb werden die Eckpunkte nicht ausgewertet.

Objekt, deshalb werden die Eckpunkte nicht ausgewertet. Abb. 53: links: Backprojektionsbild des Referenzwertes, di e
Objekt, deshalb werden die Eckpunkte nicht ausgewertet. Abb. 53: links: Backprojektionsbild des Referenzwertes, di e

Abb. 53: links: Backprojektionsbild des Referenzwertes, die gesamte Fläche hat die gleiche Impedanz; rechts: Auftei- lung der Impedanzverteilung in den verschieden Quadranten

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.3.2 Fremdkörper

Fremdkörper mit besserer (Aluminium) und schlechterer (PET) Leitfähigkeit als Kochsalzlö- sung können im Testaufbau erkannt und lokalisiert werden (Abb. 54), ihre Konturen sind aber nicht exakt erkannt worden. Grössere Objekte (Aluminium-Stange) führen zu einer er- höhten Leitfähigkeit im gesamten Messaufbau.

zu einer er- höhten Leitfähigkeit im gesamten Messaufbau. Aluminium ∅70 mm PET ∅30 mm Abb. 54
Aluminium ∅70 mm PET ∅30 mm
Aluminium
∅70 mm
PET
∅30 mm

Abb. 54

leitende Alu-Stange (blau) eine niedrigere als die Kochsalzlösung ; rechts: Foto des Versuchsaufbaus, 16 Ambu BR-50- K-Elektroden werden am Testaufbau befestigt und die Signale über Kabel zum EIT-Gerät gebracht, die GND-Elektrode ist an Testaufbaurand angebracht

links: Impedanzverteilung im Testaufbau, die isolierende PET-Stange hat eine höhere Impedanz (rot), die

3.3.3 Kunststoffstange

Eine PET-Stange mit einem Durchmesser von 30 mm wurde an verschiedenen Orten im Versuchsaufbau positioniert und die Verteilung der Impedanz in den einzelnen Quadranten betrachtet. Simulationen mit Comsol Multiphysics – im vorgängigen Kapitel – geben einen Überblick über die Strom- und Spannungslinien im Innern des Versuchsaufbaus. Der Verlauf der globalen Impedanzverteilung (Abb. 55 rechts oben) zeigt, dass nach 100 Sekunden der Fremdkörper in den Versuchsaufbau gestellt wurde. Die Gesamtimpedanz nimmt zu. Die globale Impedanzänderung entspricht dem Mittelwert der lokalen Impedanz- änderungen. Die lokale Impedanzverteilung (Abb. 55 rechts unten) zeigt die Werte der Impe- danzänderung in den verschiedenen Bereichen. Die unterschiedlichen Werte der relativen Impedanzänderungen (rechts, links, ventral, dorsal) deuten darauf hin, dass der isolierende Fremdkörper nicht genau in der Mitte positioniert wurde.

Fremdkörper nicht genau in der Mitte positioniert wurde. Abb. 55 die umgebende Kochsalzlösung; rechts: Verlauf der
Fremdkörper nicht genau in der Mitte positioniert wurde. Abb. 55 die umgebende Kochsalzlösung; rechts: Verlauf der

Abb. 55

die umgebende Kochsalzlösung; rechts: Verlauf der Impedanzverteilung im Messaufbau

links: Rückprojektionsbild der Impedanzverteilung, der isolierende PET-Stab hat eine höhere Impedanz als

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.3.4 Oben

Die isolierende PET-Stange wurde links, unten, rechts und oben im Versuchsaufbau platziert und die jeweilige relative Impedanzänderung dargestellt (Abb. 56 rechts). Wird der isolieren- de Körper oben platziert (Abb. 56 links), so entsteht die grösste Impedanzänderung etwa 0.04 Ω − im ventralen Bereich. Weitere Rückprojektionsbilder zu den Fällen links, unten und rechts sind im Anhang A zu finden.

Fällen links, unten und rechts sind im Anhang A zu finden. Abb. 56 links: Rückprojektionsbild der
Fällen links, unten und rechts sind im Anhang A zu finden. Abb. 56 links: Rückprojektionsbild der

Abb. 56 links: Rückprojektionsbild der Impedanzverteilung, der isolierende PET-Stab hat eine höhere Impedanz als die umgebende Kochsalzlösung; rechts: Verlauf der Impedanzverteilung im Messaufbau

3.3.5 Auswertung

Die Messungen am Testaufbau und der anschliessende Vergleich mit der Simulation haben gezeigt, dass der erstellte Testaufbau für EIT-Messungen eingesetzt werden kann. Objekte mit geringerem und besserem Leitwert können im Phantom erkannt und lokalisiert werden. Eine gleich gute Übereinstimmung zwischen Messung und Simulation kann beim Menschen nicht erzielt werden, da der Körper unter anderem aus vielen verschiedenen Leitwerten be- steht. Die globalen relativen Impedanzänderungen am Versuchsaufbau, verursacht durch die PET-Stange, bewegen sich in einem Bereich von 0.015 Ω.

3.4 Resultate und Simulationen am Menschen

Einige einfache Simulationen mit Comsol Multiphysics zeigen den Einfluss von zwei mit Luft gefüllten Fremdkörpern im Testaufbau auf die Verteilung der Äquipotential- und Stromlinien. Weiter zeigen Messungen mit dem EIT-Gerät am Thorax die Impedanzverteilung beim Aus- und Einatmen. Die Messungen wurden mit AMBU BR50-K-Elektroden durchgeführt.

3.4.1 Simulationen

Durch die isolierenden Lungenflügel mit der Leitfähigkeit σ l kann kein Strom fliessen. Die Stromlinien verlaufen deshalb entlang der isolierenden Fläche. Beim Einatmen entsteht eine ausgeprägte Verschiebung der Stromlinien, welche an der Randspannung (Abb. 57 links) gut erkennbar ist. Im ausgeatmeten Zustand (Abb. 57 rechts) sind die Verschiebungen und da- mit die Randspannungsänderungen klein.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 57 hinein, bei 191.25° fliesst der gleiche Strom wieder
Elektrodenarray für die elek trische Impedanztomographie Abb. 57 hinein, bei 191.25° fliesst der gleiche Strom wieder

Abb. 57

hinein, bei 191.25° fliesst der gleiche Strom wieder heraus, der Leitwert der Luft ist wesentlich höher als der Leitwert des Wassers, deshalb fliesst in diesem Bereich kein Strom; rechts: Lungenflügel im ausgeatmeten Zustand, es befin-

det sich weniger Luft in der Lunge

Die Unterschiede der Randspannungen sind vor allem zwischen 60° und 140° respektive zwischen 220° und 300° zu erkennen. Auf Grund der Symmetrie sind die Randspannungen zwischen 0° und 180° und zwischen 180° und 360° gleich. In Abbildung 58 sind die 14 Messelektroden markiert, die Stromeinspeisung von 5 mA wurde im Bereich von 180° gemacht (Abb. 57).

links: Lungenflügel im eingeatmeten Zustand, ein Strom von 5 mA fliesst bei 168.25° in den Versuchsaufbau

Strom von 5 mA fliesst bei 168.25° in den Versuchsaufbau Abb. 58 Randspannungsverlauf der Lungensimulation, blau

Abb. 58 Randspannungsverlauf der Lungensimulation, blau im eingeatmeten Zustand, rot im ausgeatmeten, die Potentiale an den 14 Messelektroden sind mit Sternen ge- kennzeichnet

3.4.2 Messungen am Thorax

Die am Thorax gemessenen Werte wurden mit der Software vom Inselspital ausgewertet und nicht mit jener von CardinalHealth. Die Bilder werden in einer 32 x 32 Pixel-Matrix darge- stellt. Dem Eckbereich wird mit der Software eine Impedanz von Null zugewiesen, da dort keine Informationen vorhanden sind. Weiter können mit dieser Software Störungen heraus- gefiltert werden. Für die folgenden Auswertungen wurde ein Tiefpassfilter, welcher eine Grenzfrequenz von 45 Hz aufweist, eingesetzt. Damit konnten die Impedanzänderungen, hervorgerufen durch den Herzschlag, herausgefiltert werden. Die Frequenz der Impedanz- änderung der Atmung bewegt sich deutlich unter diesen 45 Hz. Weiter wurden Impedanzän- derungen kleiner 20 % abgeschnitten, da diese keine verwertbaren Informationen für die Bildgebung liefern. Die grossen „Luft-Volumenänderungen“ der Lunge führen zu grossen Impedanzänderungen. Beim Einatmen werden die beiden Lungenflügel mit Luft gefüllt, die Impedanz wird grösser. Das Rückprojektionsbild (Abb. 59 links) zeigt die Impedanzverteilung bei normaler Einat- mung. Der Verlauf der globalen relativen Impedanzänderung (Abb. 59 rechts) entspricht der

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Atemfrequenz. Im dargestellten Fall beträgt diese fast sechs Atemzüge pro Minute. Die loka- le relative Impedanzänderung (Abb. 59 rechts unten) zeigt die Impedanzänderung in den jeweiligen Quadranten. Diese Änderungen betragen bei normaler Atmung nahezu 0.1 Ω.

Änderungen betragen bei normaler Atmung nahezu 0.1 Ω . Abb. 59 links: 32 x 32 Pixel
Änderungen betragen bei normaler Atmung nahezu 0.1 Ω . Abb. 59 links: 32 x 32 Pixel

Abb. 59 links: 32 x 32 Pixel Rückprojektionsbild der Lunge im eingeatmeten Zustand, rechts: relative Impedanzände- rung, oben die globale Impedanzverteilung, unten von den jeweiligen Teilbereichen

Bei der Ausatmung leert sich die Lunge und damit sinkt die Gesamtimpedanz des Thoraxes.

die Lunge und damit sinkt die Gesamtimpedanz des Thoraxes. Abb. 60 rung, oben die globale Impedanzverteilung,
die Lunge und damit sinkt die Gesamtimpedanz des Thoraxes. Abb. 60 rung, oben die globale Impedanzverteilung,

Abb. 60

rung, oben die globale Impedanzverteilung, unten von den jeweiligen Teilbereichen

Eine forcierte Einatmung füllt die Lunge mit mehr Luft als eine normale Einatmung. Die Im- pedanz wird grösser. Die beiden Lungenflügel sind deutlicher zu erkennen. Die lokale relati- ve Impedanzänderung beträgt im dargestellten Fall fast 0.2 Ω.

links: 32 x 32 Pixel Rückprojektionsbild der Lunge im ausgeatmeten Zustand, rechts: relative Impedanzände-

im ausgeatmeten Zustand, rechts: relative Impedanzände- Abb. 61 danzänderung, oben die globale Impedanzverteilung,
im ausgeatmeten Zustand, rechts: relative Impedanzände- Abb. 61 danzänderung, oben die globale Impedanzverteilung,

Abb. 61

danzänderung, oben die globale Impedanzverteilung, unten von den jeweiligen Teilbereichen

links: 32 x 32 Pixel Rückprojektionsbild der Lunge im forcierten eingeatmeten Zustand , rechts: relative Impe-

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.4.3 Lungenübersicht und Auswertung

Mit der EIT-Auswertsoftware des Inselspitals kann die Impedanzverteilung über einen länge- ren Zeitbereich ausgewertet werden und damit kann aufgezeigt werden, ob beide Lungenflü- gel gleichmässig arbeiten. Im dargestellten Fall ist zu erkennen, dass der rechte Lungenflü- gel eine marginal grössere Impedanzänderung als der linke aufweist. Die relativen Impedanzänderungen am menschlichen Thorax bewegen sich bei normaler Atmung im Bereich von 0.1 Ω. Eine forcierte Einatmung im Gegensatz dazu führt zu einer Änderung von 0.2 Ω. Weiter kann anhand der relativen Impedanzänderung über die Zeit die Atemfrequenz abgelesen werden.

über die Zeit die Atemfrequenz abgelesen werden. Abb. 62 Mittelwert der Atmung über eine Zeitdauer von

Abb. 62 Mittelwert der Atmung über eine Zeitdauer von 120 Sekunden

3.5

Resultate mit dem Elektrodengürtel

3.5.1

Gürtelbefestigung

Der Elektrodengürtel wurde unter der Brust befestigt (Abb. 63). Entlang der Rippen liegen die Elektroden sauber an. Im Bereich der Wirbelsäule sowie beim Brustbein ist der Kontakt der Elektroden ungenügend. Da der Anpressdruck der Elektroden eine zentrale Rolle spielt [Vogel, 2010], wurde der Elektrodengürtel-Prototyp mit einem Hosengürtel zusätzlich an die Haut gedrückt.

mit einem Hosengürtel zusätzlich an die Haut gedrückt. Abb. 63 Foto des Elektrodengürtels mit zusätzlichem

Abb. 63

Foto

des

Elektrodengürtels

mit

zusätzlichem

Anpressdruck

durch

einen

Hosengürtel

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

In der Abbildung 64 ist das Problem des Wirbelsäulenabstandes klar sichtbar. Der elastische Elektrodengürtel liegt nicht an der Haut an. Durch ein ovales Vorspannobjekt wird der Elekt- rodengürtel im Bereich der Wirbelsäule zusätzlich angepresst. Generell könnte ein geeigne- tes Hartschaumstoffstück die von Person zu Person unterschiedliche Einbuchtung ausgli- chen und so bei allen Patienten für einen genügenden Anpressdruck sorgen.

allen Patienten für einen genügenden Anpressdruck sorgen. Abb. 64 links: Foto des Elektrodengürtels im Bereich der
allen Patienten für einen genügenden Anpressdruck sorgen. Abb. 64 links: Foto des Elektrodengürtels im Bereich der

Abb. 64 links: Foto des Elektrodengürtels im Bereich der Wirbelsäule; rechts: Elektrodengürtel mit Vorspannobjekt, um den Gürtel im Bereich der Wirbelsäule anliegend anzupassen, das Objekt wird über einen Hosengürtel an die Wirbelsäule angepresst

3.5.2 Elektroden

Ein trockener Übergang zwischen Elektroden und Haut verhindert EIT-Messungen. Der Übergangswiderstand ist zu gross. Werden die Elektroden mit einer Kochsalzlösung be- feuchtet, so sinkt der Übergangswiderstand unter 400 Ω (Abb. 65) und damit wird eine EIT- Messung möglich. Im Bereich der Wirbelsäule (Elektroden 8 / 9 / 10) und beim Brustbein (Elektrode 1) müssen die Elektroden zusätzlich mit Hydrogel befeuchtet werden. Nach dem Vorbereiten des Probanden, wie oben beschrieben, konnten erste Messungen durchgeführt werden. Es zeigte sich schnell, dass der Elektroden-Hautkontakt nicht konstant blieb beim Einatmen dehnte sich der Brustkorb aus und der Elektrodengürtel wurde an die Haut gedrückt, beim Ausatmen und damit beim Verkleinern des Brustkorbes war der Elekt- rodenhaut-Anpressdruck nicht mehr genügend gross. Die Übergangsimpedanz war in beiden Atemzyklen jedoch immer unter 400 Ω und damit konnte der Verlauf der relativen Impedanz- änderung aufgezeichnet werden (Abb. 66).

Impedanz- änderung aufgezeichnet werden (Abb. 66). Abb. 65 Übergangswiderstand der einzelnen Elektroden, die

Abb. 65 Übergangswiderstand der einzelnen Elektroden, die “impe- dance alarm threshold” wurde auf 400 Ω festgelegt

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.5.3 Messresultate am Menschen

Anhand der relativen Impedanzänderung kann die Atmungsfrequenz abgelesen werden (Abb. 66). Allerdings weist die Messung viele Artefakte vor allem in den ersten zehn Mess- sekunden und dann wieder ab 40 Sekunden auf. Im Bereich von 70 Sekunden sind die Stö- rungen um das 5-fache grösser als das Nutzsignal. Diese Artefakte entstehen durch kurzzei- tige schlechte Kontaktierung der Elektroden, durch Stromfluss direkt zwischen den Elektro- den und durch die Kabelverbindung zwischen dem Elektrodengürtel und dem Auswertegerät. Wegen den Artefakten kann kein aussagekräftiges Schnittbild der Lunge berechnet werden. Die Messung zeigt aber, dass mit dem Gürtel der Verlauf der relativen Impedanzänderung im Thorax aufgezeichnet werden kann.

Impedanzänderung im Thorax aufgezeichnet werden kann. Abb. 66 relative Impedanzänderung der Atmung aufge-

Abb. 66 relative Impedanzänderung der Atmung aufge- zeichnet mit dem Elektrodengürtel, die Elektroden wurde mit einer Kochsalzlösung befeuchtet

Um die Artefakte zu verkleinern, wurden alle 16 Elektroden mit dem Elektrodengel bestri- chen. Dazu wurde zuerst der Gürtel um den Thorax fixiert und anschliessend auf jeder Elekt- rode das Gel appliziert. Dadurch konnte verhindert werden, dass durch ein ungewünschtes Verschieben des Gürtels das Elektrodengel auf der gesamten Haut verteilt wurde und da- durch eine direkte Verbindung zwischen den Elektroden entstand. Ein zusätzliches Erhöhen des Anpressdruckes durch den Hosengürtel war auch in diesem Fall nötig, da der Gürtel auf Grund seiner hohen Elastizität nicht genügend Druck ausüben konnte. Durch das Anbringen des Gels wurde die Elektroden-Übergangsimpedanz kleiner und kon- stanter. Jedoch konnten die Artefakte nicht eliminiert werden (Abb. 67 rechts). Nun wurde mit der Matlab-Software des Inselspitals das Rohsignal mit einem Tiefpassfilter mit einer Grenz- frequenz von 45 Hz gefiltert. Dennoch gelang die Bildrekonstruktion der Impedanzverteilung im Thorax nicht. Das dargestellte Bild (Abb. 67 links) zeigt einen typischen Artefakt.

Bild (Abb. 67 links) zeigt einen typischen Artefakt. Abb. 67 sind bis zu viermal grösser als
Bild (Abb. 67 links) zeigt einen typischen Artefakt. Abb. 67 sind bis zu viermal grösser als

Abb. 67

sind bis zu viermal grösser als die Messsignale, bei 30 Sekunden wurde stark eingeatmet

links: Rückprojektionsbild eines Artefaktes; rechts: relative Impedanzänderung über 40 Sekunden, Artefakte

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

3.5.4 Vergleich Referenzelektroden und Elektrodengürtel

Die Messungen mit den Referenzelektroden (Abb. 68 oben) sind weder verrauscht noch wei- sen sie Artefakte auf. Die relative Impedanzänderung bei normaler Atmung bewegt sich in einem Bereich von -0.05 bis 0.08 Ω, eine forcierte Einatmung zum Zeitpunkt 40 Sekunden führt zu einer relativen Impedanzänderung von -0.1 bis 0.18 Ω. Im Gegensatz dazu weisen die Messungen mit dem Elektrodengürtel Artefakte auf (Abb. 68 unten). Die relative Impe- danzänderung bei normaler Atmung bewegt sich nur in einem Bereich von -0.02 bis 0.02 Ω. Bei der forcierten Atmung zum Zeitpunkt 30 Sekunden liegt die relative Impedanzände- rung zwischen -0.02 und 0.06 Ω. Zu beachten ist, dass bei der Messung mit dem Elektro- dengürtel schneller geatmet wurde. Es wird vermutet, dass auch deswegen die relative Im- pedanzänderung kleiner ist. Die gemessene relative Impedanzänderung mit den Referenzelektroden ist ungefähr um den Faktor vier grösser als bei der Elektrodengürtelmessung. Die geringe Amplitude des Signals bei der Elektrodengürtel-Messung und Artefakte machen die Bildrekonstruktion wie auch die Datenauswertung schwierig. Trotzdem gelang es anhand der gemessenen Daten mit dem Elektrodengürtel die relative Impedanzänderung während der Atmung zu bestimmten.

Impedanzänderung während der Atmung zu bestimmten. Abb. 68 Vergleich der relativen Impedanzänderung, oben mit

Abb. 68 Vergleich der relativen Impedanzänderung, oben mit den Referenzelektroden; unten mit den Elektrodengürtel, blau sind die Rohdaten eingezeichnet, rot die gefilterten Daten

3.6 EIT-Messungen am CSEM

In Rahmen dieser Bachelorarbeit wurden am CSEM in Landquart, welches sich in den letz- ten Jahren auf die elektrische Impedanztomographie spezialisiert hat, Messungen mit dem EIT-Gerät von CardinalHealth und dem Elektrodengürtel durchgeführt. Die ersten Messun- gen wurden an einem einfachen Widerstandsnetzwert bestehend aus 16 Widerständen à 33 Ω gemacht, danach an einem Phantom gefüllt mit einer Kochsalzlösung und zum Schluss wurden Vergleichsmessungen von EKG-Elektroden und den Textilelektroden gemacht. Die Messungen am Widerstandsnetzwerk (Abb. 69) dienten einer einfachen Funktionskon- trolle des EIT-Gerätes. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Messungen mit dem EIT-Gerät von CardinalHealth an diesem einfachen Widerstandsnetzwerk möglich sind. Das im zweiten Schritt verwendete Testphantom besteht aus Plexiglas (Abb. 69), in welches vier Reihen à je 32 Anschlüsse aus Gold-Stecker befestigt sind. Die Gold-Stecker dienen als Elektroden. Durch den Deckel kann ein Fremdkörper im Testaufbau konzentrisch bewegt werden, um die Impedanzverteilung an verschiedenen Orten messen zu können. Für die Testmessungen wurde das Phantom mit einer 0.9% Kochsalzlösung gefüllt. Die Messungen am Testaufbau vom CSEM gestalteten sich sehr schwierig. Die Messsignale waren extrem verrauscht und es konnten keine aussagekräftigen Messungen gemacht wer- den. Die Messungen mit den Elektroden des Elektrodengürtels gelangen nicht, weil die

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

Elektroden keinen direkten Kontakt zu der ionenleitenden Flüssigkeit hatten und weil die Gold-Stifte eine viel zu kleine Kontaktfläche gegenüber den Textilelektroden aufwiesen. Zu- dem war es schwierig, die Elektroden sauber auf den Gold-Stiften zu zentrieren.

die Elektroden sauber auf den Gold-Stiften zu zentrieren. Abb. 69 Foto des Testphantoms des CSEM mit

Abb. 69 Foto des Testphantoms des CSEM mit 4 mal 32 Elektroden, der Elektroden- gürtel wurde über die Kontaktstifte mit der Kochsalzlösung verbunden, darunter aktive Elektroden des EIT-Systems von swisstom, oben links ein Widerstandsnetz- werk bestehend aus 16 Widerständen, im Vordergrund EIT-Gerät und Laptop mit Auswertsoftware

3.6.1 Messergebnisse

Bei den ersten Messungen wurden die Kabel direkt am Versuchsaufbau befestigt. Nach 120 Sekunden wurde ein runder Fremdkörper in den Versuchsaufbau gestellt. Die relative Impe- danzänderung betrug in diesem Bereich 10 Ω. Das Signal ist extrem verrauscht und Auswer- tungen mit diesen Signalen sind kaum möglich. Im Gegensatz dazu waren die Signale am selbstgebauten Testaufbau in Biel kaum verrauscht. Allerdings wurden die Messungen dort mit EKG-Elektroden, welche direkt angeschlossene kurze Kabel hatten, durchgeführt.

direkt angeschlossene kurze Kabel hatten, durchgeführt. Abb. 70 stark verrauschtes Signal der relativen

Abb. 70 stark verrauschtes Signal der relativen Impedanzände- rung über 200 Sekunden, nach 120 Sekunden wurde ein isolie- render Fremdkörper in den Versuchsaufbau gestellt

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

4

Schlussfolgerung

In einem ersten Teil der Arbeit wird die Funktionsweise der elektrischen Impedanztomogra- phie erläutert. Speziell wird auf die Rückprojektion eingegangen. In Zusammenarbeit mit der Firma Bischoff Textil AG wurde ein Prototyp eines EIT- Elektrodengürtels hergestellt. Dabei wurden 16 Textilelektroden eingenäht. Erste Versuche mit dem Elektrodengürtel am Menschen haben gezeigt, dass Aussagen zur relativen Impe- danzänderung möglich sind. Allerdings müssen besonders im Bereich der Befestigung des Gürtels um den Thorax sowie in der Kabelführung noch Verbesserungen erzielt werden. Vergleichsmessungen zwischen EKG-Elektroden und den verwendeten Textilelektroden wurden durchgeführt, doch auch hier brauchte es weitere Messungen, um die Elektroden charakterisieren zu können. In einem weiteren Schritt wurden Messungen am Testaufbau [Waldmann, 2010] mit dem GoeMF-II-EIT-Gerät von CardinalHealth durchgeführt. Dabei konnte gezeigt werden, dass Fremdkörper im Versuchsaufbau erkannt und lokalisiert werden können. Es hat sich heraus- gestellt, dass sich der in der Semesterarbeit erstellte Aufbau für solche Messungen eignet. Eine Referenzmessung am menschlichen Thorax wurde mit den Messergebnissen des Gür- tels verglichen. Die Signale mit dem Elektrodengürtel waren verrauschter als jene mit den Referenzelektroden. Weiter war die relative Impedanzänderung mit den Referenzelektroden dreimal grösser als jene mit dem Elektrodengürtel. Eine vertiefte Auswertung der Eingangs- signale könnte noch weitere Informationen zur Messsignalqualität mit dem Elektrodengürtel geben. Schliesslich wurde mit 2D- und 3D-Simulationen versucht, die Messungen am Messaufbau zu verifizieren. Mit 2D-Simulationen mit Comsol Multiphysics wurde der Randspannungsver- lauf aufgezeigt. Fremdkörper mit geringer Leitfähigkeit wurden an verschiedenen Orten posi- tioniert und deren Einfluss auf die Randspannung aufgezeigt. Objekte, welche nahe an der Einspeisung angebracht waren, hatten einen grösseren Einfluss auf die Randspannung als Objekte, welche weit weg waren. Weitere Simulationen zeigen den Strom- und Äquipotential- linienverlauf bei mehreren Fremdkörpern auf. Eine einfache Nachbildung der Lunge wurde simuliert und es konnte gezeigt werden, wie sich die Randspannung beim Ein- und Ausat- men verhält. Bei den Simulationen wurden nicht nur die Randspannungen ausgewertet, son- dern auch die 14 Messelektroden, welche auch im Testaufbau vorhanden sind. Es konnte gezeigt werden, dass mit den 16 Elektroden des Testaufbaus ähnliche Ergebnisse erzielt werden können, wie mit der 2D-Simulation. Anhand von 3D-Simulationen wurde die Randspannung auf unterschiedlichen Höhen simu- liert. An der Versuchsaufbauoberseite 5 cm von der Einspeisung entfernt war die Rand- spannung wesentlich geringer und ausgeschmierter als in der Nähe der Einspeisung. Die Stromintensität ist nahe der Einspeisung gross und nimmt anschliessend markant ab. Vis-à- vis von der Einspeisung ist die Stromintensität nahezu Null. Ein Vergleich zwischen den Si- mulationen am 2D- und am 3D-Modell sowie den Messungen am Versuchsaufbau hat ge- zeigt, dass die Messungen mit dem 3D-Modell übereinstimmen. In der Bacheleorarbeit konnte ein Kontakt mit der Firma Bischoff Textil AG geknüpft werden, welcher für weitere Projekte im Bereich der elektrischen Impedanztomographie sowie für Projekte mit Textilelektroden interessant sein könnte. Interesse an einer Zusammenarbeit bei Folgeprojekten haben das CSEM in Landquart die Firma CardainalHealth heute Carefusion sowie das Inselspital in Bern angemeldet. Die Arbeit zeigt weitere mögliche Aufgabenstellungen im Bereich der elektrischen Impedanz- tomographie auf.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

4.1 Verbesserungsvorschläge

Im folgenden Abschnitt werden Verbesserungsvorschläge im Bereiche der Gürtelmaterialien, der Gürtel-Konstruktion und der Elektroden gemacht.

4.1.1 Gürtelmaterialien

Für den Prototyp wurde ein elastischer Stoff verwendet, welcher es erlaubt, Patienten mit einem Thoraxumfang zwischen 85 cm und 110 cm zu messen. Der Anpressdruck der Elekt- roden ist wegen der grossen Elastizität zu tief. Bei einer Weiterentwicklung ist es deshalb sinnvoll, einen weniger elastischen Stoff zu verwenden. Weiter sollte der Stoff wasserabweisend sein, damit bei einer allfälligen Befeuchtung der Elektroden durch Kochsalzlösung keine direkte elektrische Verbindung zwischen benachbar- ten Elektroden entsteht. Denkbar wäre auch, den elastischen Stoff zwischen jeder Elektrode durch eine isolierende Membran zu unterbrechen.

4.1.2 Konstruktion

Der Gürtel ist mit einer Breite von 10 cm sehr breit. Die grosse Breite verhindert ein einfa- ches Handling des Gürtels, weil der Stoff zwischen die Elektroden und die Haut kommen kann. Eine Breite von 5 cm scheint idealer zu sein. Weiter haben Messungen mit dem Elektrodengürtel gezeigt, dass die Textilelektroden mög- lichst fest an den Körper gedrückt werden müssen, damit die Impedanz des Elektroden- Haut-Übergangs niederohmig genug ist. Mit einem darüber liegender zusätzlichen Gürtel mit einem Klettverschluss könnte der gewünschte Anpressdruck bewerkstelligt werden. Im Be- reich der Wirbelsäule könnte ein konkaves Hartschaumstoffteil ein sauberes Anliegen an den Körper ermöglichen. Eine weitere Verbesserung könnten Hartschaumstoffstücke, die hinter jede Elektrode plat- ziert werden, bringen (Abb. 71).

jede Elektrode plat- ziert werden, bringen (Abb. 71). Abb. 71 schaumstoffstück befestigt, über einen

Abb. 71

schaumstoffstück befestigt, über einen Anpressgürtel kann der ideale Anpressdruck für die Elektroden erreicht werden

Verbesserungsvorschlag für den Elektrodengürtel, hinter dem Elektrodengürtel wird ein Hart-

4.1.3 Kabel-Führung

Die Messungen im CSEM haben gezeigt, dass lange Kabel zu vermehrten Störungen führen. Es wird deshalb empfohlen, möglichst kurze, abgeschirmte Kabel zu verwenden oder die Kabel mindestens verdrillt zu führen. In diesem Falle müssten die Kabel so weit wie möglich entlang des Gürtels geführt werden, um dann gemeinsam zum EIT-Gerät zu gelangen. Dazu könnten die Kabel entlang des Gürtels durch gestickte elektronische Verbindungen ersetz werden (Abb. 72). Um die Elastizität des Gürtels trotzdem beizubehalten, müssen die ge- stickten Anschlussleitungen zickzackförmig sein gerade Nähte können nicht gedehnt wer- den.

sein − gerade Nähte können nicht gedehnt wer- den. zickzackförmige Kabelführung, damit der Patient nicht auf

zickzackförmige Kabelführung, damit der Patient nicht auf den An-

schlusskabeln liegt und das Handling mit dem Elektrodengürtel verbessert

Abb. 72

werden kann

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

4.2

Im folgenden Abschnitt werden Ideen für weitere Entwicklungen der elektrischen Impedanz- tomographie aufgeführt.

Aussichten

4.2.1 Elektroden

Erste Messungen mit einem LCR-Meter haben das Impedanzverhalten der Referenzelektro- den mit den Textilelektroden verglichen. Dazu wurden zwei Elektroden am Arm befestigt und bei verschiedenen Frequenzen von 10 kHz und 200 kHz das resistive und das kapazitive Verhalten gemessen. Weitere genauere Untersuchungen sind notwendig um feststellen zu können ob sich Textilelektroden für die elektrische Impedanztomographie eignen. Eine Zu- sammenstellung der ersten Messergebnisse ist im Anhang A zu finden. Im Bereich der Textilelektroden sind Versuche im Gange, um die Leitfähigkeit sowie die Ver- arbeitung der Garne zu verbessern. Gemäss Aussage der EMPA in St.Gallen sollen noch dieses Jahr Textilelektroden mit gleich hoher Qualität wie herkömmliche EKG-Elektroden erhältlich sein.

4.2.2 Verstärkung der Signale

Die Firma swisstom und das CSEM versuchen, die Messsignale direkt am Körper zu verar- beiten. Die so verstärkten Signale sind weniger störanfällig und weisen eine bessere „signal- to-noise-ratio“ auf. Allerdings ist der Aufwand für eine solche Lösung beträchtlich. Unter an- derem ist ein Umschalten zwischen einer passiven Elektrode zum Stimulieren des Eingangs- stromes und einer aktiven Elektrode zum Messen nötig. Zudem muss das Signal vorverstärkt werden. Zwei verschiedene Elektroden und die Elektronik für deren Ansteuerung brauchen viel Platz. Das Platzproblem verschärft sich zudem, wenn bei Neugeborenen mit 64 oder sogar mit 128 Elektroden gemessen werden soll. Ausserdem bedingt eine solche Lösung eine Neukonzep- tion des bewährten EIT-Gerätes.

4.2.3 Elektroden-Form

Anstelle von runden Elektroden könnten lange schmale Elektroden verwendet werden. Diese würden es erlauben, mehr Elektroden auf einer bestimmten Länge einzusetzen (Abb. 73). Gestickte Elektroden können in jeder beliebigen Form hergestellt werden. Simulationen mit Comsol könnten eingesetzt werden, um Effekte wie Übersprechen und Stromverteilung bei der Einspeisung zu untersuchen. Weiter wäre es auch denkbar, einen Elektrodengürtel für Neugeborene herzustellen Thoraxumfang zwischen 30 cm und 40 cm.

herzustellen − Thoraxumfang zwischen 30 cm und 40 cm. Abb. 73 nem Array mit der vorgeschlagenen
herzustellen − Thoraxumfang zwischen 30 cm und 40 cm. Abb. 73 nem Array mit der vorgeschlagenen

Abb. 73

nem Array mit der vorgeschlagenen neuen Elektroden-Form.

oben Ausschnitt der verwendeten Elektroden-Form; unten Ausschnitt aus ei-

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

4.2.4 Simulationen und Datenauswertung

Ein weiterer Schritt zur Verbesserung von EIT ist die Erstellung einer exakten Abbildung des Thoraxes. Dazu könnten die Daten hochohmiger Hautschichten, Knochen und Leber in die Simulation einbezogen werden. Weiter könnten die Einflüsse von Form-Abweichungen vom runden Thorax untersucht werden. Mittels Simulationen könnte weiter herausgefunden werden, wie stark sich die Auflösung durch eine Erhöhung der Elektrodenzahl auf 32, 64 sogar 1024 verbessert. Weiter könnten verschiedene Rückprojektionsalgorithmen verglichen werden ein neuer Algorithmus zur Auswertung von EIT-Daten ist der GREIT-Algorithmus (Graz Reconstruction algorithm for Electrical Impedance Tomography). Ziel dieses Algorithmus ist es, einen Standard für die EIT Datenauswertung zu erreichen. [Adler el al., 2008] Die Abbildung 74 zeigt die bildlichen Unterschiede zwischen dem Backproject-Algotithmus und dem GREIT-Algorithmus. Zur Bildberechnung wurden die Rohdaten einer Lungenauf- nahme mit einem einfachen Mittelwert-Filter geglättet und die Artefakte weg geschnitten. Anschliessend wurde die Rückprojektion einmal mit Backproject (Abb. 74 links) und das an- dere Mal mit GREIT gemacht (Abb. 74 rechts). Die Ergebnisse sind in einer 64 x 64 Pixel- Matrix dargestellt. Unterschiede zwischen den beiden Rückprojektionsarten können noch nicht qualifiziert werden. Rekonstruktionsalgorithmen und Simulationsbeispiele sind unter [6] zu finden.

und Simulationsbeispiele sind unter [ 6 ] zu finden. Abb. 74 links: Rückprojektion mit Backproject; rechts:
und Simulationsbeispiele sind unter [ 6 ] zu finden. Abb. 74 links: Rückprojektion mit Backproject; rechts:

Abb. 74

links: Rückprojektion mit Backproject; rechts: Rückprojektion mit GREIT

4.2.5 Testaufbau

Die Semesterarbeit hat gezeigt, dass mit einem einfachen, kostengünstigen Testaufbau aus- sagekräftige Messungen gemacht werden können. Objekte mit unterschiedlichen Leitfähig- keiten konnten erkannt und lokalisiert werden. Es müsste deshalb auch möglich sein, einen Testaufbau für 3D-Messungen zu erstellen. Mit dieser weiteren Dimension könnte die gegenseitige Beeinflussung untersucht werden.

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

5

5.1

Verzeichnis

Quellenverzeichnis

[Waldmann, 2010]

A. Waldmann Semesterarbeit: Elektroden Array für die elektrische Impedanz- Tomographie

[Adler, 2010]

A. Adler Carleton University, Otawa, Canada E-Mail Anfrage bezüglich Sheffield-Methode Datum: 15. Juni 2010

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Pai Chi Nan, C. Aya, R. Gonzales Lima

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An Implementation of the Back-Projection Algorithm according to Santos and Vogelius ABCM Symposium Series in Bioengineering Vol. 1 / 2006 Department of Mechanical Engineering-Polytechnic School of University of Sãn Paulo F. Thiel Bioimpedanz-Analysator zur nichtinvasiven Funktions- und Zustands- analyse von Organen und Gewebe Dissertation an der Universität Hannover

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J. Justiz Berner Fachhochschule Medizinaltechnik II Computertomographie (CT)

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G. Webster Medical Instrumentation / Application and Design John Willey&Sons,Inc. Biopotential Electrodes ISBN: 978-0-471-15368-9

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David S. Holder Electrical Impedance Tomography / Methods History and Applications Institute of Physics Publishing Bristol and Philadelphia Appendix A / Brief introduction to bioimpedance ISBN: 07503-0952-0

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S. Gabriely, W. Lau and C. Gabriel The dielectric properties of biological tissues: III. Parametric models for the dielectric spectrum of tissues Physics Department, King’s College, Strand, London WC2R 2LS, UK

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A. Cordes, M. Steffen, S. Leonhardt Biomed Tech 2010 55:89-99©2010-05-16 Philips Lehrstuhl für Medizinische Informationstechnik RWTH Aachen, Deutschland

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M. Steffen, K. Heimann, N. Bernstein, S. Leonhardt Multichannel simultaneous magnetic induction measurement system Physiol. Meas. 29 (2008) S291–S306 RWTH Aachen University

[Rotsch et al., 2006]

Ch. Rotsch, S. Hanus, A. Neudeck, D. Schwabe, H. Oschatz, U. Möhring Neues aus der Textilforschung – Spezialtextilien für die Medizin und Medizinaltechnik Orthopädie-Technik 12/06

[Möhring et al., 2006]

U. Möhring, S. Gimpel, A. Neudeck, W. Scheibner, D. Zschenderlein Conductive, sensorial and luminescent features in textile structures TITV - The Institute for Special Textiles and Flexible Materials Greiz, Germany

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J. Tanyi, M. Fuss, V. Varchena, J. Lancaster, B. Salter Phantom investigation of 3D motion-dependent volume aliasing during CT simulation for radiation therapy planning Radiation Oncology, 2007, 2:10.

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[Adler el al., 2008]

A .Adler, J. Arnold, R. Bayford, A. Borsic, B. Brown, P. Dixon, T. Faes, I. Frerichs, H. Gargon, Y. Gärber, B. Grychtol, G. Hahn, W. Lionheart, A. Malik, J. Stocks, A. Tizzard, N. Weiler, G. Wolf GREIT: towards a consensus EIT algorithm for lung images Manchester Institute for Mathematical Sciences MIMS EPrint 2008.62

[Vogel, 2010]

Rolf Vogel Aussage bezüglich der Masterarbeit von D.Hofer Universität Bern

5.2

Internet Links

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Swisstom

Abrufdatum:

7. Juni 2010

[2]

CSEM International reference laboratory for electrical impedance tomographie

http://asp.csem.ch/docs/Show.aspx?id=9136

Abrufdatum:

8. Juni 2010

[3]

CSEM Robust medical Sensor

http://www.csem.ch/docs/Show.aspx?id=11782

Abrufdatum:

8. Juni 2010

[4]

Water Treatment solutions http://www.lenntech.de/anwendungen/reinstwasser /leitfaehigkeitsmessung/leitfahigkeit.htm

Abrufdatum:

11. Juni 2010

[5]

Klinik der Stadt Köln

http://www.kliniken-koeln.de/krankenhaeuser/

KrankenhausMerheim/Lungenklinik/Thoraxchirurgie.html

Abrufdatum:

13. Juni 2010

[6]

EIDORS: Electrical Impedance Tomography and Diffuse Optical Tomography Reconstruction Software

http://eidors3d.sourceforge.net/

Abrufdatum:

13. Juni 2010a

5.3

Abkürzungen

CSEM

Centre Suisse d’Electrotecnique et de Microtechnique

EIT:

Elektrische Impedanztomographie

BIA:

Bioimpedanz-Analyse

BIS:

Biologische Impedanz-Spektroskopie

KO:

Kathoden Strahl Oscilloscope

CH1:

Messkanal 1

CH2:

Messkanal 2

PET:

Polyethylenterephthalat

Elektrodenarray für die elektrische Impedanztomographie

6 Persönliche Erklärung

Ich versichere, dass ich die vorstehende Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe angefer- tigt habe. Ich habe keine anderen als die im beigefügten Verzeichnis angegebenen Hilfsmit- tel benutzt. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäss aus Veröffentlichungen entnommen wurden, sind als solche kenntlich gemacht. Diese Arbeit hat in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegen.

6.1 Persönliche Bemerkung

Die Vielseitigkeit der Semester- und die Bachelorarbeit bereitete mir grosse Freude. Das selbständige Einarbeiten in ein neues bildgebendes Verfahren, das Erstellen eines Testauf- baus, die ersten Messungen mit dem Oscilloscope bis zur Messung mit dem EIT-Gerät, die Evaluation von verschiedenen Elektroden und deren Befestigungsmöglichkeiten, dem Ken- nenlernen von Textilelektroden und deren Verwendung im Elektrodengürtel, die Simulationen mit Comsol Multiphysics sowie den Auswertungen mit Matlab waren sehr abwechslungs- reich. Gelerntes aus den Fächern Elektronik, Biomedizinaltechnik, Medizinaltechnik, Physik, Mathematik und Konstruktionstechnik konnte für die Arbeit eingesetzt werden. Ich bin mit den erreichten Zielen zufrieden, obwohl noch viele interessante Fragestellungen für weitere Projekte im Bereich der elektrischen Impedanztomographie offen stehen (siehe Kapitel „Aus- sichten“).

6.2 Danksagung

Ich danke den Personen, welche mich bei meiner Bachelorarbeit unterstützt haben, insbe- sondere den Herren Prof. Dr. Justiz und Prof. Dr. Koch für ihre ausgezeichnete Betreuung während der achtwöchigen Arbeit, Herrn Prof. Dr. Stahel für seine wichtigen Inputs, speziell im Bereich der Comsol-Simulationen sowie in der Datenauswertung, der Firma Bischoff Tex- til AG, im besonderen Herrn Ferrario für die grosszügige Unterstützung bei der Herstellung des Elektrodengürtels, Herrn Dr. Riedel vom Inselspital für die medizinische Unterstützung und für das von ihm zur Verfügung gestellten EIT-Gerätes und dem CSEM, insbesondere Herrn Dr. Brunner für die Mithilfe am Projekt.

Biel, den 2. Juli 2010

A. Waldmann