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Aufbau einer Hausarbeit

1. Einleitung

Entwickeln der Fragestellung. Warum ist das gewählte Thema interessant? These, was ist der Erkenntnisgewinn, was zeigt die Arbeit?Wie gehen sie vor?

2. Forschungsbericht

Sie enwickeln Ihre Fragestellung aus dem Stand der bisherigen Forschung. Dort verorten Sie Ihre Arbeit: Also, was wurde bisher zu dem Thema gesagt? Welche Forschung gibt es zu dem Phänomen? Wer hat das, wann und im Hinblick auf welchen Text schon betrachtet? Auf welchen literaturtheoretischen Grundlagen beruhen die jeweilige Erkenntnisse? Bis wohin leuchtet das bislang Erforschte ein? Wo erzeugt es (Ihren) Widerspruch. Und damit vor allem: Wie verhält sich Ihre Arbeit zu dieser Forschung? An welche Kenntnisse knüpft sie an, welche bislang ungeklärten Probleme löst sie.

3. Systematik

Sie legen dar, auf welche methodischen Prämissen sie sich stützen. Unter welchenVorraussetzungen betrachten Sie den Text. Sie arbeiten vor dem Hintergrund der Semiologie, des Poststrukturalismus und der Kulturwissenschaft. Auf welchen Textebenen können Sie methodisch welche Phänomene festmachen. Ihre systematischen Überlegungen sind neben dem Forschungsbericht das zweite Standbein Iher Arbeit.

4. Hauptteil/Textanalyse

Untergliedert in mehrere Unterkapitel. In diesem Teil präsentieren Sie schrittweise Ihre Ergebnisse. (Bitte schreiben Sie kein Verlaufsprotokoll, was Sie so alles nacheinander gemacht haben. Hausarbeiten formulieren Ergebnisse!) Sie argumentieren logisch, zeigen an Textstellen, wie sie diese im Blick auf Ihre These lesen, wie die einzelnen Textelemente und -ebenen zusammenhängen und präsentieren eine (neue) Lesart des Textes. Diese solle discours und histoire umfassen!

5. Zusammenfassung und Schluss

Was hat die Arbeit auf welche Arbeit gezeigt? Welche Fragen schließen sich an, welche weiteren Zusammenhänge wären zu beachten, aufgrund welcher Argumente.

6. Bibliografie

Am besten vollständig: alles, was es gibt. Sonst weiß man nicht, ob Sie tatsächlich etwas erforscht haben, oder ob das nicht schon längst bekannt ist.

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Gliederung: Die Arbeit hat eine klare These. Die Gliederung ist schlüssig. Einleitung: Verf. hat die Funktion der Einleitung begriffen. Verf. entwickelt seine These aus Zusammenhang/Fragestellung X. Die These ist schlüssig und trägt die Arbeit. Verf. Argumentiert begrifflich klar. Forschung: Verf. hat die Funktion des Forschungsberichts verstanden. Er hat die Forschung ausführlich befragt und im Dialog mit ihr (aus ihren blinden Flecken) eine eigene Fragestellung entwickelt Systematik: Verf. hat die Funktion der Systematik verstanden. Verf entwickelt ein konzises methodisches Modell. Textanalyse: Gute Beobachtungen, Bezug zur Fragestellungen, argumentatives Gewicht der Ausführungen, begriffliche Klarheit, Zusammenhänge klar, Schnittstellen zwischen Semiotik und Narratologie, poetologische Lesarten.