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Inhalt
1. Einleitung...................................................................................................3 1.1 Das Problem der Mehransichtigkeit....................................................3 1.2 Motivation für den Computereinsatz....................................................3 1.3 Einschränkungen realistischer Schul-Hardware..................................4 1.4 Das losKidS-Konzept...........................................................................5 2 Wissenschaftliche Aspekte ........................................................................5 2.1 Lernen mit allen Sinnen.......................................................................5 2.1.1 Die klassischen Sinne..................................................................6 2.1.2 Die Sinne nach moderner Wissenschaft......................................7 2.1.3 Sinn machen.................................................................................8 2.1.4 Zeitempfinden...............................................................................8 2.2 Werkstattunterricht...............................................................................9 2.2.1 Werkstatt als Raum .....................................................................9 2.2.2 Werkstatt als Unterrichtsprinzip....................................................9 2.2.3 Geistige Werkstatt .......................................................................9 2.2.4 Werkstatt als Werk ......................................................................9 2.3 Ästhetische Forschung......................................................................10 2.3.1 Auseinandersetzung mit aktueller Kunst ...................................10 2.3.2 Sammeln....................................................................................10 2.3.4 Ordnen........................................................................................11 2.4 Multisensualität..................................................................................11 2.5 MuSe Computer ................................................................................12 2.6 Zur Einteilung der Medienkompetenzen............................................12 2.6.1 Medienkunde..............................................................................13 2.6.2 Mediennutzung...........................................................................13 2.6.3 Medienkritik................................................................................13 2.6.4 Medienwirkung...........................................................................13 2.6.5 Mediengestaltung.......................................................................13 2.6.6 Überschneidungen.....................................................................14 3 Richtlinien und Lehrerfunktionen..............................................................14 3.1 Lehrplan Sek II NRW.........................................................................14 3.2 Lehrerfunktionen................................................................................14 3.2.1 Unterrichten ...............................................................................14 3.2.2 Erziehen.....................................................................................15 3.2.3 Beraten.......................................................................................15 3.2.4 Leistung messen und beurteilen................................................15 3.2.5 Diagnostizieren und Fördern......................................................15 3.2.6 Organisieren und Verwalten.......................................................15 3.2.7 Kooperieren und Innovieren.......................................................16 4 Beschreibung losKidS...............................................................................16 4.1 Schnittstellen / Interfaces..................................................................17 4.2 Die CD ROM......................................................................................18 4.2.1 Menus.........................................................................................18 4.2.2 Handbücher und Infodateien......................................................19 4.2.3 Sprache......................................................................................19 4.2.4 Hilfsskripte..................................................................................19 4.2.5 Linux Dateibaum........................................................................19

2 4.2.6 kpovmodeler...............................................................................19 4.2.7 Die Benutzung von kpovmodeler...............................................20 4.3 Die Internetplattform..........................................................................22 4.3.1 Login ..........................................................................................23 4.3.2 Datenablage ..............................................................................23 4.3.3 eMail und Kalender....................................................................23 4.3.4 Recherchieren............................................................................23 4.4 GNU Lizenz und Community.............................................................24 5 Die Unterrichtsreihe..................................................................................24 5.1 Die Lerngruppe..................................................................................24 5.2 Vorbereitung......................................................................................24 5.2.1 Rhythmisierung / Zweiraumkonzept...........................................24 5.2.2 Besuch einer Ausstellung ..........................................................25 5.2.3 Hardware ...................................................................................26 5.3 Durchführung.....................................................................................26 5.3.1 Oszillationsprinzip......................................................................26 5.3.2 Kommunikation in Kleingruppen................................................26 6 Anwendbarkeit / Übertragbarkeit..............................................................27 6.1 Anwendbarkeit bei Änderung des Themas........................................27 6.2 Anwendbarkeit in anderen Werkstattkonzepten ...............................27 6.3 Anwendbarkeit bei anderen Hardwarevoraussetzungen...................27 7 Schluss......................................................................................................27 7.1 Fortentwicklung / Ausblick.................................................................27 7.2 Fazit...................................................................................................28 Literaturverzeichnis......................................................................................29 Erklärung......................................................................................................30 Versicherung................................................................................................30

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1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit stellt ein Konzept für die Jahrgangsstufe 11 vor, mittels welchem mit neuen Medien zum Thema Plastik und Skulptur geforscht und praktisch gearbeitet werden kann. Ein Konzept meint hier eine umfassende Zusammenstellung der Ziele und daraus abgeleiteten Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung eines größeren und deshalb strategisch zu planenden Vorhabens. Didaktisch gesehen soll ein Unterrichtsvorhaben einen methodischen Schwerpunkt haben. Zur Entwicklung des Konzeptes wurde eine konkrete Unterrichtsreihe zur Grundlage genommen, die Anstöße für weitere Überlegungen und die Entwicklung der beiliegenden Software gab.

1.1 Das Problem der Mehransichtigkeit.
Anlass für die Entwicklung des vorliegenden Konzeptes war eine Beobachtung in einem Kunstgrundkurs Jahrgangsstufe 11. Für die Skizzen zu ihren Plastiken fertigten die Schülerinnen und Schüler ausschließlich Frontal- und Seitenansichten, ggfs. Draufsichten an. Statt weitere Ansichten aus natürlichen, leicht versetzten Blickwinkeln zu skizzieren, wollten die Schülerinnen und Schüler mit der praktischen Arbeit beginnen. Bei einem Besuch des Skulpturenparks Köln1 waren an den Plastiken von Shapiro2 und Lüpertz3 die Begriffe Einansichtig bzw. en face und Mehransichtig miteinander verglichen worden. Einige Schülerinnen und Schüler bemängelten nach Fertigstellung, dass ihre Arbeiten nur eine Schauseite besaß, obschon sie sich besonders von Shapiro inspirieren ließen.

1.2 Motivation für den Computereinsatz
In vorangegangen Unterrichtsreihen war zu beobachten, dass die Nutzung neuer Medien ein hohes Motivationspotential bei den Schülerinnen und Schülern hat. Alle im Kurs nutzen eMail. Das Fotografieren mit Mobiltelefonen sowie Internetrecherche sind alltäglich. Darüber hinaus stellte das MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung in Essen im Auftrag des Bundesbildungsministeriums in einer Studie von 2008 fest, dass 83 Prozent der Kinder und 98 Prozent der Jugendlichen zu Hause bereits Zugriff auf PC und Internet hätten4. Die notwendige IT-Ausstattung sei zwar an den Schulen vorhanden, doch könne die Nutzung deutlich höher sein. Hauptsächlich die jüngeren Kollegen engagierten sich in diesem Bereich und es fehle an didaktischen Konzepten und einer Änderung der Unterrichtskultur, die der Einsatz von Computer und Internet notwendig mache. Von Seiten des Autors bestand ausreichend persönliche Motivation und Vorkenntnis, um zweierlei Herausforderungen anzunehmen. Erstens spiegelte die Computerausstattung der Schule nicht die Erfordernisse des Kunstunterrichts wieder. Fachbezogene Software konnte nur auf
1 http://www.skulpturenparkkoeln.de/ 2 siehe Anhang Bilder. 3 siehe Anhang Bilder. 4http://www.mmb-institut.de/ http://www.heise.de/newsticker/meldung/107268

die in vielen Schulen benutzt wurden. Im kunstpädagogischen Diskurs wird seit der Reformpädagogik das medial vermittelte Lernen kritisiert. Insbesondere nach einer Phase der intensiven Beschäftigung mit der Visuellen Kommunikation machte sich bei den Kunstpädagogen eine Rückbesinnung auf die übrigen Sinne bemerkbar. Textverarbeitung.116. beschränkt sich im Wesentlichen auf funktionale Rückmeldungen (Klick erfolgreich) bzw.31 .16. Jahrhunderts das Schlagwort vom „Lernen mit allen Sinnen“ durch.31 oder Creativesuite für € 772. bewusste Verarbeiten) setzt sich in den achtziger Jahren des 20. Ulrich. Vorbereitet durch Forderungen Pestalozzis nach einem Lernen mit Kopf. Ergebnisse und Anregungen des Kunsterziehungstages in Dresden am 28. (CD ROM). Einführung in die Spielpädagogik. Was taktil oder olfaktorisch am typischen Computer zu erfahren ist. was einheitliche Installationen unmöglich macht.3 Einschränkungen realistischer Schul-Hardware System-Administratoren haben alle Mühe. aber oft sind es nicht die Fachlehrer. und zu einem untergeordneten Teil das Auditive. die Erkenntnis. Temperaturempfindungen. Können die Rechnersysteme von CD-ROM booten. Das Schlagwort der Multimedia suggeriert zwar eine Vielzahl unterschiedlicher Sinneseindrücke. Gewichtssinn. sogenannte Live-Systeme einzusetzen. Wiesbaden: Makrolog. Photoshop € 296. S.aktueller Preis auf der Adobe Website. 7 Siehe Heimlich. visuelle und auditive Wahrnehmung. 1902 . die über die Ausgaben entscheiden.der Stille und der Konzentration7 (nicht von ungefähr sind Begreifen oder Erfassen Synonyme für das verstandesmäßige. die Schulrechner in einem definierten Zustand zu erhalten. zu einem verschwindenden bis belanglosen Teil das Taktile (drucksensitive Tabletts sind selten und daher noch recht teuer). Herz und Hand6 und Maria Montessoris Systematik der Sinnesmaterialien für die Entwicklungsschwerpunkte Tastsinn.4 zwei Rechnern ohne Internetanschluss installiert werden. Leipzig: Voigtländers Verlag.) Johann Heinrich Pestalozzi. In: Kunsterziehung.selbst Schullizenzen8 rangieren preislich bei den Kosten der Hardware . sondern der System-Administrator.B. . dass man zu lange bewegungslos an der Tastatur gesessen hat. S. doch sind dies weiterhin im Wesentlichen das Visuelle. Das Wesen der künstlerischen Erziehung.. Konrad.B. Nun sind bisher jedoch keine Live-CDs verfügbar. so eröffnet sich für den Fachlehrer die Möglichkeit. der vielfältige Wünsche miteinander in Einklang bringen muss. 1. 6 Pestalozzianum Zürich (Hrsg. 8 Lehrerlizenz für z. Das Budget für Hardware ließe sich prinzipiell durch freie Software entlasten . Oftmals stammt die Hardware aus unterschiedlichen Anschaffungszeiträumen. Kritische Gesamtausgabe sämtlicher Werke und Briefe. die genau auf den Bedarf des 5 Lange. und 29.360. Die zweite Herausforderung bestand in der Tendenz der Medien – und zwar nicht nur der neuen – lediglich die Fernsinne Sehen und Hören zu bedienen und damit Aufmerksamkeit von den anderen ästhetischen Erfahrungsmöglichkeiten abzuziehen. Bd. Schon 1901 fordert Konrad Lange5 auf dem Kunsterziehungstag in Dresden „die scheußlichen lithographierten Vorlagen“. 1997. durch die unmittelbare Anschauung der Natur zu ersetzen. September 1902 . 2001. Programme für den grafischen Bereich benötigen mehr Ressourcen als z. Heilbrunn: Klinkhardt.und Geruchssinn. Geschmacks.

Überdies hält die Beschränkung auf fünf Sinne nicht mehr der modernen Physiologie stand und muss als unwissenschaftlich 9 Was bei ständig neu auf den Markt kommenden PC-Komponenten bedeutet. die unüberschaubare Programmvielfalt unspezifischer Live-CDs wie Knoppix10 didaktisch zu reduzieren und unter verschiedenen Programmen eine fachlich orientierte Auswahl zu treffen. Die Frage muss gestellt werden: Was ist mit der sinnlichen Einheit gemeint? Das Zusammenspiel ausnahmslos aller Sinne hat einen totalitären Beigeschmack. Hören. Diese vorbereitete Arbeitsumgebung sollte möglichst auf jedem Rechner laufen9. dass auch losKidS kontinuierlich erweitert werden muss. der für den Kunstunterricht genutzt werden kann. 2 Wissenschaftliche Aspekte 2.1 Lernen mit allen Sinnen Als Reaktion auf die Allgegenwart audiovisueller Medien reanimiert das Schlagwort vom Lernen mit allen Sinnen eine romantisierende Vorstellung von einem Kunstunterricht.5 Kunstunterrichts zugeschnitten sind. Ergebnissen und Erfahrungen ermöglichen. 1. wenn man sich auf die „klassischen“ fünf Sinne Sehen. Geruchs. die hier mit Absicht in einer hierarchischen Reihenfolge wiedergegeben sind. weil auch dem kunstpädagogischen Vertreter des Lernens mit allen Sinnen das Sehen und Tasten wichtiger sein wird als Riechen und Schmecken. in dem Schülerinnen und Schüler ganzheitlich wie Künstler vergangener Tage quasi mit der Staffelei an der gesunden. .und Straßenfeste im Phänomenbereich IV (Aktion/ Interaktion) gelegentlich die Möglichkeit.11 Neben solchen idealisierenden Vorstellungen gibt es jedoch auch die positive Erfahrung.knoppix. wirkliche und deshalb schöne Welt haben. und eine Schlussfolgerung für den Kunstunterricht wäre. diesen in Naturkunde oder Wandertag aufgehen zu lassen. Oder ist es eher die Frage nach einer sinnvollen Vernetzung möglichst vieler Erlebnisbereiche in einer Zeit passiven Medienkonsums? Überdies ist das alle in alle Sinne nur einlösbar.und Geschmackssinn zu erfreuen. Riechen und Schmecken beschränkt. 10 http://www. Das sozial wie technisch vernetzte Arbeiten soll dabei den Austausch von Funden. Erstes Ziel war es. Es kann also nicht um das alles sondern nur um das viele an sinnlicher Erfahrung gehen. Tasten. Lizenzkosten sollten dabei vermieden werden. Diese Haltung sieht Natur und Kultur im Gegensatz. dass die Vernetzung möglichst vielfältiger Sinneseindrücke nachhaltigere und als sinnvoll erlebte Lernerfahrung ermöglicht. frischen Luft den direkten Zugriff auf die unverstellte (unvermittelte).4 Das losKidS-Konzept Für die vorliegende Arbeit wurde die Entwicklung für das live operating system Kunst in der Schule (losKidS) begonnen.org/ 11 Immerhin gibt der Lehrplan Kunst für die Sekundarstufe I Gesamtschule in NRW mit seinem expliziten Verweis auf Schul.

Klangtests bei Skulpturen auf Risse. was eine wesentlich höhere Erinnerungsleistung erlaubt. Hohlräume oder Inhomogenitäten. Der Input über diesen zusätzlichen Sinn erlaubt eine Vernetzung des Erfahrenen.oder Filmprojekt. Dies hat wesentlich dazu beigetragen.B. Dass Medienkonsum zuförderst auf visuelle Reize abhebt. 2.) Tasten Für den Kunstbetrachter nur in Ausnahmen möglich. Der prototypische Begriff von Kunst meint etwas zum Betrachten. Im werkstattorientierten Unterricht kommt dem Hören die Funktion zu. etwa in einem Multimedia. 12 http://wiki. Bisher konzentriert sich die losKidS-Entwicklung jedoch auf die Bedürfnisse des Kunstunterrichts. Je nach Systematik werden von Forschern heute 9 bis 13 Sinne aufgelistet. unterscheidet ihn nicht wesentlich von der Kunstbetrachtung. dem eine solche Plattform noch fehlt. Speziell für die Anwendung im Musikunterricht gibt es bereits die Debian Multimedia Distribution (DeMuDi12) ein Projekt das vorübergehend von der Europäischen Union gefördert worden ist. ist das Tasten vornehmlich ein Sinneseindruck. die spontan beim Wort Künstler vor dem geistigen Auge auftaucht ist ein Maler. alle anderen Sinnesbezüge sind sekundär. Prinzipiell denkbar ist auch die Integration von Audiowerkzeugen in losKidS. Für das besprochene Unterrichtsprojekt ist der Gesichtssinn natürlich in jeder Phase unverzichtbar.1 Die klassischen Sinne Sehen Im Lehrplan wie im praktischen Unterricht bleibt das Visuelle der „Kardinalsinn“. Wünschenswert wäre die Entwikklung einer Schnittstelle. begründet seine mit dem Sehen vergleichbare Stellung in der Medienkritik. die Ausgangsplattform für losKidS. Insbesondere in der Bildhauerei (die hier sowohl Skulptur. Klebrigkeit) und Werkzeugperformanz im Arbeitsprozess hebt es das Lernen in der Werkstatt bereits aus dem trockenen Bücherstudium und dem Zuhören im Unterrichtsgespräch heraus.6 verworfen werden. der dem Kunstschaffenden vorbehalten bleibt. dem nur in zweiter Reihe Eindrücke der anderen Sinne beigestellt werden können. Die Figur. akustische Rückmeldung der Werkzeuge beim Bearbeiten. welche die Kooperation im Sinne eines fächerübergreifenden Unterrichts erlaubt. die Computernutzung mit ihrem kargen taktilen Angebot13 im Crossover mit der Bildhauerei zu bereichern. zusätzliche Informationen zu liefern (z. basiert ebenfalls auf Debian).org/DebianMultimedia 13 Hans-Jürgen Boysen-Stern untersucht zwar in seiner Dissertation auch die taktilen . was aber den vorläufigen Rahmen sprengt. (Morphix.debian. Als unverzichtbare Rückmeldung über die Materialbeschaffenheit (Festigkeit.als auch Plastikund Objektproduktion meint) wird der Tastsinn zum Alleinstellungsmerkmal.1. Durch die haptischen Informationen plastischer Stoffe wird das taktile Vermögen geschult. Hören Dass der zweite Fernsinn ebenfalls von den Massenmedien beansprucht wird. oder wenn er sich über die Konservierungswünsche der Aussteller hinwegsetzt. Viskosität.

2. 14 Repetitive Strain Syndrom („Sekretärinnen. sondern unterscheidet vier bis acht weitere. der Geruch frisch gesägten Holzes oder erhitzten Metalls macht den Geruch eher zur Anekdote denn zum Erkenntnis vermittelnden Moment. Tiefensensibilität Als Propriozeption oder Tiefenwahrnehmung bezeichnet die neuere Physiologie die Wahrnehmung der Lage und Bewegung von Körper und Gliedmaßen. Gerade Stellungs. nicht in langen Sitzungen am PC zu arbeiten.1. So symbolisierte eine Schülergruppe im Unterrichtsvorhaben quälenden Hunger mit Stacheldraht. RSI. sondern die Arbeit immer wieder zu unterbrechen und bewegungsintensivere Tätigkeiten einzuflechten. Je nach Systematik wird hier noch differenziert in Stellungssinn. Noch seltener finden Geschmackserlebnisse in den Unterricht. Heißkleber.bzw. ohne die Gehen und handwerkliches Arbeiten nicht möglich wäre. Lagesinn.oder Mausarm“).und Spannungssinn geraten oft bei langer Arbeit mit Maus und Tastatur aus dem Blickfeld. was die typischen Berufsschäden wie Carpaltunnel-Syndrom. Qualitäten des stationären Computerarbeitsplatzes. Von daher ist es sinnvoll. doch ist dies für den Kunstunterricht keine wirkliche Bereicherung. aber auch bei Raumtemperatur in der unterschiedlichen subjektiv-empfundenen Temperatur verschiedener organischer.und Lösungsmitteln. mineralischer. beim Schweißen (so dies in der Schule möglich ist). so selten ist es sowohl im herkömmlichen wie im Unterricht mit neuen Medien. Spannungs. metallischer und künstlicher Materialien kommt diesem Sinn eine Orientierung stiftende Funktion im Werkstattbetrieb zu. .7 Riechen und Schmecken So wünschenswert das Erlebnis von Geruch und Geschmack im Kunstunterricht ist. Temperaturwahrnehmung Bei schmelzbaren Stoffen wie Wachs.14 sowie mangelhafte Durchblutung der Gliedmaßen und Hals. doch als warnend erinnertes oder künstlerisch zitiertes Phänomen und Thema (als conditio humana) hat auch der Schmerz seinen Platz im Unterricht. Eine abwechslungsreiches Arbeitskonzept fängt solche Belastungen ab. Schmerzempfinden Nicht als konkret erlebtes.2 Die Sinne nach moderner Wissenschaft Die neuere Physiologie beschränkt sich jedoch nicht auf die volkstümlichen fünf Sinne. die insbesondere bei der handwerklichen Arbeit Rückmeldung für die motorische Steuerung und für die Orientierung im Raum geben. Rückenverspannungen verursacht. so motivierend das auch wäre./ Kraftsinn. Drehbewegungssinn und die Organempfindungen. Der gelegentliche Einsatz von Binde. Leider kann der Geschmackssinn nur im Lernbereich IV (Aktion / Interaktion mit seinem expliziten Verweis auf Schulund Straßenfeste) des Lehrplans für die Sekundarstufe I begründet werden.

52. Frankfurt: Vittorio Klostermann. die vom Hedonismus abgesetzt werden soll. aber diesen Wahrnehmungen qualitativ so nah. Einführung in die Philosophie. 16 Möller. S. Ein neuer Blickwinkel auf eine einmal entworfene Plastik ist mit dem PC in Sekunden erstellt. Das intellektuell / geistige ist ein unabdingbares Medium und kein Gegensatz zum ästhetischen. die sich mit dem Lernen mit allen Sinnen beschäftigen. Leipzig: Dissertation 2006. S. eine Bedeutung) verleiht.h.“16 Selbsttätigkeit sei kein geeignetes Mittel zur Analyse optischer Informationsträger. Ästhetik meint hier sinnliche Erfahrung mit intellektueller Verarbeitung. was spätere Kunstpädagogen (z. . Bereits John Locke lehrt: „Nichts ist im Verstand. was sich besonders durch Medien vermitteln lässt. In noch stärkerem Maße trifft dies bei plastischen Formulierungen der menschlichen Gestalt zu. schon vor der 15 Zitiert nach Nohl. Möller 1970 fest.8 Gleichgewichtssinn Insbesondere bei der Gestaltung von Plastik und Skulptur haben Übertragungen des eigenen Gleichgewichtsgefühls auf die Massenverteilungen eine Bedeutung. Lernen mit allen Sinnen kann nur funktionieren.“15 Die Frage nach dem Verstand stellt sich auch beim Lernen mit allen Sinnen. Die ästhetische Forschung liefert einen Ansatz. 1971. auch oder gerade wenn diese abstrakt gestaltet wird. Hedonismus sinnliche Erfahrung ohne Sinn und Verstand.B. Die daraus resultierende Beschäftigung war kritisch reflektierend und diskurslastig. 2.1. der sinnlichen Erfahrungen via Wort. Heino R. 1998.41. was nicht vorher in den Sinnen war. Hans-Jürgen.. also unsinnlich ist. S. Symbol oder anderen Ordnungssystemen einen Sinn (d. Gegen den Kunstunterricht. Allerdings ist der verstehende Sinn kein physiologischer. 2.23 Zitat nach: Boysen-Stern. sondern eher genau das. Gert Selle) in den 1990ern zu einem gegenläufigen Ansatz drängte und das Sinnliche wieder in das Zentrum des Unterrichts stellte. Hermann.3 Sinn machen Die Bedeutungsfacetten des Wortes Sinn verleiten Autoren. Die Zeitersparnis gegenüber dem mühsamen Zeichnen von längeren Skizzenreihen erlaubt den Schülern. dass sie für die Zwecke dieser Arbeit mit in die Liste aufgenommen werden soll.4 Zeitempfinden Die Wahrnehmung von Zeit ist zwar kein Sinn im klassischen oder neueren physiologischen Sinne. stellt der Kunstpädagoge Heino R.1. Die romantische Dichotomie zwischen Sinn und Sinnlichkeit ist überkommen und veraltet. Gerade durch die Arbeit mit beschleunigten oder zeitverzögerten Simulationen am PC eröffnen sich neue Perspektiven und Haltungen. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag. In den 70er Jahren forderten Vertreter der Visuellen Kommunikation für den Kunstunterricht noch „visuelle Medien und visuelle Informationen ohne Rücksicht auf deren mögliche künstlerische Gestaltung. Multisensueller Kunstunterricht unter Einbeziehung der Computertechnik. Dieser Arbeit liegt ein Verständnis von ästhetischer Arbeit zu Grunde. immer wieder zu Wortspielen zwischen sinnlich und sinnvoll. wenn der Verstand nicht außen vor bleiben muss.

In einer vorangegangenen Aktion in London schrieb der Künstler in Diskussionen zu Politik.) weil hier das Werkkonzept und nicht die Produktionsstätte im Zentrum des Gedankens steht. so sie Gerätschaften zum Werken bereitstellen. Gert. Dorit. sei es für Produktion oder Reparatur. 2.2 Werkstatt als Unterrichtsprinzip Dieser Begriff stellt sich als didaktisches Programm gegen Lernkonzepte wie Einzelstudium oder Frontalunterricht. 18 Bosse.“17 Gert Selle unterstreicht die Idee. Diese Formulierung korreliert mit dem Zwei-Raum-Konzept (s. Unna: 1992. Handlungs. warf er die entsprechende Tafel mit lautem Knall auf den Boden.2 Werkstattunterricht Als Konzept des sinnlich orientierten Kunstunterrichts hat sich die Werkstatt durchgesetzt.. den Diskurs wieder aufzunehmen.3 Geistige Werkstatt „Die Werkstatt des Subjekts ist auch Transformationsebene geistiger Verarbeitungen. . War ein Gedanke abgeschlossen.1 Werkstatt als Raum Im einfachsten Sinne ist eine Werkstatt der Raum. Der Begriff wird jedoch auf recht unterschiedliche Weise angewandt. Wissenschaft und Kunst Gedanken auf Schiefertafeln. Dorit Bosse18 fasst darunter Denkwerkstätten wie Joseph Beuys' Richtkräfte in der Nationalgalerie Berlin 1977. Die ästhetische Werkstatt als Ort des entdeckenden und eigenständigen Lernens. weswegen er hier differenziert werden soll. In diesem Sinne sind viele Kunsträume heute Werkstätten.46. 2.4 Werkstatt als Werk Die Werkstattsituation kann im Sinne einer Inszenierung oder Installation selbst zum Werk werden.und Prozessorientierung fließen gleichermaßen in diesen Werkstattbegriff ein. Werkstatt : Kunst.2. C. 17 Selle. Das ästhetische Projekt. Angelehnt an die handwerkliche Ausbildung findet das Lernen im Wechsel zwischen praktischer Tätigkeit und Beratungsgespräch statt. & Peez. S. Subjekt-. in dem sich das Werkzeug befindet und dort gebraucht wird.2. und somit nicht an einen festgelegten Raum gebunden ist.2. S. Erlebnis-.u. 2. Durch das Arrangement der Relikte seiner Aktionen sollte der Besucher in Berlin aufgefordert werden. G. die sich ihren Ort zur Ausführung sucht. In: Kirchner. 27.2. 2. Hannover: BDK-Verlag 2001.9 eigentlichen Bauphase Momente wie Körperspannung durch Drehung und eben Mehransichtigkeit zu planen. 2.

also der Einbezug alltäglicher Dinge des Lebens. Alle arbeiten komplex.h. um die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit ihnen im Kunstunterricht zu illustrieren. Sie gehen mit verschiedensten Dingen und Materialien um und beziehen in der Regel mehrere Medien in ihre Arbeiten mit ein. sollen also mit besonderem Augenmerk auf die Reize begangen werden. sondern auf der Ebene der Sinnbezüge und Deutungen. Das Einordnen der Fundstücke in ein sinnvolles.3. Texte – eine Rolle spielt. Ob Knopf-. arbeiteten in den letzten zwanzig Jahren. oder Kunstsammlung. mit ihren intuitiven und oftmals schwer zu versprachlichenden (aber oftmals in Sprache begründeten) Arbeitsweisen. Wörter. wobei auch die Sprache – Begriffe. Über ästhetische Forschung. Im Sammeln sieht sie bereits alle grundsätzlichen ästhetischen Handlungen vereint. Installationen. Im Sinne einer Irritationspädagogik können diese möglicherweise verwirrenden Impulse moderner Kunst jedoch für die Diskussion nutzbar gemacht werden. 19 Dabei fällt auf. Folgende Gemeinsamkeiten streicht sie heraus: ● ● ● ● ● Fast alle arbeiten mit großen Objekt-Assemblagen. Das Sammeln im biographischen oder anthropologischen Sinne. d.10 2. der Sammler muss ein ästhetisches 19 Kämpf-Jansen. Köln: Salon-Verlag 2001. Schmetterlings-.66. erstellen Ensembles bzw. 2. Helga. sondern wesentlicher Bestandteil der Kunst ist. S. Die Auseinandersetzung mit aktueller Kunst benötigt typischerweise vermittelnde Hilfestellungen. erkenntnisförderndes System in einem wissenschaftlichen oder wissenschaftspropädeutischen Sinne. Briefmarken-. . 2. ● ● Alle drei Handlungen stehen unter dem Vorzeichen des Ästhetischen. da eine spontane Vertiefung mit ihr nur selten stattfindet. deren Konzept zur ästhetischen Forschung in den drei wichtigsten Punkten verfolgt wird. wobei sich ganze Geflechte überlagern. dass die Arbeit mit Wort und Sprache nicht als Gegensatz zum Sinnlichen zurückgewiesen wird. folgt im Wesentlichen den Gedanken von Helga Kämpf-Jansen.1 Auseinandersetzung mit aktueller Kunst Helga Kämpf-Jansen führt 34 aktuelle Künstler an. die simultan eine Vielfalt von Interpretationen eröffnen. Alle arbeiten bzw. Fast alle arbeiten ‘unorthodox’. Diese sind: ● Die Auseinandersetzung mit aktueller Kunst.3 Ästhetische Forschung Die Aufforderung zur selbständigen Recherche. sie widersetzen sich den Ansprüchen tradierter Erwartungen an ‘Materialgerechtheit’ und den damit verbundenen Vorstellungen an eine ‘Ästhetik der adäquaten Form’ (Kunstdidaktik hat gerade dieses Prinzip noch immer im Kanon der Zielvorstellungen).2 Sammeln Kämpf-Jansens zweites großes Bezugsfeld für die Kunst und den Unterricht ist der Alltag. etwa im Internet.3. nicht nur auf der Ebene wahrnehmbarer Gegebenheiten.

Kartieren. nicht entstehen. Fernseh. Dies ist dem analytischen Geist geschuldet. der im Wesentlichen den Vergleich (gleich oder verschieden) und die Einordnung (gehört dazu oder umfasst es) braucht. Ästhetisches Handeln ist dem Sinnlichen genauso verschrieben wie dem Sinnvollen. Spielzeugautos. sondern mit dem wir uns zu weiten Teilen in der Wirklichkeit orientieren. Gruppieren und Anordnen einüben. Diese ästhetische Handlung knüpft in besonderem Maß an wissenschaftliches Tun an. Ordnen. die sich im Kunstunterricht nachvollziehen und nutzen lässt.und Filmerfahrungen sind weitgehend unverbunden mit der persönlichen Biographie.11 Urteil fällen. die im Ensemble (wie die Installationen bei der Künstlerin heißen) semantisch verknüpft werden. sind aber didaktisch noch kaum erschlossen. und ebenso. sinnlichen Genuss wieder mit Erkenntniszuwachs verbinden. es findet immer eine Bewertung statt. Der Alltag von Schülerinnen und Schülern ist heute durchdrungen von einer extensiven Nutzung digitaler Medien. Mit zunehmender Zahl unterscheidbarer Eigenschaften wächst die Komplexität der Sammlung und es bedarf geschachtelter Rahmen. dass kaum eine Beschäftigung alle Sinne reizen kann (oder soll.4 Multisensualität Der Ausdruck multisensuell suggeriert die gleichzeitige Aktivierung möglichst vieler Sinne. Kunstunterricht soll den persönlichen. hierarchischer Dateibäume und der Gliederung mit Ober. Listet man jedoch die klassischen fünf Sinne auf und zählt die aus der modernen Physiologie hinzu. und zum Sammeln. Sinnliche Erfahrung wird zu einem überwiegenden Teil medial vermittelt. Gleich. hierarchischen Strukturieren animieren. in die Sammlung aufgenommen zu werden. Gruppen von vergleichbaren Stücken in der selben Schublade landen oder Künstler sich einen Fundus an Alltagsgegenständen für ihr Werk zurecht legen. 2. Neuere Medien wie das Internet mit seinen social-networking-sites erlauben schon ein weit größeres Maß an persönlicher Anbindung. und so Teil einer für jeden selbst zu konstruierenden Geschichte werden. Diesen beiden Prinzipien sind das Grundrüstzeug empirischer Wissenschaften. Wir haben diese Fähigkeit des intuitiven Werturteils schon weit vor Erreichen des Erwachsenenalters. Diesem Interesse am Ordnen verdankt KämpfJansens Ansatz den Namensbestandteil Forschen. aber auch wertfreies Sortieren. dass die verschiedenen Phänomenbereiche des . oder gar ein altes Stück zu ersetzen. An diese Fähigkeit lässt sich pädagogisch anknüpfen. Anders könnten die kindlichen Sammlungen von Barbie-Puppen. mit dem nicht nur der Kunstwissenschaftler Kataloge erstellt.4 Ordnen Der dritte zentrale Begriff ist das Ordnen. siehe Schmerzempfindung). Glanzbildern etc. ob das Lieblingsobjekt der Sammlung in die Sonderstellung gerückt wird. mit dem sich der Sammler identifizieren kann. 2. so wird klar. Kronkorken. wenn ein Thema gefunden ist. ob der neue Fund für wert befunden werden soll. Helga Kämpf-Jansen nennt hier exemplarisch die Arbeiten von Anna Oppermann mit ihren biografisch anmutenden Kleinodien.und Unterkapiteln.3. ist doch das Kategorisieren Grundlage der Erkenntnis.

Da die rechnergestützte Arbeit mit den bereits genannten zwei21 Fernsinnen sensorisch „eintönig“ ist. dass die Körperwahrnehmung bei langen Sitzungen völlig ausgeblendet wird (siehe Kapitel zur Tiefenwahrnehmung). Der Zeitgewinn gegenüber der analog-materiellen Arbeitsweise verschafft Eindrücke. möglichst viele Sinne einzubeziehen. Digitalkamera. der Aufmerksamkeit verdient. den Computer in den eher multisensuell ausgelegten kunstpraktischen Schaffensprozess zu integrieren und dies mit den Methoden der qualitativen Sozialforschung auszuwerten. Hans-Jürgen. die Wahrnehmung von Zeit. mit dem sich spielen lässt und mit dem durch gezielte Veränderung Erkenntnisgewinn möglich ist (siehe Zeitlupe. 22 Boysen-Stern. Hier wird die Intention gehegt.uni-leipzig. Insbesondere bei Simulationen ist Zeit ein Faktor.de/~studart/forschung/doktoranden/dokumente/diss-boysenstern. Performance und Fest. verknüpft die vorliegende Arbeit daher die digitale Entwurfsarbeit mit dem klassischen Plastizieren und Bildhauern. doch sind höhenverstellbare Monitore noch die Ausnahme. Gefördert vom hessischen Kultusministerium wurde an 6 hessischen Schulen der Versuch unternommen. die oberste Bildschirmzeile knapp unter der Augenhöhe liegen solle. nach denen z. 21 Natürlich lässt sich auch akustisches Material am PC produzieren.ein Zauberwort? In: Erziehung und . die der vorliegenden Arbeit reiche Anstöße gegeben hat. Die Dissertation von HansJürgen Boysen-Stern22 beschreibt Doppelstrategien von Bilderziehung mit herkömmlichen und neuen Medien.12 Kunstunterrichts auch unterschiedlich viele Sinne in variierender Intensität reizen. http://www. in Teilen aber auch erweitert werden soll. Hier soll jedoch noch auf einen Wahrnehmungsbereich hingewiesen werden.20Auf der anderen Seite mag die künstlerische Beschäftigung mit dem Computer stehen. Die ganzheitlichste Form wäre da sicher der Bereich Aktion / Interaktion mit Spiel. die man sonst nicht gewinnen würde. Multisensueller Kunstunterricht unter Einbeziehung der Computertechnik.pdf 23 Sander. Dies sprengt aber den Rahmen dieser Arbeit und sollte in einem eigenen Konzept erkundet werden.B. Zwar gibt etwa das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Ergonomierichtlinien für die Arbeit am Bildschirm aus. Wolfgang: Medienkompetenzen . Hauptberufliche Bildschirmarbeiter kennen die Erfahrung. Happening. Der Erziehungswissenschaftler Wolfgang Sander gliedert Medienkompetenzen fünffach:23 20 Lehrplan Sek I. 2. das Verhältnis von Sichtbarem und Hörbarem experimentell am Rechner auszuloten. die weitgehend auf das Visuelle beschränkt ist.5 MuSe Computer Multisensueller Kunstunterricht unter Einbeziehung der Computertechnologie (MuSe Computer) war ein Modellvorhaben der BundLänder-Kommission in den Jahren 2000 bis 2003. s. dem PC mit seinen Peripheriegeräten und dem Internet in unseren Alltag haben in der Schule wieder den Ruf nach Medienkompetenzen hörbar werden lassen. insbesondere in Schulen. Denkbar wäre zum Beispiel. da die Arbeit am PC oftmals dominiert wird vom Ausschnitt des Bildschirms. 2.o. Leipzig: Dissertation 2006. Zeitraffer).6 Zur Einteilung der Medienkompetenzen Der Einzug von Handy.

gartner. 2. zu eigenen Aussagen und Formulierungen zu kommen.6. Buchgestaltung. Gruppen und die Gesellschaft ist ein Teilgebiet der Medien. ja sogar Printmedien degradieren den Nutzer zum Empfänger. wo dies möglich ist. die weitgehend dem Marktführer nachempfunden ist und so die Schülerinnen und Schüler bei ihren Nutzergewohnheiten abholt.5 Mediengestaltung Webdesign. 24 http://www. vielfältige Erfahrungen aus erster Hand zu machen.4 Medienwirkung Medienwirkungsforschung in Bezug auf Einzelne. viel weniger agieren. das zu einer Reduktion der sinnlichen Erfahrung führt.com/ 25 http://www. Zentralisierte Medien wie Radio. 2. Microsoft aber nach wie vor das Bild auf dem Schirm präge. aus der Mediennutzung heraus zu treten um dem Gegenstand der Untersuchung in kritischer. sondern der passive Konsum von Massenmedien.6. desto wahrscheinlicher wird es auch wieder.6. der nicht reagieren kann. 2. die aktiv als Werkzeug eingesetzt werden können.idc.1 Medienkunde Die Medienkunde beschäftigt sich vor allem aus soziologischer Sicht mit den Massenmedien.2. S. Windows ist der Quasi.13 2. der nach der Studentenbewegung soziale und politische Folgen moderner Medien analysierte. Bildbearbeitung und Präsentationserstellung Wissenschaft 5/2008.und Konsumentenforschung. etwa zur Produktion. Überdies ist es nicht (mehr) möglich. Je stärker sich Medien nutzen lassen. Davon qualitativ zu unterscheiden sind Medien.6. Dies wurde wiederum von späteren Pädagogen als dem Wesen des Faches unangemessen kritisiert. So bescheinigen Marktforschungsinstitute wie Gartner24 oder IDC25.6. Fernsehen.und Kommunikationswissenschaft. Für die vorliegende Arbeit müssen jedoch Medien gegen Massenmedien abgegrenzt werden. Auch viele „interaktive“ Medien erlauben nicht viel mehr als die Vorgaben auf „Ja-“ und „Nein-“ Knöpfen. objektiver Distanz gegenüber zu stehen. Alle gesellschaftlichen Aspekte visueller Kommunikation sollten in aufklärerischer und emanzipatorischer Absicht auch im Kunstunterricht möglichst wissenschaftlich untersucht werden. Es ist nicht das Mediale an sich.3 Medienkritik Der Begriff der Medienkritik stammt im Wesentlichen aus einem Diskurs.2 Mediennutzung Mit der Mediennutzung beschäftigen sich vor allem die Publikums. dass die Nutzung anderer Betriebssysteme als Windows auf dem Vormarsch sei. weswegen losKidS eine grafische Benutzeroberfläche mitgegeben worden ist.Standard.com/ . 2.

J.19). kreative und didaktische Kompetenz. Als Bereich mit gestalterischen Entscheidungen hat sie jedoch einen natürlichen Platz im Kunstunterricht.2. Dieser schlägt als erstes Thema für den Kurs 11/2 Materialität / Medialität / Dimensionalität als Grundlage für Gestaltungsprozesse vor (S. die den neuen Medien eher skeptisch gegenüber standen. sowie das Liefern von Impulsen. instrumentelle. Donauwörth. . Interpretieren und Gestaltungszusammenhänge zu begreifen (Qualifikation 4) sind dem Konzept inhärent. 27 Peez. Hannover: BDK-Verlag. auch wenn die erreichbare Selbständigkeit nie vollständig sein kann (siehe Medienkritik). dass „ein solches Konglomerat hehrer Ziele im Alltag kunstpädagogischer Praxis kaum einlösbar“27 sei. findet seine Begründung im Lehrplan Kunst für die Sek II in NRW. Die Problematisierung des Mehransichtigen zielt auf Wahrnehmungs.1 Unterrichten Unterrichten heißt im hier gewählten Werkstattkontext zunächst die Vorbereitung einer Lernumgebung und eines Lernanlasses. Besonders deutlich wird dabei. evaluative.h. Sechs Jahre später konstatiert Peez jedoch schon wieder.14 als aktive Teilhabe an den Medien werden hier als emanzipatorisches Mittel gesehen.6. die Lernumgebung PC (d. 1998. in Form von Beispielen aus der aktuellen Kunst. und Peez. soziale. Die rechnergestützte Entwurfsarbeit bietet dafür mehrere Möglichkeiten. Auch dies war vor allem medienkritischen Tendenzen der Kunstpädagogen geschuldet. Auer. Speziell unter kunstpädagogischen Gesichtspunkten unterteilten Johannes Kirschenmann und Georg Peez26 1998 Medienkompetenz in selektive. 2004.1 Lehrplan Sek II NRW Das Konzept. G.und Darstellungskonventionen (Qualifikation 8) . Im vorliegenden Konzept wurde der größte Teilaufwand dafür betrieben.2 Lehrerfunktionen 3. Unterschiedliche Zwecke wie Dokumentieren. die sich in Teilen überschneiden. seine Software) auf die Bedürfnisse des Kunstunterrichts anzupassen. 2. 3 Richtlinien und Lehrerfunktionen 3. Plastiken digital zu entwerfen.6 Überschneidungen Sanders Einteilung ist jedoch noch nicht trennscharf. Der Gestaltungsprozess soll im Sinne des bildfindenden Dialogs verstanden und seine immanenten Freiräume für das Verstehen und Gestalten genutzt werden (Qualifikation 5). Georg. dass Bildwirklichkeit eine Wirklichkeit der eigenen Art ist (Qualifikation 6). 3. Alles Medien oder was? In : Computer im Kunstunterricht. 26 Kirschenmann. da es die Kunstlehrer überfordere. z. sondern versammelt Disziplinen.B. Chancen und Grenzen der neuen Medien im Kunstunterricht.

was als häufig kostengünstigere Sammelbestellung oft Aufgabe der Lehrkraft bleibt. sondern insbesondere auch ihre künstlerische Umsetzung. 3.Material für die praktische Phase muss organisiert werden. innovativer Gebrauch (der der vorbestimmten Anwendung durchaus diametral zuwider laufen kann). Künstlerische wie technische Beratung. 3.3 Beraten Die typische Gesprächsform im Werkstattunterricht ist das Beratungsgespräch. . Anfahrtsbeschreibung.2. dass Schülerinnen oder Schüler ihre Kopie einmal vergessen haben könnten).B.2. da insbesondere bei komplexer Technik und offenen Themen stets unvorhersehbare Fragen auftauchen.15 3. ihr kreativer. Phase 4 der Reihenplanung sieht explizit die Differenzierung der Entwurfsphase nach Neigungen und Fähigkeiten vor. im Phasenplan des Anhangs widerspiegelt.4 Leistung messen und beurteilen Durch seine Betonung des sammelnden und dokumentierenden Arbeitens entsteht gerade in der ästhetischen Forschung eine Fülle an Material.5 Diagnostizieren und Fördern Die Offenheit des Werkstattunterrichts ist besonders geeignet. Koordination zwischen einzelnen Schülern und Anstöße für die einzelnen Phasen der Reihe bedürfen natürlich einer Vorplanung. mit der Arbeiten erzeugt werden. Auch in einer 11 bedarf es vielfach noch der Sensibilisierung für das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz.2. 3. besonders im Zusammenhang mit Unterricht. differenzierte Angebote an Schülerinnen und Schüler von unterschiedlichem Leistungsvermögen zu machen.Schließlich muss die CD ROM in ausreichender Zahl an die Schüler ausgegeben werden. (Zwei Zusatzexemplare decken die Möglichkeit ab. als die Schülerinnen und Schüler von sich aus aufbringen. 3.2 Erziehen Die offene Werkstattarbeit und die Ablenkungsmöglichkeiten im Internet erfordern oft mehr Disziplin.2. das sich in der digitalisierten Form gut vergleichen lässt. Terminabsprache und möglicherweise Stundentausch oder Freizeitausgleich. das heißt. Der nachfolgende Wechsel zwischen Computerraum und Kunstwerkstatt bedarf der zeitigen Raumbelegung. Zu beachten ist aber nicht nur die technische Kompetenz. die sich z. gemeinsame Planung. da etwa die Dokumentation der Schülerarbeiten in einem zutrittsgeregelten Portal leicht verwechselt werden kann mit der Zurschaustellung in einem Chatroom oder einer ungeschützten Website.2.6 Organisieren und Verwalten Eine vorbereitende Kursfahrt zu einer Ausstellung bedarf der organisatorischen Vorplanung von Transport ggfs. so dass gelegentlich regelnd eingegriffen werden muss.

Möglichkeiten zum Austausch unter den Schülerinnen und Schüler bietet. eine übersichtliche Auswahl fachbezogener Programme bereithält. „gegen den Strich gebürstete“ Verwendungen und spielerische Nutzungen ausdrücklich erwünscht. 4. 29 Etwa die folgenden Websites erwiesen sich beim multiperspektivischen Forschen als nützlich: http://www. und neben der Auswahl des richtigen Materials will auch das für die Planung benutzte Medium sorgfältig bedacht sein.7 Kooperieren und Innovieren Der schulische Systemadministrator ist vonnöten. Ganz im Sinne der ästhetischen Forschung sind bisher nicht bedachte Anwendungsmöglichkeiten.blickachsen. die das System nutzen. was nahe legt. Um die Vielfalt digitaler Informationen.php?lang=de&page_id=36&cms_kuenstler_id=49 http://www. in der Absicht. dass sich eine interessierte Gemeinde bildet. das in einigen bedeutenden Aspekten dem Zeichenstift für die 28 CAD = computer aided design. Kunst im Internet zu recherchieren. mit dem sich räumliche Zusammenhänge anschaulich simulieren lassen. bedarf es eines didaktisch reduzierenden Konzeptes mit Rückkoppelungs. nicht mit den Anforderungen anderer Fächer oder Nutzergruppen kollidiert. Wünschenswert wäre jedoch eine Arbeitsumgebung auf dem PC. testen. Um Schülern das Repititive bei der Arbeit an Skizzen aus freien Blickachsen (also anderen als die rechtwinkeligen der technischen Dreitafelansicht) zu ersparen bietet sich der rechnergestützte Entwurf28 an.de/root/index. 2. Schülerinnen und Schüler eine Arbeitsumgebung mit nach Hause nehmen können und unter den gleichen Bedingungen wie in der Schule arbeiten können. 4 Beschreibung losKidS Die Komplexität des dreidimensionalen Entwerfens hält für Anfänger einige Fallstricke bereit.2. Der eigentlich kooperative Teil ist jedoch für die Weiterentwicklung des losKidS-Systems geplant. 3. Nicht als Voraussetzung. Die oben angesprochene Möglichkeit.und Planungs-) Hilfsmittel. kritisieren und sich eventuell an der Weiterentwicklung beteiligen will.und Steuerungsmöglichkeiten. um im eventuell passwortgesicherten BIOS die Bootreihenfolge für den CD-Start zu ändern. aber als Mehrwert ergibt sich aus dem im folgenden beschriebenen System. die Mediennutzung konzeptionell durch zu planen. Möglichkeiten zum Sichern von Ergebnissen auf permanenten Medien bietet. Das System wird (sobald zulässig) kostenlos im Internet verteilt. Für den werkpraktischen Teil erweist sich der Computer als intermediäres (Forschungs. bringt die Schülerinnen und Schüler ohnehin an den PC.edu/~sullivanm/washdc/holocaust/shapiro. das nicht einengend wirkt. dass 5.bluffton. die 1.16 3. sei es in Form selbst erstellter Digitalfotos oder Handyschnappschüssen konstruktiv (und im Anschluss kreativ) zu nutzen.html . sei es aus dem Internet29.

der auch andere Sinne anspricht. die Sensibilisierung für das Changieren zwischen den Digital. 31 http://www. so lohnt sich die Untersuchung ihrer Beziehungen. Genau genommen handelt es sich um eine Kombination aus Live-CD und einer Internetplattform. Insofern ist der deutsche Ausdruck irreführend. Wenn ein Konzept für den Mehrbenutzerbetrieb an Schulen fehlt oder nicht vorgesehen ist.a. gemeinsamen Speicherplatz zu Verfügung stellt. Betrachtet man den Kunstunterricht als komplexes Ganzes mit Kindern. 4. die keine Installation benötigen. Der Begriff intermediär soll schon hier verdeutlichen. der sich mit Form Art31 als einer der ersten im kreativem „Missbrauch“ von Webbuttons versuchte.17 Handskizze überlegen ist. die die Möglichkeit beinhalten. 2. Werkzeugen und Schülerarbeiten (und dem Lehrer). die Kollaboration ermöglicht. „Die Interfaces in den Fokus der Kunstpädagogik zu rücken. wo aus Systemsicht zwei verschiedene Bereiche Kontakt und geordneten Austausch haben sollen. kreative Werkzeuge bereitstellt. Werkzeuge bereithält. ohne dass der Anwender technisches Fachwissen über Betriebssystem oder Netzwerk benötigt.: Interface) suggeriert Trennung. bleibt noch die Möglichkeit. sondern nur eingebettet in einen größeren Arbeitskomplex seine Berechtigung hat. um die Erkundungsergebnisse zu ordnen. sowie die automatische Konfiguration der Netzwerkanbindung für den Internetzugang bei einer großen Menge von verschiedener Hardware. um Input aus den oben genannten Quellen für ästhetisch forschende Arbeit aufzunehmen. heißt auch. mit Programmen zu arbeiten.und Nichtdigitalräumen fachdidaktisch ein Stück einzulösen. 3. indem sie u. Die Schnittstelle als Prozessraum zwischen materiellem und immateriellem (geistigem) als Durchgangsort des kreativ-flüssigen zu untersuchen. als den rein auf den Bildschirm gerichteten visuellen Sinn. die nicht auf Festplatte installiert sind. das 1. dass der Computereinsatz kein Selbstzweck sein kann. 4.1 Schnittstellen / Interfaces Der Begriff Schnittstelle (engl. nicht scharf konturierte Feld eines prozessbestimmten 30 Das live operating system Kunst in der Schule. Der Begriff 'Schnittstelle als Metapher' umreißt das weitere.c3. Für die konkrete Umsetzung des Konzeptes wurde ein sogenanntes Livesystem auf CD-ROM30 realisiert. Die grauen Knöpfe waren von den Entwicklern der Webseitensprache HTML dazu gedacht als „Absenden-“ bzw. „Abbrechen-“ Schalter auf Webformularen ihr Dasein zu fristen. über die Beschäftigung mit dem PC hinaus lebensweltliche Bezüge wahrzunehmen. dass fachbezogene Installationen vorgenommen werden. Sogenannte Live-CDs ermöglichen den Start von Programmen. das temporäre und permanente Sichern und Austauschen von (Zwischen-) Ergebnissen erlaubt. Schnittstellen bietet. reizte nicht bloß Netzkünstler wie Alexei Shulgin. kurz: losKidS.hu/collection/form/ .

indem ein komplettes Betriebssystem (in diesem Fall das freie Linux) mit auf der CD untergebracht ist. das über einen Startbutton die wichtigsten Programme zugänglich macht. aber auch den Nachteil hat. versehentlich gelöscht oder unproduktiv geändert werden. Medienbildung in der Kunstpädagogik. dass man Dateien nicht per drag and drop auf dem Desktop ablegen kann. Die Software unterliegt ausschließlich der GNU General Public License. LosKids hat eine auf die Bedürfnisse des Kunstunterrichts abgestimmte Desktop-Oberfläche mit leichtem Zugriff auf einige Grafikprogramme. Für die oben angesprochene Unterrichtsreihe Skulptur und Plastik wurde ein 3D Softwarepaket in das oberste (erste) Menu gelegt und 3D Modellierer genannt. Die meisten Rechner haben ein entsprechendes Laufwerk und können ein Betriebssystem davon starten. liefen aber nicht auf den jüngsten (und damit begehrtesten) Rechnern. da zum Einen viele Schulrechner aus Sicherheitsgründen technisch so verändert sind. In der didaktisch reduzierten Vorauswahl finden sich ebenfalls ein Photobearbeitungsprogramm namens Gimp (ähnlich Adobe Photoshop) und andere. 2003. Weimar: VDG. sondern sind von der CD lauffähig. und der Digitalität. dass sie bei einem Neustart wieder in den Ausgangszustand zurück kehren und zwischenzeitlich gespeicherte Daten dadurch verloren gehen. 4. dass ohne zentrales Benutzermanagement mit passwortgeschütztem Zugriff auf individuelle Ordner sowie gesichertem Gemeinschaftsbereich immer wieder Daten überschrieben. Daten auf der Festplatte bleiben dabei unberührt.2 Die CD ROM Als Low-Cost Medium von relativer Robustheit für den Schulranzen geeignet. welches dies erlaubt. Für den sogenannten Fenstermanager kommt der schlanke icewm zum Einsatz. indem man den Rechner bei eingelegter CD neu startet. kommen Datensicherungen auf CD jedoch nicht in Frage. die als Teil unserer Realität im Sinne einer zweiten Wirklichkeitsebene besonderer sensueller Rezeption unterliegt. Tests mit KDE. Die Weiterentwicklung von losKidS sollte diesen umfänglicheren. die der menschlichen Sensualität unmittelbar zugänglich ist. der recht stabil läuft. Dies funktioniert.“32 4. Dieses wird anstelle des üblicherweise installierten Windows gebootet. was nicht zwingend ist. ist die CD-ROM vor allem mit ihrer leichten Kopierbarkeit ein praktisches Medium. Da die Live-CD im Betrieb nicht ohne weiteres aus dem Laufwerk herausgenommen werden kann. einer Rechtsform die das kostenlose Kopieren wie auch das Verändern der Programme ausdrücklich erlaubt (siehe auch Kapitel zur GPL). Die Programme müssen nicht auf Festplatte installiert werden. aber moderneren Manager weiter in Betracht ziehen. 32 Kirschenmann.18 Übergangs zwischen der dinglichen Realität. Zum Anderen zeigt die Praxis.2. .1 Menus Der Desktop ist weitestgehend an das Look-and-Feel von Windows angepasst. Auf Festplattenzugriff wurde verzichtet. Johannes.

4. etc.) angepasst werden muss. so dass die Software auf verschiedenen Ebenen (Tastaturbelegung. was zu Datenverlusten (auch bei Windows) führen kann. wenn sie benötigt werden. Metaphern aus der Photographie (Lichtquelle und Kameraposition) runden die Szenenbeschreibung ab und visualisieren durch ihr „Verschieben“ unterschiedliche Ansichten des selben Objektes. Laufwerke werden nicht mit Einzelbuchstaben bezeichnet („Platte C“.2. 4.4 Hilfsskripte USB (-Sticks) / Floppydisk sind als Notfalloption mit im Systemdesign vorgesehen. Menubeschriftungen einzelner Programme. indem es ein Symbol für den Stick auf dem Desktop bereit hält. etwa wenn man das Menu „Daten speichern unter“ eines Anwenderprogramms benutzt. Damit entfällt das mühsame Neuzeichnen von Hand. Kegel.2. Für die losKidS-CD wurde kpovmodeler wegen seiner relativ einfachen Bedienbarkeit ausgewählt.2. Kapitel Hilfsskripte) unter /mnt/sda1. das die Lokalisierung großer Systemteile zentral regelt. 4.5 Linux Dateibaum Das Dateisystem des zugrunde liegenden Linux ist für Windowsnutzer ungewohnt.2. „auswerfen“ starten entsprechende Skripte und sind auch für an Windows Gewöhnte intuitiv bedienbar. Der Inhalt des Sticks findet sich nach dem Anmelden (siehe oben. Zylinder. Torus).2. „Floppy A“) sondern sind Unterordner im Gesamtsystem. Diese Wahl beschränkt die möglichen . Skalieren und Drehen sowie die CSG-Funktionen (Constructive Solid Geometry) Vereinigen. Dieses bietet vier Drahtgitter-Ansichten (die Dreitafelansicht und eine freie Blickachse) der gerade bearbeiteten Szene und eine Palette mit geometrischen Grundformen (Quader. Allerdings ziehen viele Benutzer ihre Sticks nach Gebrauch einfach ab. die im Baukastenprinzip in die Szene eingefügt und verändert werden können. Kugel. 2x klicken) hinterlegt. In Linux ist alles unter / (dem sogenannten root) untergeordnet.3 Sprache Die Sprache der Programmierer weltweit ist Englisch. Ausschneiden und „gemeinsame Schnittmenge bilden“. Anklickbare Icons mit dem Titel „Stick anmelden“ bzw. Auch hier könnte KDE für Vereinfachung sorgen.19 4. 4. ohne dass die Szene als ganzes neu entworfen werden müsste.6 kpovmodeler Als virtueller Skulpturenbaukasten ist auf losKidS kpovmodeler integriert. Auch hier empfiehlt sich KDE.2 Handbücher und Infodateien Gebrauchsanweisungen für die wichtigsten Programme und weiterleitende Informationen sind als Startseite des Webbrowsers (genannt Iceweasel. Hinzu kommen die geometrischen Grundoperationen Verschieben. Für losKidS von Bedeutung ist die Adresse der USB -Sticks.

B blender umfangreichere Möglichkeiten bietet. doch erlaubt das Programm noch zahlreiche weitere Veränderungen an den „Bauelementen“.7 Die Benutzung von kpovmodeler Das Programm kpovmodeler kann vereinfachend gesprochen als Skulpturenbaukasten bezeichnet werden. Ändert man Größe und Breite in einem unterschiedlichen Maß. ist der Vergleich mit dem realen Baukasten schon hier am Ende.und Übersichtlichkeitsgründen verzichtet. Er steht zum Download frei: http://orange. Eine quasi plastische Operation ist die Größenänderung (im Programm skalieren genannt). wie man es aus einer Textverarbeitung her kennt).und Gestaltungselement auftaucht. Das Gleiche gilt für ganze Gruppen von Objekten. Frei im Raum platzierte Elemente bleiben „in der Luft hängen“. Diese Unflexibilität des Bauklotzes aus Holz oder Kunststoff aus Kindheitstagen weicht nun der kreativ-divergenten Möglichkeit. Auf eine Doppelung der 3D-Software wurde aus Platz. Gesondert zu bemerken ist die Größenänderung bei Kugeln.2.33 4. den Arbeitsprozess von der einfachen Grafik bis zum anspruchsvollen Trickfilm zu veranschaulichen. Geometrische Primitive können wie Bauklötze kombiniert werden. wenn das Programm zum Entwerfen von Skulpturen oder Plastiken genutzt werden soll). die mit einer einzigen Anweisung geändert werden können. Mehrfach aufeinander folgende Operationen wirken je nach Reihenfolge unterschiedlich. aber auch in einem zuträglichen Sinne den Entwurf erst einmal von den Forderungen und Problematiken des Materials befreit. auch wenn z. was nachfolgende Überlegungen nötig macht. computergestützt (virtuell) diesen selbst zu verändern. so verliert der Körper seinen Kugelcharakter und verformt sich gleichmäßig oder organisch zu einem Ellipsoid. Drehen und Größenänderung) erlauben schon ein weites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten. Schwerkraft) eingeschränkt (was zu einem eigenen Problem werden kann. wenn sie durch Skalieren aus der Globusform gebracht worden ist) 33 So wurde zum Beispiel der prämierte hochauflösende Trickfilm „Elephants Dream“ zum größten Teil mit blender „gedreht“. Die zahlreiche Vervielfältigung von einmal angelegten Elementen (oder Elementgruppen) ist so unaufwändig (einfaches Kopieren und Wiedereinfügen. konstruktive Festkörpergeometrie (constructive solid geometry.20 Betriebssysteme auf Linux (was wegen der benutzerfreundlichen Lizenzform und Anpassbarkeit von Linux ohnehin das System der Wahl ist). ist aber nicht mehr durch statische Aspekte (Stabilität. Da grundsätzlich jede Grundform unendlich oft erzeugt werden kann. wie dies realiter umzusetzen wäre.org/download . Die dazu bereitgestellten Operationen fallen grundsätzlich in zwei Kategorien: einfache Transformationen und Operationen aus der Mengenlehre. dass hier schon ein eigenes Spiel. Die Größe eines Objektes kann wahlweise in alle drei Dimensionen gleichzeitig oder auch nur etwa nur in die Breite zuoder abnehmend geändert werden.blender. oder kurz: CSG) genannt. Das Verschieben und Drehen entspricht noch weitgehend dem verteilenden Aufstellen von Bauklötzen. (Bei einer Kugel würde eine Drehung erst Sinn machen. Die einfachen Transformationen (Verschieben.

sondern auch die Transparenz wird hier geregelt. Darauf sollte im Unterricht wiederholt hingewiesen werden. wie die Gesamtheit der zu bedenkenden Details im Fachjargon heißt. Auch hier sei erinnert. um ein Entwurfsprojekt nicht in unlösbare Probleme laufen zu lassen. also eine Software die den Strahlengang von einer Lichtquelle über seine Reflexion bis ins Auge des Betrachters simuliert oder zurückverfolgt. dass die Bearbeitung selbst von Acrylglas nicht ganz trivial ist. Größe. Eigenschaften (Farbe. Position. so bleibt ein röhrenförmiges Loch wie bei einer Bohrung.B. Schnittmengen und Differenzen zu erstellen. Dafür hat kpovmodeler einen sogenannten Objektbaum. Aber nicht nur die Farbe. können aber noch verändert werden. Die Standpunkte von Betrachter (im Programm Kamera genannt) und Lichtquelle sind ebenfalls bestimmende und steuerbare Faktoren für die abgebildete Szene. Dies spart oft Arbeit und erlaubt eine gewisse Verwaltung). das zwei oder mehr Körper umfassen. Nicht unbeachtet sollen die Werkzeuge zur Oberflächengestaltung bleiben. der mit seinen abgerundeten Ecken und Kanten gut rollen kann. Schließlich ist Povray (der eigentliche Renderer hinter der grafischen Benutzeroberfläche kpovmodeler) ein sogenannter raytracer. in dem obligatorische Objekte wie Kamera und erste Lichtquelle34 angeboten sind. Unter Schnittmengen versteht das Programm jenes Raumvolumen. so dass farbig gläserne oder ganz durchsichtige Anmutungen genauso einfach zu erreichen sind wie Volltonfarben. Des weiteren lässt sich die Qualität einer Oberfläche beeinflussen über den sogenannten finish. Die bisher recht sterile Formensprache wird jedoch stark erweitert durch die Möglichkeit. Platziert man z. zwei Kugeln so. (Natürlich lassen sich auch mehrere Vereinigungsmengen miteinander verschmelzen oder kopieren und wiedereinsetzen. . wo sie einen eindeutigen Platz und je eine oder mehrere eindeutige Eigenschaften haben. so würde die Schnittmenge eine Linsenform bekommen. wenn nicht gar technisch unmöglich sind. dass sie sich teilweise überschneiden. Da auch komplexe Körper in Differenzformen benutzt werden können. dass ganze Gruppen von Objekten mit dem gleichen Arbeitsvorgang verändert werden können. Alle Szenendetails werden in eine Gesamthierarchie eingeordnet. so lässt sich der Eindruck eines Spielwürfels erzeugen. sind leicht filigrane Gebilde erzeugt. Sie summiert ein Gesamtobjekt aus vorher erzeugten und veränderten Einzelteilen.21 Oben angesprochen wurde bereits. Schneidet man aus einem Körper etwa einen Zylinder.) eines geometrischen Körpers werden per Mausklick unterhalb des betreffenden Körpers als Verzweigung 34 Sie sind automatisch bei Programmstart schon vorhanden. Schließlich lassen sich alle Formen als Differenz aus anderen Formen „herausschälen“ oder „-bohren“. Die Software nennt diese Objekteigenschaft Pigment. Die sogenannte Vereinigungsmenge ist die simpelste Form der CSG. und wo man nun weitere Details als Verzweigungen „einhängen“ kann. Ein solches Pigment lässt sich über einen Farbwähler (oder -Picker) einstellen. Selbstverständlich lassen sich alle Grundformen miteinander als Schnittmenge kombinieren. Kombiniert man einen gleichseitigen Quader mit einer Kugel. etc. Im einfachsten Fall lassen sich Körper oder Teile mit einer monochromen Farbe versehen. Dieser Faktor beschreibt die Mattigkeit von stumpf bis hochpoliert. die in der Herstellung aus realem Material höchst anspruchsvoll.

Interessierte Schülerinnen und Schüler werden schnell zahllose Einstellmöglichkeiten finden. die die Kollaboration unterstützen. Das gerenderte Bild lässt sich mit Bildbearbeitungsprogrammen (z.de/club/smartdrive/?si=2B7e2. Da losKidS die Festplatten des jeweiligen Rechners unberührt lässt. doch lassen sich auch spektakuläre abstrakte Bilder erzeugen). Genauso wichtig ist jedoch auch die Möglichkeit. die in der Regel von der automatischen Hardwareerkennung gestartet wird. ist das Drahtgittermodell. mit denen spielerisch experimentiert werden und das Programm „gegen den Strich gebürstet“ werden kann (Zwar ist es angedacht photorealistische Grafiken zu erzeugen. moodle gar keinen.web. wodurch eine gute Orientierung möglich ist. um die zweite Ansicht von vielen zu rendern.B. Apple mit dotmac38 für 100 Euro39 im Jahr dazu diverse Funktionen. als Bildhintergrund für ein Objekt oder als Oberfläche für einzelne Objekte bildet eine nützliche Schnittstelle zum offenen Gebrauch der Software.com/de/dotmac/ Andere Anbieter sind günstiger. Das losKidS-Konzept setzt in erster Linie auf eine Internetanbindung.3fJZZO. Als sogenannte Fallbacklösung stehen Mountskripte zur Verfügung. Im Menu Ansicht (view) gibt es den Punkt render. die Datei (mit Endung . wonach man sich über die Dateiauswahl den USB-Stick (/mnt/sda1) suchen sollte. auch auf der CD) weiterverarbeiten. Gimp.de/ http://www3.kpm). Zur einfachen Verwaltung umfangreicher Szenen lassen sich Zweige einklappen und bei Bedarf zur Bearbeitung wieder aufklappen.B. die sich im Menu Datei / Speichern sichern lässt. Im Schulbereich sind lo-net² 35 und moodle36 bekannte Internet-Plattformen. zeigt aber schon umfangreiche Einsatzmöglichkeiten.de http://moodle. Der Import von Grafikdateien aus anderen Programmen oder der Digitalkamera bzw.1jCbTJ. Diese Übersicht kratzt allenfalls an der Oberfläche der Möglichkeiten von Povray. Komplexe Mengen (CSG) haben Zweige mit Untermengen usw. Im vorliegenden Fall bestand jedoch bereits ein Vertrag.22 eingefügt. der aus der filigranen Linienskizze einen raumhaften Körper zeichnet.lo-net2.14* http://www.3 Die Internetplattform Das Internet stellt eine (für die Arbeit am Rechner die reichhaltigste) Verbindung zu äußerem Input dar. Web. 4.apple. damit auch 35 36 37 38 39 http://www. die USB-Sticks in das System einbinden und wieder lösen können. dem Scanner z. Dies ist für die Kursarbeit mit Grafikdateien zu wenig. der durch die Unterrichtsreihe einen zusätzlichen Nutzen erfuhr. Die Liste kommerzieller Anbieter ist natürlich länger. Lo-net² bietet jedoch nur 20 MB Speicherplatz pro Kurs.de bietet mit Smartdrive37 unbegrenzten Speicherplatz für 6 Euro im Monat. und zwar auf jeder Gliederungsebene.freemail. gehört Webspace zum Konzept. . Das folgende Bildanzeige-Fenster bietet gleich einen „speichern“ (save as) -Knopf an. Zuletzt das eigentliche Rendern der bis hierhin als Drahtgittermodelle dargestellten Objekte (siehe Screenshots von zwei Schülerinnen im Bildanhang). das man bei Bedarf zum Beispiel ein wenig drehen kann. Arbeitsergebnisse digital sichern zu können.hilfe.

B. bewertet. können Schülerinnen und Schüler auch aus außerschulischen Situationen Material an die gemeinsame Ablage schicken. woran sich die perspektivische Vielfalt schon eindrücklich vermitteln lässt.3. im Internet oder mit Kamera ausgerüstet in ihrer Lebensumwelt recherchieren können. verändert zu werden. seinen tieferen Seinsgrund aber im Austausch menschlicher Äußerungen hat. Die Dotmac-Plattform erlaubt.4 Recherchieren Schließlich ist der visuelle Fundus aus dem Internet ausschlaggebend. Datenträger oder Internetplattform ausgetauscht und gesichert werden. Berühmte Objekte lassen sich oft in Aufnahmen aus zahlreichen Ansichten finden. Von daher ist eine Passwortabfrage für den Zugriff sinnvoll. in Bibliotheken. Prinzipiell ist dies direkt aus dem Mobiltelefon möglich (mms2mail-gate). Ebenso macht es Sinn. Mit der Fragen nach Mehransichtigkeit im Gepäck können sich die Schüler selbst einen Forschungsauftrag stellen. ggfs.3. 4. den sie z. Digitale Zwischenergebnisse können praktischer weise per eMail. jpeg-Dateien als Diaschau ablaufen zu lassen.3. 4. Im medienkritischen Sinne soll das Netz auch als soziales Netz verstanden werden. um sich überhaupt anzumelden).23 ohne Netzwerk Daten ausgetauscht werden können. interpretiert. sowie sie Zugriff auf ein eMail-System haben. Bilder von Rodins Denker wie auch Edvard Eriksens kleiner Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen sind von Schülerinnen und Schülern schnell in unterschiedlichen Perspektiven gefunden. aber ein Zusatznutzen (man braucht schon eine eMail-Adresse. das sich zwar oberflächlich als Maschinenverbund zeigt.1 Login Der gemeinsame Internetbereich ist besser gegen dritte geschützt. Da die Plattform jedoch eMails auch empfangen kann.3 eMail und Kalender Die Funktionen eMail und besonders der Kalender in der dotmac-Plattform sind nicht notwendig. Passwörter sollten aber auch zentral beim Lehrer /der Lehrerin aufbewahrt werden. was einem virtuellen Rundgang um das Objekt nahe kommt. da die Praxis zeigt. geordnet und evtl. 4. wenn Schülerinnen und Schüler Drahtgittermodelle untereinander austauschen. und somit auf einen reichhaltigen Formenfundus zugreifen können. um durch unkontrolliertes Kopieren von Inhalten keine Urheberrechte zu verletzen.3. . dass Schülerinnen und Schüler oft ihre Zugriffsdaten verlieren oder gerade nicht dabei haben.2 Datenablage Für die gemeinsame Diskussion ist die Ablage von gerenderten Bildern (also nicht der Drahtgittermodelle) sinnvoll. um dann möglichst in Kooperation gesichtet. 4.

5. die streng geometrischen Arbeiten von Joel Shapiro. die einzelnen Plastiken zur späteren Besprechung unter möglichst vielen verschiedenen Aspekten fotografisch sichern zu lassen.24 4. Wenn im Schulbetrieb aber der Besuch von ausgestellter Kunst mit einigem Aufwand verbunden ist.140.de/documents/gpl-2. stellt sich die Frage nach medial vermittelten Alternativen.html 41 Siehe Boysen-Stern 2001.1 Die Lerngruppe Die Lerngruppe. war ein kleiner Kunstgrundkurs Jahrgangsstufe 11 mit 10 Mädchen und 4 Jungen. der GNU General Public License Version 2.gnu. nur ein Mädchen keinen heimischen PC. Die Entwicklung wurde in der Annahme begonnen. die an der Weiterentwicklung interessiert ist. 5 Die Unterrichtsreihe 5. Bernar Venet und Anish Kapoor) überträgt sich deren perspektivische Vielfalt nicht unbedingt auf die Schülerarbeiten. . ist das Studium plastischer Arbeiten vor Ort daher die erste Wahl. S.. Hinter losKidS verbergen sich keinerlei finanzielle Interessen.1 Rhythmisierung / Zweiraumkonzept Boysen-Stern diagnostiziert bei vielen seiner Modellprojekte einen Mangel an Reflexion. Die Weitergabe und das Verändern der Software ist ausdrücklich erlaubt.nur selten ist dasselbe Objekt aus mehreren Blickwinkeln abgebildet-.2. um dem Betrachter die räumlichen Qualitäten zu veranschaulichen. Diese Lizenzierung für freie Software soll in erster Linie die Rechte der Benutzer schützen.2 Vorbereitung Da auch das Studium von Bildbänden zur Bildhauerei oder Lehrwerken nur sehr beschränkt hilft . welche interessiert die frühen Prototypen von losKidS getestet hat. 5. Alle hatten eine eMail-Adresse. der durch den möglichen Aktionismus im Werkstattunterricht41 40 http://www. Empfehlenswert ist auf jeden Fall. die zur Erstellung benutzt wurden. Auch wenn moderne Plastik bei einem Besuch vor Ort von einem guten Teil der Schülerinnen und Schüler positiv aufgenommen wird ( im Vorfeld der Konzepterstellung waren dies z. Das System soll allen die es nutzen oder weiterentwickeln wollen zur Verfügung stehen.40 Eine Kopie des Lizenztextes befindet sich auf der CD. da sie in der Schule und bei Freunden Zugriff hatte.de.0.4 GNU Lizenz und Community Die losKidS CD ROM unterliegt wie Linux und die anderen Programme.B. was für sie jedoch kein Problem war. dass sich eine Gemeinde (Community) bilden kann. und möglicherweise eigene Arbeit dazu beiträgt.

bietet 42 Die Scannerschnittstelle ist noch nicht konfiguriert. 5. was dem Kunstunterricht auch sonst einen Besuch wert ist und mit Kameras. Das mag einerseits daran liegen. dass der PC im wesentlichen auch ein Kommunikationsmittel ist. dass oft nur eine oder einer die häufig knappen Geräte bedienen kann. Zeichenblock42 und Fotohandy festgehalten werden kann.2. Hinzu kommt.25 mit dem PC (insbesondere bei den All-in-one. .2 Besuch einer Ausstellung Nicht absolut unverzichtbar. die Arbeit im Kunstraum mit den Handwerkzeugen automatisch der Bereich kopflosen Dilettierens ist. Eine sinnvolle Verbindung besteht nicht im gleichzeitigen Nutzen materialer und digitaler Werkzeuge sondern in einem Oszillieren zwischen ihnen. Diese Raumnutzung muss natürlich mit dem Belegungsplan der Schule korrespondieren. Das gleichzeitige Angebot von digitalem und materialem Werkzeug erlaubt jedoch das unkritische Ausweichen in einen unreflektierten Aktionismus. während andere dabei sitzen und kommentieren. die (neben der Auseinandersetzung mit aktueller Kunst) sowohl den sinnlichen (alltäglich-biografischen) Bereich als auch den intellektuell-ordnenden (wissenschaftlichen oder wissenschaftspropädeutischen) Bereich einzeln beschreibt. bei der die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an den Ergebnissen intensiver ist und der Austausch recht natürlich erfolgt. dass die Arbeit etwa im Computerraum der Schule nicht gleichzusetzen ist mit einer kritischen Auseinandersetzung. um konstruktiv von der Arbeit am Werk (aber auch von der Arbeit am PC) zurückzutreten und den Arbeitsprozess einem Zielgedanken unterzuordnen.Werkstätten) auftritt. kritisieren und formulieren. Die Trennung der beiden Bereiche erlaubt die Distanz zum jeweils anderen (und die didaktische Reduktion des einzelnen Bereiches). was eine dialektische Synthese erst ermöglicht. um den Arbeitsprozess der nötigen kritischen Reflexion zu unterziehen. aber doch hoch motivierend und anschaulich ist der Besuch echter Kunstwerke vor einer entsprechenden Unterrichtsreihe. hat der gemeinsame Blick auf Texte den Charakter schülerzentrierter Kommunikation. da Bildbearbeitung nicht im Vordergrund stand. ist ein selbstverlorenes Vorsich-hin-Arbeiten wieder wahrscheinlicher. Der zweite austauschförderliche Aspekt ist die Tatsache. Absolut alles. Im vorliegenden Konzept wurde auf die Rechnerpools außerhalb des Kunstraums zugegriffen. Das müssen nicht unbedingt Plastiken und Skulpturen sein. Im Zwei-Raum-Konzept bietet sich jedoch der Bildschirm-Bereich an. um die Trennung für die Reihenplanung zu nutzen. Sind PC-Arbeitsplätze in Klassenstärke vorhanden. Dem ließe sich durch eine räumliche Trennung von Materialwerkstatt und Denkwerkstatt entgegenwirken. Hierbei wäre darauf zu achten. Die häufig anzutreffende Aufteilung in Theorieund Praxisstunden würde hier einen möglichen Rahmen bieten. dass Boysen-Stern bei der Arbeit am Computer eine besondere Tendenz zur Kleingruppenarbeit feststellt. Diese Zweiteilung korrespondiert gut mit den Kernbereichen der ästhetischen Forschung. Insbesondere wenn das Internet auch für eMail und gemeinsame Datenablage genutzt wird.

und Vierergruppen hatten sowohl schneller Einigkeit zur Vorgehensweise und vorzeigbare Ergebnisse als die Sechsergruppe und der Einzelkämpfer. sonst müssen USB-Ports vorhanden sein. In Einzelarbeit lassen sich keine besonders raumgreifenden Skulpturen in einer Unterrichtsreihe erstellen. Der Arbeitsspeicher muss mindestens 128 MB groß sein. 5. So erfordert etwa die Statik vielfach. damit dort eine Datenablage stattfinden kann). weswegen eine Überarbeitung des ursprünglichen Entwurfes auf der Ingenieursebene nötig war.2. dass der Stahl noch zu elastisch ist. dem es durch mangelnde Integration und Austausch an Inspiration fehlte.1 Oszillationsprinzip Die Arbeit mit kpovmodeler stellt im Wesentlichen eine prototypische Simulation der später zu verwirklichenden Plastik dar. 5. auf eine Internetplattform zuzugreifen. Der Prozessor sollte Intel x86 kompatibel sein und mit wenigstens 350 MHz laufen. Die Zweier. mussten feststellen. Hier wird auch klar. die für ihre Gipsplastik eine 10mm starke Gewindestange als Armierung gewählt hatten. bei mehr als 4 Mitarbeitern werden die Aufgabenverteilungen schnell unproduktiv. um den schweren Gips an einem Hebel von knapp einem Meter Länge rissfrei zu halten. dass es bei dieser Form material-digitalen Crossovers nicht um einen gleichzeitigen Einsatz medial vermittelter und unvermittelter Erfahrung geht.26 sich für ein Projekt an. so der Administrator dies erlaubt) und Netzwerkfunktionalität ist wünschenswert (der Browser stellt zunächst eine Begrüßungsseite der CD ROM dar. 5. . sondern der rhythmische Wechsel zwischen beiden einen konstruktiven Entwicklungszyklus erlaubt. Die Rechner müssen von CD booten (die Bootreihenfolge ist oft recht einfach im BIOS einzustellen.3. Die jeweils doppelten Zahlen machen das Arbeiten schon spürbar flüssiger.3. dass der Entwurf noch einmal überarbeitet werden muss.2 Kommunikation in Kleingruppen Als besonders förderlich erscheint die Arbeit in Kleingruppen (2-4 Schülerinnen und Schüler). Einige Schülerinnen. das anschließend mit der losKidS Software bearbeitbar ist.3 Durchführung 5. ist aber dazu gedacht.3 Hardware Vor dem flächendeckenden Einsatz der CD muss die Hardware auf Funktion überprüft werden.

1 Fortentwicklung / Ausblick LosKidS soll fortentwickelt werden. die von anderen Bereichen des Alltags abschirmt.B. Schülerinnen und Schüler bräuchten zwar eine Einführung in die grundlegende Handhabung der CD. weswegen jede Rückmeldung von Nutzern willkommen ist. auch wenn er als Werkstatt oder Atelier genutzt wird. der KDE-Desktop. deren meiste losKidS dank Hardwareerkennung erfüllt. finden sich einzelne Schüler fast spontan zurecht.2 Anwendbarkeit in anderen Werkstattkonzepten Der übliche Klassen. ist eine Klausursituation. das Ablegen auf USB-Speichermedien (Sticks) die Fallback-Lösung bei Inkompatibilitäten. Da losKidS Schülerinnen und Schülern auch mitgegeben werden kann (und im Sinne das Autors auch soll).3 Anwendbarkeit bei anderen Hardwarevoraussetzungen Zur Vorbereitung des Unterrichts mit diesem Konzept ist es notwendig. mobile Geräte43 vor.B. 6. Netzwerkkarte. von dem kpovmodeler 43 z. Andere Werkstattkonzepte sehen z. ein Projekt im MuseVorhaben: http://netzspannung. damit sie die einmal kennen gelernte Umgebung auch zu Hause nutzen können. sich über die verfügbare Hardware zu informieren.oder Kunstraum.B.27 6 Anwendbarkeit / Übertragbarkeit 6. Sowohl detaillierte Beschreibungen von Fehlern (und selbst große Konzerne haben Fehler in ihren Betriebssystemen) als auch Vorschläge. die nicht durch das reguläre Stundenraster und die Abgrenzung der verschiedenen Fächer untereinander eingeengt sind. aber wie bei dem 11er Kurs zu sehen war. Ausstellungsplanung) und Unterrichtsformen (Einzelarbeit durch Schülerinnen und Schüler auch zu Hause). was fehlt (z. dass jede Konfiguration zur Mitarbeit bewegt werden kann. Auch im regulären Kunstunterricht mit Werkstattbetrieb kann ein solches Projekt vorbereitet und betrieben werden. CD ROM-Laufwerk und BIOS stellen jeweils eigene technische Forderungen. ist die Datenspeicherung auf einem geschützten Portal im Internet der Königsweg.) Leider kann im Rahmen dieser Arbeit nicht sicher gestellt werden. die den Aktionen der Schülerinnen und Schüler folgen können.1 Anwendbarkeit bei Änderung des Themas Nutzbarkeit des Systems auch für andere Themen (Zeitungsgestaltung. von Pentium II 350 MHz mit 128 MB RAM bis Core Duo 2 1800MHz mit 512 MB RAM mit einer Vielzahl unterschiedlicher Systemkomponenten (Grafikkarte. 7 Schluss 7. Für die Durchführung sind auch Projekttage denkbar. die Modellvielfalt ist einfach zu groß. ScanMan. 6.org/learning/muse/scanman/ . losKidS ist auf verschiedenen Systemen getestet worden.

Umfangreiche Software Pakete. 44 http://www. digitaler Dokumentation. Für die medienkritische Auseinandersetzung bietet das Konzept reichhaltige Anknüpfungspunkte. besteht auch Hoffnung auf Entwicklungsbeiträge von anderen. wie das losKidSKonzept genutzt. In der Schnittstelle zwischen digitaler und materieller Bearbeitung lassen sich Fragen der medialen Vermittlung. ohne damit hinderliche Beschränkungen aufzuerlegen.Möglichkeiten erweitert. Die Spannungen zwischen den Bildwirklichkeiten von virtuellem Entwurf. damit ein Austausch stattfinden kann. 7.org/ . sowie von realer und virtueller Räumlichkeit für den Kunstunterricht nutzbringend problematisieren. erweitert und verändert werden kann. Die Morphix-Website beherbergt bereits einige LiveCD-Fortentwicklungen. Reine Computerarbeit ist und bleibt tendenziell reizarm für die Nahsinne. Vorzeichnung auf dem Papier und realisiertem Objekt erfordern die Auseinandersetzung mit den lebensweltlichen Phänomenen im Medienzeitalter. wenn man sich mit den bekannten Angeboten soweit auskennt. sondern sollen Mittler zwischen unterschiedlichen Erfahrungen bleiben. ohne dass der Neuling beim Erstkontakt sofort die Übersicht verliert. die alle Funktionen in unmittelbare Reichweite des Benutzers stellen sind besser für den professionellen Anwender in der Produktionsumgebung geeignet. so dass im Falle eines bewusst erkannten Bedarfs (oder bei Neugier.28 das „k“ im Namen bereits hat. aber insbesondere der Bereich der an neuen Medien interessierten Kunstpädagogen sollte mit entsprechenden Links versorgt werden. sondern verschafft durchaus auch Erkenntniszugewinn. Selbst die glatten und wenig auratischen Grafiken der Render-Software haben einen ästhetischen Nutzen. das fortführende Werkzeug erreicht werden kann. dass man die Herausforderung sucht). der Auswahl von Materialien. die Menustruktur auf der ersten und zweiten (Klick-) Ebene sparsam und am Zweck ausgelegt zu gestalten und speziellere Anwendungen (ebenfalls in Auswahl) in tiefere Zweige zu verlegen. Der Bildfindungsprozess der Schülerinnen und Schüler wird um mehrere . und von dem das Programm etwa bei der Lokalisierung profitieren würde).auch dialogische . eine Arbeitsumgebung (zunächst einmal) in ihren Angeboten zu reduzieren. Das ästhetische Urteil der Schülerinnen und Schüler kann durch den Einsatz der Software geschärft werden. die sich eventuell einstellt. da sie veranschaulichen. Dabei dürfen die Medien nicht zum Selbstzweck verkommen. Im Schulkontext stellt sich die Forderung.2 Fazit Das Verhältnis von möglichem Nutzen und konkreter Nutzbarkeit muss beobachtet werden. was vorher nicht sichtbar war. Da die Morphix-Werkzeuge44 für jedermann zugänglich sind.morphix. Bei einer Software hieße das. Im Wechsel mit aktivierenden Unterrichtsinhalten beschert die kunstpädagogische Einbindung neuer Medien jedoch nicht nur ein motivierendes Moment. fotografischer bzw. was Aktivitäten und sinnliche Vielfalt voraussetzt.

29 Literaturverzeichnis .

30 Erklärung Versicherung .